Wie Horrorbasiert ein Spiel mit einem Werwolf-Rudel oder einem Vampirklüngel noch ausfällt (Stichwort Horror= Hilflosigkeit) wäre wohl einen eigenen Thread wert. Wer Vampire oder Werwölfe spielt, der will sich nicht gruseln, der will als SC rocken. Ansonsten könnte man auch bei einem schwächlichen Menschen bleiben, ohne Cool Powers und mit Taschenlampe ;D
Die WoD will ein Horror-Rollenspiel sein, bietet aber Regeln an, die eher zu einem Action- oder Superheldenrollenspiel passen würden.
Wer spielt gerne Horrorrollenspiele? Wer hasst sie wie die Pest? Wer differenziert scharf zwischen Horror und Urban Myth?
Was zeichnet Horrorrollenspiele für euch aus? Was ist am Horrorrollenspiel anders als am Sci-Fi oder Fantasy oder Western-RPG? Wie verträgt sich Horror mit anderen Genes in Mischsettings?
Was für Abenteuer kann man mit Horrorrollenspielen spielen/leiten? Was für Abenteuer gehen nicht? Warum?
Wer spielt gerne Horrorrollenspiele?
Wer hasst sie wie die Pest?
Wer differenziert scharf zwischen Horror und Urban Myth?
Was zeichnet Horrorrollenspiele für euch aus?
Was ist am Horrorrollenspiel anders als am Sci-Fi oder Fantasy oder Western-RPG?
Wie verträgt sich Horror mit anderen Genes in Mischsettings?
Was für Abenteuer kann man mit Horrorrollenspielen spielen/leiten? Was für Abenteuer gehen nicht? Warum?
Wer spielt gerne Horrorrollenspiele? Wer hasst sie wie die Pest? Wer differenziert scharf zwischen Horror und Urban Myth?Ich spiele gerne Horrorollenspiele.
Was zeichnet Horrorrollenspiele für euch aus? Was ist am Horrorrollenspiel anders als am Sci-Fi oder Fantasy oder Western-RPG? Wie verträgt sich Horror mit anderen Genes in Mischsettings?Horro-RPGs zeichnen sich dadurch aus, dass man Angst bekommt. Während ich in normalen RPGs gerne mächtige SCs spiele, die auch etwas reißen können, spiele ich bei Horror-RPGs gerne Normalos. Und ich muss mich bei Horror-RPGs gruseln und eine Gänsehaut bekommen. Optimal, wenn ich nach dem Spielabend mit einem mulmigen Gefühl nach Hause gehe und hinter jeder Straßenecke eine Gefahr vermute.
Was für Abenteuer kann man mit Horrorrollenspielen spielen/leiten? Was für Abenteuer gehen nicht? Warum?Im Prinzip kann man alles mögliche spielen/leiten, solange es im Hintergrund eine dunkle Gefahr gibt.
Da stellt sich mir erst mal die Grundlegende Frage, was zur Hölle ist denn nun genau Horror ?
Definitionen bitte...
Wer spielt gerne Horrorrollenspiele? Wer hasst sie wie die Pest? Wer differenziert scharf zwischen Horror und Urban Myth?Ich spiele gerne Horrorspiele. Ich hasse sie logischerweise nicht.
Was zeichnet Horrorrollenspiele für euch aus? Was ist am Horrorrollenspiel anders als am Sci-Fi oder Fantasy oder Western-RPG?
Wie verträgt sich Horror mit anderen Genes in Mischsettings?Ausgezeichnet.
Was für Abenteuer kann man mit Horrorrollenspielen spielen/leiten? Was für Abenteuer gehen nicht? Warum?Die erste Frage verstehe ich nicht. Wie ist das gemeint?
Was imho nicht geht ist "Hilflosigkeit".
Imho hat Hilflosigkeit im RPG nichts mit Horror zu tun, sondern führt eigentlich nur zu Frust.
Auf WoD stand auch "Personal Horror" drauf - weil der Anspruch des Systems eigentlich mal war, dass dein Charakter langsam aber sicher alle Menschlichkeit und alle Skrupel ablegt, und dadurch eine gewisse "Oh Gott, was ist aus mir geworden?"-Stimmung entsteht.
Ansonsten funktioniert Horror nur dann, wenn sich die ganze Gruppe darauf einlässt.
Wer spielt gerne Horrorrollenspiele? Wer hasst sie wie die Pest? Wer differenziert scharf zwischen Horror und Urban Myth?Es ist wohl definitiv das, was ich am meisten spiele. Dabei unterscheide ich sehr streng nach dem und grenze es entsprechend ab, was ich als düster und Horror bezeichne (z.B. nWoD/CtL) und dem, was für mich eher (alltagstaugliche) Mystery ist (z.B. DFRPG).
Was zeichnet Horrorrollenspiele für euch aus?Für mich persönlich ist Horror die Kür des Rollenspiels. Zum einen ist der Effekt, dass sich die SpielerInnen gruseln extrem schwer zu erzeugen, zum anderen gibt es ein Dilemma zwischen Horror (Opfer) und ProtagonistInnen (Figuren, die der Geschichte ihren Stempel aufdrücken). Zum Beispiel wäre Call of Cthulhu ein Beispiel dafür, wie unbedeutend (und ohnmächtig) die Figuren sind. In der nWoD würde es eher um das ganz persönliche Drama und Horrorelement gehen.
Was ist am Horrorrollenspiel anders als am Sci-Fi oder Fantasy oder Western-RPG? Wie verträgt sich Horror mit anderen Genes in Mischsettings?Es hat primär etwa mit Ängsten (=Gefühlen) zu tun. Und das ist dann auch für mich die Schnittmenge: Geht es darum, dass die Figuren intensive Gefühle erleben (Angst, Liebe, Neid etc.), haben wir eine Schnittmenge der Emotionen.
