Ich habe auch überlegt in der neuen 2 Steintafeln rauszuholen und mal die goldenen 10 Gebote aufzuschreiben :PMan kann auch die Sitzungen mit einem Mikro aufnehmen auf MP3 wandeln und archivieren, damit niemand behaupten können, er hätte damals etwas ganz anderes gesagt... ;)
Also bei uns läuft das normalerweise so: Der SL erstellt nach dem Kick-Off-Meeting einen ersten Entwurf mit 20-25 Parapgraphen (...) eine Ausfertigung für jeden Spieler.*lol* Ich hätte nichts anderes von einem Juristen erwartet... :D
*lol* Ich hätte nichts anderes von einem Juristen erwartet... :D
Wie in jeder Gesellschaft von Menschen durch eine Mischung aus explizitem Drüber-Reden und implizitem Keiner-wehrt-sich-dagegen.
Also bei uns läuft das normalerweise so: Der SL erstellt nach dem Kick-Off-Meeting einen ersten Entwurf mit 20-25 Parapgraphen und schickt den an alle rum. Jeder erstellt dann eine Mark-Up-Version mit wesentlichen Änderungen. Danach gibt es ggf. weiteren Schriftwechseln und dann eine Besprechung, in der die Änderungen zusammen geführt werden. Dann erstellt der SL auf dieser Grundlage ein konsolidiertes Mark-Up, das an alle versandt wird. Nach kleinen weiteren Änderungswünschen gibt es dann eine Final Version, die als Mark-Up und Clean versandt wird. Vor dem Spiel wird der Gruppenvertrag dann feierlich unterzeichnet, eine Ausfertigung für jeden Spieler.
:P
Ich muss zugeben, dass ich nicht mehr davon überzeugt bin, dass "explizites Drüber-Reden" wirklich so hilfreich ist.Ja, es kann durchaus sein, dass Explizites hier nicht so viel hilft. Ich nehme mal die recht treffende Grammatikanalogie:
Ich denke der solideste Gruppenvertrag ist der, den man nicht aussprechen muss.
Und die ideale Regierungsform ist ein wohlmeinender König.
Georgios, der ideale wohlmeinende König überlässt ja auch Verantwortung.
...aber nur dem der sie auch tragen kann.
Ich stelle in Diskussionen immer wieder fest, dass Teilnehmer ein Modell widerlegen wollen, weil es auf andere Sachverhalte nicht zutrifft. Aber das ist doch nicht produktiv, denn ein Modell dient nur dazu, um eine einzige Aussage bildlich zu veranschaulichen, nicht jedoch um sie zu untermauern.
Und die ideale Regierungsform ist ein wohlmeinender König.Der wohlmeinende König ist sicher die effektivere Regierungsform, wenn sie denn funktioniert, die Wahrscheinlichkeit dass dies ständig so ist, liegt aber nahe 0.
Was mich höllisch interessiert, ist welchen Stellenwert der Gruppenvertrag im Vergleich zu anderen Dingen (z. B. den Spielregeln) hat.
Ist er vielleicht sogar so etwas wie eine übergeordnete Bedingung, damit Rollenspiel oder irgend eine andere zwischenmenschliche Interaktion überhaupt stattfinden kann? Kann man überhaupt ohne Gruppenvertrag spielen?
Kennt jemand Literatur zu dem Thema?
"Der Gruppenvertrag ist die Summe aller Regeln, an die sich alle in der Gruppe halten wollen."Meiner Meinung nach enthält der Gruppenvertrag aber nicht die eigentlichen Regeln, nur die Abweichungen zu den normalen Regeln.
Meiner Meinung nach enthält der Gruppenvertrag aber nicht die eigentlichen Regeln, nur die Abweichungen zu den normalen Regeln.
Oder anders ausgedrückt: deine Einschränkung wird schon dadurch ad absurdum geführt, das du einen idealen "Normalzustand" der Regeln postulierst, den es so einfach nicht gibt.Nein, nicht wirklich.
Meiner Meinung nach enthält der Gruppenvertrag aber nicht die eigentlichen Regeln, nur die Abweichungen zu den normalen Regeln.
