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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: Jestocost am 12.08.2003 | 14:00
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Es ist heiß - und deshalb wieder Zeit für Lendenschürze und muskulöse Oberkörper, Blechbikinis und großzügig ausgeschnittene Roben.
Eine Zeit, wo Männer noch richtige Männer waren, Frau noch richtige Frauen und Zauberer immer abgrundtief böse...
In anderen Worten: Ich möchte Conan spielen. Brutal, einfach (Brutal-einfach - ja, das auch) und mit genügend schwarzem Humor.
So wie in den Originalgeschichten von Robert E. Howard, den Newhon-Romanen von Fritz Leiber und den Kane-Stories von Karl Edward Wagner.
Ich habe so ziemlich alles, was ich für Conan brauche: Das alte TSR Rollenspiel, GURPS Conan mit einer riesigen Farbkarte und die zweibändige Gesamtausgabe mit allen Geschichten sowie den schwarzweißen Marvelcomic von Ende der 70er.
Nur: Mit welchem System?
Sorcery & Sword ? (perfektes Quellenbuch, aber keine Ahnung, wie gut sich Sorcerer dafür wirklich eignet...)
Riddle of Steel (entspricht dem Genre, aber das Buch hat mich nicht so sehr vom Hocker gerissen.
Warhammer FRP - fand es auch nicht so elegant... Außerdem sollen die Charaktere gut anfangen und nur wenig besser werden...
Feng Shui - ist dann wenigstens sehr cinematisch - außerdem könnten Mook-Regeln nicht schaden...
Rolemaster - aber ich möchte weder mir noch jemand anderem die Charakererschaffung antun...
D&D3.x - werde ich mir aber nicht kaufen...
Liquid - dann kann ich auch das Storyteller-System nehmen...
Habt ihr Vorschläge oder Empfehlungen?
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Das liesst sich als hättest Du dich schon fast für Feng Shui entschieden ?
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GURPS
Die haben sogar ein eigenes Setting (Quellenband)für Conan. Das scheinst Du ja auch zu haben.
Finde ich sehr gelungen.
Ist ne prima Karte dabei und die Völker werden recht gut beschrieben.
Und das System ist so schlecht auch nicht.
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Das Setting habe ich - aber ich mag GURPS als System nicht (obwohl ich mit Transhuman Space mehr als zwei Dutzend Quellenbände habe...)..
Ist mir zu ... fade? Nicht sexy genug? Irgend sowas in der Richtung...
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Mmmh... Feng Shui... Mhhh. Grummel. Grummel... Wenn ich die blöden Initiativeregeln rausschmeiße, um einen narrativen Kampf zu bekommen...
Mehr Kekse... eh, Anregungen...
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Mehr Kekse... eh, Anregungen...
Bei der angebotenen Auswahl würde ich zu Warhammer oder D&D greifen, und die Charaktere einfach höher einsteigen lassen.
mfG
jdw
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Es mag vielleicht seltsam klingen, aber hast Du Dir dafür schon mal das 7te-See-System (System! nicht Setting!)angeschaut? Der große Nachteil des Systemes (Traits viel zu wichtig) stellt sich hier nämlich nicht, weil die Chars sowieso Barbaren sind und alle wichtigen Fertigkeiten kennen müssen um zu überleben. Die Hybris würde sich aber sehr positiv auswirken.
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Holla, eine konstruktive Frage... jetzthörabberauf...
Äh, Sorcery & Sword eignet sich wahrscheinlich nicht so gut. Btw: woher hast du es? Sag es *schüttel*!!! Ich suche das schon seit fragmichnicht... Aber da es eben Sorcerer ist, wird es wahrscheinlich nicht so gut passen.
- GURPS: Ach lass mal. Ich habe GURPS Fantasy gespielt, war nicht so dolle (lies: nicht so cinematic). Und das von mir, ich habe noch mehr GURPS Bände als Du...
- Warhammer & Rolemaster kenne ich nicht wirkich
- Flüssig äh Liquid. Ach dann kannste gleich GURPS spielen, ist auch nicht anders.
- TRoS. Aha, wir nähern uns! Superduper Kampfsystem. Spiritual Attributes u.a. gute Wahl!
- Feng Shui. Auch sehr gut! Quadratisch, praktisch, kloppen!
- D&D. Viel mehr Conan wirds eigentlich nicht... ;) also ehrlich, für High Fantasy wie gemacht.
- Wo wir grade vom Gamist reden: Rune? ok, nur´n Gedanke
- Hero Wars (Quest)! Dolldolldoll!
