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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Spielleiterthemen => Thema gestartet von: Grubentroll am 28.02.2012 | 10:55

Titel: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Grubentroll am 28.02.2012 | 10:55
nerven mich...




Hab da grad so einen aktuellen Fall.

Da liegt ein Toter am Boden, oder ein paar modrige Kommoden in der Ecke, es wird erstmal "gelootet".
Drei Orks kommen angerannt, "Der Zwerg soll vorrennen und 'tänkn'".

Ich bin sicher kein "Stimmungsspieler", aber es ist doch irgendwie extrem störend wenn alles nur auf Mechanismen  runtergebrochen wird.


Wie gehts euch da?

Akzeptiert ihr das, mögt ihr das sogar etwa, oder gehts euch auch auf den Senkel?
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: isyahadin am 28.02.2012 | 10:57
Solche Spieler hab ich nicht. Würd ich auch nicht wollen, da könnte ich dann ja gleich PC spielen.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Holycleric5 am 28.02.2012 | 11:05
Früher hatte ich auch einmal so einen Spieler, (und früher war ich selbst als Spieler kurzzeitig mal so) der nach einem Kampf fragte: "Was hat der Ork gedroppt?" jetzt sind wir aus dieser Zeit zum Glück raus,


(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Ludovico am 28.02.2012 | 11:08
Hab ich nicht und brauch ich nicht.

Aber man kann solchen Leuten imho gut in die Parade fahren, in dem sich der Rest der Gruppe nicht so verhält wie in einem PC-RPG.

Also auf "Zwerg stürme vor und tanke!" antworten mit "Stürm Du doch vor! Ich bin doch nicht blöd und kassiere für Dich die Schläge."

Wie spielt denn der Rest der Runde?
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Grubentroll am 28.02.2012 | 11:10
Ich glaub, das Problem ist nicht nur PC vs P&P, sondern generell überhaupt das runterbrechen auf Spiel-Mechanismen, wenn ich es mir so recht überlege.

Zb Bezeichnen von Gegnern als "Mooks", und ähnliches, würde ich ins gleiche Problem einfassen.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Achamanian am 28.02.2012 | 11:14
Ganz vielleicht wäre es natürlich auch möglich, dass solche Leute gar nicht "der Feind" sind (so hatte ich übrigens Grubentroll auch gar nicht verstanden, dass er hier nach einer Runde Abfälligkeiten gegen bestimmte Spielertypen fischt).

Wir hatten auch so eine Spielerin in unserer Runde. Wenn die "Tanken" oder so was gesagt hat, habe ich das erst mal immer schlicht nicht verstanden, später haben wir dann ein bisschen einen Witz draus gemacht. Und noch ein bisschen später hat sie ohne jeden Zwang und ohne sich irgendwelche Zurechtweisungen von uns anderen gefallen lassen zu müssen von alleine aufgehört, diese Begriffe sie zu verwenden, weil sie auf unsere Rollenspielsituationen einfach überhaupt nicht gepasst haben.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: ErikErikson am 28.02.2012 | 11:16
Ich oute mich da mal als C-RPG Spieler. Bei mir ist im Kampf die Immersion eh weg, sobald eher viel gewürfelt wird. Da fange ich dann meistens an, auf Effektivität zu schauen.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: bobibob bobsen am 28.02.2012 | 11:18
Vielleicht solltest du mit dem Spieler einfach mal reden und ihm den Unterschied aus deiner Sicht erklären.
Wobei es nichts verwerfliches ist die eigenen Präferenzen hervorzuheben und zu beschreiben wie man sich Rollenspiel vorstellt.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: McCoy am 28.02.2012 | 11:18
Das finde ich auch mehr als nervig. Zum Glück habe ich niemanden von der Sorte in meiner Gruppe und da bin ich auch froh drüber.
Wenn einer das Rollenspiel auf so etwas reduziert kann er doch doch gleich am PC spielen. Da kommt es auch nur auf die reine Mechanik an ohne den Char als solchen zu betrachten.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Achamanian am 28.02.2012 | 11:24

Wenn einer das Rollenspiel auf so etwas reduziert kann er doch doch gleich am PC spielen. Da kommt es auch nur auf die reine Mechanik an ohne den Char als solchen zu betrachten.

Vielleicht macht es diesem jemand ja Spaß, ein "auf die Mechanik reduziertes Spiel" trotzdem am Tisch in der Gruppe zu spielen. Warum sollte man darüber die Nase rümpfen und den Leuten sagen: "Geh zurück an deinen Computer und beschmutze uns unser anspruchsvolles Hobby nicht mit deinem digitalen dirty-talk!"
Man darf ja gerne sagen: "Unsere Spielweisen gehen nicht überein, such dir ne andere Gruppe!", aber was ich hier gerade lese, klingt ehrlich gesagt ziemlich miefig nach "solche Spieler wollen wir nicht in unserer Community!" ...
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: McCoy am 28.02.2012 | 11:30
Ich rede hier von meiner Sichtweise! Das die auf jeden passt oder gefälligst zu übernehmen ist, würde ich nun nicht wirklich behaupten wollen.
Und darf ich es nicht nervig finden oder froh sein so jemanden nicht in der Gruppe zu haben?

Von Naserümpfen und abwertend abwinken oder das "heilige Hobby" beschmutzen hab ich nix gesagt. Soll doch jeder machen wie er will, aber ich muss es nicht gut finden.


Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: kalgani am 28.02.2012 | 11:31
Im Kampf ist das auch ok, in den meisten system dauern die auch ohne ausartende beschreibung schon lang genug.
lieber in szenen spielen die es auch wert sind. toter liegt im Raum? untersuchen was die todesursache ist und dann eventuell schauen ob man den identifizieren könnte, danach kann man gerne die wertsachen untersuchen.

in einem Raum der erstmal leer ist nur möbel rumstehen schaut man natürlich nach ob dort was interessantes drin ist, das man das nicht umbedingt looten nennen sollte, solte klar sein.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Arldwulf am 28.02.2012 | 11:34
Geht mir auch auf den Senkel, und ich neige dann dazu zu sagen derjenige Spieler solle seine Anweisungen so sagen wie es der Charakter sagen würde. Das funktioniert meist aber recht gut, meistens ist es eher Unbedachtheit als Absicht.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Arldwulf am 28.02.2012 | 11:39
Im Kampf ist das auch ok, in den meisten system dauern die auch ohne ausartende beschreibung schon lang genug.
lieber in szenen spielen die es auch wert sind.

Irgendwie mag ich die Einstellung nicht, zumindest so nicht wie sie dort steht. Kämpfe sollten Szenen sein die es wert sind beschrieben zu werden, Höhepunkte der Geschichte die die Charaktere erleben.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Zwart am 28.02.2012 | 11:46
Bei uns waren viele froh überhaupt mal Begriffe für diese Konzepte zu heben.

Das jemand mit vielen Lebenspunkten o.ä. in der ersten Reihe die Aufmerksamkeit der Gegner auf sich zieht um die Fernkämpfer wie Bogenschützen oder Magier (oder Nicht-Kämpfer) vor Schaden zu bewahren war bei uns immer schon gängige Praxis. Nur das man dieses Konzept auch schlicht "tanken" nennen kann, das wussten wir nicht. ;)

Das gilt auch für vieles andere.
Looten mag ein unpassender Ausdruck sein, aber eine Leiche/Schatzkiste/Raum nach Beute zu durchsuchen ist gängige Praxis.

Diese ganze Vorgehensweise gehört für mich genauso zum Spiel wie die Dramen, die Tavernengespräche und Lagerfeuerabende die man ausspielt.

Das ist ja das Tolle. Rollenspiel ist mehr als die Summe seiner Teile.
Es hat sowohl einen spielerischen Anteil wie beim Computerspiel (oder Brettspiel) aber auch einen spielerischen Anteil wie beim Theaterspiel.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: kalgani am 28.02.2012 | 11:50
Irgendwie mag ich die Einstellung nicht, zumindest so nicht wie sie dort steht. Kämpfe sollten Szenen sein die es wert sind beschrieben zu werden, Höhepunkte der Geschichte die die Charaktere erleben.

Also ich spiele lieber den Empfang beim Herzog nachdem die Aufgabe erfüllt wurde aus, als jeden "doofen" Axtschwung.
denn die anerkennung für die Arbeit bekommt man schließlich in game nciht von dem toten gegner, sondern von den nsc die einen für die erledigte aufgabe würdigen.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Tim Finnegan am 28.02.2012 | 11:50
Ich glaub, das Problem ist nicht nur PC vs P&P, sondern generell überhaupt das runterbrechen auf Spiel-Mechanismen, wenn ich es mir so recht überlege.

Zb Bezeichnen von Gegnern als "Mooks", und ähnliches, würde ich ins gleiche Problem einfassen.

Es ist mehr als nur das schlichte runterbrechen auf Spiel-Mechanismen.
Im Endeffekt ist es auch eine verkürzte aber klare Kommunikation.
Nimm doch zum Beispiel das allseits beliebte "Looten". Es mag zwar stimmig sein zu sagen: "Ich durchwühle die Kisten, was finde? ...aha?... sieht es wertvoll aus? ... ja?... Ok, ich packe es ein." letztendlich ist das aber auch nur sich oft wiederholende heiße Luft.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Arldwulf am 28.02.2012 | 11:58
@Coldwyn: Das stimmt natürlich, ist aber keine gute Begründung für die Verwendung des Begriffs "looten". Wenn ich mir als Spielleiter sicher bin dass die Spieler die Gegner durchsuchen erzähle ich einfach sofort was sie finden ohne das sie etwas sagen müssen. Was ist an englischer verkürzter heißer Luft besser als an deutscher langer?

Umgedreht kann bei einer langen Beschreibung durchaus etwas gefunden werden was die verkürzte Form übersieht. Bei "ich loote die Orks" beschreib ich sicher weniger als bei "Ich durchsuche sie nach Hinweisen und untersuche ihre Körper auf irgendwelche Zeichen die mir sagen wer diese Angreifer waren". Beschreibung muss also nicht heiße Luft sein, sie kann auch Details und Ideen enthalten.

@Kalgani: Warum nicht beides? Zu einer guten Fantasygeschichte gehören doch Konflikte dazu. Und wenn man die Kämpfe nur zu einer Art Minispiel macht das mit dem Rollenspiel nichts zu tun hat fördert man letztlich doch nur das hier besprochene Verhalten.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: McCoy am 28.02.2012 | 11:59
Man muss ja auch nicht jeden Furz auspielen oder ausschmücken. Trotzdem sind Begriffe wie looten oder tanken Dinge die mich beim Tisch RPG stören würden. Und so viel Zeit um zu sagen "Ich gucke obs was wertvolles gibt und wenn ja pack ichs ein" hab ich glaub ich immer noch. Das muss ich nicht auf "alles looten" runterbrechen.


Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: ErikErikson am 28.02.2012 | 12:02
Man muss ja auch nicht jeden Furz auspielen oder ausschmücken. Trotzdem sind Begriffe wie looten oder tanken Dinge die mich beim Tisch RPG stören würden. Und so viel Zeit um zu sagen "Ich gucke obs was wertvolles gibt und wenn ja pack ichs ein" hab ich glaub ich immer noch. Das muss ich nicht auf "alles looten" runterbrechen.




gehts dir nur um die begriffe? Oder stört es dich auch, wenn der schwerverwundete Krieger keine Sekunde an seine verletzungen und das Wohlergehen seiner gefährten denkt, sondern nach dem Kampf sofort "die Leichen nach Wertgegenständen absucht"?
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: psycho-dad am 28.02.2012 | 12:03
Ehrlich gesagt, je nach system mach ich das mit den Begriflichkeiten ganz genau so. Einige Systeme lassen sich auf die art einfach auch wunderbar Spielen. D&D4 oder Savage Worlds z.B. Da werden Gegner "weg gesnipert", da werden Waffen nach "Schaden pro Runde" ausgesucht (Sofern per System möglich), da Rennen die kräftigen Spieler vor "um zu Tanken" und "in Mele-Range zu kommen". Was soll daran schlimm sein, wenn man für konkrete vorgänge im Spiel konkrete begriffe verwendet? Das verkürzt unnötig lange beschreibungen. ;D Außerdem macht es Spaß, in taktischen Systemen zu Powergamen.  :)
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: McCoy am 28.02.2012 | 12:08
gehts dir nur um die begriffe? Oder stört es dich auch, wenn der schwerverwundete Krieger keine Sekunde an seine verletzungen und das Wohlergehen seiner gefährten denkt, sondern nach dem Kampf sofort "die Leichen nach Wertgegenständen absucht"?

Nö, geht mir nicht nur um die Begriffe. Das Beispiel von dir würd ich auch nicht toll finden. Aber wie gesagt, das ist meine Meinung.
Beim PC Spiel springe ich auch regelmäßig nein Berg runter wenn ich es halbwegs überlebe. Am Tisch würd ich das nicht machen.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: ErikErikson am 28.02.2012 | 12:10
Nö, geht mir nicht nur um die Begriffe. Das Beispiel von dir würd ich auch nicht toll finden. Aber wie gesagt, das ist meine Meinung.
Beim PC Spiel springe ich auch regelmäßig nein Berg runter wenn ich es halbwegs überlebe. Am Tisch würd ich das nicht machen.

Kann ich verstehen.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Grubentroll am 28.02.2012 | 12:14
Ich will hier mit Sicherheit niemanden runtermachen, und rausschmeissen schon gar nicht.

Ich gebe zu, dass ich lange nicht rollengespielt habe, und einige, mit denen ich letztens wieder angefangen habe sind etwas jünger wie ich, also haben eventuell ihre ersten RPG-Erfahrungen am Rechner gemacht.

Mir ist das eben aufgefallen, dass vieles von dem was früher beschrieben worden wäre auf Mechanismen runtergebrochen wird von dieser einzelnen Person, in Ansätzen aber auch bei den Anderen der Gruppe.

"Mooks"
"Endgegner"
"looten"
"tanken"
"snipern"

usw.

Wenn da von einem Spieler nur eine Ansammlung von solchen Mechanismen kommt, dann zerstört es für mich die Immersion die ich dann doch gern hätte beim Rollenspielen.


Interessant wäre es, eine Version vom Herr der Ringe zu lesen die in dem Stil geschrieben worden wäre.

Gott, wahrscheinlich bin ich mit meinen 37 halt einfach nur alt....  ;D
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: ErikErikson am 28.02.2012 | 12:17
Was wars denn für ein System? Bei Cthulhu z.B. arbeitet ja das System regeltechnisch und von der Atmo gegen solche Auswüchse. D&D 4 unterstützt sie geradezu.   
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Blizzard am 28.02.2012 | 12:17
Zb Bezeichnen von Gegnern als "Mooks", und ähnliches, würde ich ins gleiche Problem einfassen.
ich nicht, denn den Begriff "Mooks" kenne ich eigentlich nur vom P&P-Rollenspiel.

Dass Spieler nicht zwischen P&P und PC-RPG unterscheiden kam bei mir zum Glück bislang relativ selten vor. Und wenn, dann nur wenn es um Strategien und/oder taktische Überlegungen ging. Eine Diskussion z.B. ganz am Anfang, wenn es um die Charaktere geht, à la " Wir haben jetzt einen Rogue, einen Ranger und einen Mage in der Gruppe, wir sollten noch einen Tank haben/es fehlt noch ein Tank" finde ich völlig in Ordnung-am Anfang und während des Spiels, wenn es nicht zu oft vorkommt. Aber solche Begrifflichkeiten wie "droppen" oder "looten" kamen mir bislang zum Glück noch nicht unter.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Grubentroll am 28.02.2012 | 12:24
System war Dungeonslayers, das Abenteuer war "Zantalus". Diese Weihnachtsklamotte.

Haben wir zwischen Weihnachten und Neujahr angefangen, kurz vorm Ende abgebrochen, und letzte Woche zu Ende gespielt.

Ich war bewusst nicht auf großes "Stimmungsspiel" bei so einem etwas auf albern ausgelegten Abenteuer aus, aber ein bißchen was erklärt und beschrieben, sowie etwas weihnachtliche Stimmung heraufbeschwört habe ich dann schon.

Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Selganor [n/a] am 28.02.2012 | 12:26
Wenn da von einem Spieler nur eine Ansammlung von solchen Mechanismen kommt, dann zerstört es für mich die Immersion die ich dann doch gern hätte beim Rollenspielen.
Dann solltest du das deinen Mitspielern (die wahrscheinlich nichtmal wissen, dass du damit ein Problem hast weil sie es ja wahrscheinlich gar nicht anders kennen als so...) mal ausfuehrlich sagen.
Zitat
Interessant wäre es, eine Version vom Herr der Ringe zu lesen die in dem Stil geschrieben worden wäre.
As you wish... http://home.student.uu.se/jeli3351/LOTR.txt
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Grubentroll am 28.02.2012 | 12:26
ich nicht, denn den Begriff "Mooks" kenne ich eigentlich nur vom P&P-Rollenspiel.
Sag ich ja in meinem zweiten Beitrag, das ist nicht nur "PC vs P&P", sondern generell eben das runterbrechen auf RPG-Mechanismen.

Ob PC oder P&P eigentlich Wurst.

Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Medizinmann am 28.02.2012 | 12:26
nerven mich...




Hab da grad so einen aktuellen Fall.

Da liegt ein Toter am Boden, oder ein paar modrige Kommoden in der Ecke, es wird erstmal "gelootet".
Drei Orks kommen angerannt, "Der Zwerg soll vorrennen und 'tänkn'".

Ich bin sicher kein "Stimmungsspieler", aber es ist doch irgendwie extrem störend wenn alles nur auf Mechanismen  runtergebrochen wird.


Wie gehts euch da?

Akzeptiert ihr das, mögt ihr das sogar etwa, oder gehts euch auch auf den Senkel?


Akkzeptieren würde Ich das nicht !
Ich würde sowohl als Spieler wie auch als SL (über einen NSC) Ingame und Outgame(im Doppelpack) dagegen angehen
Ingame:" Was redet Ihr da von Tangen, Ich verstehe Eure Sprache nicht.Seid Ihr besessen ?"
und direkt hinterher
Outgame: Hör mal, wir machen hier Rollenspiel, kein WOW, was Dein Char sagt macht keinen Sinn.Und jetzt antworte Mir mal bitte Ingame auf die Frage, die mein Char gestellt hat !

Wichtig ist bei solchen Aktionen, das die anderen Spieler mitziehen
Alternative: (und da werden warscheinlich einige Leute wieder  ::) machen) Spielt kein D&D4 sondern ein vernünftiges RPG ;) eines das Rollenspiel unterstützt. Der SL kann dann auch anschliessend den Spielern, die gutes Spiel gebracht haben etwas mehr XP geben mit dem eindeutigen Hinweis, das diese XP wegen gutem Rollenspiel sind (Zuckerbrot ist ImO besser als Peitsche)

HougH!
Medizinmann
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Grubentroll am 28.02.2012 | 12:29
Akkzeptieren würde Ich das nicht !
Ich würde sowohl als Spieler wie auch als SL (über einen NSC) Ingame und Outgame(im Doppelpack) dagegen angehen
Ingame:" Was redet Ihr da von Tangen, Ich verstehe Eure Sprache nicht.Seid Ihr besessen ?"
und direkt hinterher
Outgame: Hör mal, wir machen hier Rollenspiel, kein WOW, was Dein Char sagt macht keinen Sinn.Und jetzt antworte Mir mal bitte Ingame auf die Frage, die mein Char gestellt hat !

Wichtig ist bei solchen Aktionen, das die anderen Spieler mitziehen

HougH!
Medizinmann

Fände ich etwas doof, sowas "ingame" lösen zu wollen.



Dann solltest du das deinen Mitspielern (die wahrscheinlich nichtmal wissen, dass du damit ein Problem hast weil sie es ja wahrscheinlich gar nicht anders kennen als so...) mal ausfuehrlich sagen.

Hab ich irgendwo geschrieben gehabt, dass ich das nicht vor hatte?

Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Medizinmann am 28.02.2012 | 12:32
Fände ich etwas doof, sowas "ingame" lösen zu wollen.
deswegen die "Doppelflanek " von Ingame und Outgame.
Mit der Ingame Aktion merkt der Spieler, das das gemeinsame Spiel ein Rollenspiel sein soll und kein verkapptes Tabletop. Die anschleissende Outgame erklärt was genau falsch läuft

mit Doppeltanz
Medizinmann
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Selganor [n/a] am 28.02.2012 | 12:33
Akkzeptieren würde Ich das nicht !
Wo wir beim unvermeidlichen "Guten Rollenspiel (tm)" angekommen waeren... :(
Zitat
Alternative: (und da werden warscheinlich einige Leute wieder  ::) machen) Spielt kein D&D4 sondern ein vernünftiges RPG ;) eines das Rollenspiel unterstützt.
Und was machen sie wenn sie (wie schon oben geschrieben) gar nicht D&D 4 gespielt haben? ;D

Hab ich irgendwo geschrieben gehabt, dass ich das nicht vor hatte?
Die Tatsache, dass du schreibst, dass du es vorhast laesst mir den Schluss zu, dass du es noch nicht getan hast...
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Medizinmann am 28.02.2012 | 12:39
Zitat
Wo wir beim unvermeidlichen "Guten Rollenspiel (tm)" angekommen waeren..

Nope, Ich hab nix von gutem,schlechten oder besseren RPG geschrieben  ;)

Ich mags einfach nicht und wen nIch etwas nicht mag, dann spreche Ich das an
und wenn man RPG nicht mit Rollen spielt...ist vielleicht dann so, als ob man beim Schach die Züge auswürfelt .... ?
(Rüdiger Hoffmann würde sagen: " kann man machen, muß man aber nicht " )

Zitat
Und was machen sie wenn sie (wie schon oben geschrieben) gar nicht D&D 4 gespielt haben?

Pffft ,lass mir doch meine Vorurteile, Ich lass dir ja auch deine mit Herosystems ;)  ;D

mit Grinsetanz
Medizinmann

guckt nach unten und grinst noch mehr
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Sphärenwanderer am 28.02.2012 | 12:43
Nope, Ich hab nix von gutem,schlechten oder besseren RPG geschrieben  ;)
Nein, von vernünftigen und dementsprechend auch unvernünftigen Rollenspielen. Das macht es viel besser...


Zitat
(und da werden warscheinlich einige Leute wieder  ::)  machen)
  ::)
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: LöwenHerz am 28.02.2012 | 12:44
EE bringst schoin indirekt auf den Punkt. Einige Systeme forcieren diese Spielart. gerade D&D in seinen Facetten macht das Spielen auf diese Tour leichter.

Andere Systeme, die weniger und leichteren Regelanteil haben, lassen die Spieler erfahrungsgemäß tiefer in die Welt und das Charakterspiel eintauchen.

Das alles ohne Wertung, denn jeder nach seiner façon :)


(ähhh... Erik, WO ist Dein Post?  8]  :o )
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: ErikErikson am 28.02.2012 | 12:45
Ich hab nix gelöscht.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Blizzard am 28.02.2012 | 12:46
Drei Orks kommen angerannt, "Der Zwerg soll vorrennen und 'tänkn'".
War das ein Ingame oder ein Outgame-Kommentar?

@Mooks: Nun, als ich damals 7teSee kennengelernt habe, hat uns unser SL die Mook-Regeln erklärt. Und ich fand das gar nicht schlecht. Um irgendwas zu erklären, sprich: outgame verwenden, finde ich solche Begriffe gar nicht schlecht. Bevor ich mich da verzettele verwende ich dann doch lieber einen Begriff aus dem Jargon der PC-RPGs.

Fände ich etwas doof, sowas "ingame" lösen zu wollen.
Ich wäre auch sehr vorsichtig damit, outgame-Probleme ingame zu lösen und vice versa. So etwas kann nämlich schnell zu Missverständnissen führen. Um das Beispiel des Tangens des Medizinmanns aufzugreifen: Da willst du als SL den Spielern ingame klar machen, dass du outgame ein Problem damit hast, dass sie Begrifflichkeiten von PC-RPGs verwenden. Da das aber ingame passiert, könnten die Spieler das missverstehen, und denken, du stellst einen NSC dar, der ihre Sprache nicht spricht oder schwerhörig ist-was aber von dir eigentlich gar nicht beabsichtigt war. Daher lieber kurz ein kurzes aber klares Outgame-Statement(als mahnende Aufforderung verpackt) "Leute, wir sind nicht beim PC-RPG, deshalb möchte ich euch bitten..."
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Grubentroll am 28.02.2012 | 12:46
Die Tatsache, dass du schreibst, dass du es vorhast laesst mir den Schluss zu, dass du es noch nicht getan hast...

Und was sagt dir das?

Gibts irgendwo die Tabelle, wo drinsteht wann man seine Spieler auf Probleme anzusprechen hat?

Wenn ja, bitte Link.

Dann kann ich das ja mit dem W20 auswürfeln.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Arldwulf am 28.02.2012 | 12:53
Alternative: (und da werden warscheinlich einige Leute wieder  ::) machen) Spielt kein D&D4 sondern ein vernünftiges RPG ;) eines das Rollenspiel unterstützt.

Die Augen verdrehen muss man dabei nun nicht, schließlich ist der Rat "spielt ein RPG was mehr Beschreibung unterstützt" ja völlig richtig.

Ob 4E nun ein gutes Beispiel dafür ist, kann man aber hinterfragen - in der im Ausgangsposting beschriebenen Situation würde ein D&D 4E Spielleiter schließlich fragen: "Und was machst du genau?" - weil die Spieler mehr optionen haben, und man nicht einfach nur "tankt" sondern eher sowas macht wie: "Ich blocke den Schlag des Ogers und mache meinem Kameradem den Weg frei damit dieser unbeschadet hinter diesen kommen kann."

Es ist halt eher ein klassisches Beispiel was man tun kann um mehr Beschreibung der Aktionen zu ermöglichen - man gibt diesen unterschiedlichen Beschreibungen unterschiedliche regeltechnische Effekte. Wenn es einen Unterschied macht ob ich gerade den Gegner mit einer Finte verwirre oder doch eher mit meinem Schild den Nebenmann decke werden solche Details auch stärker beschrieben.

Und um die unvermeidbare Replik gleich mit zu erwiedern: Es gibt natürlich auch andere Systeme die dies so handhaben.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Teylen am 28.02.2012 | 12:54
Ich persoenlich haette kein Problem damit wenn der Spieler eine Situation taktisch betrachtet oder aber "merkwuerdige" Begriffe wie looten, tanken benutzt. Solange ersichtlich ist was damit gemeint ist kann man doch entsprechend darauf reagieren.
Ob nun jemand lootet oder den Koerper des erschlagenen nach Wertgegenstaenden absucht laeuft prinzipiell auf das selbe heraus.
Nun und wenn Mooks bzw. der Endgegener als solche identifiziert werden [vielleicht faelschlich], wieso nicht.
Gerade letzteres gab es erst kuerzlich bei der Skype V:tM Runde. "W00t, das letzte war noch gar nicht der der Endboss?!?" "J0, glaub der wischt mit uns nu' den Boden" "Konnte ja keiner wissen das da n zweiter Endgegner kommt" "Ja dann haetten wir gleich das ganze Blut getrunken statt Reserve zu halten" (sehr sinngemaess).

Was ich hingegen nicht mag ist wenn der SL mit dem gleichen Respekt wie der WoW Server (oder eine andere seelenlose Machine die man bezahlt) behandelt wird.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Medizinmann am 28.02.2012 | 12:54
 
Zitat
War das ein Ingame oder ein Outgame-Kommentar?

