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Medien & Phantastik => Sehen, Lesen, Hören => Sehen => Thema gestartet von: Uebelator am 26.02.2008 | 11:21

Titel: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Uebelator am 26.02.2008 | 11:21
Diese Frage tauchte irgendwie in der Diskussion um den 11. Kinofilm auf...

Wie würdet ihr Euch etwas neues im StarTrek-Universum wünschen?

edit: Ich für meinen Teil möchte bitte keine Prequels mehr. Und nichts, das irgendwo zwischen den "älteren" Serien spielt. Die Frage ist, wie kriegt man noch dieses Entdecker-Ding hin, in einer Welt die zieeeemlich durchdefiniert ist? Einfach wie bei Voyager einen neuen Quadranten aufmachen um neue Rassen einzuführen?
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Lord Verminaard am 26.02.2008 | 11:29
Zwei Worte: Kein Holodeck. ;D
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Vargy72 am 26.02.2008 | 11:31
ist den der quadrant der gründer schon komplett erforscht?
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Uebelator am 26.02.2008 | 11:32
Zwei Worte: Kein Holodeck. ;D

*nickt so schnell, dass ihm schwindelig wird.*
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Tantalos am 26.02.2008 | 11:36
Düsterer, bzw. dunkler - nicht schmutziger.
Keine erste Direktive, die als Lösung für alles herhällt, sondern evtl. auseinandersetzung mit derselben
Auseinandersetzung mit Alienrassen in der Föderation und ankratzung des "Saubermann-Images" der Menschheit.
Kirks und Picards.
Und Jäger-Shuttles  ;D
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Dash Bannon am 26.02.2008 | 11:37
keine Zeitreisen

keine modifizierten Tachyonenimpulse die über die Deflektorphalanx abgegeben werden (obwohl das eigentlich fast schon Kult ist) :D
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Boba Fett am 26.02.2008 | 11:38
Es gibt nur ein gutes Star Trek: Babylon 5 >;D
-scnr-
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Tantalos am 26.02.2008 | 11:39
keine Zeitreisen

keine modifizierten Tachyonenimpulse die über die Deflektorphalanx abgegeben werden (obwohl das eigentlich fast schon Kult ist) :D

Doch, beides cool.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: 6 am 26.02.2008 | 11:41
Düsterer, bzw. dunkler - nicht schmutziger.
Keine erste Direktive, die als Lösung für alles herhällt, sondern evtl. auseinandersetzung mit derselben
Auseinandersetzung mit Alienrassen in der Föderation und ankratzung des "Saubermann-Images" der Menschheit.
Interessant wäre da eine Serie, in deren Verlauf die erste Direktive immer fragwürdiger wird, bis es nur die Möglichkeit gibt sie abzuschaffen.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Uebelator am 26.02.2008 | 11:43
Düsterer, bzw. dunkler - nicht schmutziger.
Keine erste Direktive, die als Lösung für alles herhällt, sondern evtl. auseinandersetzung mit derselben
Auseinandersetzung mit Alienrassen in der Föderation und ankratzung des "Saubermann-Images" der Menschheit.
Kirks und Picards.
Und Jäger-Shuttles  ;D


Muss es denn zwangsläufig eine Föderations-Crew sein, oder wärs nicht vielleicht auch mal ganz interessant das Universum aus der Sicht von Freihändlern/Piraten/usw... zu bleuchten? Dabei könnte man dann auch ziemlich gut am Saubermann-Image der Föderation kratzen.

Wobei so ganz allgemein würde ich nicht behaupten, dass: dunkler = besser. Finds immer etwas seltsam, dass es auch bei Kino-Fortsetzungen in der Regel immer erstmal heisst: "Der neue Film wird noch viel düsterer, als der erste.". Als ob das ein Qualitätsprädikat wär.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Darkling ["beurlaubt"] am 26.02.2008 | 11:48
Ich will eine Spiegeluniversums-Serie! :D
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Ein am 26.02.2008 | 11:58
Nicht düsterer, sondern bunter. Spielberg hat es vorgemacht.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Preacher am 26.02.2008 | 12:27
Zwei Worte: Kein Holodeck. ;D
Quatsch - Holodecks rocken.
Alleine die Voyager-Doppelfolge, in der die Crew in eine Simulation des von den Nazis besetzten Frankreichs gewzungen wird.

Wobei die Nutzung der Decks nicht wirklich realistisch ist - keine Sau programmiert sich da willige Frauen um zu poppen was das Zeug hält. Halte ich für unrealistisch. Holo-Pornos wären doch DER Renner ;D
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: 6 am 26.02.2008 | 12:28
@Hendrik:
In DS9 hatte Quark Holosuiten, die entsprechend genutzt wurden. ;)
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Chaosdada am 26.02.2008 | 12:32
Ich will eine Spiegeluniversums-Serie! :D
Eine komplette Serie im Spiegeluniversum fände ich auch irgendwie cool, aber Parallelweltfolgen finde ich ätzend - wie auch die schon genannten Punkte Holodeck(ausfälle des Sicherheitsprotokolls) und Zeitreise.

Die hohe Ethik der Föderation empfinde ich als einen der zentralen Punkte bei Star Trek. Also düsterer durch äußere Einflüsse kann es ruhig werden und dadurch schwieriger für die Föderation moralisch zu handeln, aber bitte keine skrupellosen Piraten.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Dash Bannon am 26.02.2008 | 12:34
zum Thema Düster
ich fand gerade die späteren Folgen von Deep Space Nine schon als recht düster (zumindest einige davon). Aber DS9 ist ja auch toll :D
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Uebelator am 26.02.2008 | 12:47
Eine komplette Serie im Spiegeluniversum fände ich auch irgendwie cool, aber Parallelweltfolgen finde ich ätzend - wie auch die schon genannten Punkte Holodeck(ausfälle des Sicherheitsprotokolls) und Zeitreise.

Die hohe Ethik der Föderation empfinde ich als einen der zentralen Punkte bei Star Trek. Also düsterer durch äußere Einflüsse kann es ruhig werden und dadurch schwieriger für die Föderation moralisch zu handeln, aber bitte keine skrupellosen Piraten.

Fänds auch nicht sooo doof, wenn die Saubermann-Föderation durch irgendwelche Umstände irgendwie ein bissl korrumpiert wird und etwas totalitärer wird - bissl wie die Allianz bei Firefly vielleicht.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Visionär am 26.02.2008 | 12:52
Plötzlich ist die Replikator-Technologie nicht mehr verwendbar (zerreißt Löcher in die Physik, seltener Rohstoff ausgegangen, oder sowas.)

Dies würde dazu führen, dass Ressourcenprobleme wieder eine Rolle spielen, die Spannungen um diese innerhalb der Föderation nehmen schlagartig zu, es gibt Spaltungsbewegungen und es wird eine neue erste Direktive erlassen: Die Einheit der Föderation muss um jeden Preis gewahrt bleiben.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Eol am 26.02.2008 | 12:54
Ja sehr gute Idee mit dem Spiegeluniversum! Ich liebe diese Folgen! Weg mit dem Holodeck! Ist nur Energieverschwendung! Muss aber gestehen das mir es am liebsten wer wenn Picard wieder kommt!  Einfach Patrick Stewart klonen und mehr und mehr Folgen machen!  ;D
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Joe Dizzy am 26.02.2008 | 12:59
Ich brauche ehrlich gesagt nicht noch eine tragisch-düstere Sci-Fi Serie mit moralischen Grauzonen, die die Schattenseiten des menschlichen Daseins ausleuchtet. Auch wäre eine Hard-Sci-Fi Version von Star Trek nicht so wirklich der Bringer. Beim Physik-Unterricht in der Schule bin ich auch regelmässig eingschlafen, das wird sich durch komische Klamotten und fliegende Untertassen nicht ändern. 

Ich denke, dass einzige was Trek braucht um interessant zu werden, ist den Trash-Faktor zu entfernen. Dazu gehört dass keine Konflikte mit überlegenem Technobabbel gelöst werden; keine "Gewalt und Feuerwaffen sind eine effiziente und unproblematische Lösung für eine Vielzahl an Konflikten"-episoden und keine "Dumm ist lustig"-Comedy mehr. So ein Ausrutscher kann bei 24 Folgen im Jahr schon mal passieren, aber wenn das wie bei Voyager zum Standard wird; dann ist was falsch gelaufen.

Star Trek braucht wieder gut gezeichnete Charaktere und weniger auf Umfragen basierte Abziehbilder, die die Zielgruppe nicht verschrecken sollen. Es braucht die richtige Mischung aus "Hochsee-Abenteuer im All" und "Stories bei denen es um etwas geht". Wenn man das mit einem utopisch-optimistischen Grundton mischt, dann hat man Star Trek. Alles andere ist Staffage über die sich Geeks in aller Welt im Internet die Finger wundtippen können.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: 1of3 am 26.02.2008 | 13:01
Zwei Worte: Kein Holodeck. ;D

Das Holo-Deck ist eine Kiste der Pandora voll mit Geschichten. Das macht es für die Serie enorm wichtig, denn Geschichten in Star Trek sind gefährlich. Siehe auch Hotel Royal. (Man muss Geschichten hierbei von Mythen, also den grundlegenden Erzählungen einer Kultur unterscheiden. Die sind bei Star Trek gelgentlich auch gefährlich - siehe "Masks" - aber doch anders.)

Die Autoren sind sich ja der Ironie der Holodeck-Geschichten, also des gelgentlichen Einbrechens des Holodecks in die Realität, auch voll bewusst, wenn sie dies in Spirit Folk umdrehen und die realen Personen in die Holodeck-Realität eindringen lassen.


Zitat
Keine erste Direktive, die als Lösung für alles herhällt, sondern evtl. auseinandersetzung mit derselben Auseinandersetzung mit Alienrassen in der Föderation und ankratzung des "Saubermann-Images" der Menschheit.

Die erste Direktive wird in der Serie doch häufiger gebrochen als befolgt und liefert uns dabei einige der besten Folgen in Star Trek: First Contact (die Folge, nicht der Film), Who Watches the Watchers oder Silicon Avatar.



Zwar haben die Besuche von Dax und Worf in der Krankenstation (z.B. Looking for Parmach in all the Wrong Places) ihren Charme, aber eine etwas weniger magische Medizin und Bord-Ingeneure, die Schiffswerften und Spezialisten nicht unnötig machen, wären eine Idee.

Musste noch jemand bei dem Delta Flyer von BSG ob der gelungenen Verarschung grinsen?
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Darkwalker am 26.02.2008 | 13:10
@Hendrik:
In DS9 hatte Quark Holosuiten, die entsprechend genutzt wurden. ;)

Ging da nicht ein Versuch Kira als "Model" einzuspeisen für Quark ziemlich nach hinten los?

Und dann bleibt immer noch "Our Man Bashir" mit Nerris als "Russische Agentin"
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: 1of3 am 26.02.2008 | 13:24
Wobei die Nutzung der Decks nicht wirklich realistisch ist - keine Sau programmiert sich da willige Frauen um zu poppen was das Zeug hält. Halte ich für unrealistisch. Holo-Pornos wären doch DER Renner ;D

Völlig übersehen.

Quarks meistverkauftes Programm ist die vulkanische Liebessklavin und in einer frühen Folge war Benjamin gar nicht amused, als Jake mit Nog in die Holo Suite wollte. Jakes Antwort: "Dad! Es ist nur Baseball!"

Abgesehen davon hatte schon gewisser Barclay Holodeck-Nachahmungen von Troi und Crusher gemacht und die beiden waren daraufhin so... aufgebracht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die nur im Park saßen. Lwaxanas Programm in Cost of Living kann ich mir auch gut mit solchen Inhalten vorstellen.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Lord Verminaard am 26.02.2008 | 14:03
Also wenn ich Star Trek neu erfinden dürfte, so komplett neu, dass nur noch ein paar Namen und optische Elemente gleich bleiben würden...

...dann würde ich es viel politischer machen. Die Roddenberry-Föderation ist doch eine sozialistische Utopie. Ich würde die nicht demontieren, aber dekonstruieren. Nicht: Menschen sind sowieso schlecht und das System würde nie funktionieren und irgendwelche ganz miesen Sachen laufen da hinter den Kulissen, um den Schein zu wahren. Das wäre mir zu billig. Aber ein Gemeinwesen, in dem alles im Überfluss vorhanden ist, das stellt doch einen Haufen interessanter philosophischer Fragen. Z.B. die Frage, warum man morgens aufstehen sollte. Die Protagonisten der Serie bzw. des Films hätten sicher ein paar interessante Antworten auf diese Frage in petto. Eine echte Kontroverse um die Prime Directive könnte da reinpassen. Und natürlich die Beziehung zu anderen „Reichen“, einschließlich der Frage, wofür man bereit ist, einen Krieg anzufangen bzw. ihm beizutreten, und wofür nicht.

...dann würde ich auch interessante idealistische Konzepte in puncto Sexualmoral und Familienbild aufnehmen. Wenn wir die Ideale des Sozialismus in eine utopische Gesellschaft übersetzen können, warum dann nicht auch die Ideale der sexuellen Revolution? Das ist natürlich vor dem Hintergrund der amerikanischen Unterhaltungsindustrie nicht umsetzbar, aber ich fände es geil. Polyamouröse und polygame Verwirrungen, funktionierende Modelle von „Kommunen“ ohne lange Haare und Jesus-Latschen, auch innerhalb der Schiffsbesatzung, religiös motivierte Monogamie, die auf Toleranz angewiesen ist und sich zu behaupten versucht, und endlich mal ein erwachsener Umgang mit Homosexualität.

...dann würde ich die Beziehungen der Protagonisten viel dynamischer machen, und auch viel mehr Persönlichkeitsentwicklung erlauben. Die meisten Star Trek-Charaktere waren mit Glück irgendwie ganz cool, aber auch ziemlich statisch. Die hatten zwar ein Thema, aber dieses Thema veränderte sich nicht, sondern wurde immer und immer wieder aufgegriffen, ohne dass es jemals irgendwo hin führte. Ich würde der Serie viel mehr Punch geben. Alle paar Folgen wieder eine Wendung, die den Zuschauer richtig schlucken lässt.

...dann würde ich jemanden, der viel mehr Sinn für so was hat als ich, völlig neuen pseudo-wissenschaftlichen Voodoo ausdenken lassen. Beamen, replizieren und rekallibrierte Sensorphalanxen war gestern. Ein neues Star Trek braucht neuen heißen Scheiß. Gleiches gilt für das Kontinuum, den Reisenden und dieses ganze Gesums. Der nächste mystische „Gottersatz“ muss was Neues können.

Aber genau genommen ist Star Trek eine derart von Nostalgie und Kanon-Faschismus beseelte Bewegung, dass man es nicht neu erfinden kann. Man kann es nur von anderen Seiten beleuchten. Und da ist das Beste, was mir einfällt, tatsächlich auch nur, mal keien Förderations-Crew zu nehmen. Na ja. Firefly im Star Trek-Universum, gähn. Was allerdings bleibt, ist die Sache mit den dynamischen Beziehungen und dem Punch, aber das sind ja nur die Zeichen der Zeit, das machen ja die meisten erfolgreichen modernen Serien schon längst.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Michael am 26.02.2008 | 14:14
Um mal den anderen Blickwinkel aufzugreifen, wie wäre denn StarTrek aus der Sicht eines Botschafters der Föderation? Würde die Serie vielleicht in einem anderen Licht erscheinen lassen. Weiß nicht, was sagt ihr dazu?
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Fire am 26.02.2008 | 14:16
Oder mal die andere Seite der neutralen Zone...ich bin mir sicher die Romulaner sehen die Föderation nicht so sehr als anstrebenswerte Utopie :)
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Maarzan am 26.02.2008 | 17:17
@Hendrik:
In DS9 hatte Quark Holosuiten, die entsprechend genutzt wurden. ;)

Wir brauchen also mehr Ferengi! ;)
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Darkling ["beurlaubt"] am 26.02.2008 | 17:59
Star Trek:
Jetzt noch besser Dank Black Jack & Nutten Dabo & Holosuiten!
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Tantalos am 26.02.2008 | 18:01
Generell mehr Aliens. Auch mehr Föderation Aliens. Und Holosuiten!  >;D
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Eol am 26.02.2008 | 18:02
Bloß keine Ferengi! Vielleicht eine Serie über einen Feldzug gegen Ferengi?  ;) >;D
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Darkwalker am 26.02.2008 | 18:10
Wenn die Macher einen anderen Blickwinkel wollen, dann sollten sie DS9 oder TNE ab der Borg-Doppelfolge von den Typen neu verfilmen lassen die derzeit Schnarchstern machen. Da wird der Zuschauer völlig neue Lieblinge entwickeln. Etwa Borg-Drohnen(1), blutrünstige Cardasianer und metzelnde Jem'Hadar. Halt alles was eine Chance hat die Hauptcharaktere zu entsorgen.


(1) Nein, nicht das beliebte Model 7of9, die Basismodelle
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: WitzeClown am 26.02.2008 | 18:18
Den Stil müsste man ja noch nicht mal ändern.

Man sollte die Serie einfach gut, statt schlecht machen.

Vielleicht sollten die Macher mal bei den BSG Leuten in die Lehre gehn?
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: MadMalik am 26.02.2008 | 18:22
Wer kann schon eine Militärdiktuatur ernst nehmen deren Standardgewehre auseinanderfallen wenn man mit ihnen einmal zuschlägt.  ::)
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Tantalos am 26.02.2008 | 18:26
Wer kann schon eine Militärdiktuatur ernst nehmen deren Standardgewehre auseinanderfallen wenn man mit ihnen einmal zuschlägt.  ::)

Militärdiktatur? Ach ja, ich vergass, Ihr müsst ja zu allem Euren Senf ablassen, möglichst Offtopic natürlich.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: WitzeClown am 26.02.2008 | 18:29
Man sollte sich auch Gedanken machen wie das unaufhaltsame und böse SpaceZombie Kollektiv so viele Welten einnehmen konnte...wo sie doch noch nicht mal rennen können und außerdem so schlecht gepanzert sind, dass man sie mit konventionellen Schusswaffen aus dem 20. Jahrhundert umbringen kann. ;)
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: MadMalik am 26.02.2008 | 18:31
Ich bin jetzt kein großer Startreckfan, aber von dem gelegentlichen sehen habe ich den Eindruck, dass die Sternenflotte sich vor allem um die Aussenpolitik kümmert, über die Innenpolitik wird ja wenig bis gar nichts Berichtet. Und wenn man dann schaut wie das militärische Flagschiff zu jedem ersten Kontakt gerufen wird... naja... eindeutiger geht's nicht mehr. Was daran Off-Topic sein soll ist mir ein rätsel. Aber wenn man schon eine Militärdiktatur hat, dann könnt man sie auch ein weniger besser rüber bringen.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Chiungalla am 26.02.2008 | 18:35
Naja, "militärisches Flaggschiff" würde ich die Enterprise nun wirklich nicht nennen.
Sie ist zwar das Flaggschiff der Flotte, aber trotzdem kein ausgewiesenes Militärschiff.
Eher schon ein Forschungsschiff, wenn auch kein reinrassiges.

@ Topic:
Ein Deep Space 9 Film würde mich reizen.
Teilweise hatten sie ja schon zwei Episoden, so das sie zusammen eine in Spielfilmlänge ergaben.

Und dann ein bisschen mehr Mut zu zeitgerechter Action.
Wer will in einem SciFi-Film schon statische Schusswechsel und Faustkämpfe sehen?
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Tantalos am 26.02.2008 | 19:00
Zitat
Naja, "militärisches Flaggschiff" würde ich die Enterprise nun wirklich nicht nennen.
Sie ist zwar das Flaggschiff der Flotte, aber trotzdem kein ausgewiesenes Militärschiff.
Eher schon ein Forschungsschiff, wenn auch kein reinrassiges.

Hör auf, er will nur provozieren. Als nächstes kommt die Frage, wofür ein Forschungsschiff Waffen braucht usw.
Er will nur unsinnige und unwerte Diskussionen erzwingen und ich bin dafür ihm die nicht zu geben.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: MadMalik am 26.02.2008 | 19:06
Nein, will er nicht. Er hat nur den Eindruck, dass es sich bei der Föderation und deren allmächtigen Arm, der Sternenflotte, nicht um ein freiheitlich, demokratisches Konstrukt handelt.

Wie ich schon angemerkt habe, gehöre ich allerdings auch nicht zu den großen Serienfans. Vieleicht gibt es ja die ein oder andere Folge die mir den Boden unter den Füssen wegfeuert. Das ein Forschungsschiff Waffen braucht würd ich nichtmal abstreiten, die Enterprise ist allerdings ziemlich gut damit bestückt. Aber selbst dann lass ich mal aussen vor, weil ist ja auch Flagschiff, und sowas soll ja auch wehrhaft sein. Aber statt mir dauernd vorzuwerfen - mimimimimimi du willst doch nicht Diskutieren, du willst nur alles Kaputreden mimimimimimi - könntest du mir doch einfach sagen, nein, du hast unrecht, dem ist nicht so, siehe XYZ. Dann wär ich schon geschlagen, weil ich kenn sie halt nur so vom nebenherschauen.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Tantalos am 26.02.2008 | 19:21
Das was Du sagst, TW, sagen ja viele. Es ist einfach irgendwie zu Narnia-bunt. Mir auch.  ;)
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: bolverk am 26.02.2008 | 21:02
[...] und an den Aliens, die auch heute noch aussehen wie Menschen, denen Gummiteile ins Gesicht geklebt wurden.

Das fand ich immer das beste an Star Trek.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Mr Grudenko am 26.02.2008 | 21:12
Vielleicht sollten die Macher mal bei den BSG Leuten in die Lehre gehn?

