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Pen & Paper - Spielsysteme => DSA - Das schwarze Auge => DSA4 und früher => Thema gestartet von: wjassula am 12.07.2004 | 15:04

Titel: Wohin geht TDE?
Beitrag von: wjassula am 12.07.2004 | 15:04
Eigentlich gehört das hier in den News-Bereich, aber da ich gleich einen Thread darüber anfangen möchte, poste ich es hier.

Nachdem die grösste Fanseite zu TDE eingestellt wurde (siehe Linkliste) und trotz vieler Ankündigungen ausser der Basisbox und einem Abenteuer in den USA noch nichts für TDE erschienen ist, sieht es mehr als finster aus. Fanpro ist offensichtlich nicht in der Lage, neben der Betreuung des deutschen DSA noch einigermassen wirkungsvoll in den amerikansichen Markt zu gehen, sprich: wenigstens einmal das komplette Regelwerk zu übersetzen und in grösserem zeitlichen Abstand mal ein AB zu übersetzen. Auf alverann wird in dieser Kolumne denn auch harsche Kritik geübt :

http://www.alveran.org/index.php?pageID=230&ForumshowThread=1&ForumthreadID=821&ForumhideThreadIndex=1

Ist TDE am Ende? Wenn ja, was wurde falsch gemacht? War der ganze Plan von Anfang an zum Scheitern verurteilt, und was könnte man jetzt noch tun? Ist euch TDE überhaupt wichtig oder wart ihr schon immer dagegen?
 
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Ein am 12.07.2004 | 15:09
Zitat
Freie Kapazitäten hat man nicht: Die Hauptzuständigen, Thomas Römer und Florian Don-Schauen befinden sich bereits mit den Arbeiten an den deutschen Veröffentlichungen an der absoluten Auslastungsgrenze, was "T-Rex" erst unlängst auf der NordCon 2004 den zahlreich erschienen DSA-Fans eingestehen musste. Besagte Kapazitätsdefizite führen nun dazu, dass man bei FanPro knallhart kalkulieren muss, welchen Produkten man die höchste Priorität beimisst. TDE gehört, soviel scheint sicher, nicht dazu.

Was schon alles sagt. Hätte man DSA in den USA etablieren wollen, hätte man mehr man power ranschaffen müssen. So war es wohl von vorn herein zum Scheitern verurteilt.
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: wjassula am 12.07.2004 | 15:12
Traurig, aber wahrscheinlich leider war. Auf die Gefahr hin, jetzt alte Diskussionen wieder aufzuwärmen: Hätte es was genützt, auf den D20-Zug aufzuspringen, also ähnlich wie Engel neben den eigenen Regeln noch eine D20-Variante zu präsentieren? Vielleicht Aventurien als Kampagnenwelt "freizugeben", so dass auch andere Entwickler dafür hätten arbeiten können? So dem eigenen Material eine grössere Verbreitung ermöglichen und auch mit den beschränkten eigenen Kapazitäten am Markt drüben präsent sein?
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Ein am 12.07.2004 | 15:17
Ja, scheint für mich der einzige Weg zu sein und hätte, dank der massiven Übermacht von d20 auf dem amerikanischen Markt, sogar gut funktionieren können. Hätte eine neue Epoche fein ausgearbeiteter Hintergründe für d20 einläuten können. So ist es einfach im Rohr verreckt.

Ich denke ein halbwegs fähiger Übersetzer hätte es aber auch getan. Vielleicht hätte sich ja sogar ein Lizenznehmer in den USA finden lassen?
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Roland am 12.07.2004 | 15:48

Ist TDE am Ende? Wenn ja, was wurde falsch gemacht? War der ganze Plan von Anfang an zum Scheitern verurteilt, und was könnte man jetzt noch tun? Ist euch TDE überhaupt wichtig oder wart ihr schon immer dagegen?


TDE war schon am Ende, bevor es erschienen ist. FanPro tut seit Jahren nichts anderes, als einen immer kleiner werdenden Kreis von Stammkunden planlos mit DSA Nachschub zu versorgen.

Statt einen Fundus an Material zu erarbeiten, den man dann zu vorherbestimmten Zeitpunkten veröffentlichen kann - z.B. TDE Grundregelwerk und Weltbeschreibung plus ein Abenteuerband zu Convention Season im Sommer, dann ein paar Kleinigkeiten über die nächsten Monate verteilt, den nächsten größeren Schub vor Weihnachten - wird ohne Sinn veröffentlicht was gerade da ist, und das ist noch dazu erschreckend wenig.

Wenn FanPro die Kapazitäten nicht hat, dann hätte sie's gleich lassen, so wird ein eventueller Neuanfang nur erschwert.

Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Samael am 12.07.2004 | 17:55
Offenbar hat sich FANPRO mit TDE übernommen. Ich habe das kommen sehen.
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 12.07.2004 | 18:00
Hätte Powered By GUPRS etwas gebracht?
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Selganor [n/a] am 12.07.2004 | 18:06
Hätte Powered By GUPRS etwas gebracht?
Ja, Aventurien haette noch ein "nicht so tolles" System gehabt und Steve Jackson waere etwas reicher (da er sich die GURPS-Lizenz von Fanpro haette GUT zahlen lassen) ;) (scnr)
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 12.07.2004 | 18:29
Wobei dieses nicht so tolle System zum grossen Teil das erheblöich bessere Original darstellt.
Aber mit d20, bzw d20 nach SRD kann man meiner MEinung in Aventurien nicht landen, mit OGL vielleicht, aber dazu hätte man so etwas ähnliches wie Conan herausbringen müssen.
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Alrik aus Beilunk am 12.07.2004 | 19:57
Tja, bislang ist die Übersetzung der Geographica Aventurica nicht gestrichen.

Sicher sind die Stärken von DSA nicht die Regeln, auch wenn DSA4 deutlich besser ist als 2 & 3 und im Vergleich zu D&D ein ganz anderes look & feel hat.
Eine Stärke ist die Welt, und die Unmengen an Abenteuer die existieren.

Die hätte man auch ohne Regeln US Rollenspielern unterjubeln können, z.B. mit einer Geographica Aventurica auf dem Stand von 6 Hal und einem SL Band mit NSCs und Kampangeninfos bis 22 Hal.
Bei Erfolg hätten Regeln und Kampangenbände (z.B. zum Orksturm) nachgereicht werden können.

Eine Stärke war auch die Bekanntheit von "Realms of Arcania" die nicht genutzt wurde, da der Name The dark eye gewählt wurde.
 (Warum ? keine Ahnung, eventuell gehöhrt der Name Sir Tech oder Attic)

Sicher währe es auch sinnvoller gewesen erst die Box und ein Abenteuer zu übersetzen und dann erst große Ankündigungen zu machen- aber sowas ist selbst bei großen Firmen und Organisation ( z.B. deutscher Fußballbund bei der Trainerwahl  >;D ) nicht umbedingt immer selbstverständlich.
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: wjassula am 12.07.2004 | 22:04
Zitat
mit OGL vielleicht, aber dazu hätte man so etwas ähnliches wie Conan herausbringen müssen.

Das meinte ich natürlich auch. Vielleicht lern ich den Unterschied irgendwann nochmal  ;).
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Ein am 13.07.2004 | 08:10
Aber mit d20, bzw d20 nach SRD kann man meiner MEinung in Aventurien nicht landen, mit OGL vielleicht, aber dazu hätte man so etwas ähnliches wie Conan herausbringen müssen.

