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Medien & Phantastik => Sehen, Lesen, Hören => Sehen => Thema gestartet von: Kerberos am 23.02.2007 | 14:07

Titel: Pathfinder
Beitrag von: Kerberos am 23.02.2007 | 14:07
Am 08.03. soll Pathfinder, das vom Frankfurter Marcus Nispel inszenierte Remake des norwegischen Abenteuer-Dramas in die Kinos kommen, in dem der Kampf zwischen den amerikanischen Ureinwohnern und den einfallenden Wikingern dargestell wird. Der als Kind von den Normannen zurückgelassene und von den Indianer großgezogene Ghost (dargestellt von Karl Urban), der als Erwachsener den zurückgekehrten Eroberern den Kampf ansagt steht dabei im Mittelpunkt der Geschichte.

Die Kritiken, die ich bis jetzt gelesen habe sind allesamt eher negativ; ich vermute die Story wird viel zu kurz kommen. Trotzdem hoffe ich auf gute Unterhaltung, viel Action scheint ja geboten zu werden. ;)

Den Trailer findet man übrigens hier: LINK (http://www.youtube.com/watch?v=KbV1rU0Iecc)
Titel: Re: Pathfinder
Beitrag von: Preacher am 23.02.2007 | 15:11
Das Original ist ein geiler Film, der mit größerem Budget aufgepeppt sicher noch gewinnen könnte. Auch mit der Verlagerung des Stoffs (der immerhin eine alte norwegische Sage ist) nach Amerika kann ich mich anfreunden.
Aber was sowas soll
als Kind von den Normannen zurückgelassene und von den Indianer großgezogene

ist mir ein absolutes Rätsel. Setzen, Sechs.

Titel: Re: Pathfinder
Beitrag von: Thalamus Grondak am 23.02.2007 | 15:58
Aber was sowas soll
Zitat
als Kind von den Normannen zurückgelassene und von den Indianer großgezogene
ist mir ein absolutes Rätsel.
Naja, irgendwie muss der Junge ja nach Amerika kommen...
Titel: Re: Pathfinder
Beitrag von: Preacher am 23.02.2007 | 16:21
Naja, irgendwie muss der Junge ja nach Amerika kommen...
Wie wäre es, wenn er ein eingeborener Amerikaner ist? Nur mal als Beispiel? Wäre auch näher an der Vorlage.
Titel: Re: Pathfinder
Beitrag von: Thalamus Grondak am 23.02.2007 | 16:26
Ich schätze sie wollten den Nordischen Touch beibehalten.
Also so schlimm find ich s nicht.
Titel: Re: Pathfinder
Beitrag von: Lyonesse am 24.02.2007 | 15:04
Habe bisher nur die Vorschau gesehen und da wirkte der Film sehr kräftig und düster. Scheint eher action- als inhaltslastig zu sein (Guerillataktik gegen bikermäßige Wikinger in reizvoller Waldlandschaft), was mich aber nicht weiter stört, wenn der Streifen mich emotional packt. Das Original, einer der wenigen auch international bekannten norwegischen Filme, fand ich damals jedenfalls sehr gut.
Titel: Re: Pathfinder
Beitrag von: Preacher am 24.02.2007 | 23:15
Nach der Vorschau zu urteilen hat das aber mit dem norwegischen "Pathfinder" mal sowas von gar nix zu tun...
Titel: Re: Pathfinder
Beitrag von: Karl Lauer am 6.03.2007 | 10:04
Hier mal eine Kritik (http://www.moviegod.de/kino/kritik/978/pathfinder) zu dem Film... hab nix anderes erwartet.
Titel: Re: Pathfinder
Beitrag von: critikus am 6.03.2007 | 10:27
Übrigens läuft das Original demnächst im Fernsehen!
Titel: Re: Pathfinder
Beitrag von: Samael am 6.03.2007 | 10:32
Ich habe die Kinovorschau gesehen. Die "Wikinger" sehen aus wie Chaoskrieger aus Warhammer...  ::)
Titel: Re: Pathfinder
Beitrag von: Gwynnedd am 6.03.2007 | 14:30
Übrigens läuft das Original demnächst im Fernsehen!

wann und wo?
Titel: Re: Pathfinder
Beitrag von: Hawkmoon am 6.03.2007 | 14:34
wann und wo?

ja, das fände ich auch interessant! ;)
Titel: Re: Pathfinder
Beitrag von: Sir Mythos am 6.03.2007 | 17:12
Da sind wir dann schon zu dritt..  :d
Titel: Re: Pathfinder
Beitrag von: Karl Lauer am 6.03.2007 | 17:35
Montag 20:15 Tele 5
Titel: Re: Pathfinder
Beitrag von: Romaal am 11.03.2007 | 01:01
Hab den Film heute im Kino gesehen.