Das ist natürlich eine wichtige Frage !
Wenn das ein Ingame Kommentar war, bleiben meine Posts oben so bestehen. Wenn es ein Outgame Kommentar war ,würde Ich allerhöchstens   ::) machen und mir denken:" armes WoW verwirrtes Spielerchen"
aber warscheinlich wär es mir als Outgamekommentar egal

Zitat
Da das aber ingame passiert, könnten die Spieler das missverstehen, und denken, du stellst einen NSC dar, der ihre Sprache nicht spricht oder schwerhörig ist-was aber von dir eigentlich gar nicht beabsichtigt war.
Ich denke; wenn die Spieler so zwischen Ingame und outgame unterscheiden könnten , würden sie Ingam nicht begriffe wie Tanken und Looten verwenden ;)
und dann wäre mein "Doppelspiel" nicht notwendig.
Ausserdem hab Ich ja schon geschrieben das nach der Ingame Aktion, sofort die Outgame Aktion folgt, die das Problem erklärt ;)

Zitat
Daher lieber kurz ein kurzes aber klares Outgame-Statement(als mahnende Aufforderung verpackt) "Leute, wir sind nicht beim PC-RPG, deshalb möchte ich euch bitten..."
sooooo geht's natürlich auch (Du fauler Sack, Du  ;D )


mit Oldschooltanz
Medizinmann
 
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Boba Fett am 28.02.2012 | 12:58
@Topic:
Ihr werdet alt! ;)
Mein Vorteil: Ich BIN alt! ;D

Sprachgebrauch ändert sich. Früher hiess es plündern, heute looten.
Mooks nannte man Statisten und der Tank hiess früher Zwerg.
Spielen heisst heut gamen und elektronische Kontostand prüfen und Geld überweisen ist zu online-banking geworden.

Sicherlich wird dem einem oder anderen jetzt die Immersion flöten gehen,
so wie unsere Eltern der Genuß des Sonntagsbratens verging, wenn sie uns am Tisch reden gehört haben.
mmoRPGs sind nun mal seit Jahren in und deswegen beeinflussen sie auch den Sprachgebrauch.
Lebt damit, denn ändern werdet ihr das nicht.

Boba

der diese Sprech auch sch.... findet und mm-Orks nicht leiden kann  >;D
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Tim Finnegan am 28.02.2012 | 13:00
Letzen Endes läuft es doch darauf hinaus:
Wenn man OG-Kürzel/Slang benutzt, dann muss ein IG-Äquivalent folgen. Geschieht dies nicht, wirkt dass alles sehr doof.
Das ist der eigentliche Punkt auf den man Spieler mal aufmerksam machen sollte.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Medizinmann am 28.02.2012 | 13:03
Sprachgebrauch ändert sich. Früher hiess es plündern, heute looten.
Mooks nannte man Statisten und der Tank hiess früher Zwerg.


Outgame benutze Ich die Begriffe auch ab & an(auch wenn Ich kein WoW spiele ,Hach :!: )
aber Ingame haben Sie in einem Fantasy RPG nix verloren
Das ist meine Meinung und da stehe Ich zu

Hough !
Medizinmann
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: psycho-dad am 28.02.2012 | 13:05
Ob 4E nun ein gutes Beispiel dafür ist, kann man aber hinterfragen - in der im Ausgangsposting beschriebenen Situation würde ein D&D 4E Spielleiter schließlich fragen: "Und was machst du genau?" - weil die Spieler mehr optionen haben, und man nicht einfach nur "tankt" sondern eher sowas macht wie: "Ich blocke den Schlag des Ogers und mache meinem Kameradem den Weg frei damit dieser unbeschadet hinter diesen kommen kann."

Eine "Typische" D&D4-Schilderrung für die Aktion eines Tanks wäre eher:

"Ich bringe mich vorne links vor dem Oger in Position, um ihn zu Flanken und Combat Advantage an unseren Rouge zu geben, damit der gleich seine Encounter-Power reinhauen kann. Da ich danach noch meine Standard-Action und eine Minor-Action frei hab, benutz ich meine Daily-Power von der Magischen Rüstung. Das ist eine Minor Action, jeder Gegner, der an meiner Base ansteht, muss mich mit ihrer Standard-Action angreifen, bis entweder ich Blodied bin oder sie einen Save -5 schaffen. Danach benutz ich noch meine Standard-Action, um ihn mit +5 auf seine Reflexdefence anzugreifen."  ;)
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Arldwulf am 28.02.2012 | 13:10
^^ klingt auch nicht verkehrt - aber mal ganz ehrlich das wäre mir viel zu viel Beschreibung. Der SL weiß doch meist was die Sachen machen, der Dieb weiß auch das flanking gut für ihn ist.

Insofern eher: Ich bringe mich vor dem Oger in Position um ihn mit dem Schurken in die Zange zu nehmen. Dann aktiviere ich meine magische Rüstung die die Aufmerksamkeit auf mcih zieht und greif ihn mit einem Schlag zwischen die Rüstungsteile an dem er nur ausweichen kann.

Ist kürzer. ^^

EDIT: Und klar kann man für alles englische Begriffe benutzen, schadet auch nicht so viel. Aber der Punkt war ein anderer. Ein System in dem die Beschreibungen Konsequenzen haben wird immer mehr Beschreibungen haben als eines in dem diese völlig egal sind.

Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: ElfenLied am 28.02.2012 | 13:11
Bei uns:

D&D 4: MMO Begriffe und mechanische Handlungsbeschreibungen. Bsp: "Ich marke Token 1 und nutze Avenging Strike gegen ihn."

Alle anderen Systeme: IC Beschreibung der Handlung, bei Bedarf eine kurze Erwähnung der Mechanik. Bsp: "Der Magier hebt seinen rechten Arm und zeigt mit seinem Zauberstab auf den Werwolf, während er kraftvoll die Worte Vintas Servitas ruft. Ein Windstoss trifft den Werwolf für XY Schaden."
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Jandalf am 28.02.2012 | 13:17
Insofern eher: Ich bringe mich vor dem Oger in Position um ihn mit dem Schurken in die Zange zu nehmen. Dann aktiviere ich meine magische Rüstung die die Aufmerksamkeit auf mcih zieht und greif ihn mit einem Schlag zwischen die Rüstungsteile an dem er nur ausweichen kann.

Ist kürzer. ^^
*Bewegt seine Figur an den Oger* "Ich aktiviere die Daily von meiner Rüstung und greife den Oger mit Certain Threat an. 18 gegen AC."

Wobei das so auch nur in meiner Bier und Brezeln Runde stattfindet.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Arldwulf am 28.02.2012 | 13:21
D&D 4: MMO Begriffe und mechanische Handlungsbeschreibungen. Bsp: "Ich marke Token 1 und nutze Avenging Strike gegen ihn."

Mhh...mal unabhängig von 4E, und einfach auf das initiale Thema hin bezogen: Warum? Ich meine - Token 1 ist ja nun nicht schneller gesagt als "den Ork" oder von mir aus "Ork 1" und natürlich auch wesentlich weniger aussagekräftig. Von stimmungsvoll ganz zu schweigen. Selbst wenn man auf alle Stimmung ganz verzichtet, und das ganze nur als Taktiksimulation spielt würde ich doch immer den Gegner benennen wollen. Gerade in einem Spiel bei dem ich mir merken muss was die Gegner denn so können.

@Jandalf: Ja, das klingt ja auch ok. Ich persönlich würd mich am englisch stören, aber letztlich ist "ich geh hin und greif so und so an" ja völlig ausreichend als Info. Sowas muss ja kein Roman werden. Aber ich würde das schon noch unterschiedlich ansehen zu Dingen wie "ich tanke" die halt dann mit dem tatsächlichem Spielgeschehen wenig zu tun haben
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Blizzard am 28.02.2012 | 13:22
sooooo geht's natürlich auch (Du fauler Sack, Du  ;D )
Ich darf das(faul sein), denn

@Topic:
Mein Vorteil: Ich BIN alt! ;D

Zitat
Sprachgebrauch ändert sich. Früher hiess es plündern, heute looten.
Mooks nannte man Statisten und der Tank hiess früher Zwerg.
Tut mir leid, wenn ich ein bisschen korrigieren muss, aber der Tank hiess früher nicht Zwerg. Ein Tank war(und ist imho immernoch) ein Krieger Marke Kraftprotz mit dicker Rüstung und fettem Schwert. Aber ob in dieser Rüstung nun ein Zwerg, oder ein Mensch oder ein Ork steckt(e) ist/war egal. Eben einer der sich "durchtanken" kann, aber Rasse:egal.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

@Medizinmann: Entschuldige mich bitte, ich muss jetzt in einer Runde Diablo 2 mal looten gehen und schauen, dass die Endgegner was Ordentliches droppen. ;D
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Grubentroll am 28.02.2012 | 13:32
Etwas was noch dazu käme wäre auch Verhalten, dass im CRPG toleriert wird, aber im P&P eher merkwürdig ist..

Der vorher beschriebene "Sprung vom Berg", oder ein Dieb der obwohl seine Mitspieler ihn im Block haben einen Mitspielercharakter beklaut.

Im Computer-RPG hat das selten Auswirkungen, im realen Leben wärs doch ziemlich verheerend wenn ich versuche einem Arbeitskollegen die Brieftasche zu klauen, während er die Tür zum griechischen Restaurant aufmacht, und das meine anderen Arbeitskollegen alles im Blick haben.

Auch so etwas.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Boba Fett am 28.02.2012 | 13:34
@Blizzard: mal abgesehen davon, dass Du meine offensichtliche Unkenntnis von diesem online-Quatsch (tm) ["Internet? Gibt es den Kram immer noch?" Zitat: Homer G. Simpson] aufgedeckt hast, ändert das jetzt genau wieviel an meiner Kernaussage? Hmm? ;)
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: ErikErikson am 28.02.2012 | 13:34
Es kommt übrigens auf die Einstellung und nicht auf das medium an:

http://livinginoblivion.wordpress.com/

http://www.uesp.net/wiki/Oblivion:Roleplaying
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Feuersänger am 28.02.2012 | 13:38
Lustig, ich wollte gerade ähnliches schreiben wie Fairy Tale.

Gerade bei Savage Worlds wurden die Extras meistens als Mooks bezeichnet -- das ging so weit, dass ich zeitweise vergessen habe, dass sie nicht offiziell so heißen.

Ansonsten ist hauptsächlich bei D&D 3.5 die Rede von "tanken", "buffen", "loot" oder "drop". Es sind klare, präzise Begriffe und es weiß jeder was gemeint ist. (Wogegen ich mich aber verwahrt habe, war den Kleriker als Heil-Bot zu bezeichnen.)
Gut, teilweise haben wir damit auch ein wenig gegen die etwas, äh... altmodische Leitmethode des SL gestichelt... wenn z.B. ein eindeutiger Auftraggeber-NSC eingeführt wurde, war dessen Aufenthaltsort für uns der "Quest Hub".

_Allerdings_ haben wir diese Begriffe nur OOC benutzt. Wenn der Spieler "tanken" gemeint hat, war das für den Charakter halt "den anderen Deckung geben" oder sowas in der Art, aber halt schon deutlich sperriger.

Es hilft aber wie gesagt gerade bei 3.X durchaus, wenn man die Rollen der Party klar definiert, und da sind Begriffe wie "Main Tank", "Off Tank", "Main Assist" etc. eben prägnanter als sperrige deutsche Umschreibungen.

Früher mal hätte ich mich vielleicht auch darüber aufgeregt, aber aus dem Alter bin ich lange raus.

Anekdote am Rande: neulich mal hab ich eine Freundin besucht, als aus deren WG gerade jemand ausgezogen ist. Im Flur stand noch diverser Krempel von ihm rum, obwohl er eigentlich schon weg war. Da hat sie dann gemeint "Das Zeug da - das hat er gedroppt. Und ich nehm mir die Rollerblades als Loot."
 ;D
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Blizzard am 28.02.2012 | 13:42
@Blizzard: mal abgesehen davon, dass Du meine offensichtliche Unkenntnis von diesem online-Quatsch (tm) ["Internet? Gibt es den Kram immer noch?" Zitat: Homer G. Simpson] aufgedeckt hast, ändert das jetzt genau wieviel an meiner Kernaussage? Hmm? ;)
Genau genommen? nichts. Es sollte deine Kernaussage auch in keinster Weise in Abrede stellen, denn im Kern hast du ja Recht mit deiner Aussage. Es war lediglich als kleine Korrektur/Anmerkung gedacht.Verbuch' es einfach unter Klugscheisserei
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Grubentroll am 28.02.2012 | 13:46
Genau genommen? nichts. Es sollte deine Kernaussage auch in keinster Weise in Abrede stellen, denn im Kern hast du ja Recht mit deiner Aussage. Es war lediglich als kleine Korrektur/Anmerkung gedacht.Verbuch' es einfach unter Klugscheisserei
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Ich fand deinen "Auswurf" eher unter Schafsscheiss einzuordnen als unter Klugschiss, wenn ich das mal kurz anmerken darf... ;)
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Arldwulf am 28.02.2012 | 13:50
Um mal ein Gegenbeispiel zu bringen...ich neige inzwischen dazu die Gegner anhand ihres Aussehens zu kategorisieren wenn mehrere von ihnen vorkommen.

Man kämpft also gegen die Orks Plattnase, Grünauge und Narbengesicht. Der Vorteil ist einfach dass die Spieler sich leichter merken was welcher Gegner gemacht hat als wenn ich nur Ork 1, Ork 2 und Ork 3 sage.

Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Naldantis am 28.02.2012 | 13:56
Mir ist das eben aufgefallen, dass vieles von dem was früher beschrieben worden wäre auf Mechanismen runtergebrochen wird von dieser einzelnen Person, in Ansätzen aber auch bei den Anderen der Gruppe.

"Mooks"
"Endgegner"
"looten"
"tanken"
"snipern"

usw.

Wenn da von einem Spieler nur eine Ansammlung von solchen Mechanismen kommt, dann zerstört es für mich die Immersion die ich dann doch gern hätte beim Rollenspielen.

Huch, diese oder ähnliche Terme (Pöppel, Boss, adlern, plätten, filzen, etc.) zur präzisen Beschreibung einer Aktion oder eines Objekts waren doch schon immer geläufig...
...schon in den 80ern, bei all den Spielobjekten, die so häufig auftraten, daß sie dieses rechtfertigen.

Ein gefilzter Gegner oder ein gelooteter Raum werden schnell, aber leidlich gründlich durchsucht und alles von Wert oder Interesse eindesteckt, was nicht festgeschraubt ist; im Unterschied dazu wurde eine durchsiebte Person oder ein zerspanter Raum so gründlich auf den Kopf gestellt, das selbst Penisringe, verschluckte Edelsteine oder in hohlen Bettpfosten verborgene Zauberstäbe als automatisch gefunden galten.
Es ist halt eine Art optimierter Fachsprache, so wie "mach mal ein Linux-Build vom Head", da wird auch nicht alnge um den heißen Brei herumgeredet oder offensichtliche Details diskutiert.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Naldantis am 28.02.2012 | 14:02
Letzen Endes läuft es doch darauf hinaus:
Wenn man OG-Kürzel/Slang benutzt, dann muss ein IG-Äquivalent folgen. Geschieht dies nicht, wirkt dass alles sehr doof.
Das ist der eigentliche Punkt auf den man Spieler mal aufmerksam machen sollte.

...wenn dann überhaup eine IG-Kommunikation dafür erfolgen muß.
Wenn jemand das offensichtliche und erwartet macht muß das ja in der Gruppe IG nichtmal explizit bemerkt werden.
...ist halt völlig alltäglich für die Chars.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: psycho-dad am 28.02.2012 | 14:17
Um mal ein Gegenbeispiel zu bringen...ich neige inzwischen dazu die Gegner anhand ihres Aussehens zu kategorisieren wenn mehrere von ihnen vorkommen.

Man kämpft also gegen die Orks Plattnase, Grünauge und Narbengesicht. Der Vorteil ist einfach dass die Spieler sich leichter merken was welcher Gegner gemacht hat als wenn ich nur Ork 1, Ork 2 und Ork 3 sage.
Das kommt jetzt aber auch darauf an, ob die Token unterschiedlich aussehen oder einfach durchnummeriert sind...  ;D *duck und Renn*
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 28.02.2012 | 14:26
der Begriff Loot ist älter als (C)RPG, das Konzept noch älter.

Mooks IIRC kommt bzw kenne ich das aus den alten(Hongkong?)Eastern..
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Arldwulf am 28.02.2012 | 14:47
Das kommt jetzt aber auch darauf an, ob die Token unterschiedlich aussehen oder einfach durchnummeriert sind...  ;D *duck und Renn*

^^ oder ob man überhaupt Token benutzt. Soll ja auch Leute geben die ohne Battlemap spielen ;)

Aber was mir aufgefallen ist: Die Verwendung dieser Begriffe wird als "präzise" beschrieben. Empfindet ihr das echt so? Irgendwie würde ich bei den meisten dieser Sachen sofort fragen: Aha, und was machst du genau? Gerade weil "tanken" halt sehr unpräzise ist.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Boba Fett am 28.02.2012 | 14:48
Verbuch' es einfach unter Klugscheisserei

;D  :d
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Shao-Mo am 28.02.2012 | 15:03
@Topic:
Ihr werdet alt! ;)
Mein Vorteil: Ich BIN alt! ;D

Sprachgebrauch ändert sich. Früher hiess es plündern, heute looten.
Mooks nannte man Statisten und der Tank hiess früher Zwerg.
Spielen heisst heut gamen und elektronische Kontostand prüfen und Geld überweisen ist zu online-banking geworden.
[...]

/sign

"Damals"(TM) hatte man noch gesagt, "Du Barbar, du hälst am meisten von uns aus ... du gehst vor." Auch die Rollen DD, Tank, Controler ... tragen dazu bei.
Das man in den heutigen-RPGs das mit "Tanken" beschreibt hat den Hintergrund, das hierzu noch andere Sachen beisteuern wie "Schau das du die Nahkämpfer von uns Magiern fern hälst!" etc.

Ein damals selbtverständlicher Inhalt von "Barbar, geh' mal vor!" Ich würde es als Fachjargon beschreiben. Im Spiel würde ich mir allerdings die Umschreibungen wünschen.


In unserer Gruppe wissen wir zwr darum, und machen Witze darüber, wenn wir z.B. Beschreibungen aus den Spielen einbringen ... Beispiele dazu lass ich mal weg.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Mann ohne Zähne am 28.02.2012 | 15:13
nerven mich...

Mich auch!

Zitat
Da liegt ein Toter am Boden, oder ein paar modrige Kommoden in der Ecke, es wird erstmal "gelootet".
Drei Orks kommen angerannt, "Der Zwerg soll vorrennen und 'tänkn'".

Hatte ich ganz ähnlich gelagert vor ein paar Jahren; ein Freund, der aber noch nie mit uns gespielt hatte. Großer WoW-Spieler. Er sah das genau so, wie du es oben beschreibst. Schauderhaft.

Ich überlegte mir gerade, wie ich ihn höflich rauskomplementieren könnte, als zwei meiner Gruppe zu mir kamen (in der Pinkelpause) und ankündigten, sie würden die "Sache jetzt in die Hand nehmen"...  >;D

Von magischen Fallen bis hin zum freundlichen Schulterklopfen zum ungünstigsten Zeitpunkt (am Rande eines tieeeeeefen Tales) war alles dabei... erinnerte mich durchaus an manche der ersten Conan-Geschichten von Howard.

Zitat
Ich bin sicher kein "Stimmungsspieler", aber es ist doch irgendwie extrem störend wenn alles nur auf Mechanismen  runtergebrochen wird.

Mag ich auch überhaupt nicht. Bei unbekannten neuen Mitspielern stelle ich mich dann immer doof und frage nach, was jetzt genau gemeint ist. Aller Erfahrung nach verwenden sie den PC-Spiel-Slang dann noch ein paar Mal, bevor sie selbst einfach beschreiben, was sie vorhaben ;)
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Asdrubael am 28.02.2012 | 15:41
Ist das "PC Spieler nerven" nicht sowas wie "Mitspieler, die nur Herr der Ringe gesehen haben nerven" weil sie eben immer einen Char haben, den man irgendwie wiedererkennt und der im übelsten Fall auch noch Gandalf heißt?

Genauso nerven Spieler, die als Unternehmensberater unbedingt einen Konzerer im Shadowrun spielen müssen oder Gruftis im V:tM, deren Protagonisten man aus der jeweiligen CD Sammlung kennt.Oder ein Fanboy, der irgendeine Manga-Figur spielen will

Ich meine, dass jeder seine Inspiration irgendwoher bezieht und dass keine Fantastische Vorstellung komplett unabhängig von irgendeinem Einfluss ist. Was also für mich hier übrig bleibt ist, dass jeder Mensch einem anderen durch sein Verhalten und seine Vorstellungen auf den Sack gehen kann. Und da es kein Menschenrecht darauf gibt, von allen gemocht zu werden, reißt diese Erkenntnis auch niemanden vom Hocker oder?

ich bin hier für mehr Toleranz gegenüber solchen Leuten. Wenn ihnen die PC-Sprache hilft, die Abläufe des RPG besser zu verstehen, ok, solange ich als betagter Mitspieler noch verstehe, was er meint ;D Wenn sich die Abläufe bei ihm gefestigt haben und die Gruppe zusammenwächst, wird sich auch die Sprache in der Gruppe ändern und anpassen und vielleicht nimmt dann der Standard Nachtelfen-Druide aus der ersten Stufe doch eine andere Entwicklung als der spätere 85er dudu-Tank aus dem WoW ... wer weiß, aber gebt den Spielern und ihren Chars eine Chance :d
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Arldwulf am 28.02.2012 | 16:06
Ich denke eher das Problem ist weniger die simplifizierte Sprache als der Punkt das diese mit dem Wegfall von Spielsituationen einhergeht. Das Beschreiben einer echten Suche bietet mehr Potential auf die Spieler einzugehen als nur "ich loote"

Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Medizinmann am 28.02.2012 | 16:08
Ist das "PC Spieler nerven" nicht sowas wie "Mitspieler, die nur Herr der Ringe gesehen haben nerven" weil sie eben immer einen Char haben, den man irgendwie wiedererkennt und der im übelsten Fall auch noch Gandalf heißt?
Nope ist es nicht !

der "Gandalfspieler" hat ja ein Charakterkonzept was er spielt.
der WOWler hat nur die Mechanik im Auge bzw er zerstört das Charakterspiel der anderen (zumindest den Immersionsfluß )

mit Tanz am Fluss
Medizinmann
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Grubentroll am 28.02.2012 | 16:21
also, wenn einer meint, er geht jetzt zum "Questhub" zurück anstatt "ich sattle mein Pferd, und reite zurück zu Burg Bimsstein, um König Gurkmar die frohe Botschaft zu überbringen" finde ich das schon was anderes, als wie wenn jemand eine Figur ausspielt, die er eventuell mal woanders gesehen hat (es gibt ja eh nur ein paar Archetypen, da ist es schwer das nicht zu tun).
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Whisper666 am 28.02.2012 | 16:23
Das erinnert mich alles irgendwie an das hier (http://www.youtube.com/watch?v=6d4xjPIXfNc)  ~;D
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Asdrubael am 28.02.2012 | 16:52
der "Gandalfspieler" hat ja ein Charakterkonzept was er spielt.
der WOWler hat nur die Mechanik im Auge bzw er zerstört das Charakterspiel der anderen (zumindest den Immersionsfluß )

ok diese Argumentation überzeugt mich, vorausgesetzt, dass die anderen Spieler im Gandalf-Fall sich nicht gestört fühlen
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Ghostrider am 28.02.2012 | 17:13
Ist das "PC Spieler nerven" nicht sowas wie "Mitspieler, die nur Herr der Ringe gesehen haben nerven" weil sie eben immer einen Char haben, den man irgendwie wiedererkennt und der im übelsten Fall auch noch Gandalf heißt?
Nope ist es nicht !

der "Gandalfspieler" hat ja ein Charakterkonzept was er spielt.
der WOWler hat nur die Mechanik im Auge bzw er zerstört das Charakterspiel der anderen (zumindest den Immersionsfluß )

mit Tanz am Fluss
Medizinmann


Es kann aber auch der Fall sein, dass der "WoW-Spieler" einfach in dem Moment, in dem er den Jargon auspackt, kein Bewusstsein dafür hat, dass dieser die Immersion beschädigt.
Ausserdem hat auch der "WoW-Spieler" (zumeist) ein Charakterkonzept, er trägt es halt nur nicht so explizit durch Sprache nach aussen wie der "Gandalf-Spieler".

Ich hatte beim D&D mal einen Spieler, der auch von Tanken, Looten und so weiter gesprochen hat, und wir hatten da auch unsere Probleme mit. Wir haben in der Gruppe dann darüber gesprochen und die verabredete Lösung war, dass die Begriffe eingedeutscht und kategorisiert und etwas farblich umlackiert wurden.

"Plündert/Durchsucht sie!" klingt halt anders als "Lootet die Leichen!", bei "Fighter geh mal vor, tank und zieh Aggro!" klingt bescheidener als "Kämpfer, geht zum Kämpfen vor und zieht ihre Aufmerksamkeit auf euch!".

Klar, es braucht vielleicht ein paar Atemzüge mehr, aber
1. klingt es nicht mehr groß nach Denglisch
2. es bleibt prägnant und knapp, sobald man eine Terminologie etabliert hat.

Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Taschenschieber am 28.02.2012 | 17:17
Es gibt Dinge, die immersionsfördernd sind, aber jede strategische Besprechung strikt intime zu machen ist einfach nur unnötig langwierig und ist imho auch eher nervig.

Wenn man mit gamistischem Fokus spielt, dann spricht nichts dagegen, den Tank auch als solchen zu bezeichnen. Meine Spieler überlegen sich auch schon bei der Charakterschaffung für einen Krieger oft, ob sie einen Tank oder Damage Dealer wollen und verteilen diese Rollen untereinander.

Man kann als Method Actor natürlich der Meinung sein, dass man uns Leuten, die gar nicht verstanden haben, was ein RPG überhaupt ist, meilenweit überlegen ist, man kann es aber auch sein lassen.

edit: Was den konkreten Fall angeht, wenn Meta-Taktieren und Metasprech einfach nicht zum Stil der Gruppe passen, drüber reden, Kompromiss finden, wenn nicht möglich, getrennte Wege gehen. Und wieder einmal hat die Forge den Tag gerettet.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Tudor the Traveller am 28.02.2012 | 17:52
Mich stören die Begriffe an sich nicht, denn sie beschreiben ja nur einen Sachverhalt kurz und knapp.

Mich stört das, wofür sie stehen: die Herangehensweise. Im Kampf ist es ok, wenn "getankt" wird, solange man sich auf der taktischen Ebene befindet, denn hier wird einfach nur eine Vorgehensweise genannt.

Looten ist schon wieder eine andere Kategorie, denn das Wort impliziert auch für mich eine indifferente Herangehensweise an das Szenario - und damit genau das, was Grubentroll bemängelt: Reduktion des Rollenspiels auf mechanische Vorgänge. Wenn jemand sagt "ich loote", dann bedeutet das für mich, dass ingame der Char gefühlskalt plündert. DAS ist etwas, was imo in viele Szenen atmosphärisch und auch oft zum Char nicht passt.

Im Kampf kommt derartiger Jargon bei uns häufig vor; außerhalb zum Glück kaum.  :)
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Bad Horse am 28.02.2012 | 17:58
@Tudor: Das wollte ich auch gerade schreiben, hing aber ein bißchen an der Formulierung.  ;)

Insofern: Danke.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 28.02.2012 | 18:00
Wenn jemand sagt "ich loote", dann bedeutet das für mich, dass ingame der Char gefühlskalt plündert. DAS ist etwas, was imo in viele Szenen atmosphärisch und auch oft zum Char nicht passt.
Warum nicht?
Cry Havoc and let´s slip the dog of war.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Achamanian am 28.02.2012 | 18:02
Man kann als Method Actor natürlich der Meinung sein, dass man uns Leuten, die gar nicht verstanden haben, was ein RPG überhaupt ist, meilenweit überlegen ist, man kann es aber auch sein lassen.

