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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: 1of3 am 1.04.2006 | 10:31

Titel: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: 1of3 am 1.04.2006 | 10:31
Moinsen.

In den letzten Wochen kam ja immer mal wieder die Tatsache auf, das Pen&Paper eine geringe Medienpräsenz hat. Eigentlich gar keine.

Als Hauptgrund würde ich sehen, dass P&P einem Zuschauer nichts bietet. Deshalb denken die Leute bei "Rollenspiel ohne Computer" immer an LARP. Da kann man einen Ork zeigen, sagen, dass der eigentlich Bänker ist, und hat wieder was für die letzte Seite in der Zeitung. Beim Rollenspiel sitzen eigentlich nur Leute am Tisch.

Was wir machen kann man auch nicht vernünftig mit wenigen Worten erklären, weil das so völlig ab von der Mainstreamkultur ist. Und wenn man Ausschnitte davon im Film zeigt, gewinnt ein Zuschauer auch keinen Überblick.

Die Frage ist also, was lässt sich ganz konkret tun, um Aufmerksamkeit zu erregen?
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Enkidi Li Halan (N.A.) am 1.04.2006 | 10:35
Die Frage ist also, was lässt sich ganz konkret tun, um Aufmerksamkeit zu erregen?
Die Frage ist eher: wozu? Wozu Aufmerksamkeit in den Medien? Rollenspiel ist ein Hobby wie jedes andere, und ich will ja auch in der Zeitung nichts vom Taubernzüchterverein nebenan lesen...

Um Nachwuchs zu rekrutieren? Ich weiß nicht....
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Catweazle am 1.04.2006 | 10:59
Die Aufmerksamkeit, die unser Hobby erregt, wollen wir nicht. Denn Aufmerksamkeit erregen (in den Medien) leider nur Extreme. Der verkleidete Ork-LARPER, der völlig von dieser Welt entrückte Voll-Nerd, der Amokläufer mit D&D im Bücherschrank, die Liste ließe sich beliebig fortführen. Wer will denn von einem normalen Hobby wie Mensch-Ärger-Dich-Nicht hören, oder von Menschen, die sich zusammensetzen und eine Geschichte erzählen? Ne, wenn Rollenspiel in den Medien ist, dann wird's peinlich oder langweilig.

Aber um um Enkidis Frage nochmal aufzugreifen: warum sollten wir auch Medienaufmerksamkeit wollen?
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Ein am 1.04.2006 | 11:25
Jupp, sehe ich auch so. Zumal über andere Hobbies ja auch selten berichtet oder diese umworben werden. Wann hört man schon mal von Brettspielvereinen?
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Arbo am 1.04.2006 | 12:10
Naja, ich würde erstmal wissen wollen, WAS für Medienpräsenz. In Zeitschriften ... ja gerne. Irgendwelche Berichte über Gummielfen und Knubbelorken, die mich als P&P-Vertreter ins schlechte Licht rücken - NÖ!  >;D
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Settembrini am 1.04.2006 | 13:55
Und wie ist dieses Radio Interview hier? Würdet Ihr sowas begrüßen?

mein Blog, klickt auf Tondokument und der mp3 download beginnt:
 http://hofrat.blogspot.com/2006/03/wanted-man-in-california-wanted-man-in.html (http://hofrat.blogspot.com/2006/03/wanted-man-in-california-wanted-man-in.html)
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Mc666Beth am 2.04.2006 | 11:52
Die Frage ist, wie hier auch schon gestellt, braucht P&P-RPG diese Aufmerksamkeit?

Ich denke nciht, da es im Großem und Ganzen mehr schadet als nützt.
Computerspiele sind wesntlich verbreiteter und an sich hat ein großteil der deutschen bis 35 bestimmt schonmal eins gespielt.
Und doch sidn sie eien Gefahr für die Gesellschaft, nach Ansichten bestimmter Politiker.

Wie will man dann einer breiten Öffentlichkeit P&P-RPG verständlich machen, ohne sofort in eine Amokläuferschiene oder ähnliches gedrängt zu werden?
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Aeron am 2.04.2006 | 12:00
Wie will man dann einer breiten Öffentlichkeit P&P-RPG verständlich machen, ohne sofort in eine Amokläuferschiene oder ähnliches gedrängt zu werden?

Ich denke schon, dass es geht, wenn man es richtig anpackt - schließlich brauch man ja nicht die Metzelszene der Helden unter den Orks als Beispiel für Rollenspiel anführen.
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: 1of3 am 2.04.2006 | 12:03
Naja, ich glaube nicht, dass als potentielle Amokläufer betrachtet zu werden notwendige Konsequenz ist. Im Gegenteil. Vorurteilen begegnet man am besten mit Information.

Und ich bin eigentlich der Meinung, dass ein bischen Kenntnis schon nicht schlecht wäre. Ich mein, ich weiß, dass es Taubenzüchter gibt. Ich hab noch nie einen getroffen, aber dass Leute sowas machen, ist mir bekannt. Wenn ich sage: "Ich spiel Rollenspiele", kommt häufig genug: "Hä?"
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Medizinmann am 2.04.2006 | 12:05
Die Frage ist also, was lässt sich ganz konkret tun, um Aufmerksamkeit zu erregen?
Die viel wichtigere Frage ist:
Muss man das tun ? mir ist aufmerksamkeit der Medien gar nicht recht,weil die meist nur Negativ Berichten um Pseudo-Sensationen zu verkaufen.
Es gibt genug Werbung/Präsenz. Wer sich für P&P interessiert,findet schon zu uns.

Hough!
Medizinmann
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Falcon am 2.04.2006 | 12:14
Enkidis Frage ist doch schnell beantwortet, weil P&P im Gegensatz zum Taubernzüchterverein von nebenan Marktpotential hat.

Vor 10Jahren, gut vor 14-15 Jahren, wusste so gut wie niemand etwas von den Möglichkeiten der Computerspiele, heute laufen die Spieltrailer im Kino vor dem Film.
ok, die haben sich technisch weiterentwickelt. "Weiter"entwickeln lässt sich RPG nicht wirklich. Man sieht oft, eigentlich sind die Verlage gar nicht auf die P&Ps angewiesen weil es viel einfachere Möglichkeiten gibt Geld zu verdienen.
Dennoch glaube ich das die Firmen in den letzten Jahren mit dem ganzen Fantasy Hype eine große Chance verpasst haben.
Stattdessen sind sie eben auf Nr. Sicher gegangen, haben sich auf D&D Brettspiele und HdR Sammelkarten gestürzt (sieh vor allem Fanpro, DSA Handyspiele  :P).

Ich kann mich gut damit anfreunden so viele Potentielle Spieler für meine Runden zu haben wie für GuildWars.
Das genölt wird das dadurch nur die falschen Leute angezogen würden spricht ja nur mal wieder für die elitäre Arroganz eines Nischenhobbies. Vermutlich fürchtet man auch einfach die kommerzialisierung des P&P, wenn erstmal losgelassen, sich zu einem Yu-gi-oh Spiel verwandelt. Die Geschwindigkeit der Veränderung in alle mögliche Richtungen würde natürlich immens zunehmen und es würde unter anderem sicher auch dazu kommen. Verhältnismäßig wird dadurch aber nunmal für jeden einzelnen auch der angenehme Teil größer.

ist doch überall gleich, Vor 5Jahren hat man kein deutsches Lied im Radio gehört und niemand hätte sich daran getraut. Bis ein Glückstreffer gelang. Seitdem wirds aufs perverseste Kommerzialisiert aber daran muss man sich ja nicht richten, sondern an die Ursprünge, die ja auch erfolgreicher werden, wenn auch nicht in dem Maße.



In die Medien gehört Rollenspiel nicht unbedingt, abgesehen von einigen seltenen Dokus aber imho in die Werbung. Von heute auf Morgen kanns auf einmal cool sein und dann gibts auch keine fanatischen Orkspieler mehr die Aufmerksamkeit erregen.


Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Aglaia am 2.04.2006 | 12:16
Sicher, dass jeder "zu uns findet", der sich dafür interessiert? Dazu muss man erst mal wissen, was es überhaupt ist und das es das gibt. Ich hätte sicher viel, viel früher mit RPG angefangen, hätte mir mal jemand was drüber erzählt.
Außerdem wissen meist wirklich nur die Rollenspieler selber, was das denn nun eigentlich ist, jedem anderen muss man das immer erst lang und breit erzählen. Und auch wenn ich nicht unbedingt was über den örtlichen Brettspielverein lesen will, weiß ich doch immerhin, um was es da geht.

Außerdem, wenn ich das nicht völlig falsch verstanden habe, ging es ja gerade darum, wie man denn ohne Negativ-Berichte und Pseudo-Sensationen Aufmerksamkeit bekommt.

Sorry falcon, dass ich mich nicht auf deinen Beitrag beziehe, du warst zu schnell ;)
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Cycronos am 2.04.2006 | 12:56
Ich sehe das recht ähnlich wie Falcon.
Klar hat größere Bekanntheit Schattenseiten, aber die Vorteile sollte man imho auch nicht unterschätzen.