Also ich würde mich zwischen TRoS, Feng Shui und Hero Wars entscheiden.
TRoS für eher gritty realistisch (mehr als 3 Gegner kriegst Du da niemals tot) aber mit super Spiritual Attributes.
Feng Shui für over-the-top Fantasy mit nettem Kampfsystem. geht nichts über 20 Mooks ummähen!
Hero Wars für sehr narratives Spiel mit auch was anderm als kämpfen. ok, passt nicht so gut zu den Bikinis, aber ... hm.
D&D wenn Du auf taktische Kämpfe (incl. Minis) stehst. Denn das kann es wirklich.
Rune, wenn Du mal was ganz anderes probieren willst. Und Wikinger sind irgendwie auch Barbaren, oder?
Fredi
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Mmh, Rune steht schon seit längerem auf meiner Kaufliste... Lohnt es sich für sowasd? Aber damit kann ich wohl keinen Zamoranischen Bogenschützen oder Kuthischen Freibeuter machen, oder?
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Also Rune ist so ´ne ganz eigene Sache...
Was Charaktere angeht, läßt sich da einiges machen. Erfordert allerdings etwas Phantasie (und Regelverbiegen) und so.
Das Spiel selber ist ganz interessant, kein durchgehender GM, ein Sieger am Ende und eben so Gamist, da kann sogar D&D einpacken. Ist aber für eine echte Kampagne IMO nicht so geeignet. Aber es gibt den fortlaufenden Modus, da leitet ein SL drei Episoden (Encounter), die anderen jeder eine. Das geht ganz gut. Aber man darf nicht vergessen, es geht hauptsächlich um Kampf oder darum, anderswie Hindernisse zu überwinden. Auch wenn ich schon die abgefahrensten Szenen mit den Rune-Regeln im Netz gefunden habe (Gelage beim König regeltechnisch als Falle umgesetzt...)
Aber es lohnt sich auf jeden Fall.
Fredi
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Hast Du mal Fudge [einfach] oder (dumme Frage :-[) Unknown Armies [brutal] in Erwägung gezogen?
Der Stil einer Conan Kampagne wird ja vordergründig recht gradlining sein, da scheint Fudge mit seinen einfachen Regeln ausreichend. Fudge unterstützt heroisches Rollenspiel recht gut, ohne zu sehr zu übertreiben.
Unknown Armies ist brutal und einfach genug, das UA Magiesystem passt auch gut, es geht bei Magie in den Conan Erzählungen ja meist um uralte Rituale und/oder finstere Menschenopfer.
Wenn ich mich recht erinnere, hat jemand auf unknown-armies.com mal ein Medieval mod für UA gepostet
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Midgard eignet sich von den grundsätzlichen Regeln IMHO perfekt für Conan(die erweiterten Kampfregeln würde ich aber rauslassen, zu umständlich), die meisten Archetypen die in den Romanen vorkommen lassen sich nahezu perfekt nachbilden und die Magie erinnert mich auch sehr an das was ich aus den Romanen kenne.
Man könnte auch einen Blick auf CoC werfen(in dessen Zeitlinie Conans Zeitalter/Welt übrigens auch aufgeführt wird).
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Fudge und Liquid! w obei ich bei Liquid die Magie stark entschärfen würde. Sie ist für das Conan-Setting einfach zu mächtig.
Aber du hast die zweibändige Gesamtausgabe :o :o ?
Die gibt`s?
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Bevor hier jetzt jedes RPG ausser TOON genannt wird: Jesto, was erwartest Du denn von der Kampagne? Realistisch, cinematic, viel oder wenig Kampf, viel oder wenig Magie (und welche Sorte), dramatische narrative Einbindug oder Illusionismus, viele Regeln oder wenige Regeln?
Sonst gerät das hier aus den Fugen...
Fredi
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@Lord Tarel
Guckst du hier: Conan Chronicles
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/1857987470 (http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/1857987470)
und hier
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/1857989961 (http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/1857989961)
Midgard kenne ich noch von früher - nicht so mein Ding. Bei Fudge müsste ich mir diese + - Würfel holen...
UA ist auch eine interessante Alternative - wäre aber vielleicht auch zu brutal...
Was auch interessant dafür wäre: Adventure! Auch wenn's ne Storyteller-Variante ist - vor allem die Dramatic Editing Regeln werde ich mir bestimmt 'borgen'
Hat noch jemand Tipps, auf was ich bei dem Genre sonst achten muss - außer kräftigen Helden, fiesen Bösewichtern, düsteren Magiern, ekligen Monstern und drallen Maiden?
