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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Rollenspiel- & Weltenbau => Thema gestartet von: Gummibär am 12.07.2012 | 04:19

Titel: Konstitution mal anders
Beitrag von: Gummibär am 12.07.2012 | 04:19
Bei beiden Geschlechtern gehört die körperliche Attraktivität zu den wichtigsten Partnerwahlkriterien. Für evolutionspsychologisch orientierte Attraktivitätsforscher ist diese ein biologisches Signal, das für Gesundheit und Fruchtbarkeit steht.

Also Dinge, die ich unter Konstitution einordnen würde. Es besteht damit also eine Korrelation zwischen Konstitution und körperlicher Attraktivität, die man auch in einem Regelsystem ausdrücken kann (sollte?).

So könnte man z.B. die beiden Attribute Erscheinungsbild und Widerstandsfähigkeit aus Vampire: Die Maskerade zusammenfassen zu einem einzigen Attribut Konstitution. Und dies bei einem neuen System von vorneherein so designen. Dies macht Sinn:

Aus SIM-Sicht wird die in der realen Welt existierende Korrelation nun auch im System ausgedrückt.

Aus GAM-Sicht wird der Dumpstat Erscheinungsbild (sofern man keine Präsenz erlernen will, ist ein Wert über 2 überflüssig) einem anderen Attribut zugeordnet, das ebenfalls in der Spielbalance zu kurz kommt. Denn die Widerstandsfähigkeit ist zwar wichtig zum Absorbieren, kommt aber ansonsten ziemlich kurz, und das in eigentlich allen Systemen, was Fertigkeitsproben angeht.

(Klar, Nosferatu und Gangrel bekommen hier eine Sonderregelung durch eine "Schwäche" - wobei der sprichwörtliche Nosferatu, dem die Körperteile abfaulen und abfallen, sicherlich auch keine hohe Widerstandsfähigkeit hat. Entstellungen wie Narben oder Verbrennungen, die nicht zur vererbten Attraktivität/Widerstandfähigkeit gehören, werden regeltechnisch als Nachteil behandelt, der einen Modifikator gibt.)



Meinungen?

Und kennt jemand Belege für die wissenschaftliche Einleitung? Das ist nicht so ganz mein Studienfach.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Funktionalist am 12.07.2012 | 06:10
naja, dann schau dir mal an, wie attraktiv ringerinnen sind, oder der schwergewichtsboxer, oder wie sportlich das typische it-girl.
bei der realismusbegründung wäre ich vorsichtig.
das geht bei spielern oft nach hinten los.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: killedcat am 12.07.2012 | 06:21
Konstitution (im rollenspielerischen Sinne) und sexuelle Attraktivität korrelieren in Realität doch kaum. Geld und Attraktivität dagegen ...  >;D
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Tudor the Traveller am 12.07.2012 | 08:48
Für einen Faktor, der (postuliert) in die Attraktivität einfließt (Gesundheit/ Widerstandskraft) schmeißt du dann alle anderen (Erscheinung, Stimme, Mimik, Ausstrahlung, Auftreten, (Körper)Geruch, etc pp) über Bord? Nee...
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: 8t88 am 12.07.2012 | 08:51
Die Balancing erwägung sehe ich nicht.
Den Realweltbezug brauche ich nicht.
Ich sehe da keinen Grund für...

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: La Cipolla am 12.07.2012 | 09:10
Mary: The Sueing
coming to gaming tables around you in 2012

 ;D

Im Ernst, ich finde den Gedanken interessant, aber da musst du definitiv weiterdenken -- das ginge bspw., wenn man ein sehr feingranuläres System hat, auf einer Synergie-Ebene, oder durch kleine Systeme, die sowas abdecken (etwa ein Talent/Merit/was-auch-immer, das einem Charakter mit hohen körperlichen Werten soziale Boni gibt).

Von der Sim-Perspektive aus fehlt da aber gaaanz viel in der Logik. Sowas wie Sozialisierung (kann sämtliche Hormone über den Haufen werfen!) oder Fruchtbarkeit & Lebenszyklen (Alter und so). Dazu kommt, dass Hormone ja nicht einfach GEIL=GEIL funktionieren, sondern miteinander harmonieren. Wer auf einen schnellen Fick aus ist, springt auf KOMPLETT andere Dinge an als jemand, der jemanden zum Kinderaufziehen sucht. Oder anders gesagt, die körperliche Fitness ist nur ein Aspekt, der definitiv nicht ausreicht, um die Anziehungskraft eines Menschen zu erklären.

Wenn du dich dafür interessiert: für eine nette, günstige und zugängliche populärwissenschaftliche Grundlage würde ich das GEO Wissen Heft "Partnerschaft & Familie" empfehlen. Fachbücher sind da natürlich ... anstrengend.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Teylen am 12.07.2012 | 09:42
So könnte man z.B. die beiden Attribute Erscheinungsbild und Widerstandsfähigkeit aus Vampire: Die Maskerade zusammenfassen zu einem einzigen Attribut Konstitution. Und dies bei einem neuen System von vorneherein so designen. Dies macht Sinn:
Nein, macht es imho nicht.
Es gibt Leute die sind häßlich wie die Nacht aber fruchtbar wie noch was.
Umgekehrt gibt es Leute die so attraktiv sind das sie reich werden aber vermutlich eher weniger fruchtbar.
[Gerade die Supermodels wie sie in den Neunzigern aufkamen sehen nicht aus als hätten sie gebährfreudige Becken oder eine gesunde Konstitution]

Zitat
Aus GAM-Sicht wird der Dumpstat Erscheinungsbild (sofern man keine Präsenz erlernen will, ist ein Wert über 2 überflüssig) einem anderen Attribut zugeordnet, das ebenfalls in der Spielbalance zu kurz kommt. Denn die Widerstandsfähigkeit ist zwar wichtig zum Absorbieren, kommt aber ansonsten ziemlich kurz, und das in eigentlich allen Systemen, was Fertigkeitsproben angeht.
Eigentlich ist Widerstandsfähigkeit durch die Tatsache das man damit absorbieren kann und nur damit recht wichtig.
Womit es imho in etwa gleich auf mit der Körperkraft liegt.

