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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: YY am 28.03.2010 | 19:24

Titel: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: YY am 28.03.2010 | 19:24
Nachdem Heretic sich ausgeklinkt hat, das Thema aber zu schön war, um es einfach sterben zu lassen, gehe ich jetzt den einfachen Weg:

Ich mach meinen eigenen C-Waffen-Thread. Mit Blackjack und Nutten! (http://forums.49ers.com/messageboard/images/smilies/benderdance.gif)

Mir brennt da nämlich durchaus noch Geschwafel im Gebeiß, namentlich das Folgende:

Bei der Anwendung von C-Kampfmitteln ist das große Problem die Logistik bzw. die Ausbringung.


Die Bilanz des Anschlages in der Tokyoter U-Bahn mag da einen Anhalt geben:
Geringe Anzahl von Toten bei großer Anzahl von Zielen, und ein Riesenhaufen Verletzte.
Dazu sollte man bedenken, dass für Berichtszwecke jeder als verletzt gilt, der im Zusammenhang mit dem betreffenden Vorfall beim Arzt/Sani vorstellig wird (so begründet sich auch die hohe Zahl von Verletzten beim Amoklauf von Emsdetten: Die Mehrzahl der Verletzten kam durch die Rauchbomben zustande).
Wie viele dieser Verletzte für Rollenspielzwecke "kampfunfähig" waren, lässt sich leider nicht mehr nachvollziehen.


Auch der Blick auf den C-Waffen-Einsatz im Ersten Weltkrieg zeigt die Probleme:
Es wurde zu Beginn des Gaskrieges TONNENWEISE Gas abgesetzt, wobei man stets auf günstigen Wind angewiesen war.
Erst mit dem Einsatz von Gasgranaten war man nicht mehr so sehr aufs Wetter angewiesen.

Dennoch wurden auch dann riesige Mengen freigesetzt, und das unter der Voraussetzung, dass der Gegner ja in seiner Stellung verharren musste und nicht ausweichen konnte, wie das bei typischeren Rollenspielbegegnungen meist der Fall ist.


Nächstes Beispiel:
Die Erstürmung des Moskauer Dubrowka-Theaters im Jahr 2002.
Auch hier mussten enorme Mengen an Gas eingesetzt werden, um einen Effekt zu erzielen, der dann auch noch recht lange auf sich warten liess.


Dazu bedenke man auch, dass gasförmige C-Kampfstoffe leichter oder schwerer als Luft sind und dementsprechend durch Aufsteigen oder Absinken in Bodennähe in ihrer Wirksamkeit meist zusätzlich eingeschränkt sind.


Fazit:
Angaben für die wirksame Menge verschiedener C-Kampfstoffe sind oft irreführend.
Eine optimale Ausbringung kann man in der Regel nicht gewährleisten, und daher müssen enorme Mengen eingesetzt werden, um eine akzeptable Wirkung erzielen zu können.

Diese Probleme zählen zu den Hauptgründen, warum einigermaßen kompetente Terroristen Sprengstoffe für ihre Anschläge nutzen statt C-Kampfstoffe.

Auch einfache Spreng- bzw. Brandstoffe sollte man in der Wirkung nicht überschätzen, besonders, wenn nicht noch weitere Maßnahmen zur Splitterbildung getroffen werden.
Besonders Propan macht zwar schön anzuschauende Feuerbälle und die genannten Müllsäcke sind abartig laut, aber es braucht schon ziemlich ansehnliche Mengen in großer Nähe zum Ziel für eine "gefechtstaugliche" Wirkung.

Da gibts mehr als genug youtube-Videos dazu, inklusive einer Mythbusters-Folge...in einem gewissen Land ist es anscheinend Volkssport, auf Propangasflaschen zu schießen :)


Randbemerkung:
Konzentrationen, die den Einsatz von Schusswaffen gefährlich machen - wie im ersten Thread erwähnt -, kann man da i.d.R. auch getrost vergessen.


Abschließend:
Fürs Rollenspiel würde ich das Improvisieren und Einsetzen von C-Kampfstoffen in den allermeisten Fällen in die cinematische Ecke schieben.

Bei einem realitätsnahen Ansatz dürfte die Herstellung und der Einsatz hausgemachter C-Kampfmittel für die meisten Situationen zumindest nicht zweckmäßig oder gar nicht praktikabel umsetzbar sein.
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: SeelenJägerTee am 28.03.2010 | 20:06
Dies gilt nur für die Annahme eines Bedarfes von schneller Verfügbarkeit.
Wenn der Charakter genug Zeit hat, dann kann er da schon sehr effiziente Dinge basteln.
Beim Anschlag auf den Siemens Manager hat die RAF wenn ich mich nicht vertue eine Stahlplatte mittels Bombe in seinen gepanzerten PKW befördert.
Ein Charakter mit Chemie könnte - vorausgesetzt er kann erst mal 1-4 Wochen Synthesen machen schon eine Menge Unfug anstellen.

Über die Erpressung von Karstadt kann man sich auch informieren, wenn ich nichts verwechsle war das auch so ne Sache mit Bomben.
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: Heretic am 28.03.2010 | 20:09
@SJT: Schneidladungen sind so schwer nicht zu konstruieren, wenn man weiss, worauf man achten muss.
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: SeelenJägerTee am 28.03.2010 | 20:12
Ich behaupte ja auch gar nicht, dass irgend was schwer ist.
Aber ich bezweifle mal, dass man z.B. so ne gerichtete Bombe mal schnell in 1er Stunde oder gar 1em Tag bastelt - ab der Idee, dass man das jetzt bräuchte gerechnet.
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: YY am 28.03.2010 | 20:38
Schneidladungen sind was für pioniertechnische Maßnahmen und werden direkt am bzw. in unmittelbarer Nähe des Zielobjekts angesetzt.

Hohlladungen sind ähnlich, bilden aber tatsächlich Geschosse und keine Trennlinien wie die Schneidladung.

Dass beim Attentat auf Beckurts eine Hohlladung oder eine projektilbildende Ladung eingesetzt wurde, ist mir jedoch nicht bekannt.

Bei diesen muss übrigens der verwendete Sprengstoff möglichst brisant sein, womit die einfacher herzustellenden Varianten ausfallen.
Bevor man da selbst bastelt, geht man als RAFler doch zu entsprechenden "Kollegen" und beschafft eine RPG-7.


Zitat von: rafinfo.de
Ein weiterer Anschlag erfolgt erst am 9. Juli 1986. Gegen halb acht Uhr morgens explodiert eine Bombe direkt neben dem Fahrzeug des Siemensvorstandsmitglieds Karl-Heinz Beckurts. Der 50kg-Sprengsatz war auf einem am Straßenrand abgestellten Fahrrad mit Mofa-Anhänger deponiert. Daneben, mit einem gelben Plastiksack abgedeckt, sechs Gasflaschen mit einem selbstgefertigten Sprengstoff auf Chlorat-Zucker-Basis. Die Wucht der Detonation schleudert den BMW Beckurts über die Straße in den Straßengraben. Sowohl Beckurts, als auch sein Chauffeur sterben an Ort und Stelle.

50 kg PLUS sechs Gasflaschen mit weiterem Sprengstoff.
Das passt doch schön zum Attentats-Thread, wo es auch um logistische Probleme ging ;)


Das ist jedenfalls nichts, was man grad mal so für alle Fälle dabei hat...
Wenn man so eine Ladung verdeckt zum Einsatz bringen will, bedeutet das einen enormen Aufwand; da macht man sonst nichts mehr nebenher.




Wir sind uns jedenfalls einig, dass Sprengstoffe i.d.R. dicke den Vorzug vor giftigen Gasen und anderen Späßen erhalten, wenn es an derartige Basteleien geht...


Zur Karstadt-Erpressung:
Das waren Brandbomben/-sätze und der unsterbliche Klassiker, der bisher noch gar nicht genannt wurde: die Rohrbombe.

Rohrbomben haben als improvisierte Handgranaten durchaus ihre Berechtigung; damit kann man als SC recht oft was anfangen, finde ich.
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: Blutschrei am 28.03.2010 | 20:39
wie is das mit diversen Putzmitteln, beispielsweise Salmiakgeist (Ammoniak) lässt sich daraus nicht auch praktisch aus jedem Supermarkt was bauen?
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: SeelenJägerTee am 28.03.2010 | 20:55
@YY
Gab mal aufm ZDF oder so ne Sendung "Die großen Kriminalfälle" hieß die glaube ich.
Da haben die wenn ich mich nicht falsch erinnere behauptet, diese 50kg Bombe hätte ne Stahlplatte drinnen gehabt.

Zur Karstadtsache: Kam in nem andern Teil der Serie. Mir ging's dabei hauptsächlich darum wie der Typ das gemacht hat.
EDIT: Also nicht die Bombe bauen - sondern das Drum herum: Garage anmieten und einen Schein aufbauen, so dass niemand was verdächtiges bemerkt.
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: YY am 28.03.2010 | 21:12
So, wie Funke das betrieben hat, ist das tatsächlich kein allzu großes Problem.

Er wollte ja nur Sachschaden anrichten bzw. Druck ausüben - da ist die tatsächliche Wirksamkeit der Bombe zunächst relativ egal.
In einem Kaufhaus kommen da freilich auch schon mit kleinen Bomben und vor allem Brandsätzen ganz schnell enorme Schadenssummen zusammen.