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Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: :)
Kennst Du 7te See?
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@CP
Ähm.. Nein.. Machst du es mir schmackhaft?
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7te See rules, ist aber für Conan Fantasy zu kompliziert. Kauf dir d&d, ein besseres System gibt es dafür nicht *grinst* da kannste lange suchen ! es gibt nämlich auch conan d20. for free. nämlich hier:
http://enworld.cyberstreet.com/hosted/adilbrand/conan.htm
ach warte mal, das Talislanta System ist ziemlich gut und schnell !
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Lass mal zusammenfassen was das System leisten soll und was nicht:
- Detailiertes Magiesystem ist nicht noetig, da eh' nur NPCs zaubern
- Das System soll simpel und schnell sein
- Kaempfen soll "abwechslungsreich" (z.B. durch Manoever usw.) sein
- Charaktere sollen faehig anfangen und nicht zu viel besser werden (also keine "Kurve" ala D&D)
- Dramatische/cineastische Aktionen sollen machbar sein
- System soll zwar hart aber nicht zu toedlich sein
Das schreit mir alles nach Unisystem Lite (wie in Buffy veroeffentlicht).
Wenn die PCs als "Experienced Heroes" anfangen dann haben sie schon REICHLICH Faehigkeiten ;)
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Hey, Stimmt! Unisystem! Hatte ich fast vergessen. Das ist wirklich gut, vor allem die Buffy-Version.
Aber Talislanta ist auch cool, wenige Skills, schnelles Kampfsystem. Und das magiesystem finde ich echt spitzenmäßig (besser als bei Buffy).
Fredi
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ich empfehle mein d20 cinematic ! kann ich dir gerne mal erklären ;)
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@Jestocost: Ich lass einfach mal Slobo sprechen:
Zum System selbst: Der einzige Würfeltyp den man braucht sind D10. Davon braucht man allerdings einige. Fertigkeitswürfe werden über Atribut + Fertigkeit Anzahl D10 gemacht, wobei man Atribut Anzahl Würfel behalten und Zusammenzählen darf. Am besten sieht man das an einen Beispiel. Um jemanden Anzugreiffen würfelt man mit Finnes + Attake Anzahl Würfel. Hat man jetz z.B. Eine 3er Finnes und eine 2er Attake dan Würfelt man mit 5D10. Da man aber nur die Finnes Würfel behalten darf addiert man die 3 höchsten Würfel zusammen. Klingt alles komplizierter als es ist.
Das tolle an 7th Sea ist, daß es richtig Heldig konzipiert wurde. Es gibt 3 Sorten von Gegnern, nähmlich Schläger, Gefolgsleute, und Schurken. Schläger tretten meist in großen Mengen auf, sind aber auch nur in Mengen überhaupt eine Gefahr für einen Helden. Ein Held wird wenn er einigermasen Kämpfen kann mit 6 Sclägern in ca. 4 bis 5 Runden fertig. Pro Treffer fällt ein Schläger.
Gefolgsleute sind da schon gefährlicher, tretten aber nicht in ganz so großen Mengen wie Schläger auf. Gefolgsleute sind dazu gedacht den Helden ein paar Schwierigkeiten zu bereiten können aber noch recht schnell etnsorgt werden.
Schurken sind das Gegenstück zu den Helden. Dementsprechen sind sie auch die Herrausfordeung an der sich die Helden messen können.
Im Prinziep ist es bei 7th Sea so, daß ein Kampf schneller vorbei ist, je mehr Gegner beteiligt sind.
Zusätzlich haben die Spieler eine Anzahl an sogenannten Dramawürfel (der SL hat auch welche, davon aber um einiges mehr). Diese Dramawürfel können verwendet werden um einen zusätzlichen Schadenswürfel oder Treffwürfel zu erhalten oder ähnliches. Theoretisch kannst Du die dann im Prinzip als diese Adventure Dinger verwenden.
Bei der Charaktererschaffung kann man einen psychischen Nachteil raussuchen (nennt sich Hybris), für den man noch ein paar Charakterpunkte erhält. Das sind dann so Dinge wie Treue, Arroganz, Vertrauensseelig (Die Beschreibungen dieser Hybren sind die besten Beschreibungen, die ich jemals für Nachteile gesehen habe!). Ein Haken wurde allerdings dabei eingebaut. Wenn dem Master der Nachteil gerade in den Kram passt, dann gibt er einen Dramawürfel (so ne Art Fatepunkt) ab, um den Nachteil zu aktivieren. Das bedeutet, dass sich der Charakter entsprechend verhält. So weit ich weiss kann sogar ein Spieler die Hybris mittels Dramawürfel eines Gegners aktivieren.
