Tanelorn.net
Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Spielleiterthemen => Thema gestartet von: Shao-Mo am 21.03.2012 | 20:19
-
Servus!
Einer meiner Spieler hat es geschafft, für seinen Charakter im Spiel einen Ausbildungsplatz bei einer Assassinengilde zu erhalten. Der Charakter hat in seinem Abenteuerleben schon eniges erlebt und möchte sich nun weiterentwickeln. Deshalb wird der Charakter nicht von kleinauf auf seine Aufgabe hin gestriezt, sondern er erhält eine für ihn (als Erwachsener) abgestimmte Ausbildung, in der man auf seine Fähigkeiten eingeht und neue essentielle Fähigkeiten beibringt.
Die erste spontane Prüfung des "Ansprechpartners" hat der Charakter bestanden und nun steht das eigendliche Training an.
Aber wie läuft eine Ausbildung zum Assassinen ab? Welche Eckpunkte der Ausbildung kann man bespielen und welche mit Telling abkürzen. Ich will den Charakter während den nächsten Abenteuern, ab und zu NSCs vorsetzen, welche ihn auf seine Ausbildung hin prüfen - um zu sehen ob der Charakter was gelernt hat (Verhaltesnkodex, Geheimhaltung etc) bevor man dem Charakter blind vertraut.
Eine Ausbildung als "Erweiterung der Fähigkeiten" würde ich mit groben 5 Jahren ansetzen. Aber für den nun anstehen ersten Teil im Spiel 1/2 Jahr, würde ich vielleicht 10 Prüfungen ins Auge fassen.
Die Spielgruppe trifft sich ungefähr alle 2 Wochen, so das man evtl. auch dazwischen mit dem Spieler Dinge per eMail bespielen kann und nicht alles am Spieltisch machen muss (auch ein schönes Mittel).
Ich stelle mir Prüfungen vor die gewürfelt werden (Körperliche Proben), Soziale Interaktion als Unterhaltung zur Einstellung des Charakters und Telling vom Spieler zu bestimmten Situationen (z.B. Feedback zwischen den Sitzungen als eMail) oder um inGame Zeit zu Übersprichen.
Im Netz hab ich nun nichts gefunden (Ja sowas gibt es wirklich).
Habt ihr soetwas schonmal gemacht oder kennt Ressourcen für Informationen dazu, an die man kurzfristig gelangt?
gez. Shao
-
ich empfehle die Shadows-Bücher von Brent Weeks, speziel lden ersten Teil.
-
Die Scheibenwelt hat ne Assasinen-Gilde, allerdings halt mit dem typischen Scheibenwelt-Humor.
In Pyramiden geht es etwas ausführlicher um die Ausbildung.
Als Idee: halt nicht nur Fähigkeiten testen, sondern auch die (un)moralische Eignung. Vll bekommt der Char einen abschließenden Auftrag, bei der er eine Zielperson eliminieren muss...nur um dann herauszufinden, dass diese jemand ist der ihm nahe steht (Verwandter, sympathischer NPC usw).
Außerdem gibt es doch diese Videospiele Assassins Creed oder so, ka wie die sind.
-
Hast Du Elder Scrolls: Oblivion gespielt? Dort kann man auch Mitglied in einer Gilde werden und hat recht dubiose, gefährliche und spannende Aufträge zu erledigen. Inklusive unverhofften Twists-n-Turns ;)
-
ich empfehle die Shadows-Bücher von Brent Weeks, speziel lden ersten Teil.
Ist mir auch als erstes eingefallen, als ich den Thread Titel gelesen habe.
Hier wird auch ein Waisenjunge (nicht wie üblich in kürzester Zeit) langsam zum Assassinen ausgebildet. Ist schon länger her seit ich es gelesen habe, aber folgende Ausbildungspunkte waren wichtig:
Soziale Fertigkeiten wurden geschult wie: Verkleiden, Umgangsformen, Menschenkenntnis, Verführen usw. - der Assassine ist ja ein soziales Chameleon.
Dann kommen natürlich Diebsfertigkeiten Schleichen, Klettern, Schlösserknacken und zuletzt die Meuchelmördertricks Gifte, Fallen und letztendlich Kämpfen.
Ansonsten finde ich die Ausbildung in Spy Games (Redford + Pit) ganz nett, auch hier ist wieder der soziale Aspekt ganz groß.
Ebenso Arya bei den Faceless Men - die muß jeden Tag oder jede Woche 3 neue Dinge (Informationen) gesammelt haben.
Vielleicht kann man die Prüfungen so wählen, dass sie letztendlich (evtl. 1 oder 2 Spielsitzungen später) der ganzen Gruppe hilfreich sein können.
-
Wenn hier schon Oblivion genannt wird, kann man getrost auch noch die Assasins Creed-Reihe in den Raum werfen. Die sollte auch als Inspirationsquelle taugen.