War mit Abstand einer der schlechsten Filme die ich jemals im Kino bewundern durfte. Keine Story, ständige Slow-Motion, konfuse Szenenwechsel, lahme Kampfszenen und so weiter. Nicht einmal die Namen der Charaktere im Film wurden genannt. Unterste Schublade der Film.

Und übrigens, die Wikinger sahen tatsächlich aus wie Chaoskrieger aus Warhammer, sie benahmen sich auch so.
Titel: Re: Pathfinder
Beitrag von: Bad Horse am 5.04.2007 | 12:47
Immerhin war das Geschimpfe eines Kumpels, der sich den Film angesehen hat, sehr amüsant. Hat uns tatsächlich eine halbe Stunde lang gut unterhalten...  ;)

Kann nicht jemand angemessen spitzzüngiges den Film anschauen und eine Kritik abgeben, die über "Uh, schlecht" hinausgeht?  ::)
Titel: Re: Pathfinder
Beitrag von: Lyonesse am 11.07.2007 | 13:52
Pathfinder versucht ohne viele Worte eine Rachegeschichte zu erzählen, die vor dem Hintergrund der Invasion eines Gegners spielt, der mit überlegener Technologie hantiert und keine Gnade kennt, insofern ist die Geschichte eher allegorisch als historisch gemeint. Erinnert eher an alte Mythen, wo die einfache und oft gewalttätige Handlung in urwüchsigen Bildern entsteht.

Bei der DVD sollte man den Begleittext zuschalten, da man sonst die Wikinger nur mit einem abgeschlossenen Nordistikstudium verstehen kann.

Der Look von Pathfinder (Bauten und Kostüme), sowie die Landschaftsaufnahmen haben mir gut gefallen und sie sind auch das beste am ganzen Film. Der Hauptdarsteller Karl Urban ist sicherlich auch keine Fehlbesetzung und so hätte einer archaischen Geschichte im Stil einer Conan Graphic-Novel nichts im Wege gestanden. In der Tat hat mich Urban, vom Aussehen her, sehr an den jungen Conan erinnert, wie er einst von Barry Windsor-Smith gezeichnet wurde.

Leider springt der Funke nicht auf den Zuschauer über, was auch an den teilweise konfusen Schnitten der Action-Sequenzen (von denen es einige gibt) liegen mag, außerdem sind die Charaktere eher eindimensional (was jedoch nicht weiter stört) und Handlung und Humor sind praktisch nicht vorhanden, und so läßt einen Pathfinder letztendlich relativ kalt. Warum der Film nicht fesselt, hängt vielleicht damit zusammen, daß Pathfinder eigentlich nicht viel Neues bietet. Zum völligen Verriß langt es trotzdem nicht, da die Gewaltorgie zum einmaligen Anschauen ganz in Ordnung ist - zumindest als Leih-DVD aus der Videothek. 