Als Abrissmaßnahme bzw. generell zum Einsatz gegen unbefestigte/ungehärtete Gebäude sind Brandsätze für den einzeln oder in der Kleingruppe Agierenden mMn zweckmäßiger als Sprengstoffe.

Für Sprengfallen oder als Handgranate sind Rohrbomben recht gut geeignet - zumal die ja auch mit relativ harmlosem Sprengstoff hohe Wirkung (zumindest gegen ungeschützte Personen) entfalten können, wenn sie ordentlich verdämmt und mit Splittern bestückt oder vorfragmentiert/entsprechend angeschnitten sind.

Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: dunklerschatten am 29.03.2010 | 00:34
Zitat
Auch der Blick auf den C-Waffen-Einsatz im Ersten Weltkrieg zeigt die Probleme:
Es wurde zu Beginn des Gaskrieges TONNENWEISE Gas abgesetzt, wobei man stets auf günstigen Wind angewiesen war.
Erst mit dem Einsatz von Gasgranaten war man nicht mehr so sehr aufs Wetter angewiesen.

Dennoch wurden auch dann riesige Mengen freigesetzt, und das unter der Voraussetzung, dass der Gegner ja in seiner Stellung verharren musste und nicht ausweichen konnte, wie das bei typischeren Rollenspielbegegnungen meist der Fall ist.

Nun ja soweit ich weiss, waren Chemiewaffen im 1.Weltkrieg durchaus recht "effizient".
Ich glaub alles in allem gehen um die 100k Tote und über 1 Million verletzte auf den Einsatz von diversen C-Waffen zurück.


Das dieses Teufelszeug im WW2 nicht mehr so eingesetzt wurde, war glaube ich weniger von der Logistik etc. beeinflusst.

Zitat
Auch hier mussten enorme Mengen an Gas eingesetzt werden, um einen Effekt zu erzielen, der dann auch noch recht lange auf sich warten liess.

Mich würde mal interessieren woher du das weisst ? Es gibt ,soweit ich es verfolgt, habe nur wage Vermutungen darüber welchen gasförmigen Kampfstoff die russischen Polizeikräfte dort eingesetzt haben. Von irgendwelchen Konzentrationen mal ganz abgesehen.

Zitat
Dazu bedenke man auch, dass gasförmige C-Kampfstoffe leichter oder schwerer als Luft sind und dementsprechend durch Aufsteigen oder Absinken in Bodennähe in ihrer Wirksamkeit meist zusätzlich eingeschränkt sind.

Gerade das absinken, wurde im WW1 bewusst eingeplant.
Stichwort: Chlorgas-Angriff auf die franz. Linien bei der Flandernschlacht in Ypern.
Da Chlorgas schwerer als Luft ist, sank das Teufelszeug in die Schützengräben und wirkte dort.

Zitat
Eine optimale Ausbringung kann man in der Regel nicht gewährleisten, und daher müssen enorme Mengen eingesetzt werden, um eine akzeptable Wirkung erzielen zu können.

Dafür sind die Kosten gering, der psyschologische Effekt auf Gegner ist gewaltig und die physiologischen Effekte extrem.

Zitat
Diese Probleme zählen zu den Hauptgründen, warum einigermaßen kompetente Terroristen Sprengstoffe für ihre Anschläge nutzen statt C-Kampfstoffe.

Ne ne das hat, wie ich denke, eine ganz andere Dimension.
Der Großteil der Terroristen ist staatlich gesteuert (siehe dazu Publikationen wie "Im Auftrag des Staates" etc.) und in dem Kontext würden C-Waffen wohl meist übers Ziel rausschießen.

Weitere Probleme sind wohl eher in der Handhabe von dem C-Waffen-Dreckszeug, da ist das Handling von festen/flüssigen Explosivstoffen wohl einfacher.

Zitat
Fürs Rollenspiel würde ich das Improvisieren und Einsetzen von C-Kampfstoffen in den allermeisten Fällen in die cinematische Ecke schieben.

Liegt wohl auch an der Definition von C-Kampfstoffen.
Ich könnte mir schon vorstellen das ein Char der in einem Supermarkt in Bedrängnis gerät dort gut improvisieren kann;

-Essigessenz dem Gegner in Gesicht schütten
-Sörströming-Dosen öffnen und auf Gegner werfen (wenn man im richtigen Land lebt ;) )
-Cola+Mentos, Flasche zudrehen und werfen
-Insektenspray in Gesicht sprühen


Zitat
Ein Charakter mit Chemie könnte - vorausgesetzt er kann erst mal 1-4 Wochen Synthesen machen schon eine Menge Unfug anstellen.

Das sehe ich auch so.

Zitat
Bei diesen muss übrigens der verwendete Sprengstoff möglichst brisant sein, womit die einfacher herzustellenden Varianten ausfallen.

Über die Komplexität der Herstellung kann man sicher streiten

Zitat
Bevor man da selbst bastelt, geht man als RAFler doch zu entsprechenden "Kollegen" und beschafft eine RPG-7.

Na die Kollegen liefern einem sicher auch ohne größere Probleme C4, Semptex und co
Daher denke ich ist die Verfügbarkeit nicht das Problem.

Zitat
Das ist jedenfalls nichts, was man grad mal so für alle Fälle dabei hat...
Wenn man so eine Ladung verdeckt zum Einsatz bringen will, bedeutet das einen enormen Aufwand; da macht man sonst nichts mehr nebenher.

Bitte ?!
Also Gasflaschen bekommst du legal und ohne Probleme in rauen Mengen, Fahrrad und Anhänger ebenfalls. Das Chloratzeug ist ein bisschen kniffliger aber auch nicht so exotisch. Das größe Problem dürfte wohl die Auskundschaften der Route sein.

Zitat
Wir sind uns jedenfalls einig, dass Sprengstoffe i.d.R. dicke den Vorzug vor giftigen Gasen und anderen Späßen erhalten, wenn es an derartige Basteleien geht..

Jau das schon, denn die sind für den Hausgebrauch (Baumstümpfe und Maulwurflöcher beseitigen) praktischer  ~;D

Zitat
wie is das mit diversen Putzmitteln, beispielsweise Salmiakgeist (Ammoniak) lässt sich daraus nicht auch praktisch aus jedem Supermarkt was bauen?

Das ging früher mal, da konnte man durch Mischen von Putzmittel a und b schon lustige Ergebnisse erzielen. Soweit ich weiss ist das heute aber so nicht mehr möglich, da muss man dann wohl schon tiefer in die Trickkiste greifen.

Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: Callisto am 29.03.2010 | 00:40
Zitat
Zitat
Zitat
wie is das mit diversen Putzmitteln, beispielsweise Salmiakgeist (Ammoniak) lässt sich daraus nicht auch praktisch aus jedem Supermarkt was bauen?

Das ging früher mal, da konnte man durch Mischen von Putzmittel a und b schon lustige Ergebnisse erzielen. Soweit ich weiss ist das heute aber so nicht mehr möglich, da muss man dann wohl schon tiefer in die Trickkiste greifen.
Wieso geht das denn nicht mehr? Und FollowUp, würde es denn im beliebten RPG-Land USA funktionieren? Ich mein, Sicherheitsstandards sind da ja ganz andere als hier. Oder sagen wir, die Runde spielt 1980, müsste es dann funzen? FollowUp, wie siehts mit Flammenwerfer aus? Sagen wir mal, es ist ein Baumarkt oder so ein Supermarkt mit Baumarkt, Gartenabteilung etc, nicht einfach nur ein Discounter. Und sagen wir mal, Zombiekalypse bricht aus. Draussen die bösen, drinnen die Guten und keine Angst vor Polizei oder Kollateralschäden. Irgendwie hab ich grad Lust auf Zombiekalypse :D
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: Heretic am 29.03.2010 | 04:24
Oh, Jeebus, Flammenwerfer...
Ich sag nur

"Benutze Haarspray mit Feuerzeug..."

Kennst du diese großen "Gard"-Haarsprays?

Ich hatte nicht angenommen, damit eine knapp 1-1,5m lange Flamme erzeugen zu können.
Ich dachte zwar, dass es brennt wie Hölle, aber es war ein Inferno, kein Scheiss, mit sowas sollte man keinen Schindluder treiben, zumal der Scheiss auch ohne Gas brennt, und verdammt klebrig ist, und die Flamme zurückschlägt, und man sie nur mit gut Lungenvolumen ausblasen kann, bevor sie die Dose selbst erreicht.


Also Kids, don't try this at home!
Ich hab mir damals fast die linke Hand abgefackelt...
    
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: Lichtbringer am 29.03.2010 | 08:44
-Sörströming-Dosen öffnen und auf Gegner werfen (wenn man im richtigen Land lebt ;) )

Wenn du das machst, geht es vermutlich sogar noch als Notwehr durch, dich langsam zu Tode zu foltern.  >;D


Ich hatte nicht angenommen, damit eine knapp 1-1,5m lange Flamme erzeugen zu können.
Ich dachte zwar, dass es brennt wie Hölle, aber es war ein Inferno, kein Scheiss, mit sowas sollte man keinen Schindluder treiben, zumal der Scheiss auch ohne Gas brennt, und verdammt klebrig ist, und die Flamme zurückschlägt, und man sie nur mit gut Lungenvolumen ausblasen kann, bevor sie die Dose selbst erreicht.