-
Ne Oblivion und Ass-ass-ins (sry insider) hab ich noch nie gespielt. Vielleicht schau ich mir aber davon mal ein LetsPlay an, sollte es im Netz ja welche geben. Ansonsten um komplette Bücher zu lesen, fehlen mir leider die Zeit, so das ich doch dann auf Ausschnitte zurückgreifen muss. Natürlich hätte es den Vorteil, das man evtl. die NSCs schon gleich mit den Personen aus dem Buch übernehmen kann und hat dazu gleich Geschichten und Verhalten der NSCs dabei.
Hum hum, aber ein paar Verwicklungen müssen da wohl mit eingebaut werden. Ich finde es ohnehin immer eine "Kunst" die Abenteuer und Geschichten so aufzubauen, das man "später" die Auswirkungen spürt... ein guter Punkt. Ich habe die "Ausbildung" bisher als Nebenplot für den Charakter gesehen. Wenn ich das in die Geschichte, mit Auswirkungen auf die "Spielwelt" für die Abenteuer der Gruppe ausdehne, wird das vielleicht interessanter ... aber auch komplexer.
Also zum Thema Kampf/Gifte/Fallen will ich erst am Ende hin, drauf eingehen. Am Anfang mehr auf die Fertigkeiten und folgend daraus, die Sozialen Punkte.
Da sollte ich etwas mehr Zeit investieren...
-
Mir fällt jetzt auch nur ein Roman ein, Assassins Apprentice von Robin Hobb aus der Farseer Trilogie.
-
Shao-Mo, Danke für den Thread.
Erik, Dreamdealer: Grrrr, musstet ihr die Bücher erwähnen? Ich hab mir vorhin aufgrund eurer Erwähnung hier im Thread den ersten Teil gekauft und kann mich nicht entschieden, ob ich das Buch mag oder nicht, aber kann es kaum aus den Händen legen. Danke. ;)
-
Shao-Mo, Danke für den Thread.
Erik, Dreamdealer: Grrrr, musstet ihr die Bücher erwähnen? Ich hab mir vorhin aufgrund eurer Erwähnung hier im Thread den ersten Teil gekauft und kann mich nicht entschieden, ob ich das Buch mag oder nicht, aber kann es kaum aus den Händen legen. Danke. ;)
Gern geschehen! Fand die Triologie ganz gut zu lesen, nichts grundlegend neues oder besonders tolles, aber es gibt schon ein paar ganz nette Ansätze, die halt doch anders sind. Schön fand ich halt, dass er nicht innerhalb von einem Jahr der Übermeuchler wird, sondern es ein langer Weg ist. Obwohl auch die Farseer Triologie langsam losgeht, habe ich die als nicht so gut in Erinnerung - noch mehr Einheitskost als Shadow-Triologie.
Die Prüfungen könnten erstmal banal sein: Freunde dich mit dem Wächter XY an, in einer Stunde stehst Du Hinter der Theke der Kneipe XY, lass dich von Mädel x küssen, bekomme eine Einladung zum Ball/Fest XY. Dies sollte nicht zuviel Intime kosten und kann dann in späteren Spielsitzungen tatsächlich Früchte tragen.
-
Auch wenn es in meiner Runde keine "Assassinen-Ausbildung" war, gab es ein extra Training für meine Monstertöter-Anwärter:
Der Parkour: Rund um die Burg (oder wo auch immer die Ausbildung stattfindet) gibt es im Umkreis einiger Meilen einen Hindernisslauf über umgestürzte Bäume, steinige Wege über Bäche, etcetara pp zu absolvieren. Die Strecke selbst ist gut getarnt und man benötigt einiges an Aufmerksamkeit, um den richtigen Weg überhaupt zu finden. Bei nicht korrekter Absolvierung wird der ganze Lauf wiederholt. Und der Lauf startet jeden Morgen um Punkt 4 Uhr früh.
Bibliothek: Hier wird das Wissen über die Gegner trainiert - ganz egal ob es sich um Monster oder Menschen handelt. Natürlich paukt man auch Geschichte, Allgemeinwissen, Tier- und Pflanzenkunde, sowie den theoretischen Kampf. Regelmäßig stehen schriftliche Tests an.
Praxis: Nun geht es ans Eingemachte oder anders gesagt in die Höhle des Löwen. Den Azubis werden die Augen verbunden und man bringt sie ohne Informationen in eine 'Danger Zone'. Genau dort schmeißt man sie ins kalte Wasser und sie müssen zusehen, wie sie überleben sollen. Die Praxis kann ganz unterschiedlich aussehen. Mal ist es der Trainingskampf mit scharfen Waffen, die Nähe eines Banditenlager oder aber auch die gefährliche Wildnis kombiniert mit widrigen Wetterverhältnissen und unangemessener Ausrüstung.
Vielleicht kannst du ja etwas davon für deine Runde adaptieren...