Meiner Meinung nach enthält der Gruppenvertrag aber nicht die eigentlichen Regeln, nur die Abweichungen zu den normalen Regeln.Ich verstehe nicht ganz was du damit sagen möchtest. Heißt das du definierst hier den Begriff neu oder anders, oder heißt das du hast ihn nicht richtig verstanden? Denn um eine Meinung geht es hier nicht wirklich.
Und wenn es Streit in der Gruppe gibt, dann haben die Streitparteien normalerweise verschiedene Ansichten vom Gruppenvertrag.Klar, das ist nichts besonderes, das dürfte offensichtlich sein, sonst gäbe es wohl keinen Streit. Was aber wohl nicht heißen kann, dass es deswegen keine Art von Vereinbarung gibt, denn auch eine vorhandene Vereinbarung schließt ja Streit darüber nicht aus. Schon gar nicht ausgeschlossen ist der Streit der erst zu Vereinbarungen führt.
Meiner Meinung nach enthält der Gruppenvertrag aber nicht die eigentlichen Regeln, nur die Abweichungen zu den normalen Regeln.
Mag kleinkariert klingen, aber bezogen auf Turning Wheels frage ist es schon wichtig.
IMHO kann man durchaus ohne Gruppenvertrag spielen, z.B. wenn sich eine ganz neue Gruppe zusammenfindet und einfach losspielt.
Da bildet sich der Gruppenvertrag erst noch heraus, und das ist dann ein rein Sozialer Mechanismus, der wenig mit Rollenspiel zu tun hat.Du hast natürlich recht damit, dass sich viele Teile des Gruppenvertrages gerade in der Anfangszeit der Gruppe erst noch herausbilden müssen.
Überall wo Menschen zusammen kommen, bilden sie einen Gruppenvertrag, das passiert fast immer Implizit (Außnahmen bilden z.B. bestimmte Vereine, oder Clubs die einen Niedergeschriebenen Verhaltenskodex haben).
Meine Absicht mit diesem Thread war es ja, zu bestätigen, das es eigentlich nirgendwo einen festen niedergeschriebenen Gruppenvertrag gibt. Deshalb halte ich es für ziemlich unsinnig bei einer Diskussion über Gruppenprobleme diesen Gruppenvertrag immer wieder rauszuholen, ist doch das "zum Thema machen" eines Problems der erste Ansatz den Gruppenvertrag zu verbessern.
Der Verweis auf den Gruppenvertrag in einer solchen Diskussion behindert also das ausreifen des Gruppenvertrages.
Heißt das du definierst hier den Begriff neu oder anders, oder heißt das du hast ihn nicht richtig verstanden?Von allem etwas. So eindeutig scheint mir der Begriff nicht definiert zu sein. Es gibt also durchaus unterschiedliche Meinungen darüber, ob die Regeln Teil, oder nur Subject des Gruppenvertrages sind.
Der Gruppenvertrag kann also niemals "leer" sein, höchstens implizit, wie du schon selber sagst.Nehmen wir eine komplett neue Gruppe. Da ist der Gruppenvertrag speziell aufs Rollenspiel bezogen leer. Natürlich gibt es die Grundsätzlichen Sozialen Regeln, die immer gelten, sobald sicheine Gruppe Menschen zusammenfindet, aber wenn man diesen Teil schon als Teil des Rollenspiel-Gruppenvertrages sieht, dann kommt man IMHo viel zu schnell in viel zu komplexe Soziale Theorien, als das man da vernünftig drüber reden könnte. IMHO ist die Abgrenzung eines der wichtigsten Vorbereitungen zum erstelleneiner Theorie.
Klar, das ist nichts besonderes, das dürfte offensichtlich sein, sonst gäbe es wohl keinen Streit.Es gibt ja zwei Arten von Konflikten.