Und das ist schlimm, weil? Gut, der Flammenwerfer ist danach im Eimer, aber da die Dose ja keinerlei Sauerstoff enthält, kann das nur gefährlich werden, wenn die kleine Flamme den Deckel komplett wegschmilzt, dass das Gas austreten kann. Und der ist meist nur äußerlich aus Kunststoff. Das eigentliche Ventil ist aus Sicherheitsgründen aus Metall.
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: Lichtbringer am 29.03.2010 | 09:27
Hatten wir eigentlich schon den Klassiker Molotowcocktail? Die kann man in einem Supermarkt recht leicht improvisieren.
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: dunklerschatten am 29.03.2010 | 10:11
Also von dem Haarspray würde ich auch die Finger lassen....

Zitat
Wieso geht das denn nicht mehr?

Also, es geht wohl nicht mehr so gut wie früher ;) Aber wen du dir mal die Ettiketten auf den Reinigern durchliest wirst du recht schnell drauf kommen was genau geht.

Soweit ich weiss, war die Reaktion früher wesentlich extremer. Warum das heute nicht mehr so ist, da bin ich im Detail überfragt. Evtl wurde einfach an der Konzentration gedreht oder Inhibitoren zugesetzt.

Zitat
Und FollowUp, würde es denn im beliebten RPG-Land USA funktionieren? Ich mein, Sicherheitsstandards sind da ja ganz andere als hier

Keine Ahnung wie die Konzentration von Reinigern in den VSA aussieht

Zitat
Oder sagen wir, die Runde spielt 1980, müsste es dann funzen?

Ja das dürfte gehen

Zitat
Sagen wir mal, es ist ein Baumarkt oder so ein Supermarkt mit Baumarkt, Gartenabteilung etc, nicht einfach nur ein Discounter. Und sagen wir mal, Zombiekalypse bricht aus. Draussen die bösen, drinnen die Guten und keine Angst vor Polizei oder Kollateralschäden.

Nun ja da gibt es denn ja auch Kettensäge, Axt und Co., wäre wohl efektiver als zusammengepanschte C-Waffen


Was aber sicher aus Supermakrtsachen zu improvisieren ist: Pfefferspray
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: Drudenfusz am 29.03.2010 | 11:55
Schön, das Tanelorn wird gerade zur Terroristen Werkstatt... :gasmaskerly:
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: Lichtbringer am 29.03.2010 | 13:22
Schön, das Tanelorn wird gerade zur Terroristen Werkstatt... :gasmaskerly:

Eigentlich nicht. Terrorismus zielt ja darauf ab, Angst zu verbreiten. Er ist entweder an belebten Orten, damit man sich nicht sicher fühlt, (und dazu gehört ein Supermarkt, in dem man sich verschanzt eher nicht) oder besonders grausam, um zu erschrecken. Dazu geht es hier gerade viel zu sehr um das effektive und somit per Definition rasche Töten.
Wenn wir lieber auf Grausamkeiten gehen sollen, können wir das gerne tun.  8] Verkünde einfach, was du dir wünschst.
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: Tudor the Traveller am 29.03.2010 | 13:51
Ich finde den Eifer, der hier bei einigen Beiträgen hervortritt, erschreckend - und als Chemiker muss ich mich fremdschämen. Abgesehen davon halte ich eine "Arbeitsanweisung" für ABC-Waffen jeglicher Art in einem RPG - vor allem auch in einem offenen Forum - für völlig verfehlt.
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: ErikErikson am 29.03.2010 | 15:10
Ich denke nicht das du dich schämen musst, da die Intention ein realistischeres Spiuel und keine terroristische Aktion ist.
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: dunklerschatten am 29.03.2010 | 15:25
Zitat
Ich finde den Eifer, der hier bei einigen Beiträgen hervortritt, erschreckend - und als Chemiker muss ich mich fremdschämen. Abgesehen davon halte ich eine "Arbeitsanweisung" für ABC-Waffen jeglicher Art in einem RPG - vor allem auch in einem offenen Forum - für völlig verfehlt.

Ach komm runter, hier sind ja nun keine Kochrezepte für irgendwelches Teufelszeug gepostet worden.
Das was hier geschrieben wurde findest du in X Chemiebüchern, die in X Bundesdeutschen Bibos stehen, so what ?!

Und wenn du es besser weisst, dann bring doch bitte Licht in die Dunkelheit anstatt sich "fremdzuschämen".

Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: Tudor the Traveller am 29.03.2010 | 15:46
Abgesehen davon, dass ich es für übertrieben halte, bei ABC-Zeugs im RPG ins Detail zu gehen, fand ich es bescheuert, wie geil sich manche Leute vorkommen, weil sie - theoretisch - wissen, wie man XY herstellt (auch in Verbindung mit dem vorangegangen Thema). Vor allem, weil es das dämliche Vorurteil des Bomben-/Drogen-affinen Chemikers schürt.

Wenn ihr schon "realistische" Regeln für "Chemie" im RPG haben wollt, dann beschränkt euch darauf, es allgemein zu halten. Ansätze, die konkrete Stoffe bzw. Stoffgemische und Reaktionen aufzählen, sind schlichtweg unsinnig, allein schon, weil sie den Rahmen eines RPGs sprengen würden.
Macht einfach Kategorien: Wirkung (KO-Stoff, Reizstoff, Nervengift...) + Art der Aufnahme / Verabreichung (Gasbombe, Injektion, etc) + Verfügbarkeit (verbreitet, z.B. Supermarkt vs. beschränkt, z.B. Apotheke etc.) - damit hat man schon mehr als genug zu tun, um das auszuarbeiten, UND es reicht VÖLLIG für RPG-Belange aus.
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: Funktionalist am 29.03.2010 | 15:52
Ich finde diesen thread irritierend.

Da ich im Moment auf Fate fliege, würde ich auch eine Lösung, wie Tudor sie vorschlägt favourisieren. Umstandsbonus je nach Ort auf einen science/enigneering-wurf und gut ist's.

Wen interessiert es denn, ob man nun Senfgas erhält, oder Kohlenmonoxid?
Wichtig sind dann unr Aspekte wie "geruchlos" oder "sammelt sich i Keller"...

Außerdem ist es wirklich nicht förderlich für das :T:, wenn hier Anregungen gepostet werden, die einige instabile Personen dazu bringen, Mist zu bauen...
(Ich weiß, wie ich mit 14 war und was wir gemacht haben, als wir das Anarchist's Cookbook in den Händen hatten.)
Ich sehe da keinen Nutzengewinn.
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: Lichtbringer am 29.03.2010 | 16:35
Abgesehen davon, dass ich es für übertrieben halte, bei ABC-Zeugs im RPG ins Detail zu gehen, fand ich es bescheuert, wie geil sich manche Leute vorkommen, weil sie - theoretisch - wissen, wie man XY herstellt (auch in Verbindung mit dem vorangegangen Thema). Vor allem, weil es das dämliche Vorurteil des Bomben-/Drogen-affinen Chemikers schürt.

Das liegt mir natürlich fern, schon da ich selbst Chemiker bin. Ich selbst habe dieses Wissen im Rollenspiel auch noch nie nutzen können. Ich spiele aber auch wenig in moderner Zeit und sowieso nicht gerade kampforientiert. Insofern habe ich zunächst einmal überhaupt keine Ahnung, wozu dieses Wissen im Rollenspiel nützlich sein mag.
Dennoch bezweifle ich, dass man damit irgendwen verleiten kann. Erstens gibt es sinnvolle Regularien durch den Staat, die wir in der Debatte ja bisher ausgeklammert haben, und zweitens wird jeder, der sowas toll findet, im Netz auch so schnell fündig.
Dass "wir" über solche Möglichkeiten verfügen, zeigt aber etwas, was ich für glaubwürdige NSC elementar finde: Wissen ist Macht. Was jemand bewegen kann, ist direkt daran gekoppelt, über welches Wissen er verfügt. Kurzfristig mag ein NSC mit schnellen Reflexen gefährlich sein, aber auf lange Sicht wird der mit der höheren Intelligenz und Bildung fast immer am längeren Hebel sitzen.
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: WitzeClown am 29.03.2010 | 16:42
@Tudor/Kritik: Mein Gott, jetzt kommt von eurem hohen Pferd mal wieder runter und hört auf mit dieser penetranten Selbstzensur!

"Oiweh, man könnte ja eventuell denken wir würden was pöses machen, Oiweh." ::)
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: Funktionalist am 29.03.2010 | 16:54
@Witzeclown

Du missverstehst da was.

Es kommt nicht darauf an, ob der Spieler das Wissen hat, sondern ob es in die Welt passt, die man bespielt. Und dafür ist es reichlich egal, ob man jetzt Diesel + Styropor + Chlor vermischt, oder es eine abstrakte Regel gibt.

13jährige denken übrigens ein bisschen anders. wenn man denen beibringt, wie man Schwarzpulver herstellt und die einen Feuerlöscher in die Hand kriegen, dann gibts auf einmal ein paar Bäume ohne Rinde...
Es gibt einen Grund, weshalb man in Grundschulen auch keine Pornos zeigt. da werden meist nicht per se schlechte Dinge gezeigt, aber der Kontext vermittelt ein falsches Bild.
Mit Anleitungen für Rohrbomben ist es das gleiche.