Es gibt dann noch eine Art von "Nachteil". Das sind die sogenannten Hintergründe. Das sind dann so Dinge wie Amnesie (an einen gewissen Zeitabschnitt kann man sich nicht mehr erinnern, allerdings muss in der Zeit wichtige Dinge passiert sein), Gejagter (irgendwas hast Du getan, um andauernd von gewissen Leuten gejagt zu werden), verwechselte Identität (Du siehst wie jemand anderes aus, wirst aber immer mit ihm verwechselt). Immer wenn der Master diese Hintergründe in das Abenteuer einfliessen lässt, dann bekommt man am Ende zusätzliche Erfahrungspunkte. Diese Hintergründe müssen aber am Anfang mit Charakterpunkten bezahlt werden. Auf diese Weise werden Nachteile genommen, die im Gegensatz zu z.B. GURPS auch wirklich Auswirkungen auf den Charakter haben.
Hier ist ein noch ausführlicherer Link im 7te See-Forum: http://tanelorn.net/index.php?board=42;action=display;threadid=850;start=0 (http://tanelorn.net/index.php?board=42;action=display;threadid=850;start=0)
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die dramawürfel benutzen wir auch in d20. siehe cinematic thread ;) ich bin ein grosser fan vom r&k system. aber für conan ?
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Bei Fudge müsste ich mir diese + - Würfel holen...
Fudge kann für fast alles herhalten, die Würfel zu haben schadet nicht. Oder besorg Dir blanko Würfel, zwei Kreuze und zwei Striche drauf, fertig.
UA ist auch eine interessante Alternative - wäre aber vielleicht auch zu brutal...
Da könntest Dir tätsächlich ein paar Regeln aus 7th Sea borgen, Du unterscheidest die Bösewichte in Henchmen und Villains ein und lässt die Charaktere entsprechen Schaden bekommen und austeilen.
Beispiel: Held gegen Henchmen - Held verursacht Fireams Schaden, Henchmen nur Melee Schaden.
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Mhh. Unisystem wäre auch eine Möglichkeit - schließlich habe ich so ziemlich alles von All Flesh Must Be Eaten bei mir rumliegen... Aber das System hat mich nicht so gerissen.
Wie funktionieren übrigens die Dramapoints bei Buffy (und immer wenn ich Buffy höre, denke ich an ein paar besoffene Australier, die in einem dunklen Zimmer sitzen, Bier trinken und "Gooooh! Gedddd 'emmmmm, Buuuufffyyyyyy!" rufen...)
@Eed_de
Vielen Dank für den Link - da haben sich ein paar Leute ziemlich viel Arbeit gemacht...
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Achso, es sind nur die Howard Stories. Habe mich schon gefragt, wie man 50 Romane in zwei Bände packen will. Warum wohne ich nur so weit von meiner Conan-Sammlung entfernt?
Aspekte, die noch reingehören:
-verfallene geheimnisvolle Wüsten- und Dschungelstädte
-dekadente Adelige!
-finstere Götter aus uralten Zeiten
-Conan ist der Inbegriff des edlen Wilden
-Die Götter scheren sich meiste recht wenig um die Belange der Sterblichen oder ziehen ihre Fäden im Hintergrund
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Frauen sind meist schön und hilflos...
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-Conan ist der Inbegriff des edlen Wilden
In den Howard Stories eher noch nicht, da ist er z.T. recht triebgesteuert und nicht besonders helle.
Spätere Autoren haben desöfteren nur ihren eigenen Fantasyhelden Conan genannt und ihn in der hyborischen Welt herumlaufen lassen.
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Wie funktionieren übrigens die Dramapoints bei Buffy
Mal ein Zitat aus der Rezi (http://www.wodportal.de/produkte/d20/buffy_rpg.htm):
Mit Drama Points sind cinematische Effekte machbar, diese tragen die Bezeichnungen "Heroic Feat", "I think I'm Okay", "Plot Twist", "Righteous Fury" und "Back from the Dead". Die Dramapoints sind auch ein Ausgleich für "Masterwillkür". Wenn ein Director als Aufhänger jetzt UNBEDINGT einen Charakter in einer bestimmten Situation (z.B. entführt von einem Vampir) braucht, dann wird der Spieler für diesen Eingriff in seine Freiheit mit Dramapoints entschädigt.
