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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: Teylen am 22.09.2011 | 06:27

Titel: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Teylen am 22.09.2011 | 06:27
Da ich am Wochende in einer Gruppe mit weit mehr als 10 Spielern (mehr als 12 irrc), die sich untereinander zumeist nicht kannten, von denen einige nichtmal das System kannten, an einem Pen&Paper Tisch saß, wollte ich aus Neugier nachfragen ob andere ähnliche Erfahrungen mit vergleichbar großen Gruppen machten und wie sich diese gestalteten.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: 1of3 am 22.09.2011 | 08:14
So viele Leute würde ich nie für eine normale Runde einladen. Wir hatten mal so einen Fall, weil plötzlich Leute, die zwischenzeitlich aufgegeben hatten (mehrjährige Kampagne) doch mal wieder mitspielen wollten und alle gleichzeitig. Selbst da kamen wir aber nur auf 8+SL.

Das war schon ziemlich die Grenze für "normales" Spiel: Gespräche quer über den Tisch werden schwierig, Spotlight lässt sich nicht mehr effektiv ausschöpfen, Kämpfe ziehen sich ewig.  Entsprechend sind dann auch die meisten Wiedereinsteiger nach kurzer Zeit abgesprungen.

Bei über zehn Personen würd ich zwei Runden draus machen. Oder nen Kasten Bier besorgen und wir lassen das mit dem Rollenspiel.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Yehodan ben Dracon am 22.09.2011 | 08:16
Teylen, mich würden eigentlich zunächst Deine Eindrücke des "Megaspiels" interessieren, bevor ich meinen unqualifizierten Quark dazugebe.

Vorab: Meine DSA (nun Wildes Aventurien) Runde besteht aus 6 Spieler/innen und das stresst schon ungemein.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: korknadel am 22.09.2011 | 08:23
Ich bin ab 5 Spielern gestresst. Manchmal auch schon früher, aber das hat dann andere Gründe  ;D
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Chrischie am 22.09.2011 | 08:26
Ich bin ab 5 Spielern gestresst. Manchmal auch schon früher, aber das hat dann andere Gründe  ;D

Dito. Bei fünf Spieler mache ich dicht. Drei bis vier spieler sind mein "Sweetspot".
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Jiba am 22.09.2011 | 08:27
Idealgröße: 3-4
Ab 5: Schwierigkeiten...
Ab 7: Unmöglich!  :o
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: K3rb3r0s am 22.09.2011 | 08:28
Teylen, mich würden eigentlich zunächst Deine Eindrücke des "Megaspiels" interessieren, bevor ich meinen unqualifizierten Quark dazugebe.

Vorab: Meine DSA (nun Wildes Aventurien) Runde besteht aus 6 Spieler/innen und das stresst schon ungemein.

So geht es mir it meiner Ac-Runde, ich schaffe es jetzt schon nicht jedem die Aufmerksamkeit zukommen zu lassen die er/sie (von den sechs Spielern sind tatsächlich vier Frauen) verdient.

Und erst recht da die Gruppe sich ingame kurzzeitig aufgeteilt hat.
Jetzt hat eine Spielerin gefragt ob ihr Freund mitmachen darf aber da habe ich erstmal das Einverständnis der anderen Spieler vorausgesetzt.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Yehodan ben Dracon am 22.09.2011 | 08:37
Jetzt hat eine Spielerin gefragt ob ihr Freund mitmachen darf aber da habe ich erstmal das Einverständnis der anderen Spieler vorausgesetzt.

Leichtes OT: Nein, DU darfst sagen, dass es Dir zu viel wird, denn an DICH werden hier Erwartungen gestellt. Die anderen Spieler werden es im Zweifel durchwinken und Du badest das dann aus?! Sag "Nein" und steh dazu!
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: sir_paul am 22.09.2011 | 08:40
Wir haben mal ne ganze Zeit mit 8-9 Leuten AD&D gespielt, da war ich noch jung und voller Energie. Hat eigentlich Spaß gemacht war aber auch sehr stressig, von gleichmässiger Spotlightverteilung konnte nicht im Mindesten die Rede sein und gerade nicht aktive Spieler haben halt Smalltalk gemacht, gerne auch in einem anderen Raum.

Ach das waren noch Zeiten  :D

@Akuso: Hertha hat Recht, wenn es dir zu viel wird sag direkt nein.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: ChaosAmSpieltisch am 22.09.2011 | 08:57
Ich hab eine Zeitlang mit 6 Spielern gespielt, war mir zu viel, 4 und 5 finde ich ok, alles darüber hinaus geht kaum.

Mein Rekord liegt allerdings bei 11 Spielern, dass war aber auch PP&P auf einer Con Sonntags morgens.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: ArneBab am 22.09.2011 | 09:05
Ich zitiere einfach mal aus einem Artikel, den ich seit ein paar Wochen schreibe:

Als Beispiel, wie es nicht geht, erinnere ich mich gerne an einen Gurps-Kampf mit 8 Spielern. Wir haben erst 2 Stunden lang gewürfelt, um 3 Sekunden Kampf abzuhandeln, dann habe ich erkannt, dass das nicht funktioniert und kurzerhand angeboten, dass wir die Würfel weglassen und ich einfach beschreibe, was passiert. Der Kampf hat dann doch noch (viel) Spaß gemacht. Ihn mit den vollen Regeln auszuspielen wäre schlicht langweilig gewesen, weil damit die meisten von uns den Großteil der Zeit hätten warten müssen. Die Regeln waren also nicht für 9 Beteiligte geeignet.

Wir hatten es dabei zwar geschafft, halbwegs den Überblick zu behalten (mit ein paar Ausnahmen), aber Einzelaktionen dauerten so lange, dass der Kampf die Dauer überschritt, für die Leute am Stück konzentriert mitdenken können.

Um das besser zu machen, also um das System besser nach oben skalieren zu lassen, können Skizzen oder Battlemaps und einfache Initiative-Regeln helfen, die Übersicht zu wahren (wir nutzen in unkritischen Situationen gerne die einfache Regel: „Erst seid ihr dran, dann die Gegner; in der Reihenfolge, in der wir am Tisch sitzen“, oder „einer von euch, dann sein Gegner, dann der nächste von euch“ — komplexeres nur, wenn es uns wirklich wichtig scheint).

Ein weitere Vorteil sind klare Fähigkeiten mit wenigen Modifikatoren oder Standardmodifikatoren (ich nehme gerne „wenn es einen klaren Vorteil gibt: +3“), so dass nicht lange gesucht werden muss, was nun genau gewürfelt werden muss.

