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Pen & Paper - Spielsysteme => Systemübergreifende Themen => Thema gestartet von: Ahab am 14.02.2024 | 17:09
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Moin, liebes :t:,
welche Genres oder Genrekreuzungen fallen Euch ein, die noch nicht ausreichend oder gut durch Rollenspiele abgedeckt sind? Klar gibt es universelle RSPs, mit denen man theoretisch alles bespielen kann, aber es ist ja doch schöner, ein dezidiertes Spiel zu haben, das sich mit Herzblut einem Genre / einer Spielwelt / einem Prinzip widmet. Damit meine ich jetzt auch gar nicht zwingend ein Zehn-Seiten-Indie, das mit rudimentären Regeln eine ganz bestimmte Fragestellung oder ein enges Konzept bedient, sondern ein Rollenspiel im klassischen Sinne (aber nicht zwingend mit traditionellen Regeln) das eine eigene Spielwelt und passende Regeln mit sich bringt, um eben jenes Genre oder jene Genrekreuzung abzudecken.
Mir fällt es ehrlich gesagt, ziemlich schwer, ein Genre oder eine Geschmacksrichtung zu benennen, das/die noch nicht Kern eines Rollenspiels geworden ist. Euch?
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Also, zumindest unterrepräsentiert scheinen mir die meisten Genres zu sein, die keine übernatürlichen Elemente, Hai-Tek-Gadgets, oder ähnlichen Firlefanz verwenden. Mal ganz abgesehen davon, daß mir zum Thema "Liebesroman" o.ä. gerade überhaupt kein Spiel einfallen will, das sich bewußt darauf zu konzentrieren bereit zu sein scheint, wird die Rollenspielluft auch bei Dingen wie Polizei-, Detektiv-, Arzt- und anderen Geschichten, die immerhin reichlich recht erfolgreiche Roman- und Fernsehserien hergeben, scheinbar überraschend schnell dünn.
Das mag eventuell mit daran liegen, daß unsere spezielle Art von Nerd schon ganz bestimmte Vorstellungen von Eskapismus hat und am liebsten möglichst gleich komplett aus der vertrauten Welt heraus will, anstatt nur in andere Rollen in dieser selbst zu schlüpfen...aber das ist meinerseits erst mal auch nur Spekulation. ;)
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Sehe ich genauso. Es gibt verhältnismäßig wenig Rollenspiele, die sich mit der heutigen, modernen Welt auseinandersetzen und sie in einer wie auch immer gearteten Ästhetik (postmodern, romantisch, "realistisch", etc...) als Spielwelt aufbereiten. Das ist aber wohl auch die Königsdisziplin beim Rollenspiel schreiben, schwieriger gehts wahrscheinlich nicht.
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Die meisten Romane/Filme/Serien kann man grob in 2 Gruppen aufteilen.
1) Diejenigen, bei denen man hinaus in die Welt zieht und Abenteuer erlebt.
2) Diejenigen, bei denen man zu Hause bleibt und es um Themen wie Liebe, Kinder, Beruf, Familie, Konkurrenz und ähnliches geht.
99% der Rollenspiele bedienen die erste Gruppe.
Da oben die Frage hochkam: Pasion de las Pasiones (Telenovela) ist ein Rollenspiel, das die zweite Gruppe bedient. Aber viel mehr kenne ich auch nicht.
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Agenten und Spionage finde ich unterrepräsentiert, vor allem im Kontext des kalten Krieges.
Griechische Antike - die Wiege der heroischen Sage.
Im Reich der Insekten - Ants und Bees gibts als Film, aber Rollenspiele?
Bravestar, Galaxy Rangers, Saberrider und so weiter…
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Sehe ich genauso. Es gibt verhältnismäßig wenig Rollenspiele, die sich mit der heutigen, modernen Welt auseinandersetzen und sie in einer wie auch immer gearteten Ästhetik (postmodern, romantisch, "realistisch", etc...) als Spielwelt aufbereiten. Das ist aber wohl auch die Königsdisziplin beim Rollenspiel schreiben, schwieriger gehts wahrscheinlich nicht.
Also Rollenspiele die keine Horror, Fantasy oder SciFi-Elemente haben?
Military Special Ops:
The Company (D101 Games, 2012)
Agenten, Military, Gangster:
Special Agency (Agencia Especial, 2022)
Detektivisches Rollenspiel im London der 1890er:
Private Eye – Basic Role-Playing (Redaktion Phantastik, 2017)
Romantisches Rollenspiel im England der 1810er:
Good Society - A Jane Austen Roleplaying Game (Storybrewers, 2018)
Romantik (Telenovela-Style):
Pasión de las Pasiones (Magpie Games, 2020)
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Griechische Antike - die Wiege der heroischen Sage.
Klassische historische Settings gibt es viele, aber meist ist die Version "mit Fantasy Elementen" aber bevorzugt.
"Cthulhu Invictus" (für Call of Cthulhu) kann man auch ohne jegliche cthuloiden Monster und Bedrohungen spielen.
"Mythic Rome" (für Mythras) ist zu 95% ein rein historisches Setting, aber die Option römische Magie, oder römische mythologische Monster mit einzubauen sind vorhanden... man muss sie ja nicht nutzen.
"Mythic Babylon" (ebenfalls für Mythras) ebenso.
Bei den Griechen ist es ähnlich: Rollenspiel in der griechischen Antike wird wohl meist inklusive Magie, Fabelwesen und "Superhelden" angeboten. Man kann diese Elemente auch einfach weglassen und nur klassisches Griechenland spielen.
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Also Rollenspiele die keine Horror, Fantasy oder SciFi-Elemente haben?
Military Special Ops:
The Company (D101 Games, 2012)
Agenten, Military, Gangster:
Special Agency (Agencia Especial, 2022)
Detektivisches Rollenspiel im London der 1890er:
Private Eye – Basic Role-Playing (Redaktion Phantastik, 2017)
Jetzt muss ich mich selbst ergänzen. :-)
Militärisches RPG:
Milleniums End (Chameleon Eclectic Entertainment, 1991)
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Also Rollenspiele die keine Horror, Fantasy oder SciFi-Elemente haben?
Military Special Ops:
The Company (D101 Games, 2012)
Agenten, Military, Gangster:
Special Agency (Agencia Especial, 2022)
Detektivisches Rollenspiel im London der 1890er:
Private Eye – Basic Role-Playing (Redaktion Phantastik, 2017)
Romantisches Rollenspiel im England der 1810er:
Good Society - A Jane Austen Roleplaying Game (Storybrewers, 2018)
Romantik (Telenovela-Style):
Pasión de las Pasiones (Magpie Games, 2020)
Da sehe ich mich in meiner Einschätzung fast schon bestätigt. Du musstest 10 Jahre zurückgehen, um auch nur auf 5 Spiele zu kommen. Aber ich will hier gar nicht den Erbsenzähler geben, in Relation zu der Anzahl der in auch nur mittelmäßig beliebten Genres wie Cyberpunk beheimateten, erschienenen Spiele gibt es einfach sehr wenig.
Die Franzosen mit ihrer langen Film-Noir-Tradition und all den Kriminalromanen machen manchmal was. Ich warte ungeduldig auf One% (https://www.facebook.com/l3togames/photos/pb.100020718021907.-2207520000/1882630871909557/?type=3) (Facebook) oder auch Wallow Wide (https://www.obhea-editions.fr/univers/wallow-wide). Mal schaun.
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Agenten und Spionage finde ich unterrepräsentiert, vor allem im Kontext des kalten Krieges.
Es gibt auf Basis von Cortex+ das Leverage RPG...
Griechische Antike - die Wiege der heroischen Sage.
Agon und Mazes&Minotaurs. Außerdem Land of Myth 5e.
Im Reich der Insekten - Ants und Bees gibts als Film, aber Rollenspiele?
Insectopia (auf französisch)
Bravestar, Galaxy Rangers, Saberrider und so weiter…
Masters of Umdaar, aber vor allem: Cartoon Action Hour. Man bekommt sogar EP für Präsentation der After Show Message. Und die Charakter-Erschaffung im Grundbuch entspricht dem Designen der Action-Figur für deinen Charakter...
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Wie sieht es mit near future dystopischen Rollenspielen aus? ZB die Erde, wenn die Hölle über sie hereinbricht?
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Wie sieht es mit near future dystopischen Rollenspielen aus? ZB die Erde, wenn die Hölle über sie hereinbricht?
Rifts Chaos Earth wäre das erste was mir einfällt
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Necropolis 2350 -Savage Worlds
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Interessantes Thema.
@Flamebeard
Leverage ist doch eigentlich mehr Heist und Cons. Würde ich jetzt nicht unter Agenten und Spionage verbuchen.
Zum Thema:
Ich nehme mal an, dass unterrepräsentiert nicht gleich zu setzen ist mit "es gibt kein System dafür"?
Und ich unterstelle mal, dass generische Systeme wie Fate, Cortex, Cypher usw. auch nicht zählen?
Seit ich mich mit Outgunned beschäftige, denke ich, dass Abenteuer, die sich an Action-Filmen a la Willis, Schwarzenegger und Stallone orientieren, tatsächlich wenig bedient sind.
Auch alles was mit Romantik und Beziehungen zu tun hat, scheint mir wenig abgedeckt. Damit meine ich so Sachen wie Rosamunde Pilcher, Mitten ins Herz, Pretty Woman oder Dirty Dancing.
Wobei sich das sicher mit Hillfolk bespielen lässt. Würde ich aber unter generisches System verbuchen.
Für Detektivgeschichten ohne Fantasy oder Horror, wie Miss Maple oder Knives Out, wüsste ich jetzt auch nichts.
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Bei Bundle of Holding bin ich über Good Society (https://bundleofholding.com/presents/GoodSociety) gestolpert. Ein RPG über die gehobene Klasse. Sieht auch nach einem Gebiet aus, das nur rudimentär abgedeckt ist.
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Bei Romantik gibt es Pasión de las Pasiones oder auch das Jane Austen-Rollenspiel.
Und für Detektivgeschichten ohne Fantasy oder Horror fallen mir Brindlewood Bay, Private Eye oder 1W6 Freunde ein.
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Wie sieht es mit near future dystopischen Rollenspielen aus? ZB die Erde, wenn die Hölle über sie hereinbricht?
Ich habe mir früher immer ein Rollenspiel zu den Dreibeinigen Herrschern aka Tripods gewünscht. Oder gibt es das?
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Ich hätte ja gerne noch sowas wie Boston Legal (https://en.wikipedia.org/wiki/Boston_Legal) oder Suits (https://en.wikipedia.org/wiki/Suits_(American_TV_series)) als Rollenspiel, aber damit scheine ich auch eher allein zu stehen.
Und ein System, welches Intrigen mal nicht nur auf Erzählebene, sondern auch richtig fühlbar mechanisch unterstützt wäre auch mal was..
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Bei Romantik gibt es Pasión de las Pasiones oder auch das Jane Austen-Rollenspiel.
Und für Detektivgeschichten ohne Fantasy oder Horror fallen mir Brindlewood Bay, Private Eye oder 1W6 Freunde ein.
Für Detektivgeschichten geht auch noch Abenteuer 1880 sehr gut, wenn man den Plausibilitätsindikator so setzt, dass es keine Magie, Übernatürliches oder nicht zeitgemäße Technik gibt. Habe ich schon oft genommen, wenn ich Private Eye-Abenteuer geleitet habe. (Es ist allerdings nicht nur auf Detektivgeschichten fokussiert. Ich kann damit auch Ausgrabungen in Ägypten oder eine Schatzsuche am Amazonas machen.)
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Ich hätte ja gerne noch sowas wie Boston Legal (https://en.wikipedia.org/wiki/Boston_Legal) oder Suits (https://en.wikipedia.org/wiki/Suits_(American_TV_series)) als Rollenspiel, aber damit scheine ich auch eher allein zu stehen.
Müsste man dafür nicht US-Recht studiert haben? :o
(Btw, ich habe eine große Schwäche für US-Justiz-Filme und -Serien. Die 12 Geschworenen (https://de.wikipedia.org/wiki/Die_zw%C3%B6lf_Geschworenen_(1957)) - kann ich jedes Jahr wieder sehen.)
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Bei Romantik gibt es Pasión de las Pasiones oder auch das Jane Austen-Rollenspiel.
Und für Detektivgeschichten ohne Fantasy oder Horror fallen mir Brindlewood Bay, Private Eye oder 1W6 Freunde ein.
Offenbar findet sich doch immer etwas ;D
Bei Detektivgeschichten ist mir noch das Gumshoe-System eingefallen, aber das habe ich nie gespielt. Keine Ahnung ob das Fantasy oder Horror enthält.
Und ein System, welches Intrigen mal nicht nur auf Erzählebene, sondern auch richtig fühlbar mechanisch unterstützt wäre auch mal was..
Das System zum Game of Thrones Spiel (A Song of Ice & Fire RPG) hat dafür Regeln.
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Mir fällt es ehrlich gesagt, ziemlich schwer, ein Genre oder eine Geschmacksrichtung zu benennen, das/die noch nicht Kern eines Rollenspiels geworden ist. Euch?
Wenn es sowas gibt, gibt es alles ;D
https://www.rpg.net/reviews/archive/13/13850.phtml
https://www.amazon.de/Low-Life-Savage-Worlds-MOC100000/dp/0985659114/
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Seit ich mich mit Outgunned beschäftige, denke ich, dass Abenteuer, die sich an Action-Filmen a la Willis, Schwarzenegger und Stallone orientieren, tatsächlich wenig bedient sind.
Extreme Vengeance (https://paizo.com/products/btpy7wmt?Extreme-Vengeance) ist schon recht alt und wenn man mehr in den asiatischen Raum möchte ist vielleicht Hong Kong Action Theatre (https://preview.drivethrurpg.com/en/product/366/hong-kong-action-theatre-second-edition-goo-10-001) interessant oder das dt. New Hong Kong Story (https://newhongkongstory.de/) das Richtige. Alle drei Spiele machen ungefähr das gleiche und ich überlasse es mal als Übung für den Leser dies herauszufinden.
Wenn man es etwas moderner und mit mehr D20 mag, dann ist vielleicht Everyday Heroes (https://evilgeniusgames.com/product-line/everyday-heroes/) das Richtige. Die haben sogar die Lizenzen für ein paar 80er, 90er und modernere Actionfilme (https://evilgeniusgames.com/product-category/cinematic-adventures) und dafür auch Umsetzungen.
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Mir fällt da noch Stargate ein. Was gibt es hier vergleichbares?
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Mir fällt da noch Stargate ein. Was gibt es hier vergleichbares?
Da gibt es mindestens zwei offizielle Rollenspiele dazu.
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Ein einigermaßen breit aufgestelltes (Techno-)Thriller-RPG fehlt mir auch, insbesondere eines, das explizit nicht den Ansatz von Leverage oder in abgeschwächter Form Night's Black Agents fährt - letzteres geht ansonsten als Quasi-Baukasten schon in die richtige Richtung.
Da muss ich für den letzten gefälligen Vertreter tatsächlich über 30 Jahre zurückgehen zu Millennium's End.
Das ist aber wohl auch die Königsdisziplin beim Rollenspiel schreiben, schwieriger gehts wahrscheinlich nicht.
Wo siehst du da die großen Schwierigkeiten?
Wenn man sich mal für ein Genre bzw. eine Perspektive* entschieden hat, schreibt sich vieles doch mehr oder weniger von allein.
*Die große Hürde dürfte sein, sich von der Vorstellung zu lösen, man könnte oder müsste die eine objektive Perspektive auf die Welt präsentieren.
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"Gar nicht" ist immer so ein großes Wort. Wenn es auf der Welt 100 Millionen Rollenspieler gibt, gibt es vermutlich 150 Millionen Rollenspiele. Da ist das son bissl Rule 34, es gibt (vermutlich) nichts, was es nicht gibt.
Frage ist halt dann, ob es was taugt.
In diesem Sinne werfe ich mal Hard SF als Genre in den Ring.
Damit meine ich ein mid-future Setting mit Raumschiffen, bei dem die Technik weitgehend den Naturgesetzen folgt und zB die Antriebsleistungen etc ordentlich durchgerechnet sind. Bis dato ist vermutlich The Expanse noch das beste was so in die Richtung geht, aber selbst da schummeln sie halt auch ganz gewaltig und die Antriebe sind so ungefähr um Faktor 50 zu mächtig.