Die Erfahrungspunkte können entweder in Drama Points eingetauscht werden (wobei ein Hero 2 XP / DP braucht, ein White Hat aber nur 1 XP / DP) oder aber man benutzt diese um Skills und, in geringeren Maßen, Attribute zu steigern. Um nachträglich Vorteile dazu zubekommen oder Nachteile abzubauen braucht man, wie üblich, die Erlaubnis des Spielleiters (hier Director genannt) und natürlich eine gute Begründung.
Fuer weitere Fragen zum System entweder im Buffy-Board unter "die Kleinen" oder im Buffy-RPG-Board (http://www.buffy-rpg.de) nachfragen.
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die dramawürfel benutzen wir auch in d20. siehe cinematic thread ;) ich bin ein grosser fan vom r&k system. aber für conan ?
Wenn Du die Schwertschulen weglässt oder entsprechend abänderst, dann unterscheiden sich ehrlichgesagt die Grundthemen von Conan und Mantel und Degen spieltechnisch nicht viel. Conan ist nur um einiges primitiver als Mantel und Degen. Gerade die Beschreibungen wie Vendetta oder verlorene Liebe würden 1zu1 bei Conan passen.
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Mmh, die Dramapoints werde ich mir wohl auch klauen.
Zu dumm, dass ich mit Buffy nichts anfangen kann...
Und so hilflos sind die Mädels bei Conan gar nicht. Da gibt es auch ein paar, die ihre Frau stehen können... Aber irgendwie sind halt immer irgendwelche Magier oder eklige Monster hinter ihnen her...
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So wie ich das sehe ist es auch eher Conan,der bei den Mädels hilflos ist.
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@cp: stimmt man könnte es so machen. aber ich ziehe mein d20 vor ;)
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Wie währe es mit DSA4 ;) ? nur die Box Schwerter und Helden und dem Rest im Eigenbau ?
- Detailiertes Magiesystem ist nicht noetig, da eh' nur NPCs zaubern
Ist in S&H eh nicht drin.
- Das System soll simpel und schnell sein
Solange man nur Duelle und keine Massenschlachten spielt trifft dies auf DSA sogar zu.
- Kaempfen soll "abwechslungsreich" (z.B. durch Manoever usw.) sein
S&H= Manöver ohne Ende
- Charaktere sollen faehig anfangen und nicht zu viel besser werden (also keine "Kurve" ala D&D)
Jep, trifft zu.
- Dramatische/cineastische Aktionen sollen machbar sein
Wenn man sich nicht zu 100% an die Regeln klammert...
- System soll zwar hart aber nicht zu toedlich sei
kann relativ einfach durch die Schadensschwelle für Wunden festgelegt werden.
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Wie wäre es denn mit Arcane Codex?
Wie wäre es mit BESM?
Das Silhouette von DP9 hat auch sehr schöne und cinematische Regeln...
Ist generisch und erlaubt es, fähig anzufangen...
Ist universell aber who cares...
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Mmh, die Dramapoints werde ich mir wohl auch klauen.
Zu dumm, dass ich mit Buffy nichts anfangen kann...
Und so hilflos sind die Mädels bei Conan gar nicht. Da gibt es auch ein paar, die ihre Frau stehen können... Aber irgendwie sind halt immer irgendwelche Magier oder eklige Monster hinter ihnen her...
ich würde als monster auch lieber den lieblichen damen hinterherrennen als einem tumben Muskelprotz mit Haaren an den Beinen, der mich dann noch mit Steinen bewirft. Spricht nur für den Geschmack der Monster....
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Ja, aber er ist nicht ganz so hilflos wie Fafhrd und der Graue Mausling, die beiden Schwerenöter...
Aber lassen wir mal die Systemfragen - wie kriegt man am besten die Stimmung rüber?
Schnelle Kämpfe mit Showeinlagen: Gegner sind entweder viel schwächer (Mooks) oder gleich gefährlich bis überlegen - dann muss man das Gelände ausnützen oder Hinterhalte planen. Die Spieler sollten also "cinematische" Taktiken benutzen. Hierbei kann man sich wirklich gut bei Feng Shui bedienen.
Stimmung: Exotisch. Dschungel, seltsame Städte, Wüstengebiete, Bergmassive... Und Piktentrommeln. Sinnlich, körperlich... Der Mensch als ein hochentwickeltes Raubtier, dass immer dekadenter und degenerierter wird, wenn es nicht regelmäßig gefordert wird.
Stories: Klischeehaft einfach, aber mit interessanten Twists und vor allem guter Strukturierung: Die Spieler sollten von eine aufregenden Szene in die nächste stolpern. Langwieriges Rumforschen ist was für die Zeit zwischen den Szenen "Nach einigen Stunden Suche habt ihr das schwarze Manuskript in den Händen...)
