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Pen & Paper - Spielsysteme => Shadowrun => Thema gestartet von: YY am 26.01.2010 | 20:54

Titel: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: YY am 26.01.2010 | 20:54
Ich halte es auch für eine gute Idee, das Ganze auszulagern...

Hier soll es also darum gehen, ob Magiebegabte in den Schatten tatsächlich schwer nachzuvollziehen sind, wo sie sich allgemein in der Gesellschaft verorten lassen und warum alle Funzelmänner einen an der Klatsche haben  :)

Zitat von: YY
ich finde es im Gegenteil ziemlich wahrscheinlich, dass ein Großteil der Magiebegabten aus psychologischen, magischen oder gesundheitlichen Gründen nicht als Kon-Magier geeignet sind.
Magiebegabt zu sein, erhöht die Wahrscheinlichkeit, ein religiöser Fanatiker, ein hoffnungsloser Idealist, ein bescheuerter Esoteriker, ein Größenwahnsinniger oder einfach nur total neben der Spur zu sein, doch enorm...
Dass man verschiedene dieser Spinner, Thrillseeker und anderer Gestalten in den Schatten findet, ist dann eine recht glaubwürdige Folge.

Mein Kritikpunkt wäre da viel eher, dass die meisten Erwachten in SR geistig zu normal sind, während zugleich stark vercyberte Charaktere mit viel Liebe als totale Psychopathen dargestellt werden.

Zitat von: dunklerschatten
Das ist ja mal eine interessante Sichtweise  ;D
Wobei ich mich frage warum deiner Meinung nach die Begabung für Magie die Wahrscheinlichkeit erhöht abzudrehen ?

Bisher habe ich in den SR Publikationen nichts gelesen was in die Richtung geht.
Kannst du deinen Denkansatz ein wenig erklären ?

Die Gedanken dahinter sind eigentlich recht einfach.

- Magiebegabte sind de facto etwas Besonderes. Da liegt es nahe, dass viele den Anspruch an sich selbst stellen, mit dieser Begabung auch etwas Besonderes anzufangen. Ein -wenn auch gut bezahlter- Job in der Forschung, bei einem Hüter-Unternehmen oder andere "seriöse" Beschäftigungen mögen da vielen nicht reichen.

- Als Magiebegabter hat man zumindest gefühlt mehr Einblick in das, "was die Welt im Innersten zusammenhält". Die tatsächliche Möglichkeit, Astralreisen und Besuche auf Metaebenen zu unternehmen, wirft philosophische und religiöse Fragen auf, denen sich viele Erwachte nicht werden entziehen können. Obsessive Sinn- und Wahrheitssuche dürfte daher unter Erwachten recht verbreitet sein.
Ein mundaner Mensch wird sich zu manchen dieser Fragen eben denken "Kirche XYZ hat recht", "das kann ich nicht wissen" und wird dem ganzen Thema keine allzu große Bedeutung in seinem täglichen Leben beimessen.

Der Erwachte steht vor dem Problem, dass für ihn -zumindest gefühlt- wirklich die Möglichkeit besteht, die WAHRHEIT zu erkennen, wenn er sich nur genug anstrengt.

Ein Erwachter kann die Magie nicht mit einfachen Erklärungsmodellen abtun, wie ein desinteressierter Mundaner das kann.
Magie ist so besonders, dass sie sich mehr oder weniger automatisch selbst zum Lebensmittelpunkt des Erwachten macht.
Auf irgendeine Weise wird er die Magie sinnvoll in sein persönliches Weltbild integrieren und sich resultierenden Fragen und Zweifeln stellen müssen.
Oder er zerbricht daran und versucht, sich selbst die Magie auszutreiben, um endlich in Frieden und Ignoranz leben zu können, anstatt nicht nur hinter den Spiegel blicken zu können, sondern es auch zu MÜSSEN.

- Magiestile sind gleichberechtigt, d.h. jeder hat seine eigene Wahrheit, und alle funktionieren sie für jeden einzelnen.
Wer sich also auf die Suche nach dem tieferen Sinn des Lebens und den Geheimnissen des Universums macht, findet nicht nur Gleichgesinnte, sondern jede Menge Leute, die ganz andere Ansätze verfolgen und trotzdem gut damit fahren.
Sich von den Fragen "Wer hat denn nun Recht?" und "Bin ich der verrückte Arsch oder die anderen?" zu lösen, weil sie hier keinen Sinn ergeben, dürfte den wenigsten Erwachten leicht möglich sein - es sind immer noch (Meta)Menschen. 

- Jeder Erwachte hat also sein eigenes Weltbild. Da aber gilt "Magie ist, was ihr draus macht", formt der Erwachte in einem selbstverstärkenden Kreislauf seine individuelle Magieform und sein darauf basierendes Weltbild. So kommen z.B. christliche Geisterbeschwörer zustande, die "Engel" und "Heilige" anrufen können und das als Beweis ansehen, dem rechten Glauben anzugehören.
Egal, welchen krassen Scheiß sich ein Magiebegabter zurechtlegt, seine Magie wird ihn meist darin bestärken.

Erschwerend kommt dazu, dass sich die Begabung oft in der formbaren und sinnsuchenden Jugendphase manifestiert - wie leicht ein neu Erwachter hier ohne Führung vom Weg abkommen kann, mag ein Blick auf real existierende sexuelle, soziale und mentale Störungen, die in dieser Altersphase entstehen können, zeigen.


Zitat von: ComStar
Ich weiss nicht, da Magie 2060 nunmal ein bewiesener Fakt ist, sehe ich bei Hermetiker eher das potential zum ernst zunehmend Wissenschaftler/Forscher oder praktischem Anwender dieser Wissenschaft. Und selbst wenn, wer so ein seltenes Talent beherrscht darf sich sich auch ein wenig Exzentrik leisten... aber wie gesagt, ist MEINE Meinung.

Die Existenz von Magie ist ein bewiesener Fakt, ja.
Es ist aber nicht so, dass die Hermetiker am nächsten an der Wahrheit sind und die anderen Traditionen alles heidnische Spinner sind, die mit mehr Glück als Verstand etwas Funktionierendes zusammenstümpern.
Alle haben Recht und niemand hat Recht.

Es ist eben nur so, dass die Hermetik ein sehr wissenschaftlicher oder wissenschaftlich angehauchter Ansatz ist und sich deswegen zumindest untereinander vermitteln lässt.
Die Hermetiker haben ein einheitliches Vokabular, sind als mehr oder weniger einzige Tradition in der Lage, überhaupt in brauchbarer Form theoretische Konzepte festzuhalten usw.

Ein Schamane dagegen verfolgt seine Suche nach der Wahrheit oder auch ganz pragmatisch nach neuen Anwendungsgebieten
auf so individuelle Weise, dass z.B. ein anderer Schamane gleicher Tradition und oft auch gleichen Totems das nur schwer wird nachvollziehen können.

Ich vergleiche das oft mit Trainern und Spielern:
Es gibt Trainer, die nicht gut spielen, aber sehr gute Spieler hervorbringen. Sie wissen, wie es geht, können es aber selbst nicht, weil ihnen die Trainingszeit, das angeborene Talent usw. fehlen.

Genau so gibt es sehr gute Spieler, die kein bisschen als Trainer geeignet sind. Sie können es, wissen aber selbst nicht genau, warum, oder wissen es zwar, können es aber nicht beschreiben, weil ihnen die Geduld, das Vokabular oder der Draht zum Schüler fehlen.

Darauf aufbauend: Hermetiker sind die Erwachten, die mit Abstand die besten Trainer abgeben - weil sie analysieren, beschreiben, erklären.
Das können aber immer noch nur andere Hermetiker nachvollziehen...

Daher sind Hermetiker in der magischen Forschung die am Stärksten vertretene Gruppe, was sich geradezu logisch zwingend auch nicht ändern kann, so lange ein wissenschaftlicher Anspruch an die eigene Arbeitsweise besteht (und der wird von Konzernseite immer bestehen, weil Hermetiker "Ergebnisse" produzieren und Schamanen kiffend im Zelt hocken - obwohl sie eigentlich das Gleiche tun).
Hermetiker sind die einzigen Zauberer, deren Tun sich von Mundanen in irgendeiner Weise nachvollziehen lässt.


Trennung.

Ich komme für mich zu dem Schluss, dass hauptsächlich Ki-Adepten und Hermetiker aufgrund ihrer strukturierten und i.d.R. auf Disziplin basierenden Herangehensweise am Ehesten in mundane Sozialstrukturen eingebunden werden und ein geregeltes Arbeitsleben führen können.

Viele Schamanen und Magiedilettanten werden dagegen aufgrund ihrer individualistischen Herangehensweise oder ihren nicht zuverlässig wiederholbaren Fähigkeiten eher nicht Teil der "seriösen" magischen Forschungsgemeinde sein und wegen ihrer Begabung sozial ausgegrenzt werden bzw. sich aus freien Stücken selbst abgrenzen.

Sie passen nicht ins System und wollen das meist auch gar nicht.
Sie suchen ihre eigene Wahrheit und scheißen darauf, was die Welt von ihnen hält. Sie tun, was sie für richtig und erstrebenswert erachten und verfolgen Ziele, die Mundane kaum nachvollziehen können.

Ein Straßenschamane, der der normalen Welt abgeschworen hat, der sich aus purer Gleichgültigkeit von Abfällen ernährt und in Lumpen kleidet, der einen Großteil seiner Lebenszeit im Astralraum oder mit dem Kampf gegen wahrgenommene Ungerechtigkeiten oder "dunkle Mächte" verbringt, ist nicht nur ein gefährlicher Irrer.

Er ist auch mehr -punk, als es die Matrixkiddies mit ihren kopierten Programmen und ihren Illusionen vom Geist in der Maschine je sein werden.

Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Skidz am 26.01.2010 | 21:16
Ich werde mich hüten und auf jeden Punkt von dir eingehen.

Meine Gedanken:
Was gibt es denn an Erwachten? Vollzauberer, Ki-Adepten und mystische Adepten (Ka ob die in der deutschen Fassung so heissen), mit der Unterteilung für die Vollzauberer und mystischen Adepten, dass sie ggf. Aspektzauberer sind.
Schamanen und Hermetiker gibt es in der eigentlichen Form nicht mehr, sie stellen bestenfalls den verhältnismäßig größten Teil der Erwachten. Mit den anderen gleichwertigen Traditionen verwischt allerdings die wissenschaftliche Herangehensweise mit der naturgebundenen und fügt zudem viel Religion mit ein.

Ferner muss man bemerken, dass die wenigsten Erwachten Fähigkeiten erreichen wie es Spielercharaktere, mächtige NPC oder Konzernzauberer tun. Irgendwo habe ich mal eine Liste gesehen wo man schön sehen konnte, wieviele Magiebegabte sortiert nach Magiegrad es in SR gibt, und jenseits der 4 war da nicht wirklich viel los.
Das viele der mächtigen Zauberer ihre Megalomanie voll ausleben verwundert nicht, aber ob ein Großteil der Magiebegabten generell eine Schraube locker haben glaube ich nicht.
Insbesonders angestellte Zauberer bei Sicherheitsfirmen, den Konzernen, Lonestar oder DocWagon, mit einem bemerkenswerten Magieattribut, zeichnen sich nicht durch Wahnsinn aus. Ihre Exklusivität müssen sie nicht durch Exzentrik beweisen, dies macht bereits ihre Lohntüte.
Zauberer auf der Straße haben genauso Probleme wie alle anderen. Es gibt viele 1er und 2er auf der Straße, die durch ihre eigene Magie bestenfalls irritiert werden, aber kaum Nutzen draus ziehen können. Diese haben ebenso einen an der Waffel wie der mundane Squatter um die Ecke, der seiner ausgestopften Ratte Bob einen Heiratsantrag unterbreitet.

Vielleicht entsteht der Eindruck auch dadurch, dass Zauberer generell schönere Bösewichte verkörpern :P, und mit den Ausrichtungen Blutmagie, toxische Magie und Insektengeistern wird der ganze Wahnsinn noch gestützt.

Generell stimme ich dem aber nicht zu, dass Magiebegabte irgendwelche sozialunverträglichen Macken entwickeln, nur weil sie Zauberer sind.
Da finde ich Technomancer weit unheimlicher.
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Ein am 27.01.2010 | 08:51
Zitat
Hier soll es also darum gehen, ob Magiebegabte in den Schatten tatsächlich schwer nachzuvollziehen sind, wo sie sich allgemein in der Gesellschaft verorten lassen und warum alle Funzelmänner einen an der Klatsche haben
Steht so nicht im Canon, womit sich die Frage eigentlich erledigt hat.

Du kannst das natürlich anders handhaben, wenn du willst, aber für solches Modern-Urban-Fantasy-Spiel gibt es wahrlich geeignetere Rollenspiel, wie z.B. Unknown Armies.
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: YY am 27.01.2010 | 12:13
Bevor hier ein falscher Eindruck entsteht:
Auf der ganzen Geschichte liegt bei mir kein erzählerischer Schwerpunkt.
Ich gehe nur nicht mit der pauschalen Aussage konform, dass die überwiegende Mehrzahl der Magiebegabten bei irgendwelchen Firmen mit Bedarf ihr gut bezahltes Geregeltes haben.

Natürlich sind jene mit solchen Jobs die, die ihr Talent etwas pragmatischer sehen und generell nicht so aus dem Ruder laufen.

Aber die magisch Schwachen, Ungebildeten oder sonstwie für Firmen Unbrauchbaren (es wäre z.B. vorstellbar, dass jemand, der Straftaten unter Einsatz von Magie begangen hat, nicht mehr in magischen Bereichen arbeiten darf) sind zahlreich und einige von ihnen durch die Lebensumstände, die aus ihrem Talent und ihrem Umgang damit erwachsen, prädestiniert für die Schatten.


Zitat von: Ein
Steht so nicht im Canon, womit sich die Frage eigentlich erledigt hat.

Die Aussage in den Büchern ist "Es gibt solche (Konzernmagier usw.) und solche (Runner, Straßenschamanen usw.)", und die weit verbreitete Ansicht unter Spielern ist die, dass die letzteren "solchen" nicht wirklich plausibel sind.

Das liegt mMn daran, dass die letztere Gruppe aus "mundan rationaler" Sicht suboptimale Entscheidungen hinsichtlich ihrer Lebensführung trifft, was die meisten Spieler eben nicht auf Anhieb nachvollziehen können.

Canon sind Straßenmagier und Erwachte Runner schon - nur sind die Hintergründe in den Büchern nicht erläutert.

Da finde ich z.B. deutlich eher unplausibel und kaum nachvollziehbar, dass klassische Industriespionage zu den von Runnern abgedeckten Aufgabengebieten gehört.
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Nevermind am 27.01.2010 | 12:43
Ich seh es grob wie YY.

Es kommt zwar immer darauf an wie man seine SR Welt sehen will, aber man sollte nicht ganz aus den Augen lassen das :

Erwachte Dinge tun, von denen Mundane nur Traeumen koennen. Ein guter Ansatz fuer Ueberheblichkeit.

Erwachte Dinge tun, vor denen sich Mundane fuerchten, so das Sie viel Angst und Furcht gegenueberstehen.

Erwachte u.U. 'Stimmen' hoeren, und damit wunderlich wirken koennen.

Erwachte durch den Astralraum und Ascannen einfach Dinge u.U. ganz anders Wahrnehmen.

Erwachte durch Ascannen u.U. einen sehr zynischen Weltansatz haben, da Sie ja theoretisch (wenn Sie gut sind) jjede Luege als solche erkennen.

Erwachte ein Machtfaktor sind, der zwar von den Konzernen gerne genutzt wird, aber dann auch sehr schnell zum Spielball wird, was zu einen freiwilligen oder gezwungenen Austieg aus der Konzernstruktur.

Das heisst einfach fuer ich, das Konzerne erwachte gerne in die Konzernstruktur einbinden wollen, aber die Chance das die Erwachten entweder untauglich sind aufgrund von Kodex, Psyche, oder in Machtspielchen geratn die Sie rauskicken, ist imho so hoch das die Anzahl der Erwachten die durch die Maschen des Systems faellt recht hoch sein kann, und somit Magie in Runnerkreise nicht so selten ist wie einige mit den bekannten 1-4 % der Weltbevoelkerung argumentieren.
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Ein am 27.01.2010 | 13:00
Zitat
nicht wirklich plausibel
SR ist ungefähr so plausibel wie der typische Actionfilm, was daran liegen könnte, dass es Actionfilme-Stil darstellen sollte.
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Nevermind am 27.01.2010 | 13:13
SR ist ungefähr so plausibel wie der typische Actionfilm, was daran liegen könnte, dass es Actionfilme-Stil darstellen sollte.

Einer der moeglichen Spielstile, stimmt. :)
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Skidz am 27.01.2010 | 13:36
Erwachte tun nicht immer Dinge von denen Mundane träumen, da zuviele Erwachte einen Magiegrad besitzen, der ihnen bestenfalls ermöglicht den Astralraum zu sehen. Und selbst dort müssen sie erstmal lernen sich einen Vorteil zu erarbeiten.
Klingt ja ganz so, als seien alle Zauberer von der Wiege aus mit einem Magiegrad bedacht, der ihnen ermöglich unvorstellbare Dinge zutun, und dadurch einen Größenwahn zu entwickeln. Dies ist aber nicht so.

Jene die in einem guten Umfeld erwachen werden schnell entdeckt und in die richtigen Bahnen gelenkt. Vater/Mutter/Erzieher was auch immer wird a) entweder drauf bedacht sein die Fähigkeiten zu fördern oder b) zu unterdrücken. Meist enden diese mit einer guten Anstellung irgendwo und sozialisieren sich ganz normal wie manch anderer Metamensch. Die Option besteht, dass sie aus widrigen Umständen in die Schatten verschwinden, warum ist jedem selbst überlassen.

Jene armen Schweine die in den Barrens (o.Ä.) erwachen sind bestenfalls komische Vögel. Niemand kommt auf die Welt und erwacht mit dem Wissen auch nur einen Zauberspruch zu sprechen, oder wie man mit Geistern umgeht, und wenn das kleine Pennerkind nicht gerade einen Mentor findet (sei es Crocodile Dundee, der örtliche Aligatorschamane, oder Mr. Johnson, selbst magisch begabt, der auf dem Weg zu einem Treffpunkt jenen vielversprechenden Knirps sieht), oder selbst eine ungewöhnliche Auffassungsgabe mitbringt, wird die Fähigkeit verkümmern, wie es jedes ungeförderte Potenzial zutun pflegt. Von erwachten Kindergärten für Squatter habe ich noch nichts gehört.
Hier tritt bestenfalls ein Wahnsinn zutage, wie es in der hochtechnologischen Welt auf der Straße normal ist, aber nicht durch irgendeine Art von Macht aufgrund von Magiebegabung eingeleitet.

Die Zaubererquote bei Shadowrunnern ist nicht höher als anderswo auch, oder gibt es da einen Beleg in einem Buch, dass es relativ mehr Zauberer in den Schatten gibt?
Was kommt also als Runner in Frage? Jener normal aufgewachsene Metamensch, der die Magie studierte, sie wahrscheinlich zu seinem Beruf machte, und aus irgendeinem Grund in die Schatten abgleitet. Davon sind aber nicht nur Magier betroffen, sondern auch Hacker und Soldaten, wenn sie ihren alten Job an den Nagel hängen.
Ferner jener arme Schlucker, der es auf der Straße schaffte sich zu behaupten, und obendrein noch die Möglichkeit besessen hat sein magisches Potenzial zu pflegen. Entweder versucht dieser nun einen Job zu finden, oder geht den Weg des leichten Geldes (Das Gesetz der Straße liegt näher am Schattenlauf als das normale Leben im guten Mittelstand) und wird kriminell.

Deswegen gibt es aber nicht mehr Erwachte in den Schatten als anderswo. Schon garnicht besonders fähige, wenn man davon ausgeht, dass bei sehr vielen die Magie verkümmert.

Ein Konzern wird, pragmatisch wie er ist, jeden Zauberer mit einem guten Magieattribut einstellen den er kriegen kann, und sei es nur deshalb, um sich davor zu schützen eben jene Zauberer irgendwann auf der Gegenseite zu sehen. Da sind Macken fast egal, und Untauglichkeit wird ab einer bestimmten Macht nicht mehr so eng gesehen.

Seht einfach zu euch davon zu entfernen, dass alle Magiebegabten auch irgendetwas mit ihrer Magie anfangen können. Und gerade bei denen, die auf der Straße erwacht sind wird es zu wenig gefördert... und eben jene hätten am meisten Interesse daran das schnelle Geld durch Shadowrunning zu verdienen. Die anderen hocken lieber in einem gut bezahlten Job, wenn man es plausibel und realistisch sehen will (bei einem SciFi-Spiel).
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: YY am 27.01.2010 | 15:24
Zitat von: Ein
SR ist ungefähr so plausibel wie der typische Actionfilm, was daran liegen könnte, dass es Actionfilme-Stil darstellen sollte.

Die Kritik zu dem speziellen Punkt "Hoher Magiebegabtenanteil in Runnergruppen" kommt ja nicht von mir...ich muss mir hier jedoch vielleicht vorwerfen lassen, dass ich den "Actionfilm-Stil" mit vielen coolen und eigenbrötlerischen Magiebegabten in der Gruppe durch "realistische" Plausibilitätsüberlegungen stützen will  :P

Ansonsten gibt es viele Dinge bei SR, die man mit kleinen Änderungen am Setting oder an der Handhabung so viel eleganter/plausibler machen kann, dass ich das eben auch oft tue.

Das ist so in etwa der Unterschied zwischen Heat und Lethal Weapon X - beide sind Action-Krimis, aber einer ist eben doch gefühlt deutlich plausibler als der andere.