Wenn ich jetzt nicht ganz döoflich bin, ist d20 Wizards' freigegebenes System, während OGL (Open Gaming Licence) die Lizenz dahinter ist. Hätte man also DSA nach OGL freigegeben, dann wäre das System zu OGC (Open Game Content) geworden. Wäre also meines rechtlichen Wissens nach, für jeden anderen frei verfügbar gewesen. Wo soll da der Segen für DSA liegen?

Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Jestocost am 13.07.2004 | 09:36
Ich glaube, der Unterschied liegt woanders:

Wenn ich D20 raufschreiben will, kann ich keine Charaktererschaffung ins Buch aufnehmen und muss angeben, dass man das D&D Spielerhandbuch braucht.

Mache ich OGL kann ich tun, was ich will, darf aber nicht explizit D20 erwähnen... bzw. nicht das D20 Logo drauf tun...

Engel ist z.B. D20

Godlike und Conan bauen auf OGL und haben deshalb komplette Regeln (bzw. Adaptionsregel bei Godlike).

Man hätte DSA ohne Probleme als OGL rausbringen können. Dann hätte man auch einfach die DSA Skills, ein ähnliches Kampfsystem (nur dass man bei Attacke und Parade hoch statt niedrig würfeln muss :)) einbauen und ein Magiepunktsystem einführen können...

Und dann hätte man den Amis beweisen können, wie detailversessen die Deutschen sind... HeHe...

Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Ein am 13.07.2004 | 09:39
Danke für die Aufklärung Jestocost.

Nur mal provokativ in den Raum. Warum nicht DSA als d20? Gibt es sachliche Gründe dagegen? (Also solche, die über D&D ist für Powergamer hinausgehen)
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Jestocost am 13.07.2004 | 09:42
In Deutschland macht es ja wenig Sinn - da hat DSA seine Fangemeinde.

Regeltechnisch kann ich nichts sagen - da kenne ich mich bei DSA 4 nicht aus. Aber der DSA Charakterbogen von DSA, den ich auf dem letzten Con gesehen habe, sah halt auch so Excel-Sheet mäßig aus wie meine alten Rolemaster-Bögen...

Nicht das D20 Bögen so viel besser sind...
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Darnok am 13.07.2004 | 10:27
Mir könnte es ja eigentlich egal sein, solange DSA in Deutschland ncht eingeht.
Ich denke noch ist es nicht verloren. Aber die Zukunft sieht eher düster aus und ich habe auch nicht den Eindruck, dass das Herzblut von fanpro an diesem Projekt hängt.
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: wjassula am 13.07.2004 | 13:06
Ich finde, da spricht nix dagegen. Ist aber natürlich auch eine persönliche Vorliebe: Ich mag weder GURPS noch D20 soooo besonders gerne - beide sind mir zu umständlich. Aber wenn man sich schon ein Vorbild nehmen muss, dann stimme ich eher für D20, weil schneller und wenigstens vom Grundgedanken her moderner.

Speziell bei DSA sehe ich einfach den Riesenvorteil, dass man bei Aventurien OGL sofort massenweise zumindest interessierte Soieler hätte. Ein komplett neues System, das dazu noch nicht mal besonders neu oder innovativ ist, ist halt viel, viel schwieriger am Markt zu positionieren. Der Hauptgrund, warum das nicht gemacht wurde, ist wahrscheinlich falscher Stolz: Ihhh, neee, DeunDe, da rotiert ja Kiesow im Grab, die Amis sind ja an und für sich doof und wir erklären denen jetzt mal, wie Rollenspiel wirklich geht, da sind die bestimmt total dankbar für.

Ein Argument, dass hier im Forum früher schon mal fiel, war, dass man dann ja zusätzlich zur Übersetzung auch noch alles umarbeiten hätte müssen, aber ich seh da echt nicht so das Problem. Aus Geweihten werden dann eben Clerics, man führt noch eine Paraderegel ein (gibts ja bei einigen OGL-Produkten eh schon) und dreht am Magiesystem, was auch kein unlösbares Problem darstellt.

Und wenn andere Anbieter für "Realms of Aventuria OGL" produziere, um so besser. Allerdings müsste man dann damit leben, dass man nicht mehr so die Deutungshoheit über den Kampagnenhintergrund hat, und sich eventuell mal was anders entwickelt, als es in Erkrath geplant wird. Und am Ende kaufen dann deutsche Spieler lieber das Amimaterial ? Obwohl , nee, alles wo nicht Fanpro draufsteht ist ja nicht original und damit schiete  ;).
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: ragnar am 13.07.2004 | 17:42
Zitat
Und wenn andere Anbieter für "Realms of Aventuria OGL" produziere, um so besser. Allerdings müsste man dann damit leben, dass man nicht mehr so die Deutungshoheit über den Kampagnenhintergrund hat, und sich eventuell mal was anders entwickelt, als es in Erkrath geplant wird.
Müssten sie nicht: Es ist möglich Teile oder den Teil eines Buches(z.B. alle an Aventurien angepassten D20-Regeln) als OpenGameContent unter die OGL fallen zu lassen, während der Rest des Buches (z.B. die Weltbeschreibung) unter ProductID zu verbuchen ist und geschützt bleibt.

Wenn du ein Beispiel sehen willst schau dir mal bei Gelegenheit das neue "Conan RSP" an: Prinzipiell sind die d20-Regeln zu erkennen(sogar Kompatibel auch wenn die ChallengeRatings nicht mehr stimmen werden), aber vom Weltdefinierenden Inhalt(R.E.Howards Weltsbeschreibung) ist NICHTS freigegeben worden.

Das einzige Hindernis ist wohl, eine Schranke im Kopf der Verantwortlichen: "Jahrelang haben sich unsere Fans mit den D&Dlern Kämpfe geliefert! Die steigen uns auf's Dach wenn wir nun D20-kompatibel werden..."
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Roland am 13.07.2004 | 18:02
Danke für die Aufklärung Jestocost.

Nur mal provokativ in den Raum. Warum nicht DSA als d20? Gibt es sachliche Gründe dagegen? (Also solche, die über D&D ist für Powergamer hinausgehen)

Die DSA Verantwortlichen würden damit die "Regelgewalt" aus der Hand geben. Es gibt recht große Unterscheide, vor allem was Kampf und Charakterentwicklung angeht. Aber selbst, wenn FanPro das in Kauf nehmen würde, bedeutet ein Systemwechsel das jedes Buch nicht nur übersetzt, sondern auch völlig überarbeitet  werden muß. Das macht mehr Arbeit und kostet mehr Geld.

"Kleine" D20 Publikationen haben in der Regel auch nicht die Auflage, um einen solchen Aufwand zu rechtfertigen.
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Alrik aus Beilunk am 13.07.2004 | 21:02
Die Anpassung auf D20 währe extrem aufwendig.

Vor allem wenn es darum geht später auch andere Produkte zu übersetzen.
Nur die Basisbox an D20 Regeln anzupassen oder D20 kompatibele Regel für Magiepunkte, Spruchsteigerung und Liturgien zu schaffen ist einfach.
Aber diesen Anpassungsprozeß für jedes neu Produkt (NSC Werte, neue Zauber / Liturigen / Waffen, Artefakte / Klassen...) durchzuführen macht den Vorteil das "nur" übersetzt werden muß wieder zu nichte.
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Selganor [n/a] am 13.07.2004 | 21:23
Ich glaube, der Unterschied liegt woanders:

Wenn ich D20 raufschreiben will, kann ich keine Charaktererschaffung ins Buch aufnehmen und muss angeben, dass man das D&D Spielerhandbuch braucht.