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Bravestar, Galaxy Rangers, Saberrider und so weiter…
Ich hatte die Grundidee zu meinem eigenen Star Reeves Setting tatsächlich, als ich damals gerade den Saber Rider OST laufen hatte. Aber so unterrepräsentiert finde ich das Genre je nach Fokus gar nicht. Das verbindende Element ist in meinen Augen, dass ich die alle grob dem Space Western Genre zuordnen würde (wenn man mal den Robo-Aspekt von Saber Rider ausblendet) und Space Western hat ja einen sehr, sehr prominenten Vertreter mit inzwischen schon mehreren Rollenspieladaptionen: Star Trek! - Und zu Serentity/Firefly gibt es auch ein Rollenspiel im entsprechenden Genre.
Was mir eine spontane Googlesuche gerade sagt, ist, dass vor Kurzem ein Kickstarter für ein Cowboy Bebop Rollenspiel abgeschlossen wurde; das klingt zumindest nach einem potentiellen Kandidaten, um damit auch die o.g. Animes umsetzen oder thematisch aufgreifen zu können. :think:
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Ich denke das inzwischen wahrscheinlich (zumindest auf Englisch) für alles (zumindest für jedes Genre, vielleicht nicht für jede Marke) ein Rollenspiel existiert, manche sind halt so speziell, dass sie kaum Bekanntheit und Verbreitung erlangen. Und der deutschsprachige Markt ist da natürlich noch mal viel eingeschränkter.
Die meisten Romane/Filme/Serien kann man grob in 2 Gruppen aufteilen.
1) Diejenigen, bei denen man hinaus in die Welt zieht und Abenteuer erlebt.
2) Diejenigen, bei denen man zu Hause bleibt und es um Themen wie Liebe, Kinder, Beruf, Familie, Konkurrenz und ähnliches geht.
99% der Rollenspiele bedienen die erste Gruppe.
Die zweite Gruppe wird halt primär (und besser) durch Erzählspiele oder stark narrative Rollenspiele wie PbtA abgebildet, da eignen sich "klassische" Rollenspiele nur eingeschränkt dafür.
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Agenten und Spionage finde ich unterrepräsentiert, vor allem im Kontext des kalten Krieges.
Da fällt mir direkt Cold Shadows (https://www.gallantknightgames.com/cold-shadows/) ein, das hatte ich auch schonmal vorgestellt (https://wuerfelabenteurer.wordpress.com/2017/11/11/cold-shadows-release-spielvorstellung/).
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Für Agenten und kalter Krieg gibt es Cold Shadows.
Was mir gerade nicht einfällt, obwohl es populär wäre, ist Romantic History/Low-Low-Fantasy wie bei Outlander. Gibt es womöglich aber auch.
Edit: Ninja'd
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Was mir gerade nicht einfällt, obwohl es populär wäre, ist Romantic History/Low-Low-Fantasy wie bei Outlander. Gibt es womöglich aber auch.
Auf die Schnelle würde ich mal Mythic Britain für Mythras in den Raum werfen, gibt aber sicher noch passendere Sachen.
Ich hatte die Grundidee zu meinem eigenen Star Reeves Setting tatsächlich, als ich damals gerade den Saber Rider OST laufen hatte. Aber so unterrepräsentiert finde ich das Genre je nach Fokus gar nicht. Das verbindende Element ist in meinen Augen, dass ich die alle grob dem Space Western Genre zuordnen würde (wenn man mal den Robo-Aspekt von Saber Rider ausblendet) und Space Western hat ja einen sehr, sehr prominenten Vertreter mit inzwischen schon mehreren Rollenspieladaptionen: Star Trek! - Und zu Serentity/Firefly gibt es auch ein Rollenspiel im entsprechenden Genre.
Von Space Pirates von Jürgen Mang (https://spacepirates.jcgames.de/) gab es mal einen Space Cowboys-Ableger. Ich hab ihn auf der Platte, finde ihn aber gerade auf der Webseite nicht.
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Also, zumindest unterrepräsentiert scheinen mir die meisten Genres zu sein, die keine übernatürlichen Elemente, Hai-Tek-Gadgets, oder ähnlichen Firlefanz verwenden. Mal ganz abgesehen davon, daß mir zum Thema "Liebesroman" o.ä. gerade überhaupt kein Spiel einfallen will, das sich bewußt darauf zu konzentrieren bereit zu sein scheint, wird die Rollenspielluft auch bei Dingen wie Polizei-, Detektiv-, Arzt- und anderen Geschichten, die immerhin reichlich recht erfolgreiche Roman- und Fernsehserien hergeben, scheinbar überraschend schnell dünn.
Das mag eventuell mit daran liegen, daß unsere spezielle Art von Nerd schon ganz bestimmte Vorstellungen von Eskapismus hat und am liebsten möglichst gleich komplett aus der vertrauten Welt heraus will, anstatt nur in andere Rollen in dieser selbst zu schlüpfen...aber das ist meinerseits erst mal auch nur Spekulation. ;)
Das stimmt aber nun wirklich nur, wenn man diese Einschränkung macht:
Damit meine ich jetzt auch gar nicht zwingend ein Zehn-Seiten-Indie, das mit rudimentären Regeln eine ganz bestimmte Fragestellung oder ein enges Konzept bedient, sondern ein Rollenspiel im klassischen Sinne (aber nicht zwingend mit traditionellen Regeln) das eine eigene Spielwelt und passende Regeln mit sich bringt, um eben jenes Genre oder jene Genrekreuzung abzudecken.
Was ja eigentlich auch ganz logisch ist: Wenn du ein Rollenspiel in der Moderne hast, musst du eben nicht 120 Seiten lang erklären, wie die Spielwelt aussieht. Wenn es nicht um Abenteuer, sondern um das Zwischenmenschliche geht, dann brauchst du möglicherweise auch keine Beschreibung von 50+ Talente oder Sonderfähigkeiten. Deshalb finde ich diese Einschränkung auch so fragwürdig. Ich glaube, die Wahrheit ist: Zu allem, was man sich vorstellen kann, gibt es wahrscheinlich sogar mehrere Rollenspiele.
Die sähen dann wahrscheinlich aber eher so (https://itch.io/physical-games/tag-slice-of-life/tag-ttrpg) aus.
Ich bin tatsächlich relativ überrascht, dass uns hier im Tanelorn unter dem Stichwort "Romantik" wirklich nur "A Good Society" oder "La Passion de Las Passiones" einfallen mag. War das Tanelorn nicht mal das Rollenspielforum, wo alle über den neusten Indie-Shit gesprochen haben? ;D
Zum Thema Romantik gibt es nämlich eine riesige Menge an Zeugs, z. B.:
- Star-Crossed (https://bullypulpitgames.itch.io/star-crossed)
- Breaking the Ice, Shooting the Moon und Under the Skin (https://preview.drivethrurpg.com/en/product/191871/Romance-Trilogy--BGG010PDF)
- Thirsty Sword Lesbians (https://evilhat.com/product/thirsty-sword-lesbians/)
- Monsterhearts (https://www.system-matters.de/spiele/monsterhearts/) (I mean, come on, Leute, Monsterhearts...)
Daneben hat man noch Rollenspiele, in denen es anteilig genug um Sexualität und Liebe geht, dass man sie als "Romantik"-Rollenspiele bezeichnen könnte. Dream Askew, Dream Apart (https://preview.drivethrurpg.com/en/product/261155/Dream-Askew---Dream-Apart) fiele mir da zum Beispiel ein. Und Alice is Missing (https://pnpnews.de/alice-is-missing-rollenspiel-ueber-text-messenger/). Sogar im Horrorbereich gibt es Rollenspiele, wo Sexualität und Liebe (und besonders ihre toxischen und missbräuchlichen Formen) thematisiert werden: Bluebeard's Bride (https://magpiegames.com/pages/bluebeards-bride), anyone?
Und dann haben wir noch gar nicht von den Romantik-Sourcebooks wie "Wege der Vereinigungen" für DSA oder "Strange, Dead Love" für Vampire: The Requiem gesprochen. ;)
Also, ich würde sagen, Romance ist kein unterrepräsentiertes Genre mehr.
Dasselbe trifft auch auf andere Genres zu: Ich kann z.B. überhaupt nicht sehen, dass die Antike als Zeitepoche irgendwie unterrepräsentiert wäre. Da finde ich das Frühmittelalter und die Völkerwanderungszeit stiefmütterlicher behandelt. Im Bereich historische Rollenspielsettings sehe ich außerdem eine Lücke beim Napoleonischen Zeitalter, Vormärz, deutschen Biedermeier und Frühindustrialisierung. Wenn sich ein Rollenspiel mit der Industriellen Revolution befasst, dann stecken die direkt immer knietief im viktorianischen Zeitalter. Auch die Zeit danach: Die Belle Epoque in Frankreich oder die 1920er in Deutschland sind (außerhalb des Cthulhu-Kontexts betrachtet) schwach auf der Brust. Und natürlich die Trümmerzeit in Deutschland auch. Überhaupt, die gesamte Moderne abseits der Kalter-Krieg-Thematik: Ich finde ja die 60s und 70s bereits ästhetisch spannend, aber irgendwie will jeder mehr auf die 80er abfahren. (Ich wundere mich da auch, warum es für jeden Schmonsenz settingagnostische Sourcebooks gibt, aber noch keiner einen "Gamemaster's Guide to the 1960s" oder so gemacht hat...)
Ansonsten, was harte Genres angeht, fällt mir eigentlich spontan vor allem eines ein, wo ich wirklich kein dezidiertes Rollenspiel zu gesehen habe: Die US-Sitcom. So richtig mit Canned Laughter und dem Wohnzimmer im Querschnitt mit der Couch direkt vorm Publikum. Da fällt mir keine RPG-Umsetzung zu ein.
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Wo hier gerade ganz viele "gibt es doch" Gegenbeispiele genannt werden...
Die Frage war auch nach "mangelhaft bediente".
Es geht m.M.n. nicht darum, dass es irgendwann mal irgend ein System gab, mit dem man das Genre oder die Genrekreuzung spielen könnte.
Dann kann ich auch GURPS sagen und bin fertig. Oder Fate nennen.
Es geht darum, welche Genres / Kreuzungen schlecht oder unterrepräsentiert werden. Und da stehen oben meine Aufzählungen nach wie vor...
Agon muss ich mir allerdings wirklich mal ansehen. Danke für den Tipp.
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Wenn man mal von den verschiedenen generischen Rollenspielen (GURPS, Genesys, Hero System, BRP usw.) absieht, gibt es eigentlich viele Genres, für die es entweder nur sehr wenige oder sogar garkeine Rollenspiele gibt. Die meisten wurden ja auch schon genannt. Was ich vermisse, sind zum Beispiel Mischsettings, Rollenspiele zu Cartoons oder anderen Zeichentrickserien (ausgenommen denen, die man heute als klassischer Saturday Morning Cartoon ansieht, es gab aber noch andere Serien), Rollenspiele zu Seifenopern, offizielle Rollenspiele zu einigen populären Franchises, Rollenspiele zu bestimmten historischen Settings wie z.B. die schon erwähnte Völkerwanderungszeit, das frühe bis mittlere 19. Jahrhundert (Napoleonische Zeit, Biedermeier, Vormärz), Indien, China, Japan abseit der jeweiligen klassischen Epochen.
Call of Cthulhu deckt zwar einige Epochen ab, aber ist immer mit dem Cthulhoiden Horror verbunden. GURPS (insbesondere GURPS 3e) hat für so ziemlich alles Quellenbücher. Interessanterweise kamen die Grundregeln zur World of Darkness (nWoD) ohne übernatürliche Elemente aus und wären daher für so ziemlich jedes moderne Setting zu gebrauchen.
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Aber was heißt denn „unterrepräsentiert“? Ich sage: Wenn es eine Handvoll Systeme mit guten production values dazu gibt, dann gibt es genug. Die Frage ist dann mehr: Wieso werden die nicht gespielt?
@carafang: Die meisten davon gibt es (okay, nicht von allen, du schreibst ja schon auch einige Genres, die ich genannt habe). Aber gerade an Seifenoper-Rollenspielen herrscht echt kein Mangel. :)
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Aber was heißt denn „unterrepräsentiert“? Ich sage: Wenn es eine Handvoll Systeme mit guten production values dazu gibt, dann gibt es genug. Die Frage ist dann mehr: Wieso werden die nicht gespielt?
Es kann mehrere Gründe haben:
- mangelnde Nachfrage
- schlechte Regeln
- schlechtes Marketing
@carafang: Die meisten davon gibt es. Gerade an Seifenoper-Rollenspielen herrscht echt kein Mangel. Augen auf im Internet. ;)
Wirklich? Es mag vielleicht kein Mangel an Seifenoper-Rollenspielen geben, aber wie sieht es mit dem Rest aus? Gerade bei historischen Epochen sieht es meist sehr schlecht aus. Auch für viele populäre Franchises gibt es kein offizielles Rollenspiel. Ja, es gibt dann meist inoffizielle Rollenspiele oder von den Franchises inspirierte Rollenspiele, aber nur selten etwas offizielles.
Es mag zwar Rollenspiele zu jedem Dreck geben, aber wieviele davon sind minimalistische Indi-Rollenspiele, deren Regeln so kurz sind, dass selbst ein so regelleichtes Rollenspiel wie Tunnels & Trolls deutlich komplexer wirkt? Es wurde schließlich nach klassischen rollenspielen gefragt. das schlließt für mich regelleichte Indi-Rollenspiele, reine Erzählrollenspiele u.ä. aus.
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Gibt's eigentlich schon ein Teenie-Comedy-Rollenspiel mit Rollenspiel-Nerds als Charaktere? ~;D
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Also, zumindest unterrepräsentiert scheinen mir die meisten Genres zu sein, die keine übernatürlichen Elemente, Hai-Tek-Gadgets, oder ähnlichen Firlefanz verwenden. Mal ganz abgesehen davon, daß mir zum Thema "Liebesroman" o.ä. gerade überhaupt kein Spiel einfallen will, das sich bewußt darauf zu konzentrieren bereit zu sein scheint, wird die Rollenspielluft auch bei Dingen wie Polizei-, Detektiv-, Arzt- und anderen Geschichten, die immerhin reichlich recht erfolgreiche Roman- und Fernsehserien hergeben, scheinbar überraschend schnell dünn.
Das mag eventuell mit daran liegen, daß unsere spezielle Art von Nerd schon ganz bestimmte Vorstellungen von Eskapismus hat und am liebsten möglichst gleich komplett aus der vertrauten Welt heraus will, anstatt nur in andere Rollen in dieser selbst zu schlüpfen...aber das ist meinerseits erst mal auch nur Spekulation. ;)
Gab es nicht irgend so ein " Jane Austen" Rollenspiel?
:think:
( Name muss ich noch suchen)
Nachtrag: Good Soceity!
Aber ja- Romantik ist vieler SPL Ding nicht.
Eigentlich schade, wenn man bedenkt, dass das eigentlich Teil vieler klassischen Geschichten ist. ( Was wären Troja, Artus, Robin Hood oder Kampf der Titanen, Stark Wars ohne ihre Love Story?)
Wobei es dafür nicht mal ein extra Genre bräuchte. Es ließe sich auch problemlos in den klassischen etablieren.
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Gibt's eigentlich schon ein Teenie-Comedy-Rollenspiel mit Rollenspiel-Nerds als Charaktere? ~;D
Wenn sie "Stranger Things" mal als RPG rausbringen. :D
( Wobei sich das mit Grusel Horror überschneiden würde)
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Wenn sie "Stranger Things" mal als RPG rausbringen. :D
( Wobei sich das mit Grusel Horror überschneiden würde)
Kids on Bikes? ( https://rpggeek.com/rpg/44855/kids-bikes ) deckt das doch wunderbar ab :)
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Gibt's eigentlich schon ein Teenie-Comedy-Rollenspiel mit Rollenspiel-Nerds als Charaktere? ~;D
Na ja, zu "Teenie-Comedy" fällt mir als erstes Teenagers from Outer Space ein. Das ist nun nicht gerade speziell auf Rollenspielnerds als SC ausgelegt, aber natürlich könnte man locker welche spielen und dann versuchen, seinen Alien-Mitschülern DSA nahezubringen... ;)
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Wenn sie "Stranger Things" mal als RPG rausbringen. :D
( Wobei sich das mit Grusel Horror überschneiden würde)
Irgendwo wird auch gerade so etwas gecrowdfunded, aber ich habe es aus den Augen verloren.