Wenn ich nun sähe, dass jemand auf dem Schulhof das Anarchist's Cookbook verteilte, würde ich den auch sehr schief ansehen und vermutlich ansprechen. Das lustige ist ja, dass das hier ein solcher Schulhof ist.

Wenn ich jetzt in einer RUnde spiele und die MItspieler bauen jetzt aus dem Inhalt des Supermarktes physikalisch korrekt eine Giftgasbombe, dann ratze ich weg... das langweilt mich stärker als Stille und ich würde vermutlich auf REgel 0 zurückgreifen.

Deshalb antworte auf das Thema:
C-Waffen im Rollenspiel? Dann abstrakt.
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: WitzeClown am 29.03.2010 | 17:06
Du missverstehst da was.

Ich denke nicht.


Zitat
Es kommt nicht darauf an, ob der Spieler das Wissen hat, sondern ob es in die Welt passt, die man bespielt. Und dafür ist es reichlich egal, ob man jetzt Diesel + Styropor + Chlor vermischt, oder es eine abstrakte Regel gibt.

Ich würde dir da nicht unbedingt zustimmen. Wenn man ein Gegenwartssetting hat und von den Regeln her sehr sim-ig spielt, kann man zumindest erwägen ob man sich Sonderregeln für bestimmte Bombenformen oder -stoffe zurechtlegt.

Es ist ja schön, dass DU begeistert von FATE bist und bei der weiter unten beschriebenen Runde weg ratzen würdest, aber das fällt alles unter persönliche Vorlieben. Und dann markig von Regel 0 zu reden ist halt dein gutes Recht, aber das als Argument zu verwenden warum die Runde "schlecht ist"? Naja...


Zitat
13jährige denken übrigens ein bisschen anders. wenn man denen beibringt, wie man Schwarzpulver herstellt und die einen Feuerlöscher in die Hand kriegen, dann gibts auf einmal ein paar Bäume ohne Rinde...
Es gibt einen Grund, weshalb man in Grundschulen auch keine Pornos zeigt. da werden meist nicht per se schlechte Dinge gezeigt, aber der Kontext vermittelt ein falsches Bild.
Mit Anleitungen für Rohrbomben ist es das gleiche.

Du willst es mir jetzt als Neuheit verkaufen, dass Schüler und Jugendliche ein wenig anders ticken als Erwachsene? Nicht wirklich, oder?

Zitat
C-Waffen im Rollenspiel? Dann abstrakt.

Meine Antwort: Oder auch nicht. Wie es eben zur Gruppe passt.


Zitat
Das lustige ist ja, dass das hier ein solcher Schulhof ist.

Das hier ist kein verdammter Schulhof. Die meisten unserer User sind mündige Erwachsene, also kommt mir bitte nicht mit diesen penetrant moralisierenden Erklärungen, dass wir hier dieses und jenes ja nicht tun dürften.

Aber ich fühle mich persönlich wieder mal bestätigt: Die "Father knows best" Attitüde ist wie immer der größte Feind der Freiheit in unserem Land.


Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: Heretic am 29.03.2010 | 17:29
Das eigentliche Ventil ist aus Sicherheitsgründen aus Metall.
Das war zu meiner Zeit noch anders...
Zumindest bei den Exemplaren, die ich damals so in der Hand hatte...
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: Tudor the Traveller am 29.03.2010 | 17:35
Chemie ist viel zu komplex, um da irgendetwas "realistisch" im RPG unterzubringen. Genauso wie die Physiologie, die hinter Verwundung und Heilung steht; da wird auch reichlich abstrahiert, um es halbwegs spielbar zu halten. Besonders da der durchschnittliche Rollenspieler weder Medizin- noch Chemiestudium vorzuweisen haben dürfte.

Rest ist OT
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: Funktionalist am 29.03.2010 | 17:37
@witzeclown
Weiteres gerne per PM.

btw. Hier lesen mitnichten nur mündige Erwachsene mit und ich sehe hier nicht die Gefahr, dass Freiheit beschnitten wird.
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: Blutschrei am 29.03.2010 | 17:39
Wir sollten hier definitiev nicht mehr über mittelalterlichen Nah- und Fernkampf reden!
Damit könnten wir schließlich 14-jährigen vermitteln, wie einfach sie mit ihrem Hobbybogen oder einem gewöhnlichen Taschenmesser Menschen umbringen, am besten wir schreiben nurnoch über Plüschtiere.

Mal allen ernstes, wer wen umbringen will, findet 1. genausogut Anleitungen für improvisierte Kampfgase im Internet, wie er sich ein 8,5cm-Messer besorgen kann, mit dem man genauso problemlos töten kann, genausogut kann man nen Baseballschläger nehmen.
Es geht doch hier nur um eine Aufklärung und Ideensammlung für improvisierte Waffen im RPG, ob das jetzt chemikalien oder Speerschleudern sind ist doch völlig egal, theoretisch kann man beides in die Realität übertragen.
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: dunklerschatten am 29.03.2010 | 17:41
oO also ist das jetzt hier teilweise schon vorauseilende Selbstzensur ?!

Zitat
Ich weiß, wie ich mit 14 war und was wir gemacht haben, als wir das XXXXX XXXXX in den Händen hatten.
(nur zur Sicherheit wurde die verleitende Info durch XXX ersetzt (man weiss ja nie ..oO))

Herzlichen Glückwunsch damit hast du mit einem Satz mehr destruktive Info rausgehauen als als bisher im gesamten Thread zu finden war  ~;D

Zitat
Abgesehen davon, dass ich es für übertrieben halte, bei ABC-Zeugs im RPG ins Detail zu gehen

Muss ja keiner machen. Aber es ist jeder Gruppe freigestellt es zu tuen.

Zitat
wie geil sich manche Leute vorkommen, weil sie - theoretisch - wissen, wie man XY herstellt

Wenn du da nicht mit deiner Argumentation übers Ziel hinausschießt. Ich sehe hier keinen der "geil" darauf war mit theoretischem Wissen anzugeben. Mal ganz davon ab das du nicht der einzige Chemiker hier im Bunde bist ;)

Zitat
Vor allem, weil es das dämliche Vorurteil des Bomben-/Drogen-affinen Chemikers schürt.

Gut es ist ein Vorurteil, aber "leider" wird es doch recht häufig bestätigt.  Was aber an sich nichts schlimmes ist. Interesse an X zu haben bedeutet ja nicht gleich das man damit irgendjemand Schaden zufügt.

Also entspannt euch mal , atmet mal locker durch die Hose und wem das Thema nicht gefällt der ist ja nicht gezwungen es zu lesen.


€dit:

Zitat
dann lass uns unsere sogenannte Freiheit ausleben und über die "Ästhetik" von Kinderpornografie diskutieren, denn die findet man ja auch reichlich im Netz und wir sind ja alle erwachsen...

Hurra, erst Terrorismus und nun KIPO, das sind ja gleich 2 Todschlageargumente in einem Thread. Aber bitte wenn wir auf der Ebene angekommen sind, dann machen wir uns mal die Hände schmutzig.

Das man KIPo reichlich im Netz findet, halte ich im besten Fall für Unsinn und im extremsten Fall für eine dreiste Lüge !
Klar gibt es so einen Scheiß im NEtz, aber da stolpert man ja nun nicht zufällig drüber !

Ergo behaupte doch nicht so einen unreflektierten Quatsch, außer du willst polarisieren.
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: Heretic am 29.03.2010 | 17:58
@Tudor&DK: Seid ihr eigentlich noch bei Sinnen?
Was gehn uns die Erziehungsfehler von Dritten an?
Was geht uns die Verantwortung für eventuelle Mitleser an?
Solange wir uns im Rahmen der Gesetze verhalten ist es in Ordnung, oder nicht?

Ihr dürft über die Frage der Darstellung sexueller Übergriffe als dramatisches Stilmittel diskutieren, aber wir sollen uns der Selbstzensur unterwerfen, weil ihr der Meinung seid, dass ggf. Dritte durchs Lesen dieses Threads zu Schindluder angeregt werden?

Wenn das ernsthaft eure Meinung ist, seid ihr Heuchler.

Und ich werde mich eurer Aufforderung zur Zensur nicht beugen!
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: Markus am 29.03.2010 | 18:06
OT
Zitat
Das man KIPo reichlich im Netz findet, halte ich im besten Fall für Unsinn und im extremsten Fall für eine dreiste Lüge !
Klar gibt es so einen Scheiß im Netz, aber da stolpert man ja nun nicht zufällig drüber !
Ich war bis letzte Woche ein großer Fan dieses Arguments. Dann habe ich für NSC-Portraits nach Bildern junger Portugiesen gesucht. Bei Google Image, ohne SafeSearch. Ungefähr jede zweite bis dritte Seite hatte ein pornografisches Bild auf dem die Darsteller zumindest dem Anschein nach nicht volljährig sind. "Kinderpornographie" im engeren Sinn war nicht darunter, aber mir war's schon zu viel.

That said, solange keine Anleitungen gepostet werden bin ich dankbar für Informationen, wie ich das gegebenenfalls halbwegs plausibel im Rollenspiel darstellen kann. Ich habe z.B. gelernt, dass die meisten krassen chemischen Kampfstoffe nicht ad-hoc herstellbar sind und die SCs sich auf Dinge beschränken müssten, die brennen oder ätzen. Danke, weiß ich mehr als vorher.
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: ErikErikson am 29.03.2010 | 18:17
Das Argument, was nicht verboten ist, ist erlaubt, stimmt wohl nicht immer, aber...

