Warum haben die wenigen Übersetzungen so lange gebraucht?
Was sind denn die Hintergründe für das Scheitern von D&D3 und D&D4 in Deutschland?Ich glaube, dass ein Grund der Fehlstart von DnD 3.0 ist. Wir erinnern uns, bei Amigo lagen zwischen Spieler- und Spielleiterhandbuch (etwa) 2 Jahre (!) und es gab eine seltsame Verlagsschweigepolitik. Sicherlich kein guter Start.
Ich denke zumindest D&D 4 wäre in Deutschland deutlich erfolgreicher gewesen, wenn es mehr übersetze Bücher gegeben hätte.Das liess sich ja schlecht vermeiden, da der Vertrag ja auslief - wie dann im Nachhinein bekannt wurde.
Ich hatte mir zuerst die Bücher auch auf Deutsch gekauft, doch als ich dann sah, dass die ganzen Erweiterungen schon auf Englisch erhältlich waren und noch nicht mal klar war ob und wenn ja wann es die auch auf Deutsch geben würde, habe ich komplett auf Englisch umgestellt.
Das liess sich ja schlecht vermeiden, da der Vertrag ja auslief - wie dann im Nachhinein bekannt wurde.Was ist denn da genau passiert?
Unvorstellbar wie solche Entscheidungen von der Führungsebene eines großen Unternehmens gefällt werden können.HypoRealestate.
Ich meine ja nur, dass als F&S DnD 4.0 rausbrachte lief ja am Ende des Jahres der Vertrag aus und ich vermute, dass sie deswegen über Vertragsende hinaus noch nix angekündigt haben (außer allgemeiner Hinweise) - auch wenn man sicher nicht erwarten konnte, dass der nicht verlängert wurde.Es waren durchaus 3-4 weitere Bände angekündigt worden.
Die Möglichkeit, unkompliziert, günstiger und schneller an die englischen Bücher heranzukommen.Bedeutet das, dass jeder, der die englischen Regelwerke nutzt letztendlich der dunklen Seite der Macht angehört?
Bedeutet das, dass jeder, der die englischen Regelwerke nutzt letztendlich der dunklen Seite der Macht angehört?Und wer ist dann der Padawan von unserem Sith-Lord Darth Selganor? >;D
Na, in diesem Sinne: Möge die Macht mit Euch sein!
-scnr- ;D
Einwurf von der Seitenlinie:Hm ... vielleicht können die Franzosen mehr machen was sie wollen, weil weniger Amis französisch sprechen als deutsch und deshalb nicht rumnörgeln können weil sie eh kein Plan haben, was ihnen da vorgesetzt wird? Vielleicht sind die Franzosen auch aggressiver als die Deutschen wenn es um Geschäftsbeziehungen geht und lassen sich nicht für jede Micky-Maus-Scheiße abwatschen? Who knows?
Wie kriegen unsere französischen Nachbarn dann sowas (http://www.play-dd.fr/) hin ?
Einwurf von der Seitenlinie:Das native Sprachbewusstsein ist in Frankreich viel ausgeprägter und englischsprachige Produkte haben es dort wesentlich schwerer. Dementsprechend hat die einheimische Sprachversion es in Frankreich wesentlich einfacher als das englische Original und hat auch mehr Marktanteil.
Wie kriegen unsere französischen Nachbarn dann sowas (http://www.play-dd.fr/) hin ?
Und wer ist dann der Padawan von unserem Sith-Lord Darth Selganor? >;DKeine Ahnung, aber ich überlege gerade meinen Nick entsprechend auf Yoda umzuändern.
Das native Sprachbewusstsein ist in Frankreich viel ausgeprägter und englischsprachige Produkte haben es dort wesentlich schwerer. Dementsprechend hat die einheimische Sprachversion es in Frankreich wesentlich einfacher als das englische Original und hat auch mehr Marktanteil.
Mehr Umsatz, mehr Chancen...
Einwurf von der Seitenlinie:
Wie kriegen unsere französischen Nachbarn dann sowas (http://www.play-dd.fr/) hin ?