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Auch für viele populäre Franchises gibt es kein offizielles Rollenspiel. Ja, es gibt dann meist inoffizielle Rollenspiele oder von den Franchises inspirierte Rollenspiele, aber nur selten etwas offizielles.
Und da fehlt mir persönlich dann halt das Verständnis. Ich meine, brauchen wir das denn? Und welche Franchises sind gemeint? Was hat ein offizielles Franchise-Rollenspiel für einen Vorteil gegenüber einem, das dasselbe macht, aber die Seriennummern abfeilt?
Ich meine, zu den meisten Franchises, die hier gemeint sein können findet man alle Informationen in ausführlichen Wikis im Netz oder sogar als Settingguides im Buchhandel. Auf der anderen Seite haben wir (und das die ganze Zeit schon) Auswüchse von Franchise-Rollenspielen, bei denen ich mir an den Kopf fasse. Ich meine, wer braucht denn wirklich ein "The Princess Bride"-Rollenspiel oder ein "Terminator-Rollenspiel" oder ein "Monty Python and the Holy Grail"-Rollenspiel? Mit wem wollt ihr das denn spielen? Und: Tragen die Film-, TV- und Videospiel-Settings überhaupt als eigenständige Settings? Das tun viele doch nicht. Ein sinnvolles Franchise-Rollenspiel basiert auf einem anderen Medienprodukt, dessen Inhalt bereits über das eigene Setting hinausweist. Schon "Cowboy Bebop" tut das eigentlich nicht: Mit dem Rollenspiel dazu kann ich vielleicht Geschichten spielen, die "Cowboy Bebop" kopieren, ja. Und die Regeln fangen den Vibe der Serie auch gut ein. Aber ist ein eigenes Rollenspiel dazu notwendig gewesen?
Ich selbst habe zwei "Franchise"-Rollenspiele im Schrank. "Der Eine Ring" ist das eine. Das funktioniert allein deshalb, weil Tolkien so ein versessener Hard-World-Builder gewesen ist, der zu jedem Stock und Stein seiner eigentlichen Geschichten irgendwo eine Notiz gemacht hat. Das andere ist "Avatar: The Last Airbender". In diesem Setting haben die Leute aber schon Geschichten rollengespielt, solange es die Serie gibt. Ich besitze das offizielle Spiel nur, weil darin die Spielwelt erweitert wurde und das massiv und sinnvoll. Für die Regeln brauche ich's nicht: Avatar kann man schon seit Ewigkeiten mit anderen Spielen bespielen.
Vielleicht bin ich da eigen, aber die meisten Rollenspiele, die ich in meinem Hobbyleben kennengelernt habe und die mich wirklich, wirklich nicht losgelassen haben, waren keine Franchise-Rollenspiele, sondern ganz eigene Spielwelten. Manche davon waren an Franchises angelehnt, haben aber noch zusätzliche Inhalte gehabt. Ich konnte "Avatar: The Last Airbender" bereits mit "Exalted" bespielen, da war "Avatar: The Last Airbender" noch nicht mal angelaufen.
Wann wollen wir das denn alles spielen? Es gibt doch schon zu jedem beliebigen Franchise ein Rollenspiel, das es emulieren könnte (gut okay, ausgenommen vielleicht wirklich die US-Sitcom... kann nicht mal wer ein offizielles The Simpsons-Rollenspiel machen... das würde ich ausnahmsweise kaufen).
Es mag zwar Rollenspiele zu jedem Dreck geben, aber wieviele davon sind minimalistische Indi-Rollenspiele, deren Regeln so kurz sind, dass selbst ein so regelleichtes Rollenspiel wie Tunnels & Trolls deutlich komplexer wirkt? Es wurde schließlich nach klassischen rollenspielen gefragt. das schlließt für mich regelleichte Indi-Rollenspiele, reine Erzählrollenspiele u.ä. aus.
Das hat aber doch Gründe, warum das so ist. Abgesehen davon, dass Indie nicht unbedingt "minimalistisch" bedeutet (Zweihänder, anyone? One Roll Engine? Hillfolk?), glaube ich ist es ganz logisch, dass viele Genres gar nicht mit klassischen, dicken Regelwerken (wobei der Begriff "klassisch" auch schon wieder schwierig ist... die eigentlichen, klassischen Rollenspiele waren ja jetzt auch in vielen Fällen nicht unbedingt Regelmonster) bespielt werden sollten. Einfach weil es diesen Genres um was anderes geht, als um die wild-west-libertäre Rags-to-Riches-Heldenreise, die z.B. ein D&D so abbildet. Das war überhaupt eine der Triebfedern der Indierollenspiele der ersten Forge-Welle damals:
"Hmmm, in 'Vampire' steht drin, ich kann damit 'Personal Horror' spielen... aber bei den Regeln geht's irgendwie nur darum, wie ich coole Powerz anschmeiße oder ob ich es schaffe ohne Crashes die Straße runter zu fahren... da stimmt doch was nicht."
Die meisten Genre-emulierenden Rollenspiele sind deshalb so schlank, weil sie halt auf den Punkt designt sind. Die wollen eben gar nicht ein klassisches D&D- oder Traveller- oder Runequest-Feeling abbilden, weil ihr Vorlagegenre dieses Feeling halt auch nicht abbildet.
Also, woran machen wir dann fest, welches Rollenspiel hier im Sinne dieses Threads als Beispiel für ein vollwertiges Genre-Rollenspiel gelten kann? An der Regelmenge? Das kann's doch nicht sein.
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Auch für viele populäre Franchises gibt es kein offizielles Rollenspiel. Ja, es gibt dann meist inoffizielle Rollenspiele oder von den Franchises inspirierte Rollenspiele, aber nur selten etwas offizielles.
Hättest du da vielleicht ein paar Beispiele? Gerade zu bekannten IPs gibt es die letzten Jahre so viele offizielle Rollenspielen.
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Wo hier gerade ganz viele "gibt es doch" Gegenbeispiele genannt werden...
Die Frage war auch nach "mangelhaft bediente".
Es geht m.M.n. nicht darum, dass es irgendwann mal irgend ein System gab, mit dem man das Genre oder die Genrekreuzung spielen könnte.
Dann kann ich auch GURPS sagen und bin fertig. Oder Fate nennen.
Es geht darum, welche Genres / Kreuzungen schlecht oder unterrepräsentiert werden. Und da stehen oben meine Aufzählungen nach wie vor...
Agon muss ich mir allerdings wirklich mal ansehen. Danke für den Tipp.
"Mangelhaft bedient" impliziert einen Mangel. Für einen Mangel muss es einen Bedarf geben. Und wenn es wirklich einen nennenswerten Bedarf gäbe, dann gäbe es da auch ein Spiel zu. Die Nische in der Nische in der Nische ist halt kein wirklicher Bedarf. Daher bleibt am Ende eigentlich nur noch "gar nicht" übrig.
Und wenn es um so Sachen wie Stargate geht: Braucht es mehr als zwei Stargate-Spiele?
@caranfang: Also mir fällt adhoc kein wirklich großes populäres Franchise ohne offizielles Rollenspiel ein.
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@caranfang: Also mir fällt adhoc kein wirklich großes populäres Franchise ohne offizielles Rollenspiel ein.
Harry Potter. Aber da gibt es so viele Copycats, wie etwa "Kids on Brooms" oder "Let's go to Magic School" (by one 1of3)... da braucht man was Offizielles nun wirklich nicht.
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Und da fehlt mir persönlich dann halt das Verständnis. Ich meine, brauchen wir das denn? Und welche Franchises sind gemeint? Was hat ein offizielles Franchise-Rollenspiel für einen Vorteil gegenüber einem, das dasselbe macht, aber die Seriennummern abfeilt?
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Der große vorteil ist, dass es offiziell ist. All die Rollenspiele mit abgefeilten Seriennummern haben das Problem, dass sich der verwendete Hintergrund von der Vorlage unterscheiden muss. Und dies zum Teil massiv. Ja, Du kannst ein anderes Rollenspiel verwenden und mit einem Wiki den fehlenden Hintergrund ersetzen. Aber das macht es nicht offiziell, sondern zu einem reinen Fan-Produkt, welches dann auf Deiner Interpretation des Hintergrunds basiert und nicht auf der offiziellen. Offizielle Rollenspiele haben nämlich den Vorteil, dass der Hintergrund von den Machern der Vorlage abgesegnet wurde.
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Also, woran machen wir dann fest, welches Rollenspiel hier im Sinne dieses Threads als Beispiel für ein vollwertiges Genre-Rollenspiel gelten kann? An der Regelmenge? Das kann's doch nicht sein.
Dann schau doch noch mal in der Eingangsbeitrag:
... Damit meine ich jetzt auch gar nicht zwingend ein Zehn-Seiten-Indie, das mit rudimentären Regeln eine ganz bestimmte Fragestellung oder ein enges Konzept bedient, sondern ein Rollenspiel im klassischen Sinne (aber nicht zwingend mit traditionellen Regeln) das eine eigene Spielwelt und passende Regeln mit sich bringt, um eben jenes Genre oder jene Genrekreuzung abzudecken.
...
Er sucht nach klassischen Rollenspielen und keine modernen Indi-Rollenspiele, die, das ist jetzt meine Interpretation, ohne irgendwelche Werte auskommen. ich verstehe dies so, dass das betreffende Rollenspiel folgende bedingen erfüllen muss:
- keine Beschränkung auf ein bestimmtes Szenario
- keine rudimentären Regeln, die sich nur für ein bestimmtes Szenario eignen
- Charaktererschaffung
- irgendeine Art von Probenmechanismus, brauchbar für alle möglichen Aktionen
- Werte zur Beschreibung der Charaktere
Hättest du da vielleicht ein paar Beispiele? Gerade zu bekannten IPs gibt es die letzten Jahre so viele offizielle Rollenspielen.
Aber nicht zu allen. Zu einigen wurde zwar etwas angekündigt, veröffentlicht wurde dann aber doch nichts. Ich vermisse zum Beispiel Rollenspiele zu Masters of the Universe, Mass Effect, Macross (nicht Robotech), Honor Harrington. Aber das sind jetzt nur die, die ich persönlich vermisse. Um e snoch einmla klar zu stellen. Es geht um offizielle Rollenspiele, die vom Lizenzvergeber genemigt wurden, und nicht um Rollenspiele mit abgefeilter Seriennummer, die das entsprechende Franchise grob nachahmen.
Harry Potter. Aber da gibt es so viele Copycats, wie etwa "Kids on Brooms" oder "Let's go to Magic School" (by one 1of3)... da braucht man was Offizielles nun wirklich nicht.
Braucht man da wirklich keines? Offizielle Rollenspiele haben den Vorteil, dass die Hintergrundbeschreibung offiziell ist und nicht die Interpretation eines Fans, der diese dann noch aus Lizenzgründen ändern musste. Ein offizielles Harry Potter-Rollenspiel würde bestimmt viel mehr Abnehmer und auch Spieler finden als alle Nachahmer zusammen.
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Harry Potter. Aber da gibt es so viele Copycats, wie etwa "Kids on Brooms" oder "Let's go to Magic School" (by one 1of3)... da braucht man was Offizielles nun wirklich nicht.
Ich meine mich dunkel zu erinnern, daß da Mrs. Rowling mal auf Anfrage die Erlaubnis, so ein offizielles Spiel herauszubringen, verweigert hätte, was den "Mangel" daran dann hinreichend erklären würde. Mittlerweile dürfte dieser Zug in der Tat weitgehend abgefahren sein, denn der neue heiße Sch...ist Harry Potter heutzutage auch schon längst nicht mehr.
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Ich meine mich dunkel zu erinnern, daß da Mrs. Rowling mal auf Anfrage die Erlaubnis, so ein offizielles Spiel herauszubringen, verweigert hätte, was den "Mangel" daran dann hinreichend erklären würde. Mittlerweile dürfte dieser Zug in der Tat weitgehend abgefahren sein, denn der neue heiße Sch...ist Harry Potter heutzutage auch schon längst nicht mehr.
J.K. Rowling will nicht, dass andere Geschichten in ihrer Welt schreiben/erleben, daher war sie (ich bezweifle, dass sich das ändern wird) gegen ein offizielles RPG. Mit dem Hogwarts RPG gibt es ein inoffizielles, sehr gutes Harry Potter Rollenspiel.
Masters of the Universe sollte ein offizielles RPG bekommen, aber dann hat Fandom seine Cortex-Lizenz verkauft und das Projekt liegt auf Eis.
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J.K. Rowling will nicht, dass andere Geschichten in ihrer Welt schreiben/erleben, daher war sie (ich bezweifle, dass sich das ändern wird) gegen ein offizielles RPG. Mit dem Hogwarts RPG gibt es ein inoffizielles, sehr gutes Harry Potter Rollenspiel.
Soll sie damit halt glücklich werden. Persönlich würde ich "Kids erleben Abenteuer an einer Zaubererschule" als Genre sogar ganz gerne mal spielen, aber speziell Hogwarts mit seinen hundert Jahre alten nassen Socken muß es nun wirklich nicht sein -- dann schon eher was in Richtung Sabrina oder Bibi Blocksberg. :)
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Müsste man dafür nicht US-Recht studiert haben? :o
(Btw, ich habe eine große Schwäche für US-Justiz-Filme und -Serien. Die 12 Geschworenen (https://de.wikipedia.org/wiki/Die_zw%C3%B6lf_Geschworenen_(1957)) - kann ich jedes Jahr wieder sehen.)
Ja, genauso wie Schwertkampf für die Fantasy-Spiele. 8]
Die Drehbuchautoren, Regisseure und Darsteller bei Arztserien sind auch alles Mediziner. ;D
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- Monsterhearts (https://www.system-matters.de/spiele/monsterhearts/) (I mean, come on, Leute, Monsterhearts...)
Fast alles was du geschrieben hast berücksicht nicht:
"Also, zumindest unterrepräsentiert scheinen mir die meisten Genres zu sein, die keine übernatürlichen Elemente, Hai-Tek-Gadgets, oder ähnlichen Firlefanz verwenden."
Rollenspiele ohne jegliche Phantastik-Elemente sind tatsächlich eher rar.
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Sehe ich genauso. Es gibt verhältnismäßig wenig Rollenspiele, die sich mit der heutigen, modernen Welt auseinandersetzen und sie in einer wie auch immer gearteten Ästhetik (postmodern, romantisch, "realistisch", etc...) als Spielwelt aufbereiten. Das ist aber wohl auch die Königsdisziplin beim Rollenspiel schreiben, schwieriger gehts wahrscheinlich nicht.
Was heißt denn "keine Ästhetik"?
Sind z.B. Nachrichten-Stil oder Militarismus keine Ästhetiken?
Wenn du "realistisch" nicht explizit als Gegenbeispiel genannt hättest, hätte ich ja angenommen du meintest das.
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Soll sie damit halt glücklich werden. Persönlich würde ich "Kids erleben Abenteuer an einer Zaubererschule" als Genre sogar ganz gerne mal spielen, aber speziell Hogwarts mit seinen hundert Jahre alten nassen Socken muß es nun wirklich nicht sein -- dann schon eher was in Richtung Sabrina oder Bibi Blocksberg. :)
Neben dem Hogwarts RPG könntest du Kids in Brooms (Kids in Bikes-Ableger), Bubblegumshoe (von Veronika Mars, über Gänsehaut, die drei ??? bis hin zu Harry Potter alles spielbar auf Basis von Gumshoe), Academies of the Arcane (für Troika), Arcana Academia (GMless) oder Arcana Academy (PbtA).
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Ich lese hier sehr gerne mit, weil meine schon länger gehegte Vermutung, dass es nix gibt, dass nicht schon mal RPG-mäßig verwurstet wurde, hier mit jedem Posting mehr und mehr verfestigt wird ;D
Es ist ja ne richtige Sportleistung, etwas zu finden, das nicht mal ansatzweise in Regeln gegossen wurde.
Aber da kommt mir: deutsche Fernsehserien der 80er und 90er! Drei Damen vom Grill, Familie Heinz Becker :headbang: :headbang: :headbang:, Polizeiinspektion 1, Auf Achse, Schimanski-Tatort! Wie sieht das denn aus? Ohne dass man die einfach mit einem vage generischen System bedienen will? Hat das jemand mal gebastelt?