Was ist, wenn ich Deutschland gegen die bösen Invasoren verteidigen muss? Ist laut GG erlaubt und sogar gewünscht. Und dass kann ich dann nicht, weil hier Zensur betrieben wurde. Prima. :Ironie:

Nix für schwache Nerven.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Kann passieren. Aber ich frage euch. Wie wahrscheinlich ist das?

 
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: Maarzan am 29.03.2010 | 18:26
Und wie viele hätte er bei gleichem Vorbereitungsaufwand und relativem Glück mit einem Messer erwischt?
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: Tudor the Traveller am 29.03.2010 | 18:26
Ich gebe zu (wie ich es schon via PN an WitzeClown tat), dass der KiPo-Vergleich drastisch war, aber ich habe absichtlich etwas Drastisches gewählt. Hier steht man sehr knapp davor, den Umgang mit GEFAHR-Stoffen zu bagatellisieren! Ihr mögt es nicht wahr haben wollen, aber die heißen nicht aus Spaß so. Man kann sehr gerne über den unkonkreten Einsatz von Chemikalien im RPG diskutieren, da bin ich auch sofort dabei. Aber bitte keine konkreten Rezepte; das ist doch etwas sehr anderes, als "bitte nicht zu Hause nachmachen!" bei Jack Ass. Erwachsene mündige Menschen haben in der Öffentlichkeit (und ein Forum ist ziemlich öffentlich) eine allgemeine Verantwortung - auch gegenüber dritten.

Edit: Was kommt als nächstes unter dem Deckmantel des Realismus im RPG? Wie und wo man sich am besten diese und jene Drogen besorgt?
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: SeelenJägerTee am 29.03.2010 | 19:17
Naja ich stehe der Sache ehrlich gesagt gespalten gegenüber.

1.) wo ist objektiv der Unterschied ob man sagt:
 A.) Man kann aus A über B und C und D das Produkt X herstellen.
 B.) Man kann aus A X herstellen - und auf Wikipedia viel genauer beschrieben steht wie das funktioniert als in A.)?


2.) Man MUSS Leute nicht auf dumme Ideen bringen und man hat eine Verantwortung auch durch Wissen.
ABER wenn in einem Krimi ein Mord beschrieben wird, könnte das auch Leute auf Dumme Ideen bringen.

Ich sehe hier einzig die Gefahr, dass jemand der gerade Unfug im Kopf hat sofort klar ist wie gefährlich es ist mit einem Messer 'rum zu stochern und das Bedrohungsgefühl für sich und andere beim scheiße mit Gefahrstoffen machen eher abstrakt ist.
ABER DAS HALTE ICH FÜR EIN SEHR STARKES ARGUMENT, denn dadurch werden Neugierige - die eigentlich niemandem etwas tun wollen ganz plötzlich ziemlich gefährlich.

ICH möchte nicht verantwortlich sein, dass sich jemand beim Sprengstoff basteln die Hand hoch gejagt hat.
Aber sind wir doch mal ehrlich die Meisten, die scheiße bauen wollen, denen ist das zu umständlich die werfen lieber Eier an Hauswände.

Und irgendwie finde ich es auch arrogant zu sagen: "Unser Wissen ist gefährlich, deswegen müssen wir es für uns behalten, da nur wir diese Verantwortung tragen können."
Das ist schon arg nah dran am Geheimbund und einer Gesellschaft in der Wissen von jedem außer ein paar Spezialisten vorenthalten wird. - Und das halte ich auch nicht für ungefährlich und außerdem widerspricht es der Annahme des mündigen Bürgers.
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: Lichtbringer am 29.03.2010 | 19:23
Wir sollten hier definitiev nicht mehr über mittelalterlichen Nah- und Fernkampf reden!
Mal allen ernstes, wer wen umbringen will, findet 1. genausogut Anleitungen für improvisierte Kampfgase im Internet, wie er sich ein 8,5cm-Messer besorgen kann, mit dem man genauso problemlos töten kann, genausogut kann man nen Baseballschläger nehmen.

Aber darum geht es nicht. Es geht nicht umbeabsichtigter Personenschaden. Dazu werden wir nichts beitragen und es auch nicht verhindern können.
Das Problem mit chemischen Gefahrstoffen ist eben, dass man bei unsachgemäßer Handhabung unabsichtlichen Schaden anrichten kann. Jemanden mit einem mittelalterlichen Schwert aus Versehen umzubringen erfordert entweder sehr viel Pech oder eine motorische Unfähigkeit, die sogar die meine übersteigt. Mit den richtigen Substanzen geht das aber problemlos.
Auch wenn ich generell nicht der Ansicht bin, dass Wissen schädlich ist, (im Gegenteil. Die Debatte um Überwachung und Sicherheit wäre sehr viel sachlicher, wenn die Leute besser über die "alltäglichen" Gefahren informiert wären) stimme ich Tudor zu. Der Kontext macht etwas aus.
Ich habe bisher noch keins der von mir beschriebenen Verfahren durchgeführt. Aber wenn hier tatsächlich so viele Jugendliche mitlesen, wie offenbar behauptet, dann sollte man niemanden dazu bringen, es doch einmal in der Praxis auszuprobieren.

Ich ziehe mich hiermit aus diesem Thema zurück. Meine alten Beiträge werde ich jedoch vorerst nicht löschen. Das käme mir dann doch wie Geschichtsfälschung vor.
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: Lichtbringer am 29.03.2010 | 19:28
Zitat von: Mann mit der Zweihandnadel link=topic=54081.msg1079253#msg10792534

Und irgendwie finde ich es auch arrogant zu sagen: "Unser Wissen ist gefährlich, deswegen müssen wir es für uns behalten, da nur wir diese Verantwortung tragen können."
Das ist schon arg nah dran am Geheimbund und einer Gesellschaft in der Wissen von jedem außer ein paar Spezialisten vorenthalten wird. - Und das halte ich auch nicht für ungefährlich und außerdem widerspricht es der Annahme des mündigen Bürgers.

politisch inkorrekt =/= faktisch inkorrekt
Ob es arrogant klingt, tut schlichtweg nichts zu Sache.
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: SeelenJägerTee am 29.03.2010 | 19:37
politisch inkorrekt =/= faktisch inkorrekt
Ob es arrogant klingt, tut schlichtweg nichts zu Sache.
Ach und WO ist die Grenze?
Und WER bestimmt das? Derjenige der das Wissen hat oder ein Dritter?
Sollte man jetzt jemanden mit Krebs dazu ZWINGEN sich behandeln zu lassen? Ist immerhin besser für ihn? Oder abhängig vom seinem Steuervolumen machen, weil er der Gesellschaft schadet, wenn er verstirbt?

Verstehst du was ich meine?

Aber ja ich stimme dir zu, dass ich hier keine Syntheseanleitung für Irgendwas rein zuposten gedenke.
Weil jeder der es wirklich wissen will, der kann das auch. Von dem her sind wir noch weit weg von dem Punkt.
Ich versuche das einfach mit Abwägung und gesundem Menschenverstand zu lösen.
Aber es ändert nichts am prinzipiellen ethischen Grundproblem dass ich mir solche eingeschränkter Wissensdiffusion habe.
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: Lichtbringer am 29.03.2010 | 19:39
Ähm, heb mal nicht gleich ab. Wer bestimmt das? Im Idealfall der demokratische Konsens unter Zuhilfename anderer Experten (schließlich gibt es ja mehrere Chemiker).
Das ändert aber nichts daran, dass es arrogante Positionen gibt, die dennoch korrekt sind. Die Arroganz der Aussage hat mit ihrer Richtigkeit nichts zu tun.
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: Tudor the Traveller am 29.03.2010 | 20:02
Und irgendwie finde ich es auch arrogant zu sagen: "Unser Wissen ist gefährlich, deswegen müssen wir es für uns behalten, da nur wir diese Verantwortung tragen können."
Das ist schon arg nah dran am Geheimbund und einer Gesellschaft in der Wissen von jedem außer ein paar Spezialisten vorenthalten wird. - Und das halte ich auch nicht für ungefährlich und außerdem widerspricht es der Annahme des mündigen Bürgers.

Na, so ist es ja nicht. Wenn du, Heretic, WitzeClown oder wer auch immer mich davon überzeugen kann, dass er nicht gleich in den nächsten Supermarkt geht und das Besprochene nachmacht, habe ich überhaupt kein Problem damit, auch im Detail darüber zu reden, sofern es mir sinnvoll erscheint. Aber ein ausgebildeter Chemiker hat in Sachen Gefahrstoff-Handhabung ohnehin schon rechtlich eine Sonderstellung; weil er es nämlich darf, ganz im Gegensatz zu Otto-Normal-Bürger.
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: YY am 29.03.2010 | 20:05
Nun ja soweit ich weiss, waren Chemiewaffen im 1.Weltkrieg durchaus recht "effizient".
Ich glaub alles in allem gehen um die 100k Tote und über 1 Million verletzte auf den Einsatz von diversen C-Waffen zurück.


Das dieses Teufelszeug im WW2 nicht mehr so eingesetzt wurde, war glaube ich weniger von der Logistik etc. beeinflusst.

Zur Effizienz:
Ja, laut Wikipedia: 1.200.000 Verletzte und 91.000 Tote - bei 113.000 TONNEN eingesetzter C-Kampfstoffe.