Dazu zerschlägt es imho, bezogen auf Vampire, die Spiellogik bei mindestens vier Clans.
Gangrel, Kappadozianer, Nosferatu sowie Tszimisce

Gangrel sind robuste, wilde Naturverbundene Kämpfer. Es gibt keinen Hinweis in den Regeln das sie schwächlich hinsichtlich der Konstitution sind.
Im Gegenteil, sie haben Seelenstärke als Clansdisziplin, das heißt sie sind eigentlich noch extra-robust.
Die Kappadozianer sind zwar weniger auf das schlachten aus, aber neben der Tatsache das sie so attraktiv wie eine Leiche sind, sind sie eigentlich so schwer zu killen wie ein kopfloser Zombie. Weshalb sie ebenfalls Seelenstärke als Disziplin haben.
Dann wären da die Nosferatu. Die sind zwar häßlich und entstellt aber eigentlich explizit nicht behindert. Es gibt sogar eine Reihe von körperlichen Vorteilen welche ihnen durch die Entstellung eingeräumt werden können.
Nun und dann wären da ie Tzimisce. Wo man mit dem Konzept sowohl das Clanskonzept der Metamorphose gegen die Wand fährt, wo sich Tzimisce weil sie es "ansprechend" finden ein objektiv häßliches Äußeres geben (Erscheinungsbild 0) sowie die Disziplin zerfetzt. Weil da wo Fleischformen cool/effektiv wird, wird es meistens ziemlich (optisch) häßlich. Die Szlachta und die Vohdz haben beide Erscheinungsbild 0 (zu recht weil sie häßliche Monstrositäten sind) und ein Tzimisce der in die Zulo Form wechselt würde konstitutionell in's negative rutschen?

Auch sonst kann man im Grunde sagen das bei V:tM/V:DA die Clans/Blutlinien eigentlich um so größere Nehmerfähigkeiten entwickeln je häßlicher sie sind. Was dann auch in die andere Richtung umschlägt.

Weil plötzlich sind die Toreador, die Geschwindigkeit angeblich hauptsächlich der Kunst wegen und für's Weg laufen haben, die stabilsten Kampfschweine die es so auf dem Clans Tablett gibt.


Naja und dann wäre bezogen auf Vampire da noch ein weiteres Problem.
Als Vampir hat es sich mit der Fruchtbarkeit. Da ist nix mehr.
Vampire sind eigentlich weniger fruchtbar als Leichen wo zumindest noch Maden dran sind und entstehen können.

Bezogen auf Vampire würde ich dann auch eher das Problem sehen das man nicht nur Erscheinungsbild hat, sondern mit Charisma, Manipulation und Erscheinungsbild es ein bisschen mit den sozialen Stats übertrieben.
Wenn man das EB innerhalb von Vampire stärker betonen will kann man einbringen das ein Charakter, nach GRW, beim sozialen Ersteindruck, nicht mehr Würfel verwenden darf als er EB hat.


Kleine Ergänzung zum nWoD Vergleich.
Die Clansschwäche der neuen Nosferatu ist auch schöner.
Die können Bildhübsch sein. Sind aber trotzdem irgendwie "unheimlich".
Das hat man in der cWoD bei den Kappadozianern (Samedi und andere habe ich gerade nicht auswendig parat).
Die bekommen einen permanenten Abzug auf soziale Würfe, dürfen Erscheinungsbild aber über 0 haben.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Pyromancer am 12.07.2012 | 10:11
Bei Savage Worlds ist es z.B. so, dass man für das Talent "Attraktiv" einen Mindestwert in Konstitution haben muss (für das Talent "Charismatisch" aber nicht).
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Asdrubael am 12.07.2012 | 10:21
Also viele handwerker die ich kenne haben eine Konstitution wie ein Pferd... aber attraktiv würde ich mit denen nicht in Verbindung bringen. Ich denke was da dem menschlichen Gehirn ein Streich spielt ist das gesund scheinen vs. gesund sein. Wobei es evolutionär schon irgendwie sinnvoll scheint, sich nicht mit Partnern vermehren zu wollen, die schon krank aussehen.

Aber in einem RPG kann die Zusammenlegung funktionieren, wenn man eben sagt: die Realität weicht nicht vom Erscheinungsbild ab. Also die Bösen sind kränklich, hässlich und abstoßend und die Helden strahlend, gut aussehend und bekommen auch keinen Husten, wenn sie mit nassen Haaren raus gehen.
Das kann denke ich schon funktionieren... aber vielleicht sollte man eine Hintertür offen lassen um das Klischee brechen zu können
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Teylen am 12.07.2012 | 10:32
Ich bezweifele ja auch schon etwas die Eingangsthese.
Nun und mal abgesehen von den unattraktiven Menschen die dennoch viele Kinder kriegen, der gesellschaftlichen Entwicklung von Schoenheitsidealen und dergleichen, laeuft das ganze doch tendentiell Gefahr zu kippen wenn man Tiere hin zu zieht.

Demnach waere ein fluffiges, niedliches Kaninchen, das vielleicht auch so ein toller Rammler ist, tendentiell widerstandsfaehiger und haette eine bessere (oder gar die gleiche) Konstitution als so eine haessliche, wilde Wutz.


Kleine Ergaenzung:
Soweit mir bekannt laeuft die Attraktivitaet weniger ueber Fertilitaet oder Gesundheit sondern mehr ueber Kompatibilitaet zur suchenden Person.
Andernfalls waeren die Fruchtbaren und Gesunden ueberflaufen.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: La Cipolla am 12.07.2012 | 12:13
Zitat
Ich bezweifele ja auch schon etwas die Eingangsthese.
Nun und mal abgesehen von den unattraktiven Menschen die dennoch viele Kinder kriegen, der gesellschaftlichen Entwicklung von Schoenheitsidealen und dergleichen, laeuft das ganze doch tendentiell Gefahr zu kippen wenn man Tiere hin zu zieht.

Demnach waere ein fluffiges, niedliches Kaninchen, das vielleicht auch so ein toller Rammler ist, tendentiell widerstandsfaehiger und haette eine bessere (oder gar die gleiche) Konstitution als so eine haessliche, wilde Wutz.
Das ist prinzipiell schon richtig so, aber eben nur prinzipiell (siehe auch die Ergänzungen in meinem letzten Post).
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: YY am 12.07.2012 | 23:40
Es besteht damit also eine Korrelation zwischen Konstitution und körperlicher Attraktivität, die man auch in einem Regelsystem ausdrücken kann (sollte?).

Die Korrelation ist aber schwach (siehe Tudors Post).

Sie ist meiner Ansicht nach unter keinen Umständen ausreichend, um die zwei betroffenen Attribute zusammenzufassen.


Ich halte den Ansatz von z.B. Savage Worlds oder GURPS (und nWoD?) für eine sehr gute Lösung.
Es gibt dort keinen Charisma-/Erscheinungs-Dumpstat.
Wer gut aussehen will, zahlt für diesen Vorteil, hässliche SCs dürfen umgekehrt Punkte verteilen.
Alle anderen sind so weit in der Norm, dass es nicht weiter erwähnenswert ist und damit nicht spielmechanisch in Erscheinung tritt.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Skele-Surtur am 13.07.2012 | 00:06
Bei beiden Geschlechtern gehört die körperliche Attraktivität zu den wichtigsten Partnerwahlkriterien. Für evolutionspsychologisch orientierte Attraktivitätsforscher ist diese ein biologisches Signal, das für Gesundheit und Fruchtbarkeit steht.
Grundsätzlich nicht falsch.

Zitat
Also Dinge, die ich unter Konstitution einordnen würde.

Greift aber viel zu kurz.

