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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: Edvard Elch am 13.06.2012 | 13:58

Titel: Con-Konzepte
Beitrag von: Edvard Elch am 13.06.2012 | 13:58
Ich habe gerade auf Arkanil in einem Kommentar zu einem Artikel zum Programm der Kommenden Ratcon (http://www.arkanil.de/2012/06/ulisses-will-neuanfang-fur-ratcon/), in dem es unter anderem darum ging, dass Ulisses unter anderem mit Änderungen im Ablauf auf die sinkenden Besucherzahlen reagieren möchte, folgendes gelesen:
Zitat
Programmtechnisch ist man am Grundkonzept eines Cons gebunden. Hier läßt sich höchstens Feintuning vornehmen.

Seht ihr das auch so? Ist das Konzept "Con" so fest gemauert, dass es im Programm keinen Spielraum gibt? Angeblich leiden die Rollenspielszene im allgemeinen und die Cons im besonderen an Nachwuchsproblemen. Ist das so und ließe sich das möglicherweise durch eine Umstrukturierung der Cons ändern?
Titel: Re: Con-Konzepte
Beitrag von: Turning Wheel am 13.06.2012 | 14:08
Sicher.
Ich habe z.B. kürzlich bei Speyer einen Con mit Kinderbetreuung organisiert (Con der langen Schatten).
Die anwesenden Eltern waren teilweise ganz aus dem Häuschen, weil sie es toll fanden, dass wir so aktiv Nachwuchsförderung betreiben.
Auch Jugendliche unter 15 werden integriert.

Und überhaupt liegt es mir als Organisator am Herzen, dass alle Besucher integriert sind.
Wir haben das erklärte Ziel, dass Leute die "im Eck rumhocken" eine Runde finden wenn sie gerne was spielen wollen.
Ich denke, eine Konzeptänderung hängt vor allem vom eigenen Willen ab, das Problem zu lösen.
Titel: Re: Con-Konzepte
Beitrag von: Blechpirat am 13.06.2012 | 14:11
Seht ihr das auch so? Ist das Konzept "Con" so fest gemauert, dass es im Programm keinen Spielraum gibt? Angeblich leiden die Rollenspielszene im allgemeinen und die Cons im besonderen an Nachwuchsproblemen. Ist das so und ließe sich das möglicherweise durch eine Umstrukturierung der Cons ändern?

Ich glaube, dass man heute einen Con fokussierte machen muss, als früher - jedenfalls wenn man eine größere Zahl von Besuchern erreichen möchte. Wenn man nicht über einen Unique Selling Point verfügt (etwa: Wellness-Con, bedeutenster Con des Nordens), sollte man einen schaffen. Rahmenprogramm, Lesungen und Workshops (und natürlich eine züftige Nerfgunschlacht) können derartiges sein, oder ein Thema (Horror), Stimmung (Thematisch passende Kleidung der Besucher) etc.
Titel: Re: Con-Konzepte
Beitrag von: Fire am 13.06.2012 | 14:28
Ich glaube, dass man heute einen Con fokussierte machen muss, als früher - jedenfalls wenn man eine größere Zahl von Besuchern erreichen möchte.
??? Versteh ich nicht...ich grenze das Gebiet für Kunden ein und dadurch kommen dann mehr???


Ich finde ja die grundsätzliche idee der rpc (die keine con ist, ich weiß!) nicht schlecht....also die kombination von händlern und spielen. Nur sollte da halt der Focus rein auf RPG / LARP liegen und natürlich das gezocke im vordergrund sein...Was nicht passieren sollte, dass es zu einer reinen verkaufsshow wird...
Titel: Re: Con-Konzepte
Beitrag von: Teylen am 13.06.2012 | 14:36
??? Versteh ich nicht...ich grenze das Gebiet für Kunden ein und dadurch kommen dann mehr???
Anders forumiert, man stellt sicher das der Besucher das Themengebiet tatsaechlich, in einer ansprechende Tiefe, vorfindet.

Ich finde das Konzept der RPC, die versucht alles einzufangen was nicht bei drei auf den Baeumen ist [CRPG, Wargames, TCGs, Verlage, Fans, Shops aller coleur, Lesungen, Fantasy/Buchverlage, Anime, LARP, Mittelaltermarkt und Konzerte], nicht unbedingt sooo toll. Zumal man es dann auch noch fast alles in einen Raum packt.
Titel: Re: Con-Konzepte
Beitrag von: Taschenschieber am 13.06.2012 | 14:38
??? Versteh ich nicht...ich grenze das Gebiet für Kunden ein und dadurch kommen dann mehr???