^-^
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Wie Jiba bereits geschrieben hat sehe ich auch diverse historische Epochen oder Zeiten unterrepräsentiert. Auch wenn ich jetzt kein großer Freund davon bin, Rollenspiel didaktisch oder sogar pädagogisch zu überladen, ich bin ein großer Fan davon, durch Rollenspiel Geschichte erlebbar zu machen. Und da finde ich das Angebot recht dünn. Klar, gibts Rollenspiele die in irgendwelchen historischen Settings spielen aber das Historische wirkt durch anderes Zeug oft sehr verdünnt. Ich hätte gerne Rollenspiele die solche Sachen deutlicher in den Fokus rücken.
Insbesondere würde mich interessieren
- die unmittelbare Nachkriegszeit so 1945 bis 1950, finde ich eine unheimlich spannende Zeit weil die Welt sich in einer Phase der kompletten Neuordnung befindet. Der sehr gute Film "Deutschland im Jahre Null" von Roberto Rossellini fällt mir da spontan als Vorlage ein. Aber nicht nur Deutschland ist hier spannend, auch die Staatsgründung Israels, die Vorgänge in Ostmitteleuropa oder die ersten Unabhängigkeitsbestrebungen in den Kolonialreichen (Mau-Mau-Aufstand) oder der Chinesische Bürgerkrieg um hier nur ein paar zu nennen.
- Kalter Krieg, insbesondere der Nahe Osten, Persien in den 50ern mit dem Sutrz Mohammad Mossadeghs, Solidarność, Prager Frühling. The Death of Stalin, RAF, Vietnamkrieg (ohne jetzt ein Kriegsrollenspiel spielen zu wollen), uvm.
- Völkerwanderungszeit und Übergang von der Antike zum Mittelalter, hierbei würde ich mich insbesondere gerne mit den Merowingern beschäftigen oder mit dem spätantiken/frühmittelalterlichen Britannien
- Speziell zum Thema Irland fände ich die große Hungersnot und der Unabhängigkeitskampf in den 1910ern und 1920ern spannend, ebenso wie der Nordirlandkonflikt in den 70ern und 80ern.
- Bronzezeit, Hethiter, Ägypter, und Angriff der Seevölker auf Ugarit
- Die Reisen Marco Polos
-1989 bis 1996, Zusammenbruch des Ostblocks und der Sowjetuntion
ich glaube die Liste könnte ich noch eine Weile fortsetzen.
Ich hab hier auch schon einiges gemacht wie z.B. ein längeres Hüttenabenteuer bei dem die Spieler Mossad-Agenten im Vorfeld des Sechstagekriegs gespielt haben (Historischer Hintergrund war Operation Damokles), war eine legendäre Runde, außerdem habe ich mal das "Trial for Poland"-LARP von Jason Morningstar angeboten, kam auch sehr gut an. Ach ja, da gabs noch eine Deadlands-Runde rund um König Ludwig das in Füssen gespielt hat, war zwar geschichtlich nicht so tief aber ich glaub ich hab die damaligen Vorgänge ganz gut in Szene gesetzt.
Klar gibt es zu vielen dieser Themen Rollenspiele oder Rollenspielmaterial (World War Cthulhu und World War Cthulhu: Cold War hab ich mir mal besorgt, das macht auch einen sehr guten Eindruck) aber wenn man ein Thema wirklich so erfassen will, dass man für die Spieler hauptsächlich Geschichte erlebbar machen möchte (und der Fokus nicht drauf liegen soll, irgendwelche Kultisten zu stoppen), muss man sich zusätzlich anderweitig bedienen.
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DonJohnny: Das würde ich alles mit unterschreiben. Stunde NUll in Deutschland wäre ein Hammerbackground für ne sehr zynische Noir-Runde, so im Stil von Der Dritte Mann.
Auch Völkerwanderungszeit, abseits der Klischees, wäre ein sehr exotisches und komplexes Spielfeld. Hier haben die diversen Romane Gillian Bradshaws extrem gute Ideen geliefert. Aber ja, historische unfantastische Thriller, das seh ich eher selten.
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DonJohnny: Das würde ich alles mit unterschreiben. Stunde NUll in Deutschland wäre ein Hammerbackground für ne sehr zynische Noir-Runde, so im Stil von Der Dritte Mann.
Ich denke schon ewig über ein Cthulhu-Sourcebook namens "Niemandszeit" im Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg nach. Trümmer-Cthulhu. Müsste ich vielleicht mal ein Treatment schreiben. :think:
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Ich hingegen hab mir schon überlegt, ne Art Miami Vice im Saargebiet der 20er Jahre (wir waren ein Völkerbundsmandat, abgetrennt vom Deutschen Reich) anzusiedeln.
Klingt bescheuert, basiert aber auf Fakten, die ich in unseren Archivakten gefunden habe: es gab in der Zeit einen Kokainschmugglerring, der das Zeug über die sehr offene Grenze von oder nach Frankreich transportierte. Und die nichtstädtische Polizei, die Landjäger, hatten eigens ne Sondertruppe dafür aufgestellt, was dann zu Automobilverfolgungsjagden durch den Bliesgau führte.
Kann man sich nicht ausdenken.
Sogar passendes Bildmaterial hätten wir hier auf der Arbeit:
(https://i.postimg.cc/bY5J4LkH/Saar-LA-F02-031-1315.jpg)
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Ein einigermaßen breit aufgestelltes (Techno-)Thriller-RPG fehlt mir auch, insbesondere eines, das explizit nicht den Ansatz von Leverage oder in abgeschwächter Form Night's Black Agents fährt - letzteres geht ansonsten als Quasi-Baukasten schon in die richtige Richtung.
Da muss ich für den letzten gefälligen Vertreter tatsächlich über 30 Jahre zurückgehen zu Millennium's End.
Das ist aber wohl auch die Königsdisziplin beim Rollenspiel schreiben, schwieriger gehts wahrscheinlich nicht.
Wo siehst du da die großen Schwierigkeiten?
Wenn man sich mal für ein Genre bzw. eine Perspektive* entschieden hat, schreibt sich vieles doch mehr oder weniger von allein.
*Die große Hürde dürfte sein, sich von der Vorstellung zu lösen, man könnte oder müsste die eine objektive Perspektive auf die Welt präsentieren.
Zum einen sind die Vorausetzungen und vorab getätigten Festlegungen wie etwa soziale Beziehungen in unserer Welt unter echten Personen bekanntermaßen komplexer als in einer ausgedachten. Man kann natürlich vereinfachen wie beim James-Bond-Film, aber ich hätte halt gerne Rollenspiele mit nicht weniger als literarischer Qualität :D . Ja, ganz schön großspurig, ok. Ich habe Ian Fleming nie gelesen, aber mir wurde mitgeteilt, dass der damals schon für die Bahnhofsbuchhandlung geschrieben hat. Die echte Welt ist letztendlich nicht nur entsetzlicher, sondern auch schöner und interessanter als die ausgedachte.
Ich beschäftige mich mittlerweile halt überwiegend mit französischen Rollenspielen und kann deshalb nur Beispiele aus diesem Sprachraum anführen: COPS oder auch Crimes haben zwar Sci-Fi- oder auch fantastische Elemente, der "irdische" Anteil überwiegt jedoch klar. Rollenspiele können unterhalten und zusätzlich auch über unsere moderne Welt reflektieren ohne sich von ihr mit Grauen abzuwenden. Aber das ist natürlich richtig schwer.
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Hallo zusammen,
zu einigen hier aufgeführten mangelhaft bedienten Genres habe ich ein paar Dinge gefunden die die jeweiligen Genres erschließen.
„Robert Red Shirt RPG Show, https://ludus-leonis.com/de/robert-redshirt (https://ludus-leonis.com/de/robert-redshirt) , ist mit 16 Din A5 Seiten sicherlich kein Schwergewicht aber dafür kostenlos.
Auf der Hauptseite https://ludus-leonis.com/de/spiele (https://ludus-leonis.com/de/spiele) findet man auch noch 111 Jahre indem man
alte Spielsachen spielt.
In Raupen, https://www.aufiblue.de/blog/004-raupen/ (https://www.aufiblue.de/blog/004-raupen/) , spielet man Raupen die in einer Stadt leben und zu Schm,etterlingen werden wollen. Das System ist zwar auch eher leicht aber macht beim Überfliegen einen klassischen Eindruck.
Unter https://talienstower.blogspot.com/search/label/freebies (https://talienstower.blogspot.com/search/label/freebies) gibt es eine Menge von Filmumsetzungen, darunter Aliens, Predator und Matrix für D20.
Gruß Jochen
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DonJohnny: Das würde ich alles mit unterschreiben. Stunde NUll in Deutschland wäre ein Hammerbackground für ne sehr zynische Noir-Runde, so im Stil von Der Dritte Mann.
Ich denke schon ewig über ein Cthulhu-Sourcebook namens "Niemandszeit" im Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg nach. Trümmer-Cthulhu. Müsste ich vielleicht mal ein Treatment schreiben. :think:
Ich würds sofort kaufen.
Ich arbeite mich gerade an dem Thema ab und hab mir das Buch "Wolfszeit - Deutschland und die Deutschen 1945-1955" von Harald Jähner besorgt. Und dabei wiedermal gleich noch den Wert einer guten Buchhandlung erfahren. Dem Buchhändler erklärt was und wofür ich es brauche, ein Griff in den Schrank, falls ich Nachschub brauche, soll ich mich melden.
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das Buch "Wolfszeit - Deutschland und die Deutschen 1945-1955" von Harald Jähner besorgt.
Das Buch war genau meine Inspiration dafür. ;)
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Das Buch war genau meine Inspiration dafür. ;)
Ach wie geil ;D
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Sehe ich genauso. Es gibt verhältnismäßig wenig Rollenspiele, die sich mit der heutigen, modernen Welt auseinandersetzen und sie in einer wie auch immer gearteten Ästhetik (postmodern, romantisch, "realistisch", etc...) als Spielwelt aufbereiten. Das ist aber wohl auch die Königsdisziplin beim Rollenspiel schreiben, schwieriger gehts wahrscheinlich nicht.
Was heißt denn "keine Ästhetik"?
Sind z.B. Nachrichten-Stil oder Militarismus keine Ästhetiken?
Wenn du "realistisch" nicht explizit als Gegenbeispiel genannt hättest, hätte ich ja angenommen du meintest das.
Tja, da bin ich wohl selber Schuld wenn ich unnötig mit diesen Begriffen um mich werfe. Es ist natürlich kein Spiel frei von Ästhetiken, richtig. Ich meinte jetzt allerdings nicht Ästhetik im umgangssprachlichen Sinn (und ich habe nicht das Geringste gegen diese Auslegung), sondern kulturwissenschaftliche Begriffe wie Aspekte unserer Moderne (Dekadenz, Moderne, Postmoderne, Kitsch, Avant-Garde, blabla...). Ich bereue dass ich das so formuliert habe, ich fasse mich im Folgenden so kurz wie möglich, äh zu Ende bringen was man angefangen hat und so.
Ich versuche mal ein Beispiel: Ein zentrales Dilemma für Menschen im Westen ist ja immer noch das Streben nach nie erreichter Freiheit. Ein Teil der kulturwissenschaftlichen Analyse erklärt wie folgt: Die Moderne entwickelt die Heils-/Freiheitsversprechen des Christentums weiter und verwirklicht diese im modernen Sozialstaat anstatt in der Familie oder der Dorfgemeinschaft, Säkularisierung eben, auch in anderen Bereichen wie der bildenden Kunst zu finden. In der Postmoderne, so ab den 80ern, wird dann jede kollektive Identität als Ausdruck von Herrschaft angesehen und sowohl vormoderne Gemeinschaften als auch moderne Institutionen wie eben der Sozialstaat hinterfragt, dadurch dass man wählt ob man in so einem System leben will oder nicht wird man mutmaßlich freier.
Ich würde das gerne in ein Biker-Rollenspiel mit Sci-Fi-Elementen und Film-Noir-Anleihen übersetzt sehen. Biker die sich im Sinne von „Dr Kimble ist immer noch auf der Flucht“ von der Obrigkeit als gesellschaftliche Außenseiter zu verstecken versuchen oder flüchten. Biker glauben an Befreiung durch Technisierung (Moderne) in Form des Motorradfahrens, was wohl doch eine Illusion sein wird, gleichzeitig lehnen sie die gesellschaftlichen Institutionen ab (Postmoderne) sind außerdem Teil einer vormodernen Ersatzfamilie, nämlich ihrer Biker-Gang. Die Institutionen reagieren wütend und versuchen, diese Außenseiter zu beseitigen. Was, wenn innerhalb einer Kampagne die flüchtenden Biker tatsächlich abseits der Gesellschaft und auch nicht durch kriminelles Verhalten irgendeine Freiheit in dieser Gesellschaft finden könnten? Sowas zu spielen würde mich jedenfalls interessieren. Das ist immer noch Genre-Rollenspiel/Thriller, aber es könnte eine wirklich facettenreiche Kampagne werden.
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Irgendwo wird auch gerade so etwas gecrowdfunded, aber ich habe es aus den Augen verloren.
Verwechelt: Es war The Monster Hunters' Club für SaWo, also schon länger veröffentlicht. Aber eben Kids gegen Grusel.
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Jungejunge, das ist ja schnell gestartet hier. :D
Zum Thema "Romantasy" gibt es noch Blue Rose von Green Ronin. Nutzt das AGE-System.
Zu den historischen Epochen: Das ist natürlich auch immer ein schmaler Grat, was politische oder religiöse Themen angeht, die in den jeweiligen Landstrichen und den jeweiligen Epochen vorgeherrscht haben. Gerade im Hinblick auf den Eskapismus, den unser Hobby feiert, sind solche Aspekte wahrscheinlich beim Großteil der Hobbytreibenden langweilig bis unerwünscht. Da dürften viele argumentieren, dass sie im normalen Leben schon ausreichend Hardship haben und deswegen nicht auch noch versuchen wollen, im Nachkriegsdeutschland mit Generationenschuld und Armut kämpfen zu müssen (nur als überspitztes und stellvertretendes Beispiel genannt). Gerade der Eskapismusaspekt sorgt ja für die übernatürlichen, genretypischen oder dystopischen Elemente, die unsere Charaktere zu Helden werden oder schlimme (aber historisch/religiös unbedenkliche) Herausforderungen bestehen lassen. Nur so als Erklärungsversuch.
Ich glaube, auf der Suche nach noch nicht oder kaum abgebildeten Spielhintergründen wird man am ehesten fündig, wenn man Genres kreuzt. Survival Horror in der Bronzezeit. Aliens in der Rennaiscance. Öko-Punks in einer dem Untergang geweihten Fantasy-Welt. Okkultismus unter Wasser, nachdem die Oberfläche von nuklearen Stürmen verwüstet wurde, usw. So wie die Battlestar Galactica Serie so gut funktioniert hat, weil dort analoge Technik (also zumindest teilweise), Whodunnit (bzw. Who is it) und Mystizismus mit Space Opera verknüpft worden sind.
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beim Großteil der Hobbytreibenden langweilig bis unerwünscht
Joa, aber was die Mehrheit will ist mir eigentlich relativ Hupe. Auch bei einem großen persönlichen Intresse meinerseits seh ich da natürlich keinen Mainstrammarkt, wenn es den gäbe, dann wäre es wahrscheinlich schon lange Mainstream, gilt aber wahrscheinlich für alles, was hier diskutiert wird. Ich hab Bock drauf, für alles, was ich bisher in die Richtung gemacht habe, habe ich Spieler gefunden und die fanden es auch jedes mal richtig gut, zumindest von den Rückmeldungen her, die ich bekommen habe. Und als Mossad-Agenten unterwegs zu sein war jetzt nicht unbedingt leichte Kost.
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Wie sieht es eigentlich mit Mystery à la Akte X usw. aus?
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Wie sieht es eigentlich mit Mystery à la Akte X usw. aus?
Da gibt es das total dieses Schema wiedergebende Conspiracy-X-Rollenspiel (https://en.wikipedia.org/wiki/Conspiracy_X).
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Wie sieht es eigentlich mit Mystery à la Akte X usw. aus?
Es gibt Spielwerte für Mulder und Scully für Cthulhu!