Zitat
Es besteht damit also eine Korrelation zwischen Konstitution und körperlicher Attraktivität,
Ist daher ein Fehlschluss.

Zitat
die man auch in einem Regelsystem ausdrücken kann (sollte?).
Grundsätzlich denkbar, aber in dieser simplifizierung völlig kontraproduktiv.


Aus GAM-Sicht wird der Dumpstat Erscheinungsbild (sofern man keine Präsenz erlernen will, ist ein Wert über 2 überflüssig) einem anderen Attribut zugeordnet, das ebenfalls in der Spielbalance zu kurz kommt.
Dann spielt ihr das irgendwie anders. Mein Gangrel konnte ohne jedwede Disziplin in dieser Richtung mit seinen Appearance 4 eine ganze Menge anfangen.

Also alles in Allem: ich denke du ziehst einen "Kurzschluss".
Eine vielleicht nicht ganz dumme Regelung ist die von Savage Worlds, wo der Vorteil "Attraktiv" einen Mindestwert in Konstitution erfordert. Aber selbst da hab ich meine Zweifel bezüglich der Representativität in unserer Realität.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Gummibär am 13.07.2012 | 14:10
Natürlich muss der Ansatz noch durchdacht und weiterentwickelt werden. Dazu ja die Diskussion.

Ggfs. muss man auch gucken, für welche Bereiche dieser Ansatz gilt. Da betrachte ich momentan vor allem den sexuellen Bereich. Neben der körperlichen Attraktivität ist dort – wie schon angemerkt - vor allem der Status (u.a. Geld) wichtig. Die Suche nach Sex und die nach Beziehung würde ich der Einfachheit halber mal in einen Topf werfen, dann gleichen sich auch die Unterschiede zwischen Männern und Frauen an, man muss es mit dem Realismus ja auch nicht übertreiben.

Also zuerstmal muss man unterscheiden in subjektive und objektive Attraktivität. Grobe Asymmetrien sind z.B. ein starkes Zeichen für Unattraktivität, eine glatte Haut ist ein starkes Zeichen für Attraktivität. Aber natürlich ist letzteres nur ein Bonus und kein Autoerfolg (und das Gegenteil auch kein Automisserfolg), deshalb wird ja gewürfelt.

Schlankheit wird heutzutage von vielen als Zeichen von Attraktivität gesehen. Das ist jedoch eine Ausnahme, wenn man sich andere Zeiten und Kulturen anschaut. In einem universalen System würde Schlankheit also als Vorzug behandelt, der in der westlichen, moderen Kultur einen Bonus für entsprechende Würfe gibt. Im Mittelalter oder in nicht-westlich geprägtem Afrika gibt es dafür aber einen Malus (und wenn man dort spielt, würde es sich nicht um einen Vorzug, sondern um eine Schwäche handeln). Also ne ziemliche Sonderregel-Sache, die nicht unter Grundmechanismen wie Attribute fällt. Und natürlich gilt auch hier: Der Würfel entscheidet, ob man auf jemanden trifft, dessen Schönheitsideal dem vorherrschenden Schönheitsideal seiner Gesellschaft entspricht (Würfelerfolg) oder ob man auf jemanden trifft, der dann z.B. nur auf Normalgewichtige oder nur auf Übergewichtige steht (Misserfolg).

Zitat von: n.a. DeKrit
naja, dann schau dir mal an, wie attraktiv ringerinnen sind, oder der schwergewichtsboxer, oder wie sportlich das typische it-girl.
Körperkraft wäre also ein Attribut, das für Frauen deiner Meinung nach als Malus auf die Probe gilt?

Zitat von: Tudor the Traveller
Für einen Faktor, der (postuliert) in die Attraktivität einfließt (Gesundheit/ Widerstandskraft) schmeißt du dann alle anderen (Erscheinung, Stimme, Mimik, Ausstrahlung, Auftreten, (Körper)Geruch, etc pp) über Bord? Nee...
Neben der Konstitution, auf die ich den Erstwurf für Verführen gestalten würde, gibt es natürlich noch Charisma als Attribut (das ich dann anders handhaben würde als in Vampire: Die Maskerade – dort kann ja für bestimmte Würfe jedes der 3 gesellschaftlichen Attribute verwendet werden, bloß darf man nur eines in den Wurf einfließen lassen – ich würde das gerne trennungsscharf designen), sowie Fertigkeiten, die mit Attributen kombiniert werden. Bei Vampire ist es so, Erscheinungsbild ist eher der erste Eindruck, beim Verführen folgt dann ein Gespräch in zwei Phasen. Für dieses Gespräch wird nicht auf Erscheinungsbild gewürfelt (es geht zu ca. 25% aber in den auf Charisma basierten Wurf ein). D.h. dass z.B. die Stimme doch besser unter Charisma aufgehoben ist, also bei dem Attribut, das für Gespräche zuständig ist, und zwar mit 100% Wirkung.

Zitat von: La Cipolla
Von der Sim-Perspektive aus fehlt da aber gaaanz viel in der Logik. Sowas wie Sozialisierung (kann sämtliche Hormone über den Haufen werfen!) oder Fruchtbarkeit & Lebenszyklen (Alter und so).
Naja, so  lange man keine Zeiteinheiten benötigt, um Attribute aufrechtzuerhalten, sondern diese unabhängig von ihrer Nutzung nicht sinken können, und so lange Charaktere in körperlichen Attributen auch nach dem Alter der körperlichen Höchstleistungen besser werden, wird das Alter eh nicht maßgeblich ins Spiel eingebunden.

Ausnahmen (Sozialisierung) würde ich über Vorzüge und Schwächen Regeln, bzw. über das Würfeln.

Zitat von: La Cipolla
Mary: The Sueing
coming to gaming tables around you in 2012
Das haben wir, wenn jemand mit Geschick+Sportlichkeit, also durch Tanzen verführt wird. ;-) Das überpowerte Attribut ist nun wirklich Geschick.

Zitat von: Teylen
Eigentlich ist Widerstandsfähigkeit durch die Tatsache das man damit absorbieren kann und nur damit recht wichtig.
Womit es imho in etwa gleich auf mit der Körperkraft liegt.
Was den Kampf angeht, ja. Außerhalb des Kampfes kann ich mich nicht daran entsinnen, dass mal auf Widerstandsfähigkeit gewürfelt wurde (Ausnahme Disziplinen).