Ja, weil eine Con, die etwas Besonderes bietet, mehr Anziehungskraft hat als die 100ste 08/15-Con, von denen viele (ich leider nicht) eh gefühlt dutzende vor der Haustür haben.
Titel: Re: Con-Konzepte
Beitrag von: Fire am 13.06.2012 | 14:46
Ich finde halt, dass wenn das Konzept zB "Horror" ist, du dann "nur" einige wenige Spieler / SL bekommst... Wenn du aber neben Horror noch Fantasy und Sci-Fi anbietest, kommen doch mehr Leute auf deine Cons! Tiefe kannst du auch aufbauen in dem du mehrere bereiche anbietest...

@rpc: klar, machen die das nicht perfekt...zu viel schmarn ist dabei, keine frage...die kosten sind VIEL zu hoch und der platz ist zu klein...(will aber auch eine messe sein...LOL)
Einfach nur p&p runden + händler....das allerdings groß aufgezogen...warum nicht :) (vielleicht kann man das zocken und den verkauf auch einigermassen trennen...sofern der platz ausreicht)

Meine Erfahrung mit Cons ist halt, dass es die immer selben leute auf dieselben cons gehen, wo nix ist ausser einem stand mit würstchen und kaffee, einer orga, die meist selbst irgendwo mitspielt und halt vielen spielern, die immer dasselbe spielen. (Meist auch, weil eben nix neues angeboten wird)...Kaufen ist da nicht und "Neues" seh ich da auch nicht...
Ausnahmen sind natürlich so groß-cons wie nordcon oder feencon....
Titel: Re: Con-Konzepte
Beitrag von: Blechpirat am 13.06.2012 | 14:48
Einer meiner Lieblingscons ist die Nacht. Dort wird man eingeladen (also eine gewisse Vorauswahl der Spieler getroffen), es geht immer um Horror, die Leute kleiden sich festlich (Anzug/Abendkleid), man kann sich seine Runden nur bedingt aussuchen... ein tolles Feeling, liebevolle Deko, kleiner, sehr charmater Rahmen - toll! Eine Con, die einen Erfolg will, muss sich in einem Satz beantworten können, was sie zu etwas besonderem macht.
Titel: Re: Con-Konzepte
Beitrag von: Teylen am 13.06.2012 | 14:59
Ich finde halt, dass wenn das Konzept zB "Horror" ist, du dann "nur" einige wenige Spieler / SL bekommst... Wenn du aber neben Horror noch Fantasy und Sci-Fi anbietest, kommen doch mehr Leute auf deine Cons!
Nun und dann findet man als Fan von Horror aufeinmal nur Fantasy und Sci-Fi Runden, weil die paar Runden zum Thema, wenn ueberhaupt noch vorhanden, untergehen.
Tolle Wurst.

Zitat
Meine Erfahrung mit Cons ist halt, dass es die immer selben leute auf dieselben cons gehen, wo nix ist ausser einem stand mit würstchen und kaffee, einer orga, die meist selbst irgendwo mitspielt und halt vielen spielern, die immer dasselbe spielen. (Meist auch, weil eben nix neues angeboten wird)...Kaufen ist da nicht und "Neues" seh ich da auch nicht...
Wieso sollte man dann auf noch so eine Con gehen?
Wo es dann eh immer nur das gleiche gibt.
Titel: Re: Con-Konzepte
Beitrag von: Fire am 13.06.2012 | 15:02
Ahhh...ok...
Ich finde, damit kommen wir dem "festgefahrenen" Con-Konzept näher :)

Die Alternative wäre also ein Con, auf dem nur 10 Leute sind, die das spielen, was gerade das Thema hergibt...
Ich weiß nicht, ob das besser ist...

@nachtrag: ich finde halt das con-konzept von klein-klein schlecht...viele mini-cons bringen nicht viel, denke ich....eher eine gemässigte anzahl an groß-cons!