Zitat von: Skidz
Klingt ja ganz so, als seien alle Zauberer von der Wiege aus mit einem Magiegrad bedacht, der ihnen ermöglich unvorstellbare Dinge zutun, und dadurch einen Größenwahn zu entwickeln.

Nein, aber die meisten Magiebegabten sind gezwungen, sich auf irgendeine Art mit ihrem Talent auseinanderzusetzen.
Magiebegabung schiebt sich automatisch in den Lebensmittelpunkt, wenn sie nicht frühzeitig wieder verkümmert.

Dass gerade astrale Wahrnehmung in diesem Zusammenhang mit ´ "NUR" in den Astralraum sehen können´ abgetan wird, kann ich nicht nachempfinden.


Zitat von: Skidz
Ein Konzern wird, pragmatisch wie er ist, jeden Zauberer mit einem guten Magieattribut einstellen den er kriegen kann, und sei es nur deshalb, um sich davor zu schützen eben jene Zauberer irgendwann auf der Gegenseite zu sehen. Da sind Macken fast egal, und Untauglichkeit wird ab einer bestimmten Macht nicht mehr so eng gesehen.

Mit der gleichen Argumentation müsste ein Konzern dann ja jeden einigermaßen brauchbaren Hacker und Sam einstellen, damit die nicht irgendwann auf der Gegenseite stehen...


Allerhöchstens in der Forschung werden größere Macken wohl bei denen toleriert werden, die aufgrund ihrer Macht oder ihrer Einsichten an Dingen arbeiten können, die sonst so gut wie niemand zustande bringen kann.
Das ist aber auch unter den Magiebegabten in Konzerndiensten nur ein winziger Bruchteil.

Ein Magiebegabter wird mit Sicherheit nicht lange in "normalen" Jobs (also jene abseits von F&E) arbeiten, besonders nicht in der Konzernsicherheit, wenn er keinerlei Selbstdisziplin, schlechte Arbeitsmoral und nicht vorhandene "soft skills" aufweist, dafür aber Starallüren hat ohne Ende.

Um solche Idioten zu beschäftigen, gibt es schon wieder zu viele Magiebegabte.
Ich stell doch lieber einen weniger mächtigen Magier ein, einen Aspektmagier oder einen Ki-Adept mit Astralsicht (gerade Ki-Adepten sind für die Konsicherheit ziemlich prädestiniert), die sich dafür aber nahtlos ins Team einfügen und gute Arbeit machen, als z.B. einen Vollspasti mit Magie 6+, der sich für 90% der anfallenden Aufgaben zu fein ist und die restlichen 10% schlampig macht, weil er keinen Bock hat.


 
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Ein am 27.01.2010 | 15:37
Du kannst gerne rumgreinen. Ich gebe nur wieder, was eigentlich jedem SR-Spieler bekannt sein sollte. Aber selbst wenn man den Actionfilm-Aspekt kurz beiseite schiebt, wird dein Ansatz von keinem offiziellen Material der 1. bis 3. Edition (egal ob Quellbücher oder Romane) getragen. Und ich kenne wirklich fast das gesamte Zeug dieser Editionen.

Das neue Magiehandbuch kenne ich nicht, aber bezweifle, dass es dort anders ist.

Somit bleibt es bei einem: Klar, kann man so machen, ist aber nicht so gedacht gewesen.
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Grey Ice am 27.01.2010 | 17:28
Allerhöchstens in der Forschung werden größere Macken wohl bei denen toleriert werden, die aufgrund ihrer Macht oder ihrer Einsichten an Dingen arbeiten können, die sonst so gut wie niemand zustande bringen kann.
Das ist aber auch unter den Magiebegabten in Konzerndiensten nur ein winziger Bruchteil.

Ein Magiebegabter wird mit Sicherheit nicht lange in "normalen" Jobs (also jene abseits von F&E) arbeiten, besonders nicht in der Konzernsicherheit, wenn er keinerlei Selbstdisziplin, schlechte Arbeitsmoral und nicht vorhandene "soft skills" aufweist, dafür aber Starallüren hat ohne Ende.

Um solche Idioten zu beschäftigen, gibt es schon wieder zu viele Magiebegabte.
Ich stell doch lieber einen weniger mächtigen Magier ein, einen Aspektmagier oder einen Ki-Adept mit Astralsicht (gerade Ki-Adepten sind für die Konsicherheit ziemlich prädestiniert), die sich dafür aber nahtlos ins Team einfügen und gute Arbeit machen, als z.B. einen Vollspasti mit Magie 6+, der sich für 90% der anfallenden Aufgaben zu fein ist und die restlichen 10% schlampig macht, weil er keinen Bock hat.
Es ist Kanon, das Magiebegabten in Konzernjobs größere persönliche Freiheiten gegönnt werden - sogar Schamanen werden dort akzeptiert, wobei nur wenigen Schamanen´, die einem Totem folgen, für Konzernjobs geschaffen sind. Der Grund ist hier auch verdammt einfach - er hat Star-Allüren, spricht mit den Wänden und macht seinen Job auch nur, wenn es ihm passt, dazu hat er ein Gehalt, für das man ein ganzes mundanes Forschungsteam zusammenbekommen kann - aber wenn er die Sachen nicht macht, macht sie keiner, also lächelt Mr. Manager wieder nur verständnisvoll, wenn Mr. Gato nach 2 Stunden Mittagspause erstmal ein Nickerchen einlegt.

Weiterhin wird im SR4(A)-GRW bei den Konzernmagier-Schergen geschrieben, das nur wenige Magiebegabte in Konzern Vollzeit nur Sicherheitsaufgaben übernehmen. Ich denke, ein ganzer Teil ist in der Versorgung der Konzerne beschäftigt, die den Markt für magische Güter aller Art betreiben - dieser Markt wird häufig IIRC als attraktiv beschrieben. Auch hier werden sie entsprechende Freiheiten haben - wie gesagt, wie viele Mundane brauchst du für die Produktion eines Fokis?

Davon ab denke ich nicht, das ein Großteil der Magiebegabten sozial unverträglich ist. Hermetiker sind, wie beschrieben, gut ausgebildet und in Konzernunternehmen gern gesehen. Vielleicht leiden sie häufig unter Überheblichkeit, aber unter uns, ohne sie kann man nicht, also lässt man sie ihr Forschungsteam leiten, solange sie Ergebnisse liefern, die dem Exec bei der nächsten Besprechung seiner Ergebnisse beim Vorgesetzen helfen, ist es das allemal wert. Viele andere Traditionen, die im Straßenmagie (SR4) aufgeführt sind, sind imho verkappte Hermetiker - ohne eine lange Grundsatzdiskussion dürfte einem Mundanen der Unterschied kaum auffallen - z.B. Chaosmagier oder Schwarzmagier. Wujen z.B. sind bei Wuxing oder den Traiden gern gesehene (und häufig anzutreffende) Magier. Die Theurgen, die weiter oben als so unfähig zur Einbindung in ein Unternehmen angesehen werden, sind in Westfalen oder Italien (Vatikan) sehr strikt in Orden organisiert, wo sie zusammenarbeiten - für das Wohl ihres Glaubens. Ein arabisches Unternehmen dürfte mit einem Magier der islamischen Tradition wohl auch keine Probleme bekommen - ganz im Gegenteil. Unter den Wicca gibt es einen recht hermetischen Zweig, die wohl auch für die nötige Kohle Konzernjobs annehmen, besonders wenn diese nicht zu stressig werden. Wie gesagt, wenn das Unternehmen sehr tolerant ist, dürften selbst Schamanen mit den umgänglicheren Schutzpatronen akzeptabel sein. Unter dem Strich bleiben nur die mit Schutzpatronen, die, tschuldigung, tatsächlich asozial sind, z.B. Rattenschamanen o.ä., Leute "absurder" Traditionen wie z.B. Aborigines oder Leute mit gravierenden psychischen Problemen, die für Konzerne tatsächlich untragbar sind - kleinere Probleme sind ohne weiteres akzeptabel, dafür ist der Benefit zu groß, als das man sich querstellt. Ich glaube auch, das magisch begabte das Wissen - kaum einer von denen wird, wie die typischen Lohnsklaven, eine 14-Stunden-Schicht oder mehr schieben, und auch ihre Gehalt dürfte in komplett anderen Sphären schweben.

Und das Erwachte häufiger so gravierende psychische Probleme bekommen halte ich auch für nicht richtig. Die Begabung tritt während der Pubertät auf, in dieser Zeit scannen viele verschiedene Institutionen und Unternehmen ganze Schulklassen nach detaillierten und ausgefeilten Plänen - d.h. ein Magier müsste schon in den Barrens oder auf den Straßen aufwachsen, komplett ausserhalb des Systems, wenn er auch nur am Ende irgendwo drinhängt, wird nach seiner Begabung gesucht und vermutlich auch gefunden. Jeder, der gefunden wird, wird gefördert und verhätschelt bis zum gehtnichtmehr, er stellt nunmal großes Potential dar. Dazu gehört eine spezielle Schulbildung in besonderen Schulen (IIRC). Das dort niemand ist, der 60 Jahre nach dem Erwachen bei jungen Leuten die psychischen Probleme rechtzeitig erkennt und gegensteuern kann, halte ich für nicht richtig.

Bestimmt haben Erwachte einen viel tieferen Einblick in Mysterien, die ihr Weltbild und ihre Philosophie beschäftigen oder in Frage stellen. Ich denke jedoch, das diese damit umgehen, wie andere Menschen auch: sie ignorieren sie, weil anderes wichtiger ist als die Frage nach dem Warum, oder sie philosophieren darüber, wenn es sich anbietet - nach ihrer 6-Stunden-Schicht in ihrem Penthouse, z.B., das sie deswegen ein geregelten und ungefährliches Leben aufgeben halte ich für eher unwahrscheinlich. Ein Magier, der unter diesen Umständen in den Schatten landet, wo er Gefahr läuft, umgebracht, verletzt, verhaftet oder misshandelt zu werden, ist entweder sozial nicht kompatibel mit anderen Lebensstilen, oder er sieht das einfach als Gelegenheit auf das schnelle Geld - wobei das in seinem Fall schon eine Menge sein muß, damit es das zusätzliche Risiko gegenüber den ungefährlichen und überbezahlten Job aufwiegt. Alles andere würde ich als unrealistisch betrachten. D.h., das der Straßenmagier-Runner entweder ein Rattenschamane oder vergleichbares ist, psychisch gestört ist, ernsthaften Ärger mit dem System hat oder definitiv nur für hochbezahlte Jobs zur Verfügung steht, sonst wäre er dumm. D.h., das ein Großteil der Runnerteams, nämlich die, die keine hochdotierten Jobs bekommen, ohne (ernsthafte) magische Unterstützung auskommen müssen. Und selbst die psychisch Kranken etc. werden mehr als nur gut bezahlt, da der Anteil an Magiern, die sich so einen Scheiß wie einen Run überhaupt antun, vermutlich sehr klein ist.

Mit der gleichen Argumentation müsste ein Konzern dann ja jeden einigermaßen brauchbaren Hacker und Sam einstellen, damit die nicht irgendwann auf der Gegenseite stehen...
Definitiv nicht - es gibt eine Menge Möglichkeiten, sich vor physischen oder Matrixangriffen zu schützen, ohne selbst ein Kämpfer oder Hacker zu sein - mit genug Kapital kann man sich durchaus gut davor schützen, weit besser wie gegen Magie selber. Noch deutlicher wird das in der magischen Industrie, wo man nunmal Magier benötigt, ein Mundaner taugt dazu nicht. Wobei das für die Matrix natürlich nur bedingt gilt, ich denke schon, das gute Hacker sich durchaus auch ungefährlichere Jobs besorgen könnten, womit sie vor demselben Problem stehen.
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: WitzeClown am 27.01.2010 | 18:20
Also ich kann die Schlussfolgerung, dass Magiebegabte allesamt entweder exzentrisch oder gleich ganz wahnsinnig sind so nicht nachvollziehen. Halte ich für ein bisschen weit hergeholt.

Also ich persönlich halte die Ausführungen von Grey Ice auch für viel plausibler als die von YY.

Dass gerade astrale Wahrnehmung in diesem Zusammenhang mit ´ "NUR" in den Astralraum sehen können´ abgetan wird, kann ich nicht nachempfinden.

Und zu diesem Punkt möchte ich noch was los werden:

Die Freundin von einem alten Schulfreund von mir ist Synästhetikerin (http://de.wikipedia.org/wiki/Synästhesie). Genauer gesagt nimmt sie Geräusche, Stimmen, Musik etc. in der Form von Farben wahr. Natürlich beeinflußt das ihr Leben, aber die gute Dame verbringt trotzdem nicht ihr Leben damit über die tieferen Mysterien der menschlichen Neuroanatomie zu philosophieren. Ich weiß das lässt sich nicht so wirklich gut vergleichen, aber ich denke es ist ein schönes Beispiel dafür wie man eine ungewöhnliche Begabung auch einfach eine Begabung sein lassen kann, ohne dass mangleich damit beginnt sein ganzes Leben in Frage zu stellen. 
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Naga am 27.01.2010 | 18:29
Ist die Sache nicht viel einfacher?

These I: Als Magiebegabter ist es leicht bei Konzernen unterzukommen oder sich legal selbständig zu machen.
These II: Wer bei klarem Verstand ist wird diese Möglichkeit wohl meist irgendwie nutzen.

Aus I+II folgt: Magiebegabte die trotzdem in den Schatten rumhängen haben wahrscheinlich einen an der Waffel.  ~;D
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: YY am 27.01.2010 | 23:32
Zitat von: WitzeClown
Also ich kann die Schlussfolgerung, dass Magiebegabte allesamt entweder exzentrisch oder gleich ganz wahnsinnig sind so nicht nachvollziehen. Halte ich für ein bisschen weit hergeholt.

(fett von mir)

Habe ich so auch nicht gesagt - ich sagte, dass es viele gibt, die wegen ihres Talentes eine so verworrene Weltsicht oder ein so geartetes Wertesystem haben, dass sie sich in Konzerndiensten nicht zu Hause fühlen und deswegen "mundan rational" unsinnige Entscheidungen hinsichtlich ihrer Lebensführung treffen - genau so, wie Naga das dargestellt hat ;)

Zitat von: Grey Ice
Der Grund ist hier auch verdammt einfach - er hat Star-Allüren, spricht mit den Wänden und macht seinen Job auch nur, wenn es ihm passt, dazu hat er ein Gehalt, für das man ein ganzes mundanes Forschungsteam zusammenbekommen kann - aber wenn er die Sachen nicht macht, macht sie keiner, also lächelt Mr. Manager wieder nur verständnisvoll, wenn Mr. Gato nach 2 Stunden Mittagspause erstmal ein Nickerchen einlegt.

Das sehe ich eben deutlich anders.

Mr. Manager wird vielleicht gute Miene zum bösen Spiel machen, aber zugleich Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um einen Hermetiker aufzutreiben, der den Spinner ersetzt.

De facto macht der Spinner seine Arbeit nämlich nicht, und lieber leg ich dann für einen teamfähigen Mitarbeiter noch ein bisschen was drauf.

Dafür, dass man wirklich alles und jeden nehmen muss, sind Magiebegabte nicht selten genug.


Die Erwachten, die tatsächlich in Konzerndiensten stehen und sich das so ausgesucht haben, sind die Normalen, die Angepassten, die Berechenbaren. Vielleicht mit kleinen Macken, aber die komplett Verratzten turnen woanders rum.


Zitat von: Grey Ice
Definitiv nicht - es gibt eine Menge Möglichkeiten, sich vor physischen oder Matrixangriffen zu schützen, ohne selbst ein Kämpfer oder Hacker zu sein - mit genug Kapital kann man sich durchaus gut davor schützen, weit besser wie gegen Magie selber.

Auch für physische und IT-Sicherheit braucht es Leute vom Fach, die mit ihren Fähigkeiten in der Regel auch genau so gut auf der Gegenseite stehen könnten.
"Genug Kapital" bedeutet doch nur, dass ich mir die entsprechende Expertise ins Haus hole, nicht anders als beim Magier auch.


Der Großteil magischer Objektsicherheit bei Konzernanlagen dürfte im Errichten von Hütern und Beschwören von Wachgeistern bestehen - dann braucht der Errichtende nur noch an astrales und/oder physisches Interventionspersonal weiterzumelden, wenn einer seiner Hüter oder Geister beeinflusst wird oder anschlägt.
Das ist prinzipiell doch sehr ähnlich wie in der EDV - ein einzelner Magier kann einen Riesenbereich abdecken, ist aber selten selbst vor Ort, wenn was passiert. Er macht seine Arbeit im Vorfeld bzw. im Fall des Magiers auch zeitgleich, aber aus großer Entfernung.

Magier in der Sicherheit braucht man primär, um Bedrohungen früh zu erkennen und eventuell ihre Natur (mundan oder magisch) festzustellen, und auch hier gibt es schon einige Möglichkeiten, für die ich den Magier nicht unbedingt brauche (FAB-Alarme z.B.).

Als Spruchschleuder ist ein Magiebegabter i.d.R. verschwendet.
Counterspeller und andere Magier, die unmittelbar vor Ort sein müssen, findet man beim Personenschutz des Vorstandes usw., aber nicht in jedem Wachteam in einer x-beliebigen Anlage. 

Da muss man also wieder nicht auf Teufel komm raus jeden Heinz einstellen.
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Skidz am 28.01.2010 | 00:09
Zitat von: YY
Dafür, dass man wirklich alles und jeden nehmen muss, sind Magiebegabte nicht selten genug.

Würde sagen: Doch, jene mit gescheit ausgebauten Magieattribut schon. Hier geht es nicht um einen Zauberer mit einem (wenn man es in Werten darstellt) Attribut von 2-3, sondern von 5-6+. Müssen muss auch keiner, aber wollen und sichern.

Da wir hier über Zauberer reden, habe ich mich auf diese nur bezogen. Ein highend Hacker oder gar ein Technomancer wird ebenso mit Handkuss genommen, wobei die schon weit mehr bieten müssen um interessant zu sein.
Straßensamurais und der ganze Rest sind uninteressant, solange sie nicht mit mindestens Betaware vollgestopfte "Fastzombies" sind, die sich obendrein einen Ruf erarbeitet haben und irgendwie spezialisiert sind. Den Rest kann man durch billige Masse an Teilvercyberten ersetzen (oder kurzweilig als Shadowrunner anwerben).
Shadowrunner die regelmäßig für einen Konzern den Müll raus bringen sind für mich übrigens auch schon fast auf der "Lohnliste", und somit gesichert.

Ferner habe ich die Astralsicht nicht kleinreden wollen, ist es doch eben eine der Fähigkeiten, die bei den verschiedenen Einrichtungen besonders gewünscht ist. Ich schrieb, dass ein Großteil der Zauberer (erneut, wenn ich es in Werten nenne) mit einem Magieattribut von 1 natürlicherweise nicht zu mehr in der Lage sind als astral wahrzunehmen und ggf auch ausserkörperliche Reisen zu unternehmen. Der Rest bleibt ohne Förderung verkümmert, und selbst das oben genannte wird in den meisten Fällen gemieden werden, wenn man die menschliche Natur betrachtet (und das auch noch auf der Straße) und nicht gerne als Freak durchgehen (oder wahrscheinlicher gekillt werden) möchte.
Daher der zweifelhafte Nutzen in den unteren Lebensqualitäten.
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Medizinmann am 28.01.2010 | 09:21
...
Dafür, dass man wirklich alles und jeden nehmen muss, sind Magiebegabte nicht selten genug.
...
Ganz ofizielle Zahlen :
Anteil der erwachten Bevölkerung 1 %
Ca >50% davon sind Ki-Adepten
(Ab hier muss ich schätzen  )
der Rest teilt sich in Vollmagier und Ki-Magier auf (also geschätzte 0,2 bis 0,25 % jeweils)
Die Vollmagier teilen sich in ca 1/3 Hermetiker, 1/3 Schamanen und das letzte 1/3 die anderen Schulen
wenn wir also von 0,08 bis 0,1 % Hermetiker ausgehen liegen wir ganz richtig !
und Skiddz hat noch einen neuen Punkt gebracht,den hab Ich vergessen.
nur ca 1/2 der 0,08 bis 0,1 % reinen Hermetiker wird ein Magieattrinut von 3+ haben
also sind gute Hermetiker noch seltener.
Auf der + Seite kann man noch die Ki-Magier mit in die Rechnung reinnehmen ,dann kommt man wieder auf ca 0,1 % gute Hermetiker und Ki-magier ,die für Kons wichtig sind
1 von 1000 !

mit Demoskopischem Tanz
Medizinmann
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Naga am 28.01.2010 | 10:01
1 von 1000 !

Das wären dann aber doch schon ne ganze Menge.