Mache ich OGL kann ich tun, was ich will, darf aber nicht explizit D20 erwähnen... bzw. nicht das D20 Logo drauf tun...
Soweit ist es richtig.
Zitat
Engel ist z.B. D20
Nur in Amiland. Das deutsche Original ist OGL.
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 13.07.2004 | 23:10
Danke für die Aufklärung Jestocost.

Nur mal provokativ in den Raum. Warum nicht DSA als d20?
MMn funktiniert der hintergrund nicht mit D&D Regeln, spez mit Magie.

Ich finde, da spricht nix dagegen. Ist aber natürlich auch eine persönliche Vorliebe: Ich mag weder GURPS noch D20 soooo besonders gerne - beide sind mir zu umständlich.
Wenn das dir zu umständlich ist? Was ist dann DSA?
Uberkompliziert?
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Ein am 14.07.2004 | 07:46
MMn funktiniert der hintergrund nicht mit D&D Regeln, spez mit Magie.

Einfach gefragt: Warum?
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Samael am 14.07.2004 | 11:00
Tut er wirklich nicht. Aber eine d20 Version ließe sich ohne Probleme bauen.
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: wjassula am 14.07.2004 | 15:44
Zitat
Überkompliziert?

Ja, genau. Den Regelteil von DSA finde ich furchtbar. DSA4 ist zwar eine Modernisierung, aber für meinen Geschmack leider in die falsche Richtung. Statt das System einfacher zu machen (freie Fertigkeiten, schnelleres Kampfsystem, weg von den Spruchlisten hin zu Magiebereichen a la LIQUID oder Ars Magica) ein Kaufsystem - ungefähr das einzige, was NOCH umständlicher ist, als die alten Regeln. Ergo spiel ich auch Aventurien LIQUID, und überlege, noch minimaler zu werden (The Pool oder so).
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Alrik aus Beilunk am 14.07.2004 | 21:15
DSA4 ist zwar eine Modernisierung, aber für meinen Geschmack leider in die falsche Richtung. Statt das System einfacher zu machen (freie Fertigkeiten, schnelleres Kampfsystem, weg von den Spruchlisten hin zu Magiebereichen a la LIQUID oder Ars Magica) ein Kaufsystem -
;) Na Ja, diese Meinung wirst Du wohl auch über AD&D->D20 und Gurps->Gurps4(?)

Spruchlisten sind übrigens das typische DSA Regelelement, sowas schafft man nicht einfach ab ;)
Magie ist in DSA ein Handwerk, man lernt eine bestimmte Technik die einen bestimmten Effekt hat.
Diese Technik kann man im Lauf der Zeit immer besser lernen, so das ein Experte bestimmte Zauber besser kann als andere.
Freizauberei ist was für Halbgötter, Erzdämonen,alte Drachen und (schwule) Lichtelfen.
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Minne am 14.07.2004 | 21:21
frei zaubern heisst ja nicht zwingenderweise, dass es keine festen zauber oder so gibt, nur werden die nicht einzeln in werte gefasst.
So muss ein dieb sich auch nicht mit jedem dietrich für jedes schloss erst den umgang erlernen, man geht im rollenspiel einfach davon aus, dass er wenn er so und so gut ist den passenden dietrich dabei hat und damit umgehen kann.
ähnlich könnte es mit magie sein.
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: wjassula am 15.07.2004 | 10:37
So interessant die Diskussion auch ist, lasst uns bitte einen eigenen Thread darüber aufmachen "Magiesystem DSA - Hintergrund und Regeln" oder so. Hier geht's um TDE und die weitere Entwicklung. Und nu kommst Du.

Aber eine letzte Antwort noch in diesem Thread: D&D 3.x gefällt mir viel, viel besser als AD&D und mit der letzten GURPS-Ausgabe hab ich mich nicht beschäftigt.
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Ludovico am 15.07.2004 | 19:37
@Fredi und Elor
Hunde platz!  ;)
Nochmal zurück zum Thema:
Also ich versteh immer noch nicht, wieso man die Lizenz nicht einfach an einen amerikanischen Verlag verkauft, der das Ganze einfach 1:1 auf D20 umsetzt.
Kann mir das jemand erklären?
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Fredi der Elch am 15.07.2004 | 19:37
Sorry, aber auch du hast dich gerade aufgrund mangelnder Ehrlichkeit disqualifiziert.
Und wo sind jetzt die Beispiele? Kann es sein, dass Du behauptet hast, da wären zig und da sind keine?  ;D (krieg ich jetzt endlich mein Krokodil?)
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Ludovico am 15.07.2004 | 19:52
@Elor
Aber AEG läßt doch auch seine Produkte von lokalen Verlagen übersetzen und vermarkten.
Sorry, aber das Argument versteh ich nicht.
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Preacher am 15.07.2004 | 19:54
@Elor:
Deine ominösen Beispiele habe ich allerdings auch nicht gesehen, obwohl ich mir jetzt den ganzen Thread extra nochmal minutiös zu Gemüte geführt habe. Entweder
a) hast Du sie hervorragend versteckt
b) hast Du sie vergessen
c) (und ich bin sicher, daß diese Option dir am meisten zusagt, da dann der Fehler nicht bei dir läge) bin ich zu doof sie zu finden.

Würdest Du mir also bitte, so denn Option c) zutrifft die genannten Beispiele doch nochmal explizit wiederholen, damit auch ich armer Minderbemittelter sie erkennen kann?

Nur darauf zu verweisen, daß sie da wären, aber sich nicht die Mühe zu machen, sie zu wiederholen, ist nicht gerade guter Diskussionsstil, weißt Du?
Und wo ich dabei gerade bin: Leute, die dir widersprechen zu "disqualifizieren" (wobei ich nicht wüßte, wer dich dazu autorisiert hat) oder der Lüge zu bezichtigen ist ebensowenig guter Diskussionsstil.

Edit: Ach ja, von deinen ständigen Doppelposts mal abgesehen. Es gibt schließlich den "Editieren-Button, den man in solchen Fällen nutzen kann, wie ich hiermit auch eindrucksvoll an einem praktischen Beispiel demonstriere. ;)
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Selganor [n/a] am 15.07.2004 | 20:06
Weil es zunächst darum geht, vorhandenes Material umzusetzen. Da macht kaum ein Verlag mit. Viele Kosten für die Umsetzung, aber wenig Gewinn, denn sie verwenden das geistige Eigentum anderer. Die Gewinnmarge wäre minimal.

Dazu kommen vermutlich noch Aspekte der Kontrolle über das Endprodukt.
Deshalb gibt es also auch kein GURPS: VtM, GURPS: WtA, GURPS: MtA oder GURPS: Deadlands...
Oops. Gibt's doch... ;)

BTW: Ein Ars Magica aehnliches Magiesystem so "umzubauen" dass man damit DSA-Magie machen kann sollte ja wohl "trivial" sein...
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Ludovico am 15.07.2004 | 20:13
Ahja. Also alle diese Systeme wurden IM AUSLAND in einer ANDEREN SPRACHE veröffentlicht und dann von GURPS unter Lizenz lokalisiert, ja?

