Tanelorn.net
Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: Ehron am 3.08.2006 | 19:12
-
.
-
Sie gehören nunmal genauso zur Fantasy Literatur, wie alles andere. Daher kann ich nachvollziehen, warum sie in der ein oder anderen Form auch überall auftauchen. Für mich sind es trotzdem nur Zecken auf zwo Beinen. Schwer zu zertreten, darum lieber anzünden.
-
IMHO: Übermunch (langlebig/unsterblich, superstark, krankheitsresistent) + Goth-Weinerlichkeit ("Bäh ich bin so alleine und keiner versteht mich", ungesunde Hautfarbe, Affinität zur Nacht und Friedhöfen) = Publikumsliebling >;D
-
...und ich dachte immer, damit man im Winter (Glatteis) schnell etwas Asche (zum Streuen) dabei hat...
*Holzpflock zück*
;D
-
Um unerwünschte Spieler auzusortieren. Wer von seinem Vampir-Char erzählt bzw. einen spielen will wird erst gar nicht erst in die Runde gelassen >;D
-
Ich denke halt, es ist ein Coolness-X-Faktor.
Derselbe, der zu Lichtschwertern in D&D, d20 Modern, Computer-RPGs wie Wizardry führt ...
... und zu Psi-Kräften in D&D, Mage, d20 Modern / Spycraft und Star Wars ...
... zu Nunchakus und Ninjas in jedem erdenklichen System, vermutlich sogar Fading Suns ~;D
Meine Meinung: Es gibt einfach Dinge, die Leute für so cool halten, dass es für sie überall her muss.
Das war jetzt alles etwas roh formuliert. Bitte keine Richtigstellungen wie "Die Macht ist kein Psi". Ihr seid alle so intelligent, dass ihr die Hauptaussage aus diesem Artikel rauslesen könnt. ;)
-
IMHO: Übermunch (langlebig/unsterblich, superstark, krankheitsresistent) + Goth-Weinerlichkeit ("Bäh ich bin so alleine und keiner versteht mich", ungesunde Hautfarbe, Affinität zur Nacht und Friedhöfen) = Publikumsliebling >;D
vergiß nicht: perfekte Verführungsmaschine (Gedankenkontrolle, Super-Charisma, etc.) + mehr Gothvorlieben ("Oh wie ich leide! Wie künstlerisch wertvoll mein Leiden meine lausigen Gedichte/Bilder/Romane etc. macht! Wie tief und bedeutsam meine halbgebildete Stammtischphilosophie plötzlich wirkt!)
= noch mehr Erfolg! >;D :ctlu:
-
Wieso? Warum muss es das Viehzeug in jedem System geben?
Genauso warum auf jeder guten Mix-CD ein Song von Elvis drauf ist. ;D
Ernsthaft:
Vampire bieten (besonders in Fantasysystemen) sehr viele Möglichkeiten und haben neben Ihren meist übernatürlichen Fähigkeiten noch einen gewissen 'Unheimlichkeits'-Faktor.
Sie können großartige Kämpfer oder Zauberer sein. Oder sie dienen einer dunklen Gottheit und erhalten dafür mystische Kräfte. Ob brutaler Schläger oder charmanter Edelmann. Schlossherr oder zielloser Wanderer...
Kurz zusammengefasst: Vampire können sehr vielfältig sein und das macht jeden von ihnen einzigartig und unberechenbar.
-
Jo aber ein Ork kann genauso vielfältig, einzigartig und unberechenbar sein wenn man will und sich nicht von Klichees einengen lässt.
Die Begründung wieso diese Viecher überall sind ist in meinen Augen genau die die Grudenko und Kardinal gegeben haben *g* (genau das selbe gilt für Ninjas, für was braucht man Ninjas in nem Fantasy Setting?).
Vampire in Fantasy-Settings sollten in meinen Augen nur richtigen Dracula-Klonen vorenthalten sein. So schnulzen-Goth Vampire passen einfach nicht in mein Weltbild des fast unbezwingbaren Vampiroverlords.
Peace!
-
Wieso Vampire? Jeder kennt sie (jetzt mal im Gegensatz zu Orks und Co.), jeder kann die morbide faszination und den grusel der an diesen Viechern hängt verstehen oder zumindest erahnen, kurz: Sie gehören zur Popkultur. Wir sind Opfer dieser Kultur und können uns ihr nicht entziehen. Auch nicht im Rollenspiel.
IMHO: Übermunch (langlebig/unsterblich, superstark, krankheitsresistent) + Goth-Weinerlichkeit ("Bäh ich bin so alleine und keiner versteht mich", ungesunde Hautfarbe, Affinität zur Nacht und Friedhöfen) = Publikumsliebling >;D
Genau! Das erklärt ganz eindeutig warum uns unser CoC-1920-SL mit Nosferatu(dem EINEN) bombadiert hat :)
-
Genau! Das erklärt ganz eindeutig warum uns unser CoC-1920-SL mit Nosferatu(dem EINEN) bombadiert hat
Tja, die 1920er und ihre Filme (http://www.imdb.com/title/tt0013442/) ;D
Ach ja, die psychoanalytische Erklärung des Publikumserfolg von Vampiren ist mir ja ganz entgangen: Der Biss als Symbol des Geschlechtakts (Sex & Violence/Horror sell, oder so).
-
Für mich sind Vampire auch nur Fantasy-Geschöpfe wie Drachen, Orks, Trolle und Werwölfe.
Für mich nicht. Jede dieser Kreaturen zeichnet sich durch eine Gemeinsamkeit aus (Drachen sind der Inbegriff der Macht, Trolle essen gerne Elfen, etc.), der Vampir nicht.