Was für Abenteuer kann man mit Horrorrollenspielen spielen/leiten? Was für Abenteuer gehen nicht? Warum?Mehr als bei andern Abenteuern muss sich etwa Horrormäßiges auf die Emotionen (=Ängsten) der SpielerInnen oder der Figuren beziehen.
So what is horror?Quelle: Kenneth Hite, GURPS Horror 4th Edition
Horror is a matter of intent, and a matter of content. Anything written to frighten the audience is horror. Horror is usually a goal, not a genre; horror can appear in Westerns, romances, science fiction, fantasy, and mysteries. Wherever the writer wants to make your flesh creep, there’s horror. Horror can be a genre, though, and in one sense it’s the oldest genre of all. The first stories we have, from the Sumerian epics, are full of evil gods, the birth of monsters, and malevolent scorpion-men. And we have only added to that supply of scares over the next five millennia. Vampires, werewolves, psycho killers, haunted houses, and hundreds of other time-tested elements now jam-pack the horror toolbox.
Wer spielt gerne Horrorrollenspiele?
Wer differenziert scharf zwischen Horror und Urban Myth?
Was zeichnet Horrorrollenspiele für euch aus? Was ist am Horrorrollenspiel anders als am Sci-Fi oder Fantasy oder Western-RPG? Wie verträgt sich Horror mit anderen Genes in Mischsettings?
Was für Abenteuer kann man mit Horrorrollenspielen spielen/leiten? Was für Abenteuer gehen nicht? Warum?
Aber ein zunächst übermächtiger oder schlicht unbekannter Feind, über den man erst was rausfinden bzw. ein geeignetes Gegenmittel finden muss, am besten unter Zeitdruck (sonst stirbt noch ne Miezekatze^^) hat doch durchaus schönes Horrorpotenzial.
- ein langer Ermittlungsweg (mit wenig Weichen/Abzweigungen)#
- fischige/zweifelhafte oder betrügerische Auftraggeber
- mehr als 1 DIN A4 Seite Hintergrund
- wenig Kämpfe
- viel reine Atmosphäreszenen, aberwitzige Details (müssen nicht blutig sein)
- geheimnisvolle, plotimmune und betrügerische, übermächtige NSCs
- urbaner Schauplatz
Die Charaktere, ein paar ganze normale Leute, überleben einen Autounfall, bei dem sie eigentlich hätten sterben sollen. Andere Überlebende sterben durch gräßliche Zufälle, die Charaktere kriegen es mit und haben Angst.
Sie beschließen, zusammen zu bleiben und alles zu tun, um Unfälle auszuschließen. Also wollen sie mit der U-Bahn fahren. Alle steigen ein, bis auf einen Charakter, vor dessen Nase die Tür plötzlich zugeht. Und dann steht er da, an dem U-Bahnsteig und gerät mehr und mehr in Panik, als er sich überlegt, was ihn jetzt alles umbringen könnte...
Das war cool, und es gut funktioniert - weil sich die Spieler eben auf die Angst der Charaktere eingelassen haben.
Eine andere Geschichte war eine Ars-Magica-Gruppe, die durch eine verlassene Schlucht reist und dabei auf einen Geist trifft, ein kleines Mädchen, das immer mit dem Nebel kommt. Ich weiß nicht mehr, warum genau, aber das war fürchterlich gruselig. Aber auch da haben wir unseren Charakteren die Angst nachgefühlt.
Tja, wie Du schon sagst, wenn die Gruppe mitspielt - bei unseren war es scon immer vergebliche Liebesmüh', der Mehrheit auch nur die Idee, 'Menschlichkeit' als Wert zu sehen, nahezubringen.
Es hat primär etwa mit Ängsten (=Gefühlen) zu tun. Und das ist dann auch für mich die Schnittmenge: Geht es darum, dass die Figuren intensive Gefühle erleben (Angst, Liebe, Neid etc.), haben wir eine Schnittmenge der Emotionen.
[U-Bahn Situation]Damit stehst du wohl eher allein dar.
Das sind 2 Situationen die ich in keiner Weise mit Horror verbinde.
Auch hier müßte man "Menschlichkeit" wohl erst mal definieren und ich kann die Mehrheit deiner Gruppe durchaus verstehen.Als Menschlichkeit wird in der (o)WoD ein Wert beschrieben der angibt wie weit der Charakter noch dazu in der Lage ist ethische / moralische Vorgaben zu erfassen welche den Menschen zu eigen sind, bzw. welche den Menschen vom Tier trennen.
Ähm selbst wenn der Charakter "Ängste" erlebt, habe ich doch als Spieler keine Angst ...oOUmgekehrt wird der Schuh draus.
ZitatÄhm selbst wenn der Charakter "Ängste" erlebt, habe ich doch als Spieler keine Angst ...oOUmgekehrt wird der Schuh draus.
Der Charakter muß keine "Angst" [Nin hatte mehr als eine Emotion aufgeführt, daher die Anführungszeichen] erleben, damit der Spieler (starke) Emotionen empfindet.
@tümpelritter
#
Auch hier, so etwas kommt doch bei einem durchschnittlichen Shadowrun-Abenteuer vor und das ohne Horror-Label ?!
Die andere zentrale Definitionsmöglichkeit (von der ich so ein bisschen ausgegangen bin) ist anscheinend das Vorkommen tradierter Horrorelemente im Setting. Darum wurde/wird wohl die WoD von manchen Leuten als Horrorsetting wahrgenommen. Die Grenze dieser Definition scheint zu sein, dass Horrorelemente (z.B. Werwölfe, Dämonen) in fast allen Fantasysystemen vorkommen, ohne besonders gruselig zu sein.Diese übernatürlichen Elemente braucht es eigentlich gar nicht, es braucht nur etwas erschreckendes. Ein völlig mundaner Serienmörder zum Beispiel, eine Gruppe von Leuten, die auf den Straßen von London leben während der White Chapel Morde könnte ein prima Horrorabenteuer abgeben, oder die Konfrontation mit ansteckenden Krankheiten oder Auswirkungen von Strahlung. Wichtig ist es nur Ängste zu triggern, die übernatürlichen Wesen, die man sofort mit Horror assoziiert, sind nur Verkörperungen spezieller Ängste und besonders mächtige dazu, dadurch fällt es leichter bestimmte Ängste anzusprechen.
