Hallo zusammen,
ich lese gerade das Buch "So you want to be a dungeon master".
Dort ist es so, dass es Dungeon Züge gibt. Das wäre z.B. einen Raum auf Geheimtüren untersuchen, einer Inschrift entziffern oder einfach eine Unterhaltung der Charaktere untereinander.
Ein Dungeon Zug dauert im Spiel 10 Minuten. Auf einer Zeitleiste die in 10 Minutenschritten inkrementiert ist, trägt er nun zukünftige Ereignisse ein, z.B. 30min nach entzünden einer Fackel: "Fackel von Spieler 1 erlischt". Denkbar wäre das auch bei Spielen wie Milleniums End um Blutverlust zu tracken.
Shadowdark widerum sagt, die Fackel erlischt 30 Minuten nach entzünden - und zwar 30 Minuten in der Realen Welt.
Meine Frage wäre nun:
Trackt ihr die Ingame Zeit? Oder schätzt ihr sie ab?
Wie macht ihr das? In Echtzeit oder abgeschätzt? Oder in Handlungen wie oben beschrieben?
Wie kann man ingamezeit möglichst objektiv abschätzen? Oder besser: Verlässlich / Nachvollziehbar?
Ich freue mich auf eure Gedanken!
Wie kann man ingamezeit möglichst objektiv abschätzen? Oder besser: Verlässlich / Nachvollziehbar?
Meine Gegenfrage würde lauten, warum du das tun willst, d. h. welchen Mehrwert du dir davon für's Spiel versprichst bzw. welchen Mangel du in "subjektiven Schätzungen" siehst.Bzgl. warum:
Dungeon:Ja, so ist es in dem Buch auch...
Die Spielzüge sind das Maß, das mit beim Abschätzen der Zeit hilft.
Fackeln sind so billig, dass man sie nicht unbedingt exakt tracken muss.
Wichtig ist die Zeit im Dungeon aber für die Frequenz der Zufallsbegegnungen!
Ich bevorzuge ja relativ fein auflösende Systeme wie zB Pathfinder 1.Gut, also in etwa 1m/s, das würde langsamen Gehen entsprechen.
Da ergibt sich das Zeit-Tracking recht simpel aus den Regeln.
Bspw haben selbst die langsamsten Figuren eine Bewegungsweite von min 20 Fuß pro Bewegungsaktion. Es gibt auch Regeln dafür wie lange das Suchen nach Fallen und Geheimtüren etc dauert. Kampfrunde sind mit 6 Sekunden definiert. Hieraus ergibt sich also, wie viele Minuten man zur Erkundung eines Dungeons braucht.
Generell, was ich gerne noch näher Erläutert hätte:Für D&D-artigen Fantasy-Spiele hab ich mir eine "Papier-Uhr" gebastelt (ist unten angehängt): Eine Scheibe, die in 4 Stunden (eine "Wache") und dann in 10-Minuten "Phasen" unterteilt ist. Jede Stunde ist ein Bündel Fackeln verbraucht und alle 30 Minuten würfel ich für Zufallsbegegnungen (wenn das jeweilige Szenario nichts anderes vorgibt). Drunter vermerke ich die Tageszeit. Alles mit einem Würfel oder Spielstein als Marker. Am Ende des Spieleabends, schreib ich mir die Uhrzeit und die Nummer der Phase auf, in der wir den Abend beendet haben.
Wenn ihr die Ingame Zeit im Auge behaltet, wie macht ihr das?
Notizen, Zeitleiste, Züge zählen, Sanduhr?
Gut, also in etwa 1m/s, das würde langsamen Gehen entsprechen.
Kann man in der Geschwindigkeit auf Fallen achten? Geheimtüren bemerken?
Was ist, wenn man über bekanntes Terrain zurück rennt (weil man z.B. auf eine Übermacht gestolpert ist)?
Ja, so ist es in dem Buch auch...AD&D: 1 turn im Dungeon: 10 min.
Was ist bei dir ein Spielzug
Für D&D-artigen Fantasy-Spiele hab ich mir eine "Papier-Uhr" gebastelt (ist unten angehängt): Eine Scheibe, die in 4 Stunden (eine "Wache") und dann in 10-Minuten "Phasen" unterteilt ist. Jede Stunde ist ein Bündel Fackeln verbraucht und alle 30 Minuten würfel ich für Zufallsbegegnungen (wenn das jeweilige Szenario nichts anderes vorgibt). Drunter vermerke ich die Tageszeit. Alles mit einem Würfel oder Spielstein als Marker. Am Ende des Spieleabends, schreib ich mir die Uhrzeit und die Nummer der Phase auf, in der wir den Abend beendet haben.Schaut ziemlch professionell aus, hab etwas gebraucht bis ich sie verstanden habe. Also trackt ihr das schon ziemlich genau.