Darf ich darauf hinweisen, daß Games In mit so etwas sein Geld macht? Die übersetzen ja auch Earthdawn und 7th Sea und vertreiben das hier.
Genauso Feder & Schwert!
Oder hab ich da was mißverstanden?
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Alrik aus Beilunk am 15.07.2004 | 20:16
Mich wunderst das dir D&D gefällt obwohl typische Regelelemente wie die x verschiedenen Würfel  & Spruchlisten beibehalten worden sind ;)
Manche heilige Regelkühe kann man (leider ?) nicht schlachten.

Also, wie gesagt, nur die Regeln der Basisbox an ein anderes System anzupassen und zu übersetzen mag vieleicht kurzfristig "besser" sein (was ich nicht glaube) aber langfristig müsstebei jeder anderen Publikation die übersetzt wird die Anpassung auch erfolgen, was mehr Arbeit erfordert.

Als Ausblick auf TDE:
Immer noch ist die englische Ausgabe der Geographica "in Vorbereitung".
Gleichzeitig hat FanPro angekündigt die ersten 15 DSA Abenteuer (zusammen mit den ersten DSA Boxen) auf einer CD zum Jubiläum rauszubringen.
Sicher werden einige Fans Projekte starten um diese 15 ABs  an die DSA4 Regeln anpassen, womit genügend "offizielles" Material theoretisch zur Verfügung stehen würde. (Siehe Borboradprojekt (http://www.borbarad-projekt.de/borbarad/index.php)).
Leider fehlt mit der TDE Seite auch die passende Anlaufstelle um Fans für die Übersetzung zu finden (wobei die alten DSA Abenteuer auf italienisch und französisch schon vorliegen, halt nur mit DSA1 Werten).
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Selganor [n/a] am 15.07.2004 | 20:18
Ahja. Also alle diese Systeme wurden IM AUSLAND in einer ANDEREN SPRACHE veröffentlicht und dann von GURPS unter Lizenz lokalisiert, ja?
Koennen wir die Diskussionen warum TDE im Ausland nicht erfolgreich ist in den dazugehoerigen Thread (http://tanelorn.net/index.php/topic,12697.0) verlegen und diesen Thread fuer die "Magieumsetzung" offenhalten?

Zitat
Kaum. Denn wenn du es so umbaust, dass es DSA entspricht, dann hat es wenig  bis nichts mehr mit der Freiheit, die Ars Magica bietet zu tun.
Naja... das Ars Magica System (mit Asp als Vis und/oder Fatigue) waere ideal fuer die "Freizauberer" von DSA.
Ausserdem... Wo bitte schon war denn in der Vorgabe die Rede davon dass "die Freiheit die Ars Magica bietet" auch in der Umsetzung noch erhalten bleibt? (Zumindest wenn man vorhat DSA "getreu" zu bleiben)
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Ludovico am 15.07.2004 | 20:26
@Elor
Und was ist mit 7th Sea und Games In?
Und bei einer Umsetzung von DSA auf D20 für den amerikanischen Markt, so bringt man das Spiel auf einen Markt, wo auch eine Nachfrage danach besteht.
Klassische Fantasy ist immer gefragt.
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Roland am 15.07.2004 | 20:27

Darf ich darauf hinweisen, daß Games In mit so etwas sein Geld macht? Die übersetzen ja auch Earthdawn und 7th Sea und vertreiben das hier.
Genauso Feder & Schwert!
Oder hab ich da was mißverstanden?


Ja hast Du. Den Teil mit dem Geld machen. Oder glaubst Du tatsächlich, das bei Games In pro Linie nur 1-2 Produkte pro Jahr erschienen würden, wenn man damit Geld verdienen könnte?
Werwolf, Magus, Hunter usw. sind bei Feder und Schwert auch nicht wirklich groß 'rausgekommen.

Eine D20 Umsetzung könnte man angehen und wohl auch erfolgreich durchführen, aber ob damit ohne monatelange Arbeit, die Ansprüche der DSA Redaktion (in der die "Fans" ein gewichtiges Wort mitzureden haben) befriedigt werden können, ist fraglich. 

Die Neugestaltung der Regeln zur 4. DSA Auflage hat nicht ohne Grund 3-4 Jahre gedauert.

Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Ludovico am 15.07.2004 | 20:31
Ach, die DSA-Redax wäre doch schon glücklich, wenn Fanpro glücklich mit den Verkaufszahlen ist.
Die wollen Kohle machen und nichts anderes.

Und wenn nur eine Zusammenfassung in Buchform von S&H, der Magierbox und den Geweihten rauskommt und dann noch ein oder zwei Abenteuer, so könnte das sicher seine Lücke finden. Um das Marketing müßte sich der ausländische Verlag kümmern.

Und ich möchte zudem noch bemerken, daß ich nicht so ganz unbedarft bin,was Geldmachen angeht.

Dieses Vorgehen hätte diverse Vorteile:
-Das gesamte Risiko liegt bei dem amerikanischen Verlag.
-Man kann sehen, ob das Setting in den USA Anklang findet und so langfristig eine eigene Linie dort planen.
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Ludovico am 15.07.2004 | 20:35
@Elor
Das Erstaunliche ist aber, daß es Dutzende von Verlagen gibt, die eben auf dieser Schiene fahren und sich davon nicht nur ein Butterbrot schmieren können.
Außerdem geht es ja auch nicht darum, daß Fanpro davon leben soll, sondern einfach darum, daß sie noch etwas zusätzlich Kohle machen können.
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Preacher am 15.07.2004 | 20:37
Ich habe schon mehrfach auf das System der Spruchveränderung hingewiesen.
Das ist eins. Du sprachst von - ich zitiere:
Ich habe zig konkrete Beispiele genannt.
Zumal die Zauberwerkstatt (ich gehe mal davon aus, daß Du das mit "Spruchveränderung meinst) nicht das gelbe vom Ei ist, wie von Selganor bereits gesagt wurde. Zumal ich nicht sehe, wo diese für die untrennbare Verbindung von Mgaie-Regeln und Setting verantwortlich sein soll. Es wäre sehr nett, wenn Du das mal erläutern könntest, um mich und andere Unwissende zu erleuchten.
Und mehr Beispiele, geschweige denn "zig" habe ich nicht finden können.

Leute zu schikanieren ist auch nicht gerade guter Diskussionsstil, genauso wie das Thema mitten im Thread enzuschränken, nur damit man jemanden persönlich angreifen kann.
Wer schikaniert dich denn bitte? Und wer schränkt das Thema mitten im Thread ein? Die Magie-Diskussion wurde aus dem anderen "Wohin geht TDE"-Thread herausgetrennt, um die Diskussion dort nicht zu sehr ausufern zu lassen und die Magie-Umsetzung durchaus ein eigenes Thema wert ist.
Aber das ist natürlich nur vorgeschoben. In Wahrheit wurde das gemacht, um dich persönlich angreifen zu können. ::)

Edit:
Btw @Mods:
Könnte man die Geschäfts-/BWL-Diskussion vielleicht hier herauslösen und in den "Wohin geht TDE"-Tread packen? Das wird zu sehr OT hier.  ~;D  []-

Im übrigen wüsste ich nicht, seit wann ich deine oder irgendjemandes anderen Authorisierung benötigen würde, um festzustellen, dass jemand sich auf einen Standard herabbegibt, auf dem ich nicht mehr zu diskutieren gewillt bin.
Nun meine sowieso nicht. Und wenn Du eine Diskussion nicht fortführen willst, bleibt dir das unbenommen. Aber jemanden zu "disqualifizieren" bedeutet, daß Du ihm verbietest, weiterhin an einer Diskussion teilzunehmen. Und dazu bist Du sicher ebensowenig berechtigt wie ich.
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Ludovico am 15.07.2004 | 20:46
Edit: Text gelöscht, nachdem ich Selganors Ankündigung gelesen habe.