Gegner und SCs dürfen auch in bester Pulp-Manier "von den Toten auferstehen" oder ähnliches. Emotionen, Wünsche, Hass, Verbissen- und Entschlossenheit sowie Größenwahn sind wichtig für das Spiel....
Ich denke schon, dass ich das alles ein wenig "over the top" spielen mächte - halt mich so gut wie es geht beim Originalmaterial bedienen...
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@Boba
Nee, Arcane Codex kommt mir nicht ins Haus. Halte es für einen uninspirierten Mischmasch - und das System für langweilig.
Silhouette und die ganze DP9 Sache kenne ich nicht wirklich - habe mir bis jetzt noch nicht Tribe 8 geholt..
Und ein neues System würde ich mir nur kaufen, wenn es schlichtweg genial ist... Tja, und darum kein D20 Cinematic, eed_de :)
Aber spielen werde ich es trotzdem bei dir - dann must du nämlich die Werte für die ganzen Gegner bestimmen - und auf sowas habe ich schon seit langem keine Lust...
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@cp: stimmt man könnte es so machen. aber ich ziehe mein d20 vor ;)
Logisch. Selbstangepasste Systeme sind natürlich immer besser. :)
Aber Jestocost hatte D&D u.ä. bereits ausgeschlossen.
@Jestocost: Silhouette würde ich für Deine Anforderungen nicht wählen. Dazu ist es (meiner Meinung nach) etwa zu tödlich.
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Silhouette ist tödlich? Ist mir noch nicht aufgefallen...
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Als wir Tribe 8 gespielt haben, ist mir das ziemlich aufgefallen...
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@Jesto
Also wenn du das so sagst: Feng Shui oder Buffy/Unisystem. TRoS ist etwas tödlich. D&D / DSA macht etwas langwierige Kämpfe (jaja, nicht hauen, meine Meinung). GURPS usw etwas langwierig, tödliche Kämpfe.
7te See könnte gut sein, kenne ich aber nicht.
Wenn Feng Shui nur nicht dieses furchtbare Inisystem hätte... hast Du da Interesse/Ideen für einen eigenen Thread (im Systembau)?
Und die Magie müsste evtl. auch geändert werden...
Fredi
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FUDGE ist an sich keine schlechte Idee. Das mit den Würfeln für FUDGE sollte kein Problem sein, es gibt eine alternative Methode für FUDGE, die (so gut wie) dieselbe Wahrscheinlichkeitsverteilung liefert wie das Würfelsystem mit den FUDGE-Würfeln: Du brauchst 4w6, wobei je 2w6 die selbe Farbe haben. Eine Farbe steht für ein positives Ergebnis, eine für ein negatives. Nach einem Wurf werden die höchsten Würfel ignoriert, das niedrigste Ergebnis gilt, je nach Farbe ist es negativ oder positiv. Wenn zwei gleichfarbige Würfel den selben Wert zeigen ändert sich nichts, wenn zwei unterschiedliche Würfel den niedrigsten Wert haben, ist das Ergbenis gleich Null.
Beispiele: (p=positiver Würfel, n=negativer Würfel)
p1, p3, n2, n5: Ergebnis: +1
p3, p4, n3, n6: Ergebnis: 0
p4, p4, n2, n5: Ergebnis: -2
Das Ganze hört sich komplizierter an als es ist.
Aber ich würde von deinen Alternativen wohl auch Feng Shui nehmen, wobei ich an der Initiativ-Regel nichts ändern würde (Wo genau liegen eure Probleme? Das System ist doch nun wirklich schnell und einfach). Das ganze erfordert allerdings, daß man sich selbst Archetypen baut, mit den vorgegebenen kommt man nicht weit, weil das System auf eine Balance zwischen Fernkampf, Nahkampf und Magie aufgebaut ist. Der Fernkampf fällt zwar nicht völlig weg,, aber es gibt eben keine Pistolen bei Conan. (Aber die Gun-Schticks kann man trotzdem einsetzen. Both Guns Blazing bedeutet für einen Bogenschützen, daß er zwei Pfeile gleichzeitig abschießt. Oder man macht für den Nahkampf Both Blades Flashing draus. Und auch Carnival Of Carnage kann man durchaus als Nahkampfversion erlauben.)
OK, für Feng Shui muß man schon ein bißchen Arbeit investieren, dafür hat man ein schnelles, einfaches System, das aktiv Stunts unterstützt. Bei kein System gibt es so abwechlungsreiche und interessante Kämpfe wie bei Feng Shui.