Ach, aber wenn ein Method Actor das meint, ist das doch bloß seine Meinung, da darf man dann doch tunlich nichts gegen sagen, sonst ist die ganze Meinungsfreiheit ja kaputt!!!
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Taschenschieber am 28.02.2012 | 18:03
Ach, aber wenn ein Method Actor das meint, ist das doch bloß seine Meinung, da darf man dann doch tunlich nichts gegen sagen, sonst ist die ganze Meinungsfreiheit ja kaputt!!!

Ich habe bloß gesagt, dass man diese Meinung haben kann, nicht, dass ich diese Meinung nicht scheiße finde und nicht kritisieren werde.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: korknadel am 28.02.2012 | 18:04
Ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen, dass einen diese Begriffe stören könnten. Wenn mir ein Spieler sagt, dass er zum Quest-Hub zurückkehrt, ich den Begriff kenne und weiß, dass der QH die Burg ist, ist das doch exakt dasselbe, wie wenn er sagen würde, dass er zur Burg zurückkehrt. Es läuft ja beides Mal derselbe Film. Beim looten ist es doch genauso. Durchsuchen, plündern, looten, wo ist der Unterschied.

Medizinmanns Argument, die Leute würden nur mechanisch denken, leuchtet mir nicht ein. Es geht doch lediglich darum, wie man die Sache nennt, aber die Sache bleibt doch dieselbe. Meine Spieler damals in den späten 80ern, die immer jede Dungeonzelle abgesucht haben, haben doch nicht mechanischer oder unmechanischer gehandelt als ein Char, der lootet. Ich spiele hinsichtlich mechanischem Denken doch auch nicht unbedingt anders, bloß weil ich am Tisch Arabisch spreche.  



Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: ErikErikson am 28.02.2012 | 18:07
Ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen, dass einen diese Begriffe stören könnten. Wenn mir ein Spieler sagt, dass er zum Quest-Hub zurückkehrt, ich den Begriff kenne und weiß, dass der QH die Burg ist, ist das doch exakt dasselbe, wie wenn er sagen würde, dass er zur Burg zurückkehrt. Es läuft ja beides Mal derselbe Film. Beim looten ist es doch genauso. Durchsuchen, plündern, looten, wo ist der Unterschied.

Medizinmanns Argument, die Leute würden nur mechanisch denken, leuchtet mir nicht ein. Es geht doch lediglich darum, wie man die Sache nennt, aber die Sache bleibt doch dieselbe. Meine Spieler damals in den späten 80ern, die immer jede Dungeonzelle abgesucht haben, haben doch nicht mechanischer oder unmechanischer gehandelt als ein Char, der lootet. Ich spiele hinsichtlich mechanischem Denken doch auch nicht unbedingt anders, bloß weil ich am Tisch Arabisch spreche.  





Ich glaube, es geht auch um die Assoziationen:

Wenn ich sage: "Ich hau der hackfresse aufs Maul" ist das dieselbe handlung wie "mit einem mächtigen Hieb in gesichtshöhe verteidige ich meine haut gegen den Schurken". Aber es weckt andere Vorstellungen.

Wenn jemand looten sagt, dann sieht man eventuell schon die bunten WoW-Männchen vor seinem inneren Auge vorbeiziehen.

Ganz extrem erlebe ich das bei Musikvideos, wo ich die Musik stark mit den Bildenr assoziiere. Dann sehe ich die Bilder und erlebe auch die von den Bildern tranzportiere Stimmung, (zum Teil) wenn ich die Musik höre.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Taschenschieber am 28.02.2012 | 18:09
Aber, wie du schon richtig sagst, EE: Eventuell. Ich habe volles Verständnis dafür, wenn jemand solche Begriffe wie "Looten" und "Quest Hub" an seinem Tisch nicht haben möchte, weil es ihn beim Spielen stört. Mein Verständnis hört allerdings da auf, wo das zu Besserspielerei ("Du hast L00ten gesagt, du bist kein echter Rollenspieler") wird.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Tudor the Traveller am 28.02.2012 | 18:46
Warum nicht?

Na schön, ich schnappe nach dem Köder  ;)

Weil looten eine starke Meta-Komponente besitzt. Der Spieler betrachtet die Herausforderung als eine Station, die typischerweise potenziell Ausrüstung bzw. Geld für Ausrüstung abwirft.

Ein Char kann das durchaus auch so ähnlich sehen; aber der typische Abenteurer betrachtet imo Gegner normalerweise nicht als wandelnde Ausrüstung.

Das soll nicht heißen, dass Abenteurer ihre Gegner nicht plündern sollen. Aber es gibt normalerweise einen Zeitpunkt und eine Weise dafür, die in die Szene passt.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Achamanian am 28.02.2012 | 18:59
Ich habe volles Verständnis dafür, wenn jemand solche Begriffe wie "Looten" und "Quest Hub" an seinem Tisch nicht haben möchte, weil es ihn beim Spielen stört. Mein Verständnis hört allerdings da auf, wo das zu Besserspielerei ("Du hast L00ten gesagt, du bist kein echter Rollenspieler") wird.

Genau das: Über Stilfragen darf man sich am Tisch gerne einigen (oder auch auseinanderdividieren), aber wenn auf den Gebrauch von Worten wie "Looten" die Reaktion "beim Tischrollenspiel bist du falsch, geh doch zurück an den Computer" kommt, dann läuft ernsthaft was falsch in der Spieltischkommunikation, und zwar in sehr viel schlimmerer Weise, als wenn nur die einen Vokabeln verwenden, die die anderen nicht mögen.
Ich kann nur noch mal wieder holen: Unsere eine Mitspielerin, die von WoW entsprechendes Vokabular mitbrachte, wurde dafür niemals zurechtgewiesen und hat es sich von ganz allein abgewöhnt, einfach weil die Begriffen gar nicht gut mit den Spielsituationen harmonierten (unsere Gruppe ist einfach kein bisschen taktisch aufgestellt, einen tank gibt es da ebenso wenig wie einen damage dealer). Ohne, dass da Fässer über die Spielphilosophie aufgemacht werden mussten, die man scheinbar Leuten unterstellt, wenn sie "looten" sagen.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 28.02.2012 | 19:01



Ein Char kann das durchaus auch so ähnlich sehen; aber der typische Abenteurer betrachtet imo Gegner normalerweise nicht als wandelnde Ausrüstung.
ich nehme an auf die X historischen Beispiele kann ich verzichten, wenn du Cry Havoc ignorierst, aber das war nach der Schlacht die Norm

Zitat
Aber es gibt normalerweise einen Zeitpunkt und eine Weise dafür, die in die Szene passt.
Ja, sobald wie möglich oder möchtest du Homer mitteilen seine Plünderszenen würden nicht passen?
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Tudor the Traveller am 28.02.2012 | 19:19
Schwerttänzer, das ist mir bewusst. Aber du vergleichst hier Äpfel mit Birnen.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Rhylthar am 28.02.2012 | 19:24
So lange keiner fragen würde, ob der Loottable des Bosses schon bei mmo-champion veröffentlicht wurde, würde es mich herzlich wenig stören.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 28.02.2012 | 19:30
Schwerttänzer, das ist mir bewusst. Aber du vergleichst hier Äpfel mit Birnen.
Nein, die Heroen der Ilias plünderten die Leichen direkt nach dem Töten des Gegners daraus entwickelten sich weitere Kämpfe oft, von der Schändung des Hektors durch Achilles....
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Achamanian am 28.02.2012 | 19:35
Nein, die Heroen der Ilias plünderten die Leichen direkt nach dem Töten des Gegners daraus entwickelten sich weitere Kämpfe oft, von der Schändung des Hektors durch Achilles....

Wir wollen auch nicht vergessen, was Gandalfs erster Gedanke war, nachdem er die drei Trolle im "Hobbit" ausgeschaltet hatte: Dass nämlich irgendwo ganz in der Nähe die Höhle sein muss, in der die ihre Schätze versteckt haben ...
Für das zeitnahe Ausplündern besiegter Feinde dürften sich historisch ebenso wie in der Fantasy genug Beispiele finden. Dass das in vielen Rollenspielgruppen nicht zum "guten Ton" gehört, hat vielleicht mehr mit Traditionen des Spielerkleinhaltens zu tun ("nein, das Zauberschwert vom Bösewicht dürfen die sich nicht nehmen!") als mit der Frage nach glaubwürdigem Charakterspiel.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Arldwulf am 28.02.2012 | 19:36
Mein Problem mit diesen Kurzbegriffen ala "looten", "tanken" oder ähnlichem ist weniger das der Begriff an sich nun so negativ wäre als das er Details aus der Situation herausnimmt.

Anstatt zu sagen was ich durchsuche, gesagt zu bekommen was ich finde und zu entscheiden was ich mitnehme wird dies auf ein Standardverhalten reduziert. Ich mache nur noch das was vordefiniert ist, und bringe weder eigene Ideen ein noch gehe ich auf andere Ideen des Spielleiters oder anderer Charaktere ein. Kurzum: Ich tue eben nicht das gleiche nur mit einem anderem Begriff.

Ich tue etwas standartisiertes.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: korknadel am 28.02.2012 | 19:39
Die Leiche absuchen.

Was ist daran detailierter oder weniger standardisiert?

Wenn es wichtig wird, kann der SL immer noch fragen, wie genau der Char das machen will, aber den Spieler der mir ankommt mit: "Ich geh zu dem Leichnam, zücke mein Taschentuch und knüpfe damit vorsichtig erst einmal die Knöpfe ihres Waffenrocks auf. Dann klappe ich die beiden Seiten auseinander. Was sehe ich?" -- diesen Spieler würde ich nicht lang aushalten. Leiche absuchen ist mit lieber.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Achamanian am 28.02.2012 | 19:41
Ich tue etwas standartisiertes.

Na und? Im RSP ist oft alles mögliche standardisiert, das Heilen, das Zaubern, nicht zu vergessen: das Kämpfen! Ein Glück. Ich will schließlich nicht die ganze Zeit jeden Popelkram haarklein ausbuchstabieren wie ein irgendein geschwätziger deutscher Fantasyautor, sondern mich auf die wirklich spannenden und interessanten Momente konzentrieren. (nicht das Atmo-Spiel nicht auch oft ganz toll wäre, aber beim Gegnerausplündern kommt das so oder so eher selten aus, ob ich nun "looten" sage oder "panthergleich trete ich an die Leiche und bücke mich geschmeidig, um sie auf funkendes Geschmeide und rasiermesserscharfe Klingen zu untersuchen, die unserem gemeinsamen heroischen Unterfangen noch gut zupass kommen könnten!")
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: ErikErikson am 28.02.2012 | 19:42
"panthergleich trete ich an die Leiche und bücke mich geschmeidig, um sie auf funkendes Geschmeide und rasiermesserscharfe Klingen zu untersuchen, die unserem gemeinsamen heroischen Unterfangen noch gut zupass kommen könnten!")
:d  ;D
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Bad Horse am 28.02.2012 | 19:44
Ob das Geplündere angemessen ist oder nicht, kommt eben auf die Situation an, völlig egal, wie man das nennt.

Der Rookie-Cop im heutigen Wanne-Eickel ist da vielleicht nicht ganz so kaltschnäuzig wie der erfahrene Kriegsveteran auf dem Fäntelschlachtfeld. Bei einem persönlichen Drama ist Looten weniger angemessen als bei einer Warhammer-Söldner-Kampagne.

Außerdem gibt es ja vielleicht noch andere Dinge zu tun, als sofort den Gegner zu begrabbeln: Wunden versorgen, gucken, ob der gefallene Kamerad noch schnauft, Wachen aufstellen, damit man nicht beim Plündern angegriffen wird (grad im Dungeon)...
Aber ob man das jetzt "plündern", "looten", "den Gegner nach Hinweisen durchsuchen" oder "Ponyblümchen" nennt, ist vollkommen egal. Solange alle wissen, was gemeint ist. ;)
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: psycho-dad am 28.02.2012 | 19:47
Man könnte natürlich auch einfach ein weniger taktisches System benutzen und ein Spiel Spielen, das "stimmungsspiel" besser unterstützt. Systeme mit Conflict-Resolution sollten das sehr gut können, da hier dann Sachen wie "looten", "tanken" oder das andere Strategische geplänkel und Recourcenmanagement einfach nicht wichtig sind, bzw. nicht in diesem maße wichtig sind wie z.B. in D&D, Dungeonslayers oder Shadowrun. Wenn's schlicht und ergreifend wurst ist, wer Tank, was gelootet wird und wer wem mit was wieviele HP aufs Maul gibt, dann wird man diese Begriffe auch nicht benutzen. Wenn jeder char Automatisch eine Fackel im Inventar hat, weil er sie logischerweise im Inventar haben sollte, und wenn diese fackel dann nicht nach irgendwelchen obskuren Regeln ausbrennt, dann wird auch keiner die Notwendigkeit sehen, ausgeschaltete Gegner nach Fackeln zu durchsuchen. Wenn beim einkauf einfach mit einem wurf auf die Meta-Fähigkeit "Geldvermögen" bestimmt wird, ob einer der Chars genug geld für das Hotelzimmer dabei hat, dann wird man im Dungeon nicht zwischen den Bodendielen nach Goldmünzen kratzen... esseiden, der Charakter hat eine entsprechende Motivation dafür, die im dann in den regeln auch einen vorteil bietet... Man könnte auch Fanpost oder sowas nutzen, um schöne Beschreibungen direkt durch die Spieler belohnen zu Lassen.

Der Springende Punkt ist, solange man in einem Strategisch orientiertem System unterwegs ist, könnte es sein, das die Spieler anfangen Strategisch zu denken und ihre Spielweise auf Effizienz zu trimmen. Wenn man Immersiv und viel "in Charakter" spielen will, dann sollte man idealerweise auch ein system Nutzen, das Immersion und Charakterspiel unterstüzt. Wenn man unbedingt Immersion in einem Strategischen System haben will, dann bitte, kann ja jeder versuchen. Aber wer mit dem Landrover auf dem Nürnburgring vorfährt sollte sich nicht wundern, wenn der Beifahrer dann aus dem Führerhaus springt und sich lieber in den Porsche nebenan setzt.

Kurz:
...Spielt mal Fate oder sowas in die Richtung.  ;D
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Medizinmann am 28.02.2012 | 19:49
Zitat
Medizinmanns Argument, die Leute würden nur mechanisch denken, leuchtet mir nicht ein. Es geht doch lediglich darum, wie man die Sache nennt, aber die Sache bleibt doch dieselbe
Nur nochmal zur Verdeutlichung (Ich habs ja schon geschrieben, ist aber anscheinend übersehen worden :) )
Wenn INGAME Sätze Fallen wie :"Zwerg, geh nach vorn Tanken" oder:" Hey Leutz ,Lasst uns Looten "
dann ist (Für Mich ) keine Immersion mehr, dann betreibt der Spieler kein Rollenspiel mehr, sondern nur noch eine Gamemechanik.(er könnte also genausogut Heroquest spielen).
Wird das Outgame benutzt ,ist es Nur 1/2 so schlimm, weil die armen WoW verseuchverdorbenen Kids eben zuviel WoW spielen und andere Ausdrucke nicht kennen. Beim Outgame benutzen von Loot und Tanken, etc
kann man anders rangehen.
Ich denkle irgendwo in der letzten Seite ist der Schwerpunkt der Diskussion divergiert

mit ausbalancierendem Tanz
Medizinmann
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Taschenschieber am 28.02.2012 | 19:53
So Sätze wie "Zwerg, geh nach vorn tanken" sind bestenfalls halb-ingame, um nicht zu sagen: Eindeutig outgame.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Tudor the Traveller am 28.02.2012 | 19:55
Looten zielt eindeutig auf die Bereicherung des Lootenden. Da ist ein Unterschied zum Durch- bzw. Untersuchen. Es ist also schlichte Gier.

@Schwerttänzer: Da bist du sicher firmer als ich. Ich sehe dennoch einen Unterschied. Im Krieg ist das Plündern ein Teil der Belohnung der Soldaten und in einem gewissen Maße selbstverständlich.

Vereinfacht gesagt ist das simple Looten dann akzeptabel, wenn die Bereicherung Teil der Motivation ist. Wenn die SC ausziehen, um Schätze zu sammeln, ist Looten normal. Wenn die SC ausziehen, um eine heroische Aufgabe zu bewältigen, ist nacktes Looten schnell deplaziert.

Wohlgemerkt meine ich Szenen, wo der Gegner quasi in dem Moment geplündert wird, wo er tot umfällt. Das ist für manche SC teil des Konzepts (klassisches Beispiel: Schurken), für andere eher unpassend (Beispiel Paladin). Da ist eine Haltung im Sinne von "jetzt, da wir ihn schon töten mussten, können wir wenigstens auch das Nützliche mitnehmen" imo (alles imo) passender.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Medizinmann am 28.02.2012 | 19:55
Tadaaa  :D
Jetzt lies dir den 1. Post vom Threaderstelelr an.
Für Mich liest sich das als Ingame Talk und genau dagegen hab Ich was  :)
Und Ich denke darum ging es auch dem TE (oder ?)
Hey, gegen Looten an sich, hab Ich nix gegen einzuwenden, wenn die Chars nicht gerade die Helden (oder rechtschaffen Gut oder Mönche mit Armutsgelübde etc ) sind.
Da spricht der Barbar in Mir  >;D

HeyaHeyaHeya
Medizinmann
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: korknadel am 28.02.2012 | 20:06
Was weiß ich denn, wie die Leute ingame sprechen! Ich habe mir nie die Mühe gemacht, Elbisch oder Rogolan zu lernen. Übrigens verstehe ich, dass dem einen oder anderen die Immersion bei gewissen Begriffen flöten geht und das dann für denjenigen kein Rollenspiel mehr ist, ich verstehe nur nach wie vor nicht, wieso es dann plötzlich nur noch eine Gamemechanik sein soll. Denn wie gesagt, die Chars machen mechanisch doch genau dasselbe, egal wie sie ihre Handlung nennen.

Aber ist ja auch nicht so wichtig ...

Ich jedenfalls störe mich nicht daran. 
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 28.02.2012 | 20:35
das er Details aus der Situation herausnimmt.
also dich stört, das es an Nicromanagement oder Hartwurst fehlt?


Kurz:
...Spielt mal Fate oder sowas in die Richtung.  ;D
und wird dort ein entsprechend aufgestellter Char, d.h. ein nicht entgegengestellter, nicht auch plündern oder unglaubwürdig?

.(er könnte also genausogut Heroquest spielen).
was übrigens ein RPG ist, indem looten ziemlich unnütz ist.


@Schwerttänzer: Da bist du sicher firmer als ich. Ich sehe dennoch einen Unterschied. Im Krieg ist das Plündern ein Teil der Belohnung der Soldaten und in einem gewissen Maße selbstverständlich.

Vereinfacht gesagt ist das simple Looten dann akzeptabel, wenn die Bereicherung Teil der Motivation ist. Wenn die SC ausziehen, um Schätze zu sammeln, ist Looten normal. Wenn die SC ausziehen, um eine heroische Aufgabe zu bewältigen, ist nacktes Looten schnell deplaziert.

Nicht um zu plündern zogen die Hellenen vor Illions Tore, trotzdem haben sie es 10 Jahre getan.

Es wäre auch bei epischen Aufgaben etwas, was manj mitnimmt, wenn es nicht gar das Ziel war.
Um Nagelrings willen suchte Dietrich von Bern den Riesen Grim zu bezwingen.
Nachdem er den Ecke ibezwungen und dieser sich weigerte sich zu ergeben erschlug er ihn und nahm den Eckesachs.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Naldantis am 28.02.2012 | 21:53
Looten ist schon wieder eine andere Kategorie, denn das Wort impliziert auch für mich eine indifferente Herangehensweise an das Szenario - und damit genau das, was Grubentroll bemängelt: Reduktion des Rollenspiels auf mechanische Vorgänge. Wenn jemand sagt "ich loote", dann bedeutet das für mich, dass ingame der Char gefühlskalt plündert. DAS ist etwas, was imo in viele Szenen atmosphärisch und auch oft zum Char nicht passt.

Hu???
Und wenn er genau das tut?
den nten erschlagenen Gegner professionell um alles brauch- und tragbare erleichtert, bevor er ihn den Aasfressern überläßt?
Warum sollte man da im Normalfall mehr draus machen?
Okay, es GIBT da Ausnahmen: den ersten Kill, die Leiche ist ein guter Bekannter...

...aber nach einem 08/15-Encounter für einen professionellen Söldner gibt es da keinen Grund, daß irgendwie auszuschmücken.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Naldantis am 28.02.2012 | 22:33
Na und? Im RSP ist oft alles mögliche standardisiert, das Heilen, das Zaubern, nicht zu vergessen: das Kämpfen!

Eben - und es ist genau darum standardisiert, weil es sich tendenziell oft wiederholt; darum ist es ermüdend, diese Szenen jeweils neu beschreiben zu müssen.

Zitat
...aber beim Gegnerausplündern kommt das so oder so eher selten aus, ob ich nun "looten" sage oder "panthergleich trete ich an die Leiche und bücke mich geschmeidig, um sie auf funkendes Geschmeide und rasiermesserscharfe Klingen zu untersuchen, die unserem gemeinsamen heroischen Unterfangen noch gut zupass kommen könnten!"...

...das hast Du schön gesagt!

Zitat
Das ist auch der Grund warum man trennen muss zwischen "Beschreiben um der Beschreibung willen" und "Beschreibungen mit Relevanz".

Ersteres ist sinnlos und kann völlig zurecht verkürzt werden. Bei einer Verkürzung von letzterem leidet aber das Spiel.

Aber nochmal: was bei all diesen Beispielen ist denn eine Beschreibung mit Relevanz?
Doch nicht das Plündern irgendwelcher Noob-Gegner?
Und selbst wenn, dann würde ich als Spieler erwarten, daß mir offensichtliche Tätovierungen ebenso beschrieben werden wie affällige Schmuckstücke.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Arldwulf am 28.02.2012 | 22:36
Na und? Im RSP ist oft alles mögliche standardisiert, das Heilen, das Zaubern, nicht zu vergessen: das Kämpfen! Ein Glück. Ich will schließlich nicht die ganze Zeit jeden Popelkram haarklein ausbuchstabieren wie ein irgendein geschwätziger deutscher Fantasyautor, sondern mich auf die wirklich spannenden und interessanten Momente konzentrieren. (nicht das Atmo-Spiel nicht auch oft ganz toll wäre, aber beim Gegnerausplündern kommt das so oder so eher selten aus, ob ich nun "looten" sage oder "panthergleich trete ich an die Leiche und bücke mich geschmeidig, um sie auf funkendes Geschmeide und rasiermesserscharfe Klingen zu untersuchen, die unserem gemeinsamen heroischen Unterfangen noch gut zupass kommen könnten!")

Das Stichwort ist Relevanz. Es ist vollkommen egal wie romanhaft und verschnörkelt man etwas beschreibt. Sowas ist Geschmackssache und hat keine Relevanz. In diesem Sinne ist also "ich loote" das gleiche wie "ich bücke mich zu ihm herab und durchsuche ihn". Beides hat die gleichen Auswirkungen. Und das Charakterspiel wird nicht durch die Textlänge besser.

Wo es nicht gleich ist sind Fälle bei denen eine zusätzliche Beschreibung Relevanz hätte. Vielleicht haben die Orks welche man gerade erschlagen hat eine Tätowierung die erklärt von welchem Stamm sie kommen, was der Gruppe einen Hinweis geben kann? Vielleicht finde ich wertlose Gegenstände welche mir erklären dass dies ein Spähtrupp war, oder auf einer bestimmten Mission? Der entscheidende Punkt ist dass derlei Entwicklungen nicht zwingend vom Spielleiter ausgehen müssen, sondern von den Spielern ausgehen können.

Es gibt also einen Mehrwert gegenüber dem was ich erreiche wenn ich den Spielern einfach nur erzähle wie viel Gold das gefundene wert ist und nur auf vorbereitete Ideen zurückgreife. Ähnlich ist es in dem "Tanken" Beispiel. Solange die Aktion daraus besteht sich hinzustellen und schläge zu kassieren macht es natürlich wenig Sinn dies ausführlich zu beschreiben, mit dem Moment bei dem die Beschreibung meiner Aktionen aber in unterschiedlichen Effekten mündet wird sie wieder wichtig.

Das ist auch der Grund warum man trennen muss zwischen "Beschreiben um der Beschreibung willen" und "Beschreibungen mit Relevanz".

Ersteres ist sinnlos und kann völlig zurecht verkürzt werden. Bei einer Verkürzung von letzterem leidet aber das Spiel.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: psycho-dad am 29.02.2012 | 00:35
wird dort ein entsprechend aufgestellter Char, d.h. ein nicht entgegengestellter, nicht auch plündern oder unglaubwürdig?

Kurz:
Ein "entsprechend gestellter" Dieb, der -nicht- klaut/Plündert/etc (und dessen Spieler -nicht- gezielt darauf aus ist, die Runde zu Sprengen*), wird unglaubwürdig. Das erklärt sich aus den Regeln und dem Zusammenspiel selbiger mit der wie-auch-immer gearteten Storry sowie den Regeln der SC-Interaktion untereinander... Erklären kann ich das jetzt ganz schlecht, jedenfalls nicht, ohne eine ausschweifenden Ausflug in die Spielmechaniken zu machen. Fate ist hier nur ein beispiel, es gibt noch weit mehr gute "Storryteller"-Systeme. Nein, (O)WoD zähle ich nicht dazu! ((N)WoD kenn ich nicht.) Schau's dir an. (http://www.faterpg.de/2011/05/02/free-fate-auf-deutsch/)  :)

Wo es nicht gleich ist sind Fälle bei denen eine zusätzliche Beschreibung Relevanz hätte. Vielleicht haben die Orks welche man gerade erschlagen hat eine Tätowierung die erklärt von welchem Stamm sie kommen, was der Gruppe einen Hinweis geben kann? Vielleicht finde ich wertlose Gegenstände welche mir erklären dass dies ein Spähtrupp war, oder auf einer bestimmten Mission? Der entscheidende Punkt ist dass derlei Entwicklungen nicht zwingend vom Spielleiter ausgehen müssen, sondern von den Spielern ausgehen können.

Es gibt also einen Mehrwert gegenüber dem was ich erreiche wenn ich den Spielern einfach nur erzähle wie viel Gold das gefundene wert ist und nur auf vorbereitete Ideen zurückgreife. Ähnlich ist es in dem "Tanken" Beispiel. Solange die Aktion daraus besteht sich hinzustellen und schläge zu kassieren macht es natürlich wenig Sinn dies ausführlich zu beschreiben, mit dem Moment bei dem die Beschreibung meiner Aktionen aber in unterschiedlichen Effekten mündet wird sie wieder wichtig.

Das ist auch der Grund warum man trennen muss zwischen "Beschreiben um der Beschreibung willen" und "Beschreibungen mit Relevanz".

Ersteres ist sinnlos und kann völlig zurecht verkürzt werden. Bei einer Verkürzung von letzterem leidet aber das Spiel.

Wie sollen den Spieler, die den Plot im vorraus ja im regelfall nicht kennen, relevante kämpfe (und wichtiges "spiel das aus!" leichenfleddern) von "lückenfüllern" (aka: "Ich geh die leichen looten") unterscheiden? Ich denke, da ist der SL schon gefordert. Wenn eine gruppe von Gegnern Informationen hat, die die SC -unbedingt- zur lösung des Abenteuers brauchen, dann muss der SL auch dafür sorge tragen, das die SC diese Informationen bekommen. Zumindest muss es vom SL deutliche, unmissverständliche hinweise geben, das -diese- gruppe Orks Informationen hat, die andere "random Orks" nicht haben. Wenn der Sl das nicht auf die Reihe bringt... Das ist IMHO das gleiche, als würde man sich darüber beschweren, das einem sein Geburtstagsgeschenk nicht gefällt, nachdem man das ganze jahr über wieder und wieder betont hat, das man auf gar keinen fall irgendwas haben will. Oder anders: Wenn ich auf der Straße 200 Leuten begegne, woher soll ich wissen, das genau eine davon die ultimative Liebe meines Lebens sein könnte, wenn sie nicht irgendwie auffällt? Das kann nach Railroading/Hardscripting/sontwas stinken bis zum Himmel, aber wenn die Spieler keine möglichkeit und keinen anhaltspunkt haben, unwichtige Information A von wichtiger Information B zu trennen, dann ist es einfach gut glück, ob die SC über A stolpern oder über B, oder ob sie beides Ignorieren**.