Also nochmal:
Wieso übernimmt man nicht einfach die D20-Regeln 1:1?
Das DSA-Magiesystem würde dann vielleicht ein anderes Gefühl bekommen, aber das ist ja auch nicht für den deutschen Markt.
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Preacher am 15.07.2004 | 20:46
Und ehrlich gesagt bin ich etwas überrascht, dass du meinen Kommentar bezüglich der Einschränkung des Threads auf die Threadauskoppelung beziehst. Denn an sich habe ich schon mehrfach darauf hingewiesen, dass ich die Vernachlässigung der anderen im Eröffnungsbeitrag genannten Optionen meine.
Oh - wieder etwas, worauf Du mehrfach hingewiesen hast, was mir nicht aufgefallen ist? Da zeichnet sich doch ein Muster ab, was?

Aber vermutlich bin ich paranoid und du hast nicht wirklich meine diesbezüglichen Kommentare ignoriert....
Ignoriert nicht - schlichtweg nicht gesehen. Aber ich eile und sehe nach.
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Ludovico am 15.07.2004 | 20:51
Wieso macht man es nicht einfach so, daß man die Lizenz zur Herausgabe von DSA an einen amerikanischen Verlag in den USA verkauft?
Der übersetzt das Ding ruckzuck in D20 und verkauft es dann selbstständig.

Das sähe dann so aus:
Fanpro vergibt die Lizenz an einen amerikanischen Verlag.
Dieser zahlt die Lizenzgebühren, die sich auch daraus ergeben, wie hoch er die Chancen für den Erfolg des Produktes ansieht und wie mächtig dieser Verlag ist.
Dann übersetzt er das Material (wobei er wohl S&H und die Magiebox zusammenfassen würde zu einem Buch) und vertreibt es auf eigenes Risiko.

Der Vorteil für Fanpro: Sie können sehen, ob es einen Markt für DSA in den USA gibt und können so eventuell selber noch eine eigene Linie dort planen und sie machen nebenbei noch risikolos etwas Geld.
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Ludovico am 15.07.2004 | 20:57
Ich kenne das Engel-System nicht.
Aber ich weiß zumindest, daß D20 recht wandelbar ist. Ich denke hierbei nur mal an Babylon 5 (hab ich auch schon oft erwähnt). Also hätte man solche Arcana sicher auch irgendwie reinwurschteln können.

Allerdings unterscheidet sich das DSA-Magiesystem doch darin vom D20-Magiesystem:
Man hat ASP für Zauber. Bei D20 muß man sie erstmal lernen.
Man benötigt meist keine Spruchmaterialien.

Also so wild kann das nicht sein, wenn man das ändern will.
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Preacher am 15.07.2004 | 20:58
@Elor:
So. Ich hab nachgesehen, und hier die Früchte meiner Arbeit:
Nun, es ging allgemein um die Umsetzung mit anderen Systemen - von Selganor wurde auch ein Beispiel für eine Umsetzung mit HERO gegeben. Du hast einmal AM erwähnt, aber keine konkreteren Vorschläge genannt, sondern dich im weiteren darauf beschränkt, gegen eine Umsetzung mit D20 zu wettern (was du im Übrigen von mir aus tun kannst, solange die Tannen grün sind, D20 ist mir komplett egal).
Dafür hast Du folgende Aussage getroffen:
Zitat
DSA ein weltspezifisches System, bei dem System und Welt aneinander gewachsen sind
Und dazu warte ich immer noch auf die vielen Belege (Spruchveränderung ausgenommen, die hast Du mir ja dargelegt).

Gut, die anderen Optionen sind ein wenig zu kurz gekommen - warum auch immer. Aber das Thema wurde an keiner Stelle bewußt beschränkt um dich zu schikanieren, wie Du es darstellst.
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Selganor [n/a] am 15.07.2004 | 20:58
Die Frage ist: Warum überhaupt Ars Magica, wenn du einen so charakteristischen Aspekt hinterher wieder rausschmeisst?
Ich habe nicht nach Ars Magica "geschrien".
Mir haette die d20-Umsetzung gelangt ;)
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Roland am 15.07.2004 | 20:59
Ach, die DSA-Redax wäre doch schon glücklich, wenn Fanpro glücklich mit den Verkaufszahlen ist.
Die wollen Kohle machen und nichts anderes.

Da kennst Du FanPro schlecht.

Und wenn nur eine Zusammenfassung in Buchform von S&H, der Magierbox und den Geweihten rauskommt und dann noch ein oder zwei Abenteuer, so könnte das sicher seine Lücke finden. Um das Marketing müßte sich der ausländische Verlag kümmern.

Dieses Vorgehen hätte diverse Vorteile:
-Das gesamte Risiko liegt bei dem amerikanischen Verlag.
-Man kann sehen, ob das Setting in den USA Anklang findet und so langfristig eine eigene Linie dort planen.

Du schlägst also vor bei halbwegs professionellen US Verlagen hausieren zu gehen mit dem Konzept:

-Wir (FanPro) haben ein tolles Spiel, sind in Deutschland Marktführer.

-Ihr (US Verlag) dürft einige Bücher übersetzten und eventuell zu D20 konvertieren wenn ihr uns Lizenzgebühren zahlt.

-Die überarbeiteten D20 Regeln werden gemäß OGL mehr oder weniger Public Domain.

-Die Rechte für den Hintergrund bleiben bei uns.

Zusammengefaßt: Ihr (US Verlag) investiert erstmal ordentlich Kohle in ein neues D20 RSP, obwohl es schon dutzende (hunderte?) Andere auf dem Markt gibt und ihr auch einfach ein eigenes Spiel 'rausbringen könntet. Wir (FanPro) kriegen dafür Geld und gratis dazu ein D20 Aventurien.


Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Ludovico am 15.07.2004 | 21:03
Zitat
Zusammengefaßt: Ihr (US Verlag) investiert erstmal ordentlich Kohle in ein neues D20 RSP, obwohl es schon dutzende (hunderte?) Andere auf dem Markt gibt und ihr auch einfach ein eigenes Spiel 'rausbringen könntet. Wir (FanPro) kriegen dafür Geld und gratis dazu ein D20 Aventurien.

Was für häßliche Übertreibungen!  ::)
Sagen wir eher so: Der US Verlag veröffentlicht gerade mal ein oder zwei Bücher (Artwork gibt es in den DSA-Boxen genug und auf D20 umzustellen ist eine Sache von einem Nachmittag, wenn man sich auf die wichtigen Boxen konzentriert (S&H und die Magiebox).). Auf den Preis packt er die Lizenzgebühren, die bewußt niedrig gehalten wurden. Man will ja erstmal den Markt antesten. Der US Verlag investiert also relativ wenig, zumal er nicht mal die Kosten für Entwicklung eines eigenen Settings zahlen muß, die nicht gerade gering sind und vor allem dauert so etwas lange.