Zudem ist Rollenspiel ein sehr "soziales" Hobby, ähnlich wie Manschaftssport. Es stärkt soziale Kontakte und schult Fertigkeiten in sozialer Aktion. Ok, das klingt jetzt etwas hochgestochen, und sicherlich kann man Rollenspiele auch so spielen, dass die soziale Schiene von nur geringer Bedeutung ist.
Aber ich denke es besteht dennoch ein wesentlicher Unterschied in dieser sozialen Sparte zu Trading Card Games, Gesellschaftsspielen, und Computer RPGs. Auch diese spielt man zwar "gemeinsam", aber auf einer völlig Anderen Schiene. Gesellschaftsspiele spielt man mit Freunden. Rollenspiele mit Fremden, die eventuell zu Freunden werden.
Computerspiele entweder alleine, oder über das Netz. Hier wird selten gemeinsames Gegame zu Freundschaft
Ähnlich ists mit dem Trading Cards, die man auch eher "gegeneinander" anstatt "miteinander" spielt.
Gerade dieser immense Fokus auf dem "Miteinander" ist eigentlich in keinem anderen Hobby vertreten. Und ich finde daher schon, dass Rollenspiel sozial "wertvoll" ist. Und etwas, dass diese Qualität aufweist sollte man imho durchaus bekanntmachen.
Die Leute sollten kapieren, dass wir keine Vollnerds ohne soziale Kontakte abseits der hochgepriesenen "Realität" sind, sondern durchaus Leute, die durch ihr Hobby eine gewisse Charakterbildung erfahren, und sehr stark im Umgang mit dem "miteinander" geschult werden. Von der immens erleichterten Neuknüpfung sozialer Kontakte mal abgesehen.

Ergo: unser Hobby ist sinnvoll, es ist wertvoll, es ist bildend und man braucht eigentlich kaum was dafür.
Warum sollten wir diese Qualitäten NICHT bekanntmachen?


Was man dafür tun könnte...
hm, schwierig. ein guter Ansatz war imho dieser "Was ist Rollenspiel"-Film, den mal die Lodland crew gedreht hat (gibts den noch irgendwo?). Portale wie project Odyssee finde ich auch ne gute Sache. wirkliche "Massenbepflasterung" kriegt man damit zwar nicht hin, aber es ist ein Anfang. Ich persöhnlich mache, wann immer ich kann "Verbalwerbung" für Rollenspiele. Sei es bei meinen Nachhilfeschülern, neuen Studenten an der Uni, den Kolleginnen und Kollegen meiner kleinen Schwester.... kurzum, bei allen Leuten, die mich fragen "was ich denn so in meiner Freizeit mache". Ab und an sogar bei den Nachbarn, wenn sie mal wieder zum Kaffekränzchen kommen.
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Aeron am 2.04.2006 | 13:07
Ich würde auch mehr Medienpräsenz bevorzugen. Wenn ich mir überlege, wer alles in meiner Umgebung weiß, was Rollenspiel überhaupt ist: da sind nur die Leute, die auch Rollenspieler sind und die Freunde aus nächster Nähe, die es zumindest ansatzweise durch mich wissen.
Und es ist immer wieder etwas quälend, jemanden klarzumachen was Rollenspiel ist, der keine Ahnung hat.
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Azzu am 2.04.2006 | 13:39
Also was wollen wir?

Einen objektiven Medienbericht ohne reißerische Elemente? Der würde so unsexy, dass er nur nach Mitternacht auf den dritten Programmen liefe, wenn nicht mal mehr die Rentner einschalten. Das wurde ja schon angesprochen - es gibt einfach nichts Interessantes zu sehen beim P&P. Seinen Nutzen hätte so ein Filmbericht vielleicht als mpeg-Datei im Internet, die man als P&P-Spieler besorgten Eltern und verwunderten Freunden bei Bedarf vorspielen könnte. Obwohl "The Gamers" diesen Zweck auch ganz gut erfüllen kann. ;)

Oder einen Werbefilm, der die ganzen Schattenseiten des Hobby im Schatten lässt und Nachwuschs werben soll? Den könnte man mit der Darstellung von ausgewählten, spannenden oder originellen Spielmomenten, gut aussehenden und sprachlich geschickten Protagonisten, über die berichtet wird, und ausgesuchten Filmsequenzen aus populären SF&F-Filmen und TV-Serien zwischen den Berichten durchaus sexy gestalten.
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Thalamus Grondak am 2.04.2006 | 13:51
Ich sehe hohe Medienpräsenz eher als Nachteil. ich selbst habe zwar auch erst recht spät zum RPG gefunden, gerade weil es eigentlich keine Medienpräsenz hat(als mir jemand das erste mal Rollenspiele zeigte, war das ein *Klick*-erlebnis "Das wars, was  ich schon immer gesucht habe") aber letztendlich habe ich dazu gefunden, und ehrlich gesagt mag ich das Nerd- und Aussenseiter Image von Rollenspielern.
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Mc666Beth am 2.04.2006 | 13:55
Ähm ich halte  Rollenspieler nicht für viel nerdiger als Taubnzüchter...
Und da Taubenzüchter auch so keine starke Medienpresänz haben, warum sollten RPGler sie bekommen?
Oder ist RPG als hobby besser?
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Cycronos am 2.04.2006 | 13:56
Ähm ich halte  Rollenspieler nicht für viel nerdiger als Taubnzüchter...
Und da Taubenzüchter auch so keine starke Medienpresänz haben, warum sollten RPGler sie bekommen?
Oder ist RPG als hobby besser?

Schlicht und einfach: Ja, ist es.
guckst du hier: http://tanelorn.net/index.php?topic=25382.msg500409#msg500409
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Mc666Beth am 2.04.2006 | 13:57
Das ist eine Meinung aber nicht meine.  ~;D
Wie gesagt uich verstehe das Bedürfnis nach dieser Medienaufmerksamkeit nicht.  ???
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Vanis am 2.04.2006 | 14:29
Rollenspiel ist ein Hobby ohne große Medienwirksamkeit. Daher wird es von den Medien nur aufgegriffen, wenn wieder irgendwas passiert ist, was man mit Rollenspiel im verbindung bringen kann.

Dann sammle ich doch mal Punkte, die Medienwirksamkeit hervorrufen könnten:

1.) Rollenspiel wendet sich gegen den Trend, dass Jugendliche nicht mehr lesen. Für Rollenspiele liest man Bücher, informiert sich vielleicht sogar über Geschichte usw. In Zeiten schlechten Abschneidens beim Pisatest ist Rollenspiel doch mal eine richtig gute Nachricht.

2.) Rollenspiel ist kommunikativ. Leute treffen sich und lösen zusammen Probleme. Das sind Fähigkeiten, die man auch im Job brauchen kann. Ganz gegen den Trend, allein vorm Rechner zu sitzen.

Für eine kurze Meldung ist das natürlich nicht genug, eigent sich aber wunderbar für eine Reportage oder ein Feature. Es muss ja nicht nur eine Rollenspielsitzung gezeigt werden. Die ist in der Tat langweilig für Zuschauer. Man kann ja auch das Umfeld der Jugendlichen zeigen, die Familien, was man für ein Typ Mensch ist, wenn man rollenspielt  ;)...

Warum Rollenspiel dann nicht von Medien aufgegriffen wird? Die Lobby, die dahintersteht, ist zu klein und hat zu wenig Geld. Rollenspielverlage haben nicht das Geld, um große Werbeaktionen zu finanzieren, was Medien aufmerksam machen würde. So muss ein Journalist erstmal auf die Idee kommen, darüber zu berichten.
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Roland am 2.04.2006 | 14:38
Na dann, schreibt doch mal die diversen Produktionsfirmen an.
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Guardsman am 2.04.2006 | 15:20
Zitat
Enkidis Frage ist doch schnell beantwortet, weil P&P im Gegensatz zum Taubernzüchterverein von nebenan Marktpotential hat.

Nicht wirklich.
Gesellschaftsspiele boomen in Deutschland. Nur die Unterabteilung Rollenspiele nicht. Weil sie viel zu zeitaufwendig sind. Man muss immer die ganze Truppe zusammen bekommen, man muss sich regelmässig treffen und dann dauern die Spieleabende auch noch so lange. Dann muss man immer bei der Sache sein, kann nebenher keinen Smalltalk halten, weil das vernichtet ja die Stimmung. Ach, und man kann viel zu viel machen und die Regelwerke sind länger als vier Seiten. Das ist alles zu kompliziert und dauert zu lange. Die Menschen wollen den schnellen Spass mit Freunden für zwischendurch.
Computerspiele haben den Vorteil, man kann sie ab- und anschalten wann man will und man braucht noch nicht mal Leute dafür.
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Asdrubael am 2.04.2006 | 15:26
hm dann frage ich mich, warum man nciht wieder sowas wie heroquest macht.
Das war geil. Schnell, einfach und mit genug Phantasie auch sehr erweiterbar

World of Warcraft ist da zu komplex, auch wenn es in die Richtung geht
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Guardsman am 2.04.2006 | 16:05
hm dann frage ich mich, warum man nciht wieder sowas wie heroquest macht.
Das war geil. Schnell, einfach und mit genug Phantasie auch sehr erweiterbar

World of Warcraft ist da zu komplex, auch wenn es in die Richtung geht

Heroquest, das spielen wir heute noch gelegentlich.
Ja, gute Frage eigentlich. WoW Das Brettspiel will an den WoW Hype anknüpfen. Um mehr geht es dabei nicht.
War das D&D Brettspiel Heroquest nicht sehr ähnlich?
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Falcon am 2.04.2006 | 17:16
guardsman:
Zitat
Das ist alles zu kompliziert und dauert zu lange. Die Menschen wollen den schnellen Spass mit Freunden für zwischendurch.
Der Trick ist eben den Menschen das zu verkaufen wovon sie noch nicht wissen, das sie es wollen.
Zumal gibt es ja RPGs mit genau diesen Qualitäten wie schon angesprochen wurde.