Um das mal mit heutigen Zahlen zu veranschaulichen:
- Das wären heutzutage etwa 86.000 kompetente Magier in Deutschland.
- Auf 3 Polizisten (insges. 250.000) käme ein kompetenter Magier.
- Auf 5 Ärzte (insges. 420.000) käme ein kompetenter Magier.
- Selbst ein 2000 Seelen-Kaff verfügte über 2 kompetente Magier (falls sie nicht wegziehen ;) ).
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Michael am 28.01.2010 | 11:40
Ich glaube Medizinmann meinte, einer von tausend Magiern, und nicht einer von tausend Bürgern. Ansonsten hätte man ja weniger Sorgen an einen Magier dran zu kommen.
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Medizinmann am 28.01.2010 | 11:54
Ich glaube Medizinmann meinte, einer von tausend Magiern, und nicht einer von tausend Bürgern. Ansonsten hätte man ja weniger Sorgen an einen Magier dran zu kommen.
nein, meine Zahlen waren an der Bevölkerung gemessen
0,1 % der Bevölkerung ist als Hermetiker mit MAG>2 bzw Ki-Magier mit MAG>2

 
 
Das hab Ich jetzt (ab Zeile 3 ,die ersten beiden sind offizielle Zahlen) so abgeleitet wie Ich das SR Universum kenne/sehe.Absolut gültige Zahlen sind das nicht...und vielleicht hab Ich auch einen Rechenfehler ?
.....Uuups die 1:1000 ist die Gesamtbevölkerung (von Babies bis Greis ! )


HokaHey
Medizinmann
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Grey Ice am 28.01.2010 | 12:42
Habe ich so auch nicht gesagt - ich sagte, dass es viele gibt, die wegen ihres Talentes eine so verworrene Weltsicht oder ein so geartetes Wertesystem haben, dass sie sich in Konzerndiensten nicht zu Hause fühlen und deswegen "mundan rational" unsinnige Entscheidungen hinsichtlich ihrer Lebensführung treffen - genau so, wie Naga das dargestellt hat ;)
Wie gesagt, sehe ich nicht so. Ein Großteil der Traditionen haben ein Wertesystem, indem Wohlstand, das eigene Wohlergehen und persönliche Freiheiten wichtig sind - die ersten beiden Punkte erfüllt ein Konzern definitiv, und auch beim 3. Punkt sind Konzerne Magiern gegenüber sehr freigiebig.
Das sehe ich eben deutlich anders.

Mr. Manager wird vielleicht gute Miene zum bösen Spiel machen, aber zugleich Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um einen Hermetiker aufzutreiben, der den Spinner ersetzt.

De facto macht der Spinner seine Arbeit nämlich nicht, und lieber leg ich dann für einen teamfähigen Mitarbeiter noch ein bisschen was drauf.

Dafür, dass man wirklich alles und jeden nehmen muss, sind Magiebegabte nicht selten genug.
Etwas drauflegen tun andere aber auch, um den Hermetiker zu bekommen - und auch wenn der Hermetiker nur 1 Stunde Mittag macht und danach kein Nickerchen, heißt es nicht, das er länger wie 6 Stunden am Tag groß schuften wird, wenn er nicht entsprechend motiviert ist. Er kann sein Geld auch weit bequemer verdienen. 100%ig teamfähig wird bei Magiern, denen man häufig Arroganz usw. nachsagt, die überall verhätschelt und bevorzugt werden, imho ein Begriff sein, der Seltenheitswert besitzt und nicht nur "für ein bischen was drauflegen" zu bekommen ist. Von daher ist es die Frage, ob Mr. Gato tatsächlich so viel ineffektiver ist wie der Hermetiker ist, besonders wenn man Kosten und Leistung vergleicht. Mr. Gato könnte ja einer der Top-Schamanen sein - der dann sein Geld wieder wert wäre, egal wie lange er arbeitet.

Die Erwachten, die tatsächlich in Konzerndiensten stehen und sich das so ausgesucht haben, sind die Normalen, die Angepassten, die Berechenbaren. Vielleicht mit kleinen Macken, aber die komplett Verratzten turnen woanders rum.
Komisch, fast genau das, was ich sagte. Die komplett-Psychopathen oder asoziale lassen sich nicht in ein unternehmen einbinden (Aboriginies, Rattenschamanen, etc), die anderen (Wujen, Hermetiker, Chaosmagier, Schwarzmagier, Psioniker, gemäßigte Wicca, Theurgen, islamische Magier, Schamanen oder Druiden ohne Schutzpatron bzw. mit gemäßigten) werden entweder mit Kusshand genommen oder haben zwar ihre Macken, gehören aber zu einer sehr kleinen Gruppe der Bevölkerung, die überhaupt theoretisch in der Lage wäre, den Konzern in der Sache zu unterstützen. Der Unterschied ist, ob man davon ausgeht, das Magier fast grundsätzlich Macken haben, die sie unfähig für das normale Leben machen, oder ob man es für wahrscheinlicher hält, das ein über jahrzehnte perfektioniertes System zum Aufspüren, Ausbilden und Fördern magischer Fähigkeiten eben das effektiv verhindert - wie gesagt, ein Großteil der magischen Traditionen funktioniert nach denselben Wertvorstellungen wie bei normalen Menschen, und die Tatsache, das Magier in "tiefere Ebenen" als Mundane einblicken können sollte imho kaum darin enden, das sie nur noch die Hände in den Schoß legen, sich aus dem Penthouse schmeißen lassen und in der Gosse über die Frage aller Fragen philosophieren, bis der Hunger sie dann in die Hände eines Schmidts treibt, der sie dann mit einer Truppe von Versagern halsbrecherische, gefährliche und höchstkriminelle Dinge tun lässt.

Auch für physische und IT-Sicherheit braucht es Leute vom Fach, die mit ihren Fähigkeiten in der Regel auch genau so gut auf der Gegenseite stehen könnten.
"Genug Kapital" bedeutet doch nur, dass ich mir die entsprechende Expertise ins Haus hole, nicht anders als beim Magier auch.
Das mit dem Kapital ist übrigens interessant - ich hab mir ne Messerklaue gebastelt, KON 3, STR 3, GES 5, einziger Kampfskill Waffenlos 4 - und 250.000 an Ressourcen in Cyber-, Bio- und Nanoware sowie Talentsoft - der Char ist auf Augenhöhe mit so gut wie jedem anderen Sam in unserer Gruppe. Und tatsächlich sollte es deutlich einfacher sein, einen Experten für physische Sicherheit zu besorgen als einen magischen Experten - und um physische Sicherheit zu gewährleisten, kann man mit Drohnen und Überwachungsequipment viel erreichen - Kapitaleinsatz eben.

Matrixsicherheit kann durch großen Kapitaleinsatz ebenfalls zu einem hohen Grad gewährleistet werden - (Nano-)Sicherheitsschlüssel, Verschlüsselungen, restriktive Zugangskontrollen, hochgradige IC's sollte schon so einiges abschrecken. Man muß auch nicht jeden Hacker für die Sicherheit anwerben, den man bekommen kann - es sollte weit mehr brauchbare Hacker mit Konzern- u.ä. Ausbildung geben als Magier. Wenn man allerdings ein Matrixtalent in den Schatten entdeckt, das jenseits von gut und böse ist, ist es, genau wie ein Magier, sein Gewicht in Gold wert - etwas, was man über einen Sam nicht sagen kann.  

Der Großteil magischer Objektsicherheit bei Konzernanlagen dürfte im Errichten von Hütern und Beschwören von Wachgeistern bestehen - dann braucht der Errichtende nur noch an astrales und/oder physisches Interventionspersonal weiterzumelden, wenn einer seiner Hüter oder Geister beeinflusst wird oder anschlägt.
Das ist prinzipiell doch sehr ähnlich wie in der EDV - ein einzelner Magier kann einen Riesenbereich abdecken, ist aber selten selbst vor Ort, wenn was passiert. Er macht seine Arbeit im Vorfeld bzw. im Fall des Magiers auch zeitgleich, aber aus großer Entfernung.

Magier in der Sicherheit braucht man primär, um Bedrohungen früh zu erkennen und eventuell ihre Natur (mundan oder magisch) festzustellen, und auch hier gibt es schon einige Möglichkeiten, für die ich den Magier nicht unbedingt brauche (FAB-Alarme z.B.).

Als Spruchschleuder ist ein Magiebegabter i.d.R. verschwendet.
Counterspeller und andere Magier, die unmittelbar vor Ort sein müssen, findet man beim Personenschutz des Vorstandes usw., aber nicht in jedem Wachteam in einer x-beliebigen Anlage.  

Da muss man also wieder nicht auf Teufel komm raus jeden Heinz einstellen.
Nicht für die Sicherheit - wie ich bereits schrieb, ist beim Sicherheitsmagier im SR4A erwähnt, das nur wenige Magier Vollzeit-Sicherheitskräfte sind. Wie ich ebenfalls schrieb, wird der magischen Industrie große Bedeutung zugemessen - Konzerne wie MCT, Wuxing und SK sind da Vorreiter - was anhand des Vergleichs von Naga auch irgendwo verständlich ist. Hier werden magische Talente benötigt, um die Ware zu produzieren usw. Des weiteren kann ein Magier in vielen anderen Bereichen tätig sein. Als sehr effektiver Arzt, in der Unterhaltungsindustrie, wie erwähnt in den Sicherheitsdiensten (man muß mal betrachten, wieviel Erwachte LS lt. den alten Sourcebooks für seine FRT's, SWAT's benötigt, dazu kämen Sachen wie PsiAid und der steigende Bedarf an Sicherheit vor magischen Bedrohungen), usw. Da entsteht Nachfrage nach dem Personal. Nein, sie müssen sicher nicht jeden Heinz einstellen. Aber wenn Heinz gut genug für die Schatten ist, dann ist er mehr als gut genug für ein grobes Dutzend an anderen Jobs, die er sich quasi aussuchen könnte und in denen er immer mehr als großzügig bezahlt wird und eine Menge Freiheiten genießt.

Zitat von: Naga
Ist die Sache nicht viel einfacher?

These I: Als Magiebegabter ist es leicht bei Konzernen unterzukommen oder sich legal selbständig zu machen.
These II: Wer bei klarem Verstand ist wird diese Möglichkeit wohl meist irgendwie nutzen.

Aus I+II folgt: Magiebegabte die trotzdem in den Schatten rumhängen haben wahrscheinlich einen an der Waffel.

To cut a long story short. Gut geschrieben. Du bist Heinz, du bist erwacht, du bist in den Schatten? Dann hast du entweder ziemliche Probleme, oder dir bietet man eine verdammte Menge Kohle.



Zitat von: Medizinmann
Die Vollmagier teilen sich in ca 1/3 Hermetiker, 1/3 Schamanen und das letzte 1/3 die anderen Schulen
Wie du geschrieben hast ist das alles ziemliche Spekulation. Ich für meinen Teil tue mir schwer mit der Aussage, das die magische Tradition nordamerikanischer Ureinwohner eine der beiden häufigsten Traditionen weltweit ist - ganz zu schweigen von dem Vergleich mit den Hermetikern, die es auch in enorm ähnlichen Abwandlungen (Chaosmagie, Schwarze Magie) weltweit seid Jahrzehnten gibt, von den meisten Mächten gefördert und systematisch gepusht wird. Ich denke, das der Eindruck durch den Fokus von SR auf Nordamerika/Seattle so entstanden ist. Z.B. Wujen sollte es in China eine ganze Menge geben - angesichts der Bevölkerung dort heutzutage - gehen die wirklich in der Masse unter?
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Naga am 28.01.2010 | 13:04
Das hab Ich jetzt (ab Zeile 3 ,die ersten beiden sind offizielle Zahlen) so abgeleitet wie Ich das SR Universum kenne/sehe.Absolut gültige Zahlen sind das nicht...und vielleicht hab Ich auch einen Rechenfehler ?
.....Uuups die 1:1000 ist die Gesamtbevölkerung (von Babies bis Greis ! )

Naja, letzteres würde gerade mal einen Faktor von 2 ausmachen (etwa 55% der Bevölkerung derzeit sind zwischen 20 und 60 - siehe hier (http://www.bpb.de/wissen/X39RH6,0,0,Bev%F6lkerung_nach_Altersgruppen_und_Geschlecht.html)).


Ich würd ja vermuten, dass die Zahlen gar nicht darauf ausgelegt sind, wirtschaftlich Sinn zu machen. "1% Erwachte" klingt einfach viel zu griffig. ;)
Shadowrun wird halt sehr über Stil definiert (und da reicht eine solch grobe Abschätzung ja vollkommen aus), da wird man wohl mit ein paar Logik-Sprüngen zur Substanz leben müssen.
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Medizinmann am 28.01.2010 | 13:06
Z.B. Wujen sollte es in China eine ganze Menge geben - angesichts der Bevölkerung dort heutzutage - gehen die wirklich in der Masse unter?
gutes Argument
Ich bin tatsächlich von Nordamerika bzw der ADL ausgegangen, der Anteil der Wujen in Asien sollte ebensohoch sein,wie der der Hermetiker in der Westlichen Welt ,also für Asien einfach Hermetiker und Wujen tauschen(evtl noch Buddhisten&Shintoisten und Schamanen tauschen ??)
Ich bin deshalb von jeweils 1/3 ausgegangen,weil im GRW(oder im Strassenmagie ?) steht,das sowohl Hermetiker als auch Schamanen der Großteil der Magier ist(Ich machs mir halt,wenns geht,Einfach  ;D ) und mit jeweils 1/3 lässt es sich am leichtesten rechnen

mit ausgetauschtem Tanz
Medizinmann
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Grey Ice am 28.01.2010 | 14:58
Ich bin tatsächlich von Nordamerika bzw der ADL ausgegangen, der Anteil der Wujen in Asien sollte ebensohoch sein,wie der der Hermetiker in der Westlichen Welt ,also für Asien einfach Hermetiker und Wujen tauschen(evtl noch Buddhisten&Shintoisten und Schamanen tauschen ??)
Vielleicht auch eher nicht. Ganz ehrlich, ich halte so Pi x Auge-Berechnung nur sehr bedingt für zielführend. Davo abgesehen, das ich den Anteil von Schamanen in der ADL deutlich unter 1/3 sehe. Viele Gründe, warum die magische Tradition amerikanischer Ureinwohner hierzulande viele Anhänger hat fallen mir nicht ein, ausser vielleicht, das es in den anderen 3 Versionen hauptsächlich Schamanen waren und die viel Bock gemacht haben.

Hierzulande dürfte der Anteil an Wicca, der Theurgen und der an die Hermetik angelehnten Traditionen deutlich höher sein.
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: YY am 28.01.2010 | 19:13
Zitat von: Naga
Das wären dann aber doch schon ne ganze Menge.

Um das mal mit heutigen Zahlen zu veranschaulichen:
- Das wären heutzutage etwa 86.000 kompetente Magier in Deutschland.
- Auf 3 Polizisten (insges. 250.000) käme ein kompetenter Magier.
- Auf 5 Ärzte (insges. 420.000) käme ein kompetenter Magier.
- Selbst ein 2000 Seelen-Kaff verfügte über 2 kompetente Magier (falls sie nicht wegziehen ;) ).

Sag ich doch. So gering ist die Zahl an Erwachten nicht, dass man da wirklich auf Gedeih und Verderb alles einstellen muss.

Mal eine Frage in die Runde:
Wozu braucht man denn die großen Kompetenzen, also diejenigen mit Magie 5+ und ohne große Macken?

Für die Grundlagenforschung, ok.

Magische Screenings/Talentsuchen werden wohl zunächst von einem Haufen Minderbegabter durchgeführt und dann erst gegen Ende nach Aussiebe- und Vorbereitungsprozessen oder bei Ausnahmefällen von einem starken Magier übernommen, wenn überhaupt.

Magische Pflanzen und Viechereien züchten, kleinere Foki herstellen und den Nachwuchs unterrichten können auch schwächere Magier.
Der Markt für hochstufige Foki dürfte verschwindend klein und der Personalbedarf entsprechend gering sein.
Die Kundschaft baut entweder selbst oder verlässt sich auf wenige anerkannte Meister - vielleicht vergleichbar mit zeitgenössischen Messersammlern.

Magische Interventionsteams oder spezialisierter Personenschutz in der Privatwirtschaft sowie deren polizeiliche und militärische Gegenstücke wollen/brauchen auch möglichst starke Magier.

Aber sonst fällt mir jetzt nicht allzu viel ein, wo es unbedingt nötig ist, dass der Ausführende einen möglichst hohen Magiewert hat (es ist aber natürlich kein Hindernis).

Ich werd das Gefühl nicht los, dass einige Bereiche sogar ziemlich überlaufen sein könnten.

Zitat von: Grey Ice
Und tatsächlich sollte es deutlich einfacher sein, einen Experten für physische Sicherheit zu besorgen als einen magischen Experten - und um physische Sicherheit zu gewährleisten, kann man mit Drohnen und Überwachungsequipment viel erreichen - Kapitaleinsatz eben.

Matrixsicherheit kann durch großen Kapitaleinsatz ebenfalls zu einem hohen Grad gewährleistet werden - (Nano-)Sicherheitsschlüssel, Verschlüsselungen, restriktive Zugangskontrollen, hochgradige IC's sollte schon so einiges abschrecken.

Drohnen und Überwachungsequipment werden genau so wie ICE und andere Matrixelemente von den zuständigen Experten gewartet, gesteuert, implementiert, verbessert usw. - so wie das beim Sicherheitsmagier mit seinen Hütern und Geistern auch der Fall ist.
Der Magier braucht dafür auch Material und wird bezahlt - das ist genau so Kapitaleinsatz.

Dass magisches Talent angeboren ist und es für IT- und physische Sicherheit keine solche Vorbedingung gibt (zumindest nicht in diesem extremen Ausmaß), spielt da nur insofern rein, als dass es den Preis für magische Sicherheit hoch treibt.


Dabei kommt noch hinzu, dass es zumindest im Bereich der Objektsicherheit gegen magische Angriffe durchaus mundane Mittel gibt bzw. einige mundane Sicherheitsmaßnahmen auch gegen Magier wirksam sind.
Auch mit völlig mundanen Mitteln kann man einem Erwachten Angreifer das Leben sehr schwer machen.


Zitat von: Grey Ice
Wenn man allerdings ein Matrixtalent in den Schatten entdeckt, das jenseits von gut und böse ist, ist es, genau wie ein Magier, sein Gewicht in Gold wert - etwas, was man über einen Sam nicht sagen kann.

Da könnte man jetzt den Vergleich zu Blackwater und ähnlichen Firmen ziehen, wo bei manchen Aufträgen die "triggermen" durchaus ebenso gut oder mehr verdienen wie ein hochgestellter IT-Sicherheitsexperte.

Ich will aber etwas anders ansetzen:
Der "moderne" Sam ist für mich ein Tausendsassa, der seinem Gegner immer einen Schritt voraus ist, der die Fakten der Zielsetzung entsprechend auswerten kann und die Pläne macht, der über Prozeduren und Abläufe genau Bescheid weiß uvm.

Er beschäftigt sich mit all den kleinen und großen Dingen, für die die wirklich guten Magier und Hacker keine Zeit haben, weil ihr Spezialgebiet sie voll in Anspruch nimmt.

Man kann einen guten Sam nicht auf eine Sache reduzieren wie Magier oder Hacker, das ist mMn der große Unterschied.

Ein Sam "jenseits von Gut und Böse" ist eine Mischung aus Jason Bourne, Bob Lee Swagger, dem Schakal und einem T-800.
So jemanden kann man durchaus in Gold aufwiegen.
 
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Medizinmann am 28.01.2010 | 19:28
Sag ich doch. So gering ist die Zahl an Erwachten nicht, dass man da wirklich auf Gedeih und Verderb alles einstellen muss.
Nagas Berechnung ist aber insofern falsch,weil sie von meiner falschen Grundrechnung  ausgeht.
das Ratio 1:1000 ist für die gesammte Bevölkerung (also von Babies bis Greisen)
man muss nochmal die Hälfte abziehen weil zu alt oder zu Jung
1 : 2000 ist ImO richtiger
und das sind jetzt alle Hermetiker mit einer MAG von 3+ nicht 5+
bei 5+ bist du bei ca 1: 50.000 (ausrechnen kann das jemand anders ;) )

mit korrigierendem Tanz
Medizinmann
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Edler Baldur am 28.01.2010 | 21:01
Zitat
bei 5+ bist du bei ca 1: 50.000

Wenn man für Seattle 4 Millionen Einwohner annimmt (3 Millionen sind registriert lt Sourcebook) kommt man dann auf 80 Magier mit Mag 5+ in Seattle.

Puh, weiß nicht, Zahlen und Shadowrun passen augenscheinlich nicht so gut zusammen, wenn ich mir vorstelle, dass es nur 80 Magier dieses Kalibers in
Seattle gibt, ist man eher früher als später bekannt wie ein bunter Hund bei den entsprechenden Stellen.

Gut eine herausragende Stellung werden diese 80 Leute schon irgendwie besitzen.
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Fat Duck am 28.01.2010 | 23:45
Puh, weiß nicht, Zahlen und Shadowrun passen augenscheinlich nicht so gut zusammen,

Diese Zahlen basieren auf der Interpretation eines Spielers. ;)
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: dunklerschatten am 29.01.2010 | 00:06
 ~;D Ihr rechnet euch die Birnen heiß für ein Aktionspiel  ~;D

Letztlich ist das Ergebnis aber eh irrelevant, wenn man sich mal so ansieht wie die durchschnittlichen Runnergruppen zusammen gesetzt sind die man so auf Cons etc. sieht.
Tendeziell quellen die doch von Magie/magisch bedingten Freaks über.


Ich kann der Argumentation von YY auch nicht so wirklich folgen, sicher kann man System interpretieren. Nichts desto trotz halte ich die Datenbasis (Quellbücher etc.) für das wesentliche um ein Spielsystem zu beurteilen.

Und durch die Bücher wird jedenfalls für mich klar, das Magier egal welcher Tradition, eher an der Spitze der Nahrungskette zu suchen sind.



Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Medizinmann am 29.01.2010 | 08:55
Diese Zahlen basieren auf der Interpretation eines Spielers. ;)
nur die untere Hälfte
Die oberen Zahlen sind offiziell !
1% Erwachte
>die Hälfte davon Ki-Ads


Den Rest könnt Ihr Euch selbst ausrechnen
Grey Ice hat ja recht,das z.B. der Anteil der WuJen in Asien sehr viel höher ist
Dazu müsst Ihr bedenken ,das in diesem 1 % alles mit drin ist,Babies,Großväter, Leute die nur einen Spellknack haben oder nur Astrale Wahrnehmung, Magier mit einem MAG (Magieattrinbut) von 1 oder 2,Schamanen,toxisch verzerrte,besagte Rattenschamanen(die sich z.B. nicht so gut in Strukturen einfügen und deshalb füer Konzerne ungeeignet sind)
etc.
Das Ausrechnen überlasse Ich Euch
Macht euch eure Zahlen,wie ihr sie haben wollt :D

HokaHey
Medizinmann
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Fat Duck am 29.01.2010 | 11:57
Macht euch eure Zahlen,wie ihr sie haben wollt :D

Ich glaub genau das is auch so gedacht. :)

Letztlich ist das Ergebnis aber eh irrelevant, wenn man sich mal so ansieht wie die durchschnittlichen Runnergruppen zusammen gesetzt sind die man so auf Cons etc. sieht.
Tendeziell quellen die doch von Magie/magisch bedingten Freaks über.

Wen interessieren denn Spielergruppen in dem Zusammenhang? Das sind die Protagonisten. Die müssen sich an gar keine Statistik halten.
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Grey Ice am 29.01.2010 | 13:26
Mal eine Frage in die Runde:
Wozu braucht man denn die großen Kompetenzen, also diejenigen mit Magie 5+ und ohne große Macken?

Für die Grundlagenforschung, ok.

Magische Screenings/Talentsuchen werden wohl zunächst von einem Haufen Minderbegabter durchgeführt und dann erst gegen Ende nach Aussiebe- und Vorbereitungsprozessen oder bei Ausnahmefällen von einem starken Magier übernommen, wenn überhaupt.

Magische Pflanzen und Viechereien züchten, kleinere Foki herstellen und den Nachwuchs unterrichten können auch schwächere Magier.
Der Markt für hochstufige Foki dürfte verschwindend klein und der Personalbedarf entsprechend gering sein.
Die Kundschaft baut entweder selbst oder verlässt sich auf wenige anerkannte Meister - vielleicht vergleichbar mit zeitgenössischen Messersammlern.

Magische Interventionsteams oder spezialisierter Personenschutz in der Privatwirtschaft sowie deren polizeiliche und militärische Gegenstücke wollen/brauchen auch möglichst starke Magier.

Aber sonst fällt mir jetzt nicht allzu viel ein, wo es unbedingt nötig ist, dass der Ausführende einen möglichst hohen Magiewert hat (es ist aber natürlich kein Hindernis).

Ich werd das Gefühl nicht los, dass einige Bereiche sogar ziemlich überlaufen sein könnten.
Magier sind in vielen Bereichen hilfreich - als Beispiele fällt mir da z.B. die Unterhaltungsindustrie und Medizinische Versorgung ein, aber auch Nachrichtendienste bzw. alles, was mit Verhandlungen usw. zu tun hat kann von Magiern deutlich profitieren. Rettungsdienste z.B. sind für Magier auch mehr als nur dankbar. Ich halte es nicht für richtig, Magier nur auf Kampf- und Illusionszauber zu reduzieren. Ob alle davon unbedingt gute Magier brauchen ist natürlich diskutabel - Fakt ist aber, das je fähiger der Magier ist, desto größer der Vorteil für seinen Arbeitgeber - ganz egal ob es um einen Personenschutz-Magier oder um einen Unterhaltungsmagier handelt, die mit magischen Effekten Konzerte und Live-Events aufbessern soll.

Diesbezüglich ist es ebenfalls nicht richtig Magische Forschung auf Grundlagenforschung zu reduzieren - die Erfindung neuer Foki-Arten oder Zaubersprüche könnte eine wirtschaftliche Nutzung der Magie vereinfachen und zu Vorteilen in anderen Märkten führen. Viel Grundlagenforschung wird von einer Vielzahl von renommierten Unis unternommen, die auch (oder speziell) für Magier 5+ interessant ist. Unis dieser Art sind quasi wie Pilze aus dem Boden geschossen, und werden dann noch durch Institutionen wie das DIMR oder der Atlantean Foundation ergänzt, die alles andere als klein sind, aber einen großen Einfluß haben.

Das du den Markt für Foki und magischen Bedarf so einfach differenzieren kannst - kleinstufige Dinge, die jeder Magier machen kann und hochstufige Dinge, die ja eh jeder selbst macht, halte ich auch nicht für richtig. Wie gesagt ist der Markt für magisches Zubehör groß genug, das ihn sich 3 der größten Megakons der Welt ihn sich teilen und er für alle immer noch sehr profitabel ist - diese Aussage ist Kanon, nachzulesen im Corporate Download. Natürlich kann man anhand von den Zahlenspielereien hier jetzt ableiten, das man den Kanon unrealistisch findet - imho wäre da aber eher die Frage, ob dann Zahlenspielerei oder Kanon falsch ist. Ganz abgesehen davon, das wohl kaum jeder Magier mit Magie 5+ sich die Monate an Zeit nimmt, um sich selber Fokis zu machen, bloß weil jeder SC, den man kennt, es so macht - lt. Kanon sind Magier in den Schatten selten, die meisten nutzen ihre Gabe im normalen Leben.

Wie gesagt ist das hier meine Meinung, die sich größtenteils mit dem Kanon deckt. Ich will dir nicht vorschreiben, das so und nicht anders in deiner Runde zu handhaben, der Kanon jedoch schreibt magischer Begabung eine enorm große Bedeutung zu, und hält fest, das magische Begabung in den Schatten tatsächlich äußerst selten ist - Geld verdienen können die meistenen von denen auf eine gemütliche Art und Weise auch.

Drohnen und Überwachungsequipment werden genau so wie ICE und andere Matrixelemente von den zuständigen Experten gewartet, gesteuert, implementiert, verbessert usw. - so wie das beim Sicherheitsmagier mit seinen Hütern und Geistern auch der Fall ist.
Der Magier braucht dafür auch Material und wird bezahlt - das ist genau so Kapitaleinsatz.

Dass magisches Talent angeboren ist und es für IT- und physische Sicherheit keine solche Vorbedingung gibt (zumindest nicht in diesem extremen Ausmaß), spielt da nur insofern rein, als dass es den Preis für magische Sicherheit hoch treibt.


Dabei kommt noch hinzu, dass es zumindest im Bereich der Objektsicherheit gegen magische Angriffe durchaus mundane Mittel gibt bzw. einige mundane Sicherheitsmaßnahmen auch gegen Magier wirksam sind.
Auch mit völlig mundanen Mitteln kann man einem Erwachten Angreifer das Leben sehr schwer machen.
Zwischen dem Kapitaleinsatz bei der physischen- oder Matrixsicherheit und dem Material für Magier besteht ein großer Unterschied. Natürlich muß physische und Matrix-Sicherheit von einem Experten entworfen und implementiert werden - jedoch brauchst du nicht unbedingt Fastjack, um ein System gut gegen Eindringlinge zu sichern. Es reicht auch ein Anfänger, den man Kapital für die besten Spielzeuge in die Hand gibt. Alleine so ein Schlüsselsystem wie im Vernetzt beschrieben macht ein Eindringen in das System ohne vorhergehenden Schlüsselraub zu einer Sache von Kampfrunden, bis der Vorfall entdeckt wird. Das System kostet schnell ein paar hundertausend, wenn man in die High-End-Bereich will, und nimmt einen einen Großteil der Probleme durch Hacker ab.

Im Magiebereich hast du deine Beschwörungsmaterialien sowie so Sachen wie Glühmoos oder FAB's und so einen Kram - damit ein Gebäude vollständig zu sichern ist imho mehr als nur sauteuer, und trotzdem ist der Schutz bei weitem nicht so vollkommen, wie du es durch Kapitaleinsatz im physischen oder Matrixbereich schaffen kannst. Wie gesagt geht es nicht nur um die Installation, sondern auch den Betrieb und die Effektivität. Klar braucht normale Sicherheit auch einen Experten, der sie entwirft, zum Betreib reicht aber wesentlich günstigeres und einfacher beschaffbares Personal. In der magischen Sicherheit brauchst du nunmal einen guten Magier zumindest als Reaktion auf Eindringlinge, und auch konstant jemand, der Sachen wie Wachgeister und Hüter alle paar Wochen neu beschwört - so häufig kommst Fastjack nicht vorbei, um das System zu warten. Ganz abgesehen davon, das selbst dann wesentlich mehr Experten für Matrixsicherheit für so Arbeiten verfügbar wären als magische Sicherheitsexperten.
Der "moderne" Sam ist für mich ein Tausendsassa, der seinem Gegner immer einen Schritt voraus ist, der die Fakten der Zielsetzung entsprechend auswerten kann und die Pläne macht, der über Prozeduren und Abläufe genau Bescheid weiß uvm.

Er beschäftigt sich mit all den kleinen und großen Dingen, für die die wirklich guten Magier und Hacker keine Zeit haben, weil ihr Spezialgebiet sie voll in Anspruch nimmt.

Man kann einen guten Sam nicht auf eine Sache reduzieren wie Magier oder Hacker, das ist mMn der große Unterschied.

Ein Sam "jenseits von Gut und Böse" ist eine Mischung aus Jason Bourne, Bob Lee Swagger, dem Schakal und einem T-800.
So jemanden kann man durchaus in Gold aufwiegen.
Ich glaube nicht, das deine Definition hier wirklich weiterhilft. Zum einen kennt ein guter Hacker in den Schatten sich auch mit mehr wie der Matrix aus - sonst kommt er wohl kaum aufs Kon-Gelände in die Nähe des Inselsystems. Auch ein guter Magier in den Schatten wird mehr können ausser Geister beschwören, d.h. all die kleinen und großen Dinge kennen sie genauso, die setze ich bei guten Runnern voraus, egal wie gut sie in ihrem Spezialgebiet sind. Wenn du als Runner dich nur mit deinem Kram auskennst, ohne die generellen Basics zu beherrschen, bist du ein Sicherheitsrisiko, nicht der Problemlöser, der du sein solltest. Wenn du als Magier zu sehr mit Magie beschäftigt ist um zu wissen, was dein Ziel ist, oder ganz besonders als Hacker nicht weißt, was du in dem System eigentlich genau willst sondern nur draufloshackst, bist du in dem Job falsch, sorry.

Des weiteren wäre Jason Bourne natürlich eine große Hilfe, wenn man ein Gebäude sichern will, was allerdings nur beweißt, das für gute Leute immer ein Markt ist - selbst weltweit führende Blumenzüchter dürften sich über gutbezahlte Jobalternativen nicht beschweren. Natürlich ist ein Einbruchsexperte ein guter Ratgeber beim Aufstellen eines Sicherheitssystems - das ist ein Experte für die Sicherheitssysteme jedoch ebenfalls. Und ein Gebäude gegen eine Mischung aus Bourne, Swagger, Schakal und T-800 zu sichern ist auch nicht kompliziert - gib nen Kon genug Kohle, und dein toller Sam kommt ohne Matrix oder Magie nichtmal in einem Stück durch den ersten Flur.
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: dunklerschatten am 30.01.2010 | 13:51
Zitat
Wen interessieren denn Spielergruppen in dem Zusammenhang? Das sind die Protagonisten. Die müssen sich an gar keine Statistik halten.

Stimmt für Protagonisten gelten natürlich völlig andere Regeln/Konstanten/etc. als für den Rest der Spielwelt.... :P

In meiner kleinen pers.Version von SR würde eine Runnergruppe ,die magisch sehr potent ist, schon ein gewisses Maß an Interesse bei gewissen Leuten wecken  ;)
Denn bei uns in der Runde müssen auch Spieler-Chars müssen sich den allg. Rahmenbedingungen unterordnen.
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Eulenspiegel am 30.01.2010 | 14:12
Stimmt für Protagonisten gelten natürlich völlig andere Regeln/Konstanten/etc. als für den Rest der Spielwelt.... :P
Es gibt einen Unterschied zwischen Durchschnitt, Median und exakter Wert.

Der durchschnittliche IQ liegt z.B. bei ca. 100.
Aber wenn du dir Studenten an der Uni anschaust, dürftest du dort sehr viele Leute mit einem IQ von 120 und größer antreffen und kaum jemanden mit IQ < 100.

Und auch auf der Realschule sagt die Wahrscheinlichkeitsrechnung, dass es sehr wahrscheinlich irgendwo eine Realschulklasse gibt, wo der durchschnittliche IQ über 100 liegt.

Klar, durchschnittlich gibt es vielleicht 0,8 Magier pro Runnergruppe. Aber es wäre extrem unwahrscheinlich, wenn jede Runnergruppe nur 0-1 Magier hätten. Auch hier sagt die Wahrscheinlichkeitsrechnung, dass es ziemlich sicher Runnergruppen mit 2-3 Magiern gibt. (Solche Gruppen sind zwar selten, aber es wird sie sehr wahrscheinlich trotzdem geben.)

Zitat
In meiner kleinen pers.Version von SR würde eine Runnergruppe ,die magisch sehr potent ist, schon ein gewisses Maß an Interesse bei gewissen Leuten wecken  ;)
Welche Art von Interesse meinst du?
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Skidz am 30.01.2010 | 18:15
Welche Art von Interesse meinst du?

Rein platonisch, bin ich mir vollkommen sicher ~;D.
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: YY am 30.01.2010 | 18:49
Zitat von: Grey Ice
Wenn du als Runner dich nur mit deinem Kram auskennst, ohne die generellen Basics zu beherrschen, bist du ein Sicherheitsrisiko, nicht der Problemlöser, der du sein solltest.

Die Basics sollte jeder beherrschen, klar.

Aber Geschichten wie das Großthema Observation, Kenntnis bestimmter Modelle von Sicherheitstechnik, Feuerwerkerei, "Facework", Transport/Drohnenwesen etc. muss man nicht jedem Magier oder Hacker zutrauen - da ist der Sam eher daheim.
Das hat oft Schnittstellen zum Hacker und zum Rigger, aber zumindest in SR4 kann ein Sam als Sekundärfunktion mit ein bisschen Kohle ganz gut für kleinere Matrixaktionen und Riggereien brauchbar werden.   


Bei uns sind in den letzten Jahren viele low-profile-Sams aufgetaucht, die für das Meiste Bioware nutzen und die Cyberware auf legale/normale Implantate beschränken - die sind (Initiaten einmal ausgenommen) mit am Unauffälligsten. 


Zitat von: Grey Ice
Und ein Gebäude gegen eine Mischung aus Bourne, Swagger, Schakal und T-800 zu sichern ist auch nicht kompliziert - gib nen Kon genug Kohle, und dein toller Sam kommt ohne Matrix oder Magie nichtmal in einem Stück durch den ersten Flur.

Ohne einen sehr ausgefeilten und/oder unkonventionellen Plan oder massivste Gewalt kommt man auch mit Matrix und Magie nirgends rein, wenn der Preis für die Absicherung keine Rolle spielt.

Bei schwer gesicherten Anlagen ist der einzig wirklich relevante Vorteil eines Magiers mMn das Beschwören von Geistern, weil die "nachwachsen" und hoch mobil sind; evtl. auch noch astrale Aufklärung, aber beides wird mit steigendem Absicherungsgrad immer unwichtiger und gefährlicher, weil man kaum noch wo rein kommt, ohne einen Hüter brechen zu müssen.

Der Magier selbst ist aber genau so schlecht dran wie alle anderen, wenn er physisch anwesend ist.


Zitat von: Eulenspiegel
Auch hier sagt die Wahrscheinlichkeitsrechnung, dass es ziemlich sicher Runnergruppen mit 2-3 Magiern gibt. (Solche Gruppen sind zwar selten, aber es wird sie sehr wahrscheinlich trotzdem geben.)

Es wird wohl auch einige Gruppen geben, die entsprechend spezialisiert sind und nur wenige oder gar keine Mundanen dabei haben.
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: dunklerschatten am 31.01.2010 | 21:54
Zitat
Welche Art von Interesse meinst du?

Suggestive Frage ?? ;)

Also nehmen wir mal ein hypothetisches Runnerteam bestehend aus 6 Leuten, wenn davon 4 potente magische Fähigkeiten haben, dann werden die wohl a.) spezielle Runs (mit viel Mojo) bekommen und wenn sie die Runs erfolgreich erledigen eine entsprechende Reputation.

Und das könnte einige Wesen in der 6.Welt auf den Plan rufen und zu dem Schluss kommen lassen sich dieser Gruppe "anzunehmen"
Alles in Leben (und auch im RPG) hat 2 Seiten.
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: YY am 1.02.2010 | 14:51
Zitat von: dunklerschatten
Und das könnte einige Wesen in der 6.Welt auf den Plan rufen und zu dem Schluss kommen lassen sich dieser Gruppe "anzunehmen"

Das muss man aber auch nicht übertreiben - Erwachte Menschen und Viehzeugs sind ja keine große glückliche Familie; einigen Gruppen wird es schon sehr recht sein, dass bestimmte andere Magische mal auf die Ohren kriegen...

Das müsste mMn doch schon eine recht konkrete Bedrohung durch die Runner sein, dass da jemand/etwas präventiv tätig wird.
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Grey Ice am 2.02.2010 | 11:43
Die Basics sollte jeder beherrschen, klar.

Aber Geschichten wie das Großthema Observation, Kenntnis bestimmter Modelle von Sicherheitstechnik, Feuerwerkerei, "Facework", Transport/Drohnenwesen etc. muss man nicht jedem Magier oder Hacker zutrauen - da ist der Sam eher daheim.
Das hat oft Schnittstellen zum Hacker und zum Rigger, aber zumindest in SR4 kann ein Sam als Sekundärfunktion mit ein bisschen Kohle ganz gut für kleinere Matrixaktionen und Riggereien brauchbar werden.  
Großthema Observation, wo jemand, der weder zu Matrix-Überwachung noch zu astraler Überwachung in der Lage ist, soll sich hier besser auskennen? Mal ganz ehrlich, ein Hacker, den man quasi gar nicht bauen kann, ohne das er Experte für Elektronik wird hat weniger Kenntnis bestimmter Modelle von Sicherheitstechnik wie der Typ mit der Knarre? Transport/Drohnenwesen etc ist eher beim Sam daheim - wo der Hacker nur ein Implantat und vielleicht 20 BP an Skills benötigt, um einen Rigger quasi nahtlos zu ersetzen? "Facework" eine ideale Sekundärfunktion beim Sam? Ich habe bei so ziemlich jeder Profession ausser Magiern oder TM's genug soziale Skills etc dafür reinbringen können, das ist keine Kunst.

Bei uns sind in den letzten Jahren viele low-profile-Sams aufgetaucht, die für das Meiste Bioware nutzen und die Cyberware auf legale/normale Implantate beschränken - die sind (Initiaten einmal ausgenommen) mit am Unauffälligsten.  
Unauffälliger wie der Typ ganz ohne Implantate, bei den man ohne Initiatenlevel noch nichtmal seine magische Begabung sieht? Unaufälliger wie der Typ, der nur quasi-legale Headware implantiert hat? Respekt, das strapaziert mein Vorstellungsvermögen.
Ganz ehrlich, eure "low-profile-Sams" lesen sich ähnlich wie "Runner der neuen Frankfurter Schule" aus dem Konzernenklaven - die dort als klassische, lokale Ausnahmen gelten.


Ohne einen sehr ausgefeilten und/oder unkonventionellen Plan oder massivste Gewalt kommt man auch mit Matrix und Magie nirgends rein, wenn der Preis für die Absicherung keine Rolle spielt.

Bei schwer gesicherten Anlagen ist der einzig wirklich relevante Vorteil eines Magiers mMn das Beschwören von Geistern, weil die "nachwachsen" und hoch mobil sind; evtl. auch noch astrale Aufklärung, aber beides wird mit steigendem Absicherungsgrad immer unwichtiger und gefährlicher, weil man kaum noch wo rein kommt, ohne einen Hüter brechen zu müssen.
Natürlich kann man eine Anlage gegen alles sichern, wenn Geld keine Rolle spielt. Jedoch ist die Möglichkeit, eine Anlage ohne Experten, sondern nur durch Kapitaleinsatz dauerhaft zu sichern, in der Matrix und ganz besonders physisch wesentlich eher gegeben wie gegen Magie, wenn man von der Installation absieht.
Es wird wohl auch einige Gruppen geben, die entsprechend spezialisiert sind und nur wenige oder gar keine Mundanen dabei haben.
...
Das müsste mMn doch schon eine recht konkrete Bedrohung durch die Runner sein, dass da jemand/etwas präventiv tätig wird.
Wenn man bedenkt, wie gefragt kompetente Magier ausserhalb der Schatten sind, wo sie mit weniger Risiko auch ein mehr als beachtliches Einkommen erzielen, dürfte eine Gruppe, die direkt 4 solcher Raritäten beschäftigt, entweder mehr Interesse von Headhuntern anziehen oder von ernsthaften Kopfgeldjägern, wenn die 4 in den Schatten sind, weil sie anderswo was ausgefressen haben.
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Fat Duck am 2.02.2010 | 12:54
Stimmt für Protagonisten gelten natürlich völlig andere Regeln/Konstanten/etc. als für den Rest der Spielwelt.... :P

Jupp.

Zitat
In meiner kleinen pers.Version von SR würde eine Runnergruppe ,die magisch sehr potent ist, schon ein gewisses Maß an Interesse bei gewissen Leuten wecken  ;)
Denn bei uns in der Runde müssen auch Spieler-Chars müssen sich den allg. Rahmenbedingungen unterordnen.

Also haben die SCs in deinen Runden Werte zwischen 2 und 4, jeder dritte ist ein Chinese und 9/10 lebt unterhalb der Armutsgrenze?

Also nehmen wir mal ein hypothetisches Runnerteam bestehend aus 6 Leuten, wenn davon 4 potente magische Fähigkeiten haben, dann werden die wohl a.) spezielle Runs (mit viel Mojo) bekommen und wenn sie die Runs erfolgreich erledigen eine entsprechende Reputation.