Allgemein ist die schnelle Abhandlung der Einzelhandlungen wichtig, so dass die Spieler häufig durchwechseln und alle aktiv sein können (die Wartezeit darf reichen, um den nächsten Schritt zu planen, aber nicht, um sich zu langweilen).

Unabhängig vom Regelwerk kann die SL Schnitttechniken nutzen, um lange, aber unwichtige Handlungen abzukürzen: „ihr klärt die Formalitäten ab. Nach zwei stressigen Stunden kommt ihr endlich aus dem Bürgerbüro. Wollt ihr am Nachmittag noch was wichtiges machen, oder können wir gleich zu den Abendnachrichten springen?“

Außerdem ist alles nützlich, was der SL Arbeit abnimmt, also z.B. eine Co-SL, die Regelfragen klärt oder NSCs übernimmt und auch einfach für einen Teil der Gruppe leiten kann, wenn sich die Charaktere aufteilen.

Genauso gehört es dazu, dass Spielerinnen selbst für kurze Zeit oder auch dauerhaft für sie interessante NSCs führen - vielleicht mit von der SL vorher geklärten (einfachen) Vorgaben.

Im 1w6 versuchen wir Skalierbarkeit nach oben durch schnelle Interaktionen und einfache Regelmechanismen und Modifikatoren zu erreichen - zusammen mit SL-Tipps auf 1w6.org
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Laivindil am 22.09.2011 | 09:15
Ich habe über längere Zeit für 6+ Spieler geleitet, das Maximum waren mal 9. Geht gar nicht gut.
Ich habe mal in einer FATE-Runde mit 10 Spielern gesessen. Geht auch nicht gut.
Mittlerweile haben wir das so geregelt, dass wir 4 Spieler pro Runde zulassen, ein 2. SL steht auf Standby, falls mehr Leute spielen wollen, und wenn die 2. Runde nicht zusammenkommt, spielt SL2 in der 1. Runde mit; 5 Spieler sind für mich das Maximum.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Vanis am 22.09.2011 | 09:27
Ich finde bis zu sechs Spieler noch ok. Bei vier wird richtig intensives Spiel möglich. Derzeit sind wir bis zu neun Spieler in meiner Degenesis-Runde. Das ist schon hart. Das geht eigentlich nur, indem sich die Gruppe öfter mal trennt, damit jeder seine Szene bekommt. Ich sag vorher immer, dass wir das nur gemeinsam hinkriegen, wenn wir diszipliniert rangehen. Soll heißen, die Spieler können ruhig untereinander Dinge ausspielen, sollen dann aber kurz die Runde verlassen und geben mir als SL hinterher eine Rückmeldung, was sie gemacht haben.

Wobei diese Runde bei mir eher die Ausnahme ist. Als offene Runde in einem Verein will ich halt niemanden wegschicken. Die Leute sollen das System kennenlernen.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Dark_Tigger am 22.09.2011 | 09:38
Also ich habe im Moment 6 Spieler in der Gruppe. Meiner Meinung ist das die Obergrenze von dem was ich Leisten kann, an Aufmerksamkeit.
Vor einigen Jahren (damals als wir Angefangen haben mit dem Rollenspielen) unter einem anderen SL waren wir mal 8 Spieler.
Da wurde dann Eiskalt ausgesiebt, weil das nicht Funktionierte.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Chief Sgt. Bradley am 22.09.2011 | 09:39
Ich hatte auch mal 12 Mitspieler auf einer Con. Trotz, dass 2 davon aus meiner damaligen Runde dabei waren und mich unterstützten war es die Hölle. 3-4 maximal 5 ist auch meine Wunschgröße.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: ArneBab am 22.09.2011 | 09:57
Da ich am Wochende in einer Gruppe mit weit mehr als 10 Spielern (mehr als 12 irrc), die sich untereinander zumeist nicht kannten, von denen einige nichtmal das System kannten, an einem Pen&Paper Tisch saß

Wie lief es denn?
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Noshrok Grimskull am 22.09.2011 | 10:02
Unsere regulären Runden sind 2-4 Spieler + SL.
Allerdings habe ich auch schon einmal eine Deadlands-Runde für 8 Spieler geleitet. War zwar etwas stressig, hat aber im Großen und Ganzen gut funktioniert, auch wenn ich mir für Begegnungen immer was ausdenken musste damit es spannend und herausfordernd bleibt (5 der 8 Charaktere hatten einen Arcane Background!).
Letztlich ist die Runde im Sand verlaufen weil es extrem schwierig ist für 9 Leute regelmäßige gemeinsame Spieltermine zu finden. Irgendwer kann IMMER nicht...
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: K3rb3r0s am 22.09.2011 | 10:05
Leichtes OT: Nein, DU darfst sagen, dass es Dir zu viel wird, denn an DICH werden hier Erwartungen gestellt. Die anderen Spieler werden es im Zweifel durchwinken und Du badest das dann aus?! Sag "Nein" und steh dazu!
OT
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Topic
Mir fällt gerade ein dass wir früher mal einen Abend eine DSA-Runde mit acht Helden hatten. Das ging voll in die Hose, die hälfte hat wegen Unaufmerksamkeit den Plot nicht verstanden, zwei Leute haben sich aus Langeweile von der Gruppe getrennt und sind von Piraten gemeuchelt worden und ein eigentlich interessantes Geheimnis blieb unentdeckt.  ::)
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Blizzard am 22.09.2011 | 10:11
Früher waren bei mir 6 Spieler das absolute Maxmimum. Was auch daran lag, dass ich zumindest früher ein SL war, der schlecht "nein" sagen konnte, wenn bei 5 Spielern noch einer ankam...mein Rekord liegt allerdings bei einer 7teSee-Runde auf einem Con, wo ich anfangs vier Spieler hatte. Als es dann losging waren es 5. Dann kam kurze Zeit später noch einer...und schliesslich waren es dann neun(!) Spieler, von denen ich gerade mal zwei kannte. Es war teilweise recht chaotisch, und von der Story haben wir auch nur den Anfang geschafft in den paar Stunden, dann mussten die meisten zu anderen Runden. Seither weiss ich, dass 9 Spieler definitiv zu viel sind.Mittlerweile liegt das Maximum bei mir bei 5 Spielern, und weniger als 3 sollten es auch nicht sein. 6 Spieler lasse ich nur dann zu, wenn ich mindestens die Hälfte der Spieler kenne.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Yehodan ben Dracon am 22.09.2011 | 10:16
OT
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Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: ArneBab am 22.09.2011 | 10:27
Nachdem hier der Tenor so klar ist, dass große Gruppen schlecht sind, möchte ich mal gegenschießen.