Und das liegt wohl daran, daß der Vampir einmal Mensch, Elf, Zwerg, Ork gewesen ist. So könnte ich mir einen Ork-Vampir nur schlecht als Schloßherr vorstellen, wohl aber als Häuptling eines ganz miesen Orkstammes.
Der Vampir ist in meiner Vorstellung gar kein Monster, sondern eine Perversion dessen was er gewesen ist.
-
Erahnen? Ja. Verstehen? Nein.
Naja, Vampire waren für mich schon immer gruselig. Schon als Kind, noch bevor ich meinen ersten Vampirfilm gesehen habe, oder ein Buch mit dem Thema lesen konnte. Allein Fetzten der Beschreibung reichten damals aus um mich zu gruseln.
Hast du als Kind nie Angst vor dem Dunkeln gehabt? Dort lauern die Vampire ausschlieslich (im Gegensatz zu den anderen). Warst du als Kind gerne zum Blutabnehmen/Impfen, hast gerne sonstige Spritzen bekommen oder warst du gar gern verletzt? Wahrscheinlich nicht, aber Vampire werden genau das tun, dafür sind sie bekannt (die anderen Fressen einen einfach, was zumindest für mich als Kind weniger greifbar war(Märchenfiguren schaffen es ja scheinbar einen in einem Stück runterzuschlucken und wenn man einen Bekannten mit einem Messer oder einer Schere hat...)). Entreissen dich die anderen Geschöpfe aus deiner Familie und zwingen dich fernab von ihnen umherzuziehen? Abgesehen von einigen Drachen der europäischen Legenden die es auf Jungfrauen abgesehen haben eben nicht, das war für mich als kind schon recht gruselig. Hast du als Kind schon mal Orks, Trolle & Drachen draußen rumlaufen sehen? Ich auch nicht, aber genug Personen im Dunkeln die Vampire sein könnten.
Wie du vielleicht siehst: Vampire haben für mich eigentlich schon immer in einer anderen Klasse gespielt als die anderen.
Dazu kam halt das durch die Einflüsse der Popkultur der Vampir wesentlich bekannter ist als Orks und Trolle(auch wenn sich das für die Orks zur Zeit ändern mag). Der Vampir ist zudem nicht so leicht erkennbar, nicht so ehrlich, wie der Werewolf der ab und an aus der Haut fährt, sondern kalt und berechnend und er ist auch kein so vielseitig beschribenes Blatt wie der Drache (der von Glücksbringern bis Goldhortern so ziemlich alles sein kann). Jeder kennt den Vampir kennt als das was er eigentlich ist: Eine andere Art Kannibale der sich an den Lebenden nährt und den man nicht auf den ersten Blick erkennt. Ein Junkie der dich überfällt um seine Sucht zu befriedigen, und der dich letzten Endes zu genau dem macht was er auch ist. Alles weit gruseliger als Drachen & Trolle wenn du mich fragst.
-
Ich kennen nicht alle Religionen und ihren Bezug (wenn überhaupt) zu Vampiren, aber vom Christentum aus betrachtet, haben sie ihre eigene Stellung und da Religion zu den meisten Settings dazugehört, kann man sich doch auch an den weltlichen Vorgaben orientieren. Wie viele Bösen Geschöpfe, gibt es denn in Fantasy-Settings?
Teufel, Dämonen, Engel ... etc.
Alles aus Mythen, Legenden und Religionen erzeugte Wesen ... und dazu zählen auf Vampire.
im Gegensatz zu den 3 oben genannten Wesenheiten, die nie als SC gespielt werden (ist mir noch nie vorgekommen*), haben Vampire nunmal den Vorteil, das sie mit der weltlichen Welt, schonmal berührung hatte, da jeder Vampir aus einem bisher auf der "erde" gewandelten Lebenwesen entsteht.
*Engel das Setting mal ausgenommen.
-
Ja aber da spielst du nur diese Wesen.
Meine aber Settings, in denen die auch dabei sind.
In Nomine kenne ich net.
-
In Armageddon (Eden Studios) ist auch so ziemlich alles drin vom Mensch, ueber "Monster" wie Vampire/Werwoelfe/... ueber "Engel/Daemon" bis zum Avatar eines Gottes...
UInd da ist es auch Teil des Settings.
-
Nun, Untote allgemein sind ziemlich klassisch; vermutlich die älteste Kategorie von Monstern in der Menschheitsgeschichte:
Schaffst du mir aber den Himmelsstier nicht,
So zerschlag ich die Türen der Unterwelt,
Zerschmeiß ich die Pfosten, lass die Tore weit offensteh’n,
Lass ich aufersteh’n die Toten, dass sie fressen die Lebenden,
Der Toten werden mehr sein denn der Lebendigen.
Vampire sind ein Teil davon (und ein durch die populär-Medien etwas stärker gepushter Teil), der mit etwas mehr Sex-Appeal aufgeladen wurde (was eine eher neuartige Entwicklung ist, der klassische Vampir ist eine widerliche, seuchenübertragene Bestie und eher Vergewaltiger als Verführer).
Untote sind irgendwie faszinierend. Vampire sind besonders faszinierend, weil sie halt die stärkste Medienpräsenz abbekommen haben.
-
Vampire sind sexy.
(http://www.penddraig.co.uk/vampire/pix_films/louis.jpg)
(http://thecinema.blogia.com/upload/queen01.jpg)
(http://www.canmag.com/images/frontother/vanhelsing/second.jpg)
Noch Fragen? :8)
-
Moin
Tja, interessant dabei ist: Vampire lutschen Blut... alles schrecklich erotisch und tragisch.
