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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: Urias am 17.08.2005 | 17:02
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Tag erstmal!
Ich wollte mich mal schlau machen was ihr von der Idee haltet bei Fantasy Rollenspielen Metalmusik (oder ähnliches) als Untermalung zu nutzen. Damit meine ich nicht sowas wie zB Gothmusik im Goth-Club (obwohl man ja sowas weniger findet in Fantasysettings...) sondern einfach um Atmosphäre aufzubauen und es als Hintergrundmusik zu verwenden.
Habt ihr sowas schon mal gemacht oder habt ihr Erfahrung damit? Findet ihr es passend und möglich dass es nicht die Stimmung zerstört?
Ich habe sowas das erste mal bei Warcraft DnD erlebt, wo unser Sl bei unsere Ankunft in Northrend (wer Warcraft nicht kennt: Es is sowas wie eine Eiswüste) den Rammsteinsong "Ohne dich" eingespielt hat. Und ich muss sagen: Das passte perfekt. Es hat einfach dieses traurige dröge dieser Landschaft gut eingefangen.
Nebenbei kommt es einfach cool wenn man den Weg zu nem Obermotz des Abenteuers mit Straight to Hell unterlegt (ok passt nich ganz zur stimmung aber es is einfach cool).
Also, ihr seit gefragt!
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Na klar ist das möglich. Früher kämpften unsere DSA-Krieger und Rondrageweihten häufig zu Manowar oder Savatage. Heute läuft bei uns bei Fantasy im Hintergrund meist sowas wie Blackmore's Night oder Finntroll oder andere einschlägig bekannte Folkmetalbands.
Es geht allerdings auch nur, wenn alle diese Musikrichtung mögen. Ich glaube, dass z.B. einem eingefleischten Technohörer ein harter Gitarrenlauf auch die Stimmung zerstören kann und umgekehrt. Besonders bei explizit angespielten Titeln, die nur eine einzige Szene unterstützten sollen, muss man einwenig aufpassen. Aber bei einer eingespielten Gruppe sollte das eher ein nebensächliches Problem sein.
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mit einem klassischen Grofafo Zitat: Das kommt immer darauf an.
Ich hab bei ED schon sehr gute Erfahrungen gemacht als unser SL das Zombiemetzeln in der Dämonenhöhle mit Man O´War unterlegt hat.
gibt doch aber auch genug ruhige Lieder die man in besinnlicheren Momenten benutzen kann, pas de probleme.
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Habt ihr sowas schon mal gemacht oder habt ihr Erfahrung damit? Findet ihr es passend und möglich dass es nicht die Stimmung zerstört?
In Maßen eingesetzt ist Musikuntermalung ein sehr schönes Mittel, um Stimmung zu erzeugen.
Man kann es aber auch übertreiben. Mein Negativ-Erlebnis: Ein Nordland-Wikinger-Abenteuer, bei dem den ganzen Abend über so laut Manowar lief, dass man brüllen musste, um sich zu verständigen. *g*
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Leise im Hintergrund den Metal Gear Solid II-OST laufen zu haben (weil es im grunde auch zum Abenteuer passte) hat gar nicht gestört und da gibts wundervolle Tracks die zwar weder Medieval noch Fantasy sind aber wunderbar Stimmung erzeugen.
Auch leise, kaum hörbar Noise im Hintergrund laufen zu lassen kann wunderbar die Stimmung verändern -> sowas macht unterschwellig fast wahnsinnig.
Aber ich nehm keine Musik wo man mitsingen kann ich kenn doch Markus den guten, der dann immer mitsingt ;D
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Ich würde Metalmusik nie als Hintergrundmusik laufen lassen, wenn das Rollenspiel gerade eine ruhige oder plotgeladene Handlung verfolgt.
Ich würde nur auf Metalmusik zurückgreifen, wenn das Spiel acitonreicher wird oder an einen tragischen Höhepunkt kommt. Und selbst dann würde ich die Musik nicht zulange laufen lassen.
Das Problem bei den meisten Metalsongs ist, dass sie sehr dominant sind (was ja auch eigentlich nicht schlecht ist). Sie drängen gerne das Geschehen in den Hintergrund und die Konzentration lässt rapide nach. Noch viel schlimmer wird es, wenn die Mitspieler die Texte kennen und anfangen mitzusingen oder auch nur mitzusummen.
Daher: Metal an fulminanten Höhepunkten -> ja, aber nicht zu lange!
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Nun, es gibt ja auch ruhige Metal Balladen oder so...