Große Gruppen sind aufgrund von Statistischen Zwängen notwendig, wenn wir wollen, dass sich Rollenspiele besser verbreiten können. Die Haltung, nicht mit mehr als 6 Leuten zu spielen, ist eins der großen Probleme von Rollenspielen - und eine Herausforderung an das Rollenspieldesign.

Das ganze habe ich in einem Artikel aufgearbeitet, den ich für Tanelornis gerade vor-veröffentlicht habe. Er ist noch nicht auf der Startseite, ist also so nah an einer exklusiven Vorveröffentlichung, wie man mit frei lizensierten Werken kommen kann:

-> Statistische Zwänge im Rollenspiel- und Kampagnendesign (http://1w6.org/deutsch/gedanken/statistische-zwaenge-im-rollenspiel-und-kampagnendesign)

Fazit: „Um dynamisch wachsende Rollenspielrunden und damit eine bessere Verbreitung von Rollenspielen zu ermöglichen, müssen Rollenspielsystem und Kampagnen mit Runden mit einer SL und 1-6 oder 2-8 Spielerinnen spielbar sein. Außerdem muss jedes Rollenspiel funktionieren, wenn immer mal wieder Spieler fehlen.“

Beachte das 1-6.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: sir_paul am 22.09.2011 | 10:45
Nette Arbeit, nur zwei Anmerkungen:

1) Du verweißt oft auf die Umfrage im :T: und ich bezweifle erstmal das diese representativ ist. Damit würde auch deine Auswertung nicht wirklich allgemeingültig sein.

2) Muss nicht ein System/Kampagne alles unterstützen. Ich könnte mir durchaus vorstellen für kleinere Gruppen ein System zu nutzen und für größere ein entrechend anderes System.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: AcE am 22.09.2011 | 10:50
Offensichtlich gehen hier Statistik und Emprisiche Erfahrungswerte andere Richtungen...

Ich spiele Einzelabenteuer am liebsten mit 3-4, manchmal auch mit 2 Personen. Bei Kampagnen lasse ich auch durchaus manchmal noch einen 5. Spieler zu. Allerdings auch nur mit dem Hintergrundwissen, dass dann 1-2 Spielerausfälle am besten verkraftet werden können.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: dunklerschatten am 22.09.2011 | 11:13
12 finde ich scho recht ordentlich.

Hängt aber auch von de Randbedigungen ab (Spielzeit, Motivation, etc)

In der Regel spiele ich in einer Runde mit 6 Spielern und 1 SL, das passt ganz gut und man kann auch spielen wenn z.b. 2 Spieler verhindert sind.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Ranor am 22.09.2011 | 11:17
Wir haben früher Shadowrun in einer großen Gruppe gespielt, teilweise waren da bis zu 13 Leute vor Ort. Sinnvolles Rollenspiel ist da nicht drin. Spaß hat es damals zwar gemacht, aber heute würde ich mir so etwas nicht mehr antun.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Dimmel am 22.09.2011 | 11:23
Meine DSA-Gruppe war noch vor nicht all zulanger Zeit wirklich gut besucht (jetzt sind es eher ein paar Spieler zu wenig). Allerdings war das meist kein Problem, da niemals alle da waren.

Es kam aber einmal zu einem Mega-Event, ein Zwischenfinale der Kampagne, die Story ging da um ein Rittertunier. Für das Event haben wir ein verlängertes Wochenende eingeplant, als 3 Spieltage und es waren bis zu 9 Teilnehmer (SL inklusive) anwesend. Da wir das aber alles wussten, habe ich schon vorher das Szenario genau darauf hin geplant. Ich habe mich z.B. auf die Grundstory konzentiriert und einzelne Story-Bausteine an die Spieler gegeben, damit sie als Co-SLs eingesetzt werden können.

Wir hatten dann noch 2 Spielzimmer zur Verfügung, die scih direkt gegenüber lagen. Nur zu den zentralen Punkten sind wir in einem Raum gesessen und haben dort die Kern-Story voran getrieben. Ansonsten haben dann immer mehrere Spieler die Co-SL Rolle übernommen und auch ich musste mehrmals nicht leiten und konnte mit meinem Charakter an einzelnen "Side-Quests" teilnehmen.

Das ganze war natürlich etwas chaotisch aber hat richtig viel Spass gemacht. Das ganze Erlebnis verbuche ich unter dem besten die ich im Rollenspiel jemals hatte. Hier waren die vielen Spieler richtig gut, da jede Menge Ideen von diesen eingebracht und umgesetzt wurden.

Fazit: Große Gruppen würde ich nicht generell ausschließen, sie können das Spiel auch bereichern. Allerdings glaube ich, dass sie einer besonderen Vorbereitung bedürfen, die auch genau auf diesen Punkt eingeht.

Gruß Dimmel
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Pyromancer am 22.09.2011 | 11:27
Ich hab neulich in einer Runde mit 10 Mitspielern gespielt. Das geht schon. Es geht sicher nicht mit jedem System, und sicher auch nicht mit jeder Art von Abenteuer, aber es geht. Und macht Spaß! Im Unterschied zur kleinen Runde mit 3-5 Spielern hatte der Einzelne viel mehr Möglichkeiten zum Rollenspiel. Man spielte auch nicht mehr frontal mit dem SL auf der einen und den Spielern auf der anderen Seite, sondern das Spiel zerfiel in interagierende, wechselnde Gruppe, die sich zum Großteil mit sich selbst beschäftigten, planten, sich unterhielten, die weitere Vorgehensweise besprachen und nur zwischendurch mal vom SL "betreut" wurden. Nur bei koordinierten "Großaktionen" waren alle anwesend, bei den Kämpfen z.B. Und Kämpfe gehen ohne Karte und Marker gar nicht, das würde zu chaotisch und unübersichtlich. Leider ist in einer "normalen" Runde der physikalisch vorhandene Platz der begrenzende Faktor. Es passt einfach nur eine bestimmte Anzahl von Spielern an den Tisch.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Sperber am 22.09.2011 | 11:29
Auf Forentreffen erlaube ich durchaus 6 Spieler in meiner Grupppe, einmal waren es sieben, aber das ist auch wirklich das Maximum.

