Wenn ein Spieler eine Handlung vollziehen will, muss er sich zuersteinmal in die Situation hineinverstzen, sie sich vorstellen, und das bereits ist Immersion.Ist es? Ich denke, dazu müsste man erst einmal darüber diskutieren, ab welchem Punkt man überhaupt von Immersion (künstliche Welt s.o.) sprechen kann. Und gibt es überhaupt ein bißchen Immersion, wie schon Fredi fragt. Ich bezweifle das nämlich ziemlich, man kann ja auch nicht nur ein bißchen tot sein.
Ist es? Ich denke, dazu müsste man erst einmal darüber diskutieren, ab welchem Punkt man überhaupt von Immersion (künstliche Welt s.o.) sprechen kann. Und gibt es überhaupt ein bißchen Immersion, wie schon Fredi fragt.Schomal von Platons Höhlengleichnis gehört? Nachdem ist alles was der Mensch wahrnimmt nur eine Immersive version der Realität. Das soll jetzt nicht überspitzt klingen, aber wenn das in der Realität so ist, dann in einem Spiel der Fantasy doch erst recht.
Sagst du Immersion ist dir wichtig, heisst das wohl soviel wie "Ich will merken das ich Immersiv bin", und das setzt einen gewissen Grad an Immersion vorraus.Öh, peil ich nicht. Mir ist Story-Immersion wichtig. Und Person X ist Story-Immersion wichtig. Und nu? Ist mein Grad an Immersion nun stärker als der von Person X? Werden wir gut zusammen spielen können?
dann hast du zwar technisch gesehen Immersion, aber es geht dir nicht darum.Aber ab wann geht es denn darum? Wenn es mein Hauptziel im Rollenspiel ist? Wann ist es das Hauptziel?
Immersion besitzt für mich ganz klar eine Messskala.Und was ist mit jemandem, der gerne etwas Immersion haben möchte, aber nicht zu viel? Muss der immer sagen „Ich mag keine Immersion“, obwohl er sich vielleicht gerne in seinen Charakter hinein versetzt, nur nicht zu extrem?
Ich kann mich auch an der Formulierung "ich mag Immersion" nicht anstoßen obwohl ich es in vielen abstufungen sehe. Die Aussage heisst für mich also automatisch "ich mag immersion, sprich, je mehr desto besser".
Meines Erachtens gibt es einen himmelweiten Unterschied zwischen in eine Geschichte eintauchen (filmische Immersion, literarischer Eskapismus) und eine Geschichte beobachten (Theater, Oper), ganz im Sinne des Unterschiedes zwischen der Tür zu einer anderen Welt und einem Fenster zu einer anderen Welt. Von daher bin ich eindeutig der Meinung, dass wir hier ein binären Wert haben.
Öh, peil ich nicht. Mir ist Story-Immersion wichtig. Und Person X ist Story-Immersion wichtig. Und nu? Ist mein Grad an Immersion nun stärker als der von Person X? Werden wir gut zusammen spielen können?Nunja, wann ist Geld verdienen dein Hauptziel? Wenn du alles andere dahinter stellst.
Aber ab wann geht es denn darum? Wenn es mein Hauptziel im Rollenspiel ist? Wann ist es das Hauptziel?
Und lass bitte GNS hier raus. Das ist ein komplett anderes Konzept, das du nicht verstanden hast (wie man an deinen Vergleichen und Aussagen merkt). Aber darüber sollten wir uns hier auch gar nicht unterhalten.Ich habe ja dazu geschrieben, was ich damit meine, denk dir die Buchstaben einfach weg.
Und was ist mit jemandem, der gerne etwas Immersion haben möchte, aber nicht zu viel? Muss der immer sagen „Ich mag keine Immersion“, obwohl er sich vielleicht gerne in seinen Charakter hinein versetzt, nur nicht zu extrem?Der könnte doch sagen: "Ich mag ein bißchen Immersion."