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Da gibt das total dieses Schema wiedergebende Conspiracy-X-Rollenspiel (https://en.wikipedia.org/wiki/Conspiracy_X).
Ja, stimmt. Mir spukt noch eine anderes im Kopf herum, aber eigentlich braucht es hier ja nicht viel System, dafür mehr Abenteuer zur Unterstützung.
Wobei, systemseitig könnte man abbilden, was der "Job" mit dem Privatleben der Agenten macht und dass sie die falsche Aufmerksamkeit auf sich ziehen, aber auch Verbündete finden. Das bildet aber sogar Delta Green ganz gut und elegant ab. Gibt aber bestimmt auch irgendwo einen GUMSHOE-Hack oder so etwas dafür.
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Zum einen sind die Vorausetzungen und vorab getätigten Festlegungen wie etwa soziale Beziehungen in unserer Welt unter echten Personen bekanntermaßen komplexer als in einer ausgedachten.
Geht ja grundsätzlich in beide Richtungen - also einerseits kann man das auch in fiktiven Welten komplex betreiben und andererseits auch in der "echten" (Spiel-)Welt sehr weit reduzieren.
Ich stelle bei den in meinen Augen gelungenen "unmagischen" Spielen jedenfalls fest, dass sich im Vergleich die Autoren "magischer" Settings und Regelwerke gerne sehr stark bei den fantastischen Elementen austoben. Wo das im Vergleich nicht geht, kann und muss man sich eben intensiver mit den mundanen Aspekten auseinandersetzen*. Da zeigt sich für mich immer wieder, dass das allemal genug Spieltiefe hergibt. Es muss ja auch bei Weitem nicht alles verregelt sein, nur weil die Kernfaktoren und Funktionsweisen erklärt werden. Vieles lässt sich dann auch "nur" auf der beschreibenden Ebene mit Leben füllen.
*Was die notwendige Recherche und spieltaugliche Aufbereitung angeht, würde ich sogar ein Stück weit mit gehen und das als Königsklasse bezeichnen. Andererseits wälzen auch die Autoren sonstiger Rollenspiele mal ein Fachbuch u.Ä. :think:
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Das ist eine gute Beobachtung. Was bleibt von SR oder DSA, wenn man die Elemente Magie, Kampf, bei SR Matrix/Riggen weglässt? Mundane Talente und Vorteile und so, das passt in ein sehr schmales Regelheftchen. ;)
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Hallo zusammen,
bei historischen Setting habe ich immer wieder zwei Probleme.
Das eine sind natürlich Mitspieler die entweder nur die Zeit ausspielen wollen. Das ist eine Art zu spielen die ich nachvollziehen kann aber mir ist doch eine Geschichte / Abenteuer / Mission beim Spiel wichtig.
Das andere sind Regelsysteme die zwar eine Tatsache beschreibenaber mir keine regeltechnische Umsetzung bieten. Cthulhu Kreuzzüge bringt etwa immer wieder das Problem etwas zu Essen zu bekommen ins Spiel. Jetzt brauche ich keine komplexe Spezialregel aber ein machen sie einen Wurf auf y fände ich schon nett.
Denn ohne solche Regeln ist man schnell wieder entweder in der "Hollywood Fassung" der Geschichte oder es kommt zu Diskussionen darüber was man etwa tuen muß um zum Herzog vorgelassen zu werden etc.
Hinzu kommt das teilweise die eigenen Überzeugungen über die Überzeugungen in der Zeit gestellt werden.
Settings in der Jetztzeit, teilweise ja auch schon in Cyberpunk Systemen, tendieren dazu das die Spieler ihr Wissen ins Spiel bringen und man starke Kritik an Regeln hat die eben Besonderheiten der Realität nicht darstellen.
Auch Detailinformationen zur jeweiligen Zeit zu bekommen kann schwierig sein. Ich habe etwa auf meiner Festplatte noch Cthulhu Raumzeit. Man wundert sich wirklich was man über diese Zeit eben nicht oder falsch im Kopf hat. Ich habe bei einer schnellen Suche leider keinen Downloadlink gefunden. "Der blinzelnde Himmel Abenteuer für Cthulhu in der Raumfahrtzeit stammt von von Gero „Zodiak“ Pappe, Lektorat: Heiko Gill und Layout: Thomas Michalski. Vielleicht kann da jemand noch Kontakte herstellen. Ich finde die Grundidee nämlich echt klasse.
Zum Thema Rollenspiele zu Filmen, Serien oder Franchises im weiteren Sinne lohnt sich aus meiner Sicht eine genauere Betrachtung.
Man sollte als erstes schauen was einem den so gut gefallen hat. Die "Fluch der Karibik" Filme etwa haben und Lust auf ein Piratensetting gemacht. Ein spezielles Fluch der Karibik Rollenspiel hätte es aber nicht gebraucht. Denn der Charm der Filme kam über seine Figuren und die Geschichte und die Lösungen der Charaktere.
Bei fiktiven aber Kampforientierten Hintergründen habe ich ganz gerne offizielle Werte für die Monster. Denn sonst gibt es schnell sehr unterschiedliche Ansichten darüber ob ein Monster eben ohne Heldenbonus mit Geschichtspanzer des Films eben auch so einfach zu besiegen wäre. Deshalb habe ich zum Beispiel für die Alien Filmreihe das Aliens Rollenspiel von Leading Edge, eine Cyberpunk 2020 Fanumsezung und auch Alien für die Zero Year Engin.Leider orientieren sich alle drei Stark an den Filmen und greifen den gerade in Comics stark aufgeweiteten Hintergrund nicht auf. - Ich vermute ja Mal Lizensprobleme.
Dazu sollte man sich, gerade bei Filmen aus den 80ern, also über 30 Jahre alt das Franchise anschauen. Denn wie schon oben geschildert das Komplettpaket aus Filmen, Filnebenreihen, Alien vs. Predator, Romanen und Comics bieten einen sehr reichhaltigen Hintergrund indem ich mir auch Abenteuer ganz ohne die klassischen Aliens vorstellen kann.
Für Krimis und Thriller braucht man aus meiner Sicht vor allem ein System das Ermittlungen unterstützt und den nötigen Hintergrund, bei Techno Thrillern etwa Militär und Geheimdienste im Kalten Krieg, aufschließt.
Ein wirkliches "Tatort" oder "Tom Clancy Rollenspiel" wäre eigentlich nicht nötig hätte aber wahrscheinlich mit den Fans der Krimis oder Romane und ihrer Verfilmungen einen größeren Kundenkreis.
Gruß Jochen
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Genau das! Ich will Geschichtsrollenspiel und eigentlich gar nicht mal "historisches Setting". Demnach soll sich die Handlung im Rahmen von geschichtlichen Ereignissen/Wendepunkten/Prozessen orientieren und weniger "das Leben in dieser Zeit darstellen". Also ein aktives Erleben der Geschichte (als Vorgang, nicht als Status) im Rahmen eines Abenteuers und kein erzählerisches Reenactment.
Die Regeln sollten das aktiv unterstützen, sonst kann ich auch die Star Wars Regeln nehmen, ein paar Skills umbauen und dann halt Prager Fenstersturz spielen.
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Kurzer Einwurf von mir:
Ich mag Historische Settings ohne irgendwelche twists gar nicht. Denn bei mir in der Gegend schwiren genügend Hobbyhistoriker rum die dann ggf sagen "Das war aber in wirklichkeit ganz, ganz anderst." - das problem hab ich bei klassischer Fantasy nicht,... also nicht wenn ich nicht DSA spiele ;)
Das ist soweit ganz okee wenn man klar sagt das es "ähnlich, aber nicht ganz so ist" - exemplarisch war das dann mal Vampire Dark Ages als wir die Plünderung von Byzanz durch die Kreuzfahrer verhinderten ;)
Alsop vieleicht eher das ich solche Settings mag aber das problem sehe das es meinen Fundus an Spielern etwas einschränkt.
Ansonsten denke ich aber das es da draussen fast schon alles wirklich gibt, und - ich muss an der stelle zwar schreiben das ich generische Rollenspiele als ein greul finde, aber für das ein oder andere Setting wird sich schon irgendein System finden das man irgendwie passend hinbiegen kann.
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Na ja, also ob die Leute die meinen einwerfen zu müssen, dass es irgend einen Knopf im Jahr 1200 nicht gab viel schlimmer sind als die [RollenspielX]-Spieler die einwerfen, dass laut Regionalband hier eigentlich eine Straße verlaufen müsste.
Und wen der falsche Knopf in einem 100% geschichtlichen Spiel stört, den stört es auch bei einem 90% oder 80% historischem Spiel.
Und das ist doch grad der Unterschied den ich meine, wenn ich sage, ich will kein "historisches Leben" simulieren sondern ein historschisches Ereignis oder Vorgang beackern. Klar gehört da vielleicht in diese Richtung etwas mehr Wissen dazu, das man mitbringen müsste, aber doch ehrlich gesagt auch nicht viel mehr, als wenn ich eine reichlich beschriebene vorgefertigte Rollenspiel bespielen möchte.
Hätte mir in meinem Sechstagekrieg-Mossad-Abenteuer gesagt, dass es Fluglinie-X die sie grade benutzen in den Sechzigern noch gar nicht gab, joa, meine Güte. Kann man anmerken, aber mehr als bissle Schlaumerei hat es der Runde eben auch nicht gebracht. Kann einem aber in anderem Anstrich bei sehr vielen Rollenspielen passieren.
Noch zwei Beiträge mehr zu dem Thema und ihr könnt den Thread als "Geschichtsrollenspiel" abtrennen ;)
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Hallo zusammen,
@DonJohnny
Die Idee einen Thread zum Thema Geschichtsrollenspiel aufzumachen finde ich gut.
Könnte vielleicht ein Admin so gut sein.
Also ich brauche in keinem Setting einen Spieler der nicht freundlich fragt ob da nicht Etwas eigentlich anders ist sondern meint mir so mein Spiel vorschreiben zu können.
Bei freundlichen Korrekturen ist das etwas Anderes.
Mein Problem mit historischen Settings, ich kenne da bisher das deutsche Cthulhu und diverse Vietnamkriegsrollenspiele, ist das sie entweder sehr beschränkt und detailliert sind, Vietnamkrieg oder aber Dinge außer acht lassen die im Spiel entscheidend sind.
Das liegt nach meinem Gefühl meistens nicht an Faulheit der Autoren sondern eher daran weil Dinge aus dem täglichen Leben, weil sie damals einfach jeder von Kindesbeinen vermittelt bekommt, eben nicht dokumentiert sind. -- Also etwa welches Material Knöpfe hatten, wie lange ein üblicher Brief braucht.
Aber auch speziellere Themen wie etwa Geheimdienste oder die liebe Politik stellen mich vor Aufgaben wenn meine Spieler aktiv werden. Wenn sie eben nicht auch etwas verregelt sind.
Beinem ausgedachtem Hintergrund wird eine eigene Antwort zu solchen Fragen eher akzeptiert oder sie findet sich eben in einem offiziellem Settingband.
Gruß Jochen
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Das Problem mit den Hobbyhistorikern habe ich gottseidank nicht, denn selbst wenn die in einer Runde bei mir drin wären, kann ich dann immer noch meine Trumpfkarte "Profihistoriker" ausspielen ;D
Aber mal im Ernst, selbst als Profi hat man Wissenslücken, oder veraltete Kenntnisse, oder irgendwelche Details sind in der Forschung immer noch nicht geklärt usw.
Daher ist mein Ansatz, wenn ich was Historisches leite, dass wir es bei den Details weniger eng sehen.
Gutes Beispiel ist meine langjährige Ars-Magica-Runde. Ars Magica spielt Ende 12./ Anfang 13. Jh., da gibt es die beliebten Zweihänder der Renaissance ja noch gar nicht, die sind aber (ebenso wie Hellebarden, die auch frühestens 150 Jahre später auftauchen) mit Regelwerten da. Da sag ich mir auch, ein SC kann ja einfach abgedrehte Vorstellungen haben, und der mit den Augen rollende Waffenschmied baut ihm dann halt ein völlig überzogenes Schwert.
Wenn man aus einer Runde nicht verbissen eine museale Ausstellung machen will, ist das alles halb so wild.
Ein anderes Thema hingegen: Zeitgeschichtliche Mentalitäten. Leute in der Zeit haben, wenn sie west- und mitteleuropäische Christen sind, durchaus antisemitische Vorstellungen im Kopf. Und auch wenn Frauen da durchaus mehr Handlungsmöglichkeiten haben, als wie man sich das heute vorstellt (Frauen konnten in Städten Meisterinnen werden), sind sie doch eindeutig Männern untergeordnet.
Solche Elemente kann man natürlich unterschlagen und die Zeit damit idealisieren. Ich halte davon persönlich nichts, spreche aber die Spielervorher darauf an, dass ich in der Runde auch diese hässlichen Seiten darstellen werde.
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Wenn ich mir die Diskussion zum historischen Rollenspiel so betrachte, dann frage ich mich, ob ein Teil des Problems nicht vielleicht beim schlichten schnöden Marketing liegt. Der durchschnittliche Nichthistoriker wird sich nämlich, vermute ich, unter den diversen unterschiedlichen Jahrhunderten und Historiker-Schlagworten wie "Völkerwanderungszeit" oft genug gar nichts Konkretes vorstellen können -- der braucht schon seine eingängig bekannten Namen und Ereignisse als Bezugspunkte, damit sich zumindest überhaupt erst mal ein gewisses Anfangsinteresse einstellt...
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Daher ist mein Ansatz, wenn ich was Historisches leite, dass wir es bei den Details weniger eng sehen.
Absolut richtig. Man darf auf gar keinen Fall den Anspruch haben, wirklich alles korrekt einbetten zu können, dem Anspruch wird man nie gerecht. Irgendwo muss man eine Linie ziehen. Mir hilft es schon immer ungemein mir zu dem Thema ein entsprechendes Buch durchzulesen, ein oder zwei Filme anzuschauen oder ne Doku die ich eh schon gesehen habe, dann kriegt man finde ich für die entsprechende Zeit schon ein ganz gutes Gefühl. Nach der siebenteiligen Megadoku über den amerikanischen Sezessionskrieg die auf arte lief, fühl ich mich dahingehend auch schon ausreichend auf das Thema eingestimmt. Da weiß ich wahrscheinlich dann schon deutlich mehr als die aktivsten unserer Deadlandsspieler.
Der durchschnittliche Nichthistoriker wird sich nämlich, vermute ich, unter den diversen unterschiedlichen Jahrhunderten und Historiker-Schlagworten wie "Völkerwanderungszeit" oft genug gar nichts Konkretes vorstellen können
Ich sehe das Genre der Geschichtsrollenspiele auch eher bei den "interessierten Laien" also schon eher bei einer kleineren Gruppe von Rollenspielern.
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Zum einen sind die Vorausetzungen und vorab getätigten Festlegungen wie etwa soziale Beziehungen in unserer Welt unter echten Personen bekanntermaßen komplexer als in einer ausgedachten.
Geht ja grundsätzlich in beide Richtungen - also einerseits kann man das auch in fiktiven Welten komplex betreiben und andererseits auch in der "echten" (Spiel-)Welt sehr weit reduzieren.
Ich stelle bei den in meinen Augen gelungenen "unmagischen" Spielen jedenfalls fest, dass sich im Vergleich die Autoren "magischer" Settings und Regelwerke gerne sehr stark bei den fantastischen Elementen austoben. Wo das im Vergleich nicht geht, kann und muss man sich eben intensiver mit den mundanen Aspekten auseinandersetzen*. Da zeigt sich für mich immer wieder, dass das allemal genug Spieltiefe hergibt. Es muss ja auch bei Weitem nicht alles verregelt sein, nur weil die Kernfaktoren und Funktionsweisen erklärt werden. Vieles lässt sich dann auch "nur" auf der beschreibenden Ebene mit Leben füllen.
