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Pen & Paper - Spielsysteme => Weitere Pen & Paper Systeme => Thema gestartet von: Thalamus Grondak am 27.09.2005 | 09:55
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Ich hatte ja schon vor einigen Monaten mal nach einem Ersatz für das D&D System gesucht. http://tanelorn.net/index.php?topic=16464.0
Leider stimmen bei allen genannten Systemen irgendwelche sachen nicht so ganz. knörzbot Hatte da auch mal das Herr der Ringe RPG erwähnt.
Haben musste ich es sowieso (Ein Herr der Ringe Rollenspiel in der Produktionsqualität wird man auf Erden wohl nichtmehr sehen).
Gestern habe ich mal einen Char mit meiner Frau erstellt, und Grob drüber nachgedacht, was einem Einsatz von HDR-Regeln in D&D Universen entgegenstehen würde.
Die Grundprinzipien sind nicht so unterschiedlich. Es gibt 6 Attribute die grob denen von D&D ähneln, es gibt Talente in Form von Vorteilen, es gibt Fertigkeiten und das Würfelprinzip ist ebenfalls ähnlich.
Es gibt die wichtigen Rassen und Klassen und allgemein scheint das Machtlevel acuh ähnlich zu sein.
Es gibt bei HDR natürlich einige Fertigkeiten und Zauber die Speziell auf Mordor und ähnliche HDR-spezifische dinge abziehlen, aber ich denke die wären noch relativ leicht anzupassen.
Was meint ihr? Was ist zu beachten, wo könnte es schwierigkeiten geben?
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Ich kenne das HdR-System nicht, kann mir aber vorstellen dass du die "Hintergrundteile" von HdR komplett in die Tonne treten kannst ;)
Ob du die teilweise doch recht unterschiedlichen Magiearten der Realms im Coda-System darstellen kannst weiss ich nicht.
Wie stellst du dir denn eine "Konvertierung" vor?
Denn wenn du die Realms nur als "Ideengeber" haben willst und nur "Standardelemente" der Fantasy derart benannt haben willst dann sollte es kein Problem sein
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Das "D&D" Flair der Reiche soll größtenteils erhalten bleiben. Die Magie soll allerdings mit absicht ein gehöriges Stück schwächer werden. Ich habe teilweise Spieler, die zwar gerne ROLLENspielen, aber leider durch das D&D-Regelsystem immer wieder zum KoSim verleitet werden.
Ich verspreche mir durch das HDR-System, welches viel mehr Wert auf Charakter-Skills legt eine auffrischungskur der Rollenspielerrischen Seite meiner Spieler.
In diesem Thread geht es mir Hauptsächlich darum, ob ich vieleicht irgendwelche Groben Schnitzer übersehen habe, die die VR als Spielwelt völlig umstoßen würden.
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Ich verstehe zwar nicht warum Spieler besser Rollenspiel betreiben wenn sie statt "class features" und "feats" jetzt den Charakter mehr durch skills definieren...
Aber um zu sehen inwieweit deine Konvertierung die Realms "umstoesst" sollte man erstmal sehen wie diese Konvertierung aussieht, oder? ;)
Da ich das HdR-System nicht kenne kann ich dir leider keine Detailtipps geben und die Realms sind fuer mich auch nix anderes als eine x-beliebige Fantasywelt (nur mit hoeherem "Powerlevel" was die NPCs angeht als es in den meisten anderen Welten der Fall ist)
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Ich verstehe zwar nicht warum Spieler besser Rollenspiel betreiben wenn sie statt "class features" und "feats" jetzt den Charakter mehr durch skills definieren...
Frag mal unsere Theoretiker ;)
Es gibt ja noch gar keine Konvertierung. Natürlich geht diese Frage hauptsächlich an Leute die das HDR-System etwas intensiver kennen.