Damit stehst du wohl eher allein dar.
Immerhin kommt eine solche, vergleichbare U-Bahn Szene tatsächlich in einem der Final Destination Filme vor.
Als Menschlichkeit wird in der (o)WoD ein Wert beschrieben der angibt wie weit der Charakter noch dazu in der Lage ist ethische / moralische Vorgaben zu erfassen welche den Menschen zu eigen sind, bzw. welche den Menschen vom Tier trennen.
Die Definition findet sich darüber hinaus im Grundregelwerk.
Ich fände es mindest befremdlich, wenn die Spieler bei VtM dies nicht verstanden hätten.
Umgekehrt wird der Schuh draus.
Der Charakter muß keine "Angst" [Nin hatte mehr als eine Emotion aufgeführt, daher die Anführungszeichen] erleben, damit der Spieler (starke) Emotionen empfindet.
Beispielsweise bin ich beim ansehen von "The Butterfly Effect" in einer Szene, ich weiß nicht mehr genau welcher, derart erschreckt das ich mit einem kleinen Schrei senkrecht aus dem Sessel gefahren bin. [Was mit bis dahin noch nicht im Kino passiert war, und seitdem nicht wieder] Auch wenn die Erinnerung an die Szene wage sind, bin ich mir absolut sicher das die Hauptfigur nicht Ansatzweise so erschrocken war wie ich.
Manche Leute gruseln sich aber einfach nicht gerne und sowieso nur selten, da kann ein Horrorabenteuer selbst mit der besten Atmosphäre und den tollsten Mitspielern nicht viel ausrichten.
Erwischt, für mich ist allein der Gedanke an eine Shadowrun-Runde blanker Horror, der nur noch von der Angst vor DSA und dem Spiel-dessen-Name-nicht-genannt-wird übertroffen wird. Wink
Allgemein:
Ich finde die Beobachtung/These interessant, dass Horror mit anderen Genres zusammenpasse oder vielmehr andere Genres zur Unterfütterung brauche. Anscheinend kann man Horror zentral durch eine bestimmte Stimmung unter den Spielern (Angst bzw. Grusel) definieren, die mit fast jedem Genre/Rollenspiel erreicht werden kann (außer vielleicht Toons?). Um diesen Horror zu erreichen, müssen sich die Spieler darauf einlassen wollen.
Also ich finde ja das Thema ethisch/moralische Vorgaben als Maßstab von Menschlichkeit sowohl in real als auch in RPG´s immer so eine Sache.Gluecklicherweise ist das RPG nicht real, weshalb man der Simplifizierung einfach folgen kann. ^^
Es gibt eben Menschen die kann man mit so nem Zeug wie Filme und Co nicht schocken. Ich kenne da z.b. einen der zieht sich am laufenden Band Splatter-Filme rein der würde sich bei ner RPG Horror Szene königlich amüsieren und Spass haben.Nun, es gibt jedoch Gruppen von Menschen die das gleiche entsprechend "ansprechend" finden.
Das trifft denke ich ganz gut. Einzig sehe ich das Thema "einlassen" eher skeptisch.Es brauch Beides. Die Spieler müssen für den Horror empfänglich sein und sie müssen sich drauf einlassen.
Ich würde eher sagen das nicht alle Menschen für die gleichen Dinge empfänglich sind.
Also bisher habe ich noch nix an gruseligem Splatter gesehen, das nicht ohne das Gesplatter auch gruselig gewesen wäre.Ja... und?
Ja... und?Mein Widerspruch ist, das der Splatter nichts mit dem Gruseleffekt zu tun hat, und etwas anderes dafür verantwortlich ist, das eben auch ohne Splatter funktionieren würde. Zumindest bei mir verursacht der Splatter eher Ekel, die bereits erwähnten Monstergedärme würden mich wohl dazu bringen mir die Seele aus dem Leib zu kotzen wenn ich da durch waten müsste, aber keine Angst auslösen, die Monster dagegen würden mir auch dann eine Heidenangst einjagen wenn sie weder bluten noch Gedärme verteilen würden, ergo der Splatter hat für mich keinen Horroreffekt.
Vash hatte geschrieben, dass die reine Darstellung des Splatters nicht reicht. Wo ist da Dein Widerspruch?
Wer Vampire oder Werwölfe spielt, der will sich nicht gruseln, der will als SC rocken. Ansonsten könnte man auch bei einem schwächlichen Menschen bleiben, ohne Cool Powers und mit Taschenlampe
Mein Widerspruch ist, das der Splatter nichts mit dem Gruseleffekt zu tun hat, und etwas anderes dafür verantwortlich ist, das eben auch ohne Splatter funktionieren würde. Zumindest bei mir verursacht der Splatter eher Ekel, die bereits erwähnten Monstergedärme würden mich wohl dazu bringen mir die Seele aus dem Leib zu kotzen wenn ich da durch waten müsste, aber keine Angst auslösen, die Monster dagegen würden mir auch dann eine Heidenangst einjagen wenn sie weder bluten noch Gedärme verteilen würden, ergo der Splatter hat für mich keinen Horroreffekt.Ja.
Ja.Du vergisst ganz, dass bei SaWo die Monster definitiv Angst einjagen können, weil:
In einem Savage World-Abenteuer würden Dir als Spieler die Monster keine Angst einjagen.
1. Zombie-Survival-Horror (http://www.youtube.com/watch?v=lwdCBJ92UQ0)Naja, das wäre dann eher ein Orc-Survival-Horror.
Ehrlich gesagt ist das, bis auf die Kulissen und die Farbtupfer, für mich nichts anderes als "Orcs haben euer Dorf geplündert und besetzt, ihr und ein paar andere leben noch, wie kommt ihr 'raus?". Also ein klassisches Fantasyszenario.