Aber was wäre, wenn sie irgendeine, egal welche, beliebige andere Körperflüssigkeit aussaugen würden? Ganz egal, welche es ist, es ist immer irgendwie echt widerlich.
-
Da hat mir ne Freundin mal nen Artikel aus irgendner Frauenzeitschrift gezeigt in dem geschildert wurde warum Frauen Vampire so waaaahnsinnig sexy und erotisch finden. Ich ahb mich krank gelacht.
Achja: Sind Vampire wirklich sexy?
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/09/Orlock.jpg (http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/09/Orlock.jpg)
-
Nun, es gibt Vampire like
"...that Anne Rice Crap"
Und es gibt die die wirkich einfach nur Monster sind... "Vampires suck" von Daniel Bayn zeigt ein paar witzige alternativ Ideen zu Vampiren. :D
-
vampire sind imho, wenn man es mal genau nimmt, seuchentragende parasiten mit ausgeprägten mimikryfähigkeiten, die es ihnen erlauben zu jagen und zu überleben. seinen platz im rollenspiel hat der vampir zum einen weils einfach ein klassiker ist, und zum anderen weil er sich ideal als grosser obermotz einsetzen lässt, der mit dem netzwerk das er sich über die jahrhunderte in seinem (un)lebensraum erschaffen hat, den SC´s ordentlich eins überbraten kann ::) find ich.
-
Vampire sind sexy.
Der Herr Murnau war als Nosferatu aber alles andere als Sexy. Lee in der Rolle des Dracula auch nicht wirklich. Die Viecher bei Blade ebensowenig, Blade selbst imho auch nicht. Vampire wurden imho erst durch die Romane von Anne Rice "verschwuchtelt" und durch Pitt und Banderas mit dem prädikat "sexy bis zum umfallen" oder auch zu neudeutsch "metrosexuell" verknüpft ::)
-
Ich denke, der vampir hat in der Literatur und der öffentlichen Wahrnehmung eine Wadnlung durchgemacht:
- Zu Beginn war er die Inkarnation des Bösen. Abstoßend und ekelerregend.
- Später wurde er dann zu tragischen Gestalt, die zwar abstoßend wirkte, aber selber mit ihrem Schicksal haderte.
- Noch später wurde sie zur romantischen Figur, die sexy wirkt. Der Vampir hadert nicht mehr mit seinem Schicksal, sondern wird von normalen Menschen um sein Schicksal beneidet.
Je nachdem, welcher Generation von Literatur man gelesen hat, wird der vampir auf eine dieser drei Arten dargestellt. (OK, es gibt auch wenige Ausnahmen, wo der Vampir vollkommen anders dargestellt wird.)
Die Faszination des Vampirs liegt zum großen Teil also auch darin, dass man mit ihm verschiedenes Zielpuplikum erreichen kann.
Andere Untote sind immer nur für ein Zielpuplikum vorhanden.
-
Vampire wurden imho erst durch die Romane von Anne Rice "verschwuchtelt" und durch Pitt und Banderas mit dem prädikat "sexy bis zum umfallen" oder auch zu neudeutsch "metrosexuell" verknüpft ::)
Bram Stokers Dracula (dem LIteraturoriginal, nicht dem Filmsauger) kann man einen gewissen Sex-Appeal aber nicht absprechen.
-
Aber was wäre, wenn sie irgendeine, egal welche, beliebige andere Körperflüssigkeit aussaugen würden? Ganz egal, welche es ist, es ist immer irgendwie echt widerlich.
Urin-Vampire? ;D
-
Aber was wäre, wenn sie irgendeine, egal welche, beliebige andere Körperflüssigkeit aussaugen würden? Ganz egal, welche es ist, es ist immer irgendwie echt widerlich.
Wieso muss ich bei diesen Zeilen sofort an Pornos denken *g*?
-
@raziel: Weil du furchbar, furchtbar verdorben bist! Pfui! *in die Ecke schick* ~;D
Für alle die gern mal ein ganz anderes Vampirbild aufgetischt bekommen möchten empfehle ich Blutdurst von Jonathan Nassaw zu lesen! :)
-
Es gab in einem Vampir-Roman ja mal eine nette Erklärung, warum sich die Menschheit unbewußt die Vampire erschaffen hat: Einerseits haben sie Angst vor dem Tod, und auch vor toten Menschen. Vor allem davor, daß diese toten Menschen doch wieder aufstehen und anfangen, sich von den Lebenden zu ernähren. Andererseits aber auch die Faszination des Toten, und die Hoffnung, danach weiterzuleben, egal wie...
Und Blut ist Leben. Weiß ja jeder. ;)
-
Und Blut ist Leben. Weiß ja jeder.
Ich dachte immer Wasser ?
-
Nee. :)
Probier´s mal aus - schneid dir mit einem scharfen Messer in die Hand und guck, ob da Wasser rauskommt.
Außerdem sind Wasser trinkende Untote nicht so ungeheuer furchteinflößend... Evian-Vampire, irgendwer? ;)
-
Liebe Kinder, bitte schneidet euch nicht zu Hause in die Hand. Es kommt kein Wasser raus. ;D
-
Der moderne metrosexuelle Vampir mit seiner Evian-Flasche...kann es noch gruseliger werden? ~;D
Ehe es Untergeht, noch einmal eine Wiederholung eines Posts weiter oben:
in Bram stoker´s Dracula (das spätstromantische, chauvinistische klischeegwitter von anno dazumal) hat Dracula einen solchen Charme, dass die Frau, da sie so leicht den sinnlichen Reizen erliegt nicht mitgenommen wird und so alleine Besuch vom Vampir bekommt.