Auch um eine Rolle zu betreiben, brauche ich keine Immersion, da es für mich nur eine Rolle ist. Eine zeitweise Figur, die mit Leben erfüllt werden muss.Was verstehst Du unter "mit Leben erfüllen"? (Meines Erachtens setzt diese Formulierung ein "Innensein" voraus, das wiederum irgendeine Art von "Eintauchen" (Immersion?) erfordert.
Und was ist mit jemandem, der gerne etwas Immersion haben möchte, aber nicht zu viel? Muss der immer sagen „Ich mag keine Immersion“, obwohl er sich vielleicht gerne in seinen Charakter hinein versetzt, nur nicht zu extrem?Edit: Okay, steht schon da, also gekürzt auf: "Ich mag einen bestimmten Grad an Immersion."
Nunja, wann ist Geld verdienen dein Hauptziel? Wenn du alles andere dahinter stellst.Was ist "alles"? Darf ich noch würfeln? Darf ich noch aufs Klo? Darf ich einen OOC-Witz machen? Darf ich sonstwas Out-Play? Wo ist die Grenze?!?
Der könnte doch sagen: "Ich mag ein bißchen Immersion."Ah. Also sage ich (der ich ein bisschen Immersion will), dass ich ein bisschen Immersion mag. Und Bitpicker, der auch Immersion mag, aber nicht so viel wie Mann ohne Zähne, der mag auch ein bisschen Immersion. Na tolle Wurst! Wenn die Definition nichtmal uns beide auseinanderkriegt, taugt sie nichts...
Was ist "alles"? Darf ich noch würfeln? Darf ich noch aufs Klo? Darf ich einen OOC-Witz machen? Darf ich sonstwas Out-Play? Wo ist die Grenze?!?Wo ist die Grenze zwischen zwischen einem Gesunden und einem Kranken? Ich schlage vor, wir verzichten von nun an auf die Unterscheidung, da ein Arzt doch wohl bei jedem Menschen etwas findet...
Und so lange man das nicht wirklich gut sagen kann, taugt doch die Definition nichts.Tja... ist das so eindeutig?
Und was ist mit jemandem, der gerne etwas Immersion haben möchte, aber nicht zu viel? Muss der immer sagen „Ich mag keine Immersion“, obwohl er sich vielleicht gerne in seinen Charakter hinein versetzt, nur nicht zu extrem?Dann soll er sagen "Ich mag Immersion bis zu einem (für andere Menschen nicht zu definierendem) Maß" Wieviel das dann ist, kann ich nur erfahren indem er mir Szenen beschreibt oder ich mit ihm spiele. "Ich mag Immersion" ist für mich dagegen dasselbe wie "Ich mag Geld".
Wieviel das dann ist, kann ich nur erfahren indem er mir Szenen beschreib oder ich mit ihm Spiele.Tja. Wenn ich dann also doch genau nachfragen muss, wie derjenige spielt, dann brauche ich die Definition nicht. Sie nutzt nichts, da sie keinen Informationsgehalt hat. Also: so wäre es eine nutzlose Definition.
ok, ich vergaß Thalamus zu widersprechen: @Thalamus: du kannst das nicht definieren.Seit wann legt eine Definition Dinge zwangsläufig Binär fest? Eine Definition von Immersion macht in soweit sinn, als das dann alle, die sagen "Ich mag viel Charakter-Immersion" wissen was dieses "Charakter-Immersion" bedeutet.
Was ich mich gerade frage: Ist Immersion (als Ergänzung zum Rollenspiel) nicht eher Empathie mit Elementen des SIS? Wäre Immersion als Spielziel dann nicht eher auf der Stufe der Selbsthypnose (keine Wertung gemeint, es fehlt mir nur ein besserer Begriff.)Ich würde sagen, zumindest der Fall der Charakterimmersion ist (wenn ich es richtig verstanden habe) "Empathie mit dem einen, als eigenständige Persönlichkeit gedachten Elementkomplex des SIS, über den der Spieler in der Regel alleine die Verfügungs- und Deutungshoheit übernommen und zugestanden bekommen hat". Allerdings setzt das eine bestimmte Spielweise voraus, bei der nämlich jeder Spieler "seinen" Charakter (oder doch "seine" Charaktere) hat. Die Empathie mit dem restlichen SIS läuft dann nur "via" oder vermittels dieser Immersion, waehrend sie bei der Geschichten-Immersion andersherum laeuft, d.h. primär die Handlung die Empathie mit den Charakteren definiert. Ich denke schon, dass man das trennen kann.
