Tanelorn.net
Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: ErikErikson am 23.07.2010 | 14:40
-
Was haltet ihr von folgenden Dimensionen, auf denen wir Rpllenspiel einordnen:
Storyorientierung vs. Charakterorientierung (Ob die Geschichte oder die Charakterentwicklung im Vordergrund steht) Bsp: K. Dick vs. Angel Sanctuary.
Vorbestimmtheit vs. Entwicklungsfreiheit (ob das Geschehen vorher feststeht oder unbekannt ist) Bsp: Antigone vs. freies Impro-Theater.
Starke Regeln vs. Schwache Regeln (wie oft und wie konsequent Spielregeln angewendet werden) Bsp: Klassisches AD&D vs. Spiel ohne geschriebene Regeln.
Abstraktes vs. Konkretes Spiel (Detailgrad der Handlung) Bsp: ausgespielter Dialog vs. massives Szene Framing
Wenn wir solche Dimensionen zur Beschreibung verwenden würden, kämen wir viellecht eher aufn Trichter. Wäre toll, wenn ihr noch mehr für euch relevante Dimensionen ergänzen könntet. Oder die vorhandenen verbessern! Juhu!
-
Wegorientiert, d.h. wichtig ist das uneingeschränkte Erleben des Spiels/Spielvorgangs selber
vs.
Zielorientiert, wo das dann erzielte Erlebnis in einer vorgeplanten Qualität dem Betreffenden wichtig ist.
-
Ich ordne es auf der Dimension mit Käse - ohne Käse an.
-
Unverschämtheit! ;D
-
Welchen Zweck verfolgst Du mit dieser Erfassung? Welche Frage willst Du mit deinen Dimensionen beantworten?
-
Actionorientiert vs. Diplomatieorientiert. Beispiel: Star Wars vs. Star Trek.
Würfelorientiert vs. Würfelarm. Beispiel: Risiko vs. Schach.
-
Ist doch klar. Ein dimensionaler Ansatz ist mal was neues. Bisher gabs nur Kategorien.
-
Wirklich sinnvoll wäre eine Analyse, um ein orthogonales System solcher Vektoren hin zu bekommen. Damit könnte man in der Theorie wie in der Praxis eine ganze Menge anfangen.
-
Wir und welcher Trottel, der sich 3 Tage an SPSS setzt?
-
Yay! Rollenspiel als n-dimensionales Hypervolumen!
-
Mit n->unendlich ?
-
Doppelt unendlich!
@Topic: Ich fürchte, der Versuch fruchtet nicht. Erstens, weil es zu viele potentielle Dimensionen gibt und zweitens, weil einige Leute sich weigern werden, deine Gegenpole als Gegenpole anzuerkennen.
-
Deshalb sollte das auch sauber analysiert werden. Als Brainstorming hat dieser Thread allerdings seinen Nutzen.
-
Das macht nix, die Dimensionen kann man wieder zusammenführen, und wem ne Dimension ned passt darf gern nen Alternativvoschlag bringen.
-
Ich weiss nicht, irgendwie ist das weder ein Cube noch so ein zwei Pfeile Ding mit 4 Kaestchen wie diese Birkman Matrix (http://www.gripbirkmanblueprint.com/images/Birkmanlogo.jpg).
Sehe daher keinen Nutzen?
-
Pretty. :o
-
Ich weiss nicht, irgendwie ist das weder ein Cube noch so ein zwei Pfeile Ding mit 4 Kaestchen wie diese Birkman Matrix (http://www.gripbirkmanblueprint.com/images/Birkmanlogo.jpg).
Sehe daher keinen Nutzen?
HÄ???
Pretty. :Shocked:
HÄÄÄ??
Mag mir jemand erläutern, was das mit dem Thema zu tun hat?
-
Hm?
Um vielleicht ansatzweise zu erklaeren worum es bei der Birkman Methode geht. Also im Grunde fuellt man einen recht langen Test aus, und darauf hin sagt der Birkman Test was fuer ein Arbeiter ist.