Edit:
Bei Spielen, die von vornherein den Spieler die Miteintscheidung darüber lassen, ob eine gruppe Orks wichtig war oder nicht, entfällt das ganze selbstverständlich. Aber strategische Orientiere (aka "klasische") Spielsysteme sind eben dafür nicht gedacht/gemacht. Das -kann- man natürlich einbauen, das -habe- ich auch selbst in meinen Runden schon gemacht (und tue das immernoch), aber effektiv ist das einfach nur Flickschusterei, um ein System um etwas zu erweitern, was es nicht kann. Wenn man da nicht weis, was man eigentlich haben will, kann das einem auch ganz böse in die Handtasche kacken, wenn man seine Gruppe nicht kennt (oder falsch einschätzt).

* = In dem Fall greift Regel 0; "Spiel nicht mit Idioten!"
**= Meiner Erfahrung nach sollte man wichtige Sachen eher überbetonen, als das man sie unter den Tisch fallen läst. Spieler schätzen oft Informationen vom SL ganz anders ein, als man denken mödchte. Daher ist überbetonung der wichtigen Details oft ein geeignetes mittel, um den Spielern eine roten Pfeil vors Gesicht zu hängen: "Hey, pssst.... HIER LANG!"
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Arldwulf am 29.02.2012 | 07:40
Das hast du missverstanden. Es geht nicht um die grundlegenden Plotinformationen sondern um zusätzliches was der SL gar nicht bedacht hatte sondern als Idee der Spieler eingebracht wird.

Um ein Beispiel zu nennen: Die Spieler folgen gerade der Story um einen Mordfall als ihnen ein Hinterhalt gelegt wird. Ziel des Encounters ist es den Spielern neben ein wenig Action auch ein paar Plotinformationen zu bieten, in erster Linie: "Jemand beobachtet euch und hat was gegen eure Ermittlungen" und evtl. auch noch so etwas wie ein Zettel mit euren Gesichtern drauf und irgendeine Botschaft ala: "Erledigt dieses Problem für mich, ich zähle auf euch!" unterzeichnet mit irgendeinem Aliasnamen.

Ein Spieler der wie in einem Computerspiel nur nehmen würde was dort "dropped" würde also davon die Wertgegenstände finden und den Zettel. So weit ist das was der SL sich dabei gedacht hat.

Ein Spieler der sagt was er genau sucht könnte eventuell mehr herausfinden einfach indem er mehr Fragen stellt. "Wie sehen die aus?", "Finde ich irgendwelche Zettel oder Notizen", "haben die ein Zeichen, irgendeine Art Identifikationsmöglichkeit?". Denkbar wäre zum Beispiel darüber herauszufinden dass diese Angreifer alle zu einer lokalen Diebesgilde gehörten, die man üblicherweise im Hafen in einer bestimmten Taverne kontaktiert. Möglicherweise ein Ort um herauszufinden wer der mysteriöse Kerl ist der eure Ermittlungen behindern will? Das ist für den Plot nicht essentiell, die Spieler können auch ohne diese Idee auf den Verantwortlichen kommen. Aber es ist ein anderer Ansatzpunkt an den der SL in dieser Situation nicht gedacht hatte. Und auf den er eingehen kann.

Solche Ideen kommen zustande wenn man die Spieler fragt was ihre Charaktere tun. Solange man nur vordefinierte Sachen liegen lässt gibt es halt auch nur diese. Und genau das macht doch den Unterschied zwischen PnP und einem Computerrollenspiel aus. Ich kann eigene Ideen einbringen und bin nicht an vordefinierte Optionen gebunden.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Tudor the Traveller am 29.02.2012 | 08:44
Hu???
Und wenn er genau das tut?
den nten erschlagenen Gegner professionell um alles brauch- und tragbare erleichtert, bevor er ihn den Aasfressern überläßt?
Warum sollte man da im Normalfall mehr draus machen?
Okay, es GIBT da Ausnahmen: den ersten Kill, die Leiche ist ein guter Bekannter...

...aber nach einem 08/15-Encounter für einen professionellen Söldner gibt es da keinen Grund, daß irgendwie auszuschmücken.

Ja, sage ich ja. Wenn er es so macht - eben wie ein professioneller Söldner, für den das Plündergut zur normalen "Bezahlung" gehört - ist "looten" nicht nur akteptabel sondern sehr passend. Ich sage ja, dass der Ausdruck allein bereits diese Vorgehensweise in meiner Vorstellung heraufbeschwört.

Was ich aber auch sage ist, dass viele SC eben keine "professionellen Söldner" sind. Auch wenn sie zuweilen den Anschein erwecken.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Medizinmann am 29.02.2012 | 08:58
Ich glaub, Ich muß mal für ein oder 2 meiner LG Chars aufschreiben, das Sie immer die Bösen Looten um dann das Geld unter die Armen und Bedürftigen zu verteilen....
(und wenn dann mal ein magisches Schwert oder magischer Schutzring dabei ist, der hilft dann, das Böse zu bekämpfen.)
Ja, das ist eine gute Idee, sollte sogar zusatz XP wg gutem Rollenspiel geben   8]

HokaHey
Medizinmann
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Grubentroll am 29.02.2012 | 09:23
Wenn ich nach einem Verkehrsunfall eine Leiche rumnliegen  sehe, durchsuche ich die ja auch erst mal nach Wertgegenständen.

Wer würde das nicht tun.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Ludovico am 29.02.2012 | 09:31
Nicht um zu plündern zogen die Hellenen vor Illions Tore, trotzdem haben sie es 10 Jahre getan.

Und vergewaltigt und gebrandschatzt wurde auch immer fleißig. Ist natürlich auch ok, wenn die Helden das tun.

Damit will ich sagen: Lass die Geschichte hier mal außen vor! Es geht um Rollenspiel, nicht um Historie oder auch um griechische Sagen und Legenden.

Zum Thema:
Ich gestehe, dass mich Looten, Tanken, Damage Dealer usw. auch OT stört. Ja, die Begrifflichkeiten sind Standard im Online-RPG. Aber welcher Online-RPGler spielt ernsthaft der Immersion wegen? Gerade sobald es an den Kampf geht, ist doch alles nur reine Gamemechanik.

Das geht auch beim RPG generell (und manche Leute spielen auch so und haben Spass damit), aber ich sehe Kämpfe als großartige Möglichkeiten für Charakterplay und Immersion. Man wird nicht immer umhin kommen, gewissen Begriffe zu benutzen, um den anderen Spielern neben der Beschreibung klarzumachen, was man vor hat, welche Fähigkeiten man aktivieren möchte, aber auch hier kann man auf Online-RPG-Standardisierungen verzichten.

Deshalb finde ich es störend, wenn solche Begriffe am Spieltisch fallen, ganz egal, ob sie irgendwann mal Standard in der P&P-Szene werden oder nicht.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Sphärenwanderer am 29.02.2012 | 09:36
Wenn ich nach einem Verkehrsunfall eine Leiche rumnliegen  sehe, durchsuche ich die ja auch erst mal nach Wertgegenständen.

Wer würde das nicht tun.
Leider bin ich nicht schnell genug, um in meiner Hood noch was abzubekommen.  :'(
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Pyromancer am 29.02.2012 | 10:19
Interessant. Bei Familie Goblin die Tür zum Dungeon einzutreten und die gesamte Sippe inklusive Onkel Troll, Großvater Eisriese, Tochter Gnoll und Hund Kobold restlos auszulöschen (was schließlich der Inhalt jedes Dungeon Crawlers ist) ist legitim, aber hinterher zu plündern ist verwerflich. Gut zu wissen.

Wenn man das "Violence(TM)"-Rollenspiel im Fantasy-Setting spielt, dann mag das so sein. Ein "guter" Crawl hat aber i.d.R. etwas mehr Tiefgang als "tötet sie alle".

Und das hängt glaube ich dann auch mit der Grundfrage hier zusammen: Wenn das Rollenspiel nur daraus besteht, alle zu töten und dann zum nächsten Encounter weiterzuziehen, dann ist eine "computerspielige" Ausdrucksweise doch auch kein Problem mehr.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Pyromancer am 29.02.2012 | 10:44
Im Endeffekt wird es in der Regel darauf hinauslaufen, den Stützpunkt/Dungeon/Wohnzimmer der anderen klinisch rein von Leben zu säubern.
Ich hab die letzten drei Jahre Fantasy-Kampagnen geleitet, auch mit Dungeon-Crawls, und in keinem einzigen ging es darum, diesen "klinisch rein von Leben zu säubern."

Zitat
Wer sich das schönreden kann, sollte mit dem Schönreden von Plünderungen wohl kein Problem mehr haben.

Das stimmt allerdings.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: McCoy am 29.02.2012 | 10:50
Sind wir noch beim Ursprungsthema? Es bestreitet doch wohl niemand das wir alle vermutlich schon ganze Ortschaften an Goblins, Orks und ähnliches den Sprung zur Wiedergeburt ermöglicht haben.
Die Frage war doch ob es nervt wenn beim PnP die gleiche "Sprache" verwendet wird wie bei z.B. WoW, das die Spielcharaktere auf ihre reine Mechanik runtergebrochen werden (Zwerg tankt, weil er die 4 Pfeile locker einsteckt und auch mit ner Axt im Kopf noch moschen kann) ohne zu beachten das der Zwerg zwar viele HPs hat aber in wirklichkeit ein feiges Huhn ist das gar nicht in die Gegnermassen reinrennen will. Zumindest hab ich den Eingangspost so verstanden.

Und da kann ich guten Gewissens sagen: Ja das würde mich nerven. Macht mich das jetzt zum arroganten Besserspieler? Ich denke nicht - weder arrogant noch besser. Es macht mich zu jemanden den so was nervt.

Genauso wie es mich nervt wenn vor mir jemand mit 40km/h fährt obwohl man 70 fahren kann.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Pyromancer am 29.02.2012 | 11:04
Sind wir noch beim Ursprungsthema?
Ich sehe da einen Zusammenhang, ja.
Wenn potentiell feindliche NSCs nur als XP-Quellen und Encounter-Hindernis gesehen werden, dann ist das genauso eine "Technisierung" des Spielerlebnisses wie die Benutzung von WoW-Sprech. Das sind zwei Phänomene mit der selben Ursache, die sich nur graduell unterscheiden.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Achamanian am 29.02.2012 | 11:11

Die Frage war doch ob es nervt wenn beim PnP die gleiche "Sprache" verwendet wird wie bei z.B. WoW, das die Spielcharaktere auf ihre reine Mechanik runtergebrochen werden (Zwerg tankt, weil er die 4 Pfeile locker einsteckt und auch mit ner Axt im Kopf noch moschen kann) ohne zu beachten das der Zwerg zwar viele HPs hat aber in wirklichkeit ein feiges Huhn ist das gar nicht in die Gegnermassen reinrennen will. Zumindest hab ich den Eingangspost so verstanden.

Und da kann ich guten Gewissens sagen: Ja das würde mich nerven. Macht mich das jetzt zum arroganten Besserspieler? Ich denke nicht - weder arrogant noch besser. Es macht mich zu jemanden den so was nervt.

Die Frage, ob das andere auch nervt, ist ja auch legitim, genauso wie von dem Gebrauch solcher Vokabeln tatsächlich genervt zu sein.

Andererseits wurde hier ja von vielen, die das nervt, hier über die hinter dem Gebrauch von solchem Vokabular stehende Geisteshaltung spekuliert. Das gehört dann auch nicht zum Thema, und damit ebenso wenig Aussagen wie: "Ich finde, so Leute können auch gleich weiter Computer spielen" oder "Das macht doch alles mechanistisch oder standardisiert".
Wenn man sich solche Spekulationen nicht verkneifen kann und dabei zu dem Schluss kommt, dass solche Leute beim Tischrollenspiel eigentlich nichts verloren hätten oder es kaputt machen oder es zumindest nicht richtig "verstanden" haben, dann muss man sich ja wohl auch den Vorwurf gefallen lassen, arrogant zu sein oder den Besserspieler zu markieren.

Wenn jemand Looten sagt, macht das meine Immersion schon mal nicht kaputt. Viel mehr reißt es mich z.B. heraus, dass bei meinem SL die NSC ständig sagen: "Die Zeit eilt!" (obwohl sie meinen, dass die Zeit drängt.) Trotzdem käme ich nicht auf die Idee zu behaupten, dass der irgendetwas "nicht verstanden" hätte.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Achamanian am 29.02.2012 | 11:15
Ich sehe da einen Zusammenhang, ja.
Wenn potentiell feindliche NSCs nur als XP-Quellen und Encounter-Hindernis gesehen werden, dann ist das genauso eine "Technisierung" des Spielerlebnisses wie die Benutzung von WoW-Sprech. Das sind zwei Phänomene mit der selben Ursache, die sich nur graduell unterscheiden.

Das ist doch pure Spekulation! Welche gemeinsame Ursache haben denn WoW-Sprech und "Technisierung"? Dass manche Tischrollenspieler auch Computer spielen? Das ist doch eine reine Frage des individuellen Spiel- und Sprachstils. Ich habe sicher die ersten zwei Rollenspieljahre lang nur gehackt und gelootet und "mechanisch" gespielt, ohne davor mit Computerspielen in Kontakt gekommen zu sein (die gab's in dem Sinne noch praktisch gar nicht ...). Ich habe nur andere Worte dafür verwendet.
Junge, die deutsche Romantik marschiert hier ja echt!
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Arldwulf am 29.02.2012 | 11:25
Die gemeinsame Ursache ist das beides durch Reduzierung von Optionen entsteht.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Pyromancer am 29.02.2012 | 11:30
Das ist doch pure Spekulation! Welche gemeinsame Ursache haben denn WoW-Sprech und "Technisierung"?
WoW-Sprech und "NSC im Dungeon"="XP-Quelle" haben beide als Ursache ein mechanisches Bild des Spieles, wo es um Werte, XP, effektives Vorgehen etc. geht. Wie du selbst sagst habt ihr das früher ja auch gemacht, nur andere Worte dafür verwendet. Meine Frage: Hätte dich damals das Verwenden solcher Begriffe gestört? Warum?

Zitat
Junge, die deutsche Romantik marschiert hier ja echt!
Was hat das mit Romantik zu tun? Wer in dem braunpelzigen, kleinen Menschlein die 400XP sieht, die zwischen ihm und dem nächsten Encounter stehen, der hat wohl offensichtlich ein anderes Spielerlebnis als jemand, der einen kleinen, verzweifelten Goblin sieht, der nur das Nest seiner Familie verteidigt.
Und diese Unterscheidung geht bis in die Urzeiten des Rollenspieles zurück, ist also kein neues Phänomen. Wow-Sprech ist da nur eine neue Ausprägung.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: ErikErikson am 29.02.2012 | 11:31
Das ist doch pure Spekulation! Welche gemeinsame Ursache haben denn WoW-Sprech und "Technisierung"? Dass manche Tischrollenspieler auch Computer spielen? Das ist doch eine reine Frage des individuellen Spiel- und Sprachstils. Ich habe sicher die ersten zwei Rollenspieljahre lang nur gehackt und gelootet und "mechanisch" gespielt, ohne davor mit Computerspielen in Kontakt gekommen zu sein (die gab's in dem Sinne noch praktisch gar nicht ...). Ich habe nur andere Worte dafür verwendet.
Junge, die deutsche Romantik marschiert hier ja echt!

Ich vermute, ein WoW-Spieler ist deutlich mehr an Effektivität interessiert als jeder P&P-Spieler. Im Endgame ist das notwendig, sonst wiped man verliert man immer. Der Effektivität wird also alles andere untergeordnet. WOW-Endgame ist ein SWAT-Einsatzteam. Erstmal effektiv, dann schau mer mal was noch bleibt. Das ist reiner Gamismus und die vertreter anderer Spielstile sind da eventuell nicht so glücklich mit.  
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Achamanian am 29.02.2012 | 11:32
Die gemeinsame Ursache ist das beides durch Reduzierung von Optionen entsteht.

Also:

Reduzierung von Optionen >führt zu> Technisierung des Spielerlebnisses
und
Reduzierung von Optionen >führt zu> WoW-Sprech

Da komme ich nun echt nicht mehr mit. Die SC haben weniger Optionen, also fangen sie an, looten zu sagen?
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Achamanian am 29.02.2012 | 11:42
Ich vermute, ein WoW-Spieler ist deutlich mehr an Effektivität interessiert als jeder P&P-Spieler. Im Endgame ist das notwendig, sonst wiped man verliert man immer. Der Effektivität wird also alles andere untergeordnet. WOW-Endgame ist ein SWAT-Einsatzteam. Erstmal effektiv, dann schau mer mal was noch bleibt. Das ist reiner Gamismus und die vertreter anderer Spielstile sind da eventuell nicht so glücklich mit.  

Ist ja alles schön und gut, aber was bitte hat das damit zu tun, ob die Leute "looten" sagen? Sorry, ich blicks echt nicht und kann da eigentlich nur ein soziales Distionktionsbedürfnis der "richtigen" Rollenspieler gegenüber den WoW-Prolls erkennen, das sich ausgerechnet am Sprachgebrauch hochzieht. Da steht doch einfach nur die Unterstellung hinter, dass Leute, deren Sprechweise sie als Mitglied einer anderen "Schicht" (Computerspieler) zugehörig kennzeichnet, nicht zu "uns" passen und frühzeitig erkannt und ausgesondert werden sollten. Und dazu dann allerlei Theoretisiererei darüber, warum diese Leute aufgrund ihrer sozialen Erfahrungen "anders" sind und dass sie ja auch "anders" sein dürfen, man sie aber bitte nicht in ihrem T-Shirt mit Bandaufdruck in unserer Schönen Oper sitzen haben will und mitanhören, wie sie in der Pause "Alda ey, voll geiles Stück!" sagen.

Wenn ein Problem mit unterschiedlichem Spielverständnis auftaucht, REDET man halt mit den Leuten drüber, aber man schiebt ihnen doch nicht unter, dass man schon an ihrem Sprachgebrauch erkennen kann, dass sie sich nicht für ein authentisches Tischrollenspielerlebnis interessieren und eigentlich viel besser vor ihrer Flimmerkiste aufgehoben wären. Und selbst WENN ein Spieler WoW vorgeprägt ist (und das auch durch seine Ausdrucks- UND Spielweise rüberbringt), dann kann man ihm doch erst mal unterstellen, dass er trotzdem ein positives Interesse am Tischrollenspiel hat und vielleicht erst einmal herausfinden muss und will, welche Möglichkeiten sich da noch alles eröffnen, die er am Anfang bestenfalls erahnt. Natürlich wird dieser Spieler wenig Freude am Erforschen des Tischrollenspiels haben, wenn er sich einer Runde gerümpfter Nase gegenübersieht und sich anhören muss, dass sein technisierter, reduzierter, immersionszerstörender Spiel ja wohl voll daneben ist.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Medizinmann am 29.02.2012 | 11:49
und dass sie ja auch "anders" sein dürfen, man sie aber bitte nicht in ihrem T-Shirt mit Bandaufdruck in unserer Schönen Oper sitzen haben will und mitanhören, wie sie in der Pause "Alda ey, voll geiles Stück!" sagen.

Für Mich ist das relativ Einfach:
 Wenn Ich in der Oper sitze und die Prolls mich oder meine Nachbarn mit Furzen, dazwischenrufen, rumgestinke und gezetere am Opern genießen stören, werde Ich was sagen (alles andere wäre Feige) wenn sie still sind und in Ruhe die Oper geniessen, bin Ich der letzte der was dagegen hat und würde Ihnen sogar helfen, falls Sie grundlos von einem  Opern Fatzke angemacht werden würden.
Und wenn Die in der Pause sich Dosenbier reinziehen und Laber ;ey Dufta Alda, Nabucco is voll Krass
So würde Ich mir zwar denken, schade um das Aussterben der deutschen Sprache aber im Grunde wäre es mir Egal was Sie sagen(sie sollen nur die Klappe halten, wenn die dicke Lady singt)

der eigentlich auf keiner Oper tanzt
(aber das war halt das Beispiel )
Medizinmann

Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: korknadel am 29.02.2012 | 11:51
Ich vermute, ein WoW-Spieler ist deutlich mehr an Effektivität interessiert als jeder P&P-Spieler. Im Endgame ist das notwendig, sonst wiped man verliert man immer. Der Effektivität wird also alles andere untergeordnet. WOW-Endgame ist ein SWAT-Einsatzteam. Erstmal effektiv, dann schau mer mal was noch bleibt. Das ist reiner Gamismus und die vertreter anderer Spielstile sind da eventuell nicht so glücklich mit.  

Mag sein, dass der WoW-Spieler auf Effektivität aus ist. Aber das hat doch nichts mit dem Sprachgebrauch zu tun. In  unserer Desolation-Runde auf dem Treffen hat Don Kamillo auch einmal nach einem Kampf "gelootet" (was der SL als "die Leichen untersuchen" sehr richtig verstanden hat). Aber nur weil Kamillo das so formuliert hat, bedeutet das doch aber nicht, dass er autimatisch auch immer mechanisch und auf Effektivität hin gespielt hat. Er hat einfach irgendwie gespielt und irgendetwas gesagt (und natürlich war auch Ironie dabei).

Ich verstehe wirklich nicht, wie man von einem gewissen Sprachgebrauch gleich auf Spielstile und all das schließen kann. In unserer Ars Magica-Runde spricht niemand wirklich IC, weil das nämlich niemand kann, mittelalterliches Italienisch ist nicht unsere Stärke, deshalb sprechen wir halt irgendwie, Hauptsache, alle verstehen, was gemeint ist. Sind wir deshalb nun WoWer, Banker, postmoderne Gamisten, Schlechterspieler?
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: ErikErikson am 29.02.2012 | 11:58
Mag sein, dass der WoW-Spieler auf Effektivität aus ist. Aber das hat doch nichts mit dem Sprachgebrauch zu tun. In  unserer Desolation-Runde auf dem Treffen hat Don Kamillo auch einmal nach einem Kampf "gelootet" (was der SL als "die Leichen untersuchen" sehr richtig verstanden hat). Aber nur weil Kamillo das so formuliert hat, bedeutet das doch aber nicht, dass er autimatisch auch immer mechanisch und auf Effektivität hin gespielt hat. Er hat einfach irgendwie gespielt und irgendetwas gesagt (und natürlich war auch Ironie dabei).

Ich verstehe wirklich nicht, wie man von einem gewissen Sprachgebrauch gleich auf Spielstile und all das schließen kann. In unserer Ars Magica-Runde spricht niemand wirklich IC, weil das nämlich niemand kann, mittelalterliches Italienisch ist nicht unsere Stärke, deshalb sprechen wir halt irgendwie, Hauptsache, alle verstehen, was gemeint ist. Sind wir deshalb nun WoWer, Banker, postmoderne Gamisten, Schlechterspieler?

Das ist ein Korrelativer Zusammenhang. Es ist ja durchaus nicht so, das jeder WoW Spieler effektiv spielt. Vielleicht ist er erst Stufe 40 und war noch nie in einer Instanz.
Die verwendung von WoW-begriffen ist einfach ein Indiz dafür, das der Spieler mit erhöhter Wahrscheinlichkeit gamistisch spielt. Denn nicht nur zeigt er dadurch eine mögliche Verbindung zu Onlinespielen an, welche im Allgemeinen gamistisches Spiel fördern, er verzichtet auch auf eine atmosphärische Beschreibung. Dieser verzicht auf eine beschreibung deutet erneut auf Gamismus hin.

 




Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Arldwulf am 29.02.2012 | 12:00
Also:

Reduzierung von Optionen >führt zu> Technisierung des Spielerlebnisses
und
Reduzierung von Optionen >führt zu> WoW-Sprech

Da komme ich nun echt nicht mehr mit. Die SC haben weniger Optionen, also fangen sie an, looten zu sagen?

Nicht zwingend nur looten sondern auch andere standartisierte und auf ihre grundlegenden Spielauswirkungen reduzierte Dinge. Ein anderes Beispiel wäre die Aussage eines D&D 3.5 Fighters auf die Frage "Was machst du" - "Fullattack!". Dabei ist natürlich zu bedenken dass die Reduzierung im PnP Fall nur scheinbar existiert, vor allem bei Spielern die glauben sie könnten nur das tun was durch irgendwelche Regeln vorabdefiniert ist.

Üblicherweise stimmt das nicht, beeinflusst aber dennoch die Handlungen der Spieler. Je eingeschränkter die Optionen scheinen umso mehr benutzt man feststehende Fachbegriffe für sie. Im Computerspiel wäre das Beispiel der gedroppede  loot. Den ich halt nur anklicken und mitnehmen kann, mit dem ich aber ansonsten wenig interagieren kann. Im Kontext eines Computerspiel macht eine Beschreibung also keinen Sinn - sie hat keine Relevanz. Eine Animation die zeigt wie man den Krams aufnimmt mag schön sein, nervt aber irgendwann nur noch. Das hat wenig mit der Animation selbst zu tun als damit dass die Einflussmöglichkeiten des Spielers hier nicht gegeben sind. Egal wie schön das animiert wird, im Hintergrund passiert immer das gleiche. Selbst eine bei jedem looten andere und neue Animation würde nichts daran ändern.

Im PnP übernehmen Spieler und Spielleiter diese einschränkende Rolle entweder aus vorherigen Vorbildern, oder weil man den Spielstil so mag. Letztlich ist es aber stets damit verbunden das einige Optionen im Kontext des Spiels nicht existieren. Spieler die dies dann anders spielen wollen werden eben nicht nur von den MMORPG Begriffen abgeschreckt sondern auch davon dass kreative Ideen abseits der Standardverhaltensweisen ignoriert werden.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: korknadel am 29.02.2012 | 12:03
Denn nicht nur zeigt er dadurch eine mögliche Verbindung zu Onlinespielen an, welche im Allgemeinen gamistisches Spiel fördern, er verzichtet auch auf eine atmosphärische Beschreibung. Dieser verzicht auf eine beschreibung deutet erneut auf Gamismus hin.

Diese Aussage halte ich für ziemlich falsch. Ich bin höchstens in Ansätzen Gamist, fürchte aber nichts so sehr als zwanghafte atmosphärische Beschreibungen, die die Story nicht voranbringen. Und ich kenne genug andere Nicht-Gamisten, die es lieber kurz und knapp mögen, was das Ausspielen und Beschreiben angeht. Es muss einfach auch nciht immer wichtig sein, in welcher Tasche des grünen Samtrocks der verschlüsselte Brief drin ist. Es reicht für die Story meistens, wenn man dem lootenden Spieler sagt, dass er bei der Leiche einen solchen Brief findet.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: ErikErikson am 29.02.2012 | 12:05
Diese Aussage halte ich für ziemlich falsch. Ich bin höchstens in Ansätzen Gamist, fürchte aber nichts so sehr als zwanghafte atmosphärische Beschreibungen, die die Story nicht voranbringen. Und ich kenne genug andere Nicht-Gamisten, die es lieber kurz und knapp mögen, was das Ausspielen und Beschreiben angeht. Es muss einfach auch nciht immer wichtig sein, in welcher Tasche des grünen Samtrocks der verschlüsselte Brief drin ist. Es reicht für die Story meistens, wenn man dem lootenden Spieler sagt, dass er bei der Leiche einen solchen Brief findet.