Immersion
"The taking on of an amount of social and mental qualities of an imaginary entity, while at the same time suppressing some of the common social and mental qualities of the player. A fusion of the imagined entity and the player, which in its consciousness and outer semblance carries the mask of the imaginary entity."
Ich habe mal eine mir ganz gut gefallende Definition (http://temppeli.org/rpg/process_model/process_model-faq.html#immersion) rausgekramt:Siehst du zwischen dem und diesem:
Also in etwa: Der Spieler übernimmt gewisse Teile der sozialen und mentalen Eigenschaften einer immaginären Einheit. Dadurch verschmilzt er mit der der immaginären Einheit und zieht sie seinem Bewusstsein und äußeren Auftreten quasi als Maske über.
Bei der Verkörperung taucht der Spieler direkt in den Charakter ein. Alles was der Spieler denkt und fühlt geht direkt an den Charakter über, und alles was der Charakter erlebt, und im SIS aufnimmt, geht ungefiltert seinen direkten Weg zum Spieler (Der Spieler ist der Charakter)wirklich soviel unterschiede?
@Purzel: Nach dem Process Model ist Immersion ein Prozess, keine Technik ;)
[...] Es könnte also im Extremfall möglich sein, dass er sozusagen nur "so tut als ob" die Handlung des Charakters auf dessen Wahrnehmung beruhen, in Wirklichkeit hat der Spieler aber vielleicht ganz andere Motivationen seinen Charakter handeln zu lassen.
Ich vermute ganz stark, dass der "echte" Immersionist, das als "schummeln" empfinden würde.
Diese Form der Immersion, in der z.B. nicht die Wahrnehmungen und das Denken des fiktionalen Charakters das lenkende Element der Figur sind...Ich meinte schon dass die Wahrnehmung und das denken des Charakters das einzige Maß für die Handlungen des Charakters sind. Doch manchmal mag es verschiedene Motivationen für den Spieler geben seinen Charakter in einer bestimmten Weise handeln zu lassen. Falls er die Wahrnehmung des Charakters als ein entscheidendes Element sieht, bleibt ihm ja trotzdem noch eine Entscheidung indem er die Motivation des Charakters selbst bestimmt. Auch der größte Immersionismus-Anhänger wird nicht darum herum kommen, an dieser Stelle auch andere Einflüsse bei der letzlichen Festlegung der Handlungsweise zuzulassen. Ein einfaches Beispiel, wäre das grundsätzliche Zusammenhalten der Gruppe. Die Spieler müssen das bewusst ansteuern und die Handlungen ihrer Charaktere daran anpassen und das tun die meisten auch, solange es nicht mit der Immersion in Konflikt gerät, denn das muss es ja bei weitem nicht immer.
Bei beiden kommst es drauf an, was in der Gruppe (den Mitspielern) gefragt ist: wird das "Eintauchen" betrieben, um den Charakter möglichst immer wahr darzustellen und das Ergebnis zu geniessen -- oder ist die Benutzung dieser Technik "nur" ein Mittel zum Zwecke seine und die Ziele seiner realen Mitspieler zu verfolgen, dieses aber stil- und stimmungsvoll durch die Maske seines Charakters zu machen.Wenn man das so betrachtet sehe ich wieder das Problem dass wir möglicherweise an etwas völlig Falschem herumdefinieren. Wenn es um Mittel und Zweck geht dann sollte man sich meist für eines entscheiden das man genauer definieren will, das andere ist dann meist egal bzw. nur sehr abstrakt zu beschreiben.