Kappadozianer und Nosferatu haben eine Clansschwäche, die ihr Aussehen modifiziert. Diese stellt eine Ausnahme dar und setzt den regulären Mechanismus außer Kraft. Auch Kappadozianer mit Erscheinungsbild 5 sehen leichenhaft aus. Und auch Charaktere mit Widerstandsfähigkeit 5 werden hässlich, sobald sie Nosferatu werden, das ist der Fluch. Sie sehen dann ja auch nicht mehr gesund aus.
Clans mit Seelenstärke sind deshalb robust, weil sie Seelenstärke haben, nicht weil sie auch noch Widerstandsfähigkeit haben müssen.
Auch Fleischformen ist eine Ausnahme, die das Erscheinungsbild ändern kann, ohne dass dies was an der Widerstandsfähigkeit ändern muss.
Ein Gangrel verliert durch die Clansschwäche Erscheinungsbild (also wieder eine Ausnahme), tut er das nicht, wieso sollte er nicht ein hohes Erscheinungsbild haben?
Zitat von: Teylen
Weil plötzlich sind die Toreador, die Geschwindigkeit angeblich hauptsächlich der Kunst wegen und für's Weg laufen haben, die stabilsten Kampfschweine die es so auf dem Clans Tablett gibt.
Toreador im Mittelalter waren auch mit Sicherheit nicht zerbrechlich, das galt nämlich damals nicht als schön, weder bei Männern, noch bei Frauen. Und am stabilsten sind dann immer noch die Ventrue, die ja gerne Erscheinungsbild UND Seelenstärke haben. Es sei denn natürlich, dass das Inzucht-Adelige sind, aber jene haben niedrige Widerstandsfähigkeit UND niedriges Erscheinungsbild, was die Korrelation ja wieder bestätigt. Lediglich die besseren Lebensumstände als Adelige geben da noch einen Bonus auf die Konstitution, aber mMn hier auch wieder auf das Erscheinungsbild.

Zitat von: Teylen
Als Vampir hat es sich mit der Fruchtbarkeit. Da ist nix mehr.
Leute, die sterilisiert werden, sehen vermutlich auch nicht anders aus als vorher, oder? Sprich es wird weiterhin durch das Aussehen Attraktivität vermittelt, so als wäre Fruchtbarkeit da.

Zitat von: Teylen
Soweit mir bekannt laeuft die Attraktivitaet weniger ueber Fertilitaet oder Gesundheit sondern mehr ueber Kompatibilitaet zur suchenden Person.
Andernfalls waeren die Fruchtbaren und Gesunden ueberflaufen.
Diese Kompatibilität ist wichtiger, ob sie gegeben ist, entscheidet sich über den Würfelwurf. Trotzdem ist sie nicht das einzige Kriterium und manche Leute haben durch ihr Aussehen bessere Chancen als andere. Jene sind dann aus Sicht der Kultur oder kulturübergreifend attraktiver. Und das wird z.B. bei Vampire durch den Wert in Erscheinungsbild berücksichtigt. Ansonsten müsste ja jeder die gleichen Chancen haben, man könnte dann nicht auf ein Attribut würfeln.

Zitat von: Teylen
Demnach waere ein fluffiges, niedliches Kaninchen, das vielleicht auch so ein toller Rammler ist, tendentiell widerstandsfaehiger und haette eine bessere (oder gar die gleiche) Konstitution als so eine haessliche, wilde Wutz.
Ich bezweifle, dass ein Wildschwein mit nem Kaninchen rummachen würde, egal wie fluffig, niedlich oder rammelig das ist. Dementsprechend gilt Erscheinungsbild innerhalb der Art. Stehen denn Kaninchen auf möglichst niedliche Kaninchen?
Ich denke jedoch, dass auch Kaninchen besonders auf Kaninchen stehen, die Gesundheit verheißen.
Wie gesagt, westliche Models gelten schon in anderen Kulturen oder Zeiten als hässlich, auf ne andere Spezies kann man sowas nicht übertragen.

@ Surtur
Wäre nett, wenn du deine Aussagen begründen würdest, so kann ich damit leider nicht viel anfangen.




Mein Vorschlag wäre momentan für eine Verführung, dass es zuerst den Ersteindruck gibt, bei dem Konstitution als körperlich signalisierte Gesundheit als einer von zwei Faktoren in den Wurf eingeht, während dazu noch eine Fertigkeit addiert wird, die andere Einflüsse abdeckt (wie könnte diese heißen?). Anschließend folgt dann ein Gespräch, dessen Wurf alle Einflüsse des Gesprächs abdeckt (wie z.B. Stimme, die nicht in den ersten Wurf eingeht).
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Beral am 13.07.2012 | 14:55
Ich halte den Zusammenhang für ausreichend groß, um eine Zusammenlegung von Konstitution und sexueller Attraktivität in Erwägung zu ziehen.

Die geäußerte Kritik ist ein bisschen kleinlich. Mit solchen Maßstäben kann man kein einziges der gängigen Attribute als geeignet ansehen. Wenn ich als Sportwissenschaftler das Attribut "Stärke" auseinanderseziere oder ein Psychologe das Attribut "Intelligenz", bleiben da auch nur große Haufen unterschiedlichster Faktoren liegen, für die "Stärke" und "Intelligenz" nur sehr vage Zusammenfassungen sind.

Ein gesunder Körper ist sicher hilfreich bei der Partnerwahl, aber längst nicht hinreichend. Die Frage ist, wie man diesen Vorteil angemessen verregelt. Wenn die Verführenprobe allein vom Konstitutionsattribut abhängt, wird sicher kein Realist glücklich mit dieser Regel. Als Realist bin ich aber genauso unglücklich, wenn eine Klettern-Probe allein vom Geschicklichkeit-Attribut abhängt oder eine Armdrückenprobe allein vom Stärke-Attribut.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Skele-Surtur am 13.07.2012 | 15:03
Sorry, manchmal drücke ich mich tatsächlich etwas knapp aus und vergesse, dass die Gedankengänge vielleicht doch etwas komplexer sind.

Also: Du ordnest die gesamte körperliche Gesundheit der Konstitution zu. Das greift zu kurz. Körperliche Gesundheit, Fruchtbarkeit und (potentielle) Leistungskraft umfassen eine Unmenge an Attributen, die mit Konstitution nichts zu tun haben. Etwa kräftiges Haar. Bestimmte Körperformen, die zwar "andeuten", dass eine Frau besonders Gebährfreudig oder ein Mann besonders Potent ist (Körperproportionen, insbesondere Hüfte-Tailie-Schulter, Form des Gesäßes, Form und Größe der Brust, etc.), sich aber in Ausdauer, Robustheit und Resistenz gegen Krankheiten nicht wiederspiegeln.

Weiter sind viele dieser äußeren Merkmale Ausprägungen unserer momentanen Gesundheit. Eine gesunde Haut z.B. deutet eben an, dass der potentielle Partner eben gesund ist. Das hat aber leider oft nicht viel mit seiner generellen Resistenz gegen Krankheiten, sondern nur mit seinem momentanen Gesundheitszustand zu tun.
Gerade bei guter medizinischer Versorgung haben auch Menschen, die "etwas schwach auf der Brust sind" ein relativ gesundes Aussehen. Natürlich ist ein gesunder Mensch im Regelfall attraktiver als ein kranker Mensch. Das ist aber im Prinzip trivial.

