Der SL leitet seine Kampagne in seiner Welt.
Der Spieler spielt seinen Charakter in der Welt des SL.
Wer mit diesen Umständen nicht klar kommt, sollte kein Rollenspiel spielen ;)
Natürlich geht es bei m Leiten nicht ohne eine gewisse Autorität oder besser gesagt Entscheidungsgewalt des SL, der meiner Meinung nach im Spiel die Möglichkeit haben muss Entscheidungen zu treffen und notfalls eine Regelauslegung sofort zu definieren. Aber dennoch sollte die Gruppe sich nach dem Spiel darüber unterhalten können, wie die Regel nun in Zukunft ausgelegt wird, wenn sie nicht einwandfrei definiert ist.
@OP: Word.
Ich erweitere noch um: oft sind auch die Regeln Murks, bzw. bieten einfach nicht das, was man haben will. Dann macht man Hausregeln. Und wenn diese aufgestellt werden, soll dies im Gruppenkonsens geschehen, und keinen SL-Alleingang darstellen.
Tudor, lies einfach noch mal meinen Post und erkläre mir, wo ich sage, dass der SL im Spiel nicht die Entscheidungewalt haben soll.
Aber es hat sich in meinen Gruppen so etabliert, dass ich im Spiel erst mal Recht habe, mich nach dem Spiel aber der Diskussion stellen muss.
Ich wollte ferner nur darauf hinwesien, dass meistens, wenn gesagt wird "der SL hat immer Recht" nicht tatsächlich das gemeint ist, sondern eben "der SL entscheidet am Ende"; du hingegen reitest imo allein auf der Formulierung herum, ohne die Intention zu betrachten.
Der SL leitet seine Kampagne in seiner Welt.
Der Spieler spielt seinen Charakter in der Welt des SL.
Wer mit diesen Umständen nicht klar kommt, sollte kein Rollenspiel spielen ;)
stört es Euch wirklich so immens, wenn/dass Regelfragen während des Spiels geklärt oder geändert werden? Bei uns ist das erfahrungsgemäß ein Prozess von drei bis fünf Minuten und schon gehts weiter. So richtig aufhalten tut das eher nicht.
Das kann an unsere pflegeleichten Gruppe liegen und mein Erfahrung mit fremden Spielern tendiert gen Nullpunkt. Daher meine Nachfrage.
Ich halte soziales Verhalten (akak Gruppenabsprachen) nicht für überflüssig und sehe Kommunikation als notwendigen Bestandteil des Hobby an. Außerdem sehe ich meine Spieler als genau so wichtig an, wie den SL, denn schon ein scheiß Spieler kann die ganze Runde versauen, wenn er sozial querscheißt.
Der SL braucht Spieler, sonst kann er nicht leiten. Ergo muss der SL sich auf einer sozialen Ebene mit den Spielern befinden und nicht gottgleich über ihnen thronen, weil die wenigsten Spieler sich als Erwachsene noch gerne sagen lassen was sie wie zu machen haben.
Ist die sinnvollste aller Regeln und hat sich in JEDER Runde bewährt, die Immersion hoch priorisiert...
...nix ist nervtötender und ein größerer Stimmungskiller als wenn an einer spannenden, intensieven stimmungsvollen oder sonstwie netten Szene irgendein Spieler anfängt klugzuscheißen und auf's Regelwerk oder den gesunden Menschenverstand zu pochen und damit stundenlanges wälzen von Quellen und Diskutieren um Urssachen und Wirkungen auszulösen.
Wenn's einen sehr anficht, dann diskutiert man das NACH der Session mit dem SL und evtl. interessierten Spielern aus - vorzugsweise per Email.
Wenn es eine wirklich weltdefinierende Schlüsselszene ist oder über Leben und Tod von bedeutenden Charakteren entscheidet, dann nimmt man eine Auszeit und geht mit dem SL in ein Nebenzimmer um das zu klären ohne den Rest zu belästigen.
Warum benutzt ihr dann überhaupt Regeln? Freeform ist doch auch ganz schön.