Ja. Du hast recht. Ich fürchte diese Beschreibungen ebenfalls, und ich bin auch nicht bei jedem Spiel gamist, bei deutschem Cthulhu etwa gar nicht. 
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Achamanian am 29.02.2012 | 12:23
Im PnP übernehmen Spieler und Spielleiter diese einschränkende Rolle entweder aus vorherigen Vorbildern, oder weil man den Spielstil so mag. Letztlich ist es aber stets damit verbunden das einige Optionen im Kontext des Spiels nicht existieren. Spieler die dies dann anders spielen wollen werden eben nicht nur von den MMORPG Begriffen abgeschreckt sondern auch davon dass kreative Ideen abseits der Standardverhaltensweisen ignoriert werden.

Am Anfang war hier aber doch die Rede von "Spielern, die mit dieser Verwendung von Begriffen nerven", die also nach deiner Erklärung selbst WENN die Begriffe wie Looten zuverlässig mit einem solcherart "eingeschränkten" Spielverhalten einhergehen, doch nur ihre eigenen Optionen einschränken, nicht die der anderen Spieler oder gar des SLs. Warum sollte der SL nur deshalb, weil ein Spieler sich tatsächlich "mechanisch" aufs Kämpfen und Looten beschränkt, die kreativen Ideen der anderen plötzlich ignorieren? Wenn der SL kreatives Spiel seitens der Spieler mag, dann wird er es doch immer dort aufnehmen und begünstigen, wo es auftaucht, anstatt sich von einem "lootenden" Spieler diktieren zu lassen, dass es jetzt nur noch um Spielmechaniken geht.
Wenn andere Spieler durch WoW-Sprache wirklich "abgeschreckt" werden, dann doch wahrscheinlich eher, weil sie sich insgeheim für etwas Besseres halten und sich fragen, an was für Nasen sie da denn jetzt geraten sind ...

Und nochmal: Wenn was vom Sprach- oder Spielstil her in der Gruppe nicht passt, redet man drüber. Man bejammert nicht, dass irgendein Mitspieler mit seinem looten und tänkn irgendwie repräsentativ für die Entseelung des Rollenspiels steht.

Ich für meinen Teil würde mich auch nicht gerade als Gamisten bezeichnen. Trotzdem, wenn ich will, dass mein Charakter einen besiegten Gegner durchsucht, dann sage ich, dass ich ohne viel Brimborium, dass ich ihn durchsuche, und will vom SL meistens mit ebenso wenig Brimborium gesagt kriegen, was ich dabei finde (es sei denn, das Brimborium hat einen Sinn und ist damit kein solches mehr, sondern tatsächliche Kommunikation über das Spielgeschehen. Das kann auch heißen, dass mir der SL bei einem First Kill dann mal eklig beschreibt, wie ich die blutverklebten Kleider anfasse ... aber bitte nicht zehn mal bei zehn Durchsuchungen, nur als Selbstzweck!). Ich könnte dann auch "looten" sagen (mach ich aber nicht, weil ich eben nie irgendwelche Computerrollenspiele gespielt habe und das Wort bei mir deshalb nicht gespeichert ist). Einen Unterschied würde das nicht machen.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: bobibob bobsen am 29.02.2012 | 12:51
Wenn man vorher definiert hat was man unter den Begriffen versteht bzw welche Aktion dahinter steckt wäre ich in meinen Runden anpassungsfähig und würde das auch zulassen. Jeder nach seinem gusto. Ich mache meinen Spielern ja auch keine Bekleidungsvorschriften
Beim tänken hätte ich aber Schwierigkeiten da sich dahinter in den meisten Systemen die ich kenne diverse Optionen verbergen können. Einigt man sich auf eine Standartoption à la Tänken= Sturmangriff auf den am nächsten stehenden Gegner wäre das für mich Ok. Andere Worte gleicher Sinn.
Lieber wäre mir allerdings eine kurze Beschreibung der Aktion dann kommt es nicht zu Mißverständnissen.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Arldwulf am 29.02.2012 | 13:00
WENN die Begriffe wie Looten zuverlässig mit einem solcherart "eingeschränkten" Spielverhalten einhergehen, doch nur ihre eigenen Optionen einschränken, nicht die der anderen Spieler oder gar des SLs.

Leider nicht. Denn es geht ja gerade um ein Zusammenspiel. Durch das detailliertere Beschreiben der eigenen Aktionen gebe ich auch dem SL und den anderen Spieler etwas um darauf einzugehen. Man schränkt sich daher nicht nur selbst ein, sondern auch das Spiel der anderen.

Das heißt ja nun nicht das Spiele die so vorgehen schlecht sein müssen. In erster Linie nutzen sie nur ein Stilmittel nicht welches dem Rollenspiel etwas zusätzliches geben könnte. Es ging nur darum dass die verkürzten Begriffe eben nicht das gleiche sind wie die detailliertere Beschreibung und der Unterschied nicht nur in der Anzahl und sprachlichen Qualität der Worte liegt. Sondern auch in der Möglichkeit auf die Details der Aktionen einzugehen.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Achamanian am 29.02.2012 | 13:24
Leider nicht. Denn es geht ja gerade um ein Zusammenspiel. Durch das detailliertere Beschreiben der eigenen Aktionen gebe ich auch dem SL und den anderen Spieler etwas um darauf einzugehen. Man schränkt sich daher nicht nur selbst ein, sondern auch das Spiel der anderen.

Das heißt ja nun nicht das Spiele die so vorgehen schlecht sein müssen. In erster Linie nutzen sie nur ein Stilmittel nicht welches dem Rollenspiel etwas zusätzliches geben könnte. Es ging nur darum dass die verkürzten Begriffe eben nicht das gleiche sind wie die detailliertere Beschreibung und der Unterschied nicht nur in der Anzahl und sprachlichen Qualität der Worte liegt. Sondern auch in der Möglichkeit auf die Details der Aktionen einzugehen.

Meine Rollenspielpraxis sagt, dass das einfach nicht so ist. Natürlich spielt man sich die Bälle zu, aber dort, wo ein Spieler etwas freilässt, indem er allgemein bleibt, geht oft genug gerade auch ein anderer rein und bestimmt genauer. Es hängt immer nur davon ab, welcher Vorgang gerade wen am meisten interessiert. Wenn man als SL den Details beim Ausplündern des Gegners mehr Gewicht geben will, macht er dem Spieler halt ein entsprechendes Angebot. Und der geht entweder darauf ein oder nicht, und so entwickelt sich dann im besten Fall mit der Zeit ein gemeinsamer Spielstil. Im schlechtesten Fall merkt man eben, dass es nicht zusammen geht.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: tartex am 29.02.2012 | 13:25
Leider nicht. Denn es geht ja gerade um ein Zusammenspiel. Durch das detailliertere Beschreiben der eigenen Aktionen gebe ich auch dem SL und den anderen Spieler etwas um darauf einzugehen. Man schränkt sich daher nicht nur selbst ein, sondern auch das Spiel der anderen.

Naja. Die "gesparte Zeit" verschwindet ja nicht. Da bleibt mehr Spotlight-Zeit für die anderen. Wenn das Looten schneller geht, können die anderen Spieler länger über der Beute meditieren.  ;)
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Arldwulf am 29.02.2012 | 13:33
Meine Rollenspielpraxis sagt, dass das einfach nicht so ist. Natürlich spielt man sich die Bälle zu, aber dort, wo ein Spieler etwas freilässt, indem er allgemein bleibt, geht oft genug gerade auch ein anderer rein und bestimmt genauer. Es hängt immer nur davon ab, welcher Vorgang gerade wen am meisten interessiert. Wenn man als SL den Details beim Ausplündern des Gegners mehr Gewicht geben will, macht er dem Spieler halt ein entsprechendes Angebot. Und der geht entweder darauf ein oder nicht, und so entwickelt sich dann im besten Fall mit der Zeit ein gemeinsamer Spielstil. Im schlechtesten Fall merkt man eben, dass es nicht zusammen geht.

Klar - das ist aber letztlich dann nur ein Kompromiss zwischen der Spielweise "ich loote die Monster" und einer detaillierten Beschreibung. Kompromisse funktionieren letztlich meist noch recht gut.Aber es geht hier ja durchaus auch darum das jemand in eine Gruppe mit einer anderen Herangehensweise hineinkommt. Und klar - wenn der Kompromiss nicht gemacht werden kann ist das auch halb so wild. Es ist sicher nichts schlimmes auf derlei Spieloptionen zu verzichten.

Mir ging es in erster Linie halt darum zu sagen dass Beschreibung nicht nur sich selbst zum Zweck hat, und nicht inhaltlich "das gleiche" ist wie ein Standardbegriff.

Aber der Punkt ist halt dennoch auch im Falle von Kompromissen: Wenn von 5 Spielern 2 Kreative Ideen einbringen und 3 nur ihre Standardvorgehensweisen anwenden ist dies ein Unterschied zu der Situation das 4 oder 5 Leute das machen.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Grubentroll am 29.02.2012 | 13:47
Das Problem ist nicht das Wort "luuutn", oder das Wort "täänkn".

Das Problem ist, wenn ein Spieler darauf beschränkt ist, die Handlungsweisen die er von seinem CRPG kennt auf P&P zu übertragen (und eigentlich fast nur diese), obwohl es doch eigentlich so viel mehr gäbe.

Ich denke, ich habe mich im Eingangspost etwas zu ungenau ausgedrückt, habe aber versucht das zwei Posts weiter zu präzisieren.


Und was ich noch hinzufügen will, ja klar, Forge-mässig kann man wie im Swingerclub natürlich immer argumentieren:

"WENN ALLE SPAß DRAN HABEN, DANN ISTS JA GANZ SUPER!"

ist es auch.

Aber wenn genau eine Person unter 5 Leuten die bemüht sind auch erzählerisch ein bißchen was zu bieten so ist, und auch der Spielleiter offensichtlich einfach einen anderen Stil pflegt.

Dann ists doof.

Echt.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: tartex am 29.02.2012 | 14:09
Eigentlich sollte der Spielerin ja auffallen, dass alle ganz anders reden und handeln als sie. Ansonsten klänge das ,naja, ein wenig autistisch. (Keine Ahnung, ob man den Ausdruck so verwenden sollte.)

Wenn ich Mitspieler wäre, würde ich wohl versuchen sie in In-Character-Gespräche zu verwickeln. (Nein, nicht übers Wort "luhten".)
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: LöwenHerz am 29.02.2012 | 14:16
"WENN ALLE SPAß DRAN HABEN, DANN ISTS JA GANZ SUPER!"

Richtig. Und wenn die "klinische Reinigung" als "Endziel" des Dungeons den Spaß ausmacht, dann ist das eben so. Wer sich dazu herablässt, den Spielstil anderer abzuwerten, sollte seine soziale Kompetenz Einstellung anderen Menschen gegenüber dringend überdenken.

Aber ebenso richtig muss es sein dürfen, dazu seine andersgeartete Meinung für seinen Spielstil und seine Gruppe zu haben. Diese Diskussion  ist mal wieder ein Paradebeispiel dafür, wie ignorant und intolerant auch aufmerksame und tolerante, intelligente und selbstverständlich gutaussehende Menschen sein können. Oder missverstanden werden können ;)

So! Jetzt habt Euch wieder lieb!  :P
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Tudor the Traveller am 29.02.2012 | 14:17
Wenn es stört, könnte man noch die Spieler darum bitten, mehr ingame zu bleiben. Selbst wer oog "lootet" und "tankt", wird das ingame wohl nicht so ausdrücken.

oog "Der Zwerg soll nach vorne gehen und 'tanken'"

oog "Der Zwerg soll nach vorne gehen und sie aufhalten (implizit: weil er am meisten aushält --> Tank)"

ig "Zwerg, geh nach vorne und halt sie auf! An dir kommen die nicht so schnell vorbei!"
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Arldwulf am 29.02.2012 | 14:40
Klar kann man die Mitspieler immer etwas bitten. Aber Diskussionen wie diese hier können helfen dann auch Argumente in der Hand zu haben die über "es gefällt mir nicht" hinausgehen.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Taschenschieber am 29.02.2012 | 14:40
Aber wenn genau eine Person unter 5 Leuten die bemüht sind auch erzählerisch ein bißchen was zu bieten so ist, und auch der Spielleiter offensichtlich einfach einen anderen Stil pflegt.

Dann ists doof.

Das Problem löst man aber nicht durch Überlegenheitsgeblubber, sondern indem man es anspricht, versucht, in der Gruppe einen Kompromiss zu finden, mit dem alle Spaß haben, und im Zweifelsfall die Gruppe trennt. Das Stichwort ist - ich sage es gerne noch einmal - der Gruppenvertrag (auch so ein Bestandteil der vielgescholtenen Forge-Theorie).

Aber auf mich hört ja keiner.

Zitat
Klar kann man die Mitspieler immer etwas bitten. Aber Diskussionen wie diese hier können helfen dann auch Argumente in der Hand zu haben die über "es gefällt mir nicht" hinausgehen.

Nachdem Spielgeschmack aber nicht objektiv genormt ist, lässt sich jedes Argument effektiv auf "Es gefällt mir nicht" eindampfen, genau das ist das Problem.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Grubentroll am 29.02.2012 | 14:46
Das Problem löst man aber nicht durch Überlegenheitsgeblubber, sondern indem man es anspricht, versucht, in der Gruppe einen Kompromiss zu finden, mit dem alle Spaß haben, und im Zweifelsfall die Gruppe trennt. Das Stichwort ist - ich sage es gerne noch einmal - der Gruppenvertrag (auch so ein Bestandteil der vielgescholtenen Forge-Theorie).

Aber auf mich hört ja keiner.

Was du in dem ersten Satz alles implizierst, wie ich wohl so drauf bin. ts ts ts.

Ausserdem weisst du doch gar nicht, ob ich das nicht schon so in der Art vorhabe. (wie auch Selganor ein paar Seiten vorher schon)


Mal an die eigene Nase fassen, denn der einzige der hier grad überheblich ist, bist du.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Taschenschieber am 29.02.2012 | 15:02
Nuja, du warst mit dem Überlegenheitsgeblubber gar nicht mal wirklich gemeint. Das ging eher so allgemein in die Runde.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Grubentroll am 29.02.2012 | 15:06
Nuja, du warst mit dem Überlegenheitsgeblubber gar nicht mal wirklich gemeint. Das ging eher so allgemein in die Runde.

Dann bitte nicht auf ein Zitat von mir antworten.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Arldwulf am 29.02.2012 | 15:18
Nachdem Spielgeschmack aber nicht objektiv genormt ist, lässt sich jedes Argument effektiv auf "Es gefällt mir nicht" eindampfen, genau das ist das Problem.

Nicht wirklich, da dies nur gelten würde wenn sich stets jeder über die Konsequenzen klar wäre.

Das ist aber nicht zwingend der Fall. Ich kann z.B. problemlos die Meinung vertreten: "Das alle Klassen gleich gut sind gefällt mir nicht, ich will in meiner Welt auch uralte übermächtige Magier haben" und dennoch das Argument verstehen dass übermächtige Magier auch in ihrem Level diese Übermacht dargestellt haben sollten. Und dass stärkere Charaktere auf gleichem Level eigentlich bedeuten: "Diese Klasse gewinnt schneller Macht, lernt schneller ihre Fähigkeiten zu nutzen." (sprich - die uralten Magier sind eigentlich recht jung weil es bei ihnen schneller ging).

Und das es besser wäre zu sagen dass die tatsächlich mächtigen auch dementsprechend Hochstufig sind.

Oder wie in diesem Fall: "Warum sollte ich etwas genauer beschreiben - am Ende nehm ich ja doch nur einfach das Gold und die magischen Gegenstände, es gefällt mir nicht immer das gleiche zu beschreiben, ich will einfach sagen das ich den Typen loote und gut. Was soll da auch sonst geschehen?"

Das ist eine völlig legitime Meinung. Ist es aber auch eine unumstößliche Meinung? Kaum. Sie basiert nunmal auf einer Grundaufnahme die nicht zwingend richtig ist - es kann durchaus mehr geschehen als nur das equivalent zum Mausklick der den relevanten Loot aufnimmt. Vieles basiert einfach auf einer Erwartungshaltung. Erwarte ich als Spieler dass ich keine anderen Optionen habe macht es wenig Sinn zu beschreiben dass ich tatsächlich die einzige Option benutze. Bemerke ich dass es mehr Möglichkeiten gibt kann sich das ändern. Und sage ich dies als SL dem Spieler kann es sein dass ihm dies vorab nicht klar war oder er nicht darüber nachgedacht hat.

Oder er ignoriert es. Wie auch immer - Argumente zu haben ist immer gut, und natürlich lassen diese sich nicht alle auf "ich mag/ich mag nicht" reduzieren.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Oberkampf am 1.03.2012 | 22:12
Ich bin mit Sicherheit kein Stimmungsspieler, aber mir gehen Leute am Tisch auf die Nerven, die im Spiel anfangen, nur noch Spieljargon oder Zahlen zu verwenden, sobald mal ein Kampf oder irgendetwas anderes mit Würfeln gespielt wird, z.B. längere Probe. Ob dabei nur PC-Sprache oder nur P&P-Sprache verwendet wird, ist mir sowas von egal, mich stört es einfach, wenn sich Spieler keine Mühe geben, während eines Kampfes ein Minimum an Beschreibung oder Darstellung zu liefern. Das müssen keine Romanseiten sein, aber mehr als "Ich critte für 26" muss ja wohl in einem kommunikativen Spiel drin sein. Und ich bin garantiert niemand, der Kämpfe "hinwegerzählt".

Ansonsten stört es mich prinzipiell nicht, wenn man PC-Begriffe oder P&P-Abkürzungen verwendet, solange jeder am Tisch was damit anfangen kann: "Mach mal nen PeeWee EssTee mit WeeEmm + 20" ist auch kein schönes Deutsch, aber reicht völlig aus, um eine mechanische Regelangelegenheit auf dieser Ebene zu klären. Bloß gehört dazu dann noch eine Beschreibung ohne Fachchinesisch.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 1.03.2012 | 23:02
Kurz:
Ein "entsprechend gestellter" Dieb, der -nicht- klaut/Plündert/etc (und dessen Spieler -nicht- gezielt darauf aus ist, die Runde zu Sprengen*), wird unglaubwürdig.
Interessanterweise dachte ich gar nicht an Diebe TM, sondern an Krieger TM vom Heldenkönig Dietrich von Bern über Heime bis zu Egil und Thorolf(Harald Schönhaars Schiffstevenbewahrer) Skallagrimson etc etc
btw Verlink oder kopier bitte den relevanten Text
Zitat
Wie sollen den Spieler, die den Plot im vorraus ja im regelfall nicht kennen, relevante kämpfe (und wichtiges "spiel das aus!" leichenfleddern) von "lückenfüllern" (aka: "Ich geh die leichen looten") unterscheiden?

Gar nicht, genausowenig wie moderne Soldaten wissen ob die Gegner was interessantes dabei haben oder nicht, trotzdem werden die Leichen mWn unter und durchsucht.

Als SL mache ich nicht den Vorleser/Meister wenn die Mitspieler Möglichkeiten zur Info etc Beschaffung ignorieren und ihrew SCs auf die Nase fallen,´ihr Problem.

@Grubentroll

Dietrich von Bern lebt im 21 jh in Deutschland?


@Arldwulf

Deine Detailliertheit ist ein anderer Unterschied, das ist für mich Hartwurstige , Anödende Spielzeitverschwendung.

Das erinnert mich an Leute *mit X Seiten Heldenhintergrund, auf die ich immer sage max 1 Seite TNR 12 und Persönlichkeit, Ziele, Werte interessieren mich nicht ihr Tagebuch.
*und oft nur belangloses bla bla a la Thorwaler fiel mit 6, 7 oder 8 Jahren ins Wasser(Höhepunkt nach so 1 - 3 Seiten)
Oder die X h Spielzeit mit Einkaufen/Diebestour auf dem Markt/Tavernenhohlschwafeleien vertun.
Sorry, weckt mich bzw handiet mich wenn ihr fertig seid
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Arldwulf am 2.03.2012 | 07:42
@Arldwulf

Deine Detailliertheit ist ein anderer Unterschied, das ist für mich Hartwurstige , Anödende Spielzeitverschwendung.

Das erinnert mich an Leute *mit X Seiten Heldenhintergrund, auf die ich immer sage max 1 Seite TNR 12 und Persönlichkeit, Ziele, Werte interessieren mich nicht ihr Tagebuch.
*und oft nur belangloses bla bla a la Thorwaler fiel mit 6, 7 oder 8 Jahren ins Wasser(Höhepunkt nach so 1 - 3 Seiten)
Oder die X h Spielzeit mit Einkaufen/Diebestour auf dem Markt/Tavernenhohlschwafeleien vertun.
Sorry, weckt mich bzw handiet mich wenn ihr fertig seid

Dann hast du es allerdings komplett missverstanden. Es geht gerade nicht um blanglose Information oder Beschreibung ohne Regelauswirkung. Sondern darum dass unterschiedliche Aktionen auch unterschiedliche Auswirkungen haben. Und das darum eine Beschränkung dieser Aktionen immer auch einschränkt was am Ende dabei herauskommt.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Arldwulf am 2.03.2012 | 08:29
Klar, kein Problem.

Die Grundannahme hierbei ist: Beschreibungen brauchen Relevanz. Und diese kann auf 2 Arten entstehen. Einmal als im Regelwerk existierende Relevanz.

Wenn es egal ist ob ich nur sage: "ich greif ihn halt an" oder ob ich sage: "ich greif ihn mit einer Finte an" wird das zweite seltener Beschrieben und es stellt sich der von Schwerttänzer dargestellte gelangweilte Blick der Mitspieler ein die sich (zurecht) fragen was das soll.

An der Stelle an der diese Finte aber eine Auswirkung hat und ich noch mehrere weitere Optionen habe macht das Beschreiben der tatsächlich gewählten Option wieder Sinn.

Ein weiteres Beispiele hierfür wäre das im Ausgangsposting genannte "Tanken" welches in der Standardbedeutung mit "geh mal hin und steck die Schläge für uns ein" beschrieben werden kann. Die Aufgabenstellung dahinter ist: "Beschütz uns".  Bei einer ausführlicheren Beschreibung wie genau die Mitstreiter nun beschützt werden habe ich wieder die Möglichkeit Relevanz einzubringen. Es macht eben einen Unterschied ob mein Schild den Schlag des Orkhäuptlings auf den Magier blockt oder ich ihn selbigem ins Gesicht stoße. Bilden dies die Regeln ab so habe ich einen Grund dies im Spiel zu beschreiben.

Der Zweite Ansatzpunkt für Relevanz ist das Abenteuer selbst. Das wäre unser "looten" Beispiel. Wenn ich nicht will das einfach nur die Standardplünderungsautomatik greift so benötigen die Aktionen der Spieler Relevanz. Es muss also einen Unterschied machen ob ich Gegner nur oberflächig plündere oder genau durchsuche. Was ich in der Taverne so erzähle beim herausfinden von Informationen über den bösen Magier Dunkeldark und welche Vorkehrungen ich beim Rasten treffe.

Um auch dafür noch ein Beispiel zu nennen: Die Reise zwischen zwei Orten. Die Gruppe findet heraus das einem Ort ein paar Tagesreisen entfernt gerade größeres Unglück droht. Was tun sie also? Tatsächlich kenne ich viele Spieler die daraufhin sagen würden: Naja, wir reisen halt hin und schauen was passiert ist. (kurzum: Wir laufen hin).

Es ist Teil des im Ausgangspostings beschriebenen eingeschränktem Denken. Denn genau dies wäre auch was man evtl. in einem Computerspiel machen würde. Dort habe ich schließlich nicht die Möglichkeit mir vorher eine Karte zu besorgen. Oder Pferd, Boot oder ein sonstiges Transportmittel. Die Leute dort mit einer Brieftaube zu warnen? Geht eher nicht. Ich bin auf vorabdefinierte Möglichkeiten eingeschränkt. Tatsächlich ist dies in einem PnP aber nicht mehr der Fall, und dies ist der Grund warum es Sinn macht die eigenen Aktionen zu beschreiben. Sie können relevant sein, jede Idee die ich äußere kann Spielauswirkungen haben.

Je mehr man aber feststehende Standardbegriffe benutzt (ob nun englisch oder nicht) umso weniger Möglichkeiten hat man auch solche eigenen Ideen einzubringen. Es ist also eine Form der Selbstlimitierung, man macht das eigene Spiel mehr zu einem Computerspiel in dem nur noch vordefinierte Möglichkeiten vorkommen.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: ErikErikson am 2.03.2012 | 08:35
Sorry fürs Löschen. Die frage war nach einem beispiel für die unterschiedlichen Auswirkungen.

ich verstehe es jetzt.

Beim kampf muss ich aber widersprechen. Als Gruppenanfüher kann ich sagen "heinz, geh tanken". Mehr Infos braucht heinz nicht. Heinz selber muss dann entscheiden, was tanken genau ist. Und selbst wenn Heinz ein fanatischer WOWler ist, wenn das System wie D&D 4 diverse "At-Wills" hat muss heinz diese D&D 4 begriffe verwenden, ob er will oder nicht. Sonst hält man ihn für unfähig das Spiel zu spielen und wirft ihn raus-bzw. er wird als "Rollenspielbaby ( http://www.lustigesrollenspiel.de/index.php?option=com_ponygallery&Itemid=31&func=detail&id=192 ) mitgeschleift. Bei fate oder Wushu ist es was anderes, da soll man ja explizit im Kampf Beschreibungen liefern, damit man die Aspekte mitreinbringen kann und auch zum Selbstzweck.

Ich würde das allerdings alles unter genre laufen lassen. Bsp. bei dem Dorf, wenn man da z.B. Sword and Sorcery spielt, dann geht man da halt selber hin. Brieftaube schicken, und wenn man ankommt ist nix passiert weil alle vorher gewarnt waren, das bricht die Genrekonvention.

Persönlich ist mir "tanken" allweil lieber, weil bei ausführlicheren Beschreibungen hab ich persönlich immer gleich panik, das es in "panthergleiche hartwurst" abrutscht. Also breiter Sprachgebrauch als Ablenkung von der tatsache, das es keine Optionen gibt.

Aber ich verstehe den Punkt und kann nachvollziehen, das ein breiterer Sprachgebrauch auch zu einer erhöhten Wahrnehmung von Optionen führt.

persönlich bin ich da halt wirklich extrem vorbelastet. Sobald wer z.B. anfängt damit, sich großartig auf eine Reise vorzubereiten-und ich kenn den nicht- denk ich mir gleich "Oh Gott, ein hartwurstler!" Es ist ja auch ein schmaler grad. Sobald es offensichtlich ist, das die Chars eh Karte, pferde usw. benutzen und sich-ohne absehbare Hindernisse- problemlos vorbereiten, rutscht das Ausspielen von sowas für mich schon wieder schnell in die hartwurstspalte. Und wenn das in die Hände bekommen von so ner Karte Schwierigkeiten macht, fühl ich mich schnell wieder als Depp vom Dienst, der nichtmal ne einfache Karte  beschaffen kann.
Klar kann im Setting ne karte total was wichtiges sein, aber eben auch nicht.
ich denke, das ist ein Thema, wo es sehr auf frühere (schlechte) Erfahrungen ankommt. Hätte ich schlechte Erfahrungen mit tankenden WoWlern statt mit Hartwurstlern gemacht, würd ich sicher was anderes sagen. Wenn jetzt wer mit "tanken" kommt, denk ich mir "wenigstens kein hartwurstler". Die fürcht ich wie der teufel das Weihwasser, das müsste rausgekommen sein.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Arldwulf am 2.03.2012 | 09:12
Sorry fürs Löschen. Die frage war nach einem beispiel für die unterschiedlichen Auswirkungen.

ich verstehe es jetzt.