HIM kann man auch nin ruhigen Szenen einsetzten.
SEHR gut sind für Ruhige/Epische/traurige Szenen die Ruhigen Lieder von Hammerfall!
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HIM ist kein Metal, das ist Pop :korvin:
aber grundsätzlich hat 8t88 recht, wir lassen bei fast jeder ED Runde Metal für Kämpfe oder OST-Soundtracks zB HdR oder Resident Evil laufen, die Betonung liegt hier aber auf leise, damit es nicht stört.
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ich bevorzuge es, für hintergrundmusik instrumentale musik zu nehmen, ein sänger zieht zu viel aufmerksamkeit auf sich.
Rein instrumentale Metalsongs gibts zwar auch, aber nicht so schrecklich viele...
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es gab da mal spezielle Metal Soundtracks von einer ich glaube Niederländischen Firma, speziell ausgelegt für´s Rollenspiel. Total genial!!!
Leider hatte ich damals auf der Messe keine Kohle, hat die zufällig jemand und kann mir die Firma nennen, vielleicht bekommt man die ja noch...
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also ich lasse, wenn bei meiner einer gespielt wird, fast immer Musik laufen, die ich aber öfters abstimme mit dem, was so passiert... momentan bastel ich an Untermalung für eine Underdark-Runde, da werden sich sicherlich auch Metal-Stücke wiederfinden, je nachdem, wie blutrünstig die Gruppe arbeitet, aber zumeist nehme ich halt atmosphärische Soundtracks wie Painkiller oder die offiziellen DnD-Soundtracks ( bzw. die vom Midnight Syndicate, die RPG-Mucke machen! ) Hmmm, ich glaube, Therion ( Secret of the Runes ) werde ich mal jetzt mit aufnehmen, die Choräle sind schon sehr genial und stimmungsvoll!
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Wie oft angemahnt: Es kommt darauf an.
Naja, mein wichtigster Grund DAGEGEN wäre die Stimme. Ich will mich jetzt nicht zwangsläufig über die miese Qualität von Metalsängern äußern >;D ... aber prinzipiell habe ich die Erfahrung gemacht, dass sie ablenkt und stört. Zum Aufbauen der Stimmung ist das m.E. nicht sooo gut ... bis hinderlich.
Wenn schon Metal, dann empfehle ich eher instrumentale Sachen, also ohne einen Schlüpfer-Otto am Mikro. Selbstverständlich sind auch Stücke tolerierbar, in denen die Stimme DEZENT eingesetzt wird. Zwei Beispiele:
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(1) CROWBAR, Equilibrium: To Touch The Hand Of God
Monotone und atmosphärische Klavierklänge charakterisieren dieses Stück, zu dem sehr passend die Stimme eingesetzt wird. Ich selbst verwende diesen Song immer, wenn Charaktere z.B. in eine typische Sumpflandschaft kommen und dort einen alten Druidenhain entdecken. Ein altes Elbendorf mag auch damit zu charakterisieren ein. Auch für die Besichtigung eines Schlachtfeldes; oder halt nach einem Städtekampf. Für "religiöse" Andachten bzw. Begräbnisszenen könnte dieser Song auch gut eingesetzt werden.
(2) THE CROWN, Possessed 13: Dream Bloody Hell
Dream Bloody Hell ist ein Death-Metal-Stück; allerdings handelt es sich dabei um ein Instrumental, d.h. dort singt keiner. Und obwohl die E-Gitarren eine ziemliche Bretterwand auffahren, ist dieser Song vielleicht doch für das Rollenspiel tauglich.
Stelle man sich also die typischen Rollenspielhelden vor: wie sie früh am Morgen auf der Dorf- bzw. Stadtmauer den Aufmarsch der gegnerischen Armee beobachten. Ihr Blick schweift über die feindlichen Horden ... über die Banner, die im Wind wehen; über jene, die neu aufrücken; ein leichter Rauchgeruch - vermischt mit dem morgendlichen Nebel - kriecht herüber; die Belagerungsmaschinen werden langsam in Position gebracht ...
In eine etwas ähnliche Richtung geht auch In Memoriam vom gleichen Album, ist allerdings etwas "flotter" und ggf. nicht so ganz geeignet.
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Es dürfte sicherlich noch andere geben, z.B. vielleicht von Amorphis (hab es halt nicht so ganz im Kopf ;) ).