Diese Definition geht sehr in Richtung Avatarismus wie ich ihn bei Thalamus verstanden habe bzw. der Definition die Dom nannte.Ja, ich denke Avatarismus ist auch die häufigste, und "normalste" Form der Immersion.
Ich vermute ganz stark, dass der "echte" Immersionist, das als "schummeln" empfinden würde.Ja, ich würde das nicht als Immersion bezeichnen.
Falls er die Wahrnehmung des Charakters als ein entscheidendes Element sieht, bleibt ihm ja trotzdem noch eine Entscheidung indem er die Motivation des Charakters selbst bestimmt. Auch der größte Immersionismus-Anhänger wird nicht darum herum kommen, an dieser Stelle auch andere Einflüsse bei der letzlichen Festlegung der Handlungsweise zuzulassen.Deshalb denke ich wird man nicht weiterkommen, indem man versucht genaue Bsp. in der Praxis zu finden, denn Immersion zu 100% ist wohl eher eine Psychologische Krankheit, als eine Spieltechnik. Immersion wird man imme rnur zu einem bestimmten Grad, oder zu einer bestimmten Tiefe erreichen. Mir geht es darum, Immersion allgemeingültig zu beschreiben, damit ein Spieler herrausfinden kann, wie Immersiv er gerne spielt.
Ich sehe da immer noch keine Exaktheit...Das habe ich auch noch nicht erwartet. Ich stelle erstmal Thesen in den Raum, und warte drauf, das jemand nicht einverstanden ist. Dann versuche ich auf die Fragen einzugehen. irgendwann kommen wir schon zu einer brauchbaren Def.
Worauf kommt es dann dann an? Doch auf die Absicht? Kann man dann Immersion auch auf ganz andere Arten erreichen?Die Absicht ist schonmal ein sehr wichtiger Punkt. Es ist nicht erforderlich, das ich Immersion beabsichtige, um Immersion zu erreichen. Aber wenn ich etwas innerhalb der Realen Welt zu erreichen beabsichtige, schließt das Immersion aus.
Ist es doch nur die emotionale Beteiligung?Emotionale Beteiligung gehört dazu. (Aber Emotionale Beteiligung ist IMHO ein weit gefasster Begriff, ich würde eher sagen: Eindrücke und Erlebnisse aufnehmen, als seien sie erlebt.
Wiese ist dann ein Schauspieler frei von Immersion?Nicht zwangsläufig, aber ein Schauspieler kann Immersionsfrei sein. Wenn wir jetzt vom Standardschauspiel reden, bei dem es eine vorgefertigte Rolle gibt, da kann imersion IMHO nur zu einem geringen Grad erreciht werden, weil die Ergebnisse der "Denkprozesse" Vorgegeben sind. Der Schauspieler kann eben nicht einfach mal was anderes machen, weil ihm das momentan besser passt. So etwas stört die Immersion, denn bei Immersion geht es ja darum "sich zu fühlen wie". Und es fällt einem ja schon schwer sich selbst als individuum zu fühlen, wenn man keine eigenen Entscheidungen treffen kann.
Nicht zwangsläufig, aber ein Schauspieler kann Immersionsfrei sein. Wenn wir jetzt vom Standardschauspiel reden, bei dem es eine vorgefertigte Rolle gibt, da kann imersion IMHO nur zu einem geringen Grad erreciht werden, weil die Ergebnisse der "Denkprozesse" Vorgegeben sind. Der Schauspieler kann eben nicht einfach mal was anderes machen, weil ihm das momentan besser passt. So etwas stört die Immersion, denn bei Immersion geht es ja darum "sich zu fühlen wie". Und es fällt einem ja schon schwer sich selbst als individuum zu fühlen, wenn man keine eigenen Entscheidungen treffen kann.