Nja, wahrscheinlich nicht metrosexuell, aber dafür der pure animalische SEX...nichts da mit Anne Rice´s Daumennucklern, die nur Lecken und nicht beißen und kratzen... ::)
sers,
Alex
-
Wer sich über die Faszination, die Vampire ausstrahlen informieren möchte, braucht bei Google einfach nur "Vampir" und "Faszination" eingeben und bekommt so einige sehr informative Links als Suchergebnis.
Faszination des Vampirs (http://www.vampyrbibliothek.de/vampyre/faszination_des_vampirs.htm)
Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Vampirismus)
-
Bram Stokers Dracula (dem LIteraturoriginal, nicht dem Filmsauger) kann man einen gewissen Sex-Appeal aber nicht absprechen.
und selbst der Film (Ich liebe den Song von Annie Lennox) war doch ein einziger Liebesfilm und Hocherotisch
mit Tanz zu "Lovesong for a Vampire"
Medizinmann
-
Vampire gehören für mich zur Kultur einfach dazu. Sie spiegel die Angst der Menschen wieder. Vampire ernähren sich von Blut und "leben" dadurchewig. Kommt doch irgendwie bekannt vor, oder? Sie zielen also auf den Urspung der christlichen Welt ab (wobei auch andere Religionen den Vampire kennen). Es ist also nicht verwunderlich, dass dieser "Grundbaustein" von Mythen und Sagen auch in Rollenspielen vorkommt.
Als Spielercharaktere würde ich Vampire aber nur selten zulassen. In normalen Fantasywelten würde ich es nicht machen. Sie schränken auf der einen Seite zu sehr ein, wenn es darum geht, dass sie nur nachts raus können, auf der anderen Seite sind sie mir als Anfangschar oft zu mächtig, in Sachen wie Selbstheilung, Magie usw. Außerdem sind sie nunmal der Feind ;).
-
Bram Stokers Dracula (dem LIteraturoriginal, nicht dem Filmsauger) kann man einen gewissen Sex-Appeal aber nicht absprechen.
Wenn ich mich recht erinnere, ist Dracula dort ein älterer eleganter Herr (50+) mit Schnauzbärtchen. Das schließt Sex-Appeal nicht aus, aber...
-
Und einige der Filmsauger waren erotisch... siehe Frank Langella. ;)
-
betonung liegt bei Langella auf "waren"... ;)
-
Aber was wäre, wenn sie irgendeine, egal welche, beliebige andere Körperflüssigkeit aussaugen würden? Ganz egal, welche es ist, es ist immer irgendwie echt widerlich.
Hä? Du hast aber schon irgendwann mal Sex gehabt, oder? Gut, man möchte sich nicht grade davon ernähren, aber Blut finde ich definitiv ekliger.
-
Och, ich mag Blut. Auf gewisse andere Dinge in meinem Ernährungsplan kann ich verzichten. Ausserdem trinken Vampire nun mal Blut. Genau so wie Elfen spitze Ohren haben und Zauberer zaubern. Es ist praktisch eine zwingende Voraussetzung um Vampir zu sein.
-
Ich denke, der vampir hat in der Literatur und der öffentlichen Wahrnehmung eine Wadnlung durchgemacht:
- Zu Beginn war er die Inkarnation des Bösen. Abstoßend und ekelerregend.
Dann liste doch mal Werke auf in denen das der Fall ist.
-
Ich muss zugeben dass ich mit Vampirliteratur nur rudimentär vertraut bin (um genau zu sein hab ich nur ein paar Kurzgeschichten von Laien gelesen und mich auszugsweise mit Bram Stockers Dracula beschäftigt) aber das Vampire in den meisten Fällen als Böse dargestellt werden ist doch nun wirklich keine Frage...? Oder bin ich da auf dem falschen Dampfer?
-
Klar "böse" schon.
die Inkarnation des Bösen. Abstoßend und ekelerregend.
Aber eher nicht. Tatsächlich war Dracula doch das erste "Vampirwerk" in der Literatur. Vorher gab es nur verschiedene Volksmärchen, in denen die Blutsauger aber noch nicht die archetypische Gestalt hatten die Stoker ihnen gab.
-
Naja, wenn man mal Bohrmanns Lexikon der Geister, Monster und Dämonen wälzt und GAAANZ großzügig alle Blutsauger als "Vampire" definiert, dann sind die Mehrzahl entweder prinzipiell wiederlich oder können von einer hinreißend bezaubernden Gestalt zu einer abstoßenden Wechseln.
Der Archetyp des Vampirs lässt sich soweit mein begrenztes Wissen reicht in den Ekeltypus Nosferatu und den eher faszinierenden, suggestiv verführerischen Dracula unterteilen.
Ansonsten wird der Vampir in der Literatur sehr oft als erotisches oder zumindest faszinierendes Motiv verstanden (ich bezihe mich auf oben genanntes Lexikon).
Gerade in der Comicwelt findet oft eine regelrechte Verschmezung von Vampir und Succubus (z.B. Purgatory) statt.
Das der Vampir mit dem Teufel in Verbindung gebracht wird ist in Film und Pulpliteratur eher häufig, von daher ist Reinkarnation des Bösen vielleicht nicht unabdingbar richtig aber auch nicht von der Hand zu weisen.