Es gibt auf der anderen Seite aber viele körperliche Merkmale, die auch aus evolutionspsychologischen Gründen attraktiv wirken, aber mit Konstitution nichts zu tun haben. Diese deuten etwa daraufhin, dass eine Person in der Lage ist zärtlich zu sein, was Männer bei Frauen attraktiv finden, da es (evolutionspsychologisch) darauf hindeutet, dass das Weibchen dazu in der Lage ist, die Brut gut aufzuziehen.

Da können wir jetzt noch zig und drölfzig weitere Faktoren draufpacken, die z.T. auch genetisch bedingt sind - so mögen die meisten Männer Frauen, die ein wenig kleiner sind, als sie selbst (und vice versa). Das errechnete Mittel für ein Ideales Verhältnis liegt afaik bei 6-10 cm, die der Mann größer sein sollte. Aber das sind nur Indikatoren.

Usw.

Oder wie YY das ausdrückte: Die Korrelation ist schwach.

Hinzu kommt, dass die soziale Komponente viel, viel stärker ist. Gut, darüber kann man durchaus geteilter Meinung sein, aber ich meine, dass der Mensch in so gewaltigem Umfang seiner sozialen Prägung unterworen ist, dass diese die "genetische Programmierung" weitgehend überlagert. Darum finden wir z.T. besonders schlanke Frauen häufig sehr attraktiv, die ein wohlhabender Afrikaner vielleicht erstmal aufpeppeln würde und offenbar mögen einige Gesellschaften kugelrunde, betonharte Silikonbrüste, die "natürlichere Gesellschaften" für einfach nur grotesk hielten.
Offenbar mag die Mehrzahl der Männer auch keine Achselhaare bei Frauen - wo das herkommt weiß ich jetzt aus dem Stehkragen auch nicht, aber "natürlich" ist das wohl eher nicht, sonst hätte die Evolution inzwischen dafür gesorgt, dass Frauen keine Achselhaare mehr wachsen (polemisch ausgedrückt, kein Anspruch auf Richtigkeit, denn dafür gibt es den Menschen wohl noch nicht lange genug, bzw. die genetische Anomalie des Ausbleibens von Achselhaaren ist bisher noch nicht ausreichend aufgetreten).

Da also deine Grundannahme (Gesundheit & Fruchtbarkeit = Konstitution) bereits ein Fehlschluss ist (beziehungsweise nicht grundsätzlich falsch, sondern einfach nur viel zu verkürzt), ist die Folgeannahme, dass sich in den Spielwerten Konstitution direkt auf Erscheinungsbild auswirken sollte ebenfalls ein Fehlschluss.

Das Element "Konstitution" ist ein viel zu kleines Mosaiksteinchen im Gesamtbild Attraktivität, als dass eine (in der Simplifizierung von Spielwerten nahezu unvermeidbare) enge Verknüpfung der beiden Spielwerte sinnvoll wäre. In einem Steinzeitsetting würde das vielleicht noch funktionieren, aber spätestens mit der neolithischen Revolution macht das keinen Sinn mehr.

Es sei denn, du willst ein extrem Feinkörniges System entwerfen, in dem sich dann Attraktivität aus x+1 und x>10 Einzelposten errechnet. Mit dem White Wolf Dot-System hätte das aber nichts zu tun.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Skele-Surtur am 13.07.2012 | 15:04
@ Surtur
Wäre nett, wenn du deine Aussagen begründen würdest, so kann ich damit leider nicht viel anfangen.

Sorry, manchmal drücke ich mich tatsächlich etwas knapp aus und vergesse, dass die Gedankengänge vielleicht doch etwas komplexer sind.

Also: Du ordnest die gesamte körperliche Gesundheit der Konstitution zu. Das greift zu kurz. Körperliche Gesundheit, Fruchtbarkeit und (potentielle) Leistungskraft umfassen eine Unmenge an Attributen, die mit Konstitution nichts zu tun haben. Etwa kräftiges Haar. Bestimmte Körperformen, die zwar "andeuten", dass eine Frau besonders Gebährfreudig oder ein Mann besonders Potent ist (Körperproportionen, insbesondere Hüfte-Tailie-Schulter, Form des Gesäßes, Form und Größe der Brust, etc.), sich aber in Ausdauer, Robustheit und Resistenz gegen Krankheiten nicht wiederspiegeln.

Weiter sind viele dieser äußeren Merkmale Ausprägungen unserer momentanen Gesundheit. Eine gesunde Haut z.B. deutet eben an, dass der potentielle Partner eben gesund ist. Das hat aber leider oft nicht viel mit seiner generellen Resistenz gegen Krankheiten, sondern nur mit seinem momentanen Gesundheitszustand zu tun.
Gerade bei guter medizinischer Versorgung haben auch Menschen, die "etwas schwach auf der Brust sind" ein relativ gesundes Aussehen. Natürlich ist ein gesunder Mensch im Regelfall attraktiver als ein kranker Mensch. Das ist aber im Prinzip trivial.

Es gibt auf der anderen Seite aber viele körperliche Merkmale, die auch aus evolutionspsychologischen Gründen attraktiv wirken, aber mit Konstitution nichts zu tun haben. Diese deuten etwa daraufhin, dass eine Person in der Lage ist zärtlich zu sein, was Männer bei Frauen attraktiv finden, da es (evolutionspsychologisch) darauf hindeutet, dass das Weibchen dazu in der Lage ist, die Brut gut aufzuziehen.

Da können wir jetzt noch zig und drölfzig weitere Faktoren draufpacken, die z.T. auch genetisch bedingt sind - so mögen die meisten Männer Frauen, die ein wenig kleiner sind, als sie selbst (und vice versa). Das errechnete Mittel für ein Ideales Verhältnis liegt afaik bei 6-10 cm, die der Mann größer sein sollte. Aber das sind nur Indikatoren.

Usw.

Oder wie YY das ausdrückte: Die Korrelation ist schwach.

Hinzu kommt, dass die soziale Komponente viel, viel stärker ist. Gut, darüber kann man durchaus geteilter Meinung sein, aber ich meine, dass der Mensch in so gewaltigem Umfang seiner sozialen Prägung unterworen ist, dass diese die "genetische Programmierung" weitgehend überlagert. Darum finden wir z.T. besonders schlanke Frauen häufig sehr attraktiv, die ein wohlhabender Afrikaner vielleicht erstmal aufpeppeln würde und offenbar mögen einige Gesellschaften kugelrunde, betonharte Silikonbrüste, die "natürlichere Gesellschaften" für einfach nur grotesk hielten.
Offenbar mag die Mehrzahl der Männer auch keine Achselhaare bei Frauen - wo das herkommt weiß ich jetzt aus dem Stehkragen auch nicht, aber "natürlich" ist das wohl eher nicht, sonst hätte die Evolution inzwischen dafür gesorgt, dass Frauen keine Achselhaare mehr wachsen (polemisch ausgedrückt, kein Anspruch auf Richtigkeit, denn dafür gibt es den Menschen wohl noch nicht lange genug, bzw. die genetische Anomalie des Ausbleibens von Achselhaaren ist bisher noch nicht ausreichend aufgetreten).

