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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: Joerg.D am 4.10.2011 | 14:43

Titel: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Joerg.D am 4.10.2011 | 14:43
Es passiert mir in letzter Zeit immer öfter dass so richtig gute Spieler und Rampensäue die ich kenne mich angucken und sagen, dass sie einfach nur so stumpf D&D4 oder 3.5 zocken. Sie sagen dann so Sachen, wie: "Ich spiele Casual" und es klingt immer irgendwie entschuldigend.

Eigentlich witzig, dass die Leute das nicht voller Stolz sagen, denn in meinen Augen machen sie alles richtig. Die Gruppen sind den Beschreibungen der Spieler nach mit geselligen Leuten versehen und haben sich von Anfang an auf dieses Spiel geeinigt. Die trinken zu jedem Kritt oder zu jeder natürlichen 20 einen Kurzen (bis auf einen, der trinkt gar nicht) und erfreuen sich der Freuden der Lieferdienste und Brauereien.

Völlig losgelöst von Spannung, Drama und Rollenspiel, aber immer den Spaß und die Geselligkeit im Blick

Leute das ist für mich perfektes rollenSPIEL . Ihr habt Spaß mit Leuten die ihr mögt, sauft einen und reduziert die Geschichte auf die Motivationen um die Charaktere in eine bestimmte Richtung zu bringen. Selbst wenn man so etwas weglassen würde, dann wäre es immer noch gut, solange es Spaß macht.

Was soll denn an Spaß am Spiel und der Gesellschaft der anderen so schlecht sein?

Ich meine: Es ist der Zweck einer jeden Rollenspielrunde, allen ihren Spielern Spaß zu machen. Wenn das bedeutet, dass man keine Charakterdarstellung hat und Rollenpiel wie ein Brettspiel spielt, dann ist mir das absolut lieber als eine Gruppe die sich selber quält, Drama und In-Charakterspiel in Massen hat aber alle keinen Spaß haben. Dafür muss man sich nicht entschuldigen, denn die einzige Art richtig zu spielen ist Spaß zu haben.

Also sage ich einfach mal ein Hoch auf Bier und Bretzel und scheiß auf den Rest, wenn es denn alle wollen.

Klar, das ist nichts , womit ich auf lange Zeit glücklich werden würde, aber was solls? Wichtig ist doch das die Spieler in der Gruppe damit glücklich sind. Wie jemand anderes aus dem Oberbegriff Rollenspiel Spaß gewinnt ist mir doch herzlich egal. Er soll halt bloß nicht sagen das dies die einzig wahre Art zu spielen ist.

 

Das ist natürlich meine :-)  :Ironie:
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Skele-Surtur am 4.10.2011 | 14:49
Ich stimme diesem Post vorbehaltlos zu.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: psycho-dad am 4.10.2011 | 14:50
Amen.  :)
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: ManuFS am 4.10.2011 | 14:55
<Slang>Word.</Slang>
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: McCoy am 4.10.2011 | 15:01
Was micht nur wundert: Ist normales Spaßspiel so verpönt das es einen Thread braucht um zu sagen das es nicht so ist? Ich stimme den obigen Aussagen zu, keine Frage. Nur woher kommt es das "einfaches" Rollenspiel anscheinend so gering geschätzt wird? Etwas das ich so noch nicht festgestellt habe.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Joerg.D am 4.10.2011 | 15:08
Was micht nur wundert: Ist normales Spaßspiel so verpönt das es einen Thread braucht um zu sagen das es nicht so ist? Ich stimme den obigen Aussagen zu, keine Frage. Nur woher kommt es das "einfaches" Rollenspiel anscheinend so gering geschätzt wird? Etwas das ich so noch nicht festgestellt habe.

Wundert mich nicht.

Eigentlich weiß es jeder, aber ich finde es so lustig wie die Leute mit immer wieder sagen, wieviel Spaß sie dabei haben. Sie sind wohl der Meinung, das sie als sonst anerkannte Storrynutten und Ranpensäue keinen Spaß haben dürften (oder ich sie verurteilen würde?) Dabeei haben wir auf Der Arbeit mit D&D und Bier&Bretzel viel Spaß gehabt.

Viele Leute sehen IMHO nach der ganzen Übertreibung und Glorifizierung bestimmter Spielstile nicht mehr, dass Spaß der Grund ist,k warum sie das Hóbby betreiben sollten. Was oder wie man dabei Spielt ist aber völlig wurst.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Skele-Surtur am 4.10.2011 | 15:13
Ich rechne diese Entwicklung den Stimmungsfaschisten zu, die in ihren Runden das Witzemachen verbieten und mit ausgefeilten Licht- und Musikspielereien und ewigen Erzählmonologen eine Stimmungskulisse aufzubauen versuchen und sich aufgrund dessen als die einzig wahren und echten Rollenspieler glorifizieren, die dem einfachen Spaßspielproletenpöbel dadurch einfach intelektuell total überlegen sind.

Gott, was hab ich die g'fressen.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: McCoy am 4.10.2011 | 15:14
Das ist dann also ungefähr so als wenn man einem Nichttrinker sagt das es vollkommen ok ist das er nicht trinkt und er sich überhaupt keine Gedanken machen muss das er nicht trinkt. Er solle sich da bloss nicht von abhalten lassen. Alles ist gut.

Ok.  ;D

Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Taschenschieber am 4.10.2011 | 15:15
Spielen diese "Stimmungsfaschisten" nicht einfach auch nur aus Spaß, mit der Einschränkung, dass ihnen eben andere Sachen Spaß machen?
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Boba Fett am 4.10.2011 | 15:21
Super Beitrag! :d

Aber letztendlich scheint es doch für alle Spielstile zu gelten, dass man sich "entschuldigt", "verteidigt", bzw. glaubt, das tun zu müssen, nur weil der Gegenüber anders spielt.
Und genauso ist es üblich, die eigene Spielweise als "besser", "überlegen" und "richtiger" zu empfinden und zu preisen und andersspielende möglichst zu deklassieren, wenn die nur ordentlich in der Minderheit zu sein scheinen...

Archäologen werden in 5.000 Jahren die beiden letzten Rollenspieler mumifiziert in der Ausgrabungsstelle "Nerdkeller" finden, die Finger der skelettierten Hand um die Kehle des anderen, jeder jeweils ein anderes Regelwerk unter den Arm geklemmt.

Ich kann die ganzen Grabenkämpfe nicht mehr hören/lesen.
Insofern danke für diesen Beitrag!
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: LöwenHerz am 4.10.2011 | 15:23
Ich rechne diese Entwicklung den Stimmungsfaschisten zu, die in ihren Runden das Witzemachen verbieten und mit ausgefeilten Licht- und Musikspielereien und ewigen Erzählmonologen eine Stimmungskulisse aufzubauen versuchen und sich aufgrund dessen als die einzig waren und echten Rollenspieler glorifizieren, die dem einfachen Spaßspielproletenpöbel dadurch einfach intelektuell total überlegen sind.

Gott, was hab ich die g'fressen.

Ah, die DSA-Kontinuitätnazis  >;D
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Skele-Surtur am 4.10.2011 | 15:24
Spielen diese "Stimmungsfaschisten" nicht einfach auch nur aus Spaß, mit der Einschränkung, dass ihnen eben andere Sachen Spaß machen?
Natürlich. Aber sie sind überlegen. Weil sie es richtig machen. Das ist Kunst.
Nein im Ernst: der, den ich am meisten g'fressen hab, spielt sogar sehr gerne Bier&Bretzel, aber wenn er mal "Richtiges Rollenspiel" macht, dann geht's aber los... da hat man als Spieler in stiller Andacht seinen Monologen zu lauschen und muss im halbdunklen Raum stundenlang Gespräche mit irgendwelchen Typen ausspielen. Und WEHE man will mal ein wenig Action haben oder macht einen kleinen Witz...
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: McCoy am 4.10.2011 | 15:26
Natürlich. Aber sie sind überlegen. Weil sie es richtig machen. Das ist Kunst.
Nein im Ernst: der, den ich am meisten g'fressen hab, spielt sogar sehr gerne Bier&Bretzel, aber wenn er mal "Richtiges Rollenspiel" macht, dann geht's aber los... da hat man als Spieler in stiller Andacht seinen Monologen zu lauschen und muss im halbdunklen Raum stundenlang Gespräche mit irgendwelchen Typen ausspielen. Und WEHE man will mal ein wenig Action haben oder macht einen kleinen Witz...

Das hätte ich wohl nur einmal mitgemacht und dann nicht wieder...
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: LöwenHerz am 4.10.2011 | 15:29
Super Beitrag! :d

Aber letztendlich scheint es doch für alle Spielstile zu gelten, dass man sich "entschuldigt", "verteidigt", bzw. glaubt, das tun zu müssen, nur weil der Gegenüber anders spielt.
Und genauso ist es üblich, die eigene Spielweise als "besser", "überlegen" und "richtiger" zu empfinden und zu preisen und andersspielende möglichst zu deklassieren, wenn die nur ordentlich in der Minderheit zu sein scheinen...

Archäologen werden in 5.000 Jahren die beiden letzten Rollenspieler mumifiziert in der Ausgrabungsstelle "Nerdkeller" finden, die Finger der skelettierten Hand um die Kehle des anderen, jeder jeweils ein anderes Regelwerk unter den Arm geklemmt.

Ich kann die ganzen Grabenkämpfe nicht mehr hören/lesen.
Insofern danke für diesen Beitrag!

Die Verteidigungshaltung kommt meines Erachtens daher, dass man als Spieler gewisser Systeme immer wieder angegangen wird. Ob es ehedem die D&D 4E Fraktion war oder immer wieder DSA-Spieler.
Sieht man sich ungerechtfertigten Angriffen ausgesetzt, so ist es natürlich, dass man in eine Verteidigungshaltung fällt.

Und niemand hat je behauptet, das Rollenspieler ein einfaches Völkchen seien.  >;D

Dennoch sollte man bedenken, dass so oftmals erst die intreressanten und fruchtbaren Diskussionen starten.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Edvard Elch am 4.10.2011 | 15:32
In letzter Zeit habe ich leider häufiger in Spieleläden Szenen wie diese erleben müssen:
Zwei oder drei junge, engagierte Neueinsteiger diskutieren über den letzten Spielabend, an dem sie offenbar recht viel Spaß hatten. Nach etwa zehn Minuten kommt ein älterer Rollenspieler mit erhobener Nase an, rümpft diese kurz und lässt einen herablassend-mitleidigen Satz fallen wie "Ja, als ich in eurem Alter war, hab ich auch so gespielt.", wahlweise kombiniert mit einem "Versucht euch doch mal an System X, das ist richtiges Rollenspiel..." |:((
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Dark_Tigger am 4.10.2011 | 15:33
Also ich habe einmal in so einer Runde mitgemacht. Hat auch irgendwie spaß gemacht. Vorallem weil man merkte das die SL sich WIRKLICH Arbeit gemacht hat. Ich und mein Kollege durften aber nie wieder kommen (wir haben denen zuviel geblödelt).
Ist mir auch irgendwie Lieber. Ohne das geblödel macht das Spiel doch nur halb soviel Spaß.
Auch wenn ich Bier (und anderen alkoholische Getränke) ungern am Spieltisch sehe. Kenn zu viele Leute bei denen Alkohol und Würfelspiele einfach eine unangenehme Mischung sind.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Skele-Surtur am 4.10.2011 | 15:33
Das hätte ich wohl nur einmal mitgemacht und dann nicht wieder...
Wenn man in der Stimmung für bierernstes Stimmungsspiel ist, dann ist das eine geile Sache. Ich bin nur nich termingerecht alle 14 Tage in Stimmung für bierernstes Stimmungsspiel. Das Problem ist, dass diese Typen ja auch total Kritikresistent sind, denn was sie machen ist ja die "hohe Kunst des Rollenspiels" und das hat man nicht zu kritisieren.

Wenn jemand in einer dramatischen Szene mit Chipstüten raschelt und dumme Tittenwitze reißt, finde ich das als SL auch kacke, keine Frage. Nur wenn es nur Drama und Humor wenn überhaupt nur in-Game gibt, dann ist das nicht jedermanns und sicher nicht meine Sache. Und weil solche Leute natürlich immer am lautesten gelobt werden (insofern mit Recht, weil sie sich ja echt Mühe geben und das, was sie tun wollen, auch z.T. sehr gut machen), glauben sie irgendwann, dass nur das das wirkliche ROLLENSPIELERLEBNIS ist und alles andere, bei dem der SL nicht 4+ Stunden Vorbereitungszeit reinsteckt irgendwie... minderwertig.

Also ich habe einmal in so einer Runde mitgemacht. Hat auch irgendwie spaß gemacht. Vorallem weil man merkte das die SL sich WIRKLICH Arbeit gemacht hat. Ich und mein Kollege durften aber nie wieder kommen (wir haben denen zuviel geblödelt).
Ist mir auch irgendwie Lieber. Ohne das geblödel macht das Spiel doch nur halb soviel Spaß.
Auch wenn ich Bier (und anderen alkoholische Getränke) ungern am Spieltisch sehe. Kenn zu viele Leute bei denen Alkohol und Würfelspiele einfach eine unangenehme Mischung sind.
Das war nicht zufällig in München? Kommt mir nämlich i-wie bekannt vor.  :P
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Joerg.D am 4.10.2011 | 15:41
Ich finde, die Stimmungsnazis müssen sich genau so wenig entschuldigen wie Bier & Bretzel Spieler.

Überlegen ist immer der Spielstil mit dem die Gruppe an dem Speziellen Tag, unter den speziellen Umständen am meisten Spaß hat.

Wir haben für eine AD&D Runde mal eine Musical Folge eingelegt, weil wir alle nen Kasper gefrühstückt hatten (wie in Buffy), der Tag ist der einzige aus der Runde an den sich alle Spieler noch voller Freude erinnern.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Dark_Tigger am 4.10.2011 | 15:49
Das war nicht zufällig in München? Kommt mir nämlich i-wie bekannt vor.  :P

Nein ganz am anderen Ende der Republik :D

Ich finde, die Stimmungsnazis müssen sich genau so wenig entschuldigen wie Bier & Bretzel Spieler.

Entschuldigen müssten sich nur die die keine andere Form des spiels für "richtig" halten.
Man wird aber trotzdem Sagen dürfen was einem mehr Spaß macht. Und wovon man überzeugt ist das man nicht in der Lage ist es umzusetzten.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Boba Fett am 4.10.2011 | 15:50
Ich finde, die Stimmungsnazis müssen sich genau so wenig entschuldigen wie Bier & Bretzel Spieler.
Nicht für das, was sie gern spielen!
Aber dafür, dass sie die anderen als pauschal minderwertig abkanzeln.
Oder wie Surtur es treffend sagte:
...Aber sie sind überlegen. Weil sie es richtig machen. Das ist Kunst.
Genau dafür!
Und für den Umkehrschluß, dass folglich alle anderen minderwertig sind, weil sie es falsch machen und es ja keine Kunst ist, so zu spielen!
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Skele-Surtur am 4.10.2011 | 15:54
Nein ganz am anderen Ende der Republik :D
Also ein bundesweites Problem...


Nein, gegen Stimmungsspiel habe ich auch garnichts, das spiele ich auch ganz gerne. Es ist nur so, wie Boba es gerade auch gesagt hat.

Wenn mein Post oben etwas ausgesprochen polemisch war, dann nur deswegen, weil ich da einfach schlechte Erfahrungen mit gemacht habe, die danach noch von menschlich schlechten Erfahrungen mit dem SL unterstrichen wurden.

Aber es SIND nunmal diese Stimmungsfaschisten, die das lockere Rollenspiel, wie ich es jetzt mal nenne, so lange gebasht haben, bis sich Spieler anfingen, dafür zu entschuldigen, dass sie damit Spaß haben. Behaupte ich mal so, kraft eigener Arroganz.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Tim Finnegan am 4.10.2011 | 15:56
Ich finde, die Stimmungsnazis müssen sich genau so wenig entschuldigen wie Bier & Bretzel Spieler.

Imho mag das ganze daran liegen, dass beim Stimmungs- oder reinem Charakterspiel weiteraus mehr zeit und Mühe investiert werden sollte als beim Casual. Von daher die Assoziation Mehr Aufwand = Besseres Spiel. In meinen Augen Blödsinn, nur muss man zugeben dass die Rhetorik mit denen Stimmingsnazis ihren Spielstil vertreten nun mal die Casuals meist "alt aussehen lässt". Siehe: Drama!
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: McCoy am 4.10.2011 | 15:57
Entschuldigen muss sich imho keiner für seine Spielweise. Soll doch jeder machen was ihm Spaß macht. Ob das nur ein Spielstil ist oder mehrere ist doch egal.

Das Spieler bestimmter System naserümpfend angesehen werden hab ich leider auch schon erlebt. Kann man sich eigentlich nur vor den Kopf fassen. Ich habe es jedenfalls noch nicht erlebt das ein bestimmtes System eine bestimmten Typ von Leuten eher angezogen hat als andere. Aber vielleicht hatte ich ja auch nur Glück?!
Spieler eines Systems über einen Kamm zu scheren ist genauso unpassend wie die zu belächeln die gerne locker flapsig spielen.

Bescheiden finde ich es nur wenn der Zeigefinger erhoben wird oder die Überlegenheitskeule ausgepackt wird.

Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Joerg.D am 4.10.2011 | 16:04
Nicht für das, was sie gern spielen!
Aber dafür, dass sie die anderen als pauschal minderwertig abkanzeln.
Oder wie Surtur es treffend sagte:Genau dafür!
Und für den Umkehrschluß, dass folglich alle anderen minderwertig sind, weil sie es falsch machen und es ja keine Kunst ist, so zu spielen!

Keine Ahnung, ich kann als Spieler mit allem Spaß haben, solange die Mitspieler stimmen. Als SL steht das auf einem anderen Blatt, da leite ich, was mir wenig Arbeit und viel Freude macht.

@ MCCoy
Schon mal ne Runde oder einen Char D&D 3.5 für 12te Stufe+ vorbereitet? Dann lachst Du über die Plottheorie. Drama und soziale Konflikte verringern den Vorbereitungsanteil. Man kann als SL oder Spieler ohne viel nach zu denken im Charakter bleiben und einfach nur nach Gefühl spielen.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: ErikErikson am 4.10.2011 | 16:08
ich mussgestehen, ich schere nicht alle DSA Spieler über einen Kamm, aber ich spiele kein DSA mehr, weil ich vermute, das zumindest ein oder zwei aus der Gruppe einen Spielstil haben und erwarten, den ich hasse.

Dafür entschuldiuge ich mich.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Achamanian am 4.10.2011 | 16:11

Archäologen werden in 5.000 Jahren die beiden letzten Rollenspieler mumifiziert in der Ausgrabungsstelle "Nerdkeller" finden, die Finger der skelettierten Hand um die Kehle des anderen, jeder jeweils ein anderes Regelwerk unter den Arm geklemmt.

Nur der historisch-antizipatorischen Akkuratheit wegen: Natürlich haben die beiden das GLEICHE Regelwerk unter dem Arm klemmen.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Joerg.D am 4.10.2011 | 16:15
Mein DSA SL railroadet ab und an, das die Schwarte kracht, er würfelt hinter dem Schirm und scheut sich nicht Illusionismus zu benutzen (glaube ich). Aber er lässt uns Spieler im Kleinen Umfang Sachen in der Welt bewegen, geht unglaublich gut auf unsere Charaktere ein und erzeugt eine wirklich gute Stimmung.

Und trotzdem spiele ich nicht nur gerne bei ihm, weil die Gruppe stimmt.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Boba Fett am 4.10.2011 | 16:26
Nur der historisch-antizipatorischen Akkuratheit wegen: Natürlich haben die beiden das GLEICHE Regelwerk unter dem Arm klemmen.

Muss nicht...
Es könnte auch ein

DSA vs D&D
D&D3 vs D&D4
oWoD vs nWoD
AD&D vs Palladium
GURPS vs HERO

- Fight gewesen sein...

Wie dem auch sei... Die Rollenspielszene schrumpft weiter, dystopische Zeiten für die Spielersuche.
Rollenspielläden werden immer seltener, aber die Spielerschaft bekriegt sich munter weiter.
Kinderkram³
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: McCoy am 4.10.2011 | 16:28
@ MCCoy
Schon mal ne Runde oder einen Char D&D 3.5 für 12te Stufe+ vorbereitet? Dann lachst Du über die Plottheorie. Drama und soziale Konflikte verringern den Vorbereitungsanteil. Man kann als SL oder Spieler ohne viel nach zu denken im Charakter bleiben und einfach nur nach Gefühl spielen.