Da ist der Gruppenvertrag speziell aufs Rollenspiel bezogen leer. Natürlich gibt es die Grundsätzlichen Sozialen Regeln, die immer gelten, sobald sicheine Gruppe Menschen zusammenfindet, aber wenn man diesen Teil schon als Teil des Rollenspiel-Gruppenvertrages sieht, dann kommt man IMHo viel zu schnell in viel zu komplexe Soziale Theorien, als das man da vernünftig drüber reden könnte. IMHO ist die Abgrenzung eines der wichtigsten Vorbereitungen zum erstelleneiner Theorie.
Von allem etwas. So eindeutig scheint mir der Begriff nicht definiert zu sein.
All interactions and relationships among the role-playing group, including emotional connections, logistic arrangements, and expectations. All role-playing is a subset of the Social Contract.
Das heisst im Endeffekt, das ein Gruppenvertrag immer nur solange gilt, bis irgendjemand nichtmehr damit einverstanden ist, wenn man noch dazu annimmt, das der Gruppenvertrag implizit ist, das handelt es sich dabei doch um ein völlig Substazloses Gebilde, das keien Diskusion weiterbringt.
All interactions and relationships among the role-playing group, including emotional connections, logistic arrangements, and expectations. All role-playing is a subset of the Social Contract.Das heisst die Regeln sind nicht Teil des Vertrages. Das entspricht meiner Meinung. Aber iwe gesagt, die allgemeinen Sozialregeln darin gefallen mir nicht, da ich sie für zu abgetrennt vom eigentlichen Spiel halte.
Das "Problem" ist IMHO, das der Bereich denman da ausklammert so riesig ist, und auch so komplex und von Fachwissen abhängig, das es weig Sinn macht diese in die Diskussion mit einzubeziehen.
Das heisst die Regeln sind nicht Teil des Vertrages.
Doch. "subset" heißt "Teilmenge".Aber role-playing heisst doch nicht "Die Regeln" sonder "das Rollenspiel", also die Handlungen.
Man braucht kein Fachwissen um vernünftig oder sinnvoll über Gruppenverträge sprechen zu können, sondern fundierte Sozialkompetenz und die Fähigkeit sie in Worten auszudrücken.Ja, aber wenn man die allgemeinen Sozialen verhaltensregeln mit einbezieht, dann öffnet man ein Faß ohne Boden. Man ist ruck zuck weg vom eigentlichen Thema, und streitet sich darüber, ob die Kompetenzenverteilugn gerecht ist. Man streitet sich darüber, ob der Meister seine Nerdigkeit im Realen Leben durch sein "Mestergehabe" kompensiert, statt über die eigentlich wichtigen Faktoren zu reden, die bestimmte Regeln zur Grundlage haben.
Wenn ich das auf die meisten meiner Gruppen beziehe, dann folgt da z.B. jeder seinen eigenen Umgangsformen. Das gibt schonmal Konflikte, aber die sind außerhalb des Rollenspiels, und wenn man sich nicht dran festbeist, kann man die, wie bei jedem anderen zusammenkommen verschiedener Menschen relativ schnell umgehen.
Ein ewiger Querulant z.B. wird immer ein ewiger Querulant bleiben, egal was der Gruppenvertrag sagt. Und entweder kann der Rest der Gruppe damit leben, oder sie Werfen ihn raus. dann aber nicht wegen "ncihteinhaltung des Gruppenvertrages" sondern schlicht und einfach weil sie mit ihm nicht spielen können.
Das heisst die Regeln sind nicht Teil des Vertrages. Das entspricht meiner Meinung. Aber iwe gesagt, die allgemeinen Sozialregeln darin gefallen mir nicht, da ich sie für zu abgetrennt vom eigentlichen Spiel halte.
Die Regeln sind natürlich Teil des Vertrages. "All interactions".Eine Regel ist aber keine interaktion.
Eine Regel ist aber keine interaktion.
Eine Interaktion ist die Anwendung einer Regel.
Aber bei der Frage, wie interagiert wird, ob z.B. die Interaktion "Kampf auswürfeln" mit einem Pool von W6 gegen eine Mindestschwierigkeit oder mit einem W20 möglichst niedrig ausgeführt wird, da werden die Regeln auf einmal ziemlich wichtig, oder?Also das lese ich nicht aus der Definition raus.