*schnauf, schnauf* "Früher war ich der Schüler, jetzt bin ich der Meister (http://www.imdb.com/name/nm0601822/)" *schnauf, schnauf*

 ;D  ;)

Ich weiß nicht mehr wer, aber irgendjemand sagte mal zum Unterschied zwischen Star Trek und Star Wars, daß halt bei Lucas Individuen durch den Vordergrund springen würden, während es bei Roddenberry und Konsorten vor allem Stereotypen (Menschen = Hau-Ruck-Humanisten  ;D, Vulkanier = logische Mystiker, Klingonen = strohdoofe ehrenhafte Krieger etc.) wären.

IMHO machte gerade die sehr persönlichen Geschichten DS9 zur besten ST Serie (obwohl die trotz allem bloß im Kielwasser von B5 dümpelt).

Allerdings denke ich, daß eine "Neu-Erfindung" von Star Trek, im Gegensatz zu BSG (da war 1980 klar, daß sie tot und begraben war), angesichts des "Balast" aus 42 Jahren Seriengeschichte und einer verschworenen Gemeinschaft von Erbsenzählern treuen Fans irgendwo in der Nähe von Unmöglich ist. "Enterprise" war ja so ein Versuch, hat sich aber nach 3,75 Folgen aber vollkommen in der eigenen Beliebigkeit verheddert.

Die einzige Möglichkeit wäre IMHO die originale Zeitlinie (der "Sozialismus" kommt erst mit TNG) aus einer anderen Perspektive (wie schon gesagt, z.B. freie Händler etc.) auszuleuchten. Gerade die ursprüngliche Serie (+ die ersten 5 Filme) war ein großes Lagerhaus aller (un)möglichen SF Ideen (Weltraumpiraten, Föderationsgeheimdienst -eigentlich alles aus der ersten halben Stunde des 3. Teils- etc.).

Außerdem, was brauchen wir Serien-Nekromantie? Wir brauchen jede Menge neuer Stoffe und neuer Ideen! Bei entsprechend hinreichenden Honorarangeboten (aber nur, wenn auch Vorschuß gezahlt wird), kann ich sofort loslegen  ~;D
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: killedcat am 26.02.2008 | 21:39
Was müsste aus Star Trek raus?
- Wesley Crusher
- Holo Decks (uäärcks, so konstruiert und doch so dämliches Deus-Ex-Machina-Device wenn einem grad nix einfällt)
- Immer wird das Schiff übernommen, in dem der allmächtige Computer kontrolliert wird. Das ist OUT.
- immer funktioniert das Beamen nicht, weil gerade ein [setze doofe Begründung hier ein] da ist. OUT.
- Techno-Gebabbel. Ich hasse, ich HASSE dieses Technogebabbel!!! Es ist schlimm, wenn sie sagen "Sir, ich werde die Tachyonen-Emitter-Matrix konfigurieren um in der seitlichen Sensorenphalanx Warp-Blasen zu vermeiden" wenn sie nur auf die Toilettenspülung drücken.
- Schlafanzug-Uniformen

Was müsste Star Trek mehr haben?
+ glaubwürdige, nicht so eindimensionale Charaktere
+ Aliens, die sich nicht nur durch andere Hautfarbe und / oder Stirnlappen unterscheiden
+ Problemlösungen, die nicht aus Technobrabbel kommen. "Verdammt wir kommen nicht durch die Schilde" Drei Minuten vor Schluss dann: "ich habe die Toilettenspülung mit der Sensorenphalanx geblitzdingst. Jetzt müsste es gehen. Boooom. Hurray!"
+ Ein Budget. Instrumente ohne Anzeigen sind out. Ich stelle mir mehr sowas wie beim Minority-Report vor.
+ Mal ein richtig cooler Gegenspieler. Q ist schon ein guter Ansatz, aber kein echter Antagonist. Mal so ein fieser Verräter bei der Föderation, ein Rebellenführer, der auch mal längere Zeit Gegenspieler bleibt. Einer mit Eiern (nicht wörtlich gemeint, darf auch eine Gegenspielerin sein).
+ Eine Handlung mit Schluss. Nix gegen Endlos-Serien, aber die langweilen irgendwann. Eine spannende Handlung mit Nebenkriegsschauplätzen und "menschlichen" Schicksalen, die interessieren. DAS wäre mal cool, und das Star Trek Universum bietet hier so viele Möglichkeiten. B5 hat's vorgemacht: sowas geht.

Was sollte man unbedingt lassen?
~ saubere Schiffe. Das gehört irgendwie zum Flair.
~ der vollständige Verzicht auf computergenerierte Charaktere tut gut. Star Wars (Epsioden 1 bis 3) zeigt, wie sowas in die Hose gehen kann.
~ Fremde Welten erforschen und neue Zivilisationen entdecken. Das Explorer-Feeling finde ich schön.
~ den hohen Technologie-Standard. Hey, was wäre Star Trek ohne Beam-Warpblasen-Dingsbums. Ich will's blos nicht immer hören.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Tequila am 26.02.2008 | 22:04
Ich würde eine Serie lieben, die sich auf die Klingonen konzentriert, zur Zeit von TNG.

Die Klingonenfolgen waren meine persönlichen Highlights, all Hail @Klingonenschwestern


Außerdem mehr Schlachten, nicht so statisches aufeinander feuern.

Aber, solang ich B5 und BSG habe, bin ich auch schon glücklich....
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Eulenspiegel am 26.02.2008 | 22:11
Ich bin jetzt kein großer Startreckfan, aber von dem gelegentlichen sehen habe ich den Eindruck, dass die Sternenflotte sich vor allem um die Aussenpolitik kümmert, über die Innenpolitik wird ja wenig bis gar nichts Berichtet.
Das ist do normal so:
Die Bundeswehr kümmert sich auch eher um die "Außenpolitik" (äußeren Feinde) und weniger um die Innenpolitik.
Das CIA oder die US-Army kümmern sich auch mehr um die äußeren Angelegenheiten und nicht um die inneren Angelegenheiten.

Ich bin jetzt auch nicht so der Star Trek Experte und weiß nicht, ob es bei der Förderation eine Trennung von Militär und Polizei gibt, oder ob die Sternenflotte beide Aufgaben wahrnimmt. (Aber  selbst, wenn die Sternenflotte beides wahrnimmt, gibt es sicherlich Schiffe, die für den militärischen Einsatz spezialisiert sind und andere Schiffe, die auf den polizeilichen Einsatz spezialisiert sind.)

Zitat
Aber wenn man schon eine Militärdiktatur hat, dann könnt man sie auch ein weniger besser rüber bringen.
Wie kommst du darauf, dass es eine Militärdikatur ist? - Imho ist es eine Förderation, bei der jeder Planet Abgeordnete zur Erde schickt, die dort die Legislative bilden.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: WitzeClown am 26.02.2008 | 22:23
Wie kommst du darauf, dass es eine Militärdikatur ist? - Imho ist es eine Förderation, bei der jeder Planet Abgeordnete zur Erde schickt, die dort die Legislative bilden.

Komisch nur, dass man von diesen politischen Vertretern nie etwas hört.
Nur vom "Flottenkommando". Das ist die einzige höhere Instanz von der man hört.
Und sie scheint alles mögiche entscheiden zu können....naja Star  Treck.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Toppe am 26.02.2008 | 22:35
Was müsste aus Star Trek raus?
- Wesley Crusher
- Holo Decks (uäärcks, so konstruiert und doch so dämliches Deus-Ex-Machina-Device wenn einem grad nix einfällt)
- Immer wird das Schiff übernommen, in dem der allmächtige Computer kontrolliert wird. Das ist OUT.
- immer funktioniert das Beamen nicht, weil gerade ein [setze doofe Begründung hier ein] da ist. OUT.
- Techno-Gebabbel. Ich hasse, ich HASSE dieses Technogebabbel!!! Es ist schlimm, wenn sie sagen "Sir, ich werde die Tachyonen-Emitter-Matrix konfigurieren um in der seitlichen Sensorenphalanx Warp-Blasen zu vermeiden" wenn sie nur auf die Toilettenspülung drücken.
- Schlafanzug-Uniformen

war und bin ja auch ein Wesley Crusher Hasser , aber Will Weaton kann ein sehr sympatischer Geek (http://www.pulpgamer.com/2008/01/28/wil-wheaton-reading-at-phoenix-cactus-comicon-2008/) sein
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Tantalos am 26.02.2008 | 22:51
"Föderationsrat" noch nie gehört. Schade
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: MadMalik am 26.02.2008 | 23:07
Ne, ganz ehrlich, kam mir in der Serie noch ney unter. Daher ja meine Frage ob mir jemand sagen kann ob dem denn anders ist. Darauf gab's von dir aber nur gemecker du Held.  ::)
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Darkwalker am 26.02.2008 | 23:15
"Föderationsrat" noch nie gehört. Schade

In DS9, der Doppelfolge wo der Admiral versucht die Föderation per Militärputsch auf Trab zu bringen kommt zumindest der Präsi der Föderation vor. Also wohl doch zumindest ZK-Sozialismus
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Eulenspiegel am 27.02.2008 | 00:36
Nur vom "Flottenkommando". Das ist die einzige höhere Instanz von der man hört.
Und sie scheint alles mögliche entscheiden zu können....naja Star  Treck.
Das "Flottenkommando" entspricht in unserer heutigen Welt dem "Generalstab".
Und in militärischen Belangen kann der Generalstab auch sehr weisungsbefugt sein, ohne sich in zivile Angelegenheiten einzumischen.

Wiegesagt: Das Flottenkommando hat das Kommando über die Sternenflotte. - Über die zivile Flotte hat das Sternenkommando keinerlei Befehlsgewalt.

Ansonsten schau dir mal irgendwelche Kriegsfilme auf der Erde an. (z.B. Vietnamkriegsfilme oder 2. WK Filme), dort ist der oberste Chef auch der Divisionskommandeur oder der Generalstab. - Natürlich gibt es irgendwo ganz weit weg in den USA einen Präsidenten und einen Senat. Der einfache Soldat erhält seine Befehle aber weder vom Präsidenten noch vom Senat.

Und wenn wir StarTrek jetzt auf die USA übertragen würden, dann hätten wir:
- Raumschiff Enterprise ist ein Flugzeugträger oder ein Panzerbataillon.
- Der Captain des Raumschiffes ist entweder der Kapitän des Flugzeugträgers oder der Bataillonskommandant.
- Das Flottenkommando ist der 'Generalstab der Navy' bzw. der 'Generalstab des Heeres'.
- Und den Senat sieht man weder in StarTrek noch in US-Kriegsfilmen.

Also wohl doch zumindest ZK-Sozialismus
Also dass die Förderation als Wirtschaftsform kein Kapitalismus ist, kommt in irgendeiner DS9 Folge vor. (Wo sich ein paar Besucher von der Erde über das Verhalten der Ferengi wundern und sie aufgeklärt wurden, dass Menschen sich früher auch so verhalten haben.)

Aber welche nicht-kapitalistische Wirtschaftsform die Förderation genau hat (ob Sozialismus, Anarchismus oder sonstwas), das habe ich bisher noch aus keiner Folge erfahren.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Darkwalker am 27.02.2008 | 01:47
In einer frühen TNE Folge wo sie die drei Typen in dem Satelliten auftauen erzählt Picard mal das Geld abgeschaft ist. Scheint also in die Richtung "Ein Jeder nach seinen Bedürfnissen" zu gehen. TNE-Replikatoren machen es möglich.

Mir sind SG1 Replikatoren lieber. Speziell Replicarter  ~;D
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Mr Grudenko am 27.02.2008 | 05:05
Ansonsten schau dir mal irgendwelche Kriegsfilme auf der Erde an. (z.B. Vietnamkriegsfilme oder 2. WK Filme),
...
- Raumschiff Enterprise ist ein Flugzeugträger oder ein Panzerbataillon.

Sorry, IMHO falsche Kriege und ihre Filme, wenn dann eher was mit Napoleon und "Master & Commander"  >;D

IIRC hat ja Roddenberry ja mal erklärt, daß u.a. die Hornblower (http://en.wikipedia.org/wiki/Horatio_Hornblower) Geschichten eine Inspiration für Star Trek gewesen wären.
Und damit wäre die Enterprise weniger an der CVN-65 angelehnt, als vielmehr an z.B. der "Endeavor (http://en.wikipedia.org/wiki/HM_Bark_Endeavour)" von Cpt. Cook (und anderen Schiffen europäischer Entdecker des 18. und frühen 19. Jahrhunderts).
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Uebelator am 27.02.2008 | 10:08
Oh, noch was, das mir gerade eingefallen ist.
Ja, StarTrek darf gern ein wenig Bezug zu aktuellen politischen Themen haben. In der Post-9-11-Zeit könnte man sich da Folgen vorstellen, die sich mit religiösem Fanatismus beschäftigen, oder mit der Bedrohung von innerhalb (Jeder könnte ein Terrorist sein.). Wurde ja teilweise bei "Enterprise" auch gemacht.
Was mir bei Enterprise allerdings schweren Brechreiz ausgelöst hat war, dass irgendwann (dritte Staffel? vierte Staffel?) die ganze Serie quasi ein Spiegelbild der amerikanischen Aussenpolitik war. Hatte so einen komischen Propaganda-Beigeschmack das Ganze. (Mit so Themen wie:"Wir greifen den Feind an, weil er uns angreifen könnte. Und wir findens super!")

Sowas möchte ich bitte nicht nochmal sehen!
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Yerho am 27.02.2008 | 10:19
Um mich noch einmal zu locken, müsste Star Trek aufhören, sich ständig auf diese uniformierten Langweiler der Sternenflotte zu konzentrieren. Ein paar zivile (wenn auch nicht unbedingt zivilisierte) Helden wären meines Erachtens an der Reihe - man sollte sozusagen die bisherigen Neben- oder sogar Kulissen-Charaktere zu Hauptcharakteren machen.

Ansonsten dürfte man gerne konsequent fortführen, was die letzte Serie andeutungsweise gebracht hat: Weniger geleckte Charaktere, weniger "Gebt mir einen Schraubenzieher und zwei Minuten Zeit"-Problemlösungen. Ergänzend dazu ein absolutes Verbot von allem, was nach "temporaler Anomalie" riecht.

Weiterhin müssten abwechslungsreichere Planeten, Spezies und Kulturen auf der Agenda stehen. Bisher unterscheiden sich die meisten Spezies durch gerade ein oberflächliches Charaktermerkmal (Klingonen kriegerisch, Romulaner intrigant, Ferengi geldgeil etc. p.p.) und die Planeten und Architekturen unterscheiden sich manchmal nur durch die Farbe. Auf Schwachsinn wie Planeten mit nur einem Ökosystem könnte man bei der Gelegenheit auch gleich verzichten.

Auch schön wären interessantere und wechselhafte Konstellationen von Freund und Feind; oder der politischen Situationen an sich. Das "Ein Planet, eine Gesellschaftsordnung"-System ist doch ätzend. Bestenfalls sind es mal zwei verfeindete Ideologien pro Planet und die - Fanfare! - Sternenflotte muss vermitteln ... Das geht auch anders.

Kurz, ich würde mir wünschen, dass Star Trek etwas weniger statisch und dafür bunter (nicht unbedingt farbenfroher!) wird.
Dass in Sachen Kulturen und Technik nicht nach Schema F vorgegangen wird und es dabei mehr Abwechslung gibt.
Dass auch weniger pflichtbewusste Charaktere mit weniger noblen (nicht unbedingt schlechten) Absichten im Vordergrund stehen können.
Und dass der Weltraum endlich dreidimensional wird.

Ach ja, und kein "American Way of Life" mehr. Keine feuchten Träume von sonnigen Farmen und Jagdhütten, kein Baseball auf dem Schreibtisch. Oder jedenfalls nicht nur das.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: 1of3 am 27.02.2008 | 10:32
Ich stelle fest: Das Blasentum herrscht auch hier.

Der Föderationsrat (oder zumindest ein Ausschuss davon) kam in Star Trek IV sogar vor. Bilder gibts - wie so ziemlich alle Infos zum Kanon - auf Memory Alpha: http://memory-alpha.org/en/wiki/Federation_Council

Selbstverständlich hat Star Trek eine Trennung zwischen Militär und Polizei. Tatsächlich sind die Mitgliedsplaneten zu großen Teilen unabhängig und Vulkan (kanon) und Andor (semi-kanon) unterhalten sogar im 24. Jh. noch eigene Raumflotten. Die Erde hat dabei diverse Hoheitsrechte an die Föderation abgegeben - dafür stehen jetzt alle wichtigen Institutionen der UFP auf der Erde. (Beispielsweise ruft Yaresh-Inyo, Präsident der Föderation, in Paradise Lost den Ausnahmezustand auf der Erde aus, nicht der Regierungschef der Erde.)
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Le Rat am 27.02.2008 | 11:16
Ich glaube die Wirtschaft war für die meisten Serien (TNG, star trek, Voyager) nicht interessant, da eh nie Handel nach außen getrieben wurde.

Ich würde am ehesten einen idealen Kommunismus vermuten. Im Prinzip hat jeder seine Aufgabe und erfüllt sie, obwohl er nicht bezahlt wird.

Bei DS9 wurde dann allerdings das Latinum eingeführt.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: 1of3 am 27.02.2008 | 12:41
Die Föderation benutzt im Außenhandel im Währung. In Mission Farpoint (TNG 1x1) belastet Beverley ihr Konto auf der Enterprise für Stoffe.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Yerho am 27.02.2008 | 15:49
Was zu der Frage führt: Was machen eigentlich die n Milliarden Föderationsmitglieder, die nicht aus Forscherdrang, Abenteuerlust oder Pflichtbewusstsein für Starfleet oder eine andere Institution der Föderation arbeiten, den lieben langen Tag?

Sitzen die alle irgendwo am Lagerfeuer und singen "Row your boat"? Gehen sie alle musischen Tätigkeiten nach? Oder leben sie 24/7 ihre Fantasien in einem Holo-Raum aus? - Was ich sagen will: Außer Flottisten, Wissenschaftlern/Ingenieuren, Diplomaten und Kriminellen scheint es nichts zu geben oder wurde zumindest bisher nicht thematisiert sondern höchstens (und das auch nur in ST:ENT) angedeutet.

Das sollte anders werden.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: 6 am 27.02.2008 | 15:58
Sitzen die alle irgendwo am Lagerfeuer und singen "Row your boat"? Gehen sie alle musischen Tätigkeiten nach? Oder leben sie 24/7 ihre Fantasien in einem Holo-Raum aus? - Was ich sagen will: Außer Flottisten, Wissenschaftlern/Ingenieuren, Diplomaten und Kriminellen scheint es nichts zu geben oder wurde zumindest bisher nicht thematisiert sondern höchstens (und das auch nur in ST:ENT) angedeutet.
In TNG gab es auch die eine oder andere Folge, die das Leben der Angehörigen der Crew-Mitglieder thematisierte.

Sowas fände ich auch ziemlich interessant.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Crazee am 27.02.2008 | 16:02
Wenn man Mediziner nicht als Wissenschaftler zählt... und dann noch Barleute, Musiker, Schauspieler, Lehrer und auf wenig-technologisierten Welten auch noch Ackerbau und Viehzucht.

Mehr fällt auch mir gerade nicht ein.

Naja noch Kunsthandwerk. Halt alles aus Selbstzweck und nicht aus Geldgier. In "Der 35. Mai" gibt es in Technopolis auch so ein Modell. Jeder arbeitet freiwillig 2 Stunden pro Woche.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: MadMalik am 27.02.2008 | 16:42
Wo hier so viele Startrek geschulte sind, eine Sache hat mich schon immer brennend interessiert. Kann so ein Replikator eigentlich alles herstellen, gibt es da grenzen, und braucht er eine Grundsubstanz oder wird da einfach genug Energie reingesteckt? Sowas hat ja dann auch enorme Auswirkungen auf Gesellschaft, Wirtschaft (bzw das fehlen von riesiegen Zweigen selbiger) usw.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Eulenspiegel am 27.02.2008 | 16:47
Wo hier so viele Startrek geschulte sind, eine Sache hat mich schon immer brennend interessiert. Kann so ein Replikator eigentlich alles herstellen, gibt es da grenzen, und braucht er eine Grundsubstanz oder wird da einfach genug Energie reingesteckt?
Ich bin jetzt nicht so der StarTrek Kenner, aber das, was ich aus den Folgen bisher entnommen habe:
1) Je schwerer/massehaltiger ein Teil ist, desto mehr Energie verschlingt es. (Und zwar nicht doppelt so schwer = doppelt so viel Energie, sondern exponentiell.)
Daher kann man es sich energietechnisch nicht leisten, ein ganzes Raumschiff auf einmal mit dem Replikator herzustellen (so viel Energie besäße kein System), sondern man kann mit dem Replikator höchstens die Einzelteile herstellen und diese müssen dann ohne Replikator verbunden werden.

2) Es gibt bestimmte Teile, die sind aus irgendeinem Grunde zu aufwendig, um von Replikatoren hergestellt zu werden. (Das wird nicht explizit erwähnt, aber die Leute haben ja häufig Probleme damit, dass ihnen Geräte kaputt gehen und ihnen die Ersatzteile fehlen. - Da folgere ich einfach mal, dass die Replikatoren nicht in der Lage sind, diese Ersatzteile zu erzeugen.)

Zitat
Sowas hat ja dann auch enorme Auswirkungen auf Gesellschaft, Wirtschaft (bzw das fehlen von riesiegen Zweigen selbiger) usw.
Ja, Auswirkungen auf die Industrie hatte sie auf alle Fälle.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Dash Bannon am 27.02.2008 | 16:51
ich glaube der Replikator nutzt irgendeinen Grundstoff und repliziert daraus das Zeug.

genau weiss ich das aber auch nicht (mehr) und wie Eulenspiegel schon richtig anmerkte, einiges ist zu komplex um repliziert zu werden.Ich erinnere mich dunkel daran,dass irgendwann mal erwähnt wurde das diese Kristalle (Dilithium?) die sie für ihren Warpantrieb brauchen nicht repliziert werden können.

Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Visionär am 27.02.2008 | 17:11
Sowie goldgepresstes Latinum, weswegen es als Währung überhaupt was taugt.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Preacher am 27.02.2008 | 17:22
und auf wenig-technologisierten Welten auch noch Ackerbau und Viehzucht.
Auf den höher technologisierten auch manchmal - Picards Bruder ist zum Beispiel Winzer.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: killedcat am 27.02.2008 | 17:25
ich glaube der Replikator nutzt irgendeinen Grundstoff und repliziert daraus das Zeug.

genau weiss ich das aber auch nicht (mehr) und wie Eulenspiegel schon richtig anmerkte, einiges ist zu komplex um repliziert zu werden.Ich erinnere mich dunkel daran,dass irgendwann mal erwähnt wurde das diese Kristalle (Dilithium?) die sie für ihren Warpantrieb brauchen nicht repliziert werden können.


Jaja, man kann echtes Leben mit dem Holodeck schaffen, reale Personen aus dem "Cache" des Beam-Apparillos replizieren, aber irgend so ein Zeug ist zu kompliziert.  ;D
Star Trek ist einfach großes Kino. 
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Crazee am 27.02.2008 | 18:24
Wiki weiß einfach alles! (http://de.wikipedia.org/wiki/Star-Trek-Technologie#Replikator)
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Eulenspiegel am 27.02.2008 | 18:29
Sowie goldgepresstes Latinum, weswegen es als Währung überhaupt was taugt.
Finde ich nicht. Wir benutzen heutzutage ja auch eine Währung, die man in der Notenbank problemlos replizieren kann.

Für StarTrek fände ich es sogar passend, wenn man auf eine materielle Währung komplett verzichten würde und alles über Kreditkarte abgewickelt wird.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: MadMalik am 27.02.2008 | 18:51
Sind die Ferengi in der Föderation ? Wenn nicht, dann müsste diese Bank mehr Bündnisse unter sich vereinen als es die Föderation selbst schon tut. Für Handel mit anderen politischen Blöcken macht es daher durchaus Sinn.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Darkwalker am 27.02.2008 | 19:10
Eine andere kompliziert herzustellende Substanz ist Haarspray/Lack/Festiger. Kann man gut in Voyager erkennen. Nach das Captain ihre Frisur nicht mehr im Betonstil trägt hat das Schiff kaum noch Energieprobleme   ~;D
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Visionär am 27.02.2008 | 19:25
Finde ich nicht. Wir benutzen heutzutage ja auch eine Währung, die man in der Notenbank problemlos replizieren kann.

Für StarTrek fände ich es sogar passend, wenn man auf eine materielle Währung komplett verzichten würde und alles über Kreditkarte abgewickelt wird.
ARG!

Unsere Währung ist (sollte, real ist dem aber nicht so) durch Gold gedeckt sein. Bei DS9 geht häufig auch nur Buchgeld über den Tresen. Ach, aber ich hab echt kein Bock mich jetzt mit dir über "die Macht des Geldes" und woher diese kommt zu streiten. Ich verbuche den Kommentar einfach unter hirnlose Klugscheißerei.


Alles in allem finde ich, dass die Replikatortechnologie durchaus ein Ansatzpunkt für Spannung ist. Fast die gesamte Warenwirtschaft ist von ihr abhängig, die Versorgung der Raumschiffbesatzungen zumindest wohl auch. Was wäre, wenn der Rohstoff zur Herstellung der Technik knapp wird?
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Darkwalker am 27.02.2008 | 19:29
Golddeckung haben wir schon lange nicht mehr. Währe zwar ggf. nett da solche Systeme eher deflationär sind aber irgend wann zwischen 1914 und 1920 ist die Gold-Umlaufwährung (Für jede Mark gab es x miligram Gold in der Bank) zu einer Gold-Basis Währung geworden (Der Staat hat eine gewisse Menge Gold die x Prozent, x << 100 abdeckt) und dann zwischen den 1980ern und 2000 zu einer deckungsfreien Währung geworden. Ganz offiziell und per Gesetz
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Eulenspiegel am 27.02.2008 | 19:43
Unsere Währung ist (sollte, real ist dem aber nicht so) durch Gold gedeckt sein.
Die Deutsche Mark sollte ursprünglich mal durch Gold gedeckt sein. Aber schon die DeMark war zu ihrer Zeit mit ihrer Golddeckung ein Relikt aus längst vergangenen Tagen. (Staaten außerhalb Deutschlands hatten diese Gold-Deckung nicht. - In anderen Staaten war der Wert des Geldes eher durch die Wirtschaftskraft im Land gedeckt.)

Als man dann die Deutsche Mark abgeschafft und den Euro eingeführt hat, war man konsequent und hat darauf verzichtet, die neue Währung durch Gold zu decken. - Der Euro wird komplett nur noch durch die Wirtschaftskraft innerhalb der EU gedeckt und hängt nicht mehr vom Goldpreis ab. (Selbst falls man riesige Goldvorkommen finden würde, und der Goldpreis rapide sinkt, dann ändert das nichts am Wert des Euros.)

Interessant in dieser Hinsicht waren die Überlegungen zur Einführung der Roggenmark: Die Mark sollte dadurch nicht durch die Wirtschaftskraft, sondern durch den Getreidevorrat in Deutschland gedeckt werden. (Diese Überlegungen wurden allerdings nie umgesetzt.)

Zitat
Ich verbuche den Kommentar einfach unter hirnlose Klugscheißerei.
Wer im Glashaus sitzt und falsche Kommentare ablässt, sollte nicht mit Steinen werfen.

Zitat
Was wäre, wenn der Rohstoff zur Herstellung der Technik knapp wird?
Dann repliziert man ihn nach.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Visionär am 27.02.2008 | 20:24
Die Deutsche Mark sollte ursprünglich mal durch Gold gedeckt sein. Aber schon die DeMark war zu ihrer Zeit mit ihrer Golddeckung ein Relikt aus längst vergangenen Tagen. (Staaten außerhalb Deutschlands hatten diese Gold-Deckung nicht. - In anderen Staaten war der Wert des Geldes eher durch die Wirtschaftskraft im Land gedeckt.)
Liest du mit?
Unsere Währung ist (sollte, real ist dem aber nicht so) durch Gold gedeckt sein.

Zitat
Dann repliziert man ihn nach.
Denkst du auch einen Schritt weiter? Wir haben schon festgestellt, dass es bestimmte Dinge gibt, die man nicht replizieren kann.

So, ich mag mich hier aber über Star Trek unterhalten!
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Eulenspiegel am 27.02.2008 | 20:31
Liest du mit?
Liest du mit? Ich habe gesagt, dass ich ein bargeldloses Währungssystem passender für StarTrek finde, als das "goldgepresste Latinum". (Und ich habe gesagt, dass man auch beim einem Bargeldsystem die Währung herstellen kann, ohne die Währung ad absurdum zu führen.)

Inwiefern ist da jetzt deine Aussage über deutsches Geld vor dem Eurozeitalter relevant?

Zitat
Denkst du auch einen Schritt weiter? Wir haben schon festgestellt, dass es bestimmte Dinge gibt, die man nicht replizieren kann.
Ich weiß. Ich habe gesagt, dass es bestimmte Dinge gibt, die man nicht replizieren kann.

Die Frage ist halt, ob man Replikatoren replizieren kann. - So wie es bisher aussieht, scheint die Herstellung von Replikatoren kein großes Problem zu sein. (Und auch die Grundsubstanz, aus der man andere Sachen herstellt, muss wohl kaum so aufwendig sein, dass man ihn nicht problemlos erzeugen kann.)
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Funktionalist am 27.02.2008 | 20:33
Wiki weiß alles über Goldwährung (http://de.wikipedia.widearea.org/wiki/Goldstandard)
damit hier nicht so ein Mist über Golddeckung des Dollars, oder der DM verzapft wird....

P.S.
Star trek wäre cooler, wenn es mehr wie B5 wäre. ;o)
Ansonsten hat Vermi sehr gute Punkte gebracht...Zivilisten sind meistens die interessanteren Chars in den ST Serien gewesen ("ich bin doch nur der Schneider!") also mehr davon!
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Visionär am 27.02.2008 | 20:44
@Eulenspiegel:
Ich habe nicht von der DM geredet, sondern von unserer Währung. Auch habe ich nie behauptet, dass sie durch Gold gedeckt sei.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Waldviech am 27.02.2008 | 21:14
Um auch was zum Thema zu sagen:
Wirklich neu erfinden kann man StarTrek wohl wirklich nicht - aber das ist hier ja auch schon gesagt worden. Ich fände es wirklich mal interessant, das ST-Universum mal aus einer Perspektive zu betrachten, die man im bisherigen StarTrek kaum oder garnicht gesehen hat. Ein paar Gedanken dazu wären:

- StarTrek war laut Roddenberry mal als "Western im Weltraum" gedacht: Warum nicht mal diesen Ansatz verfolgen, aber anders als Firefly oder Earth2. Gezeigt wird die Perspektive von Kolonisten einer neuen Kolonie auf einem abgelegenen Wildnisplaneten, deren Probleme und Abenteuer....(mit "anders als Earth 2" meine ich, es sollten schon ein paar ganze Frontier-Siedlungen sein und nicht nur ein paar wenige Leutchen....)

- Warum eigentlich keine Polizeiserie im Weltraum ? Die Föderation hat ja schließlich auch eine zivile Polizei und ansatzweise hat es bei DS9 ja auch schon funktioniert. "CSI Rigelkolonie" könnte ich mir da echt witzig vorstellen....

- Die Föderation hat einen Geheimdienst. Warum nicht mal dabei ansetzen ? Geheim- und Sonderermittlungsagenten im All haben seit Lucky Starr schließlich Tradition !

- Oder mein momentaner Liebling:
Lustig wäre sicher eine ganze Serie aus der Sicht eines verdeckten Wissenschaftlerteams auf einem Prä-Warp-Planeten ähnlich der Erde unserer Tage. Bisher wurde "Aliens landen auf der Erde und beobachten die Menschheit" ja meistens nur im Komödienformat verwurstet, wenn aus der Perspektive der Aliens erzählt wurde. Dabei hätte das Konzept sicher auch in einer ernsthaften Variante Potential. (obwohl es sicher lustig wäre, die Föderationswissenschaftler mit dem örtlichen Fox Mulder, Ufo-Sekten oder Verschwörungstheoretikern zu konfrontieren)



Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Sephiron am 27.02.2008 | 21:17
Ich will Borg, ganz viele Borg! :) Und Klingonen! :) Mh, ja, und Zivilisten haben sich auch bewährt, das stimmt :) Wie wärs also mit ner Serie, in der die Borg die Klingonen angreifen (statt immer nur die Föderation)?
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Waldviech am 27.02.2008 | 21:21
Das wäre mal was Schönes ! ST gänzlich aus der Sicht der Kingonen wäre auch mal was Schönes. Das klingonische Imperium ist ja auch nicht gerade klein und umfasst auch etliche nichtklingonische Planeten....von denen man nie was hört.....das bietet doch Stoff ! :D

Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Eulenspiegel am 27.02.2008 | 21:55
Lustig wäre sicher eine ganze Serie aus der Sicht eines verdeckten Wissenschaftlerteams auf einem Prä-Warp-Planeten ähnlich der Erde unserer Tage.
So etwas ähnliches gab es doch mal bei einem StarTrek Film. (Wenn auch nur in den ersten 5 Minuten, bis der Planet von anderen Außerirdischen angegriffen wurde.)
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Yerho am 27.02.2008 | 21:59
Eigentlich wäre es schon nett, wenn Star Trek in Sachen Serien bei DS9 weitermachen würde. Das Potential dieser Serie wurde nie ausgeschöpft und der Abschluss doch etwas ... überhastet.

Und das aus Star Trek mehr rauszuholen ist als eine flache Fantasie technobubbelnder Spätpubertierender, zeigen - individuelle Vorlieben, Abneigungen und qualitative Einbrüche einmal außen vor - gerade die Kinofilme. Da gibt es eine Zeitreisegeschichte, die komplett ohne tachyonengedingste multiphil geömmelte Phasenvarianzen auskommt, da gibt es einen Thriller im ST-Gewand, sogar (wenn auch missglückte) Anleihen im Horror-Genre, da werden Religion und Ethik, Politik und Kultur thematisiert und natürlich gibt es auch Humor und den sense of wonder.

Kurz, eigentlich könnte man, wie hier bereits vorgeschlagen, auch in etwaigen neuen ST-Serien mehr ausprobieren als nur die zigste Odyssee eines Starfleet-Raumschiffs und seiner Crew. Und da inzwischen Mini-Serien oder auch herkömmliche Serien mit mehreren Handlungsebenen durchaus anerkannt sind, müsste man sich noch nicht einmal darauf einlassen, eine einzige Idee künstlich auf mehrere Staffeln zu strecken.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Waldviech am 27.02.2008 | 22:03
Sowas gab´s auch schon ganze Folgen lang ;). Ich meine allerdings, daraus eine ganze Serie zu machen. Potential genug wäre da: Die Startrektypischen moralischen Probleme mit der Obersten Direktive, diverse "umgedrehte" Mystery-Plots, mögliche andere Außerirdische (eine primitivere Warp-Zivilisation könnte den Planeten mit feindlichen Absichten infiltrieren und die Föderation rührt keinen Finger dabei), stark menschelnde Plots (Liebesbeziehung zwischen Föderationswissenschaftlerin und Einheimischem, kann man unter diesen Bedingungen eine Beziehung führen), vielleicht könnte es einen abtrünnigen Föderationszepel geben der mit Hilfe von Hightech einen auf Bill-Gates macht, komische Geschichten mit dem Alien-Mulder (könnte als Running-Gag fungieren) oder außerirdischen Sci-Fi-Freaks wären auch möglich.... :D

Edit: Die Frage ist allerdings auch, in wie weit es möglich ist, StarTrek nochmal wirklich zu reanimieren.....

Zitat
Und da inzwischen Mini-Serien
Stimmt - es müssen ja keine Serien mit drölfzig Staffeln sein. Ein abgeschlossener Handlungsbogen ist auch mal ganz nett !
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Yerho am 27.02.2008 | 22:24
Sowas gab´s auch schon ganze Folgen lang ;). Ich meine allerdings, daraus eine ganze Serie zu machen. Potential genug wäre da: Die Startrektypischen moralischen Probleme mit der Obersten Direktive, diverse "umgedrehte" Mystery-Plots, mögliche andere Außerirdische (eine primitivere Warp-Zivilisation könnte den Planeten mit feindlichen Absichten infiltrieren und die Föderation rührt keinen Finger dabei), stark menschelnde Plots (Liebesbeziehung zwischen Föderationswissenschaftlerin und Einheimischem, kann man unter diesen Bedingungen eine Beziehung führen), vielleicht könnte es einen abtrünnigen Föderationszepel geben der mit Hilfe von Hightech einen auf Bill-Gates macht, komische Geschichten mit dem Alien-Mulder (könnte als Running-Gag fungieren) oder außerirdischen Sci-Fi-Freaks wären auch möglich.... :D

Die Idee an sich finde ich gut, aber der Plot würde mich persönlich jetzt nicht so sehr interessieren. Da gefiel mir die Idee, mal einem Diplomaten (oder einem Team von Diplomaten) über die Schulter zu schauen, schon besser. Da hätten Autoren auch die Freiheit, sowohl die "skurille Alien-Kultur der Woche" zu präsentieren, als auch längere Handlungsstränge einzuschieben. Außerdem wäre man dann nicht mehr oder weniger auf Absurdität festgelegt, sondern könnte so ziemlich alle Aspekte berücksichtigen: Thriller, handfeste Action, Grusel, Romanzen und was weiß ich. Da würde mich die eine oder andere Episode mit temporaler Anomalie noch nicht einmal so sehr stören.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Darkwalker am 28.02.2008 | 04:52
Das Problem bei Kolonien ist das sie nicht den "Frontier" Charm haben. Replikator und Grossraumschiff sei dank kann man in der TNE Zeit eine Menge Zeug sehr schnell von a) nach b) schaffen.

Serien wie CSI klappen im Film besser als im Rollenspiel. Und sind bei StarTrek mit all der HighTech die existiert sehr schnell sehr technisch oder langweilig. "Wir suchen den fehlenden Knochen" ist ggf. spannend, "Wir schieben drei Gensequenzen ins Holodeck und machen ein Bild des Opfers ist es nicht"

Über Piraten und StarTrek kann man lange diskutieren. Speziell darüber, ob sie eigentlich technisch machbar und logistisch möglich sind.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Bluerps am 28.02.2008 | 11:38
komische Geschichten mit dem Alien-Mulder
Ich meine sowas mal in einer Episode gesehen zu haben, sogar als richtige Akte-X Verarsche (komplett mit Mulder, Scully und dem Smoking Man), aber ich komme ums verrecken nicht drauf in welcher Serie das vorkam und ob es überhaupt Star Trek war.


Bluerps
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Visionär am 28.02.2008 | 15:52
Waren das nicht Dulmer und Lucsley vom Föderationssicherheitsdienst für Zeitreisen, die Sisco in DS9 wegen irgendwas befragt haben?
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Bluerps am 28.02.2008 | 16:10
Waren das nicht Dulmer und Lucsley vom Föderationssicherheitsdienst für Zeitreisen, die Sisco in DS9 wegen irgendwas befragt haben?
Du meinst die Folge in der die DS9 Crew in "The Trouble With Tribbles" reingeschnitten wurde - die mein ich aber nicht. In der Folge die ich meine ging es die meisste Zeit um Alien-Scully und Alien-Mulder, die den Menschen-Aliens auf der Spur waren.


Bluerps
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Le Rat am 28.02.2008 | 16:12
Ich meine sowas mal in einer Episode gesehen zu haben, sogar als richtige Akte-X Verarsche (komplett mit Mulder, Scully und dem Smoking Man), aber ich komme ums verrecken nicht drauf in welcher Serie das vorkam und ob es überhaupt Star Trek war.


Bluerps

Für sowas ist eigentlich Farscape der Kandidat, aber ich erinnere mich hier leider nicht an eine entsprechende Folge.

Bei Millenium gab es eine Akte X-Folge.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Darkwalker am 28.02.2008 | 17:43
Du meinst die Folge in der die DS9 Crew in "The Trouble With Tribbles" reingeschnitten wurde - die mein ich aber nicht. In der Folge die ich meine ging es die meisste Zeit um Alien-Scully und Alien-Mulder, die den Menschen-Aliens auf der Spur waren.


Bluerps

Crusades also der Nachfolger von Babylon5. IIRC die vierte oder fünfte Folge.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: 1of3 am 28.02.2008 | 18:04
Du meinst die Folge in der die DS9 Crew in "The Trouble With Tribbles" reingeschnitten wurde - die mein ich aber nicht. In der Folge die ich meine ging es die meisste Zeit um Alien-Scully und Alien-Mulder, die den Menschen-Aliens auf der Spur waren.

VOY: Distant Origin.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Bluerps am 28.02.2008 | 19:27
Crusades also der Nachfolger von Babylon5. IIRC die vierte oder fünfte Folge.
Genau! Das wars.


Bluerps
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Eulenspiegel am 28.02.2008 | 20:32
Zu der Idee, eine StarTrek Frontier Serie zu drehen:
Klar haben solche Folgen nicht den "typischen" Frontier-Charme. Selbstverständlich hat man nicht den "Western im Weltraum" Eindruck. Trotzdem kann ich mir so eine Mini-Serie (ca. 10-15 Folgen) sehr gut vorstellen:

Vorbemerkung: Zwischen zwei Folgen gibt es immer einen Zeitsprung von 0-2 Jahren.