@nachtrag 2: vielleicht ein "mobiler" groß-con? nicht immer zur selben zeit am selben ort?
Titel: Re: Con-Konzepte
Beitrag von: Edvard Elch am 13.06.2012 | 15:08
Ahhh...ok...
Ich finde, damit kommen wir dem "festgefahrenen" Con-Konzept näher :)

Die Alternative wäre also ein Con, auf dem nur 10 Leute sind, die das spielen, was gerade das Thema hergibt...
Ich weiß nicht, ob das besser ist...
Sicher, dass bei einer entsprechenden Ankündigung für eine Horror-Con tatsächlich nur zehn (oder lassen wir's zwanzig sein) Leute kommen werden? Vielleicht kommen nur zehn Standard-Fantasy-Con-Gänger, die auf den Standard-Mini-Cons mit den immer gleichen Besuchern rumgammeln, aber dafür Leute, die sonst auf Cons mit ihren Spielvorlieben Probleme haben, Runden zu finden?
Titel: Re: Con-Konzepte
Beitrag von: ChaosAmSpieltisch am 13.06.2012 | 15:22
Die Frage ist doch, was bewegt Leute zu einer Con zu gehen und was schreckt sie ab.

zum Beispiel:
Wenn die Leute zum Spielen kommen, dann muss dafür gesorgt werden, dass sie spielen können -> Konzept wie man mehr Spielleiter zieht
Wenn Eintritt die Leute abschreckt -> Konzept wie man es ohne Eintritt finanziert bekommt

Dazu Programm, was man spontan und ungeplant nutzen kann, wenn man mal keine Runde bekommt. Hier sind keine Lesungen und Workshops gemeinte (die sowas auch bieten), sondern eher Möglichkeiten wie Brettspiele, Kartenspiele, aber auch Ballspiele und ähnliches.

Ein Alleinstellungsmerkmal ist sicherlich auch ein wichtiger Grund, das sollte man gezielt entwickeln.

Und ganz wichtig, WERBUNG. Letztlich scheitern meiner Meinung nach viele Cons an diesem Thema entsprechend Werbung zu betreiben. Nicht mal eben nur Flyer drucken, sondern auch Plakate die man auf anderen Cons aufhängt (oder sogar Aufsteller), in Foren und Webseiten aktiv sein. Selbst Werbung auf Facebook ist nicht sonderlich teuer.
Titel: Re: Con-Konzepte
Beitrag von: Blechpirat am 13.06.2012 | 15:28
Ich frag mich ja, ob man nicht auch die "Upscale" Nische noch besetzen könnte. Also MEHR Eintritt verlangen, für eine Luxus-Con. Im Hotel, gute Betten, tolles Buffet, geeignete Räume...
Titel: Re: Con-Konzepte
Beitrag von: Das Grauen am 13.06.2012 | 15:30
Auf einer Con sollte es, meiner Meinung nach, schon entsprechenden Spielraum für Änderungen des Programms geben. Da spielt dann natürlich auch mit rein, ob man eine Änderung möchte und ob sich diese einfach umsetzen lässt. Gerade mancher kleine Con kann es sich gar nicht leisten oder hat nicht den Elan, das Konzept oder Programm zu ändern. Das Gruzndkonzept eines Cons ist es meiner Meinung nach doch aber auch mehr anzubieten, als "nur" eine Rollenspielrunde. Treffpunkt, um mal wieder mit Bekannten zu sprechen, ein PLatz zum Spielen unter Gleichgesinnten und für den ein oder anderen die einzige Möglichkeit mal wieder was zu spielen.
Titel: Re: Con-Konzepte
Beitrag von: Fire am 13.06.2012 | 15:31
Weiß nicht...habe nicht den Eindruck gewonnen, dass Con-gänger i.a. im geld schwimmen...

Nische ist das auf jeden Fall...
Titel: Re: Con-Konzepte
Beitrag von: Teylen am 13.06.2012 | 15:34
Nachdem man weiss das auch TV-Serien-Schauer nicht in Geld schwimmen ist, auch bzw. besonders die Star Trek Fans die ja mit Merchandise gemolken werden, es ein Wunder das so etwas wie die FedCon Besucher hat. Nun oder gar im Anime Bereich [am addicted to anime, drugs would be cheaper] die AnimagiC. Alles kleine Nischen Cons ...