Ich habe einmal in einer L5R-Gruppe mit 9 Spielern + SL gespielt, was bald dazu geführt hat, dass ein Spieler und ich uns vom Plot, Geschehen, ja eigentlich der ganzen Gruppe gelöst haben und uns den Rest der Nacht alleine bespaßten. War ein eindeutiges Zeichen und eine Lektion, dass so große Gruppen nur selten funktionieren.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: sindar am 22.09.2011 | 11:33
Meine Erfahrung: 6+SL geht, wenn man halbwegs vernuenftig zusammenspielt. Das hat auch schon in Gruppen geklappt, in denen wir uns vorher nicht kannten, namentlich meine derzeitige DSA-Gruppe. :D In meiner Schulzeit hat es sich mal ergeben, dass wir zu (ich glaube) neunt waren; wir kannten uns alle recht gut, hatten auch alle schon in verschiedenen Konstellationen zusammen gespielt, das ging trotzdem ganz fuerchterlich schief. Wir haben die Gruppe dann geteilt.
Uebrigens: Mit weniger als vier haben alle Gruppen, in denen ich bisher gespielt habe, mit den vorgesetzten Abenteuern echte Schwierigkeiten bekommen. Das bezieht sich weniger auf Kaempfe, die hat der SL dann schon angepasst, aber es blieb immer eine wichtige Nische unbesetzt.

EDIT: Der Bericht von Dimmel klingt interessant. :) Ich als SL wuerde mir sowas aber nicht zutrauen.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: ArneBab am 22.09.2011 | 11:36
Offensichtlich gehen hier Statistik und Emprisiche Erfahrungswerte andere Richtungen...

Die Statistik sagt nur, dass wir das brauchen, nicht, dass wir das haben :)
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: ArneBab am 22.09.2011 | 11:39
Nette Arbeit, nur zwei Anmerkungen:

1) Du verweißt oft auf die Umfrage im :T: und ich bezweifle erstmal das diese representativ ist. Damit würde auch deine Auswertung nicht wirklich allgemeingültig sein.

Das stimmt - deswegen habe ich auch die Daten für 90% Spielfähigkeit drin (im Seitenquellcode noch viel mehr :) ).

Zitat
2) Muss nicht ein System/Kampagne alles unterstützen. Ich könnte mir durchaus vorstellen für kleinere Gruppen ein System zu nutzen und für größere ein entrechend anderes System.

Das geht, allerdings dann nicht mit einer durchlaufenden Kampagne (kontinuierlich) -> TODO: In Sonderfällen beschreiben, oder im Fazit.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: sir_paul am 22.09.2011 | 11:41
Das geht, allerdings dann nicht mit einer durchlaufenden Kampagne (kontinuierlich) -> TODO: In Sonderfällen beschreiben, oder im Fazit.

Eine Änderung der Regelbasis muss nicht unbedingt zur einer Änderung der Kampagne führen!
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Nin am 22.09.2011 | 11:43
Eine Änderung der Regelbasis muss nicht unbedingt zur einer Änderung der Kampagne führen!

Zumal es ja Baukastensysteme gibt, die mit ihren Grundregeln unterschiedliche Spielweisen abdecken.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Skele-Surtur am 22.09.2011 | 11:45
Einmal SR mit 8 Leuten. Horror. 3-5 + SL ist eine gute Größe. Bei sehr disziplinierten Spielern, die das System kennen auch gerne 6. Aber dann deckel ich das ganze.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Nin am 22.09.2011 | 11:48
Ich kann mir nicht so recht vorstellen, wie in einer großen Gruppe alle ausreichend Platz für z.B. exzessives Charakterspiel haben können und würde deshalb die These aufstellen, dass du in einer großen Gruppe auch nur bestimmte Arten zu spielen realisieren kannst (z.B. strategisches Vorgehen).
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Skele-Surtur am 22.09.2011 | 11:53
Ich kann mir nicht so recht vorstellen, wie in einer großen Gruppe alle ausreichend Platz für z.B. exzessives Charakterspiel haben können
Das geht schon, halt hauptsächlich Charakterspiel zwischen den Spielern. Die zersplittern sich dann halt so ein wenig in Kleingruppen, während der SL den anderen weitermacht.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: ArneBab am 22.09.2011 | 12:07
Eine Änderung der Regelbasis muss nicht unbedingt zur einer Änderung der Kampagne führen!

Das stimmt - das will noch explizit in den Artikel (implizit ist das ja drin: durch das Beispiel).

Über 6 sind da: Fokusmodul Kampf weglassen.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Nin am 22.09.2011 | 12:16
Das geht schon, halt hauptsächlich Charakterspiel zwischen den Spielern. Die zersplittern sich dann halt so ein wenig in Kleingruppen, während der SL den anderen weitermacht.

... und damit ändert sich die Spielweise, weil nicht mehr alle alles mitkriegen.

Ein Story- oder Charakterzentriertes Spiel scheint mir mit der Anzahl an Charakteren zwangsläufig schwieriger. In jeder Form: Eine gemeinsame Geschichte entwickeln, das Ausspielen des Charakters, die Einflussnahme der SpielerInnen auf die Spielwelt (Player Empowerment), die Spotlights, die inneren Konflikte etc.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Skele-Surtur am 22.09.2011 | 12:17
Jo, stimme ich soweit zu.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: ArneBab am 22.09.2011 | 13:31
gemeinsame Geschichte

Gemeinsames wird schwerer, also brauchen wir dafür Techniken.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: ChaosAmSpieltisch am 22.09.2011 | 14:22
Weil eben nicht jeder immer kann, habe ich bislang keine Runde mit festen Terminen, sondern wir legen die Termine meist von Runde zu Runde fest. Da das jeder weiß, hat jeder seinen Kalendar dabei und kann nachschauen, wann es geht oder nicht.

Interessant ist auch die Beobachtung, dass Päarchen in der Runde die Terminfindung eher erleichtern, weil zu fast 90% entweder beide können, oder keiner (wobei das natürlich nur eine subjektive Beobachtung ist)
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: sir_paul am 22.09.2011 | 14:30
"Weil nicht immer jeder kann"... Da reicht aber schon eine Gruppengröße von 4-6 Leuten um 1-2 Ausfälle am Abend ausgleichen zu können.

Sinnvoll sind größere Gruppen meines Erachtens nur wenn man nach und nach Neulinge hinzuholt mit dem Ziel später dir Gruppe zu spalten und somit zwei Gruppen zu haben (mal an den Nachwuchs gedacht). Gruppenspaltung ist so gesehen erst ab 8-9 Leuten sinnvoll, ansonsten wird eine Teilgruppe eventuell wieder zu klein für regelmässiges spielen!
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Nin am 22.09.2011 | 14:55
Um Ausfälle zu kompensieren, finde ich es ja passender in sich abgeschlossene Geschichten pro Spieltag zu spielen.

Da Du ja so auf große Gruppen plädierst: Wo genau sind die Vorteile, dauerhaft 10+ Spieler am Tisch sitzen zu haben? Mir fallen da irgendwie ausschließlich Nachteile ein.

Das frag ich mich auch.