Dann mach ichs mal etwas Konkreter. Kann sich jemand vorstellen z.B. die Drow oder andere D&D Monster und Rassen ohne viel "Identitätsverlust" in das HDR-System zu kovertieren.
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Waere das nicht eher eine Frage fuer Leute die HdR kennen (sprich: nicht hier in den (A)D&D/d20-Bereich gehoert?)
Ich verschieb's mal in die "Sonstigen Systeme"
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Passt schon, aber die Leute sollten ja auch D&D kennen, ist im Prinzip alos egal wos steht.
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Also HdR hat zwar ein schönes Layout, aber die Magie ist mir doch als eher schwach in Erinnerung. Ich hab zwar keinen Magier gespielt, aber einer war in meiner Runde. Den treffe ich aber erst am Samstag wieder.
Ausserdem hat HdR dermassen grobe Fehler, dass es sofort nach Erscheinen einen Haufen Erate gab. Die Charactere sind am Anfang sehr stark und mächtig. Wer nur ein bisschen Hirn hat und sich was durchliest, kann das System so f****n, dass er gleich am Anfang einen Superhelden hat.
Ich würde HdR eher nicht empfehlen, da es besonders wegen der Magie weniger geignet ist.
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Was ist das Problem an der Magie? kannst du etwas spezifizieren?
Schwächer soll sie ja sein. Und unausgeglichen stört mich nicht.
Ich will das es einen deutlichen Unterschied macht, ob man nun einen Dieb oder einen Kämpfer spielt. bei D&D ist dieser unterschied inzwischen verlorengegangen.
Ein Dieb hat nunmal nihct in erster Reihe zu kämpfen.
Für wie "Buggy" hältst du HDR?
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Ich will das es einen deutlichen Unterschied macht, ob man nun einen Dieb oder einen Kämpfer spielt. bei D&D ist dieser unterschied inzwischen verlorengegangen.
??? Mach doch fuer diese gewagte These mal einen Thread im (A)D&D/d20 auf. Da wuerde ich gerne mit dir etwas intensiver drueber reden ;)
Ein Dieb hat nunmal nihct in erster Reihe zu kämpfen.
Tut er ja auch nicht... Er kaempft normalerweise "hinter" der 1. Reihe der Gegner (auf der dem Kaempfer gegenueberliegenden Seite der Gegner) und verzieht sich wenn die Gegner ihn als "Gefahr" einschaetzen und angreifen (zumindest sollten das clevere "Rogues" - Thieves gab's in (A/O)D&D oder jetzt wieder in IH - tun)
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Also wir sind mit einer D&D Runde auf das neue Herr der Ringe System umgestiegen.
Wenn du wirklich umsteigen willst, wartet schon ein gewisser Aufwand auf dich.
Ich schreib hier einfach mal meine Erfahrungen mit dem Umstieg.
Das System verleitet definitiv zu MinMaxing und Powergaming ist aufgrund der fehlenden Stufen noch einfacher als bei D&D.
Die Berufe sind nicht gut ausgeglichen, geben allerdings mehr Möglichkeiten Charakterkonzepte umzusetzen als die Klassen bei D&D.
Die Magie wird das größte Problem werden (ist es bei uns noch Heute).
Man würfelt für eine Zauberprobe einen Erschöpfungswurf (mit Ausdauer) und muss den Zielwert des Zaubers erreichen. Schaft man es nicht, verausgabt man sich immer mehr. Das heißt, dass es keine wirkliche Beschränkung für die Häufigkeit von Zaubern gibt, allerdings erhält man Malis für häufiges Zaubern inerhalb von kurzer Zeit. (Hoffe mal das is alles richtig, spiele keinen Magier)
Die Sprüche sind im Vergleich zu D&D eher Schwach, allerdings können leicht neue hinzugefügt werden.
Das Magiesystem ist imho trozdem, insofern man bei Magie von realismus sprechen kann, realistischer als das D&D Magiesystem.