Dann ist also alle Interaktion Teil des Gruppenvertrages?
Also das lese ich nicht aus der Definition raus.
Dann ist also alle Interaktion Teil des Gruppenvertrages?
Also ist die Mitschrift allen gesagten und das Protokoll sämtlicher Körpersprache etc. Teil des Gruppenvertrages und nicht die Übereinkunft, wie all das von Statten gehen sollte?
das macht doch keinen Sinn..
Ja, aber wenn man die allgemeinen Sozialen verhaltensregeln mit einbezieht, dann öffnet man ein Faß ohne Boden. Man ist ruck zuck weg vom eigentlichen Thema...Das ist einerseits richtig, mit einem "aber".
Du solltest dich vielleicht etwas mehr mit der Theorie beschäftigen, anstatt dich nur dazu auszulassen und Definitionen anzuzweifeln, dann wüsstest du, dass man auch Begriffe für Bereiche hat, die die soziale Ebene nicht beinhalten (z.B. Spielregeln, Regelwerk, System etc.) und damit voraussetzen, dass auf der rein sozialen Ebene alles in Ordnung ist bzw. dass dort bestimmte angenommene Zustände herrschen.Aber dann fehlt mir imer noch die Ebene die ich unter Gruppenvertrag verstehen würde, nämlich die spezielen aufs Rollenspiel bezogenen Kommunikations und Hirarchie und Problembewältigungsregeln.
Aber dann fehlt mir imer noch die Ebene die ich unter Gruppenvertrag verstehen würde, nämlich die spezielen aufs Rollenspiel bezogenen Kommunikations und Hirarchie und Problembewältigungsregeln.
Ein Begrff für "Alles was im Rollenspiel, beim Rollenspiel und ums Rollenspiel herum" passiert ist total Sinnlos.
Dann ist der Gruppenvertrag einfach "Das Rollenspiel", und der Begriff des Gruppenvertrages total überflüssig.
Tatsache ist, das der Begriff des Gruppenvertrages hier im Forum immer mal wieder als spezifisches "Regelwerk", das man explizit abspricht, benutzt wird. Wenn er das nicht ist, dann fehlt ja ein Begriff für dieses "Regelwerk".Dazu würde ich dann Regelwerk sagen.
1.Gerade das ist ja mein Problem, wenn man es so nennen will.
Der Gruppenvertrag kann beinhalten, dass jeder sein eigenes Fresschen und Trinkchen mitbringt. Dann ist das Essen selbst kein Teil des Gruppenvertrages, aber sehr wohl etwas das unmittelbar beim Spiel passiert.
Wenn wir allgemein darüber reden, wie eine Rollenspielgruppe funktioniert, dann ist der Gruppenvertrag ein wichtiges Element. Aber für spezifische Probleme ist er viel zu umfassend.
Meiner Erfahrung nach, und auch wenn man sich eingie Diskussionen anguckt, ist das höchst Kontraproduktiv.Wann, wie, wo? Wo sind meine konkreten Beispiele?
Wenn wir allgemein darüber reden, wie eine Rollenspielgruppe funktioniert, dann ist der Gruppenvertrag ein wichtiges Element. Aber für spezifische Probleme ist er viel zu umfassend.Wenn du für die Erkenntnis, dass das Konstrukt nicht für alle Fragestellungen und alle Diskussionen geeignet ist, diesen Thread hier gebraucht hast, dann... naja, das ist dann... neeeee, ich will ja nicht ausfallend werden. ;) Das kann dann ja also nicht alles gewesen sein.
Gerade das ist ja mein Problem, wenn man es so nennen will.Das sehe ich anders und halte das, was Du hier geschrieben hast, für ziemlichen Unsinn.
Mir ist Klar, was der Gruppenvertrag nach der Definition alles bedeutet, aber er enthält dann doch viel zu viele Dinge, die völlig unnötig für Objektive Diksussionen sind.
Was soll ich mit einem Konstrkt das regelt, wer das Trinken mitbringt, wenn ich über die Kommunikationssregeln sprechen will.