@ Crazee & Story-ImmersionIch finde da schon einen nutzen. nachdem was Crazee gerade geschrieben habe, habe ich ein eVorstellung davon, wie er Immersionstechnisch ans RPG herangeht, und das er ganz andere Intensionen hat als ich. Mein Hauptziel ist eigentlich die Verkörperung, aber meist erreiche ich nur einen geissen Grad an Avatarismus, natürlich benutze ich auch Storyy-Immersion, weil die einzelnen Elemente immer zu einem gewissen Grad vorhanden sind, aber ich weiß, das die Story-Immersion bei mir nur das nebenprodukt der Charakter-Immersion ist. Bei Crazee scheint das umgekehrt zu sein.
Das Problem mit der ganzen Sache ist, dass es da noch garkeinen Nutzen gibt ;)
Die Definition von Story-Immersion grenzt wenig von irgendwas ab, so hat jeder einen Grad der Story-Immerion, und wenn man diese Grade nichtmal unterscheiden kann, dann bringt das garnichts.
Aber dabei wären wir doch absolut ohne den Begriff "Immersion" ausgekommen, der ist dabei doch völlig leer, was man bereits daran erkennt dass er einfach nur ohne Bedeutung einmal an "Charakter" und einmal an "Story" gehängt wird. Das eigentlich unterscheidende Merkmal ist demnach natürlich auch nicht Immersion, sondern eben "Story" und "Charakter" ::)Nein, denn es geht doch um Immersion. Nur weil Immersion nicht als einzelner Abgrenzender Begriff verwendet wird, ist er doch nicht unwichtig. Unter Charakter kann man viel schreiben.
PS: Wenn ihr mit Intension übrigens die Absicht meint, dann müsste es auf Deutsch Intention heißen. Eine Intension ist was anderes. Nur mal so nebenbei.
Ganz so einfach kann es wohl nicht sein. Wenn mit Immersion nicht mehr gemeint ist als hineinversetzen, warum sagen wir dann nicht hineinversetzen? Weil es zwei Silben länger ist? Weil es nicht hip und theoretisch ist?weil man für Theoriebegriffe besser Begriffe nimmt, die man nicht im täglichen Sprachgebracuh nutzt, damit jeder weiss, wann einfach die allgemeine Bedeutung des Wortes gemeint ist, und wann es um den RPG-Theorie relevanten Teil geht.
Außerdem passt es ja dann wohl auch nicht so ganz auf Story, denn wie versetzt man sich in eine Story hinein?Ich habe noch nie ein Problem damit gehabt, mich in eine Story hineinzuversetzen. Jede Geschichte die in der 3. Person erzählt wird, ist wie dafür gemacht sich in die Story, statt in den einzelnen Char hineinzuversetzen. Ich mache das bei Filmen und Büchern eigentlich ständig.
Außerdem ist damit noch nichts erklärt.Die Definition besteht ja auch nicht nur aus "hineinversetzen", da stehen schon noch ein paar andere Worte.
Hineinversetzen versteht man einfach nur als eine bestimmte Bindung, vielleicht ein bestimmtes Interesse. Alles weitere müssten wir doch genauso erklären wie bei der Immersion auch. Es bringt uns doch nicht weiter Begriffe hin und her zu schaukeln.
Die Sache die Crazee angedeutet hat, ließe sich ohne weiteres völlig ohne Immersion erklären. Wenn ich ihn frage ob er sich lieber in den Charakter hineinversetzt, oder ob er mehr Wert auf das mitfiebern mit einer interessanten Story legt, dann käme dabei das selbe raus wie oben (nehme ich doch mal stark an) und das alles ohne 2 Seiten Diskussion über Immersion.Also wenn ich das jetzt mal auf mich beziehe, dann wäre das nicht der Fall. Wenn du mich fragst was ich lieber mache, würde ich eindeutig "In den Charakter hineinversetzen" sagen, weil "mitfiebern mit einer interessanten Story" viel zu allgemein ist, als das ich das als spezifisches Ziel nenne. Mitfiebern will ich eigentlich in beiden Fällen. Sowohl bei der Char-Immersion, als auch bei der Story-Immersion. Klarer Antworten würdest du wohl nur bei Spielern, die entweder deutlich auf Char-Immersion, oder deutlich auf Story-Immersion aus sind. Aber die ganzen Facetten, wird man damit nicht eingrenzen können.