Dafuer nutzt er Vier bereiche. Oben links der Rote fuer Ausfuehrende Sachen, darunter Der Gelbe fuer analytische Sachen, der blaue rechts unten fuer eher defensiv helfende Sachen und der gruene oben fuer Verkaufs Sachen.
Nach dem Test wird man in vier Bereiche zu geordnet.
Einmal so wie man am liebsten arbeitet.
Just als Beispiel, man landet in der untersten gelben Ecke, dann heisst das man ist so etwas perfektionistisch buchhalterlich drauf.
Dann wir man wahrscheinlich wahrgenommen wird.
Z.b. so zwei centimeter in's blaue rein vom gelben aus, also als eher zurueckhaltend, ordentlich.
Dann was fuer einen Manager man braucht.
Zum Beispiel so obere Grenze zwischen rot und gruen, also jemand der auf einen zu geht, die arbeit wahrnimmt und Feedback gibt.
Zuletzt wie man in Stress Situationen reagiert.
[was passiert wenn man den falschen Manager erwischt oder nicht in seinem Bereich arbeiten darf]
Zum Beispiel so obere Grenze zwischen rot und gruen, was heisst das man recht aggro und pushend gegenueber dem Umfeld wird.
Die ersten Ergebnisse werden immer als positiv angesehen, letzteres immer negativ.
Mag mir jemand erläutern, was das mit dem Thema zu tun hat?
Es werden Dimensionen genutzt um einen Sachverhalt bzw. Beduerfnisse zu analysieren.
Was aber nur funktioniert da die Dimensionen in einem Kontext zu einander stehen.
-
Das heißt, es nutzt nur was, wenns die Birkmann-Methode ist?
-
Das heißt, es nutzt nur was, wenns die Birkmann-Methode ist?
Ich finde die Birkman-Methode nuetzlich da man dort Resultate ablesen kann.
Das heisst ich faende auch andere Matrizen nuetzlich die ein aehnliches Ziel ermoeglichen. Allerdings kenne oder erinnere ich mich nicht an deren Namen, weshalb ich auf Birkman referenzierte. Zudem ist Birkman die einzige an die ich mich spontan erinnere wo alle vier Felder Grundlegend positiv definiert sind.
[Zu der Methode selbst, also der Frage wie genau man da in welchem Kaestchen landet habe ich keine Einsicht bzw. ist der Vorgang vermutlich auch geschuetzt]
-
Ich finde den Ansatz ebenfalls nicht übel. Würfelarm vs. - reich wäre für mich eine Untergruppe von regelstark vs. schwach.
Nützlich könnte es zumindest sein, wenn ein Spielleiter bei einer Anfrage im Forum anhand der Skalen einen kurzen Eindruck vermitteln kann, im Rahmen welchen Stils sich die Gruppe bewegt (und, auch wenn das hart ist: welcher Rat von vorneherein danebengeht, weil er am "Zielfenster" vorbeigeht).
-
Also wenn man schon die sehr komplexe BWL in einer Handvoll hübscher 2x2er Raster unterbringen kann, dürfte das auch mit Rollenspielen gelingen. Es muss nur jemand mal die wichtigsten Dimensionen benennen.
Allgemein anerkannt wird eh nie was. Selbst bei Jura und BWL streiten die Experten bis zum jüngsten Tag.
-
Ich finde die Idee, RSP Dimensionen zuzuordnen wie es im DSM-IV mit den Geisteskrankheiten gemacht wird, eigentlich beinah schon genial.
Es müssen eben nur die richtigen Dimensionen gefunden werden.
-
Ja, dann nur zu. Wer jetzt nicht seine Dimensionen postet, darf sich nachher nicht beschweren wenn sie fehlen.