Und für Feng Shui werfe ich noch ein paar Links in die Runde:
Call of Cthulhu - Feng Shui (http://www.shootingiron.com/fengshui/home.htm) Der Mythos in Feng Shui. Conan hat schließlich auch Mythos-Elemente, und es gibt brauchbare Anregungen für den Umgang mit Magie.
Seas Of Chaos (http://www.amurgsval.org/feng-shui/seasOfChaos.html) Eine High Fantasy Kampange mit Feng Shui, so als Anregung. (Ja, ich weiß, Conan ist kein High Fantasy, sondern Sword & Sorcery.)
Tybalt,
Feng Shui-Fanboy
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Aber bei GURPS kannste wenigstens cineastisch vorgehen, gib den Jungens mehr Charakterpunkte zum basteln, dann hast du schnell Filmhelden am Start!
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Aber bei GURPS kannste wenigstens cineastisch vorgehen, gib den Jungens mehr Charakterpunkte zum basteln, dann hast du schnell Filmhelden am Start!
Mit mehr Charakterpunkte hat man zunächst mal nur GURPS Charaktere mit höheren Werten, cinematische Action Sequenzen sind bei Gurps nicht so einfach zu verwirklichen, wie mit manchen anderen Systemen.
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Ahhhh der Rest ist dann Rollenspiel allein würd ich sagen :-*
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@Roland: Wieso soll das denn nicht möglich sein?
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Ich habe nicht von nichts möglich gesagt. :P
Für cinematische Action gibts aber geeignetere Systeme als Gurps, bei Feng Shui und 7th Sea mal angefangen.
[edit]
Wenn man bei Feng Shui was am Initiative System vereinfacht. Ich habs mir gerade nochmal angesehen. :-[
Aber das sollte kein Problem sein.
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Aber bei GURPS kannste wenigstens cineastisch vorgehen, gib den Jungens mehr Charakterpunkte zum basteln, dann hast du schnell Filmhelden am Start!
Cineastisches Spiel bedeutet mehr als einfach nur ein paar Punkte zusätzlich für die Charaktererschaffung raushauen.
Es gibt einige Punkte, die gegen GURPS als cineastisches System sprechen. Beispiele:
Es gibt zu viele Fertigkeiten, insbesondere zu viele Kampffertigkeiten. Beim cineastischen System erwartet ich, daß die SC sich schonmal die Waffe des Gegners schnappen können und weiterkämpfen, das ist bei GURPS nur bedingt möglich.
Die verschiedenen Schadensarten. Es gibt Quetsch, Schnitt- und Stichschaden, die unterschiedlich behandelt werden, außerdem können einige Waffen sowohl geschwungen als auch gestoßen werden. Das ist definitiv zuviel Detail für cineastisches Spiel.
Zuviel Detail ist generell der Knackpunkt. Während GURPS sicher nicht die schlechteste Wahl für eine realistische Kampange ist, versagt das System IMHO bei cineastsichen Kampangen. Auch wenn es das behauptet, GURPS ist eben kein Universalrollenspiel, da es in den Regeln bestimmte Dinge verankert hat, die nicht in jedem Genre Sinn machen (siehe meine Beispiele oben).
Tybalt
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Midgard ist völlig ungeeignet für cinematic, GURPS auch nicht!
LIQUID ist einfach, schnell und UMSONST.
Wenn du es wirklich einfach haben willst, unter http://www.x-zine.de/xzine_artikel..seek_.field_.channel_Rollenspiel.sort_last.id_114.htm gibts ein einfaches und schnelle cinematisches System. Das System ist ca. 1,5 seiten lang und mit dem Rest sind es so 10 Seiten. Magie fehlt, aber da gibts ja Möglichkeiten...
critikus
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GURPS hat einen sehr umfangreichen und interessanten Quellenband!! Mit ganz toller Karte!
Wenn du das system nicht willst, der Quellenband lohnt sich!! :o
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Also ich wunder mich ja, dass hier noch nicht HYPERBOREA genannt wurde. Das ist Sword & Sorcery & Sexism at its best. ;D
Ansonsten bietet sich auch STORMBRINGER oder noch mehr CORUM an. Dort gibt es haufenweise barbarische Chaosvölker, und die Zauberer sind wirkliche böse verschrobene Kerle, die kleine Mädchen in ihre Schlösser sperren. :)
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Es gibt nen RPG zu CORUM? WO?
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Es gibt nen RPG zu CORUM? WO?
Hier. (http://www.darcsyde.org/Corum/) Google ist dein Freund.