Den Gruppenvertrag in einer Diskussion ums Rollenspiel herauszuholen, ist wie die Mana Carta hervorzukramen, wenn eine Politesse mir erklärt, warum ich jetzt einen Strafzettel wegen Falsch parkens bekomme.
Meiner Erfahrung nach, und auch wenn man sich eingie Diskussionen anguckt, ist das höchst Kontraproduktiv.
Wenn wir allgemein darüber reden, wie eine Rollenspielgruppe funktioniert, dann ist der Gruppenvertrag ein wichtiges Element. Aber für spezifische Probleme ist er viel zu umfassend.
@ThalamosIch will die garnicht einschränken. ihr könnt definieren, was auch immer ihr wollt.
Warum möchtest Du die Def. des Gruppenvertrages einschränken, obwohl sie, so wie sie jetzt besteht, all das kann, was Du von ihr verlangst?
Meine Absicht mit diesem Thread war es ja, zu bestätigen, das es eigentlich nirgendwo einen festen niedergeschriebenen Gruppenvertrag gibt. Deshalb halte ich es für ziemlich unsinnig bei einer Diskussion über Gruppenprobleme diesen Gruppenvertrag immer wieder rauszuholen, ist doch das "zum Thema machen" eines Problems der erste Ansatz den Gruppenvertrag zu verbessern.
Auf die Diskussion mit der Definition des Gruppenvertrages kam ich ja erst später, weil es mir Sinnentleert vorkommt, die Regeln an sich (So wie sie im Regelwerk stehen) als Teil des Gruppenvertrages zu betrachten, und dort hat mir noch keiner eine Antwort gegeben, warum das Sinn machen sollte.
Deshalb halte ich es für ziemlich unsinnig bei einer Diskussion über Gruppenprobleme diesen Gruppenvertrag immer wieder rauszuholen, ist doch das "zum Thema machen" eines Problems der erste Ansatz den Gruppenvertrag zu verbessern.
• (Den dritten habe ich leider vergessen) :-)
Kannst du mal bitte an einem konkreten Beispiel (aus deinem eigenen Leben oder aus einer Diskussion hier im Forum) mal erläutern, wie dieses "mit dem Hinweis auf den Gruppenvertrag das Ansprechen eines Problemes verhindern" denn genau funktioniert? Ich hab zwar eine grobe Vorstellung davon, was du meinen könntest, habe diese Verhaltensweise aber noch nirgends gesehen.Es geht mir darum, das ein "redet drüber" oder "sowas sollte im Gruppenvertrag geregelt sein" am Kern der meisten Diskussionen vorbei geht. Wenn hier im Forum jemand über ein spezifisches Problem reden will, dann ist das doch oft der Anfang eien Regelung für den Gruppenvertrag zu finden
Ansonsten kann man durch den Begriff eine Menge Diskussion ersparen. Wenn man nicht gerade über den begriff selbst diskutiert (so wie hier).Aber besteht da nicht gerade die Gefahr, das dieser Begriff zuviel Diskussion erspart. Wie bei allen entscheidungen, braucht man doch auch bei den Regeln in der Rollenspielgruppe erstmal Substanz auf die man die Verabredungen bauen kann. Wenn die Gruppe einen Gruppenvertrag, schriftlich oder Wörtlich, verfasst und dabei jeder Spieler nur das einbringt, was ihm in dem Moment gerade einfällt und richtig erscheint, dann kann man sich sicher sein, das dieser Gruppenvertrag jede Sitzung neu gemaht werden muss.
Aber es lässt sich natürlich darüber streiten, ob man etwas einen Vertrag nennen kann, bei dem jede Partei ein abweichendes Exemplar besitzt.
Aber besteht da nicht gerade die Gefahr, das dieser Begriff zuviel Diskussion erspart.Möglich... Allerdings sind Worthülsen, auf deren Bedeutung man sich geeinigt hat, hilfreich, weil man nicht erst aneinander vorbei redet.