Nein, hab ich nicht. Aber inwiefern verringern Drama und soziale Konflikte die Vorbereitung? Weil ich ein Gefühl für den Char bekomme und nicht 80 verschiedene Kampfmanöver lernen muss? Brauchen die Konflikte nicht auch Einarbeitung und erfordert es nicht auch Arbeit den Charakter so hinzubekommen das er sich richtig anfühlt?
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Boba Fett am 4.10.2011 | 16:30
@ MCCoy
Schon mal ne Runde oder einen Char D&D 3.5 für 12te Stufe+ vorbereitet? ...
Das ist auch eher "Tactican" als "Bier&Bretzel" bzw. "Casual"
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: ErikErikson am 4.10.2011 | 16:38
Ich muss auch sagen, wenn ich mal mit Rollenspiel irgendwas dauerhaft Spannendes, Mitreissendes spielen will,, gehn mir die Bier und Brezler gewaltig auf den Sack, denn die stören bei sowas extremst, und man sollte sie nicht in der Gruppe haben, wenn man sowas spielen will.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Joerg.D am 4.10.2011 | 16:39
Das ist auch eher "Tactican" als "Bier&Bretzel" bzw. "Casual"


Das haben alle diese Leute in meinem Bekanntenkreis gemeinsam, sie bauen sich einen möglichst guten Charakter.

Zitat
Aber inwiefern verringern Drama und soziale Konflikte die Vorbereitung? Weil ich ein Gefühl für den Char bekomme und nicht 80 verschiedene Kampfmanöver lernen muss? Brauchen die Konflikte nicht auch Einarbeitung und erfordert es nicht auch Arbeit den Charakter so hinzubekommen das er sich richtig anfühlt?

Bei mir ja. Bei vielen Leuten die ich kenne auch. Den Charakter kann man einfach spielen. Man improvisiert die Handlungen aus dem Gefühl für ihn.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Teylen am 4.10.2011 | 16:44
Ich rechne diese Entwicklung den Stimmungsfaschisten zu, die in ihren Runden das Witzemachen verbieten und mit ausgefeilten Licht- und Musikspielereien und ewigen Erzählmonologen eine Stimmungskulisse aufzubauen versuchen und sich aufgrund dessen als die einzig waren und echten Rollenspieler glorifizieren, die dem einfachen Spaßspielproletenpöbel dadurch einfach intelektuell total überlegen sind.

Gott, was hab ich die g'fressen.
Ich glaub das es alle Spielstilfaschisiten sind.
Egal ob der eine bei dem Wuesten-Reise Abenteuer die Cola verstecken geht und im Sommer die Heizung aufdreht.
Egal ob es aus der anderen Ecke droehnt das man doch ein Leistungsrollenspieler sein muss und Leistung endlich nimmer zu verpoenen sei.
Egal ob dann wieder einer aetzt das der Charakter doch die letzte taschenlampenfallenlassende Lusche sei.
Egal ob sich drueber aufgeregt wird das der Charakter ein seelenloses Wertemonster sei.
Egal ob ploetzlich wer fertig gemacht wird weil er die Spie.. Charaktere, nun irgendwen schon, durch Railroaderei oder NPCs gedemuetigt habe.

Ist ja nicht so als waeren sie Stimmungsfachisten die einzigen die andere ankeksen wuerden.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Vanis am 4.10.2011 | 16:47
Wie dem auch sei... Die Rollenspielszene schrumpft weiter, dystopische Zeiten für die Spielersuche.
Rollenspielläden werden immer seltener, aber die Spielerschaft bekriegt sich munter weiter.
Kinderkram³

Ach ich weiß nicht. In unserm Rollenspielverein kamen in den vergangenen Monaten immer mehr Neulinge und haben sich dazugesetzt. Neue Runde werden gegründet, unsere Hauscon hatte auf einmal wieder mehr Besucher.

Und zum Thema: Ich bin oft enttäuscht, wenn ich mich mal in eine Conrunde setze, weil ich mit völlig falschen Erwartungen an die Sache rangehe. Wenn SLs ein gerailroadetes Krimiabenteuer leiten und die Runde das super findet, spricht doch wirklich nichts dagegen. Wichtig ist halt, dass man vorher solche Sachen klärt. Und da wirds dann oft schwierig. Viele Rollenspieler, die nicht jeden Tag im Tanelorn rumhängen, können ihre Art zu spielen nämlich gar nicht beschreiben. So wie sie spielen, ist für sie eben die einzig richtige Art zu spielen.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Teylen am 4.10.2011 | 16:49
Wenn man in der Stimmung für bierernstes Stimmungsspiel ist, dann ist das eine geile Sache. Ich bin nur nich termingerecht alle 14 Tage in Stimmung für bierernstes Stimmungsspiel. Das Problem ist, dass diese Typen ja auch total Kritikresistent sind, denn was sie machen ist ja die "hohe Kunst des Rollenspiels" und das hat man nicht zu kritisieren.
"Die Typen" sind nur vielleicht alle 14 oder gar alle 7 Tage in Stimmungsspiel Stimmung freuen sich darauf und haben Spass daran?
Und nur weil sie es dann durchziehen, und nicht zu deinem Spielstil wechseln, sind die 'total Kritikresistent'?
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Joerg.D am 4.10.2011 | 16:53
Zitat
Viele Rollenspieler, die nicht jeden Tag im Tanelorn rumhängen, können ihre Art zu spielen nämlich gar nicht beschreiben. So wie sie spielen, ist für sie eben die einzig richtige Art zu spielen.


Ich hänge hier täglich rum und habe trotzdem Schwierigkeiten, weil sich das ständig ändert, wie ich spiele.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Skele-Surtur am 4.10.2011 | 16:54
"Die Typen" sind nur vielleicht alle 14 oder gar alle 7 Tage in Stimmungsspiel Stimmung freuen sich darauf und haben Spass daran?
Und nur weil sie es dann durchziehen, und nicht zu deinem Spielstil wechseln, sind die 'total Kritikresistent'?
Nein. Glaub mir, so ist es nicht.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Dark_Tigger am 4.10.2011 | 16:55
Ich glaub das es alle Spielstilfaschisiten sind.
Egal ob der eine bei dem Wuesten-Reise Abenteuer die Cola verstecken geht und im Sommer die Heizung aufdreht.
Egal ob es aus der anderen Ecke droehnt das man doch ein Leistungsrollenspieler sein muss und Leistung endlich nimmer zu verpoenen sei.
Egal ob dann wieder einer aetzt das der Charakter doch die letzte Taschenlampen fallende Lusche sei.
Egal ob sich drueber aufgeregt wird das der Charakter ein seelenloses Wertemonster sei.
Egal ob ploetzlich wer fertig gemacht wird weil er die Spie.. Charaktere, nun irgendwen schon, durch Railroaderei oder NPCs gedemuetigt habe.

Ist ja nicht so als waeren sie Stimmungsfachisten die einzigen die andere ankeksen wuerden.

:D aber die durften doch die ganzen 90ger und frühen 00er durch.... jetzt müssen die sich auch mal hinsetzten und sich ankeksen lassen. :Ironie:

Nein wie gesagt zu entschuldigen haben sich die die meinen nur ihre Art ist die Richtige. Wobei einige von denen gar nicht so falsche Dinge sagen. Wenn alle Gruppen weniger engstirnig wären würden sie vll feststellen das sie a) eigentlich einiges voneinander lernen können und b) sich viel näher sind als sie vll denken.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Vanis am 4.10.2011 | 17:02

Ich hänge hier täglich rum und habe trotzdem Schwierigkeiten, weil sich das ständig ändert, wie ich spiele.

Joa, aber du könntest die Art, wie du spielst, wahrscheinlich schon beschreiben. Auch wenn sich das von Runde zu Runde unterscheidet. Ich les hier immer wieder Beiträge nach dem Motto "Meine Runde macht mir keinen Spaß mehr, was mache ich als SL falsch". Das liegt wie du richtig schreibst nicht daran, dass manche Spilstile doof sind, sondern daran, dass Spieler sich einfach nicht verstehen.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Joerg.D am 4.10.2011 | 17:06
Bei der letzten Runde lag das daran, das der SL inkompetent war und versucht hat die Spieler gegeneinander auszuspielen um selber keine Entscheidungen treffen zu müssen oder gar zwischen Leuten zu moderieren, die Probleme miteinander haben.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Teylen am 4.10.2011 | 17:14
Nein. Glaub mir, so ist es nicht.
Was/Wie ist es denn dann?

Wenn eine Gruppe Lust auf woechentliches Stimmungsspiel hat und sie dabei Spass haben, muessen sie sich imho nicht dafuer entschuldigen. Noch muessen sie so tun als haetten sie an anderen Spielarten des Rollenspiel Spass.

Ich mein, meine Vermutung wieso sich Leute fuer ihren Spielstil entschuldigen, waere ja das oftmals jemand ankommt und nach der Feststellung das die nun auf eine gewisse Weise spielen, verlangt das sie zumindest ein Lippenbekenntnis hinbekommen das sie auch andere Spielweisen toll finden. Obwohl sie sich fuer die vielleicht so rein gar nicht interessieren oder die vielleicht bewusst es so ueberhaupt gar nicht toll finden [und Spass dran haben es eben nicht so zu machen].
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Tim Finnegan am 4.10.2011 | 17:22
Was/Wie ist es denn dann?

Wenn eine Gruppe Lust auf woechentliches Stimmungsspiel hat und sie dabei Spass haben, muessen sie sich imho nicht dafuer entschuldigen. Noch muessen sie so tun als haetten sie an anderen Spielarten des Rollenspiel Spass.

Ich mein, meine Vermutung wieso sich Leute fuer ihren Spielstil entschuldigen, waere ja das oftmals jemand ankommt und nach der Feststellung das die nun auf eine gewisse Weise spielen, verlangt das sie zumindest ein Lippenbekenntnis hinbekommen das sie auch andere Spielweisen toll finden. Obwohl sie sich fuer die vielleicht so rein gar nicht interessieren oder die vielleicht bewusst es so ueberhaupt gar nicht toll finden [und Spass dran haben es eben nicht so zu machen].

Da wäre ich mir nicht so sicher. Ich nehme eher an das bestimmte Spielstile als "Besser" propagiert werden und sich Leute etwas minderwertig fühlen, wenn sie den besseren Spielstilen nicht folgen.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Humpty Dumpty am 4.10.2011 | 17:29
Hm, also ich sage potentiellen Mitspielern unserer D&D4-Runde genau das, was Jörg im Eingangspost zusammenfasst. Für mich ist das die implizite Abhandlung des Gruppenvertrags: wir saufen nicht zu knapp Alkohol, spielen quasi ein Brettspiel, legen Wert auf Ergebnisoffenheit, spielen die meisten Szenen nicht darstellerisch aus und haben ausgiebige Kampfanteile. Für die demnächst startende Vampirerunde werde ich das ähnlich handhaben: kein Alkohol, Partizipationismus, lässiges Handwedeln, intensives Charakterspiel, handlungsbezogene Ohnmacht der SC kann vorkommen, dramaturgisch orientiertes Mitdenken der Spieler ist willkommen, ausführliche Charakterkonzepte, gerne auch ausformuliert, sind hilfreich. Das ist selbstredend ne vollkommen andere Runde, aber irgendwie muss man doch den Gruppenvertrag kommunizieren. Die Leute müssen ja schließlich wissen, worauf sie sich einlassen.

Übrigens: ich würde die zweite Runde als darstellerisch deutlich ambitionierter und insofern als besser bezeichnen, während es in der ersten Runde vornehmlich um taktische Fähigkeiten dreht. Aus einer kreativ-künstlerischen Perspektive ist die zweite Runde aber mit absoluter Sicherheit hochwertiger. Mir ist unklar, weshalb man das nicht so benennen sollen dürfte. Für mich als SL erzeugt dabei überraschender Weise D&D4 in der ergebnisoffenen Variante erheblich mehr Vorbereitungsaufwand als die ebenfalls eher sandboxig ausgerichtete Vampire-Runde.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Teylen am 4.10.2011 | 17:37
Da wäre ich mir nicht so sicher. Ich nehme eher an das bestimmte Spielstile als "Besser" propagiert werden und sich Leute etwas minderwertig fühlen, wenn sie den besseren Spielstilen nicht folgen.
Ich denke das es sowohl als auch vorkommt.
Also das sich entschuldigt wird um die eigene Spielweise abzusichern.
Als das sich auch entschuldigt wird weil man vielleicht die andere Person fuer tendentiell ueberlegen haelt.

Ich habe es in Bezug auf Online-Runden hierbei sehr oft als (respektvolle) Absicherung wahrgenommen.
Weil man den komplett Fremden ja ggf. auch ueberhaupt garnicht kennt.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Skele-Surtur am 4.10.2011 | 17:47
Was/Wie ist es denn dann?
Das steht doch in meinem Post. Sie sind einfach Kritikresistent. Es wird Kritik geäußert und der SL sagt dann sinngemäß: "Nein, ich mach das nur so und ich will das nur so und wenn ihr das nicht so wollt, dann seit ihr nicht so gute Rollenspieler wie ich und meine Stammmannschaft."

Leute, die ständig hören, wie toll sie sind, entwickeln irgendwann eben eine Kritikresistenz und beginnen dann alle, die es anders machen, als weniger gut anzusehen. Und genau das treffe ich einfach primär bei den Stimmungsfaschisten an. Übrigens hat genau der SL, auf den ich dabei besonders Schiele, in der Zwischenzeit 8(!!!) Spieler verschlissen, die alle keinen Bock mehr auf ihn haben. Weil er kritikresistent ist.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: ErikErikson am 4.10.2011 | 17:49
Das steht doch in meinem Post. Sie sind einfach Kritikresistent. Es wird Kritik geäußert und der SL sagt dann sinngemäß: "Nein, ich mach das nur so und ich will das nur so und wenn ihr das nicht so wollt, dann seit ihr nicht so gute Rollenspieler wie ich und meine Stammmannschaft."

Leute, die ständig hören, wie toll sie sind, entwickeln irgendwann eben eine Kritikresistenz und beginnen dann alle, die es anders machen, als weniger gut anzusehen. Und genau das treffe ich einfach primär bei den Stimmungsfaschisten an. Übrigens hat genau der SL, auf den ich dabei besonders Schiele, in der Zwischenzeit 8(!!!) Spieler verschlissen, die alle keinen Bock mehr auf ihn haben. Weil er kritikresistent ist.

Vielleicht hat er recht? Das Stimmungsspiel ist nunmal besser. Punktaus. Vom Grafen Zeppelin hat man auch gesagt, das er verrückt wäre.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Skele-Surtur am 4.10.2011 | 17:52

Als das sich auch entschuldigt wird weil man vielleicht die andere Person fuer tendentiell ueberlegen haelt.

Ich habe es in Bezug auf Online-Runden hierbei sehr oft als (respektvolle) Absicherung wahrgenommen.
Weil man den komplett Fremden ja ggf. auch ueberhaupt garnicht kennt.
Generelle Annahme der Überlegenheit anderer als Zeichen des Respekts? Das ist doch eher Symptom eines bedenklichen Mangels an Selbstvertrauen. Das kann ich nicht nachvollziehen.

Und ich entschuldige mich doch nicht für meinen Spielstil! Ich entschuldige mich doch auch nicht dafür, dass ich lieber Martial Arts Filme als Liebeskomödien sehe!
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Teylen am 4.10.2011 | 17:58
Das steht doch in meinem Post. Sie sind einfach Kritikresistent. Es wird Kritik geäußert und der SL sagt dann sinngemäß: "Nein, ich mach das nur so und ich will das nur so und wenn ihr das nicht so wollt, dann seit ihr nicht so gute Rollenspieler wie ich und meine Stammmannschaft."
Ja und?
Er und seine Stammmannschaft haben doch jede Woche auf die Art und Weise wie sie das tun Spass.
Aus seiner, beziehungsweise ggf. ihrer, Sicht vermutlich auch ultimativ viel Spass, wo Aenderungen halt nicht erwuenscht / notwendig / Spass foerdernd sind.

Das er sich nun dir oder anderen Kritikern, die dort Verbesserungsbedarf sehen, nicht anschliesst macht ihn imho nicht zum Extremisten der etwas elementar falsch macht.

Was soll ihm den deine Kritik bringen? Die Erkenntnis das der eigene Spass, den er scheinbar bei seiner Spielweise hat, ein "falscher Spass" ist?
Respektive halte ich die Aussage das wenn jemand die Spielweise nicht teilt, er den Qualitaetsanspruechen fuer die Runde nicht genuegt, halt nicht "gut genug" dafuer ist, fuer durchaus valide.

Zitat
Übrigens hat genau der SL, auf den ich dabei besonders Schiele, in der Zwischenzeit 8(!!!) Spieler verschlissen, die alle keinen Bock mehr auf ihn haben.
Es gibt hier Leute im Tanelorn die sich damit bruesten Spieleranzahlen im (deutlich) zweistelligen Bereich verschlissen zu haben.
Macht denjenigen imho auch nicht zu einem schlechten Rollenspielern bzw. bricht dem Spass den er in Runden hat imho keinen Zacken aus der Krone.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: ErikErikson am 4.10.2011 | 17:59

Es gibt hier Leute im Tanelorn die sich damit bruesten Spieleranzahlen im (deutlich) zweistelligen Bereich verschlissen zu haben.
Macht denjenigen imho auch nicht zu einem schlechten Rollenspielern bzw. bricht dem Spass den er in Runden hat imho keinen Zacken aus der Krone.

Wer genau?
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Boba Fett am 4.10.2011 | 18:02
@Teyeln:
Ich finde auch, dass man so ein Statement nicht mit vagen Andeutungen so stehen lassen sollte.
Sonst gehen nur die wüstesten Spekulationen los, wen Du meinst.
Vor allem, wenn da nicht mal klar ist, ob diese Betreffenden nicht ggf. Schon durch rote Karte gehen mussten.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Teylen am 4.10.2011 | 18:09
Generelle Annahme der Überlegenheit anderer als Zeichen des Respekts? Das ist doch eher Symptom eines bedenklichen Mangels an Selbstvertrauen. Das kann ich nicht nachvollziehen.
Nein, die Feststellung das man einen anderen Spielstil hat.

Als Beispiel, ich spielte in einer V:tM Online Chronik. Das Spiel war recht offen, Spieler getrieben, es war eine Mischung aus politischen und intriganten Spiel, PvP konnte vorkommen und Charaktere aufgrund von Konsequenzen sterben.

Dann kommt z.B. ein fremder Spieler an der eine andere Sichtweise von V:tM hat, das kann sehr viel faeltig sein, vielleicht will er nur mit einem sehr effektiv designten Charakter kaempfen, vielleicht will er nur ellenlange Eintraege zu politischen Winkelzuegen machen, vielleicht will er eine Fraktion spielen die nicht vorgesehen ist - die Liste ist unvollstaendig.
Jedenfalls erkennt man: Der hat an anderen Sachen Spass als wird. / Er ist RPG Spass maessig inkompatibel.

Also sagt man ihn etwas nettes wie "Entschuldigung, aber ich glaube fuer dich sind wir zu XY und tatsaechlich haben wir an XY ja auch viel Spass, geh mal zur Chronik Z - vielleicht passt du dort besser hin". Sehr kurz ist das eher ein: "Geh mit Gott, aber Geh". Als ein "Oh wir finden Chronik Z / Deine Spielweise so klasse / ueberlegen."
Denn wuerde man die Spielweise tatsaechlich so klasse finden, oder auch nur gleichwertig, wuerde es ja keinen rationalen Grund geben wieso man sie nicht adaptiert bzw. selbst praktiziert oder mit der anderen Chronik gemerged waere.

@Teyeln:
Ich finde auch, dass man so ein Statement nicht mit vagen Andeutungen so stehen lassen sollte.
Vor allem, wenn da nicht mal klar ist, ob diese Betreffenden nicht ggf. Schon durch rote Karte gehen mussten.
Es war irgendwo in einem "Habt ihr schonmal Spieler der Runde verwiesen" Thread.
Ich habe keine Ahnung mehr wer genau das war und ebensowenig ob er verwiesen wurde oder nicht.
Sehe jetzt auch nicht unbedingt wieso die Feststellung x Leute verwiesen zu haben so negativ ist.
[Kann aber bei Zeiten versuchen zu schauen ob ich ihn wieder finde]
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Dark_Tigger am 4.10.2011 | 18:12
Ich kann mir da auch einen Namen denken, will jetzt aber Teylen nichts in den Mund legen. (Edit: Argh zu langsam)

@Surtur
Weißt du eigentlich ob dieser Mensch eigentlich schon mal was anderes Ausprobiert hat?

Die Menschen von denen ich redete Spielen nämlich andere Sachen auch in anderem Stil. (Sagen sie zumindest)
Aber sie hatten halt da gerade Lust auf Stimmungsspiel mit Kerzen, durchgeplantem Musikprogramm, geschätzten 15 Handouts pro abend und jedes Gespräch ausspielen.
Und da passten wir 2 Chaoten (also ich und mein Kollge) halt nicht rein.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Boba Fett am 4.10.2011 | 18:14
Okay, Teylen, sorry, habe Deinen Beitrag völlig falsch gelesen.
Hatte es so interpretiert, dass sich der Verschleiß auf Tanelorn User bezog.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Joerg.D am 4.10.2011 | 18:23
Zitat
Es gibt hier Leute im Tanelorn die sich damit bruesten Spieleranzahlen im (deutlich) zweistelligen Bereich verschlissen zu haben.
Macht denjenigen imho auch nicht zu einem schlechten Rollenspielern bzw. bricht dem Spass den er in Runden hat imho keinen Zacken aus der Krone.

