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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: Eismann am 17.06.2023 | 20:39
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Da es ja durchaus einiges zum Themenfeld "Rollenspiele für und mit Kindern" gibt, mal ein Blick in die andere Richtung: Gibt es Rollenspiele, die sich an bisher nicht Rollenspielende ab 60+ richtet?
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wie sollten die Deiner Meinung nach aussehen?
Größere Würfel vielleicht? Ich verstehe es nicht, eigentlich könnten hier ja schon manche von uns auf die 60 zugehen, bei mir ist das auch nur noch zehn Jahre hin.
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Ich habe schon mehrfach für Gruppen mit Omis (70+) geleitet. Man sollte sich Gedanken um das Thema machen und die Leute sollten entweder Brettspielen oder Theater aufgeschlossen sein. Aber damit war es kein Problem.
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Das Thema ist für viele Tanelornies - mich eingeschlossen - nicht sooo weit weg.
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wie sollten die Deiner Meinung nach aussehen?
Größere Würfel vielleicht? Ich verstehe es nicht, eigentlich könnten hier ja schon manche von uns auf die 60 zugehen, bei mir ist das auch nur noch zehn Jahre hin.
Das ist die Frage. Neben "keine Anglizismen" stellt sich mir, jenseits von Klischees, die Frage, was für Themen da besonders von Interesse sein könnten oder worauf man sonst noch so achten sollte.
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Ich weiss nicht genau, ob die Frage ist, wie man mit der Generation über uns spielt oder was passiert, wenn wir später die Zockerrunde im Altenheim aufmachen. ;)
Wäre beides interessant zu diskutieren.
Zu ersterem habe ich ein bisschen Erfahrung. :)
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Naja, ich bin Jahrgang 73, d.h. mittlerweile 50 Jahre alt.
60+ und 70+ ist bei einigen hier, wie Zed schon so richtig erwähnte, langsam näher als die heute 20 jährigen und nicht die Leute die irgendwo in den fünfziger Jahren stehen geblieben sind.
Das sind Leute die zu meiner späten Teenie Zeit 30-40 Jahre alt waren, die kommen mit Anglizismen meist ganz gut zurecht, auch denke ich nicht das es Probleme bei Regelwerken gibt, die komplexer sind, außer die Abneigung selbiger, wie bei mir, existierte schon vorher.
Von dieser Warte aus, würde ich eher dazu tendieren, was ich seit Jahren eigentlich vermisse lesbare Regeln und kein vollfarbige auf Hochglanzpapier mit schlechtem Kontrast und ja lesbare Würfel.
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Das sehe ich ähnlich. Zugänglichkeit des Materials aus physikalischer Ebene ist da sicherlich mehr ein Punkt als Inhalte.
Also tendenziell:
- Lesbarkeit in Form von: Schriftgröße, Schriftart, Kontrast
- Handhabbarkeit in Form von: Gewicht, Buchformat, Lesebändchen
- Material zur Senkung der Zugangsschwelle: Cheat-Sheets, größere, gut lesbare Würfel
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Ich habe schon mehrfach für Gruppen mit Omis (70+) geleitet. Man sollte sich Gedanken um das Thema machen und die Leute sollten entweder Brettspielen oder Theater aufgeschlossen sein. Aber damit war es kein Problem.
Und vielleicht auch gegenüber Fantasy. Meine Mutter war sehr fantasyaffin, hat alles von Tolkien, was es in den 70ern auf Deutsch gab, zuhause gehabt und sich auch immer entsprechende Literatur ausgeliehen. Sie hätte auch gerne mal mitgespielt, aber dazu ist es leider nie gekommen.
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Und vielleicht auch gegenüber Fantasy. Meine Mutter war sehr fantasyaffin, hat alles von Tolkien, was es in den 70ern auf Deutsch gab, zuhause gehabt und sich auch immer entsprechende Literatur ausgeliehen. Sie hätte auch gerne mal mitgespielt, aber dazu ist es leider nie gekommen.
Es muss schön sein, sich mit Eltern über solche Hobbys austauschen zu können. Schade, dass ihr nie gespielt habt.
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Ich habe mal ne Anekdote in einem englischsprachigen Forum gelesen, ging um eine Convention wo der Autor des Posts ne Star Wars Runde angeboten hat, da tauchten ein paar alte Herren auf und schauten sich das an, als die Weltkriegsveteranen hörten, das es gegen Space Nazis geht, waren die voll mit dabei und haben ihre alten Taktiken ausgepackt. Das geht alles.