@Chrieschie: wenn Cys Antwort nicht zufriedenstellend ist, würde ich nochmal meinen Post anbieten, da habe ich bereits versucht diese Frage zu beanworten.

Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Guardsman am 2.04.2006 | 19:28
guardsman:Der Trick ist eben den Menschen das zu verkaufen wovon sie noch nicht wissen, das sie es wollen.

Ich bin erleuchtet.....

Der Trick beim Lottospielen ist es, die richtigen Zahlen zu tippen.  :d

Was macht Dich den so sicher, das sie es wollen?

Zitat
Zumal gibt es ja RPGs mit genau diesen Qualitäten wie schon angesprochen wurde.

Ein RPG das nur 60 Minuten Spielzeit hat? Her damit!
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Falcon am 3.04.2006 | 00:40
Guardsman:
Zitat
Ich bin erleuchtet.....

Der Trick beim Lottospielen ist es, die richtigen Zahlen zu tippen.  thumbsup

Was macht Dich den so sicher, das sie es wollen?
Das war auch nicht ganz ernst gemeint. Ich hab die zwanzig Smilies vergessen  ;)  ::)
Woher ich weiss was die Leute wollen obwohl sie es nicht wissen? Kann ich dir nicht sagen aber damit beschäftigen sich Marketingstrategen jeden Tag (und kriegen auch noch Geld dafür), und die meissten von uns sind auch schon "drauf reingefallen".

Ich bin mir sicher das es eine unglaublich große Zahl an potentiellen Rollenspielern gibt, die nur einfach noch nie etwas (oder Falsches) davon gehört haben und die wissen selbstverständlich noch nicht das sie es mögen ;)

@60min RPG: gibt eine Menge qualifizierter Leute dafür in diesem Forum. Das ist nicht so meine Rollenspielwelt.

Nebenbei: Strategie-Brettspiele erfreuen sich auch großer Beliebtheit und die Dauern teilweise wesentlich Länger als ein RPG Abend. Der Vorteil, Brettspiele sind verbreitet, man muss nicht auf sie aufmerksam machen, und trotzdem gibt es viele Leute die 10Std. Shogun Runden spielen. Die Gegenfrage wäre also, was ist an RPG so verdammt anders, daß es damit nicht auch gehen kann?

Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: 1of3 am 3.04.2006 | 08:40
Ein RPG das nur 60 Minuten Spielzeit hat? Her damit!

Conquer The Horizon - www.kallistipress.com
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Ein am 3.04.2006 | 09:02
Ich sehe es wie Chrischie. Rollenspiel ist einfach Yet Another Hobby. Das habe ich schon oft genug an anderen Stellen des Boards verlauten lassen und hinter der Meinung stehe ich immer noch.

Rollenspiel ist auch nicht wertvoller als andere Hobbies.  Auch Tauberzüchter lesen Bücher und sind sozial, selbst Waffenfreaks sind das.

Und wisst ihr was: Das ist gerade das Ziel solcher Hobbies: Seinen Fetisch perfektionieren, Wissen zum Thema anhäufen und damit vor Kollegen klug scheißen. Für's Leben lernt man da aber nicht so richtig viel. Im eigenen Hobby kann man deswegen so gut argumentieren, weil man eine fundierte Meinung zu den Themen hat, in einem Vorstellungsgespräch muss einem das trotzdem nicht helfen. Oder überlegt ihr Euch dann: Was würde mein Paladin 12. Stufe Edgar in dieser Situation tun?

Ich finde es auch nicht wirklich schwer über Rollenspiel zu stollpern. DSA gibt es in jedem gut sortiertem Spielwarengeschäft. Wenn man ein Faible für das Hobby hat, versteht man auch sofort, was da gemeint ist. (zumindest grob) Dann trommelt man ein paar Freunde zusammen (gleich und gleich gesellt sich gerne) und fängt anzuzocken. Der Rest sind die großen Lebensfragen. (zB: Ist mir mein Hobby wichtiger als meine Karriere?)

Ich sehe Rollenspiel auch nicht als kommerzieller an, als Taubenzüchten. Die brauchen Sachen (Material, Tauben) für ihren Schlag, die gekauft werden müssen, bis man irgendwann so weit ist, dass man sie selbst bauen/züchten kann. Das ist im Rollenspiel auch nicht anders. Am Anfang kauft man noch wild Material, aber später wird es immer weniger. Weil man es nicht mehr braucht.

Gut gibt natürlich auch Ausnahmen: Die Sammler, die sich dann immer neue Tauben/Rollenspiele kaufen.

Und das niemand weiß, was Rollenspiel ist, hängt wohl vor allem damit zusammen wie jung das Hobby ist. Tauberzucht gibt es bestimmt schon seit 150 Jahren. Und Information braucht halt seine Zeit bis sie eine Gesellschaft durchdrungen hat.
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Merlin Emrys am 3.04.2006 | 10:07
Die Gegenfrage wäre also, was ist an RPG so verdammt anders, daß es damit nicht auch gehen kann?
Rollenspiel ist weit abhaengiger von der Gruppe, die es betreibt. Schau Dir Leute beim Schach an - manche unterhalten sich, andere schweigen stur vor sich hin, manche erlauben hin und wieder die Ruecknahme eines Zuges - aber im grossen und ganzen ist das Spiel davon unabhaengig. Was auf dem Brett passiert, ist mehr oder weniger immer das gleiche. Schau sie Dir beim Jenga oder Kniffel an - dasselbe, nur ohne Brett. Du kannst beliebige Leute zusammensetzen; solange alle die Regeln verstehen und akzeptieren, laeuft auch das Spiel so, wie es sollte.
Beim Rollenspiel ist es anders. Schau Dir zwei Leute an verschiedenen Tagen beim Rollenspiel an, ganz zu schweigen von ihnen in zwei verschiedenen Gruppen oder gar zwei ganz verschiedene Gruppen - da sind die Dinge, die fuer Schach, Jenga und Kniffel ephemer sind (gute oder schlechte Laune, redselig oder schweigsam), von zentraler Bedeutung.

Es gibt uebrigens auch Spiele, die irgendwo in der Mitte rangieren, indem sie auch sehr stark auf aktive Rede oder sogar kleine "rollenspielerische" Einlagen bauen; z.B. der "Blaumilchkanal"...
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Arbo am 3.04.2006 | 12:39
@ Ein:

Trotzdem könnte man ja ein bissl Werbung machen. ;)
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Ein am 3.04.2006 | 12:41
Gibt es doch, nur halt nur innerhalb der Szene. Was im Grunde ja auch okay ist, da dort das Geld gemacht wird.
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Arbo am 3.04.2006 | 12:54
INZUCHT ... sag ich da nur. Wir brauchen eine Frischzellenkur  >;D
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Hr. Rabe am 3.04.2006 | 14:14
Hey,

Hört sofort auf, die Nerdity unseres schönen Elitehobbys abbauen zu wollen! :o

Wir brauchen und wollen doch nur die negative Medienpräsenz... weil wir uns beim nächsten Spielabend wieder darüber amüsieren können, wie dumm die Welt doch ist. Glaubt mir, Rollenspieler, Mathematiker, Physiker und Informatiker sind die einzigen Individuen auf diesem Planeten, die noch denken können.

Natürlich sind wir die geistige Elite, immerhin haben wir auch hart dafür gearbeitet, die Werke Shakesperes in deutsch, englisch und latein gelesen und mindestens zwei neue Auslegungen von Homer publiziert.

Verdammte Hacke, wir sind Nerds! Wir sind sowas wie die FantasyZauberer in real, die dafür bekannt sind, ihren Körper zu vernachlässigen, weil der Geist viel interresanter ist.

Die durchschnittliche Mama hat verdammt nochmal recht, wenn sie ihrem Sohnemann die D6D Sachen wegnimmt und verbrennt, den der Satan der in unsere Seelen fährt öffnet die Pforten des Geistes und verschlechtert mehr und merh die Befähigung 'normale' soziale Kontakte zu pflegen.

