[...] nicht mit der detailierten Beschreibung der Leiche, die gefunden wird, klar kommt?solche Leute zu einer Horror runde treibt?
(Vlt wollen diese Leute gar kein Horror, aber sie wollen was mit ihren Kumpels machen.Und ich glaube auch, dass durch PC-RPGs eher Leute zum PnP gebracht als abgeworben werden.- Vor allem wenn man älter wird und die Zeit die man hat kostbarer, da überlegt man sich doch eher mit Kumpels PnP zu machen oder alleine vorm Rechner zu gammeln.)
Aber es ist relativ einfach, der Runde Grenzen zu setzen. Einfach vor der Runde absprechen, wie viel Horror und Gewalt oder Sex und Emotionen zu viel sind. Die Grenzen können zwar im Spiel aufgesagt werden, aber meine Erfahrung zeigt mir, dass Spieler dann oft so im Spiel sind, dass sie sich nicht melden.Das haben sie aber manchmal auch schon vorab oder trauen sich einfach zuviel zu.
Oder sie haben Angst, den anderen Spielern den Spaß zu verderben.
Das haben sie aber manchmal auch schon vorab oder trauen sich einfach zuviel zu.
Nach dem Spiel ist es zu spät. Dann hast du den Salat. Sollte man auf jeden Fall vorher klären. Das kann wirklich übel entgleisen, und wenn 3/4 der Gruppe voll darauf einsteigt, am besten noch mit Halloween-Soundtrack, gedämpfter Beleuchtung und einem kranken Bastard als SL, der die Horror-Klaviatur beherrscht, werden zartbesaitete Gemüter einfach so überrollt. Und hinterher sind sie wimmernde Nervenbündel.
Nach dem Spiel ist es zu spät. Dann hast du den Salat. Sollte man auf jeden Fall vorher klären.Das schließt sich nicht aus. Die beste Vorbesprechung garantiert dir keine "Unfallfreiheit". Falls man den Salat hat, muss man ihn schnell auffressen.
…die nach einer Horror Runde nicht mehr in der Lage war gerade zu gehen oder Auto zu fahren…Ist mir bisher noch nicht untergekommen. Es mag sich seltsam lesen, aber ich bin wirklich fasziniert. Nicht dass es mich reizt jemanden zu traumatisieren, aber eine solche Dichte, eine solche Atmosphäre aufzubauen… hmm… vielleicht fehlt mir die Phantasie aber ich kann es mir nicht vorstellen. Deshalb bitte ich Euch einwenig mehr über euren Stil, euren Weg hin zum absoluten Horror zu schreiben. Selbstredend wäre ich auch einer Demonstration nicht abgeneigt, wenn jemand also in Berlin spielt und erzählt… Es wäre mir eine Ehre.
p.s. triggernde Momente bei traumatisierten Persönlichkeiten stehen natürlich auf einem ganz anderen Blatt.
Es gibt einen Haufen Leute mit dissoziativen Störungen, die Chance ist recht groß, daß auch in eurer Runde so jemand sitzt.puhh.. eigentlich nicht... ich bin jetzt über deine Quote richtig erschüttert...
Ich erwarte aber von meinen Mitspielern schon eine gewisse Selbstverantwortung. Du nicht?
hmm... Sashael Da würde ich aber eher auf Platzangst (und die ist wirklich nicht ungewöhnlich) und eine kleine Panikattacke tippen, als auf einen `echten` Trigger.Platzangst ist es defintiv nicht. Hundert Pro. ;)
Hinzu kommt ja noch, dass ich die Dinge in einem Rollenspiel gemeinsam mit meinem eigenen Charakter wesentlich intesiver erleben kann als im Passivkonsum von Film oder Literatur. Es muss nur gut gemacht sein.