Nein, er machst sich zu einem SL der eine gute Runde will.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Teylen am 4.10.2011 | 18:26
Nein, er machst sich zu einem SL der eine gute Runde will.
Joah, wenn er keine Runde hat. ^^;
Ich dachte jetzt an einen der eine Runde hat, die ihm Spass macht, aber davor halt - oder wenn er was neues machen mag - einen hohen Spielerdurchsatz.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Skele-Surtur am 4.10.2011 | 18:28
@Surtur
Weißt du eigentlich ob dieser Mensch eigentlich schon mal was anderes Ausprobiert hat?
Ja. Ich kannte ihn damals schon recht gut und wir haben vorher schon zusammen RPG gezockt. Dann sind wir beide weggezogen und haben uns später wieder getroffen. Dass er in der Zwischenzeit sein ohnehin noch nie besonders kleines Ego inzwischen auf die Größe des Marshmallowmannes aus Ghostbuster I angewachsen war, konnten wir nicht ahnen.

Ja und?
Er und seine Stammmannschaft haben doch jede Woche auf die Art und Weise wie sie das tun Spass.
Aus seiner, beziehungsweise ggf. ihrer, Sicht vermutlich auch ultimativ viel Spass, wo Aenderungen halt nicht erwuenscht / notwendig / Spass foerdernd sind.

Das er sich nun dir oder anderen Kritikern, die dort Verbesserungsbedarf sehen, nicht anschliesst macht ihn imho nicht zum Extremisten der etwas elementar falsch macht.

Was soll ihm den deine Kritik bringen? Die Erkenntnis das der eigene Spass, den er scheinbar bei seiner Spielweise hat, ein "falscher Spass" ist?
Respektive halte ich die Aussage das wenn jemand die Spielweise nicht teilt, er den Qualitaetsanspruechen fuer die Runde nicht genuegt, halt nicht "gut genug" dafuer ist, fuer durchaus valide.
Das halte ich, bei allem Respekt, für so einen Unfug, dass mir schlicht die Worte fehlen. Ein SL, der nicht bereit ist, seinen Spielstil im Angesicht seiner Spieler zu variieren, ist meines Erachtens eine Vollpflaume.
 Es war ja nicht so, dass eine komplette Kehrtwende beim Spielstil gefordert worden wäre. Und nein, es wurde zu keiner Zeit gesagt, dass der Spaß, den er und die Stammmannschaft (also der eine Spieler, den er noch nicht vergrault hatte), ein "falscher" war, sondern dass die anderen Spieler dann doch Element X und Y gerne auch im Spiel gehabt hätten.
Ein wenig muss man halt auf seine Spieler eingehen. Natürlich soll der SL seinen Spaß haben, aber ein wenig Luft für Feinjustiereungen muss doch wohl sein.

Irgendwie scheinst du da ein Bild von mir zu haben, dass ich wie die letzte Wildsau zu dem SL gestiefelt wäre und ihm erstmal gesagt hätte, dass er ein dummer Erzählonkel ist und gefälligst so zu leiten hat, wie ich das für richtig halte, inklusive einer 50-Punkte Checkliste, was er alles falsch gemacht hat. Glaub mir, ich habe wirklich ganz normal und höflich einfach nur ein paar Wünsche geäußert, was ich in diesem Abenteuer gerne hätte und wo ich das eine oder andere Detail gerne etwas anders geregelt haben würde.

Und wenn es jemand in kurzer Zeit schafft, dass 8 Leute nicht mehr mit ihm spielen wollen, dann ist das für mich schon ein Indiz für ein ziemlich bescheuertes Verhalten.

Und zu den Leuten, die nicht mehr bei ihm spielen wollen, gehört einer der geduldigsten und gutmütigsten und dankbarsten Rollenspieler, die ich kenne. Und ich rede da nicht von mir.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Dark_Tigger am 4.10.2011 | 18:30
Oder für seine geistige und Kulturelle überlegenheit. ~;D

Sorry musste gerade sein.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Skele-Surtur am 4.10.2011 | 18:33
Oder für seine geistige und Kulturelle überlegenheit. ~;D
Ja, zumindest für die eingebildete. ~;D
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Teylen am 4.10.2011 | 18:33
Hum, ich ging tatsaechlich davon aus, das es hier um Runden geht, egal ob Bier & Bretzel / Stimmungsspieler oder [sonst was], die erstmal Spass an ihrer Spielweise haben und damit jede Woche sich was tolles tun.
Wo dann jemand dazu kommt der nicht so Bier & Bretzel / Stimmungsspieler oder [sonst was] drauf ist, wie die glueckliche Runde, und wo man dann von der gluecklichen Runde zu hoeren kriegt: "Tut uns leid, aber wir spielen Bier & Bretzel / Stimmungsspieler oder [sonst was]".
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Skele-Surtur am 4.10.2011 | 18:38
Das wäre doch keinerlei Problem. Da bräuchte ich nicht zu diskutieren. Da sage ich dann: "Fein, viel Spaß, ist nicht meins." oder "Cool, wollte ich schon immer mal ausprobieren, ich mach mal mit."
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Oberkampf am 4.10.2011 | 19:32

Und zum Thema: Ich bin oft enttäuscht, wenn ich mich mal in eine Conrunde setze, weil ich mit völlig falschen Erwartungen an die Sache rangehe. Wenn SLs ein gerailroadetes Krimiabenteuer leiten und die Runde das super findet, spricht doch wirklich nichts dagegen. Wichtig ist halt, dass man vorher solche Sachen klärt. Und da wirds dann oft schwierig. Viele Rollenspieler, die nicht jeden Tag im Tanelorn rumhängen, können ihre Art zu spielen nämlich gar nicht beschreiben. So wie sie spielen, ist für sie eben die einzig richtige Art zu spielen.

Das sehe ich sehr ähnlich. Mittlerweile schreibe ich schon in den Aushang, dass ich ein Spiel spiele leiten will (und werde), bei dem gewürfelt wird, Regeln angewendet werden, vorgefertigte Charaktere vorliegen (oder nicht), ein Abenteuer vorbereitet ist und welche sonstigen Bedingungen vorherrschen (ob es ein Dungeon gibt, ob und wie viele Kämpfe voraussichtlich vorkommen usw.)

Was B&B angeht: Gefühlsmäßig stimme ich der Grundaussage der OP voll zu. Allerdings gefällt mir die Bezeichnung B&B nicht wirklich. Gewissermaßen ist selbst ein Stimmungsspiel mit 90% Tavernenspiel eine Form von "B&B", wie authentisch und atmosphärisch man da auch seinen Alrik spielen mag.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: dunklerschatten am 4.10.2011 | 21:11
oO und mal wieder staune ich ...

Was soll der Eingangspost mehr als " Jeder soll so spielen wie er/sie glücklich wird" noch sagen ? Bzw. Warum (schon wieder) eine Ellenlage Diskussion über diesen Sachverhalt  ?

Wenn jemand eine andere Meinung als DIESE liberale vertritt, ist diskutieren eh sinnfrei....imho
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Skele-Surtur am 4.10.2011 | 22:30
Ich schätze mal, der TE wollte einfach mal dieses Statement bringen. Dem haben wir größtenteils auch zugestimmt. Also so ein gegenseitiges Schulterklopfen. Danach ging es eben darum, warum offensichtlich einige Spieler ihr "Casual Gaming" oder lockeres Rollenspiel, wie ich es nenne, so ein wenig "entschuldigen". Wer ist also dafür verantwortlich?

Darum dreht sich die momentane Diskussion.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Tim Finnegan am 4.10.2011 | 22:39
oO und mal wieder staune ich ...

Was soll der Eingangspost mehr als " Jeder soll so spielen wie er/sie glücklich wird" noch sagen ? Bzw. Warum (schon wieder) eine Ellenlage Diskussion über diesen Sachverhalt  ?

Wenn jemand eine andere Meinung als DIESE liberale vertritt, ist diskutieren eh sinnfrei....imho

Das "wir" "ubs" hier einig sind, ist ja recht normal. Darum geht es anscheinend aber auch auch nicht, vielmehr um den Reflex den einige Leute anscheinend haben, nämlich Spielstile zu werten.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Joerg.D am 4.10.2011 | 23:01
Zitat
Ein SL, der nicht bereit ist, seinen Spielstil im Angesicht seiner Spieler zu variieren, ist meines Erachtens eine Vollpflaume.

OK, nenne es Nitpicking, besonders weil du im Rest des Postes ja deutlich gemacht hast, wie es bei Euch aussieht. Aber trotzdem möchte ich darauf mal eingehen. Also beziehe es nicht auf Dich Sutur, sondern lass es einfach als alleinige Aussage auf dich wirken.


Ich bin der festen Überzeugung, dass ein SL auf gar keinen Fall leiten soll, was ihm keinen Spaß macht. Vielleicht noch mit der Einschränkung, dass ich es doch machen könnte, wenn der Rest der Runde einfach zu 100% stimmt. Aber der Spaß des SL ist für mich fundamental mit dem Erfolg einer Runde verbunden. Wie solle ein SL sich motivieren, wenn er keinen Spaß am Leiten hat?

Das mit dem Eingehen auf die Runde ist so eine Sache, wenn es keine vorhandenen Schnittmengen gibt an denen man arbeiten kann. Da wollte ich auch mal einen Blogpost drüber schreiben, habe es aber gelassen, weil ich einfach nicht genügend Ideen für eine unterhaltsame Schreibe hatte.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Tim Finnegan am 4.10.2011 | 23:06
Ich bin der festen Überzeugung, dass ein SL auf gar keinen Fall leiten soll, was ihm keinen Spaß macht. Vielleicht noch mit der Einschränkung, dass ich es doch machen könnte, wenn der Rest der Runde einfach zu 100% stimmt. Aber der Spaß des SL ist für mich fundamental mit dem Erfolg einer Runde verbunden. Wie solle ein SL sich motivieren, wenn er keinen Spaß am Leiten hat?

Das mit dem Eingehen auf die Runde ist so eine Sache, wenn es keine vorhandenen Schnittmengen gibt an denen man arbeiten kann. Da wollte ich auch mal einen Blogpost drüber schreiben, habe es aber gelassen, weil ich einfach nicht genügend Ideen für eine unterhaltsame Schreibe hatte.

Passiert das aber nicht öfters als man will? Wie oft kommt es vor dass sich Spieler in einen Bereich begeben den man nicht haben will?
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Oberkampf am 4.10.2011 | 23:13
Passiert das aber nicht öfters als man will? Wie oft kommt es vor dass sich Spieler in einen Bereich begeben den man nicht haben will?

Ehrlich gesagt kann mir das durchaus passieren, und dann lässt meine Motivation als SL in der Regel so drastisch nach, dass ich mich vor dem Weiterleiten drücke.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Joerg.D am 4.10.2011 | 23:19
Passiert das aber nicht öfters als man will? Wie oft kommt es vor dass sich Spieler in einen Bereich begeben den man nicht haben will?

Jein. Ich habe keine Lust mehr auf eine Mantel und Degen Kampagne im Mondmeer gehabt, die von den Spielern in meinem Geschmack viel zu böse gespielt wurde. Dar war nur wenig edler Pirat und viel böser Seeräuber. Außerdem hat die Gruppe den offenen Plot so ausgenutzt und keine Rücksicht auf andere Mitspieler die im Urlaub waren genommen, dass ich mich Heute noch aufregen kann.

Das bedeutet nicht, dass die Spieler schlecht waren. Es bedeutet, dass wir einfach komplett unterschiedlichen Vorstellungen davon hatten, was passieren soll und ich die Runde nicht mehr leiten wollte.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: dunklerschatten am 4.10.2011 | 23:21
*räusper*

Edler Pirat ???  Das ist ja quasi wie ein demokratischer Diktator  :D
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Skele-Surtur am 4.10.2011 | 23:22
Ich bin der festen Überzeugung, dass ein SL auf gar keinen Fall leiten soll, was ihm keinen Spaß macht. Vielleicht noch mit der Einschränkung, dass ich es doch machen könnte, wenn der Rest der Runde einfach zu 100% stimmt. Aber der Spaß des SL ist für mich fundamental mit dem Erfolg einer Runde verbunden. Wie solle ein SL sich motivieren, wenn er keinen Spaß am Leiten hat?

Das mit dem Eingehen auf die Runde ist so eine Sache, wenn es keine vorhandenen Schnittmengen gibt an denen man arbeiten kann. Da wollte ich auch mal einen Blogpost drüber schreiben, habe es aber gelassen, weil ich einfach nicht genügend Ideen für eine unterhaltsame Schreibe hatte.
Ja, klar. Natürlich soll kein SL etwas leiten, was ihm so garkeinen Spaß macht. Würde ich auch nicht machen und ich denke, bei den meisten SLs sinkt die Qualität des geleiteten Spiels massiv, wenn er selbst keinen Spaß hat.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Joerg.D am 4.10.2011 | 23:23
*räusper*

Edler Pirat ???  Das ist ja quasi wie ein demokratischer Diktator  :D

Ist im Mantel und Degen Genre nicht unüblich.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Tim Finnegan am 4.10.2011 | 23:28
*räusper*

Edler Pirat ???  Das ist ja quasi wie ein demokratischer Diktator  :D

Go Airship Pirates!!

Jein. Ich habe keine Lust mehr auf eine Mantel und Degen Kampagne im Mondmeer gehabt, die von den Spielern in meinem Geschmack viel zu böse gespielt wurde. Dar war nur wenig edler Pirat und viel böser Seeräuber. Außerdem hat die Gruppe den offenen Plot so ausgenutzt und keine Rücksicht auf andere Mitspieler die im Urlaub waren genommen, dass ich mich Heute noch aufregen kann.

Das bedeutet nicht, dass die Spieler schlecht waren. Es bedeutet, dass wir einfach komplett unterschiedlichen Vorstellungen davon hatten, was passieren soll und ich die Runde nicht mehr leiten wollte.

Die Frage ist: Wann nimmt das Überhand? Bei, sagen wir mal, einer Folterszene kann ich noch wegsehen, über "übetrieben" detailgerechte Bescheibungen kann ich mal hinwegsehen, etc...
Aber: um wieder @Topic zu sein: Wenn jemand contraire zu meinem Sl Stil spielt, belächle ich denjenigen ein wenig, insbesondere wenn die- oder derjenige davor mit Erfahrung in einem bestimmten System oder Spielstil prahlt.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Callisto am 4.10.2011 | 23:31
*räusper*

Edler Pirat ???  Das ist ja quasi wie ein demokratischer Diktator  :D

Du weisst schon, dass die Piratenschiffe viel demokratischer organisiert waren als die staatlichen Schiffe zur selben Zeit? Ich weiß, dass ich die etwas verkläre, aber innerhalb ihrer Gruppe waren die viel sozialer als so manche innerhalb der normalen Gesellschaft. Die haben Invalidenversicherung erfunden. Also auch wenns OT ist, aber das kann ich so nicht stehen lassen.

@topic: Ich hatte am Samstag eine hochdramatische Runde. Und dabei viel Spaß. Ingame wie Outgame. Wären wir nicht regelmäßig auf die Metaebene geglitten, hätte das ev. weniger Spaß gemacht. Ich empfands trotzdem als Hochleistungsrollenspiel. Ohne das wir uns dazu gezwungen hätten.

Ansonsten stimme ich zu, dass niemand sich für seinen Spielspaß entschuldigen sollte.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Just_Flo am 5.10.2011 | 07:16
Auch dann nichtr, wenn er ihn trotz mehrer Belehrungen und Anregungen (kritikresistent) beibehält?
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: dunklerschatten am 5.10.2011 | 07:29
Zitat
Wenn jemand contraire zu meinem Sl Stil spielt, belächle ich denjenigen ein wenig, insbesondere wenn die- oder derjenige davor mit Erfahrung in einem bestimmten System oder Spielstil prahlt.

Warum ? Das ist doch, ich meine das nicht böse, schon ein wenig hybris.



Zitat
Du weisst schon, dass die Piratenschiffe viel demokratischer organisiert waren als die staatlichen Schiffe zur selben Zeit? Ich weiß, dass ich die etwas verkläre, aber innerhalb ihrer Gruppe waren die viel sozialer als so manche innerhalb der normalen Gesellschaft. Die haben Invalidenversicherung erfunden. Also auch wenns OT ist, aber das kann ich so nicht stehen lassen.

Etwas verkläre ist das imho eine derbe Untertreibung  :D, die mögen ja STELLENWEISE gewisse "Sozialleistungen" entwickelt haben, aber erstens gab es nicht DIE PIRATEN, zweitens halte ich die verhandenen Daten für sehr spärlich und drittens ist das dann immer noch nicht EDEL sondern eher klug
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Hotzenplot am 5.10.2011 | 07:47
Ich sehe das ein bisschen wie Jörg. Nicht zuletzt durch das :T: habe ich einen anderen Blick auf meine alte, spaßige und noch immer bestehende DSA-Runde bekommen. Manchmal habe ich das Gefühl, man muss sich beinahe entschuldigen, wenn man ein gängiges System (D&D, DSA, SR oder so) mit den früher üblichen Methoden spielt.
Wenn ich auf dem großen Treffen in einer Runde mitspiele, hat die vom rollenspielerischen Anspruch schon eine höhere Qualität und macht mir diesbezüglich auch mehr Spaß. Ich glaube aber, dass das eher an den beteiligten Personen liegt, als am Spielstil oder irgendwelchen anderen Verabredungen. Beim Treffen, ob groß oder klein, WOLLEN einfach alle richtig gut und gerne spielen. Von meiner wöchentlichen Runde kann ich nicht den gleichen Enthusiasmus erwarten.

Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Edvard Elch am 6.10.2011 | 01:03
In diesem Interview (http://www.ulisses-forum.de/showthread.php?p=840504#post840504 (http://www.ulisses-forum.de/showthread.php?p=840504#post840504)) gibt ein DSA-Autor folgendes zu Besten:
Zitat
Aber richtiges Rollenspiel war das nicht, sondern eher Monster platt hauen.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Callisto am 6.10.2011 | 01:25
Du hast dir das echt durchgelesen? Tjaja. Das ist DSA. Das ist richtiges RollenspielTM  :D
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: dunklerschatten am 6.10.2011 | 09:37
Mal ein anderen Gedanken eingeworfen:

Evtl. leiden die "normalen Spieler" auch einfach nur unter der stellenweise selbstherrlichen Argumentationsschleife die die "Leistungsrollenspieler" gerne zum besten geben ?!

Und daher fühlen sich die "normalen Spieler" genötigt diese Verteidigungsargumentationen ran zu zuziehen.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Skele-Surtur am 6.10.2011 | 09:56
Möchtest du diese "Argumentationsschleife" etwas konkretisieren?
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Tim Finnegan am 6.10.2011 | 10:02
Warum ? Das ist doch, ich meine das nicht böse, schon ein wenig hybris.

Mag auf den ersten Blick so rüberkommen, gebe ich gerne zu. Nur stellt sich mir oft die Frage: Wenn ich im Vorfeld sehr genau erkläre was und wie ich spielleiten werde, dann verwundert es mich dass trotzdem Leute auftauchen die dann nicht damit klarkommen dass es nicht ist wie bei ihrem Lieblingssystem, 3-4 Spielabende rumhängen und dann sang- und klanglos abziehen. Dieser Effeckt tritt meistens dann auf, wenn jemand nur lange Zeit eines der Großen gespielt hat und die Erfahrung mit dem einem System als ganzheitliche Erfahrung für das Rollenspiel an sich betrachten.

Möchtest du diese "Argumentationsschleife" etwas konkretisieren?

"Wir spielen X weil X das beste System ist um Y zu machen. Da Y das höchste Ziel beim Spielen ist, ist jeder der nicht Y mit X spielt ein Halbaffe."
[Nachtrag] Oh, nicht zu vergessen, die angebliche Evolution im Rollenspiel bzw. die bekannten Personenkulte.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Skele-Surtur am 6.10.2011 | 10:15
"Wir spielen X weil X das beste System ist um Y zu machen. Da Y das höchste Ziel beim Spielen ist, ist jeder der nicht Y mit X spielt ein Halbaffe."
[Nachtrag] Oh, nicht zu vergessen, die angebliche Evolution im Rollenspiel bzw. die bekannten Personenkulte.
Also das altbekannte Mantra, demnach es nur einen guten Spielstil gibt und das ist der selbst praktizierte. Ich zweifel aber daran, dass das mit einem System verbunden werden muss. Kann, ja, aber darin liegt mAn nicht das Kernproblem.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Tim Finnegan am 6.10.2011 | 10:19
Also das altbekannte Mantra, demnach es nur einen guten Spielstil gibt und das ist der selbst praktizierte. Ich zweifel aber daran, dass das mit einem System verbunden werden muss. Kann, ja, aber darin liegt mAn nicht das Kernproblem.

