Kennt ihr das und habt diese Gefühle vielleicht auch manchmal? Wenn ja, wie geht ihr damit um? Hält euch das vielleicht im Extrem davon ab überhaupt zu leiten?
Ja, das kenne ich zur Genuege. Wie ich damit umgehe? Augen zu und durch. Und ja, extreme Frustration hat mich schon davon abgehalten, fuer einen laengeren Zeitraum nicht mehr zu leiten.
Einfach spielen und Spaß haben. Das ist die Freizeit...Was Philipp.Baas sagt.
Ich gebe mir Mühe, versuche offen und nicht zu eingefahren zu werden und fühle mich im Übrigen aber nicht als Dienstleister, der performen muss.
Definiere Selbstzweifel... ;)
Wenn ich kein positives Feedback bekomme (ich = Feedbackjunky), dann hab ich das Gefühl, dass die Leute irgendwie keine Lust mehr auf die aktuelle Kampagne haben und die Luft irgendwie raus ist.
Das triggert dann mein Rollenspiel-System-ADS und ich beginne mich für Alternativen zu interessieren. Blöd, wenn es eine Fehleinschätzung ist.
Blöd, wenn die Spieler der "nicht-gemeckert-ist-gelobt-genug" Fraktion angehören.
Sind das Selbstzweifel? Nicht unbedingt, denn ich leite aktuell vorwiegend Kaufabenteuer und sehe meistens die Schwächen im Kaufabenteuer.
D.h. im Vorfeld zweifel ich eher selten an mir selbst. Es ist eher so, das ich mich nachträglich immer mal über mich selbst ärgere, weil ich schlecht performed habe, bei Sachen nicht gut vorbereitet war, zu unspontan war oder Gelegenheiten nicht genutzt hab.
Über "schlechte Tagesform" kann man sich natürlich auch ärgern, den Schuh zieh ich mir aber selten an.
Also kurz: Zweifel? Nein, ich weiss schon, wann und wo ich hätte besser sein können. Meistens hinterher.
Und wenn ich an was Zweifel, dann an meinem Durchhaltevermögen. Und weil mich das nervt, spielen wir unsere Kampagnen zu ende. Auch-wenn-es-keinem-gefällt! ~;D
Ich habe ständig Selbstzweifel. Die treiben mich aber auch an, ein besserer Spielleiter zu werden. Solang es nicht völlig überhand nimmt ist es IMHO absolut sinnvoll zu hinterfragen ob man Dinge nicht auch besser hätte lösen können usw.
Das sehe ich ganz ähnlich: Ohne Selbstzweifel fehlt ein wesentlicher Impuls, an sich zu arbeiten und sich so (weiter) zu entwickeln.(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Besteht hier nicht die Fehlannahme, das man sich im Kontext Spielleitung im Hobby nicht zwingend weiterentwickeln muss, besonders wenn die Leistung die man bringt von der Gegenseite nicht kritisiert wird, sondern z.Bsp. gelobt wird?
Dem Wunsch sich zu verbessern muss doch nicht allein ein Zweifell vorausgehen!? Da gibt es doch sicherlich weitere intrinsische Motivationen?
Zu beidem ja: Ich meinte nicht, dass man sich weiterentwickeln muss sondern, dass wenn man es möchte, Selbstzweifel ein wichtiger Motivator sind.
Oje, ich muß mich wohl als arroganter Idiot outen - ich hab so gut wie welche :oSame
Als Beobachtung zum Thema Spielleitung und Selbstzweifel: Wenn ich Foren und Posts lese oder YouTube gucke, bin ich immer wieder überrascht, wie viele SL sich für genial halten. Beste Ideen, beste Art zu leiten, beste selbsterfundene Kampagne, Welt oder Story. Dabei komme ich nicht umhin, den SL zu unterstellen, dass sie selbst es so sehr mögen, weil es (logischerweise) ihrem Geschmack entspricht, wie nichts Zweites. Da fehlt aber doch die Selbstreflexion? Das heisst ja nicht, dass das objektiv gut ist oder den Spielenden genauso gefallen wird. Ich finde mein Zeug auch recht gut, aber weit weg von Genialität.
Als Beobachtung zum Thema Spielleitung und Selbstzweifel: Wenn ich Foren und Posts lese oder YouTube gucke, bin ich immer wieder überrascht, wie viele SL sich für genial halten. Beste Ideen, beste Art zu leiten, beste selbsterfundene Kampagne, Welt oder Story. Dabei komme ich nicht umhin, den SL zu unterstellen, dass sie selbst es so sehr mögen, weil es (logischerweise) ihrem Geschmack entspricht, wie nichts Zweites. Da fehlt aber doch die Selbstreflexion?Willst Du damit andeuten, dass jmd. der beim Spielen und Leiten nicht unter Selbstzweifel leidet, zwangsweise unter einer mangelnden Selbstreflexion leiden muss ?
Oder ist es am Ende nur eine Form von Lampenfieber, das einfach ein stückweit dazu gehört und mit Selbstzweifeln verwechselt wird?Echte Selbstzweifel (das was ich darunter verstehen), haben ihren Ursprung mMn. sicher nicht im Rollenspiel.