Wenn du mich fragst was ich lieber mache, würde ich eindeutig "In den Charakter hineinversetzen" sagen...Was das gleiche wäre was du in Bezug auf Immersion auch schon gesagt hast. Es gibt nichts spezifisches an Immersion, wenn du es so benutzt.
Was das gleiche wäre was du in Bezug auf Immersion auch schon gesagt hast. Es gibt nichts spezifisches an Immersion, wenn du es so benutzt.In sachen Rollenspiel ist das IMHO auch so. Wie schon geschrieben. IMHO ist Immersion Essentiell fürs Rollenspiel und es gibt kein Rollenspiel ohne Immersion. Das impliziert natürlich auch, das man, solange man vom Rollenspiel spricht, nie sagen kann "Ich betreibe Immersion, und du nicht".
Wenn das alles sein soll, dann sind wir wohl fertig. Immersion heißt nichts weiter als Interesse? Beschäftigung? Hineinversetzen? Beteiligung?Da steckt nicht mehr hinter, aber mehr drinnen.
Ich dachte immer da stünde mehr dahinter.
Dann hat ja jeder Immersion nur irgendwie anders und man braucht kaum mehr drüber reden.Wir müssen darüber reden, weil Immersion aus sovielen verschiedenen Facetten besteht, die aber alle in der Grundlage der Immersion begründet sind. Und um unsere verschiedenen Sichtweisen und Herangehensweisen ans Rollenspiel besser erklären und verstehen zu können, ist es hilfreich zu wissen, ob ich den Charakter versuche zu Verkörpern, oder ob ich ihn als Avatar nutze.
Immersion ist laut Definition "Das Eintauchen in eine Situation/Szene".
P.S.:Du suchst dir einen einzelnen Satz heraus, wo hier 2 Seiten darüber stehen, was immersion genau ist? Was soll den das?
Immersion ist...
Bist du sicher, das man da zwei Typen unterscheiden muß? Wenn ich "in den Charakter eintauche" schließt das doch dessen Umwelt und damit die "story" mit ein... Ich sehe da keine vielen Facetten, alles künstlich Dinge zerpflückt.Es geht darum, was ich als Tür zu dieser Welt benutze. Schlüpfe ich in die Haut meines Charakters, setze ich mich als steuerndes Mänchen in das Gehirn meines Charakters, oder laufe ich als Unsichtbarer neben meinem Charakter her?
So, ich habe mal meine Ansichten zu Immersion aufgeschrieben. Und ich habe dazu einen neuen Thread aufgemacht. Warum? Weil wir hier schon auf Seite 3 einer nur begrenzt produktiven Problemanalyse sind, die hauptsächlich gezeigt hat, dass man sich nicht einig ist. ;) Also, here goes: [Offen – Psychologisch] Immersion als (Auto-)Suggestion (http://tanelorn.net/index.php/topic,27194.0.html)Ich schreibe das jetzt mal hier, bevor dein Thread damit auseinanderfällt.
Kann man sich wirklich in jemanden hineinversetzen und so denken wie ein anderer wenn man dabei nicht auf dessen Umwelt eingeht? Schließlich ist alles was der so an denken macht eine von den äußeren Eingaben beeinflußte Ausgabe, nicht mehr und nicht weniger.Nein, kann man nicht. Was man aber kann, ist etwas primär "aus dem Charakter heraus" sehen, oder primär "von hinter dem Charakter" sehen.
Deine [Fredis] Beschreibung vom Immersion ist das was ich als Charakter-Immersion(Verkörperung) sehe. natürlich besser ausgedrückt, aber das verwundert mich nicht.Na, hättest du das mal gleich gesagt, dann wären wir schon weiter. Du hast nur gesagt, dass es bei Charakter Immersion um das Eintauchen in einen Charakter geht.
Siehst du die anderen Aspekte (Avatarismus,Persona) nicht als Immersion?Wenn es dabei darum geht auf welche Weise Empfindungen von fiktivem Charakter auf den Spieler übertragen werden, dann kann man das nun sinnvoll auf Fredis Definition anwenden.