*Was die notwendige Recherche und spieltaugliche Aufbereitung angeht, würde ich sogar ein Stück weit mit gehen und das als Königsklasse bezeichnen. Andererseits wälzen auch die Autoren sonstiger Rollenspiele mal ein Fachbuch u.Ä. :think:
Von Regelsystemen habe ich auch nicht gesprochen, da gibt es sicherlich keinen Mehraufwand. Und natürlich kann man die "echte" Welt in ihrer Komplexität reduzieren, ein Beispiel wäre eben das erwähnte James Bond Franchise als Rollenspiel. Das Problem hierbei ist, im Vergleich mit der überwältigenden Wirklichkeit ist James Bond ziemlich langweilig (und ich sehe mir gerne immer wieder mal einen der Filme an). Man lässt sich bei so einer Reduktion eine Menge entgehen, fiktive Welten hingegen bleiben im Vergleich sogar bei auswuchernden Beschreibungen wie DSA oder Perry Rhodan letzten Endes überschaubar.
Darüber hinaus gibt es für mich zumindest wenig Diskussionswürdiges, wenn wir beide weitermachen, laufen wir Gefahr in Rechthaberei zu verfallen. Viele Geeks (und ich habe keine Probleme mit der Feststellung, dass ich auch einer bin) die ich in der Vergangenheit getroffen habe, haben ein Problem damit, dass unsere Fantasy-Nische als Genre qualitativ unter "echter" Literatur oder Kunst angesiedelt wird - ich nicht, ich sehe das genauso. Sich mit der echten Welt auseinanderzusetzen ist einfach schwerer, als eine Welt zu erfinden.
Aber ich will auch weiß Gott niemanden überzeugen, wirklich nicht. Ich sehe auch auf niemanden herab, der das anders sieht.
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Gibt es eigentlich irgenwo eine Aufstellung von Rollenspielen nach Genre?
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Gibt es eigentlich irgenwo eine Aufstellung von Rollenspielen nach Genre?
Erstbester Googletreffer: https://cardgamedatabase.fandom.com/wiki/List_of_role-playing_games_by_genre Erscheint mir allerdings etwas zu grob aufgelöst. Vielleicht gibt es eine Liste, die Sub-Genres berücksichtigt und Genre-Mixes mehr beachtet. :think:
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Erstbester Googletreffer: https://cardgamedatabase.fandom.com/wiki/List_of_role-playing_games_by_genre Erscheint mir allerdings etwas zu grob aufgelöst. Vielleicht gibt es eine Liste, die Sub-Genres berücksichtigt und Genre-Mixes mehr beachtet. :think:
Die Liste in nicht nur sehr grob, sondern teils auch noch falsch und ca. 10-15 Jahre veraltet.
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Die französischsprachige Website legrog.org (https://www.legrog.org/themes/) hat tatsächlich einen thematischen Index, da sind auch jede Menge Spiele eingetragen. Nicht vom Seitenauftritt täuschen lassen, die Website wird immer noch gepflegt.
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Ich hatte so etwas mal gesehen. Aber fürs erste
https://rpggeek.com/browse/rpggenre
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Ich hatte so etwas mal gesehen. Aber fürs erste
https://rpggeek.com/browse/rpggenre
Ok. Es gibt Geschichtsrollenspiele. Viele. Das muss ich erst mal durchschauen.
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Hallo zusammen,
ich habe noch ein mangelhaft bedientes RPG Genre. Rollenspiele zu Brettspielen.
Ich habe auch erst mit "Twilight Imperium - Pax Magnifica Bellum Gloriosum -The Roleplaying Game" efahren das es dieses Genre gab.
Heute sind mir mit Rollenspielen zu den klassischen Brettspielen "Pandemie" und "Junta" tatsächlich noch zwei Brettspiele eingefallen zu denen ich mir Rpllenspiele vorstellen könnte.
Gruß Jochen
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Bevor jetzt hier die snakes&ladders-Witze starten: die meistern Brettspiele sind ja kaum interessant genug, weil es kaum Hintergründe gibt. Die Beispiele die mir einfallen, sind fast alle irgendwas-Crawler. Pandemie hätte aber tatsächlich etwas.
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"Brettspiel-Hintergrund" als Genre find ich seltsam. Twilight Imperium ist recht klassische SF, dafür gibts RPG-Systeme. Junta (Lateinamerikanische Revolutionen, bzw ne Parodie davon) & Pandemie (naja, Pandemie eben) mögen Genres abbilden, die im RPG wenig behandelt werden, das macht sie aber auch nicht zu eigenen Genres.
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Hm. Monopoly: Das Rollenspiel? Jeder SC ist ein Immobilienhai und nur einer kann gewinnen? :think:
(Obwohl, als potentiellen Fiasko-Oneshot könnte ich mir das schon vorstellen... ~;D)
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Bevor jetzt hier die snakes&ladders-Witze starten: die meistern Brettspiele sind ja kaum interessant genug, weil es kaum Hintergründe gibt. Die Beispiele die mir einfallen, sind fast alle irgendwas-Crawler. Pandemie hätte aber tatsächlich etwas.
FFG hat für einige seiner Spiele (Twilight Imperium, Descent, Keyforge, Android) eine Rollenspielvariante für das Edge System rausgebracht...
Wizards hat ein Magic Setting für D&D5, In meinem Regal steht für das WARS Kartenspiel das OGL Rollenspiel.
Muss man Battletech / Mechwarrior nennen? Oder Infinity?
Ich finde, so selten sind die Umsetzungen von Brett- und Gesellschaftsspielen nicht.
Siedler, Mensch-Ärger-Dich-nicht oder sowas würde vielleicht schwerer fallen.
Aber na gut. Andere machen ja sogar einen Film zum Schiffe-versenken Spiel...
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Aber na gut. Andere machen ja sogar einen Film zum Schiffe-versenken Spiel...
Oder zu Minecraft...
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Ich hätte gern was zu Nordamerika vor Columbus oder wenigstens ohne Cowboys und Feuerwaffen. Meinetwegen auch Mittel- und Südamerika mit dazu. Allein schon Zinnminiaturen dafür zu bekommen ist mühsam. Warlords hat da mal was versucht, aber ich fürchte, das ist auf dem absteigenden Ast. Und die haben fast ausschließlich Männer. Die Amazonen von Freebooters Fate sind schon speziell und sind natürlich nur Frauen und passen nicht zu den anderen.
Irgendwie wundert mich das. Als ich noch Kind war, konnte man sich vor "Indianern" jeglicher Machart nicht retten. Jetzt sind sie verschwunden. Scheiß weißer Mann seine Kinder mit veränderten Kaufgewohnheiten. Aber schon irre, wie ein Genre so binnen anderthalb Generationen ganz aus der Spielkultur verschwinden kann.
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Eleazar: kennst du die hier?
https://www.cruciblecrush.com/store/range/14
Könnte genau das sein, was du suchst.
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Hat noch keiner Feuerwehr, Rettungsdienst etc. vorgeschlagen?
Da kenne ich nur den Cypher System Ableger First Responders.
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Gabs zumindest angeschnitten bei Shadowrun mit DocWagon als bespielbaren Hintergrund.
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Hat noch keiner Feuerwehr, Rettungsdienst etc. vorgeschlagen?
Da kenne ich nur den Cypher System Ableger First Responders.
Es ist kein komplettes eigenes Rollenspiel, aber der allererste Fate-Worlds-Band ("Worlds on Fire", erschienen 2013) enthält mit "Fight Fire" tatsächlich ca. 50 Seiten zum Thema "So spielt ihr (US-amerikanische) Feuerwehrleute im Clinch sowohl mit den Flammen als auch mit der Bürokratie mit Fate, potentiell sogar als eigene längere Kampagne", mit eigenen spezialisierten Fertigkeiten, kurzem Fachglossar, unterschiedlichen Spielarten von Feuer und allem. Trifft nicht so unbedingt den Schwerpunkt meines persönlichen Interesses, liest sich aber für mich als Laien trotzdem einigermaßen beeindruckend -- wohl auch, weil die Schreiber anscheinend tatsächlich reale Feuerwehrleute zumindest konsultiert haben.
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Hat noch keiner Feuerwehr, Rettungsdienst etc. vorgeschlagen?
Da kenne ich nur den Cypher System Ableger First Responders.
Es gibt ein Kampagnensetting für Amazing Tales dafür : "Rescue City"
https://preview.drivethrurpg.com/en/product/280361/rescue-city-an-amazing-tales-setting
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Hat noch keiner Feuerwehr, Rettungsdienst etc. vorgeschlagen?
Da kenne ich nur den Cypher System Ableger First Responders.
Fight Fire von Jason Morningstar im Worlds on Fire-Weltenband für Fate Core wäre auch noch erwähnenswert. Man spielt Feuerwehrleute. Ist easy eine der besten Fate-Spielwelten da draußen. Famoses kleines Spiel.
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Danke jiba und nobody. Fight Fire aus dem Fate Band ist wirklich sehr schön. Motiviert durch diesen Diskussionsfaden haben wir gestern Abend mal First Responders gespielt und dort ist, wie auch in Fight Fire, das Feuer quasi ein NSC und das funktionierte großartig. Das Feuer wirkte wirklich gefährlich, die Eskalationsmechanik, bei der die SL Eingriffsbereich [1] von immer weiter hochgesetzt wurde und dadurch das Feuer immer bessere Chancen hatte, sich auszubreiten, macht das ganze spannend.
Mein Fazit ist, man sollte vielleicht gerade diese wenig bedienten Genres mal mehr aufsuchen und spielen. Es fühlt sich einfach anders an.
[1] Der SL Eingriffsbereich ist der Würfelbereich, der quasi als zählt Patzer für diejenigen, die kein Cypher System Spiel kennen. Startet bei 1 im Spiel und eskalierte gestern bis 5 hoch.
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Irgendwie hatte ich eingangs den Eindruck, dass generische Systeme ausgeklammert sind. Da es in Fate mehr als genug Material gibt um sich zu jedem Genre und Setting selbst etwas zusammenzustellen und es zudem schon extrem viel fertiges Material gibt, wird der Thread sonst mehr oder weniger hinfällig.
Übrigens lustig, dass ausgerechnet gerade Fire Fight hier hoch kommt. Habe letzte Session einen Kampf mit offenem Feuer nach diesen Regeln begonnen.
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Irgendwie hatte ich eingangs den Eindruck, dass generische Systeme ausgeklammert sind. Da es in Fate mehr als genug Material gibt um sich zu jedem Genre und Setting selbst etwas zusammenzustellen und es zudem schon extrem viel fertiges Material gibt, wird der Thread sonst mehr oder weniger hinfällig.
Übrigens lustig, dass ausgerechnet gerade Fire Fight hier hoch kommt. Habe letzte Session einen Kampf mit offenem Feuer nach diesen Regeln begonnen.
In dem Fall paßte das bereits veröffentlichte Material halt tatsächlich wie Faust auf Auge. Natürlich kann ich als SL prinzipiell mit jedem System (nicht nur generischen) irgendwie auch "Feuerwehr" zusammenimprovisieren, und sei es nur, daß sich in irgendeiner D&D-Welt eine Gruppe von SC-Zauberern mit Feuerschutz- und -löschsprüchen zusammentut oder eine Cthulhu-Ermittlergruppe passende Hintergründe hat ("Feuerwehrmann" gibt's als Beruf da zumindest in der 7. Edition tatsächlich) und zwischen Mythosquerelen normale Einsätze fährt -- aber das ist eben noch nicht dasselbe wie "zu diesem System gibt's tatsächlich ein offizielles Produkt speziell zum Thema, so daß du gar nicht mehr groß selber basteln mußt".
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@ KWÜTEG GRÄÜWÖLF
Danke.
Ja, die kenne ich und die stehen auch fast alle in der Schlange auf meinem Maltisch. Aber erstens sich die Jungs vom Look irgendwie auch recht altbacken und zweitens sind es eben auch nur Jungs (bis auf ein paar Zivilisten). In unserer Gruppe besteht aber auch der Bedarf nach Figuren von indianischen Abenteurerinnen.
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Mythologische Rollenspiele.
Der Großteil der Fantasy-RPGs orientiert sich ja eher an Themen wie Beowulf, den Nibelungen, der Arthus-Saga oder der Edda (auch wenn diese selten direkt umgesetzt werden). Da fehlen mir die Rollenspiele die sich stattdessen an großen Epen wie den Drei Königreichen (China) oder der Mahabharata (Indien) Orientieren. Ja, es gibt ein paar (Qin oder Arrows of Indra) aber das sind so wenige das ich das unter "mangelhaft bedient" einordnen würde. Bei den alten Griechen (Troja / Odyssey) sieht es ein wenig besser aus aber auch dort gibt es viel Luft nach oben.
Dabei haben alle drei "Settings" eigentlich alle Standardzutaten die man für eine Fantasykampagne so braucht. Überlebensgroße tapfere Recken, Magie und (zumindest bei der Mahabharata und der Odyssey) auch Monster.
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Mythologische Rollenspiele.
Da fehlen mir die Rollenspiele die sich stattdessen an großen Epen wie den Drei Königreichen (China) oder ...
Chinesische Mythologie: "Journey to the West" gibt es zumindest als Rollenspiel:
https://d101games.com/product/monkey-the-roleplaying-game-hardcover-pdf/ (https://d101games.com/product/monkey-the-roleplaying-game-hardcover-pdf/)
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Solorollenspiele in denen man als Octopus versucht aus einem Aquarium zu entkommen.
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Solorollenspiele in denen man als Octopus versucht aus einem Aquarium zu entkommen.
"Findet Dorie"-Das Rollenspiel? ;)
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Solorollenspiele in denen man als Octopus versucht aus einem Aquarium zu entkommen.
Ich verwette meinen Hut, dass es irgendwo ein Indierollenspiel gibt, bei dem man als Tiere aus dem Zoo/der Tierhandlung / dem labor ausbrechen muss. Die Frage ist eher ob es NICHT FitD ist. Kann man sicher als Hack von Howitts "The Witch is dead" machen ;)
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Da fehlen mir die Rollenspiele die sich stattdessen an großen Epen wie den Drei Königreichen (China) oder der Mahabharata (Indien) Orientieren. Ja, es gibt ein paar (Qin oder Arrows of Indra) aber das sind so wenige das ich das unter "mangelhaft bedient" einordnen würde. Bei den alten Griechen (Troja / Odyssey) sieht es ein wenig besser aus aber auch dort gibt es viel Luft nach oben.
*hust, hust*… Exalted… *hust, hust*
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Nachtrag zum Thema "generische Systeme": Ich denke, man muß da auf der Suche nach Unterstützung für ein Genre X einfach grob unterscheiden zwischen "Klar kann mein Lieblingssystem das, da mußt du dich einfach nur entsprechend selbst reinhängen!" einer- und "Da gibt's für mein Lieblingssystem zufällig einen ganzen kompletten Ergänzungsband zum Thema X!" andererseits. Daß Ersteres nicht wirklich hilfreich ist, ist klar, aber Letzteres komplett auszuklammern, einfach nur, weil da die Grundregeln nicht mit garantiert echter Druckerschwärze noch mal im selben Buch abgedruckt sind, liefe seinerseits auch nur darauf hinaus, das Kind mit dem Bade auszuschütten.
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Nachtrag zum Thema "generische Systeme": Ich denke, man muß da auf der Suche nach Unterstützung für ein Genre X einfach grob unterscheiden zwischen "Klar kann mein Lieblingssystem das, da mußt du dich einfach nur entsprechend selbst reinhängen!" einer- und "Da gibt's für mein Lieblingssystem zufällig einen ganzen kompletten Ergänzungsband zum Thema X!" andererseits. Daß Ersteres nicht wirklich hilfreich ist, ist klar, aber Letzteres komplett auszuklammern, einfach nur, weil da die Grundregeln nicht mit garantiert echter Druckerschwärze noch mal im selben Buch abgedruckt sind, liefe seinerseits auch nur darauf hinaus, das Kind mit dem Bade auszuschütten.
:d Ok, einverstanden
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*hust, hust*… Exalted… *hust, hust*
Chinesische Mythologie: "Journey to the West" gibt es zumindest als Rollenspiel:
Wie ich schon sagte, ja es gibt ein paar aber das sind nicht besonders viele. Die Frage im Thread war ja nach gar nicht oder mangelhaft bedienten Genres. Jedesmal wenn jemand einen Vorschlag macht 1 oder 2 Beispiele zu posten ändert gar nichts an der Aussage das diese Genres mangelhaft bedient sind. Wenn jemand hingegen eine lange Liste von Pen&Paper RPGs hat die die drei Königreiche, die Odyssey oder die Mahabharata abdecken bzw in diese Richtung gehen dann lasse ich mich gerne eines besseren Belehren.
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Gibt es ein System, das das Römische Reich nimmt und das in die Gegenwart oder Sci-Fi mässig in die Zukunft versetzt?