Wenn ich mir so ansehe mit was da so argumentiert wurde als die Indie-Welle losging, mit welchem Elan überall eingestreut wird wie besser das eigene Spiel doch mit Savage Worlds ist, mit welcher Freude Fate verbreitet wurde ....
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Skele-Surtur am 6.10.2011 | 10:25
Ja, das System kann den eigenen Spielstil besser oder schlechter unterstützen, aber die eigentliche Frage, an denen sich die Überlegenheitsrollenspieler so aufhängen, sind doch im Kern andere:

- Immersion
- Charaktertiefe
- Wie oft wird gekämpft (wird überhaupt gekämpft)?
- Spielt man Helden oder "normalos"
- Charakterbeziehungen
- Ausspielen oder Würfeln?

Ich erinnere mich noch an diese Umfrage "Hast du schonmal beim Rollenspiel geweint?", bei der bei einigen Usern so sinngemäß rauskam: "Wenn nicht, dann machst du ja kein richtiges Rollenspiel, sondern nur so oberflächlichen Kram und mit deinen Gefühlen umgehen kannst du auch nicht."

Und da hab ich mich entgegen meiner Gewohnheit dann doch sehr in die Deffensive drängen und zu ein paar recht dummen Aussagen hinreißen lassen, die ich so sonst nicht unterschreiben würde. Deswegen ist mir das Thema hier auch nicht ganz unwichtig.

Es scheint so ein gewisser Druck zu bestehen, doch möglichst "tiefes" Rollenspiel zu betreiben.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: MadMalik am 6.10.2011 | 10:28
Ich kann mit meinen Gefühlen umgehen, darum weine ich nicht wenn einer meiner Spielsteine stirbt.  :gasmaskerly:
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: dunklerschatten am 6.10.2011 | 10:30
Zitat
Nur stellt sich mir oft die Frage: Wenn ich im Vorfeld sehr genau erkläre was und wie ich spielleiten werde, dann verwundert es mich dass trotzdem Leute auftauchen die dann nicht damit klarkommen dass es nicht ist wie bei ihrem Lieblingssystem, 3-4 Spielabende rumhängen und dann sang- und klanglos abziehen.

Unter der Prämisse ist es völlig verständlich.

Zitat
Möchtest du diese "Argumentationsschleife" etwas konkretisieren?

Ja, wobei ich betonen möchte das ich damit niemand blöd anmachen will !!

Es ist zum einen dies:
Zitat
"Wir spielen X weil X das beste System ist um Y zu machen. Da Y das höchste Ziel beim Spielen ist, ist jeder der nicht Y mit X spielt ein Halbaffe."
[Nachtrag] Oh, nicht zu vergessen, die angebliche Evolution im Rollenspiel bzw. die bekannten Personenkulte.

Und zum anderen z.b. die imho sehr speziellen Diskussionen hier bzw. Postulate über "Leistungsrollenspiel" und Co.
Da wird der der eigene Denkansatz in den Olymp gehoben und nebenbei, ganz subtil, wird versucht (bewusst oder unbewusste, das lasse ich mal offen) alle die jenseits dieses Ansatz denken/spielen in den Hades zu definieren.

Wobei du das hiermit:

Zitat
Also das altbekannte Mantra, demnach es nur einen guten Spielstil gibt und das ist der selbst praktizierte

Doch schon gut auf den Punkt gebracht hast  :d

Zitat
Ich erinnere mich noch an diese Umfrage "Hast du schonmal beim Rollenspiel geweint?", bei der bei einigen Usern so sinngemäß rauskam: "Wenn nicht, dann machst du ja kein richtiges Rollenspiel, sondern nur so oberflächlichen Kram und mit deinen Gefühlen umgehen kannst du auch nicht."

An die erinnere ich mich auch  ~;D
Wobei ich ja sagen würde das die die beim RPG heulen etwas "falsch" machen aber gut andere Baustelle.

Zitat
Es scheint so ein gewisser Druck zu bestehen, doch möglichst "tiefes" Rollenspiel zu betreiben.


Ich sehe diesen Druck ehrlich gesagt nicht,bzw es mag ja Menschen geben die dies propagieren. Aber ehrlich gesagt, können die mich ja nicht zwingen bzw. sollen sie es ruhig versuchen  :gasmaskerly:
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: El God am 6.10.2011 | 10:38
Ich erinnere mich da an diverse "Mein Charakter ist halt so" bzw. "Dein Charakter muss so und so sein, sonst spielst du ihn falsch" - Debatten. DAS ist auch Besserspielerei!
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Skele-Surtur am 6.10.2011 | 10:42
Absolut.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: LöwenHerz am 6.10.2011 | 11:24
Ich erinnere mich da an diverse "Mein Charakter ist halt so" bzw. "Dein Charakter muss so und so sein, sonst spielst du ihn falsch" - Debatten. DAS ist auch Besserspielerei!

Argh... ich erinnere mich leider an einige solcher Situationen.
Immer wieder gern gesehen, wenn die Gruppe entscheidet gemeinsam Charaktere zu erstellen und einen gemeinsamen Hintergrund ausarbeitet, aber immer wieder der selbe Spieler in altgewohnter Manier ausbricht und seinen Kopf gegen alle und über alles durchsetzt. Das bin ich doch froh, dass wir auf ein gesundes Niveau gekommen sind.
Das Ding ist, dass man ihm nicht mal schlechtes Charakterspiel vorwerfen konnte. Er hat seine Charaktere glaubwürdiger, als manch anderer rüber gebracht. Dennoch sind diese egomanischen Spielzerstörer einfach kacke!
Sein O-Ton: "Mein Charakter ist so und das werde ich nicht ändern. Findet euch damit ab."
Das, nachdem man ursprünglich gemeinsam beschlossen hat, was man spielt, finde ich schon recht frech.

Einen SL, der jemandem anderen vorschreiben wollte, dass man den SC so-und-so nicht spielt, ist mir noch nicht unter gekommen. Da schätze ich mich auch sehr glücklich drüber :)
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: El God am 6.10.2011 | 11:26
Auch keine Diskussionen nach dem Motto : "Das würde ein lawful good Paladin nieeeemals machen! Ich nehme dir jetzt deine tollen Paladin Powers weg." ?
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Joerg.D am 6.10.2011 | 11:30
dunklerschatten, du siehst meine Intention in dem Post nicht.

Ich sage in meinen Post nicht, dass Leistungsrollenspiel schlecht ist. Im Gegenteil, ich persönlich bin ein absoluter Befürworter dieses Stiles, den Kirilow nach einem Spiel bei mir als Begriff im Tanelorn etabliert hat.

Ich sage, dass es OK ist wenn man kein Leistungs-Stimmungs-ARS-Wasauchimmer Rollenspiel betreibt und einfach seinen Spaß beim Spielen hat. Man muss sich nicht selber unter Druck setzen und auf Zwang etwas brutal gutes wollen, manchmal ist Saufen und Labern mit Würfeln für alle in der Runde das Beste.

Ich will mit dem Post klarmachen, dass es keinen besten Stil gibt und man sich nicht schämen muss, wenn man einfach mal mit etwas anderen Spaß hat, als man es gewöhnlich tut. Wenn also die Storrynutte Table-Top D&D4 spielt oder der D&D4 Freak mit Everway oder Amber abgeht.

Spaß beim Rollenspiel jedweder Art muss man nicht entschuldigen.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: LöwenHerz am 6.10.2011 | 11:39
Auch keine Diskussionen nach dem Motto : "Das würde ein lawful good Paladin nieeeemals machen! Ich nehme dir jetzt deine tollen Paladin Powers weg." ?

So auf jeden Fall nicht.
Der SL würde (wenn er denn nett ist, und das bin ich... nicht!  >;D ) den Spieler auf einen eventuellen Verstoß gegen den Kodex des Paladins hinweisen oder es kurz und knapp OT diskutieren. Kann ja auch sein, dass der SL etwas übersieht oder den Kodex falsch einschätzt. Wir sind da recht konsensorientiert.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: El God am 6.10.2011 | 11:41
Ansonsten bin ich nur begrenzt bei Jörg: Bier und Bretzel - Spiel in einer Gruppe, die eigentlich andere Ziele hat, ist nervig. Zielführend sind aber, das ist ja nun auch nix neues, ohnehin eher homogene Gruppen. So kann ich mir Bier und Bretzel auch gut vorstellen.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: McCoy am 6.10.2011 | 11:45
Oder auch: Ein großes Bankett mit 5 Gängen kann eine unglaublich tolle Sache sein, andererseits schmeckt auch ein Mettbrötchen recht lecker.
Ich darf mich nur nicht wundern das es bei dem Bankett keine geschmierten Brötchenhälfte gibt oder neben dem Brötchenteller keine 8köpfiges Streicherensemble Bach spielt.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: El God am 6.10.2011 | 11:46
Super Bild  :d :d ~;D
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Joerg.D am 6.10.2011 | 11:48
Ansonsten bin ich nur begrenzt bei Jörg: Bier und Bretzel - Spiel in einer Gruppe, die eigentlich andere Ziele hat, ist nervig. Zielführend sind aber, das ist ja nun auch nix neues, ohnehin eher homogene Gruppen. So kann ich mir Bier und Bretzel auch gut vorstellen.

Dann nehme dir mehr Zeit zum Lesen. Ich schreibe nirgendwo, dass man Bier&Bretzel spielen muss, sondern das sich nicht zu entschuldigen braucht, wenn man Spaß an Bier&Bretzel oder Wasauchimmer hat.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: El God am 6.10.2011 | 11:49
Nichts anderes habe ich gelesen. Und dem stimme ich natürlich zu. Meine Einschränkung ist eine persönliche Anmerkung. Ich kann auch mit B&B Spaß haben und schäme mich dessen nicht, beschränke es aber lieber auf reine B&B-Runden.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Edvard Elch am 6.10.2011 | 12:09
Du hast dir das echt durchgelesen? Tjaja. Das ist DSA. Das ist richtiges RollenspielTM  :D
Nö. Ich hab reingelesen, das gefunden und die Lust verloren;)
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Tim Finnegan am 6.10.2011 | 12:25
dunklerschatten, du siehst meine Intention in dem Post nicht.

Ich sage in meinen Post nicht, dass Leistungsrollenspiel schlecht ist. Im Gegenteil, ich persönlich bin ein absoluter Befürworter dieses Stiles, den Kirilow nach einem Spiel bei mir als Begriff im Tanelorn etabliert hat.

Ich sage, dass es OK ist wenn man kein Leistungs-Stimmungs-ARS-Wasauchimmer Rollenspiel betreibt und einfach seinen Spaß beim Spielen hat. Man muss sich nicht selber unter Druck setzen und auf Zwang etwas brutal gutes wollen, manchmal ist Saufen und Labern mit Würfeln für alle in der Runde das Beste.

Ich will mit dem Post klarmachen, dass es keinen besten Stil gibt und man sich nicht schämen muss, wenn man einfach mal mit etwas anderen Spaß hat, als man es gewöhnlich tut. Wenn also die Storrynutte Table-Top D&D4 spielt oder der D&D4 Freak mit Everway oder Amber abgeht.

Spaß beim Rollenspiel jedweder Art muss man nicht entschuldigen.


Lustigerweise haben wir hier eine selbstevidende Beweisführung. Dein Beitrag sugeriert ganz gut dass das was du am Spieltisch betreibst "brutal gutes" hervorbringt. Dementsprechend ist alles Andere dann abgewertet. Wundert es dich dann, das bei Leute die z.B. deinen Blog lesen, der Eindruck entstehen kann dass sie mehr "Leisten" könnten, ihnen mit "mehr Mühe" auch "mehr Spaß" zustehen könnte und das sie nur durch Faulheit/Ignoranz/etc. auf einem kleinen Niveau bleiben und sich dafür zu entschuldigen haben?
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Hotzenplot am 6.10.2011 | 12:31
Lustigerweise haben wir hier eine selbstevidende Beweisführung. Dein Beitrag sugeriert ganz gut dass das was du am Spieltisch betreibst "brutal gutes" hervorbringt. Dementsprechend ist alles Andere dann abgewertet. Wundert es dich dann, das bei Leute die z.B. deinen Blog lesen, der Eindruck entstehen kann dass sie mehr "Leisten" könnten, ihnen mit "mehr Mühe" auch "mehr Spaß" zustehen könnte und das sie nur durch Faulheit/Ignoranz/etc. auf einem kleinen Niveau bleiben und sich dafür zu entschuldigen haben?

Na, da tust du dem Jörg aber unrecht. Vor ein paar Wochen haben wir noch in einer Runde zusammen gesessen und am späteren Abend uns vom Rollenspiel eher aufs Labern und Cuba-Libre-Trinken verlegt (obwohl ich selbst z. b. durch aus gerne weiter gezockt hätte, aber der Entspannungsabend hat genauso viel Spaß gemacht).

Es geht ja auch nicht um die Qualität, sondern um Ansprüche (in diesem Fall insbesondere an sich selbst). Qualität wird hier nur angeführt, um verschieden Ansprüche deutlich zu machen.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Joerg.D am 6.10.2011 | 12:35
Mein Blog befasst sich aber mit mir und nicht mit anderen Leuten, die sollen bitte so glücklich werden wie es ihnen passt. Frage:Was ist mit den diversen Berichten über schief gelaufene Kampagnen oder Spielabende über die ich schreibe? Die sollten bei aller Qualität als Lautsprecher schon klar machen, dass ich auch mal deutlich daneben lange.

Oft sogar, weil ich Leistung will und sie nicht bekomme/Edit Selber bringe!



Zusätzlich: Wo suggeriert mein Beitrag, den wir hier diskutieren, dass ich etwas brutal Gutes hervorbringe?

Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Tim Finnegan am 6.10.2011 | 12:46
Na, da tust du dem Jörg aber unrecht. Vor ein paar Wochen haben wir noch in einer Runde zusammen gesessen und am späteren Abend uns vom Rollenspiel eher aufs Labern und Cuba-Libre-Trinken verlegt (obwohl ich selbst z. b. durch aus gerne weiter gezockt hätte, aber der Entspannungsabend hat genauso viel Spaß gemacht).

Es geht ja auch nicht um die Qualität, sondern um Ansprüche (in diesem Fall insbesondere an sich selbst). Qualität wird hier nur angeführt, um verschieden Ansprüche deutlich zu machen.

Natürlich tue ich Jörg Unrecht.
Das ändert aber nichts an der Situation: Wir alle werten. Immer. Ich werde meine Art Spaß zu haben auch immer als hochwertiger und besser Werten als alle anderen Arten, so ist das halt. Die Frage ist, wie laut und sichtbar findet das statt.

@Jörg:

Nimm das nicht persönlich. Du hast in deinem Eingangsbeitrag in den Raum gestellt dass sich Leute meinen sich fürs Casual Spielen mehr oder weniger entschuldigen zu müssen.
Meine Meinung dazu ist, das wir hier zu sehr auf die Meinung/Aussagen anderer achten und derren Art Dinge zu werten etwas übernehmen.
Wer also, z.B. deinen Blog regelmäsig liest, der vergleicht automatisch das Gelesene mit seinem Spielalltag und zieht daraus eigene schlüsse. Je exponierter und somit "lauter" das Gegenüber ist, umso mehr kann man dazu neigen dessen Wertung als messlatte zu übernehmen.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: dunklerschatten am 6.10.2011 | 22:24
@jörg
Zitat
dunklerschatten, du siehst meine Intention in dem Post nicht.

doch schon, ich denke in diesem speziellen Fall verstehe ich dich recht gut.

Zitat
Ich sage in meinen Post nicht, dass Leistungsrollenspiel schlecht ist. Im Gegenteil, ich persönlich bin ein absoluter Befürworter dieses Stiles, den Kirilow nach einem Spiel bei mir als Begriff im Tanelorn etabliert hat.

Ich würde nie etwas anderes behaupten, aber ich will JETZT gar nicht über Leistungs RPG diskutieren, das haben wir ja auch schon hinter uns.

Zitat
Ich sage, dass es OK ist wenn man kein Leistungs-Stimmungs-ARS-Wasauchimmer Rollenspiel betreibt und einfach seinen Spaß beim Spielen hat. Man muss sich nicht selber unter Druck setzen und auf Zwang etwas brutal gutes wollen, manchmal ist Saufen und Labern mit Würfeln für alle in der Runde das Beste.

Ich will mit dem Post klarmachen, dass es keinen besten Stil gibt und man sich nicht schämen muss, wenn man einfach mal mit etwas anderen Spaß hat, als man es gewöhnlich tut. Wenn also die Storrynutte Table-Top D&D4 spielt oder der D&D4 Freak mit Everway oder Amber abgeht.Spaß beim Rollenspiel jedweder Art muss man nicht entschuldigen.


Sehe ich auch so ! Alle anderen Aussagen in diesem speziellen Kontext halte ich auch für unreflektiert.

Ich wollte mit meinem Post ABER auf den "Witz" hinter der Rechtfertigung raus.
Denn genau darin sehe ich des Pudels-Kern.

Wann rechtfertigen sich Menschen, unter anderem wenn sie X tuen aber mit einem glühenden Vertreter von Y positiv interagieren wollen/müssen.

So wie ich das sehe sind die Vertreter der "Casual-Spieler" eher weniger extrovertiert und haben selten bis nie ein ausgeprägte Sendungsbewusstsein.

Im Gegenzug sind sehr viele der "Leistungsrollenspieler"/"Besser-Rollenspieler"/"etc" wesentlich offensiver und tragen ihre "Weisheit" auch "aggressiver" in die Welt.
(Bestes Bsp. ist das Forum hier)
Auf diese Art und Weise bilden sie Meinungen/Trends/etc. und diese treffen dann auf die Casuals und deren völlig andere Welt.

Imho gibt es dann nur 3 Möglichkeiten sich in Bezug auf dieses sehr spezielle Meinungsbild zu positionieren:
1.) Dafür
2.) Dagegen
3.) Ist mir doch egal



Die Schlüsse daraus sind  glaube ich selbsterklärend ;)




Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Just_Flo am 6.10.2011 | 22:39
Hm, das kann im Internet duchaus der Fall sein, in Runden habe ich die andere Erfahrung gemacht.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Seth am 6.10.2011 | 23:06
Ja, das System kann den eigenen Spielstil besser oder schlechter unterstützen, aber die eigentliche Frage, an denen sich die Überlegenheitsrollenspieler so aufhängen, sind doch im Kern andere:

- Immersion
- Charaktertiefe
- Wie oft wird gekämpft (wird überhaupt gekämpft)?
- Spielt man Helden oder "normalos"
- Charakterbeziehungen
- Ausspielen oder Würfeln?

Ich erinnere mich noch an diese Umfrage "Hast du schonmal beim Rollenspiel geweint?", bei der bei einigen Usern so sinngemäß rauskam: "Wenn nicht, dann machst du ja kein richtiges Rollenspiel, sondern nur so oberflächlichen Kram und mit deinen Gefühlen umgehen kannst du auch nicht."

Und da hab ich mich entgegen meiner Gewohnheit dann doch sehr in die Deffensive drängen und zu ein paar recht dummen Aussagen hinreißen lassen, die ich so sonst nicht unterschreiben würde. Deswegen ist mir das Thema hier auch nicht ganz unwichtig.

Es scheint so ein gewisser Druck zu bestehen, doch möglichst "tiefes" Rollenspiel zu betreiben.

Ich glaube, das ist so etwas wie eine "Reifeentwicklung". Das Rollenspiel hat sicher etwas simpler angefangen, mit einfachen Ideen, die seiner Zeit großen Spaß gemacht haben. Irgendwann war Dungeons & Dragons einfach nicht genug, Neues kam und so musste auch Neues versucht werden. So wie Interessen aus der frühen Jugend vielleicht später abgelegt werden, um sich einer Subkultur zuzuschreiben und "alles anders zu machen", weil es vermeintlich besser ist. Man hört andere Musik, profiliert sich anders oder spielt anders, möglicherweise tiefer oder "dramatischer" weil entdeckt wurde, dass das Rollenspiel auch diese Möglichkeiten bietet. Natürlich muss das Neue viel besser sein als das Alte, also wird der "Standard" verteufelt. Bis das Neue zum Standard geworden ist und man sich rückbesinnt, wie viel Spaß doch "das Alte" / "das Einfache" gemacht hat - wobei im Umkehrschluss das "neue Alte" (= tiefes Charakterspiel, Dramatik etc.) wieder verteufelt wird (so wie man alles negativer betrachtet, wenn man damit überwiegend oder prägnante, negative Erfahrungen gemacht hat).

Schau dir als Beispiel das (moderne) Theater an. Brecht und co. konnten "die alten Griechen" nicht mehr sehen, wollten keine naturalistische Bühne und keine Kostüme mehr, keinen "Illusionismus", keine "Lüge" mehr, die man dem Volk vorspielt. Heute ist aber der brechtsche, ja so viel intellektuellere Stil so ausgelatscht, dass man Innovationen mit der Lupe suchen muss und mittlerweile lieber - wie im alten Rom - mit dem Riesenphallus auf der Bühne rumgefuchtelt wird, als mal was Neues zu machen und eben nicht zum x-ten Mal einen Klassiker auseinanderzunehmen. Es wird auch da hoffentlich irgendwann eine Rückbewegung geben und möglicherweise sogar der Erkenntnisdurchbruch, dass Theater eben nicht so oder so zu sein hat und möglicherweise für verschiedene Geschmäcker in verschiedenen Variationen gut sein kann (und dementsprechend angeboten werden müsste). Sogar der widerliche, elitäre Charakter der "Intellektuellen" (und der Druck, der von ihnen ausgeübt wird) verhält sich beim Theater ähnlich zum Rollenspiel.