Ein Anwendungsbeispiel könnte eventuell eine taktische, Kampf orientierte Spielweise sein. Desto militärischer die Charaktere konzipiert sind (= Befehlsstruktur), desto einfacher würde das laufen können. Würde mich allerdings eher an World of Warcraft u.ä. MMOs erinnern (das sage ich mal mit dem Manko, dass ich die WoW u.ä. nicht wirklich kenne) und wäre so gar nichts, was mich persönlich reizen würde.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Pyromancer am 22.09.2011 | 15:08
Da Du ja so auf große Gruppen plädierst: Wo genau sind die Vorteile, dauerhaft 10+ Spieler am Tisch sitzen zu haben? Mir fallen da irgendwie ausschließlich Nachteile ein.

Das Spiel insgesamt wird flexibler, weil jeder Spieler mehr unterschiedliche Möglichkeiten zur Charakterinteraktion hat. Es entspinnt sich auch eine organischere Handlung, weil man sich nicht mehr gegenseitig auf der Pelle hockt sondern Aktionen zeitgleich parallel und unabhängig voneinander laufen können. Das Spiel wird auch intensiver, weil es mehr Unwägbarkeiten gibt, mehr Überraschungen, mehr Wendungen.
Natürlich verändert sich das Spiel. Wer mit 10 Spielern genauso spielt wie mit 5, der wird schnell merken, dass es hakt. Man braucht tendenziell andere Abenteuer, andere Kampagnen, eine andere Herangehensweise.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Teylen am 22.09.2011 | 15:14
Wie lief es denn?
Recht gut. Eine längere Beschreibung ggf. ein Diary folgt wenn ich im Urlaub längeren Leerlauf habe oder ab Montag, wenn ich wieder zurück bin.

Gespielt wurde Hunter: The Vigil mit Crossover nach V:tM. Letzteres hat in sofern kein Problem gemacht als das der ST die Konvertierung bereits komplett vorgenommen hatte und die Encounter berechnete.
Es wurden alle an einen, respektive drei zusammengeschobene Tische gesetzt.
Es gab einen Squad-Leader und pro Tisch noch einen Koordinator.

Das Spiel war recht taktisch, das heißt nach der Charakter Erschaffung (Tier 3 Hunter, also Startchars + 50 EP) ging es los.
Wir hatten die Auswahl zwischen: Eine Toreador erweist sich zunehmend als Schwarze Witwe / Serienkillerin, im Sumpf wurde den Vampiren zufolge ein Godzilla gesichtet und in einem Slum ist ein Gebäude eingestürtzt, mit Flugdämonen und ein Tremere treibt dort sein unwesen.
Es wurde hohe Tödlichkeit angekündigt. Die aber nicht eintrat, vorallem weil die Spieler die das System kannten mit 50 EP Chars kreierten welche der SL so nicht erwartet hatte.

Sehr viel Zeit ging für das Planen vor der Fensterscheibe des Monetleone drauf, auf der Schlachtplan, Bodenplan und sonstiges aufgezeichnet wurde.
Es bildeten sich dabei drei Gruppen raus, Scharfschützen, Team das von unten einbricht und das Team das von oben einbricht - und Nervengas/KO Gas in das Gebäude leitet.
Es gab Aktionen davor, wie das Scouten durch zwei sozial Chars, das beschaffen des Nervengas, das abfackeln einer Hydrofarm. Es gab einzelne Aktionen, wie das sich die Luzis entschlossen beim abfackeln des Weed-Haus einen Fan aufzustellen der das ganze rüber pustet ^^
Es gab eine kurze PvP Version als ein VASC (iirc) rausfand das einer der Luzis ein 10 jähriges Kind opferte für ne Beschwörng.
Nun und dann gab es die erstürmung des Gebäude und der Kampf.

Lief alles sehr flüssig ab.
System/RPG Neulinge wurden neben Leuten mit Buch/Ahnung präsentiert.
Das ganze recht offen ausgespielt. Wir haben iirc nicht den ganz grossen Macker gegrillt ^^
Aber es gab keine Toten, bei uns.

Geplant konnte / wurde / durfte auch ohne strenges Auge des STs.
Der kam dazu wenn Aktionen ausgeführt werden wollten, wie das beschaffen des CS Gas.

Es gab einen kleinen stolperer, als wir feststellten das er nach V20 regeln spielte anstelle nWoD, was wir aber auf nWoD zurück änderten ^^
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Boba Fett am 22.09.2011 | 15:33
14 Leute Rolemaster - 6 Stunden Spiel, 2 Kampfunden.

Bisher tendentiell negative Erfahrungen
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: ArneBab am 22.09.2011 | 16:10
Sinnvoll sind größere Gruppen meines Erachtens nur wenn man nach und nach Neulinge hinzuholt mit dem Ziel später dir Gruppe zu spalten und somit zwei Gruppen zu haben (mal an den Nachwuchs gedacht). Gruppenspaltung ist so gesehen erst ab 8-9 Leuten sinnvoll, ansonsten wird eine Teilgruppe eventuell wieder zu klein für regelmässiges spielen!

Genau dafür. Das ist auch, was ich in dem Artikel herausarbeite.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Mentor am 22.09.2011 | 16:18
Ich hatte unlängst Gelegenheit in einer 10+1 (kurz auch 11+1) Gruppe mit fremden Spielern zu spielen. Ich war anfangs skeptisch, aber dann positiv überrascht. Natürlich sind nach und nach Leute weggebrochen, aber die ersten paar Sessions waren es stabil sehr viele.

Der Grund, warum das wohl gut geklappt hat, war, dass es eine militärische Kampagne war, und wir einen Platoon darstellten. Damit gab es eine Rangfolge in der Gruppe, Kompetenzverteilung usw. Netter Nebeneffekt ist, dass im Krieg eh keiner unbedingt vorgehen möchte, weshalb da situationsbedingt sich keiner aufdrängt - denn der bekommt dann die erste Kugel ab ;)

Charakterspiel ist da natürlich nicht viel aufgekommen, erst als sich die Reihen lichteten. Trotzdem fand ich es erstaunlich atmosphärisch .
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Settembrini am 22.09.2011 | 16:22
Meine größte Gruppe waren 25 Leute, daß habe ich aber nur etwa 4h gemacht und es war auch so eine Art Ausscheidemodus vorhanden. Das war wirklich sehr anstrengend.

Alles bis 16 kann ich mir auch regelmäßig vorstellen, da aber nicht alle Spiele, das müßte dann eher das Kaliber AD&D1e/Traveller sein, viel Regeln und Material zum Vorbereiten und Beschäftigen, ganz schlanke Situation während des Asuführens. Meine Grenze für Spielleiten daheim ist 8 Spieler, da geht alles uneingeschränkt. Obschon:
Bei D&D 3.5 würde ich wohl bei 6 die Grenze für regelmäßges Spiel ziehen.