Beim kampf muss ich aber widersprechen. Als Gruppenanfüher kann ich sagen "heinz, geh tanken". Mehr Infos braucht heinz nicht. Heinz selber muss dann entscheiden, was tanken genau ist.

Ich denke hier liegt die Problematik bei der Verwendung solcher Begriffe. Du sagst Heinz muss selbst entscheiden was "tanken" ist. Viel wahrscheinlicher ist aber doch das Heinz den Begriff schon früher mal gehört hat und ihn mit etwas (einer speziellen Vorgehensweise) assoziiert. Und sich darüber auf solches Verhalten limitiert. Eigentlich wäre es in diesem Beispiel sogar besser nur zu sagen: "Heinz, kümmer dich um die!" weil es eindeutiger die Entscheidung diesem überlässt.


Ich würde das allerdings alles unter genre laufen lassen. Bsp. bei dem Dorf, wenn man da z.B. Sword and Sorcery spielt, dann geht man da halt selber hin. Brieftaube schicken, und wenn man ankommt ist nix passiert weil alle vorher gewarnt waren, das bricht die Genrekonvention.

Na, normalerweise hilft die Brieftaube ja nur ein bisschen. Davon wird die große Orkarmee nicht besiegt nur vielleicht ein paar Stunden lang aufgehalten so dass sie noch da ist wenn die Spieler ankommen, und nicht nur noch Ruinen übrig sind (was eigentlich geplant war, so dass die Spieler mit "wir verfolgen die Missetäter" weitermachen sollten). Der entscheidende Punkt hierbei ist aber ein anderer. Weiter unten schreibst du dass nach einer Weile sich die Situation einstellen würde dass die Spieler einfach davon ausgehen sich eine Karte zu besorgen, Transportmittel etc. Und dies also im Hintergrund abläuft. Das Quasi der SL für sie die Entscheidung trifft sich so gut wie möglich vorzubereiten und den best und schnellstmöglichen Weg zu nehmen.

Das wäre aber nur der Fall wenn es zu jeder Situation die eine immer passende Vorgehensweise geben würde, und der SL diese vorab antizipieren könnte. Es geht bei solchen Dingen aber um Spielerideen. Darum dass ein Spieler die Idee hat er könne ja mit einer Karte vielleicht einen kürzeren Weg als die altbekannte Straße finden. Es geht hier also nicht um Dinge die der SL vorab geplant hat und die er daher quasi vorraussetzen könnte.

EDiT: Ähnlich ist das Beispiel "looten" gelagert. Natürlich kann ich als SL einfach davon ausgehen dass die Spieler alles für sie interessante sich anschauen und evtl mitnehmen. Aber wenn sie tatsächlich beschreiben was sie suchen und wo sie nachschauen kann es sein dass sie etwas interessantes finden an das ich vorher als SL gar nicht gedacht habe.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Feuersänger am 2.03.2012 | 09:27
Hinzu kommt: wenn ich die Optionen meines Charakters elegant in die Beschreibung einfließen lasse statt mechanische Begriffe zu benutzen, freut das vielleicht den stimmungsbetonten Mitspieler. Aber der SL weiß unter Umständen nicht, was gemeint ist, oder interpretiert die versteckte Ansage falsch, weil er eben nicht jede einzelne Option der z.B. 4 SCs auswendig gelernt hat, oder es fehlen einfach weitere Informationen.

Das ist noch relativ straightforward wenn einer z.B. in D&D sagt "Ich stürme auf den Oger los und greife ihn heftig an", dann merkt man "Aha, Sturmangriff, Power Attack", aber wieviel Punkte Power Attack muss der Spieler trotzdem noch extra ansagen.

Wenn man sich am Anglizismus "tanken" stört, wäre eine geeignetere Übersetzung vielleicht "[den Gegner] binden". Das muss aber auch erstmal von der Mechanik unterstützt werden. In MMOs ist der Tank ein Tank, weil er nicht nur viel aushält sondern auch "Aggro zieht", also die Gegner ihn als Ziel bevorzugen. In den meisten P&Ps fehlt da ein Mechanismus, und die Gegner hält nichts davon ab, erstmal auf den Magier zu gehen.
(In D&D 3.5 z.B. gibt es nur eine einzige Klasse, die wirklich "tanken" kann, und das ist der Crusader. Er kann Fähigkeiten einsetzen, die den Gegnern Abzüge reinwürgen, wenn sie irgendjemand anderen angreifen als ihn.)
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Arldwulf am 2.03.2012 | 09:45
Hinzu kommt: wenn ich die Optionen meines Charakters elegant in die Beschreibung einfließen lasse statt mechanische Begriffe zu benutzen, freut das vielleicht den stimmungsbetonten Mitspieler. Aber der SL weiß unter Umständen nicht, was gemeint ist, oder interpretiert die versteckte Ansage falsch, weil er eben nicht jede einzelne Option der z.B. 4 SCs auswendig gelernt hat, oder es fehlen einfach weitere Informationen.

Sagen wir es so: Die Chance das der SL weiß was gemeint ist steigt mit der Qualität der Beschreibung.

Wenn ich nur sage: "Ich greif an / tanke / loote" weiß der SL wenig, wenn ich sage: "ich mache einen schmutzigen kampftrick / Blocke die Schläge mit meinem Schild / durchsuche seine Taschen nach Wertgegenständen und irgendwas um mehr über ihn herauszufinden" weiß der SL schon mehr.

Natürlich kann es dann immer noch sein dass ich nachfragen muss: "Aha? Was macht denn der schmutzige Kampftrick?" aber das ist halt immer noch besser als wenn ich gar keine Vorstellung hab was der Spieler da treibt - oder schlimmer noch davon ausgehe dass der Spieler ohnehin nur Schema F folgt.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Naldantis am 2.03.2012 | 10:01
Nicht zwingend nur looten sondern auch andere standartisierte und auf ihre grundlegenden Spielauswirkungen reduzierte Dinge.

Das schlüsselwort hier ist 'standardisiert'.
D.h. im Verfahren und von den Auswirkungen her gut bekannt, i.A. oft sinnvoll anwendbar.

Zitat
Ein anderes Beispiel wäre die Aussage eines D&D 3.5 Fighters auf die Frage "Was machst du" - "Fullattack!". Dabei ist natürlich zu bedenken dass die Reduzierung im PnP Fall nur scheinbar existiert, vor allem bei Spielern die glauben sie könnten nur das tun was durch irgendwelche Regeln vorabdefiniert ist.

Es ist keine Auswirkung der Sprache, daß diese Vorgehen gewählt wird, sondern weil diese Vorgehen so oft gewählt wird, hat es einen besonderen, etablierten Term.

Zitat
Üblicherweise stimmt das nicht, beeinflusst aber dennoch die Handlungen der Spieler. Je eingeschränkter die Optionen scheinen umso mehr benutzt man feststehende Fachbegriffe für sie.

Dem widerspreche ich.
Es gibt z.B. immer wieder Anfänger, die den Term NICHT kennen, und dann doch umgangssprachlich vor die Wahl gestellt, genau diese Aktion immer wieder ausführen - und wenn es dann aus keinem anderne Kontext ein geeignetes Stichwort gibt, dann wird ein eigenes etabliert.

Zitat
Im Computerspiel wäre das Beispiel der gedroppede  loot. Den ich halt nur anklicken und mitnehmen kann, mit dem ich aber ansonsten wenig interagieren kann. Im Kontext eines Computerspiel macht eine Beschreibung also keinen Sinn - sie hat keine Relevanz. Eine Animation die zeigt wie man den Krams aufnimmt mag schön sein, nervt aber irgendwann nur noch.

...warum meinst Du, daß eine umfänglich Beschreibung des Plünderns eines Gegners (oder anderer sich häufig widerholender Ereignisse mit  geringer Wahrscheinlichkeit auf Relevanz) am Spieltisch nicht ebenso nervt?

Zitat
Das hat wenig mit der Animation selbst zu tun als damit dass die Einflussmöglichkeiten des Spielers hier nicht gegeben sind. Egal wie schön das animiert wird, im Hintergrund passiert immer das gleiche. Selbst eine bei jedem looten andere und neue Animation würde nichts daran ändern.

Wie beim Looten im P&P, sehen wir mal vom Abzweigen besonders schöner Stücke für den Eigenbedarf ab...
...was aber im Prinzip auch in einigen MMOPRGs geht.

Zitat
Im PnP übernehmen Spieler und Spielleiter diese einschränkende Rolle entweder aus vorherigen Vorbildern, oder weil man den Spielstil so mag.

...oder weil es sich so als praktisch und zielführend herausgestellt hat.

Ja, man kann jede durchsuchte Stelle beim Plündern beschreiben und sein Augenmerk spezifizieren, aber diese länglich Ausführung alngweilt den Rest der Mitspieler und führt zu wenig mehr Beute und Informationen, mehr noch, es verlagert die Beute von leicht zu veräuderndem Gold hin zu schwer umzusetzenden Schmuck/Ausrüctung/Exotike/Tinneff und vergrößert die Chance auf rote Heringe exponentiell.
(Bei einer 08/15-Filzung beschreibt es SL gelegentlich mal Ambiente, meist aber nur relevante Informationen -> das Tatoo mit der 6-fingerigne Hand wird wahrschienlich etwas bedeuten, aber in einer Kultur, in der Tätowierungen normal sin, wird sich der SL geziehlt dannach befragt diverse Symbole aus den Fingers saugen, unter denen die echten Informationen untergehen, wenn die Spieler keine statistische Analyse durchführen --> Daten-Hartwurst.)

Zitat
Letztlich ist es aber stets damit verbunden das einige Optionen im Kontext des Spiels nicht existieren. Spieler die dies dann anders spielen wollen werden eben nicht nur von den MMORPG Begriffen abgeschreckt sondern auch davon dass kreative Ideen abseits der Standardverhaltensweisen ignoriert werden.

Ich habe noch nie erlebt, das diese kreativen Ideen aus Gründen der Sprachgewohnheiten nicht beachtet werden!
Weswegen sie gelegentlich abgeleht werden ist, weil sie
- schlicht dumm sind,
- der mögliche Vorteil im Vergleich zur Standardaktion vernachlässigbar ist,
- die Idee gut ist, aber der Aufwand dafür so groß, daß die anderen Beteiligten abwinken.

Es ist schlicht JEDEM Spieler geläufig, daß die Regeln nur eine Approximation darstellen und der 90/10-Regel folgen, und daß man in besonderne Fällen eben Ausnahmen benötigt.

Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Feuersänger am 2.03.2012 | 10:11
Ich sag auch immer, jeder Spieler darf meinetwegen soviel Hintergrund schreiben wie er will, wenn es ihm hilft, aber ich will und werde es nicht lesen. ^^
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 2.03.2012 | 10:43


Wenn es egal ist ob ich nur sage: "ich greif ihn halt an" oder ob ich sage: "ich greif ihn mit einer Finte an" wird das zweite seltener Beschrieben ....
das ist   ein Unterschied im Style, wenn jemand allerdings anfängt die Daumenstellung-Veränderung am Säbelgriff zu beschreiben.

Ähnlich ist es mit der Beschreibung der Plünderung-Dursuchung ... ein X beliebiger Ritter, Ork etc hat auch ingame nicht die Bedeutung wie ein Nachtgreifer(wenn der nach [seinem Tod als untoter] Dunkelelf weitermacht geht das nochmal hoch) da wird dann (sehr [sehr]) vorsichtig und sorgfältig  der Mantel,  (sehr [sehr]) vorsichtig und sorgfältig  die Hose,  (sehr [sehr]) vorsichtig und sorgfältig  die Taschen,  (sehr [sehr]) vorsichtig und sorgfältig  die Stiefel,  (sehr [sehr]) vorsichtig und sorgfältig  die Fusslappen durchsucht; erwähnte ich schon  (sehr [sehr]) vorsichtig und sorgfältig  ?

Dann hast du es allerdings komplett missverstanden. 
Es trägt IMPOV nichts zum Spiel bei, jedesmal Schritt für Schritt sowas zu beschreiben, Von Tasche(welcher?) 1 Kleidungsstück A bis zum Auftrennen der Nähte des Lendenschurzes.

Ob derjenigen nun plündern, durchsuchen, fleddern sagt...

Wenn du nur nach Wertgegenständen suchst, wird dir die Kupfermünze mit der Prägung Acherons nicht auffallen.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: ErikErikson am 2.03.2012 | 10:53
Die geprägte Kupfermünze ist übrigens ein problem, das ich nie lösen konnte.

Entweder ich beschreibe hin und wieder mal was auf den ersten Blick irrelevantes im Detail (was ich ständig vergesse) oder die Spieler merken sofort, wie der Hase läuft, wenn ich irgendwas detailierter beschreibe.

Würfe auf Wahrnehmen und so habne mir nie gefallen, ich will die Spieler herrausfordern.

Am besten klappt das noch, wenn ich Vorlesetexte habe.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Tudor the Traveller am 2.03.2012 | 10:56
Wie wäre es denn, wenn der SL auch so beschreibt?

"Ihr kommt in einen Standard-Raum der Größenklasse 4 und Grundriss A. In der Nord-Ost-Ecke stehen zwei Loot-Container." Fertig - Raum beschrieben.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Medizinmann am 2.03.2012 | 11:04
Wie wäre es denn, wenn der SL auch so beschreibt?

"Ihr kommt in einen Standard-Raum der Größenklasse 4 und Grundriss A. In der Nord-Ost-Ecke stehen zwei Loot-Container." Fertig - Raum beschrieben.

Genau dann kann der Spieler auch gerne sagen:
"Ich Initiiere Lootvorgang A, Ergebnis? Nächster Raum"

  Abschlussfloskel C
 >:( :q :-\
Sorry ,das kann Ich nicht

HougH!
Medizinmann
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: ErikErikson am 2.03.2012 | 11:07
Man könnte dann auch weiter vereinfachen, etwa für einen neuen raum spezielle Abkürzungen setzen. Das sehe dann so aus:

SL: "trial_room1.present; set int loot_13 =100G;"

Spieler: "loot13.open;"
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Eulenspiegel am 2.03.2012 | 11:09
Wie wäre es denn, wenn der SL auch so beschreibt?

"Ihr kommt in einen Standard-Raum der Größenklasse 4 und Grundriss A. In der Nord-Ost-Ecke stehen zwei Loot-Container." Fertig - Raum beschrieben.
Ich fände es blöd, da ich dann in einer Tabelle nachschauen muss, was Größenklasse 4 bedeutet und was Grundriss A nun genau ist. Besser wäre da:

"Ihr kommt in einen rechteckigen etwa 10x3m² großen Raum, an dessen Ende sich zwei Container befinden." (Ob die Container gelootet werden oder nicht, steht ja noch nicht fest.)

Dann muss niemand in einer Tabelle nachschauen.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Arldwulf am 2.03.2012 | 11:10
...warum meinst Du, daß eine umfänglich Beschreibung des Plünderns eines Gegners (oder anderer sich häufig widerholender Ereignisse mit  geringer Wahrscheinlichkeit auf Relevanz) am Spieltisch nicht ebenso nervt?

Oh, ganz sicher tut es dies. Habe ich auch weiter oben schon beschrieben. Und wie oben schon gesagt: Wenn die Relevanz nicht vorhanden ist macht eine Beschreibung keinen Sinn und wird ganz sicher die Spieler irgendwann nur nerven. Aber der Grund dafür ist eben die (tatsächliche oder vermutete) geringe Relevanz. Sprich: Die Spieler gehen davon aus das es nichts bringen wird ausführlicher zu sagen was man tut, weil dies keine Auswirkungen haben wird. Und der Standardbegriff das gleiche ist.

An dieser Stelle liegt aber auch die Lösung - man erhöht einfach die Wahrscheinlichkeit auf Relevanz und sorgt dafür dass unterschiedliche Aktionen auch unterschiedliche Auswirkungen haben. Bis zu welchem Grad muss dann jeder selbst entscheiden, aber wir sprechen hier ja darüber dass es dort jemanden gibt der gern die Vorgehensweise seiner Spieler weniger auf vordefinierte, mechanische Fachbegriffe reduzieren würde. Den Spielern zu erklären dass auch andere Aktionen relevant sein können, auch kreative Ideen ist hierbei eine sinnvolle Sache.

Das dies nicht bedeutet: "Ich durchsuche jeden Ork einzeln von Kopf bis Fuß" ergibt sich von selbst. Schließlich wäre auch dies eine relevante Entscheidung "ich investiere diese Zeit" und macht deshalb schon aus Spielersicht keinen Sinn. Es geht nur darum den Spielern klar zu machen dass auch andere Verhaltensweisen sinnvoll sein können um mehr Varianz hereinzubringen und die Aktionen stärker an die Situation anzupassen. Sprich: Wenn die Spieler gerade in Zeitdruck eine Festung stürmen ist "ich loote noch schnell den Kerl den ich umgehauen hab" halt recht unpassend. Insbesondere dann wenn es als kurzbeschreibung für "ich durchsuche ihn von Kopf bis Fuß" verstanden wird, und man davon ausgeht das er alles von Wert einfach "dropped"
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: ErikErikson am 2.03.2012 | 11:17
Besteht das problem eventuell darin, das Spieler Computereigenheiten eines spezifischen Spiels wie pausierendes Spiel während des Inventarbesuchs oder Schnellreisen in ein spezifisches P&P-RPG übertragen?

Weil Computerspiele sind auch sehr verschieden. bei manchen braucht es einen Wurf, um bestimmten Lott auch zu finden.

Ein Spieler könnte auch auf die idee kommen, das er im P&P einen gegner noch nicht looten kann, weil er die Quest noch nicht hat.

Das sind aber immer Spielspezifische Sachen.

Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 2.03.2012 | 11:19
  Sprich: Wenn die Spieler gerade in Zeitdruck eine Festung stürmen ist "ich loote noch schnell den Kerl den ich umgehauen hab" halt recht unpassend. Insbesondere dann wenn es als kurzbeschreibung für "ich durchsuche ihn von Kopf bis Fuß" verstanden wird, und man davon ausgeht das er alles von Wert einfach "dropped"
Würde ggf gut inj eine homerische Kampagne passen und da dropped jeder automatisch fast alles von Wert, weil offen getragen.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Achamanian am 2.03.2012 | 11:31
"panthergleiche hartwurst"
;D
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Chief Sgt. Bradley am 2.03.2012 | 11:35
Ich finde es fruchtbar wenn diese MMO- und Computerbegriffe verwendet werden.
Aber auch bei z.B. SR: "Hey Mage ich hab ne S-Wunde. Heil ma!" rennt meine Immersion nackt mit nem Cocktail durch den Garten. :bang:

Gerade im Kampf finde ich solche Dinge schlimm. Denn der Kampf soll spannend und mitreissend sein. Als SL vergebe ich Gummipunkte für coole, atmosphärische und immersive Beschreibungen im Kampf.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Eulenspiegel am 2.03.2012 | 12:02
Dann solltet ihr würfelloses Kämpfe spielen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass zu viel Würfelei die Atmosphäre killt und die atmosphärischsten Szenen diejenigen waren, in denen nicht gewürfelt wurde.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Achamanian am 2.03.2012 | 12:22
Ich finde es fruchtbar wenn diese MMO- und Computerbegriffe verwendet werden.
Aber auch bei z.B. SR: "Hey Mage ich hab ne S-Wunde. Heil ma!" rennt meine Immersion nackt mit nem Cocktail durch den Garten. :bang:

Der Herr bewahre uns vor der verstörenden Vielfalt des Tischrollenspiels, die es uns ermöglicht, am selben Abend in einer Runde Spielmechaniken auszureizen und dann wieder die Regeln links liegen zu lassen, am selben Tisch zu looten, das Wams des gefallenen Gegners zu durchsuchen oder sich vor Entsetzen über die Bluttat zu übergeben, am selben Abend eine Würfelorgie abzuziehen, bei der Schlag auf Schlag Zahlen und Abkürzungen durch den Raum geschleudert werden, die kein Uneingeweihter versteht, und andächtig zu lauschen, wenn der SL einem erzählt, wie die letzte Elfe des Hains ihren Kopf auf ein Kissen aus trockenem Laub bettet und mit sterbenden Augen in die Flammen blickt, die über den Waldboden huschen, in dem Wissen, dass sie den Weg für eine neue Welt freimacht ...

Nein, der Herr bewahre uns vor solcher Vielfalt! Wie sollten wir da noch wissen, was wir sind, anspruchsvolle Atmosphäriker oder tumbe Schnetzelprolos, feinsinnige Einfühler oder stumpfsinnige Dreschflegel ... Der Herr bewahre uns! Er bewahre uns! Er bewahre uns!
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Teylen am 2.03.2012 | 12:29
Der Herr bewahre uns vor der verstörenden Vielfalt des Tischrollenspiels, die es uns ermöglicht, am selben Abend in einer Runde Spielmechaniken auszureizen und dann wieder die Regeln links liegen zu lassen, am selben Tisch zu looten, das Wams des gefallenen Gegners zu durchsuchen oder sich vor Entsetzen über die Bluttat zu übergeben, am selben Abend eine Würfelorgie abzuziehen, bei der Schlag auf Schlag Zahlen und Abkürzungen durch den Raum geschleudert werden, die kein Uneingeweihter versteht, und andächtig zu lauschen, wenn der SL einem erzählt, wie die letzte Elfe des Hains ihren Kopf auf ein Kissen aus trockenem Laub bettet und mit sterbenden Augen in die Flammen blickt, die über den Waldboden huschen, in dem Wissen, dass sie den Weg für eine neue Welt freimacht ...

Nein, der Herr bewahre uns vor solcher Vielfalt! Wie sollten wir da noch wissen, was wir sind, anspruchsvolle Atmosphäriker oder tumbe Schnetzelprolos, feinsinnige Einfühler oder stumpfsinnige Dreschflegel ... Der Herr bewahre uns! Er bewahre uns! Er bewahre uns!
+1 Ich mag den Post ^^
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Pyromancer am 2.03.2012 | 12:39
Der Herr bewahre uns vor der verstörenden Vielfalt des Tischrollenspiels, die es uns ermöglicht, am selben Abend in einer Runde Spielmechaniken auszureizen und dann wieder die Regeln links liegen zu lassen, am selben Tisch zu looten, das Wams des gefallenen Gegners zu durchsuchen oder sich vor Entsetzen über die Bluttat zu übergeben, am selben Abend eine Würfelorgie abzuziehen, bei der Schlag auf Schlag Zahlen und Abkürzungen durch den Raum geschleudert werden, die kein Uneingeweihter versteht, und andächtig zu lauschen, wenn der SL einem erzählt, wie die letzte Elfe des Hains ihren Kopf auf ein Kissen aus trockenem Laub bettet und mit sterbenden Augen in die Flammen blickt, die über den Waldboden huschen, in dem Wissen, dass sie den Weg für eine neue Welt freimacht ...

Nein, der Herr bewahre uns vor solcher Vielfalt! Wie sollten wir da noch wissen, was wir sind, anspruchsvolle Atmosphäriker oder tumbe Schnetzelprolos, feinsinnige Einfühler oder stumpfsinnige Dreschflegel ... Der Herr bewahre uns! Er bewahre uns! Er bewahre uns!

Warum akzeptierst du nicht einfach, dass es Dinge gibt, die manche Leute stören? Bei sich daheim im stillen Kämmerlein darf jeder machen, was er will, aber sobald wir an einem Tisch sitzen ist ein Konsens nötig. Und dann kann es eben passieren, dass irgend jemand nicht mit Leuten spielen will, die unimmersiv und mit WoW-Sprech spielen.
Ich spiele auch nicht (mehr) in einer Runde, bei der im Hintergrund immer Power Metal läuft. Das hat mit Vielfalt und Besserspielertum rein gar nichts zu tun, sondern nur mit der Tatsache, dass es für mich so nicht funktioniert. Punkt. Wenn du damit kein Problem hast: Schön für dich. Aber ich bin mir sicher, dass auch du nicht jede Verhaltensweise am Tisch abkannst, also komm mal runter von deinem hohen Ross.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Achamanian am 2.03.2012 | 12:51
Warum akzeptierst du nicht einfach, dass es Dinge gibt, die manche Leute stören? Bei sich daheim im stillen Kämmerlein darf jeder machen, was er will, aber sobald wir an einem Tisch sitzen ist ein Konsens nötig. Und dann kann es eben passieren, dass irgend jemand nicht mit Leuten spielen will, die unimmersiv und mit WoW-Sprech spielen.
Ich spiele auch nicht (mehr) in einer Runde, bei der im Hintergrund immer Power Metal läuft. Das hat mit Vielfalt und Besserspielertum rein gar nichts zu tun, sondern nur mit der Tatsache, dass es für mich so nicht funktioniert. Punkt. Wenn du damit kein Problem hast: Schön für dich. Aber ich bin mir sicher, dass auch du nicht jede Verhaltensweise am Tisch abkannst, also komm mal runter von deinem hohen Ross.

Es stört mich kein bisschen, wenn Leute am Spieltisch ihre ideosynkratischen Vorlieben haben, sich darüber austauschen, zusammenfinden und auseinandergehen. Die muss man auch nicht begründen.

Was ich echt daneben finde, sind die Behauptungen darüber, dass das Spiel von Leuten "eingeschränkt" würde, nur weil sie einfach einen anderen Sprachduktus pflegen. Man muss doch keine hahnbüchenen Theorien darüber aufstellen, dass wer "looten" sagt ein mechanistisches Spielverständnis hätte, nur, weil einem selbst der Begriff auf die Nerven geht. Der Begriff darf einem auch einfach so auf die Nerven gehen.

Und was mich auch nervt, ist wenn aus der eigenen Vorliebe Handlungsanweisungen für andere Spieler abgeleitet werden, nämlich z.B., dass sie doch lieber WoW zocken sollen. Im Allgemeinen werden die Leute schon selbst wissen, ob sie am Tischrollenspiel Spaß haben, ob sie dabei nun WoW-Terminologie benutzen oder nicht. Da muss man ihnen nicht damit kommen, dass sie beim Pen&Paper irgendwie "falsch" wären.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Pyromancer am 2.03.2012 | 12:57
Es stört mich kein bisschen, wenn Leute am Spieltisch ihre ideosynkratischen Vorlieben haben, sich darüber austauschen, zusammenfinden und auseinandergehen. Die muss man auch nicht begründen.

Was ich echt daneben finde, sind die Behauptungen darüber, dass das Spiel von Leuten "eingeschränkt" würde, nur weil sie einfach einen anderen Sprachduktus pflegen. Man muss doch keine hahnbüchenen Theorien darüber aufstellen, dass wer "looten" sagt ein mechanistisches Spielverständnis hätte, nur, weil einem selbst der Begriff auf die Nerven geht. Der Begriff darf einem auch einfach so auf die Nerven gehen.

Und was mich auch nervt, ist wenn aus der eigenen Vorliebe Handlungsanweisungen für andere Spieler abgeleitet werden, nämlich z.B., dass sie doch lieber WoW zocken sollen. Im Allgemeinen werden die Leute schon selbst wissen, ob sie am Tischrollenspiel Spaß haben, ob sie dabei nun WoW-Terminologie benutzen oder nicht. Da muss man ihnen nicht damit kommen, dass sie beim Pen&Paper irgendwie "falsch" wären.

Das ist aber in dem Beitrag, den du zitiert hast, gar nicht passiert.  wtf?

Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Teylen am 2.03.2012 | 13:03
Das klingt aber in dem Thread irgendwie schon zwischen den Zeilen so a bissel durch ^^;
Also das Leuts wo l00t3n sagen ja auch gleich beim CRPG oder den MMOs bleiben koennten.

(Heisst ich nahm auch an das Ach den Post nicht nur auf die beiden zitierten Saetze bezog)
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Achamanian am 2.03.2012 | 13:12
Das ist aber in dem Beitrag, den du zitiert hast, gar nicht passiert.  wtf?