Und das könnte einige Wesen in der 6.Welt auf den Plan rufen und zu dem Schluss kommen lassen sich dieser Gruppe "anzunehmen"
Alles in Leben (und auch im RPG) hat 2 Seiten.

Hm, klingt nach der stereotypischen SR-Kampagne. :P

Erwacht zu sein ist was besonderes, aber die Fähigkeiten, die SCs üblicherweise nach der Charaktererschaffung haben, sind noch um einiges seltener. Ballern wie Bond? Hacken wie Fastjack? Klingt das nach Durchschnitt? Und solchen Leuten willst du mit Statistiken kommen?
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Grey Ice am 2.02.2010 | 13:24
Erwacht zu sein ist was besonderes, aber die Fähigkeiten, die SCs üblicherweise nach der Charaktererschaffung haben, sind noch um einiges seltener. Ballern wie Bond? Hacken wie Fastjack? Klingt das nach Durchschnitt? Und solchen Leuten willst du mit Statistiken kommen?
Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Wie wahrscheinlich ist es, das ein fähiger Magier in den Schatten arbeitet?
Vor dem Hintergrund des Kanons, in dem Magier, besonders fähige Magier, selten und begehrte, bevorzugte und hochbezahlte Angestellte sind, ist ein Magier schlichtweg dumm, wenn er, anstatt einen lockeren, interessanten, saugut bezahlten und vor allem sicheren Job auszuüben in die Schatten geht, wo er sich regelmäßig gegen geltendes Recht verstößt, riskiert, unter ziemlich drastischen Bedingungen in einem Magierknast inhaftiert zu werden, wo er bei jedem Job auf neue Verletzungen, persönliche Trauma und sogar den Tod riskiert.
Imho sind daher Magier in den Schatten ziemlich rar.

Wenn 4 dieser Raritäten irgendwie in einem Team auftauchen, ist das schon seltsam.
Wenn eine Gruppe von Hobbyrennfahrern komplett auf 1961'er Ferrari 250 GTO's wechseln, ist das nunmal auch seltsam.
Möglich: Ja, sicher. Wahrscheinlich: klares Nee.
Wenn die Gruppe unbedingt so spielen möchte geht es also, für den Spielwelthintergrund ist das jedoch nunmal eher strapaziös

Dazu kommt erschwerend, das es vermutlich weniger Leute gibt, die ballern können wie Bond als Erwachte, aber Erwachte, die dazu fähig sind, in den Schatten klarzukommen und erfolgreich Runs unternehmen dürften immer noch deutlich seltener sein, als mundane, die dazu fähig sind, sei es Schützen, Hacker oder anderes.
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Fat Duck am 2.02.2010 | 13:52
Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Wie wahrscheinlich ist es, das ein fähiger Magier in den Schatten arbeitet?
Vor dem Hintergrund des Kanons, in dem Magier, besonders fähige Magier, selten und begehrte, bevorzugte und hochbezahlte Angestellte sind, ist ein Magier schlichtweg dumm, wenn er, anstatt einen lockeren, interessanten, saugut bezahlten und vor allem sicheren Job auszuüben in die Schatten geht, wo er sich regelmäßig gegen geltendes Recht verstößt, riskiert, unter ziemlich drastischen Bedingungen in einem Magierknast inhaftiert zu werden, wo er bei jedem Job auf neue Verletzungen, persönliche Trauma und sogar den Tod riskiert.

Stimmt, das Face mit seinen 30+ Würfeln auf soziale Fähigkeiten und der Hacker, der nach wenigen Runs auf dem Niveau von Fast Jack ist, könnte sicher niemals einen lockeren, interessanten, saugut bezahlten und vor allem sicheren Job ausüben. :Ironie:

Zitat
Imho sind daher Magier in den Schatten ziemlich rar.

Imho sind Shadowrunner entweder an sich ziemlich rar und bestehen aus einer kleinen Elite, quasi den Rockstars unter den Kriminellen. Dann sind Magier wahrscheinlich vergleichsweise überproportional repräsentiert.
Oder sie sind nicht rar, Magier sind was besonderes, die Spieler mit ihren Fähigkeiten aber auch.
In beiden Fällen lassen sich wohl kaum Statistiken und Verallgemeinerungen über ihren geistigen und sozialen Zustand auf sie anwenden.

Zu den Verallgemeinerungen: Mir fehlt in der Argumentation von YY der kulturelle und der individuelle Bezug.
Ein Bärenschamane wird wahrscheinlich in den NAN eine andere soziale Stellung haben als in Neo Tokio. Er wird innerhalb eines Stammes wahrscheinlich auch anders wahrgenommen als ein Heyoka oder ein Coyote Schamane.
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: YY am 2.02.2010 | 13:58
Zitat von: Grey Ice
Großthema Observation, wo jemand, der weder zu Matrix-Überwachung noch zu astraler Überwachung in der Lage ist, soll sich hier besser auskennen? Mal ganz ehrlich, ein Hacker, den man quasi gar nicht bauen kann, ohne das er Experte für Elektronik wird hat weniger Kenntnis bestimmter Modelle von Sicherheitstechnik wie der Typ mit der Knarre? Transport/Drohnenwesen etc ist eher beim Sam daheim - wo der Hacker nur ein Implantat und vielleicht 20 BP an Skills benötigt, um einen Rigger quasi nahtlos zu ersetzen?

Genau das meinte ich doch: Der Sam ist eben nicht einfach "der Typ mit der Knarre", sondern kann sehr gut Aufgaben des Hackers/Riggers mit übernehmen, wenn er die paar BP dafür aufwendet.
Z.B. zu Matrixüberwachung ist er also durchaus in der Lage.  

Meiner Erfahung nach hat der Sam immer Kohle und XP übrig für Kleinkram, der plötzlich verdammt wichtig werden kann, während Erwachte und Hacker das Meiste in ihr Spezialgebiet buttern.


"Frankfurter Schule" sagt mir nichts; magst du dazu kurz mal was schreiben?

Zitat von: Grey Ice
Unaufälliger wie der Typ, der nur quasi-legale Headware implantiert hat?

Ebenso unauffällig und mit ein paar weiteren Implantaten und/oder Spielsachen auch in der Lage,  bestimmte biometrische Kontrollen hinsichtlich seiner Identität zu täuschen - das könnte der Hacker freilich theoretisch auch, aber das ist wieder so ein Kleinkram, mit dem man sich erst mal auskennen muss.

Das Meiste an Bioware dürfte ohne großes Blutbild oder MRT nicht zu finden sein.


Zitat von: Grey Ice
Natürlich kann man eine Anlage gegen alles sichern, wenn Geld keine Rolle spielt. Jedoch ist die Möglichkeit, eine Anlage ohne Experten, sondern nur durch Kapitaleinsatz dauerhaft zu sichern

Kapital kauft Expertenwissen und -technik, ob nun direkt oder indirekt.
"Nur Kapitaleinsatz" klingt irgendwie so, als ob man einen Riesenhaufen Geld ins Foyer legt und der macht das dann ganz von allein.
Gerade bei Sicherheitstechnik und -prozeduren kann man mit relativ kleinen Fehlern gravierende Lücken haben, und dafür muss irgendjemand der Involvierten einen Blick haben.
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Eulenspiegel am 2.02.2010 | 14:46
Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Wie wahrscheinlich ist es, das ein fähiger Magier in den Schatten arbeitet?
Genau: Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Fat Duck und Dunklerschatten sprechen darüber, wie häufig es Magier gibt.
Und du sprichst darüber, wie wahrscheinlich ein Magier in den Schatten arbeiten.

Das eine hat mit dem anderen nur wenig zu tun.

Zitat
Wenn 4 dieser Raritäten irgendwie in einem Team auftauchen, ist das schon seltsam.
Wiegesagt: Beschäftige dich mal mit Wahrscheinlichkeitsrechnung.

Wenn 0,1% aller Runner magiebegabt sind und es 100.000 Runnergruppen à 5 Leuten gibt, dann ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass in mindestens einer Gruppe mindestens 3 Magier sind. (Nämlich 40%. Siehe dazu das bekannte Geburtstagsparadoxon.)

Zitat
Wenn eine Gruppe von Hobbyrennfahrern komplett auf 1961'er Ferrari 250 GTO's wechseln, ist das nunmal auch seltsam.
Möglich: Ja, sicher. Wahrscheinlich: klares Nee.
1961'er Ferraris 250 GTO's sind ja nun auch etwas seltener als Magier bei Shadowrun. (Vermute ich mal. Ich kenne die genaue Häufigkeit von Ferrari 250 GTO's nicht.)

Zitat
Dazu kommt erschwerend, das es vermutlich weniger Leute gibt, die ballern können wie Bond als Erwachte, aber Erwachte, die dazu fähig sind, in den Schatten klarzukommen und erfolgreich Runs unternehmen dürften immer noch deutlich seltener sein, als mundane, die dazu fähig sind, sei es Schützen, Hacker oder anderes.
Klar, Leute, die etwas schießen können, gibt es wie Sand am Meer.
Aber Leute, die schießen können wie James Bond, sind doch eher selten.
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Grey Ice am 2.02.2010 | 15:10
Stimmt, das Face mit seinen 30+ Würfeln auf soziale Fähigkeiten und der Hacker, der nach wenigen Runs auf dem Niveau von Fast Jack ist, könnte sicher niemals einen lockeren, interessanten, saugut bezahlten und vor allem sicheren Job ausüben. :Ironie:
Auf die Gefahr, mich zu wiederholen:
Zitat von: Grey Ice
Wobei das für die Matrix natürlich nur bedingt gilt, ich denke schon, das gute Hacker sich durchaus auch ungefährlichere Jobs besorgen könnten, womit sie vor demselben Problem stehen.
...
Ganz abgesehen davon, das selbst dann wesentlich mehr Experten für Matrixsicherheit für so Arbeiten verfügbar wären als magische Sicherheitsexperten.


Imho sind Shadowrunner entweder an sich ziemlich rar und bestehen aus einer kleinen Elite, quasi den Rockstars unter den Kriminellen. Dann sind Magier wahrscheinlich vergleichsweise überproportional repräsentiert.
Wieso? Wenn ich die Trivia-Listen über Rockstars durchgucke, sind dort Erwachte auch nicht überrepräsentiert - auf jeden Fall nicht in so einem absurden Maßstab.

In beiden Fällen lassen sich wohl kaum Statistiken und Verallgemeinerungen über ihren geistigen und sozialen Zustand auf sie anwenden.
Den Punkt verstehe ich nicht, sorry. Wenn gerade mal 1% der Bevölkerung erwacht sind, und ich weiß, das viele Erwachte entdeckt, gefördert und bevorzugt werden, das viele der bestehenden Traditionen ohne Probleme alltagstauglich sind, keine gestörten Psychos, warum kann ich dann nicht sagen, das ihr Anteil in den Schatten wohl kaum höher sein dürfte wie im Rest der Bevölkerung?

Das Statistiken hier nicht anzuwenden sind klingt für mich danach, das man sie doch machen lassen sollte, immerhin ist das ja eine besondere Situation - wie gesagt lasse ich die Spieler machen, es passt jedoch trotzdem nicht zum Hintergrund der Spielwelt. Wenn ich ein Team aus 4 Riggern habe, und jeder fährt seinen 1961'er Ferrari GTO, von denen es lt. Wikipedia derzeit noch 39 Stück weltweit gibt, dann können sie das meinethalber machen. Wahrscheinlich, das sowas jedoch tatsächlich passiert, ist das nicht - Statistik und angewendeter GMV, imho.

Zitat von: YY
Genau das meinte ich doch: Der Sam ist eben nicht einfach "der Typ mit der Knarre", sondern kann sehr gut Aufgaben des Hackers/Riggers mit übernehmen, wenn er die paar BP dafür aufwendet.
Z.B. zu Matrixüberwachung ist er also durchaus in der Lage.  

Meiner Erfahung nach hat der Sam immer Kohle und XP übrig für Kleinkram, der plötzlich verdammt wichtig werden kann, während Erwachte und Hacker das Meiste in ihr Spezialgebiet buttern.

Du mißverstehst mich hier: Ein Hacker braucht nur ein paar BP und ein Implantat, ein Sam braucht die BP für die Rigger-Skills, BP für die Hacker-Skills, um sein Drohnennetzwerk zu schützen, das Implantat des Riggers und die Hardware des Hackers. Natürlich lässt sich das da noch unterbringen - allerdings wesentlich eher beim Hacker, meiner Erfahrung nach.
Meiner Erfahrung nach gibt es so viele besonders wichtige Nebengebiete, die niemand anders besser abdeckt, nicht.

Zitat von: YY
"Frankfurter Schule" sagt mir nichts; magst du dazu kurz mal was schreiben?
Low-Profile-Runner, die sich auf unauffällige und legale Hardware spezialisieren, und die durch genaue Kenntnis von Fakten und Hintergründen die Zielsetzung entsprechend auswerten können und die detailliert ausgearbeitete Pläne machen, wo sie sich auf ihre Kenntnisse und Informationen über Prozeduren und Abläufe des Umfeldes und des Ziels stützen, um es kurz zu fassen. Diese Runner agieren in den schwerst gesicherten Bereichen Frankfurts, wo "normale Runner" keine große Zukunft hätten. Enthalten im Konzernenklaven.


Zitat von: YY
Kapital kauft Expertenwissen und -technik, ob nun direkt oder indirekt.
"Nur Kapitaleinsatz" klingt irgendwie so, als ob man einen Riesenhaufen Geld ins Foyer legt und der macht das dann ganz von allein.
Gerade bei Sicherheitstechnik und -prozeduren kann man mit relativ kleinen Fehlern gravierende Lücken haben, und dafür muss irgendjemand der Involvierten einen Blick haben.
Wie bereits ein paar mal erwähnt braucht man natürlich Know-How beim Entwurf und zumindest ausreichende Kenntnisse bei der Installation, doch bloßes Expertenwissen meine ich nicht, und hilft auch nur bedingt weiter. Im großen und ganzen stelle ich mir das so vor, das da jemand große Haufen an Kohle an jemanden überweißt, damit sie SotA-Sicherheitstechnik bekommen. Was nützt dir, wenn du Fastjack als Designer der Matrixsicherheit hat, wenn du dann nur Kohle für eine Firewall 2 samt Analyse übrig hast. Kämest du dann mit einem simplen Diplominformatiker und einer ordentlich installierten Firewall 6 mit mehreren gleichstufigen IC inkl. Analyse, Angriff, Aufspüren, Panzer usw, dazu einem Nano-Schlüsselsystem und einer hochgradigen Verschlüsselung der Datenspeicher weiter? Fastjack's Firewall 2 kann ein Skript-Kid knacken, das Netzwerk des Diplominformatikers nicht - oder nur, wenn irgendjemand besagte kleine Fehler gemacht hatte - die aber auch erstmal entdeckt werden müssen. Sicher, Fastjack käme in beide rein - aber der einzige Schutz vor Fastjack ist imho, nichts im System zu haben, was für ihn interessant ist. Der Job ist doch, das Eindringen für so viele Leute wie möglich unmöglich bis sehr schwer zu machen - und das geht über Kapital wesentlich eher als über pures Expertenwissen, zumindest im Bereich der Matrix-Sicherheit und der phyischen Sicherheit, imho.

Zitat von: Eulenspiegel
Genau: Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Fat Duck und Dunklerschatten sprechen darüber, wie häufig es Magier gibt.
Und du sprichst darüber, wie wahrscheinlich ein Magier in den Schatten arbeiten.

Das eine hat mit dem anderen nur wenig zu tun.
Die beiden diskutieren, wie wahrscheinlich ein Runnerteam komplett/zum größten Teil aus erwachten ist.
Ich spreche darüber, wie häufig Erwachte in den Schatten sind - ich denke schon, das das zusammenpasst.

Zitat von: Eulenspiegel
Wiegesagt: Beschäftige dich mal mit Wahrscheinlichkeitsrechnung.

Wenn 0,1% aller Runner magiebegabt sind und es 10.000 Runnergruppen à 5 Leuten gibt, dann ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass in mindestens einer Gruppe mindestens 4 Magier sind. (Siehe dazu das bekannte Geburtstagsparadoxon.)
Nicht wenn es nicht wirklich notwendig wird.
Ich sag ja nicht, das es unmöglich ist - ich sage nur, das es alles andere als Standard ist, oder?
Das es möglich ist, glaube ich dir, habe ich nie bestritten, nur wie wahrscheinlich ist es, das sie mir in den Schatten über den Weg laufen? Ich würde nicht drauf würfeln wollen...
Deine Zahlen sind übrigens wieder reinste Mutmaßungen - selbst wenn man die o.a. Rechnungen zugrunde legt, würde das bedeuten, das quasi jeder 3. Magier in den Schatten ist - sorry.
Dazu gehst du von 50.000 Runnern, d.h. 50 Magiern in den Schatten aus. Auf Seattle übertragen würde das bedeuten, das mehr als 1,25% aller Bewohner des Plexes Shadowrunner sind. Lt. Wikipedia leben in Seattle derzeit 2.680 Einwohner je km² - wenn das gleich bleibt, wären das 33,5 Runner pro km² - wie groß so ein Wohnblock ist weiß ich leider nicht. Zum Glück hatten wir uns nicht  über das Level der Professionalität geeinigt.
Soviel zu Zahlenspielereien.

Zitat von: Eulenspiegel
1961'er Ferraris 250 GTO's sind ja nun auch etwas seltener als Magier bei Shadowrun. (Vermute ich mal. Ich kenne die genaue Häufigkeit von Ferrari 250 GTO's nicht.)
Kenn ich aus nur aus der Wikipedia, und du hast recht. Aber ist es unmöglich, das 4 der fast 40 noch existenten Fahrzeuge es irgendwie bis 2070 schaffen und dort in die Hände von 4 Kumpels kommen? Ich denke, es ist schon möglich - drauf würfeln würde ich jedoch auch nicht wollen.

Zitat von: Eulenspiegel
Klar, Leute, die etwas schießen können, gibt es wie Sand am Meer.
Aber Leute, die schießen können wie James Bond, sind doch eher selten.
Leute, die etwas an magischen Fähigkeiten besitzen, sind doch eher selten.
Aber Leute, die genug magische Fähigkeiten besitzen, um sich in den Schatten zu behaupten, und das auch tun, obwohl sie mehr als genug Kohle machen könnten ohne auf sich schießen zu lassen, die sind doch eher noch etwas seltener, oder?.
Ich kann auch einen Magier mit Talent auf Spruchzauberei entwerfen und habe dann eine vergleichbare Koryphäe da - ganz ehrlich will ich mich nicht drauf festlegen, das es mehr Leute mit Pistolen auf 7 denn Leute mit Spruchzauberei 6 in den Schatten gibt.
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: dunklerschatten am 2.02.2010 | 19:57
@dickeEnte

Zitat
Jupp.

Ich würde ja in diesem speziellen Fall zu Nein neigen ;)
Aber das geht wohl letztlich in die Richtung pers. Spielstil, wo jeder eben seinen Ansatz hat.

Zitat
Also haben die SCs in deinen Runden Werte zwischen 2 und 4, jeder dritte ist ein Chinese und 9/10 lebt unterhalb der Armutsgrenze?

Mir ging es bei meiner Antwort gar nicht um das Thema statistische Verteilung, aber um dir auf deine Frage zuantworten.
Ja die meisten Werte der SC bewegen sich so um den 4 rum, der bisherige maximal Wert liegt bei 6.
Da wir in Nordamerika spielen haben wir nur einen asiatischen SC.

Und nein unter der Armutsgrenze leben die SC nicht, eher so Mittelschicht.

Zitat
Erwacht zu sein ist was besonderes, aber die Fähigkeiten, die SCs üblicherweise nach der Charaktererschaffung haben, sind noch um einiges seltener. Ballern wie Bond? Hacken wie Fastjack? Klingt das nach Durchschnitt? Und solchen Leuten willst du mit Statistiken kommen?


Ich komme so wiso niemand mit Statistiken, um ehrlich zu sein, teile ich Churchills Ansicht zum Thema Statistiken.
Bei uns in der Runde sind SC keine Superhelden, sie mögen in ihrem Topic recht gut sein, aber das können eben auch Normalos schaffen.


 
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Eulenspiegel am 4.02.2010 | 00:34
Das es möglich ist, glaube ich dir, habe ich nie bestritten, nur wie wahrscheinlich ist es, das sie mir in den Schatten über den Weg laufen? Ich würde nicht drauf würfeln wollen...
Kommt darauf an, wer du bist:
Wenn du ein Mitglied dieses Teams bist, ist die Wahrscheinlichkeiit nahezu 100%.
Wenn du ein Runner aus einem anderen Team bist, ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering.

Wenn du ein Mr.Johnson oder ein Schieber bist, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass du von ihnen schonmal gehört hast.
Wenn du ein magischer Sicherheitsmann in einer wichtigen Anlage bist, stehen die Chancen mittelmäßig, dass du ihnen begegnest. (Und dass diese Begegnung das letzte ist, was du erlebst.)

Zitat
Deine Zahlen sind übrigens wieder reinste Mutmaßungen - selbst wenn man die o.a. Rechnungen zugrunde legt, würde das bedeuten, das quasi jeder 3. Magier in den Schatten ist - sorry.
1) Klar sind meine Zahlen Mutmaßungen. Genau so, wie deine Behauptungen auch nur Mutmaßungen sind.
Aber ich liefere wenigstens Zahlen: Da kann man dann anhand der Zahlen argumentieren und sich überlegen, welche Zahlen von mir wohl zu hoch und welche zu niedrig geschätzt wurden.

Aber du lieferst nur Behauptungen. Anhand derer kann man überhaupt nicht argumentieren.