Rollenspiel ist eben schon immer ein Hobby für die Herrenrasse gewesen. Versucht es ruhig im TV breitzutreten, es ist schon jetzt zum scheitern verurteilt.
Denn merkt euch: Das Rollenspiel wählt sich die Spieler aus, nicht die Spieler das Rollenspiel :ctlu:

 ~;D ~;D ~;D ~;D ~;D ~;D ~;D ~;D ~;D ~;D ~;D ~;D

Gruß,
raVen
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Le Rat am 3.04.2006 | 14:30

Ich bin mir sicher das es eine unglaublich große Zahl an potentiellen Rollenspielern gibt, die nur einfach noch nie etwas (oder Falsches) davon gehört haben und die wissen selbstverständlich noch nicht das sie es mögen ;)

Stimme ich völlig zu.
Das Problem ist glaube ich dem Nichtrollenspieler zu zeigen, welcher Aspekt ihm liegen könnte:
Das gemeinsame Spielen,
Geschichten erzählen,
sich eine phantastische Figur auszudenken und diese auf ihrem Weg zu begleiten,
Unentdeckte Länder und geheimnisvolle Labyrinthe zu erforschen,
Eine total beknackte Mangaelfe zu spielen,
Die Welten Tolkiens zu entdecken.
Interaktivität,
coole Sprüche,
Charakterausstattung


Beim Live-Rollenspiel gibt es noch viel mehr:
Lagerfeuerromantik,
Held sein,
Alles ist echt
Basteln,
Schneidern,
Abenteuer,
Knobeln

Ich bin schon vielen Leuten begegnet, die Rollenspiel für PC-Spiele gehalten haben oder noch nie davon gehört hatten und ganz erstaunt waren, wie interessant das Ganze ist.
Ich möchte die Aufklärung auch nicht den Leuten überlassen, die versuchen möglichst seltsam zu wirken und ich denke, wenn man aktiv Medienpräsenz sucht, kann es gerade bei Pen&Paper durchaus positiv sein. Radio und gedruckte Medien sind imho am Besten geeignet.



Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Edorian am 3.04.2006 | 18:36
Soo schlimm finde ich die mangelnde Aufmerksamkeit eigentlich garnicht. Meist beschränken sich Berichte ja auf lokale Medien, d.h. Lokalteil/ Sonntagsbeilage oder Stadtradio. Da kommt dann aber auch oft etwas Vernünftiges rum. Ich habe bis jetzt genau einen Bericht im Fernsehen (Pro 7, glaube ich) zu LARP gesehen. Und da wurde ein Modegirlie "begleitet", sehr aussagekräftig...

Wie breitet es sich also aus, das RPG-Virus? Comicshops, Conventions, "Vorführspiele" und Nachzucht  ~;D
Ernsthaft, es läuft doch letztlich auf Mund-zu-Mund-Propaganda hinaus. Die (TV-) Medien sind da wohl weniger hilfreich.

Zum "Feindbild":
Matt: "Hey, wenn Sie gegen Pokemon protestieren, haben Sie dann auch was gegen Rollenspiele?"
Demonstrant: "Rollenspiele?! Oh bitte, das ist so... Achtziger. Das interessiert doch keinen mehr."
Matt: "WAS!? WIR SIND IMMER NOCH BÖSE! WIR SIND IMMER NOCH BÖSE!"
Igor: "Ja, alles in Ordnung. Und jetzt gehen wir nach Hause und trinken eine böse Tasse Kakao."
DorkTower

So sieht`s aus  ~;D
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Berserko der Verdammer am 3.04.2006 | 21:24
Tach auch,

ich denke, wenn man leute dazu bringen will sich für rollenspiel zu interessieren muss man ihnen die möglichkeit geben sich, vor ort, ein bild davon zu machen. und die einzige möglichkeit so etwas publik zu machen sind nun mal die medien. hierbei denke ich sollte das augenmerk aber mehr auf der lokalpressse liegen als auf den großen fernsehanstalten;

ein Beispiel:

vor langer, laaaaaaaanger, sehr laanger zeit, so etwa fünf jahre ist das jetz her, gab es bei uns einen rollenspielverein, den wir selbst gegründet hatten, und der mit der hilfe der städtischen jugendpflege auch relativ schnell ein zuhause hatte.

irgendwann kamen wir dann auf die idee einen con zu veranstalten. das war zwar nix großes, und die meisten besucher hatten wir auch persönlich eingeladen, aber in der lokalpresse wurden wir damals erwähnt (immerhin mit bild)... ergebnis... mindestens fünf leute die sich dann bei einem von uns gemeldet haben, oder einfach mal beim vereinsabend vorbeigeschaut haben, und die sind auch zunächst mal dabei geblieben.

gerade da wo die sensationen nicht so an der tagesordnung sind, wie hier bei uns auf dem land, suchen die lokalredaktionen händeringend nach aktionen, die über die jahreshauptversammlung des kaninchenzuchtvereins irgendeines winzigen nachbardorfs hinausgehen. und da sind auch so vermeintlich unspektakuläre sachen wie pen and paper rollenspiel-cons gefragt.

im übrigen teile ich die meinung von TheRavenNevermore; rollenspiele zu "verelitären" bringts nicht. ich muss schon sagen, dass es sowohl für die spieler als auch für die meister interessanter ist, wenn man ab und an mal mit anderen spielt.
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Mc666Beth am 3.04.2006 | 21:41
Also wenn Rollenspieler eine Elite sind, dann sind es Taubvenzüchter auch.  >;D

Es geht mir bei weitem nicht darum, aus RPGlern eine Elite zu machen.
Ich habe nur noch immer keine zufriedenstellende Antwort bekommen, warum wir (wir die Rollenspieler) diese Aufmerksamkeit brauchen?
Sorry wenn man nichts mit dem hobby zu tun hat, dann ist RPG so interessant wie Tauben züchten, ergo ein verdammt großer Gähnfaktor.
Für die große Berichterstattung brauchen wir Blut und Morde!  ~;D

Reicht den nicht das was es gibt?
Wenn mal eine Lokale Zeitung über eine kleine Con berichtet, wie im Post über mir?
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Lechloan am 3.04.2006 | 22:01
Ich habe nur noch immer keine zufriedenstellende Antwort bekommen, warum wir (wir die Rollenspieler) diese Aufmerksamkeit brauchen?

Wir brauchen sie nicht, aber es wäre schön, wenn Rollenspiele etwas bekannter wären. Allein schon wegen der vergrößerten Spielermenge, die es dann hoffentlich geben würde.
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Settembrini am 4.04.2006 | 08:04
Zitat
Das gemeinsame Spielen,
Geschichten erzählen,
sich eine phantastische Figur auszudenken und diese auf ihrem Weg zu begleiten,
Unentdeckte Länder und geheimnisvolle Labyrinthe zu erforschen,
Eine total beknackte Mangaelfe zu spielen,
Die Welten Tolkiens zu entdecken.
Interaktivität,
coole Sprüche,
Charakterausstattung

Stimmungsspieler!
So findest Du keine neuen Leute!
Probiers mal mit:

Monster erschlagen
Schätze einsammeln
Besser werden
Abenteuer erleben
Fallen entschärfen
Rätsel lösen
Ein Held sein

Kurz, versuch es mal mit einem SPIEL, in dem die Spieler tatsächlich dauernd handeln dürfen!

"Welten Tolkiens erleben" Tsttsetse...wo die Mehrzahl noch nichtmal die Bücher zu Ende liest...weil die stinklangweilig sind!
"Aber Tolkien ist sooo stimmungsvoll"
Hört mir nur auf.
Ich kann es nicht mehr hören.
Ich erkläre diese Aussage zu Tolkien zum nichtArgument tm, wie auch:

"Mallorca ist nicht nur Ballermann. Du mußt mal ins Hinterland reisen, da hat Mallorca viel zu bieten..."
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Mc666Beth am 4.04.2006 | 08:08
*hust* Hier geht es um Medienpräsenz und nicht um Spielstile *hust*
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Crazee am 4.04.2006 | 08:18
Also zumindest über die Nordcon wird regelmäßig im Fernsehen berichtet.
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Preacher am 4.04.2006 | 09:13
Stimmungsspieler!
So findest Du keine neuen Leute!
Doch, ganz sicher. Manche mögen das. Auch wenn Du es nicht magst - manche mögen wirklich nur eine Gecshichte erzählen (oder sie sich erzählen lassen). Außerdem ist es auch ein Spiel, wenn man NICHT viel würfelt, sondern es darum geht, spielerisch die Gecshichte zu erzählen. "Erzählspiel". Soll's echt geben. ::)

wo die Mehrzahl noch nichtmal die Bücher zu Ende liest...weil die stinklangweilig sind!
Bitte? Ich muß auch sagen, daß Tolkien als Geschichtenerzähler weniger taugt als als "Weltenschmied", und der Hobbit sowie der Herr der Ringe doch sehr Schwarz-Weiß , geradlinig und und altbacken sind - aber "stinklangweilig" ist nun auch übertrieben.
Und glaub mir: Die Mehrzahl liest Tolkien zu Ende. Naja - jetzt, wo es Filme zu den Büchern gibt vielleicht nimmer...

"Mallorca ist nicht nur Ballermann. Du mußt mal ins Hinterland reisen, da hat Mallorca viel zu bieten..."
Wie passt das bitte zum Rest? Mallorca HAT im Hinterland ne Menge zu bieten, Abseits vom Massentourismus/-besäufnis. Und? Wie diese Aussage dein Argumentationsgebäude stützen soll musst Du mir echt mal erklären.
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Arkam am 4.04.2006 | 09:38
Hallo zusammen,

ich denke mir wenn das Rollenspiel als so normal angesehen wird wie das Taubenzüchten dann dürften wir zufrieden sein. Das Problem ist doch eher das viele der Medienberichte über Rollenspiele einen sehr negativen Touch haben.
Damit haben eben die Leute die einen Con veranstalten wollen, Räumlichkeiten für ihren Rollenspielclub suchen oder als Schulprojekt Rollenspiele vorstellen wollen immer wieder zu kämpfen.