Das Dorf wurde von Orks/Zombies/Konquistadoren besetzt.Ich finde die Zombies machen hier einen wesentlichen Unterschied, Orks und Konquistadoren bringen die Dorfbewohner vielleicht um, die Orks mögen sie gar essen, aber Zombies verwandeln sie in Ihresgleichen. Dadurch wiegt quasi jeder gefallene doppelt, weil aus ihm ja wieder ein Zombie wird, und in einer übersichtlichen Gemeinde wird man irgendwann zwangsläufig von den schwankenden Kadavern eigener Freunde oder Familienmitglieder attackiert, was nochmal eine ganz andere Horrorkomponente darstellt. Letzteres kann auch problemlos den Elitetruppen passieren, was ja auch in den einschlägigen Filmen immer wieder vorkommt, die gefallenen Kameraden greifen die überlebenden Soldaten an.
Die Zeichnungen von Thomas Ott empfinde ich beiweilen durchaus als Splatter - und auch deswegen durchaus als gruselig bzw. grausig.
Was als Effekt ohne den Splatter Aspekt der entsprechendenen Bilder nicht generiert wird. [Auch wenn er verstoerende Bilder hat die ohne Splatter auskommen]
@ "Wieso will man das spielen?"
Horror ist Selbstreflexion. Während des Spiels treffe ich spontane Entscheidungen und kann durch das Spiel mit Anderen über ihre Bedeutung kommunizieren. IdR beantwortet das Spiel keine Fragen, wirft dafür aber sehr interessante auf über die ich anschließend nachdenken kann. Horror spricht dabei stets die Grundlagen der individuellen Persönlichkeit an: Das, vor dem wir uns fürchten, und das, auf das wir vertrauen.
Der Erfolg entscheidet sich natürlich an der Präsentation: Erst wenn sich die Spieler angespannt sind, sind ihre Gedanken für die Angst offen.
Natürlich sind die wichtigsten Methoden Sicherungen: Der SL muss wissen, welche Themen erlaubt sind und wie viel Druck die Spieler vertragen. Außerdem sollte bei schwerkalibrigem Horror immer ein Safeword vereinbart werden, falls es einem Spieler doch zu viel wird. Die Gruppe sollte wissen, wie sie bei Panikattacken o.Ä. helfen kann und wie man erkennt, wann ein Mitspieler nervlich am Ende ist. Nach dem Spiel sollte immer eine Besprechung stattfinden, damit die Gruppe wieder in die Realität zurückfindet.
Auch wenn selten mal jemand beim Rollenspiel kollabiert: Man kann nie wissen, welche Ängste ein Mensch (aus gutem Grund) verdrängt. Selbst bei einer eingespielten Truppe kann das vorkommen und ist auch schon oft genug passiert.
Unterschätzt das Risiko nicht: Rollenspiel wird schließlich auch in der Psychotherapie als Werkzeug eingesetzt und kann, falsch eingesetzt, beträchtlichen psychischen Schaden anrichten.
Ich kenne (aus fremden Runden) Leute, die beim Horrorrollenspiel in Tränen ausgebrochen sind, sich vor Angst übergeben mussten oder monatelang unter Schlafstörungen litten.
Ich finde die Zombies machen hier einen wesentlichen Unterschied, Orks und Konquistadoren bringen die Dorfbewohner vielleicht um, die Orks mögen sie gar essen, aber Zombies verwandeln sie in Ihresgleichen. Dadurch wiegt quasi jeder gefallene doppelt, weil aus ihm ja wieder ein Zombie wird, und in einer übersichtlichen Gemeinde wird man irgendwann zwangsläufig von den schwankenden Kadavern eigener Freunde oder Familienmitglieder attackiert, was nochmal eine ganz andere Horrorkomponente darstellt. Letzteres kann auch problemlos den Elitetruppen passieren, was ja auch in den einschlägigen Filmen immer wieder vorkommt, die gefallenen Kameraden greifen die überlebenden Soldaten an.
Du vergisst ganz, dass bei SaWo die Monster definitiv Angst einjagen können, weil:Klar.
1.) Die Spieler die Werte nicht kennen müssen, und
2.) Kein Balancinggedanke herrscht
3.) Das System bestenfalls eine trügerische Sicherheit erzeugt
und
4.) Munitionsknappheit vs. Zombieanzahl trotzdem bestehen bleibt.
Warum wird hier zwischen Horror (Insert your favorite definition) und Urban Fantasy (Fantasy inne Stadt. nich unbedingt jetzt) unterteilt? Ganz ehrlich: Wo. Ist. Die. Verbindung? Borribles sind Urban Fantasy, MFG.Nicht nur Borribles, auch Dracula, Frankenstein und ein Großteil der Literatur von Edgar Allen Poe würde ich nicht nur zum Horror sondern auch zur Urban Fantasy zählen. Ähnliches gilt für die Romane von Stephen King.
Es gibt eine Definition des Phantastischen (schlag mich tot von wem), in der sich das Phantastische als übergeordnetes Motiv 3 Genres zuordnet: Fantasy, Science Fiction und Horror.Es gibt die Definition hinsichtlich der Horrorliteratur (http://de.wikipedia.org/wiki/Horrorliteratur) aus der folgt das es gegebenfalls eine schwache Abgrenzung gegenueber der Science Fiction gibt, jedoch keine sinnvolle gegenueber der Phantastik.
Die beiden sind also nicht dasselbe und arbeiten auch unterschiedlich. Bei Horror geht es um eine Art Gefühl, eine Tropensammlung und eine Zielsetzung beim Autor, bei Urban Fantasy einfach nur um die Frage: Was für ein Setting haben wir...Ich glaube nicht das sie sich durch Tropen oder Zielsetzung unterscheiden.