2) Nein, wenn man meine Zahlen zu Grund legt, würde das bedeuten, dass der Anteil der Magier außerhalb der Schatten zehnmal höher ist als innerhalb der Schatten.
(Außerhalb der Schatten sind etwa 1% magiebegabt. Innerhalb der Schatten sind nur 0,1% magiebegabt.)

Zitat
Dazu gehst du von 50.000 Runnern, d.h. 50 Magiern in den Schatten aus. Auf Seattle übertragen würde das bedeuten, das mehr als 1,25% aller Bewohner des Plexes Shadowrunner sind. Lt. Wikipedia leben in Seattle derzeit 2.680 Einwohner je km² - wenn das gleich bleibt, wären das 33,5 Runner pro km²
Ich sage nicht, dass es 50.000 Runner in Seattle gibt. Ich sage, dass es 50.000 Runner weltweit gibt.

Zitat
Kenn ich aus nur aus der Wikipedia, und du hast recht. Aber ist es unmöglich, das 4 der fast 40 noch existenten Fahrzeuge es irgendwie bis 2070 schaffen und dort in die Hände von 4 Kumpels kommen? Ich denke, es ist schon möglich - drauf würfeln würde ich jedoch auch nicht wollen.
Klar, für deine Autos gilt:
Das Ereignis ist möglich, aber extrem unwahrscheinlich.

Für die Runner gilt:
Das Ereignis ist möglich und wahrscheinlich.

Wieviele Autos gibt es weltweit? Deine 40 Autos sind weniger als 0,00001% aller Autos.
Bei den Runners habe ich angesetzt, dass 0,1% aller Runner Magier sind.

Selbst wenn wir einen Anteil von 0,01% Magier bei allen Runnern hätten, wäre es noch wesentlich mehr als bei deinen Autos.
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Fat Duck am 4.02.2010 | 11:28
Auf die Gefahr, mich zu wiederholen:...
Ok, vielleicht etwas deutlicher: das ist für Runner kein Argument!
Jeder von denen könnte einen saugutbezahlten, sicheren Job haben, bei nem Kon, beim Militär oder einem Syndikat.
Warum sollte das für Magier mehr gelten als für andere? Ach stimmt! Weil du "gut bezahlt" liest und dabei an Gehälter jenseits eines mundanen Forschungsteams denkst.

Zitat
Wieso? Wenn ich die Trivia-Listen über Rockstars durchgucke, sind dort Erwachte auch nicht überrepräsentiert - auf jeden Fall nicht in so einem absurden Maßstab.
Ich hab mich damit auf den Status von Runnern in der kriminellen Unterwelt bezogen. Autodiebe, Einbrecher, Drogendealer, Conmen usw. sind dabei die Masse. Runner haben riskantere, anspruchsvollere, viel besser bezahlte Jobs.

Zitat
Den Punkt verstehe ich nicht, sorry. Wenn gerade mal 1% der Bevölkerung erwacht sind, und ich weiß, das viele Erwachte entdeckt, gefördert und bevorzugt werden, das viele der bestehenden Traditionen ohne Probleme alltagstauglich sind, keine gestörten Psychos, warum kann ich dann nicht sagen, das ihr Anteil in den Schatten wohl kaum höher sein dürfte wie im Rest der Bevölkerung?
1. Da diese Jobs sehr oft gar nicht ohne Magiebegabte auskommen, ist die Zahl an (relativ fixen) Runnerteams evtl. einfach durch die Zahl an erwachten Runnern begrenzt.
2. Wenn Shadowruns am oberen Ende der kriminellen Karriere liegen, ist es vorstellbar, dass sich kriminelle (!) Magier eher dort finden, als in anderen Bereichen.

Zitat
Das Statistiken hier nicht anzuwenden sind klingt für mich danach, das man sie doch machen lassen sollte, immerhin ist das ja eine besondere Situation - wie gesagt lasse ich die Spieler machen, es passt jedoch trotzdem nicht zum Hintergrund der Spielwelt. Wenn ich ein Team aus 4 Riggern habe, und jeder fährt seinen 1961'er Ferrari GTO, von denen es lt. Wikipedia derzeit noch 39 Stück weltweit gibt, dann können sie das meinethalber machen. Wahrscheinlich, das sowas jedoch tatsächlich passiert, ist das nicht - Statistik und angewendeter GMV, imho.
Nur weil sie nicht in die Statistik passen, passen sie nicht zum Hintergrund? wtf?
Vielleicht besteht das Runnerteam aus ehemaligen Studenten an der Universität von Prag (Harry Potter meets Neuromancer ~;D)?
Was ich eigentlich mit dem Protagonistenargument sagen will: es gibt mehr Gründe, warum jemand einen bestimmten Lebensstil, Job oder sonstwas verfolgt. Geld und Sicherheit sind nicht die einzigen. Und ein Protagonist mit dem Mindset eines deutschen Gutbürgers ist für eine typische Action-, Hard Boiled-, Cyberpunkt- oder Fantasystory nicht unbedingt passend. Oder aber er wird durch äußere Umstände dazu gebracht.

@dickeEnte
Ich würde ja in diesem speziellen Fall zu Nein neigen ;)
Aber das geht wohl letztlich in die Richtung pers. Spielstil, wo jeder eben seinen Ansatz hat.
Soll so sein. :)

Zitat
Ja die meisten Werte der SC bewegen sich so um den 4 rum, der bisherige maximal Wert liegt bei 6.
Ich rede jetzt von den Spezialgebieten, nicht von den "meisten Werten". Ich seh selten mal einen Runner, der zu Anfang nicht zwei Skills auf 5 oder einen auf 6 hat, sowie passende Attribute auf Softcap.

Zitat
Ich komme so wiso niemand mit Statistiken, um ehrlich zu sein, teile ich Churchills Ansicht zum Thema Statistiken.
Bei uns in der Runde sind SC keine Superhelden, sie mögen in ihrem Topic recht gut sein, aber das können eben auch Normalos schaffen.
Nicht Superhelden, Actionhelden! Oder Hard Boiled-Antihelden! ;D
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Grey Ice am 5.02.2010 | 13:19
Kommt darauf an, wer du bist:
Wenn du ein Mitglied dieses Teams bist, ist die Wahrscheinlichkeiit nahezu 100%.
Wow. Fast schon tiefsinnig.


Wenn du ein Mr.Johnson oder ein Schieber bist, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass du von ihnen schonmal gehört hast.
Wenn du ein magischer Sicherheitsmann in einer wichtigen Anlage bist, stehen die Chancen mittelmäßig, dass du ihnen begegnest. (Und dass diese Begegnung das letzte ist, was du erlebst.)

Ich sage nicht, dass es 50.000 Runner in Seattle gibt. Ich sage, dass es 50.000 Runner weltweit gibt.
50.000 Runner in 10.000 Teams mit insgesamt 50 Magiern weltweit, d.h. max. 10 Teams, die komplett aus Magiern bestehen, während der Rest der Welt ohne auskommen muß - in den derzeit erhältlichen Publikationen wurden um die 20 Locations weltweit beschrieben, inkl. der deutschen und französischen. Sorry, aber das ein Sicherheitsmann, egal ob Magier oder nicht, von so einem Team bescheid weiß, ohne das er zum leitenden Personal und das Team Legendenstatus hat, halte ich für wenig realistisch. Ebenso, das jeder Straßenschieber oder Johnson von Neo-Tokyo über Lagos nach Seattle die kennt.

1) Klar sind meine Zahlen Mutmaßungen. Genau so, wie deine Behauptungen auch nur Mutmaßungen sind.
Aber ich liefere wenigstens Zahlen: Da kann man dann anhand der Zahlen argumentieren und sich überlegen, welche Zahlen von mir wohl zu hoch und welche zu niedrig geschätzt wurden.

Aber du lieferst nur Behauptungen. Anhand derer kann man überhaupt nicht argumentieren.
Meine Behauptungen und Mutmaßungen beziehen sich auf die im Kanon festgelegten Zustände - wohingegen ich wenig Nutzen in Zahlenspielereien sehe, die jedweder realistischer Grundlage entbehren und in den blauen Dunst hinein Erfolgen.

Tut mir leid, wenn du den Hintergrund des Settings als keinen ausreichenden Grund betrachtest, deine aus dem Ärmel geschüttelten Zahlen in Frage zu stellen. Wenn es dir darum geht, auszuargumentieren, wie hoch die Anzahl an Magiern ist, die in den Schatten laufen, dann wünsche ich dir viel Spaß dabei. Mein Standpunkt dazu ist: ohne auch nur einen kleinen Anhaltspunkts, an den man sich bei der Berechnung orientieren kann, ist das ähnlich systematisch wie das abschätzen von Erbsen in einem Glas - besonders wenn man Argumente betreffends des Settings nicht als solche anerkennt.



2) Nein, wenn man meine Zahlen zu Grund legt, würde das bedeuten, dass der Anteil der Magier außerhalb der Schatten zehnmal höher ist als innerhalb der Schatten.
(Außerhalb der Schatten sind etwa 1% magiebegabt. Innerhalb der Schatten sind nur 0,1% magiebegabt.)
Ok, ich sehe, das meine Aussage nicht richtig ist, deine jedoch auch nicht. Im Straßenmagie steht, das ca. 1% der Bevölkerung erwacht sind: Ein großer Teil bemerkt seine Fähigkeiten nie bzw. lernt nie, sie wirklich zu benutzen - auch wenn das den ganzen Screening-Prozesses imho widerspricht. Der Rest sind verteilt sich dann auf Vollzauberer, Ki-Magier und Ki-Adepten verschiedenster Traditionen. Weiter oben hatte Medizinmann IIRC z.B. geschätzt, das gerade mal 0,3% der Bevölkerung tatsächlich Magier mit nennenswerten Fähigkeiten sind. Wenn du von einem Anteil an Magier in den Schatten von 0,1% geht, ist der Anteil der Magier in deinem Modell um Faktor 3 kleiner als in der Bevölkerung generell lt. Medizinmanns Modell - ein Ansatz, den ich z.B. bei Leuten, denen die Welt und ihre Möglichkeiten quasi offen steht, schon hoch finde. Fähige Magier haben sämtliche Möglichkeiten, was aus sich zu machen - warum sollten sie unbedingt kriminell werden wollen?
Klar, für deine Autos gilt:
Das Ereignis ist möglich, aber extrem unwahrscheinlich.

Für die Runner gilt:
Das Ereignis ist möglich und wahrscheinlich.
Für die Runner gilt: wahrscheinlicher - was bei meinem Beispiel keine Kunst ist. Nehmen wir einmal ausnahmsweise an, das man nicht zu dem Team gehört, sondern z.B. ein Schieber o.ä. ist - da soll man irgendwann mit einem von noch nicht mal 10 Teams weltweit zusammenkommen?
Was ist, wenn mein Schmidt ein mittlerer BMW-Exec in München ist - der soll irgendwann bei dem 1-3 Runs, die er überhaupt vergibt, weil er das sonst anderen überlässt, das Hammer-Team aus HKG oder Chicago bekommen? Ich denke, das ist eine Sache, wie man die Welt haben will - für mich ist SR keine Welt, wo die Protagonisten weltweit agierende Profis mit Legendstatus und Track Record sind. Wenn es für dich anders ist, ist das ok für mich - dann können die 50 Schattenmagier gerne weltweit bekannte und begehrte Profis sein, die jedem, der in dem Business zu tun hat, irgendwann die Hand schütteln müssen. Meine Vorstellung, bzw. die der Runden, in denen ich zocke, ist das nicht.

Zitat von: Fat Duck
Ach stimmt! Weil du "gut bezahlt" liest und dabei an Gehälter jenseits eines mundanen Forschungsteams denkst.
Das denke ich also - gut zu wissen, danke. Und ich überlege die ganze Zeit, Junge, was denkste eigentlich.

Zitat von: Fat Duck
Ok, vielleicht etwas deutlicher: das ist für Runner kein Argument!
Jeder von denen könnte einen saugutbezahlten, sicheren Job haben, bei nem Kon, beim Militär oder einem Syndikat.
Warum sollte das für Magier mehr gelten als für andere?
...
Nur weil sie nicht in die Statistik passen, passen sie nicht zum Hintergrund?
Vielleicht besteht das Runnerteam aus ehemaligen Studenten an der Universität von Prag (Harry Potter meets Neuromancer )?
Was ich eigentlich mit dem Protagonistenargument sagen will: es gibt mehr Gründe, warum jemand einen bestimmten Lebensstil, Job oder sonstwas verfolgt. Geld und Sicherheit sind nicht die einzigen. Und ein Protagonist mit dem Mindset eines deutschen Gutbürgers ist für eine typische Action-, Hard Boiled-, Cyberpunkt- oder Fantasystory nicht unbedingt passend. Oder aber er wird durch äußere Umstände dazu gebracht.
Jetzt verstehe ich dich: Mir ist durchaus klar, das man SR nicht mit Chars spielen kann, die typisches Buchhalter-Auftreten haben - zumindest nicht ohne große Verrenkungen oder ohne das viel verloren geht. Ich habe auch keine Schmerzen, wenn die Spieler sich Chars zusammenbasteln, die in der Zusammensetzung in den Schatten Seltenheitswert genießen - sollen sie doch, wie gesagt.

Was die Motivation der Chars angeht, warum sie keinen sicheren gutbezahlten Job annehmen: Über die Motivationen der Chars gehen die Meinungenn meistens auseinander. Einige, imho besonders die, die ihre Chars zu lieb gewonnen haben um was anderes zu zocken, erklären, das die Chars als Adrenalinjunkies gar nicht anders können, oder von finsteren Kräften gejagt sind und sich deshalb verstecken müssen, oder durch eine Mission in die Schatten geschickt worden sind. In meinen Augen hat so ziemlich jeder Char, der in den Schatten landet, ein Problem, sei es ein mentales, körperliches oder persönliches. Vielleicht ist er zu raffgeirig gewesen oder geworden, vielleicht tickt er nicht ganz sauber, vielleicht ist er wem auf die Füße getreten und kann deshalb nicht zurück. Wie das Runners Companion dazu schreibt, nur die wenigsten haben sich freiwillig dazu entschieden. Sollte so ein Char sein Problem lösen können und er gute Zukunftsaussichen haben, wird er den Job meiner Meinung nach an den Nagel hängen.

Möglicherweise haben viele, besonders Hacker, aber noch mehr Magier, ausserhalb der Schatten auch gute Chancen, einen guten Lebensunterhalt zu sichern. Die Sache ist in meinen Augen nur: das Magier, besonders fähige, extrem selten sind, und man ihnen dabei weit mehr durchgehen lässt wie anderen. Ist der Sicherheitschef, phyische Sicherheit, korrupt und klaut z.B., oder leistet sich andere Vergehen, ist es weit einfacher, einen ausreichend qualifizierten Ersatz zu finden und den korrupten zu feuern. Bei Hackern wird es, hohe Skills vorausgesetzt, nicht mehr so einfach, hier wird man eher schon die 5 gerade sein lassen, wenn man so eine Koryphäe wirklich benötigt. Ein Magier dürfte imho noch seltener sein, und wenn der nebenbei z.B. Untergebene mobbt oder kleinere Infos rausrückt, um Kohle zu machen, sind das sehr viel eher akzeptable Nebenkosten als bei einem ex-Sam, der die Sicherheit der Anlage unternimmt. Aus diesem Grund ist es für Magier einfacher, passende Jobs ausserhalb der Schatten zu finden als für andere, und zugleich weniger wahrscheinlich, das sie sich das Risiko des Schattenlaufs überhaupt zumuten müssen. Was deine Protagonisten angeht, so gehe ich davon aus, das sie einen sehr guten Grund haben. Selbst wenn du 50 Magier-SC's in petto hast denke ich, das es für sie alle einen guten Grund gibt, sei es nur so etwas kreatives wie die Lust am Nervenkitzel. Für die erwachte Metamenschenheit an sich macht das jedoch kein Unterschied - für die ist es eher unwahrscheinlich, das sie sich in Schattenarbeit stürzen.

Zitat von: Fat Duck
2. Wenn Shadowruns am oberen Ende der kriminellen Karriere liegen, ist es vorstellbar, dass sich kriminelle (!) Magier eher dort finden, als in anderen Bereichen.
Vollste Zustimmung: Alleine schon weil Magier in den Schatten Seltenheitswert haben, sehr nützlich sind und es mehr als einfach haben, über die Runden zu kommen, ohne sich regelmäßig zusammenschießen zu müssen.
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Medizinmann am 5.02.2010 | 14:19
um das ganze mal aufzulockern bzw Euch aus dem Gleichgewicht zu bringen : (manchmal bin Ich schon ein Böser  ~;D )
Was ist mit den "Doppelverdienern"? Magier ,die einen anständigen Beruf haben ,aber wegen dem ein oder anderen Grund ZUSÄTZLICH in den Schatten sind
(2 meiner erwachten Chars ,mein Troll Rechtsanwalt und mein Hobbit Kampfmagier, sind solche Chars)

mit doppelt statistischem Tanz
Medizinmann
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Eulenspiegel am 6.02.2010 | 02:56
Sorry, aber das ein Sicherheitsmann, egal ob Magier oder nicht, von so einem Team bescheid weiß, ohne das er zum leitenden Personal und das Team Legendenstatus hat, halte ich für wenig realistisch. Ebenso, das jeder Straßenschieber oder Johnson von Neo-Tokyo über Lagos nach Seattle die kennt.
Könntest du bitte aufhören, mir Sachen zu unterstellen, die ich nie geschrieben habe?
1) Ich habe nie geschrieben, dass ein Wachmann von dem Team Bescheid weiß. Ich habe nur geschrieben, dass es möglich ist, dass der Wachmann das Team trifft. (Ob der Wachmann weiß, wer ihn gerade erschossen hat oder ob er unwissend ins Grab geht, darüber habe ich nichts ausgesagt.)

2) Und das jeder Straßenschieber die Magiergruppe kennt, habe ich auch nie behauptet. (Dunklerschatten hatte in #31 gesagt, dass so eine Gruppe Aufmerksamkeit wecken würde.) Ich habe nur gesagt, dass viele Straßenschieber die Gruppe kennen. (Wobei "kennen" schon zu viel sei. "haben davon gehört" trifft es wohl besser.)

Zitat
Wenn es dir darum geht, auszuargumentieren, wie hoch die Anzahl an Magiern ist, die in den Schatten laufen, dann wünsche ich dir viel Spaß dabei. Mein Standpunkt dazu ist: ohne auch nur einen kleinen Anhaltspunkts, an den man sich bei der Berechnung orientieren kann, ist das ähnlich systematisch wie das abschätzen von Erbsen in einem Glas
Interessant: Vor einer Seite meintest du noch, es würden verdammt wenig  Magier in der Unterwelt hausen. Und jetzt meinst du plötzlich, es ließe sich nicht abschätzen.
Interessant, wie schnell du deine Meinung änderst.

Zitat
Nehmen wir einmal ausnahmsweise an, das man nicht zu dem Team gehört, sondern z.B. ein Schieber o.ä. ist - da soll man irgendwann mit einem von noch nicht mal 10 Teams weltweit zusammenkommen?
Nein, soll man nicht.
Ich denke mal, die wenigsten Autohändler kommen in ihrem Leben mit einem 1961'er Ferraris 250 GTO in Kontakt. Dafür ist der Wagen zu selten.
Aber ich denke, sehr viele Autohändler haben schon vom 1961'er Ferraris 250 GTO gehört. Eben, weil das Auto so verdammt selten ist und eine Rarität darstellt.

Das gleiche gilt für die Magierteams: Die wenigsten Schieber kommen direkt mit ihnen in Kontakt. Aber sie haben halt schon von ihnen gehört.)

Aber letztendlich war meine Kernaussage NICHT: "Eine magische Runnergruppe ist sehr bekannt."
Das war eine Neben-Nebenaussage, die ich getroffen habe.

Meine Kernaussage war: "Es existiert eine magische Runnergruppe."
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: dunklerschatten am 6.02.2010 | 14:58
Zitat
Was ist mit den "Doppelverdienern"? Magier ,die einen anständigen Beruf haben ,aber wegen dem ein oder anderen Grund ZUSÄTZLICH in den Schatten sind

Da ist doch wohl die Frage wie lange sich so ein Char halten kann ohne das LS, Black Ops, gegnerische Runner Teams, etc. vom normalen Leben des Chars Wind bekommen.

Ich halte solche "Doppelverdiener" für extremst selten
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: YY am 6.02.2010 | 16:04
Der einzige Unterschied zum "normalen" Runner ist der, dass die "weiße"/Downtime-SIN eben echt ist und nicht gefälscht.

Auch Runner ohne "echtes" Leben haben ein Riesenproblem, wenn ihre weiße SIN aufgeflogen ist und/oder die Gegenseite echte biometrische Daten von ihnen hat.

Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: dunklerschatten am 6.02.2010 | 19:47
Da sehe ich aber schon noch einen Unterschied, wenn ein Char ein Leben jenseits der Schatten hat, dann ist er wesentlich angreifbarer / hat mehr zu verlieren.
Und hat sicher mehr Probleme damit einfach in den Schatten ab zutauchen.

Gerade das hier angeführte Bsp. der Rechtsanwalt, wird dann wohl z.b. seine Zulassung in den Wind schreiben können, wenn er auffällt.