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Für Sci-Fi gibt es Augusta Universalis (https://preview.drivethrurpg.com/en/product/308974/Augusta-Universalis-RPG-ENG).
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Weil ich gerade Tokyo Vice schaue, ist mir aufgefallen, dass ein Reporter/Journalisten-Rollenpiel gut klappen könnte (es wird im Team gearbeitet, es gibt Spezialgebiete für die einzelnen SCs, die Zeitung ist Auftraggeber und es kommen immer neue Fälle). Das Genre wird durch Film und Fernsehen gut bedient (Spotlight, Zodiac, The Post, ...).
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Weil ich gerade Tokyo Vice schaue, ist mir aufgefallen, dass ein Reporter/Journalisten-Rollenpiel gut klappen könnte (es wird im Team gearbeitet, es gibt Spezialgebiete für die einzelnen SCs, die Zeitung ist Auftraggeber und es kommen immer neue Fälle). Das Genre wird durch Film und Fernsehen gut bedient (Spotlight, Zodiac, The Post, ...).
Gibt‘s sogar eins aus Deutschland. (https://preview.drivethrurpg.com/de/product/372015/guerilla-journalists)
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Gibt‘s sogar eins aus Deutschland. (https://preview.drivethrurpg.com/de/product/372015/guerilla-journalists)
Sieht recht gut aus. Ich gehe davon aus, dass es noch dutzende weitere Rollenspiele zu dem Thema gibt. Das System ist glaube ich aber auch nicht so wichtig. Die Fälle/Stories/Szenarien müssten gut aufbereitet sein.
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Solorollenspiele in denen man als Octopus versucht aus einem Aquarium zu entkommen.
Ich glaube, um von "mangelhaft bedient" zu sprechen muss auch erstmal überhaupt ein wahrnehmbarer Bedarf bestehen, der groß genug ist, dass er überhaupt als solcher zu erkennen ist und dann auch noch ein entsprechendes System rechtfertigen würde...
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Ich glaube, um von "mangelhaft bedient" zu sprechen muss auch erstmal überhaupt ein wahrnehmbarer Bedarf bestehen, der groß genug ist, dass er überhaupt als solcher zu erkennen ist und dann auch noch ein entsprechendes System rechtfertigen würde...
Ist wohl was dran -- zumal es dann umgekehrt auch wieder genügend ausgesprochene Nischenrollenspiele gibt, für die man den "Bedarf" bei sich überhaupt erst entdeckt, wenn man sie im Ladenregal entdeckt oder sonstwie erfahren hat, daß sie existieren, und dadurch neugierig auf sie geworden ist. :)
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Weil ich gerade Tokyo Vice schaue, ist mir aufgefallen, dass ein Reporter/Journalisten-Rollenpiel gut klappen könnte (es wird im Team gearbeitet, es gibt Spezialgebiete für die einzelnen SCs, die Zeitung ist Auftraggeber und es kommen immer neue Fälle). Das Genre wird durch Film und Fernsehen gut bedient (Spotlight, Zodiac, The Post, ...).
Ich würde ja sagen, dass das im Endeffect auch nur eine Subgenere eines Detektiv Spiels ist.
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Ich würde ja sagen, dass das im Endeffect auch nur eine Subgenere eines Detektiv Spiels ist.
Ich würde sagen, es sind beides hauptsächlich Ermittlungsspiele, aber die Genres sind dann doch unterschiedlich. Ein Reporter auf der Jagd nach der nächsten Story ist eben gerade nicht bloß immer auf der Spur des jeweils aktuellsten Mörders -- okay, mit dem "realistischen" Privatdetektiv, der hauptsächlich untreuen Ehemännern nachspürt und anderen Kleinkram erledigt, mag er dann wieder mehr gemeinsam haben, aber an den denken vermutlich seinerseits die wenigsten von uns als ersten, wenn mal das Wort "Detektivspiel" fällt. ;)
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Es sollte wahrlich mehr Radkappenrollenspiele geben: https://www.trodox.de/Murks-TX-Endversion.pdf
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Es sollte wahrlich mehr Radkappenrollenspiele geben: https://www.trodox.de/Murks-TX-Endversion.pdf
Oh, wie Schade. Wären das keine Auto-Radkappen, sondern Fahrradfelgen wäre das genau was für mich. ;-)
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Oh, wie Schade. Wären das keine Auto-Radkappen, sondern Fahrradfelgen wäre das genau was für mich. ;-)
Du kannst ja ein Supplement schreiben. :)
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Gibt es eigentlich ein Solarpunk (https://de.wikipedia.org/wiki/Solarpunk)-Rollenspiel? Das würde mich reizen, aber ich kenne keins, und deshalb bin ich dabei, ein Solarpunk-Setting für mein (derzeit ebenfalls in Bau befindliches) Universalrollenspiel OURS (https://www.tanelorn.net/index.php/topic,128100.0.html) zu entwerfen.
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gab mal so einen Jam, da ist einiges rausgekommen, hab aber keine Ahnung, ob da was taugt.
https://itch.io/jam/solarpunk-jam
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Danke, das sieht erst mal interessant aus.
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Gibt es eigentlich ein Solarpunk (https://de.wikipedia.org/wiki/Solarpunk)-Rollenspiel? Das würde mich reizen, aber ich kenne keins, und deshalb bin ich dabei, ein Solarpunk-Setting für mein (derzeit ebenfalls in Bau befindliches) Universalrollenspiel OURS (https://www.tanelorn.net/index.php/topic,128100.0.html) zu entwerfen.
Wie gut ist eigentlich dein Italienisch ;) ?
Dura-Lande Regeln (https://www.ebay.de/itm/326083531164?itmmeta=01HVP8W75BXGBNDF0SZJ0MQN6Z&hash=item4bec17d19c:g:tt4AAOSwZJxmFUSN&itmprp=enc%3AAQAJAAAA4IEWwNRjRUdd9AUNs3FAlDCk9dPX%2FjRoG%2FOM54tbmGzVJ2iaO7tOYQXBHdXS9X%2Bv5toi5yBz7nfU62v129qNNcxPJliKmqlKQo%2BgJ3TNjpsAEkjE%2Bbdhu7fb1Jlq2eAkgzzVOUvwBpPgTT9zvFuZoRD8Vd93NhOQqdGzflWhDH352s8S8738PwG9JxaxTu6jo9phyJu%2FSm8egQe2Qk7LTY0R%2BaadnLdMdkhj%2FOh6gZoTDKqCnqBTrrRbQm4LIKtG6CRsrJPeFHxVN448hQsNOSFbzque5NxWNzHqp2udv%2B1r%7Ctkp%3ABFBM3PLwyN1j)
Dura-Lande Hintergrund (https://www.ebay.de/itm/404913224145?itmmeta=01HVP8W75BBAHQKSXK8P8A7FKH&hash=item5e46b579d1:g:XT4AAOSwCf1mFUSV&itmprp=enc%3AAQAJAAAA4OBvLhQK%2BE0iqGMoGO7xq3oabXPVE4KlgwOD6o48xCI%2BFRSo6Uas7owcT%2F8VnTBwLW4SuQNozYOVtcxS540KdLR1g%2FiB85LS4fvJ26k%2BbgsPkC6Myz7O8NbyffFqngMyOVnm5NZzmZH3cmKBX8uRIFLVFFz%2BxxYGyosrmObL1LZnN1WG8Mr6CxCuPstm2oepF2NyE2YkWp7CZ2xBiogc3EAJxnQ%2BGgSZIg8MVqkMnU73GIUQSxePP9KfI1cG6Igv3sVj3bRoMUqhoFxEWCSGnHoY%2BdGipKwFNEmqkqHBrM9n%7Ctkp%3ABFBM3PLwyN1j)
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Wie gut ist eigentlich dein Italienisch ;) ?
Nicht so doll, aber ein bisschen verstehe ich.
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Tja, dann wäre das vielleicht ja tatsächlich was für Dich. Ich kann es leider nicht, hab mir nur über andere romanische Sprachen zusammengereimt um was es da geht. Es ist wirklich Solarpunk.
PDFs (https://asteriscoedizioni.com/prodotto/pdf-bundle-dura-lande-ambientazione-regolamento-un-gioco-di-ruolo-ecopunk-2500-e/)
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Tja, dann wäre das vielleicht ja tatsächlich was für Dich. Ich kann es leider nicht, hab mir nur über andere romanische Sprachen zusammengereimt um was es da geht. Es ist wirklich Solarpunk.
PDFs (https://asteriscoedizioni.com/prodotto/pdf-bundle-dura-lande-ambientazione-regolamento-un-gioco-di-ruolo-ecopunk-2500-e/)
Ich habe jetzt mal das dort zur Welt Geschriebene durch ein Übersetzungsprogramm gejagt, und demnach spielt das 301 Jahre nach einem Konzernkrieg, in dem die gegenwärtige Zivilisation zusammengebrochen ist und nach einem "dunklen Zeitalter" der Wiederaufbau begann. Das gefällt mir nicht so recht, ich will etwas, wo die "grüne Wende" ohne Kollaps und dunkles Zeitalter gelingt - und zwar zu unseren Lebzeiten: ich will das noch erleben! Aber da ich die PDFs selbst nicht gelesen habe, kann ich mir kein abschließendes Urteil erlauben.
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Heute hab ich eine Kreuzung gesehen bei der ich dachte "Wow wie kreativ"
War ein Handyspielchen das dann so garnichts mit der Werbung zu tun hatte (ist deswegen auch gleich wieder gelöschelt worden). Aber der Punkt war schon etwas,... merkwürdig.
So Katze aus dem Sack: Nach dem neusten Dune Film dachte wohl jemand da etwas Splatter-Horror reinzumischen, in der Werbung waren das dann "Zombiesandwürmer" und durch die Wüste schlurfende Zombies, erwähnt wurden auch "uralten Flüche",...
Ich denke aus der Idee könnte man was machen ;)
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Ich habe jetzt mal das dort zur Welt Geschriebene durch ein Übersetzungsprogramm gejagt, und demnach spielt das 301 Jahre nach einem Konzernkrieg, in dem die gegenwärtige Zivilisation zusammengebrochen ist und nach einem "dunklen Zeitalter" der Wiederaufbau begann. Das gefällt mir nicht so recht, ich will etwas, wo die "grüne Wende" ohne Kollaps und dunkles Zeitalter gelingt - und zwar zu unseren Lebzeiten: ich will das noch erleben! Aber da ich die PDFs selbst nicht gelesen habe, kann ich mir kein abschließendes Urteil erlauben.
Das sind natürlich krasse Ausschlusskriterien.
Ansonsten, wenn Du doch mit einem Schuss Pessimismus leben könntest, das kommende Blue Planet (https://www.dicebreaker.com/games/blue-planet-recontact/news/blue-planet-recontact-rpg-kickstarter) ist ja eigentlich genau Dein Ding.
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Das sind natürlich krasse Ausschlusskriterien.
Findest du? Ich kann mich noch daran erinnern, als einem in den späten 80ern dystere postapokalyptische Szenarien als der coole heiße neue Scheiß verkauft wurden.
Dass das inzwischen quasi als Mainstream gesetzt gilt, ist schon bemerkenswert.
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Findest du? Ich kann mich noch daran erinnern, als einem in den späten 80ern dystere postapokalyptische Szenarien als der coole heiße neue Scheiß verkauft wurden.
Dass das inzwischen quasi als Mainstream gesetzt gilt, ist schon bemerkenswert.
Meinst Du damit, dass es zu jener Zeit mehr optimistische Zukunftsszenarien in Rollenspielen gab? Ich habe zu der Zeit noch keine Rollenspiele gespielt, könntest Du denn Beispiele nennen?
Die übertriebene Düsternis in heutigen Rollenspielen finde ich ja auch problematisch, das ist halt so ein Zeitgeistding - aber war es wirklich damals soviel besser...
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Heute hab ich eine Kreuzung gesehen bei der ich dachte "Wow wie kreativ"
War ein Handyspielchen das dann so garnichts mit der Werbung zu tun hatte (ist deswegen auch gleich wieder gelöschelt worden). Aber der Punkt war schon etwas,... merkwürdig.
So Katze aus dem Sack: Nach dem neusten Dune Film dachte wohl jemand da etwas Splatter-Horror reinzumischen, in der Werbung waren das dann "Zombiesandwürmer" und durch die Wüste schlurfende Zombies, erwähnt wurden auch "uralten Flüche",...
Ich denke aus der Idee könnte man was machen ;)
Für die Kombo "Untote und Würmer" hat(te?) D&D ja auf Greyhawk mit Kyuss gleich eine entsprechende Gottheit im Programm -- ich meine, irgendwann zu 3E-Zeiten wären mir da auch schon mal diesbezügliche untote, Zombies ausspuckende Riesenwürmer untergekommen, sooo weit wäre das also schon mal gar nicht mehr weg. ;)
Anscheinend gab's ähnliche Dinger auch in Deadlands: Hell on Earth, aber von denen weiß ich überhaupt nur dank einer Abenteuerbesprechung/eines Verrisses bei FATAL & Friends.
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Ich bin ja immer noch der Meinung, dass es ein Rollenspiel für James Camerons nie gedrehten (und von mir erfundenen) "Vikings meets Vampires!" Dark-Action Movie geben sollte.
Vikinger, die fürchten, nicht nach Valhalla zu kommen, weil sie entweder zu Vampiren werden oder eben nicht im Kampf sterben.
Und das im hohen Norden wo monatelang die Sonne nicht aufgeht.
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Ich bin ja immer noch der Meinung, dass es ein Rollenspiel für James Camerons nie gedrehten (und von mir erfundenen) "Vikings meets Vampires!" Dark-Action Movie geben sollte.
Vikinger, die fürchten, nicht nach Valhalla zu kommen, weil sie entweder zu Vampiren werden oder eben nicht im Kampf sterben.
Und das im hohen Norden wo monatelang die Sonne nicht aufgeht.
Uhhhh, das gefällt mir.
"Stähle dich, Einár, denn die lange Nacht beginnt, und damit die Zeit der Wiedergänger..."
Nicht schlecht.
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@Eiserne Maske: Das Setting, das ich plane (Arbeitstitel "Globaler Frühling"; der Roman, der dort spielt, soll aber "Kipppunkt" heißen), ist keine "Friede, Freude, Eierkuchen"-Welt. Es spielt vielmehr in der Zeit, in der der Umbruch im vollen Gange ist, und anfangs sieht es gar so aus, als würden Autokratie und Ausplünderung des Planeten triumphieren; aber dann kippt die ganze Geschichte, und es kommt zu einer Welle friedlicher demokratischer Revolutionen, die um den ganzen Erdball läuft. Die SCs im Globalen Frühling könnten beispielsweise Umweltaktivisten (z.B. Greenpeace), investigative Journalisten oder Whistleblower sein. Dank eines Kalten Krieges zwischen einer Allianz von Demokratien, die die Klimaproblematik angehen (wenn auch zum Teil nicht mutig genug), und einem Bündnis von Autokratien, die das Problem leugnen, gibt es genug Raum für Spionage, Diplomatie und verdeckte Operationen. Auch "klassische" Cyberpunk-Plots sind drin (die kann man ja mittlerweile auch schon in der Gegenwart ansiedeln, es ist ja eigentlich alles bereits da, was man dazu braucht). Also viele Möglichkeiten für Abenteuer!
Was Blue Planet betrifft, scheint mir das ein Szenario zu sein, wo die Menschen es auf einem Planeten B noch mal probieren, und im Begriff sind, auch den in die Pfeife zu reiten. Das ist ganz bestimmt nicht das, was ich haben will!
@unicum: Zombie-Sandwürmer, warum nicht ;)
@nobody@home: Dann hat sich die Band Kyuss also nach einer Figur aus einem Rollenspiel benannt? Wie cool ist das denn?
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Ich bin ja immer noch der Meinung, dass es ein Rollenspiel für James Camerons nie gedrehten (und von mir erfundenen) "Vikings meets Vampires!" Dark-Action Movie geben sollte.
Dürfen es auch Zombies sein? (https://www.youtube.com/watch?v=zBRquLkjmf4) 8]
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Dürfen es auch Zombies sein? (https://www.youtube.com/watch?v=zBRquLkjmf4) 8]
Äh, nee, naja...