1. Folge: Scouts entdecken einen bewohnbaren Planeten und untersuchen ihn.
2. Folge: Das erste Kolonieraumschiff landet und erkundet den Planeten.
3. Folge: Die erste Siedlung wird aufgebaut, man schlägt sich mit den einheimischen Tieren herum.
4. Folge: Die Basis ist gesichert und man versucht, seinen Einflussbereich auf Kosten der hiesigen Natur zu vergrößern. (Vielleicht trifft man auch auf semi-intelligentes Leben und versucht dies zu verheimlichen, da man keine Lust hat, den Planeten wegen der 1. Direktive wieder verlassen zu müssen.)
5. Folge: Das zweite Kolonieschiff trifft ein. Es kommt zu Spannungen zwischen den ersten Siedlern und den neuen "Greenhorns".
6. Folge: Cardassianer (oder Klingonen) beanspruchen den Planeten für sich. Es kommt zu Streitigkeiten zwischen Cardassianern und der Förderation.
7. Folge: Spannungen zwischen Sternenflotten-Offizieren, die auf dem Planeten stationiert wurden, und den zivilen Siedlern. Als Parallelhandlung wie auf dem Planeten einige Siedler das Basislager verlassen und weiter draußen ein neues Lager aufbauen/irgendetwas interessantes entdecken.
8. Folge: Die Förderation gibt klein bei und die Cardassianer besetzen den Planeten.
9. Folge: Das Leben unter cardassianischer Herrschaft: Die beiden großen Siedlungen auf dem Planeten werden vollständig von den Cardassianern besetzt. - Es gibt jedoch ein paar kleine Siedlungen (maximal 30 Menschen), die von den Cardassianern als unwichtig eingestuft wurden. - Immer mehr Menschen fliehen aus den großen Siedlungen und betreten die kleinen-Siedlungen oder gründen neue Siedlungen. Der erste Widerstand gegen die Besatzer regt sich zum Ende dieser Folge.
10. Folge: Der Widerstand gegen die Cardassianer wächst. Außerdem stellt sich heraus, dass ein paar Geheimagenten der Förderation auf dem Planeten sind, die die Aufgabe haben, inoffiziell die Cardassianer zum Abzug zu bewegen. - Es kommt zu einer Rebellion, in der die beiden großen Siedlungen (fast) völlig vernichtet werden (Atomsprengköpfe) und auch ein Großteil der gelandeten Cardassianischen Schiffe vernichtet wird.
Die Cardassianer entscheiden, dass der Planet es nicht wert ist, weiter erobert zu werden und ziehen ab.
11. Folge: Es gibt einige cardassianische Zivilisten, die in der Zwischenzeit auf dem Planeten gesiedelt haben und vom Abzug des cardassianischen Militärs überrascht wurden. - In dieser Folge beschäftigt man sich mit der Frage, was man mit diesen Zivilisten macht.
12. Folge: Der Hauptkontinent wurde vollständig besiedelt und man geht jetzt daran, auch Nachbarkontinente zu besiedeln.
13. Folge: Sehr viele Siedler sind Anhänger des Marquee und man streitet sich über die Frage, ob man weiterhin in der Förderation bleiben will oder lieber die Förderation verlassen und dem Marquee beitreten will.
14. Folge: Noch größerer Zeitsprung als bisher. (Die Kinder aus den ersten 13 Folgen sind in der Zwischenzeit erwachsen und haben ihre eigenen Kinder.)
Der Planet wirkt wie ein großer Industrieplanet und viele Leute haben Aufbruchstimmung. - Man hat den Eindruck, diese Folge könnte auch auf der Erde spielen. Am Ende der Folge wir der Bau eines neuen Kolonieschiffes bekannt gegeben.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Waldviech am 28.02.2008 | 20:52
Das ist....guuuuuuut ! Die Serie würde ich wirklich gerne sehen  ;D. Außerdem zeigt das auch, daß Serien nicht zwangsweise, wie die bisherigen Star-Trek-Serien auf Endlosbetrieb ausgelegt sein müssen....
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Yerho am 2.03.2008 | 12:16
Das ist....guuuuuuut ! Die Serie würde ich wirklich gerne sehen  ;D. Außerdem zeigt das auch, daß Serien nicht zwangsweise, wie die bisherigen Star-Trek-Serien auf Endlosbetrieb ausgelegt sein müssen....

ACK.

Okay, wer kommt mit und hilft, Brannon Braga und Rick Berman zwecks Indoktrination zu entführen? :P
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Dr.West am 17.03.2008 | 23:33
Also allgemein gesagt .... ich als Star-Trek-Fan hoffe natürlich ganz arg, daß der neue Kinofilm toll wird und nicht so was mittelmäßiges ... ein Prequel find ich da gar keine so schlechte idee ... ich fand auch die "Enterprise"-Serie gar nicht so schlecht, auch wenn es an der ja viel (berechtigte) Kritik gab. Düsterer und gleichzeitig farbenfroher sollte das ganze werden, das würde die typische ST-Sterilität aufbrechen und vielleicht mal neue Reize setzen.
Das "alte" universum um picard etc finde ich , wie schon gesagt wurde, zu durchdefiniert um noch was spannendes , neues draus zu machen - obwohl ich die TNG-Crew wirklich geliebt habe und bei der Sache mit Data (fast) heulen musste :'(
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: pharyon am 17.10.2008 | 10:45
*reanimier" ...26...27...28...29...30... *beatmen*

Hmmm, s gibt ja schon nen thread zu. Nutz ich den Mal.

Hier wurd ja schon vieles genannt, das Star Trek von einer anderen Warte aus bereichern könnte (Eulenspiegels Kolonie-Serie-Konzept z.B. find ich gut).

Ich selbst hab mir mal Gedanken gemacht und ein eigenes Konzept erarbeitet, das ich hier kurz vorstellen möchte.

*kreisende Spotlights und Trommelwirbel, Spotlights konzentrieren sich auf einen Punkt, Fanfarenstöße*

Star Trek - Phoenix

Worum gehts?
Der Beitrag wir etwas länger, daher hier kurz eine Gliederung:
1. Staffeln: Was soll grob passieren? Was ist jeweils Kernthema?
2. Cast: Wie soll eine interessante Zusammensetzung mMn aussehen?
3. Grundgedanken: Warum würde ich das so haben wollen?

1. Staffeln
Die Föderation, Romulaner, Klingonen helfen beim Wiederaufbau Cardassias. Aus dem Grund werden einige Schiffe geschickt, die zu unterschiedlichen Zwecken genutzt werden. Da man sich ja nicht gegenseitig übervorteilen will (^^), finden sich auf den entsprechenden Schiffen immer Repräsentanten der anderen "Partner". Das wäre die Ausgangslage.

Staffel 1: Die generalüberholte (und dank Annika Hansen borgtechnisch effizientere) USS Phoenix (Nebula-Klasse) startet mit einigen Schwierigkeiten vom Erdorbit aus über einige Umwege (die Repräsentanten der Romulaner und Klingonen müssen noch anreisen) nach Deep Space 9. Der Zuschauer lernt die Föderation innen näher kennen (etwa umgekehrt zum Konzept von ENT: für die Charaktere ein alter Hut, für die Zuschauer neu). Sektion 31 versucht diese Unterstützung zu verhindern.

Staffel 2: Die Besatzung der Phoenix (und der Repräsentanten von Romulus, Qo'nos und Cardassia) unterstützen einige Wiederaufbaumaßnahmen und Patroullieren die Grenze des Cardassianischen Imperiums (bzw. dem Rest davon) und geraten in Konflikte bzgl. Oberster Direktive der Föd. und dem Bestreben der Reps neue Kulturen genauer zu "untersuchen". Erste Anzeichen eine VerschwörungTM werden erkennbar.

Staffel 3: Es gibt weitere Neuentdeckungen, die Phoenix wird aber am Anfang der Staffel nach Cardassia verlegt, da es dort zu einigen seltsamen Ereignissen gekommen ist. Kurz vor Ende kann die Verschwörung vereitelt werden. Bei der Suche nach vermissten Schiffen wird offenkundig, dass die Borg doch nicht ausgelöscht wurden. Diese Erkenntnis kostet einen großen Teil der Besatzung (darunter den Cpt., den Cmdr., die Sicherheitschefin und Chefingenieurin) das Leben und die Phoenix wird zerstört.

Staffel 4: Zwei Besatzungsmitglieder werden undercover ins Romulanische Imperium entsandt um Botschafter Spock zu retten. Dabei müssen sie sich in die romulanische Flottenkultur einfügen und lernen unverhofft das Imperium (oder zumindest Bestandteile davon) zu mögen. Bei dem Versuch der Exfiltration stirbt der Botschafter (wirklich) und hinterlässt seinen Geist in der Seele eines Besatzungsmitglieds. Nun müssen die beiden mit dem leichnam wieder zurück in die Föderation.

Staffel 5: Ein in Staffel 1 (in einem Nebenplot) entwickelter Prototyp eines neuen Raumschiffes der Phoenix-Klasse läuft vom Stapel und wird im Föderationsraum einigen Proben unterzogen. Allerdings bahnt sich Ärger an: subversive Elemente innerhalb der Föderation tun sich mit Gleichgesinnten anderer Völker zusammen und es bricht ein Bürgerkrieg in den Quadranten Alpha und Beta aus.

Staffel 6: Der Bürgerkrieg tobt weiterhin. Langsam geben immer mehr Unabhängige dem Willen des "letzten Imperiums" nach. Die besatzung der Phoenix versucht herauszufinden, warum so viele Personen unumstößlich ihre Meinung in eine bestimmte Richtung ändern. Und warum sind sogar die Borg machtlos? Einzig die Ferengi scheinen davon nicht betroffen zu sein, werden dafür aber recht früh stark dezimiert. In einem großen Showdown kann die "Imperialisierung" aufgehalten werden (jedoch sind bis dahin auch alle bisherigen Protagonisten diesem Wandel zum Opfer gefallen) - die Machtstrukturen in diesem Teil der Galaxis werden aber grundlegend verändert.

Staffel 7: Die alte Föderation ist tot - es lebe die Föderation! Einige Grundsätze werden überdacht und es gibt fundamentale Veränderungen in der Ausrichtung. Trotzdem muss auch in der Übergangszeit die Sicherheit des föderalen Territoriums gewährleistet werden. Am Ende gibt es eine neue Föderation. Mit neuem romulanischem Imperium und klingonischem Reich und einem neuen Cardassia. Und vielen Konflikten, die erneut geklärt werden müssen...
(in einer anderen Serie vermutlich).

2. Besatzung
Captain der USS Phoenix: Andorianer, männlich, ca. 46, ernster, aufgabenorientierter, militärischer Typ.
Commander: Betazoidin, ca. 38, diplomatisch, personenorientiert.
Chefingenieurin: Trill, ca. 42, kulturversessen, launisch, aber herzlich, homosexuell.
Sicherheitschefin: Bolianerin, ca. 28, eifrig, taktisch begabt, kühl distanziert.
Chefarzt: Vulkanier, ca. 66, ruhig, besonnen, snobistisch, beherzter Fußballspieler.
stellv. Arzt: Tellarit, ca. 53, lebhaft, fröhlich, launisch, versessen auf alle Arten von Gesellschaftsspielen.
Wissenschaftsoffizier: Mann, ca. 45, zurückhaltend, technisch versiert, stirbt im Pilotfilm.
Flugkontrolloffizier: Frau, ca. 27, fröhlich-gelassen, lateinamerikanischer Typ (mögl. Identifikationsfigur)
Counselor: Mann, ca. 27, selbstsicher bis arrogant, besserwisserisch, liebt Diskussionen mit dem Chefarzt, Zweitausbildung im wissenschaftlichen Bereich (und - was unter höchster Geheimhaltung steht - ausgebildet als besonderer Geheimagent; Codename: Phoenix) - Hauptidentifikationsfigur. Wird nach dessen Tod der neue Chef-Wissenschaftsoffizier.

3. Grundideen
1. Zur Besatzung: Bisher gab es immer sehr viele Menschen in den Hauptrollen. Aliens dienten als Beobachtungspunkt menschlichen Verhaltens in der Zukunft. Hier also einmal die umgekehrte herangehensweise. Zum Captain: Bisher waren das a) männlich, weiß, Amerikaner b) männlich, weiß, Europäer c) männlich, schwarz, Amerikaner d) weiblich, weiß, Amerikaner e) wie a (und damit mMn ein Rückschritt) --> daher kann also jetzt gerne ein f) männlich, blau Andorianer kommen. Der Captain als Hauptidentifikationsfigur verführt zu einer gewissen Statik in der Serie, daher würde ich eine Figur mit großer Perspektive eher in den Mittelpunkt rücken. Wichtig ist aber auch die ausführliche Auseinandersetzung mit jeder Figur / jedem Beziehungsgeflecht, wie das in DS9 schön vorgemacht wurde (heißt: auch wichtige Nebenfiguren werden beleuchtet).

2. Gute Konzepte aus den vorhergegangenen Serien übersetzt wieder aufnehmen. Z.B. die unterhaltsamen Diskussionen zwischen McCoy und Spock - jetzt halt zwischen einem menschlichen Wissenschaftler und einem vulkanischen Arzt. Aus TNG würde ich die Grundthematik ähnlich halten. Es ist eine erwachsene Föderation mit all ihren kleinen und großen Konflikten. Aber letzten Endes kann die Menschheit einen nahezu utopischen Gesellschaftsstandard erreichen. Humanismus und Vernunft gehören genauso grundlegend dazu wie gegenseitiger Respekt und Toleranz. Aus DS9 sollte unbedingt die Entwicklung von Figuren übernommen werden und die Komplexität des Beziehungsnetzes: Die Charaktere mögen am Anfang als Typen eingeführt werden. Das Aufbrechen von Erwartungen an das typische Verhalten und eine glaubhafte Entwicklung steht aber immer mit auf der Agenda für jede Episode. Und - allgemein - der "Sense of Wonder" sollte gerade für den Zuschauer wieder verstärkt werden.

3. Fragestellungen: Wem kann ich trauen, wenn verschiedene Gruppierungen alle der Meinung sind, dass ihr Weg der einzig richtige ist (in dem Punkt finde ich Sektion 31 als Parabel für Terroristen sehr gelungen)? Welche Werte spielen heute noch eine Rolle? Wie kann sich eine Beziehung zu "Menschen", die mir nahe stehen, gestalten? Welchen Sinn möchte ich meinem Leben verleihen? Wie gehe ich mit dem Tod um? Wie sieht etwas für gut Befundenes aus einer anderen Perspektive aus?

4. Konflikte: alte Föderation / Sektion 31 / Cardassianer / Klingonen / Romluaner / Ferengie / Borg / neue Föderation (nicht unbedingt alle verknüpft, aber viele - das genügt bei sorgfältiger Handhabe für 7 Staffeln)

Meiner Meinung nach hat Star Trek immer seine (mehr oder weniger) optimistische Grundhaltung und seine Auseinandersetzung mit grundsätzlichen (darunter einigen ethischen) Fragestellungen ausgemacht. Gerade bei der Classic-Serie und bei TNG fällt das sehr stark auf, aber auch die anderen Serien zeigen häufig diese Eigenschaft.
Dieser Kern sollte unbedingt beibehalten bleiben, damit es Star Trek bleibt und sich doch weiterentwickeln kann.

So und jetzt kommentiert, verreißt oder ignoriert diesen Beitrag bitte.
Gruß, p^^
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Kinshasa Beatboy am 17.10.2008 | 10:58
@ pharyon: Das klingt arschcool, besonders die Staffeln 1-3.  :d
Habe ich schon mal erwähnt, dass ich gerne mal bei Dir spielen würde?  :D
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Don Kamillo am 17.10.2008 | 11:06
Arschcool ist schon echt der passende Begriff!  :d
Das Ganze läuft auch schon gerade in meinem Schädel soweit ab...
Der Pharyon will das sicherlich mal mit pta o.ä. austesten, oder? So als Grundlage...  >;D  ;)
Für so ein Zockwochenende fahre ich auch gerne mal durch die Republik!
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: pharyon am 17.10.2008 | 11:21
 ^-^
Danke.  :D
Was gefällt euch denn besonders daran? Was würdet ihr evtl. noch anders machen wollen?

Für so nen pta-Spieletreff mit diesbezüglicher Thematik bin ich offen (hab nur pta nicht und müsste mich dann mal reinarbeiten). Hab mal auch (nach Lektüre eines Handbuchs) ein Drehbuch zum Pilotfilm geschrieben. Dooferweise war die Datei aber später fehlerhaft. Ich hab dann zwar von vorne angefangen, aber auch zwischenzeitlich die Lust verloren.

Was mir dabei aufgefallen ist: TechnobabbelTM ist in diesem Kontext echt schwer zu vermeiden / umgehen.

Was ich auf jeden Fall noch irgendwo rumliegen hab ist eine Konzeptbeschreibung für die gesamte erste Staffel. Jemand Interesse?

Was ich in der Serie auch gerne (nebenbei) immer wieder ansprechen würde: Wie gehts den Charakteren aus den anderen Serien eigentlich? Wer lebt noch? Wie? Wer ist gestorben (Staffel 4 wäre eine dramaturgische Aufführung zu Spocks letzten Taten, Sterben und Tod)? Wo liegen sie begraben?

Gruß, p^^
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Don Kamillo am 17.10.2008 | 11:27
Ich versuche, dazu am WE mal mehr zu schreiben... hier und heute reicht die Zeit nicht...
( Und ich bin eigentlich nicht der große Star Trek-Fan! )
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Boba Fett am 17.10.2008 | 11:33
@Pharyon: Ich finde die Rahmenhandlung auch sehr interessant.
Das wäre glatt mal was, das man in ein Rollenspielkampagnenkonzept umwandeln könnte. :)
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: pharyon am 17.10.2008 | 11:35
Nur keine Hektik.

Mir fällt gerade auf, dass ich bei der Besatzung natürlich noch drei Rollen nachtragen muss, die besonders in den Staffeln 2-3 eine große Rolle spielen:
Cardassianischer Repräsentant: Ein ehemaliger Schneider von DS9, Ex-Asylant und nun - ein einfacher Abgeordneter ;-)  (ich bin ein großer Fan von Andrew Robinsons Darstellung).
Klingonischer Diplomat: Ein großer und wahrhaftiger Krieger, vor allem auf dem diplomatischen Feld. Aber offen genug um die kulturellen Interessen anderer mal auszuprobieren, wie z.B.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Romulanische Abgesandte: Abschätzige, reservierte, durch und durch manipulierende Femme Fatale (weniger im sexuellen als im wortwörtlichen Sinne).

Soderle. ^^
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Don Kamillo am 17.10.2008 | 11:57
Ja... der Schneider... ^^
Und der klingonische Sherlock Holmes... der die Gegner auch stellt, in die Enge treibt, und dann im Kampf erledigt ( am besten noch mit einer größeren Einführung über eine Holodeck-Folge ), der könnte echt großes Kino sein!
Die Romulanerin... die klingt mir etwas zu typisch... da würde eine absolut liebenswerte, die auch so hintenrum agiert, ähnlich dem Schneider, am besten noch eine Liaison mit ihm hat, lieber
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: pharyon am 17.10.2008 | 13:15
Die Romulanerin gehört auch nicht zu den ausgearbeitesten Konzepten.
Ausnahmsweise hat sie nichts mit Verschwörungen zu tun...
Vielleicht, weil sie das schlecht kann? Leute beruhigen - top. Intrigen spinnen - flop.
... Aus dem Grund soll sie ruhig Schicht auf nem SF-Schiff schieben, sie kann da ja auch wenig verraten.
*weiterspinn*
^^
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: pharyon am 26.10.2008 | 12:46
Jemand Interesse an den Plots der "ersten Staffel" von "ST - Phoenix"? Bzw. gibts noch Anregungen zum Konzept?
Gruß, p^^
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Feuersänger am 26.10.2008 | 13:34
Huch, ist der Thread hier so völlig an mir vorbeigegangen... ja eine Schande ist das.

Ich hab mal per Zufall - vor X Jahren - eine sehr interessante Sendung auf Space Night gesehen, nein, es war nicht Lesch & Co., da haben sich aber auch zwei Professoren unterhalten, und der ungeschriebene Titel schien zu lauten "Warum ist Star Trek so langweilig?"

Die wichtigsten Punkte, soweit ich mich erinnere:

1.) es passiert nie etwas. Jede Folge muss immer genau so enden, wie sie angefangen hat. Das liegt halt daran, dass ST ein Brei von vielen Köchen ist, und jeder Drehbuchautor muss sich darauf verlassen können, dass die Ausgangssituation konstant ist. Deswegen entwickeln sich auch die Charaktere, wenn überhaupt, nur seeeeeehr langsam.

2.) Die Helden sind langweilig. Wie es einer dieser Professoren ausgedrückt hat: das sind keine Helden, das sind Helden Plus. Sie haben quasi keine Schwachstellen. So tiefgründig wie ein Pappaufsteller. Das liegt freilich ebenfalls daran, dass sie sich nicht entwickeln dürfen.
So nebenbei ist die ganze ST-Welt auch noch so unglaublich steril. Man muss sich ja nur mal die Mannschaftsquartiere anschauen. Alles immer wie aus dem Ei gepellt, aber keinerlei persönliche Gegenstände, außer das obligatorische Batlet an der Wand, wenn man zufällig Klingone ist.

Lösungsansatz: lasst _einen_ Autor eine ganze Staffel komplett durchschreiben. So kann man erst richtig spannende Stories schreiben - wie eben bei Babylon 5. Ich erinnere mich noch, dass es bei Bab5 tödlich war, eine einzige Folge zu verpassen - man brauchte mindestens eine Woche, um wieder reinzukommen.

Ich hab zum Beispiel einmal, nach langer Abstinenz, eine Folge DS9 angeschaltet und war gleich gefesselt: da ging richtig die Wutz los! Krieg mit den Klingonen oder sowas. Und am Ende war das Fed-Schiff ziemlich am Abkacken und dann war die Folge vorbei, um später fortgesetzt zu werden. Verstört rief ich bei meinem Kumpel an -- sollten die ST-Macher womöglich gelernt haben, wie man spannende Geschichten schreibt? Doch dieser konnte mein Weltbild wieder geraderücken: Paralleluniversum ist das Zauberwort (ich hatte sowas schon vermutet), ein Block von 2 oder 3 Folgen, dann ist alles wieder im Lot. Beweisführung abgeschlossen.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Thot am 26.10.2008 | 14:29
[...]
Ich hab zum Beispiel einmal, nach langer Abstinenz, eine Folge DS9 angeschaltet und war gleich gefesselt: da ging richtig die Wutz los! Krieg mit den Klingonen oder sowas. Und am Ende war das Fed-Schiff ziemlich am Abkacken und dann war die Folge vorbei, um später fortgesetzt zu werden. Verstört rief ich bei meinem Kumpel an -- sollten die ST-Macher womöglich gelernt haben, wie man spannende Geschichten schreibt? Doch dieser konnte mein Weltbild wieder geraderücken: Paralleluniversum ist das Zauberwort (ich hatte sowas schon vermutet), ein Block von 2 oder 3 Folgen, dann ist alles wieder im Lot. Beweisführung abgeschlossen.

Aeh, naja... gerade DS9 hat aber das Arc-Konzept schon von Bab5 abgeschaut und daraus gelernt...
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Feuersänger am 26.10.2008 | 14:56
Trotzdem ist DS9 im Vergleich zu Bab5 kreuzlangweilig.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: pharyon am 27.10.2008 | 02:12
@ Feuersänger:
Ich geb dir (fast) vollkommen recht. Dynamik ist bei Star Trek eher Mangelware. Bei DS9 gabs schon größere Arcs und eine nachvollziehbare Entwicklung einiger Charaktere. Zudem waren das auch nicht gerade Überhelden. Gerade O'Brien fiel da positiv auf. Bei B5 gabs mehr coole Charaktere und die Serie war von Anfang an dynamisch (wobei ich da auch bei einigen Folgen durchaus beinahe eingeschlafen wäre) und charakterorientiert.