Wirklich effizient ist das nicht - auch wenn es bei anderen Waffensystemen nicht viel anders aussehen dürfte; das müsste ich allerdings mal genauer nachschlagen. Insbesondere im Bereich der Artillerie wären die Zahlen da wohl durchaus interessant.
Ich komme darauf zurück...

Angesichts von ungefähr 10 Millionen toten Soldaten und 17 Millionen Toten insgesamt kann man mMn aber zumindest einmal behaupten, dass die C-Waffen in der historischen Betrachtung überrepräsentiert sind.
Das liegt sicherlich auch an der psychologischen Wirkung des großflächigen Einsatzes von C-Kampfstoffen.

Dass im Zweiten Weltkrieg keine C-Waffen, und schon gar nicht in diesem Maßstab, eingesetzt wurden, liegt auch an der Art der Kriegsführung.
C-Waffen sind eigentlich nur in statischen Situationen überhaupt zu gebrauchen.


Mich würde mal interessieren woher du das weisst ? Es gibt ,soweit ich es verfolgt, habe nur wage Vermutungen darüber welchen gasförmigen Kampfstoff die russischen Polizeikräfte dort eingesetzt haben. Von irgendwelchen Konzentrationen mal ganz abgesehen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Geiselnahme_im_Moskauer_Dubrowka-Theater#Gasangriff
(Hier besonders bei den Punkten 4.1 und 4.2: Es war durchaus eine ausreichende "Vorwarnzeit" gegeben. Es dauerte lange, bis das Gas überall Wirkung zeigte, der Gaseinsatz wurde frühzeitig bemerkt und die Angreifer konnten sich teilweise schützen.
Eine "manuelle" Erstürmung wurde durch den massiven Gaseinsatz überhaupt machbar, keinesfalls aber ersetzt.)
 
http://pqasb.pqarchiver.com/washingtonpost/access/224294031.html?dids=224294031:224294031&FMT=ABS&FMTS=ABS:FT&fmac=&date=Oct+28%2C+2002&author=Susan+B.+Glasser+and+Peter+Baker&desc=Gas+in+Raid+Killed+115+Hostages

Ich sprach nicht von der Konzentration, sondern von der MENGE.
Das ist ja auch selbstevident, dass man enorme Mengen braucht, um in einem so großen Gebäude ausreichend Wirkung erzielen zu können.

Gerade das absinken, wurde im WW1 bewusst eingeplant.
Stichwort: Chlorgas-Angriff auf die franz. Linien bei der Flandernschlacht in Ypern.
Da Chlorgas schwerer als Luft ist, sank das Teufelszeug in die Schützengräben und wirkte dort.

Richtig - der Umstand, dass dem Gegner ein Ausweichen nicht möglich war, machte einen derartigen Einsatz von C-Kampfstoffen überhaupt erst möglich. Habe ich ja auch genau so geschrieben.
Unter anderen Umständen ist das eben kein begünstigender Faktor, sondern ein großes Problem.

Liegt wohl auch an der Definition von C-Kampfstoffen.
Ich könnte mir schon vorstellen das ein Char der in einem Supermarkt in Bedrängnis gerät dort gut improvisieren kann;

-Essigessenz dem Gegner in Gesicht schütten
-Sörströming-Dosen öffnen und auf Gegner werfen (wenn man im richtigen Land lebt ;) )
-Cola+Mentos, Flasche zudrehen und werfen
-Insektenspray in Gesicht sprühen
Ja, das meinte ich mit "in die cinematische Ecke stellen".

Gerade die letzten 3 sind bei halbwegs realistischen Settings/Spielstilen gegen motivierte, kompetente und halbwegs gut ausgerüstete Gegner -mit Verlaub- Kinderkacke.


Bitte ?!
Also Gasflaschen bekommst du legal und ohne Probleme in rauen Mengen, Fahrrad und Anhänger ebenfalls. Das Chloratzeug ist ein bisschen kniffliger aber auch nicht so exotisch. Das größe Problem dürfte wohl die Auskundschaften der Route sein.
Mir ging es speziell um die Verbringung und den Einsatz.
Gewicht und Volumen sind hier die Knackpunkte, nicht die Herstellbarkeit bzw. Verfügbarkeit.


Dazu auch:
Viele Spieler haben völlig übertriebene Vorstellungen, was mit geringen Mengen an unverdämmten Sprengstoffen (niedriger Brisanz) machbar ist. Dem wollte ich etwas entgegenhalten.

Generell gibt es beim Thema ABC-Waffen viel Übertreibung, Wunschdenken (Alptraumdenken?  :P) und Halbwissen.
Da wird auf Labor- oder andere optimale Anwendungssituationen geschaut und völlig überrissene Rückschlüsse gezogen.
Mir war es wichtig, dabei auch mal auf die großen und kleinen Probleme zu verweisen.

Vieles an Hintergrundwissen ist frei verfügbar, und trotzdem führen diverse Gruppierungen nicht den großen Gaskrieg gegen den Westen - das machen die nicht, weil die alle blöd sind, sondern weil es eben so einfach dann doch nicht ist.


Damit habe ich auch schon fast elegant die Kurve zum Thema "Anleitung/Anstiftung" genommen :)

Randbemerkung:
Als ich den ersten Thread hier entdeckte, war er bereits gesperrt, und ich habe allein aufgrund des Titels zunächst angenommen, dass die Sperrung vor GENAU DIESEM Hintergrund erfolgt war. 
Das mal zu meiner Erwartungshaltung bezüglich der Rezeption dieses Themas.

Davon ab:
Außer generellen Aussagen der Art "X+Y gibt Z und Z macht W" oder "X ist hoch giftig/brennbar/ätzend" ist in beiden Threads nichts zu lesen.
Da steht nichts von Mischungsverhältnissen, vom konkreten Mischverfahren usw. usf.
In dieser Hinsicht bekommt man in beiden Threads nichts mit echtem "Nährwert".


Ich muss mich insofern Blutschrei anschließen, dass hier und in anderen Foren ohne "Aufschrei" über allerlei Nah- und Fernkampfwaffen sowie deren konkrete Anwendung diskutiert wird.
Die primitiveren kann man selbst herstellen oder recht einfach erwerben. Auch die komplexeren/hochwertigeren/leistungsfähigeren sind über verschiedene Wege zu beschaffen, teils legal, teils illegal.
 
Ich sehe diese besondere Einstellung zum Thema C-Kampfstoffe auch, aber nicht nur, in den oben erwähnten falschen Vorstellungen begründet.


Exkurs dazu:
Ich kenne genau EINEN, der in jungen Jahren durch derartige Spielereien einen (geringen) bleibenden Schaden davongetragen hat.
Und der hat es meiner Einschätzung nach über Monate und Jahre bunter getrieben als 99,x% aller Jugendlichen, die damit experimentieren.

So heiß wird das auch nicht gegessen, wie es hier von manchen gekocht wird.
- Darwin-Award-Kandidaten freilich ausgenommen  :P

Und weiter dazu: Die Verletzungen durch unachtsamen Umgang mit Blank- und Luftdruckwaffen waren bei diesem Menschen und in seinem unmittelbaren Umfeld DEUTLICH zahlreicher als chemisch verursachte  ;)

Edit: Was kommt als nächstes unter dem Deckmantel des Realismus im RPG? Wie und wo man sich am besten diese und jene Drogen besorgt?
Nein.
Aber sehr wohl: Wie bestimmte reale Drogen wirken, wozu sie verwendet werden, was ihre Nebenwirkungen/Langzeitfolgen sind.
Von mir aus auch noch generelle Informationen zu Herstellung, (globalen) Vertriebswegen und Ähnlichem, wenn es denn für das Spiel relevant sein sollte.

In diese Richtung gehen meiner Wahrnehmung nach auch die beiden ABC-Threads in immer noch sehr abstrakter Form.




Um zum Ende zu kommen:
Ach und WO ist die Grenze?
Und WER bestimmt das? Derjenige der das Wissen hat oder ein Dritter?
Ja, das bestimmt der, der das Wissen hat kraft eigener Willkür.

So halte ich es bei vielen anderen Dingen auch, und obwohl ich ganz gerne über vieles rund um dieses recht interessante Thema  philosophiere, habe ich da keinerlei Problem mit.   
Wenn ich die Entscheidung zu treffen habe, ob jemand etwas tun oder wissen darf, und ich meine, er ist dazu aus welchen Gründen auch immer in diesem konkreten Einzellfall nicht geeignet, dann bleibt diese Tür für ihn zu, fertig ab.
 
Das ist weit, weit entfernt von Geheimbünden und auf Wissensbegrenzung basierenden Diktaturen.
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: SeelenJägerTee am 29.03.2010 | 20:12
Man kann fast jede Aussage auch ohne Arroganz heranbringen.
Und ich würde behaupten, dass alle die Aussagen die NUR Arrogant formuliert werden können unsachlich sind.

Grummel jetzt haben da andere Geschrieben und das was ich geschrieben habe hat sich überholt.