Vielleicht habe ich gerade die falsche Häfte zitiert:

Zitat
Gerade im Kampf finde ich solche Dinge schlimm. Denn der Kampf soll spannend und mitreissend sein. Als SL vergebe ich Gummipunkte für coole, atmosphärische und immersive Beschreibungen im Kampf.

"Schlimm" ist  in meinen Augen durchaus ein sehr deutliches Werturteil, auch wenn da ein "finde" beisteht. Das heißt mehr als nur "mir gefällt das nicht", das ist schon ein deutliches "ich halte das prinzipiell für falsch und die Allgemeinheit sollte mir da zustimmen". (Wenn jemand sagt: "Ich finde Rollenspiele schlimm", würde man sich ja auch ärgern, im Gegensatz zu: "mir gefallen Rollenspiele nicht".)

Zugegebenermaßen habe ich mich aber auch mehr auf zuvor in diesem Thread geschriebenes bezogen, insbesondere eben die Theorien zur "Optionseinschränkung" und zu "mechanistischem Rollenspiel", die für mich nach puren Abgrenzungs- und Selbstaufwertungsstrategien aussehen.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: korknadel am 2.03.2012 | 13:24
@Rumspiel:
Es ist nicht so sehr das "schlimm", was zum Wioderspruch reizt. Sondern in der Aussage "Der Kampf soll spannend und mitreißend sein" steckt kontextbedingt drin, dass er das nicht sein kann, wenn man nicht so und so spielt. Das ist die Aussage, die ich hier anzweifle, denn das ist eine Unterstellung. Wieso sollte ein Kampf mit "tanken" und fulldingens attack nicht auch spannend und mitreißend sein?

Freilich ist das natürlich trotzdem alles "für mich" und "ich finde" ...
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Arldwulf am 2.03.2012 | 13:24
Was ich echt daneben finde, sind die Behauptungen darüber, dass das Spiel von Leuten "eingeschränkt" würde, nur weil sie einfach einen anderen Sprachduktus pflegen.

Es ist nunmal ein sehr auf Sprache ausgelegtes Spiel. Und ja - natürlich wird dies eingeschränkt wenn ich mich in meiner Begriffswahl einschränke. Es ist nur nicht zwingend etwas schlechtes das zu machen solange man sich dessen bewusst ist. Und mit Leuten spielt die es genauso sehen.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Achamanian am 2.03.2012 | 13:26
Es ist nunmal ein sehr auf Sprache ausgelegtes Spiel. Und ja - natürlich wird dies eingeschränkt wenn ich mich in meiner Begriffswahl einschränke. Es ist nur nicht zwingend etwas schlechtes das zu machen solange man sich dessen bewusst ist. Und mit Leuten spielt die es genauso sehen.

Dann erklär mir mal, warum sich derjenige, der nach Lust und Laune von tanken und looten spricht, sich und andere einschränkt, während der, der diese schmutzigen Worte nicht in den Mund nimmt, eine besondere Vielfalt fördert und zum Ausdruck bringt.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 2.03.2012 | 13:30
Dann erklär mir mal, warum sich derjenige, der nach Lust und Laune von tanken und looten spricht, sich und andere einschränkt, während der, der diese schmutzigen Worte nicht in den Mund nimmt, eine besondere Vielfalt fördert und zum Ausdruck bringt.
+ 1
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 2.03.2012 | 13:30
Der Herr bewahre uns vor der verstörenden Vielfalt des Tischrollenspiels, die es uns ermöglicht, am selben Abend in einer Runde Spielmechaniken auszureizen und dann wieder die Regeln links liegen zu lassen, am selben Tisch zu looten, das Wams des gefallenen Gegners zu durchsuchen oder sich vor Entsetzen über die Bluttat zu übergeben, am selben Abend eine Würfelorgie abzuziehen, bei der Schlag auf Schlag Zahlen und Abkürzungen durch den Raum geschleudert werden, die kein Uneingeweihter versteht, und andächtig zu lauschen, wenn der SL einem erzählt, wie die letzte Elfe des Hains ihren Kopf auf ein Kissen aus trockenem Laub bettet und mit sterbenden Augen in die Flammen blickt, die über den Waldboden huschen, in dem Wissen, dass sie den Weg für eine neue Welt freimacht ...

Nein, der Herr bewahre uns vor solcher Vielfalt! Wie sollten wir da noch wissen, was wir sind, anspruchsvolle Atmosphäriker oder tumbe Schnetzelprolos, feinsinnige Einfühler oder stumpfsinnige Dreschflegel ... Der Herr bewahre uns! Er bewahre uns! Er bewahre uns!
+ 1
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Pyromancer am 2.03.2012 | 13:32
@Rumspiel:
Es ist nicht so sehr das "schlimm", was zum Wioderspruch reizt. Sondern in der Aussage "Der Kampf soll spannend und mitreißend sein" steckt kontextbedingt drin, dass er das nicht sein kann, wenn man nicht so und so spielt. Das ist die Aussage, die ich hier anzweifle, denn das ist eine Unterstellung. Wieso sollte ein Kampf mit "tanken" und fulldingens attack nicht auch spannend und mitreißend sein?

Ich kann da nur aus meiner Warte sprechen: Ohne Immersion, ohne Kontext und ohne emotionales Investment ist ein Rollenspielkampf etwa so spannend wie eine Partie Mensch-ärger-dich-nicht. Wenn nun jemand durch die Verwendung von WoW-Sprech aus der Immersion gerissen wird (und es gibt Leute, für die das zutrifft), dann ist der Kampf eben für diese Leute entsprechend unspannend - weil sie nicht "drin" sind.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: korknadel am 2.03.2012 | 13:38
Dann erklär mir mal, warum sich derjenige, der nach Lust und Laune von tanken und looten spricht, sich und andere einschränkt, während der, der diese schmutzigen Worte nicht in den Mund nimmt, eine besondere Vielfalt fördert und zum Ausdruck bringt.

Das wurde auf den vorigen Seiten ja schon oft genug getan (also erklärt). Die Argumentation geht ungefähr so wie diese Gender-Linguistik, von der ich im Grunde keine Ahnung habe: Wenn man andauernd irgendetwas sagt, dann prägt das irgendwie auch Denken, Handeln und Gesellschaft, der Wortgebrauch ist dann wie in der Schöpfungsgeschichte quasi Fakten schaffend, d.h. wer immer nur tanken sagt, anstatt etwas anderes, der reduziert die Spielrealität auch auf solche Begriffe, heißt es in der Theorie, und am Ende schafft er quasi, dass er selbst auf gar nichts anderes mehr als aufs Tanken kommt. LTI, was weiß ich, das Affirmieren von Klischees durch ständige unbewusste, verbale Reproduktion ...  
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Jandalf am 2.03.2012 | 13:43
Aus irgendeinem Grund habe ich plötzlich Lust auf eine Partie schwer gehausregeltes Mensch-Ärgere-Dich-Nicht mit ein paar Freunden.

Wir halten Fest: Es gibt Leute die es stört, es gibt Leute die es nicht stört, es gibt Leute die es stört dass es andere Leute stört und es gibt offenbar auch Leute die es stört dass es andere Leute nicht stört. Ich bin verwirrt, wo wollen wir mit der Diskussion nochmal hin?
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Achamanian am 2.03.2012 | 13:46
Das wurde auf den vorigen Seiten ja schon oft genug getan (also erklärt). Die Argumentation geht ungefähr so wie diese Gender-Linguistik, von der ich im Grunde keine Ahnung habe: Wenn man andauernd irgendetwas sagt, dann prägt das irgendwie auch Denken, Handeln und Gesellschaft, der Wortgebrauch ist dann wie in der Schöpfungsgeschichte quasi Fakten schaffend, d.h. wer immer nur tanken sagt, anstatt etwas anderes, der reduziert die Spielrealität auch auf solche Begriffe, heißt es in der Theorie, und am Ende schafft er quasi, dass er selbst auf gar nichts anderes mehr als aufs Tanken kommt. LTI, was weiß ich, das Affirmieren von Klischees durch ständige unbewusste, verbale Reproduktion ...  

Das ist ja sogar nicht einmal völlig abwegig - klar stimme ich zu, dass Menschen die Wirklichkeit in ihrem Kopf über Sprache organisieren, und klar, wenn Leute NUR "tanken!" und "looten!" krakeelen, dann schränken sie auch ihre Denkoptionen ein. Genauso schränken Leute aber auf Dauer ihre Denkoptionen ein, wenn sie dauernd nur die gleichen drei Athmo-Vokabeln "panthergleich", "unheilvoll" und "erhaben" raunen.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 2.03.2012 | 13:46
Das wurde auf den vorigen Seiten ja schon oft genug getan (also erklärt). Die Argumentation geht ungefähr so wie   ...  
die haben noch kein gutes Wiener DSA Schnarch Stimmisdpiel erlebt.
Ein Jäger wie ich ihn spiele ...siehe MSuZ Seite X
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 2.03.2012 | 13:46
Ich kann da nur aus meiner Warte sprechen: Ohne Immersion, ohne Kontext und ohne emotionales Investment ist ein Rollenspielkampf etwa so spannend wie eine Partie Mensch-ärger-dich-nicht. Wenn nun jemand durch die Verwendung von WoW-Sprech aus der Immersion gerissen wird (und es gibt Leute, für die das zutrifft), dann ist der Kampf eben für diese Leute entsprechend unspannend - weil sie nicht "drin" sind.
hat dagegen jemand was gesagt? Das ist ne Geschmacksfrage, genauso wie es Leuten Spass machen mag das ihr Input auf Hartwursteinkäufe und Tavernenhohlschwafeleien reduziert ist.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Tudor the Traveller am 2.03.2012 | 13:48
Dann erklär mir mal, warum sich derjenige, der nach Lust und Laune von tanken und looten spricht, sich und andere einschränkt, während der, der diese schmutzigen Worte nicht in den Mund nimmt, eine besondere Vielfalt fördert und zum Ausdruck bringt.

Na, die Antwort liegt doch auf der Hand. Wenn die fraglichen Begriffe innerhalb der Runde destruktiv auf die im Konsens gewünschte Spielatmosphäre wirken, dann führt die Verwendung insgesamt zu einer Einschränkung der Mitspieler (da vermindertes Spielvergnügen), während die Vermeidung den Mitspielern mehr Raum gewährt, weil eben nichts kaputt geht.

Hier ist weniger eben mehr.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Pyromancer am 2.03.2012 | 13:50
hat dagegen jemand was gesagt?

Ich hab nur korknadels Frage beantwortet, nicht irgendwo dagegenargumentiert.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Naldantis am 2.03.2012 | 13:51
Gerade im Kampf finde ich solche Dinge schlimm. Denn der Kampf soll spannend und mitreissend sein. Als SL vergebe ich Gummipunkte für coole, atmosphärische und immersive Beschreibungen im Kampf.

Huch, bei sowas gehe ich immer ein...
...ich kann nunmal keine Kampfaktionen beschreiben, weder habe ich selber Kampferfahrung, noch sehe ich Filme aus diesem Genre und selbst bei Romanen überfliege ich die entsprechende Stellen nur...

Ich könnte vielleicht einige MMORPG-Animationen beschreiben - etliche von den Spielen haben da ganz apparte Szenen zusammengeskriptet...

Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Achamanian am 2.03.2012 | 13:52
Na, die Antwort liegt doch auf der Hand. Wenn die fraglichen Begriffe innerhalb der Runde destruktiv auf die im Konsens gewünschte Spielatmosphäre wirken, dann führt die Verwendung insgesamt zu einer Einschränkung der Mitspieler (da vermindertes Spielvergnügen), während die Vermeidung den Mitspielern mehr Raum gewährt, weil eben nichts kaputt geht.

Insofern unterscheiden die WoW-Vokabeln sich aber in nichts von irgend etwas anderem, was der Mehrzahl der Mitspieler auf die Nerven geht. Genau so könnte man sich darüber auslassen, wie die x-te wortreiche Beschreibung eines glitzernden Eispalastes die Denkoptionen einschränkt, weil der SL, der ihn so lyrisch beschreibt, sich vielleicht irgendwann gar nicht mehr vorstellen kann, dass das, was die Leute in diesem Eispalast machen, viel wichtiger ist als die myriadenfache Brechung des Fackelscheins in den Hunderttausend Facetten.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: korknadel am 2.03.2012 | 14:01
Ich hab nur korknadels Frage beantwortet, nicht irgendwo dagegenargumentiert.

Upps, ich habe Deine Antwort übersehen (wie nur?).

Ja, freilich ist auch das eine Sache der persönlichen Wahrnehmung und des Geschmacks, das war mir schon bewusst.

@Kampf ausschmücken:
Wie machen die Ausschmücker und Immersionisten das denn dann am Spieltisch? Ich kann mir das bei den meisten Systemen nicht vorstellen. Denn dort muss man doch zwangsläufig ständig aus dem IC-Sprech und aus der Beschreibung herausfallen, um regeltechnische Dinge zu klären, Zuschläge und Abzüge festzulegen, Würfelergebnisse und Schadenssummen mitzuteilen. Das lässt sich doch gar nicht vermeiden, und das sind ja doch ganz stattliche Textmengen, die zwangsläufig mechanisch sind und einen aus der Spannung und Mitgerissenheit einer Kampfschilderung herausreißen müssen.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Arldwulf am 2.03.2012 | 14:03
Das ist ja sogar nicht einmal völlig abwegig - klar stimme ich zu, dass Menschen die Wirklichkeit in ihrem Kopf über Sprache organisieren, und klar, wenn Leute NUR "tanken!" und "looten!" krakeelen, dann schränken sie auch ihre Denkoptionen ein. Genauso schränken Leute aber auf Dauer ihre Denkoptionen ein, wenn sie dauernd nur die gleichen drei Athmo-Vokabeln "panthergleich", "unheilvoll" und "erhaben" raunen.

Exakt. Wie gesagt: "looten" ist nicht per se besser oder schlechter als andere Wörter. Es ist nur ein Beispiel für einen Kurzbegriff hinter dem sich eine standartisierte Handlung verbindet. Als solches ist es sogar besser als das rein descriptive "panthergleich" - so lange dieses keine weiteren Informationen bietet.

Darum darf man das eben auch nicht mit "Beschreiben um des beschreiben willens" gleichsetzen. Darum geht es nicht.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Achamanian am 2.03.2012 | 14:08

@Kampf ausschmücken:
Wie machen die Ausschmücker und Immersionisten das denn dann am Spieltisch? Ich kann mir das bei den meisten Systemen nicht vorstellen. Denn dort muss man doch zwangsläufig ständig aus dem IC-Sprech und aus der Beschreibung herausfallen, um regeltechnische Dinge zu klären, Zuschläge und Abzüge festzulegen, Würfelergebnisse und Schadenssummen mitzuteilen. Das lässt sich doch gar nicht vermeiden, und das sind ja doch ganz stattliche Textmengen, die zwangsläufig mechanisch sind und einen aus der Spannung und Mitgerissenheit einer Kampfschilderung herausreißen müssen.

Das würde mich auch interessieren. Meine Vermutung: Wenn einen das "Looten" rausreißt, liegt das vielleicht weniger daran, dass plötzlich auf eine eher mechanische Ebene gewechselt wird (denn das geschieht ja in den meisten Runden wohl ständig), sondern dass:

1. Ein eher mechanischer Begriff an einem Punkt verwendet wird, an dem man aus seiner eigenen Spielgewohnheit heraus eher eine In-time-Beschreibung erwartet.

2. (böser Verdacht) Daran, dass man ein gewisses kultivierten Missfallen einer bestimmten Sprache gegenüber pflegt.

Ersteres ist nachvollziehbar, allerdings: Wenn ein Spieler eine bestimmte Situation eher "mechanisch" behandelt, heißt das noch lange nicht, dass er prinzipiell mechanisch mit dem Spiel umgeht. Es kann auch einfach ganz unterschiedliche Vorstellungen davon geben, welche Situationen man gerne ausspielt und welche man lieber mit einem kurzen "loot" abhandelt, um dann zum wesentlichen zu kommen.
Was gestört ist, ist dabei auf jeden Fall die Kommunikation zwischen den Spielern, und nicht das Sprachverhalten eines der Spieler.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Arldwulf am 2.03.2012 | 14:15
Upps, ich habe Deine Antwort übersehen (wie nur?).

Ja, freilich ist auch das eine Sache der persönlichen Wahrnehmung und des Geschmacks, das war mir schon bewusst.

@Kampf ausschmücken:
Wie machen die Ausschmücker und Immersionisten das denn dann am Spieltisch? Ich kann mir das bei den meisten Systemen nicht vorstellen. Denn dort muss man doch zwangsläufig ständig aus dem IC-Sprech und aus der Beschreibung herausfallen, um regeltechnische Dinge zu klären, Zuschläge und Abzüge festzulegen, Würfelergebnisse und Schadenssummen mitzuteilen. Das lässt sich doch gar nicht vermeiden, und das sind ja doch ganz stattliche Textmengen, die zwangsläufig mechanisch sind und einen aus der Spannung und Mitgerissenheit einer Kampfschilderung herausreißen müssen.

Kommt darauf an. Wenn der Spielleiter die Optionen des Charakters kennt (entweder indem sie vorab festgelegt sind oder aber er sie selbst je nach Situation festlegt) muss dieser mechanisch nichts beschreiben.

Ähnlich sieht es aus wenn der Spielleiter seinen Spielern vertrauen kann und diese ihre eigenen Werte etc. kennen. Um ein Beispiel zu nennen....in AD&D wird der Wert den ich schliesslich als Trefferwurf sage durchaus von vielen mechanischen Komponenten beeinflusst. Dennoch sage ich diese selten komplett. Der SL weiß dass ich mich mit meinen Werten auskenne und das es wohl passen wird wenn ich einen bestimmten Wert ansage. Bei komplizierteren Dingen reicht auch meist der Name dessen was man macht - den rest kennt der SL oder kann es nachschauen.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Chief Sgt. Bradley am 2.03.2012 | 14:49
Ich finde es fruchtbar wenn diese MMO- und Computerbegriffe verwendet werden.
Aber auch bei z.B. SR: "Hey Mage ich hab ne S-Wunde. Heil ma!" rennt meine Immersion nackt mit nem Cocktail durch den Garten. :bang:

Gerade im Kampf finde ich solche Dinge schlimm. Denn der Kampf soll spannend und mitreissend sein. Als SL vergebe ich Gummipunkte für coole, atmosphärische und immersive Beschreibungen im Kampf.
Ich meinte natürlich furchtbar ::)
Und "ich finde" bedeutet nicht: Ich spreche nie wieder mit Leuten, die sowas sagen.
Allerdings kommt es auch immer darauf an was man spielt. Ein D&D4, fühlt sich für mich an wie ein Computer-RPG auf Papier. Als wir das mal testeten sagte der SL, er hätt sich beinahe ein gelbes Fragzeichen aus Pappe für seinen Kopf gebastelt. Ich bin ihm sehr dankbar, dass er das nicht gemacht hat.

Zum Thema Kampfbeschreibungen:
Die sollen natürlich nicht in ellenlanges Geschwafel ausarten. Für mich ist Action und Kampf ein wichtiger Bestandteil meines Spieles, also will ich mehr haben als:"Ich schieße, schlage oder steche!" Sondern mal einen coolen Spruch, einfach tolle Aktionen, kreatives Ablenken der Gegner (z.B. Savage Worlds vergleichende Attributsprobe, kann man in viele Systeme übertragen) Umgebung nutzen (ich trete ihm den Stuhl zwischen die Beine, springe auf den Tisch um seinem Schlag zu entgehen, etc.)
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: korknadel am 2.03.2012 | 14:52
Kommt darauf an. Wenn der Spielleiter die Optionen des Charakters kennt (entweder indem sie vorab festgelegt sind oder aber er sie selbst je nach Situation festlegt) muss dieser mechanisch nichts beschreiben.

Ähnlich sieht es aus wenn der Spielleiter seinen Spielern vertrauen kann und diese ihre eigenen Werte etc. kennen. Um ein Beispiel zu nennen....in AD&D wird der Wert den ich schliesslich als Trefferwurf sage durchaus von vielen mechanischen Komponenten beeinflusst. Dennoch sage ich diese selten komplett. Der SL weiß dass ich mich mit meinen Werten auskenne und das es wohl passen wird wenn ich einen bestimmten Wert ansage. Bei komplizierteren Dingen reicht auch meist der Name dessen was man macht - den rest kennt der SL oder kann es nachschauen.

Aber man muss doch trotzdem sagen, welches Manöver (in DSA) man benutzt, welchen Erfolgsgrad man hat, wie viel Schaden man würfelt. Du sagst ja auch, dass gewisse Dinge "angesagt" werden. Das ist doch auch etwas Gesagtes, was die Mechanik betrifft, auch wenn man nicht vorbetet, wie der angesagte Wert zustandekommt.

Und merke: Besser, der SL schlägt mal kurz eine Regel nach, die er nicht weiß, als dass man die Immersion durch eine mündliche Erläuterung unterbricht.

Das habe ich daraus nun immerhin für mich mitgenommen.  ;D

Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Arldwulf am 2.03.2012 | 15:29
Letztlich: Klar. Natürlich sagen die Spieler immer noch auch Dinge die mechanisch sind. Aber eben nicht nur solche Dinge. Und eigentlich ginge es sogar ohne. Ich hab z.B. mal eine Runde D&D mit einer Spielerin gespielt die keine Bücher hatte und mit mir den Charakter rein beschreibend erstellt hatte. Also mittels: Willst du noch eine elegante Finte oder doch lieber irgendeinen dreckigen Straßentrick für deine Schurkin?

Beim Spiel selbst hat sie dann einfach beschrieben was sie tat, gewürfelt und ich hab in ihren Charakterbogen geschaut und beschrieben was die Auswirkungen sind. Funktioniert, ist auch nicht wirklich schwierig. Der Grund warum ich das nicht dauernd machen würde ist ich ja auch will dass die Spieler die Mechanik hinter ihren Charakteren kennen.

Wie gesagt: Spielmechanik ist nichts schlimmes - das ganze ist nunmal ein Spiel und eigentlich kann man das recht locker sehen. Looten & Co. ist doch nicht problematisch weil es Spielmechaniken beschreibt sondern weil es die Aktion auf eine bestimmte Verhaltensweise einschränkt.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Arldwulf am 2.03.2012 | 15:40
^^ das Thema hast du wohl wirklich überlesen, denn es wurde weiter oben schon behandelt.

Die Antwort darauf ist: Gar nicht. Looten und Plündern ist genau das gleiche nur in anderer Sprache. Es gibt vielleicht ein paar unterschiedliche Assoziationen aber im wesentlichem besteht dort kein Unterschied.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 2.03.2012 | 15:51

Die Antwort darauf ist: Gar nicht. Looten und Plündern ist genau das gleiche nur in anderer Sprache. Es gibt vielleicht ein paar unterschiedliche Assoziationen aber im wesentlichem besteht dort kein Unterschied.
QED
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: First Orko am 2.03.2012 | 15:56
^^ das Thema hast du wohl wirklich überlesen, denn es wurde weiter oben schon behandelt.

Die Antwort darauf ist: Gar nicht. Looten und Plündern ist genau das gleiche nur in anderer Sprache. Es gibt vielleicht ein paar unterschiedliche Assoziationen aber im wesentlichem besteht dort kein Unterschied.

Stimmt. Ich persönlich hab mit "looten" als reine Meta-Info zum Beispiel gar nicht mal so das Problem. Allerdings assoziiere ich mit "tank" in erster Linie Panzer und wenn dann auch noch "tanken" deutsch ausgesprochen wird denk ich an Treibstoff... Assoziationen halt.

Ich geh dann mal Aufträge in der nächsten Taverne aquirieren ;)
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Arldwulf am 2.03.2012 | 16:02
Also wird hier mal wieder nur um des Diskutierenswillen diskutiert.

Nein, das Thema ist nur einfach ein anderes als die Frage "Ist looten schlechter als plündern". Steht ja auch in der Überschrift. Looten ist nur ein Beispiel für einen Begriff den man mit solchem Verhalten assoziieren kann. Aber das Problem ist das Verhalten, nicht der Begriff.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 2.03.2012 | 16:05
Falsch, das Problem ist, das einige den Begriff heruntermachen.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Arldwulf am 2.03.2012 | 16:08
Das heißt du glaubst der Threaderöffner hätte kein Problem damit wenn die Spieler dieses Verhalten anders nennen würden? Zum Beispiel Smjakeln und Trupen?

Und ansonsten sich weiter genauso verhalten? Irgendwie glaube ich mehr das seine Aussagen sich darauf beziehen dass er Spieler hat die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer - RPG machen. Weiß auch nicht warum.  ;D
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 2.03.2012 | 16:17
Es gefällt ihm nicht, mir nicht aber das ist was anderes als die Behauptung es würde die Vielfalt einschränken etc etc.

Mir schmeckt auch italienisch nicht, deshsalb verlange ich nicht das italienische Restaurants geschlossen werden.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Sphärenwanderer am 2.03.2012 | 16:31
^^ das Thema hast du wohl wirklich überlesen, denn es wurde weiter oben schon behandelt.

Die Antwort darauf ist: Gar nicht. Looten und Plündern ist genau das gleiche nur in anderer Sprache. Es gibt vielleicht ein paar unterschiedliche Assoziationen aber im wesentlichem besteht dort kein Unterschied.
Man einigt sich am Spieltisch ja aber auch auf eine gemeinsame Sprache. ;) Und Looten würde vielen Leuten, die ich kenne, gar nichts sagen, also den Informationswert senken. Übrigens macht es schon einen Unterschied, ob du sagst, dass du die Leiche fledderst, plünderst, durchsuchst oder durchwühlst, wenn es auch ein äußerst feiner sprachlicher Unterschied ist, den ich nicht missen möchte. Da man im P&P aber nicht viel mehr als die Sprache zur Verfügung hat, sind auch Nuancen bedeutsam - und Looten lässt immer gleich PC-Assoziationen mitschwingen, da es der einzige Kontext ist, in dem dieser Anglizismus normalerweise verwendet wird. Und selbst wenn nur ein einziger Spieler am Tisch Looten nicht versteht, hat sich die Verwendung des Wortes doch schon als schlecht herausgestellt.

Beim P&P geht einfach zu viel um die Gedankenbilder, die man hat, und eben diese als unbedeutend abgetane Assoziationen. Man stellt sich auch etwas anderes vor, wenn jemand sagt, er eilt, prescht, läuft, oder stürmt nach vorne, auch wenn die Kernbedeutung - die schnelle Bewegung auf etwas zu - immer gleich bleibt.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Benjamin am 2.03.2012 | 16:48
Das Problem ist nicht das Wort "luuutn", oder das Wort "täänkn". Das Problem ist, wenn ein Spieler darauf beschränkt ist, die Handlungsweisen die er von seinem CRPG kennt auf P&P zu übertragen (und eigentlich fast nur diese), obwohl es doch eigentlich so viel mehr gäbe.

(...)

Aber wenn genau eine Person unter 5 Leuten die bemüht sind auch erzählerisch ein bißchen was zu bieten so ist, und auch der Spielleiter offensichtlich einfach einen anderen Stil pflegt. Dann ists doof. Echt.

Die Leute lernen das immer nicht von heute auf morgen. Manchmal braucht es einfach länger, bis man sich neue Verhaltensmuster aneignet. Wenn die Person regelmäßig kommt und engagiert mitspielt, ohne dass deutlich wird, dass sie aktiv stören möchte, dann hab einfach Geduld. Vielleicht änderst Du Dich ja auch ein bisschen. ;)
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: SeelenJägerTee am 2.03.2012 | 16:57
Das Problem ist nicht das Wort "luuutn", oder das Wort "täänkn".