Das was ich wirklich toll finde, ist das Kampfsystem. Mehrere taktische Optionen (die dazu den Spielfluss nicht verlangsamen), aktive Paraden Rüstung die Schaden Absorbiert abzüge für Verwundungen machen das System imho um einiges realistischer als das D&D System. Vor allem im Kampf gegen mehrere Gegner merkt man schnell, dass man auch gegen 2 Goblins den kürzeren ziehen kann.
Das Regelbuch ist schlecht struktoriert und strotzt von ungereimtheiten und kleinen fehlern, die man jedoch mit gesunden Menschenverstand und der Erfahrung mit Rollenspielen, die du sicherlich haben wirst, leicht beheben kann.
Zu guter letzt bleibt noch zu erwähnen, das 2w6 realistischer sind als der w20. ::)
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Wußte ichs doch, das ich hier jemand finde, der schon mit dem Gedanken gespielt hat, das jemand das allerdings schon gemacht hat, hätte ich nicht erwartet.
Aber das was Du schreibst, sind genau dir Gründe, die mich auf HDR gebracht haben. Und an einem System rumdoktorn zu müssen stört mich nicht.
Wenn du euren Magier triffst, frag ihn mal wie er das empfindet.
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Wir haben keinen Magier ;D
Nur einen Tempelritter (so ne art Paladin) der ein paar Sprüche kann. Vorher war er Krieger Priester und wie er es empfunden hat, kann ich dir schon jetzt sagen: Er fands s......e. Deshalb hat er als wir die Charas umgeschrieben haben seinen kämpferische Ader stärker betont.
Ich war Druide/Barbar und habe jetzt auch irgendwie zwei drei Sprüche, die ich allerdings noch nie angewendet habe ::)
Mich hat die umstellung nicht gestört, da ich auch vorherr schon eher Kriegerisch veranlagt war.
Heute Abend spielen wir wieder. Ich schau mal ob mir noch mehr auffällt.
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Ohja, ich fänds gut, wenn du die anderen Spieler nochmal explizit drauf ansprichst, wie der Umstieg für sie war. :loll:
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Das könnte eventuell problematisch werden, weil unser Meister in letzter Zeit radikaler gegen Outime zeugs vorgehen möchte damit wir mehr reine Spielzeit haben. Du kannst mir aber n paar kurze Fragen aufschreiben die ich dann vor Spielbeginn abhandeln kann wenn die Zeit reicht.
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Das könnte eventuell problematisch werden, weil unser Meister in letzter Zeit radikaler gegen Outime zeugs vorgehen möchte damit wir mehr reine Spielzeit haben. Du kannst mir aber n paar kurze Fragen aufschreiben die ich dann vor Spielbeginn abhandeln kann wenn die Zeit reicht.
Das wäre echt Super :d
1. Habt ihr das Gefühl den Charakter eures SC im CODA System besser darstellen zu können?
2. Heben eure Chars sich genügend von den anderen in eurer Gruppe ab?
3. Sind die Kämpfe komplizerter oder einfacher als bei D&D?
4. Haben euch die "Nachteile" eurer Chars schonmal Interessante/Spaßige/Spannende Momente im Spiel gebracht, die ihr vllt ohne "Nachteil"-Regel nicht in der Form gehabt hättet?
Das sind so die Fragen die mir als erstes in den Sinn kamen, als ich über einen Umstieg nachgedacht habe.
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Also ich für meinen Teil kann ja schon mal Antworten.
1.
Auf jeden Fall. Man ist nicht an bestimmte entwicklungsmöglichkeiten gebunden, die durch die Klasse vorgeschrieben sind.
2.
Teilweise. Bei solchen Systemen ist es nun mal gang und gebe, dass die Krieger ihre Waffenfertigkeiten auf den höchsten Wert steigern, ebenso wie Spitzbuben gewisse Werte auf dem Maximum halten. Abgesehen von Fertigkeiten gibt es noch die Vorteile, die die Charaktere in einer extremen Weise beeinflussen und wirklich von anderen Abheben. Teilweise sind diese Vorteile auch zu mächtig (siehe Blitzschnell)
3.
