Ja, das ist ein gewaltiges Problem und ich verstehe nicht, warum das immer noch nicht besprochen wurde. Ich nehme aber an, dass die Autoren so den SLs die Freiheit lassen wollen ihren persönlichen Spielstil in Creds auszudrücken.
Ja, das ist ein gewaltiges Problem und ich verstehe nicht, warum das immer noch nicht besprochen wurde. Ich nehme aber an, dass die Autoren so den SLs die Freiheit lassen wollen ihren persönlichen Spielstil in Creds auszudrücken.
Ich selbst gebe irgendwas zwischen 10k bis 100k, wobei ich mich immer an die Bezahlung in den frühen Abenteuern (Dreamchipper zB) angelehnt habe.
Allerdings sehe ich Shadowrunner auch als Profis und nicht als Schattentrottel, wie das ja hier in de in guter DSA-Manier oft zu sein scheint.
Das eigentliche Problem ist, dass Geld bei Shadowrun, fast noch mehr als bei anderen Systemen, eine entscheidende Frage der Spielbalance ist.
Kriegen Samurai, Rigger und Decker zu schnell zuviel Geld in die Hände, werden sie sehr schnell sehr sehr gut, und hängen die Magier und Adepten weit ab.
Kriegen Samurais, Rigger und Decker zu wenig Geld, werden sie von den Magiern abgehängt.
Gerade mit der billigeren Cyberware und der wichtigkeit der Attribute in der 4. Edition gehen Samurais ab wie Schmitz Katze, wenn sie zuviel Geld in die Pfoten bekommen.
Nach einem 100.000 Nuyen Job schraubt sich der durchschnittliche Samurai doch gleich 1-3 neue Implantate rein, die ihn erheblich besser machen. Da kommt der Magier mit seinen ~6 Karmapunkten für den Run nicht annähernd nach.
Ich persönlich mache meine Entscheidung wie viel Geld es gibt, aber auch ein bisschen von den Charakteren abhängig.
Durchschnittliche 4. Edition Charaktere auf dem Niveau eines Archetypen beziehen 10.000 bis 20.000 Nuyen pro Run. Bei, je nach Erfolgsquote, 1-2 Runs pro Monat.
Sehr stark optimierte 4. Edition Charaktere, oder erfahrene Charaktere, kriegen schwierigere Aufträge, und auch eine entsprechend höhere Bezahlung, von 20.000 bis 50.000 Nuyen.
Das reicht in beiden Fällen um sich einen angemessenen Lebensstil leisten zu können, gelegentliche Ausrüstungsverluste zu ersetzen und sich alle paar Runs was neues reinschrauben zu lassen.
Ich finde auch immer irgendwie komisch, wenn die Profis sich nach 3-4 Jobs zur Ruhe setzen könnten, aber sich statt dessen lieber Cyberware im Gegenwert eines "finanziell sorglosen Restlebens" einbauen lassen.
10k die üblichen Dödeljobs, Kurier spielen zB,
definiere mal "schwierigere Aufträge".
Wenn mir ein Johnson erzählen will, ich solle für 50k in nen Azzie-Castillo einbrechen, dann zeig ich ihm nen Vogel....
Dann wäre meine Frage: passt das hin, oder gibts da Spannungen zwischen dem, was man bekommt, und dem, was man eigentlich bekommen "sollte" wenn Cred nicht so ein starkes Balancing-Element wäre?
Naja, bei 20 k pro Run geht das wohl kaum so schnell mit dem zur Ruhe setzen.
Wenn man sich mal die reale Welt vornimmt, so brauch man eigentlich 1 bis 1.5 Millionen, um sorglos leben zu können.
Dafür muss man als Runner bei 20k pro Run ziemlich lange ackern.
Dass man sich da des Öfteren lieber mal was einbaut um die eigene Überlebenschance zu erhöhen, kann ich irgendwo nachvollziehen.
Wobei in der Regel nach Abzug aller kosten meist eh nur so 15-20K von einen normal-harten Job übrig bleiben, bis man da seinen permanenten Oberschichtlebensstil hat, dauert das schon eine ganze Weile.
Kommt auf das Päckchen, dessen Inhalt und die Opposition an.
Aber wenn es wert ist, dass als Run auszuspielen (und nicht nur im Nebensatz als Job zu erwähnen), dann ist es auch meist 10k wert.
Es ist ja nicht so, als wäre das legale und ungefährliche Arbeit.
Allerdings sehe ich Shadowrunner auch als Profis und nicht als Schattentrottel, wie das ja hier in de in guter DSA-Manier oft zu sein scheint.
2 Tage und 2k?
das ist ein Monatsgehalt für nahezu jeden Anderen Con-Sklaven...
Von daher finde ich das schon eine recht fürstliche Bezahlung für 2 Tage Arbeit.
Selbst für 4.
10k?
Hui, das finde ich schon reichlich viel...
Oder was verstehst du genau unter "Kurier"?
Ich mein, ein Päckchen von A nach B zu schleppen kann an sich ja keine 10k wert sein.
Und? Je nachdem was für ein Job das ist, könnte der Preis sogar noch darüber liegen. Ist ja nicht so als ob die Runner keine Auslagen hätten (Spesen etc)
Waffen, Munition, Fahrzeuge, Sarghotels, Anfahrt etc...