Da also deine Grundannahme (Gesundheit & Fruchtbarkeit = Konstitution) bereits ein Fehlschluss ist (beziehungsweise nicht grundsätzlich falsch, sondern einfach nur viel zu verkürzt), ist die Folgeannahme, dass sich in den Spielwerten Konstitution direkt auf Erscheinungsbild auswirken sollte ebenfalls ein Fehlschluss.

Das Element "Konstitution" ist ein viel zu kleines Mosaiksteinchen im Gesamtbild Attraktivität, als dass eine (in der Simplifizierung von Spielwerten nahezu unvermeidbare) enge Verknüpfung der beiden Spielwerte sinnvoll wäre. In einem Steinzeitsetting würde das vielleicht noch funktionieren, aber spätestens mit der neolithischen Revolution macht das keinen Sinn mehr, es sei denn, du willst ein extrem Feinkörniges System entwerfen, in dem sich dann Attraktivität aus x+1 und x>10 Einzelposten errechnet. Mit dem White Wolf Dot-System hätte das aber nichts zu tun.

Das einzige, was mir einfällt, ist eine gewisse Mindestgesundheit, um attraktiv wirken zu können (z.B. du brauchst mindestens Konsti X um Erscheinungsbild X haben zu können - das Verhältnis könnte man sicher auch anders lagern, etwa "Erscheinungsbild kann maximal doppelt so hoch sein wie die Konstitution" . Aber du willst ja, wenn ich das recht verstanden habe, zwei "underpowered" Attribute zusammenlegen. Dafür sehe ich die Grundlage nicht.

Anders ausgedrückt: Worin steckt der Mehrwehrt für den Spieler? Nehmen wir an, da will ein Spieler eine Highschoolschönheit spielen, die natürlich exorbitantes Erscheinungsbild benötigt. Plötzlich hat die damit automatisch eine Bombenkonstitution und man braucht schon eine Stange C4, um sie aus den Latschen zu hauen. Wenn der Spieler ein Minmaxer ist, der den Bonus gerne mitnimmt: Klasse.
Aber manchem Spieler wird das einfach nicht ins Konzept passen.

Wenn ich als Sportwissenschaftler das Attribut "Stärke" auseinanderseziere oder ein Psychologe das Attribut "Intelligenz", bleiben da auch nur große Haufen unterschiedlichster Faktoren liegen, für die "Stärke" und "Intelligenz" nur sehr vage Zusammenfassungen sind.
Das ist absolut richtig, aber wichtig ist (in diesem Kontext) imho mehr, dass die Attribute für Otto, den legendären Normalverbraucher, plausibel sind. Diese Plausibilität sehe ich aber bei Konsti=Erscheinungsbild nicht.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Maarzan am 13.07.2012 | 15:11
Konstitution dürfte als solches auch nur limitierend wirken. Wer krank aussieht, wird schlechtere Karten haben, aber jenseits einer gewissen Grundmarke wird das nicht viel direkten Bonus geben.
Dazu noch die Frage: symetrische Züge, angesehene Proportionen etc sind ein gewisses Zeichen für gute Gene, aber da ist Konstitition doch noch viel mehr.

Vor allem, wie sieht es mit dem "Steigern" aus. Gesunden Lebenswandel an sich kann man vielleicht noch an glatter Haut, oder glänzendem Haar indirekt ablesen, aber das ist schon wieder ein sehr zweifelhafter indirekter Hinweis. Wie sieht es dann mit der auswrikung undBerücksichtigung von Mangelernährung aus? Das dürfte dann doch wohl Kerngrund für die in manchen Kulturen liegende Bevorzugung drallerer Figuren sein.
Und zumindest für Herren wäre dann ja zumindest Körperkraft der deutlichere Parameter, oder?

Da man vieles davon auch gar nicht so sehen kann, (der Spargeltarzan da hinten ist erfolgreicher Marathonläufer ...) ist der "Charismaeffekt" vielleicht auch eher an den mit diesem Potential erledigten Taten und deren bekannt werden geknüpft, ggf. noch an einen Selbstvertrauenspool, welcher die Ausstrahlung speist.

Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Teylen am 13.07.2012 | 15:18
Ggfs. muss man auch gucken, für welche Bereiche dieser Ansatz gilt. Da betrachte ich momentan vor allem den sexuellen Bereich.
Ich halte dort deine Grundannahme zur Definition der Attraktivität allein durch Gesundheit, Fruchtbarkeit sowie Status für im Fundament falsch. Gerade wenn es dann darum geht das Konstrukt einer vermeintlich objektiven Attraktivität zu schaffen.

Zitat
Schlankheit wird heutzutage von vielen als Zeichen von Attraktivität gesehen. Das ist jedoch eine Ausnahme, wenn man sich andere Zeiten und Kulturen anschaut.

Betrachtet man Zeichnungen von vor Ruben wirken die Portraitierten Figuren oftmals auch schlank. In eine Rubensfigur passen ggf. zwei Venus von Milo Figuren rein. Nun und auch vor den Supermodels gab es sowas wie den Wahnsinn um die Wespentaille, inklusive Entfernung von Rippen und auch davor sowas wie Korsetts.
Auch sind mir in Bezug auf das japanische/chinesische Mittelalter - deinen Verweis auf asiatische Kulturen aufgreifend - selten Darstellungen von dicken Frauen untergekommen.

Wobei es mir noch weniger um das Attribut der Attraktivität geht sondern die imho völlig abwegige Vermischung zur Konstitution hin.

Zitat
Das haben wir, wenn jemand mit Geschick+Sportlichkeit, also durch Tanzen verführt wird. ;-) Das überpowerte Attribut ist nun wirklich Geschick.
<VtM Nitpick>Das wäre auch eher Geschick+Vortrag (Tanzen)</VtM Nitpick>

Zitat
Kappadozianer und Nosferatu haben eine Clansschwäche, die ihr Aussehen modifiziert.

Die Clansschwäche ist aber in allen drei Fällen
Gangrel, Kappadozianer sowie Nosferatu
Explizit eine soziale und keine körperliche.
Was auch für andere dergestalt betroffene Clans/Blutlinien gilt (Baali, Samedi etc.)

Zitat
Und auch Charaktere mit Widerstandsfähigkeit 5 werden hässlich, sobald sie Nosferatu werden, das ist der Fluch.
Richtig. Aber der Fluch ist das das Erscheinungsbild auf 0 fällt.
Nicht das das Erscheinungsbild UND die Widerstandsfähigkeit auf 0 fällt.
Es widerspricht sowohl den Regeln, die dadurch gänzlich aus den Fugen geraten, als auch dem Setting da es nicht mehr funktioniert. Da gerade die Nosferatu ohne Seelenstärke nicht mehr in der Lage wären in einer widrigen Umgebungen zu überleben und auch die Gangrel das Problem haben das sie eigenlich fast gar nicht mehr für ein Leben in der Wildnis geeignet bzw. befähigt wären.