Ich persönlich empfinde den "abstoßenden" Vampirtypus als eher selten, obwohl er vorkommt, ggf. auch eher als "niederer Vampir" und Diener eines eher aristokratischen "Obervampirs".
Das sind allerdings Eindrücke die sich nicht aus "Literatur" sondern Film, Comic und eben RPG ziehen. Über Literatur kann ich nur Aussagen aus zweiter Hand machen. Vampirromane haben mich bisher nicht sonderlich gereizt.
-
Aber eher nicht. Tatsächlich war Dracula doch das erste "Vampirwerk" in der Literatur. Vorher gab es nur verschiedene Volksmärchen, in denen die Blutsauger aber noch nicht die archetypische Gestalt hatten die Stoker ihnen gab.
1) Also ich würde Volksmärchen durchaus der Literatur zuordnen. Und die hatten Vampire schon lange vor Bram Stoker zum Thema.
2) Bram Stokers Dracula bezieht sich größtenteils auf die historische Version des Grafen Vlad III. Drăculea.
Und diese Person hatte nichts erotisches an sich.
Ich muss zugeben, dass ich den Dracula Roman nie gelesen habe, sondern nur seine Verfilmung kenne. Und auch dort war Dracula nicht erotisch.
3) Neben Dracula ist Nosferatu ebenfalls ein Vampir. Und Nosferatu ist sicherlich keine erotische Person. (Eigentlich ist Nosferatu überhaupt keine Person sondern einfach bloß das rumänische Wort für Vampir.)
-
2) Bram Stokers Dracula bezieht sich größtenteils auf die historische Version des Grafen Vlad III. Drăculea.
Und diese Person hatte nichts erotisches an sich.
Ich muss zugeben, dass ich den Dracula Roman nie gelesen habe, sondern nur seine Verfilmung kenne. Und auch dort war Dracula nicht erotisch.
Solltest du mal lesen. der Roman ist hocherotisch, zumindest für die Zeit in der er geschrieben wurde. Und ich fand Dracula in der Coppola Verfilmung auch ziemlich sexuell.
-
(Eigentlich ist Nosferatu überhaupt keine Person sondern einfach bloß das rumänische Wort für Vampir.)
Nicht ganz. Nosferatu ist das Wort, von dem eine Autorin glaubte, daß es Vampir bedeutet:
http://de.wikipedia.org/wiki/Nosferatu_%28Sagengestalt%29
Das, was man hierzulande unter "Vampir" versteht wurde Strigoi genannt. Und das moderne Bild Vampirbild hat auch nicht mehr wirklich viel mit den rumänischen Sagen zu tun sondern ist vielmehr durch Popkultur, Dracula-Filme und V:tM beeinflusst.
Im übrigen find ich Dracula in Bram Stokers Roman in keinster Weise erotisch.
-
Das, was man hierzulande unter "Vampir" versteht wurde Strigoi genannt. Und das moderne Bild Vampirbild hat auch nicht mehr wirklich viel mit den rumänischen Sagen zu tun sondern ist vielmehr durch Popkultur, Dracula-Filme und V:tM beeinflusst.
meinst du nicht, dass V:tM sich eher eines schon vorhandenen Bildes bediente?
-
meinst du nicht, dass V:tM sich eher eines schon vorhandenen Bildes bediente?
Schon. Aber die Autoren haben die BIlder auch verändert und weiterentwickelt und dadurch ihrerseits die heutige Wahrnehmung geprägt - ich sag nur Nosferatu.
Das gilt natürlich nicht nur für die Autoren von V:tM sondern auch für andere Autoren der 90er.
-
Stichwort Anne Rice ;)
-
Stichwort Anne Rice ;)
Zum Beispiel. Die hatte ich ja ganz vergessen.
-
... sondern auch für andere Autoren der 90er.
Stichwort Anne Rice ;)
Die ihre Bücher aber schon seit den 1970er schreibt. ::)
-
Ob man jetzt Dracula im Film oder Buch als erotisch empfindet ist jetzt vielleicht Ansischtssache, aber in den meisten Vampirdarstellungen der 90' und 2000+ sind Vampire häufig eher von der Verführerischen Art. kann natürlich auch einfach an "Sex Sells" liegen, aber der Vampir und die mit ihm zusammenhängenden Motive haben immer etwas sexuelles, wie etwa der Akt des Saugens am Hals oder der "Blutkuss" (von dem ich nicht genau weiß, ob er nicht eine Erfindung des RPG Genres ist).
Mann werfe einmal ein Auge auf den Film "Interview mit einem Vampir" (Die Buchvorlage sei hier einmal ausgeklammert). Es ist sicher kein Zufall das man mit Tom Cruise einen der damals nach öffentlicher Meinung attraktivsten Männer Hollywoods für die Rolle belegt hat und auch die anderen Vampire entsprechen zum größten Teil nicht unbedingt dem ausgemergelten und in Lumpen gehüllten Strigoi, der in fremden Gräbern schläft und vom Geruch nach verfaulendem Fleisch umgeben ist.
Auch sind die meisten Opfer des Vampirs in Literatur und Film (soweit mir bekannt) vom jeweils anderen Geschlecht.
Ich sehe da eine sehr starke Verschmelzung mit dem Succubus/Incubus-Motiv.
"Nosferatu" wie er im Stummfilm dargestellt wird ist eben eine sehr gegensätzlich Darstellung, in der sich eher die Parasitäre als die Raubtierhaftige Natur des Vampirs widerspiegelt.
Graf Orlock ist eben so ein Strigoi, ausgemärgelt, häßlich, abstoßend.