Scheinbar ist der deutsche Rollenspielmarkt von Konservationismus geprägt - was sich ja auch an den Reaktionen auf die nWoD oder an am DSA Markt sehen läßt, wo man sich scheut massive Änderungen am System zu Wagen, aus Angst ganz ähnlichen Gegenwind aus der Szene zu bekommen. Und nichts ist für ein neu auf dem Markt befindliches Produkt schlechter, als so ein Antihype.
weil die franzosen VIEL stolzer auf ihre sprache sind und diese auch pflegen.
nicht so wie wir mit denglisch etc. im französischen werden sogar IT begriff
übersetzt und genutzt!
Mal eine Antwort auf die Ausgangsfrage:
es gibt ein deutsches D&D, das darf sich so nur nicht nennen. Pathfinder wird übersetzt und die Qualität ist mittlerweile als "gut" einzustufen.
Als kurzer Einwurf ;)
Insgesamt ist auch mein Eindruck, dass Rollenspieler oftmals keine Lust auf Innovation haben und lieber bei dem bleiben, was sie kennen. Ich finde, wenn man mit einem Rollenspielsystem zufrieden ist, kommt man leicht in Versuchung zu denken, dass man sowieso nichts Neues braucht, weil man sich ja mit der bisherigen Spielweise angefreundet hat.
Was sind denn die Hintergründe für das Scheitern von D&D3 und D&D4 in Deutschland?
Warum haben die wenigen Übersetzungen so lange gebraucht?
Wir können ALLE gut genug Englisch um die Original-Regelwerke zu benutzen, die auch viel eher auf dem Markt waren?
Wir können ALLE gut genug Englisch um die Original-Regelwerke zu benutzen, die auch viel eher auf dem Markt waren?
Insgesamt ist auch mein Eindruck, dass Rollenspieler oftmals keine Lust auf Innovation haben und lieber bei dem bleiben, was sie kennen. Ich finde, wenn man mit einem Rollenspielsystem zufrieden ist, kommt man leicht in Versuchung zu denken, dass man sowieso nichts Neues braucht, weil man sich ja mit der bisherigen Spielweise angefreundet hat.
Weil Paizo nicht die Uebersetzung macht?
Ich weiß nicht, wie intensiv Du die deutsche Szene verfolgst, aber mit www.pathfinder-ogl.de hat das Übersetzerteam eine Steilvorlage gelegt und einige Fans haben sich schon gefunden und gesammelt, die nun eine deutsche PRD organisieren wollen. Wir können es leider nicht machen, da wir mit dem benteuerpfad bis zum letzten Mann ausgelastet sind, werden das aber nach unseren Möglichkeiten unterstützen. Wenn Du selber Interesse hast (oder auch andere), vermittele ich gerne den Kontakt (am besten PN)!
Haha... ja genau, DSA auf Englisch war echt der Kassenschlager... >;D
Lag aber hauptsächlich auch daran, dass hier nicht vernünftig vermarktet wurde (allgemein ein Problem von deutschen Produkten in den USA).Na ja, da kommt ein System welches ursprünglich aus der Not heraus geboren wurde weil man sich die D&D-Lizenz nicht leisten konnte, und versucht auf dem Heimatmarkt von D&D Fuß zu fassen. Dass musste scheitern, egal mit welcher Vermarktungsstrategie.
Na ja, da kommt ein System welches ursprünglich aus der Not heraus geboren wurde weil man sich die D&D-Lizenz nicht leisten konnte, und versucht auf dem Heimatmarkt von D&D Fuß zu fassen. Dass musste scheitern, egal mit welcher Vermarktungsstrategie.Da "musste" überhaupt nix irgendwas. DSA ist mittlerweile deutlich mehr als ein D&D-Klon und in der 4. Edition so dermaßen von GURPS "inspiriert", dass es im Vergleich mit D&D wohl kaum mehr Gemeinsamkeiten geben würde als "beides Fantasy". Unabhängig davon war das Marketing wohl eher nicht vorhanden. Daraus jetzt aber ein "DSA musste scheitern" zu bauen ist vermessen und völlig an der Realität vorbei.
