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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Spielleiterthemen => Thema gestartet von: Kardinal Richelingo am 31.05.2003 | 21:25
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mit der Inspiration ist das so eine Sache: sie kommt wenn ich entspannt bin aber eigentlich immer aus heiterm Himmel. Woher holt ihr euch eure Inspiration ?
Was müßt ihr machen / sein / tun / lesen um inspiriert zu werden ?
Viele Grüsse
Ingo
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Allgemein stimmt es auch bei mir. Wenn ich entspannt bin.
Wenn ich mich dann zwangsentspannen muss : ), geh ich über die Strasse an see und chill am ufer.
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ganz unterschiedlich, mal kommt die Inspiration beim Lesen eines Buches oder beim fernsehen oder auch einfach so...nur zwingen darf man net ;)
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Oft merk ich gar nicht, wie sie kommt. Wenn ich einen mitreisenden Film sehe, dann fällt mir meist etwas dazu ein. Das wird dann erstmal zwischengespeichert (meist eher unbewust) Ein Paar Tage danach kann es mir dann pasieren, das ich mich an irgend etwas aus dem Film erinnere und mich das derart anspricht, das ich es zu einem Abenteuer verarbeite.
Manchmal hör ich aber auch nur ein Lied und weis, das ich es umsetzen muß.
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Langeweile hilft. Ich sage nur Deutschunterricht. Was mich natürlich in ein Problem stürzt. Denn ich werde nie wieder Deutschunterricht haben....
Aufm Klo kommen auch ganz gute Ideen.
Aber zur praktikablen Seite: Wenn dir gar nichts einfällt, zieh dir Zeug aus dem Hintergrund der SCs (gilt gemeinhin sowieso als guter Stil). Lies: Lass dir von den SCs Hintergrundgeschichten geben und weise sieh darauf hin, dass "Hooks" (Teile, wo man Plots dran aufhängt) gern genommen sind.
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Stimmt...
mir sind Plots die sich aus dem Hintergrund der Charaktere ergeben auch am liebsten.
Ansonsten gibt es noch jede Menge Inspirationsquellen, ein guter Film / Anime, ein Buch oder ein Comic, je nachdem.
Viele Ideen kommen mir bspw. schon beim zeichnen von Karten oder beim Anfertigen von irgendwelchen Regional oder Stadtbeschreibungen. Da kommen Ideen und Hintergrundgeschichten meistens von ganz allein.
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Als Inspiration dienen mir Bücher, Filme, Comics und Gespräche mit einigen sehr guten Bekannten, die ebenfalls leiten.
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Meine Inspirationen ziehe ich aus allem möglichem. Medien, eigenen Erlebnissen, Handlungen und Hintergrund der SC oder einfach Geistesblitzen.
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Wenn man auf die Schnelle mal ein paar Ideen braucht (z.B. Spontan-Runde in 2 Stunden, also weniger zufällig inspiriert) tut es eine Tageszeitung. Man kann so ziemlich aus jedem Artikel einen Aufhänger machen (okay, mit ner Bildzeitung habe ich es noch nicht versucht).
Zumindest hat man dann schonmal einen Einsteig und meist ein wenig Hintergrund (wie man ihn besser nicht erfinden könnte, denn er ist real)...
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Ich hab immer einen kleinen Schreibblock mit Bleistift bei mir.
Inspiration kommt nämlich in (fast) allen Lebenslagen...
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Inspirationen liefert mir mein ganzes Umfeld. Von der Arbeit aus angefangen über alle möglichen Medien und Charakterhintergründe bishin zu Freunden. :)
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Zu meiner Schulzeit vor allem beim Lernen und Hausaufgaben erledigen. Heutzutage entstehen sie vor allem daraus, dass ich mich an einen Tisch setze und mit Hilfe von Mind-Mapping ein Abenteuer ausarbeite.
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Heutzutage entstehen sie vor allem daraus, dass ich mich an einen Tisch setze und mit Hilfe von Mind-Mapping ein Abenteuer ausarbeite.
Hört sich interessant an, kannst du das verfahren bitte mal genauer beschreiben? :)
Ich selbst bin nämlich derzeit in einem Kreativitätstief.