Wie bei allen entscheidungen, braucht man doch auch bei den Regeln in der Rollenspielgruppe erstmal Substanz auf die man die Verabredungen bauen kann.Nein, denn der Gruppenvertrag enthält alle relevanten Abmachungen, auf die sich die gesamte Gruppe geeinigt hat.
Wenn die Gruppe einen Gruppenvertrag, schriftlich oder Wörtlich, verfasst und dabei jeder Spieler nur das einbringt, was ihm in dem Moment gerade einfällt und richtig erscheint, dann kann man sich sicher sein, das dieser Gruppenvertrag jede Sitzung neu gemaht werden muss.
Wenn also hier im Forum jemand ein Problem abspricht, dann ist das doch gerade ein Weg zur Urteilsfindung. (Was will ich eigentlich in unserem Gruppenvertrag.)Nicht ganz... In unserem Gruppenvertrag wird was anderes stehen als in Eurem. Einfach, weil bei uns andere Probleme auftauchen und andere Lösungen gefunden werden.
Ich glaube nicht, das das wissen um einen Gruppenvertrag irgendeinen Nutzen bringt. Absolut jeder Mensch unterwirft sich einem Gesellschaftsvertrag(und nichts anderes ist ein Gruppenvertrag) so, wie er es überall tut. Weil jemandem bewußt wird, das es einen Gruppenvertrag gibt, wird er nicht plötzlich zu einem Mutigen Selbstverteidiger seiner Position, wenn er vorher ein Passiver, sich anpassender Spieler war.Das stimmt...
Deshalb ist der Begriff des Gruppenvertrages durchaus in Theoretischen Betrachtungen relevant, weil man dem Kind einfach einen Namen geben muss, auch wenn ich die Definition dafür immer noch zu Weitläufig halte, aberin Diskussionen um ein Spezifisches Problem nutzt es niemandem, sich Gedanken um dieses konstrukt zu machen.Ja und nein...
Der einzige Punkt wo mir der Gruppenvertrag bei spezischen Problemen noch Sinnvoll vorkommt, sind Situationen in denen es offenbar einen impliziten Gruppenvertrag gibt, der Kollidiert. Aber es lässt sich natürlich darüber streiten, ob man etwas einen Vertrag nennen kann, bei dem jede Partei ein abweichendes Exemplar besitzt.Wenn jede Partei über bestimmte Abmachungen ihre eigene Vorstellung der Abmachung hat, dann existiert keine Abmachung.
Thalamus,Ja, dann fragt doch nciht immer wieder ::)
ich glaube wir haben jetzt (nach mindestens drei mal, die Du das erklärt hast) schon alle verstanden, dass Du den Begriff persönlich zu allgemein findest.
Würdest Du deshalb gerne lieber gar nicht über den Begriff sprechen? Dann lass es doch einfach.Ich will einfach über den Begriff und dessen Stellung Diskutieren. Ganz offen, ohne festgezimmerte Zielsetzung.
Statt endlos über die Definition des Wortes zu reden, wäre mir lieber gewesen, wenn jemand mal zu meinen bisherigen Ausführungen Stellung genommen hätte, was konkret zum Gruppenvertrag gehört und was nicht.Das z.B. finde ich eine sehr wichtige Frage, immer hin gibt es einige, die der Meinung waren, das jeder sich darüber Klar sei, was alles Teil des Gruppenvertrages ist.
Nein, denn der Gruppenvertrag enthält alle relevanten Abmachungen, auf die sich die gesamte Gruppe geeinigt hat.Sicher? Aber es wurde doch unbestritten festgestellt, das ein Großer Teil der Rollenspielgruppen rein implizite Gruppenverträge hat. Und "implizit" impliziert ja, das es eben nicht explizit abgesprochen wurde.
Ein einzelner kann da nichts reinbringen, was ihm gerade einfällt und wenn es keine Relevanz hat, ist es auch kein Bestandteil des Gruppenvertrages.
Und dementsprechend muss der Gruppenvertrag nicht jede Woche neu erschaffen werden - denn letztendlich wissen doch alle, auf welche Abmachungen man sich geeinigt hat (und wenn nicht, sollte man es schriftlich festhalten).