Umgekehrt wird ja auch ein Schuh draus. DSA auf Englisch kam ja auch RIESIG an ;)Nun das wurde auch massivst gegen die Wand gefahren, am Fuss des Abgrundes.
Nun das wurde auch massivst gegen die Wand gefahren, am Fuss des Abgrundes.
????Sorry Postingfehler habe den Falschen Post zitiert
Paizo - Übersetzung - gegen die Wand gefahren? Kannst du das mal genauer ausführen, was du damit meinst? Abgesehen von der 1. Auflage des Grundregelwerkes (wo die kompletten Errata jetzt auf pathfinder-ogl.de zur Verfügung stehen) fände ich es interessant, was dich zu einer solchen Schlussfolgerung kommen lässt. Sonst per PM.
Mich hat in den 90ern zu AD&D-Zeiten übrigens die Settinglosigkeit der Regeln enorm verwirrt, das war ich von anderen Spielen anders gewohnt. Vielleicht spielte das auch eine Rolle bei anderen?
Von den Settings waren etlliche auch in DE übersetzt: Vergessene Reiche, Drachenlanze (z.T.), Planescape, Dark Sun, Rabenhorst...
Und einige (in meinem Bekanntenkreis sogar viele) haben den Sprung zurück nie geschafft. Magic kills the RPG-Star. ;)Die Neurekruten an unserer Hochschule sind auf der anderen Seite vor dem Rollenspiel mit TCGs und Tabletops in Berührung gekommen.
Nun das wurde auch massivst gegen die Wand gefahren, am Fuss des Abgrundes.Die Nische des dicken, fetten Metaplot-Spiels wäre lohnenswert gewesen.
Von der Frage mal ganz abgesehen, welche Nische wollte es besetzen in den USA?
die nicht von Harnmaster, Ars Magica, GUPS Yrth/Banestorm abgedeckt wird, besser abgedeckt wird.
Zusammen mit den anderen AD&D Produkten war das deutsche D&D derzeit durchaus nennenswert, oder? Also müsste die Frage lauten: warum gibt es keines mehr? Jedenfalls hatte ich zu AD&D Zeiten nicht den Eindruck, der deutsche D&D-Markt sei tot.
Was sind denn die Hintergründe für das Scheitern von D&D3 und D&D4 in Deutschland?
Warum haben die wenigen Übersetzungen so lange gebraucht?
Fasst das die Lage gut zusammen?Ziemlich gut.
Die Nische des dicken, fetten Metaplot-Spiels wäre lohnenswert gewesen.White Wolf anyone
1/ Da viele Menschen in Deutschland englisch sprechen und die Bücher auch noch günstiger sind, hat es eine deutsche Übersetzung schwerer als beispielsweise in Frankreich, das nicht so anglophon ist.Streiche "anglophon" setzte "anglophil". Das trifft es mMn besser.
White Wolf anyoneUnd klassische Fantasy?
Aber prinzipiell magst du recht haben. Für mich (und viele andere Rollenspieler der frühen Generation) war die Settinglosigkeit des Regelbuches ein Pluspunkt, der für AD&D sprach. (Gleiches gilt für die Settingarmut bei Midgard 2.)Ich wollte das auch keinesfalls als Nachteil verstehen; es wunderte mich damals nur, dass es offenbar überall Settingfragmente gab (Zaubernamen, Gegenstände etc.), aber gleichzeitig trotzdem kein Setting. Das verwirrte mich.
Damals hat "man" halt sein eigenes Setting kreiert; das war ein Teilaspekt des Hobbys, der in Deutschland durch die Gewöhnung der DSAler an Aventurien sehr schnell ausstarb.
Bis in die späten Achtziger hat es mich immer gewundert, warum es nicht einen DSA-Spieler gab, die bei den Fachsimpeleien im Lieblingsladen von seinen eigenen Weltenschöpfungen berichtete (was unter D&Dlern, Midgardianern und Rolemaster-Spielern einfach üblich war).Oh, echt? Ich kannte früher so einige, die sich auf Aventurien gut ausgetobt haben, da war nix so wie von der Redax vorgesehen.
Fasst das die Lage gut zusammen?
ich denke das können wir berechtigter weise anzweifeln.