-
Die ihre Bücher aber schon seit den 1970er schreibt. ::)
...aber erst in den 90ern mit der Verfilmung von "Interview mit einem Vampir" wirklich bekannt wurde.
Und außerdem hat sie genau EIN Buch in den 70ern geschrieben und 2 in den 80ern.
Wenn man dann noch bedenkt, daß alle ihre Bücher bis auf das Debüt Deutschland erst in den 90ern veröffentlicht wurden, kann man durchaus von einer Autorin der 90er reden. Da hat sie immerhin das meiste abgeliefert.
Die Stones sind ja auch keine Band der 60er, auch wenn sie sich da gegründet haben. ;)
in den meisten Vampirdarstellungen der 90' und 2000+ sind Vampire häufig eher von der Verführerischen Art.
Eindeutig. Im Film (Bram Stokers Dracula von Coppola) hat er auch eine eindeutig erotische Komponente - im Buch hab ich die nicht gesehen.
aber der Vampir und die mit ihm zusammenhängenden Motive haben immer etwas sexuelles, wie etwa der Akt des Saugens am Hals oder der "Blutkuss"
Auch das.
Auch sind die meisten Opfer des Vampirs in Literatur und Film (soweit mir bekannt) vom jeweils anderen Geschlecht.
Ich sehe da eine sehr starke Verschmelzung mit dem Succubus/Incubus-Motiv.
Das zum Beispiel ist spätestens seit Anne Rice nicht mehr der Fall - seitdem haben Vampire eine ausgesprochen starke homoerotische Komponente.
Überhaupt ist die Betonung der Erotik von Vampiren imho eher eine neue Entwicklung. Die Thematikl spielt schon länger eine Rolle, wird aber erst bei modernen Autoren derart stark betont.
-
Im übrigen find ich Dracula in Bram Stokers Roman in keinster Weise erotisch.
In der Buchvorlage stimme ich dir zu, aber Capollas Verfilmung leistet sich da an entscheidenden Stellen gewissen Freiheiten, von daher siehts mit dem wieder ganz anders. Der hat mich als 10 Jährigen echt schockiert...und das nicht nur wegen den Horroreffekten! ;)
-
Im Film (Bram Stokers Dracula von Coppola) hat er auch eine eindeutig erotische Komponente - im Buch hab ich die nicht gesehen.
Dann hast du (bzw. ihr) nicht genau genug gelesen. Das Buch hat wegen seines sexuellen Themas damals einen Skandal ausgelöst.
Neben dem Grauen einerseits, liegt die zweite entscheidende Anziehungskraft des Romans in seiner Erotik. Im England des ausgehenden 19. Jahrhunderts gibt es kaum Möglichkeiten erotische Literatur zu konsumieren. Die Akzeptanz von Sexualität beschränkt sich zum Zweck der Fortpflanzung auf das eheliche Schlafzimmer. Stoker schafft den Weg an der Zensur vorbei, da die Sexualität seines Romans im direkten Zusammenhang mit dem Bösen steht. Eine gelungene Verknüpfung, vor allem für den zeitgenössischen Leser, der seine verbotenen Wünsche und sündigen Gedanken auf Dracula projiziert und sie so wenigstens in seiner Fantasie straffrei ausleben kann.
Stoker entwickelt in seinem Roman eine eindringliche Wechselwirkung zwischen Sexualität und Tod. Die Sexualität in Dracula ist ein Akt des Erliegens. Jonathan Harker erliegt den drei Gefährtinnen Draculas, Lucy Westenra erliegt Dracula und Mina Murray erliegt Draculas Charme. Das Böse strahlt in seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen ein unmenschliches Maß an sexueller Anziehungskraft aus, der Sterbliche nicht widerstehen können. Die Sterblichen scheinen die Bitterkeit der Sexualität, denn sie ist todbringend, zu ahnen, doch sie besitzen nicht die geistige Stärke sich ihrer zu erwehren. Sie sind von der Intensität der Begegnung überwältigt und bereit zu sterben, wenn sie den nächsten Augenblick erleben dürfen.
Zitat ist von Hausarbeiten.de, eine Scheißquelle ich weiß. Aber das war ungefähr auch die Quintessenz als wir das Buch in der Schule durchgenommen haben. Die Erotik von "Dracula" ist viell. nicht zu vergleichen mit einigen quasipornographischen Vampirromanen der 90er. Aber 1990 ist eben nicht 1890 und da muss man schon etwas genauer hinschauen.
Hier gibt es auch noch einiges Material, eine evtl. etwas bessere Quelle:
http://www.anglistik.uni-muenster.de/Studieren/Materialien/Dracula/
->Interpretationen
-
äh... läuft die Diskussion jetzt darauf hinaus ab wann der Vampir "erotisch" wurde?
Dann erkundigt euch mal danach wann "Vampira" ausgestrahlt wurde...
-
Nein es ging darum ob Stoker, der unbestritten den modernen Vampir erschaffen hat, diesem die Erotik mit in die Wiege gelegt hat.
-
Nein es ging darum ob Stoker, der unbestritten den modernen Vampir erschaffen hat, diesem die Erotik mit in die Wiege gelegt hat.
...ich denke die Antwort ist "ja".
-
Ich auch.
-
Ich auch.
Ich nicht. Klar, Dracula wirkt auf seine Opfer natürlich anziehend, insofern hat der Roman durchaus eine erotische Komponente. Aber imho springt dieses erotische Moment zu keiner Zeit auf den Leser über. Auf mich jedenfalls wirkte Dracula die ganze Zeit nur als Monster ohne Anziehung.