Terminfindung wird nur unglaublich komplexer, und wenn man genug Platz und motivierte Spieler hat, kann man mit 16 Leuten viel krassere Sachen als Rollorunde anfangen.

Als Spieler habe ich schon zu 12t in einer Runde gesessen, das ging ganz gut. Solange man planen und rätseln kann ist alles schick. Im Kampf kann es eher schleppend werden.
Was absolut, absolut garnicht geht sind Mitpieler, die alles ausspielen. So zum Beispiel ein Gespräch mit einem NSC voll in direkter Rede abhandeln, um dann zu den anderen zu gehen und denen das ganze in indirekter Rede zu wiederholen...
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Erdgeist am 22.09.2011 | 18:18
Was ich mir bei Gruppen ab zweistelliger Mitgliederzahl nur schwer vorstellen kann, was für Gruppen man im Spiel hat. In der Mehrheit der Szenarien würde es sich doch ein wenig komisch anfühlen, ständig im großen Pulk von mehreren handvoll Charakteren umher zu laufen.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Bentley Silberschatten am 22.09.2011 | 18:23
Hatte mal eine L5R Runde mit 10+ Spielern. Hat gut funktioniert. Mal als Ausnahme ok, aber nicht Regelmäßig!

In einer normalen Runde hätt ich gerne 5 Leute. Ich spiele auch mit 3 oder 4, eher weniger gerne mit 2 aber auf jeden Fall nicht mehr mit nur einem den das war anstrengender als die 10+ Spieler!
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Settembrini am 22.09.2011 | 18:42
In der Mehrheit der Szenarien würde es sich doch ein wenig komisch anfühlen, ständig im großen Pulk von mehreren handvoll Charakteren umher zu laufen.

Ich verstehe den Satz in mehrerlei Hinsicht nicht...gerade im Fantasybereich sind doch kleine Gruppen viel ungewühnlicher als große, in der Spielwelt. Wer Schlau ist reist karawanös! und wenn irgendwo in Berlin 15 Personen zusammen rumlaufen, kommt auch nicht die Polizei. Tatsächlich kommen ja insbesondere professionelle Besucher in größeren Gruppen. Eher unglaubwürdig, daß die zu dritt aufkreuzen.

Traue mich garnicht zu fragen, was für dich "Mehrheit der Szenarien" bedeutet...
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Oberkampf am 22.09.2011 | 19:09
Also meine Schmerzgrenze als SL liegt bei 5 Spielern, und selbst dann fällt mir oft auf, dass einzelne Spieler einen deutlich geringeren Anteil am Spiel haben als andere. Natürlich spielen so Sachen wie Regelwerk und Umgebung auch eine Rolle. Unter Con-Bedingungen backe ich z.B. ganz kleine Brötchen, sowohl als Spieler als auch als Sl, was die Einbindung aller Spieler angeht. Meistens ist es laut und man muss damit rechnen, dass einige Leute sich für die Regeln nicht interessieren o.ä., und da kann es gut vorkommen, dass ich als SL einen eher leisen Spieler übersehe. Hinterher ärgere ich mich dann darüber.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Sashael am 22.09.2011 | 21:57
Traue mich garnicht zu fragen, was für dich "Mehrheit der Szenarien" bedeutet...
Nicht unbedingt Mehrheit, aber:

"Guten Tag. Ich bin Rangerin Almuriel und das sind meine Freunde Fighter Kansan, Fighter Torquin, Fighter Jamlahi, Wizard Sidukan, Sorceress Franke, Sorceress Thorielle, Monk Fam Fam, Paladin Norwitz, Ranger Helgo, Cleric Lebaran, Cleric Tumten, Cleric Frauke, Bard Hasslinger, Bard Frindrich, Barbarian Eisenauge, Barbarian Wolkiter, Rogue Hamaja Matuna, Rogue Quaturint, Rogue Schmesslich, Druid Polanya, Druid Derfigut, Artificer Jutipz und Nekromancer Tut. Wir wollen von ihnen wissen, was sie gestern abend gemacht haben, als der Dämon das Dorf angegriffen hat."

Wird NSC-Interaktion nicht ein bißchen lahm, wenn man nur einen NSC gleichzeitig haben kann, aber 10+ SCs in der Gegend rumlaufen?
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Pyromancer am 22.09.2011 | 22:21
Nicht unbedingt Mehrheit, aber:
[...]
Wird NSC-Interaktion nicht ein bißchen lahm, wenn man nur einen NSC gleichzeitig haben kann, aber 10+ SCs in der Gegend rumlaufen?

Dann macht man halt das, was man realistischerweise auch tun würde.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Sashael am 22.09.2011 | 22:33
Dann macht man halt das, was man realistischerweise auch tun würde.
Sich langweilen?  >;D
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Pyromancer am 22.09.2011 | 22:44
Sich langweilen?  >;D

Jedem Tierchen sein Plaisierchen.  >;D
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: K3rb3r0s am 22.09.2011 | 22:52
Nicht unbedingt Mehrheit, aber:

"Guten Tag. Ich bin Rangerin Almuriel und das sind meine Freunde Fighter Kansan, Fighter Torquin, Fighter Jamlahi, Wizard Sidukan, Sorceress Franke, Sorceress Thorielle, Monk Fam Fam, Paladin Norwitz, Ranger Helgo, Cleric Lebaran, Cleric Tumten, Cleric Frauke, Bard Hasslinger, Bard Frindrich, Barbarian Eisenauge, Barbarian Wolkiter, Rogue Hamaja Matuna, Rogue Quaturint, Rogue Schmesslich, Druid Polanya, Druid Derfigut, Artificer Jutipz und Nekromancer Tut. Wir wollen von ihnen wissen, was sie gestern abend gemacht haben, als der Dämon das Dorf angegriffen hat."

Wird NSC-Interaktion nicht ein bißchen lahm, wenn man nur einen NSC gleichzeitig haben kann, aber 10+ SCs in der Gegend rumlaufen?
Dann macht man halt das, was man realistischerweise auch tun würde.