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Gute Quellenbände sind immer ein Hort von Inspirationen. Deswegen ziehe ich auch einen Quellenband mit allgemeinen Informationen einem fertigen Abenteuer vor. Im Übrigen hilft auch das Gespräch mit den Spielern, die zumindest grundsätzlich sagen können, auf was für eine Art Abenteuer oder Kampagne sie Lust hätten.
Notfalls geht es aber auch mal ohne. Es ist durchaus möglich, sich ein Abenteuer aus den Rippen zu leiern ohne einen Funken Inspiration, nur mit etwas Konzentration und Anstrengung. In der Sitzung sind dann ja schließlich auch noch die Spieler da, um dem ganzen etwas Leben einzuhauchen.
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Meine Inspirationsquellen sind vornehmlich Filme, Fernsehen, Musik, Werbeplakate und mitgehörte Gespräche beim Shopping. Wobei Spielergespräche während der Sessions auch nicht zu verachten sind.
Allerdings kann ich mich nicht hinsetzen und *schnipps* Idee ist da. Dafür kann ich mir komischerweise Sachen, die mich inspiriert haben lange merken, sodass ich einfach die auf Papier oder in Abenteuerform bringen kann.
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Inspirationen?
Alles Mögliche...
Die besten Ideen habe ich auf dem Motorrad oder unter der Dusche... 8)
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Meisten fängt das damit an, dass ich ein leeres Blatt Papier(Querformat) habe.
so jetzt brauche ich entweder einen einen genialen Einfall oder was ganz banales wie:
Gruppe soll Gegenstand x von Ort y nach z schaffen.
Das ist dann erstmal mein Hauptgedanke und kommt in die Mitte des Blattes dann ein Kreis drum.
Jetzt überlege ich mir Unterpunte wie "Gegenstand?""Auftraggeber?" Kommt in einen separaten Kreis um und wird mit dem Hauptgedanken verbunden. Jetzt schreibe ich alles , was mir zu diesen Unterpunkten einfällt jeweils mit Pfeil daneben.
zB: reicher adeliger Schnösel, junge Frau. ein Schaf,
Vielleicht fällt mir hier schon was zum Thema auftraggeber ein. Das wird dann einfach neben Auftraggeben geschrieben und mit dem Gegenstand verbunden
(zB. Auftraggeber->geheimnisvoller Krieger>-----hat geheime Nachricht auf Rücken des Schafes tätowiert--->Schaf<--Gegenstand) Ich kann also die Pfeile wunderbar beschrieften.
Es gibt natürlich noch andere Unterpunkte wie Feinde(-andere Söldner , Diener des Schafgottes, Dieb, ...), Ort, ... Hindernisse, Freunde, Ereignisse,..., Abenteuereinstieg... Diese werden halt mehr oder weniger kreisförmig um den Hauptgedanken angeordnet.
Grundsätzlich gilt: Alles was einem zum Thema einfällt aufschreiben.
Platz lassen!
So jetzt mal ein Link zu einer Seite(gibt zum Thema mind-mapping ziehmlich viel im Netz), die das wohl besser als ich beschreiben kann und auch noch Beispielmaps bereithält.
http://www.zmija.de/mindmap.htm#Kurzeinführung
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Naja, die Grundidee ist ja auch ganz einfach:
Worum geht es: Person, Gegenstand, Handlung
Was soll damit passieren: vernichten, besorgen, transportieren, verstecken, etc.
Warum?
Wer beauftragt die Gruppe?
Wie wird die Gruppe involviert?
Wer ist dagegen?
Warum?
Welche Nebenparteien gibt es?
Welche Verwicklungen gibt es?
Welche "zufälligen" Ereignisse gibt es?
Das Problem ist doch nicht das Grundkonzept, sondern viel mehr da Leben einzuhauchen, dass es auch vom 08/15 Abenteuer abweicht.
P.S.: Gibt es dafür nicht sogar schon Zufallsgeneratoren?
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Bestimmt, aber vielleicht sollte ich mich da ein wenig anders ausdrücken: Mind-maps fördern die Kreativität. Es ist nicht nur einfach so, dass man einfach durch ihre besondere Struktur einfach viel schneller an Ideen kommt. Sie sind eben nicht linear und statisch.
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@Boba: Ihhhh. Das ist mir viel zu linear.
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Wieso?
Ist doch extra mit "Verwicklungen".
Bei dem Fragenkatalog dreht es sich doch nur darum,
in kurzen Worten das Abenteuer zusammenzufassen.