Diese Punkte gehören meiner Meinung nach aber nicht unbedingt zu einem Star Trek-Feeling, sondern sind leider häufige Begleiter.

Gruß, p^^
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Feuersänger am 27.10.2008 | 02:46
Was ich z.B. mal cool fände bei ST: wenn die Föderation mal nicht nur als utopischer Idealstaat dargestellt würde, sondern mal als das totalitäre, imperialistische Unterdrückungsregime entlarvt würde, das es ist. Darauf habe ich seinerzeit immer vergebens gewartet, speziell in den Bereichen, in denen der Maquis eine Rolle spielt.
Im Status Quo muten die Sendungen wie Propagandavideos des Miniwahr an, und man fühlt sich als Zuschauer teilweise etwas verarscht: erwarten die Autoren jetzt _wirklich_, dass man in der Situation XY mit der Föderation hält? Ich habe jedenfalls nicht das Gefühl, dass da irgendwie subtil auf kritische Untertöne hingewiesen werden soll.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Ein am 27.10.2008 | 09:11
Zitat
dass da irgendwie subtil auf kritische Untertöne hingewiesen werden soll.
Was daran liegt, dass es eine Utopie ist.

Selbiges gilt wohl auch für die Quartiere. Vielleicht ist es aber auch einfach Teil der disziplinären Ausbildung der Sternenflotte, dass die Leute ihr Quartier ordentlich halten.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Taysal am 27.10.2008 | 10:06
Was daran liegt, dass es eine Utopie ist.

Selbiges gilt wohl auch für die Quartiere. Vielleicht ist es aber auch einfach Teil der disziplinären Ausbildung der Sternenflotte, dass die Leute ihr Quartier ordentlich halten.

Ausbildung und der Einsatz von Strahlentechnik. Es gibt durchaus Quartiere die unordentlich sind, kommt aber selten vor.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: pharyon am 27.10.2008 | 10:06
Ich glaube, die Föderation hat in Star Trek meist das gleiche Problem wie die Protagonisten: Zu sauber. Flecken werden weggebeamt.
Bei einer Utopie kann man das als nebensächlich werten. Wenn man aber Zuschauer ziehen will, braucht es eher Konflikte als FFE. Und davon wurde die Föderation Stück für Stück freigescriptet: Klingonen?
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Dominion?
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Borg?
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Romulaner?
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Die Föderation hat ja alle Konkurrenten unter größtmöglichem Beibehalt des Saubermann-Images unschädlich gemacht (hmmm...klingt für mich jetzt so ein wenig nach einer real existierenden Föderation des nordamerikanischen Kontinents). Bliebe nur noch ein Gegner - sie selbst.
Die Föderation angreifen und erschüttern sollte kein Problem sein. Nur das Grundideal sollte mMn erhalten bleiben. (ich würde es als "Frieden und freie Selbstentfaltung sind jedem Menschen möglich." zusammenfassen).

Was meint ihr?
p^^
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Ein am 27.10.2008 | 10:13
Ich finde die neuen Klingonen besser als die Pseudo-Araber aus TOS.

Dominion? Fand ich als Feinde immer irgendwie erzwungen. So ein Pseudo-Kalter-Krieg.

Borg -- Waren doch sehr lange sehr stark. Ich fand sie eigentlich die meiste Zeit viel zu überpowert. Naja, ich nehme an, dass sollte emotional Anschluss an den amerikanischen Unbhängigkeitskrieg nehmen.

Romulaner -- In TOS die Chinesen. Irgendwie passten böse Mao-Aliens nicht mehr in die 80er.

Dafür gab es dann später doch durchaus einige Rassen, die vernünftige Bösewichte abgaben, zB die Cardassianer.

Allgemein krankt aber ST für europäische Verhältnisse an einem Problem: Es ist eine amerikanische Serie, die auf das amerikanische Publikum zugeschnittene Inhalte nach amerikanischen Wertvorstellungen liefert.

Wobei ich bezweifle, dass ein deutsches ST besser wäre.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Mr Grudenko am 27.10.2008 | 10:36
Es ist eine amerikanische Serie, die auf das amerikanische Publikum zugeschnittene Inhalte nach amerikanischen Wertvorstellungen liefert.

Wie sagte es ein Bekannter über eine TNG Folge: "Und was haben die kleinen Amerikaner diese Woche gelernt: Drogen sind gaaaaaanz böse."

Wobei ich bezweifle, dass ein deutsches ST besser wäre.

Gibt es das nicht schon? Und heißt "Perry Rh... *beißt sich auf die Zunge*  ;)

Aber wahrscheinlich wäre ein deutsches ST ein ähnlicher Comedy-Quark wie die Verwurstung von Lems "Sternentagebücher".  ::)
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Ein am 27.10.2008 | 10:50
Nee, das nannte sich Raumpatroille Orion, aber so schräges dürfte heute nicht mehr gedreht werden.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: pharyon am 29.10.2008 | 13:26
Also ich hab bei der "Dominion"-Thematik eher an Terrorismus gedacht.
"Oh mein Gott, es könnte jeder sein; sie sind unter uns!"

Die recht einfache Zuordnung der Aliens in der TOS-Reihe hat sich mit der Zeit etwas verändert (Klingonen=Russen, Romulaner=Chinesen, Vulkanier=Japaner). Andererseits heißt das nicht, dass diese Interpretation der Rassen ewig halten muss. Die Klingonen haben sich ja z.B. schon gemausert. Außerdem stehen die Interpretationen immer im Zusammenhang mit der Interpretation der Föderation (in TOS: Amerikaner; ab TNG: UNO/NATO? ab ENT: wieder Amerikaner).

Wobei eine sehr interessante Rasse aus der Originalserie später kaum Aufmerksamkeit vor der Kamera erhalten hat: die Tholianer.

Ein sehr mächtiger Konflikt in der Serie, die auch mit der Wirklichkeit Überschneidungen hätte, ist die Frage nach der "perfekten Lebensform/Gesellschaft"TM, was meines Wissens nach Utopia war. Die bisherige Selbstwahrnehmung der Föderation wurde ja schon mehrfach kritisiert.

Gruß, p^^
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Eulenspiegel am 29.10.2008 | 14:02
Jede Lebensform hält ihre eigene Lebenseinstellung für perfekt:
- Die Förderation denkt, sie sei perfekt. (Wobei es innerhalb der Förderation ja Unterschiede gibt: Sowohl die Menschen als auch die Vulkanier sind Teil der Förderation.)
- Die Ferengi denken, sie seien perfekt. (Wobei die Ferengi noch am meisten Ähnlichkeit mit den USA haben.)
- Die Klingonen denken, sie seien perfekt.
- Die Cardassianer denken, sie seien perfekt.
- Das Dominion denkt, sie seien perfekt.
- Die Borg denken, sie seien perfekt.

Ansonsten wurde hier schon mehrfach der Förderation vorgeworfen, dass sie totalitär sei.
Mich würde interessieren, wie man darauf kommt. Ich hatte im Gegenteil eher den Eindruck, dass die Förderation, so wie es sich für eine Förderation gehört, nur um die Außenpolitik, während die Innenpolitik den einzelnen Mitgliedsstaaten überlassen wird. (Ich würde die Förderation am ehesten mit der NATO oder EU vergleichen. - Nur weniger bürokratisch.)

Die Andorianer sind z.B. auch Förderationsmitglieder und kulturell ähneln sie den Klingonen sehr. (Später treten auch die Klingonen der Förderation bei, ohne sich jedoch kulturell zu verändern oder der Förderation Einfluss auf die Innenpolitik zu gewähren.)
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Feuersänger am 29.10.2008 | 14:27
Okay, ein paar Beispiele für... fragwürdige Praktiken der Föderation:

- wie ST: Insurrection zeigt, hält die Föderation alle Sonnensysteme innerhalb ihrer "Grenzen" für ihr _Eigentum_, egal ob sie besiedelt sind, und was deren Einwohner davon halten, und auch dann, wenn sie (die Fed) diese Systeme niemals erforscht oder ausgekundschaftet hat. Das erinnert an die Landnahme der Europäer in Amerika.
Ein System wird wohlgemerkt nicht automatisch _Mitglied_ der Föderation, dazu muss es erst Anträge stellen und Aufnahmeprozesse durchlaufen. Aber _Eigentum_ kann einseitig von der Föderation erklärt werden.

Darüber hinaus gibt es noch den Maquis, der ja aus einer ähnlichen Situation heraus entstanden ist wie hier beschrieben: die Föderation hat anderer Leute Heimat an die Cardassianer verschachert, ohne die Betroffenen nach ihrer Meinung zu fragen. Das ist nicht ohne Präzedenz (siehe deutsche Ostgebiete) aber hat mit Demokratie und Freiheit trotzdem nichts zu tun.

- extremer Einfluss des Militärs: es wird ja kaum zwischen "Föderation" und "Sternenflotte" unterschieden, die Begriffe sind quasi austauschbar. Militärische Posten sind extrem prestigeträchtig. Vergleiche mal: wieviele Kapitäne zur See kennst du IRL? Sind überhaupt welche allgemein bekannt? Und im Gegensatz dazu ist Cpt. Picard in der Fed bekannt wie ein bunter Hund, selbst unter Zivilisten. Der größte Knaller in diesem Bereich ist aber, dass sich in der Föderation Zivilisten militärischen Gerichten zu unterwerfen haben. Dr Bashirs Eltern beispielsweise empfingen ihr Urteil in dieser Genetik-Sache von einem Richter in Sternenflotten-Uniform. So etwas gibt es in unserer Zeit nur in totalitären Regimes wie der VR China oder irgendwelchen Bananenstaaten.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: pharyon am 29.10.2008 | 14:39
(Später treten auch die Klingonen der Förderation bei, ohne sich jedoch kulturell zu verändern oder der Förderation Einfluss auf die Innenpolitik zu gewähren.)
Öhm, hab ich was verpasst? Wenn ja: Wo?

@ Föderationstotalitarismus:
In den Serien gibts häufiger solche "Schnitzer", die mMn unbedacht ausgestrahlt wurden und damit zum offiziellen Kanon gehören. Natürlich können da einige Aspekte unter "gut gemeint" fallen. Was aber immer noch einen gewaltigen Unterschied zu "gut gemacht" bedeutet. Um solche Einflüsse diktatorischer Regimes in diesem eher föderal-demokratischem System endlich operativ entfernen zu können, böte sich ein Bürgerkrieg mit anschließender Grundreform (im Sinne der grundlegenden Werte und DirektivenTM.
Imho sind diese "Schnitzer" nicht beabsichtigt gewesen und sollten nach Möglichkeit "im Setting" gelöst werden.

Soviel dazu.
p^^
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Eulenspiegel am 29.10.2008 | 15:51
@ Feuersänger
1)
Die Abgabe des Planeten an die Cardassianer war sogar sehr demokratisch:
Der Förderationsrat hat darüber abgestimmt. (Jeder Planet hat im Rat eine Stimme.) Und die Mehrheit des Rates hat dafür gestimmt, den Planeten abzugeben.
Es wäre undemokratisch, den Mehrheitsbeschluss der Legislative zu missachten. Aber den Mehrheitsbeschluss der Legislative zu befolgen, ist demokratisch.

Aber vielleicht sollte man noch etwas ausholen und den Hintergrund klären, wieso die Förderation überhaupt einen ihrer Planeten abgegeben hat:
Die Cardassianer und die Förderation befanden sich im Krieg und es gab auf beiden Seiten bereits Tausende von Toten. (Und es sah so aus, als ob die Cardassianer militärisch überlegen waren.)
Die Cardassianer waren nur unter der Bedingung bereit, Frieden zu schließen, wenn sie im Gegenzug einige Sonnensystem erhalten.
Die Förderation hatte nun drei Möglichkeiten:
1) Sie führte diesen Krieg fort und verheizte weitere Soldaten im Krieg. (Und diese Option konnte sie nicht ewig aufrechterhalten: Das cardassianische Imperium war nunmal stärker als die Förderation. Mit jedem Jahr, den der Krieg anhielt, verschlechterte sich die Verhandlungsbasis der Förderation. Und mit jedem Jahr, den der Krieg anhielt, verlangten die Cardassianer mehr, um einen Friedensvertrag zu akzeptieren.)
2) Sie kapitulierten bedingungslos. (Das würde aber das Ende der gesamten Förderation bedeuten und die gesamte Förderation wäre dem cardassianischen Imperium einverleibt worden.)
3) Sie kapitulieren unter Bedingungen. (Und um das Gesicht zu wahren, nennt man das ganze nicht Kapitulation, sondern Friedensvertrag.)

Die Förderation war nicht in der Lage, irgendwelche Bedingungen zu stellen. Sie konnte nur versuchen, so schnell wie möglich den Krieg zu beenden. (Und dabei waren ihre Diplomaten sehr erfolgreich: Hätten die Cardassianer gewusst, wie schlecht es um die Förderation stand, hätten sie die Hälfte der Förderation als Friedensangebot verlangt.)

Wenn du der Förderation also in diesem Zusammenhang etwas vorwerfen kannst, dann ist es Kriegsmüdigkeit und mangelnder Durchaltewillen. (Inwiefern das negativ oder positiv ist, kann jeder selber entscheiden.)

2) Zu ST Insurrection:
Bewohnte Planeten unterliegen der 1. Direktive. Das heißt, die Förderation darf dort nicht eingreifen und etwas verändern.
In diesem Film hatte die Förderation auch nicht den Planeten unterworfen, sondern nur eine Forschungsstation auf dem Planeten unterhalten. Die Forschungsstation war aber so angelegt, dass die Ureinwohner in keinster Weise beeinflusst wurden.

Spoiler zum Film Insurrection:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

3) Du darfst nicht den Fehler machen und Sternenflotte mit Militär gleichsetzen.
Wenn, dann ist die Sternenflotte eher eine Mischung aus NASA und Sicherheitsdienst/Polizei.

Ja, es stimmt, dass es in der Förderation keinen Unerschied zwischen Polizei und Militär gibt. - Beides ist "Sicherheitsdienst".

Das sehe ich allerdings weder negativ noch als totalitär.

Hier in Deutschland gibt es ja vor allem die Trennung zwischen Polizei und Militär, weil man glaubt, so die Gefahr eines Militärputsches zu verringern. (Was ich persönlich bezweifle, aber das wird OT.)
Zumindest im StarTrek Universum ist es aber so, dass man Polizei und Militär zusammenlegen kann, ohne dass es zu einem Putsch kommt.

4) zu den Uniformen der Richter:
Heutzutage tragen Richter ja schwarze Roben mit weißen Perücken, Polizei trägt grün oder blau (je nachdem, in welchem Bundesland man sich befindet) und Militär trägt entweder DonaldDuck oder Flecktarn.

In ST ist es wohl so, dass es einheitliche Uniformen für alles gibt.

Aber das ist wohl eher eine modische Entscheidung und weniger eine politische Entscheidung. (Der Richter würde nicht anders entscheiden, wenn er seine Uniform ausziehen und eine schwarze Uniform mit Perrücke anziehen müsste.)

5) Fokus auf die Sternenflotte:
Das liegt wohl daran, dass es in den Filmen um Mitglieder der Sternenflotte geht.
Wenn man einen Film über einen deutschen Hauptmann drehen würde, dann würden auch hauptsächlich Soldaten da drinnen vorkommen und ein Großteil des Filmes würde in der Kaserne spielen.

Wenn man jetzt einen Film über einen deutschen Kapitän zur See drehen würde, dann würde auch fast der gesamte Film auf einem Militärschiff oder im Militärhafen spielen und man würde kaum Zivilisten sehen.

Ein unbedarfter Beobachter könnte das jetzt zur Annahme verleiten, dass die Begriffe Deutschland und Bundeswehr austauschbar wären.
Das ist aber falsch. Dieser Eindruck entsteht nur durch den Fokus des Films.

6) Prestigeträchtigkeit von Offizieren:
Wir hier in Deutschland haben das Glück, dass wir seit 60 Jahren keinen Krieg mehr auf deutschem Gebiet hatten. Und auch bei den ganzen Nahostkonflikten haben sich kaum Kriegshelden etabliert.

Jean Luc Picard ist ja nicht berühmt geworden, weil er ein Captain ist, sondern er ist berühmt geworden, weil er ein paar erfolgreiche Schlachten gegen die Borg geschlagen hat. (Ein Gegner, der vor Picard als unbesiegbar galt.)
Diese Borgschlacht hat ihn zum Kriegshelden gemacht.
Und dadurch ist er berühmt geworden. (Wenn du einen gewöhnlichen Captain der Sternenflotte nimmst oder einen gewöhnlichen Admiral, so wird er kaum Bekanntheit haben.)

Dazu muss man bedenken, dass wir Deutsche (wohl wegen unserer Vergangenheit) ein ziemlich distanziertes Verhältnis zum Militär haben und es bei uns schon fast als peinlich gilt, Militärangehöriger zu sein.
Unsere europäischen Nachbarn sind dort viel offenherziger. (Und wenn wir auf die andere Seite des Teiches schauen, stellen wir fest, dass ein Kriegsheld sogar Präsidentschaftskandidat wird. - Durchaus eine Sache, die ich im StarTrek Universum auch Picard zutrauen würde.)

@ Pharyon
Ein Blick in Wikipedia sagt mir, dass es die Episode Azati Prime (http://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lker_und_Allianzen_im_Star-Trek-Universum#Zuk.C3.BCnftige_Mitglieder) war, in der die Klingonen beitreten. (Da ich selber diese Episode nie gesehen habe, kann ich dazu auch wenig sagen.)
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Feuersänger am 29.10.2008 | 16:21
Ich konzentriere mich jetzt mal auf Insurrection. Und da reden wir wohl gerade aneinander vorbei. Zur Verdeutlichung zitiere ich mal direkt aus dem Film (Hervorhebungen von mir):

Admiral: "The So'na have developed a procedure to collect the metaphasic particles from the planet's rings." 
Picard: "A planet in Federation space."
Admiral "That's right. We have the planet, they have the technology. A technology we can't duplicate."
...
"With metaphasics, life spans will be doubled. An entire new medical science will evolve."
...
Picard:"There are metaphasic particles all over the Briar Patch. Why does it have to be this one planet?"
Admiral: "It's the concentration in the rings that makes the whole damned thing work. Don't ask me to explain it- I only know they inject something into the rings that starts a thermolitic reaction. When it's over, the planet will be uninhabitable for generations."

Es geht hier nicht um Forschungsstationen und Analsonden. Es geht darum, dass ein ganzer Planet unbewohnbar gemacht werden sollte, und die Ureinwohner (Baku) ohne jedes Mitspracherecht auf einen anderen Planeten umgesiedelt werden sollten. Das war auch nicht die Entscheidung eines einzelnen Admirals, sondern von höchster legislativer Ebene abgesegnet, sprich, dem Föderationsrat.
Ungefähr so haben sich die europäischen Kolonialmächte in Nordamerika verhalten: "Entdecker" setzt seinen Fuß auf einen Strand, und beansprucht das ganze Land für die spanische oder sonstige Krone. Trifft man dann blöderweise doch auch Einheimische, werden diese eben entfernt, so oder so.
Dennoch ist wie gesagt der in Besitz genommene Planet nicht automatisch Föderationsmitglied, sondern muss dieses Privileg erst beantragen. Er ist also der gesamten Willkür der Föderation ausgesetzt, ohne irgendwie repräsentiert zu werden.

Dann zu ein paar anderen Punkten:
Zitat
4) zu den Uniformen der Richter:
Heutzutage tragen Richter ja schwarze Roben mit weißen Perücken, Polizei trägt grün oder blau (je nachdem, in welchem Bundesland man sich befindet) und Militär trägt entweder DonaldDuck oder Flecktarn.

Sorry, das lasse ich nicht gelten. Das war ja wohl eine Sternenflottenuniform mit Rangabzeichen und SF-Kommunikator. Das hat nichts mit Mode zu tun. Es wäre in Europa und Nordamerika und vielen anderen Staaten undenkbar, dass sich Zivilisten vor einem Oberstleutnant als Richter verantworten müssen.

Das ist ein Beispiel für den Kasus Knackus an der Bedeutung des Militärs, pardon, der Sternenflotte. Ansonsten haben wir auch sonst in den höchsten Föderationsgremien Sternenflottenoffiziere sitzen. Und zwar im aktiven Dienst, keine Ausgeschiedenen wie diverse US-Politiker (Colin Powell, RETIRED General. John McCain, RETIRED Captain.) Die würden niemals zu öffentlichen Auftritten in Uniform erscheinen, auch wenn sie natürlich mit ihrem Veteranenpfund wuchern.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: 1of3 am 29.10.2008 | 17:12
Der Förderationsrat hat darüber abgestimmt. (Jeder Planet hat im Rat eine Stimme.) Und die Mehrheit des Rates hat dafür gestimmt, den Planeten abzugeben.

Das der Rat abgestimmt hat, ist bestimmt richtig. Wie sich der zusammensetzt wissen wir allerdings nicht, also ob etwa bevölkerungsreiche Planeten mehr Stimmen bekommen. (Sisko benutzt in einer Folge den Plural, wenn über Bajors Repräsentanten redet.)

Zitat
Die Cardassianer und die Förderation befanden sich im Krieg und es gab auf beiden Seiten bereits Tausende von Toten.

Quelle für die Totenzahl?

Zitat
(Und es sah so aus, als ob die Cardassianer militärisch überlegen waren.)

Quelle?