Ansonsten kommt es auch darauf an, welche Stimmung man hevor heben will. Ich erinnere mal an Van Helsing mit seiner Elektro-Hintergrund-Untermalung. In fiesen Kampfszenen kann ich mir auch gut Frank Sinatra oder Cherry Poppin Daddies vorstellen. Das ist aber SEHR speziell und wirklich Geschmackssache; und natürlich war DAS jetzt kein widerwärtiger Metal >;D
Daher nochmal: Metal im Rollenspiel ... tendenziell eher nicht; im Einzelfall aber klar doch.
Arbo
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Das kommt bei mir hauptsächlich auf die Stimmung an, die die Hintergrundwelt für mich vermittelt.
Bei DSA bsw. würde ich keinen Metal dulden, bei einer Warcraft-Runde würde ich nciht darauf verzichten wollen.
Ich kann auch nicht wirklich erklären, warum bzw. wann welche Vorliebe bei mir zutrifft, aber für mich haben einfach viele Welten einen eher ruhigen udn andere einen kitschigen Touch und bei letzterem habe ich gern Blind Guardian oder Rhapsody dabei.
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In Maßen eingesetzt ist Metal sogar stimmungsförderd (wie fast jede andere Musikrichtung auch). Man sollte bloß vorher wissen, wann man welches Stück einsetzen will. Wenn man einfach den MP-3 Player auf Random stellt, kriegt man meistens nur unpassende Stücke zur falschen Zeit.
Es kommt auch auf den Mix an. In meiner Runde (DSA) haben wir schon u.a. Nightwish, Blind Guardian, Rhapsody und sogar King Diamond erfolgreich eingesetzt, aber auch Soundtracks wie Braveheart, Conan, Fluch der Karibik, Herr der Ringe und Underworld. Auch Klassik wurde schon verwendet (Wagner und Tchaikowsky kann ich empfehlen).
Und wenn man sehen/hören will, wie gut Metal zu Fantasy passen kann, dann muß man sich nur Kull the Conqueror (http://www.imdb.com/title/tt0119484/) anschauen. :d
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Metal mit dem ganzen Pathos der ihm nur allzuoft innweohnt ist, finde ich, gerade für Fantasy geeignet.
Klar, darf nicht zu laut sein und der Sänger darf nciht gröhlen wie bei lebendigem Leib gebraten, aber so om Hintergrund doch sehr schön.
Was ich empfehlen kann ist Tobias Sammet's Avantasia Die Metal Oper
und von Dream Evil Choosen Ones vom Album Dragon Slayer.
Und natürlich Manowar
Sehr melodiös, man versteht den Sänger (für mich bei Metal defintiv ein Vorteil, ins Mikro beißen und grunzen kann ich selber...) und durchaus als Hintergrundmusik geeignet.
(Betohnung auf Hintergrund also nich die Anlage bis zum Anschlag aufdrehen, aber ich denke das versteht sich von selbst.)
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Warum nicht? Es darf nur niemandem auf die Nerven gehen... und wenn die Spieler hören, daß jetzt Metal kommt, wissen sie im Allgemeinen auch, was die Stunde geschlagen hat - jetzt wird gekämpft!
Ich mag Blind Guardian in der Richtung sehr gerne, das ist ohnehin schon ziemlich fantasy-mäßig. ;)
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Obwohl ich mich wohl als Metallkopf :pray: bezeichnen lassen müsste würde ich Sagen das Metal
m.E. wegen der ablenkenden Stimme und auch wegen der (meist) fantasyungeeigneten E-Gitarren beim Fantasy-Rpg eher stimmungshinderlich bzw. unfreiwillig komisch wirkt.
-Neben einigen, anderen, genannten Ausnahmen (zB. Forgotten Tales -instrumentales 'Best of' Blind Guardian)
würde ich aber außerdem die älteren Platten von 'Apocalyptica' (Metalcoverversionen auf Cello gespielt) empfehlen.
(sehr melodisch, ohne 10-Kilometer gegen den Wind "Hail and Kill" hören zu müssen...)
Ansonsten: Zeit für die Lieblingsmusik bleibt ja sonst genug... -Für die 8 Stunden kann man dann doch ruhig mal mit Klassik oder meisterlicher Filmmusik leben...
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RPG-Hintergrundmusik soll passen. Dakommt es dann nicht darauf an, was es für eine Musikrichtung ist.
Es geht allerdings auch nur, wenn alle diese Musikrichtung mögen.
Das z.B. finde ich auch nicht. Musik beim Rollenspiel sollte den gleichen Effekt haben, wie Musik in einem Film. Die richtige Stimmung zur richtigen Szene, sonst nichts. Da ist es dann egal, welche Musik ich am liebsten höre.