Naja, wenn 10 merkwürdige Fremde durchs Dorf laufen und Fragen stellen würde ich meine Tür nicht öffnen egal ob ich schuldig bin oder nicht.  8)
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: ArneBab am 22.09.2011 | 22:56
Wird NSC-Interaktion nicht ein bißchen lahm, wenn man nur einen NSC gleichzeitig haben kann, aber 10+ SCs in der Gegend rumlaufen?
Man teilt sich auf und übergibt jedem nicht anwesenden Spieler einen NSC.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Schlangengott am 22.09.2011 | 23:02
Zitat
So viele Leute würde ich nie für eine normale Runde einladen. Wir hatten mal so einen Fall, weil plötzlich Leute, die zwischenzeitlich aufgegeben hatten (mehrjährige Kampagne) doch mal wieder mitspielen wollten und alle gleichzeitig. Selbst da kamen wir aber nur auf 8+SL.


Jeaaahhh, da wird es doch erst gemütlich, da sind Kämpfe richtig soziale Happenings wo der Rest sich schon mal unterhält während Nr 3 zuschlägt. Da fühlt man sich als Spieler doch richtig behütet und ist zu jeder Zeit gemeinsam stark... :d
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Pyromancer am 22.09.2011 | 23:13
Wir halten fest: Es gibt Leute, die es ausprobiert haben und es hat nicht geklappt. Es gibt Leute, die haben es ausprobiert, und es hat gut geklappt. Und dann gibt es Leute, die haben es nie probiert, aber sie wissen, dass es nicht klappen kann. Wie mit allem eigentlich. ;)
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Bad Horse am 22.09.2011 | 23:26
Das einzige Abenteuer, das wir mit 8 Spielern gespielt haben und das richtig gut funktioniert hat, war Jailbreak - aber da sind die Charaktere, ihre Geheimnisse und Ziele auch vorgegeben. Die können sich dann auch ganz gut miteinander beschäftigen.
(Edit: Hat eigentlich nichts mit dem Thema zu tun, weil wir ja nicht am Tisch gespielt haben, aber ich lass es mal stehen: In der Richtung habe ich auch schon etlichen Mini-Larps (ohne Verkleidung o.ä.) gehabt, wo die Charaktere alle ausschließlich miteinander beschäftigt waren. Das läuft dann ab 10-12 Spielern richtig gut, und je mehr, desto besser. ;)
)
Investigative Abenteuer mit vielen NSCs, die befragt werden müssen, funktionieren in so großen Gruppen wahrscheinlich weniger gut. Weniger gut funktioniert es auch, wenn der SL keinen Überblick über seine Spieler hat, die Spieler undiszipliniert sind, alle durcheinander rufen und nur derjenige agieren kann, der am lautesten brüllt oder nah am SL sitzt.

Selber bevorzuge ich Gruppe mit zwischen 1-6 Spielern, wobei das natürlich davon abhängt, wie aktiv die Spieler sind und wie viele Rampensäue dabei sind. Mit inaktiven Spielern ist eine kleine Gruppe schwierig, mit lauter Rampensäuen sind sechs Leute deutlich zu viele.  :)
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: ArneBab am 22.09.2011 | 23:38
Selber bevorzuge ich Gruppe mit zwischen 1-6 Spielern

Wie regelst du spiele mit nur einem Spieler?
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Bad Horse am 22.09.2011 | 23:46
Naja, er kriegt ziemlich viel Spotlight...  ;)

Ich hatte mit einem Kumpel eine Weile eine Runde, aus der alle anderen Spieler weggebrochen sind und wir halt zu zweit weitergespielt haben... meistens haben wir abwechselnd Abenteuer geleitet, nur einmal haben wir ein Szenario zu zweit geleitet und gespielt (die Charaktere haben sich recht früh getrennt und kamen nicht mehr so recht zusammen). Da sind verbündete und gesprächige NSCs allerdings Pflicht, damit der Charakter sich mal mit jemanden austauschen kann.

Noch ein kurzer Gedanke, weil vorhin jemand meinte "wenn da 10 Typen vor meinem Haus stehen, rede ich doch nicht mit denen..." - ist das bei 5 Typen wirklich besser? Vor allem, wenn diese 5 Typen typische SCs (sprich: Bis an die Zähne bewaffnet) sind? (Ich meine, ich ignoriere SC-Häufungen meistens, weil es zwar plausibel sein mag, dass sich die Gruppe auftrennt, aber von der Spieldynamik nicht so flüssig ist...)

Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 22.09.2011 | 23:57
Prison Planet (Traveller Adventure 8, GDW 1982) mit 16 Spielern und mir als SL. Jeweils ein Spieler (wechselnd) stand mir dabei als Co-SL zur Seite. Gang-Rivalitäten, Neulinge, alte Hasen, "bück Dich nie nach der Seife", einige Spieler führten Wärter... Ich hatte verdammt wenig Arbeit. De facto war ich Spieler mit einem SC (Haupt-NSC, der Warden, der Klischee-Sadist mit Hang zu Nutten, Drogen, Korruption) und Entscheidungs- und Auslegungsbefugnis und Verantwortung über die meisten NSC. Es war ein ziemlich rauher Ritt für alle.

Mit einem derartigen Szenario (ich kenne aber kein weiteres) funktioniert das mit guter Vorbereitung prächtig. Alles andere aber, daßs ich mit mehr als 6 Spielern leitete, war eine Katastrophe. Mein Sweet-Spot sind 4 Spieler + SL, sowohl als Spieler, als auch als SL.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: ArneBab am 23.09.2011 | 08:03
Naja, er kriegt ziemlich viel Spotlight...  ;)

Ich hatte mit einem Kumpel eine Weile eine Runde, aus der alle anderen Spieler weggebrochen sind und wir halt zu zweit weitergespielt haben... meistens haben wir abwechselnd Abenteuer geleitet, nur einmal haben wir ein Szenario zu zweit geleitet und gespielt (die Charaktere haben sich recht früh getrennt und kamen nicht mehr so recht zusammen). Da sind verbündete und gesprächige NSCs allerdings Pflicht, damit der Charakter sich mal mit jemanden austauschen kann.

Das heißt, ihr habt die Runde genauso organisiert wie sonst?
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Dash Bannon am 23.09.2011 | 09:48
ich habs mal mit zuvielen Spieler versucht (6 oder 7) das klappt für mich nicht, also lass ich das und spiel mit weniger Leuten.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Yehodan ben Dracon am 23.09.2011 | 10:03
Man teilt sich auf und übergibt jedem nicht anwesenden Spieler einen NSC.

Never split the party!

Aufteilungen sind bei großen Gruppen natürlich das offensichtliche Rezept, aber das bedeutet eben auch durchaus ne Menge Leerlauf für die anderen Spieler.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Pyromancer am 23.09.2011 | 10:16
Aufteilungen sind bei großen Gruppen natürlich das offensichtliche Rezept, aber das bedeutet eben auch durchaus ne Menge Leerlauf für die anderen Spieler.

