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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Pen & Paper - Umfragen => Thema gestartet von: Mike S. Blueberry am 13.02.2006 | 18:40
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Howdy,
Derzeit spiel ich eine Kampangne, die mit einen fest gesetzten Showdown enden soll.
Noch sind meine Spieler, so zufrieden mit der Runde - das es Sie schon ärgert, das diese Runde in absehbarer Zeit auslaufen wird.
Etwas was Sie mir eh "vorwerfen":
Hier also der Kern meiner Frage, was haltet Ihr eigentlich für besser:
- eine Kampangne die erst ohne Ende geplant, gespielt wird bis die Motivation von Spielern und SL´s irgendwann aufhört.
- oder eine Kampangen die sich eigentlich einen Endpunkt setzt und dann auch endet wenn Sie diesen erreicht hat. (Frei nach den Motte: lieber ein schönes Ende - als ein Schrecken ohne Ende . . ).
Ich mag ja eher das letztere (als SL und Spieler) . . .
Welche Vor- und Nachteile seht Ihr zur jeweiligen Option?
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Ich ziehe mittlerweile Kampagnen mit einem Ziel vor. Das gibt dem Ganzen mehr Kohärenz; bei ewig aneinandergereihten Ereignissen ohne roten Faden bleibt irgendwann die Glaubwürdigkeit auf der Strecke. Das heißt nicht, dass die Charaktere bei Erreichen des Ziels unbedingt in Rente geschickt werden müssen. Aber lieber erreiche ich ein vorläufiges Ende, als dass die Kampagne irgendwann im Sande verläuft, weil alle den Spaß daran verlieren.
Robin
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Ich persönlich habe bis jetzt wenige Kampagnen gespielt, die einen grandiosen Showdown als Ende haben. Eine schöne Abwechslung wäre es aber schon einmal.
Einerseits hat man nach so einem Ende das Gefühl, die Geschichte zu einem entscheidenden Teil mitbestimmt zu haben (ich weiß, das kann man auch bei Endlos-Kampagnen in manchen Abenteuern, aber im Normalfall sollte das Ende hier weitaus epischer sein), andererseits ist man danach möglicherweise nicht mehr in der Lage, einen liebgewonnenen Charakter weiterzuspielen.
Mir als Spieler wäre es daher am liebsten, wenn man theoretisch noch die Chance hat, den Charakter weiterzuspielen (was aber, je nach Ende, eher unwahrscheinlich sein dürfte), oder eine solche Kampagne mit Charakteren zu spielen, die so erfahren sind, dass sie auch ohne Absicht des Spielleiters das Gleichgewicht der Spielwelt empfindlich verändern könnten, kaum neue Herausforderungen finden und ohnehin bald den "NSC-Stempel" auf den Carakterbogen bekäme.
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Ein Showdown ist eine feine Sache, ich frage mich nur, warum es dann enden muss
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Ein Showdown ist eine feine Sache, ich frage mich nur, warum es dann enden muss
Aus meiner Erfahrung ja, denn nach dem "Ende" fehlt der Gruppe meist die Motivation zusammenzubleiben.
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Aus meiner Erfahrung ja, denn nach dem "Ende" fehlt der Gruppe meist die Motivation zusammenzubleiben.
Du meinst abgesehen davon dass sie literweise "das gleich Blut im gleichen Dreck" vergossen haben?
Dass sie einander zahllos oft ihr Leben schulden?
Dass abgesehen von den anderen wohl kein Lebender Mensch (Elf, Zwerg,...) nachvollziehen kann was sie alles opfer mussten um ihr Ziel zu erreichen?
Abgesehen davon kann man die Fortsetzung ja auch ein paar Jahre später spielen wenn die alten Recken ihre Rüstung entstauben müssen weil es mal wieder Arbeit für sie gibt...
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Ein Showdown ist eine feine Sache, ich frage mich nur, warum es dann enden muss
hmm schon wahr - allerdings hab ich immer das Gefühl (den Druck) dieses dann zu topen oder zumindest auf dem Level zu bleiben.
Es ist eigentlich so das Problem von Fernsehnserien. Auch die geilste Serie wird oftmals nach der x-ten Staffel irgendwie fade (z. B. Akte X). . . .
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hmm schon wahr - allerdings hab ich immer das Gefühl (den Druck) dieses dann zu topen oder zumindest auf dem Level zu bleiben.
Es ist eigentlich so das Problem von Fernsehnserien. Auch die geilste Serie wird oftmals nach der x-ten Staffel irgendwie fade (z. B. Akte X). . . .
Aber doch auch nur wenn immer das Gleiche passiert, oder?
Wenn die Helden bis zum 1. Shodown hauptsächlich gekämpft haben, dann können sie nach dem großen Finale zB Lehen und Titel bekommen. In der nächsten Kampagne dreht es sich dann nicht mehr zigtausend Orks zu erschlagen, sondern sie müssen sich am Hof zurechtfinden, sind in die Politik verstrickt, werden Ziele von Intrigen und heimtückischen Mordanschlägen usw...
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- eine Kampangne die erst ohne Ende geplant, gespielt wird bis die Motivation von Spielern und SL´s irgendwann aufhört.
- oder eine Kampangen die sich eigentlich einen Endpunkt setzt und dann auch endet wenn Sie diesen erreicht hat. (Frei nach den Motte: lieber ein schönes Ende - als ein Schrecken ohne Ende . . ).
Ich spiele hauptsaechlich in zwei Sorten von Gruppen.