Es gibt die Definition hinsichtlich der Horrorliteratur (http://de.wikipedia.org/wiki/Horrorliteratur) aus der folgt das es gegebenfalls eine schwache Abgrenzung gegenueber der Science Fiction gibt, jedoch keine sinnvolle gegenueber der Phantastik.
Tatsaechlich lassen sich, m.E. gut 80% der dort erwaehnten Literatur der Urban Fantasy zu ordnen.Also, ich käme beim ersten Überfliegen nicht auf so einen hohen Prozentsatz, glaube ich. Das sind aber wieder Definitionsfragen. Gehe ich von meiner Definition oben aus, ist der große Unterschied zwischen Fantasy und Horror/dem Schauerlichen, dass die Protagonisten, so denn übernatürliche/mythische Elemente in der spezifischen Erzählung vorkommen, diese akzeptieren oder eben nicht. In einer Fantasy-Welt, werden die Fantasyelemente von den Protagonisten als alltäglich wahrgenommen und als Teile ihrer Welt akzeptiert - in Horrorgeschichten als Störfaktoren im eigenen Weltbild wahrgenommen. Das trifft natürlich nur auf die Extreme zu und klar gibt es Urban Fantasy-Geschichten, in denen Horror vorkommt. Aber auch dann speist sich der Horror aus dem Gefühl der Protagonisten, "dass etwas nicht sein kann" oder "etwas nicht so ablaufen dürfte", etc. Stichwort: Wehrlosigkeit und Unsicherheit. Bei vielen auf der Wiki-Seite vorkommenden Werken würde ich daher spontan sagen, dass sie keine (Urban) Fantasy sind, weil die Protagonisten daran zweifeln, dass sie in ihre Welt gehören und sie als Fremdkörper wahrnehmen. "Die Fliege", "Die Vögel", "Der weiße Hai", "Call of Cthulhu", "Der Blob" oder "Dracula" ist an sich keine Urban Fantasy, weil die Protagonisten (im letzten Fall beispielsweise Jonathan Harker) einfach diese Dinge nicht als alltäglich wahrnehmen und bis zum Schluss ihre Existenz nicht voll durchschaut oder durchdrungen haben. Bei "Buffy" hingegen, was definitiv Urban Fantasy ist, wird die Tatsache, dass es eine Jägerin gibt und Vampire und Dämonen, niemals ernstlich in Frage gestellt, sondern ist im Kreise der Protagonisten allgemein akzeptiert. In "Dracula" herrscht allerdings die Unsicherheit vor dem Grafen vor und die Protagonisten müssen erst (durch Van Hellsing) aufgeklärt werden. Logisch, wir reden hier von Genres und da gibt es viele Grenzfälle, aber ich glaube nicht, dass man so gut wie allem das Urban Fantasy-Etikett (meint: Contemporary Fantasy-Etikett) aufpropfen kann, nur weil zufällig ein paar Vampire drin vorkommen. "30 Days of Night" ist keine Urban Fantasy. Das ist einfach nur Horror mit Fantasy-Elementen.
Ich glaube nicht das sie sich durch Tropen oder Zielsetzung unterscheiden.
Tatsaechlich wuerde ich behaupten das gut 90% der Comics die ich besitze, welche ich zu Urban Fantasy zaehlen wuerde, zu gleich auch zur Horrorliteratur zu zaehlen waeren. Nun und das der Anteil, auf das Gesamtwerk an Literatur im Urban Fantasy Bereich betrachtet, kaum unter 70% fallen duerfte.
Ich lese diesen Thread mit einer gewissen Faszination. Keiner guten. Ich hätte dann mal die erste Frage:
Warum wird hier zwischen Horror (Insert your favorite definition) und Urban Fantasy (Fantasy inne Stadt. nich unbedingt jetzt) unterteilt? Ganz ehrlich: Wo. Ist. Die. Verbindung? Borribles sind Urban Fantasy, MFG.
Vorsicht: Phantastik ungleich Fantasy.
In einer Fantasy-Welt, werden die Fantasyelemente von den Protagonisten als alltäglich wahrgenommen und als Teile ihrer Welt akzeptiert - in Horrorgeschichten als Störfaktoren im eigenen Weltbild wahrgenommen.Die Sichtweise teile ich nicht.
Bei "Buffy" hingegen, was definitiv Urban Fantasy ist, wird die Tatsache, dass es eine Jägerin gibt und Vampire und Dämonen, niemals ernstlich in Frage gestellt, sondern ist im Kreise der Protagonisten allgemein akzeptiert.
"30 Days of Night" ist keine Urban Fantasy. Das ist einfach nur Horror mit Fantasy-Elementen.Imho ist es sowohl Urban Fantasy als auch Horror.
Ich lese diesen Thread mit einer gewissen Faszination. Keiner guten. Ich hätte dann mal die erste Frage:
Warum wird hier zwischen Horror (Insert your favorite definition) und Urban Fantasy (Fantasy inne Stadt. nich unbedingt jetzt) unterteilt? Ganz ehrlich: Wo. Ist. Die. Verbindung? Borribles sind Urban Fantasy, MFG.
[die endlos vielen "Protagonistin liebt Vampir"-Romane.]Naja da koennte man entgegen halten das:
Trotzdem sind es - meiner Meinung nach - keine "Horrorromane", weil die 1) Literatur nicht darauf angelegt ist, den Leser in eine furchtsame Stimmung zu versetzen, 2) die (weiblichen) Hauptprotagonisten oft nicht hilflos (wie im klassischen Horror) sind und 3) das Übernatürliche nicht (wie im klassischen Horror) unerwartet und unerklärlicherweise in die geordnete Welt der Protagonisten hineinbricht.