Zitat
Auch Fleischformen ist eine Ausnahme, die das Erscheinungsbild ändern kann, ohne dass dies was an der Widerstandsfähigkeit ändern muss.
Imho zerreist Fleischformen das komplette Konstrukt des Vereinigung von Widerstand und Erscheinungsbild.
Einerseits ist es mit Fleischformen möglich beides, getrennt von einander zu steigern oder zu senken.
Andererseits schafft man mit Fleischformen regelmäßig Kreaturen die nach allen gesunden menschlichen Massstäben unattraktiv sind, aber dafür überaus widerstandsfähig.

Zitat
Ein Gangrel verliert durch die Clansschwäche Erscheinungsbild (also wieder eine Ausnahme), tut er das nicht, wieso sollte er nicht ein hohes Erscheinungsbild haben?
Mir geht es weniger um das Erscheinungsbild respektive die sozialen Würfe, sondern das ein Gangrel dadurch das er Erscheinungsbild verliert, in dem er sich der Natur anpasst, gerade in der Natur/Wildnis überlebensunfähiger wird weil seine Widerstandsfähigkeit einkracht. Das ihn effektiv ein Bär besser zereissen kann weil ein normaler Mensch die Chitin-Schuppenhaut des Gangrel total häßlich findet.

Das gleiche bei den Nosferatu. Nur weil ein Mensch es häßlich und unnatürlich findet das einem anderer Mensch Knochen aus einem, an einem Standard Kopf bemessen, deformierten Schädel herauswachsen, nun oder die Haut von einer braunen lederartigen Masse überzogen wird, heißt das doch nicht das der Nosferatu widerstandsmäßig verloren hat. Schließlich kann die Knochen bzw. Lederwucherung eher besser als schlechter schützen, auch wenn er häßlicher als die Nacht aussieht.

Zitat
Toreador im Mittelalter waren auch mit Sicherheit nicht zerbrechlich, das galt nämlich damals nicht als schön, weder bei Männern, noch bei Frauen.

Es wird im Grundregelwerk explizit darauf hingewiesen das das Erscheinungsbild der Toreador massiv von dem abweichen kann was in der Epoche in der sie Unleben als attraktiv betrachtet wird. Das heißt eine Toreador die gezeugt wurde weil sie der Venus von Milo ähnlich sah wird nicht zur Wuchtbrumme nur weil sie es bis in die Zeit von Rubens oder Biedermeier geschafft hat.

Was auch im Rahmen auf Tzimisce zutrifft, die beiweilen kein Erscheinungsbild von 0 haben weil sie gerne schrecklich aussehen, sondern manchmal auch weil sie Attraktivtität anders bewerten als der Rest der Welt.
Zitat
Und am stabilsten sind dann immer noch die Ventrue, die ja gerne Erscheinungsbild UND Seelenstärke haben.

Rein regelmechanisch, und auch vom Regelhintergrund ist ein Ventrue in keinerweise stabiler als ein Gangrel oder ein Kappadozianer.

Zitat
Zitat
Soweit mir bekannt laeuft die Attraktivitaet weniger ueber Fertilitaet oder Gesundheit sondern mehr ueber Kompatibilitaet zur suchenden Person.
Andernfalls waeren die Fruchtbaren und Gesunden ueberflaufen.
Diese Kompatibilität ist wichtiger, ob sie gegeben ist, entscheidet sich über den Würfelwurf. Trotzdem ist sie nicht das einzige Kriterium und manche Leute haben durch ihr Aussehen bessere Chancen als andere. Jene sind dann aus Sicht der Kultur oder kulturübergreifend attraktiver.
Mir geht es weniger um die Bewertung der drei sozialen Attribute sondern um die Vermischung von Attraktivität und Widerstandsfähigkeit. Wenn die Attraktivität nun nämlich nicht mehr primär an dem Aussehen hängt sondern an der Kompatibilität wird die Verbindung der äußerlichen Attraktivität und der Widerstandsfähigkeit m.E. nämlich unsinniger.

Zitat
Ich bezweifle, dass ein Wildschwein mit nem Kaninchen rummachen würde, egal wie fluffig, niedlich oder rammelig das ist. Dementsprechend gilt Erscheinungsbild innerhalb der Art. Stehen denn Kaninchen auf möglichst niedliche Kaninchen?
Mir ging es eher um den Jäger der ein Wildschwein oder ein Kaninchen erlegen will und gegebenfalls noch von einem dieser beiden angegriffen will. Wenn du es plastischer haben möchtest kannst du dort auch ein Tzimisce in Zulo Gestalt, ein Vhodz und ein Szlachta einsetzten.


Zitat
Zitat von: n.a. DeKrit
naja, dann schau dir mal an, wie attraktiv ringerinnen sind, oder der schwergewichtsboxer, oder wie sportlich das typische it-girl.
Körperkraft wäre also ein Attribut, das für Frauen deiner Meinung nach als Malus auf die Probe gilt?
Ich würde annehmen das DeKrit darauf abziehlt das Boxerinnen, Ringerinnen und bruchikose Frauen [Walter aus Hinter Gittern] tendentiell eine hohe Widerstandsfähigkeit haben, das heißt recht viel einstecken können, jedoch von der Gesellschaft oftmals als nicht als attraktiv betrachtet werden.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Beral am 13.07.2012 | 16:33
Ich würde annehmen das DeKrit darauf abziehlt das Boxerinnen, Ringerinnen und bruchikose Frauen [Walter aus Hinter Gittern] tendentiell eine hohe Widerstandsfähigkeit haben, das heißt recht viel einstecken können, jedoch von der Gesellschaft oftmals als nicht als attraktiv betrachtet werden.
Das ist ein gutes Beispiel dafür, dass Attribute generell nur eine sehr geringe Korrelation mit dem aufweisen, wofür sie gebraucht werden. Die außerordentliche Konstitution von Boxerinnen ist realistischerweise nicht auf die Basis-Konstitution zurückzuführen, sondern auf das intensive Training und den damit verbundenen Aufbau physischer und psychischer Ressourcen. In der guten Konstitution der Boxerin steckt also zu einem erheblichen Teil ihr antrainiertes Stärke-Attribut drin.

Wenn man auf die Schwäche der Korrelationen pocht, sind alle Attribute hinfällig.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Teylen am 13.07.2012 | 17:04
Die außerordentliche Konstitution von Boxerinnen ist realistischerweise nicht auf die Basis-Konstitution zurückzuführen, sondern auf das intensive Training und den damit verbundenen Aufbau physischer und psychischer Ressourcen.
Wieso sollte die Boxerin ihre Basis Konstitution nicht über das Training einfach erhöht haben?
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Skele-Surtur am 13.07.2012 | 18:13
Das ist ein gutes Beispiel dafür, dass Attribute generell nur eine sehr geringe Korrelation mit dem aufweisen, wofür sie gebraucht werden. Die außerordentliche Konstitution von Boxerinnen ist realistischerweise nicht auf die Basis-Konstitution zurückzuführen, sondern auf das intensive Training und den damit verbundenen Aufbau physischer und psychischer Ressourcen. In der guten Konstitution der Boxerin steckt also zu einem erheblichen Teil ihr antrainiertes Stärke-Attribut drin.