Es ist in der Tat ein Vorurteil. Und gerade Regelwerke haben zwei nicht gerade kleine Tücken:
a) Fachvokabular (oft esoterische Begriffe, Kampfmanöver etc.)
b) da es ein Regelwerk (also ein Gesetz im weiteren Sinne) ist, ist nicht die ungefähre Bedeutung, sondern der Wortlaut oft entscheidend.
Achtung, es folgt ein kleiner Wutausbruch. Zarte Gemüter lesen ihn lieber nicht.
Auch wenn Lichtbringer es sehr drastisch ausgedrückt hat, im Kern der Sache hat er absolut Recht. Wir haben nun mal ein Nachwuchsproblem was Rollenspieler angeht. Das ist nicht von der Hand zu weisen. Welcher Jugendliche setzt sich denn heute hin und ließt ein Regelwerk in einer Fremdsprache die ihn möglicherweise schon in der Schule genug nNerven kostet, als seine Freizeit viel bequemer einfach vor der X-Box zu verbringen?
Ja?Verdammt viele Menschen!
Okay, vielleicht täusche ich mich, aber wer kommt heute noch durch die Schule, ohne etliche Jahre Englisch zu lernen?
Wer kommt im Beruf ohne englische Texte und Sprache aus?Noch viel MEHR verdammte Menschen! Hallo? Bitte nicht immer von der eigenen Vita auf andere schließen!
3/ Amigospiele hat sehr lange für die D&D3 Übersetzung gebraucht, weil sie sich jeden Begriff von WoTC absegnen lassen mussten.Ist ja nicht so wichtig, warum es solange dauerte, aber ich vermute doch stark, dass das nicht der einzige Grund war (wie gesagt: etwa 2 Jahre!).
Verdammt viele Menschen!Das Englisch-Lernen fängt heute schon im Kindergarten an. Mein 5-jähriger Patensohn kann auf Englisch fließend bis 20 zählen. Er bringt es gerade seinem 3-jährigen Bruder bei. Da kann mir keiner erzählen, dass da nichts hängen bleibt. Zumal die meisten Rollenspieler höhere Bildungsabschlüsse haben und von daher wirklich nicht um das Englisch herumkommen. Interesse tut dann das seinige. Viele coole Regelwerke kriegt man halt nur auf Englisch und ich kenne auch genug Leute, die anhand Rollenspielen gutes Englisch gelernt haben.
Und welches RPG-Regelwerk zeichnet sich schon durch literarische Komplexität aus?
Das Englisch-Lernen fängt heute schon im Kindergarten an. Mein 5-jähriger Patensohn kann auf Englisch fließend bis 20 zählen. Er bringt es gerade seinem 3-jährigen Bruder bei. Da kann mir keiner erzählen, dass da nichts hängen bleibt. Zumal die meisten Rollenspieler höhere Bildungsabschlüsse haben und von daher wirklich nicht um das Englisch herumkommen. Interesse tut dann das seinige. Viele coole Regelwerke kriegt man halt nur auf Englisch und ich kenne auch genug Leute, die anhand Rollenspielen gutes Englisch gelernt haben.
, und genügend Leute schauen gestreamte Serien oder gerippte Filme mit Originalvertonung an.
Die Anzahl an Spielern, die von englischen Regelwerken abgeschreckt werden,
ist zu klein, um einen ernstzunehmenden Markt zu bilden.
Was mich eher wundert, ist, dass es noch kein NWN3 mit D&D4-Regeln gibt.Kommt dieses Jahr noch (und von WotC kommt auch noch das dazu passende Sourcebook)
@GlgnfzVielleicht liegts auch daran, dass früher die Alternativen weniger attraktiv waren. Als ich mit RP angefangen habe, hatte ich nen Amiga 500 und ich kann mich an kein Spiel erinnern, für das ich auch nur daran gedacht hätte, eine Rollenspielsession ausfallen zu lassen. Das ist heute definitiv anders. Damit steigt die Motivationsschwelle, aber der man sich mit schwereren Dingen beschäftigt an. Und dazu zähle ich das Lesen von langen Texten, die nicht in der Muttersprache verfasst sind.