Ich persönlich finde Zombies durch die endlose Kopie der Kopie, der Kopie der TV Seriennachahmung der Kinofilmadaption des Games Resident Evil etwas abgelutscht und fade.
Deswegen das unwillkürlich "nee".
Möglicherweise kann man so auch auf Vampire reagieren, Buffy-hust-"Ich-bin-BATMAN-äh-nee-Blade"-Sparkle-Sparkle-Sonnenlicht... aber zum Glück ging das alles an mir vorbei.
Ich hab nur mal ein "Draculas Schiff kommt in Midgard-Stadt an, verfolgt von wütenden Wikingern mit schwingen Äxten" Abenteuer geleitet und das war so grandios, dass ich das als Rollenspiel haben will.
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Ich hätte gerne ein dezidiert suburbanes psychedelisch-surreales Rollenspiel. Irgendwo nahe an David Lynch und Cronenberg. Gerne mit Mad-Men-Oberfläche.
Am liebsten ein klassisches Rollenspiel, aber Gewaltanwendung sollte eine suboptimale Konfliktlösungsstrategie sein.
Für Torg Eternity habe ich mir zwar einen eigenen Mini-Kosmos mit Karten dafür erstellt, aber das war dann auch recht viel Arbeit.
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Ich hätte gerne ein dezidiert suburbanes psychedelisch-surreales Rollenspiel. Irgendwo nahe an David Lynch und Cronenberg. Gerne mit Mad-Men-Oberfläche.
Yeah. Yeah. I can see that.
Aber lieber urban und sub-urban. Wie "Mad Men" halt.
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Äh, nee, naja...
Ich persönlich finde Zombies durch die endlose Kopie der Kopie, der Kopie der TV Seriennachahmung der Kinofilmadaption des Games Resident Evil etwas abgelutscht und fade.
Deswegen das unwillkürlich "nee".
Möglicherweise kann man so auch auf Vampire reagieren, Buffy-hust-"Ich-bin-BATMAN-äh-nee-Blade"-Sparkle-Sparkle-Sonnenlicht... aber zum Glück ging das alles an mir vorbei.
Ich hab nur mal ein "Draculas Schiff kommt in Midgard-Stadt an, verfolgt von wütenden Wikingern mit schwingen Äxten" Abenteuer geleitet und das war so grandios, dass ich das als Rollenspiel haben will.
Na ja, "ausgelutscht" sind dieser Tage viele Monster.
Ich gebe allerdings zu, daß angesichts von untoten Originalsagengestalten so etwas "Wikinger gegen Vampire" tatsächlich gar nicht mal so weit hergeholt wäre. Man müßte sich halt von ein paar Vampirklischees verabschieden, die eher der gehobenen Gesellschaft des 19. und frühen 20. Jahrhunderts entstammen und in der Wikingerhochzeit also noch gar nicht erfunden worden wären (weniger Dracula und mehr Draugr (https://de.wikipedia.org/wiki/Draugr))...aber das geht. :)
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Wie wäre es mit einem Rollenspiel basierend auf dem Computerspiel "Leisure Suit Larry" oder den "Porkies" bzw "American Pie"-Filmreihen?
Das Rollenspiel für notgeil Teens! ;)
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Gibt’s doch schon als Erweiterungsbuch für DSA.
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@Eiserne Maske: Das Setting, das ich plane (Arbeitstitel "Globaler Frühling"; der Roman, der dort spielt, soll aber "Kipppunkt" heißen), ist keine "Friede, Freude, Eierkuchen"-Welt. Es spielt vielmehr in der Zeit, in der der Umbruch im vollen Gange ist, und anfangs sieht es gar so aus, als würden Autokratie und Ausplünderung des Planeten triumphieren; aber dann kippt die ganze Geschichte, und es kommt zu einer Welle friedlicher demokratischer Revolutionen, die um den ganzen Erdball läuft. Die SCs im Globalen Frühling könnten beispielsweise Umweltaktivisten (z.B. Greenpeace), investigative Journalisten oder Whistleblower sein. Dank eines Kalten Krieges zwischen einer Allianz von Demokratien, die die Klimaproblematik angehen (wenn auch zum Teil nicht mutig genug), und einem Bündnis von Autokratien, die das Problem leugnen, gibt es genug Raum für Spionage, Diplomatie und verdeckte Operationen. Auch "klassische" Cyberpunk-Plots sind drin (die kann man ja mittlerweile auch schon in der Gegenwart ansiedeln, es ist ja eigentlich alles bereits da, was man dazu braucht). Also viele Möglichkeiten für Abenteuer!
Was Blue Planet betrifft, scheint mir das ein Szenario zu sein, wo die Menschen es auf einem Planeten B noch mal probieren, und im Begriff sind, auch den in die Pfeife zu reiten. Das ist ganz bestimmt nicht das, was ich haben will!
"Friede, Freude, Eierkuchen" war nicht meine Wortwahl. Und Blue Planet tust Du meiner Ansicht nach Unrecht, man kann den finsteren Teil mit der kaputten Erde weglassen, die Zukunft auf Poseidon hingegen ist keineswegs vorbestimmt, sondern von den Spielern abhängig. Ich zumindest habe es als ein Spiel mit überwiegend optimistischer Stimmung in Erinnerung, wenn es auch eine Welt mit zahlreichen Problemen beschreibt.
Naja, viel Erfolg mit deinem Spiel.
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"Friede, Freude, Eierkuchen" war nicht meine Wortwahl. Und Blue Planet tust Du meiner Ansicht nach Unrecht, man kann den finsteren Teil mit der kaputten Erde weglassen, die Zukunft auf Poseidon hingegen ist keineswegs vorbestimmt, sondern von den Spielern abhängig. Ich zumindest habe es als ein Spiel mit überwiegend optimistischer Stimmung in Erinnerung, wenn es auch eine Welt mit zahlreichen Problemen beschreibt.
Naja, viel Erfolg mit deinem Spiel.
OK, dann bitte ich für die Missverständnisse um Entschuldigung.
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Gibt es eigentlich ein System, das den 2. Weltkrieg ins Mystische, Horror und Fantasy zieht? Quasi die Na Zis hatten es effektiv geschafft, Supersoldaten, Magieanwender, mysteriöse und Horror Kreaturen und andere mystische Gerätschaften wie Flugscheiben usw. zu erzeugen und jetzt geht es für die Spieler als Mitglied der Alliierten darum, gegen solches anzukämpfen. Sei es im Angriff, als Stealthoperationen, Sabotageaktionen usw.
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Gibt es eigentlich ein System, das den 2. Weltkrieg ins Mystische, Horror und Fantasy zieht? Quasi die Na Zis hatten es effektiv geschafft, Supersoldaten, Magieanwender, mysteriöse und Horror Kreaturen und andere mystische Gerätschaften wie Flugscheiben usw. zu erzeugen und jetzt geht es für die Spieler als Mitglied der Alliierten darum, gegen solches anzukämpfen. Sei es im Angriff, als Stealthoperationen, Sabotageaktionen usw.
Ist das nicht die Richtung die "Achtung Cthulhu!" in der 2D6-Version eingeschlagen hat?
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Gibt es eigentlich ein System, das den 2. Weltkrieg ins Mystische, Horror und Fantasy zieht?
Godlike, Gear Krieg, Weird War II (Savage Worlds), GURPS Weird War II, Achtung! Cthulhu, DUST Adventures, Operation Whitebox (Optionalregeln/-settingmodifikation).
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Godlike, Gear Krieg, Weird War II (Savage Worlds), GURPS Weird War II, Achtung! Cthulhu, DUST Adventures, Operation Whitebox (Optionalregeln/-settingmodifikation).
Neben Achtung! Cthulhu gibt es auch noch World War Cthulhu / Darkest Hour für CoC.
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Eat the Reich
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Heute Tiny Tina's Wonderland (https://playwonderlands.2k.com/de-DE/) gespielt und mich dabei gefragt, ob es dieses abgedrehte Fantasyshooter-RPG-Spektakel eigentlich auch als richtiges RPG geben könnte und welches System käme da in Frage?
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Heute Tiny Tina's Wonderland (https://playwonderlands.2k.com/de-DE/) gespielt und mich dabei gefragt, ob es dieses abgedrehte Fantasyshooter-RPG-Spektakel eigentlich auch als richtiges RPG geben könnte und welches System käme da in Frage?
Es gibt direkt das offizielle Bunkers & Badasses (https://tinytinagames.com/)
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Sieht cool aus, nutzen die ein eigenes System?
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Sieht cool aus, nutzen die ein eigenes System?
Soweit ich weiß schon, ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass es ein Stück weit an 5e erinnert. Ich hatte heute eine Werbemail für einen kostenlosen Quickstart (https://tinytinagames.com/products/welcome-2-neogunz-city-a-bunkers-badasses-one-shot-pdf-version) für das Spiel. Den schaue ich mir mal an.
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Post-Apokalyptische RPGs gibt es viele, aber wie sieht es mit Pre-apokalyptische Spiele aus? So kurz vor einer Apokalypse und die Spieler müssen diese verhindern, diese erst recht verursachen >;D oder sonst was machen. Gefundene Systeme bis jetzt: Shadow of the Demon Lord und Shintiara.
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Also meiner Meinung nach ist es wie beim Fußball - nach der Apokalypse ist vor der Apokalypse >;D
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Da gab es einen schönen Dialog in einer späteren Staffel von Buffy (wahrscheinlich Staffel 5), wo sie diskutieren, wie viele Apokalypsen sie schon verhindert haben und was eigentlich der Plural von Apokalypse ist. >;D
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Post-Apokalyptische RPGs gibt es viele, aber wie sieht es mit Pre-apokalyptische Spiele aus? So kurz vor einer Apokalypse und die Spieler müssen diese verhindern, diese erst recht verursachen >;D oder sonst was machen. Gefundene Systeme bis jetzt: Shadow of the Demon Lord und Shintiara.
Fate of Cthulhu ist so ein bißchen beides: die (Mythos-)Apokalypse hat in der nahen Zukunft bereits stattgefunden, aber ein kleines Häuflein Freiwilliger wurde in unsere Gegenwart zurückgeschickt werden, um sie doch noch zu verhindern oder wenigstens abzumildern -- und da spielt man dann als eben diese Zeitreisenden und/oder gegenwärtige Verbündete derselben.
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Gibt es ein Terminator-Rollenspiel? Das wäre ja auch vor der Apokalypse, sofern man nicht nach Judgment Day spielt.
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Gibt es ein Terminator-Rollenspiel? Das wäre ja auch vor der Apokalypse, sofern man nicht nach Judgment Day spielt.
Gibt es tatsächlich. Von Nightfall Games. Gab es letztes Jahr einen Kickstarter zu, meine ich ... oder war es vor 2 Jahren? Jedenfalls erst vor kurzem.
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50 Fathoms ist Mid-Apocalypse ;)
Und Warhammer 40000 ist jederzeit sowohl Pre- als (Long-)Post-Apocalypse, je nachdem wo man stationiert ist.
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Ich habe dafür zwar schon ein eigenes Thema gestartet, aber es passt auch hier hin.
Mir ist nämlich aufgefallen, dass es so gut wie keine Settings gibt, die klassische EDO-Fantasy mit einer Welt verknüpfen, die moderner ist als das ausgehende 19. Jahrhundert und noch nicht in den Bereich der Science Fiction erreicht hat.
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Ich habe dafür zwar schon ein eigenes Thema gestartet, aber es passt auch hier hin.
Mir ist nämlich aufgefallen, dass es so gut wie keine Settings gibt, die klassische EDO-Fantasy mit einer Welt verknüpfen, die moderner ist als das ausgehende 19. Jahrhundert und noch nicht in den Bereich der Science Fiction erreicht hat.
Wäre ZEITGEIST, was die Industrialisierung einer EDO-Fantasywelt darstellt nicht dein Setting? Oder meint ausgehende 19te Jahrhundert 1890 mit EDO, weil das doch Castle Falkenstein wäre, oder?
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Wäre ZEITGEIST, was die Industrialisierung einer EDO-Fantasywelt darstellt nicht dein Setting? Oder meint ausgehende 19te Jahrhundert 1890 mit EDO, weil das doch Castle Falkenstein wäre, oder?
Nein, es sollte moderner sein, also, wie im anderen Thread schon geschrieben, mindestens 1920er, also nicht mehr Steampunk sondern Dieselpunk, Atompunk und moderner.
SteamFantasy (= Steampunk + Fantasy) gibt es, siehe Castle Falkenstein, Victoriana usw., aber DieselFantasy (= Dieselpunk + Fantasy) oder AtomFantasy (= AtomPunk + Fantasy) ist mir bisher nicht untergekommen. Dann gibt es zwar Contemporary Fantasy und Urban Fantasy, aber hier geht es dann doch meistens eher in die Richtung geheime Parallel-Gesellschaften (wie z.B. Harry Potter oder Lost Girl) und eher selten in die Richtung Gegenwart mit deutlich sichtbaren Fantasy-Elementen (wie z.B. Bright).
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Ich hätte viel Interesse an einem Französische Revolution Setting. Gerne fiktionalisiert in einer ebensolchen Nation.
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Ich hätte viel Interesse an einem Französische Revolution Setting. Gerne fiktionalisiert in einer ebensolchen Nation.
Würdest du da eine Revolutions-Kampagne spielen wollen (auf welcher Seite auch immer), oder eher "klassische" Abenteuervor diesem Hintergrund?
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Würdest du da eine Revolutions-Kampagne spielen wollen (auf welcher Seite auch immer), oder eher "klassische" Abenteuervor diesem Hintergrund?
Beides. Aber ich habe jetzt nicht an " wir machen selbständig Revolution im Setting" gedacht, denn das kann man ja prinzipiell überall machen, solange man einen tollen Spielleiter hat. (Obwohl die passenden In-Game-Tools für den Spielleiter ja trotzdem sehr toll und hilfreich wären.)
Es ging mir eher um ein dynamisches Stadt/Staat-Setting, wo sich unabhängig davon, was die Charaktere jetzt genau mache, weitreichende Veränderungen in einem eher kurzen Zeitraum abspielen, die viele Anknüpfungspunkte für noch nicht x-mal erlebte Abenteuer bieten.
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Für CoC gibt es ein Setting während der franz. Revolution:
https://www.chaosium.com/reign-of-terror-pdf/
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Wenig überraschend gibt es GURPS Quellenbücher dazu
GURPS Classic: Scarlet Pimpernel
Who is this Scarlet Pimpernel? Why does he risk life and honor in a land not his own? And who is brave enough to forsake the Prince Regent's glittering court to join the Pimpernel under the very shadow of Madame la Guillotine?
Scarlet Pimpernel is set in France during the darkest days of the Reign of Terror. Join the Pimpernel and his gallant crew as they outwit the Committee of Public Safety and its agent Chauvelin again and again. Aristocrats, clergy, shopgirls, even the Dauphin himself - no one is beyond the Pimpernel's aid.
GURPS Classic: Age of Napoleon
GURPS Age of Napoleon is a comprehensive guide to the life and times of Napoleon Bonaparte. It contains:
A history of the years leading up to Napoleon's rule, including events in Europe, Asia, and the American colonies.
Biographies for dozens of leading men – and women! – of the age, many with GURPS character writeups.
Chapters about life under Napoleon, both for the bourgeoisie and for the nobility, and about the culture of the age – music, art, and literature.
Suggestions for campaigns in the Age of Napoleon. Play officers in the French fleet, Wellington's foot soldiers, American blockade-runners, or secret agents for any of the empires.
Plus detailed maps of Europe, France, and Paris, during and after the French Revolution!
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Mir fällt da noch Stargate ein. Was gibt es hier vergleichbares?
Die Antwort der Alten ist wohl: Fringeworthy
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Für Stargate gibt es zwei offizielle Rollenspiele, eins auf D20-Basis und eins auf 5e-Basis. Und ich meine mich zu erinnern, dass dieses Konzept auch schon mal bei GURPS aufgetaucht ist.
Was ich hingegen noch nicht gesehen habe, sind Rollenspiele mit einem Island in the Sea of Time-Hintergrund mit einer Ausnahme: zur 1632-Reihe von Eric Flint (https://en.wikipedia.org/wiki/1632_series) gibt es ein Rollenspiel, welches aber nur den allerersten Band abdeckt.
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aber DieselFantasy (= Dieselpunk + Fantasy)
Dieseldrachen? ;)