Zitat
Die Cardassianer waren nur unter der Bedingung bereit, Frieden zu schließen, wenn sie im Gegenzug einige Sonnensystem erhalten.

Quelle?


Tatsächlich ist es so, dass der besagte Vertrag aus den 2370ern stammt, der Krieg aber schon zehn Jahre zuvor vorbei war. (Man beachte, dass O'Brien an der Front war, der Krieg aber bei Beginn von TNG schon vorbei.)

Es ist auch nicht so, dass die Föderation einseitig Planeten aufgegeben hat, sondern sie hat im Gegenzug Planeten von den Cardassianern erhalten. Wir können wohl annehmen, dass die Föderation weniger bekommen als gegeben hat. (z.B.: Journey's End)
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Eulenspiegel am 29.10.2008 | 19:01
Das der Rat abgestimmt hat, ist bestimmt richtig. Wie sich der zusammensetzt wissen wir allerdings nicht, also ob etwa bevölkerungsreiche Planeten mehr Stimmen bekommen.
Ja, möglich.
Als ich "eine Stimme" schrieb, meinte ich allerdings nicht das Zahlwort Eins, sondern den unbestimmten Artikel "ein".

Zitat
Quelle für die Totenzahl?
GMV?
Soweit ich weiß, kämpft keine raumfahrende Rasse mit Robotern. Die Schiffe sind alle mit organischer Besatzung gefüllt.
Außerdem werden die Cardassianer in vielen Folgen als skrupellos dargestellt.

Wenn du jetzt 1+1 zusammenrechnest, solltest du dir die Antwort selber geben können.

Zitat
Quelle?
Wer gibt bei einem Friedensschluss Land ab: Die Gewinner oder die Verliererpartei?

Schau dir mal die irdische Historie an: Kannst du mir nur einen Kriegsfall nennen, wo die militärisch überlegene Seite bereit war, der militärisch unterlegenen Seite im Gegenzug für einen Frieden Land zu geben? (Wenn Land abgegeben wurde, dann immer in Richtung Verlierer --> Gewinner. Es wurde nie Land vom Gewinner in Richtung Verlierer gegeben.)

Zitat
Quelle?
OK, vielleicht hatten die Cardassianer der Förderation mehrere Optionen überlassen, unter denen es Frieden geben könnte.

Aber die Option "wir geben einen Planeten ab" war noch die harmloseste. (Oder wieso sollten sie einen Planeten abgeben, wenn sie auf anderen Wege auch billiger an Frieden kämen?)

Zitat
Tatsächlich ist es so, dass der besagte Vertrag aus den 2370ern stammt, der Krieg aber schon zehn Jahre zuvor vorbei war. (Man beachte, dass O'Brien an der Front war, der Krieg aber bei Beginn von TNG schon vorbei.)
Ich habe nie eine Folge gesehen, in der der Vertrag unterzeichnet wurde. Aber wenn ich darüber gelesen habe, stand dort immer, dass die Planetenübergabe eione Folge des Friedensvertrags war. Vielleicht so eine Art Saarland: Wir verpflichten uns, das Gebiet 10 Jahre nach Friedensschluss zu übergeben. (Evtl. damit diejenigen, die wollen, noch in Ruhe evakuiert werden können.) Aber auf alle Fälle eine Folge des Friedenvertrages.

Zitat
Es ist auch nicht so, dass die Föderation einseitig Planeten aufgegeben hat, sondern sie hat im Gegenzug Planeten von den Cardassianern erhalten. Wir können wohl annehmen, dass die Föderation weniger bekommen als gegeben hat. (z.B.: Journey's End)
Quelle?
Das klingt für mich ziemlich blödsinnig und mich würde vor allem die ingame Begründung dafür interessieren: Wieso sollten die beiden Gruppierungen Planeten austauschen  wtf?
(Einen outtime Autorengrund kann ich mir schon vorstellen. Und ich habe den leisen Verdacht, hier haben sie dann das gemacht, was mir auch in Aventurien immer negativ auffällt: Wir wollen eine bestimmte Situation, also führen wir sie herbei, egal wie unlogisch das ingame auch ist.)
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: 1of3 am 29.10.2008 | 20:15
Zitat
GMV?
Soweit ich weiß, kämpft keine raumfahrende Rasse mit Robotern. Die Schiffe sind alle mit organischer Besatzung gefüllt.
Außerdem werden die Cardassianer in vielen Folgen als skrupellos dargestellt.

Also: Keine.
Nach allem, was wir wissen, könnten das auch kleinere Grenzscharmützel gewesen sein. Dafür spricht vor allem, dass die Aktion keine bleibenden Eindrücke in der Föd hinterlassen hat. Ähnlich wie der Tzenkethi-Krieg.

Zitat
(Oder wieso sollten sie einen Planeten abgeben, wenn sie auf anderen Wege auch billiger an Frieden kämen?)

Keine Ahnung. Wir wissen es einfach nicht.

Zitat
Quelle?

Steht in Klammern dahinter, du Nase, oder dachtest du ich geb hier Folgentitel zum Vergnügen an? Die haben einfach ihre Grenzen neu zugeschnitten. Die Maquis-Geschichte entstand ursprünglich aus einem lokalen Kleinkrieg zwischen Föderations- und cardassianischen Siedlern.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Eulenspiegel am 29.10.2008 | 20:45
Nach allem, was wir wissen, könnten das auch kleinere Grenzscharmützel gewesen sein. Dafür spricht vor allem, dass die Aktion keine bleibenden Eindrücke in der Föd hinterlassen hat. Ähnlich wie der Tzenkethi-Krieg.
Das muss ein ziemlich heftiges Grenzscharmützel gewesen sein, wenn man danach mal eben so einen Planeten abgibt.

Klar, kann natürlich sein, dass die Cardassianer erfolgreich einen Blitzkrieg geführt haben und die Förderation anschließend so eingeschüchtert war, dass sie nicht mehr kämpfen wollte.
Halte ich zwar für unwahrscheinlich, aber FALLS es tatsächlich so gewesen sein sollte, dann spricht das eher gegen einen totalitären Staat und eher für einen recht pazifistischen Staat. (Appeasementpolitik hoch drei.)

FALLS der Krieg länger angedauert hat und es bereits mehrere Tote gab, dann ist es durchaus verständlich, dass die Verantwortlichen Stellen in der Förderation den Krieg so schnell wie möglich beenden wollten.

So oder so spricht das überlassen eines Planeten nicht unbedingt für einen Militärstaat. Im Gegenteil: Wenn man den Planeten verschenkt, um einen Krieg zu vermeiden oder einen Krieg zu beenden, ist das eine vernünftige Handlung. (Muss nicht jeder diese Ansicht teilen, aber es ist nichts, was ich als Totalitär bezeichnen würde.)

Falls man einen Planeten verschenkt, um ein Grenzscharmützel zu beenden, dann ist das vollkommen überzogene pazifistische Appeasement-Politik. In diesem Fall hätte die Förderation wirklich eine Schraube locker. (Allerdings würde ich ihr auch dann keinen Militarismus, sondern im Gegenteil Pazifismus vorwerfen.)
Aber wie gesagt: Ich halte die Förderation zwar nicht für militaristisch, aber sie ist in meinen Augen auch nicht pazifistisch. Damit fällt diese Option weg.

Und wie heißt es so schön: Wenn man alle Möglichkeiten eliminiert hat, dann ist die Möglichkeit, die übrig bleibt, die einzig wahre.

Zitat
Keine Ahnung. Wir wissen es einfach nicht.
Du sollst mir ja auch nicht den wahren Grund nenne, sondern ein paar mögliche Gründe.
Denn, wenn du keine möglichen Gründe lieferst, dann gilt wieder:
Wenn man alle Möglichkeiten eliminiert hat, dann muss die Möglichkeit, die übrig bleibt, die Wahre sein, so unwahrscheinlich sie auch klingen mag.

Zitat
Steht in Klammern dahinter, du Nase, oder dachtest du ich geb hier Folgentitel zum Vergnügen an?
Journey's End ist eine Folge?
Klang für mich eher wie ein Planet oder eine Grenzstation.

Zitat
Die haben einfach ihre Grenzen neu zugeschnitten.
Grenzen im Weltall?
Das klingt fast so wie Grenzen im Ozean.

Was natürlich sein könnte wäre, dass die Förderation Siedler aus cardassianischen Gebiet zurückgezogen hat. (So wie die Israelis auch teilweise Siedler aus palästinensischem Gebiet zurückgezogen haben. - Wobei der Vergleich leicht hinkt, da das palästinensische Gebiet ja noch zu Israel gehört.)

Aber das wäre keine Planetenaufgabe, sondern eine Zurücknahme von Gebiet, das einem sowieso nicht gehört. Und auch würde ich so etwas nicht als "Folge eines Friedensvertrags" bezeichnen.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: 1of3 am 29.10.2008 | 21:59
Zitat
Grenzen im Weltall?
Das klingt fast so wie Grenzen im Ozean.

Ist bei Star Trek aber regelmäßiges Element. Die zeigen ja sogar politische Karten im Weltraum (ganz prominent: Year of Hell [<- auch das ist ein Folgentitel]), Schlachtlinien im Weltraum u.ä.


Und die Föderation ist ganz groß in Appeasement-Politik. Warum verzichtet sie sonst im Algeron-Vertrag einseitig auf Tarnvorrichtungen? (Das können wir zwar auch nicht wissen; es entspricht aber von der Fundiertheit her ganz ganz deinen Ergüssen.)
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Eulenspiegel am 29.10.2008 | 23:13
Ist bei Star Trek aber regelmäßiges Element. Die zeigen ja sogar politische Karten im Weltraum (ganz prominent: Year of Hell [<- auch das ist ein Folgentitel]), Schlachtlinien im Weltraum u.ä.
Nein. Die Sonnensysteme, die man selber besiedelt hat, sind in einer Farbe eingezeichnet. Die Sonnensysteme die von jemand anderen besiedelt sind in einer anderen Farbe.

Und jetzt ist es wie mit Pixeln auf dem Bildschirm: Wenn man weiter weggeht, dann sieht man keine einzelnen Punkt mehr, sondern nur noch eine Fläche.

Zitat
Und die Föderation ist ganz groß in Appeasement-Politik. Warum verzichtet sie sonst im Algeron-Vertrag einseitig auf Tarnvorrichtungen? (Das können wir zwar auch nicht wissen; es entspricht aber von der Fundiertheit her ganz ganz deinen Ergüssen.)
Der Algeron-Vertrag resultiert aus dem Tormed Zwischenfall. Und zumindest dieser hat Tausende von Leben gefordert. (Quelle (http://memory-alpha.org/de/wiki/Tomed-Zwischenfall))

Ob es sich bei dem Tormed Zwischenfall um einen Krieg, ein Missverständnis oder einen Unfall gehandelt hat, kann man nicht sagen.
Allerdings wird der Algeron-Vertrag meines Erachtens nie als "Friedensvertrag" bezeichnet. Das ist imho ein Hinweis darauf, dass es sich beim Tomed-Zwischenfall um keinen Krieg handelte.

Bleiben als Ursachen noch Missverständnis und Unfall.

Kommen wir nun zur Frage, wieso die Förderation den Algeron-Vertrag unterzeichnet hat. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten:
1) Sie fühlen sich schuldig am Tomed-Zwischenfall und hoffen, durch die Unterzeichnung ihr schlechtes Gewissen loszuwerden. (Evtl. hatte der Tomed Zwischenfall ja etwas mit Nutzung von Tarnvorrichtung zu tun.)
2) Die Förderation bekommt im Gegenzug etwas anderes Tolles von den Romulanern.
3) Die Förderation hat bei der Erforschung der Tarnkappentechnologie sowieso keine Fortschritte gemacht und will ihre Forschungen sowieso in andere Bahnen lenken.
4) Die Romulaner haben den Förderierten mit Krieg gedroht, wenn sie weiterhin Richtung Tarntechnolgie forschen. Die Förderierten haben kalte Füße bekommen und zumindest offiziell von der weiteren Forschung abgesehen.

Theoretisch sind alle 4 Fälle möglich. Man kann keinen dieser Fälle ausschließen. Damit ist unklar, was jetzt die genauen Ursachen für die Unterzeichnung sind.

Aber falls es dir gelingt, durch Deduktion drei der vier Fälle auszuschließen, dann folgt daraus, dass der vierte Fall der wirkliche Grund für die Unterzeichnung war. (Man müsste noch zeigen, dass diese 4 Fälle alle Möglichkeiten abdecken. - Aber es geht ja nicht um den Tomed Zwischenfall, sondern um den Maquis.)

Du siehst den Unterschied:
- Beim Algeron-Vertrag gibt es vier mögliche Ursachen. Man kann daher nicht klar sagen, welche dieser Ursachen jetzt die wahre Ursachen wahr.

- Bei der Abgabe der Planeten an die Cardassianer kann man aber alle Ursachen bis auf eine ausschließen. (Wieso, habe ich weiter oben erläutert.)
Damit kann man eine klare Aussage über die wahre Ursache machen.

Du siehst den Unterschied?
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Feuersänger am 29.10.2008 | 23:17
Äh, ja, Grenzen kommen bei ST ständig vor, z.B. immer wenn es um die "Neutrale Zone" geht; außerdem wissen wir ja spätestens seit dem oben zitierten ST:I, dass die Fed grundsätzlich alles als ihr Eigentum betrachtet, was sich innerhalb ihrer Grenzen befindet. Das setzt ja voraus, dass es Grenzen gibt.

Ein ganz rasches Googeln spuckt auf Anhieb diese Karte aus (groß):
http://www.geekstir.com/img/trekmap2.jpg
Ich weiß zwar nicht, ob sie offiziell ist, aber in der Bildsuche taucht sie so häufig auf, dass ich das glatt vermuten möchte.

ST ist halt kein Hard SF, sondern Space Fantasy. Folglich wird auch der Weltraum als Ozean gehandhabt, Raumschiffe als Ozeandampfer und Planeten als Inselchen, auf denen alle Eingeborenen immer die gleichen Mützen aufhaben, mit genau einer Kultur pro Planet.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Monkey McPants am 30.10.2008 | 11:57
Auch auf die Gefahr hin jetzt das Feuer auf mich zu ziehen: Wie wäre es wenn wir den Thread ein bißchen weg vom ePeen-Vergleich und zurück aufs eigentliche Thema lenken? Also weniger "Star Trek ist so und so" und mehr "Ich fände es cool wenn..."?

Und um mit schlechtem Beispiel voran zu gehen:

Was ich ja persönlich geil fände wäre eine Serie die sich gewisse Grundbausteine von Star Trek hernimmt (Wie zB. "Es gibt eine interplanetare Allianz von Völkern und Rassen", "Es gibt FTL", "Es gibt Relikatoren etc.") und daraus etwas ... transhumanistischeres baut. Oder zumindest etwas das mehr mit der 08/15 SciFi-Geschichte die ST ist(war/geworden ist bricht und sich ein bißchen mehr traut.

Schon in der normalen Serie haben wir ein Pseudo-Sozialistisches Utopia mit unglaublichen Ressourcen, aber was damit in der Serie gemacht wird ist "UNO im Weltraum". Meh. Mehr Fokus auf das Eigen- und Abartige das so eine Technik erzeugen würde, mehr Fokus auf die ungewöhnlichen Kulturen und Gesellschaften die sich bilden würden, die Fetische, die Subkulturen etc. Oder wenn die Föderation tatsächlich kollektiv einen "Mensch Pur" Fetisch hat dann möchte ich das auch angesprochen und erforscht haben, denn auch das ist interessant und birgt Konfliktpotential.

Wird nie passieren und das Endergebnis würde vermutlich eher wie eine Verfilmung der Culture-Bücher aussehen als wie ST, aber geil wäre es trotzdem.

(Und um etwas näher am Originalkonzept zu bleiben: Einige der hier bereits genannten Ideen wäre auch sehr geil, wie zB. einfach mal die Serie um Diplomaten drehen zu lassen die anderen Völkern die Föderation andrehen sollen/wollen und so weiter. Oder einfach mal eine Serie über den Erstkontakt, dessen Folgen und Probleme und so weiter. Jede Staffel folgt einem neuen Volk mit neuen Herausforderungen und Eigenheiten, manche gehen am Kontakt zugrunde, manche wachsen dadurch und wieder andere explodieren mit massivem Kollateralschaden.)
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Feuersänger am 30.10.2008 | 12:39
Ich fände zum Beispiel folgendes ziemlich cool:

Um solche Einflüsse diktatorischer Regimes in diesem eher föderal-demokratischem System endlich operativ entfernen zu können, böte sich ein Bürgerkrieg mit anschließender Grundreform (im Sinne der grundlegenden Werte und DirektivenTM.

Da hätte man erstmal schon gleich Stoff für eine halbe oder ganze Staffel, um den Bürgerkrieg durchzuarbeiten. Und danach könnte man mal stringenter zu Werke gehen. Das Thema "Bürgerkrieg gegen totalitäre Erdregierung" hatten wir zwar auch schon z.B. in Bab5, aber da muss man halt durch.

Außerdem: mehr zusammenhängende Storyline mit Konsequenzen, weniger Episodenstruktur ohne jeden Fortschritt. Gerne auch mit Charakterentwicklung jenseits von "ohne Bart - mit Bart".

Weiterhin: weniger Technobabble und Dei ex Machina. Es kotzt mich SO an, dass bei ST in 90% aller Folgen (ab/nach TNG) die Lösung des Negative Space Wedgie der Woche immer wieder in der "Rekalibrierung der Bussardkollektoren zur Emission eines gepulsten Tachyonenstrahls im Quantenspektrum" oder beliebiger Variationen dieser Buzzwords liegt.

Ebenso sollen sich die Autoren gefälligst endlich abgewöhnen, als Knalleffekt munchkinesque Über-Technologien einzuführen, wie undurchdringliche Warp-Schilde, unendlich schnelle Slipstream-Antriebe, oder diese lächerliche Tanrvorrichtung, mit der man durch feste Materie durchfliegen kann. All das immer so als Einmalzauber, der zum Ende der Folge wieder rausgeschrieben werden muss, weil es ja das Universum grundlegend verändern würde. Bockmist hoch drei.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Bad Horse am 30.10.2008 | 12:50
Interessante Charaktere und coole Konflikte. Und als interessante Charaktere gehen die glatten Star-Fleet-Erfolgsmenschen nun mal nicht durch. DS9 war so interessant, weil es da auch andere gab: Quark, Garak, Kira zu Beginn. Gegen Ende bzw. in einigen Folgen hatte auch Sisko so seine Ecken und Kanten (er kann einfach ums Verrecken nicht verlieren).

Coole Konflikte sind bei Star Trek schwierig, wenn man die Star-Trek-Stimmung irgendwie erhalten will. Ich finde ein positives Zukunftsbild gar nicht so schlecht.

Lustig fände ich es, auf einem Außenposten zu spielen, vielleicht nach dem Dominion-Krieg, wo die Resourcen nicht ganz so reichhaltig fließen wie auf dem Flagschiff oder der kriegswichtigen Station. Mit ein paar ulkigen Nachbarn, dem Orioner-Syndikat in der Nähe und natürlich der großen, fiesen Bedrohung (ob die jetzt aus dem Inneren kommt - Andorianische Rebellen, irgendwer? - oder aus dem Äußeren - Kastenfixierte Pseudo-Chinesen? - sei mal dahingestellt).
Alternativ könnte ich mir auch einen Kurierdienst vorstellen, der Zeug durch die Gegend fliegt - überall hin. So eine Art Pony-Express.  ;)
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Feuersänger am 30.10.2008 | 13:14
Naja, Ressourcenknappheit hatten wir auch schon, bei Voyager. Ist also nix neues. Wobei da auch schon wieder einige Verrenkungen notwendig waren, um nicht alles per Zauberkasten Replikator lösen zu können. Im Endeffekt geht es halt um Energie.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Monkey McPants am 30.10.2008 | 13:27
Ressourcenknappheit, zumindest was materielle Sachen angeht, führen bei ST nur zu Technobabble und Unobtanium und da sind wir uns ja alle irgendwie einig das sowas doof ist. Da doch lieber entweder Ressourcen wie Zeit und Energie knapp werden lassen (Zumindest kurzzeitig. Eine Serie kann man darauf IMO nicht aufbauen.) und ansonsten sich lieber überlegen wie ein Konflikt bei dem es nicht um Knappheit geht aussehen könnte.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: pharyon am 30.10.2008 | 15:59
Tja, Technobabbel ist doof. Ich hab beim Schreiben eines Drehbuchs aber festgestellt, dass es sich schneller einschmuggelt, als einem lieb ist. Tatsächlich sollte sich mMn eine neue Star Trek-Serie mehr um die "Menschen" kümmern, um das was sie in einer ihnen vertrauten und uns fremdartigen Welt bewegt und sie erschüttert. Da wären Anfangs tatsächlich einige Fragen zu klären, die noch offen sind.
Wie sieht eigentlich die Regierung der Föderation so aus?
Welche Rolle spielt Religion?
Welchen Freizeitaktivitäten gehen die Leute nach (wird immer noch rollengespielt)?
Welchen Beitrag zur Gesellschaft leisten Zivilisten (außer Schneider, Barkeeper und Winzer)?
Wie stehen die Mitglieder der Föderation zueinander? Gibt es Blöcke?
...
Alles Punkte, die immer wieder nur ansatzweise und inkonsistent aufgebracht werden.
"Mutig dort hin gehen, wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist." lautet eine Grundprämisse von Star Trek. Das sollte beibehalten werden, durchaus gerne auch in einem Sinne "Dort hin sehen, wo noch nie zuvor ein Zuschauer hingeschaut hat."
Gruß, p^^

PS: Wie steht ihr eigentlich zu einer eher seriellen (z.B. DS9) oder eher episodischen (z.B. TNG) Ausrichtung?
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Bad Horse am 30.10.2008 | 16:17
Seriell, von der Tendenz her. Episodisch funktioniert eigentlich nur bei Krimiserien (Fall der Woche), und selbst da gibt es häufig einen Überbau.