Hängt doch auch stark mit dem Alter, und den bis dato entwickelten sozialen Fähigkeiten zusammen.
Mein Spielleiten mit 11 Jahren anno 1986 war ein anderes als wie heutzutage.
Damals war ich glaub ich schon ein diktatorischer Idiot.
...weil man sie zu 99% benutzt?
Und weil die die Grundlage sind, auf der man - nach dem Spiel - mit den anderen Interessierten zu einer Regelung kommt, bzw. mit der man seine Ausnahmen und Sonderfälle harmonisieren möchte?
...nix ist nervtötender und ein größerer Stimmungskiller als wenn an einer spannenden, intensiven stimmungsvollen oder sonstwie netten Szene irgendein Spieler anfängt klugzuscheißen und auf's Regelwerk oder den gesunden Menschenverstand zu pochen und damit stundenlanges wälzen von Quellen und Diskutieren um Urssachen und Wirkungen auszulösen.
...nix ist nervtötender und ein größerer Stimmungskiller als wenn an einer spannenden, intensiven stimmungsvollen oder sonstwie netten Szene irgendein Spieler anfängt klugzuscheißen und auf's Regelwerk oder den gesunden Menschenverstand zu pochen und damit stundenlanges wälzen von Quellen und Diskutieren um Urssachen und Wirkungen auszulösen.
Was hat ein Kommentar mit Bezug auf die Meta-Game-Ebene ("Halt den Mund, hör auf zu tratschen!") mit Machtbefugnis des SL zu tun, Saffron?
Ausserdem find ichs interessant, dass du deine Spieler darauf aufmerksam machen musst(!), dass sie dir zuhören. Find ich eine seltsame Spielerschaft, die du da hast. Meine Spieler hören mir komischerweise automatisch und ohne Aufforderung zu, wenn ich anfange zu erzählen. Könnte aber auch vom System und dem dargebotenen Inhalt abhängen, das weiss ich nicht.
@Thema: Seh ich genauso. Ein SL ist weder ein König, noch "Gott", noch sonstwie ein Honcho. Klar, er verwaltet Regeln und NSCs und alles, aber auch er ist nur ein Mitspieler, wenn auch mit gewissen Privilegien.
Natürlich reite ich auf dem Satz mit dem immer Recht haben rum, es ist die Überschrift des Threads und damit für mich relevant und definierend. Wenn du eine andere Intention hast, dann formuliere die doch einfach aus und gut ist es. Den du kannst meine Intentionen nicht kennen und mussst in der Formulierung bei Abweichungen vom Kernthema einfach signalisieren, was du willst.
Was hat ein Kommentar mit Bezug auf die Meta-Game-Ebene ("Halt den Mund, hör auf zu tratschen!") mit Machtbefugnis des SL zu tun, Saffron?
Ausserdem find ichs interessant, dass du deine Spieler darauf aufmerksam machen musst(!), dass sie dir zuhören. Find ich eine seltsame Spielerschaft, die du da hast. Meine Spieler hören mir komischerweise automatisch und ohne Aufforderung zu, wenn ich anfange zu erzählen. Könnte aber auch vom System und dem dargebotenen Inhalt abhängen, das weiss ich nicht.
Warum so feindselig? - Tudor hat im großen & ganzen alles gesagt, was es zu sagen gibt.
Natürlich geht es bei m Leiten nicht ohne eine gewisse Autorität oder besse4r gesagt Entscheidungsgewalt des SL,
Rollenspiel ist ein soziales Spiel und ganz im Ernst, wer braucht denn heute noch jemanden, der ihm sagt, was er machen soll?
Das fällt bei mir aber schon unter Regel 0: wenn ein SL auf Nachfrage keine Begründung liefert, sondern lediglich auf seine Entscheidungshoheit pocht, ist er ziemlich sicher ein Idiot und hat etwas grundlegend falsch verstanden.
Ich ...
Komische Aussage oder?