Die Details machen doch immer die Würze aus.
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halte Bobas Idee für so schlecht nicht, so ein kleines Brainstorming hat doch was, man hat 'Punkte' andenen man sich 'entlanghangelt', bzw. die als Fundament dienen können, dann noch ein paar NSCs und es kann losgehen
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Ich wurde ein einziges mal durch einen Traum zu einem Shadowrun-Abenteuer inspiriert ;D
Aber normalerweise sind es Filme, Bücher, Quellenbänder und das übliche halt.
Seit neuem habe ich ein Exemplar des Engel-Regelwerks samt Arkana-Karten. Und man kann tatsächlich ganze Abenteuer-Ideen kreieren, indem man sich dieser Karten bedient (die eigentlich zum Abwickeln der "Proben" im Spiel selbst bestimmt sind). Du brauchst nicht mal die Karten, das geht auch online:
http://www.feder-galerie.de/pages/arkana.html
Ich mache das so, dass ich mir selber Fragen stelle, die mir in den Sinn kommen und dann sozusagen als Antwort eine Karte ziehe. Hier mal ein Beispiel, das ich direkt jetzt mit dem Online-Generator ziehe:
"Wer steht im Mittelpunkt des Abeneteuers?" - Karte - "Aha, der Tod. Wessen Tod?" - Karte - "Der Tod eines Monachen (=Mönch). Wer hat ihn getötet?" - Karte - (Die Karte Himmel = Ort, wo die Engel leben) "Also jemand von innerhalb des Himmels. Weshalb?" - Karte - "Aus Versuchung. Durch was wurde der Mörder versucht?" - Karte - "Die Begine (=Nonne). Natürlich, was auch sonst. Also wer genau war der Mörder?" - Karte - "Der Herr der Fliegen (=steht für den Teufel und seine Helfer). Also ein vom Herr der Fliegen Verleiteter. Wie ist der Zusammenhang der Engel (also der Spielercharaktere) mit dem ganzen?" - Karte - "Das Unglück. Sie sind also zu ihrem Unglück in das ganze verwickelt. Wieso?" - Karte - "Die Karte Strenge/Kirche. Sie sind also durch die Strenge ihres Ordens irgendwie verwickelt. Dürfen Sie vielleicht auzs irgendeinem Grund nicht darüber reden?" - Karte - "Aha, also wegen der Herrschaft von jemandem nicht. Wer ist dieser Herrscher oder was beabsichtigt er?" - Karte - "Ein Komtur also (= Anführer von Söldnern im Dienste der Kirche). Und Du siehst, es entwickelt sich ein Abenteuerplot. Ich könnte das jetzt natürlich auch noch einige Zeit so weiter führen, aber das reicht erstmal zur Demonstration.
Entscheidender Nachteil ist natürlich, dass die Motive und Namen der Karten recht eng mit dem Engel-System verbunden sind, obwohl die Begriffe darauf eher allgemein gehalten sind (Moral, Strenge, Stärke usw.).
Du kannst es ja mal versuchen, wenn gerade Leere in Deinem Kopf herrscht und Du dringend einen Plot brauchst. Gerade dann, wenn es mal wieder heißt, "wir haben heute Bock zu zocken, hast Du vielleicht was vorbereitet?" :)
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Mhh, das mit den Karten ist keine schlechte idee, lässt sich bestimmt auch mit TarotKarten (gibt's da nicht welche für Magus?) oder einem beliebigen Tradingcardgame machen... ich werd's mal ausprobieren.
Meine Inspiration ziehe ich mir meistens aus der Umwelt, die mich umgibt und aus Medien. Allerdings habe ich auch eine Zufallstabelle für Abenteuer.
Die besten Ideen kommen beim Spazierengehen (War wohl doch was dran, an den griechischen Arkadengängen.) und wenn ich wütend und so richtig geladen bin.
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Das ist auf jeden Fall eine interessante Idee. @Demon, du könntest das mal den Spielleitertipps beibringen.
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@1of3: Och nee, da werd ich immer nur kritisiert... :)
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Und was ist schlimmes an dieser Kritik?
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dass ich mir dann immer wieder den entsprechenden Thread anschauen muss, um mich zu rechtfertigen.
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Warum muss man sich bei Kritik automatisch rechtfertigen?