Nein, kann man nicht. Was man aber kann, ist etwas primär "aus dem Charakter heraus" sehen, oder primär "von hinter dem Charakter" sehen.Gut, da kann ich zustimmen :)
Siehst du die anderen Aspekte (Avatarismus,Persona) nicht als Immersion?Mein Problem ist, dass ich nicht richtig verstanden habe, was eigentlich "Avatarismus" oder "Persona" überhaupt sein soll. So wie ich es verstanden habe, ist es nur ein anderer Begriff für hineinversetzen bzw. mitfühlen. Und das ist für mich eben ganz klar keine Immersion. Damit der Begriff etwas nutzt, muss er eben klar mehr sein als "mitfühlen". Denn sonst reicht "mitfühlen" ja als Begriff. Außerdem wiederspricht diese "schwache" Auslegung von Immersion vielen Beschreibungen von Immersionsspielern, die unter Immersion eben klar mehr verstehen.
Eine Definition kann man doch nur zum Abgrenzen benutzen, ansonsten macht sie keinen Sinn. Also sollte eine Definition von Immersion nicht sagen: "Das macht jeder im Rollenspiel"1) Du kannst eine Definition auch benutzen, um das RPG von anderen Spielen abzugrenzen.
Und für mich macht es keinen Sinn, dass "in einer Story mitfiebern" als Immersion zu bezeichnen. Das ist eben mitfiebern, und nicht Immersion.Hast du schonmal Immersion betrieben, um das sagenzu können?
Hast du schonmal Immersion betrieben, um das sagenzu können?Das diese Herangehensweise sinnlos ist, sollte spätestens dieser Thread gezeigt haben. Denn wenn wir Immersion erst definiern müssen, dann ist es wenig sinvoll aus Beispielen darauf schließen zu wollen, denn nichts garanatiert uns, dass das was diese Fälle gemeinsam haben dann Immersion ist, oder dass diese Fälle überhaupt irgendwas signifikantes gemeinsam haben. Das liegt natürlich daran, dass alle etwas anderes mit Immersion bezeichnen, eben grade weil es noch keine Definition gibt.
1) Du kannst eine Definition auch benutzen, um das RPG von anderen Spielen abzugrenzen.
Zu Definitionen im allgemeinen: [...]
Hast du schonmal Immersion betrieben, um das sagenzu können?
Um sich zu überlegen, ob "Story mitfiebern" und "in SC hineinzuversetzen" das Gleiche ist, bräuchten wir jemanden, der schonmal beides gemacht hat.
Denn wenn wir Immersion erst definiern müssen, dann ist es wenig sinvoll aus Beispielen darauf schließen zu wollen [...]
Wir müssen also wohl oder übel ersteinmal definieren und dann nachsehen wie diese Definition auf die Praxis anzuwenden ist und ob sie uns sinvolle Differenzierungen erlaubt.
Na, hättest du das mal gleich gesagt, dann wären wir schon weiter. Du hast nur gesagt, dass es bei Charakter Immersion um das Eintauchen in einen Charakter geht.Ich bin halt nicht der beste im Ausdrücken meiner Gedanken. Das kann Fredi viel besser. Aber wenn dieser thread letztendlich zu Fredis Definition für "Charakter-Immersion" geführt hat, dann hat es sich doch schon gelohnt :)
Mit Persona meintest du eine direkte 1 zu 1 Übertragung mit Avatarismus einen, wie auch immer gearteten, Filterprozess. Welche Abstufungen gibt es da möglicherweise bzw. welche sind vielleicht sogar nötig?Persona habe ich aus dem VirtualReality-Immersionsbegriff entlehnt, und dort steht es für "Der Spieler fühlt sich als wäre er selbst in der VR"
An diesem Punkt sind wir jetzt auch in der anderen Diskussion.
eigentlich ist ein Avatar eine Manifestation und sollte damit auch Eigenschaften von Dir haben...Ja, aber nicht nur, und nicht in vollem Umfang.