Das Grundprinziep ist etwas komplizierter und es muß mehr gerechnet werden. Allerdings sind die Kämpfe spannender und realistischer
4.
Ja! Die Nachteile sind recht gut gewählt und vermögen es den Charas sehr schnell Leben einzuhauchen. Wenn man durch einen Nachteil an eine bestimmte manchmal störende oder nervige Angewohnheit gebunden ist, gibts weniger Druck von den Mitspielern wenn man kurz auf der Egoschiene fährt oder sich danebenbenimmt >;D
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Ich kenne das HdR Coda System nur vom lesen, habe es also nie selbst gespielt.
Ich finde es spielbar, wenn auch nicht sagenhaft toll.
Allerdings muss ich sagen: Der Vorteil vom HdR Rollenspiel ist doch die Hintergrundswelt.
Das Regelwerk ist spielbar, aber nicht super.
Warum willst Du die schwächere Hälfte vom HdR Regelwerk nehmen und mit den vergessenen Reichen "mergen"?
Den gedanken, das Setting mit einem "jeweils für die jeweiligen Spielvorlieben" geeigneteren System zu mergen könnte ich nachvollziehen, wenn man Tolkien Fan ist.
Aber anders herum?
Interessanter Gedanke...
Mir fehlt im Moment auch so das Fantasy System mit dem richtigen "aha" Erlebnis. D&D ist mir (wie Dir auch) zu tabeltoppig, DSA mag ich auch nicht, Earthdawn liebe ich, ist aber spezielles Fantasy und HdR habe ich noch nicht probiert.
Ich glaube ich werde mal eine HdR Runde ausprobieren... 8)
Der wesentliche Unterschied liegt imho im Setting. HdR baut auf "normalen" Charakteren auf deren übermenschlichkeit nicht in Werte gefasst werden kann ("ich töte Gandalf"), während D&D versucht, die Macht der Charaktere in Werte zu pressen.
Die Art zu spielen wird eben eine andere. Man wechselt vom Gaming zum Storytelling, um es mal so "platt" zu formulieren.
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Warum willst Du die schwächere Hälfte vom HdR Regelwerk nehmen und mit den vergessenen Reichen "mergen"?
Die Herr der Ringe Welt ist mir schlicht zu vorbelastet. Es ist eine Klasse Welt, aber sie würde mich als SL zu sehr einschränken, weil ich angst hätte etwas "kaputt" zu machen.
Smaug, Bilbo, Legolas und Gimli sind mir viel zu wichtig, als das ich meine Spieler Schabernack mit ihnen treiben ließe ;)
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Die Herr der Ringe Welt ist mir schlicht zu vorbelastet. Es ist eine Klasse Welt, aber sie würde mich als SL zu sehr einschränken, weil ich angst hätte etwas "kaputt" zu machen.
Smaug, Bilbo, Legolas und Gimli sind mir viel zu wichtig, als das ich meine Spieler Schabernack mit ihnen treiben ließe ;)
Und Khelben, Elminster, Waterdeep usw. (in den Realms) sind es nicht?
Wenn die SCs nach anderen Regeln spielen dann auch die NPCs...
Und da muss der Unterschied des Powerlevels nicht mehr so extrem sein wie in D&D.
Evtl. solltest du (auch wenn du das Anfang des Jahres schonmal mit gewissen Vorgaben gemacht hast) nochmal eine Liste der "Must have", "nice to have" und "mustn't have" Dinge machen die ein System fuer dich haben soll.
(Geht es nur um das System oder auch um das Setting - oder ist das auf die Realms "eingeschossen"?)
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Und Khelben, Elminster, Waterdeep usw. (in den Realms) sind es nicht?