Du beziehst dich immer auf die benutzen Stilmittel, nicht auf das angestrebte Ergebnis. Es ist doch letztendlich egal ob z.B. Vampire irgendwo vorkommen oder wie die Protagonisten porträtiert sind, es zählt nur ob beim Endergebnis Grusel und Horror aufkommen. Bei Blair Witch hat das damals ganz gut geklappt, bei Buffy futter ich Nachos mit Käsesauce und amüsiere mich.Tja, ich kann bis heute nicht nachvollziehen was gerade am ersten Blair Witch Teil dran sein soll.
Aus der Perspektive der Literaturgattungen hat man Phantastik sowie Horror.
Werke wie Alice im Wunderland, die eher in der Phantastik beziehungsweise der Fantasy verordnet sind, recht sicher jedoch nicht im Bereich der Horrorliteratur, leben Primaer davon das die phantastischen Elemente als nicht allttaeglich wahrgenommen werden.
Auch Werke wie Neverwhere [Gaiman] leben davon das der Protagonist mit nicht alltaeglichen, einem Stueckweit inakzeptablen, Sachverhalten [Wesen, Kulturmustern] konfrontriert wird.
Das heisst der Konfrontation aus der bekannten Urbanen Umgebung und nicht alltaeglichen / phantastischen Dingen.
Sozusagen einem "Sense of Wonder", der recht schnell in eine Art "Sense of Horror" umschlaegt.
Auch bei "Buffy" gibt es den Konflikt das die Hauptfigur erstmal mit dem phantastischen konfrontriert wird.
Das sich dort Daemonen gegenueber dem normalen Ablauf der Welt quasi "verstecken" bzw. fuer normale Menschen nicht alltaeglich sind. Nun und im Laufe der Serien wird die Protagonistin durchaus gezwungen ihre Kenntnisse bzgl. Vampiren und das was man ihr ueber das Jaeger dasein bei bringt in Frage zu stellen.
Wobei dann auch noch bei Buffy nun "Horror" aus einem nicht-phantastischen Umstand gezogen wird. [Tod der Mutter]
Um dann das gleiche Spiel nochmal mit phantastischen zu wuerzen. [Beinahe-Wiederbelebung der Mutter]
Imho ist es sowohl Urban Fantasy als auch Horror.
Naja da koennte man entgegen halten das:
1) Das ganze schon oftmals auf (Teenage)-Angst hinaus laeuft
2) Die Protagonistin gegenueber ihrem vampirischen Partner oftmals als unterlegen dargestellt wird [Bella, Sookie, Elena]
3) Das Uebernatuerliche idR unerwartet und unerklaerlich [wie die erste Liebe - was teilweise tatsaechlich der Fall ist] in die Welt der Protagonistin bricht.
@Teylen:
Du beziehst dich immer auf die benutzen Stilmittel, nicht auf das angestrebte Ergebnis. Es ist doch letztendlich egal ob z.B. Vampire irgendwo vorkommen oder wie die Protagonisten porträtiert sind, es zählt nur ob beim Endergebnis Grusel und Horror aufkommen. Bei Blair Witch hat das damals ganz gut geklappt, bei Buffy futter ich Nachos mit Käsesauce und amüsiere mich.
Naja, Buffy hat Schwierigkeiten damit, "wie es ist, die Jägerin zu sein" aber nicht damit "dass es die Jägerin gibt". Selbiges gilt für Vampire. Ja, stimmt, sie merkt schon, dass nicht alle Vampire böse sind... aber sie stellt nie in Frage, dass es Vampire sind. Das Übernatürliche ist alltäglich, was sogar soweit geht, dass sich weder Medien noch Regierung an den seltsamen Vorgängen in Sunnydale zu stören scheint - ach, eine 50-Meter-Kobra; nichts Neues unter der Sonne? Buffy zweifelt nie daran, dass es das Übernatürliche gibt (noch nicht einmal in Episode 1, glaube ich). Sie zweifelt höchstens daran, wie sie damit umgesehen soll. Es gibt überhaupt nur eine einzige Folge, in der das Übernatürliche in Frage gestellt wird (Buffy im Irrenhaus) und die zählt eigentlich nicht...
1) [..]Ich wollte mich mit der Wiederlegung strikt auf das Genre der "Vampirromanzen" beziehen.
2) [..]
3) [..]
Ich bin z.B. der Meinung, dass Horror-Ermittlungsabenteuer das Charakterspiel behindern - so wie es Ermittlungsabenteuer eben tun.Ich verstehe nicht in wie weit Ermittlungsabenteuer das Charakterspiel behindern.
2. Die Unterscheidung "Spieler hat Angst" und "Charakter hat Angst"Imho kann man sogar in drei Aspekte unterscheiden:
Kann das bedeuten, dass Horrorrollenspiele sich durch eine Spielmechanik auszeichnen, die den Charakter teilweise der Kontrolle des Spielers entzieht (Beispiele außer WHFRPG: Vampire/Werwolf - Frenzy u. evtl. Humanity; CoC - Sanity-Verlust)?Ich wuerde eher behaupten das es sich durch die Art der Konfrontration auszeichnet.
...Wohingegen ich bei Blair Witch I Probleme habe nachzuvollziehen wo auch der Horror [bzw. Stelle zum gruseln] theorethisch liegen sollte. ...
Was schlicht daran liegt das ich mich beiden Begriffe ueber die deutschen Begriffe der Horrorliteratur bzw. der Phantastik naehre.Ich mache nichts anderes... nur hat "Fantasy" (egal ob Urban oder sonstwas) einfach keine deutsche Entsprechung als Begriff, der genau das bezeichnet, was es ist. "Phantastik" ist als deutscher Begriff viel älter und bezog sich (mal von Todorov abgesehen) primär tatsächlich auf alle Werke, bei denen Irreales in die Narration eingearbeitet wurde. Da zwischen Horror, Fantasy und SciFi zu differenzieren (und nicht nur zwischen ihnen), ist den Werken geschuldet, die diese Genres herauskristallisiert haben.