Ich glaube die Maer vom armen RPG-Fan beziehungsweise Con-Gaenger irgendwie nicht.
Titel: Re: Con-Konzepte
Beitrag von: Blechpirat am 13.06.2012 | 15:35
Ich fand ja das Konzept von hspielt ausgesprochen interessant, gute Spielleiter zu kennzeichnen.
Titel: Re: Con-Konzepte
Beitrag von: Blechpirat am 13.06.2012 | 15:36
Weiß nicht...habe nicht den Eindruck gewonnen, dass Con-gänger i.a. im geld schwimmen...

Nische ist das auf jeden Fall...
Wenn du einen Con besuchst, der 3 Euro Eintritt kostet, würde mich alles andere auch wundern. Würdest du Veranstaltungen besuchen, die 50 Euro kosten, würde das deine Wahrnehmung auch ändern.
Titel: Re: Con-Konzepte
Beitrag von: Fire am 13.06.2012 | 15:38
@Teylen: Zugegeben....

@Blechpirat: Bei Eintritt von 50 Euro erwarte ich aber ordentlich was....und zwar garantiert!
Titel: Re: Con-Konzepte
Beitrag von: Taschenschieber am 13.06.2012 | 15:40
Ich könnte mir 50€ für eine Con nicht leisten, zumindest nicht alleine für den Eintritt. Andererseits könnte ich mir auch das, was hier manche so im "Das hab ich neu" posten, auch nicht leisten ;)

Denke, Potential wäre da schon da.
Titel: Re: Con-Konzepte
Beitrag von: Friedensbringer am 13.06.2012 | 15:57
Ich fand ja das Konzept von hspielt ausgesprochen interessant, gute Spielleiter zu kennzeichnen.

Das da ist?
Titel: Re: Con-Konzepte
Beitrag von: Fire am 13.06.2012 | 15:58
Ich glaube...man kennzeichnet gute SL  :P
Titel: Re: Con-Konzepte
Beitrag von: Blechpirat am 13.06.2012 | 16:02
Ich auch  ~;D

Boni ist ein solcher ausgezeichneter SL. Man könnte ihn fragen...
Titel: Re: Con-Konzepte
Beitrag von: Jiba am 13.06.2012 | 16:12
Nach welchen Kriterien wird das gemacht?
Titel: Re: Con-Konzepte
Beitrag von: Boni am 13.06.2012 | 16:18
Nach welchen Kriterien wird das gemacht?

Bei der Kennzeichnung geht es weniger um "Guter SL", als um ein diffuses "Hat sich ums Rollenspiel/spielt verdient gemacht". Dafür gibt es die Güldenen Würfel von Hannover spielt.

Mit dem 2nd-System-Meister und mir sind die bisherigen Träger zwei SLs, die seit den Anfängen von Hspielt immer wieder Runden angeboten haben. JS hält die Güldenen Würfel u.a. für sein Engagement um Agone.

Ob diese Kennzeichnung allerdings Leute dazu bewegt, sich explizit bei diesen SLs anzumelden, bezweifle ich.
Titel: Re: Con-Konzepte
Beitrag von: asri am 13.06.2012 | 17:00
Ich frag mich ja, ob man nicht auch die "Upscale" Nische noch besetzen könnte. Also MEHR Eintritt verlangen, für eine Luxus-Con. Im Hotel, gute Betten, tolles Buffet, geeignete Räume...

Hab ich neulich irgendwo im Internet gesehen: irgendwo in einem Schlösschen oder zumindest sehr schönem Landsitz in Brandenburg, mehrere Tage (mit Übernachtung und Vollverpflegung) für ca. 400 Euro (wenn ich mich recht entsinne). Zielgruppe: International, gespielt wird nur auf Englisch. Hab mir nicht gemerkt, wie es heißt, und find es jetzt nicht wieder...

Zur Ausgangsfrage: Natürlich gibt es unterschiedliche (auch sehr unterschiedliche) Con-Konzepte. Dass man bei einer etablierten Convention, auch wenn die Besucherzahlen rückläufig sind, nichts radikal ändern will, kann ich aber nachvollziehen. Das hat aber andere Gründe als: "Es gibt ein universelles Konzept für Cons, und davon kann man nicht viel abweichen." ;)
Titel: Re: Con-Konzepte
Beitrag von: blut_und_glas am 13.06.2012 | 17:24
Ich frag mich ja, ob man nicht auch die "Upscale" Nische noch besetzen könnte. Also MEHR Eintritt verlangen, für eine Luxus-Con. Im Hotel, gute Betten, tolles Buffet, geeignete Räume...

