Sind wir so verwöhnt von guten RegelwerkenGanz bestimmt nicht :D
Immer wieder sehe ich in Foren den Satz: "Was nicht verboten ist, ist erlaubt". Dann werden die Regelwerke, wie Gesetzbücher interpretiert und gelesen. Viele weigern sich sogar (vielleicht unterbewusst) über Sinn oder Unsinn zu diskutieren.
Es steht da, also ist es so!
Wenn es unstimmtig oder falsch wäre, gäbe es sicher eine Errata.
Wie kommt es, das viele Spieler diese Regeln als heilig und unfehlbares Maß aller Dinge sehen?
Wie kommt es, das viele Spieler diese Regeln als heilig und unfehlbares Maß aller Dinge sehen?Wenn es diese extreme Form annimmt: Schlichter Munchkinism. Da gibt es auch keine Entschuldigung für.
... Boba, der das Spiel so spielen möchte, wie es vorgesehen ist.Naja, sagen wir lieber "Boba, der die Erfahrung gemacht hat, dass die wenigsten Hausregeln das Spielerlebnis wirklich verbessern..."
Du hast noch kein 7te See gespielt? ;)Stimmt, nur zwei mal bei Jörg (Das "Der Kutscher kennt den Weg" TPK-Desaster nicht mitgerechnet, da war ich nur NSC ;D ).
Ich hausregele bei 7te See ziemlich viel, weil mir zwar die Grundmechanik gefällt, das System aber schlecht gebalanced und offen für Minmaxing ist.Dann wäre 7te See sowas wie Aeon Trinity, da ist es genauso. Und das haben wir dann schnell aufgegeben, obwohl uns das Setting sehr gefallen hat.
Die Regeln (nicht unbedingt so, wie sie im Buch stehen, aber so, wie man sich in der Gruppe geeinigt hat zu spielen. Also in aller Regel eine Schnittmenge von Hausregeln und offiziellen Regeln) gelten für alle und keiner darf sich darüber hinweg setzen.Klar, die Regeln, auf die sich die Gruppe geeinigt hat, gelten für alle. Dass ehe ich auch so.
Aber wieso muss sich die Gruppe auf Gedeih- und Verderb auf die RAW einigen?Im Zusammenhang mit RAW lese ich immer "muss", "Zwang" usw...
Prinzipiell muss man m.E. drei Formen der Regeltreue unterscheiden (wobei Formen 2+3 nebeneinander existieren können):4. Man wendet die Regel falsch an, weil man sie nicht verstanden hat. ;)
1. Man spielt RAW (Rules as Written)
2. Man verhausregelt das System
3. Man erlaubt dem SL allein, sich über die Regeln hinwegzusetzen (Goldene Regel)
Viele sind offenbar sehr stolz auf ihre Entschlusskraft die bösartigen Regeln nach eigenen Bedürfnissen zu ändern, dabei müsste doch klar sein, daß es genau anders herum ist.
Sobald es nötig wird zu Hausregeln ist das immer eine Notlösung, eine Fehlleistung des Autoren und ganz und gar nicht positiv.
Ich hausregele (an den kleinen Schrauben) auch aber ich mache es niemals gerne. Ich frage da eher: Wieso muss jeder auf Gedeih und Verderb hausregeln, wo offensichtlich klar ist, daß das Regelwerk nichts taugt?
oder gehörst du einfach zu den Leuten, die im Wartezimmer in den Zeitschriften alle "Welche Fehler sind im Bild?" -Rätsel ausfüllst ;D ?
Am liebsten richte ich mich nach dem, was die Spieldesigner erreichen wollen. Die wichtigste Referenz sind dabei Regeln und SL-Tips. Der Fluff spielt erstmal keine so große Rolle.Sehe ich anders. Wenn sich der Autor was gedacht hat, dann ist Setting = RAI. Ob RAW=RAI ist hängt stark vom Können des Autors ab.
Wenn die Regeln optimal sind, dann gilt RAI=RAW.
3. JEDE Änderung des Spiels, ob sie nun die Regeln oder die Welt betrifft, sollte/muss VOR Spielbeginn bzw. Einführung mit der Gruppe besprochen werden.Äh. Und wenn sich während des Spiels eine Regel als störend, schlecht oder ungewollt heraus stellt, MUSS man damit leben, weil man ja vorher nicht drüber gespeochen hat? Unsinn!!
Ne, nicht mit dem Einverständis der Spieler, sondern des SLs.Gehörte für mich dazu... :)
Und wenn sich eine Hausregel als mangelhaft erweist, wird sie natürlich flugs zurückgenommen.Und genau da ist der Springende Punkt, weshalb wir inzwischen lieber "by the book" spielen.
Im Spiel übernimmt aber normalerweise doch der Spielleiter diese drei Gewalten über die Spieler.
Zumindestens judikative und exekutive.
Jo, ich bevorzuge RAN, Rules as needed. Alles überflüssige fliegt über Bord.
Und ja, ich könnte auch Freeformen.
Ich bevorzuge im allgemein eher schlanke Regeln. :)Na, da muss ich mich ausdrücklich anschließen.