Wie haben wir das dann nur früher geschafft, wo doch unsere Englischausbildung noch viel schlechter war? Wunder, oh, Wunder. Aber vielleicht liegt es dran, dass ich von einer Gesamtschule komme. ::)
@AllgemeinMeine erste langjährige Runde bestand zu 60% aus aktiven Hooligans, die sonst vielleicht mal nen Comic "gelesen" haben. Und in einer anderen Runde waren 2 von 5 Spielern drogendealende Kleinkriminelle, die ausser der wöchentlichen RP-Runde mit Games überhaupt nichts am Hut hatten.
Was man nicht vergessen sollte: Rollenspiele sprechen eh nur eine recht enge Bandbreite von Leuten an und das sind in der Regel nicht die fußballspielenden Buchverächter, sondern eher die Gamer und Nerds.
@Allgemein
Was man nicht vergessen sollte: Rollenspiele sprechen eh nur eine recht enge Bandbreite von Leuten an und das sind in der Regel nicht die fußballspielenden Buchverächter, sondern eher die Gamer und Nerds. Beide Gruppen beherrschen genug passives Gamer-Englisch (das ganz andere Anforderungen hat als Schulenglisch), dass sie im Grunde mit englischsprachigen Regelwerken nicht mehr Probleme haben als mit deutschsprachigen. Grottig oder zumindest zweideutig geschrieben sind beide gerne.
Englisch nicht als großes Hindernis zu sehen, wenn es um den Vertrieb von Regelwerken in Deutschland geht, halte ich für extrem kurzsichtig und elitär.
Das Englisch-Lernen fängt heute schon im Kindergarten an. Mein 5-jähriger Patensohn kann auf Englisch fließend bis 20 zählen. Er bringt es gerade seinem 3-jährigen Bruder bei. Da kann mir keiner erzählen, dass da nichts hängen bleibt. Zumal die meisten Rollenspieler höhere Bildungsabschlüsse haben und von daher wirklich nicht um das Englisch herumkommen. Interesse tut dann das seinige. Viele coole Regelwerke kriegt man halt nur auf Englisch und ich kenne auch genug Leute, die anhand Rollenspielen gutes Englisch gelernt haben.Unsere Kunden sind allesamt Akademiker. Unsere Webseite ist z.Zt. nur in Englisch verfügbar weil die deutsche Übersetzung noch nicht fertig ist. Wir bekommen MASSSIVE Beschwerden von unseren deutschen und österrreichischen Kunden deswegen. Und das betrifft wohlgemerkt nur das Layout und Interface, die PDFs die sie lesen wollen sind in der richtigen Sprache.
-Englisch ist einfach die präzisere Sprache wenn es um Technisches wie Regelwerke gehtDas halte ich bestenfalls für ein Gerücht!
-Qualität, Quantität und Zeitnähe der deutschen Produkte ist mit zu geringWenn ich mir ansehen, was AEG und FFG zu fabrizieren, dann bin ich - zumindest was die Qualität anbelangt - heilfroh um Übersetzungen. Was die beiden andern Punkte anbelangt: Da hast du leider Recht.
Ich finde es erstaunlich, dass hier mehrfach angeführt wird, der Großteil der Rollenspieler würde gut genug die englische Sprache beherrschen, um in seiner Freizeit (also mit einer gewissen Freude statt aus Zwang) Rollenspielregelbücher lesen zu können.Würde mich auch interessieren. Ich kenne genug Studenten, die schon bei englischer Fachliteratur ihres Studiengangs zu stöhnen beginnen, miserable Englischkenntnisse haben und erst recht englische Rollenspielprodukte meiden, wenn sie können, weil sie das Sprachproblem nicht auch noch in ihrer Freizeit haben wollen. Und diese Leute sind nicht doof und haben fachlich einiges auf dem Kasten (und sind auch nicht nur casual gamer, bevor jetzt die Schiene wieder anfängt). Daher halte ich auch Aussagen, abiturbesitzende Rollenspieler müssten das doch (mit Kusshand) können oder Schulenglisch reiche dafür doch locker, für ziemlich anmaßend.