Man muss eben weg von der Zentral-SL-Bespaßungsmaschine-Spielweise. Wie gesagt: Wer versucht, mit 12 Spielern so zu spielen wie mit 3, der fliegt auf die Nase.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Edvard Elch am 23.09.2011 | 11:25
Wir haben mal was mit zwölf Spielern und drei SL gemacht, das lief ganz gut. Allerdings haben wir in drei kleineren Gruppen angefangen, die sich dann immer mal wieder über den Weg gelaufen sind, sich gemischt haben und dann in anderen Konstellationen wieder gegangen sind. Leerlauf gab's kaum, allerdings haben die einzelnen Gruppen meistens in getrennten Räumen gespielt, weil's sonst zu laut geworden wäre. Die SLhaben sich während des Spiels immer wieder abgesprochen, um das ganze zu koordinieren (wann läuft meine Gruppe deiner über den Weg etc.).
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Yehodan ben Dracon am 23.09.2011 | 11:32
Man muss eben weg von der Zentral-SL-Bespaßungsmaschine-Spielweise. Wie gesagt: Wer versucht, mit 12 Spielern so zu spielen wie mit 3, der fliegt auf die Nase.

Stimmt. Allerdings ist es naturgemäß schwieriger, drei eSeL mit konsistenten Reaktionen auf Teilgruppen zu koordinieren, als nur einen. Da weiß ja die "linke Hand" nicht, was die rechte tut. Da bedarf es eben auch gewisser Mechanismen, die über: "Übernimm Du mal das Einkaufen, auf dem Markt, während ich hier den Einbruch abhandele!" hinausgeht.
Gibt es da schon etwas in irgendeinem Indiespiel oder Theoriefaden, den ich nicht kenne?

Also das Konzept vom Co-eSeL das kenne ich und ich glaube, Jörg D. und Blechpirat haben das auch schon ordentlich getestet, aber genügt das für große Gruppen?
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Oberkampf am 23.09.2011 | 11:53
Co-SL bzw. zwei SL bei einer 8+ Gruppe habe ich auch schon mal erlebt. Kann klappen, muss aber nicht. Die Spieler von damals, die ich heute noch treffe, fanden es wohl ganz ok, aber mir hat das nicht so gelegen.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: ArneBab am 23.09.2011 | 12:59
Aufteilungen sind bei großen Gruppen natürlich das offensichtliche Rezept, aber das bedeutet eben auch durchaus ne Menge Leerlauf für die anderen Spieler.

Dafür ja die NSCs übergeben.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Skele-Surtur am 23.09.2011 | 13:08
Dafür ja die NSCs übergeben.
Das Deligieren von NSCs an Spieler sehe ich mit großer Skepsis.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Der Nârr am 23.09.2011 | 13:09
Die Spieler können sich ja auch untereinander unterhalten und planen, sich aufteilen oder verschiedene Dinge tun. Wobei ich weiß, dass manche Spielleiter damit ein Problem haben. Mir hat es nur nie eingeleuchtet, wieso ich zu schweigen habe, wenn der Spielleiter gerade mit einem Spieler an einer ganz anderen Baustelle spielt.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Taschenschieber am 23.09.2011 | 13:13
Die Spieler können sich ja auch untereinander unterhalten und planen, sich aufteilen oder verschiedene Dinge tun. Wobei ich weiß, dass manche Spielleiter damit ein Problem haben. Mir hat es nur nie eingeleuchtet, wieso ich zu schweigen habe, wenn der Spielleiter gerade mit einem Spieler an einer ganz anderen Baustelle spielt.

Schön und gut, aber wenn sich dann 10 Leute am Spieltisch unterhalten, kann man die Runde auch gleich sein lassen, da versteht niemand mehr irgendwas und es nervt absolut.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Jiba am 23.09.2011 | 13:20
Das Deligieren von NSCs an Spieler sehe ich mit großer Skepsis.

Warum?
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Yehodan ben Dracon am 23.09.2011 | 13:54
Warum?

Na, zumindest in Situationen wo es um irgendwelche Geheimnisse geht, können NSC doch von Aushilfen gar nicht korrekt wiedergegeben werden. Die Aushilfe weiß ja ggf. gar nicht, ob der NSC mit drinsteckt oder was der weiß und was nicht. Jedenfalls nicht, wenn es sich bei dem Co-eSeL um gleichzeitig einen Spieler handelt.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Skele-Surtur am 23.09.2011 | 17:58
Na, zumindest in Situationen wo es um irgendwelche Geheimnisse geht, können NSC doch von Aushilfen gar nicht korrekt wiedergegeben werden. Die Aushilfe weiß ja ggf. gar nicht, ob der NSC mit drinsteckt oder was der weiß und was nicht. Jedenfalls nicht, wenn es sich bei dem Co-eSeL um gleichzeitig einen Spieler handelt.
Genau das.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: 1of3 am 23.09.2011 | 18:14
Zettel machen. Informationen zum NSC drauf. Aushändigen. Läuft.
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: Bentley Silberschatten am 23.09.2011 | 18:19
Was meinst Du an der Stelle mit "organisieren"?

Bei Solo-Kampagnen (SL + 1 Spieler) kann man den Fokus wunderbar auf die Entwicklung eines einzelnen Spielers legen, man muss weniger Kompromisse eingehen und rein vom Gefühl ist es auch erheblich intensiver als bei großen Gruppen. Ich habe über einen Zeitraum von rund zwei Jahren eine Solo-Kampagne mit einem Spieler geleitet und hatte dabei einige der besten Spielsitzungen meiner fast 20-jährigen Rollenspielzeit.

Bewunderung meinerseits das du das als SL ausgehalten hast. Als ich das einmal versucht habe, habe ich bemerkt was die anderen Spieler mir als SL im allgemeinen gutes tun. Sie verschaffen mir Zeit! Zeit die ich brauche um den nächsten Schritt der NPCs zu überdenken zb. oder auch einfach mal entspannt zurück lehnen und den Spielern beim Charakterspiel zu schaun. Ohne diese Pausen ist leiten (für mich) Stress!
Titel: Re: Große Gruppen am P&P Tisch
Beitrag von: PizzaspezialmitKäse am 24.09.2011 | 11:45
Ich finde 4 Spieler plus SL ist die ideale Zahl. Termin Planung klappt wenn man es intelligent anstellt wunderbar. Während Solo-Touren laufen kann der Rest in Ruhe quatschen ohne das es zu laut wird.

Man behält einfacher den Überblick, sowohl wer was kann, als auch wer was will.

Alles was ich bislang mit mehr als 6 Spielern gespielt habe, war entweder albern oder öde.