Ich finde das auch interessant, dass jemand so viel Horror in einer P&P Rund aufbauen kann. Unwahrscheinlich finde ich das aber nicht. Ein gutes Horror Hörbuch, wie zm Beispiel die Necrophobia Reihe kann mich mehr schocken, als jeder Horrorfilm. Durch gute Erzählkunst, Musik und Atmosphäre lässt sich einiges erreichen.
puhh.. eigentlich nicht... ich bin jetzt über deine Quote richtig erschüttert..,
ca. 70% aller Menschen erleben im Lauf ihres Lebens mindestens einmal leichte Depersonalisation
Ich hab heute noch eine panische Angst vor Gullis weil ich ständig erwarte dass da ein Clown auftaucht der mich in tausend Stücke zerfetzt...wtf?
wtf?
@Klickklack
Zum Thema Trigger hab ich ne persönliche Geschichte, die zwar nichts mit Rollenspiel zu tun hat, aber sehr schön zeigt, warum man auch ganz ohne Vorwarnung einen Hieb in die seelische Magengrube bekommen kann.
Bei uns gibt es ein Mutter-Kind-Café, das nennt sich Das Spielzimmer. Es gibt halt so Breiche, in denen sich die Kleinen ordentlich austoben können, während die Eltern bei nem gemütlichen Café und Kuchen ausspannen. Im hinteren Teil gibt es ein echt geniales Kletterlabyrinth, mit Netzen, weichen Matten, mehreren Ebenen und Zwischenebenen, Verbindungsröhre, Rutsche etc. Sehr geil das Teil. Als Erwachsener kann man da nur kriechend durch, aber was solls. Und neulich toben wir nun mit unserem Sohn da drin rum und die Mama kommt auf die coole Idee, lasst uns doch mal Fangen spielen. Okay, kein Thema, auf in die Action. Aber während sie lachend und kichernd hinter mir herkrabbelt und ich mich so schnell wie es geht durch dieses enge Labyrinth zwänge, merke ich auf einmal, dass mir das überhaupt keinen Spass macht. Puls rast auf 180, es schnürt mir den Hals zu und ich brech das Ganze ab. Dabei ging es nur um ein Patsch-Hab-Dich-Du-bist! Keine Ahnung was da ausgelöst wurde, aber das stimmte mich doch sehr nachdenklich.
Wenn du dann jemanden hast, der auf einer anderen Ebene vorbelastet ist, reichen wahrscheinlich schon die Beschreibungen von unheimlichen Gebäuden oder Räumen aus, um Angstzustände auszulösen.
IT von Stephen King. Das hab ich mir verbotenerweise angesehen. Ich glaub ich war damals so zwischen 6-10 Jahre alt. Seitdem hab ich nicht nur eine Clownphobie sondern kann nachts nur schwer an Gullis vorbeigehen ohne an die Gulliszene erinnert zu werden. :-XClowns sind auch unheimlich ... und vor allem NICHT LUSTIG !!!
Der große Unterschied zwischen Horrorfilmen und Horrorrollenspiel ist das man sich beim Spiel selbst hineinversetzt. Das heißt man versetzt sich, die Person in die Lage und durchlebt selbst was dort passiert.Dasselbe Phänomen, wenn auch nicht Horror, kann ich bestätigen. Während ich mit blutigen, ekligen Beschreibungen im Spiel kein Problem habe, weder als SC, noch als SL, hat mich bei Shadowrun die Interaktion der anderen Spieler mit meinem Charakter total getriggert. Als Eskort war er für Infiltration und Info-Beschaffung zuständig. Der Job brachte ihm die Anrede "SchlaXXe" ein. Find ich passend für die Welt und war bei den Mitspielern auch vorhersehbar... Nur, dass ich dadurch persönlich getroffen wurde nicht. Ich habe mir tatsächlich den Spielabend mehrmals innerlich gesagt: Das ist ein Spiel. Dort ist mein Charakter, hier bin ich. Meine Mitspieler reden mit dem Charakter dort. Hat geholfen. Die Charakteridee gefällt mir nach wie vor, allerdings habe ich sie ad acta gelegt.