Das ist kein eigenständigs Spiel, sondern ein Quellenbuch für Stormbringer (von Chaosium).
Tybalt
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Hmm, ich weiß ja nicht, aber die Bücher empfinde ich nicht eben als cineastisch. Außer Conan selbst sterben die Leute da wie die Fliegen.
Und als Hauptcharakter gelten für den andere Regeln.
Zumindest die Geschichten von Howard selbst wirken auf mich recht realistisch. Ein Schwerthieb - Ende.
Conan selbst ist einfach groß, stark und gemein. Und vor allem verschlagen und opportunistisch. Seine Kämpfe gewinnt er oft genug durch List und Tücke.
Die Welt dagegen scheint mir hart und düster - nicht gerade das Setting, in dem ich cineastische Helden erwarten würde.
Die Filme stehen eben auf einem ganz anderen Blatt ...
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Es gibt nen RPG zu CORUM? WO?
Ist bei Darkcyde erschienen. Z.zt. werkeln die auch an einem Hawkmoon/Falkenmond/Der Runenstab Quellenband. Das ganze ist nur mit dem Elric/Stormbringer Regelwerk spielbar. Ähnlich wie bei D20 ist es also eine Art Quellenbuch.
Ist aber TOP das Teil!
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Cineastisch möchte ich ja nur wegen der Schnelligkeit haben - also keine endlose HP-Abzieherei. Aber trotzdem sollen die Spieler um ihr Leben fürchten, wenn sie sich mit mehreren Soldaten anlegen... Vielleicht werde ich es doch mit TROS probieren... Oder ich adaptiere UA auf Conan...
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Holla, wenn Du es böse haben willst dann TRoS!! Wenn die Spieler keine Zauberer sind, hast Du auch keine Probleme mit dem etwas saugigen Magiesystem.
Vorteile: schnell, relativ tödlich. Und die Spiritual Attributes! Also TRoS ist mein neues gritty-Fantasy Lieblingssystem.
Fredi
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@Fredi
Echt? - ich war ein bisserl enttäuscht vom Regelwerk - hatte mir irgendwie mehr erwartet. Andererseits habe ich gehört, dass sich TROS wirklich gut spielt - also werde ich dem Teil wohl noch eine Chance geben...
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Tatsächlich finde ich das Regelwerk auch nicht so super (muss ja nörgeln). Das Layout und dann schwarzweiss... war vom optischen eine ziemliche Enttäuschung für das Geld.
Aber es spielt sich wirklich gut (und wieder sind lange Kampagnen vom Umtausch, äh der Bewertung ausgeschlossen).
- Charaktererschaffung geht wirklich schnell. allerdings müsstest Du wahrscheinlich die Vagaries (oder wie das heißt) an Conan anpassen.
- Kampf geht auch schnell. Am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig aber dann sehr schnell. Evtl. musst Du hier etwas an den Schadenswerten drehen, wenn viele Leute ohne Rüstung (sprich in Lendenschurz) rumlaufen sollen. Obwohl das auch geht.
- Die Tödlichkeit des Kampfs führt zu viel taktieren und zu Planung (aus dem hinterhalt angreifen) und dazu, dass man nur kämpft, wenn man auch gewinnen kann. Also wenn die SAs mitspielen oder man sonst einen Vorteil hat.
- Spiritual Attributes rulen! Sie machen es dem SL leichter, den Spielern zu geben, was sie wollen, die Spieler müssen sich Gedanken machen und die gesmte Story wird zusammengehalten.
Also für gritty ist es echt super! Eben nichts für 10 mooks weghauen (ausßer man gibt ihnen echt keine Combatskills). Aber hart und trotzdem heroisch... wenns drauf ankommt. Wenn Deine Liebste von Deinem Erzfeind entführt wird und Du da jeweils hohe SAs hast, gibts schnell mal +10 Würfel im Kampfpool. Das verdoppelt idR die Kampfkraft und dann kann man es auch mal mit 3 henchmen auf einmal aufnehmen.
Deswegen: TRoS, damit sie auch morgen noch kraftvoll zuschlagen können! :)
Fredi
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Ein schönes, tödliches und dennoch heroisches Kampfsystem für Sword and Sorcery:
7th Sea, L5R, Arcane Codex.
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Also für Cineastisches Rollenspiel 7te See, aber die Magie dort ist im Gegensatz zu den Romanen doch von Howart doch recht eingeschränkt. Außerdem ist das alles nicht so Düster wie in den Büchern. Wenn man sich an den Filmen orientiert geht es schon eher.