Werben könnte man tatsächlich damit, daß es sich um ein deutsches RPG handelt. Deutschland steht noch immer für Qualität.
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Roland am 15.07.2004 | 21:08
@Elor
Das Erstaunliche ist aber, daß es Dutzende von Verlagen gibt, die eben auf dieser Schiene fahren und sich davon nicht nur ein Butterbrot schmieren können.

Wenn Du mir 2 Dutzend nennst, bin ich zufrieden. Die meisten US RSP-Verlage sind, wie auch die Deutschen, allerhöchstens halbprofessionelle Unternehmen, sie sich freuen, wenn sie ein paar Dollar verdienen.


Zitat
Zusammengefaßt: Ihr (US Verlag) investiert erstmal ordentlich Kohle in ein neues D20 RSP, obwohl es schon dutzende (hunderte?) Andere auf dem Markt gibt und ihr auch einfach ein eigenes Spiel 'rausbringen könntet. Wir (FanPro) kriegen dafür Geld und gratis dazu ein D20 Aventurien.

Was für häßliche Übertreibungen!


Wo bitte habe ich übertrieben? Die Verlage, die die ca. 30.000 US Dollar für so ein Projekt haben, sind kein Deppen.
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Ludovico am 15.07.2004 | 21:10
@Elor
Zitat
Selbstverständlich kannst du dir für alles mögliche irgendwelche Regeln aus den Finger saugen. Aber das Endresultat wird nie einem System entsprechen, dass gewachsen ist.

Im Falle von DSA würde ich eher "verwachsen" sagen. DSA macht meiner Meinung nach die Entwicklung durch, die das deutsche Steuerrecht schon gemacht hat.

@Roland
Okay, ertappt!
Ich habe mich eines Mittels bedient, welches Du auch recht gerne nutzt:
Die Übertreibung.

Aber was spricht denn dagegen einen Verlag wie Mongoose so ein Angebot zu unterbreiten (wobei Mongoose ein nicht sonderlich gutes Beispiel ist, da die mit ihrer Marktmacht einen locker über den Tisch ziehen können)?
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Ludovico am 15.07.2004 | 21:18
Und womit kriegt der US-Verlag sein Geld wieder raus?

Mit dem Verkauf der Bücher!
Die Kosten für die Übersetzung und die Umsetzung auf D20 dürften immer noch wesentlich geringer sein als die Entwicklungskosten für ein ganzes Setting inkl. der Anpassungen an Magiesystem etc.

Zitat
Im ROLLENSPIELBEREICH?

Wieviele deutsche Rollenspiele sind schon in den USA erschienen? Engel und....

Ja, im Rollenspielbereich. Qualität kann nämlich hier bedeuten, daß das Setting sehr dicht und gut beschrieben ist.
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Roland am 15.07.2004 | 21:21
Aber was spricht denn dagegen einen Verlag wie Mongoose so ein Angebot zu unterbreiten (wobei Mongoose ein nicht sonderlich gutes Beispiel ist, da die mit ihrer Marktmacht einen locker über den Tisch ziehen können)?

Bis auf die Konvertierungsabneigung, die ich den DSAlern unterstelle nichts.

Aber FanPro hat schon händeringend einen Vertrieb für BT und SR, sowie einen Lizenznehmer für DSA gesucht und nur einen Gurkenverein wie Fast Forward gefunden. Und das hat sie nicht gerade wenig Geld gekostet. 
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Selganor [n/a] am 15.07.2004 | 21:22
(Artwork gibt es in den DSA-Boxen genug und auf D20 umzustellen ist eine Sache von einem Nachmittag, wenn man sich auf die wichtigen Boxen konzentriert (S&H und die Magiebox).)
DEAL!
Ich bringe d20-Zeug mit, jemand anderes eine DSA Basisbox und an einem halben Tag machen wir "DSA d20" auf dem GroFaFo-Treffen ;)

DIESE Aussage habe ich untermauert mit den Veränderungen bezüglich 'böser' Magie im Vorfeld der Borbaradianer-Kampagne... sie DSA3 Magiebox, erweiterte Regeln zu Beschwörungen, Dämonen, Blutmagie etc...
OK... das ist jetzt EINE Aussage, bei der FanPro schon vor der Veroefftlichung eines Abenteuers (oder einer Abenteuerreihe) Zusatzregeln gebracht hat mit denen das Abenteuer "besser spielbar" ist.
Ob das wirklich schon ein "organisches Wachstum" ist... ???
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Ludovico am 15.07.2004 | 21:23
Bis auf die Konvertierungabneigung, die ich den DSAlern unsterstelle nichts.

Na ja, die DSAler haben dabei ja nichts zu sagen. Das wäre dann ja für den amerikanischen Markt.

Zitat
Aber FanPro hat schon händeringend einen Vertrieb für BT und SR, sowie einen Lizenznehmer für DSA gesucht und nur einen Gurkenverein wie Fast Forward gefunden. Und das hat sie nicht gerade wenig Geld gekostet. 

Es hätte sie wohl noch mehr Geld gekostet, wenn sie SR und BT selber in den USA rausgebracht hätten.

@Selganor
Du wirst das leider alleine machen müssen. Ich hab mich Grofafo-Treffen abgemeldet.  :P
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Guardsman am 15.07.2004 | 21:43
Sagt mal, was macht Euch eigentlich so sicher, das DSA als D20 Fassung dahinten mehr Erfolg beschehrt wäre? Haltet Ihr Eure amerikanischen Freizeitbeschäftigungsgenossen für dermassen einseitig gestrickt? Würden die sich nicht vieleicht eher mal über ein wenig Abwechselung freuen? Nach dem Motto: Hurra! Endlich mal was anderes als D20?
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Gast am 15.07.2004 | 21:50
Also ich versteh immer noch nicht, wieso man die Lizenz nicht einfach an einen amerikanischen Verlag verkauft, der das Ganze einfach 1:1 auf D20 umsetzt.
Kann mir das jemand erklären?
Ich glaube, es liegt einfach daran, dass bei DSA ja schon alles da war. Bevor es auf den Markt kam in Amiland, da haben die ja nicht gewusst, was passieren wird. Jetzt aber mal ein ganz krasses Beispiel zur Verdeutlichung:
Ich bin Wolfgang Hohlbein und schreibe meine beliebte Saga "Enwor". So. Die soll jetzt übersetzt werden für die Briten. Mein britischer Verlag sagt mir, ich muss das Ding für ... die Scheibenwelt umschreiben, denn so wäre das Interesse höher...

Versteht ihr? Das DSA hat alles. Und das hat FanPro alles hart erarbeitet und in nunmehr vier Editionen ausgefeilt. Glaubt ihr, die pfeifen auf die ganzen Regeln, damit das absolte Feindsystem Einzug erhält in DSA-Gefilde? Ich glaube nicht, dass der Anti-D&D/d20-Geist vor der DSA-Redaktion halt macht.