Na, so ist es ja nicht. Wenn du, Heretic, WitzeClown oder wer auch immer mich davon überzeugen kann, dass er nicht gleich in den nächsten Supermarkt geht und das Besprochene nachmacht, habe ich überhaupt kein Problem damit, auch im Detail darüber zu reden, sofern es mir sinnvoll erscheint. Aber ein ausgebildeter Chemiker hat in Sachen Gefahrstoff-Handhabung ohnehin schon rechtlich eine Sonderstellung; weil er es nämlich darf, ganz im Gegensatz zu Otto-Normal-Bürger.
OK weil vorher klang das so, als ob du jedem ohne Gefahrstoffschein die Eignung für das Theoretische Wissen aberkennen würdest. Und das fand ich dann ziemlich daneben.
Da sich dafür mMn jeder eignet der den Schein auch erhalten könnte sprich jeder erwachsene, zurechnungsfähige, nicht vorbestrafte (wobei das mMn etwas differenzierter Betrachtet werden müsste - Körperverletzung und Steuerhinterziehung stehen halt meilenweit auseinander) Bürger.

EDIT:
Zitat
Wenn ich die Entscheidung zu treffen habe, ob jemand etwas tun oder wissen darf, und ich meine, er ist dazu aus welchen Gründen auch immer in diesem konkreten Einzellfall nicht geeignet, dann bleibt diese Tür für ihn zu, fertig ab.
Das sehe ich genau so, nur hat mich vorher hier das Gefühl eines gewissen "Elitismus" beschlichen, dass hier macnhe Leute prinzipiell JEDEN außer sich ausschließen würden wenn sie könnten.

@Gefhährdung: Ja der Unterschied ist nur, dass eine Blankwaffe zur Verletzung führen kann sieht jeder.
Aber man MEINT unter Umständen, dass man den Sprengstoff den man bastelt ja sicher handhaben KÖNNE und ihn ja wo einsetze wo keiner verletzt wird.
Aber dann passiert halt ein "Unfall" der für jeden mit Ahnung total vorhersehbar war.
Der Unterschied liegt einfach daran, dass das Bedrohungsgefühl wesentlich weniger greifbar ist und z.B. Freisetzung von gasförmigen Chemikalien sehr schnell zu wesentlich schlimmeren Verletzungen als nem Schnitt in der Hand führen kann.
Und so sonst eigentlich vernünftige (Kinder/Jugendliche/....) zu gefährlichen Dingen verleitet werden, weil sie die Gefahr nicht sehen.
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: YY am 29.03.2010 | 20:23
Aber dann passiert halt ein "Unfall" der für jeden mit Ahnung total vorhersehbar war.

Dann müssen wir hier doch erst recht weitermachen, weil wir einen Informationsauftrag haben  :P ;D
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: Maarzan am 29.03.2010 | 20:45
Zu den Drogen fragen wir doch am besten diejenige, die ein erklärtes Problem mit Realismus haben. Das kommt ja nicht von ungefähr ... .  >;D
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: Heretic am 29.03.2010 | 20:45
Ich hab den ersten Thread geschlossen, weil vanadium und Tequila rumgetrollt haben, und ich würde dem OP dieses Threads hier das Gleiche nahelegen, da er durch Tudors und Destruktive Kritiks Gutmenschentumgeschwafel bereits unleserlich gemacht wurde.
 
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: SeelenJägerTee am 29.03.2010 | 20:53
Naja unrecht haben sie schon nicht.
Es macht nen Unterschied ob man sagt:
"Binnen 5min kann man aus Kloreiniger Reizgas machen"
ODER
"Wenn man Scheiße 15 Minuten bei 211,121°C destilliert, die Vorlage dann in Eiswasser abschreckt und den Niederschlag dann in Ethanol 2 Tage am Rückfluss sieden lässt, dann erhält man Thermonuklearbrennstoff."

(Kinder: Ersteres bitte nicht ausprobieren. Zweiteres schon - aber bitte im Beisein eurer Eltern.  >;D)
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: Heretic am 29.03.2010 | 20:59
Informationen sind frei, und lassen sich nicht kontrollieren.
Auch wenn Tudor und DK das anders sehen.
Das Internet ist das Internet, das Internet ist kein Ort für Kinder oder Schwacköpfe, oder beides.

Nur begreift das noch keiner.

Lest mal die Rückseite eures Anarchist Cookbooks(des gedruckten!), so ihr eines habt, dann seid ihr schlauer.

p.s.: Ja, man bekommt es auf Amazon noch, aber ich rate euch davon ab.
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: Preacher am 29.03.2010 | 21:07
Das Internet ist das Internet, das Internet ist kein Ort für Kinder oder Schwacköpfe, oder beides.

Nur begreift das noch keiner.
Das liegt an der großen Zahl an Schwachköpfen und Kindern, die sich im Internet rumtreiben, um das zu verschleiern.
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: Funktionalist am 29.03.2010 | 21:14
@Heretic
Weder will ich das Wissen verbieten, noch die VErbreitung des Wissens.
Ich habe gerade Witzeclown eine PN geschickt, in der ich versucht habe meine Motivation zu verdeutlichen. Ich halte es für moralisch fragwürdig, andere ins offene Messer rennen zu lassen. Ich baue im Wald abseits der Wege auch keine (für Menschen gekennzeichneten) Fallen, weil jeder gesetzestreue Mensch auf den Wegen bleibt. Nachher erwische ich einen unaufmerksamen Idioten. Dann kann ich sagen, der sei selbst schuld gewesen, aber glauben würde ich es mir nicht.

Das hat nichts mit schädlichem Wissen oder so zu tun... denn Wissen ist immer neutral. Nur in der Anwendung, das heißt im Menschen kann Schuld entstehen. Was es aber gibt, sind falsche Informationen, unpassende Orte und das Falsche zur falschen Zeit (Pornos als Sexualaufklärung...Rollenbilder olé).

Ganz abgesehen davon, sehe ich keine Vorteile in chemisch korrekten Rollenspielen. Nein, etwas bildlicher ausgedrückt: Das bringt so viel, wie 12 Trefferzonen je Charakter mit eigener Rüstung, Verkrüpplungsschwelle, HP, Tabelle für kritische Treffer an der Stelle, einzelnen Heilraten...Das kann man als meinen Beitrag zur Diskussion verstehen.
Es gibt effizientere Wege, das gewünschte Spielerlebnis zu erreichen, als Chemie zu studieren.

sers,
Alex
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: Bad Horse am 29.03.2010 | 21:16
Zurück zum Thema, bitte. Wenn ihr über Informationsverbreitung im Internet diskutieren wollt, empfehle ich dafür die Speaker´s Corner.

Ich würde aber auch darum bitten, keine allzu präzisen Anleitungen zur Herstellung von Giftgasen oder Explosivstoffen hier zu verewigen. Dabei erscheint mir die Gefahr, dass sich jemand, der irgendwas nachmachen will, was er im Internet gelesen hat, selber verletzt, als wesentlich höher, als dass er ein Problem für andere darstellt.

@Regelung C-Waffen im Rollenspiel: Da sich meine Ahnung von Chemie darauf erstreckt, dass der Entdecker des Benzolrings von ihm geträumt hat, handwedele ich das in meinen Runden. Dein Char hat einen hohen Wert auf Chemie? Schaff den Wurf, dann explodiert auch irgendwas. Dein Char hat keine Ahnung von Chemie? Dann kannst du mir deine Doktorarbeit über Thermit vorerzählen, du musst trotzdem einen Wurf auf Chemie machen, mit Abzug, weil dein Char das nicht hat. Schaff den Wurf, dann explodiert etwas. Schaff ihn nicht, und es riecht komisch. Verpatz ihn, und es explodiert etwas an der falschen Stelle oder im falschen Moment.

Seit wann ist denn Chemie eine solche Ausnahme-Fertigkeit, dass Spielerwissen da plötzlich auf den Char überschwappen darf?

Andererseits ist es für einen SL möglicherweise interessant, wie wirksam und effektiv Giftgas eigentlich ist, und wie und unter welchen Umständen er es am besten auf seine Gruppe loslassen sollte. Insofern...
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: Heretic am 29.03.2010 | 21:21
@Bad Horse: Ich diskutiere hier zu 95% als SL, nicht als Spieler!
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: dunklerschatten am 29.03.2010 | 21:52
Zitat
Gerade die letzten 3 sind bei halbwegs realistischen Settings/Spielstilen gegen motivierte, kompetente und halbwegs gut ausgerüstete Gegner -mit Verlaub- Kinderkacke.

Ja Kinderkacke ist sicher auch eine brauchbare Waffe, wobei sich die Frage stellt ist das nun Chemie oder Biowaffe  ~;D

Eine geöffnete Sörströming-Dose halte ich schon für eine recht effektive Waffe, da würde nur eine Gasmaske helfen. 


Zitat
Ich würde aber auch darum bitten, keine allzu präzisen Anleitungen zur Herstellung von Giftgasen oder Explosivstoffen hier zu verewigen.

Na bisher hat das ja keiner gemacht und ich schätze mal das wird auch nicht passieren

Zitat
Seit wann ist denn Chemie eine solche Ausnahme-Fertigkeit, dass Spielerwissen da plötzlich auf den Char überschwappen darf?

Chemie ist ja mehr als nur Peng, Bumms etc. so ein gewisses Maß an Hintergrundwissen hat noch nie geschadet um etwas besser im RPG umzusetzen bzw. rüberzubringen.