Selbst ein Lautsprecher wie ich, der eigentlich immer was zu motzen hat fängt bei dieser Aussage eher an zu schmunzeln. Ich bin irgendwie der Meinung dass die Regeln immer Recht haben, aber der SL?
In der Regel sind die meisten Probleme durch die Regeln abgedeckt. (Schon wieder ein Grund nach den Regeln zu spielen und sie zu kennen. Wenn alle die Regeln kennen und nach ihnen gespielt wird, dann gibt es weniger Grund für Diskussionen.)
Aber es hat sich in meinen Gruppen so etabliert, dass ich im Spiel erst mal Recht habe, mich nach dem Spiel aber der Diskussion stellen muss.
Natürlich geht es bei m Leiten nicht ohne eine gewisse Autorität oder besser gesagt Entscheidungsgewalt des SL, der meiner Meinung nach im Spiel die Möglichkeit haben muss, Entscheidungen zu treffen und notfalls eine Regelauslegung sofort zu definieren.
Der SL hat vielleicht nicht immer Recht - aber im Zweifel auf jeden Fall das letzte Wort. Zumindest während des Spiels. Im Post-Mortem darf man ihn dafür dann gerne zur Sau machen :)
Genau. So.Jo! Und nicht anders!
Nö, wir haben einfach grundsätzliche unterschiedliche Vorstellungen über gut funktionierende Runden.
Aber das ist nicht weiter schlimm.
Jörg, dein Sexismus kotzt mich an.
Ich glaube, du hast mich noch nicht feindseelig erlebt.....
Ich denke du wirst mich auch nie verstehen, weil wir einfach zu unterschiedlich denken. So What? Das ist manchmal so, als wenn man als Mann versucht Frauen zu verstehen. Lächeln, wenn man meint es klappt und aufhören zu fragen,m wenn es nicht klappt.
Und wenn man den Vergleich schon sexistisch findet, obwohl da nicht die geringste Prise Sex drinne ist, kann ich einem nicht weiter helfen.Du verwechselst "sexuell" und "sexistisch".
Da war meine Anspielung mit der professionellen Hilfe, wenn man gerne dominiert wird, viel sexistischer.
Komische Aussage oder?Hier die patriarchalische Sichtweise des "gehorsams gegenüber Geschlechterregeln" von vor 100 jahren auszupacken finde ich auch entsprechend :puke: nach diesen "Regeln" muss dann auch die frau dem Mann in allen Dingen gehorchen, oder wie? In der tat nicht nur "komisch" sondern regelrecht diskriminierend.
Ich bin irgendwie der Meinung dass die Regeln immer Recht haben...
Frage zum Festlegen neuer Regeln:
stört es Euch wirklich so immens, wenn/dass Regelfragen während des Spiels geklärt oder geändert werden? Bei uns ist das erfahrungsgemäß ein Prozess von drei bis fünf Minuten und schon gehts weiter. So richtig aufhalten tut das eher nicht.
Noch mal im Klartext: Ich weiß, dass der SL manchmal Entscheidungen treffen muss um ein flüssiges Spiel zu ermöglichen und dass er dann auch die Macht braucht sich durchzusetzen. Aber solange eine Gruppe nach den Regeln spielt, sollte der SL sich niemals mit einer SL-Allmacht rechtfertigen, sondern immer begründen warum er etwas so will/macht.
In der Regel sind die meisten Probleme durch die Regeln abgedeckt. (Schon wieder ein Grund nach den Regeln zu spielen und sie zu kennen. Wenn alle die Regeln kennen und nach ihnen gespielt wird, dann gibt es weniger Grund für Diskussionen.)
In dem Zusammenhang möchte ich auch nur mal darauf hinweisen, das Jörg ständig von "dem SL" spricht. "SL-in" suche ich in seinen Posts vergeblich. IMHO bezeichnend genug.
Fällt dir ein besseres Beispiel für unterschiedliche Betrachtungsweisen ein als der Vergleich zwischen Mann und Frau? Mir nicht. Und wenn man den Vergleich schon sexistisch findet obwohl da nicht die geringste Prise Sex drinne ist kann ich einem nicht weiter helfen.