Dort nun "Fantasy" dazwischen zu schieben, behagt mir nicht. Zumal ich den Bereich der klassischerweise mit "Fantasy" [ohne Urban oder Horror] bezeichnet wird, in der Regel eher meide.Niemand schiebt dazwischen... wir "subsumieren unter". Und wir machen das auch nicht "nun", sondern das ist in der Literaturwissenschaft seit Jahrzehnten ein Theorem, was schon eine beachtliche Anhängerschaft hat und auch griffig genug ist, um damit zu arbeiten. Daher: Fantasy
Ich finde es zudem nicht zielfuehrend Werke wie Alice im Wunderland, Neverwhere, und mit letzteren ein weiterer grosser Komplex um das was Gaiman schuf, in eine Art zwischenraum der "Undefiniertheit" zu schieben.
In Bezug auf Buffy hatte ich die Serie dergestalt verstanden das die normale Welt die Existenz von Vampiren, Daemonen mit all deren Skurillitaeten, selbst im Angesicht handfester Beweise, konsequent verneint. Schliesslich hat Buffy es bis, iirc, zur vierten Season es geschafft ihre Mutter in Unwissenheit ueber ihre Berufung, sowie die allgemeine Bedrohung durch uebernatuerliches, zu lassen. Da schlaengelt eine 50-Meter lange Riesen-Kobra ueber die Strasse? Verdammt, da waren wohl Halluzinogene im Wasser.
Ich denke jedoch das es hilft wenn man einen Werte technischen Indikator die Psyche des Chars betreffend hat.
Hinsichtlich der Definition von Urban Fantasy sowie Horror glaube ich nicht das wir auf einen Punkt kommen.
Ich finde es zudem nicht zielfuehrend Werke wie Alice im Wunderland, Neverwhere, und mit letzteren ein weiterer grosser Komplex um das was Gaiman schuf, in eine Art zwischenraum der "Undefiniertheit" zu schieben.
In Bezug auf Buffy hatte ich die Serie dergestalt verstanden das die normale Welt die Existenz von Vampiren, Daemonen mit all deren Skurillitaeten, selbst im Angesicht handfester Beweise, konsequent verneint.
Ich wollte mich mit der Wiederlegung strikt auf das Genre der "Vampirromanzen" beziehen.
Daher auch der Veweis zu Vampire Diaries, Twilight sowie True Blood und die Auslassung von Buffy.
Ich verstehe nicht in wie weit Ermittlungsabenteuer das Charakterspiel behindern.
Schliesslich kann man sich entscheiden, die Ermittlung an der Charakterdarstellung, anstelle des effizientesten Vorgehen / Loesung zu orientieren.
Imho kann man sogar in drei Aspekte unterscheiden:
) Der Spieler erfaehrt das Spiel aehnliches einer Horrorgeschichte und fuerchtet / gruselt / ekelt sich.
) Der Charakter erfaehrt in der Spielsituation eine Verhaeltnismaessigkeit auf Basis der sich der Spieler entscheidet das der Charakter nun traumatisiert ist. [Per Immersion kann man sich ggf. etwas pers. Horror abschoepfen]
) Das System stellt eine Verfalls-Moeglichkeit oder Charakter Aenderung dar
Abhaengig von der Umsetzung ist es nicht zwingend..
... das Spieler Horror empfindet [Wenn z.B. das System als fair betrachtet wird oder die Entwicklung fasziniert]
... das die Figur Horror empfindet [Ein Vampire der degeneriert verliert eben diese Faehigkeit]
Den Kontrollverlust hat man im Rahmen von Verletzungen im Gewissen Sinne auch bei anderen Systemen.
Ich denke jedoch das es hilft wenn man einen Werte technischen Indikator die Psyche des Chars betreffend hat.
Interessanter Punkt. Wenn der Kontrollverlust auch in Systemen für nicht-Horror-Settings auftaucht, wäre er kein Alleinstellungsmal mehr. Was Wunden und körperliche Gebrechen angeht, kann ich das bestätigen, das gibts in 1000 Fantasyregelwerken (oder zumindest vielen, die ich kenne ;D). Den Verlust emotionaler oder mentaler Stabilität kenne ich aber wirklich nur von Systemen, die Settings mit einem Anspruch von "Horrorhaftigkeit" bespielbar machen wollen (ok, viele davon kenne ich mangelsn Interesse am Horror nicht oder nur von kurzen Berührungen oder sogar nur vom Hörensagen).
Welches System kennt sowas aus der (horrorfreien) Fantasy, Swashbuckling, Pulp, Western oder Sci-Fi?
Ermittlungsabenteuer, bei denen es im Mittelpunkt steht, dass die Charaktere einen Zusammenhang zwischen (hoffentlich unheimlichen) Ereignissen aufklären, und Entscheidungsabenteuer, in denen die Charaktere versuchen, individuelle Ziele oder Gruppenziele in einer schwierigen Situation zu verwirklichen.Das ist doch gerade bei Dresden Files komplett vermischt, Harry steht immer wieder vor Entscheidungen wie zB. seine Patentante um Hilfe zu bitten, oder die Gesetze und Gepflogenheiten des Weißen Rates mal kreativ auszulegen usw. und das normalerweise in direktem Zusammenhang mit seinen Ermittlungen, weil er sonst nicht an die Informationen rankommt oder alleine eine Herausforderung nicht bewältigen könnte.
Das ist doch gerade bei Dresden Files komplett vermischt, Harry steht immer wieder vor Entscheidungen wie zB. seine Patentante um Hilfe zu bitten, oder die Gesetze und Gepflogenheiten des Weißen Rates mal kreativ auszulegen usw. und das normalerweise in direktem Zusammenhang mit seinen Ermittlungen, weil er sonst nicht an die Informationen rankommt oder alleine eine Herausforderung nicht bewältigen könnte.