Wer aus dieser Entwicklung mit tatsächlicher Reife herausgeht, erkennt irgendwann, dass es kein Allgemeinrezept und kein besseres Rollenspiel gibt (wie wohl die meisten hier), andere bleiben irgendwo in dem Prozess stecken. Und wenn sie dazu noch, wie du sagst, Beratungsresistent sind, ändert sich daran auch nicht viel. Regel 0 war das mit den Iidioten? Ich glaube, die greift dann hier ;)
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Oberkampf am 6.10.2011 | 23:11
Die Frage ist halt, ob es nur wandelnde Moden sind, oder ob nicht doch ein gewisses "Lernen" stattfindet.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Seth am 6.10.2011 | 23:14
Die Frage ist halt, ob es nur wandelnde Moden sind, oder ob nicht doch ein gewisses "Lernen" stattfindet.

Das würde ich persönlich hoffen, wenn der Lernprozess so aussieht: neue Erfahrungen machen -> das Hobby besser verstehen -> mehr Spaß dabei haben. (was natürlich auch einschließt, womöglich nach den neuen Erfahrungen bewusster zu Altem zurück zu kehren, wenn man dabei mehr Spaß hatte)

Sicher kann auch Jemand, der 20 Jahre mit seinen DSA Büchern im Keller eingeschlossen ist, Spaß am Spiel haben, aber ihm fehlt natürlich ein ganzer Zugang zum Thema und damit eine Möglichkeit des Auswählens. Das alte Argument: wer niemals Schokolade gegessen hat, wird sie auch nicht vermissen - aber wer weiß, ob sein Leben besser gewesen wäre, hätte er sie mal probiert? ;)

Edit: und natürlich der Lernvorgang, irgendwann einzusehen, dass es sowas wie einen besseren Spielstil nicht gibt und man womöglich auch nicht versuchen sollte, ihn anderen aufzudrücken. Missionierung ist prinzipiell nicht wirklich hilfreich, dann doch eher einfach mal das andere, neue Buch hinlegen und sehen, was der andere draus macht.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Ein am 7.10.2011 | 07:55
Und hier sieht man einen typischen Fall für die Abwertung von der Jörg spricht, auf die man sich nicht einlassen sollte.

Nur weil man nur eine Sache kennt, macht das einen nicht schlechter.
Nur weil man nur eine Sache kennt, macht das einen nicht unglücklicher.
Der Rasen beim Nachbarn ist nicht immer grüner.

Andersherum sollte man sich für denjenigen freuen, wenn jemand schon zu Anfang seinen Spielstil bzw. sein Spiel gefunden hat. Da gibt es nichts zu mäkeln und er muss auch nicht über den Tellerrand sehen, denn er weiß ja schon was er will.

Alternativen braucht man nur, wenn man unzufrieden ist.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: korknadel am 7.10.2011 | 08:06
Das hat Sol doch weder geschrieben noch gemeint. Er hat nicht geschrieben, dass jemand gleich zu Beginn seinen allein selig machenden Spielstil findet, sondern er hat von jemandem gesprochen, der "im Keller eingeschlossen" ist, also gar keine andere Möglichkeit, keine Wahl hat. Das ist eine abstrakte, tendenziell eher philosophische Überlegung, bei der es nicht um irgendeine Abwertung geht. Man kann ohne neue Impulse Spaß haben, steht da. Wenn man Lernprozesse braucht, um seinen Spaß zu optimieren, am Leben zu halten oder immer wieder zu erneuern, sind neue Impulse nötig. Der Vergleich mit der Schokolade zeigt, dass man nicht entscheiden kann, wer es besser hat (und es geht hier nicht um die Frage, wer besser ist).
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Hotzenplot am 7.10.2011 | 08:24
Es ist doch gut, dass du deine Meinung hast.


 ;)  :P
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Terrorbeagle am 7.10.2011 | 08:41
Irgendwie erinnert mich diese fast schon zwanghafte Gleichsetzung und Gleichmacherei verschiedener Spielstile und -Ziele immer an besonders freundliche Kindergartenpädagogikklischees. Alle sind ganz toll und ganz besonders. Lauter kleine tolle Schneeflocken. Na ja. Wem's gefällt.
Ich teile diese Meinung nicht, ich halte sie sogar für nicht bloß für faktisch falsch, sondern sogar für aktiv abträglich und schadhaft weil dieser Unsinn Selbstkritik oder dem Streben nach Verbesserung im Weg steht, und durch diese beständige Gleichmacherei und Verwischung der eigentlich sehr offensichtlichen qualitativen Unterschiede eben nicht die Deppenspieler und Rollenspiellarven ("Casual Player") aufgewertet werden, sondern nur die, die tatsächlich Talent, Engagement oder dergleichen an den Spieltisch bringen auf das Bodenniveau herabgezogen werden.
Allerdings habe ich auch keine Lust, schon wieder gegen das Dogma der Gleichmacherei anzuargumentieren; wie bei den meisten Dogmen ist diese Einstellung schliesslich eher eine selbsterfüllende Prophezeiung mit starker ideologischer Prägung und entzieht sdich wie die meisten Glaubensfragen den Zwängen des Realitätsvergleichs.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: El God am 7.10.2011 | 08:47
Du bist ja peinlich.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Terrorbeagle am 7.10.2011 | 08:52
Du bist ja peinlich.
Vermutlich. Könnte aber auch eine Perspektivfrage sein.
Ich hab aber einfach keinen Bock, länger den Rufer in der Wüste zu machen, nur weil  es nicht opportun ist, dem allgemeinen Streben nach Political Correctness zu widersprechen. Selbst in so bizarr offensichtlichen Fragen.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: ErikErikson am 7.10.2011 | 09:02
Das hatten wir doch schonmal. Wenn Rollenspiel nur das Ziel hat, Spaß zu machen, kann man auch nur den Spaß als Qualitätsurteil heranziehen.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Hotzenplot am 7.10.2011 | 09:11
Vermutlich. Könnte aber auch eine Perspektivfrage sein.
Ich hab aber einfach keinen Bock, länger den Rufer in der Wüste zu machen, nur weil  es nicht opportun ist, dem allgemeinen Streben nach Political Correctness zu widersprechen. Selbst in so bizarr offensichtlichen Fragen.

Mich interessiert, was du zu Leuten sagst, die sich ohne jeden großen Qualitätsanspruch zu einer Spielrunde treffen und spielen, reden, Bier trinken & Brezeln essen.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: El God am 7.10.2011 | 09:16
Ich hab aber einfach keinen Bock, länger den Rufer in der Wüste zu machen, nur weil  es nicht opportun ist, dem allgemeinen Streben nach Political Correctness zu widersprechen. Selbst in so bizarr offensichtlichen Fragen.

Ich vermute ja eher, du hast einfach Bock, ein bisschen herumzustänkern, wo sich doch alle recht einig zu sein scheinen. Wenn nicht und dein Beitrag wirklich ernst gemeint ist, sehe ich keinen Grund, ihn ernst zu nehmen, denn trotz achso elitären Getues ist er inhaltlich einfach noch nicht auf dem intellektuellen Niveau von "Ich lass die anderen so spielen, wie sie wollen, ich bin nicht die Rollenspielpolizei." angekommen. Aber du bist vermutlich selbst auch nur so eine kleine Schneeflocke, die ihre Meinung haben will (Rufer in der Wüste, HA!).
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Terrorbeagle am 7.10.2011 | 10:03
Wie Erikson schon erwähnte, diese Diskussion ist ja nix neues. Ich könnte jetzt das Gleich naoch mal vn vorne aufrollen, aber mein Bedarf an Déjà Vus ist ehrlich gesagt begrenzt, auch weil ich meiner labilen Psyche nicht zumuten will, schon wieder den hohen Grad an Antagonismus zutrauen möchte, der damit einher geht, wenn man gegen die Dogmen und Heiligen Kühe des Forums anargumentiert. Ich hab mich damit ab gefunden, dass meine Positionen einer Mindermeinung entsprechen. Das heißt nicht, dass ich sie für weniger stichhaltig erachte, aber es ist nun mal so, dass bei einer Diskussion wie dieser nicht die Seite mit den besten Argumenten gewinnt, sondern die Leute, die am meisten sagen und am lautesten sind. Damit haben einzelne abweichende Stimmen subjektiv weniger Gewicht, weil sie rein quantitativ im White Noise der Gegenargumente untergehen, und die Bereitwilligkeit, sich überzeugen zu lassen gerade bei mächtigen Dogmen nicht sonderlich weit verbreitet sind. Das Ergebnis ist die fortwährende Wiederholung der immer gleichen Argumente, bei der dann die Mehrheitsposition unter den Beteiligten dominant wirkt, auch wenn sie ohne stichhaltige Argumente daherkommt. Von den zu erwartenden ad hominem Angriffen (dem Zufluchtsort aller Leute, die nicht anders argumentieren können als durch Beleidigungen) ganz zu schweigen.
Und darauf habe ich keinen Bock.

Aber, um es ganz kurz zu machen und zu mindestens irgendwas inhaltliches zu sagen: Es können nun mal nicht alle Leue alles gleich gut. Es gibt immer Unterschiede, ob sie nun durch Neigung, Talent, Übung und Erfahrung oder schieres Herzblut verursacht werden. Dies kommt in quasi allen Lebensbereichen zum Tragen, auch und gerade in der Freizeit. Es kann nicht jeder gleich gut kochen, schnitzen oder frei sprechen. Es kann nicht jeder gleich gut zeichnen, tanzen oder Wohnungseinrichtung farblich aufeinander abstimmen. Warum ausgerechnet beim Rollenspiel die eine große Ausnahme von dieser ziemlich banalen und allgmeinen Tatsache bestehen soll, ist mir unbegreiflich - wie auch das "Spaß-Argument nicht stichhaltig ist, da es schließlich auch jede Menge Hobby-Köche, Holzschnitzer, Laiendarsteller, Schreibblockkritzler, Wochenendtänzer und Freizeitinnenarchitekten gibt, die ihrer jeweiligen Neigung mit viel Freude aber nicht unbedingt auch mit viel Können nachgehen. Der Unterschied beim Rollenspiel besteht höchstens daran, dass die Bewertungskriterien diffuser sind und es an klaren Orientierungs- und Vergleichsmaßstäben mangelt.
So wie es gute und schlechte Hobby-Köche gibt, gibt es gute und schlechte Rollenspieler.  Und genauso wie es einen qualitativen Unterschied zwischen Dosenspagetti und frische, selbstgemachte Nudeln mit gut abgeschmeckter Sauce gibt, sind primitivere und anspruchsvollere Rollenspielstile als gleichwertig zu betrachten.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Hotzenplot am 7.10.2011 | 10:10
Mir juckts ja in den Fingern, beim großen Treffen eine Bier&Bretzel-Runde anzubieten. Am besten Samstagmorgen, wenn jeder noch nen Kater hat ^^.

@Man who laughs:
Der zweite Teil deines posts geht meiner Meinung nach trotzdem am Thema vorbei, oder ich verstehe ihn falsch. Es geht ja hier nicht um Qualität, sondern um Ansprüche. Ist es dein Anspruch, immer 100% deines Könnens zu zeigen? Der TE Jörg sagt: Es ist okay, wenn du das nicht tust. So verstehe ich das jedenfalls.

Um mal eins deiner Beispiele aufzugreifen. Ich glaube ich bin in verschiedenen Gastrobereichen ganz gut, hab ein gut laufendes Cocktailcatering. Aber nicht jeder Drink bei mir zu Hause muss der perfekte Cocktail sein, auch wenn ich es könnte. Nein, ich bin damit zufrieden, auf der Couch zu gammeln und mir einen O-Saft reinzuziehen.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: gunware am 7.10.2011 | 10:14
wenn jeder noch nen Kater hat ^^.
Klar, die beste Methode einem Kater zu entgehen, ist einfach weiter trinken.  ~;D
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Hotzenplot am 7.10.2011 | 10:16
Klar, die beste Methode einem Kater zu entgehen, ist einfach weiter trinken.  ~;D
UND Bretzeln essen!  ;D
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Ein am 7.10.2011 | 10:36
Lieber Terrorbeagle,

ich möchte einfach einmal dein Beispiel des Hobbykochs aufgreifen, um dir aufzuzeigen, warum deine Argumentation zu kurz greift. Während die meisten hier holistisch von Rollenspiel als einer sozialen Aktivität sprechen, sprichst du von der rein handwerklichen Seite des Rollenspiels.

Fügt man dem Hobby Kochen einen sozialen Aspekt in Form von Gästen hinzu, so sind plötzlich ganz andere Bewertungsmaßstäbe angebracht, denn hier ist nicht allein die Kochfähigkeit des Koches gefragt, sondern auch seine Rolle als Gastgeber spielt eine enorme Rolle. Oftmals ist diese Rolle sogar bedeutender als jene des Kochs.

Und so wird ein Hobbykoch, der vielleicht etwas stümperhaft, aber liebevoll, an die Sache herangeht, oftmals zufriedenere Gäste nach Hause entlassen, als der perfektionierte Freizeitkoch, dem es nur um seine Kochkunst geht.

Das Gesamtbild muss halt stimmen.

Ich kenne z.B. mehrere charmante, engagierte, proaktive Rollenspieler, die man leider nicht auf die Menschheit los lassen kann, weil sie sich schwer damit tun sich am Spieltisch auf ihre Mitspieler einzulassen. Dadurch senken sie den Spaß (und damit die Qualität) der Runde letztlich und das obwohl sie mehr Leistung bringen.

Leistung ist eben nicht alles.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Seth am 7.10.2011 | 10:57
@Ein
Das hat Sol doch weder geschrieben noch gemeint.

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Edit: Rest gelöscht, da schon es genug Gegenfeuer gab, da musste meins nicht auch noch sein.

Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: ErikErikson am 7.10.2011 | 11:03
Wobei es sicher einen Qualitätsunterschied gibt. Die meisten Leute würde sicher sagen, eine Gruppe die ihren Stil mit den entsprechenden methoden unterstützt ist "gut" in dieser Hinsicht.

Etwa, wenn eine RR-Stimmungsgruppe sauberer, d.h. schwer erkennbares Illusionism macht, gute Handouts hat und die Spieler nur so handeln, das es dem Plot nicht schadet, würde ich sagen, sie ist besser als eine Gruppe, die offensichtlichen Illusionismus macht, miese oder keine Handouts produziert und ständig Schwierigkeiten hat, im Plot zu bleiben, aus purer Unachsamkeit oder Dummheit.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Oberkampf am 7.10.2011 | 11:05
@Terrorbeagle:

Mal abgesehen davon, dass mir dein Gejammere voller Reizwörter, Beleidigungen und Unterstellungen generell nicht gefällt, könnte man über den ein oder anderen Punkt sogar ernsthaft diskutieren. Sich in eine Diskussion einzubringen, indem man erstmal aggressiv mit der Fahne der unterdrückten Minderheit im moralischen Recht wedelt, ist aber albern, und auch wenig glaubwürdig, wenn man die Meinungsmehrheiten im  :T: mit den verbreiteten Grundhaltungen zum Hobby in Deutschland vergleicht.

Meine grundsätzliche Überzeugung zu der "Leistungsrollenspielfrage" habe ich irgendwo anders schonmal dargelegt: Rollenspiel ist ein äußerst facettenreiches Hobby, bei dem Qualität/Leistung auf vielerlei Art gemessen werden kann. Meistens legt man subjektive Maßstäbe an und bewertet bei anderen Spielern das, was einen selbst am Hobby fasziniert.

Ein SL, der eine unterhaltsame Runde B&B aufziehen kann, oder eine vor Spannung knisternde Dungeonerkundung leiten kann, erbringt in meinen Augen eine Wahnsinnsleistung - von Spielern mit anderen Vorlieben wird er wahrscheinlich müde belächelt. Ein SL (oder Spieler), der handgefertigte, auch echt getrimmte Karten oder Schriftstücke an den Tisch bringt, erhält von mit bestenfalls ein paar Achtungspunkte nach dem Motto "hat auch etwas zum Spiel beigetragen" - während andere Spieler sowas als atmosphärisches Meisterwerk ansehen.

Da es keinen einvernehmlichen Kanon der Kunstfertigkeit im RSP gibt, steht diese ganze Leistungsdiskussion auf tönernen Füßen.

@Ein

Wegen dem "Lernen" in den Beiträgen etwas obendrüber: Mir geht es dabei weniger um ein individuelles Lernen (obwohl es natürlich auch schön ist, wenn man sich seines Geschmacks bewusst wird und das kommunizieren kann), sondern eher um eine Art Lernen der gesamten Hobbygemeinde (Spieler + Designer). Also dass nicht jede Mode einfach nur zyklisch wiederholt wird, sondern auch neu, erweitert interpretiert wird. In der von Sol als Beispiel vorgebrachten Kunst sind sich ja Publikum und Veranstalter bewusst, dass auf frühere Formen zurückgegriffen wird, gegenwärtige Formen zwar abgelehnt werden, aber in der Abgrenzung dennoch eine Rolle spielen.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Terrorbeagle am 7.10.2011 | 11:16


@Man who laughs:
Der zweite Teil deines posts geht meiner Meinung nach trotzdem am Thema vorbei, oder ich verstehe ihn falsch. Es geht ja hier nicht um Qualität, sondern um Ansprüche. Ist es dein Anspruch, immer 100% deines Könnens zu zeigen? Der TE Jörg sagt: Es ist okay, wenn du das nicht tust. So verstehe ich das jedenfalls.

Um mal eins deiner Beispiele aufzugreifen. Ich glaube ich bin in verschiedenen Gastrobereichen ganz gut, hab ein gut laufendes Cocktailcatering. Aber nicht jeder Drink bei mir zu Hause muss der perfekte Cocktail sein, auch wenn ich es könnte. Nein, ich bin damit zufrieden, auf der Couch zu gammeln und mir einen O-Saft reinzuziehen.

Mit steigendem Können steigen in der Regel auch die Ansprüche. Das sind kommunizierrende Röhren - je höher die Erwartungen sind, desto mehr strengt man sich an sie zu erreichen, was in der Regel zu steigenden Leistungen führt. Je besser man in etwas ist, desto höher sind die Ansprüche, die man auch an sich anlegt.
Beim Rollenspiel kommt auch dazu, dass es eben eine Gruppenaktivität ist, bei der man ja nicht bloß für sich alleine im Kämmerlein was macht, sondern auch anderen etwas bieten möchte. Wenn ich Gäste habe, koche ich aufwändiger als nur für mich selbst und meine Gattin.
Ich hab auch nicht immer Bock, mir für jeden Fizzel den Arsch aufzureißen, nur weil es halt geht. Wer hat das schon? Mein Stein des Anstoßes ist nicht nicht, dass nicht jeder jederzeit versucht, einen Magnum Opus zu schaffen. Mein Problem liegt eher in dem Gedankengang, die bestehenden Qualitätsunterschiede kleinzu reden oder zu negieren um alles auf ein einheitliches gleichbleibendes Niveau herunterzuziehen, ohne Unterschiede und letztendlich sogar ohne Unterscheidungsmöglichkeiten.


Fügt man dem Hobby Kochen einen sozialen Aspekt in Form von Gästen hinzu, so sind plötzlich ganz andere Bewertungsmaßstäbe angebracht, denn hier ist nicht allein die Kochfähigkeit des Koches gefragt, sondern auch seine Rolle als Gastgeber spielt eine enorme Rolle. Oftmals ist diese Rolle sogar bedeutender als jene des Kochs.

Das ist ein stichhaltiges und absolut richtiges Argument, nur keines das mit meinen Überelgungen sonderlich im Widerspruch stünde. Gerade weil Rollenspiel eben eine soziale Aktivität darstellt, gehören meines Erachtens zum 'guten' Rollenspiel auch die entsprechenden sozialen Kenntnisse zum Komplettpaket dazu. Ich gebe dir recht, im Zweifelsfall ist oft ein sympathischer Mitspieler einem Unsympathen in der Regel vorzuziehen, unabhängig davon, wie sonst die Vorzeichen stehen.
Ich habe mir zur Regel gemacht, beim Rollenspiel auch ein guter Gast oder guter Gastgeber zu sein. Auch das ist ein Anspruch an einen selbst, der zwar mit dem eigentlichen Rollenspiel primär nicht viel zu tun hat (weil er auch unabhängig davon völlig existenzberechtigt ist) aber beim Rollenspiel überaus hilfreich ist.

Es ist ja auch geradeheraus bizarr, zu glauben, dass ein besserer Rollenspieler ein besserer Mensch ist, aber ein besserer Mensch wird in der Regel eher ein gerne gesehener Mitspieler sein - was ihn zum besseren Rollenspieler machen kann. Dabei sollte man aber auch sagen, dass ähnlich wie Spaß das soziale Zusammensein und die Chemie zwischen den Mitspielern oftmals losgelöst vom Spielgeschehen stattfindet und sich daher der Betrachtung von außen entzieht. Das sind individuelle und nun mal hochgradig subjektive Abläufe, und manche Persönlichkeiten passen einfach nicht zusammen.

