Ich habs ja schon jeweils 2x (SC&HC) :D
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Zum 2ten Buch:
Kritik auf extrem hohen Niveau!
Es gefällt mir nicht so sehr wie das erste Buch(ich bin noch nicht ganz durch), wenn ich es auf etwas festlegen müsste, dann auf die Kultur die im letzten Drittel auftaucht.
Die mehr als nur leicht asiatisch angehauchte Philosophie mit dem Aikido/JiuJitsu ähnlichem Kampfstil. Auch wenn es nur diese beiden Aspekte sind, ansonsten sind sie ja völlig anders, dieses asiatische passt irgendwie für mich nicht inst Setting
Ist aber nur ein wahnsinnig geringer Manko. Mal sehen wie das Buch ausgeht, dann gebe ich einen endgültigen Kommentar ab.
So, ich bin durch. Ganz allgemein: Das erste Buch war besser. Das zweite Buch eiert von der Handlung nach meinem Gefühl nach etwas vor sich hin und wechselt Szenerie und Konflikt zu häufig. Trotzdem ist es immer noch großartig geschrieben, ein echter Page Turner, und wenn man gute Fantasy lesen will, ist man damit ganz gut beraten.
Ja, die Ademre haben mich auch gestört. Ich fand die Kultur insgesamt ziemlich unglaubwürdig. Zen-gläubige Leutchen, die Philosophie hoch schätzen und immer versuchen, moralisch richtig zu handeln - und sich als Söldner verkaufen? Neeeein, so ein Schwert ist nicht dafür da, Leute zu töten, und Kampfkunst ja schon mal gleich gar nicht... Na klar.
Auch Kvothes Fähigkeit, in den meisten Sachen, die er anfasst, unglaublich kompetent zu sein, hat mich etwas genervt. Wenigstens hat er das Duell mit Carceret nicht gewonnen.
Ansonsten hat mir ein bißchen der zentrale Konflikt gefehlt - das Gefühl, dass die Dinge sich irgendwo hin entwickeln. Ja, es gab ein paar magere Hinweise auf die Chandrian und die Amyr, aber so richtig irgendwohin haben die nicht geführt.
Trotzdem will ich wissen, wie es weiter geht. Trotzdem habe ich an den Seiten des Buchs geklebt, bis ich fertig war. :)
Nachtrag: alles besser, als die Vergewaltigungsorgien eines Peter V. Brett!
Jup, es gibt schlechteres.
Aber die Vergewaltigungsgeschichte am Ende des zweiten Bandes ist ja mal auch so richtig schlecht. Von einem guten Autor erwarte ich besseres, und nicht so etwas, um den Protagonisten zwar badass, aber mit möglichst weißer Weste dastehen zu lassen.
Ich habe ja seit dem ersten Buch eine Ahnung, wie der Name des Windes ist, Ihr auch?
Auri
wie das kleine, wirre Mädchen aus der Kanalisation, mit dem er sich sporadisch auf dem Dach trifft ...
Namen spielen ja sowieso eine große Rolle.
Alleine schon der Unterschied zwischen dem (legendären) Kvothe aus der Erzählung und dem Kote, der seine Geschichte erzählt, ist immernoch ziemlich groß.
Bin ja mal gespannt, wie Buch 3 das alles zusammenführen wird. Einen Königsmord muss es darin ja schonmal geben.
Arbeitstitel von Buch 3 ist ja anscheinend "The Doors of Stone" - hängt also wahrscheinlich mit dieser mysteriösen Tür in der Bibliothek der Akademie zusammen.
EDIT:
Bei "The Name of the Wind" war es ja noch einigermaßen klar, aber schon bei "The Wise Man's Fear" hab ich mich gefragt, wie der Titel zum Inhalt passen könnte.
"There are three things all wise men fear: the sea in storm, a night with no moon, and the anger of a gentle man."
Der Mond muss auch noch eine wichtige Rolle spielen - da war doch diese Geschichte die die Söldnerin Hespe erzählt hat, von dem Jungen Jax, der den Mond gestohlen hat und wegschloss oder so ähnlich...
Wahrscheinlicher aber mit der ominösen "Lackless Door" (Lockless?) und Kvothe selbst.
Es wird ja nicht explizit in den Büchern gesagt, aber Meluan Lackless, die Frau des Maer in WMF, ist sehr wahrscheinlich seine Tante.
Ich tippe mal, es läuft so ähnlich wie mit Pandoras Box - Kvothe öffnet diese Tür und irgendeine Katastrophe passiert, weshalb die Welt von Kote so ist wie sie jetzt ist.
Auri ist klasse! Ich mochte die kleinen nächtlichen Treffen, die Kvothe mit ihr hatte.
Den Namen "Auri" hat Kvothe ihr ja selbst gegeben, und als Elodin davon erfuhr, war dieser ja ziemlich überrascht und hat Kvothe in seine Naming-Seminare aufgenommen.
Vielleicht nicht direkt der Name des Windes, aber irgendwas muss mit ihr ja sein - sie ist mMn wichtiger für die Handlung als es bisher den Anschein erweckt.
Allein schon die seltsamen Geschenke, die Kvothe von ihr bekommen hat - ich erinnere mich da an eine Münze, eine Kerze und an einen Schlüssel.
Sind glaube ich auch die "Tools", mit denen der legendäre "Taborlin the Great" hantiert haben soll (coin, candle, key). Zusammenhang, oder einfach nur Zufall? ^^