Weil die meisten RPGler nunmal Metaller sind, glauben sie halt auch, dass sie Metal als Hintergrund einsetzen müssten. >;D Warum auch nicht, wenn es passt. Aber musikalische Vorlieben sollten imo zweitrangig sein.
Metal passt jedenfalls wie auch andere Stilrichtungen in unterschiedliche Genres, bestimmt jedenfalls auch bei Fantasy.
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Ansonsten könnte man ja auch wenn alle es mögen den lieben Enrique oder die holde Shakira im Hintergrund laufen lassen ~;D
Aber Metal passt ab und an, da kann man das dann machen, aber für mich ist das inzwischen zu Ablenkend geworden, außer im Kampf, da geht das, da kann dann aber auch mal Papa Roach - My last Resort kommen *fg*
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OMG!!! Shakira etc.! :o Obwohl, ich hab schon den schlechtesten HipHop den ich finden konnte als Untremalung für einen SC in SR verwendet... ;D
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am samstag lief bei uns im hintergrund während einer wushu runde im hintergrund die cd epica von der band kamelot ... kam echt gut an, hört mal rein
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RPG-Hintergrundmusik soll passen. Dakommt es dann nicht darauf an, was es für eine Musikrichtung ist.Das z.B. finde ich auch nicht. Musik beim Rollenspiel sollte den gleichen Effekt haben, wie Musik in einem Film. Die richtige Stimmung zur richtigen Szene, sonst nichts. Da ist es dann egal, welche Musik ich am liebsten höre.
In Maßen... wenn ich die Musik wirklich nicht abkann, dann wirkt das nur störend. Wenn ich mir jetzt vorstelle, daß jemand Xavier Naidoo (mein absoluter Hass-Musiker) im Hintergrund dudeln lässt, dann krieg ich Pickel - auch wenn´s zur Szene passt.
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Dito. Ich bin was musik angeht recht tolerant, aber wie musik empfunden wird hängt vom subjektiven geschmack ab, und da passt eben nicht alles!
Deshalb klingt viel filmmusik auch immer so ähnlich - es wird der kleinste gemeinsame geschmacksnenner bedient.
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Und wenn mir einer Volkfestmusik alà Marianne und Michael spielt muss man mich davon abhalten demjenigen so lange zu hauen bis er sich nicht mehr bewegt! ;)
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Und Metal würde mich aus dem Raum vertreiben - so schließt sich der Kreis. ;)
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In Maßen... wenn ich die Musik wirklich nicht abkann, dann wirkt das nur störend. Wenn ich mir jetzt vorstelle, daß jemand Xavier Naidoo (mein absoluter Hass-Musiker) im Hintergrund dudeln lässt, dann krieg ich Pickel - auch wenn´s zur Szene passt.
irgendwie kann ich genau das mit dem rumgejammer-Xavier gut nachvollziehen :puke:
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Jetzt sag nicht du hörst Marianne und Michael gerne! :o
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Und Metal würde mich aus dem Raum vertreiben - so schließt sich der Kreis. ;)
Dito.
Dafür mag ich Xavier Naidoo...
Der Film "Kull, der Eroberer" hat in Actionszenen auch gerne E-Gitarren eingesetzt.
Das kam meiner Meinung nach sogar recht gut.
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Jetzt sag nicht du hörst Marianne und Michael gerne! :o
also, wie du das aus meinem Post gelesen hast ist mir etwas unklar... ???
nee, ich höre alles aus dem Metalbereich, was ne Melodie hat und wo ich noch den Sänger verstehen kann ;D
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nee, ich höre alles aus dem Metalbereich, was ne Melodie hat und wo ich noch den Sänger verstehen kann
weichei! >;D
Ich hab gerade mal überlegt... eigentlich sollte sich death metal für wüste schlachtszenen ganz gut eignen. Der sänger ist praktisch nur ein geräusch, das ganze hat ordentlich power, ist nicht zu dynamisch (ich meine im bezug auf laut-leise schwankungen, was bei klassik-osts manchmal stört... mal ists kaum hörbar dann wieder zu laut)
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weichei! >;D
genau ;D
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Ich erinnere mich mit Freuden an eine Werewolf-Runde, wo der Spielleiter Rammstein spielte. Passte zu seinem chaotisch, kreativen und brutalen Stil - zum Setting nicht (Amazonas), und es waren keine Get of Fenris, sondern Silent Strider und Shadowlords... Aber fuer die Stimmung war's brilliant.