Da war meine Anspielung mit der professionellen Hilfe, wenn man gerne dominiert wird viel sexistischer.
Trekkie vs. "Star Wars"-Fan
Wäre auch ein Stereotyp, aber ein griffigeres und weniger negativ konnotiertes, dafür genauso pragmatisch.
Sexismus hat mit Geschlecht zu tun, Sexus. Nicht Sex als Verb.
Ja, deine Anspielung mit der Dominanz war auch sexistisch, aber nicht genderspezifisch.
Wen zur Hölle interessiert das? Kamen Beschwerden? Nein. Na also. Und nun, zurück zum eigentlichen Thema.
Desweiteren halte ich es die Folgerung das aus der dekonstruktion des Statement "Der SL hat immer recht" die Immersion leidet fuer falsch.
Schliesslich wurde die Immersion theorethisch bereits dann gebrochen wenn der Spieler etwas hinterfragen moechte oder in Frage stellt.
Die Immersion wird meines Erachtens nicht wiederhergestellt in dem man den Bruch ignoriert in dem einer Person ein Allmachtsanspruch zugestanden wird.
Aus de Standpunkt des EINEN Spelers hast Du da recht - aber i.d.R. sitzen mehr als ein Spieler am Tisch, und für die ist es etwas anderes, deren DEREN Immersion war bis dato nicht gestört und DIE haben auch kein Problem mit der in Frage gestellten Entscheidung...Man kann nicht wissen ob deren Immersion bis dato nicht gestört war.
Dazu halte ich RPG für ein Gruppenspiel...
Dazu halte ich RPG für ein Gruppenspiel, bei dem jeder der beteiligten ein Anrecht auf Spielspaß beziehungsweise Immersion hat.
Abgesehen von dem Eindruck das der Spieler mit Frage effektiv aus der Gruppe ausgeschloßen ist - schließlich hat er gefälligst jegliche Bedürfnisse hinter potentiellen Bedürfnissen der Gruppe (derer er offenbar kein Teil ist) zurück zu stellen[...]
Nicht "jegliche"!
Lediglich den Kleinscheiß und Kiki-Kram.
Es geht hier einfach um einen Balanceakt zwischen den individuellen Interessen und denen der Gemeinschaft.
...so wie immer wenn Individuen zusammenspielen, - arbeiten oder -leben.
Wenn Dich nachts um drei die Lust packt, etwas Schlagzeug zu üben, wird das von den Mitbewohner auch nicht geschätzt - Teil der Hausgemeinschaft hin oder her.
Und dann ist halt die Frage, wie man diese Reibungspunkte löst. Die meisten Runden geben dann die Entscheidungsgewalt an den SL ab, solange es das Spiel zu sehr stören würde, darüber zu diskutieren oder nachzuschlagen. Dass diese schnellen Entscheidungen dann im Nachhinein diskutiert werden oder erläutert werden ist auch wieder in den meisten Runden selbstverständlich.Damit ist eigentlich alles zu dem Thema gesagt.
Ich habe diesen Satz übrigens selten gehört, dass der SL immer Recht hätte. Und meistens kam er aus Spielermund. Meist in Situationen, in denen alle Spieler hoch immersiert waren (was für ein Wort ~;D), und einer dann regelfuchsen wollte, zu Recht oder Unrecht ist dabei meist egal. Ein knappes "Der SL hat immer Recht/Der SL hat das jetzt so entschieden" reicht dann meistens aus, den Spielfluss am Laufen zu halten.