Was nicht heißt, dass jede Folge zwanghaft zum großen Plot gehören muss. Ein bisschen Abwechslung ist immer gut.  ;)
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Archoangel am 30.10.2008 | 16:26
Cool fände ich das hier: http://www.youtube.com/watch?v=hNxhrPaaCA4

Spass beiseite, ich war eigentlich mit Star Trek: Enterprise (Capt. Archer) sehr zufrieden und finde es schade, dass die Serie abgesetzt wurde. Gerade die Anfänge der Föderation scheinen mir die spannendste Zeit darzustellen, in der viel der obigen Punkte eingebracht werden können. Ansonsten läuft halt Schema F: Wir sind noch toller - es kommen noch tollere Feinde - ein noch tollerer Konflikt - noch tollere Verhandlungen - juhu ... ein neues Föderationsmitglied. Und von Vorne.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Feuersänger am 30.10.2008 | 16:41
Ausgehend von den bisher existierenden Folgen kann man einige deiner Fragen durchaus beantworten:

Welche Rolle spielt Religion?
Welchen Freizeitaktivitäten gehen die Leute nach (wird immer noch rollengespielt)?

1. Religion wurde bei den Menschen offensichtlich irgendwann zwischen TOS und TNG nahezu komplett ausradiert, und von einer Art New Age Mystizismus ersetzt. In TOS fluchten sie noch oft "Jesus!", ab TNG überhaupt nicht mehr. In einer Folge von Voyager mimt der Holo-Doc bei einer Hochzeit einen Priester im katholischen Ornat, und bringt es fertig, in seiner ganzen Ansprache kein einziges Mal das Wort "Gott" in den Mund zu nehmen. Im Gegensatz dazu besitzen alle anderen Rassen durchaus ihre eigene Religion (immer genau eine pro Rasse).

2. Die Freizeitaktivitäten des Menschen des 24. Jh. beschränken sich auf das Ansehen von Shakespeare-Stücken(*), Poker spielen ohne Geld, und nachspielen von Detektivromanen des 20. Jahrhunders im Holodeck. Auch darf Shakespeare ausschließlich auf der Bühne dargestellt werden, Verfilmungen gibt es nicht, weil es das Medium Film insgesamt nicht mehr gibt. Ebenso gibt es ausschließlich zwei musikalische Genres, nämlich Klassik und Jazz. Kein Rock, kein Industrial, kein Pop, seit dem 24. Jh nichtmal mehr Folk, der ja in TOS noch gelegentlich am Lagerfeuer gepflegt wurde.
Vermutlich wird jeder, der mit Klassik nichts anfangen kann und bei Jazz über Ohrenschmerzen klagt, ins Umerziehungslager gesteckt.

*) Dabei frage ich mich immer schon, was die Menschen dieses Zeitalters überhaupt an Shakespeare finden. Der Barde behandelt in seinen Stücken vornehmlich menschliche Schwächen, die die aufgeklärte Menschheit des 24. Jahrhunderts schon längst überwunden hat und daher keinerlei Relevanz mehr für sie besitzen.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: pharyon am 30.10.2008 | 16:56
Wobei ich in dem Fall glaube, dass bislang nicht alles gezeigt wurde, was tatsächlich existiert (und das bei einer Space Fantasy  ::) ). Das gehört zwar noch nicht zum Kanon, lässt sich aber ohne größere Brüche auch in jenem Setting einfügen.

Von daher würde ich behaupten: Wir haben bislang nur Ausschnitte aus dem Privatleben einiger Individuen gesehen. Für viele neuartige Hobbys fehlt bisher vielleicht nur die technische Kompetenz in einer derartigen Fernsehserie. Oder der Mut, das auch mal anzugehen.
p^^
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Surreal am 30.10.2008 | 20:16
Jetzt muss ich mich mal wieder melden.
Ich finde schlicht und ergreifend, Star Trek war total genial mit der abgesetzten Serie Enterprise mit Captain Archer.
Vielleicht kennt die hier ja jemand. Sie war unbeliebt und wurde nach der 4. Staffel eingestellt, aber ich finde sie total klasse.
Die Chars haben Hintergrund, man erfährt auch von ihrer Vergangenheit, es geht also nicht nur um die bloße Story und sie sind nicht alle so gut und vorbildmässig, wie in den anderen Serien.
So macht Star Trek Laune.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Chaosdada am 30.10.2008 | 20:57
Also ich fand Enterprise und Voyager waren die schlechtesten Star Trek-Serien, wobei man die 3. Staffel von ENT kaum noch so nennen kann. Die fand ich auch den absoluten Tiefpunkt. Die 4. ENT-Staffel war allerdings wieder deutlich besser und die Absetzung hat viel Potential ungenutzt lassen.

Zitat
Die Chars haben Hintergrund, man erfährt auch von ihrer Vergangenheit, es geht also nicht nur um die bloße Story und sie sind nicht alle so gut und vorbildmässig, wie in den anderen Serien.
Das Einbauen des Hintergrundes gefällt mir auch (wobei das ja auch in den anderen Serien schon getan wurde), aber bei Enterprise waren die Leute mir gelegentlich zu unmoralisch. Sie müssen ja nicht perfekt sein, aber Hauptpersonen mit hohen ethischen Standards gehören für mich zu Star Trek auf jeden Fall dazu. Einige der besten TNG-Folgen drehen sich nur um ethische Konflikte - das finde ich aber nicht mehr besonders spannend, wenn den Personen selbst ein entsprechendes Handeln nicht so wichtig ist.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: pharyon am 30.10.2008 | 22:45
Ich finde schlicht und ergreifend, Star Trek war total genial mit der abgesetzten Serie Enterprise mit Captain Archer.
...
Die Chars haben Hintergrund, man erfährt auch von ihrer Vergangenheit, es geht also nicht nur um die bloße Story und sie sind nicht alle so gut und vorbildmässig, wie in den anderen Serien.
Okay, ich hab bei ENT nur sporadisch reingeschaut. Die 4. Staffel war ziemlich gut, aber davor dümpelte sie etwas. Hintergründe der Charaktere hatte man vorher schon bei TOS (stark begrenzt, aber z.B. Spocks Familie), TNG (hier vor allem Picard, Data, Worf und Deanna), DS9 (die Sisko-Familie, die O'Briens, Quark samt Anhang) und VOY (ähm, ein wenig von Paris, Chakotay und Torres, aber nich sooo viel).

Bei ENT hab ich halt das Problem, dass dort alles für die Figuren neu ist, aber den Zuschauer kaum aus dem Sessel wirft (es sei denn es dehnt/bricht mit dem vorherigen Kanon).
Zitat von: Enterprise, 1. Staffel, Pilotfolge
"Das ist das erste Raumschiff mit Warp 5!!!"  :o :o :o

^^

Zitat
So macht Star Trek Laune.
Das die Figuren auch ein eigenes Leben haben, ist mMn auch ein wichtiger Aspekt für jede dramatische Serie.

..., aber bei Enterprise waren die Leute mir gelegentlich zu unmoralisch. Sie müssen ja nicht perfekt sein, aber Hauptpersonen mit hohen ethischen Standards gehören für mich zu Star Trek auf jeden Fall dazu. Einige der besten TNG-Folgen drehen sich nur um ethische Konflikte - das finde ich aber nicht mehr besonders spannend, wenn den Personen selbst ein entsprechendes Handeln nicht so wichtig ist.
Ganz meine Meinung.  :d

Gruß, p^^
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Surreal am 31.10.2008 | 07:48
Das Wort das Ihr sucht heisst nicht unmoralisch, sondern realistisch.
Ich persönlich muss :puke: wenn ich diese Schleimsch... sonst sehen muss (deswegen gucke ich ja kein Star Trek)
Die Crew in Enterprise tut, was getan werden muss.
Ich fand das sooooo lächerlich, wieviele Chancen Janeway hatte, um nach Hause zu kommen, aber nein, sie machen das nie, weil irgendwer dann im Nachteil gewesen wäre, nein, lieber ist die Crew der Voyager im Nachteil. Also so eine menschliche Gesellschaft würde ich erobern, die wehren sich nicht, und sind leichte Beute. >;D
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Chaosdada am 31.10.2008 | 12:32
@ Surreal: Dass Menschen moralisch gefestigt sein können und z.B. nicht einfach einen Haufen Babys verrecken lassen, halte ich nicht für unrealistisch.
Und sie hätten die Mission vermutlich sehr viel einfacher und schneller auf diplomatischem Wege abschließen können, wenn sie sich anders verhalten hätten - aber auf solche Ideen kommen diese Vollpfosten ja nur durch puren Zufall.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Archoangel am 31.10.2008 | 14:02
Voyager ist echt ... nicht so gut. Die Moralschiene der Enterprise halte ich persönlich auch als die Gelungenste, sprich Realistischste.

Qualle:
http://www.awi.de/fileadmin/user_upload/News/Press_Releases/2008/2._Quartal/0000_QUALLEHELG01_USCHILLING_p.jpg
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Eulenspiegel am 31.10.2008 | 16:51
Star Trek ist Space Opera und keine Hard SF.
Star Trek muss nicht realistisch sein.

Ich finde, hochmoralische Leute gehören in Star Trek einfach dazu und machen den Flair der Serie aus. Ob das realistisch ist oder nicht, ist wohl Geschmackssache. (Ich persönlich empfinde es als realistisch.)
Aber letztendlich ist es auch egal, ob es realistisch ist oder nicht. (s.o.)

Klar, SF mit unmoralischen Leuten kann auch Spaß machen. Solche Serien sind sicherlich auch interessant. (siehe Firefly oder Babylon 5.)
Aber so etwas passt halt einfach nicht zu Star Trek. - Dort will ich moralische Offiziere in moralischen Dilemmatas erleben.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Yerho am 3.11.2008 | 11:23
Nun ja, das Hauptproblem bei Star Trek war seit ST:TNG, dass in Moralfragen polarisiert wird: Es gibt nur sehr moralisch oder ganz und gar unmoralisch. Plausibel wären jedoch Grauzonen, wie sie in ST:DS9 und bei ST:ENT aufgemacht wurden. Das kann man gerne noch ausbauen.

Übrigens dürfen auch Charaktere auch gerne mal Fehler machen, sprich von ihrem ansonsten ethisch korrekten Handeln bzw. den Befolgen moralischer Vorgaben abweichen - sei es aufgrund einer Fehleinschätzung, einer (zeitweiligen) Charakterschwäche oder weil ein Abwägen erforderlich war, bei dem keine moralisch einwandfreie Entscheidung möglich ist.

Bis auf besagte Ausnahmen bei DS9 und ENT umschifft ST solche Situationen oder belässt sie doch zumindest so harmlos, dass ein kleines "Auweia, das darfst du aber nicht!" und anschließende heldenhafte Wiedergutmachung binnen einer Episode ausreichte.

Ich will endlich mal wieder ein paar richtig sympathische Schlitzohren oder gar Schurken in Star Trek. So. :P
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: pharyon am 4.11.2008 | 09:04
Nun ja, das Hauptproblem bei Star Trek war seit ST:TNG, dass in Moralfragen polarisiert wird: Es gibt nur sehr moralisch oder ganz und gar unmoralisch. Plausibel wären jedoch Grauzonen, wie sie in ST:DS9 und bei ST:ENT aufgemacht wurden. Das kann man gerne noch ausbauen.

Übrigens dürfen auch Charaktere auch gerne mal Fehler machen, sprich von ihrem ansonsten ethisch korrekten Handeln bzw. den Befolgen moralischer Vorgaben abweichen - sei es aufgrund einer Fehleinschätzung, einer (zeitweiligen) Charakterschwäche oder weil ein Abwägen erforderlich war, bei dem keine moralisch einwandfreie Entscheidung möglich ist.
Übermenschliche Charaktere sind seit Khan im ST-Universum verpönt (leider nicht bei manchen Autoren der Serien). Eine moralische Überinstanz gibt es nicht; das hat ja gerade die TNG versucht mittels Q klar zu machen (ironischerweise war dann aber gerade Picard der "moralisch Allwissende"). Belehrende Moralthemen sind mit der Zeit langweilig und gerade das Ausloten von Grauzonen kann heutzutage auch noch einen gewissen Reiz ausmachen.

Zitat
Ich will endlich mal wieder ein paar richtig sympathische Schlitzohren oder gar Schurken in Star Trek.
Dafür!
^^
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Eulenspiegel am 4.11.2008 | 16:08
@ Yerho
Ja, schwarz-weiß ist langweilig. Das will ich auch nicht haben.
Was ich unter moralischen Dilemma verstehe ist folgendes:

a) In einer alten Kirk-Folge sind die Crew-Mitglieder auf ein Wesen gestoßen, dass über zwei Fähigkeiten verfügte:
1) Es konnte relativ schnell regenerieren.
2) Es konnte Verletzungen von anderen Wesen nehmen und sie auf sich selber übertragen.

Kirk war schwer verletzt. Die moralische Frage war nun, ob man das Wesen zwingen könne, sich selber zu verletzen, um Kirk zu heilen. (Da das Wesen eine sehr gute Regeneration hatte, würde es die Verletzungen von Kirk leichter überstehen als Kirk selber.)

b) In einer anderen Folge ist Kirk auf einem Planeten gelandet, wo ein Krieg zwischen zwei Völkern herrschte. Die einen besaßen bereits Feuerwaffen, während die anderen eher pazifistisch veranlagt waren und demzufolge in Waffentechnologie nicht so weit entwickelt waren. (Nachdem sie immer weiter angegriffen worden waren, hatten sie ihren Pazifismus mit der Zeit abgelegt und ebenfalls angefangen, bezüglich Waffen zu forschen. Aber der Fortschritt der Aggressoren war halt bereits zu groß, um ihn einzuholen.)

Kirk versuchte erst, zwischen den beiden Parteien zu verhandeln, musste aber feststellen, dass die Aggressoren nicht bereit waren, Frieden zu schließen, sondern die anderen unterwerfen (oder ausrotten - bin mir nicht mehr sicher) wollten.
Kirk hatte nun die Idee, die Verteidiger ebenfalls mit Schusswaffen auszustatten: Wenn beide Parteien waffentechnologisch auf ähnlichem Niveau wären, dann würden es sich die Aggressoren nochmal überlegen. (Solange sich die Verteidiger nicht wehren können, gab es für die Aggressoren keinen Grund aufzuhören. - Wenn die Verteidiger aber zurück schießen und es auch Tote unter den Aggressoren gibt, werden diese vielleicht bereit sein, den Krieg zu beenden.)

Das Problem war, dass ein Waffenlieferung an eine Partei gegen die 1. Direktive verstoßen würde. Kirk stand nun also vor dem Dilemma, ob er gegen die 1. Direktive verstößt oder ob er zusieht, wie das eine Volk ausgelöscht wird.

c) Es gab eine Reihe von Gehirntauschs. (Kopf wurde aufgeschnitten, Gehirn wurde entfernt und neues Gehirn wurde im Kopf eingesetzt.)
Dafür war eine fehlprogrammierte Maschine verantwortlich.
Das Problem am Ende war jedenfalls, dass ein Körper tödlich verletzt war. Das heißt: Wer immer nachher in diesem Körper stecken würde, würde sterben.
Jetzt gab es zwei Möglichkeiten:
1) Das Gehirn, das im tödlich verletzten Körper war, würde dort drinbleiben und mit dem Körper sterben. Das Gehirn, das zum verstorbenen Körper gehört, würde den Körper des verstorbenen Gehirns bekommen.
2) Das Gehirn, das zum verletzten Körper gehörte, würde in diesen Körper hineinversetzt werden: Das Gehirn saß im Augenblick in einen quietschlebendigen Körper. Aber da es sein Körper war, der starb, solle er gefälligst mit dem Körper draufgehen.

Disclaimer:
Solche Folgen waren zugegebenermaßen eher die Ausnahme. Aber es gab sie halt in regelmäßigen Abständen und waren imho immer die Highlights der Serie.

Zitat
Ich will endlich mal wieder ein paar richtig sympathische Schlitzohren oder gar Schurken in Star Trek. So. :P
Das passt imho nicht zu StarTrek.
Da würde ich halt eher Firefly oder Babylon 5 empfehlen. Dort passen sympathische Schlitzohren wesentlich besser rein.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Chaosdada am 4.11.2008 | 16:40
Das Problem war, dass ein Waffenlieferung an eine Partei gegen die 1. Direktive verstoßen würde. Kirk stand nun also vor dem Dilemma, ob er gegen die 1. Direktive verstößt oder ob er zusieht, wie das eine Volk ausgelöscht wird.
Zudem führt das vielleicht auch zu viel mehr Toten, wenn die Agressiven nicht verhandeln, sondern den Krieg bis zum letzten führen.

Dass TNG so polarisierend sei, wie Yerho behauptet, finde ich überhaupt nicht. Da kommen durchaus Leute vor, die mittelmäßig moralisch sind. Und es gibt oft moralische Fragen auf die es keine eindeutige Antwort gibt.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: pharyon am 5.11.2008 | 23:08
Zu sympathischen Schurken:
Das passt imho nicht zu StarTrek.
Da würde ich halt eher Firefly oder Babylon 5 empfehlen. Dort passen sympathische Schlitzohren wesentlich besser rein.
Öhm, Garak? Quark? Harry Mudd? Vash? Nur so ein paar, die mir einfallen.

Aber prinzipiell handelt Star Trek nicht von solchen Schlitzohren, das stimmt schon.

Interessant sind mMn vor allem solche Themen, bei denen man selbst nicht unbedingt genau wüsste, wie man in vergleichbaren Situationen reagieren würde. Natürlich geht das nur schwerlich jede Woche, wenn Zeit- und Budgetdruck bestehen. Ab und an sind das aber die "Salz"-Folgen in der Star Trek-"Suppe".

Für mich essentiell ist auch dieses "Alles wird gut"-Feeling von Star Trek. Quasi das Gegenstück zum "Genre Noir". Das muss nicht in jeder Folge stattfinden, aber als Grundstimmung in der Serie enthalten sein.

Wie seht ihr das?
Gruß, p^^
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Chaosdada am 6.11.2008 | 00:07
Wie seht ihr das?
Sehe ich genauso. Star Trek ist eine Utopie und das ist auch gut so. Das sehe ich durchaus auch als ein herausstechendes Merkmal, denn mEn ist Science Fiction in der Regel eher düster und pessimistisch.
Und schwierige moralische Fragen sind natürlich interessanter als einfache - eben solche in denen die Protagonisten nicht wissen was sie tun sollen, obwohl sie in ihren Überzeugungen gefestigt sind.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Feuersänger am 6.11.2008 | 01:25
Ja, ST darf gerne utopisch sein, aber dann sollte es eben auch mit etwas Hirn so designt werden, dass es einer etwas kritischeren Betrachtung standhält, und nicht wie ein totalitäres gehirnwaschendes System unter einer dünnen Schicht Propagandalack daherkommt.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Yerho am 7.11.2008 | 14:37
Star Trek ist eine Utopie und das ist auch gut so.

Die Utopie sehe ich hier nicht:

Der quasi-militärische Föderationsdienst ist die einzige Möglichkeit sich zu entfalten, während ich ansonsten nur auf meinem Planeten sitze und mich freuen darf, dass die Grundversorgung augenscheinlich gesichert ist.

Bevor ich total versauere, kann ich maximal noch 'nen Laden auf irgend einer Raumstation im Grenzgebiet aufmachen und hoffen, dass es dort abwechslungsreicher ist, ohne gleich bedrohlich zu werden.

Aber alle paar Jahre kommen Aliens, Alien-Artefakte oder kosmische Katastrophen vorbei, die meine Existenz bedrohen und bei denen ich nur hoffen kann, dass Starfleet die nach der üblichen Opferung einiger namenloser Redshirts in den Griff bekommt.

Utopie ist nicht, im Fokus Randale und in der Peripherie Langeweile konstruiert zu haben.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Eulenspiegel am 7.11.2008 | 15:27
Der quasi-militärische Föderationsdienst ist die einzige Möglichkeit sich zu entfalten, während ich ansonsten nur auf meinem Planeten sitze und mich freuen darf, dass die Grundversorgung augenscheinlich gesichert ist.
1) Also "nur" auf einem Planeten sitzen, ist jetzt nicht so schlimm.

Ich meine, ich darf auch "nur" auf meinen Planeten sitzen und wenn ich den Planeten verlassen will, muss ich entweder 1 Mio € zahlen oder der NASA oder einer ähnlichen Organisation beitreten.
Manche vergessen hier, wie verdammt groß und vielfältig "nur so ein Planet" ist.

2) Woher weißt du, dass man den Planeten als Zivilist nicht verlassen kann?
Ich kann mich an keine Folge erinnern, in der das auch nur angedeutet wurde.

Im Gegenteil: Wenn man bedenkt, dass der Maquis Transportschiffe umgerüstet hat, deutet das imho schon darauf hin, dass es auch zivile Raumfahrt gibt.

Und wenn ich mir so anschaue, was auf DS9 so rumläuft, dann habe ich auch nicht den Eindruck, dass das eine rein militärische Station ist, sondern man auch als Zivilist in den Weltraum kommt.

Zitat
Bevor ich total versauere, kann ich maximal noch 'nen Laden auf irgend einer Raumstation im Grenzgebiet aufmachen und hoffen, dass es dort abwechslungsreicher ist, ohne gleich bedrohlich zu werden.
Tja, du gehörst zu den Leuten, die nie zufrieden sind:
Förderation: "Hey, wir bieten dir hier einen Planeten an, wo du alles machen kannst und in absoluter Sicherheit lebst."
Yerho: "Nö zu langweilig. Ich will mehr Aufregung."