1) Du kannst eine Definition auch benutzen, um das RPG von anderen Spielen abzugrenzen.ad 1) Ja, klar. Das kann man tun - dann brauchen wir aber nicht mehr über Immersion zu reden, weil wir hier ja über Rollenspiele reden. Außerdem gibt es Immersion auch in anderen Bereichen, d.h. der Begriff grenzt Rollenspiel nicht ab.
2) Jedes Objekt, das wir in der Alltagswelt treffen, hat eine Masse. Obwohl aber alles Masse hat, macht es trotzdem Sinn, Masse zu definieren und zu benutzen.
Zu Definitionen im allgemeinen: Jeder weiß, was das Wort "Länge" bzw. "Strecke" bedeutet. Und jetzt versucht mal, es zu definieren.Schwierig, aber machbar.
Hast du schonmal Immersion betrieben, um das sagenzu können?Ich weiß nicht, was du als Immersion bezeichnest (sic!) aber
Das einzige genannte differenzierende Merkmal ist der eintretende Effekt:Du hast recht, ich habe die "persona" falsch interpretiert. Ich denke persona wird das sein, was ich "Verkörperung" nenne. Also ab jetzt ist "Verkörperung" gestrichen, und die maximale Immersionsstufe ist Persona-Immersion.
Betrachtet der Spieler seine Figur nichtmal als Repräsentation und vielleicht nichtmal als Person, dann ist es nur die Stufe "player".
Spricht er von der Figur in der dritten Person ist es ein "Avatar".
Spricht er in der ersten Person ist es der "character" (interessanterweise der selbe Begriff wie im Rollenspiel).
Identifiziert er sich völlig damit ist es eine "persona".
Das einzige genannte differenzierende Merkmal ist der eintretende Effekt:
[...] "player"
[...] "Avatar"
[...] "character"
[...] "persona"
Und um nochmal die Stances aus der schon vorhandenen Theorie zu benutzen:
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Die Unterscheidung der Immersion in verschiedene Tiefen und deren Feststellung. Hierbei könnte man sich tatsächlich an den Definitionen für VR orientieren, man müsste aber wahrscheinlich etwas strenger sein.Da hat Purzel IMHO schon einen ganz guten Anfang gemacht. Mit der Verknüfung zu den Stances haben wir auch eine bereits definierte "Messlatte", die zwar auf einer anderen Ebene greift, aber ähnliche Strukturen wie die unterschiedlichen Stufen der Imersion aufweist.
Ich habe hier versucht, möglichst "unverkopft" an dieses Thema heranzugehen: https://penandpaper.blog/?p=181Oh ha! ich hoffe dein Beispiel mit dem Mikrofon war eine satirische Überspitzung. Das wäre der Moment wo man sagen muß, ok, Push to Talk oder Konsequenzen - das kann man auch als Spieler ausdrücken, und ich möchte wetten, das du in dem Fall nicht alleine wärst. :P
Sagt mir hier, was ihr darüber denkt.
Ich meine der Stand hier im Forum war, dass es verschiedene Arten von Immersion gibt.
Für meinen Spielspaß wesentlich und meiner allerdings umstrittenen Vorstellung von Rollenspiel nach dieses charakterisierend, ist dabei die Figurenimmersion, sprich das hineinversetzen in eine Figur und "erleben als ob" von innen heraus, sprich denken und handeln - idealerweise und damit in der Praxis im Rahmen des Möglichen nahekommend - aus der Perspektive dieser imaginären Figur und und ihrer Umwelt heraus.
Deine Variante scheint mir eher das Fallenlassen in eine detailreiches Wahrnehmungs/Vorstellungsangebot (War das Settingimmersion?). Das ist im Rollenspiel sicher förderlich, aber nicht rollenspielspezifisch. Ich schätze auch ein gutes Hörspiel kann diese Art Immersion erzeugen.
Oh ha! ich hoffe dein Beispiel mit dem Mikrofon war eine satirische Überspitzung.