Ich glaube, ob der SL Recht hat oder nicht, wird Diskussionen nicht verhindern. Entweder der SL hat eine gewisse Frustrationstoleranz (denn "Korrekturen" seitens der Spieler kann er sich immer einfangen), oder der SL hat ein starkes Durchsetzungsvermögen, für das man den Spruch "SL hat immer recht!" nicht bruacht. Sobald jemand den Spruch am Tisch anwendet, liegt das Kind eh im Brunnen.Stimmt. Ich sehe die Sache so, dass der SL so was wie die Deutungshoheit hat. Das ist einfach notwendig, damit es nicht zu den gefürchteten Endlosdiskussionen kommt. Der Spielspaß kann davon abgesehen bereits verloren gehen, bevor es zum Regelwerk wälzen kommt. Natürlich sollte man nicht während des Spiels den titelgebenden Grundsatz (so oder so ähnlich) extra aussprechen müssen, dann ist es zum einen ohnehin zu spät und es sollte bereits im Vorfeld Klarheit darüber herrschen. Ich bin auch der Meinung, dass die Diskussion hinterher stattfinden kann unter den interessierten Spielern.
@ClockworkGnome:
Du sagst also das wir beim Spiel die Klappe halten sollen, und lieber den Spielleiter nach dem Spiel feuern und sein Auto abfackeln? >;D
Die Analogie zum Schiedsrichter ist gut. Du ziehst aber IMHO die falschen Schlüsse. Denn das Schiedsrichter-System ist fehleranfällig, und daher kein gutes Modell das man 1:1 kopieren sollte. Es versaut nicht selten einer Mannschaft den Spaß am Spiel, und beeinflusst massiv das Ergebnis, mit Fehlentscheidungen und subjektiven Entscheidungen. Beim organisierten Fussball ist ein solches System notwendig. Das liegt einfach daran, dass es hier zwei konkurrierende Mannschaften mit sich gegenseitig widersprechenden Zielsetzungen (beide wollen gewinnen) gibt. In Fussball-Spielen unter Freunden geht es zunächst einmal um den Spaß, und hier braucht man keinen als unfehlbar erklärten Schiedsrichter. Und diese Situation ist doch auch viel näher am Rollenspiel, als der Vereinsfussball.
Hinzu kommt, dass die Analogie eben auch zeigt, was ich bei dem "Der SL hat immer Recht!"-Ansatz scheiße finde: Man muss ggf. erst einmal hinnehmen, dass der Schiri das Spiel ruiniert. Und kann ihm das dann hinterher sagen. In einer Situation wo er dann auch nichts mehr ändern kann, und aller höchstens noch in der Lage ist sich zu entschuldigen und es das nächste Mal besser zu machen. Man lässt den SL also quasi ins offene Messer laufen, weil man seine Autorität nicht untergraben möchte?
Nun, hier sind wir m. E. n. wieder an einem Punkt, wo es sehr auf den Gruppenvertrag ankommt.
Spielt man eher Taktik orientiert mit Miniaturen und allem drum und dran hast Du Recht, da sollten Fehler sofort geklärt und ggf. das Regelbuch zu Rate gezogen werden und nicht hinterher.
Spielt man eher Story orientiert verhagelt aber so eine Diskussion im Zweifel der ganzen Runde die Athmosphäre, da ist es besser, der SL entscheidet eben etwas und man redet später drüber.
Dafür können Plotfehler oder Railroading Fehler sein die man im Storytelling lieber gleich aus der Welt schaffen will... Fehlerquellen für den SL wo man ihm gerne widersprechen möchte gibt es ja genug.
Gut, das würde ich jetzt eher als Verständnisfragen abhandeln (Hmm, war der XYZ nicht letztes Mal noch Baron, und nicht nur Ritter?). Wenn mir der SL dann aber sagt, nun ist er Ritter, Diskutiere ich nicht darüber, ob so eine Degradierung im verwendeten Hintergrund möglich wäre. Das wäre was für nach der Runde.
beim Erzählspiel wird für gewöhnlich genörgelt, weil der SL die SC in Situationen bringt wo sie nicht das tun können, was sie tun sollen. Etwa wenn die Möglichkeit fehtl, sich als held zu profilieren, oder die tavernenspiel-Gesprächspartner fehlen, oder der Boron-Geweihte keine Leute zum bestatten hat, solche Sachen.