Das Problem ist, wenn ein Spieler darauf beschränkt ist, die Handlungsweisen die er von seinem CRPG kennt auf P&P zu übertragen (und eigentlich fast nur diese), obwohl es doch eigentlich so viel mehr gäbe.
[...]

Wie lange habt ihr denn schon mit der Person gespielt? 2 Sitzungen? 3?
Wenn er vom CRPG kommt, dann kennt der Spieler die Optionen vielleicht gar nicht? Woher auch? Vielleicht hält er das für Settingkonvention (und die meisten Leute machen sich wohl über Settingkonvention keine Gedanken, das läuft einfach über ein Gefühl "was Richtig ist").

Ich würde vermuten, dass sich das nach einigen Sitzungen von alleine geben wird.

Aber wenn du die Entwicklung forcieren willst könnte es helfen eine Situation zu bringen in der man kreativ herangehen muss.

In unserer Runde hat sich mal folgendes zugetragen:
Eine Stadt am See, im See lebt eine untote Sirene, die die Kinder der Stadt ins den nassen, kalten Tod lockt (nicht alle auf einmal und nicht alle, aber es gehen halt ab und an welche nachts ins Wasser, die Stadt blutet also langsam aus). Die Bevölkerung tut nichts, da sie vom Fischfang leben und wenn sie die Sirene sauer machen, dann könnten sie nicht mehr auf den See fischen und ihre Familien nicht mehr ernähren.
Unsere Charaktere kommen an (einige sind noch ziemlich Jung und einer schafft den Willenskraftwurf, einer nicht. Man hält den natürlich fest und sieht wie welche zum Wasser laufen, man hält auch die auf).
Unsere Charaktere wollen was dagegen tun, beschwören die Bevölkerung sich doch aufzulehnen, man würde ihnen helfen, schafft ein paar Würfe und in der Nacht bekämpt man die Sirene (hat sich nicht exakt so zugetragen aber nach allem was für den Faden hier wichtig ist reicht das [wer's genau wissen will, es gibt die Geschichte hier bei den DoS (http://tanelorn.net/index.php/topic,64206.msg1248954.html#msg1248954)]) und gewinnt.
Die Bewohner sind einem dementsprechend dankbar und man ist der Held der Stadt.

Später:
Am andern Ufer des Sees findet man einen Nekromanten mit vieeeeelen Untoten. Zu viele um ihn im direkten Kampf zu besiegen. Man späht ihn aus und findet heraus, dass er sich Tagsüber in eine Höhle zurück zieht, allerdings steht der Eingang zur Hälfte unter Wasser, man müsste also reinwaten und drinnen wartet die übermacht an Untoten auf einen.
Was tun?
Unsere SC haben in der Stadt alle Fässer an Öl, Talg und Tran die man so finden konnte aufgetrieben sie auf ein Floß gepackt, Tagsüber in den Höhleneingang geschoben und mit Brandpfeilen angezündet.
Ende vom Lied war, dass der Nekro an Brandgasvergiftung krepiert ist.

Bring doch dieses Szenario einfach mal als Oneshot. Bring sie in eine Situation wo ein direkter Angriff nicht funktioniert, wo die CRPG manier Tür auf, reingehen, moschen bis nix mehr lebt nicht funktioniert und "erst mal leveln" keine Option ist - und mach ihnen das auch klar.

Klär mit den anderen Spielern, dass sie erst mal dem Neuling Chancen geben sollen eine Kreative Problemlösung aufzubringen.
Wenn er nicht auf so ne Idee kommt, dann sollten - nach deiner Aussage - wohl die anderen Spieler sich was einfallen lassen.

Dadurch sollte euer CRPGler zumindest mal sehen wie kreative Problemlösung im P&P funktionieren KANN.

Zitat
Aber wenn genau eine Person unter 5 Leuten die bemüht sind auch erzählerisch ein bißchen was zu bieten so ist, und auch der Spielleiter offensichtlich einfach einen anderen Stil pflegt.
[...]
Wenn ich dich richtig verstehe ist das so, dass 4 deiner Spieler sagen "Ich begebe mich zum Gefallenen, erlöse ihn mit einem Kehlenschnitt von seinen Qualen und dann öffne ich sein Wamss um zu sehen was er bei sich trägt? Hat er neben dem offensichtlichen vielleicht noch etwas, das seine Zugehörigkeit und/oder Herkunft offenbart?"
Wohingegen 1 von 5 sagt: "Ich loote den toten!"

Da frage ich mich schon was daran so stört, denn das nimmt den anderen ja eigentlich nix weg. Die anderen 4 können ja noch ihre lyrisch/episch/dramatischen Prosatexte anbringen.
Aber OK es gibt manche Verhaltensweisen an Menschen die objektiv völlig harmlos sind mich aber weiß glühend auf die Palme treiben, vielleicht ist das ja einfach so was.

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@ Looten
Man kann auch negativ-looten.
Einer meiner SC ist zwar Grabräuber und deswegen ziemlich kaltschnäuzig was das Plündern der Toten angeht. Aber er will es sich nicht völlig mit dem Totengott verscheißen. Deswegen drückt er Toten die seinen Weg kreuzen zwei Silbermünzen auf die Augen und schaufelt für sie ein Grab - wenn sie keine Silbermünzen im Geldbeutel haben, dann nimmt er halt welche von seinen eigenen (OK mittlerweile kann er das aus der Portokasse zahlen).
Er mag zwar als Grabräuber Abschaum der Gesellschaft sein, aber er ist nicht so ein Arschloch den Toten diese letzte Ehre eines Grabes und eines Totengebetes zu verwehren - und ich denke da überholt er viele SC-Paladine die erschlagene einfach den Raben überlassen.
Und er hat völlig uneigennützig gegen untote Seemonster gekämpft um die armen Kinderchen zu retten - hätte er mal lieber bleiben lassen, denn das hat eine Kette von Ereignissen in Gang gesetzt, die nur Problemen geführt haben (siehe Link oben).

Ich denke einen Grabräuber zu spielen war ziemlich interessant, da es dazu geführt hat, dass ich mir mal Gedanken darüber gemacht habe was eine Gesellschaft eigentlich als den toten Angemessen betrachtet. Denn Looten ist nicht gleich Looten, je nach Gesellschaft mag es angemessen sein "unehrenhafte Leute" zu plündern (zu deutsch den Straßenräuber der dich plündern wollte), es mag OK sein einem Krieger die Waffen abzunehmen oder aber gerade alles nur das nicht, es mag OK sein unpersönliche Wertgegenstände (wie Geld) an sich zu nehmen aber alles von persönlichem Wert nicht (z.B. Familienschmuck). Es mag moralisch Grenzwertig sein eine Leiche zu Plündern, wenn man ihr wenigstens ein ordentliches Begräbnis bereitet oder akzeptabel sie liegen zu lassen, wenn man sie wenigstens nicht anrührt.

Und das ist etwas was man sich eigentlich mal überlegen sollte, wenn in der Runde eine gewisse Wahrscheinlichkeit besteht, dass ne Leiche auftaucht. (Man kann sich ja mal das "Due to the Dead trope (http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/DueToTheDead)" bei TV-Tropes dazu durchlesen.)
Klar es wurden im Krieg immer die Gefallenen geplündert - aber kaum eine Gesellschaft empfand das als moralisch korrekt, sondern eigentlich als schmutzig, unehrenhaft und es garantiert praktisch, dass die göttliche Strafe im Sinne einer griechischen Tragödie folgen wird (zumindest wenn es die AnderenTM gegenüber den EigenenTM gemacht hat umgekehrt kann das schon wieder OK sein die tumben Barbaren zu fleddern).

PS: 8 nicht gelesene Beiträge in der Zwischenzeit, also Sorry falls schon so was ähnliches kam oder ich was übersehen hab.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Taschenschieber am 2.03.2012 | 19:28
Wenn ich statt "Ich durchsuche die Leiche panthergleich nach verwertbaren Gegenständen" "Ich loote" sagt, heißt das noch lange nicht, dass man zu dumm/unwillig ist, unstandardisierte Aktionen zu machen. Es heißt nur, dass man standardisierte Aktionen eben abkürzt.

edit: Bezieht sich auf Ardwulf, und ups, da war ja noch ne Seite...
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Taschenschieber am 2.03.2012 | 19:43
Ich spiele ja nicht mal MMOs, aber rede trotzdem von "looten" und "Tanks".

edit: Ja, statistisch ist das nicht signifikant, aber zumindest sollte es bitte noch mal klar machen, dass Pauschalisierungen bei diesem Thema teilweise etwas schieflaufen.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Fail_Ingwa am 2.04.2012 | 20:36
Einer aus unserer Runde sagte vor jeder gefährlichen Situation "Quiksave". Der Witz war schon beim ersten mal nicht gut, aber er machte es gefühlte 1000 mal, bis er selbst drauf kam das es nicht witzig ist.

@Topic wenn wir über Taktik und Charakter Optimierung reden verwenden wir ab und an Begriffe, die durch Pc RPG's geprägt wurden. Während des Spiels lassen wir das eher, war zu oft verwirrend.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Sol Invictus am 3.04.2012 | 08:27
@Topic:
Ihr werdet alt! ;)
Mein Vorteil: Ich BIN alt! ;D

Sprachgebrauch ändert sich. Früher hiess es plündern, heute looten.
Mooks nannte man Statisten und der Tank hiess früher Zwerg.
Spielen heisst heut gamen und elektronische Kontostand prüfen und Geld überweisen ist zu online-banking geworden.

Sicherlich wird dem einem oder anderen jetzt die Immersion flöten gehen,
so wie unsere Eltern der Genuß des Sonntagsbratens verging, wenn sie uns am Tisch reden gehört haben.
mmoRPGs sind nun mal seit Jahren in und deswegen beeinflussen sie auch den Sprachgebrauch.
Lebt damit, denn ändern werdet ihr das nicht.

Boba

der diese Sprech auch sch.... findet und mm-Orks nicht leiden kann  >;D

Alter Mann ..  ~;D

Ich bin sicher noch so halb in der "Generation Internet" drin und kann dir sagen: mir geht das Geschwafel von lootn, tankn und droppn derbe auf den Zeiger. Ich kann es schon beim "gamen" nicht vertragen. Für mich war und ist der Pragmatismus-Effekt auch nie eine Entschuldigung oder Erklärung dafür, zu faul zu sein, sich wie ein geradeausdenkender Mensch auszudrücken. Das erwarte ich von meinem Gegenüber schlicht und einfach, am Tisch noch mehr, immer hin teilt man ein gemeinsames Hobby.

Wer mir im echten Leben in einem Gespräch "lols" und "rofls" um die Ohren haut hat auch schlechte Karten, das Gespräch zu Ende zu führen :D

Andererseits, um der Liberalität mal Genüge zu tun: Jo, soll doch jeder machen wie er will.

Allerdings ginge es womöglich einigen, die hier Toleranz fordern vermutlich ziemlich auf den Zeiger, wenn Jemand immer in eine pseudoalte Sprache bei Spielbeschreibungen verfällt (Stichwort Tavernen- oder Mittelaltersprech, wurde ja auch schonmal diskutiert) oder sie würden es als versnobt und unnötig erachten, wenn einer am Tisch seine Befehle und Ansagen immer schön in Latein oder Altgriechisch formuliert. Da darf man es auch schlampig oder sogar unhöflich finden, wenn man zu faul ist, den Gamerslang abzulegen. Meine Meinung.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Blutschrei am 3.04.2012 | 23:46
Also bei uns darf jeder sagen was er will ;) Da der großteil der Runde aus der Generation "Onlinespieler" stammt, dazu einige Studenten aus dem Informatik-Bereich kommen, sind Wörter wie looten, stunnen, crit, tanken... an der Tagesordnung, auch "swag" kommt uns in letzter Zeit immer mal wieder unter, wenn auch mit stark ironischem Unterton ;).
Das ist aber eben die Sprache, in der wir im Alltag miteinander reden, die wir zum chatten benutzen, in die jeder seine eigenen Schnipsel mit einbringt. Solang die Worte nicht inplay benutzt werden stört das niemanden. Und "kritischer Treffer" ist jetzt auch nicht so das Wort, das die Atmosphäre fördert.

Wir hatten auch mal eine Zeit, in der wir versucht haben, Metagespräche von der Wortwahl her möglichst passend dem Setting zu gestalten, aber das verstellen ging zumindest mir irgendwann auf den Keks. Ich möchte bei einer Rollenspielrunde entspannen, ein bischen Blödsinn machen dürfen und nicht ununterbrochen Angst haben müssen, dass meine Wortwahl nicht passt.

Lediglich einmal mussten wir wirklich eine "Kasse des bösen Wortes" einführen, als sämtliche Objekte, Personen, Orte, Umstände, deren Bezeichnung nicht sofort auf der Zunge lag mit "gay" tituliert wurden. Einen Monat lang waren dann für jedes Erwähnen des Worts 10ct für die Keks-Kasse fällig. Danach waren die Patienten kuriert ;)
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Sol Invictus am 4.04.2012 | 19:56
Ich werfe weitere 10 ct, ach was 10 Euro bei euch in die Kasse, wenn ich niemals in eurer Runde mitspielen muss  ~;D
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Brakiri am 6.04.2012 | 09:04
Wir haben keine Online-Spieler in der Gruppe. Niemand hat WoW etc. gespielt.
Ausser mir vielleicht.

Trotzdem benutzen wir halb im Spass, das Wort "looten".
Es ist nurnmal ein netter Moment für viele Spieler, zu sehen, was ihr Kampf denn eingebracht hat.
Ehrlich gesagt habe ich den Begriff schon weit vor den Online-RPGs im P&P-RPG gehört.
Da CRPGs fast so alt sind wie RPG an sich, ist es natürlich schwierig da eine Trennlinie zu finden.

Solange keiner die Spieler mit ihrer Funktion anstatt ihres Namens anspricht, und keiner "tanken", "Agro ziehen", "was haben die Mobs gedropped?" etc. verwendet, kann ich mit "looten" leben ;)
Es ist ja auch eine Frage der Häufigkeit. Wenns bei looten bleibt, und kaum sonstige WOW-Begriffe fallen, ist das erträglich.

Meine Gruppen sind oft sehr RP-lastig und wenn 1 mal alle 2 Sessions looten vorkommt, kann man kaum von einer "Verschmutzung" mit MMORPG-Begriffen reden. ;)

Ich kann mir aber vorstellen, dass das extrem nervig ist, wenn sich diese Begriffe mit steigender Häufigkeit ins P&P-RPG mischen.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Naldantis am 7.04.2012 | 17:17
Wir haben keine Online-Spieler in der Gruppe. Niemand hat WoW etc. gespielt.
Ausser mir vielleicht.

Trotzdem benutzen wir halb im Spass, das Wort "looten".

Man fragt sich immer wie alt die Kritiker eigentlich sind.

Schließlich ist 'Looting' als englisch für 'Plündern' nicht nur älter als die MMORPGs, sondern auch älter als die CRPGs ganz allgemein - und übrigens auch als Rollenspielen, schließlich plünderte man weltweit schon seit der Erfindung des Krieges(oder der Nachbarn).
 
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Sol Invictus am 7.04.2012 | 17:33
Man fragt sich immer wie alt die Kritiker eigentlich sind.

Schließlich ist 'Looting' als englisch für 'Plündern' nicht nur älter als die MMORPGs, sondern auch älter als die CRPGs ganz allgemein - und übrigens auch als Rollenspielen, schließlich plünderte man weltweit schon seit der Erfindung des Krieges(oder der Nachbarn).
  

Na ja, ich glaube kaum, dass es hier um "Frankly, I'm going to loot this poor little bastard here. He died upon the tip of my sword and gave his last breath to a cold winter morning, so maybe he has got some things of worth and use for me and my brave companions!" geht. Sondern um "omfg, lass ma die mobs looten. was haben die so gedropt (falsche schreibweise beabsichtigt)?".
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: ErikErikson am 7.04.2012 | 17:46
Es ist nicht immer besser, nur weil man ein "Fürwahr" voranschiebt. "Wohlan, edle Gesellen, lasset uns das Objekte unserer Queste behalten und dem braven Manne seinen Auftrag mit einer Axt im Kopfe vergelten und alsdann seine Wohnstatt ums Güldene erleichtern." 

http://www.shamusyoung.com/twentysidedtale/?p=1175

Gimli sagt: "Wollt ihr wirklich, das die Spieler Rollenspiel machen?"

http://www.shamusyoung.com/twentysidedtale/?p=1189
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: General Verdacht am 9.04.2012 | 21:18
gibts imemr mal. bei usn hat es sich bewehrt die zu ersetzen ohne es ihnen mitzuteilen und sie einfahc nicht mehr anzurufen doer auf ihre kontaktversuche zu reagieren. wenn man dann über dritte hört, dass sie ind er gruppe vierter neue opfer gefunden haben lacht man sich geschmeidig ins fäustchen...
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Medizinmann am 10.04.2012 | 08:29
gibts imemr mal. bei usn hat es sich bewehrt die zu ersetzen ohne es ihnen mitzuteilen und sie einfahc nicht mehr anzurufen doer auf ihre kontaktversuche zu reagieren. wenn man dann über dritte hört, dass sie ind er gruppe vierter neue opfer gefunden haben lacht man sich geschmeidig ins fäustchen...

Ist aber ganz schön Feige .Du machst warscheinlich auch per SMS mit der Freundin Schluß oder ?
Fairer wäre es ihnen bescheid zu sagen. dann kann man ihnen auch sagen, was man von Ihrem Spielstil hält. So können Sie nämlich nichts lernen (und Du auch nicht, wenn Ich das nicht schreiben würde)

Wenn sich das jetzt etwas Altklug liest
A) ist mir das egal
B) ist das auch richtig so
C) ist das auch beabsichtigt so

Aber Du hast recht wenn Du sagst, das man Regel 0 befolgen sollte ;)
(mir gefällt nur nicht ,wie Du das machst )

mit altklugem Tanz
Medizinmann
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Brakiri am 10.04.2012 | 08:46
Finde ich auch schade.
Sind genau so Leute, die einfach ohne Rückmeldung sich auskoppeln, die ich unmöglich finde.
Nicht mal den Hauch von den minimalen Anstandsregeln.

Auch wenn man mit ihnen nicht mehr spielen will, kann man ihnen zumindest sagen das und warum es so ist.
So ein wenig Respekt voreinander wäre schon nicht schlecht.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: General Verdacht am 10.04.2012 | 16:49
ich dachte es ging um spieler die dadurch häufiger negativ auffallen. das sagt man denen ja jedes mal aber ofensichtlich ändert sich nichts. warum dann nochmal wenn man sie kickt, da man die hoffnung aufgegeben hat? wäre etwas widersinnig oder zumindest vorhersehbar verschwendete liebesmüh.

umgang schön und gut. aber doch nicht in meiner freizeit. da will ich fun, wer nervt der fliegt, so einfach ist das. sonst sollen mich die leute bezahlen zeit mit ihnen zu verbringen. und ich bin nicht billig...
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: McCoy am 11.04.2012 | 08:17
@General: Von Groß- und Kleinschreibung hälst du auch nicht viel, was? Das macht dein Geschreibsel nicht grade gut lesbar.

Klar kann man die Leute einfach kicken, aber imho ist es doch etwas freundlicher wenn man sie vorher drauf aufmerksam gemacht hat was einen stört. Es soll Menschen geben die was dazu lernen können...

Wenn da jemand in der Gruppe sitzt an dem sich alle aufregen und den es nicht interessiert wie die Gruppe tickt, kann man ihm immer noch sagen wo die Tür ist.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: General Verdacht am 11.04.2012 | 15:04
soll ich meine ansichten zum thema shift mal in nem extra thread erläutern um das ständige offtopic diesbezüglich zu vermeiden?
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: ChaosAmSpieltisch am 11.04.2012 | 15:06
dafür gibt es die Speakers Corner
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: General Verdacht am 11.04.2012 | 15:31
ohne grossbuchstaben am anfang konnte ich leider nicht den anfang deines textes finden... nach der hier bisher erhaltenen rückmeldung scheint das vielen so zu gehen. bitte ändere das.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Taschenschieber am 11.04.2012 | 15:32
Hallo, Amazon? Bringt ihr dem General Verdacht mal ein paar Steine? Lieferadresse weiß ich nicht, ist aber irgendein Glashaus.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: General Verdacht am 11.04.2012 | 17:59
das letzte forum in dem ich sah, dass man ironie kennzeichnen musste, war für autisten...
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Bad Horse am 11.04.2012 | 18:08
Bitte mal wieder zurück zum Thema. Provozierende Sprüche helfen hier niemandem weiter; und Groß- und Kleinschreibung ist laut Hausordnung nicht vorgeschrieben. Gutes Benehmen schon.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: General Verdacht am 11.04.2012 | 18:28
was man übrigens auch tun kann ist mit solchen spielern einfach mal ein abenteuer zu spielen in dem es nichts zu looten gibt und in dem auch nicht gekämpft wird. bei dsa tut es solchen leuten gut ihnen kobolde vorzusetzen. das zwingt zu rollenspiel. man ist einem völlig übermächtigen gegner ausgesetzt und muss sich irgendwie rasuwieseln. den kann man nicht umhaun und er dropt auch nichts.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Bad Horse am 12.04.2012 | 19:29
Hier (http://tanelorn.net/index.php/topic,74257.0.html) ist die Diskussion über Groß- und Kleinschreibung hingekommen.

Ansonsten bitte ich erneut darum, beim Thema zu bleiben.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Fail_Ingwa am 12.04.2012 | 20:49
Es ist nicht immer besser, nur weil man ein "Fürwahr" voranschiebt.
Wohl gesprochen :d Und die Die DM of the Ring Comics sind gut.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Fail_Ingwa am 12.04.2012 | 21:59
was man übrigens auch tun kann ist mit solchen spielern einfach mal ein abenteuer zu spielen in dem es nichts zu looten gibt und in dem auch nicht gekämpft wird. bei dsa tut es solchen leuten gut ihnen kobolde vorzusetzen. das zwingt zu rollenspiel. man ist einem völlig übermächtigen gegner ausgesetzt und muss sich irgendwie rasuwieseln. den kann man nicht umhaun und er dropt auch nichts.
Von DSA Kobolden weiß ich nichts, aber die Idee ist ansich ganz gut. Das einzige Problem ist das es die Spieler schnell entmutigen kann.

Lange Geschichte.
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Spieler dazu zu zwingen nicht die Dampfhammer Methode zu verwenden, kann im besten fall das Spiel zu bereichern. Im schlimmsten fall geht es total an dem vorbei was sich die Spieler vom Spiel erwarten.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Sol Invictus am 12.04.2012 | 22:16
Spieler dazu zu zwingen nicht die Dampfhammer Methode zu verwenden, kann im besten fall das Spiel zu bereichern. Im schlimmsten fall geht es total an dem vorbei was sich die Spieler vom Spiel erwarten.

Spieler, oder irgendjemand anderen, zu etwas zu "zwingen" zeugt in aller Regel von Arroganz (der, es besser zu wissen, sie "belehren" zu wollen) oder einfach von Sturheit, sein eigenes Ding um jeden Preis durchdrücken zu wollen und macht das ganze Fass um das Verständnis von "gutem" oder "richtigem" Rollenspiel wieder auf.

Wenns nicht passt, kann man drüber reden und es klären, wenn das auch nicht geht, geht man halt getrennte Wege. Alles andere ist verschwendete Lebenszeit und kann im schlimmsten Fall nicht nur an den Vorstellungen der Spieler vorbeiführen, sondern auch gleich richtige Streitigkeiten auslösen. Alles vermeidbar, wenn man liberal genug an die Sache rangeht..
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Fail_Ingwa am 12.04.2012 | 23:21
Ich bin deiner Meinung und habe mich in meinen letzten Absatz, offensichtlich missverständlich ausgedrückt.
Ich wollte nur anmerken das es reizvoll sein kann die Spieler vor Herausforderungen zu stellen, bei denen ein Frontal Angriff die schlechteste Option ist.
Die Spieler zu irgendetwas erziehen zu wollen ist meiner meinung nach militanter Mumpitz.


Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Sol Invictus am 12.04.2012 | 23:26
Ich bin deiner Meinung und habe mich in meinen letzten Absatz, offensichtlich missverständlich ausgedrückt.
Ich wollte nur anmerken das es reizvoll sein kann die Spieler vor Herausforderungen zu stellen, bei denen ein Frontal Angriff die schlechteste Option ist.
Die Spieler zu irgendetwas erziehen zu wollen ist meiner meinung nach militanter Mumpitz.

Alles klar ;) ja gut, Spieler die tendenziell bereit sind, andere Spielweisen auszuprobieren, kann man sicher mit Herausforderungen abholen, das ist klar.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Bildpunkt am 16.03.2018 | 08:54
Der Thread vielleicht?
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: First Orko am 16.03.2018 | 09:06
Threadnekromantie für einen zwei Sätze ohne Verb? :o
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Der Nârr am 16.03.2018 | 09:17
Threadnekromantie für einen zwei Sätze ohne Verb? :o

Nein, das war ein Selbstgespräch von Pixellance über zwei Threads

->

Wo ist denn dieser Thread warum Powergamer nicht gleich Computerrollenspiele spielen?

Der Sinn erschließt sich mir allerdings auch nicht ::).
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Bildpunkt am 16.03.2018 | 09:35
Ich hsbe sie hochgeholt um sie nachher durchzulesen. Ich bin auf der Suche nach einem Thread in dem es darum ging warum Powergamer nicht gleich CRPGs spielen. War irgend wann  zw 2015 u 17. Ich bin an aus aktuellem Anlass an den damals ausgetauschten Argumenten interessiert...
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: YY am 16.03.2018 | 09:37
Die kann man sich auch so markieren, dass nicht das ganze Forum daran teil hat.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Der Nârr am 16.03.2018 | 09:51
Ich hsbe sie hochgeholt um sie nachher durchzulesen. Ich bin auf der Suche nach einem Thread in dem es darum ging warum Powergamer nicht gleich CRPGs spielen. War irgend wann  zw 2015 u 17. Ich bin an aus aktuellem Anlass an den damals ausgetauschten Argumenten interessiert...
Ich weiß nicht, was du mit Powergamern meinst. Aber "man kann dann doch auch gleich Computerspiele spielen" war eine ab und zu gehörte Kritik an Abenteuerrollenspielern (ARS). Und eigentlich kann man nur froh sein, dass diese Grabenkämpfe vorbei sind. Daher verstehe ich das Ausbuddeln nicht. Du hättest dir auch Lesezeichen setzen können...
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Bildpunkt am 16.03.2018 | 10:40
(...)  Du hättest dir auch Lesezeichen setzen können...
Die Funktion kannte ich bis dato nicht aber danke für den Hinweis......
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Just_Flo am 17.03.2018 | 10:50
 Traurigerweise ist am Computer die Qualität häufig besser als bei Mitspielern und SLs.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: Chruschtschow am 17.03.2018 | 11:27
Aber mal zum Thema, ohne dass ich auch nur im Ansatz den Rest des Threads gelesen hätte:

Also das ist eine Spielart, an der ich auch gelegentlich Spaß habe und lange hatte. Meine alte D&D-3.5-Runde war gleichzeitig mit Raids in WoW beschäftigt. Da kam auch gelegentlich die (etwas ironische) Anfrage, welche l00t der Ork dabei hatte. Als wir uns zu einer langen Nacht mit Grillen, Trinken und Dungeonslayern wieder gesehen haben, waren die Ratten im Keller und deren Loot auch gaaaaanz elementar. *Ding* Level up. Was ein Spaß. :d

Definitiv mal was, das ich nicht mit Fate spielen würde.
Titel: Re: Spieler, die keinen Unterschied zwischen P&P und Computer-RPG machen...
Beitrag von: felixs am 17.03.2018 | 11:37
Mir geht dieser Spielstil sogar am Computer auf den Keks (Ausnahme vielleicht: Diablo).