Von daher halte ich magische Doppelleben Chars für noch seltener als nur magische ;)

Die Diskussion ist aber eigentlich eh ein wenig müßig, da das alles Themen sind die primär vom GruppenKonsens bzw. der Spielweise bestimmt werden.
Denn z.b. die psych. Stabilität/Probleme wird ja nirgends näher beleuchtet, geschweige denn das Spielweisen zementiert sind  ~;D

Ich finde die Idee und die Rückschlüsse zur sozialen Stellung ja alles in allem interessant aber wirklich Gewicht hat dieser Aspekt bei uns in der Runde nicht.
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Medizinmann am 6.02.2010 | 22:12
Gerade das hier angeführte Bsp. der Rechtsanwalt, wird dann wohl z.b. seine Zulassung in den Wind schreiben können, wenn er auffällt.
Der Rechtsanwalt hat schon fast 150 Karma, weil er mit einer Privatdetektei und einem Bounty Hunter zusammenarbeitet.
Er hat einen Serienkiller gefasst, den Machenschaften eines Mad Scientist ein Ende bereitet, eine entführte Tochter eines Ölbarons befreit,einen Gangkrieg geschlichtet,verhindert, das es bei einer Mafia Hochzeit zu einem Blutbad kam,etc. Es gibt genug legale/semilegale Möglichkeiten.
Man darf nicht immer nur an 08/15 Runs denken  ;)

HokaHey
Medizinmann
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: dunklerschatten am 7.02.2010 | 00:16
okay ein Held ..fein  ~;D

Der hat ja nur nicht viel mit dem ursprünglich Runnerbuisness (Spionage, Wetwork, etc) zu tuen wie es  wohl "angedacht" war.

Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Medizinmann am 7.02.2010 | 08:54
Deswegen Sag /poste Ich ja,das man nicht immer nur an 08/15 Runs denken soll, das ist genauso falsch, als wenn man bei D&D 3.x nur an Dungeons denkt .
da waren Genug "Abenteuer " dabei,dfür die man auch normale Runner anheuert.Z.B. die Entführung der Tochter des Ölbarons.Die Entführung darf nicht an die Öffentlichkeit,etc. Sowas kann (und sollte) man auch mit normaleren Runnern spielen.
Aber wir entfernen uns vom Thread !

der auch andere Tänze tanzt
Medizinmann
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Fat Duck am 7.02.2010 | 11:51
Das denke ich also - gut zu wissen, danke. Und ich überlege die ganze Zeit, Junge, was denkste eigentlich.

Nicht?

Es ist Kanon, das Magiebegabten in Konzernjobs größere persönliche Freiheiten gegönnt werden - sogar Schamanen werden dort akzeptiert, wobei nur wenigen Schamanen´, die einem Totem folgen, für Konzernjobs geschaffen sind. Der Grund ist hier auch verdammt einfach - er hat Star-Allüren, spricht mit den Wänden und macht seinen Job auch nur, wenn es ihm passt, dazu hat er ein Gehalt, für das man ein ganzes mundanes Forschungsteam zusammenbekommen kann - aber wenn er die Sachen nicht macht, macht sie keiner, also lächelt Mr. Manager wieder nur verständnisvoll, wenn Mr. Gato nach 2 Stunden Mittagspause erstmal ein Nickerchen einlegt.



Zitat
Sollte so ein Char sein Problem lösen können und er gute Zukunftsaussichen haben, wird er den Job meiner Meinung nach an den Nagel hängen.

Hm, ich stells mir schwer vor, nach einer jahre- oder sogar jahrzehntelangen kriminellen Laufbahn mal schnell den Job an den Nagel zu hängen - also in die Legalität zurückzukommen. Und der Ruhestand hält bekanntlich auch nur bis zur Fortsetzung. ;D

Zitat
das Magier, besonders fähige, extrem selten sind, und man ihnen dabei weit mehr durchgehen lässt wie anderen. ...

Es ist auch Kanon, dass Erwachten sehr viel Misstrauen entgegengebracht wird und dass sie vor dem Gesetz besonders hart bestraft werden. Gerade Lone Star ist bekannt dafür, die jeweiligen Gesetzgeber in ihren Gebieten zu beeinflussen um immer härtere Maßnahmen gegen Erwachte durchführen zu können (siehe Lone Star).
Gut, den AA+ Konzernen mag das Gesetz relativ egal sein, aber deren Gesellschaft wird ja auch nicht gerade als eine ideale beschrieben. Der Manager, der Runner anheuert um einen Rivalen aus dem Weg  zu räumen, ist eine ziemliche Konstante in Shadowrun. Klingt nicht gerade nach einer Welt, in der Jobs sonderlich sicher sind.
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Grey Ice am 11.02.2010 | 14:20
Könntest du bitte aufhören, mir Sachen zu unterstellen, die ich nie geschrieben habe?
1) Ich habe nie geschrieben, dass ein Wachmann von dem Team Bescheid weiß. Ich habe nur geschrieben, dass es möglich ist, dass der Wachmann das Team trifft. (Ob der Wachmann weiß, wer ihn gerade erschossen hat oder ob er unwissend ins Grab geht, darüber habe ich nichts ausgesagt.)

2) Und das jeder Straßenschieber die Magiergruppe kennt, habe ich auch nie behauptet. (Dunklerschatten hatte in #31 gesagt, dass so eine Gruppe Aufmerksamkeit wecken würde.) Ich habe nur gesagt, dass viele Straßenschieber die Gruppe kennen. (Wobei "kennen" schon zu viel sei. "haben davon gehört" trifft es wohl besser.)
Wenn du mich so freundlich bittest. Leider kam deine vorherige Aussage bei mir halt anders an - nämlich kennen im Sinne von kennen, nicht im Sinne von "mal von gehört haben"
Interessant: Vor einer Seite meintest du noch, es würden verdammt wenig  Magier in der Unterwelt hausen. Und jetzt meinst du plötzlich, es ließe sich nicht abschätzen.
Interessant, wie schnell du deine Meinung änderst.
Interessant ist, wie manche Leute manche Aussagen auffassen.
Ja, ich sagte, das es für Magier, besonders fähige Magier, extrem unwahrscheinlich ist, das sie in die Schatten absinken. Das stellt für sie halt eine wesentlich schlechtere Alternative dar als für mundane, einfach weil ihnen viel mehr und viel bessere Alternativen offen stehen.

Und ich sagte auch, das ich Zahlenspielereien wie deine, oder auch die anderer Leute, nicht für zielführend erachte. Wie ich dir, und auch den anderen in diesem Thread gezeigt habe, beruhen sämtliche Prämissen für solche Kalkulationen auf blauem Dunst. Wenn es dich, deine Runde und dein Spiel weiterbringt wenn ihr festlegt, es gäbe weltweit 50 Magier in den Schatten, ist das ok für mich. Mich, meine Runde und mein Spiel würden von sowas definitiv nicht weiterbringen. Meiner Meinung nach, und auch der meiner Runde nach, sind fähige Magier in den Schatten verhältnismäßig selten, aus besagten Gründen. Ob es jetzt 50, 150, 154 oder 15.400 weltweit sind, ist für das Umfeld unserer Chars eher nebensächlich.

Wenn du jetzt weiterdiskutieren willst, ob es eher 50 oder eher 115 Magier weltweit sind, viel Spaß. Wie gesagt hast du nicht einen Faktor in deiner Berechnung, der auf etwas anderem ausser persönlichem Gutdünken basiert. Das ist für eine gemeinsame Basis einer Diskussion keine gute Ausgangslage - ich denke jeder hier könnte aus dem Stehgreif 2-5 andere Modelle aufstehen, die ähnlich realistisch sind. Dabei sehe ich wenig Sinn.

Aber letztendlich war meine Kernaussage NICHT: "Eine magische Runnergruppe ist sehr bekannt."
Das war eine Neben-Nebenaussage, die ich getroffen habe.

Meine Kernaussage war: "Es existiert eine magische Runnergruppe."
Deine Kernaussage habe ich nie bestritten, wenn du meine Antworten mal nachlesen würdest. Ich habe nur bestritten, das so eine Formation sonderlich wahrscheinlich ist.

Zitat von: Fat Duck
Hm, ich stells mir schwer vor, nach einer jahre- oder sogar jahrzehntelangen kriminellen Laufbahn mal schnell den Job an den Nagel zu hängen - also in die Legalität zurückzukommen. Und der Ruhestand hält bekanntlich auch nur bis zur Fortsetzung.
Ich kann mir vorstellen, das das ne Charakterfrage ist. Zumindest das Runnergeschäft dürfte nach Jahren oder Jahrzehnten für die meisten Personen wohl eher uninteressant werden - immerhin riskiert man da täglich Leib und Leben, und auch die meisten Magier werden nicht jünger. Ich denke schon, das sich die meisten nach einer Weile nach einem ruhigeren Job umsehen werden.

Und zum Ruhestand und Forsetzung: Ich persönlich bin ein großer Fan von Fortsetzungen, besonders z.B. bei Filmen etc. Allerdings habe ich auch einen unterirdischen Filmgeschmack, nachdem, was ich gehört habe, sind viele Fortsetzungen weniger gut wie das Original. Von daher kann es jeder halten wie er mag.

Zitat von: Fat Duck
Es ist auch Kanon, dass Erwachten sehr viel Misstrauen entgegengebracht wird und dass sie vor dem Gesetz besonders hart bestraft werden. Gerade Lone Star ist bekannt dafür, die jeweiligen Gesetzgeber in ihren Gebieten zu beeinflussen um immer härtere Maßnahmen gegen Erwachte durchführen zu können (siehe Lone Star).
Gut, den AA+ Konzernen mag das Gesetz relativ egal sein, aber deren Gesellschaft wird ja auch nicht gerade als eine ideale beschrieben. Der Manager, der Runner anheuert um einen Rivalen aus dem Weg  zu räumen, ist eine ziemliche Konstante in Shadowrun. Klingt nicht gerade nach einer Welt, in der Jobs sonderlich sicher sind.
Ok, das ist natürlich ein Punkt. Das würde heißen, das Magier in den Schatten sich zumindest nicht erwischen lassen sollten, sonst haben sie echt miese Karten, besonders wenn man sich z.B. mal die Magierknast-Beschreibungen durchliest.
Sollte man ihnen nichts nachweisen können, kann ich mir allerdings schon vorstellen, das auch nicht AA+-Arbeitgeber mal ein Auge zudrücken, bzw. nicht zu genau nachfragen, aus Angst, die Antwort könnte ihnen nicht passen. Hängt natürlich von dem Job im einzelnen ab. Verlässlichkeit sollte gerade bei Magiern schon gegeben sein, bedenkt man den Effekt, den sie haben können, und das Misstrauen, was du erwähnst.
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Eulenspiegel am 13.02.2010 | 23:52
Das ist für eine gemeinsame Basis einer Diskussion keine gute Ausgangslage - ich denke jeder hier könnte aus dem Stehgreif 2-5 andere Modelle aufstehen, die ähnlich realistisch sind. Dabei sehe ich wenig Sinn.
Doch: Der Sinn ist nämlich der:
Wenn du die anderen realistischen Modelle ebenfalls durchrechnest, dann wirst du feststellen, dass du zu dem gleichen Ergebnis kommst. - Oder evtl. sogar zu Ergebnissen die zu noch höheren Wahrscheinlichkeiten führen.

Zitat
Deine Kernaussage habe ich nie bestritten, wenn du meine Antworten mal nachlesen würdest. Ich habe nur bestritten, das so eine Formation sonderlich wahrscheinlich ist.
1) Deine Behauptung, dass diese Formation nicht besonders wahrscheinlich ist, ist blauer Dunst.
Ich könnte dir locker 2-5 andere Modelle aufstellen, in denen es wahrscheinlich ist.

Und die Aussage: "So eine Formation ist nicht besonders wahrscheinlich", ist sogar noch größerer Dunst als die Aussage "Mindestens 0,1% aller Runner sind magisch begabt."

Deine Aussage, dass diese Formation nicht besonders wahrscheinlich ist, beruht nur auf wilden Spekulationen und ist zudem noch falsch. (Die Aussage, dass prozentual weniger Magier in die Schatten gehen als mundane Leute, ist sicherlich richtig. Aber daraus kann man eben NICHT ableiten, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein Runnerteam mit mindestens 3 Magiern existiert, gering ist.)

Die Aussage, dass 0,1% aller Runner magisch begabt sind, ist dagegen sehr sehr sehr großzügig nach unten abgeschätzt.

2) "Es existiert eine magische Runnergruppe" ist gleichbedeutend mit "Die Wahrscheinlichkeit, dass eine magische Runnergruppe existiert, ist 100%." (Disclaimer für Mathematiker: Mal von Nullmengen abgesehen.)

Wenn du mir also zustimmst, dass eine magische Runnergruppe existiert, wie kannst du dann gleichzeitig sagen, dass die Wahrscheinlichkeit für diese Runnergruppe gering ist?

3) OK, da du ja mit mir übereinstimmst, dass eine magische Runnergruppe existiert:
Warum sollte diese Runnergruppe NSCs sein?
Was spricht dagegen, dass diese Runnergruppe von den SCs gespielt wird?
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Grey Ice am 16.02.2010 | 17:39
1) Deine Behauptung, dass diese Formation nicht besonders wahrscheinlich ist, ist blauer Dunst.
Ich könnte dir locker 2-5 andere Modelle aufstellen, in denen es wahrscheinlich ist.

Und die Aussage: "So eine Formation ist nicht besonders wahrscheinlich", ist sogar noch größerer Dunst als die Aussage "Mindestens 0,1% aller Runner sind magisch begabt."

Deine Aussage, dass diese Formation nicht besonders wahrscheinlich ist, beruht nur auf wilden Spekulationen und ist zudem noch falsch. (Die Aussage, dass prozentual weniger Magier in die Schatten gehen als mundane Leute, ist sicherlich richtig. Aber daraus kann man eben NICHT ableiten, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein Runnerteam mit mindestens 3 Magiern existiert, gering ist.)
Meine Aussage basiert wohl einfach auf einem anderen Verständnis von wahrscheinlich: Wenn ich weiß, das max. 0,1% aller Runner nennenswert fähige Magier sind, was ist dann wahrscheinlicher: das ich einem Team begegne, das wenig bzw. max. 1 Erwachtem im Team hat, oder das ich einem Team nur aus Magiern, wenn nicht sogar Initiaten begegne? Jetzt wirst du sagen: die Wahrscheinlichkeit ist bei 100% für die Magier, wenn du einer dieses Teams bist. Ich gehe da von einem etwas weniger speziellem Standpunkt aus, aus dem diese Aussage alles andere ausser blauer Dunst ist.

Ich wüsste nicht, wo ich da was nicht ableiten kann. Wenn ich nächste Woche zum ersten Mal in meinem Leben Lotto spiele, ist es auch nicht wahrscheinlich, das ich den Jackpot abräume. Nicht wahrscheinlich, aber auch nicht unmöglich - und in so einer Form auch schon mal vorgekommen, hatte ich gehört.

Die Aussage, dass 0,1% aller Runner magisch begabt sind, ist dagegen sehr sehr sehr großzügig nach unten abgeschätzt.
Ganz sicher nicht - zumindest wenn wir bei deiner Aussage von oben bleiben - 0,1% Magier (in der Schattenarbeit, d.h. zumindest einigermaßen fähige)
1% der Bevölkerung sind überhaupt erwacht.
Bei einem großen Teil davon werden (warum auch immer) die Begabung nicht entdeckt, nicht gefördert, oder der Erwachte lernt nicht, damit umzugehen und dadurch zu profitieren.
Aus dem Rest rekrutieren sich Ki-Adepten, Magieradepten und Vollzauberer der verschiedensten Traditionen.
Viele von ihnen werden regulär erkannt und gefördert, um nicht zu sagen verhätschelt. Man lässt bei ihnen so manche 5 gerade sein und bietet ihnen interessante Job-Alternativen noch und nöcher - Das sind bis hierhin so Aussagen aus dem Kanon.
Imho bedeutet dies, solange die Magier nicht übermäßig gierig sind, sie irgendwo gewaltig Mist bauen oder sie mentale Inkompatibilitäten aufweisen, dürften sie keine Probleme haben, irgendwo im Licht einen Job zu finden, der nicht beinhaltet, regelmäßig verletzt zu werden und sich in Todesgefahr zu begeben. Magier, zumindest die einigermaßen befähigten, dürften daher in den Schatten weit weniger häufig sein wie ausserhalb, in Verhältnis zu Mundanen in diesem Fall. Natürlich gibt es in verschiedenen Millieus andere Wahrscheinlichkeiten - z.B. dürfte es unter Lager- und Hilfsarbeitern wiederum verhältnismäßig deutlich weniger Magier pro 100 Personen geben wie z.B. in den Schatten. Insgesamt betrachtet jedoch sehe ich keinen Grund, warum Magier prozentual gesehen in den Schatten häufiger vertreten sein sollten wie ausserhalb.

2) "Es existiert eine magische Runnergruppe" ist gleichbedeutend mit "Die Wahrscheinlichkeit, dass eine magische Runnergruppe existiert, ist 100%."

Wenn du mir also zustimmst, dass eine magische Runnergruppe existiert, wie kannst du dann gleichzeitig sagen, dass die Wahrscheinlichkeit für diese Runnergruppe gering ist?
Indem ich mich nicht auf irgendwelche statistisch orientierten Interpretationen und Haarspaltereien einlasse, sondern mich frage, wie häufig ein solches Team in den Schatten vorkommt - da du hier so gerne mit Zahlen rumschmeißt: Wie häufig kommt so ein Team aus 3-5 Magiern unter den Runner-Teams überhaupt vor?
Wie wahrscheinlich ist es dann, das gerade wenn ich leite Schmidt für irgendeinen x-beliebilgen Job dieses Team zusammengestellt bekommt?
3) OK, da du ja mit mir übereinstimmst, dass eine magische Runnergruppe existiert:
Warum sollte diese Runnergruppe NSCs sein?
Was spricht dagegen, dass diese Runnergruppe von den SCs gespielt wird?
Gar nichts, hatte ich auch nie behauptet. Wenn deine oder meine Runde nur erwachte Chars spielen wollen, sollen sie doch. Wie wahrscheinlich es ist, das Schmidt, wenn er sich gerade nach Teams umhört, seine Hände an so ein Team bekommen kann, ist ne andere Sache. Genauso könnte Schmidt eine Wette drauf abschließen, ob der örtliche Schieber, mit dem er wegen eines Jobs zum ersten Mal zusammenarbeiten will, für einen Job in München ein Team von 5 afro-haitianischen Trollen anbieten kann. Schmidt wird bei dieser Wette imho keinen relativ hohen Betrag setzen.

Wie gesagt, wenn ihr das so spielen wollt, oder meine Runde, ist das ok. Wir hatten auch schon Runden mit 60-80% erwachten Chars. Als SC ist es mir lieber denn als NSC - bei dem SC's hab ich für diese Konstellation zumindest OT-Gründe, die bei den NSC imho schnell in den Bereich SL-Willkür abdriften könnten. Nur ist rein statistisch gesehen ein Team, was auch nur 1 brauchbaren Magier dabei hat, mehr als glücklich. Ein Team mit 3 oder mehr davon dürfte seinesgleichen suchen - dementsprechend wahrscheinlich ist es, mit so einem Team in den Schatten zu tun zu haben.
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Eulenspiegel am 17.02.2010 | 16:50
Meine Aussage basiert wohl einfach auf einem anderen Verständnis von wahrscheinlich: Wenn ich weiß, das max. 0,1% aller Runner nennenswert fähige Magier sind, was ist dann wahrscheinlicher: das ich einem Team begegne, das wenig bzw. max. 1 Erwachtem im Team hat, oder das ich einem Team nur aus Magiern, wenn nicht sogar Initiaten begegne?
Nochmal:
Wenn du nicht Mitglied des Teams bist, ist die Wahrscheinlichkeit, so ein Team zu treffen sehr gering.
Das ändert aber nichts daran, dass die Wahrscheinlichkeit, dass das Team existiert, sehr hoch ist.

Zitat
Ich wüsste nicht, wo ich da was nicht ableiten kann. Wenn ich nächste Woche zum ersten Mal in meinem Leben Lotto spiele, ist es auch nicht wahrscheinlich, das ich den Jackpot abräume. Nicht wahrscheinlich, aber auch nicht unmöglich - und in so einer Form auch schon mal vorgekommen, hatte ich gehört.
Dass du beim nächsten Lotto-Spiel den Jackpot knackst, ist sehr unwahrscheinlich.
Dass du einen Jackpotgewinner kennenlernst, ist auch sehr unwahrscheinlich.

Aber dass in diesem Jahr noch einen Jackpotgewinner geben wird, ist sehr wahrscheinlich. (Das wird wahrscheinlich nicht du sein. Aber das es irgendjemand schafft, ist sehr wahrscheinlich.)

Zitat
Ganz sicher nicht - zumindest wenn wir bei deiner Aussage von oben bleiben - 0,1% Magier
1) Sagtest du nicht weiter oben, man könne die Zahl nicht abschätzen? Und jetzt sagst du plötzlich, dass es weniger als 0,1% Magier gibt.
Widersprichst du dir damit nicht?

2) Ich weiß nicht, ob dir das klar ist, aber nur um sicherzugehen:
Magier ungleich Vollzauberer.

Zitat
Bei einem großen Teil davon werden (warum auch immer) die Begabung nicht entdeckt, nicht gefördert,
Könnte das vielleicht daran liegen, dass die Konzerne doch kein so großen Interesse an Vollzauberern haben, wie du es bisher darstellst?

Zitat
da du hier so gerne mit Zahlen rumschmeißt: Wie häufig kommt so ein Team aus 3-5 Magiern unter den Runner-Teams überhaupt vor?
Jetzt ohne Zahlenbasis, sondern rein geschätzt:
Weltweit vielleicht 2-10 Teams.

Zitat
Wie wahrscheinlich ist es dann, das gerade wenn ich leite Schmidt für irgendeinen x-beliebilgen Job dieses Team zusammengestellt bekommt?
Als SL verfügst du über 10.000 Schmidts.
9.999 deiner NSC-Schmidts bekommen dieses Team nicht zusammengestellt. Das heißt, die Charakterblätter von den 9.999 NSC-Schmidts kannst du zerreißen und beiseite legen.