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Ich hatte auf einer Messe auch mal Rollenspielrunden für einsteiger angeboten, da ist eine Seniorin mit ihrer enkelin gekommen und hat gefragt was rollenspiel denn so sei,...
Stunde später ist sie "mit rauchenden Colts auf dem Pferd in der Prärie herumgeritten"
War aber ein recht einfaches System (d6 Freunde oder sowas in der art) das wir danach gespielt haben, jedenfalls war ich wohl so überzeugend das sie ihrer Enkelin erlaubt hat da sich ein Spiel auszusuchen, vorrausgesezt sie darf ab und an mitspielen,...
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Ich hatte auf einer Messe auch mal Rollenspielrunden für einsteiger angeboten, da ist eine Seniorin mit ihrer enkelin gekommen und hat gefragt was rollenspiel denn so sei,...
Stunde später ist sie "mit rauchenden Colts auf dem Pferd in der Prärie herumgeritten"
sehr cool :headbang:
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naja kommt halt drauf an ob die mit Fantasy was anfangen können.
Ansonsten kann ich mir vorstellen das viele derjenigen eher mit "Wilden Westen" was anfangen können (immerhin waren die Winnetou filme ja der hit damals) oder irgendwelchen Krimi dingern
Ansonsten: Große Schrift und klare Würfel (also hellere Farben mit starken Kontrasten)
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wie sollten die Deiner Meinung nach aussehen?
Größere Würfel vielleicht? Ich verstehe es nicht, eigentlich könnten hier ja schon manche von uns auf die 60 zugehen, bei mir ist das auch nur noch zehn Jahre hin.
In allen meinen aktuellen vier Runden als Spieler bzw. SL ist mindestens eine Person schon über 60. (Und sehr weit weg bin ich auch nicht mehr.) ;D
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Hä? 60 ist doch heute kein Alter mehr! Mein Nachbar ist 87 und bastelt Untersetzer aus Kork. Die sehen richtig super aus. Ihr tut ja alle so, als ob Menschen jenseits der 60 schon scheintot sind. :-[
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Zur Verdeutlichung: 60+ bezieht sich auch auf Alter weit über 60. Da ist nur, was den Begriff des "Seniors" angeht, oft eine Grenze (oder 65, je nachdem, wen man fragt). Und, zur Erinnerung, es bezieht sich auch speziell auf welche, die bisher keinen Kontakt mit Rollenspielen hatten.
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naja kommt halt drauf an ob die mit Fantasy was anfangen können.
Ansonsten kann ich mir vorstellen das viele derjenigen eher mit "Wilden Westen" was anfangen können (immerhin waren die Winnetou filme ja der hit damals) oder irgendwelchen Krimi dingern
(...)
Ich habe gute Erfahrung mit "Beyond The Wall" gemacht. Diese Märchen-Geschichten ala "Brüder Grimm" gehen erfahrungsgemäß generationenübergreifend sehr gut. Übrigens auch bei jungen Leuten, die sonst nichts mit Fantasy zu tun haben.
Es war auch schon der Wunsch nach Krimis oder Romantik da, aber beides war mir als SL aus unterschiedlichen Gründen zu heikel. ;)
Western kann sicherlich auch einige abholen. Oder Abenteuergeschichten ala Jules Verne.
Letzendlich frage ich immer nach den letzten gelesenen Büchern und letzten gesehenen Filmen. :)
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Wir hatten eine Testgruppe bei "Freude, schöner Götterfunken…", bei der einige Spieler in diese Altersgruppe fallen. Die meisten in der Gruppe, speziell die Alten, waren sogar Rollenspiel-Neulinge. Hatten eine Menge Spaß und kamen auch gut mit den Regeln zurecht. Einzig für die Schriftgröße auf den Ausrüstungskarten brauchte eine Person wohl eine Lupe. Besaß aber auch eine. War also kein Problem.
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Meine Rollenspielfreunde (inkl. mir selbst) sind alle zwischen 55 und 65 (weiblich und männlich); wir spielen auf Grund der schlechten und nur langsam erscheinenden Übersetzungen ausschließlich auf Englisch und schrecken vor keinem Regelwerk, egal wie komplex, zurück.