Wer ein schnell zu lernendes und schnell zu spielendes System sucht sollte es ein Mal mit DSA 1. Edition versuchen. Mit 10 Werten für Nichtmagier und 11 Werten plus überschaubare Anzahl von Zaubersprüchen bietet es sich für ein schnelles Kennenlernspiel an.

Gruß Jochen
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: CrazyDwarf am 4.04.2006 | 09:45
Wer ein schnell zu lernendes und schnell zu spielendes System sucht sollte es ein Mal mit DSA 1. Edition versuchen. Mit 10 Werten für Nichtmagier und 11 Werten plus überschaubare Anzahl von Zaubersprüchen bietet es sich für ein schnelles Kennenlernspiel an.
Volle Zustimmung. Es sind übrigens 26 Zaubersprüche, davon 13 für Elfen & Magier und nochmal 13 für Magier.
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Le Rat am 4.04.2006 | 15:09
Stimmungsspieler!
So findest Du keine neuen Leute!
Probiers mal mit:

Monster erschlagen
Schätze einsammeln
Besser werden
Abenteuer erleben
Fallen entschärfen
Rätsel lösen
Ein Held sein

Kurz, versuch es mal mit einem SPIEL, in dem die Spieler tatsächlich dauernd handeln dürfen!
So wie Counterstrike oder Unreal Tournament?
Natürlich könnte man auch Computerspieler für Rollenspiel interessieren.
 Ich habe die Punkte bewusst nur als eine Auswahl  aufgelistet.


Aber auch für die Sachen, die ich genannt habe finden sich durchaus Leute, die Interesse haben könnten, nicht nur passiv Bücher zu lesen oder im Kino zu sitz
Habe übrigens teilweise dasselbe gesagt:
sich eine phantastische Figur auszudenken und diese auf ihrem Weg zu begleiten,
Unentdeckte Länder und geheimnisvolle Labyrinthe zu erforschen,
Charakterausstattungen.


Zum Thema Tolkien:
Der typische Fantasy-Fan rührt nunmal heutzutage kaum was an, wo sich nicht mindestens ein Tolkien(oder D&D)elf oder -zwerg befindet. Ich finde es auch furchtbar, weil ich viele der schönen Romane kenne, die früher mal in der Fantasy-Szene Klassiker waren und heute keiner mehr kennt.
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Crujach am 4.04.2006 | 19:23
Lust auf Beschäftigung in einer Gruppe, aber bitte ohne Sport?
Interesse an Spaß und Gewinn aber bitte kein Brettspiel?
Mal wieder den Alltag hinter sich lassen aber nicht schon wieder ein Buch?
Gemeinsam Aufgaben bewältigen aber nicht nur im MMORPG?
Eine phantastische Story erleben, aber bitte nicht schon wieder ins Kino?

Spiel doch mal ein Rollenspiel!

So sollte man mal eine Werbung/Intro aufziehen... spricht IMHO die Leute an die in der potentiellen Zielgruppe sind.
Ich finde man kann sehr gut auch positiv über das Hobby berichten, wenn man 'the Gamers' sieht auch auf lustige weise.
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: 1of3 am 4.04.2006 | 19:56
Am Ende von The Gamers bringen sich die Leute selbst um. Das finde ich eigentlich nicht witzig.
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Hr. Rabe am 4.04.2006 | 21:19
Am Ende von The Gamers bringen sich die Leute selbst um. Das finde ich eigentlich nicht witzig.
Echt? Also ich schon >;D
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Crujach am 5.04.2006 | 20:31
Am Ende von The Gamers bringen sich die Leute selbst um. Das finde ich eigentlich nicht witzig.
Ja gut - das ist der Punkt den ich auch nicht so originell finde, aber der Stil des Films macht viel her.
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Mike S. Blueberry am 6.04.2006 | 12:57
naja wenn man mal von Eventberichterstattung aus der Lokalpresse absieht (wie von Berserko geschrieben).
Halte ich es auch für wenig sinnvoll weitere Medienpräsenz zu forcieren.

Medien und Gesellschaft können sich (warum auch immer) nicht damit zufrieden geben das es für ein / in speziellen diesem Hobby vornehmlich einen guten Grund gibt: SPASS!!! (ob nun an der Sache, oder wegen der Kreativität oder wegen Freunde treffen ist ja erstmal egal).

Es wird immer versucht weitere Begründungen Motivationen heraus zu propeln (im Guten wie auch im schlechten).
Viel schlimmer - die finden auch immer wieder Personen die lauthals in das selbe Horn stossen: "ich spiele WOD weil es die melancholie meiner Seele berührt und das mir einen tieferen Sinn des Lebens verdeutlicht oder so ~;D"
Das geht dann halt oft gezwungerner Massen nach hinten los.
Einfach ist halt zuu einfach für die Medien!!!

Nö, nö - ohne Aufsehen ist es da schon schöner!!
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Jestocost am 6.04.2006 | 13:23
Tolle Argumentation. Auf der einen Seite beschweren sich Rollenspieler, dass die Bücher zu teuer sind, zu wenig veröffentlicht wird und man so schwer neue Spieler findet, auf der anderen Seite wollen sie gar nicht, dass das Hobby größer und bekannter wird, weil man dann wieder zuviele Dämlacke dabei hätte...

Aber das sind halt einfach zwei unterschiedliche Bereiche:

- Rollenspiel als Industrie: Die ist natürlich daran interessiert, dass der Markt größer wird. Wenn es mehr Rollenspieler geben würde, würde ja auch die Arbeitslosigkeit sinken: Denn interessanterweise ist es in diesem Hobby einigermaßen einfach, veröffentlicht zu werden - oder selbst etwas zu veröffentlichen... Und es gibt ja schon ein knappes Dutzend Leute hier im Forum, die im Rollenspielbereich schon veröffentlich wurden... Wenn man dafür noch etwas mehr Geld kriegen würde, wäre das ja auch nicht so schlecht, oder?

- Rollenspiels als Hobby: Hier gilt die klassische In-Group: Man spielt regelmäßig mit ein paar Leuten, geht auf den einen oder anderen Con, und fühlt sich in seiner Nische wohl. Ich habe auch den Kopf ein wenig geschüttelt, als ich die ganzen aufgehübschten Vampire-Spieler zum ersten Mal gesehen habe (aber bei dem einen oder anderen Mädel hab ich dann auch gern hingeguckt und mich gefreut, dass auch Nicht-Nerds was mit dem Hobby anfangen können)...

Interressanterweise glauben die meisten Leute, das Rollenspiel tot ist (Rollenspiel? DSA? Ja, das hab ich früher auch mal gespielt. Gibt's das immer noch?), aber selbst bei meinen Berater- und Werbern-Kollegen war das Interesse echt und das Feedback durchaus positiv...

Ich find einfach, dass wir uns auf die Hinterbeine stelten sollten und stolz auf unser Hobby sein können (das im Moment wohl die kreativste Phase seiner Entstehung durchläuft, genau durch die Schwierigkeiten, die die "Industrie" gerade hat). Spielt, gründet Vereine, organisiert Cons, bewerbt diese Veranstaltungen lokal, gibt Interviews im Campusradio, steht zu euren Interessen, zieht Einsteiger und Schnupper-Runden an Unis oder Jugendhäusern auf...

Fragt nicht, was das Hobby für euch tun kann, sondern was ihr für das Hobby tun könnt... Ich bin immer noch stolz darauf, dass die Veranstaltungen, die ich vor 15 Jahren oder so mal aus Spaß an der Freud aufgezogen habe, immer noch laufen - einfach weil es einen Verein gibt, der die Sachen weitergeführt hatte, nachdem ich keine Lust und Zeit mehr dafür gehabt habe...







Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Mc666Beth am 6.04.2006 | 16:56
Jestocost alles richtig.

ABER ganze ehrlich mir ist die kleinere Medienpräsenz lieber dies hat folgende Gründe:

1. Wenn lassen wir eigentlich vor die Kammera oder das Mikrofon.
Ganz ehrlich es laufen eine Menge Menschen in dieser Szene rum, von denen ich zumindest es nicht gerne sehen würde, wenn sie unser aller Hobby repräsentieren würden. Ich meide Cons an sich wie die Pest, weil mir die meisten Fanboys und Nerds, einfach nur auf die Nerven gehen und wenn diese dann auch noch vor einer Kamera stehen, schlage ich meistens die Hände über den Kopf zusammen. Sicherlich möge das im Grunde nette Menschen sein, nur sind sie leider die denkbars schlechtesten um Otto Normalbürger die Vorurteile vom grün angemalten Spinner, der mit der Axt durch den Wald rennt zu nehmen.

2. Die Art und Weise wie mit großer Wahrscheinlichkeit berichtet werden würde.
So leid es mir tut aber auch die öffentlich Rechtlichen schauen auf die Quote. Man sieht das gerne an deren Magazinen die Abends über Computerspieler oder auch Metalhörer und ähnliches berichten. Es geht in erster Linie um eine Freakshow. Und ein guter Teil der Rollenspieler ist perfektes Freakmaterial. Damit kann ich mir schon gut vorstellen, was bei der ganzen Geschichte am Ende rauskommt. Wir können uns dann freuen, wenn wir wie die PC-Spiele bei der CDU verboten werden sollen...