-
SL-Mary-Sue-Gaming vs. Munchkin-Powergamer-SC-Spiel? ~;D
-
Leider gibt es in der Rollenspieltheorie anders als in der BWL keine quantifizierbaren Kennzahlen und was will man da überhaupt analysieren? RAW, RAI oder Actual Play, das sich für jede Scheißrunde unterscheidet?
-
G
N
S
-
Also Personalmanagement ist mindestens genau so schwammig wie ne Rollenspielrunde. Und da gibts ne Menge Dimensionen und Einordnungen. Ein "Grad des Imageverlustes" ist genauso messbar wie "Grad der Regelbuchtreue". Und ein "Grad des Personalbindungseffektes" ebenso wie "(gefühlter) Immersionsgrad". Selbst die Saarbrücker Formel für Humankapital kann ein wenig abgewandelt auch auf Mitspieler angewandt werden, weil sie relativ schwammig ist und nur Stellschrauben benennt an denen man an diesem Kapital arbeiten kann. Aber wirklich was mit ihr ausrechnen kann man auch nicht - weil "Humankapital" eben recht schwammig ist.
Und bei objektiven Kennzahlen schwingt ja auch dieses "Wir spielen um 73% besseres Rollenspiel als ihr!" mit. Ich kann meine Rollenspielrunden in Relation zueinander setzen aber ich kann sie nicht objektiv mit Kennzahlen quantifizieren. Alles was man da machen kann ist eine Skala und versuchen, die eigenen Vorlieben zu finden, einzuordnen und sich auf sie zuzubewegen.
-
Naja, aber wenn du Vier Achsen hast, kannst du ja dein Spiel eher einordnen als ohne irgendwas -- und somit beschreiben und vergleichen.
Also wir spielen G5N17S3 Stil, bei euch ist es G12N3S5.
-
Ich behaupte einfach mal, Sinn macht diese Einordnung nur bei Extrempositionen, weil "liberale" Haltungen zu subjektiv sind, um sie direkt zu vergleichen. Wer aber eine Extremposition einnimmt, braucht dafür keinen Test.
-
Das heisst ich faende auch andere Matrizen nuetzlich die ein aehnliches Ziel ermoeglichen. Allerdings kenne oder erinnere ich mich nicht an deren Namen, weshalb ich auf Birkman referenzierte.
Hier ein paar ähnlich gelagerte Verfahren: MBTI (http://de.wikipedia.org/wiki/Myers-Briggs-Typindikator), MMPI (http://de.wikipedia.org/wiki/Minnesota_Multiphasic_Personality_Inventory), Reiss Profile (http://de.wikipedia.org/wiki/Motivation#Das_Reiss-Profil_und_die_Theorie_der_16_Lebensmotive), Persolog (http://www.persolog.de/web/de/persoenlichkeitsentwicklung/index.htm), Insights Discovery (http://www.insights-group.de/cms/website.php?id=/de/index.htm)
-
Was ein sagt. Und noch mehr: Im schlimmsten Fall zerstört eine solche Zerfaserung das ganzheitliche Erlebnis.
-
Im schlimmsten Fall zerstört eine solche Zerfaserung das ganzheitliche Erlebnis.
In dem Moment, wo man anfängt, darüber nachzudenken, ist das "ganzheitliche Erlebnis" ohnehin längst Geschichte, zerlegt in "freie Spiel" oder "ARS", "Regeln nach Buch" und "Simulation". Da ist ein Modell, daß es schafft, wenigstens mal wieder alles zusammen zu sehen, jedenfalls heilsamer als alles, was man an Zerlegung vorher so macht.
Aber um mal wieder zu etwas Konstruktiverem zu kommen:
Die ersten drei Dimensionen halte ich für gut gewählt und sinnvoll. Bei der vierten bin ich mir noch nicht sicher. In jedem Fall sollte man die Benennung überarbeiten, denn an Dialogen finde ich nichts "Abstraktes", wenn es um Rollenspiel geht.