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Weil bei einer vernünftigen Kritik die Aussage sonst unglaubwürdig wird -> man hätte sie sich gleich sparen können.
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Zum Einen ist Rollenspiel immer subjektiv. (Mein Lieblingssatz)
Was Du also für einen guten Tip hälst kann beim einen funktionieren, beim anderen nicht. Kritik daran kann also auch immer nur subjektiv sein.
Zum Anderen kann man mit Kritik doch immer weiterarbeiten.
Man muss sich doch nicht unbedingt rechtfertigen. Eine Rechtfertigung bedarf nur dann, wenn man meint, dass man missverstanden wurde oder dass der andere wichtige Argumente ausser Acht gelassen hat.
In den Extremfällen ist eine Rechtfertigung überflüssig (Extremfall: Du läßt Dich überzeugen, Du hälst die Kritik für puren Unsinn)
Ansonsten halte ich eine Aussage immer für überlegenswert.
Wenn jemand Kritik an dieser Aussage trifft, mag dieser anderer Meinung sein, aber das ist auch nur wieder eine individuelle Ansicht, die man nicht als allgemein gültig betrachten muss.
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Meiner Erfahrung nach wird man in 90% der Fälle missverstanden oder es werden wichtige Argumente übersehen. Eine Diskussion kann auch wohl keinen besonderen Erfolg haben, wenn man einfach immer sagt: "Der ist anderer Meinung als ich, na und?"
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Es ist die Frage, was man will...
Spielleitertips sind Tips und da kann man auch anderer Meinung sein. Der Thread wurde als "unkommentierte" Tips erstellt.
Wer diskutieren möchte, kann dies in den "Kommentaren zu den Tips". Wer sich die Tips anschaut, wird also erstmal eine Reihe unbewerteter Tips bekommen und kann sich seine eigene Meinung bilden.
Wenn Du also keine Lust zum Diskutieren bzw. Rechtfertigen hast, schreib Deinen Tip in die Liste und kümmer Dich nicht um den zweiten Thread.
Wenn Du diskutieren willst, kümmer eben doch drum.
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Ich glaube Demon meinte auch die Kritik aus "Kommentare zu den Spielleitertips".
Die meisten Leute, die sich die Spielleitertips durchlesen, werden aber auch die Kommentare lesen (trotzdem war das eine sehr gute Idee). Kümmert man sich nicht darum ist man wieder bei meiner vorletzten Aussage.
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können wir auch hier bitte beim thema bleiben ? oder macht einen eigenen thread auf. die themen verkommen hier aufgrund dieser Metadiskussions und Zankereien einfach zu häufig. Das Thema war hier Inspirationen. vielen dank.
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Am Meisten inspirieren mich Diskussionen, die vom Thema abweichen... ;D
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*räusper*
Also meine Inspirationen kommen (neben "klassischen" Quellen wie Bücher, Comics, Filme und Quellenbüchern) vor allem aus Musik.
Wenn ich Ideen suche, dann leg ich mir Musik auf, die von der Stimmung her zu dem Spiel/Abenteuer passe, das ich vorhabe zu schreiben (Bzw zum Bild das ich zeichnen/malen will,...) und setztmich mal hin und hör mir das in Ruhe an.
Wenn ich Glückhab und die musik passt (Sie muß mir klarerweise auch gefallen und mich mitreißen!), dann beginnt in meinem Kopf ein Film abzulaufen, oder Bilder kommen mir in den Sinn. Diese Fragmente und Schnipsel verwende ich dann, solange sie passen,und meistens kommen mir so die besten Ideen.
Derzeit ist das meistens was dunkel-düsteres oder was nett metallisches, da ich gerade an einem Horror-Dark Fantasy Spiel arbeite. Klassik ist auch immer ganz nett. Zumindest wenns so richtig orchestral ist, mir Chor und Trommeln und so...
M
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ja, musik inspiriert mich, führt mich, peitscht mich. Das funktioniert sehr gut und lässt die Spieler mitzittern. Mein favorites kommen gesammelt aus dem Dark Ambient Bereich:
die alten Delerium (Stonetwoer, Spiritual Archives)
Lustmord (Heresy (!!!!), this monstrous soul)
Lagowski/ Legion
Raison d ètre
Kennt die hier jemand ?
Viele Grüsse
Ingo