Würfel/Regeln haben keine Meinung, bevorzugen oder vernachlässigen keine Spieler (OK, einige Gruppen von mir meinen sie bevorzugen mich)
Zuerst einmal eine kleine Frage: Was umfasst bei dir "Regeln"?
Was ist ein eSeL? Der Begriff ist irgendwie an mir vorbei gelaufen.
Kein Wunder, denn ich benutze ihn meines Wissens nach ausschließlich, aber noch habe ich die Träume von der Weltherrschaft nicht aufgegeben :ctlu:Wenn du mitarbeitest für Savage Worlds die Abkürzung SaWo statt SW (Was ja StarWars heißt) einzuführen, nenne ich gerne meine Spielleiter in Zukunft eSeL... ~;D
eSeL ist eine Art Lautschrift für die Abkürzung SL=Spielleiter, die zugleich ausdrückt, dass derselbe meist der arbeitsame ESEL ist, der sich irgendwie um alles kümmern muss und nachher noch die Hiebe einsteckt, wenns in der Runde nicht rund läuft.
Will sagen: Wenn man ohnehin ergebnisoffen spielt, ist es selbstverständlich, auch sowas auswürfeln zu lassen (oder Ja! zu sagen, weil keine Probe nötig ist). Spielt man aber so, dass der SL Geschehnisse im Sinne seiner Geschichte einfach festsetzen darf (steht also das Regelwerk unter SL-Vorbehalt) ist ebenso klar, dass hier nicht gewürfelt zu werden braucht. Es kann natürlich gewürfelt werden, aber wenn im Gruppenvertrag ein SL-Vorrecht vorgesehen ist, kann er dieses auch anwenden.
Das ändert aber nichts daran, dass die Regeln fast immer offene Flanken haben, wo Spielleiterentscheidung und damit Spielleiterwillkür eingreift. … (5) Gerade in sozialen Interaktionen ist das Verhältnis zwischen regelkonformem Auswürfeln und improvisiertem Ausspielen nur in wenigen Gruppen klar festgelegt [mal abgesehen davon, dass es zu wenige Systeme mit guten (Würfel-)Regeln für Interaktion gibt].
All diese Punkte lassen mich dann doch daran zweifeln, dass Regeln allein den allmächtigen Spielleiter bremsen.
As the gamemaster, you run the game. You create or adapt the story told during a game session. You create the situations and scenes your players' characters get involved in, you determine whether or not a character succeeds in an attempted action, and you roleplay all the people and creatures the characters meet. You decide what creatures the characters encounter, how these creatures react to the player characters, and who gets to hit whom first.Hervorhebung durch mich.
Das SOLLTE so sein. Leider denkt mancher SL (z.B. der in meiner ED-Runde) da manchmal nicht drüber nach, dass er doch einfach gar nicht würfeln (lassen) soll, wenn er kein zufälliges ergebnis haben will. In der Runde gibt es aber leider seit einem Halben Jahr oder so den instant Klassiker: SL:"Mach mal n Perception" Spieler:"3" SL:"Ach egal, du siehst..." ::)
Btw. kennt jemand von Euch Regelwerke, in denen steht, dass der SL Geschehnisse im Sinne seiner Geschichte einfach festsetzen darf?Mystix macht das so. Das ist im Grunde die Hauptfunktion des SL bei Mystix: Die Spielumgebung nach seinen Vorstellungen gestalten um den Spielern eine interessante Handlungsumgebung zu geben. Nur Handlungen der NPCs, die in verschiedenen Resultaten enden können, werden vom SL nach den Regeln für Spieler-Charaktere gewürfelt, alles andere wird frei innerhalb der Logik der Spielwelt entschieden mit dem Hintergedanken die Gruppe zu bespaßen und herauszufordern. Der SL ist schließlich Spielumgebungs-Gestalter für die SCs und als solcher hat er meist die besseren Ideen als die Würfel.
eSeL ist eine Art Lautschrift für die Abkürzung SL=Spielleiter, die zugleich ausdrückt, dass derselbe meist der arbeitsame ESEL ist, der sich irgendwie um alles kümmern muss und nachher noch die Hiebe einsteckt, wenns in der Runde nicht rund läuft.
[...] Ich habe immer, wenn ich das gelesen habe, eher die Assoziation gehabt, dass der SL, nun ja, dazu tendiert ein dummer, sturer Esel zu sein.So ging mir das auch.
eSeL ist eine Art Lautschrift für die Abkürzung SL=Spielleiter, die zugleich ausdrückt, dass derselbe meist der arbeitsame ESEL ist, der sich irgendwie um alles kümmern muss und nachher noch die Hiebe einsteckt, wenns in der Runde nicht rund läuft.
eSeL passt für mich eher in: "Ich bin für Euch doch nur der eSeL."
eSeL sind übrigens recht intelligent und nicht immer stur. Oft nur eben in Stressituationen überfordert und daher geistig unbeweglich.
Btw. kennt jemand von Euch Regelwerke, in denen steht, dass der SL Geschehnisse im Sinne seiner Geschichte einfach festsetzen darf?
Btw. kennt jemand von Euch Regelwerke, in denen steht, dass der SL Geschehnisse im Sinne seiner Geschichte einfach festsetzen darf?Nachdem V:tM Regelwerk darf der SL alles.
Ich kann deine Bedenken nachvollziehen, aber das beantwortet meine Frage nicht.
Jedes Spiel mit SL? Nein
Meinst du wirklich beliebige Ereignisse und zu jeder Zeit? - Wofür bräuchte man da noch Mitspieler?Nur weil der SL die Spielwelt ohne Proben gestalten darf, heißt das noch lange nicht, dass er dies unbeschränkt tun darf. Eine wichtige Grenze ist sicherlich der SC, denn er wird alleine durch den Spieler gesteuert. Eine zweite Grenze ist die Plausibilität innerhalb der Welt und in Zusammenhang mit den Inhalten, die man bereits präsentiert hat: Ist ein NPC zu Spielbeginn ruhig und den SCs gegenüber gut eingestellt so kann er nicht auf einmal zum jähzornigen Rächer werden ohne eine plausible Begründung zu haben.
Btw. kennt jemand von Euch Regelwerke, in denen steht, dass der SL Geschehnisse im Sinne seiner Geschichte einfach festsetzen darf?
Wer die eigene Kreativität ins Spiel bringen will, kann jederzeit von den Regeln abweichen und sie nach eigenem Geschmack ändern.