Und was haben wir eigentlich erwartet? Amiland ist überbevölkert von Fantasy-SciFi- und jeder Menge Spezialistensysteme und Welten. Wenn da ein "ganz normales" Rollenspiel in einer "ganz normalen" HIgh-Fantasy-Welt daher kommt, mit "ganz normalen" Regeln. Wozu? Wer sowas in Amiland will, der hat es schon und das muss nicht mal D&D sein. Es war von vornerein zum Scheitern verurteilt, da es einfach etwas komplett Altes  "neu" auflegt. NIcht schlecht, auch für Amis nicht, aber eben nicht neu.
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Alrik aus Beilunk am 15.07.2004 | 21:51
Sagt mal, was macht Euch eigentlich so sicher, das DSA als D20 Fassung dahinten mehr Erfolg beschehrt wäre? Haltet Ihr Eure amerikanischen Freizeitbeschäftigungsgenossen für dermassen einseitig gestrickt? Würden die sich nicht vieleicht eher mal über ein wenig Abwechselung freuen? Nach dem Motto: Hurra! Endlich mal was anderes als D20?
Amis und beschränkt ? Das würde hier niemand zu behaupten wagen ;)

Aber das was anderes als D20 könnte sicher ein Argument sein wenn man an den einen oder anderen Dork Tower Strip denkt ;)

Tatsächlich geht es eher darum warum FanPro so dumm war die DSA Basisbox als TDE rauszubringen statt nur den Hintergrund Aventurien (mit oder ohne Anpassungen an ander Systeme)
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Guardsman am 15.07.2004 | 21:53

Wer sowas in Amiland will, der hat es schon und das muss nicht mal D&D sein. Es war von vornerein zum Scheitern verurteilt, da es einfach etwas komplett Altes  "neu" auflegt. NIcht schlecht, auch für Amis nicht, aber eben nicht neu.

Nun ja. Auch Rollenspieler werden älter und unsere Zunft braucht menschlichen Nachschub. Von daher gibt es genug Leute die sowas noch nicht haben.
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Selganor [n/a] am 15.07.2004 | 21:54
Wenn man in Amiland von TDE was mitgekriegt haette...

KEINE Rezi auf rpg.net, das Buch ist angeblich schon seit dem 19. 8. 2003 draussen (also fast ein Jahr), und die einzige Rezi die ich habe (sehr versteckt) finden koennen war zwar positiv, aber gespielt hat der Rezensent es wohl auch noch nicht...
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Gast am 15.07.2004 | 21:55
Nun ja. Auch Rollenspieler werden älter und unsere Zunft braucht menschlichen Nachschub. Von daher gibt es genug Leute die sowas noch nicht haben.
Aber die werden zum Großteil doch von den älteren eingeführt, die weiderum schon was anderes als TDE haben,
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Guardsman am 15.07.2004 | 21:57
Nun ja. Auch Rollenspieler werden älter und unsere Zunft braucht menschlichen Nachschub. Von daher gibt es genug Leute die sowas noch nicht haben.
Aber die werden zum Großteil doch von den älteren eingeführt, die weiderum schon was anderes als TDE haben,

Und dann gegen die "Alten" rebellieren und sich was eigenes suchen, so wie es alle braven Kinder tun.  ~;D Der Drops ist gelutscht.
Ich vertraue hier ganz auf die natürlich angeborene Neugierde des Rollenspielers. Hey! Wer von Euch ist den bei seinem Einführungssystem geblieben, hm?
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: ragnar am 15.07.2004 | 22:01
Zitat
Ich vertraue hier ganz auf die natürlich angeborene Neugierde des Rollenspielers. Hey! Wer von Euch ist den bei seinem Einführungssystem geblieben, hm?
Mach doch mal ne Umfrage. Nicht nur hier, sondern auch im Amigo- & FanPro-Forum ;) Genug Off-Topic! Weitermachen!
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Roland am 15.07.2004 | 22:08
Wenn man in Amiland von TDE was mitgekriegt haette...

KEINE Rezi auf rpg.net, das Buch ist angeblich schon seit dem 19. 8. 2003 draussen (also fast ein Jahr), und die einzige Rezi die ich habe (sehr versteckt) finden koennen war zwar positiv, aber gespielt hat der Rezensent es wohl auch noch nicht...

FP USA hat wohl keine Rezi Exemplare verteilt.  :-[
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Alrik aus Beilunk am 15.07.2004 | 22:12
Links zu Rezis finden sich bei http://www.alveran.org/index.php?pageID=179&navSubIndex=26&publikationID=316
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Ludovico am 15.07.2004 | 22:19
Also gehe ich recht in der Annahme, daß DSA gleich ob als TDE oder als D20 in den USA ein Reinfall geworden wäre?
Wenn das der Fall ist, dann kann sich Fanpro doch freuen.
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Ludovico am 15.07.2004 | 22:24
Nur dass die Neuentwicklung auf den US-Markt zugeschnitten werden kann. Und die Kosten für die Übersetzung sind keineswegs trivial.

Trivial? Hab ich trivial geschrieben?
Ich muß noch einmal nachschauen.
.
.
.
Ah, ne! Ich hab geschrieben, daß die Kosten wesentlich geringer sein dürften als bei einer kompletten Eigenentwicklung.

Zitat
Und welche deutschen Settings sind Amerikanern bekannt? Aber ich sehe nicht, dass dichte Beschreibung unbedingt für Qualität des Settings spricht. FR ist ausgiebig beschrieben, aber in keinster Weise innovativ, originell, anspruchs- oder stimmungsvoll.

Nun, was Du von FR hältst, sei dahingestellt. Ich mag es jedenfalls.
Ich dachte jedenfalls an ein logisches, dichtbeschriebenes Setting mit gutem Artwork. Ob das Fanpro liefern kann, steht auf einem anderen Blatt. Aber wenn der US Verlag seine Karten richtig ausspielen würde, dann wäre das ein kleiner Bonus (Bitte überlies das Wort "klein" nicht!).

Zitat
Und selbst die meisten deutschen Produkte werden von französischen was Originaliität und Stimmung angeht geschlagen. Nur, dass auch der französische Markt immer mehr amerikanisiert wird.

Geschmackssache! Das ist ganz eindeutig Geschmackssache.
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Alrik aus Beilunk am 15.07.2004 | 23:21
Also gehe ich recht in der Annahme, daß DSA gleich ob als TDE oder als D20 in den USA ein Reinfall geworden wäre?
Wenn das der Fall ist, dann kann sich Fanpro doch freuen.
Na freuen sicher nicht.

Ohne Hintergrund wird DSA kein Erfolg, egal ob als TDE oder D20 oder Gurps oder...
Und da bislang noch kein Hintergrundband erschienen ist, kann man schlechte Aussagen über die Chancen von DSA im (es geht ja nicht nur um die USA) englischsprachigen Ausland ein Reinfall ist.

Man darf auch nicht vergessen, DSA1 hatte auch in Frankreich und Italien Erfolg, und auf der nun leider geschlossenen TDE Fanseite sind auch Franzosen, Belgier, Holländer und Italiener im Forum und in den Links gewesen.

He, und wer weis, wenn die Geographica auf englisch erscheint und TDE einschlägt wie ne Bombe wird bestimmt jeder FanPro für die Weitsicht und die Risikobereitschaft loben, erst das Grundsystem und dann den Hintergrund veröffentlicht zu haben ;)

Immerhin ist FanPro immer so mutig gewesen neue und erfolgsversprechende System in Deutschland zu übersetzen und zu veröffentlichen:
Tunnels & Trolls
Traveller
Pendragon
Battletech & Mechwarrior
Star Trek (von FASA)
Earthdawn

Und natürlich ein System das kaum einer eine Chance gegeben hat weil es von einer Firma kam die noch nie ein erfolgreiches RPG geschrieben hat und das einen ziemlich abgefahrenen Hintergrund hatte:
Shadowrun...
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: wjassula am 15.07.2004 | 23:25
Zitat
Bis auf die Konvertierungsabneigung, die ich den DSAlern unterstelle nichts.