Das Gesamtbild muss halt stimmen.
Eben. Aber auch soziales Zusammensein kann man lernen. Sollte man sogar.

Warum schreib ich eigentlich so viel, nachdem ich von vorneherein angekündigt habe, es nicht tun zu wollen? Ein Hoch auf die eigene Inkonsequenz...
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Ein am 7.10.2011 | 11:20
@Sol
Danke, ich habe dich jetzt besser verstanden und stimme dir natürlich zu (habe ich ja selbst geschrieben) Spaß und Leistung sind nicht aneinandergekoppelt. Unterschiedlich sind wir wohl nur in der Einschätzung von neuen Erfahrungen. Du misst diesen soweit ich verstanden habe grundsätzlich ("immer") einen positiven Effekt zu. Aus meiner Sicht sind positive und negative Erfahrungen im besten Fall gleichmäßig verteilt.

Hinzukommt der Punkt der Zufriedenheit. Eine Person, die mit ihrer Situation zufrieden ist, zieht tendentiell vor allem negative Effekte aus neuen Erfahrungen und äußere Einflüsse sind von ihr gar nicht erwünscht, da sie die Gefahr bergen die Situation der Person zu verändern und damit die Zufriedenheit zu (zer)stören.

@Tümpelritter
Ich denke du betrachtest Rollenspiel zu sehr aus einer abstrakten, externen Perspektive. Für mich zählt hier aber allein das Individuum. Wenn der einzelne Rollenspieler mit der Art wie er spielt zufrieden, warum soll ich dann ein Unmensch sein und ihm sein Glück madig machen?

@Terrorbeagle
Wenn man natürlich "Leistung" soweit ausdehnt, dass Leistung deckungsgleich mit Spaß wird, dann natürlich die Leistungsrollenspieler die besseren Rollenspieler. ;)
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Teylen am 7.10.2011 | 11:28
Lustigerweise haben wir hier eine selbstevidende Beweisführung. Dein Beitrag sugeriert ganz gut dass das was du am Spieltisch betreibst "brutal gutes" hervorbringt. Dementsprechend ist alles Andere dann abgewertet.
Wobei das nüchtern gesehen, doch jede nicht dysfunktionale Spielgruppe aussagen würde.
Weshalb es meiner Meinung nach keine Abwertung darstellt.


Ansonsten halte ich die Unterstellung das man sich ändern muss / mit im Grunde themenfremden Gebieten befassen um wahre Reife zu erlangen für recht abwegig, auf die eigenen Erfahrungen fokussiert bzw. falsch.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: gunware am 7.10.2011 | 11:39
Mit steigendem Können steigen in der Regel auch die Ansprüche. Das sind kommunizierrende Röhren - je höher die Erwartungen sind, desto mehr strengt man sich an sie zu erreichen, was in der Regel zu steigenden Leistungen führt. Je besser man in etwas ist, desto höher sind die Ansprüche, die man auch an sich anlegt.
Nun ja, irgendwann ist die Grenze erreicht, wann man sagt, jetzt reicht es. Und gerade in Hobbybereich würde ich die Spirale  ->Können -> Erwartungen -> Ansprüche -> Leistung -> Können -> usw. nicht übermäßig überstrapazieren. Gerade wenn es nur darum geht, Spaß zu haben, kann diese Spirale sehr niedrig sein. Nicht alle sind ehrgeizig.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Oberkampf am 7.10.2011 | 12:22
@Tümpelritter
Ich denke du betrachtest Rollenspiel zu sehr aus einer abstrakten, externen Perspektive. Für mich zählt hier aber allein das Individuum. Wenn der einzelne Rollenspieler mit der Art wie er spielt zufrieden, warum soll ich dann ein Unmensch sein und ihm sein Glück madig machen?

Für den Fall des individuellen Spielers trifft dies erstmal zu. Einem anderen Spieler an den Kopf zu werfen, dass seine Rollenspielerlebnisse minderwertiger Kinderkram sind, ist nicht nur meistens falsch, sondern auch noch unhöflich dazu.

Allerdings ist es ja nicht unwahrscheinlich, dass neue Mitspieler hinzukommen oder man aufgrund äußerer Umstände (Umzug) eine neue Gruppe sucht/suchen muss. Da finde ich es einfach hilfreich, wenn die eigenen Erfahrungen und die der potentiellen Mitspieler einigermaßen kommunizierbar sind. Natürlich besteht keine "Pflicht", etwas Neues zu lernen - aber wem das Hobby in einer seiner Ausprägungen gefällt, für den ist es durchaus lohnenswert, andere Formen kennenzulernen.

Hinzu kommt, dass meiner Ansicht nach jedes Regelwerk (evtl. auch Abenteuer oder Settingband) eine bestimmte Haltung darlegt, wie es gespielt werden will und damit auch impliziert, wie Rollenspiel allgemein gespielt wird. Da finde ich es wichtig, wenn die Regelwerke (insbesondere im "Was ist RSP" und im "Wie leitet/spielt man RSP") "dazulernen", dass es vielfältige Formen gibt, von denen einige im vorliegenden Werk gut unterstützt werden, und andere nicht. Ist natürlich schwer, denn in einem Produkt versucht man natürlich erstmal, den Käufer bei der eigenen Stange zu halten. Aber bei frei publizierten Heartbreakern kann man sich sowas erlauben  :)

Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Seth am 7.10.2011 | 13:37
@Sol
Danke, ich habe dich jetzt besser verstanden und stimme dir natürlich zu (habe ich ja selbst geschrieben) Spaß und Leistung sind nicht aneinandergekoppelt. Unterschiedlich sind wir wohl nur in der Einschätzung von neuen Erfahrungen. Du misst diesen soweit ich verstanden habe grundsätzlich ("immer") einen positiven Effekt zu. Aus meiner Sicht sind positive und negative Erfahrungen im besten Fall gleichmäßig verteilt.

Hinzukommt der Punkt der Zufriedenheit. Eine Person, die mit ihrer Situation zufrieden ist, zieht tendentiell vor allem negative Effekte aus neuen Erfahrungen und äußere Einflüsse sind von ihr gar nicht erwünscht, da sie die Gefahr bergen die Situation der Person zu verändern und damit die Zufriedenheit zu (zer)stören.

Bitte! Mir ging es auch prinzipiell darum. Und ja, ich messe neuen Erfahrungen tendentiell immer einen positiven Effekt zu, da auch bei schlechten Erfahrungen ein Lernprozess geschieht. Das ist ein bisschen "universalistisch" ich weiß. Und du kannst auch vollkommen damit recht haben, dass man Jemandes Harmonie mit Erfahrungen von außen unnötig stören kann. Vielleicht ist derjenige sogar weitaus glücklicher, wenn er gar nicht dazu gezwungen wird, das running system zu changen ;)

Allerdings glaube ich persönlich, dass eine perfekte Harmonie keine lange Zeit überdauert. Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass Jemand - jetzt mal wieder aufs Hobby bezogen - ewig mit dem gleichen Erfahrungsspektrum zurecht kommt, ohne dass sich nicht irgendwann sowieso ein Bruch mit der Harmonie in Form von Überdruss, Langeweile oder schlichter Abnutzung einstellt. Gut, das mag es geben (DSA ick hör dir tapsen ;P), auf so einen Fall bezogen aber, denke ich, dass neue Erfahrungen hauptsächlich Gutes bringen. Sind sie schlecht, lernt man womöglich Fehler im eigenen Raum zu vermeiden und den Spaß zu gefährden - und freut sich umso mehr und mit neuem Mut auf das Alte, das Bekannte. Sind sie gut, kann man vielleicht ein paar Sachen mitnehmen, die man in seine Welt einbaut und peppt das Ganze damit auf, bis man vielleicht merkt, dass man auch ohne kann und wieder zurückgeht.

Prinzipiell denke ich, dass diese neuen Erfahrungen überhaupt erst die Wege für weitreichende Entwicklungen öffnen. Ich weiß das, wäre ich nicht neugierig genug gewesen, um neue Dinge (wie zum Beispiel neue Spiele) auszuprobieren, wäre ich einigen Menschen, die mir heute sehr wichtig sind, sicher nie begegnet. Gerade dieser Aspekt wird ja irgendwie unter den Tisch fallen gelassen, wenn man so technisch "argumentiert" wie Terrorbeagle.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Terrorbeagle am 7.10.2011 | 14:02
Wenn man natürlich "Leistung" soweit ausdehnt, dass Leistung deckungsgleich mit Spaß wird, dann natürlich die Leistungsrollenspieler die besseren Rollenspieler. ;)

Das tue ich ja nun auch nicht. Ich gehe nur davon aus, dass es neben der reinen Darstellungsebene eben auch eine menschliche Komponente  gibt, die eben auch wichtig ist und dass sich diese beiden (und alle möglichen anderen, die man dazu finden und erfinden mag) sich gegenseitig beeinflussen.

 
Nun ja, irgendwann ist die Grenze erreicht, wann man sagt, jetzt reicht es. Und gerade in Hobbybereich würde ich die Spirale  ->Können -> Erwartungen -> Ansprüche -> Leistung -> Können -> usw. nicht übermäßig überstrapazieren. Gerade wenn es nur darum geht, Spaß zu haben, kann diese Spirale sehr niedrig sein. Nicht alle sind ehrgeizig.

Da bin ich mir nicht sicher, einfach weil es schwieirig ist, nicht dazu zu lernen. Selbst wenn man es nicht bewußt wharnimmt oder steuert, so lernt man doch etwas über das Spiel oder seine Mitspieler, und verbessert sich durch schiere Praxis. Das funktioniert in aller Regel sehr, sehr langsam ohne gezieltes Bestreben. Und um den Zirkel zu schliessen: Gerade weil der Ehrgeiz (oder das Talent oder was auch immer) nicht gleich verteilt ist, geht eben die Schere zwischen unterschiedlich guten Rollenspielern auseinander. 
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Skele-Surtur am 7.10.2011 | 15:34
Ich schätze, eine große Komponente des lockeren Rollenspiels, gerade, wenn es von Leuten betrieben wird, die auch "Leistungsrollenspiel" kennen, ist, dass man sich nicht so unter Druck setzt. Hinsetzen, Würfeln, Spaß haben. Ganz ohne die nagende Frage, ob man jetzt unter Einbezug von Plausibilität, settinginternter Logik, Spielervertrag und Immersion seinen Charakter entsprechend den Leistungsanforderungen seiner Mitspieler überzeugend rübergebracht und das Spiel bereichert hat. Und dieser Druck besteht ja in ein paar Runden.

Man könnte es auch als einen hobbyinternen Urlaub beschreiben - oder einfach Abwechslung.

Ich spiele gerne verschiedene Formen von Rollenspiel und stupides Monster pPattklopfen ist eine Variante davon, aber eben auch nur eine und einen qualitativen Unterschied möchte ich da nicht machen.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Teylen am 7.10.2011 | 16:12
Ich denke das es bei allen Spielern die älter sind, möglich ist sie über einen sehr langen Zeitraum, zu spielen und die Zeit über dauerend nur daran Freude zu finden sowie eine hinreichend große Harmonie zu entwickeln.
Im Thread wurde DSA als Beispiel genannt wo man es beobachten konnte.
Vor einem Monat hat White Wolf erst das 20 jährige von V:tM gefeiert, und da saßen durchaus mehrere Spieler die es die ganzen zwei Jahrzehnte lang spielten, oder auch nur ein Jahrzehnt.

Ich denke das man bei jedem größeren System Personen findet, die es nicht nur in der Anfangsphase spielten oder die es im Zuge der Entwicklung kurzfristig entdeckten, sondern die D&D seit erscheinen spielen. Die sich dann nur weil plötzlich Storyteller aus der Erde poppten nicht vom D&D spielen abhielten ließen und die immernoch D&D spielen - und damit glücklich sind. Daran jedes Wochende gewaltig Spaß haben.
Ich glaube nicht das es den D&D Spielern einen Gewinn gebracht hätte in den 90ern White Wolf auszuprobieren oder sich aktuell ein paar Indies reinzuziehen.

Wieso sollte Überdruss, Abnutzung und Langeweile automatisch daher kommen?
Man geht doch auch nicht zu einem Schachmeister, oder einen Go Profi, der sich jeweils Jahrzehnte lang dem Spiel widmete, und behauptet dem Gegenüber das er doch wohl eigentlich des Spiel schon Überdrüssig sei und Neues nur besser sein kann?
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Seth am 7.10.2011 | 18:48
Wieso sollte Überdruss, Abnutzung und Langeweile automatisch daher kommen?

Ich dachte im Grunde, wir seien uns einig geworden, dass wir einander weitestgehend ignorieren, aber da du schon das zweite Mal auf mich eingehst:

Ich sage nicht, es kommt automatisch - ich glaube persönlich, dass es sehr wahrscheinlich ist. Außerdem hast du mal wieder nur die Hälfte von meinen Beiträgen mitbekommen.

Zitat
Man geht doch auch nicht zu einem Schachmeister, oder einen Go Profi, der sich jeweils Jahrzehnte lang dem Spiel widmete, und behauptet dem Gegenüber das er doch wohl eigentlich des Spiel schon Überdrüssig sei und Neues nur besser sein kann?

Niemand wird zum Schachmeister oder "Go-Profi", wenn er Jahrzehnte lang bei einem Spielstil bleibt. Das heißt nicht, dass Jemand, der das tut, nicht genau so viel Spaß am Spiel haben könnte. Dennoch ist das Argument irgendwie unsinnig, da die Weiterentwicklung bei diesen Spielen / Leidenschaften direkt an das Lernen neuer Wege, Techniken, Denkweisen etc. angebunden ist. Gerade beim Go ist das so offensichtlich, da das Lernen neuer Prozesse in jeder asiatischen Praxis ein grundlegender Bestandteil ist (und im Grunde nicht nur da).

Außerdem liest du mal wieder das "Neues kann nur besser sein" rein, wo du willst. Nochmal: Neues kann meiner Meinung nach vor allem dadurch hilfreich sein, da man sogar (oder vor allem) aus negativen Erfahrungen lernt. Ich bestreite nicht, dass dieser Lernprozess nicht für jeden unabdingbar ist, aber ich glaube, dass er Möglichkeiten öffnet, die einen weiterbringen können. Zusätzlich habe ich ziemlich genau betont, dass dieses "Neue" sehr wohl in das Alte übergehen oder nach einiger Zeit wieder durch das Alte ersetzt werden kann, wenn man es als störend oder "doch nicht so toll" empfindet. Selbst dadurch aber sieht man das "alte Spiel" im Nachhinein mit anderen Augen und kann es womöglich besser beurteilen.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Edvard Elch am 7.10.2011 | 18:58
Das tue ich ja nun auch nicht. Ich gehe nur davon aus, dass es neben der reinen Darstellungsebene eben auch eine menschliche Komponente  gibt, die eben auch wichtig ist und dass sich diese beiden (und alle möglichen anderen, die man dazu finden und erfinden mag) sich gegenseitig beeinflussen.

 
Da bin ich mir nicht sicher, einfach weil es schwieirig ist, nicht dazu zu lernen. Selbst wenn man es nicht bewußt wharnimmt oder steuert, so lernt man doch etwas über das Spiel oder seine Mitspieler, und verbessert sich durch schiere Praxis. Das funktioniert in aller Regel sehr, sehr langsam ohne gezieltes Bestreben. Und um den Zirkel zu schliessen: Gerade weil der Ehrgeiz (oder das Talent oder was auch immer) nicht gleich verteilt ist, geht eben die Schere zwischen unterschiedlich guten Rollenspielern auseinander.  

Gehe ich recht in der Annahme, dass du diesen Lernprozess als lineare Entwicklung auf ein bestimmtes Ziel hin siehst? So klingt es für mich. Daraus resultiert dann allerdings, dass es einen Katalog von Kriterien gibt, anhand derer man gutes Rollenspiel erkennen kann - mich würde brennend interssieren, wie der deiner Meinung nach aussieht. Außerdem postulierst du damit eine homogene Rollenspielergesellschaft, die durch das (mehr oder weniger selbst gewählte) Streben auf eben dieses Ziel hin geeint wird.

Es ist in vielen Bereichen so, dass Geschmäcker und Ziele verschieden sind. Ist jemand ein schlechterer Leser, weil er lieber Prosa als Lyrik liest? Ist jemand ein schlechterer Kino-Besucher, weil er lieber Action- als französische Kunstfilme sieht? Ist ein Rollenspieler ein schlechterer Rollenspieler, weil er lieber B&B als RR spielt? Ist ein Autor schlechter, weil er Prosa besser als Lyrik kann? Ist ein Regisseur schlechter, weil er gute Actionszenen drehen kann, aber bei den "Leute laufen ne verregnete Straße lang"-Szenen versagt? Ist ein SL, der eine gute, unterhaltsame B&B Runde schmeißt, die allen Spielern gefällt, schlechter, weil er ihnen keinen ausgefeilten Plot samt Stimmungsmusik und drölfzigtausend Handouts bietet, obwohl sie das eigentlich gar nicht wollen?
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Just_Flo am 7.10.2011 | 19:17
Ein schlechter Rollenspieler ist ein Rollenspieler, der seine Erwartungen und Bedürfnisse nicht erkennen, ausdrücken und einfordern kann. Er kann sich nicht auf verschiedene Spielstiele bzw. Intisitivitätsniveaus einstellen bzw. diese betreiben.

Ein Bier&Brezelspieler in einer Hardcore Immersions-, Spielweltlogik, Regel-, Konzept- und Charakterexplorationsgruppe ist dort (und nur dort) ein schlechter Spieler,  wenn (und nur wenn) er mit seinen Handlungen, Aktionen und Reaktionen den Spielspaß der anderen bzw. mit seiner Rezeption der Aktionen der Anderen seinen eigenen Spielspaß mindert.

Ein Hardcore Immersions-, Spielweltlogik, Regel-, Konzept- und Charakterexplorationsspieler ist in einer Bier&Brezelgruppe (und nur dort) ein schlechter Spieler, wenn (und nur wenn) er mit seinen Handlungen, Aktionen und Reaktionen den Spielspaß der anderen bzw. mit seiner Rezeption der Aktionen der Anderen seinen eigenen Spielspaß mindert.

Wenn der Spieler sich dem Spielstiel soweit anpassen kann, dass sein eigener Spielspaß und der der anderen erhalten bleibt, dann ist er ein guter Spieler. (Wobei hier auch ein agree to disagree und farewell we wish us all the best die Anpassung sein kann.)

Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Teylen am 10.10.2011 | 09:22
Ich dachte im Grunde, wir seien uns einig geworden, dass wir einander weitestgehend ignorieren, aber da du schon das zweite Mal auf mich eingehst
Du hast mir über PN gesagt, nachdem du in primitiver Art und Weise ausfallend geworden bist, das du mich in der Ignore Liste hast. Ich konnte auf die PN nichts mehr erwidern da du mich blockiert hast.

Zitat
Ich sage nicht, es kommt automatisch - ich glaube persönlich, dass es sehr wahrscheinlich ist. Außerdem hast du mal wieder nur die Hälfte von meinen Beiträgen mitbekommen.
Ich wäre dankbar wenn du im Forum beleidigende Unterstellungen unterlässt.
Ich habe deinen Beitrag durchaus gelesen. Ebenso wie ich unterstelle das du Beiträge ließt.

Zitat
Niemand wird zum Schachmeister oder "Go-Profi", wenn er Jahrzehnte lang bei einem Spielstil bleibt. Das heißt nicht, dass Jemand, der das tut, nicht genau so viel Spaß am Spiel haben könnte.
Ich behaupte an keiner Stelle das man durch das erforschen von Neuen, in Bezug auf Rollenspiel grundlegende Spielweisen oder neue Systeme, keinen Spaß haben kann. Wenn es im eigenen Charakter liegt.
Mir geht es um die Behauptung das jeder sich unbedingt mit dem Neuen beschäftigen muß, um weiterhin Spaß zu haben. Schließlich stellst du die These auf das Überdruss, Langeweile und Abnutzung entstünde und es über dies keine negative Aspekte des beschäftigen mit dem Neuen geben würde.

Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass Jemand - jetzt mal wieder aufs Hobby bezogen - ewig mit dem gleichen Erfahrungsspektrum zurecht kommt, ohne dass sich nicht irgendwann sowieso ein Bruch mit der Harmonie in Form von Überdruss, Langeweile oder schlichter Abnutzung einstellt. Gut, das mag es geben (DSA ick hör dir tapsen ;P), auf so einen Fall bezogen aber, denke ich, dass neue Erfahrungen hauptsächlich Gutes bringen.