Kann natürlich sein, daß das Publikum im 19. Jahrhundert das anders rezipiert hat.
-
Ich hab
den Vampir mal bei uns im rollenspiel als nsc [<= sry wenns falsch ist, die kürzel sind mir noch nicht so geläufig] eingebracht. Eine Vampirin tauchte in einer stadt auf, ich beschrieb sie vorallem mit dem wort weiß (Gewand, haar, haut, augen ... in die noch schwarze katzenartige pupilen reinkamen). Sie schwebte spät abends eine Straße lang, die "zufällig" einer der SC in die andere Richtung bewanderte. Sie sahen sich, sie schwebte in eine gasse und er folgte ... verlor sie in einem verlassenem haus aus den augen, war hinter ihm, aussaugen, ohnmacht, aufwach im haus, sieht, rennt nach, fragt wer, wieso, weshalb............. ab hier wirds unwichtig.
Vampire kann man immer gut einbringen. Man muss ja nicht alles übernehmen, z.B. dass Opfer autom. zu vampiren werden. So verhindert man evtl. mutationen, die man nicht will (Troll-vampir, Ork-vampir, gobblin-vampir, Drachen-vampir, zwerg-vamp, elf-vamp, kentaur-vamp, Mensch-vamp) - wer damit was anfangen kann kann es natürlich verwenden. Die Rasse an sich ist bei mir ziemlich mächtig und unberechenbar. Die Tierverwandlungen hab ich mal weggelassen ... ich find die sind eher schwachpunkte als Hilfen.
Ob man den erotischen teil reinnimmt oder nicht oder so halb .... das liegt auch am SL.
PS: Die Vampirin ist momentan eine mächtige begleiterin der gruppe, die sie auch brauchen werden ... >;D
-
PS: Die Vampirin ist momentan eine mächtige begleiterin der gruppe, die sie auch brauchen werden ... >;D
I smell mary-sue.
-
I smell mary-sue.
Ach! Du auch? ;D
-
I smell mary-sue. ???
naja, die gruppe besteht grad aus ca. 15 Leuten, davon 2 SC's.
Die NC'S sind größtenteils gute freunde u. ähnliches der SC's, die sie im laufe der kampange getroffen haben. Nun kommt es so langsam zum ende, sie müssen ein ziemlich mächtiges Schattenwesen bezwingen.... und sterben momentan reihenweise an den herausforderungen des Gebirges und des Winters.... am anfang der letzten runde waren es noch 20 ... >;D
-
Ich nicht. Klar, Dracula wirkt auf seine Opfer natürlich anziehend, insofern hat der Roman durchaus eine erotische Komponente. Aber imho springt dieses erotische Moment zu keiner Zeit auf den Leser über. Auf mich jedenfalls wirkte Dracula die ganze Zeit nur als Monster ohne Anziehung.
Kann natürlich sein, daß das Publikum im 19. Jahrhundert das anders rezipiert hat.
Vielleicht ist er einfach nicht dein Typ? ~;D
-
Also zunächst mal fühle ich mich als Leser dieses Threads ein wenig angefaßt.
Ich betrachte mich selbst als der Gothic-Subkultur angehörig und bin weder von Selbstmitleid geplagt, noch schnulzig noch weichlich. Ich bin arrogant, extrovertiert und ein Arschloch, daß kein Hehl aus diesem Charakterzug macht.
Und wer als nächster über mich mit dem Umweg über die Subkultur herziehen will sollte sich zuvor bei Jens über die Schärfe seiner (nicht mehr ganz so) neuen Axt informieren und sich dann überlegen, daß ich ein Lager davon hab.
(Sicherheitshalber plaziere ich hier jetzt mal das: ;)... Man weiß ja nie.)
Zum Thema:
Was mir auf drei Seiten gefehlt hat war jemand, der erkannt hat woher der 'moderne' Vampir kommt.
Das blutrünstige Monster und das ekelerregende Vieh sind Christen-/Kirchendinger. Die haben mit Literatur und Kultur nix zu tun. Diese Darstellung hat in gleichem Maße abgenommen wie der Einfluß der Kirche auf die Gesellschaft. Man kann sie getrost zusammen mit dem Teufel und krummnasigen Hexen ad acta legen und vergessen.
Der 'moderne' Vampir mit seinem Ursprung in der viktorianischen Romantik ist der Ursprung der Gothic-Szene und keine Begleiterscheinung.
Entgegen einer Äußerung weiter oben (von wem hab ich verdrängt) hat Stokers Buch nicht bei seinem Erscheinen einen Skandal ausgelöst, sondern Jahre und Jahrzehnte später. Die Romantik-Epoche der viktorianischen Zeit wollte und liebte solche Figuren aus Dunkelheit und Erotik. Sie war übervoll davon.
Und die Gothic-Szene hat neben ihren technischen Wurzeln in der Punk-Szene der 80er fast exklusiv in dieser Epoche der Geschichte ihre Wurzeln. Der Vampir ist sozusagen der perfekte Goth, dem es nachzueifern gilt (wenn man sich so weit einer Mode unterwerfen will).
Diesen Ursprung zu verdrehen heißt die Kausalität der Ereignisse ignorieren. Und ansonsten ist es müßig die Eigenschaften und Angewohnheiten des Vampirs psychologisch zu analysieren, denn sie sind bezüglich der Faszination Vampir unwichtig.
