Wie ist das, wenn der Erzähler vielleicht selbst auch noch ein Teil der Geschichte wird? Mit eigenen Zielen etc.....
Mich würde eure Meinung dazu interessieren.
Ich find das gerade bei epischen Sachen richtig geil! :) Daher die Frage nach Erfahrungen...Wird es nicht gerade bei nicht epische Sachen verwendet?
Wozu? Wo ist der Mehrwert für die restlichen Beteiligten?
Was soll foreshadowing sein, wozu sollte man das verwenden?
Die Spieler haben den Überblick, worum es im Spiel geht, was das Spiel konsistenter macht. Auch wenn ihre Charaktere die Infos nicht haben, bekommen die SPIELER eine genauere Vorstellung von der Spielwelt und dem was sie zu erwarten haben. Das erspart nachfragen (bzw. erlaubt es den Spielern ihre Fragen zu konkretisieren).
Übrigens: Selbst wenn der SL keine "Erzählerstimme aus dem Off" einsetzt, so (ver)arbeiten die Spieler idR trotzdem mit Off-Infos - in Form der Erlebnisse der anderen Charaktere (wenn die Gruppe sich gerade mal getrennt hat).
Es gibt zwar Gruppen welche die Infos über Zettelschieben bzw. Gespräche in Nachbarzimmern abhandeln, aber meiner Erfahrung nach sind Spieleraktionen in solchen Gruppen auch +300% kopfloser.
Ich kenn es zB bei Dr. Who....da wird einmal richtig krass episch benutzt!! :)Hm, bei Doctor Who fällt mir nur eine Episode ein, und das war End of Time, wo sich einer der Time Lords dazu herab gibt den Anfang mit einer Erzählung zu eröffnen.
aber bei nicht epischen sachen ist es bestimmt gut bei einführungen etc...
Ich starte meine wöchentliche Runde jedes Mal mit der gleichen Intromusik und gebe während das Stück läuft (ca 2min) eine theatralische Zusammenfassung davon, was die SCs letztes Mal vollbracht haben und einen kurzen Ausblick auf den Spielabend.
RPG ist keine Literatur, da es sprachlich eben NICHT fixiert sondern variabel ist. Ausser man gibt jedem Spieler&SL ein Skript, an das er sich zu halten hat. Was beim RPG nicht der Fall ist. Denn ansonsten wäre Smalltalk von Mensch zu Mensch bereits Literatur, und das ist nicht der Fall.
Kompletter Quark. Am Ende einer Sitzung haben die Spieler eine Geschichte erschaffen. Die kann man sogar weitererzählen. Selbstverständlich ist das Literatur.Nein. Du kannst auch die Erlebnisse deines Schwimmbad Besuch weitererzaehlen und damit eine literarische Erzaehlung schaffen. Dennoch ist ein Schwimmbad Besuch keine Literatur.
Der andere Punkt ist doch das man mit dem Charakter die Geschichte erleben will.
Und nicht erzählt bekommen was gerade alles (vielleicht) furchtbar interessantes mit anderen Charakteren oder an anderen Orten geschieht. Wenn just als Beispiel, bei Dragon Age eine Stadt von den fiesen Horden der Finsternis überrannt wird, will ich das mit meinem Charakter sehen. Der dann durch die Trümmer spaziert oder von NSC vom Terror der dort geherrscht hat informiert wird.
@Alexandro:Weil "Wer" und "Wo" laaaaangweiiiiiilig sind. Das rauszufinden ist kein Erfolgserlebnis, nur was fürs Fleißkärtchen.
Ja, mag sein, trotzdem ist das beknackt. Das ist ja dann kein "foreshadowing" mehr, wenn der Täter direkt gezeigt wird...
Wo bleibt da die Spannung, der Anreiz herauszufinden, wer und wo? Und warum, etc.
Und soweit ich mich erinnere, ging es um eine konventionelle Runde.
Beispiele gabs schon, aber keine sinnvollen, zumindest sehe ich keinerlei sinnvolle Verwendung dafür, die nicht spoilert.Dann bringe ein Beispiel, wo dieses "spoilern" etwas schlechtes und Spielzerstörendes ist (statt dass es - wie in meinen Beispielen - das Spiel anzukurbelt).
Würdest du versuchen, ein Lenkrad in ein Motorrad einzubauen?wenn ich finde das es gut aussieht: ja...
NSCs die irgendwas erzählen sind lahm.Das ist Geschmackssache.
Wenn, dann schon beschreiben was passiert: entweder direkt (über die Sinne der Charaktere) oder über eine Cutscene (falls die Charaktere nicht da sind). Das wirkt hundertmal packender als ein paar alte Steine und ein labender NSC.
Es ist schon absurd, mit welcher Uneinsichtigkeit hier versucht wird, das Spoiler-Argument hochzuhalten, wo doch von vornherein klar war, dass Spoiler überhaupt kein Thema im Zusammenhang mit der Frage dieses Threads sind.Ich finde es eher absurd mit welcher Uneinsichtigkeit hier versucht wird Leuten Spoiler schmackhaft zu machen die es auch nicht moegen wuerden wenn saemtliche Welt Literatur von Spoilern durchzogen waere.
Dass es ohne Spoiler geht, muss man nicht näher erläutern. Dafür braucht man Spieler, denen es vor allem darum geht, Konflikte/Aufgaben zu lösen, die insofern tendenziell "gegen" die SL spielen.Nur weil man nicht geSpoilert werden will spielt man doch nicht "gegen" die SL @_@
Ich kann doch ein Abenteuer auch zweimal spielen: nachdem ich es als inkontinenter Barbarenkoch einmal gespielt habe, will ich jetzt erleben, wie sich der echsische Poet durch das Abenteuer schlägt.Du vielleicht. Ich wuerde es nicht unbedingt wollen @_@
Und das kann ich ja auch in einer Gruppe machen und Spaß haben, und das muss man auch so stehen lassen, auch wenn man das für sich immens oder sonstwie beknackt findet.Das nimmt dir doch auch keiner.
Problematisch wird das nur, wenn die Chars beschließen, diese Figur zum Beispiel anzugreifen oder zu töten. Wenn sie sich dann einfach nur in Luft auflöst, sich also als unbesiegbar erweist, kann das Gefühl entstehen, dass es völlig egal ist, was die Spieler machen. Heikel.Oehm, das Problem ist doch schon da wenn du sagst das es problematisch ist.
Reizvoll fände ich dagegen die Variante, dass diese Erzählergestalt vielleicht eine Art Dschinn ist, den die Chars mit einem gewissen Punktekontingent beschwören können. Immer, wenn sie nicht weiterwissen oder einfach neugierig sind, wie die Geschichte laufen soll, können sie einen Punkt opfern uind die Gestalt herbeirufen.Das klingt nach einer Deus Ex Machina.
Zitat
Ich kann doch ein Abenteuer auch zweimal spielen: nachdem ich es als inkontinenter Barbarenkoch einmal gespielt habe, will ich jetzt erleben, wie sich der echsische Poet durch das Abenteuer schlägt.
Du vielleicht. Ich wuerde es nicht unbedingt wollen @_@