Letzter zweifel war das die Spieler fast in einem AOE Effekt gestorben sind. Meine Frage war hab ich nicht gut beschrieben wie gefährlich es ist. Nein die Spieler meinten eine Woche später nur...ja sie waren irgendwie blöd.
Ich könnte das natürlich auch anders ausdrücken und fragen: Hinterfragt ihr ständig ob das vorbereitete Abenteuer oder die Art der Spielleitung gut genug ist für die Spieler (oder oft eher - die eigenen Ansprüche). Da tauch nicht das Wort Selbstzweifel auf, meint aber doch das Selbe.
Ich bin nicht sicher, ob ich dasselbe unter Selbstzweifel verstehe wie ihr alle. Hab "ab und zu" angekreuzt und wurde das gern erklären:
Ich reflektiere viel und bin mir deshalb sehr wohl bewusst, wo meine Stärken und Schwächen liegen. Manchmal spiele ich bei anderen SL und denke: dies und jenes hätte ich besser gemacht. Manchmal spiele ich bei SL, die ihre Sache sehr gut machen und finde es schade, dass ich es nicht so gut hinbekomme.
Zum Beispiel habe ich es trotz jahrzehntelanger Erfahrung nie geschafft, mich gleichzeitig auf den Plot, Regeln und Charaktere zu konzentrieren und dann auch noch drauf zu achten, was genau den Spielern in jedem Augenblick gerade besonders viel Spaß macht oder sie eher langweilt oder nervt. Hab einfach Probleme mit dem Multitasking und bin mir manchmal sehr sicher, dass SL XY einfach intelligenter ist als ich.
Oder ich weiß genau, dass ich große Schlachten oder epische Showdowns einfach nicht so gut hinbekomme.
Ist das mit Selbstzweifel gemeint? Dann ja, schon ab und zu, aber nicht ständig.
Von daher finde ich eben gerade schon,Die Frage wäre für mich:
dass es punktuell möglich ist Selbstzweifel zu haben. Ich könnte das natürlich auch anders ausdrücken und fragen: Hinterfragt ihr ständig ob das vorbereitete Abenteuer oder die Art der Spielleitung gut genug ist für die Spieler
Ist das Abenteuer denn gut genug? Macht es allen Spass? Muss ich es nicht doch noch irgendwie aufpeppen?
Oder ist es am Ende nur eine Form von Lampenfieber, das einfach ein stückweit dazu gehört und mit Selbstzweifeln verwechselt wird?
Allerdings haben auch Menschen im Bereich des gesunden Selbstwerts Selbstzweifel, die allerdings i.d.R. nicht mit starken negativen Gefühlen einhergehen und deswegen kein Leid verursachen. Selbstzweifel bedeutet hier schlicht, sich der Tatsache bewusst zu sein, dass man selbst nicht perfekt ist.Das ist doch eigentlich auch den allermeisten klar.
Denn wenn ich welche hätte,... würde ich ggf eben garnicht spielleiten.Dito
Ich hab jezt schon ein paar mal SL Workshops gemacht mit der intention direkt neu-SL anzusprechen.Jepp
Ich glaube aus der Richtung sind mir Selbstzweifel am ehesten begegnet.
Etwa in der Form von Aussagen wie "Ich kann das nicht!" "Ich bin nicht so gut wie die anderen." "Ich bin in den regeln nicht so fit wie die Spieler,..."
Das sind ja alles Fragen die man sich ja als Anfänger durchaus stellen kann. Alleine wenn man nie ins Wasser geht kann man auch nicht schwimmen lernen.
Insbesonder das "Ich kann die Regeln nicht / nicht gut genug" ist mir oft genug untergekommen.
Du triffst aber auch immer mehr auf Spieler, die genau das von einem verlangen.Gleich mal den Platz hinter dem Schirm anbieten!
15 Jahre Pause, mal wieder als SL einsteigen wollen und die anwesenden Personen messen Dich an dem Dauer SL.
Fehler, Unsicherheiten, Regellücken und mangelnde Improvisation wird richtig ausgeschlachtet.
15 Jahre Pause, mal wieder als SL einsteigen wollen und die anwesenden Personen messen Dich an dem Dauer SL.
Fehler, Unsicherheiten, Regellücken und mangelnde Improvisation wird richtig ausgeschlachtet.
Ich glaube, wenn dem so ist, hast Du Dir die falschen Leute ausgesucht, denn das ist doch kein gesundes Miteinander. (...)Jupp!
Wo ich eher ein Problem sehe, ist, dass der Spielleiter, der 15 Jahre lang kein Rollenspiel gemacht hat, mit einiger Wahrscheinlichkeit da stehen geblieben ist, wo er vor 15 Jahren war. Und die Mitspieler stehen an einer anderen Stelle, mit anderen Erwartungen, wie Rollenspiel gespielt wird.
Eine Prise gesunden Selbstzweifels finde ich nicht schlecht, um sich zu verbessern. Zudem würde ich ab und an die Rolle des Meisters rotieren, falls möglich.Nenne es "Selbstreflexion", dann kann ich dir zustimmen.