Nicht so sehr wie die HDR-Chars.
Mit Elminster und Co zu spielen bin ich immerhin uach gewohnt, ich kenne sie schlicht nicht anders.
(Geht es nur um das System oder auch um das Setting - oder ist das auf die Realms "eingeschossen"?)
Da bin ich so ziemlich auf die Realms eingeschossen. Ich habe nicht viel Lust, mir das, was ich über die Realms weiß noch von einer anderen Welt anzueignen.
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Die Herr der Ringe Welt ist mir schlicht zu vorbelastet. Es ist eine Klasse Welt, aber sie würde mich als SL zu sehr einschränken, weil ich angst hätte etwas "kaputt" zu machen.
Smaug, Bilbo, Legolas und Gimli sind mir viel zu wichtig, als das ich meine Spieler Schabernack mit ihnen treiben ließe ;)
Naja, ich hab mir Überlegt, eine Kampagne um den Hexenkönig von Angmar zu spielen.
Die Zeit ist unbelastet.
Gandalf ist irgendwo, der einzige Bekannte wäre Elrond, und den wollte ich als "Gruppenmentor" nehmen.
(Okay Galadriel und Celeborn, aber auch die sind eher Randfiguren)
Das Auenland gibt es noch nicht, der Ring ist verschollen und das nördliche Königreich Anor ist am zerbrechen (oder schon zerbrochen).
Da kann man viel machen.
In der Zeit um den Ringkrieg finde ich es auch eher langweilig. Denn da ist der Hauptschauplatz vor den Toren Mordors.
Aber um den Hexenkönig finde ich es sehr interessant... 8)
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Nach dem was ich gehört habe; Mein kl. Bruder hat es gekauft und wollte leiten; mein nächter kl. Bruder hat sich das System geschnappt hat sich eingelesen und hat sich einen Chara gebaut, (Ich sollte dem Bruder alle neuen System überlassen :) der findet bestimmt die Lücken) und schon wollte mein andere Bruder nicht mehr leiten da dabei ein Mega über Chara rauskam, und alles war Regelkonform erstellt worden. HdR ist ein sehr "Heldiges" System, die Helden sind echte Helden und tun zum Frühstück sachen die normalos nicht nach einem Jahr Spezial Training hinbekommen.
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Das die Chars mächtig stört mich nicht. Ich will nur ein System, welches die Spielern etwas mehr beim ausspielen von nicht-Kampf Situationen unterstützt
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Ich will nur ein System, welches die Spielern etwas mehr beim ausspielen von nicht-Kampf Situationen unterstützt
Meinst Du damit Konfliktsituationen (also "Türen öffnen", "schleichen", "klettern", etc.) oder Interaktionssituationen?
Und in wieweit soll Dich das System unterstützen?
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So ich schreib hier mal kurz was meine Gruppe so angemerkt hat. Vor dem Beginn habe ich mich etwa 10min mit ihnen über den Umstieg unterhalten.
Ich habe die einzelnen Antworten mal zusammengestaucht.
1. Habt ihr das Gefühl den Charakter eures SC im CODA System besser darstellen zu können?
Die Charaktere lassen sich schon gut darstellen, nur nicht vernünftig von D&D umschreiben. So beklagte sich z.B. die Halblingdiebin, dass sie weniger einstecken kann und der Ex-Priester, dass ihm Zauber fehlen, die er vorher fest mit seinem Chara verbunden hatte.
Allerdings gibt es mehr entwicklungsmöglichkeiten für die Charaktere.
2. Heben eure Chars sich genügend von den anderen in eurer Gruppe ab?
Das Skillsystem gibt einige Möglichkeiten, die jedoch aus minmax Technischen Gründen nicht genutz werden. Die besonderen Specials der Berufe gleichen dies allerdings aus.