Einer von den 10.000 NSC-Schmidts kann jedoch dieses Team zusammenstellen. Das heißt diesen speziellen Schmidt kannst du dann etwas detaillierter ausarbeiten.

Das heißt, die Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmter Schmidt das Team zusammenstellen kann, ist sehr gering.
Die Wahrscheinlichkeit, dass einer deiner 10.000 NSC-Schmidt so ein Team zusammenstellen kann, ist sehr groß.

Und um welchen dieser NSC-Schmidts du jetzt dein AB baust, ist wiederum deine freie Wahl. (Bzw. wenn die Gruppe großteils aus Magiern besteht, würde ich kein AB um die 9.999 Schmidts basteln, sondern um den einen Schmidt, der erfolgreich war.)
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Grey Ice am 18.02.2010 | 18:24
Nochmal:
Wenn du nicht Mitglied des Teams bist, ist die Wahrscheinlichkeit, so ein Team zu treffen sehr gering.
Das ändert aber nichts daran, dass die Wahrscheinlichkeit, dass das Team existiert, sehr hoch ist.
Dass du beim nächsten Lotto-Spiel den Jackpot knackst, ist sehr unwahrscheinlich.
Dass du einen Jackpotgewinner kennenlernst, ist auch sehr unwahrscheinlich.

Aber dass in diesem Jahr noch einen Jackpotgewinner geben wird, ist sehr wahrscheinlich. (Das wird wahrscheinlich nicht du sein. Aber das es irgendjemand schafft, ist sehr wahrscheinlich.)
Soweit verstanden. Und wie gesagt, ändert das alles nichts daran, das es für eine Reihe von Ottonormalmitgliedern des Schattenbusiness verdammt unwahrscheinlich ist, auf so ein Team zu treffen.


1) Sagtest du nicht weiter oben, man könne die Zahl nicht abschätzen? Und jetzt sagst du plötzlich, dass es weniger als 0,1% Magier gibt.
Widersprichst du dir damit nicht?
Nein. Ich sagte, das 0,1% Magier in den Schatten meiner Meinung nach alles andere als "sehr sehr sehr großzügig nach unten abgeschätzt" ist. Ich sagte weiterhin, das eine zweifelsfreie Berechnung aufgrund der wenigen belastbaren Daten nicht möglich ist, und werde mich aus diesem Grund davor hüten, wie du oder einige andere hier Zahlenmodelle ins Rennen zu schicken. Ich mache nur darauf aufmerksam, wo ich Schwächen in diesen Zahlenmodellen sehe. Wenn du es anders siehst, ist das schön für dich, entspricht aber leider nicht meiner Kenntnis und meiner Interpretation des Settings und des Kanons. Dieser Teil, der Standpunkt der SR-Welt und -Öffentlichkeit zu den Magiern ist zwar Kern dieses Threads, jedoch in der Diskussion mit dir von noch nicht mal nebensächlicher Bedeutung, wenn ich das mal so Revue passieren lasse. Im Gegensatz zu fundamentfreien Zahlenspielereien und Schätzungen. Oder irre ich mich da?

Könnte das vielleicht daran liegen, dass die Konzerne doch kein so großen Interesse an Vollzauberern haben, wie du es bisher darstellst?
Könnte, würde damit aber a) dem Kanon widersprechen, bei dem 3 AAA- (+ evtl. einige asiatische AA-)Konzerne ihren magischen Wirtschaftszweig als einen der wichtigeren in ihrem Portfolio führen unb b) nicht zu diversen anderen Aussagen im Kanon passen, die bezeugen, wie gefragt und nützlich Magisch Aktive in vielen Bereichen so sind.

Jetzt ohne Zahlenbasis, sondern rein geschätzt:
Weltweit vielleicht 2-10 Teams.
Ebenfalls ohne Zahlenbasis, und nur rein geschätzt: eher 2 als 10, oder doch 20.
Und nun?
Einer von den 10.000 NSC-Schmidts kann jedoch dieses Team zusammenstellen. Das heißt diesen speziellen Schmidt kannst du dann etwas detaillierter ausarbeiten.

Das heißt, die Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmter Schmidt das Team zusammenstellen kann, ist sehr gering.
Die Wahrscheinlichkeit, dass einer deiner 10.000 NSC-Schmidt so ein Team zusammenstellen kann, ist sehr groß.

Und um welchen dieser NSC-Schmidts du jetzt dein AB baust, ist wiederum deine freie Wahl. (Bzw. wenn die Gruppe großteils aus Magiern besteht, würde ich kein AB um die 9.999 Schmidts basteln, sondern um den einen Schmidt, der erfolgreich war.)
Ich denke sogar, ich sollte dann eher ein AB um den einen Schmidt bauen, der das Team angeworben hatte, komplett mit Job, für dem er so ein Team auch brauchen würde, d.h. das ich nicht nur einen Großteil der möglichen Szenarien direkt vergessen kann - z.B. Matrixruns bzw. Runs, in denen Matrixarbeit einen wichtigen Teil einnimmt, sondern auch eine magische Opposition aufbauen muß, die dieser Herausforderung angemessen ist - sonst würde man das Zauberkugelset gar nicht erst brauchen. Diese Opposition ist kein Sicherheitsmagier mit Magie 4 plus Wachelemantar und 3 Watchern, sondern wiederum eine Location, die entweder echt absonderbar ist (Magisch Erwachte Orte, Orte, die von magischen Bedrohungen beherrscht werden) oder eine Location, die so einen magischen Schutz rechtfertigt - was vermutlich ähnlich häufig auftritt wie die SC-Teamkonstellation. Imho haben wir hier den 2. Lotto-Gewinner beim ersten Versuch hintereinander. Klar kann das alles vorkommen - es ist jedoch objektiv gesehen alles andere als typisch für SR, zumindest imho, und daher alles andere als wahrscheinlich. Ich persönlich mag es halt, wenn der ganze Plot mit drum und dran nachvollziehbar und irgendwo logisch ist. Ich schmeiß niemanden aus der Runde, weil er einen 2. oder 3. Magier im Team spielen will - die Tatsache, das diese Geschichte IT jedoch nicht mehr begründbar ist, ohne das man als objektiver Zuhörer skeptisch die Augenbrauen hochzieht, empfinde ich aber als negativ.

Und nochmal: es geht mir nicht darum, das ich etwas nicht zulasse oder verbiete oder ähnliches. Es geht mir nur darum, das so ein Fall nicht wirklich wahrscheinlich ist. Wenn du in deiner Runde einen SC 2 x hintereinander den Jackpot beim Lotto knacken lässt, hey, ist ok, ich wünsche dir und deiner Runde viel Spaß dabei. Kann ein interessanter Plot sein, und wird definitiv mal was anderes, wenn man da einen guten Plot drum strickt. Es ist und bleibt jedoch ein Sonderfall.
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Eulenspiegel am 18.02.2010 | 21:24
Ich sagte, das 0,1% Magier in den Schatten meiner Meinung nach alles andere als "sehr sehr sehr großzügig nach unten abgeschätzt" ist.
Damit schätzt du den Anteil also als geringer als 0,1% ein?

Zitat
Ich sagte weiterhin, das eine zweifelsfreie Berechnung aufgrund der wenigen belastbaren Daten nicht möglich ist, und werde mich aus diesem Grund davor hüten, wie du oder einige andere hier Zahlenmodelle ins Rennen zu schicken.
AARGH!
Exakte Zahlen sind nicht möglich. Aber es geht um Schätzungen.

Exakte Zahlen sind auch gar nicht nötig. Mann muss ja nicht die exakte Wahrscheinlichkeit angeben, dass eine magische Runnergruppe existiert. Man muss ja nur grob angeben, ob es wahrscheinlich oder unwahrscheinlich ist.

(Wenn du die exakte Wahrscheinlichkeit für die Existenz einer Runnergruppe angeben willst, sind exakte Zahlen notwendig. Wenn du aber nur grob angeben willst, ob das wahrscheinlich oder unwahrscheinlich ist, sind Schätzungen ausreichend.)

Aber ist schon klar: "Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht."

Zitat
Könnte, würde damit aber a) dem Kanon widersprechen, bei dem 3 AAA- (+ evtl. einige asiatische AA-)Konzerne ihren magischen Wirtschaftszweig als einen der wichtigeren in ihrem Portfolio führen unb b) nicht zu diversen anderen Aussagen im Kanon passen, die bezeugen, wie gefragt und nützlich Magisch Aktive in vielen Bereichen so sind.
Klar sind magische Aktive nützlich. Das bestreitet auch keiner.
Aber wenn es zu wenig Magiebegabte gäbe, dann würden die Konzerne auf Nachwuchsförderung setzen und alles daran setzen Erwachte auch voll auszubilden.
Da sie das nicht tun...

Den Umkehrschluss überlasse ich gerne dir.

Zitat
Ebenfalls ohne Zahlenbasis, und nur rein geschätzt: eher 2 als 10, oder doch 20.
Und nun?
wtf?
Internetkommunikation mit Leuten, die man nicht persönlich kennt, ist schon so missverständlich genug. Erschwere das ganze doch bitte nicht dadurch, dass du nur in Halbsätzen antwortest, sondern antworte in ganzen Sätzen.

Was willst du mir damit sagen? Du glaubst, dass es 20 magische Gruppen gibt? Oder was ist deine Aussage?

Zitat
Ich denke sogar, ich sollte dann eher ein AB um den einen Schmidt bauen, der das Team angeworben hatte, komplett mit Job, für dem er so ein Team auch brauchen würde, d.h. das ich nicht nur einen Großteil der möglichen Szenarien direkt vergessen kann - z.B. Matrixruns bzw. Runs, in denen Matrixarbeit einen wichtigen Teil einnimmt, sondern auch eine magische Opposition aufbauen muß, die dieser Herausforderung angemessen ist - sonst würde man das Zauberkugelset gar nicht erst brauchen.
Möglich:
Wenn man keine 08/15 Runnergruppe spielt, wird man auch nicht unbedingt 08/15 Runs durchführen.

Andererseits:
Die magische Runnergruppe sucht Arbeit. Wenn es jetzt im Augenblick keine magische Arbeit gibt, wird sie wahrscheinlich auch "normale" Runnerjobs erledigen. (Bzw. ich würde diese Entscheidung den Spielern überlassen, ob sie warten, bis ein für sie würdiger Job auftaucht, oder ob sie erst mal den erstbesten Job übernehmen, um über Wasser zu bleiben.)

Zitat
Imho haben wir hier den 2. Lotto-Gewinner beim ersten Versuch hintereinander.
Sorry, man merkt, dass du von Wahrscheinlichkeitsrechnung keine Ahnung hast. Ist nicht böse gemeint, aber das tritt in deinen Posts nunmal offen zum tragen.

Ist dir "bedingte Wahrscheinlichkeit" ein Begriff?

Klar muss es nicht unbedingt Spezialaufträge für die magische Runnergruppe geben. Kann sein, dass es momentan weltweit keinen einzigen magischen Spezialauftrag für unsere magische Runnergruppe geben wird. (Dann müssen sie sich mit normalen Runnerjobs über Wasser halten.)
Aber falls es solche speziellen Runnerjobs gibt, dann ist die Wahrscheinlichkeit recht groß, dass der Johnson sich damit an die magische Runnergruppe wendet.

Zitat
Klar kann das alles vorkommen - es ist jedoch objektiv gesehen alles andere als typisch für SR, zumindest imho, und daher alles andere als wahrscheinlich. Ich persönlich mag es halt, wenn der ganze Plot mit drum und dran nachvollziehbar und irgendwo logisch ist.
1) Zwischen "etwas ist typisch" und "etwas ist wahrscheinlich" besteht ein meilenweiter Unterschied.

Es ist nicht typisch, dass eine Person im Lotto gewinnt.
Aber es ist sehr wahrscheinlich, dass jemand im Lotto gewinnt.

2) Natürlich sollte der Plot logisch und nachvollziehbar sein. Das sehe ich genau so.
Aber wieso wird der Plot nicht logisch und nachvollziehbar, wenn man die magische Runnergruppe spielt? Wieso ist es logischer und nachvollziehbarer, wenn diese magische Runnergruppe eine NSC-Gruppe ist?

Zitat
Und nochmal: es geht mir nicht darum, das ich etwas nicht zulasse oder verbiete oder ähnliches. Es geht mir nur darum, das so ein Fall nicht wirklich wahrscheinlich ist. Wenn du in deiner Runde einen SC 2 x hintereinander den Jackpot beim Lotto knacken lässt, hey, ist ok, ich wünsche dir und deiner Runde viel Spaß dabei.
Es geht mir nicht ums verbieten, sondern darum, dass es wahrscheinlich ist, dass es magische Runnergruppen gibt. (oder zumindest eine.)

Und "es existiert eine magische Runnergruppe" ist eher vergleichbar mit "es hat jemand den Jackpot geknackt".
"Es hat jemand 2x hintereinander den Jackpot geknackt" ist dagegen eher vergleichbar mit "es leben zwei magische Runnergruppen in direkter Nachbarschaft."

Zitat
Kann ein interessanter Plot sein, und wird definitiv mal was anderes, wenn man da einen guten Plot drum strickt. Es ist und bleibt jedoch ein Sonderfall.
Wiegesagt: Dass Jackpotknacker ein Sonderfall sind, bestreite ich ja gar nicht.
Trotzdem ist es wahrscheinlich, dass jemand den Jackpot knackt. (Und wenn jemand bei der Generierung für seine BP Geld kauft, habe ich auch kein Problem damit, wenn er vom Hintergrund her sagt: "Ich habe beim Lotto gewonnen." Es gibt nunmal Lottogewinner. Und es ist jetzt nichts Unlogisches dabei, sich so eine Person als SC auszusuchen.)
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Grey Ice am 24.02.2010 | 16:57
Klar sind magische Aktive nützlich. Das bestreitet auch keiner.
Aber wenn es zu wenig Magiebegabte gäbe, dann würden die Konzerne auf Nachwuchsförderung setzen und alles daran setzen Erwachte auch voll auszubilden.
Da sie das nicht tun...

Den Umkehrschluss überlasse ich gerne dir.
Ich befürchte, ich wiederhole mich hier ein wenig, aber:
Die Konzerne setzen alles auf Nachwuchsförderung, was nicht nur diverse Flufftexte schildern, sondern auch durch die gar nicht mal so kleine Zahl von magischen Hochschulen, magischen Gruppen und so weiter dargelegt wird.
Nichts desto trotz scheint ihnen lt. einer Fluff-Bemerkung im Straßenmagie ein ganzer Teil der begabten durch die Lappen zu gehen  - entweder weil sie nicht entdeckt werden oder nicht wirklich auszubilden sind.
Wenn du schon Bock auf Umkehrschlüsse ziehen hast - bitte - dann ziehe sie auf Grundlage aller relevanter Aussagen im Fluff, besonders wenn du bereits darauf hingewiesen wurdest. Sich wieder und wieder an einer (!) Textstelle hoch und runterzuziehen ist imho noch weniger zielführend wie deine Zahlenspielereien - wobei das natürlich von der Definition deines Zieles abhängt, s.o.
Die magische Runnergruppe sucht Arbeit. Wenn es jetzt im Augenblick keine magische Arbeit gibt, wird sie wahrscheinlich auch "normale" Runnerjobs erledigen. (Bzw. ich würde diese Entscheidung den Spielern überlassen, ob sie warten, bis ein für sie würdiger Job auftaucht, oder ob sie erst mal den erstbesten Job übernehmen, um über Wasser zu bleiben.)
Ein reines Magierteam - von dem wir hier ursprünglich diskutierten, hat bei nem normalen Run mit Matrixsicherheit und elektronisch verdrahteten Vorkehrungen aller Art nur wenig bis nichts verloren. Eine Tür, die einem Ramme-Zauber widersteht, mit einem Magschloß, wofür man keine Karte hat, kann da schon das Ende der Story sein. Für normale Jobs an ein Team zu kommen, welches weniger spezialisiert und auch weniger anspruchsvoll ist, was Bezahlung angeht, dürfte selbst für unfähige Schmidts mit begrenzten Kontakten kaum eine Kunst sein.
Aber falls es solche speziellen Runnerjobs gibt, dann ist die Wahrscheinlichkeit recht groß, dass der Johnson sich damit an die magische Runnergruppe wendet.
Falls Johnson den Kontakt zu dieser Magiergruppe aufbauen kann. Vielleicht mag er davon gehört haben, oder erfahren, wenn er sie sucht - deswegen muß es nicht unbedingt jeden in den Schatten, der auf so ein hochmagisch-kriminelles Problem stößt, gelingen, auch an die Problemlöser dafür zu kommen.
Wiegesagt: Dass Jackpotknacker ein Sonderfall sind, bestreite ich ja gar nicht.
Trotzdem ist es wahrscheinlich, dass jemand den Jackpot knackt. (Und wenn jemand bei der Generierung für seine BP Geld kauft, habe ich auch kein Problem damit, wenn er vom Hintergrund her sagt: "Ich habe beim Lotto gewonnen." Es gibt nunmal Lottogewinner. Und es ist jetzt nichts Unlogisches dabei, sich so eine Person als SC auszusuchen.)
Wie gesagt:
Das es Jackpotknacker, oder reine magische Runnerteams gibt, bestreite ich ja gar nicht.
Das ein Jackpotknacker aber selten ist, sind wir und einig, genauso wie eine magische Gruppe selten ist oder ein Problem, für das man eine magische Runnergruppe benötigt.
Jetzt haben wir nicht nur ein magisches Runnerteam, sondern auch noch ein Problem, für das so ein Team benötigt wird, und bringen beides zusammen: Auch wenn das eine das andere natürlich anzieht, sind und bleiben es zwei Zufälle am laufenden Band. Aber gut, habe ich keine Schmerzen mit, denn:
Wieso ist es logischer und nachvollziehbarer, wenn diese magische Runnergruppe eine NSC-Gruppe ist?
wie gesagt, von mir aus kann das gerne eine Runde, auch meine Runde, machen, wenn sie Bock darauf hat.
Nur, was machen wir die Woche drauf? Zocken wir SR? Wieder mit den Magiern? Wieder mit dem Magieplot?
Wow. Was für ein Zufall, sorry 2 Zufälle, besser 3 oder 4, wenn man die Vorwoche mitrechnet.
Würde dich das nicht irgendwann stören, SR nur auf solche Fälle festzunageln? Wenn nein, ok, kann ich gut mit leben, wünsche ich dir viel Spaß damit. Mich würde es stören, weshalb ich da kein Fan von bin.

Exakte Zahlen sind nicht möglich. Aber es geht um Schätzungen.
...
Aber ist schon klar: "Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht."
Sorry, aber das hier:
Wenn 0,1% aller Runner magiebegabt sind und es 100.000 Runnergruppen à 5 Leuten gibt, dann ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass in mindestens einer Gruppe mindestens 3 Magier sind. (Nämlich 40%. Siehe dazu das bekannte Geburtstagsparadoxon.)
macht in meinen Augen selbst als Schätzung keinen Sinn, weil viel zu scheinakkurat. So lange man in solchen Schätzungen mit Zahlen rumschmeißt, sind die in meinen Augen zweckfrei - einfach weil keine einzige der Zahlen ernsthaft belastbar ist. Um grob anzugeben, wie wahrscheinlich es ist, das ein bestimmter, x-beliebiger Schmidt ein bestimmtes, sehr spezielles Team für einen bestimmten, sehr seltenen Job bekommt, taugen solche Zahlenspielereien nichts, sorry.


To cut a long story short: Die Kernaussage, und ihmo einzig wesentliche Aussage deiner letzten ca. 6-7 Posts ist folgendes, oder?
Sorry, man merkt, dass du von Wahrscheinlichkeitsrechnung keine Ahnung hast. Ist nicht böse gemeint, aber das tritt in deinen Posts nunmal offen zum tragen.

Ist dir "bedingte Wahrscheinlichkeit" ein Begriff?
Nachdem ich dich jetzt soweit genötigt habe, deinen Wissensvorsprung auszusprechen, den dir hier wohl eine Menge Leute bestätigen könnten, wenn sie dieser sinnfreien Diskussion noch folgen würden - wären wir jetzt fertig? Denn das ist die einzige nennenswerte Antwort, die du mir auf meine Argumente bringst - das ich ja keine Ahnung von Wahrscheinlichkeitsrechnung habe - wenn du dich nicht gerade anderweitig wiederholst. Was ich eigentlich auszusagen versuche, scheinst bei dir seit x Posts aus irgendeinem Grund nicht auf Interesse zu stoßen. Dein Einwurf bzgl. Probleme der Internetkommunikation erscheint mir vor dem Hintergrund auch eher interessant, muß ich einräumen.
Ist nicht bös gemeint, ist nur eine - wahrscheinlichkeitsberechnungsfreie - Wahrnehmung. Ich kann im Moment echt sonst nichs erkennen, was du mir sagen willst. Vielleicht liegts aber auch nur daran:
Internetkommunikation mit Leuten, die man nicht persönlich kennt, ist schon so missverständlich genug.
;-)
Titel: Re: Soziale Stellung und psychologische Probleme von Erwachten
Beitrag von: Mocurion am 26.02.2010 | 23:08
Oh man Leute,

der eine versucht dem anderen seinen Spielstil aufzudrängen/aufzuargumentieren...RESPEKT!.
Das das nichts werden kann, dass sollte eigentlich allen Beteiligten (außer den Hauptakteuren) bewusst sein.

Das es immer noch versucht wird, dass zeugt von...tja, das zeugt eigentlich genau von was?

Seht es doch endlich ein: man kann über Regeln diskutieren, über Auslegungen derselben, aber die Welt bleibt doch der Phantasie überlassen, oder sehe ich das falsch?

OMG