So kann man z.b. Mindestwürfe besser abschätzen
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: Callisto am 29.03.2010 | 21:57
Chemie ist ja mehr als nur Peng, Bumms etc. so ein gewisses Maß an Hintergrundwissen hat noch nie geschadet um etwas besser im RPG umzusetzen bzw. rüberzubringen.
Also um auch mal was zu sagen. Ich bin einfach nur neugierig auf was für Ideen ein Charakter kommen könnte. Mich interessiert nicht wie GENAU das funktioniert. Nur auf was für Ideen ein Charakter mit mehr Wissen auf Chemie als ich kommen könnte. Mich interessiert da genau deswegen auch nur das was man in einer halben Stunde improvisieren kann. Vielleicht ist das noch die Konditionierung meines allerersten SL, der dann erst mal hören wollte, was ich denn tun möchte. Und der mir Boni auf den Wurf gegeben hat, je besser ich eine Idee präsentiert hab. Also yea, ich bin neugierig was ein Chara tun könnte, als Spieler.
Es gab und wird keine genaue Anleitung geben. Diese Selbstzensur und dieses "Bitte, kleine Kinder könnten mitlesen" ... Macht euch nicht lächerlich.
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: YY am 29.03.2010 | 22:01
Ganz abgesehen davon, sehe ich keine Vorteile in chemisch korrekten Rollenspielen
....
Es gibt effizientere Wege, das gewünschte Spielerlebnis zu erreichen, als Chemie zu studieren.

(fett von mir)
Das ist auch deutlich übers Ziel hinausgeschossen.
Zwischen einer völlig abstrakten Handhabung und dem Chemiesimulator 2000 mit lieblos nachträglich angeflanschter Charakterdarstellung gibt es doch noch jede Menge Spielraum.

Das gilt doch für andere Bereiche genau so:
Zwischen "Schusswaffen knallen, stinken und machen Aua" und pseudorealistischem Detailgewichse wie bei Phoenix Command oder auch einer brauchbaren, aber recht komplexen Umsetzung wie bei GURPS 4 (inkl. High Tech) gibt es jede Menge Abstufungen, in denen sich die absolute Mehrzahl der Systeme bewegt.
Meiner Wahrnehmung nach sind diese Mittelwege deutlich beliebter als die beiden Extreme.


Dazu steckt mir noch etwas mehr im Hirn, aber das lass ich wohl noch ein bisschen ziehen und mache einen eigenen Faden dafür auf, wenn es mir noch mal begegnet :)

@Regelung C-Waffen im Rollenspiel: Da sich meine Ahnung von Chemie darauf erstreckt, dass der Entdecker des Benzolrings von ihm geträumt hat, handwedele ich das in meinen Runden.
...
Andererseits ist es für einen SL möglicherweise interessant, wie wirksam und effektiv Giftgas eigentlich ist, und wie und unter welchen Umständen er es am besten auf seine Gruppe loslassen sollte. Insofern...
Das dürfte doch das sein, was ein interessierter SL aus derartigen Threads mitnehmen kann:
Eine etwas bessere Vorstellung davon, was überhaupt wie machbar und praktikabel ist.
Natürlich gesetzt den Fall, dass er überhaupt gewillt ist, vom reinen Handwedeln nach Bauchgefühl ein klein wenig in Richtung Chemiestudium ( ;)) zu gehen.

Wer völlig willenlos mcgyvern will, wird mit dem Thread nicht viel anfangen können.
Den aus Spielstilgründen Interessierten wird hier aber der Arsch nachgetragen, damit sie nicht selber recherchieren müssen, was wie wo für welchen Spielstil angemessen sein kann.

Wie es dunklerschatten gesagt hat:
Vielen dürfte damit geholfen sein, etwas mehr Hintergrundwissen nachgeschmissen zu bekommen; und wenn es nur fürs Abschätzen von Mindestwürfen ist oder für das Wissen, OB etwas überhaupt funktionieren KANN, nicht, wie es dann im Einzelnen konkret funktioniert.




Und danke, dass ich daran erinnert wurde, mir mal eine Dose Surströmming zuzulegen.
Quellen mit angemessenen Preisen bitte per PN; ich berichte dann auch in einem geeigneten Thread  ~;D
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: SeelenJägerTee am 29.03.2010 | 22:03
@Bad horse
Blausäure wirkt laut Wikipedia ab einer Luftkonzentration von 3000ppm binnen einer Expositionszeit von einer Minute tödlich. Das würde bedeuten die Luft müsste zu 3 Volumenprozent aus HCN bestehen.

Sarin hat wenn ich die deutsche Wiki richtig ausgewertet habe ab 0,00000064 mol/m3 eine tödliche Wirkung.
1 m3 sind 22414 mol wenn ich mich nicht verrechnet habe.
In diesem Kubikmeter Luft wären also 0,000000000029 Teile oder 0,0000000029 Volumenprozent lethal.
(Angabe ohne Gewähr auf Richtigkeit der Rechnung, außerdem ist in der Wiki die TCL0 angegeben aber es fehlt eine Zeitangabe in der diese Dosis tödlich wirkt. Außerdem widerspricht der Wert der englischen Wiki, die behauptet Sarin sei etwa 500x giftiger als Cyanid. - Was aber nix heißen muss wenn die sich auf Gewicht und nicht Volumen bzw. Stoffmenge beziehen und vor allem bei anderer Aufnahme.
Weil der Wert so scheiße klein ist vermute ich auch dass ich mich unterwegs wo verrechnet habe und geteilt statt multipliziert habe.)
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: Feuersänger am 30.03.2010 | 10:49
Soweit ich mich entsinne, nimmt 1 mol Luft 22,4l ein.
1m³ sind 1000 Liter.
1000 / 22,4 = 44,64

Also sind 1m³ Luft 44,64 mol.

Die LD50 von Sarin ist laut Wiki 0,09mg/m³; molare Masse 140g/mol;
Macht also umgerechnet 6,4e-6 mol/m³

Also als Volumenanteil 1,44e-7 = 0,0000144%Vol, wenn ich mich jetzt mit den Nullen nicht verhaspelt habe.

LD50 wiederum bedeutet, dass bei der genannten Konzentration genau 50% der Betroffenen sterben, nicht mehr und nicht weniger.

Also einigen wir uns darauf: man braucht sehr wenig von dem Zeug, um für jedes Opfer einen W2 werfen zu können.
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: Lichtbringer am 30.03.2010 | 12:10
Also einigen wir uns darauf: man braucht sehr wenig von dem Zeug, um für jedes Opfer einen W2 werfen zu können.

Damit wären wir dann ja bei abstakten Regelmechanismen.  ;D
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: Heretic am 30.03.2010 | 16:19
Nö, nem Coinflip.
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: SeelenJägerTee am 30.03.2010 | 16:33
Soweit ich mich entsinne, nimmt 1 mol Luft 22,4l ein.
1m³ sind 1000 Liter.
1000 / 22,4 = 44,64

Also sind 1m³ Luft 44,64 mol.

Die LD50 von Sarin ist laut Wiki 0,09mg/m³; molare Masse 140g/mol;
Macht also umgerechnet 6,4e-6 mol/m³

Also als Volumenanteil 1,44e-7 = 0,0000144%Vol, wenn ich mich jetzt mit den Nullen nicht verhaspelt habe.
Wusste ich doch dass ich wo geteilt statt multipliziert habe.

Zitat
LD50 wiederum bedeutet, dass bei der genannten Konzentration genau 50% der Betroffenen sterben, nicht mehr und nicht weniger.

Also einigen wir uns darauf: man braucht sehr wenig von dem Zeug, um für jedes Opfer einen W2 werfen zu können.
Wik sagt.
Zitat von: Wikipedia
0,09 mg·m−3 (Mensch, TCLo, inh.)
Die TC0 ist die geringste bekannte Konzentration die beim Menschen zum Tode geführt hat. Was allerdings Lo heißen mag ist mir schleierhaft.
Ich hab das o als 0 gelesen und bin mal davon ausgegangen, dass es sich hierbei um eine TC 0 handelt da kann ich mich natürlich auch täuschen.
OK Google meint es sei die "toxic concentraition low" was auch immer das bedeuten mag. - Egal nächstes sem. hab ich Tox nachher bin ich hoffentlich schlauer.

EDIT: Es gilt zu bedenken, dass eine Letalitätsrate von 50% nicht heißt, dass die anderen 50% keine bleibenden Schäden zurückbehalten bzw. dass sie noch Kampffähig sind.
Im Falle eines Acetylcholinesterase-Hemmers wie Sarin dürften mMn keine Langzeitschäden auftreten (höchstens sekundärer Natur, wenn z.B. durch Lähmung der Atemwege eine Sauerstoffunterversorgung erfolgt) aber die Personen die überleben sind ziemlich sicher auf einige Zeit aus dem Verkehr gezogen.
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: Feuersänger am 30.03.2010 | 19:07
Ich würde mal schätzen, "Lo" steht für "lowest".
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: dunklerschatten am 30.03.2010 | 19:36
TCLo: Niedrigste publizierte toxische Konzentration
Die niedrigste publizierte toxische Konzentration ist diejenige geringste Konzentration der Substanz in der Atemluft, bei der bei Mensch oder Tier Todesfälle auftreten
Titel: Re: (AB)C-Waffen im Rollenspiel die 2te
Beitrag von: SeelenJägerTee am 30.03.2010 | 20:26
Das wäre dann aber eben nicht die Konzentration ab der 50% der betroffenen sterben sondern nur das anfälligste bisher exponierte Individuum - wenn ich das richtig sehe.