Die eine Sorte besteht aus einer groesseren Menge an Leuten, die sich unter wechelnden Spielleitern in wechselnden Kombinationen trifft. In diesen Gruppen koennen einzelne "Abenteuer" sich schon mal etwas hinziehen (was dann ja quasi eine Kampagne wird), aber prinzipiell ist ein Ende immer absehbar - und alle ueberleben es ;-) .
Die andere Sorte spielt mit festen Spielern unter festen Spielleitern. Und da spielen wir Charaktere, die vom Schicksal getrieben dies und jenes tun, wo auch grosse Linien durchgezogen werden (wenn der SL nicht wieder vergisst, was er sich fuer "drei Jahre spaeter" vorgenommen hatte :-) ).
Eine Kampagne mit festem Ende haette unsere Myranorrunde werden koennen... leider muessen wir die nochmal neu auflegen, die alte hat sich nicht bewaehrt. Aber vielleicht, schon ganz kurz nach der Pensionierung...
Warum? Nun, weil eigentlich alle Charaktere noch etwas vorhaben, sich noch nicht zu dem entwickelt haben, was sie sein koennen, wollen, sollen oder auch gar nicht wollten, sollten oder konnten und nun doch geworden sind... Es fehlt eigentlich allen noch an Alter, an Erfahrung und Lebensweisheit, die zumindest ich braeuchte (und die anderen in den Runden sehen es offenbar genauso), um einen Charakter fuer "ausgespielt" zu halten. Sie aus rein theoretischen Erwaegungen "wegzuwerfen", faende ich Verschwendung. Das heisst nicht, dass es nicht einen definierten Moment gibt, wo der eine oder andere Charakter diesen Punkt erreichen wird (und vielleicht bei meinen Mitspielern schon erreicht hat, ich habe da nicht den absoluten Ueberblick), an dem er sein "Heldenleben" auf die eine oder andere Art beendet. Dann spielt der Spieler eben einen anderen weiter.
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Ich mag es lieber, wenn Kampagnen nicht unbedingt mit dem Showdown enden müssen. In unserer Ars-Runde haben wir mehrere Kampagnen gespielt und hinter uns gebracht (wobei allerdings das große Rätsel, das von Anfang an bestand, erst jetzt kurz vor der Auflösung steht). Gut, die Vampire-Runde ist mit dem Showdown erstmal abgeschlossen, das liegt aber auch daran, daß wir mit der Spielgruppe so viele andere coole Dinge haben, die wir spielen können. :)
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Nichts schlimmer als Endloskampagnen ohne Sinn und Ziel.
In my not so humble opinion, versteht sich.
Edit: Das heißt allerdings nicht, dass das Ziel bereits bei Beginn der Kampagne feststehen muss. Aber es sollte sich doch einigermaßen zügig so was wie ein zentraler Konflikt (oder mehrere) einfinden, bei deren Auflösung dann die Geschichten der Charaktere und damit die Kampagne zu einem Abschluss kommen.
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@Red Cloud: Nicht mal eine Wurzelbehandlung? Oder Rollenspiel mit Ach-mach-mir-eine-Story-Spielern? ;)
Sorry, ich kann mir einen Haufen Schlimmeres vorstellen.
Allerdings gibt es natürlich auch Systeme, die sich für Endloskampagnen mehr oder weniger anbieten... Ars Magica ist sehr kampagnentauglich - wir spielen mittlerweile schon die zweite Generation. Dadurch, daß immer wieder neue Charaktere ins Spiel kommen, stagniert die Chararkterentwicklung auch nicht so sehr. ;)
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Ich mag Kampagnen nicht, die in der Luft hängen, und nie abgeschlossen werden. Das hat irgendwie so etwas unbefriedigendes. Showdowns sind zwar meist super und runden die Sache schön ab, aber müssen nicht unbedingt sein.
Leider sieht die Realität anders aus. Unsere Gruppe hat etliche Kampagnen laufen, die nicht beendet sind (mehrere Vampire, eine Mage und DSA Kampagne) und sie werden vermutlich auch niemals beendet werden :'( . Dazu fehlt uns leider die Zeit und in Zukunft wird das wohl nicht besser werden. Studium, verschiedene Wohnorte etc.
So wird es wohl darauf hinauslaufen, dass in Zukunft eher weniger Kampagnen und viel mehr OneShots gespielt werden... (was ja auch nicht gerade schlecht ist, ob der vielen Systeme, die ich immer schon mal spielen wollte).
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Wir hatten so eine endlos Kampagne in Harnmaster. Das Ziel war einfach überleben in der Welt und wir haben schon recht hard & gritty gespielt.
Ist auch nie langweilig geworden, auch wenn in mir der Wunsch gewachsen ist endlich mal wieder was episches zu spielen.
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Meine "alte" Midgardrunde läuft seit etwa der 1980er in fast unveränderter Besetzung (Spieler und Charactere).
Wir sind schon durch die halbe Welt gekommen, das (geographische) Ziel liegt noch weit weg, wir müssen noch viel lernen bis dahin und dann die Welt retten! Könnte auch noch einige Jahre Echtzeit dauern.
Macht Spaß!
immer noch
immer wieder
:d
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Ist vielleicht auch eine Frage davon, wie oft man spielt... die längste Kampagne, die ich habe, läuft seit 12 Jahren, ungefähr einmal aller drei Monate (im Augenblick). ;)
Woche für Woche für Woche immer wieder das gleiche zu spielen, ist wahrscheinlich anstrenger und schreit eher nach Abwechslung... ~;P
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Hallo zusammen,
also ich bin ein Fan von Endloskampagne. Das wichtige daran ist allerdings das es erreichbare Zwischenziele gibt.
Frustrierend werden Endloskampagnen erst dann wenn es aus Sicht der Spieler keine klaren Spielziele gibt,
Gruß Jochen