Ich denke wirklich das der bessere Weg es ist in lokalen Medien für sein Hobby zu werben oder alternativ in Jungendgruppen/treffs von Gemeinden und auch teilweise Kirche, wenn man den schon Leute bekehren möchte.Das ist nähmlich der nächste Punkt. Rollenspieler können so aufdringlich sein wie die Zeugen Jehovas, wenn sie einem dem Leucht ähm das Grundregelwerk ihres Systems aufschwatzen wollen.
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Arbo am 6.04.2006 | 19:41
Ich kann Jestocost in einigen Teilen nur zustimmen. Und mehr noch, ich habe sogar begründete Hoffnung ;)

Allerdings liegt mir auch eine kleine Sache ziemlich schwer im Magen. Zum Beispiel führe ich gerne kleine unbedarfte "Kampfzwerge" auf Messen oder auf Cons. an unser Hobby heran. Ich werbe auch gerne für unser Hobby. Alles kein Problem. Womit ich aber ein Problem hätte, wenn einerseits privates Engagement gezeigt wird, auf der anderen Seite aber "nur die Großen" dabei absahnen - also noch nicht einmal ein "feuchter Händedruck" übrig ist. Mit anderen Worten: Ich sehe nicht ein, wenn Privatleute für lau die eigentliche Kundenarbeit machen. Das ist für mich keine akzeptable Arbeitsteilung. Und auf Dauer kann ich mir vorstellen, wirkt das Ganze recht frustrierend.

Arbo
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Jestocost am 6.04.2006 | 19:58
Ich weiß aber auch nicht, wie die Verlage wirklich Jugendförderung machen sollen oder können: Cthulhu geht schon in die richtige Richtung, wenn Promoter für Cons auf Runden finanziell belohnt werden (aber die kommen auch schlecht an die Kids heran) . Ich selber find's ja ein bisserl blöd (sollten die Promoter das nicht aus Eigeninteresse machen, denn schließlich werden auch die wenigstens Fans bezahlt, die sich in Fanclubs engagieren, oder? Wenigstens nicht bei Nischenbands, und damit sind die meisten Rollenspiele eher vergleichbar), aber funktionieren tut's ja schon... Irgendwie.

Prinzipiell krankt es wohl am Businessmodell von Rollenspielen und -firmen: Rollenspiel ist erstmal ein Hobby, das praktisch kaum Geld kostet: Ein paar Würfel und ein mehr oder minder dickes Buch... Das sich einer von 5 oder 6 Spielern auch nur zu kaufen braucht...

White Wolf - und auch früher TSR bzw. dann Wizards of the Coast - haben es dann mit ihren Splatbooks schon richtig gemacht: Ich als Spieler kaufe mir ein Buch, das meinem Charakter/Clan/Klasse genauer beschreibt... Und schon sind es 4 oder 5 Spieler, die Bücher kaufen...

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass eigentlich  der ganze Rollenspielmarkt anders funktionieren sollte . Dazu später mehr.. Muss jetzt weg...
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Arbo am 6.04.2006 | 20:07
Sicher, das ist alles nicht ganz einfach. Aber eine ziemlich groteske Arbeitsteilung ist das schon. Da will ich die Verlage mal nicht aus ihrer Pflicht entlassen. Und wie gesagt - hier Tipps für Jugendförderung zu geben finde ich auch ziemlich "übel", denn normalerweise werden Leute dafür bezahlt, sich um sowas Gedanken zu machen (wenn man nicht selbst ein wenig auf den Trichter kommt).

(Bei "Nischenprodukten" mag das teilweise etwas anders sein und dann eher wirklich wie "Community" oder Fanarbeit wirken. Da mag die "Kundennähe" stärker sein.)

An fehlenden "Splatbooks" kann es übrigens auch nicht ganz liegen. Die vergrößern im besten Falle die Gewinnsituation eines Verlages. Neue Kunden Spieler schaffen sie nicht heran.

Arbo
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Azzu am 6.04.2006 | 20:57
Würden die Verlage forciert in Fernsehwerbung investieren, wäre mir mein Hobby vermutlich bald zu peinlich, angesichts der vermutlich recht jungen Zielgruppe. Stellt euch zum Beispiel mal vor, dass auf MTV Angebote der neuesten D&D-Powerfeats zum Download auf's Handy beworben würden...

*schauder*
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Arkam am 7.04.2006 | 07:55
Hallo Saint of Killers,

ja und wo ist das Problem? Ich habe schon eine erste Runde Forenrollenspiel unter einem Spielleiter hinter mir der mein Sohn hätte sein können, ja ich war so alt wie seine Mutter.
Andere Hobby haben doch auch kein Problem damit Nachwuchsförderung zu betreiben und wo möglich auch zusammen aufzutreten.
Das in der Werbung dann meisten die jugendlich dynamischen Vertreter gezeigt werden zeigt einem doch nur das das Hobby Rollenspiel inzwischen als Spiel 33 Jahre existiert und eben schon eine gewisse Historie hat.

Gruß Jochen
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Azzu am 7.04.2006 | 08:05
Das in der Werbung dann meisten die jugendlich dynamischen Vertreter gezeigt werden zeigt einem doch nur das das Hobby Rollenspiel inzwischen als Spiel 33 Jahre existiert und eben schon eine gewisse Historie hat.

Ich glaube weniger an die "jungen, dynamischen" Vertreter, sondern an vermeintlich "coole" Teenager als Werbefiguren, um die entsprechende Zielgruppe anzusprechen. Weil Rollenspiele mit einiger Wahrscheinlichkeit als Kinderspiele beworben würden. Und auf diese Eindruck auf die Öffentlichkeit kann ich gerne verzichten.
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Aeron am 7.04.2006 | 10:30
Ich kenn es auch, dass Rollenspiel von einigen Leuten als Kinderspiel betrachtet wird und man dann komisch angesehen wird.
Aber seien wir mal ehrlich: das Haupteinstiegsalter für Rollenspiele liegt im Teenager-Alter. Auch wenn wir selbst es meist mit unserer Erfahrung nicht als Rollenspiel bezeichnen würden, was da so fabriziert wird. Und ich denke, dass ein erheblicher Anteil der Leute hier in dem Alter damit angefangen haben.

Insofern ist es für Werbeaktionen die richtige Zielgruppe.
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Romaal am 12.04.2006 | 00:40
Würden die Verlage forciert in Fernsehwerbung investieren, wäre mir mein Hobby vermutlich bald zu peinlich, angesichts der vermutlich recht jungen Zielgruppe. Stellt euch zum Beispiel mal vor, dass auf MTV Angebote der neuesten D&D-Powerfeats zum Download auf's Handy beworben würden...

*schauder*

Genau das is auch meine Befürchtung. Man stelle sich mal vor dass auf dem Schulhof dann keine Pornos oder Gewaltvideos sondern unzensierte Ausgaben des "Book of Vile Darkness" getauscht werden.

Nee nee, ich sags offen heraus und gebe zu: ich bin ein arrogantes Rollenspielerschwein, dass keinen Zuwachs durch Werbung will. Meinen Nachwuchs habe ich mir bis jetzt immer selbst geschaffen und ich denke dass ist auch das beste.

Es wäre schlecht für die Qualität der Rollenspiele wenn es einen Hype gäbe. Denkt doch mal an den HdR-Hype. Das interessiert nun kein Aas mehr und zurückgeblieben sind nur eilends gedruckte HdR-Regelwerke die nun zu Spottpreisen verschleudert werden, weil sie keiner haben wollte. Sowie ein schlechtes Table Top dass niemand spielt.
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Nelly am 12.04.2006 | 04:49
Das Zauberwort ist Aufklärung  ;D
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Medizinmann am 12.04.2006 | 09:07
und für die Aufklärung will Ich selbst zusttändig sein und mir aussuchen,wen Ich aufkläre.
Wenns wieder zuviele reisserische Bild-Exclusiv Interviews mit coolen Rollenspieler-Kids gibt die Banküberfälle oder Kidnapping planen oder sich wegen einer Warhammer Figur umbringen.
laufen besorgte Eltern wieder Sturm, haben die Dorfpfarrer einen Feind und der Stammtisch bildet sich eine Meinung.
(Wer glaubt das ist übertrieben , sollte mal na B.A.D.D. Googlen oder dem Dark Tower Pamphlet )
Nein, zuviel Publicity ist schlecht für's RPG

Hough!
Medizinmann
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Ein am 12.04.2006 | 09:37
@Jestocost
Ich muss da trennen:
Einmal kann man ein bestimmtes Spiel promoten. In diesem Fall ist man wohl ein Hardcore-Fan des ganzen und hat seine Freude daran, es zu promoten und macht das auch gerne umsonst, weil man es ja für sein System macht. (Das ist das typische Fanbase Promoting)

Wenn man andererseits Rollenspiel generell promoten will, warum soll man da dann zu einem bestimmten Spiel greifen? In dem Moment ist das umworbene Objekt ja nicht Das Schwarze of Cthulhu sondern es ist das Rollenspiel an sich. Das ist meines Erachtens eher mit Leuten zu vergleichen, die ohne Bezahlung Gitarrenkurse u.ä. in Kultureinrichtungen geben.