Das denke ich mir auch immer wieder. Und zwar gar nicht mal mit so einer Ausrichtung auf Pseudo-Ambiente auf einer Burg oder solchen Späßen, sondern einfach in einem guten Tagungshotel. Die Runden kommen in einzelne Konferenzräume, die Ausschilderung und dergleichen übernimmt auch der Service. Das ginge auch gut für einen Tagescon ganz ohne Übernachtung.

mfG
jdw
Titel: Re: Con-Konzepte
Beitrag von: Blechpirat am 13.06.2012 | 18:49
Dass man bei einer etablierten Convention, auch wenn die Besucherzahlen rückläufig sind, nichts radikal ändern will, kann ich aber nachvollziehen.

Die Ratcon kann ja von sich behaupten, als Unique Selling Point zu haben, dass es sich um die DSA-Verlagsconvention handelt. Das sollte eigentlich reichen...
Titel: Re: Con-Konzepte
Beitrag von: Bombshell am 13.06.2012 | 19:16
Ich würde für eine Con mehr Eintritt zahlen, wenn:


Ich habe auch schon für die Teilnahme an mehrtägigen Veranstaltungen zwischen 80 und 150 EUR bezahlt. Die bekanntesten sind die Wolke, der Sternenhimmel, das drsrm-Usertreffen und das Tanelorntreffen.

MfG

Stefan
Titel: Re: Con-Konzepte
Beitrag von: Blechpirat am 13.06.2012 | 19:26
Ich auch. Genauer gesagt: Vor allem laute Cons reizen mich gar nicht mehr.
Titel: Re: Con-Konzepte
Beitrag von: Tim Finnegan am 13.06.2012 | 19:29
Ich auch. Genauer gesagt: Vor allem laute Cons reizen mich gar nicht mehr.

Oh ja. Ich bin ja eh meist schon genervt genug, da bringt Umgebungslärm nur meine schlechten Seiten ehrvor. Darauf kann ich gerne verzichten.
Titel: Re: Con-Konzepte
Beitrag von: Stahlfaust am 13.06.2012 | 19:30
Ist aber auch immer vom Tag abhängig. Meine Erfahrung ist, dass bei einer zweitägigen Con der Samstag meist sehr laut ist und viel Betrieb ist. Der Sonntag ist meist schon deutlich ruhiger.
Titel: Re: Con-Konzepte
Beitrag von: Edvard Elch am 13.06.2012 | 20:56
Ist aber auch immer vom Tag abhängig. Meine Erfahrung ist, dass bei einer zweitägigen Con der Samstag meist sehr laut ist und viel Betrieb ist. Der Sonntag ist meist schon deutlich ruhiger.

Weil die Hälfte die Nacht durchgespielt hat und deshalb am Tisch einpennt ~;D
Titel: Re: Con-Konzepte
Beitrag von: Stahlfaust am 13.06.2012 | 21:38
Richtig. Ist doch dann ruhiger  ~;D
Titel: Re: Con-Konzepte
Beitrag von: RaaPhaell am 14.06.2012 | 12:02

Zur Ausgangsfrage: Natürlich gibt es unterschiedliche (auch sehr unterschiedliche) Con-Konzepte. Dass man bei einer etablierten Convention, auch wenn die Besucherzahlen rückläufig sind, nichts radikal ändern will, kann ich aber nachvollziehen. Das hat aber andere Gründe als: "Es gibt ein universelles Konzept für Cons, und davon kann man nicht viel abweichen." ;)

Genau das war bei uns vom Celitc Con (Nürtingen) der Fall. Früher kamen da so ca. 200 Leute; dann wurde unsere Location, die FH, umgebaut, sodass wir pausieren mussten. Danach war den Con irgendwie aus den Augen und wir hatten noch so ca. 80-100 Besucher (wobei andere Cons in der Region auch Rückgänge zu verzeichnen hatten). Der Aufwand hat sich für uns so nicht mehr gelohnt (zu wenig Orgaleute auf eine zu große/umständliche Location u.a.).

Seitdem haben wir uns neu ausgerichtet: neue, kleinere Location und kein "allgemeiner" Con mehr, sondern ein Themencon, und auch nur noch ein Tag statt zwei. Wir machen im Vorfeld eine Umfrage, welches Thema wir ausrichten sollen, und schneiden dann unser Programm darauf zu (in erster Linie Deko, Tisch- und Raumnamen, Speiseplan, aber auch ggf. Workshops oder ähnliches - und natürlich unsere Spielrunden). SLs sind angehalten, das Thema zu bedienen in irgendeiner Weise, egal mit welchem System/Setting.