Vielleicht habe ich da subjektiv einen absolut falschen Eindruck, aber mich würde mal interessieren, wie ihr (diejenigen, die o. g. behaupten) darauf kommt?
Ich allerdings auch.Vielleicht ist präziser der falsche Ausdruck, aber ich habe den Eindruck das ein und die selbe Regelpassage im Deutschen mehr Wörter benötigt.
Denn es gibt kaum eine Sprache in der man etwas genauer beschreiben kann wie Deutsch.
Diese Aussagen kommt nicht nur von mir sondern vor allem von meinen vielsprachigen Kollegen.
edit:
viele von denen könne französisch, englisch, deutsch, spanisch, russisch, portugisisch etc.
und von alle denen kommt auf die Frage welche Sprache die präzisenten Formulierungen
zulässt wie aus der Pistole: "Deutsch!"
Wer fordert anstelle "Event" zukünftig "Hingeher" zu sagen, den kann ich einfach nicht so recht ernst nehmen...
wer behauptet denn sowas?Die Rezi bei Amazon
Wer fordert anstelle "Event" zukünftig "Hingeher" zu sagen, den kann ich einfach nicht so recht ernst nehmen...
Und ein übergreifendes
0/ D&D hatte immer mit dem Stigma als Verliesprügelspiel zu kämpfen. Als die Rollenspiele nach Deutschland kamen, hatte sich der Zeitgeist weltweit schon gewandelt. Selbst in den Staaten war AD&D auf dem "besten" Wege, zu einem Erzählspiel zu werden (Dragonlance erschien im gleichen Jahr wie die DSA Basis Box; in der Forum-Kolumne des Dragon-Magazins wurden Spielleiter-Techniken für Stimmungserzeugung und charakterzentriertes Kampagnendesign ausgetauscht). Das hat die alten Rollenspielhasen, die teilweise erheblich früher mit dem Hobby angefangen hatten, nicht davon abgehalten, ihre negative Meinung über AD&D zu kolportieren.
Genauso wie die alten AD&D-Hasen über Jahre nicht davon abließen, DSA als Kiddie-Rollenspiel und D&D-Kopie zu verunglimpfen, selbst zu Zeiten von DAA2 und DSA3, als das System längst seinen Kinderschuhen entwachsen war und eine eigenständige Spielkultur begründet hatte.
(Der unselige Streit ging in beide Richtungen.)
@SchlaubiSchlumpf:
Ich zitier mich mal selbst:
Frage ist ja auch an sich geklärt:
1/ Da viele Menschen in Deutschland englisch sprechen und die Bücher auch noch günstiger sind, hat es eine deutsche Übersetzung schwerer als beispielsweise in Frankreich, das nicht so anglophon ist.
2/ Der deutsche Markt ist konservativ, was neue Editionen angeht.
3/ Amigospiele hat sehr lange für die D&D3 Übersetzung gebraucht, weil sie sich jeden Begriff von WoTC absegnen lassen mussten.
4/ Die Version 3.5 kam recht schnell nach der deutschen 3.0, was Amigo vor ein echtes PRoblem gestellt hat, weil sie kurz nach einem Editionswechsel nochmal neue Grundregeln rechtfertigen vor ihren Kunden mussten.
5/ Feder&Schwert, die mit 3.5 dann letztlich gute Arbeit gemacht haben, wurde nach Übersetzung der Grundregelwerke die Lizenz überraschend nicht verlängert, weil Hasbro/WoTC sich mehr Geld mit einem neuen Lizenznehmer erhofft hatten.
6/Der wurde nicht gefunden und wird in Zukunft auch nicht gefunden werden, weil man sich nun scheut mit jemandem wie Wotc GeschÄfte zu machen.
Fasst das die Lage gut zusammen?
Ziemlich gut.
Was mir noch einfaellt:
7/Durch das Fehlen einer deutschen Uebersetzung des SRD (das von den jeweiligen Rechteinhabern - erst Amigo, spaeter F&S - auf "Urheberrechtsprobleme" geschoben wurde) fehlte in Deutschland die Moeglichkeit der "abgesegneten" Fanproduktionen die in Amiland zu D&D3-Zeiten den Rollenspielmarkt reanimierte.