Zitat
Dennoch ist das Argument irgendwie unsinnig, da die Weiterentwicklung bei diesen Spielen / Leidenschaften direkt an das Lernen neuer Wege, Techniken, Denkweisen etc. angebunden ist. Gerade beim Go ist das so offensichtlich, da das Lernen neuer Prozesse in jeder asiatischen Praxis ein grundlegender Bestandteil ist (und im Grunde nicht nur da).
Es besteht doch ein signifikanter Unterschied zwischen der Entwicklung von Neuen auf das Spiel bezogen, sowie der Entwicklung von Neuem auf neue Spielweisen oder Systeme bezogen.
Eine Gruppe welche 20 Jahre lang nur Vampire, DSA oder D&D gespielt hat, wird sich im Rahmen der Spielweise und des System entwickeln, er wird dennoch nicht zwingend etwas neues in Bezug auf neue Spielweisen (d.h. z.b. der Wechsel vom Storytelling zum Gamismus) ausprobiert haben oder ein neues System.

Wenn man es mit Go vergleichen möchte, zwar probieren gerade Profis neue Strategien aus, aber der Grundlegende Ansatz bleibt ähnlich. Ein Profi der einen sehr aggressive Spielweise hat wird voraussichtlich nicht auf einen territorialen umschwenken.
Geschweige den das er Go Varianten ausprobiert oder gar zu anderen Strategie-Spielen wechselt.

Zitat
Außerdem liest du mal wieder das "Neues kann nur besser sein" rein, wo du willst.

Unter anderem auf Grund des zitierten, kursiven, Absatz ließt es sich tatsächlich so als würde es so dargestellt.
Ich behaupte nicht das es nicht hilfreich sein kann, ich behaupte das es nicht unbedingt hilfreich ist.

Immerhin, um zum Thread-Thema zurück zu kommen, denke ich, das sich einige für ihre Spielweise entschuldigen, weil sie zwar sehen das es Neues, respektives anderes gibt, erkennen das sie es nicht ausprobieren wollen, und sich somit auch für die Weigerung des erforschen/ausprobieren des Neuen entschuldigen.
Zumal dem Neuen nicht nur das Stigmata anhängt das man es ausprobiert haben muss, sondern das es auch eine Weiterentwicklung und damit ein Fortschritt gegenüber dem alten darstellt.
Das das Neue irgendwann alt wird, und man sich damit neuerem zuwenden sollte, wenn man sich dem "Fortschritt" nicht verweigern möchte, löst die Zwickmühle nicht.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Tim Finnegan am 10.10.2011 | 09:38
Immerhin, um zum Thread-Thema zurück zu kommen, denke ich, das sich einige für ihre Spielweise entschuldigen, weil sie zwar sehen das es Neues, respektives anderes gibt, erkennen das sie es nicht ausprobieren wollen, und sich somit auch für die Weigerung des erforschen/ausprobieren des Neuen entschuldigen.
Zumal dem Neuen nicht nur das Stigmata anhängt das man es ausprobiert haben muss, sondern das es auch eine Weiterentwicklung und damit ein Fortschritt gegenüber dem alten darstellt.
Das das Neue irgendwann alt wird, und man sich damit neuerem zuwenden sollte, wenn man sich dem "Fortschritt" nicht verweigern möchte, löst die Zwickmühle nicht.

Du verwirrst mich  wtf?
Was das Thema nicht: Leute die eigentlich was besseres/komplexeres/anspruchsvolleres Spielen, entschuldigen sich wenn sie nebenher B&B betreiben?
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: El God am 10.10.2011 | 09:39
Schon, aber da Teylen meint, sich auch für ihren Stil entschuldigen zu müssen, muss es also auch Leute treffen, die Hochleistungsrollenspiel betreiben.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: evil bibu am 10.10.2011 | 09:43
Schon, aber da Teylen meint, sich auch für ihren Stil entschuldigen zu müssen, muss es also auch Leute treffen, die Hochleistungsrollenspiel betreiben.

Ich bin dafür deinen Titel um den Namen Teylen zu erweitern... ~;D
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Tim Finnegan am 10.10.2011 | 09:45
Ich bin dafür deinen Titel um den Namen Teylen zu erweitern... ~;D

"Der Teylenflüsterer"
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: El God am 10.10.2011 | 09:45
Ich glaube, das kann weder Teylen noch ich wollen.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: evil bibu am 10.10.2011 | 09:47
Ich glaube, das kann weder Teylen noch ich wollen.

wir sind das KOLLEK :T: IV. individuelle bedürfnisse sind irrelevant!  ~;D
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Teylen am 10.10.2011 | 09:48
Was das Thema nicht: Leute die eigentlich was besseres/komplexeres/anspruchsvolleres Spielen, entschuldigen sich wenn sie nebenher B&B betreiben?
Nein, das Leute die sich einfach nicht ändern wollen und/oder kein Interesse an Neuem haben, sich dafür entschuldigen so reaktionär zu sein / fortschrittsfeindlich zu agieren.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Tim Finnegan am 10.10.2011 | 09:50
Nein, das Leute die sich einfach nicht ändern wollen und/oder kein Interesse an Neuem haben, sich dafür entschuldigen so reaktionär zu sein / fortschrittsfeindlich zu agieren.

Siehe auch:
Es passiert mir in letzter Zeit immer öfter dass so richtig gute Spieler und Rampensäue die ich kenne mich angucken und sagen, dass sie einfach nur so stumpf D&D4 oder 3.5 zocken. Sie sagen dann so Sachen, wie: "Ich spiele Casual" und es klingt immer irgendwie entschuldigend.

Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Seth am 10.10.2011 | 09:56
Du hast mir über PN gesagt, nachdem du in primitiver Art und Weise ausfallend geworden bist, das du mich in der Ignore Liste hast. Ich konnte auf die PN nichts mehr erwidern da du mich blockiert hast.

Wenn ich auf so primitive Weise ausfallend geworden bin, warum besteht dann noch Diskussionsbedarf auf deiner Seite?

Zitat
Ich wäre dankbar wenn du im Forum beleidigende Unterstellungen unterlässt.
Ich habe deinen Beitrag durchaus gelesen. Ebenso wie ich unterstelle das du Beiträge ließt.

Altes Lied: wenn du Dinge in meine Worte hineininterpretierst, die da nicht stehen, gehe ich davon aus, dass du sie nicht gründlich genug gelesen hast.

Zitat
Ich behaupte an keiner Stelle das man durch das erforschen von Neuen, in Bezug auf Rollenspiel grundlegende Spielweisen oder neue Systeme, keinen Spaß haben kann. Wenn es im eigenen Charakter liegt.
Mir geht es um die Behauptung das jeder sich unbedingt mit dem Neuen beschäftigen muß, um weiterhin Spaß zu haben. Schließlich stellst du die These auf das Überdruss, Langeweile und Abnutzung entstünde und es über dies keine negative Aspekte des beschäftigen mit dem Neuen geben würde.

Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass Jemand - jetzt mal wieder aufs Hobby bezogen - ewig mit dem gleichen Erfahrungsspektrum zurecht kommt, ohne dass sich nicht irgendwann sowieso ein Bruch mit der Harmonie in Form von Überdruss, Langeweile oder schlichter Abnutzung einstellt. Gut, das mag es geben (DSA ick hör dir tapsen ;P), auf so einen Fall bezogen aber, denke ich, dass neue Erfahrungen hauptsächlich Gutes bringen.

Du zitierst es sogar noch! Das steht "ich kann es mir nicht vorstellen", sogar mit der Einschränkung "gut, mag es geben". Nicht, dass Neues da sein muss, um weiterhin Spaß zu haben. Auch steht da nicht "es gibt keine negativen Aspekte bei Beschäftigung mit dem Neuen" sondern "ich denke, es bringt hauptsächlich Gutes". Jetzt erzähl' mir bitte nochmal Jemand, du hättest meinen Beitrag aufmerksam gelesen oder würdest nicht hineinreden, was dir passt.

Zitat
Es besteht doch ein signifikanter Unterschied zwischen der Entwicklung von Neuen auf das Spiel bezogen, sowie der Entwicklung von Neuem auf neue Spielweisen oder Systeme bezogen.
Eine Gruppe welche 20 Jahre lang nur Vampire, DSA oder D&D gespielt hat, wird sich im Rahmen der Spielweise und des System entwickeln, er wird dennoch nicht zwingend etwas neues in Bezug auf neue Spielweisen (d.h. z.b. der Wechsel vom Storytelling zum Gamismus) ausprobiert haben oder ein neues System.

So. Wo habe ich explizit von neuen Systemen gesprochen, wo ausschließlich von neuen Entwicklung auf ein Spiel bezogen? Ich rede von neuen Erfahrungen generell. Nochmal: eine Gruppe kann absoluten und übermäßigen Spaß damit haben, zwölfhundertdrölfzig Jahre das Gleiche zu spielen, bestreite ich nicht. Meine These: ich gehe davon aus, dass die Beschäftigung mit Unbekanntem, hauptsächlich Gutes bringt. Man setzt sich mit Neuem auseinander, lernt etwas dazu und hat im Nachhinein die Möglichkeit, zu entscheiden, ob einem das Neue gefällt oder nicht.

Wer sagt "oh mein Gott, ich habe gelesen, was Railroading ist, jetzt kann ich meine DSA-Runden nicht mehr so genießen. Ich wünsche mir aber so sehr die alten Runden zurück." befindet sich nur in der Mitte eine Prozesses. Er wird früher oder später darauf kommen, dass er auf den Railroading-Begriff scheißen kann, wenn es ihm trotzdem Spaß macht oder DSA nichts mehr für ihn ist, weil er (womöglich temporär) andere Ansprüche und Erwartungen an sein Spiel stellt / Neues ausprobieren möchte. Vielleicht kommt er in dann ja in zehn Jahren zurück, wie man es hier im Forum schon oft beobachten konnte, ist all der Theorien überdrüssig und will einfach wieder Bier & Bretzel spielen. Darum geht es hier im Thread doch: dass das absolut möglich, intelligent und sinnvoll ist und es Unsinn wäre, sich dafür zu rechtfertigen.

Zitat
Wenn man es mit Go vergleichen möchte, zwar probieren gerade Profis neue Strategien aus, aber der Grundlegende Ansatz bleibt ähnlich. Ein Profi der einen sehr aggressive Spielweise hat wird voraussichtlich nicht auf einen territorialen umschwenken.
Geschweige den das er Go Varianten ausprobiert oder gar zu anderen Strategie-Spielen wechselt.

Ich weiß nicht, ob du selbst Go spielst - es ist allerdings ein Grundprinzip jedes (asiatischen) Könnens, den Stil anderer zu verstehen, ihn selbst spielen und somit kontern zu können. Niemand erreicht einen hohen Dan im Go, der auf seinem Stil festbleibt und nur mal in andere reinschnuppert. Ein wahrer Meister wechselt die Stile der Situation angemessen. Aber das steht natürlich in Konkurrenz mit deiner persönlichen Meinung, wahre Reife würde nicht dadurch erlangt, möglichst viel zu kennen, abwägen und verstehen zu können. Ich weiß nicht, wo du sie hernimmst, aber sie steht im starken Kontrast zu allem, was ich in meinem Leben bisher gelernt habe.
 

Zitat
Immerhin, um zum Thread-Thema zurück zu kommen, denke ich, das sich einige für ihre Spielweise entschuldigen, weil sie zwar sehen das es Neues, respektives anderes gibt, erkennen das sie es nicht ausprobieren wollen, und sich somit auch für die Weigerung des erforschen/ausprobieren des Neuen entschuldigen.
Zumal dem Neuen nicht nur das Stigmata anhängt das man es ausprobiert haben muss, sondern das es auch eine Weiterentwicklung und damit ein Fortschritt gegenüber dem alten darstellt.
Das das Neue irgendwann alt wird, und man sich damit neuerem zuwenden sollte, wenn man sich dem "Fortschritt" nicht verweigern möchte, löst die Zwickmühle nicht.

Wie Coldwyn schon gesagt hat, ist das nicht das Thema des Threads. Hier hat noch Niemand davon gesprochen, dass es um das Verschließen vor dem Fortschritt oder dessen Annahme geht. Bier & Bretzel ist doch sogar (in den meisten Fällen) das Gegenteil davon - die Rückbesinnung auf alte Tugenden (mal ausgenommen die, die nie was anderes spielen - woran auch nichts Schlechtes wäre).
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Teylen am 10.10.2011 | 10:24
Wenn ich auf so primitive Weise ausfallend geworden bin, warum besteht dann noch Diskussionsbedarf auf deiner Seite?
Wieso sollte ich aufhören im Forum mit zu diskutieren?
Nur weil du anderen meinst aufgrund der Schul-Bildung das Recht abzusprechen sich hier im Forum zu beteiligen sowie meinst diagnostizieren zu können das andere grundsätzlich Lebensunfähig sind und daher versagen werden?
(Wegen weiterer unterstellter Unzulänglichkeiten / psyschicher Krankheiten)

Zitat
Du zitierst es sogar noch! Das steht "ich kann es mir nicht vorstellen", sogar mit der Einschränkung "gut, mag es geben". Nicht, dass Neues da sein muss, um weiterhin Spaß zu haben. Auch steht da nicht "es gibt keine negativen Aspekte bei Beschäftigung mit dem Neuen" sondern "ich denke, es bringt hauptsächlich Gutes".
Ich finde es unglaublich das man es sich nicht vorstellen kann.
Und wenn da steht das es hauptsächlich gutes bringt, dann bringt es in der Hauptsache gutes und überwiegt damit das negative.

Zitat
Jetzt erzähl' mir bitte nochmal Jemand, du hättest meinen Beitrag aufmerksam gelesen oder würdest nicht hineinreden, was dir passt.

Bitte lass die Anmachen. Ja?
Bitte. Ich trage hier auch nicht rein was ich über deine Person denke.

Zitat
Wo habe ich explizit von neuen Systemen gesprochen, wo ausschließlich von neuen Entwicklung auf ein Spiel bezogen?

Es geht in dem Thread darum das sich jemand der Bier und Bretzel D&D spielt für wohl beides entschuldigt.
Nun und du zitierst selbst die DSA Gruppe die dabei bleibt. Wobei die DSA Gruppe für sich, intern, ja noch variieren kann, nach Verlagstrends oder eigenen Ideen.

Zitat
Meine These: ich gehe davon aus, dass die Beschäftigung mit Unbekanntem, hauptsächlich Gutes bringt. Man setzt sich mit Neuem auseinander, lernt etwas dazu und hat im Nachhinein die Möglichkeit, zu entscheiden, ob einem das Neue gefällt oder nicht.
Ja, und? Meine These ist das die Beschäftigung mit Unbekannten nicht zwangsläufig oder nur hauptsächlich Gutes bringt. Es kann ebenso den Fokus verschieben, es kann dem Spielspaß abträglich werden (Ich meine es war Ludovico der dazu vor einiger Zeit einen Thread eröffnete) und es kann Zeitverschwendung sein bzw. eine Unspassige Zeit seine Freizeit gestaltet zu haben.

Wenn jemand sagt das er seine DSA Runde nicht mehr genießen kann, weil ihm bei der Beschäftigung mit dem Neuen der Railroading begriff eingehämmert wurde, respektive seine entsprechende Spielweise soweit abgewertet das er sich der Abwertung anschloss, hat imho ein massives Problem.
Weil, ob temporär oder dauerhaft, hat er an seinem Hobby, an seiner Freizeitbeschäftigung, die eigentlich Spaß machen sollte und der Entspannung/Unterhaltung dienen, weder Spaß noch Entspannung/Unterhaltung.
Wenn er irgendwann kapiert hat das er den Begriff ignorieren kann sowie seine Spielweise nicht abwerten muß, ist da weder unbedingt ein positiver Erkenntnisgewinn vorhanden, noch bringt es die reininvestierten Monate/Jahre zurück, - in denen er einfach hätte weiterspielen können.

Zitat
Darum geht es hier im Thread doch: dass das absolut möglich, intelligent und sinnvoll ist und es Unsinn wäre, sich dafür zu rechtfertigen.

Ich ging davon aus das die Leute die im OP nicht den Weg nahmen erst viel neues auszuprobieren, und dann zurück zukehren, um sich für die Rückkehr zu entschuldigen.
Ich nahm an das sie zig Jahre ihr B&B spielen, gesehen haben das es noch anderes gibt, aber dabei bleiben und sich entschuldigen.

Zitat
Ich weiß nicht, ob du selbst Go spielst - es ist allerdings ein Grundprinzip jedes (asiatischen) Könnens, den Stil anderer zu verstehen, ihn selbst spielen und somit kontern zu können. Niemand erreicht einen hohen Dan im Go, der auf seinem Stil festbleibt und nur mal in andere reinschnuppert.

Mein höchster Rang war 1 Kyu. (Aktuell dürfte er auf etwa ~5-4 Kyu zurückgefallen sein da ich sehr viel weniger bzw. fast gar nicht mehr spiele).
Ich habe mich in der aktiven Zeit viel mit den Profis, Lehrbüchern und dergleichen mehr beschäftigt, dabei fällt auf das gerade die Spieler im professionellen Dan Bereich, oftmals einen bestimmten Stil haben. Sei es Masao Kato der als "Killer" berüchtigt ist, aufgrund der aggressiven Spielweise, oder Go Seigen der einen stark raumgreifenden Stil hat.
Sie beherrschen natürlich schon die notwendigen Grundlagen, sind jedoch stark fokussiert.
 

Ansonsten, in Bezug auf RPG bin persönlich, ich Neuem durchaus aufgeschlossen.
Das heißt bei Gelegenheit bin ich gern bereit alles mögliche anzusehen / durchzulesen oder mal anzuspielen.
Wobei ich vermute das der Drang bei mir weniger intensiv ist als bei anderen.
Zitat
Wie Coldwyn schon gesagt hat, ist das nicht das Thema des Threads. Hier hat noch Niemand davon gesprochen, dass es um das Verschließen vor dem Fortschritt oder dessen Annahme geht. Bier & Bretzel ist doch sogar (in den meisten Fällen) das Gegenteil davon - die Rückbesinnung auf alte Tugenden (mal ausgenommen die, die nie was anderes spielen - woran auch nichts Schlechtes wäre).
Thema des Threads sind Spieler die sich (teilweise überraschend) für ihren Spaß am Spiel entschuldigen.
Imho entschuldigen sie sich halt auch weil die Angst besteht das es nicht als tolles "Retro" gesehen werden könnte sondern fieses reaktionäres Gehabe. *shrug*
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Tim Finnegan am 10.10.2011 | 10:27
Thema des Threads sind Spieler die sich (teilweise überraschend) für ihren Spaß am Spiel entschuldigen.
Imho entschuldigen sie sich halt auch weil die Angst besteht das es nicht als tolles "Retro" gesehen werden könnte sondern fieses reaktionäres Gehabe. *shrug*

Wie kommst du jetzt bitte auf Retro?
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Yehodan ben Dracon am 10.10.2011 | 10:32
Teylen Du hast schon auf gewisse Weise recht, aber nur subjektiv (was im Hobby legitim ist).

Eure Diskussion erinnerte mich an folgendes Gleichnis:
Wer immer gerne Fleisch ist und sich damit gut fühlt, der hat mit sich kein Problem. Das Auseinandersetzen mit vegetarischem Gedankengut, den Berichten über Massentierhaltung, über Gammelfleischskandale und Zusatzstoffe etc., das mag einen objektiv zu einem besseren Menschen machen, zu einem, der auf sich und seine Umwelt acht gibt, aber letztlich reißt es auch aus dem gemütlichen Schneckenhaus und wirft mich in eine große grausame weite Welt.

Ich werde dann nie wieder so schön gemütlich leben und schmausen können, wie vorher.

Scheuklappen sind durchaus was Schönes, aber immer nur für den Einzelnen, nie für die Gesellschaft an sich.

Wo gehobelt wird, fallen immer auch Späne!

Sol Invictus schätzt das aber als notwendiges Übel zu einer höheren Sicht der Dinge ein und Du hingegen als ein vermeidbares Übel.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Teylen am 10.10.2011 | 11:41
Wie kommst du jetzt bitte auf Retro?
Wegen der Rueckbesinnung auf alte Tugenden? So als kurzes, positiv belegtes Wort dafuer?


Ich mache da einen Unterschied zwischen Hobbies und ernsteren Themen.
Wobei es bei dem Lebensmittel-Konsum ja auch dazu kommen kann, das man es zur Kenntnis nimmt, sich jedoch nicht weiter mit den neueren bzw. alternativen Ernaehrungsmethoden befasst bzw. sie nicht annimmt.
Naja und so wie da jemand sagt "Tschuldigung, aber meine Ernaehrung orientiert sich an meinem Appetit[, und nicht an einem Plan/moralischen Konzept/der Frage was gesund ist.]" denke ich sagt da wer "Tschuldigung, aber ich spiele Bier & Bretzel[, und nicht System X/oder Anspruch der Spielweise Y]".
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Yehodan ben Dracon am 10.10.2011 | 11:54
Was ein subjektives Ausblenden von wichtigen anderen Faktoren ist. Das ist überall so: beim Spielen, beim Autokauf, selbst bei der Arbeit oder bei der Partnerwahl!