Und dann spielt die Reputation eine Rolle. Ein Charakter mit einer Rep von über 100 wird sich mit einem 500NY Job (selbst wenn er simpel ist) garantiert nicht mehr zufrieden geben (was vollkommen gerechtfertigt ist), gute Runner kosten eben ihren Preis.
Je nachdem was im Päckchen drinn ist und wer dahinter her ist kann sich der Preis ganz schnell in die Höhe schrauben.
Da könnte man versuchen, das Rank System von Corporation zu adaptieren. Bei Corporation hat Charakter eine bestimmte Anzahl Rank Points, die in Abhängigkeit seiner Handlungen steigen oder sinken. Je nach Zahl von Rank Points steigt er dann eine Stufe im Rang auf oder ab. Die Bezahlung orientiert sich dann am Rang.
Da sind wir schon genau beim Thema:
Was ist ein guter Runner?
Wieviele Nuyen ist ein Name wert?
Ab welcher Rep kann ich es mir leisten soundsoviel mehr zu fordern?
Das sind alles Fragen, die nie wirklich geklärt werden.
Da stimme ich wohl zu.
Aber was schraubt den Preis um wieviel in die Höhe?
Da stehe ich jedesmal völlig im Regen.
Das kann man alles gar nicht in einer Tabelle festhalten
Aber ich wage einfach zu bezweifeln, dass es in der Welt von SR, in der das running zum Tagesgeschäft der Cons gehört, nicht zumindest ein par grobe Richtlinien gibt, die von jedem Con herangezogen werden.
Guck doch einfach mal in die gelben Seiten.
Aber vielleicht überlegst du dir einfach mal wie viel dir dein eigenes Leben lieb ist und für wieviel du einen Menschen erschießen würdest und guckst einfach mal nach, wieviel Geld du im Monat brauchst um zu überleben, was die Ausrüstung kostet und was du unternehmen musst um das ganze zu vertuschen.
Nur gibt es die eine SR-Welt gar nicht.
Jeder Romanautor, jeder Abenteuerautor, jeder Spielleiter und jeder Spieler bei Shadowrun hat andere Vorstellungen von der Welt.
Leg Dir am besten die zurecht die für Dich und Deine Gruppe am besten passt, und nach dem meisten Spass klingt.
Es kommt nicht die Rollenspielpolizei vorbei, und verhaftet Dich, weil Du zu viel oder zu wenig Nuyen an die Charaktere Deiner Spieler vergeben hast.
Im Idealfall würde ich einfach mal nach den Runs die Spieler fragen, wie viel Geld sie dafür vergeben hätten, wenn sie SL wären. Oder wie viel Geld sie dafür als Spieler gerne gehabt hätten.
Dann gibts halt noch Sonderabreden. Bei Queen Euphoria z.B. haben wir nicht den vorbereiteten Vertrag unterschrieben, sondern erstens die Klausel mit der Asrüstungshaftung streichen lassen, zweitens für jeden 1% vom Gewinn für den SimSinn-Film ausgehandelt. Den Verkaufserfolg des Streifens hat der SL ausgewürfelt, und wir haben nen Haufen Kohle extra daraus bekommen.
Ihr habt nicht wirklich nen Vertrag unterschrieben, oder? :o
Um was ging es da? Ich kenne das Abenteuer nicht, aber als Runner würd ich niemals einen Vertrag unterschreiben wenn es auch nur im geringsten Maße mit einem Run zu tun hat.
Vielleicht bringen sie die Regeln für die Bezahlung von Runnern demnächst als Sourcebook heraus... Blutgeld - Creds in den Schatten oder so ähnlich....
Aber sonst hab ich gehört dass in SR4 die Tarife grob festgelegt sind.
Allerdings sehe ich Shadowrunner auch als Profis und nicht als Schattentrottel, wie das ja hier in de in guter DSA-Manier oft zu sein scheint.Wie auch immer wir diese Aussage verstehen sollen... Hauptsache, die DSA Keule kann mal wieder entstaubt werden ::)
Selbst wenn die Autoren Vorgaben machen würden, wie diverse Aufträge zu entlohnen sein sollten, käme folgendes dabei herum:
- einige werden Zeter und Mordio brüllen, weil es ihrer Meinung nach vollkommen unangemessen ist
- einige werden sich beschweren, dass das System zu kompliziert ist
- andere (der Abwechselung halber) beklagen das gestiegene Aufkommen von Regeln generell und das Mikromanagement im Speziellen.
Diese Frage liest man immer wieder. Es ist einfach unglaublich, dass ein so zentrales Spielelement wie "Auftragsbezahung" bei SR nicht im Grundregelwerk ausführlich diskutiert wird.
Verdammte Amateure.
und wenn zu rigide Bezahlungen vorgeschrieben wird,dann ist das etwas kontraproduktiv.
zum einen gibt es eine ganz grobe Richtlinie im GRW das man sich an den Lebensstil der Runner halten soll (keine Gute Idee,aber wennigstens ein grober Ansatz ) zum anderen gibts noch Bezahlbeispiele im Mr Johnsons Little Black Book.
Aber es ist auch so,das die Bezahlung nunmal Gruppen & auch Spielstil abhängig ist und wenn zu rigide Bezahlungen vorgeschrieben wird,dann ist das etwas kontraproduktiv.
Mit dem Bezahlthema sitzen die Developer echt zwischen 2 Stühlen Damned if they do,damned if they don't