Diesen Mai ging der Themencon in die zweite Runde, und wir sind eigentlich sehr zufrieden. Mit 30-50 Leuten sind wir deutlich kleiner und doch glücklicher. :)
Titel: Re: Con-Konzepte
Beitrag von: Tigerbunny am 14.06.2012 | 12:10
Die Ratcon kann ja von sich behaupten, als Unique Selling Point zu haben, dass es sich um die DSA-Verlagsconvention handelt. Das sollte eigentlich reichen...

Naja, die Ratcon hatte mal DSA UND Shadowrun plus den ganzen anderen Kram von Fanpro. Tja, und nu isses eigentlich nur noch DSA.
Dazu kommt der kontinuierliche Abbau von Goodies und Giveaways(Glücksrad, Tombola, Bonus für vorangemeldete SLs...).
Oh ja, und dann war da noch der Umbau des Fritz-Henssler-Hauses.
Abschließend dann noch das Zerbröseln der Fanpro-Chat-Community über Jahre.

Wenn man diese Ereignisse nun neben die Besucherstatistik legt, wette ich, dass es da Zusammenhänge gibt.
Titel: Re: Con-Konzepte
Beitrag von: Blechpirat am 14.06.2012 | 12:43
Tja, und nu isses eigentlich nur noch DSA.

Ich hätte gedacht, dass ein kleiner Sonderband, der nur dort erhältlich ist, schon für die Anwesenheit der Sammler sorgt... Dazu Signierstunden, Runden, die von den Autoren geleitet werden - das sollte doch die Fans heiß machen. Immerhin ist es so ziemlich das einzige System in Deutschland, dass sowas bieten kann.
Titel: Re: Con-Konzepte
Beitrag von: Tigerbunny am 14.06.2012 | 19:29
DSAler haben kein Geld für Cons, das brauchen die für die ganzen "Zugfahrten" durch Aventurien.  :-X  ~;D
Titel: Re: Con-Konzepte
Beitrag von: Teylen am 15.06.2012 | 01:34
Just als Überlegung, vielleicht könnte man sich überlegen welche Con-Konzepte es gibt.
Respektive aus welchen Aspekten man mit, welcher Gewichtung, ein Con-Konzept entwickeln kann.

Wenn man den Aspekt der Übernachtung betrachtet könnte man unterteilen ob sie (verpflichtend) integriert ist, wenn ja wie flexibel sie gestaltet ist, oder ob es kein direktes Thema des Konzept ist.

Nur weil es keine verpflichtende Übernachtung in einer bestimmten Räumlichkeit gibt, bedeutet es nicht das die Convention "anspruchslos" gestaltet sein muss.
Die FedCon, als recht große Media-Convention, nimmt ein Maritim-Hotel in Beschlag, ohne das der Besucher gezwungen wäre im Maritim-Hotel zu übernachten.
Die Grand Masquerade hat im letzten Jahr zwei der, nach meinen Eindruck, teureren Hotels im French Quarter gebucht. Jedoch war man als Besucher nicht gezwungen eine Übernachtung in diesen zu buchen.

Natürlich kann man eine Übernachtung in das Konzept integrieren.
Das kann über das gemeinsame nächtigen in einer Halle, über das anmieten entsprechender Hütten gehen, es kann ein Zeltlager umfassen, vielleicht ein entsprechend gemietetes Haus, ebenso könnte es an ein Event gebunden sein wie eine Zugfahrt oder eine Schifffahrt, es stünde die Möglichkeit einer Burg ebenso offen wie ein Tagungshotel,  Hotel, Luxushotel oder Resort.

Davon losgelöst kann man die Ernährung betrachten.
Das heißt von der Selbstversorgung, über eine Grundversorgung, ordentliches Angebot, hin zum "Mini-Event" (Grillen, gemeinschaftliches Pizza-Backen), Catering bis Sternemenü ist da alles drin.


Naja und dann hat man den. nicht zu verachtend wichtigen, Punkt dessen was, wie inhaltlich / RPG bezogen angeboten wird - das heißt irgendwo doch der Kern der Convention - noch nicht berührt.