Ich frage mich nur, was die Wikinger in British Columbia wollten, denn das Wetter war da genau so mies wie in Skandinavien. Vielleicht gibt es ja auch noch mal ein Sequel zB. mit den Vandalen in Tunesien, die von einem Pathfinder in die Wüste geführt werden. :D
Titel: Re: Pathfinder
Beitrag von: Uebelator am 11.07.2007 | 14:00
Aua... Ein Film, der schon fast weh tut.
Wer sich schonmal gefragt hat, warum die Wikinger nicht Amerika erobert haben, obwohl sie doch lange vor Kolumbus dort angekommen sind, der kriegt in diesem Film die Antwort. Und die ist dermaßen dämlich, dass man sich wünscht Amerika wäre besser unentdeckt geblieben, und hätte nie solche Filme produziert.
Das war nämlich so: (Achtung Geschichtsstunde!) Die Wikinger haben schon früher mal ein Boot losgeschickt, das allerdings an der Küste von Amerika zerschellt ist. Natürlich gab es nur einen Überlebenden – einen kleinen Jungen, der von netten Indianern (Winnetous Tante und sein Schwippschwager) unter ihrer Fittiche genommen wurde. 17 Jahre später (oder warens 18? egal...) haben die Wikinger das Ganze dann mit mehr Erfolg nochmal versucht und sind über die netten Indianer hergefallen, als unser Held der Wikinger-Junge gerade auf der Jagd war. (klar...) Als er zurückkam und feststellte, dass seine Zieh-Eltern etliche Köpfe (und Arme und Beine) kürzer waren, war der so sauer, dass er die Wikinger ordentlich verkloppt hat. Die hatten dann keine Lust mehr auf erobern und sind wieder abgedampft. So war das in Amerika. Jaja...
Die Schauspieler sind nicht der Rede wert. Der Held wird gespielt von jemandem, der beim “Herrn der Ringe” mal den 3. Reiter hinten links in der zweiten Schlacht im dritten Film gespielt hat. (okay... bissl öfter war er schon zu sehen, aber ich hab mich gerade so schön in Rage geredet. ;)) Was mir den Film allerdings gründlich verdorben hat, war Ralf Möller (der Arnold für Arme), der als oberfieser Wikinger-Boss nur in Wikinger-Kauderwelsch daherbrabbeln durfte, was aber letztlich nicht viel anders war, als seine Dialoge in anderen Filmen.
Wie’s ausging weiss ich gar nicht, denn ich bin zwischendrin eingeschlafen (und das bei einem Actionfilm!!!), aber wenn da nicht doch noch die große Überraschung kam, dann war der Film mal große Grütze.
Titel: Re: Pathfinder
Beitrag von: Edorian am 12.07.2007 | 00:19
Ich habe den Film gestern gesehen und muss sagen, dass ich mir nicht sicher bin, was ich davon halten soll.  :-\
Auf der einen Seite wird wenig geredet (immer gut  >;D) und die Kämpfe sehen recht brutal aus, aber die Handlung hat mitunter extreme Löcher. Z.B. verfolgen die "Wikinger" (die sich wohl kaum selbst so genannt haben dürften und die es so auch nicht gab) den Helden in eine Höhle. Soweit so gut. Nur kam ich zwischenzeitlich extrem durcheinander, wer jetzt wo wie warum herumläuft und wie sich die Leutchen ständig aus den Augen verlieren und spontan (wieso muss ich dabei an eine Rollenspielrunde denken?) wieder finden.
Insgesamt stellt sich mir die Handlung als eine Mischung aus Rambo 1 mit Toten und "Mehr Verständnis für alle" dar. Guerillakrieg mit unverständlichen moralischen Einschüben.  :q
Was mich weiterhin nervt: wo war denn jetzt Ralf Möller?! Welcher der uniformen und (im wahrsten Sinne des Wortes) gesichtslosen Figuren hat er verkörpert (gespielt kann man das kaum nennen)?

Zu den "Wikingern": DÄMLICH!!!  >:( Was wollten die überhaupt und wer ist so meschugge, eine Eroberung über ca. 3000 Meilen Seeweg ohne Siedler u. Material zu beginnen?!
Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr komme ich zu dem Schluss: den Film brauchte keiner und gesehen haben muss man den auch nicht.
Titel: Re: Pathfinder
Beitrag von: Lyonesse am 12.07.2007 | 09:22
Ralf Möller war der Nordmann, dem bei der ersten Begegenung von Ghost mit den Wikingern ein Auge ausgeschlagen wird; die klaffende Wunde wird anschließend grob genäht. Ist mir auch erst beim zweiten Anschauen aufgefallen, da ich beim ersten Mal den Begleittext nicht eingeschaltet hatte und die Wikinger nicht verstand. Möller ist derjenige, der dem Anführer Gunnar hin und wieder Widerworte gibt.
Titel: Re: Pathfinder
Beitrag von: Wodisch am 12.07.2007 | 11:02
RMöller ist derjenige, der dem Anführer Gunnar hin und wieder Widerworte gibt.
Boah, eine Rolle mit Text!
;D
Titel: Re: Pathfinder
Beitrag von: Alex am 17.07.2007 | 08:38
Habe mir den Film auf DVD ausgeliehen.

War mit Abstand einer der schlechsten Filme die ich jemals im Kino bewundern durfte. Keine Story, ständige Slow-Motion, konfuse Szenenwechsel, lahme Kampfszenen und so weiter. Nicht einmal die Namen der Charaktere im Film wurden genannt. Unterste Schublade der Film.
Kann ich nur voll zustimmen. Da hätte man echt mehr draus machen können.