Bei dem oben beschriebenen Cyberpunk-Setting, mach ich mir Notizen zu Uhrzeit und Minuten auf nem Schmierzettel. Vielleicht bastel ich mir noch was schönes ... oder ne App wär toll, paßt auch besser zum Genre ;)
Ja, das gilt so aber für eher langsame Figuren, die schwere Rüstung tragen oder kurze Beine haben oder so. Z.B. ein Mensch in leichter Rüstung hat eineAh ok. Da würde mich dann interessieren: Ist das dann im Regelwerk so vermerkt oder habt ihr die Mathematik dazu selber gemacht?
Bewegungsweite von 30 Fuß, also 1,5m/s einfach, aber man muss sich ja meistens nach dem langsamsten Partymitglied ausrichten.
Man hat pro Runde eine Standard- und eine Bewegungsaktion. Man kann also zusätzlich zu dem 1m/s noch etwas anderes machen, zB aktiv nach versteckten Dingen suchen. IIRC kann man so aber nur 5' Umkreis um seine aktuelle Position genau absuchen. Würde man sich also ganz vorsichtig vortasten wollen und jedes Planquadrat mit einem Ten Foot Pole sondieren, würde das entsprechend wesentlich länger dauern (eben nur 15 Meter pro Minute).
Umgekehrt kann man sich auch doppelt bewegen, wenn man dafür auf andere Aktionen verzichtet, also mit ca 7km/h flott durchmarschieren. So kann man immer noch "passiv" Dinge wahrnehmen, wird also so normalerweise keine Fallen oder Geheimtüren entdecken.
Stiften gehen: Rennen entspricht dem 3- oder 4-fachen der normalen Bewegungsweite, je nach Belastung. Mit schwerer Rüstung kann man also normalerweise (ohne Einsatz von Magie oder speziellen Klassenfähigkeiten) nur ca 3m/s schnell rennen. Unbelastet das 4fache von 30 Fuß, also 6m/s, aber immer jeweils nur eine begrenzte Anzahl von Runden ehe man aus der Puste ist und nicht über "schwieriges Terrain".
(Wobei rennen eh nur begrenzt sinnvoll ist: hat einen die feindliche Übermacht noch nicht bemerkt, kann man auch normal gehen. Ist sie einem eh auf den Fersen, können die auch rennen. Monster etc sind meist an ihr heimisches Terrain angepasst und können sich dadurch schneller bewegen als Spielerrassen. Flucht ist also meistens eh nicht möglich, wenn man bereits aufgeflogen ist.)
AD&D: 1 turn im Dungeon: 10 min.Ah, danke, das ist dann wirklich 1:1 zu dem Buch das ich lese. Muss sagen dass ich dadurch schon Bock bekommen habe mal ARS zu leiten :d
Hexfeldkarte: 1 Tagesreise.
Man kann also je Bedarf zwischen 1 min, 10 min, 1 Tag etc wechseln.
Ah, danke, das ist dann wirklich 1:1 zu dem Buch das ich lese. Muss sagen dass ich dadurch schon Bock bekommen habe mal ARS zu leiten :d
Mitspielen ist ja kein Problem. Willst du eine Einladung auf den ADDKON-Server?Mit Nachwuchs Nr. 2 ist das momentan zeitlich nicht drin. Aber vielleicht irgendwann...
Welche Mathematik? Im Regelwerk stehen die Bewegungsweiten in Fuß; die Umrechnung in m/s habe ich von dir übernommen. ;) Möchtest du auf die Frage hinaus, ob den Autoren klar war, dass nach ihren eigenen Regeln so eine Dungeonebene in wenigen Minuten ausgeputzt werden kann? Das weiss ich freilich nicht.Na, das übernehmen der Bewegungsweiten von innerhalb auf außerhalb des Kampfes. Die länge der Bewegungswege etc..
(BTW bei uns hat es sich eingebürgert, das Plündern und Fleddern für den Rückweg aufzusparen, damit man die wertvolle Buff-Laufzeit bestmöglich ausnutzt.)
Forbidden lands und Mutant year zero trackt zeit noch intensiver, aber ohne auf den Nerv zu gehen, genauso wie Twilight 2000. Das sind so die Spiele wo Zeit tracking in sich selbst eine Spannende Mechanik bringt, weil Sie mit anderen Subsystemen des Spiels interagiert.
Ansonsten ist es viel Narrativ bei uns, wenn wir eben nicht mit solchen Frameworks agieren.
Mögen tu ich beides.