Förderation: "OK, dann hätten wir hier noch diesen Planeten, der sich in einem Kriesengebiet/Militärkonflikt befindet. Willst du vielleicht dahinsiedeln?"
Yerho: "Nö, zu gefährlich. Ich suche etwas ohne Gefahr für Leib und Leben."

Förderation: "Wir hätten da noch diesen wunderschönen Dschungelplaneten, auf dem man wunderbare Klettertouren veranstalten kann."
Yerho: "Nö, langweilig. Ich will Aufregung und keine langweilige Klettertour."

Förderation: "Hmm, wir haben erst neulich eine Raumstation eröffnet, vielleicht..."
Yerho: "Nö, viel zu klein. Ich brauche mehr Platz. Außerdem habe ich keine Lust, einen Laden zu eröffnen."

Förderation: "Also lieber Yerho: Was möchtest du dann? Ich bin sicher, wir haben das passende Angebot in unseren über 1000 Planeten für sie vorrätig."

3) Du musst auch keinen Laden eröffnen. Wenn du willst, kannst du auch Maler werden oder Kletterouren auf den Himalya oder in den Alpen für Touristen anbieten.
Oder du wirst Mode-Designer. Oder du programmierst das neuste Virtual 3D Holo-Spiel.
Oder du wirst Soldat.
Oder du fliegst in noch unerforschtes Territorium und kartografierst es.
Oder du wirst Taucher und schaust dir die Korallenriffe vor Kuba an. (Die Korallenriffe stehen wahrscheinlich unter Naturschutz und du darfst keine Korallen mitnehmen. Aber fotografieren ist sicherlich erlaubt.)
Falls dir langweilig ist, darfst du auch deinen Reinigungsbot verschrotten und als Putze anfangen.
Köche sind auch gerne gesehen. (Man braucht keine Köche. Aber wenn du Spaß am Kochen hast und ein Restaurant eröffnet, bekommst du sicherlich auch Kundschaft.)

Wichtig in der Föderation ist: Es gibt kein Geld. Das heißt, du wirst nicht arbeiten, um Geld zu verdienen, sondern du wirst arbeiten, weil es dir Spaß macht. (Woraus auch folgt: Wer Spaß am arbeiten hat, der nimmt sich einfach eine Arbeit. Und wer keinen Spaß daran hat, der geht halt nicht arbeiten.)

Zitat
Aber alle paar Jahre kommen Aliens, Alien-Artefakte oder kosmische Katastrophen vorbei, die meine Existenz bedrohen und bei denen ich nur hoffen kann, dass Starfleet die nach der üblichen Opferung einiger namenloser Redshirts in den Griff bekommt.
Ja, das ist nicht gerade utopisch.
Aber dafür kannst du ja wohl kaum die Föderation verantwortlich machen.

Zitat
Utopie ist nicht, im Fokus Randale und in der Peripherie Langeweile konstruiert zu haben.
Also Langeweile ist ungleich Langeweile.

Du musst zwischen ingame Langeweile und Langeweile für den Zuschauer unterscheiden.

Ich kann z.B. stundenlang ein Buch lesen oder ein Computerspiel spielen. Ich selber langweile mich dabei kein bisschen.
Wenn ich aber eine Webcam installieren würde, die mich dabei filmt, wie ich ein Buch lese oder Computer spiele, würde sich der Zuschauer sicherlich langweilen.

Das gleiche ist halt auch in der Föderation:
Wenn der Familienvater mit seiner Frau Sex hat und anschließend mit ihr Händchenhaltend durch den Park spazieren geht, ist das für den Zuschauer sicherlich langweilig.
Für die beiden Turteltäubchen ist das aber alles andere als langweilig.

bzgl. Föderation betreibt Zwangsumsiedlungen:
In Film Insurrection gibt es im Prinzip drei Möglichkeiten:
1. Fall: Admiral Dougherty handelt auf Weisung des Föderationsrates oder mit dessen Billigung.

2. Fall: Admiral Dougherty handelt ohne dem Wissen des Föderationsrates.
Er handelt entweder auf eigene Faust oder er ist in einer kleinen Verschwörungszirkel Mitglied.

(Theoretisch gäbe es noch den 3. Fall, dass der Föderationsrat davon weiß, es aber nicht billigt.)

Schauen wir uns diese beiden Fälle mal genauer an:
1. Fall: Der Admiral handelt auf Weisung des Föderationsrates:
Alles Fragen, die sich in diesem Fall ergeben.

Schauen wir uns jetzt den zweiten Fall an: Der Admiral arbeitet auf eigene Faust.
Man betrachte sich nochmal beide Fälle und vergleiche sie. Es bleibt jeden selber überlassen, sich ein Urteil zu bilden und zu entscheiden, welcher Fall vernünftiger und wahrscheinlicher klingt.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Yerho am 7.11.2008 | 16:55
2) Woher weißt du, dass man den Planeten als Zivilist nicht verlassen kann?

Sicher kann man das ... Nur, wohin soll man gehen? Es besteht nur die Option, sich einen der der zigtausend anderen menschlichen Föderationsplaneten anzusehen, die - so die visuelle Aussage der Serien und Filme - sich keinen Deut von der Erde unterscheiden. Oder ich besuche die Welten außerirdischer Föderationsmitglieder, wo sich die Unterschiede darauf beschränken, dass die Leute Riffel auf der Nase und/oder spitze Ohren, andersfarbige Displays und andere Ornamente auf den Rundbögen haben.

Aber habe ich irgend eine Möglichkeit, den Einflussbereich der Föderation zu verlassen - abgesehen davon, in den Dienst der Föderation zu treten? Meines Wissens gibt es keinerlei zivile Option, abseits vorgefertigter Routen und Ziele in den Weltraum aufzubrechen.

Zitat
Förderation: "Also lieber Yerho: Was möchtest du dann? Ich bin sicher, wir haben das passende Angebot in unseren über 1000 Planeten für sie vorrätig."

Und was wäre, wenn ich mir meinen eigenen Planeten suche, mich dort mit meiner Anhängerschaft niederlasse und ein eigenes Staatswesen errichte? Dann rennt mir in kürzester Zeit die Föderation die Bude ein, um mich zum Beitritt zu bewegen. Das lehne ich natürlich ab, etabliere ein Freihandelsimperium und ziehe den Föderations-Kommunisten den ökonomischen Teppich unter den Füßen weg. Oder ich kann mich nicht durchsetzen und werde von der riesigen Föderation mit sanfter Gewalt assimiliert.

Zitat
3) Du musst auch keinen Laden eröffnen. Wenn du willst, kannst du auch Maler werden oder Kletterouren auf den Himalya oder in den Alpen für Touristen anbieten.

Irgendwie unglücklich, wenn zig Milliarden Menschen allein auf der Erde bildende Künstler sind oder sich um die besten Plätze für Basislager am Fuß des Himalaja streiten ...

Zitat
Oder du wirst Soldat.

In welcher Armee? Zu Starfleet will ich nicht.

Zitat
Oder du fliegst in noch unerforschtes Territorium und kartografierst es.

Alle jemals gezeigten forschenden Institutionen gehören der Föderation. Mag ich nicht.

Zitat
Oder du wirst Taucher und schaust dir die Korallenriffe vor Kuba an. (Die Korallenriffe stehen wahrscheinlich unter Naturschutz und du darfst keine Korallen mitnehmen. Aber fotografieren ist sicherlich erlaubt.)

Sofern mir die zigtausend anderen Föderation-Schafe, die dort ihrer Langeweile entrinnen wollen, mal kurz aus der Linse schwimmen.

Bedenke: Du musst Dir jede der begrenzten Möglichkeit, Dich zu entfalten, mit unzähligen anderen teilen. Du hast nicht die Option, Dir neue Räume zu erschließen - Dir bleibt sogar verwehrt, was jeder heutige Backpacker tun kann. Kurz gesagt: Ich bin strikt gegen große Imperien, so wohlwollend sie auch sein mögen.

Und wie Du bereits eingeräumt hast: Es ist keine Utopie.
Sicher ist es auch keine Dystopie.
Es ist einfach nur blass.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Carabas am 7.11.2008 | 17:48
Diese Frage tauchte irgendwie in der Diskussion um den 11. Kinofilm auf...

Wie würdet ihr Euch etwas neues im StarTrek-Universum wünschen?

Das die Macher den Fan Serien "Hidden Frontier", "Odyssey", "Helena Chronicles" und "Federation One" die offziellen Serien und Filme für Star Trek machen dürften. Ohne das Paramount drein redet.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Chaosdada am 7.11.2008 | 18:07
@ Yerho:
Soweit ich gesehen habe, hat Eulenspiegel nur eingeräumt, dass die Alienattacken etc. nicht utopisch sind, nicht, dass das auf die Föderation zutrifft.

Die Eltern von Seven of Nine z.B. waren soweit ich weiß unabhängige Forscher. Irgendwelche Isolationisten und Kolonisten o.ä. mit mehr oder weniger eigenen Gesetzen kommen auch ab und zu mal vor. Zivile Raumfahrt gibt es definitiv. Auch wüsste ich nicht, dass die Grenzen der Föderation geschlossen sind und es Zivilsten nicht gestattet werden würde, den Föderationsraum zu verlassen (dass man dann wohlmöglich in Stücke geschossen wird, steht auf einem anderen Blatt, aber dafür ist die Föderation ja nicht verantwortlich).
Und wie kommst du darauf, dass die Erde von zig Milliarden Mensche bevölkert ist? Gibt eigentlich keinen Grund das anzunehmen und überbevölkert wirkt sie auch nicht?

Ein Föderationsbürger hat viel mehr Entfaltungsmöglichkeiten und Freiräume als ein heutiger Mensch und sicherlich auch als einer in ein paar hundert Jahren.
Was meinst du mit "neue Räume erschließen" wie ein Backpacker? Einfach in die Wildnis abhauen? Flieg zu ner Kolonie, da sind ja oftmals nur ein paar tausend Menschen auf einem erdgroßen Planeten. Soviel Platz für dich selbst kannst du in Wirklichkeit nie bekommen.


Wie sähe für dich denn eine utopische Zukunft aus?
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Eulenspiegel am 7.11.2008 | 18:31
so die visuelle Aussage der Serien und Filme - sich keinen Deut von der Erde unterscheiden.
Also alleine auf der Erde findest du ja schon zahlreiche verschiedene Plätze, die sich extrem unterscheiden: Sei es die kalte Arktis, die Wüste Sahara, Chicago oder Tokyo.

Du könntest Jahre damit verbringen, dir die unterschiedlichen Stile auf der Erde anzuschauen.

Und dann bist du erst mit EINEM Planeten fertig.

Und bevor du sagst, dass auf der Erde alles gleich aussieht: Man hat von der Erde im StarTrek Universum bisher nur San Francisco und Paris gesehen. (Und die sehen ehrlich gesagt auch schon heutzutage recht ähnlich aus.)

Aber wie Berlin, Tokyo, München etc. in der Zukunft aussehen, das weiß man nicht. Da kann es durchaus sein, dass sie ihre Individualität bewahrt haben.

Zitat
Meines Wissens gibt es keinerlei zivile Option, abseits vorgefertigter Routen und Ziele in den Weltraum aufzubrechen.
Wieso nicht? Du fliegst nach DS9, heuerst dir einen Ferengi an, damit er dich dahin fliegt, wo du hin möchtest oder wenn du viel Kapital hast, kannst du ihm sogar ein Raumschiff abkaufen. Und damit fliegst du dann hin, wo immer du hin möchtest.

Zitat
Und was wäre, wenn ich mir meinen eigenen Planeten suche, mich dort mit meiner Anhängerschaft niederlasse und ein eigenes Staatswesen errichte? Dann rennt mir in kürzester Zeit die Föderation die Bude ein, um mich zum Beitritt zu bewegen. Das lehne ich natürlich ab, etabliere ein Freihandelsimperium und ziehe den Föderations-Kommunisten den ökonomischen Teppich unter den Füßen weg.
Also wenn du ein Freihandelsimperium gründest, dann rennt dir eher das Ferengi-Imperium die Bude ein und versuchen dich zum Beitritt zu bewegen.
Entweder sie finden es herrlich, dass sich endlich noch jemand außer ihnen für Kapitalismus interessiert und wollen dass du beitrittst. Oder aber, sie finden es gar nicht schön, dass ihnen jemand Konkurrenz macht und zwingend ich beizutreten.

So oder so, werden in Kürze auf deinem Planeten wohl mehr Ferengis als Menschen sein.

Und wieso du der Föderation den ökonomischen Teppich unter den Füßen wegziehst, verstehe ich auch nicht: Direkt an der Föderationsgrenze leben die hochkapitalistischen Ferengi, die auch versuchen, regen handel mit der Föderation und dem Dominion zu betreiben.
Und bis jetzt ist weder die Föderation noch das Dominion am kapitalistischen Ferengi-Imperium zugrunde gegangen. Ich glaube also nicht, dass du das mit deiner Freihandelswelt schaffen könntest.

Zitat
Irgendwie unglücklich, wenn zig Milliarden Menschen allein auf der Erde bildende Künstler sind oder sich um die besten Plätze für Basislager am Fuß des Himalaja streiten ...
Hast du Angst, dass deine Bilder nicht gewürdigt werden? Oder wieso fürchtest du die Milliarden-Konkurrenz? ;)

Ansonsten bin ich mir nicht sicher, ob wirklich 10 Milliarden Menschen auf der Erde leben. Die wenigen Folgen, die auf der Erde spielten vermittelten nicht den Eindruck einer überbevölkerten Planeten.
Ich hatte eher den Eindruck, dass die Bevölkerungszahlen in den letzten Jahrhunderten relativ konstant geblieben sind. (bzw. die Überbevölkerung in den Weltraum aufgebrochen ist, um neue Planeten zu besiedeln.)

Zitat
In welcher Armee? Zu Starfleet will ich nicht.
deutsches Arbeitsamt: "Hmm, sie könnten Soldat werden."
deutscher Arbeitssuchender: "In welcher Armee? In der Bundeswehr?"

Staaten haben es nunmal an sich, dass sie bloß ein Militär besitzen.

Aber ansonsten hast du großartige Möglichkeiten:
- Du gehst in die Sternenflotte.
- Du gehst zum Maquis.
- Du wirst Verräter und arbeitest für das Dominion.
- Du wirst Leibwächter und arbeitest für einen Ferengi.

Das sind so die 4 militärischen Laufbahnen, die mir spontan für einen Menschen einfallen.

Zitat
Alle jemals gezeigten forschenden Institutionen gehören der Föderation. Mag ich nicht.
Ob du nun vom Staat oder von sonst jemanden bezahlt wirst. Wo liegt da der Unterschied für dich?

Und es verbietet dir niemand, dir ein Privatraumschiff zu besorgen und damit rumzufliegen.

Zitat
Sofern mir die zigtausend anderen Föderation-Schafe, die dort ihrer Langeweile entrinnen wollen, mal kurz aus der Linse schwimmen.
Ja, das ist der Nachteil einer geldlosen Gesellschaft: Teure Reiseziele sind nicht mehr exquisit für die Oberschicht, sondern auch der gemeine Pöbel kann dort Urlaub machen.

Wenn man bisher natürlich einer der wenigen war, die sich den Urlaub an einer Stelle leisten konnten, dann fällt es natürlich negativ auf, dass jetzt plötzlich jeder die Mittel hat, den Ort zu besuchen und man nicht mehr den elitären Status innehat.

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Bedenke: Du musst Dir jede der begrenzten Möglichkeit, Dich zu entfalten, mit unzähligen anderen teilen. Du hast nicht die Option, Dir neue Räume zu erschließen - Dir bleibt sogar verwehrt, was jeder heutige Backpacker tun kann. Kurz gesagt: Ich bin strikt gegen große Imperien, so wohlwollend sie auch sein mögen.
Also heutzutage musst du dir unseren begrenzten Lebensraum auch mit 3 Millarden Leuten teilen.

Und ich muss sagen: Die Erde ist groß genug, um allen 3 Millarden Leuten Platz zu bieten. (Bei 10 Millarden Leuten würde ich dir Recht geben: Da fängt es langsam an, kritisch zu werden. - Aber ich denke mal, wir könnten auf unserer Erde zur Not auch 50 Milliarden Leute haben und es gibt immer noch genügend Naturschutzgebiete, wo man mal seine Ruhe haben kann.)

Klar, wenn alle 3 Milliarden Menschen beschließen, ihre Ruhe haben zu wollen und jetzt alleine in der Natur leben wollen, geht das natürlich schief. Dafür haben wir nicht genügend Platz.
Aber bis jetzt ist immer nur ein kleiner Prozentteil der Bevölkerung den Wunsch, Aussteiger zu werden und als Einsiedler zu leben.
Wieso sollte das in der Zukunft plötzlich anders sein?

Das heißt, falls du und deine Freunde einfach mal irgendwo zurückgezogen leben wollen, findet ihr hier auf der Erde sicherlich einen Platz, wo ihr erstmal die Zivilisation hinter euch lassen könnt. (Erinnerst du dich an die eine Folge, wo Kirk Bergsteigen war und Spock ihn erschreckt hat? - Da war Kirk auch alleine klettern und nicht mit 1000 weiteren Touris.)

Ich könnte mir sogar vorstellen, dass man ganze Planeten nicht besiedelt, sondern nur als Erholungsplanet oder als Abenteuerurlaub-Planet zur Verfügung stellt.

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Und wie Du bereits eingeräumt hast: Es ist keine Utopie.
Doch, es ist eine Utopie. Aber beschreibe mir doch mal, wie du dir eine Utopie vorstellst.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Chaosdada am 7.11.2008 | 18:56
Also heutzutage musst du dir unseren begrenzten Lebensraum auch mit 3 Millarden Leuten teilen.
Mit guten 6.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: pharyon am 8.11.2008 | 12:02
@ yerho:
Die Wichtigkeit der Föderation hat mit der Entwicklung des Hintergrundes zugenommen. Natürlich kann man mMn auch andere Individuen oder Gruppen betrachten und ein Star Trek Feeling behalten und einige Nachteile somit umgehen. Dramaturgisch ist diese Konstruktion so interessant, weil du mit einer so gut ausgestatteten Organisation am ehesten die vielen unterschiedlichen Aufträge und Abenteuer erklären kannst.
Die Sternenflotte ist Militär, richtig. In diesem Setting hat die Sternenflotte auch einen stark ausgeprägten Forschungs- und Entdeckungsauftrag, was mir bei keiner real existierenden Armee bekannt wäre (nicht, dass ich alles wüsste oder dass die nicht schon ein wenig forschen, aber nicht in diesem Stil). Diese Darstellung einer "friedlichen" Armee finde ich auch kritisch. Feuersänger hatte sich, glaub ich,  diesbezüglich ja ähnlich geäußert.

Die genaue Struktur der Sternenflotte sollte also genauer ausdifferenziert werden und bestimmte Aufgaben vielleicht geteilt. Welche Möglichkeiten seht ihr denn, dass das im Setting geklärt werden könnte. Meine Ideen dazu werde ich nach und nach hier (http://tanelorn.net/index.php/topic,44276.msg839703/topicseen.html#new) vorstellen.

Ein schönes Wochenende allerseits,
Gruß, p^^

PS: 20 Milliarden Menschen? Wozu gibts denn Klingonen, Romulaner, V'Ger, Borg und Konsorten?  ;)
Zugegeben, wir haben schon mit 6 Milliarden Probleme hier...
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: Yerho am 10.11.2008 | 11:49
Ich reduziere das Ganze mal auf das Kernproblem:

Doch, es ist eine Utopie. Aber beschreibe mir doch mal, wie du dir eine Utopie vorstellst.

Auf dem Tech-Level von Star Trek?

Eine Menschheit (und auch andere Spezies), aufgeteilt in unzählige verschiedene Interessengruppen, die allesamt begriffen haben, dass der Weltraum groß genug ist, um sich einfach aus dem Weg zu gehen, wenn man nicht miteinander auskommt und machen können, was sie wollen. Und die auch miteinander auskommen können, wenn es gewünscht ist. Mit anderen Worten: Die dem Szenario immanente Option zu Spaltung und Zusammenschluss ohne Reibungsverlust.

Stell' Dir mal vor, Dir gefällt der American-Dream-Lebensentwurf nicht, der sich in Picards X-Mas-Fantasien (Da hilft es auch nicht, dass er der Alibi-Old-Europe-Charakter ist ...), in Kirks "Unsere kleine Farm"-Vision, in Siskos Baseball-Affinität oder in Janeways Carreer-Chick-settles-down-Attitüde niederschlägt.

Denkbar, dass andere Lebensentwürfe in ST möglich sind. Sie wurden allerdings nie thematisiert. Die Spekulationen, was das ST-Zukunftsszenario vielleicht ermöglicht, sind rein akademisch, so lange sie in Filmen und Serien keine Umsetzung finden. Natürlich steht es jedem frei, sich Star Trek im eigenen Kopf passend zu machen und die Leerstellen de gusto zu füllen, aber irgendwie wäre es interessanter, das auch mal auf der Leinwand oder der Mattscheibe zu sehen.
Titel: Re: Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Beitrag von: pharyon am 10.11.2008 | 14:56
Natürlich steht es jedem frei, sich Star Trek im eigenen Kopf passend zu machen und die Leerstellen de gusto zu füllen, aber irgendwie wäre es interessanter, das auch mal auf der Leinwand oder der Mattscheibe zu sehen.
Da stimme ich dir voll zu. Wir haben evtl. nur unterschiedlich das Universum weitergesponnen. Aber zeigen, was es sonst noch so gibt (in dieser wunderbarenTM Föderation), wäre / ist eine durchaus spannende Möglichkeit.
 
(Das würde ich bei der nächsten Serie durchaus beachten wollen).
p^^