Das ist jetzt aber in keinster Weise ein Regelfehler wo "Der SL hat immer Recht!" greift, es sei denn, im Regelwerk steht explizit, dass in jeder Taverne drei Leute sitzen, die gerne Quatschen wollen.
wie Manipulation von Spielercharakteren (mit sozialen Skills oder Zaubern),
hahnebüchenes Verhalten von NSCs...
wo Spieler dann teilweise in Situationen gebracht und zu Entscheidungen gezwungen werden, wo die das nicht mehr mitgehen wollen, weil für sie dann der Charakter im Eimer ist.
Nun, das wäre dann wohl einfach Anwendung der Regeln. Wenn der Zauber oder Skill in der Form existiert, muss man auch damit rechnen, davon betroffen zu werden.
Es sei denn man modifiziert den Gruppenvertrag, vorher oder bei eintreten der ersten kniffligen Situation, um einen Passus der die Anwendung solcher Zauber auf SCs untersagt. Gedankenkontrolle auf SCs ist halt für manche Spieler ein dealbreaker der gar nicht geht. Deshalb müssen sie ja nicht gleich das ganze System ablehnen.
Das Modifizieren des Gruppenvertrages bei Eintreten so einer Situation wäre wohl das genaue Gegenteil zu der SL hat immer Recht
die Spieler mögen das nicht und daher solls gestrichen werden.
Sowas muss wenn vorher Abgesprochen sein.
Und das Brechen des Gruppenvertrages war wohl nicht das Thema in diesem Thread (und ist auch inakzeptabel).
Richtig. Du schreibst das als wäre das was schlechtes.
Kannst Du Dir in einem Spiel das Spaß bringen soll einen besseren Grund vorstellen?
Sagt wer?
Was heißt denn hier brechen? In einer Gruppe die nicht nach "Der SL hat immer Recht" ist das kein Brechen des Gruppenvertrages. Es ist die Ausübung eines Rechts, welches aus dem Gruppenvertrag erwächst, um den Gruppenvertrag zu modifizieren.
Wer A sagt muss auch B sagen. Man kann nicht auf der einen Seite die Regel "Der SL hat immer Recht" ablehnen, aber dann fordern "Die Spieler haben immer Recht"
Ja, nämlich der, das es allen Beteiligten inklusive SL Spaß bringen muss. Und der SL im Zweifel nun mal dafür verantwortlich ist, ein spannendes Abenteuer zu planen und umzusetzen.
Der SL mag eine Kreatur einführe können, die eine Fähigkeit hat, die die Spezies sonst nicht hat, aber ein Spieler kann sich nicht einfach eine neue Fertigkeit auf den Bogen schreiben, besonders nicht eine wie "ist immun gegen alle Kontrolleffekte", wenn das nicht vorher abgesprochen war.
Eine Gruppe, bei der alles relativ ist und ständiger Änderung unterliegt, hat nichts mit dem Thema dieses Threads zu tun.
Da sind wir einfach wieder an dem Punkt wo man sagen kann: "Es kommt auf die Gruppe an, und was für Regeln die sich stellen, alles andere ist egal", womit man jede Diskussion in diesem Forum beenden kann.
Natürlich könnte man. Was sollte einen denn davon abhalten? Zumal die Spieler ja wenigstens schon mal der Plural ist, und wenn man den Begriff so versteht wie ich, die gesamte Gruppe mit einschließt.
Und, wo widerspricht das meinen Aussagen?
Definieren wir mal vorher näher. Vorher heißt für Dich vor der Spielsitzung oder bevor er es aufschreibt? Denn absprechen bevor er es aufschreibt soll er es ja nach meiner Version auch. Warum so sklavisch daran festhalten, dass vor der Sitzung alles in Beton gegossen wird. Das ist doch dazu verurteilt suboptimale Ergebnisse zu produzieren, weil man immer Sachen vergisst.
Sehe ich vollkommen anders.
Jein. Letztendlich hat natürlich jede Gruppe ein Recht auf ihre eigene Meinung und ihre eigenen Regeln. Es gibt aber Argumente für oder wider bestimmte Regeln, und die kann man sehr wohl diskutieren.
Kannst Du Dir in einem Spiel das Spaß bringen soll einen besseren Grund vorstellen?