Im Prinzip geht das doch überall, man muss nur die zu ermittelnden Sachen mit den Charakteren verknüpfen. Also nicht eine Mordserie an irgendwelchen Leuten mit Merkmal X weil man dafür bezahlt wird, sondern um einen bedrohten Freund zu retten, oder weil man der einzige ist, der eine Chance hat die wahren Täter zu ergreifen, dabei dann immer wieder die Fragen aufwerfen wie weit man bereit ist zu gehen oder welche wie die Rangfolge der eigenen Werte aussieht. Das ist doch ansich unabhängig vom Spiel, das ist eine Frage des Charakter und Kampagnendesigns.
Aber das wird langsam doch etwas OT.
Ich dachte hier geht es um Horrorrpgs und nicht um optimale Gestaltung von Ermittlungsszenarios.
Welche Szenarienn fallen dir denn sonst so ein? Bei mir wären es drei: 1) Investigativer Horror 2) Survival Horror 3) Zehn Kleine Negerlein.
Bei 2 und 3 wäre die Sterberate sinngemäß sehr hoch, also gerade mal One-Shot geeignet, nur aus 1 könnte man was langwierigeres machen.
Ich glaube du machst den Fehler, anzunehmen, dass Rollenspiel auf eine bestimmte Art gespielt werden muss, um solches zu sein, nämlich als RollenSPIEL. Es gibt aber auch viele Menschen, die spielen es als ROLLENspiel.
Ich würde Sephirons Idee, dass es bei Horrorrollenspiel eher um die Ängste der Spieler als die der SCs geht und die SCs nur ein Avatar sind, um diese Ängste zu erfahren, voll zustimmen. Also man nimmt Abstand zum Geschehen, will sich aber gruseln.
Und das klappt nur, indem man Schutzmechanismen fahren lässt und sich direkt mit eigenen Ängsten konfrontiert. Bei Computerspielen ist es doch ähnlich: Wenn ich ein krasses Horrorgame wie etwa "Silent Hill" zocke, bin ich auch nicht direkt beteiligt: Die Figur auf dem Bildschirm bin nicht ich und das weiß ich in jeder Sekunde des Spielvorgangs - eigentlich. Uneigentlich bin ich aber bereit, mich mit ihr zu identifizieren (dass ich die Kontrolle über sie habe, tut etwas dazu) und anzunehmen, dass ihre Ängste die meinen sind und meine die ihren.
Worauf ich hinaus will: Natürlich funktioniert Horror bei dir nicht. Na klar gruselst du dich beim RollenSPIEL nicht.
Es ist nicht so, dass wir alle, wenn wir Horrorrollenspiel betreiben kein Spiel mehr betreiben würden, aber der Spielaspekt tritt doch eher in den Hintergrund, muss in den Hintergrund treten - denn im Horror akzeptieren wir ja auch Illusionismus und SL-Willkür leichter als in einem Rollenspiel mit starkem Spielaspekt. Ein Spiel bleibt es aber immer noch - obwohl Horror tatsächlich als eine Art interaktive Lagerfeuer-Geistergeschichte funktioniert. Also als One-Shot. So sehe ich es.
Nimm uns also nicht als Sonderlinge wahr, die mit Horrorrollenspielen schon kein Rollenspiel mehr spielen.
Und mach nicht den Fehler anzunehmen, dass die Gruppen, mit denen wir das tun allgemein immer derart selbstreflexiv spielen
Horrorrollenspiel funktioniert, glaube ich, einfach nur so, wenn man einen wirklichen Gruselfaktor erreichen will.
Das würde heißen, dass auch du dich wahrscheinlich gruseln würdest, wenn du dich im Spiel mit den eigenen Ängsten auseinandersetzt und das möglichst intensiv und immersiv tust. Wenn du das nicht willst und dir da der Spielaspekt zu sehr zurückgenommen ist
, dann können wir dir da auch nicht helfen.
Das macht unsere Methode, Horrorrollenspiel zu betreiben, aber nicht falsch oder unmöglich.
Um hier mal weiter zu kommen: Als was siehst du Horror denn?
Ob das etwas mit "Schutzmechanismen" zu tuen hat ist glaube ich schwer zu verifizieren.
Denke das liegt einfach eher wirklich an der Tatsache das es Menschen gibt die immer zwischen Fiktion und Real trennen können und das es Andere bei denen wird diese Grenze (zeitweise) verwischt. Das hat meiner Beobachtung nach viel mit natürlicher "Gabe" zu tuen.
Und das ist imho strange ....sonst wird hier wie irre geplärrt wenn es auch nur im Ansatz um SL-Willkür geht und jetzt sobald da Horror dabei ist dann ist es okay ...?
Ich bin evtl einfach nur zu einfach gestrickt oder zu begrenzt um das zu verstehen
@SL-Willkür & Mechanik
Ich denke, dass sich die zentrale Stellung des SL in Horror-Rollenspielen im Prinzip den selben Grund hat wie auch bei vielen Erzählrunden: Konventionelle Rollenspiel-Regeln stehen da eher im Weg & das überbrückt man am einfachsten halt, indem man sie für den SL aushebelt.
Zwar kann KÄ auch in Dark Fantasy abdriften, aber Horror geht damit definitiv besser als z.B. mit Call of Cthulhu.
Deshalb sind für mich die Location, der SL und ggf. Zusatzelemente wie Musik, passende Beleuchtung etc. unverzichtbar um ein Horror-Rollenspiel zu erleben und "genießen". Auf einer Con kann es auch funktionieren, kommt dann aber vor allem auf die Leistungen des SLs an.
Und mindestens ebenso wichtig: Spieler, die sich darauf einlassen. Ohne die funktioniert gar nix.Auch wahr, die Spieler sollten zumindest eine gewisse Affinität oder Interesse zum Thema Horror haben, da stimme ich dir zu. Hat bei den Runden die ich damals gespielt hatte zum Glück auch gut geklappt.
Auch wahr, die Spieler sollten zumindest eine gewisse Affinität oder Interesse zum Thema Horror haben, da stimme ich dir zu. Hat bei den Runden die ich damals gespielt hatte zum Glück auch gut geklappt.