Aber es wurde doch unbestritten festgestellt, das ein Großer Teil der Rollenspielgruppen rein implizite Gruppenverträge hat. Und "implizit" impliziert ja, das es eben nicht explizit abgesprochen wurde.
Man kann einen Gruppenvertrag oder Inhalte desselben auch implizit aushandeln. Ich muss ja mit meiner Freundin auch nicht extra aushandeln, dass fremd gehen falsch ist.Nun, dann musst du aber mit dem Risiko leben, das Sie das vllt anders sieht, und von dir niemals Erfahren hat, das du das nicht möchtest.
Also der vielumschwärmte Gruppenvertrag.Bei uns ist es ein faßbares Konstrukt - wie schon gesagt, es sind die Dinge auf die sich die Mitspieler geeinigt haben.
Ist das eigentlich ein echtes faßbares Konstrukt?
Oder einfach nur ein Strohmann für Diskussionsunwillige.Ganz im Gegenteil, es ist eher ein Impulsgeber für Diskussionsfreudige.
Aber wie ist das bei euch?Sehr früh, aus den Erfahrungen heraus, dass es ohne Absprachen nicht geht.
Wie ist euer Gruppenvertrag entstanden?
Steht der irgendwo geschrieben?Es gab Zeiten, da war es nötig, die Regeln schriftlich festzuhalten. Inzwischen sind wir längst so eingespielt, dass wir das nicht mehr brauchen.
Haben auch nach der 20ten Spielrunde alle Spieler noch den selben Gruppenvertrag in ihren KöpfenDie wichtigen Dinge haben die Spieler im Kopf.
(Was ich für wenig wahrscheinlich halte, wenn er nirgends nachzulesen ist)
Wie genau ist euer Gruppenvertrag?Teilweise sehr genau (zum Beispiel bei Absprachen, bis wann man sich abmelden sollte, oder wann und wo wir spielen)
WelchenBeitrag leisten neue Spieler zum Grupenvertrag?Wir haben seit cirka 10 Jahren keine neuen Spieler.
Nun, dann musst du aber mit dem Risiko leben, das Sie das vllt anders sieht, und von dir niemals Erfahren hat, das du das nicht möchtest.Da hast du recht, wenn es nicht noch andere signale als der Sprache gäbe. z.B. Reaktionen auf ereignisse, die rückschlüsse über die Einstellungen zulassen.
N
Du kannst dann sagen "Aber das ist doch normal in Deutschland", aber mehr auch nicht.
Und wenn eine Gruppe von 5-6 Spielern anfängt zu Argumentieren, was denn normal und was besonders hervorgehoben werden müsste, dann viel Spaß. Du wirst mindestens 20 Verschiedene Punkte haben, in denen die Spieler sich nichtmal darüber einig sind, ob es die Zeit wert ist, sich darüber zu unterhalten.
Gemeint ist der Gruppenvertrag, so wie ich ihn definiert habe - "das, worauf sich alle geeinigt haben".
Wenn Du von etwas anderem reden möchtest, Thalamus zB "das was jeder für sich im Kopf hat", dann ist das nicht das, was ich unter Gruppenvertrag verstehe - aber dann musst Du auch bitte erläutern, worüber Du sprechen möchtest.
->implizit verhandelt.Sicher, aber da machst du dir die Menschen einfacher als sie sind.
Dafür üben wir schon seit jahrzehnten kommunikation, um eine chance zu haben, die für das rollenspiel und das gemeinsame Miteinander wichtigen Punkte zu erkennen und zur sprache zu bringen. Es ist erstaunlich, dass 26Jahre Training manchmal nicht genug nicht... :ctlu: ~;DAch, so manche machen mit den Jahren auch schwere Rückschritte.
Nicht alles was ich zu dem Gruppenvertrag geschrieben habe, will ich als meinen Standpukt verstanden wissen.
Ich habe das genommen, was mir Leute die sich etwas mehr mit der Theorie beschäftigt haben als Definition gegeben haben.