Ja, das wird's wohl sein. Was sonst? Kosten? Übersetzen muss man eh - die Anpassung erscheint mir jetzt nicht so schwierig. Vielleicht bekäme man auch den amerikanischen Lizenznehmer dazu, an der D20isierung mitzuarbeiten? Und würde sich das nicht am Ende lohnen, wenn man dann auch mehr verkaufte? Müsste man aber auch in Kauf nehmen, dass sich am Spiel dann auch was ändert, und zwar unabhängig von der Mutterfirma. Aber in welcher Position ist man schon, dass man sich das ausscuhen könnte? Geworben wurde ja (wenn geworben wurde) mit "20 years of expirience" and so on, aber wenn dann (wohlgemrkt immer nur auf die Regeln bezogen) nur ein GURPS-Klon dabei rauskommt?

Was an DSA besonders und auch auf dem amerikanischen Markt interessant wäre, dass ist doch die Kampagnenwelt und das viele gute Hintergrundmaterial, nicht die Regeln. Die sind nun wirklich nicht so einzigartig oder qualitativ herausragend, dass amerikanische Spieler darauf gewartet hätten. Diese "Konvertierungsabneigung" ist ja schon zum bösen Klischee über die DSAler geronnen: Dass die nämlich nie über den Tellerrand hinaussähen und ausser ihrem System nix gelten liessen. Stimmt zwar nicht - wie das Forum beweist -, aber wenn Hadmar von Wieser sagt, mit DSA4 habe man endlich mal ein "halbwegs modernes System", könnte man's fast glauben. Was auch immer man von Kaufsystemen hält, modern ist was anderes. Aber aus einem Tom Finn-Workshop hab ich hier im Forum auch mal gehört, da sei behauptet worden, CoC sei ja "das einzig wahre Horror-System"  ;). DSA ist halt wie Windows oder Aldi - eine Million Leute machen es und es funktioniert prima, aber um die bugs für features zu halten, muss man schon damit aufgewachsen sein.
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: Alrik aus Beilunk am 15.07.2004 | 23:47
Ja, das wird's wohl sein. Was sonst? Kosten? Übersetzen muss man eh - die Anpassung erscheint mir jetzt nicht so schwierig. Vielleicht bekäme man auch den amerikanischen Lizenznehmer dazu, an der D20isierung mitzuarbeiten? Und würde sich das nicht am Ende lohnen, wenn man dann auch mehr verkaufte?

Es sind tatsächlich die Kosten die dagegen sprechen.
Es geht ja nicht nur um die Basisbox (die mit ihren 2 magischen"Klassen" und 27 Zauber nur ein Einstieg sein kann) sondern auch um Zauberei & Hexenwerk, Schwerter & Helden, Götter & Dämonen und der Zoologica die angepasst werden muß.

Und wer soll diese Anpassungsarbeit übernehmen ?
FanPro ?
Ein US Verlag der kaum erfahrung mit dem DSA Regelwerk hat ?

Zitat
Was an DSA besonders und auch auf dem amerikanischen Markt interessant wäre, dass ist doch die Kampagnenwelt und das viele gute Hintergrundmaterial, nicht die Regeln.
Seh ich genauso, wobei die Regeln auch kein Argument dagegen ist.

Für das Hintergrundmaterial ist aber so gut wie keine Anpassung notwendig, mit entsprechenden Infos zu Waffen, Spruchnamen & Wirkung und der Bedeutung der NSC Wert kann jeder SL die Anpassung auf seine Regeln durchführen.
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: wjassula am 16.07.2004 | 08:50
Zitat
Im übrigen passt dein letzter Kommentar voll und ganz auf d20 bzw. D&D.

Ja, das stimmt. Aber die meisten amerikanischen Rollenspieler sind halt damit aufgewachsen, und werden die zweifellose auch bei D20 vorhandenen "Eigenheiten" eher nostalgisch mögen als hassen.

In puncto "modern" geht's auch nicht so sehr darum, was mir gefällt, oder was HvW gefällt, ich habe mich an das Statement nur erinnert, weil es möglicherweise für eine weit verbreitete Haltung steht. "Unser" DSA ist der Höhepunkt der Rollenspiel-Entwicklung. Losgelöst von der Frage, ob man es gern und problemlos spielt, andere Systeme sind eher zeitgemäss und neu und aufregend, so dass man schon bei den Regeln sagen würde: wow. Ich bin ja auch mit DSA aufgewachsen, und ich sehe da vieles auch als Fan - dat war schon immer so und so machen wa dat auch weiter. Aber wenn man's denn verkaufen will..
Titel: Re: DSA-Magie umgesetzt: Geht das überhaupt?
Beitrag von: Guardsman am 19.07.2004 | 20:20
Dann knüpfe ich hier mal an, weil ich mir die letzten Posts nicht mehr durchgelesen habe, einfach zuviel Text.
Ist eine Umsetzung möglich? Ja, Arbeitsaufwand und Kosten mal ausgeklammert. Man kann alles konvertieren. Punkt hier.

Würde DSA dann besser ankommen? Keine Ahnung, kann keiner von uns wissen. Ohne Test wird man es auch nie wissen. Ich halte eine Konvertierung aber für unnötig, da im Umfragethread: Ihr und Euer erstes System klar zu sehen ist, das jeder Rollenspieler gerne über den Tellerrand schaut. Die Amis werden wohl genauso gerne mal neues testen. 
Wem die Welt gefällt, aber nicht die Regeln, der klaut die Welt und nimmt Regeln die ihm gefallen. Andersrum genauso. Daher kann Fanpro sich die Konvertierungsarbeit sparen und einfach zwei Dinge machen:
1. Mehr Übersetzen. Vor allen Dingen Abenteuer und Hintergrund.
2. Viiiiiiieeeeel Werbung machen.
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: ragnar am 20.07.2004 | 13:36
[Offtopic]
@Guardsman: Zum einen ließ dir doch einfach mal die letzten paar Beiträge durch: Ob TDE/DSA besser ankommen würde, bitte in den anderen Thread. <EDIT:Das hat der Moderaotr dann erledigt>

da im Umfragethread: Ihr und Euer erstes System klar zu sehen ist, das jeder Rollenspieler gerne über den Tellerrand schaut.
Jeder Rollenspieler? Klar zu sehen? Das ist eine Missinterpretation deinerseits: Einerseits sind ca. 40 von 750 Stimmen sicher nicht repäsentativ, andererseits zeigt die Umfrage höchstens das GroFaFo'ler(und nicht Rollenspieler im Allgemeinen) gerne über den Tellerrand schauen. Ich kann dir fast schon versichern das die Ergebnisse völlig anders aussehen würden wenn du sie im Fanpro-forum(wo sich die DSA-Kiddies einfinden) oder im WotC-Forum(Wo sich die D&D-Fanatiker rumtreiben) stellst.
[/Offtopic]

EDIT: Ich wollte natürlich niemanden Beleidigen, nur weil ihr euch in entsprechenden Foren rumtreibt müsst ihr nicht zwangsläufig eines der Kiddies oder einer der Fanatiker sein die ich ansprach.
Titel: Re: Wohin geht TDE?
Beitrag von: emerald am 16.08.2006 | 15:22
Hossa, World Of Aventurica ist endlich draußen. Die Frage ist nur, ob sich jetzt überhaupt noch jemand in den USA dafür interessiert, der überschaubare Kundenkreis wurde ja durch die lange Wartezeit erfolgreich abgeschreckt.