Anfangs war es eine literarische Gestalt (die wie gesagt nix mit vorherigen Darstellungen des Wesens zu tun hatte) und daraus entwickelte sich eine Faszination. Diese Faszination wurde hundert Jahre später aufgegriffen und plötzlich war auch der Ursprung der Faszination wieder da. Und mit ihm seine Eigenschaften wie Blutsaugerei etc.
Jetzt in die Analyse dieser Eigenschaften zu gehen ist lachhaft.
Bleibt nur die Frage offen wieso es plötzlich immer mehr und mehr Vampire und mehr und mehr Goths gibt.
Wenn man sich die Welt in der wir leben ansieht ist die Antwort klar: Saufen, kiffen oder anderweitig flüchten ist für jeden Menschen ohne übersteigertes Selbstwertgefühl eine Notwendigkeit und keine Option. Oder was glaubt ihr warum ihr Rollenspieler seid?
(Hier plaziere ich diesen: >;D)
-
Zu Anne Rice:
Also, ich hoffe, ihr berücksichtigt bei Eurer Wertung, die Umstände, die zum Schreiben von "Interview" führten, oder ? Sie schrieb ihn nämlich, um mit dem Tod eines nahen Verwandten fertig zu werden.
"Fürst der Finsternis" kam dann 1982 heraus, Königin der Verdammten 1985.
Alle drei mitten in den 80ern.
Die deutchen Übersetzungen kamen 1989, 1992 und 1993 heraus.
Dieses sind auch die drei besten Romane der Chroniken, der Rest fällt, zumindest bis Memnoch der Teufel, immer mehr ab.
Der Film kam dann 1994 heraus.
Meiner Meinung nach bringt ihr übrigens die erotische Ausstrahlung mit der Wirkung auf die Menschheit durcheinander.
Nur weil Dracula erotisch und anziehend wirkt, wird er sicherlich nicht als gutes Wesen beschrieben. Das er als Böse betrachtet wird, sieht man doch an Jonathan Harkers Reaktion und seiner ernichtung durch Van Helsing.
Wenn ihr mal wirklich böse Vampire kennenlernen wollt, lest die Necroscope-Romane von Brian Lumlay, IMHO die Vorlage für die Tzimiscen bei V:tM.
-
Also, ich hoffe, ihr berücksichtigt bei Eurer Wertung, die Umstände, die zum Schreiben von "Interview" führten, oder ? Sie schrieb ihn nämlich, um mit dem Tod eines nahen Verwandten fertig zu werden.
Wertung? Was bitte hat das damit zu tun, daß sie das moderne Vampirbild sicherlich entscheidend mitgeprägt hat?
"Fürst der Finsternis" kam dann 1982 heraus, Königin der Verdammten 1985.
Stimmt soweit.
Alle drei mitten in den 80ern.
Stimmt wieder nicht - "Interview erschien nämlich in den 70ern ;D [KlugscheißEnde]
Dieses sind auch die drei besten Romane der Chroniken, der Rest fällt, zumindest bis Memnoch der Teufel, immer mehr ab.
Stimmt auch wieder, wobei schon strittig ist, ob Rice überhaupt gute Romane geschrieben hat ;)
Meiner Meinung nach bringt ihr übrigens die erotische Ausstrahlung mit der Wirkung auf die Menschheit durcheinander.
Öhm, nein. Glaub ich nicht.
Nur weil Dracula erotisch und anziehend wirkt, wird er sicherlich nicht als gutes Wesen beschrieben.
Nein sicher nicht. Hat auch niemand behauptet, soweit ich das überblicken kann. Auf mich hat er nur keinerlei Ausstrahlung abgesehen von der des Bösen. Eine wie auch immer geartete erotische Ausstrahlung hat er auf mich nicht. Ist wahrscheinlich wirklich einfach nicht mein Typ ;)
Übrigens kriegt er in Coppolas Film durch die tragische Vorgeschichte einen ausgesprochen kräftigen Sympathieschub verpasst. Nur mal so am Rande.
Wenn ihr mal wirklich böse Vampire kennenlernen wollt, lest die Necroscope-Romane von Brian Lumlay, IMHO die Vorlage für die Tzimiscen bei V:tM.
Ich muss gestehen, daß ich davon noch nie gehört hab. Ich seh gerade, das sidn ja schon 18 Bände. Wird das jemals abgeschlossen sein?
-
Entgegen einer Äußerung weiter oben (von wem hab ich verdrängt) hat Stokers Buch nicht bei seinem Erscheinen einen Skandal ausgelöst, sondern Jahre und Jahrzehnte später. Die Romantik-Epoche der viktorianischen Zeit wollte und liebte solche Figuren aus Dunkelheit und Erotik. Sie war übervoll davon.
Aha. Das behauptest du mal so, oder hast du weitere Beispiele? Jedenfalls hat Dracula Jahrzehnte später garantiert keinen Skandal mehr ausgelöst.... da gab es dann ja schon die ersten Verfilmungen.
-
Ich muss gestehen, daß ich davon noch nie gehört hab. Ich seh gerade, das sidn ja schon 18 Bände. Wird das jemals abgeschlossen sein?
Muss man kennen, wenn man über moderne Vampirliteratur sprechen möchte! Naja 18 Bände sind glaube ich nur in der deutschen Übersetzung, die haben IIRC einige englische Bücher aufgeteilt.
-
Nunja, im englischen sind bisher 15 Bände erschienen. Allerdings teilen diese sich auf verschiedene Unterzyklen auf.
Ich habe nur die ersten 5 gelesen, und auf die bezehe ich mich auch.
Mehr Infos hier:
http://www.brianlumley.com/necroscope/
Über die englischen Romane.