Was die Industrie angeht ist das Problem ganz offensichtlich: Mangelnde Kundeakquise und vor allem -bindung. WW und TSR/WotC sind da die einzigen die es halbwegs richtig machen.

Dennoch. Es gibt keine (US: kaum) Werbung, die sich an die Einstiegsgruppe (11-15 Jahre) richtet. Es gibt ja nichtmals Produkte, die sich an die Einstiegsgruppe richtet.

Außerdem: Wo bleibt das Merchandise? Am Produkt selbst verdient man doch schon seit Jahrzehnten eh nicht mehr. Man verdient an den Nebenrechten. An T-Shirts, Würfeln, Tassen, Kuscheltieren etc. Dafür muss man aber natürlich erst einmal eine Marke aufbauen.
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Romaal am 12.04.2006 | 09:59
(Wer glaubt das ist übertrieben , sollte mal na B.A.D.D. Googlen oder dem Dark Tower Pamphlet )

Was meinst du mit B.A.D.D.??? Hab da mehrere Sachen gefunden:

- Boaters against drunk driving
- Bikers agianst drunk driving
- Buenos Aires de Diseño

oder meinst du Bothered about D&D??  ;D ;D

Das würd ich nicht als Beispiel nehmen. Erscheint mir nicht seriös genug. Viel erschreckender finde ich einen Artikel aus den 80er Jahren aus dem "Wachturm" über Rollenspiel.
Aber generell denke ich das hauptsächlich Sekten und ähnliche Kreise solche Theorien aufstellen. Es ist nicht immer so, wie allgemein verbreitet wird, dass die christliche Kirche dagegen wäre. Ich z.B. engagiere mich auch bei der katholischen Kirche und kenne dort mehrere Rollenspieler. Das is also ein Vorurteil von unserer Seite.
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Medizinmann am 12.04.2006 | 12:03
oder meinst du Bothered about D&D??    :d

Das würd ich nicht als Beispiel nehmen. Erscheint mir nicht seriös genug
.

Ist passiert (zum Glück ists lange Her, mir hat man auch nur davon Erzählt(aber sehr Eindringlich)),hat in den USA 'ne Menge Klagen gegeben , Läden mussten Schliessen,TV Prediger kriegten Schaum vorm Mund.
Alle älteren Rollenspiele(GURPS,Palladium,Etc) haben deswegen einen Disclaimer,das keiner der Angestellten Satanist ist,Etc.
Währet den Anfängen

HeyaHeyaHeya
Medizinmann
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Romaal am 12.04.2006 | 12:08
*lol*

Naja, aber da würd ich mal pauschal sagen, dass sowas nur bei den Amis apssieren kann. Bei uns wäre da vielleicht ein zwei mal was in der BILD und danach interessiert es niemanden mehr.
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Medizinmann am 12.04.2006 | 12:11
vor 3 Monaten (Ca) brachte mir ein Kumpel so'n Wachturmblättchen in dem Sie einen Schmähartikel gegen D&D
1 zu 1 Neu abdruckten(es wurde nur D&D mit DSA ausgetauscht) ist zwar nur der Wachturm,Aber wenn die Bild das bringt.....

Hough!
Medizinmann
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Würfelheld am 12.04.2006 | 12:21
vor 3 Monaten (Ca) brachte mir ein Kumpel so'n Wachturmblättchen in dem Sie einen Schmähartikel gegen D&D
1 zu 1 Neu abdruckten(es wurde nur D&D mit DSA ausgetauscht) ist zwar nur der Wachturm,Aber wenn die Bild das bringt.....

Hough!
Medizinmann

die Ausgabe will ich sehen! Ich trau den Zeugen ja viel zu aber die haben z.Zt. bestimmt besseres  zu tun als sich mit sowas zu beschäftigen! Also beweise!
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Falcon am 12.04.2006 | 12:32
Der Artikel geisert hier irgendwo auf demForum rum.
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Jestocost am 12.04.2006 | 12:35
Hier ein Auszug aus dem Text:

Dieser Bericht stammt aus der Zeitschrift "ERWACHET!" von den "Zeugen Jehovas".


Ein Held, zwei Diebe und ein Zauberer tasten sich in einem halbdunklen Gang vorsichtig vorwärts. Sie suchen einen Schatz. Der Zauberer winkt der Gruppe, sie solle haltmachen. „Ich spüre böse Geister“, sagt er. Plötzlich stürzen durch eine Geheimtür drei bewaffnete Kobolde in den Korridor und schreien: „Die Oberirdischen! Schlagt sie tot!“

Was ist das? Ein böser Traum? Die Handlung in einem Horrorfilm? Nein, nur eine typische Episode in dem immer beliebter werdenden Phantasiespiel "Das schwarze Auge".

Ein junger Mann, der vor kurzem damit aufgehört hat, DSA zu spielen, äußerte sich wie folgt: „Das Spiel ist ganz heimtückisch. Am Anfang denkt man, es wäre nur ein harmloser Spaß und ein kleines Abenteuer, doch sehr schnell wird man hineingezogen. Man ist dann wie in einem Rausch.“

Ein anderer ehemaliger Spieler ist der gleichen Ansicht. „DSA macht süchtig.“


Eine mythologische Welt der Gewalttätigkeit

DSA wird nicht wie die meisten Spiele auf einem Brett gespielt. Statt dessen machen sich die Spieler die Persönlichkeit von Figuren zu eigen, die eine mythologische Welt betreten; diese Welt wird von einem Spieler, „Herrscher über das Verlies“ genannt, beherrscht. Die Spieler, die um einen Tisch herum sitzen, malen sich durch Fragen an den „Herrscher“ in ihrer Phantasie ihre Umgebung aus. Der „Herrscher“ spielt die Rolle verschiedenartiger Ungeheuer, auf die die Spieler treffen, und entscheidet mit Hilfe eines besonders geformten Würfels, was mit ihnen geschehen wird. Die Figuren der Spieler sind auf Schatzsuche. Die Ungeheuer des „Herrschers“ sind darauf aus, sie zu töten.

„Das Ausmaß der Gewalttätigkeit in dieser Scheinwelt ist enorm. Es gibt kaum eine Partie, in der die Spieler nicht in Mord, Brandstiftung, Folterung, Vergewaltigung oder Straßenraub verwickelt sind“, schreibt John Eric Holmes, ein erfahrener DSA Spieler.

„Man identifiziert sich mit seiner Figur“ sagte ein Exspieler. „Man möchte weiterspielen, um zu sehen, was als nächstes mit ihr passiert. Wenn deine Figur außerdem einige Abenteuer übersteht, ohne getötet zu werden, dann wird sie neue Kräfte und Fähigkeiten bekommen, die sie noch interessanter machen.“ Dieser Wunsch – aus seiner Figur einen „Supermann“ zu machen – spricht den Träumer in vielen Leuten an. Natürlich muß man das Spiel sehr oft spielen, bis man dieses Ziel erreicht hat. Was geschieht aber, wenn in der Zwischenzeit eine Spielfigur „getötet“ wird?

„Wenn eines dieser anderen Ichs getötet wird“, muß „Herrscher“ Holmes zugeben, „erleidet der Spieler manchmal einen seelischen Schock und ist völlig fertig.“ Klingt das nach einem harmlosen Spaß?

„Das stimmt“, bestätigt ein ehemaliger „Herrscher“. „Ich habe die Lieblingsfigur meines Bruders, in die er viel Zeit investiert hatte, umgelegt. Er war wirklich fassungslos.“


Die Persönlichkeit wird in Mitleidenschaft gezogen

„Das Spiel macht einen zum Egoisten“, bemerkt dieser ehemalige Spieler. „Zuerst sind die Spieler alle anständig und aufopferungsvoll, aber nach einer Weile wird das anders. Sie merken nämlich: Wenn sie selber nicht aufpassen, fällt ihnen jemand in den Rücken und nimmt ihnen ihren Schatz weg. Im Handumdrehen kann man keinem mehr trauen.“

Jeder, der eingeladen wird, DSA zu spielen, vor allem jeder Christ, sollte folgendes im Sinn behalten:
Das Spiel fördert die Habgier und den Materialismus. Die Hauptaufgabe der Figuren besteht darin, sich Schätze anzueignen, die ihnen nicht rechtmäßigerweise gehören. Wie läßt sich dies mit dem inspirierten Rat des Apostels Paulus vereinbaren: „Wenn wir ... Lebensunterhalt und Bedeckung haben, werden wir mit diesen Dingen zufrieden sein. Denn die Geldliebe ist eine Wurzel von schädlichen Dingen aller Arten.“ (1. Tim. 6:8, 10)?