3. Sind die Kämpfe komplizierter oder einfacher als bei D&D?
Seltsamerweise ist der Großteil der Gruppe der Meinung, dass die Kämpfe einfacher geworden sind. (was wahrscheinlich daran liegt, dass sie weniger abstrakt sind).
4. Haben euch die "Nachteile" eurer Chars schonmal Interessante/Spaßige/Spannende Momente im Spiel gebracht, die ihr vllt ohne "Nachteil-Regel“ nicht in der Form gehabt hättet?
Die Nachteile wurden bei der Umschreibung eher Charakterabhängig gewählt, deswegen ist nur eine kleine Intensivierung des Ausspielens der Charakterzüge erkennbar.
Das Vorteil/Nachteil System kommt insgesamt besser an als die Feats.
Auch wurde zur Sprache gebracht, dass es zu wenige (und zu stark von D&D abweichende) Zauber gibt (obwohl wir keinen Magier haben :D), dass die Waffenvielfalt fehlt und das die Heilung zu langsam geschieht (hauptsächlich aus Mangel an Instant-Heilsprüchen)
Der Spielleiter hat eine imense Verbesserung des Rollenspiels feststellen können. Er sagt, dass die Charaktere besser ausgespielt werden und häufig rollenspielerische Lösungen gesucht werden, wo es vorher einen Spruch gab um das Problem zu lösen.
Zum Punkto Powerlevel kann ich nur sagen, dass du die Regeln gut durchlesen solltest und einige Bremsen einbauen solltest. Wie gesagt das System hat Ecken und Kanten… wenn man die Wegschmirgelt ist es ne Runde Sache.
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Meinst Du damit Konfliktsituationen (also "Türen öffnen", "schleichen", "klettern", etc.) oder Interaktionssituationen?
Und in wieweit soll Dich das System unterstützen?
Nein, ich meine nicht "nur" Konfliktsimulation, sondern auch Charakterdarstellung. "Das System soll mich unterstützen" ist vllt falsch ausgedrückt, denn ich vertrete die Meinung, das man nihct versuchen sollte das Charakterausspielen in Regeln zu fassen, aber es sollte kleine stützen geben und es vor allem nicht aktiv behindern, indem der Char massive Nachteile hat, wenn er mal etwas ineffektives tut.
Von D&D ausgehend kann ich eigentlich nur sagen, was ich nicht will. Ich will keine Zaubersprüche, die jeglich eInteraktion mit der Umwelt überflüssig machen, weil ich z.B. nur noch "Personen bezaubern" sprechen brauche um mein Ziel zu erreichen. Ich will kein Talentsystem, das die Speiler dazu zwingt sich schon auf 15 Stufen im Vorraus ein Konzept zusammenzuschustern, nur weil sie am Ende Malifrei beidhändig Kämpfen können wollen.
Ich hoffe, das ein System mit abgegrenzteren Charkonzepten den Spielern etwas mehr Identitätshilfen liefert.
@max :d Vielen Dank.
Das die nichtkämpfer-Chars Schwächer werden hab ich mir gedacht, finde ich aber auch gut.
Ein Kampfsystem das etwas mehr auf die einzelne Handlung eingeht, würde meiner Gruppe glaub ich ganz gut tun.
Weniger Zauber finde ich auch gut, Wafefnvielfalt, da kann man ja was dran machen, Heilung soll Langsam sein.
Gerade die Einschätzung des SL finde ich sehr gut. Die macht Mut zu mehr, so denke ich das ich es wohl einfach mal probieren werde.
....Dann muss ich jetzt wohl mal der Meute entgegentreten und ihnen klarmachen, warum ich ihnen ihren w20 wegnehmen will :-[
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Egal welches System Du am Ende nehmen wirst, Du kannst ja mal das Experiment wagen und sowas wie die Spiritual Attributes von TROS einführen. Das unterstützt die Charakterdarstellung ungemein. Selbst bei EX-D&Dlern.