Und nein, mit 60 hört das Leben nicht auf - ganz im Gegenteil, man hat, wenn man dann endlich in Rente ist, plötzlich unglaublich viel Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Wenn wer am Rollenspiel interessiert ist, ist es IMHO völlig egal wie alt dieser ist. :)
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Meine Rollenspielfreunde (inkl. mir selbst) sind alle zwischen 55 und 65 (weiblich und männlich); wir spielen auf Grund der schlechten und nur langsam erscheinenden Übersetzungen ausschließlich auf Englisch und schrecken vor keinem Regelwerk, egal wie komplex, zurück.
Und nein, mit 60 hört das Leben nicht auf - ganz im Gegenteil, man hat, wenn man dann endlich in Rente ist, plötzlich unglaublich viel Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Wenn wer am Rollenspiel interessiert ist, ist es IMHO völlig egal wie alt dieser ist. :)
Es ging ja um Leute, die bisher noch nicht gespielt haben ;)
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Es ging ja um Leute, die bisher noch nicht gespielt haben ;)
Ging es wirklich darum? Ich weis es nicht,...
zugestanden diese Zielgruppe hat, anderst als frühere Zielgruppen Zeit und Geld. Das könnte sie interessant machen, allerdings sind die ansprüche vieleicht auch andere. Ich würde sagen bei Jugendlichen, die vieleicht Zeit aber seltener Geld haben sind die Ansprüche sicherlich andere und bei der Gruppe der Berufstätigen - haben keine Zeit aber Geld - ist es ggf auch anderst.
Ich glaube bisher ist da noch keinem Verlag etwas dazu eingefallen,...
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Ging es wirklich darum? Ich weis es nicht,...
Der Startpost hat zwei Sätze. Mein Tipp: Es steht im Zweiten.
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Es ging ja um Leute, die bisher noch nicht gespielt haben ;)
Daher auch mein letzter Satz. Wenn wer interessiert daran ist, wird es ihm gefallen, unabhängig vom Alter.
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Zur Verdeutlichung: 60+ bezieht sich auch auf Alter weit über 60. Da ist nur, was den Begriff des "Seniors" angeht, oft eine Grenze (oder 65, je nachdem, wen man fragt). Und, zur Erinnerung, es bezieht sich auch speziell auf welche, die bisher keinen Kontakt mit Rollenspielen hatten.
Ich werde diesen Sommer 54.
Und ich gehe eigentlich auch davon aus, dass ich noch mehr als 10 Jahre mit Rollenspiel beschäftigt sein werde.
Meine Mutter ist Mitte 70 und die ist geistig mobil, liest Harry Potter und andere Fantasy und schaut mit meinen Kindern irgendwelche Nerdige Serien und wäre genau so in der Lage und motiviert, Rollenspiel zu machen (nur spielt man eben nicht mit seiner Ma Rollenspiel, so wie meine Kinder es irgendwann auch doof finden würden, wenn sie mich dabei haben müssten...).
Meine Ma geht auch auf "Fridays for Future" demonstrieren... die ist halt cool und hat mir als Jungspund auch lieber frankobelgische Comix in die Hand gedrückt als Micky Maus und so.
Seniorenzugehörigkeit mit +65? Pah!
Sag das noch mal und ich hüpf auf meinen Chopper und komm bei dichse vorbei. :Ironie: (also das mit dem vorbeikommen, nicht der Chopper, der steht in der Garage...)
Insofern ist es doch eine Frage von Alter, sondern von Interesse und geistiger Beweglichkeit und die ist Mitte 70 heutzutage bei den meisten Menschen ausreichend gegeben.
Und wenn das gegeben ist, gibt es meiner Meinung nach keinen Unterschied. Ich dachte gerade noch kurz über den spätpubertierenden "ich muss cool, dyster und darquest sein und es muss jede Menge Action geben" Hang, aber nein, auch das ist kein altersspezifisches Kriterium.
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Ich habe mal ne Anekdote in einem englischsprachigen Forum gelesen, ging um eine Convention wo der Autor des Posts ne Star Wars Runde angeboten hat, da tauchten ein paar alte Herren auf und schauten sich das an, als die Weltkriegsveteranen hörten, das es gegen Space Nazis geht, waren die voll mit dabei und haben ihre alten Taktiken ausgepackt. Das geht alles.
Das klingt cool, da hast du nicht zufällig einen Link zu?
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Mein Vater wird dieses Jahr 70 und macht gerade seine dritte Harley- Reise durch Amerika in den letzten fünf Jahren. Außerdem hat er sich grad ne neue Ducati gekauft.
Trotzdem merke ich, dass er geistig zunehmend unflexibel wird. Da werden Brettspiele schon teilweise echt anstrengend.