Jep, wenn etwas gestrichen oder eingeführt wird, was ALLE Spieler ablehnen oder wünschen.
Aber das ist nicht die Regel - selten stimmen alle Spieler in diesen Fragen überein...
In meinen Gruppen hatten wir noch nie Probleme, zu einer Übereinkunft zu kommen.
@ClockworkGnome:
Du sagst also das wir beim Spiel die Klappe halten sollen, und lieber den Spielleiter nach dem Spiel feuern und sein Auto abfackeln? >;D
Die Analogie zum Schiedsrichter ist gut.
In meinen Gruppen hatten wir noch nie Probleme, zu einer Übereinkunft zu kommen.
Ideal finde ich, wenn sich Spieler nur während der Runde melden, wenn es für sie sehr wichtig ist. Und wenn die Gruppe dann merkt das es diesem Spieler gerade wichtig ist, und ihn nicht dafür zur Sau macht, sondern versucht konstruktiv eine Lösung zu finden.
Es passieren ja durchaus mal Sachen beim RPG wo man nicht nach dem Spiel drüber sprechen kann, warum das jetzt scheiße war, weil dann schon das Kind im Brunnen liegt oder man dann ein paar Stunden mit Wut im Bauch weiter spielen musste... und gerade letzteres zu vermeiden halte ich für wichtiger, als jedwede Immersion von jedwedem Spieler.
Das man dann nicht jeden Kleinscheiß während der Sitzung auspalavern muss ist natürlich klar.
Das schwierigste ist aber wohl eh, dass die Spieler oft nicht begreifen, dass da teilweise 5 oder mehr komplett unterschiedliche Charaktere am Spieltisch sitzen. Was dem einen egal ist, ist für den anderen vielleicht eine Katastrophe. Und das ist meiner Erfahrung nach vielleicht der entscheidendste Faktor der solche Diskussionen in die Länge zieht. Da muss man dann oft Stundenlang erklären, warum man das blöd findet, und blickt anschließend teilweise in unverständige Gesichter. Wenn jemand sich zu Wort meldet mit einem für ihn wichtigen Wunsch, und der den anderen nicht komplett den Spielspaß ruiniert, sagt man kurz ja und ist durch mit der Sache. Ggf. diskutiert man das dann hinterher noch aus, wenn Bedarf besteht. Das klappt wunderbar, solange niemand das über Gebühr beansprucht.
Und zusätzlich und ergänzend noch das was Surtur schreibt.
Sagte mal wie oft ist denn dieses hier heiss diskutierte "Problem" ein reales Problem ?
Ich halte es für ein rein akademisches !
In über 10 Jahren RPG, mit mindestens 1 Spieltag pro Woche, bin ich nicht ein einziges mal mit dieser "Problematik" wirklich hart konfrontiert worden....
Ich sag mal, die Leute suchen und finden sich. Ich kenne einen Ex-Spieler einer prototypischen "DerMeisterHatImmerRecht"-Runde, die trotzdem regelmäßig in Regeldiskussionen um einen Hühnerschiss versandete, man wollte das wohl eben so.
Ideal finde ich, wenn sich Spieler nur während der Runde melden, wenn es für sie sehr wichtig ist. Und wenn die Gruppe dann merkt das es diesem Spieler gerade wichtig ist, und ihn nicht dafür zur Sau macht, sondern versucht konstruktiv eine Lösung zu finden.Und ideal fände ich es zusätzlich, wenn nie eine Situation entsteht, wo ein Spieler outtime unzufrieden ist.
Das man dann nicht jeden Kleinscheiß während der Sitzung auspalavern muss ist natürlich klar.Gerade in meiner früheren Runde war das leider überhaupt nicht klar.
Die sahen dann so aus wie bei uns in der Regel:
Einer wollte es unbedingt, sein Buddy/Freundin/anderer Nutznießer der Regelung zog mit, einer fand die Änderung blöd, konnte sich aber nicht durchsetzen und dem Rest war es einfach egal bzw. nicht einer Diskussion würdig?