Das Spiel fördert Gewalttätigkeit. Jesus forderte seine Nachfolger aus: „Fahrt fort, eure Feinde zu lieben und für die zu beten, die euch verfolgen“ (Mat. 5:44). Das ist nicht einfach. Fällt es Christen leichter, diesem Rat nachzukommen, wenn sie in die Rolle eines gewalttätigen anderen Ichs schlüpfen? Zugegeben, die Gewalttätigkeit in dem Spiel ist nicht „Wirklichkeit“ doch selbst wenn sie nur eingebildet ist, kann sie früher oder später das Herz beeinflussen. Jesus wies darauf hin, wenn er sagte: „Aus dem Herzen [kommen] böse Überlegungen, Mordtaten“ (Mat. 15:19). „Mehr als alles sonst, was zu behüten ist“ heißt es warnend im Bibelbuch der Sprüche, „behüte dein Herz, denn aus ihm sind die Quellen des Lebens.“ Die Frage erhebt sich also: Kann jemand, der ein Spiel wie DSA spielt, diesen biblischen Rat befolgen? (Spr. 4:23).

Das Spiel fördert den Polytheismus und den Dämonismus. Schon ein flüchtiger Blick auf einige der Figuren und Ungeheuer, die in der Spielanleitung erwähnt werden, sollte Christen davon überzeugen, daß dieses Spiel nichts für sie ist. Es kommen Zauberer (Medien, Seher und Beschwörer), Elfen, Höllenhunde, Kobolde, Monster, Knochenmänner, Gespenster, Vampire und Zombies vor, um nur einige wenige zu nennen. Von erfahrenen Spielern wird erwartet, daß sie sich gründliche Kenntnisse über die Eigenschaften solcher gräßlichen Spielgefährten aneignen. Christen dagegen werden davor gewarnt, die „tiefen Dinge des Satans“ kennen zu ernen (Offb. 2:24).

Nach den ersten Zügen mag solch ein dämonischer Beiklang noch wie ein harmloser Spaß erscheinen, in späteren Phasen des Spiels jedoch nimmt der Dämonismus gefährliche Ausmaße an. „Einige meiner hochentwickelten Figuren hatten sich übersinnliche Kräfte angeeignet“, erinnert sich ein Exspieler, „und während eines Spiels kämpften sie unmittelbar gegen Dämonen und Teufel. Es war irgendwie unheimlich. Wir waren erschrocken und haben es nie wieder versucht.“


Satanisches Denken

In den fortgeschrittenen Spielphasen wird von den Figuren sogar verlangt, daß sie sich einem mythologischen Gott hingeben. „Einer Gottheit zu dienen ist ein wesentlicher Bestandteil von DSA“, heißt es in einer Veröffentlichung zu dem Spiel, „und alle Spielfiguren sollten einen Schutzgott haben.“ Zu den Schutzgöttern gehören griechische, ägyptische und babylonische Gottheiten aus ferner Vergangenheit (z.B. Zeus, Ra oder Marduk), wohingegen von dem allein wahren Gott, Jehova, nirgends die Rede ist.

Tatsächlich wird durch DSA eigentlich der Eindruck erweckt, daß es keinen allein wahren Gott gäbe, sondern es fände nur ein universeller Krieg zwischen den unsichtbaren Kräften von „Gut und Böse, Gesetz und Chaos“ statt, vertreten durch verschiedenartige Kämpfer. Für solche Lehren sind schon vor langer Zeit Feinde des Christentums wie die Gnostiker eingetreten.

Das schwarze Auge ist von dem Gedankengut Satans, des Teufels durchsetzt, der schon immer Habgier, Gewalttätigkeit und Dämonismus gefördert hat.
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Le Rat am 12.04.2006 | 12:39
und für die Aufklärung will Ich selbst zusttändig sein und mir aussuchen,wen Ich aufkläre.
Wenns wieder zuviele reisserische Bild-Exclusiv Interviews mit coolen Rollenspieler-Kids gibt die Banküberfälle oder Kidnapping planen oder sich wegen einer Warhammer Figur umbringen.
laufen besorgte Eltern wieder Sturm, haben die Dorfpfarrer einen Feind und der Stammtisch bildet sich eine Meinung.
(Wer glaubt das ist übertrieben , sollte mal na B.A.D.D. Googlen oder dem Dark Tower Pamphlet )
Nein, zuviel Publicity ist schlecht für's RPG

Hough!
Medizinmann
Und genau deswegen ist es vielleicht garnicht so dumm dem zuvorzukommen.

Die Anzahl und Wirkung der wenigen reißerischen Artikel wird in der Rollenspielerszene meist stark übertrieben.Die einzigen, die die Dinger horten und in Ehren halten sind Rollenspieler.  Vermutlich wären sie sonst schon längst dem vergessen anheim gefallen. Ich kenne zum Beispiel fast nur gute Dokumentationen über Larp.
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Würfelheld am 12.04.2006 | 12:53
Ach du Scheisse den uralten Zeugen Artikel meint er!

Der ist irgendwannmal in der Anfangszeit von DSA geschrieben worden und hat so fast über zwanzig Jahre hinter sich. In den Staaten erschien der Artikel mit D&D, da wars einfach mal ein DSA rauszumachen und damit dann in der Glaubensgemeinschaft so für Aufregung zu sorgen, so a la "jetzt haben wir sowas auch in Deutschland..."

Man sollte aber auch mal sagen das die ZJ nicht die "einzigen" sind die aus "christlichen" oder "satanistischen" Glauben übers Rollenspiel hergezogen haben oder herziehen!

Ich muss mal schauen wo ich den Bericht von Sientology habe!
 und ich hab auch noch irgendwo einen von der rk Kirche!
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Romaal am 12.04.2006 | 13:01
Den Artikel hab ich vorhin übrigens auch gemeint als ich von dem uralten Teil sprach. Der stammt schon aus den 80ern. Die Kirche als üblicher Verdächtiger ist Käse.

Aber ich möchte den Wachturm auch nicht verharmlosen. Die haben da z.T. schon eine sehr verkappte Einstellung die Sektenjungs. Nur Mittermeier und Co. machen sich so über die Zeugen lustig. Meiner Meinung nach sollte man das wieder mal etwas ernster nehmen. Wir haben es hier immerhin mit einer Sekte zu tun und mit keinen verarschbaren naiven Jungs die Samstags mal vorbeischaun.

Aber das nur am Rande.

Ich kann mir übrigens auch nicht vorstellen dass die r.k. Kirche das Rollenspiel verurteilt.
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Würfelheld am 12.04.2006 | 13:07
Den Artikel hab ich vorhin übrigens auch gemeint als ich von dem uralten Teil sprach. Der stammt schon aus den 80ern. Die Kirche als üblicher Verdächtiger ist Käse.

Aber ich möchte den Wachturm auch nicht verharmlosen. Die haben da z.T. schon eine sehr verkappte Einstellung die Sektenjungs. Nur Mittermeier und Co. machen sich so über die Zeugen lustig. Meiner Meinung nach sollte man das wieder mal etwas ernster nehmen. Wir haben es hier immerhin mit einer Sekte zu tun und mit keinen verarschbaren naiven Jungs die Samstags mal vorbeischaun.

Aber das nur am Rande.

Ich kann mir übrigens auch nicht vorstellen dass die r.k. Kirche das Rollenspiel verurteilt.

wenn ich den Artikel finde scann ich ihn und stell ihn hier an.

Aber mal nur so zur Info. Die ZJ sind mittlerweile eine anerkannte Glaubensgemeinschaft bzw Körperschaft und somit ist die Titulierung "Sekte" wohl offiziell nicht mehr haltbar... aber wie gesagt das nur so am Rande. mMn bleiben die mein unmoralischer Samstagsmorgensweckdienst!
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Medizinmann am 12.04.2006 | 13:13
Ach du Scheisse den uralten Zeugen Artikel meint er!

Der ist irgendwannmal in der Anfangszeit von DSA geschrieben worden und hat so fast über zwanzig Jahre hinter sich. In den Staaten erschien der Artikel mit D&D, da wars einfach mal ein DSA rauszumachen und damit dann in der Glaubensgemeinschaft so für Aufregung zu sorgen, so a la "jetzt haben wir sowas auch in Deutschland..."

Man sollte aber auch mal sagen das die ZJ nicht die "einzigen" sind die aus "christlichen" oder "satanistischen" Glauben übers Rollenspiel hergezogen haben oder herziehen!

Ich muss mal schauen wo ich den Bericht von Sientology habe!
 und ich hab auch noch irgendwo einen von der rk Kirche!
Genau den meinte Ich.
 Ersetze einfach DSA mit D&D dann hast du exakt den alten Artikel aus den 80ern

Hough!
Medizinmann
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Le Rat am 12.04.2006 | 13:14
Zum Thema Verbreitung des Artikels:
Wenn ich das richtig gelesen habe ist er in Deutschland nie offiziell erschienen.

Aber die Rollenspieler sorgen schon dafür:
Lasst mal Google nach einem Satz aus dem Text suchen.
Titel: Re: Medienpräsenz von P&P
Beitrag von: Romaal am 12.04.2006 | 14:12
Le Rat drückt genau das aus was ich mir auch denke. Wir bauschen die ganze Sache wohl zu sehr auf. mMn ist es viel drumherum-Gewäsch. Bis jetzt habe ich selbst noch nie negative Berichterstattung erlebt und ich glaube auch nicht dass das die Leute beeinflussen würde.

Die Leute haben halt meist generell eine eher abweisende Einstellung was ich aber auch verständlich finde.