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Egal welches System Du am Ende nehmen wirst, Du kannst ja mal das Experiment wagen und sowas wie die Spiritual Attributes von TROS einführen. Das unterstützt die Charakterdarstellung ungemein. Selbst bei EX-D&Dlern.
Die Spiritual Attributes unterstützen das nicht nur, die erzwingen das förmlich(Das kann aber auch nach hinten los gehen(Vor allen Dingen wenn der SL ein "normales" Abenteuer plant)).
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Threadnekromantie vom feinsten.
@Thalamus
Hast du den Umstieg denn jetzt gewagt? Und wie sind deine Erfahrungen wenn ja.
Grußgrunz
TO
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Leider ist meine Gruppe nicht so überzeugt von einem Wechsel wie ich. :-[
Sobald sich was ergibt, schreib ich shier rein.
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Ich finde das Experiment sehr lustig. Spiele seit einigen Jahren Herr der Ringe mit dem Coda System. Das System unterstützt nach meiner Ansicht stark Storytelling. Spieler werden dazu angehalten, kreativ an Abenteuer ranzugehen (über ihr Wissen, Hintergrund), das alles aber natürlich sehr stark auf Mittelerlde zugeschnitten.
Der These, dass Magier schwächer wären als in anderen Systemen, kann ich nur bedingt zustimmen. Es stimmt schon, dass es kaum Angriffszauber nach dem Prinzip "ex und hopp" gibt. Magier sind eher Gelehrte, die über ihr enormes Auftreten und Wissen in einem Abenteuer den entscheidenden Ausschlag geben. Das macht sie mächtig. Im Kampf ist von einem Spieler hier gutes Rollenspiel gefragt. (Wer greift schon gerne einen berobten, Stab tragenden Mann an, der mystische Worte vor sich hinmurmelt). Es sollte halt anders ablaufen, als wie z.B. bei D&D mit "Shoot Mage first". Weiß nicht, wie gut da die Umsetzung klappt. Hdr geht von der Prämisse aus, dass Magie etwas sehr, sehr seltenes ist. Magier gibt es in dem Sinne eigentlich überhaupt nicht. Wenn dann mal einer auftaucht, haben die meisten Leute Schiss oder zumindest großen Respekt.
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ich denke dass nur das Magiesystem für D&D nicht geeingnet ist
es ist für Mittelerde ganz hervorragend :d
aber für eine D&D Welt..ich weiss nicht
allerdings weiss ich auch nicht übermässig viel über die vergessenen Reiche..wie 'stark' und allgegenwärtige ist die Magie hier?
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allerdings weiss ich auch nicht übermässig viel über die vergessenen Reiche..wie 'stark' und allgegenwärtige ist die Magie hier?
Sehr Stark, und sehr allgegenwärtig. In den VR begegnet dir quasi an jeder Ecke etwas Magisches. Das ist aber häufig einfach nur Magischer Tant, den man Problemlos wegloassen kann, ohne die VR völlig zu verändern.
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Sehr Stark, und sehr allgegenwärtig. In den VR begegnet dir quasi an jeder Ecke etwas Magisches. Das ist aber häufig einfach nur Magischer Tant, den man Problemlos wegloassen kann, ohne die VR völlig zu verändern.
Naja, wenn Magie so etwas Allgegenwärtiges ist, müsste man die Hdr Magieregeln anpassen. Würde relativ leicht gehen:
1.) Begrenzung der Anzahl der Sprüche durch schwierigere Anwendung pro Minute streichen. Weiß nicht wie die Begrenzung bei D&D aussieht, könnte man ja gegebenenfalls einfach übernehmen.
2.) Neue Sprüche kann man schnell entwickeln bzw. aus D&D übernehmen. Hier kann man ja darauf achten, dass es nicht zu jeder Aktion einen passenden Spruch gibt.
Insgesamt sag ich mal, kann man das Coda System relativ leicht modifizieren.