Und sie bestehen ja auf die Allgemeingültigkeit dieser Definition, nach der der Gruppenvertrag alles umfasst, was im Rollenspiel implizit und explizit passiert.
Ach, so manche machen mit den Jahren auch schwere Rückschritte.Arg,kam falsch rüber. sollte kein Angriff sein, sondern bezog sich auf eigene Erfahrungen mit Bekannten.
Arg,kam falsch rüber. sollte kein Angriff sein, sondern bezog sich auf eigene Erfahrungen mit Bekannten.:o War auch kein Gegenangriff. Bezog sich eher auf Lokale Erfahrungen mit alternden Spielern ;)
Wie kann denn etwas "implizit passieren"?Ach, du glaubst garnicht, was alles implizit passieren kann. ;)
Und es gibt hier doch niemanden, der behauptet, dass alles, was im Rollenspiel passiert, Teil des Gruppenvertrags ist. Auf der Forge man das anders aussehen, aber da sitzen ja auch Soziologen und so Zeug. :)
Dann lass Dir gesagt sein, dass dem so ist. Alles was mit Rollenspiel zu tun hat, fällt unter den Geltungsbereich des Social Contract nach der Definition. Es lassen sich auch bestimmt einige Forenthreads zu dem thema finden, wo Du die Definition und die Diskussion die zu ihr geführt hat, nachlesen kannst.
Und ich hab auch das Gefühl, dass alle hier (außer dir) die genau gleiche Vorstellung davon haben, was ein Gruppenvertrag ist.Dann solltest du evtl. den Thread nochmal lesen. Siehe Turning Wheels Post.
..meine SL und Spielkonventionen ...Das find ich gut. Es gibt also durchaus Begriffe für die Teilmengen ds Gruppenvertrages.
Aber mal vom Regelbuch abgesehen: Könnten mal ein paar Leute schreiben, welche Rollenspielaktivitäten oder welche Rollenspielaspekte ihrer Meinung nach NICHT zum Gruppenvertrag gehören?
@8t88:Eben Raussuchen, sonst Schreib ich den eben neu... kann bis heute Abend dauern!
Könntest Du mal den Fragenkatalog hier reinstellen. Es würde mich sehr interessieren, was man alles fragen kann, weil ich das auch mal gerne machen würde und nicht so recht weiß wie ich es anfangen soll. (Oder wenn Du es nicht veröffentlichen willst gerne auch per PN.)
@ Norbert:
Vielen Dank für die Links. Das sieht sehr interessant aus. Toll!
kannst Du Dir bitte mal mein Posting #62 in diesem Thema durchlesen und was dazu sagen?
Und ich finde diese Frage auch so clever, weil man darauf ganz einfach antworten kann, was NICHT in den GV hineingehört. Und zwar alles, was jemand in Bezug auf das Rollenspiel NICHT mit irgendwem macht. Oder? :-)
Oh ja richtig! Das ist genau das, was in den Bereich des GV gehört.Explizite Unterlassung, also "was nicht" kann ebenso in "was" behandelt werden.
Und ich finde diese Frage auch so clever, weil man darauf ganz einfach antworten kann, was NICHT in den GV hineingehört. Und zwar alles, was jemand in Bezug auf das Rollenspiel NICHT mit irgendwem macht. Oder? :-)
Oger glaubt, es gibt gute und schlechte Gruppenverträge. Oger würde sich ganz doll freuen, wenn Kluge Gelehrte sagen würden, was die beiden unterscheidet.
Preacher, warum schreibst Du denn so bescheuert? Nicht mal der Oger formuliert Sätze im Infinitiv. :-\
Oger ist nicht böse auf Preacher.Das ist nett - ich wollte auch niemanden wütend machen. Ich war einfach ein bischen albern.
Oger findet, man sollte eine Liste von Merkmalen aufstellen, an Hand dessen man einen guten und einen schlechten Gruppenvertrag erkennt, wie beispielsweise[...]Hehres Ansinnen, nur - imho - nicht machbar. Dinge, die in einer Gruppe gut funktionieren können in einer anderen Gruppe ein herber Verstoß gegen Konventionen sein.