Grüße!
-
also ich habe mal eine ninja-ausbildung gemacht.
dabei war die erste phase des trainings allein auf physische fähigkeiten ausgerichtet. ein assassine muss körperlich fit sein, fitter als ein normaler krieger. klettern, stundenlang stillstehen usw.
die zweite phase war das "blend-in", er musste lernen, sich in eine gesellschaft einzubinden, wenn es sein musste auch über jahre hinweg. das training bezog sich hauptsächlich auf observation und annahme von verhaltensweisen.
die dritte phase war die wichtigste (und mit der ersten austauschbar) - die ideologie. ein assassine ist gefährlich, auch für seine auftraggeber. er muss "indoktriniert" werden, einen kodex erhalten und sein leben danach ausrichten um im ernstfall auch für die sache zu sterben.
-
Praxis: Nun geht es ans Eingemachte oder anders gesagt in die Höhle des Löwen. Den Azubis werden die Augen verbunden und man bringt sie ohne Informationen in eine 'Danger Zone'.Genau dort schmeißt man sie ins kalte Wasser und sie müssen zusehen, wie sie überleben sollen.
Wiviel 1000 Azubis gingen drauf pro Assassinen(hat irgendwer eigentlich die Ausbildung überlebt?)
-
Wiviel 1000 Azubis gingen drauf pro Assassinen(hat irgendwer eigentlich die Ausbildung überlebt?)
In der Runde war es so, dass es zu dem Zeitpunkt nur zwei Azubis (die beiden SC) gab und die haben auch überlebt. Jedoch hatten sie im Gegensatz zu normalen NSC auch gewisse Vorteile, wie z.B. Fatepoints, leicht bessere Werte, etc.
Im Ingame-Gespräch mit dem Hauptausbilder habe ich mal fallen lassen, dass von zehn Anwärtern im Schnitt einer die gesamte Ausbildung überlebt. Wirklich tödlich war aber zum Schluss die Mutation des Körpers durch verschiedene Alchemietechniken und die Einnahme von giftigen Substanzen, welche den Körper im finalen Schritt abhärten und auf den nächsten Level des Menschseins bringen sollten. Die meisten Anwärter starben dann durch Versagen der Leber/Nieren oder wurden wahnsinnig und kollabierten einige Zeit danach.
-
Hört sich irgendwie zimmlich nach "The Witcher" an. Kann das sein?
-
Ähnlich, aber vielmehr ein Crossover aus verschiedenen Welten.
-
.
Im Ingame-Gespräch mit dem Hauptausbilder habe ich mal fallen lassen, dass von zehn Anwärtern im Schnitt einer die gesamte Ausbildung überlebt.
Wie das?
-
Wie das?
Ich lese aus deinen Posts heraus das du mehr oder weniger subtil darauf hinweisen möchtest dass du das für unrealistisch hälst. Warum?
-
Ich lese aus deinen Posts heraus das du mehr oder weniger subtil darauf hinweisen möchtest dass du das für unrealistisch hälst. Warum?
Weil ein Trainingskampf mit scharfen Waffen bei unausgebildeten sehr gefährlich ist, ohne gute Ausbildung und Ausrüstung widrige Wtterverhältnisse in der Wildnis einfach nur tödlich sind.
3 Minuten ohne Luft bzw blutend, 3 h ohne Schutz(Unterkunft) 3 Tage ohne Wasser
-
Weil ein Trainingskampf mit scharfen Waffen bei unausgebildeten sehr gefährlich ist, ohne gute Ausbildung und Ausrüstung widrige Wtterverhältnisse in der Wildnis einfach nur tödlich sind.
3 Minuten ohne Luft bzw blutend, 3 h ohne Schutz(Unterkunft) 3 Tage ohne Wasser
Ja, verstehe. Wobei ich das eher als "Abschlussprüfung" nach der Ausbildung verstanden hatte.
-
Der Lehrplan hat essentielle Lücken
-
Ich stell mir so einen Nebenplot schwierig vor, denn der Rest der Runde sollte doch auch aktiv mitmischen können, oder?
-
früher oder später wird er ja in der Ausbildung zum entscheidenden Punkt kommen
"töte XY" sind ja schliesslich eine Gilde von Mördern und keine Gilde der es um körperliche Ertüchtigung und gute Manieren geht.
Und im Grunde wird es erst hier interessant. Optimal ist es natürlich wenn das Opfer der Gruppe bekannt und eigentlich kein schlechter Kerl ist. Wird der angehende Assassine diesen Auftrag ausführen um Mitglied der Gilde zu werden oder nicht?
Was passiert wen er es nicht tut? Was sind die Konsequenzen wenn er es tut? Wie sieht seine Zukunft als Auftragsmörder aus?
Diese Fragen finde ich viel interessanter als "Wie sieht der Lehrplan aus?"