Bleibt aber trotzdem eine gewisse Ignoranz (die auch gesund sein kann). Darauf wird man doch hinweisen dürfen.  :)
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Seth am 10.10.2011 | 11:56
Wieso sollte ich aufhören im Forum mit zu diskutieren?
Nur weil du anderen meinst aufgrund der Schul-Bildung das Recht abzusprechen sich hier im Forum zu beteiligen sowie meinst diagnostizieren zu können das andere grundsätzlich Lebensunfähig sind und daher versagen werden?
(Wegen weiterer unterstellter Unzulänglichkeiten / psyschicher Krankheiten)

Wird das jetzt ne subjektive Chronik, was du alles aus meinen Anfeindungen herauszulesen glaubtest oder ein Rachefeldzug, weil du mir nicht mehr persönlich antworten konntest? Wenn das unbedingt sein muss, heb ich die Sperre auf, du schreibst mir nochmal richtig deine Meinung und gut ist. Ich spreche dir nicht ab, im Forum zu diskutieren, aber du könntest meine Aussagen auch einfach ignorieren, wenn sie dir so gegen den Strich gehen. Dann hättest du den Diskussionsfaden nicht so weit vom Schlag abgetrieben und wir würden diesen Thread nicht mit kleinkarierten Wortklaubereien vollmüllen.

Zitat
Ich finde es unglaublich das man es sich nicht vorstellen kann.
Und wenn da steht das es hauptsächlich gutes bringt, dann bringt es in der Hauptsache gutes und überwiegt damit das negative.

Anstatt einfach mal zuzugeben, dass du es missverstanden hast, musst du wirklich bis zum letzten Atemzug ein "aber" dran hängen, was? Natürlich, nur dass diese Aussage deinen Vorwurf relativiert, ich sähe in Neuem nur Gutes und deswegen irgendwie substanzlos wird.
 
Zitat
Bitte lass die Anmachen. Ja?
Bitte. Ich trage hier auch nicht rein was ich über deine Person denke.

Ich weiß nicht, was dir über die Leber gelaufen ist, aber wenn ich von meiner subjektiven Auffassung spreche, zu glauben, dass du den Beitrag nicht richtig gelesen hast, wenn du ihn (wiederholt) falsch wiedergibst oder Dinge hinein interpretierst, die da weder als Intention noch vorhanden waren, noch so da stehen, dann ist das keine Anmache.

Zitat
Wenn jemand sagt das er seine DSA Runde nicht mehr genießen kann, weil ihm bei der Beschäftigung mit dem Neuen der Railroading begriff eingehämmert wurde, respektive seine entsprechende Spielweise soweit abgewertet das er sich der Abwertung anschloss, hat imho ein massives Problem.

Siehst du die Diskrepanz? Du unterstellst ihm ein "massives Problem", ich würde sagen, er hat einfach noch nicht weit genug gedacht.

Zitat
Weil, ob temporär oder dauerhaft, hat er an seinem Hobby, an seiner Freizeitbeschäftigung, die eigentlich Spaß machen sollte und der Entspannung/Unterhaltung dienen, weder Spaß noch Entspannung/Unterhaltung.
Wenn er irgendwann kapiert hat das er den Begriff ignorieren kann sowie seine Spielweise nicht abwerten muß, ist da weder unbedingt ein positiver Erkenntnisgewinn vorhanden, noch bringt es die reininvestierten Monate/Jahre zurück, - in denen er einfach hätte weiterspielen können.

Monate / Jahre? Na ja, ich würde hoffen, dass es nicht so lange dauert. Und wenn er es als Zeitverschwendung empfindet, ist das natürlich schade und wäre vermeidbar gewesen. Dennoch überwiegt das in meinen Augen noch nicht den Nutzen, den neue Erfahrungen bringen können. Nach deiner Logik müsste man sich im dunklen Kämmerlein einschließen um der Gefahr zu entgehen, Zeit zu verschwenden, die man auch damit aufwenden könnte, Spaß zu haben. Ich zwinge wie gesagt Niemandem auf, sich mit Neuem zu beschäftigen, behaupte aber weiterhin, dass der Gewinn davon den Verlust generell gesehen überwiegt.
 
Zitat
Ich ging davon aus das die Leute die im OP nicht den Weg nahmen erst viel neues auszuprobieren, und dann zurück zukehren, um sich für die Rückkehr zu entschuldigen.
Ich nahm an das sie zig Jahre ihr B&B spielen, gesehen haben das es noch anderes gibt, aber dabei bleiben und sich entschuldigen.

Ich zitiere gerne nochmal aus dem Anfangsposting, was vor mir schon Coldwyn schonmal auf dich bezogen zitiert hat und was du offensichtlich überlesen hast:

Zitat
Es passiert mir in letzter Zeit immer öfter dass so richtig gute Spieler und Rampensäue die ich kenne mich angucken und sagen, dass sie einfach nur so stumpf D&D4 oder 3.5 zocken. Sie sagen dann so Sachen, wie: "Ich spiele Casual" und es klingt immer irgendwie entschuldigend.

Wenn man sich ein wenig mit Jörgs Berichten beschäftigt hat, kann man meiner Meinung nach davon ausgehen, dass es sich bei diesen richtig guten Spielern und Rampensäuen um Spieler handelt, die durchaus einen Großteil ihrer Zeit mit dem Gegenteil von Bier & Bretzel verbracht haben und die sich dem jetzt zuwenden und glauben, sich dafür rechtfertigen zu müssen. Zumindest habe ich das so bisher auch aus dem Konsens des Threads herausgelesen.
 
Go-Diskussion in Spoilern, da off-topic:
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Zitat
Ansonsten, in Bezug auf RPG bin persönlich, ich Neuem durchaus aufgeschlossen.

Warum, wenn es doch Zeitverschwendung sein könnte? Auf der einen Seite verteidigst du eine Gegenposition gegen die Meine vehement, nur um dann am Ende zu sagen, dass du es im Grunde auch so machst? Sinn?


Edit:
@Hertha
Zustimmung!
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es di
Beitrag von: OldSam am 10.10.2011 | 12:04
Ich werde dann nie wieder so schön gemütlich leben und schmausen können, wie vorher.

Das war auch eine der ersten Sachen, die mir in den Sinn kamen bei diesem Thread...
Ich meine, wenn man mal zurückschaut in die eigene Vergangenheit: Damals hat es super viel Spaß gemacht DSA2/3/4 (je nach Alter) zu spielen!  :d Wäre dem nicht so würden nicht noch heute so viele Rollenspieler in Deutschland diesem Hobby frönen, obwohl sie mit Aventurien ihre ersten Gehversuche machten. Und in der eigenen Frühzeit hat erstmal niemand ein Problem mit den kruden Regeln gehabt, man empfand es als normal und hatte einfach Spaß.
Das "Problem" ist also schlicht, dass eine Weiterentwicklung der Anforderungen stattfindet, genau wie im normalen Leben, wo auch heute die wenigsten von uns noch spielend im Sandkasten sitzen, obwohl auch das ganz früher großen Spaß gemacht hat und das Schaufelsystem nicht einmal unbalanced war!  ;D
Was aber natürlich nicht heissen soll, dass Beer&Bretzel nicht trotzdem super ist, ich spiele das auch öfter's Mal, aber eben dann wenn mir danach ist, entscheidend ist ja wirklich was einem in der jeweiligen Situation Spaß macht. Ein Problem tritt also v.a. dann auf, wenn in einer Gruppe Person A höhere Ansprüche hat und Person B lockeres Fun-Gaming ohne Auflagen. Klar sagen kann man wohl nur, dass es in einigen Dingen ein weniger anspruchsvolles Spiel ist, aber das muss ja auch wahrlich nicht immer sein, manchmal geht's halt mehr um die einfachen Freuden... ;)
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: ChaosAmSpieltisch am 10.10.2011 | 12:29
Ich weiß viel über die industielle Zubereitung von Fleisch, na und, ich esse trotzdem ohne das es mich stört. Ich werd schon nicht dran sterben, und wenn doch, wenigstens gutes Fleisch gehabt. Sorry, nur weil ich etwas weiß, muss es mich nicht belasten.

Genauso ist es beim Rollenspiel, klar weiß ich vieles, klar kenne ich die tollsten Möglichkeiten, und doch macht es immer noch Spaß mit einem fadenscheinigen Grund an einem verregneten Sonntag alle Bewohner einer im Untergrund gelegenen Anlage in die nächste Welt zu befördern, Ihre Schätze zu rauben und diese in der nächsten Stadt mit Saufen und Rumhuren zu verprassen.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Teylen am 10.10.2011 | 12:43
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Zitat
aber du könntest meine Aussagen auch einfach ignorieren, wenn sie dir so gegen den Strich gehen. Dann hättest du den Diskussionsfaden nicht so weit vom Schlag abgetrieben und wir würden diesen Thread nicht mit kleinkarierten Wortklaubereien vollmüllen.

Ich gehe in dem Diskussionsfaden lediglich auf Postings sowie Inhalte ein. Ungeachtet was ich von der Person halte und was die Person von mir haelt.
Ich unterstelle hier keinem das er den Thread mit 'kleinkarierten Wortklaubereien vollmüllt' oder werte in andererweise meinen Diskussionspartner ab, geschweige den das ich anderen Vorschreibe das wenn sie meine Meinung nicht teilen - was nicht unbedingt ein gegen den Strich gehen ist - sie gefaelligst die Aussagen / Diskussion zu ignorieren haben und sich herausziehen sollen. Allein die Empfehlung empfinde ich als dreist.

Zitat
Anstatt einfach mal zuzugeben, dass du es missverstanden hast, musst du wirklich bis zum letzten Atemzug ein "aber" dran hängen, was? Natürlich, nur dass diese Aussage deinen Vorwurf relativiert, ich sähe in Neuem nur Gutes und deswegen irgendwie substanzlos wird.

Stimmt, total unmoeglich das jemand ein Aber daran haengt und seine Meinung kundtut.
Oh und es gibt natuerlich nur schwarz und weiss.

Zumal das Problem aus meiner Sicht, das nicht zwingend hauptsaechlich Gutes bleibt, sich nicht aendert.
Natuerlich sind es dann nur die anderen die Wortklauberei betreiben und auf die Diskussion nicht eingehen.  ::)
 
Zitat
Ich weiß nicht, was dir über die Leber gelaufen ist,
Es gibt hier in den Forum die Regeln das man Beitraege positiv lesen soll und nicht persoenlich werden.
Koenntest du daher bitte aufhoeren mir zu unterstellen mir waere etwas ueber die Leber gelaufen, ich wuerde aus irgendwelcher boesartigkeit heraus handeln und wuerde deine Beitraege nicht lesen, nur weil ich die Worte anders intendiert sehe?

Zitat
Siehst du die Diskrepanz? Du unterstellst ihm ein "massives Problem", ich würde sagen, er hat einfach noch nicht weit genug gedacht.

Ich halte es fuer ein "massives Problem" und nicht als vernachlaessigbarer Schritt in einer Entwicklung.

Zitat
Monate / Jahre? Na ja, ich würde hoffen, dass es nicht so lange dauert.

In den Threads wo es angesprochen wurde, wie in Leistung? Wozu? (http://tanelorn.net/index.php/topic,69667.0.html) umfasst es einen Zeitraum von Jahren. Wo in der endenden Zeit es nicht nur als schlecht genutzte Zeit gesehen wird, also Zeitverschwendung, sondern es sich zur Belastung auswaechst. Die gelegentlich auch in Blogs erwaehnt wird wie dem "Hoch ist Gut".

Nach meiner Logik muss man sich auch nicht im "Dunkeln Kaemmerlein" einschliessen, sondern es reich einfach, wenn man das Neue ueberhaupt bemerkt, zu entscheiden ob man es ausprobiert, sich damit eingehender beschaeftigt oder nicht. Wobei bei der nicht-Beschaeftigung bzw. nicht-Annahme, wenn man bis dato Spass an dem was man tut hat, kein negativer Aspekt entsteht.


 
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Zitat
Warum, wenn es doch Zeitverschwendung sein könnte? Auf der einen Seite verteidigst du eine Gegenposition gegen die Meine vehement, nur um dann am Ende zu sagen, dass du es im Grunde auch so machst? Sinn?
Allgemein, weil ich annehme das es die Gegenposition gibt, das sie eine Berechtigung hat und erwaehnt gehoert.
Unabhaengig davon was ich nun persoenlich mache.

In Bezug auf mich, weil ich mich durchaus mit den zitierten DSA Spieler, der seit Jahzehnten DSA spielt und nichts anderes, identifizieren kann da ich nun seit Jahren V:tM spiele, zumindest primaer. Ohne das sich das V:tM Spiel - bzw. die Weise wie es gespielt wird - radikal/bedeutend veraendert haettet. Obwohl es neuere Systeme gibt die vielleicht mehr / gleichwertige Beachtung verdient haetten.

Also praktisch, bei Cons wuerde ich andere Systeme als V:tM spielen bzw. V:tM tendentiell sogar meiden, bei der normalen Runde kann ich es noch weitere Jahre spielen ohne das Beduerfnis zu bekommen zu wechseln. Selbst WoD interne Produkte habe ich lange Zeit mehr mit einem "Gibt's, gut, und weiter bei VtM" wahrgenommen.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Yehodan ben Dracon am 10.10.2011 | 12:51
Teylen, dass Du, Deine Meinung über Sol vorausgesetzt, überhaupt noch auf ihn eingehst...was brichst Du Dir denn aus der Krone einfach zu schweigen.
Überzeugender wirst Du dadurch jedenfalls nicht, sondern wirkst eher verbissen und beleidigt. Das führt doch zu nix...(außer ner Meldung!)
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Teylen am 10.10.2011 | 13:04
Teylen, dass Du, Deine Meinung über Sol vorausgesetzt, überhaupt noch auf ihn eingehst...was brichst Du Dir denn aus der Krone einfach zu schweigen.
Ich haette nicht erwartet das er die PN Diskussion nochmal hervorzieht.
Nun und ich hatte angenommen, das es ungeachtet der PN Diskussion, weiterhin moeglich ist normal zu diskutieren.
Wobei ich nach Ban und angeblicher Ignoreliste (seitens Sol) eher annahm das es ignoriert wuerde.
Das es persoenlich genommen wird hatte ich nicht erwartet.

Naja und ich muss ja auch wen nun nicht herzen / neutral finden, um noch mit ihm diskutieren zu koennen.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Seth am 10.10.2011 | 13:04
Der "persönliche" ( ::)) Part:
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Zitat
Ich gehe in dem Diskussionsfaden lediglich auf Postings sowie Inhalte ein. Ungeachtet was ich von der Person halte und was die Person von mir haelt.
Ich unterstelle hier keinem das er den Thread mit 'kleinkarierten Wortklaubereien vollmüllt' oder werte in andererweise meinen Diskussionspartner ab, geschweige den das ich anderen Vorschreibe das wenn sie meine Meinung nicht teilen - was nicht unbedingt ein gegen den Strich gehen ist - sie gefaelligst die Aussagen / Diskussion zu ignorieren haben und sich herausziehen sollen. Allein die Empfehlung empfinde ich als dreist.

Natürlich ist der Versuch, dich daovn zu überzeugen, keinen Streit vom Zaun zu brechen, ein Versuch, dir Vorschriften zu machen  ::). Zuerst einmal habe ich gesagt, dass "wir" den Thread zumüllen und dir nicht den alleinigen Vorwurf gemacht, zweitens halte ich es immer noch für unnötig auf Jemanden zweimal einzugehen, nur um solch eine Diskussion loszutreten. Dir ging es doch offensichtlich darum, irgendeine Möglichkeit zu finden, mich mal wieder in eine von deinen "Diskussionen" reinzuziehen, um dann die pöhsen Dinge zu veröffentlichen, die du dir von mir "anhören musstest".
 
Zitat
Stimmt, total unmoeglich das jemand ein Aber daran haengt und seine Meinung kundtut.
Oh und es gibt natuerlich nur schwarz und weiss.

Nein, es gibt nicht nur Schwarz und Weiß. Allerdings hast du erst eine Behauptung aufgrund eines Zitats von mir aufgestellt, ich habe dir lang und breit erklärt, dass das da nicht steht, du hast es sogar indirekt eingeräumt (!) und trotzdem noch ein "aber" drangehängt und so getan, dass das schon immer deine Intention mit diesem Zitat war.

Zitat
Zumal das Problem aus meiner Sicht, das nicht zwingend hauptsaechlich Gutes bleibt, sich nicht aendert.
Natuerlich sind es dann nur die anderen die Wortklauberei betreiben und auf die Diskussion nicht eingehen.  ::)

Du siehst es so, ich sehe es anders. Hat mit deinem Zitat nichts zu tun, indem du mir etwas vorgeworfen hast, was ich nie sagte, nur um darauf weiter rumzureiten.

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Es gibt hier in den Forum die Regeln das man Beitraege positiv lesen soll und nicht persoenlich werden.
Koenntest du daher bitte aufhoeren mir zu unterstellen mir waere etwas ueber die Leber gelaufen, ich wuerde aus irgendwelcher boesartigkeit heraus handeln und wuerde deine Beitraege nicht lesen, nur weil ich die Worte anders intendiert sehe?

Hä? Ich schreibe "ich muss davon ausgehen, dass du meine Beiträge nicht richtig liest, wenn du sie so falsch widergibst", du behauptest, das sei ne Anmache und wenn ich sage, das ist keine, verweist du mich auf die Forenregel, den Beitrag seines Gegenübers positiv zu lesen? Macht das irgendeinen Sinn?
 
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Nach meiner Logik muss man sich auch nicht im "Dunkeln Kaemmerlein" einschliessen, sondern es reich einfach, wenn man das Neue ueberhaupt bemerkt, zu entscheiden ob man es ausprobiert, sich damit eingehender beschaeftigt oder nicht. Wobei bei der nicht-Beschaeftigung bzw. nicht-Annahme, wenn man bis dato Spass an dem was man tut hat, kein negativer Aspekt entsteht.

Also quasi das was ich gesagt habe. Glänzend.


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Allgemein, weil ich annehme das es die Gegenposition gibt, das sie eine Berechtigung hat und erwaehnt gehoert.
Unabhaengig davon was ich nun persoenlich mache.

Das ist schön. Nur scheinst du dir da eine Gegenposition konstruiert zu haben, die bei meinen Aussagen gar nicht nötig gewesen wäre. Einfach weil du sie missverstanden zu haben scheinst (kein Angriff!  ::))

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In Bezug auf mich, weil ich mich durchaus mit den zitierten DSA Spieler, der seit Jahzehnten DSA spielt und nichts anderes, identifizieren kann da ich nun seit Jahren V:tM spiele, zumindest primaer. Ohne das sich das V:tM Spiel - bzw. die Weise wie es gespielt wird - radikal/bedeutend veraendert haettet. Obwohl es neuere Systeme gibt die vielleicht mehr / gleichwertige Beachtung verdient haetten.

Wundervoll. Ich spiele auch seit Jahren hauptsächlich ein Spiel und bin damit glücklich. Ändert nichts an meiner Einstellung zum Reifeprozess, dem Lernen von Neuem oder der Berechtigung sich rechtfertigungslos auf einen bestimmten Spielstil zu besinnen.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Bad Horse am 10.10.2011 | 13:04
Teylen, Sol, bitte verlagert eure persönlichen Differenzen auf PMs - sie haben weder in diesem noch in anderen Threads etwas zu suchen.  
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Teylen am 10.10.2011 | 13:19
Es war ein Zitat, eins zu eins aus der PN.
Keine Ahnung woran du dich erinnerst, aber das steht da so.

Natürlich ist der Versuch, dich daovn zu überzeugen, keinen Streit vom Zaun zu brechen, ein Versuch, dir Vorschriften zu machen  ::)
Also breche ich jetzt schon einen "Streit vom Zaun" nur weil ich einen normalen Diskussionsbeitrag schreibe.
Ohne Beleidigung, Hetze, sonstige Fiesigkeiten oder dergleichen mehr?
Wo ich, sogar bewusst, um eine Eskalation zu vermeiden, auf ein direktes Zitat verzichtet habe?

Wenn fuer dich, jeder Beitrag von mir, ein Streit vom Zaun brechen ist, wo du dann entsprechen reinkarrst, wieso steckst du mich dann nicht einfach tatsaechlich in dein Ignore-Tool? Waere glaube ich besser fuer alle.
Und just for the notice, ich habe den Streit nicht wieder vorzerren muessen.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Bad Horse am 10.10.2011 | 13:22
Ich habe den Thread jetzt dicht gemacht, da eine normale Moderationsanweisung offenbar nicht ausreicht.

Ich werde ihn heute abend wieder öffnen.


Edit: Ich mache den Thread wieder auf, bitte aber nochmals darum, auf den Austausch persönlicher Animositäten zu verzichten.
Titel: Re: Das ist doch gut, dass du jetzt im Bier und Bretzel Stil spielst (wenn es dir Sp
Beitrag von: Joerg.D am 11.10.2011 | 15:09
So, da der kleine Sol Invictus und die kleine Teylen sich nicht wie vernünftige Leute per IM streiten können und das Thema eh den Bach runter ist, schließe ich den Thread.

Ich danke allen Usern, die sich sachlich eingebracht haben und deren Ansichten mir geholfen haben mein Bild zu schärfen.

THREAD GESCHLOSSEN.