Wenn man auf die Schwäche der Korrelationen pocht, sind alle Attribute hinfällig.
Das ist aber ein ganz wichtiger Punkt. Ich kann die Attribute meines Charakters auf eine natürliche Basis, auf Training oder auf Mulu-Mulu vom großen Manitu zurückführen. Darum ist es auch nicht sinnvoll, zwei in Realität miteinander korrelierende oder vielleicht auch nicht korrelierende Attribute zusammen zu schmeißen.

Die maßgebliche Maxime bei der Bestimmung der Attribute sollte sein, ob damit die im Spiel intendierten Charaktere darstellbar sind. Und ein attraktiver Charakter mit geringer körperlicher Leistungsfähigkeit ist denkbar. Bei direkter Kopplung von Konsti und Erscheinungsbild würde in diesem System dieses Charakterkonzept verhindert werden.

Wenn das das erklärte Ziel des Designers ist, dann nur zu. Das sehe ich bei WoD, was hier als Beispiel angeführt wurde, aber nicht. Darum ist die Korrelation imho nicht immanent genug, um die Kopplung der Attribute zu rechtfertigen.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Gummibär am 13.07.2012 | 18:30
Mir schwebt ein

Attribut + Fertigkeit + Vorzüge – Schwächen +/- Modifikatoren

vor, wie es ja weitvebreiteter Standard ist. Das könnte dann ungefähr so aussehen:

Eindruck auf den ersten BLICK = Gesundheit (Attribut) + XYZ (Fertigkeit) + Schlanksein in westlicher Kultur (+3 Würfel Bonus) + Fruchtbarkeit in größerem Maße als vorhanden vortäuschender Körperbau + Zärtlichkeit andeutendes Aussehen – Narbe +/- Statusmodifikator (Reichtum, Ansehen)

Wobei die Gleichung halt einfach wird, wenn jemand durchschnittliches Gewicht hat, sein Körper genau so viel Fruchtbarkeit anzeigt, wie er hat und er nach durchschnittlicher Zärtlichkeit aussieht, keine Narben hat und dem Mittelstand angehört.

Hier können unterm Strich die Vorzüge und Schwächen also stärker in den Wurf eingehen als die Gesundheit.

Flirt = Charisma + Redekunst (insgesamt für Stimme, Mimik, Auftreten)

Beim Flirt könnte man, wie bei VdM, die Erfolge des 1. Wurfes auf den Würfelvorrat addieren.

Wobei andere Proben dann z.B. auf Konstitution + Zähigkeit oder Konstitution + Ausdauer gehen (so hätte eine Ringerin sehr hohe Werte in den Fertigkeiten Zähigkeit und/oder Ausdauer, was dann auch zu einem hohen Würfelpool führt). Sprich die Konstitution wirkt sich aus auf Proben, die mit Zähigkeit, Ausdauer oder körperlicher Attraktivität zu tun haben, ist dort aber immer nur gleichwertig mit einer spezialisierten „Fertigkeit“, so dass die Konstitution als Sammelbecken nur zur Hälfte in die Probe eingeht. Und natürlich am Ende noch Vorzüge und Schwächen hinzukommen könne.

@ Surtur
Bei dir klingt es ein bisschen so, als würden kranke Menschen beim Attraktivitätswurf durchfallen, während alle anderen gleichwertig bestehen. Im Tierreich ist es so, dass schönere Tiere (aus Sicht ihrer Spezies) mehr und gesündere Nachkommen haben und auch selbst bessere Gene haben. Insofern kann ich nicht nachvollziehen, wieso meine Ausgangsthese falsch sein soll. Klar, ob man nun westlich oder afrikanisch geprägt ist, das hat dann nochmal einen massiven Einfluss (weswegen ich gerade den für VdM gigantischen Bonus von 3 Würfeln dafür vorgeschlagen habe), aber sowas wird ja bei VdM auch nicht durch Erscheinungsbild abgedeckt, hier hat das Mager-Model, wenn es nach Afrika kommt, immer noch 4 Würfel und damit auf einmal 120 kg. Von daher mein Ansatz: Erscheinungsbild darf sich nur auf kulturunabhängige Faktoren beziehen, die kulturabhängigen Faktoren müssen Vorzüge und Schwächen sein. (Wenn man das Setting nicht auf eine Zeit und Kultur eingrenzt.)

Zitat von: Surtur
In einem Steinzeitsetting würde das vielleicht noch funktionieren, aber spätestens mit der neolithischen Revolution macht das keinen Sinn mehr, es sei denn, du willst ein extrem Feinkörniges System entwerfen, in dem sich dann Attraktivität aus x+1 und x>10 Einzelposten errechnet. Mit dem White Wolf Dot-System hätte das aber nichts zu tun.
Mein Beispiel oben, wo ich 7 Faktoren in den Wurf einbeziehe, ist ziemlich WoD-konform (bis auf den Status-Modifikator).

Zitat von: Surtur
Nehmen wir an, da will ein Spieler eine Highschoolschönheit spielen, die natürlich exorbitantes Erscheinungsbild benötigt.
Dann nehme man Konstitution 2-3 und zusätzlich die oben genannten Vorzüge. Wenn man jetzt noch dabei bleibt, dass das Maximum für Menschen bei 5 liegt und man aufgrund des modifizierten Systems bis 7 geht, dann sollte sich diese 7 auch ohne exorbitante Konstitution erreichen lassen.

Zitat von: Maarzan
Dazu noch die Frage: symetrische Züge, angesehene Proportionen etc sind ein gewisses Zeichen für gute Gene, aber da ist Konstitition doch noch viel mehr.
Natürlich ist Konstitution noch viel mehr. Deshalb kann ein Attribut ja auch mit mehreren Fertigkeiten verknüpft werden und nicht nur mir einer. Weil Konstitution nun mal nicht nur die Ausdauer ist, sondern weil es z.B. auch die Zähigkeit ist.

Zitat von: Maarzan
Vor allem, wie sieht es mit dem "Steigern" aus.
Wie steigert denn ein 25-Jähriger seine Intelligenz? Oder seine Wahrnehmung? Und damit ist nicht Aufmerksamkeit gemeint, das ist ja eine Fertigkeit.
Mangelernährung gibt Abzüge auf Konstitution, man könnte noch einen kulturabhängigen Modifikator hinzufügen (z.B. -1 für Afrika und +1 für Europa).

Zitat von: Maarzan
Und zumindest für Herren wäre dann ja zumindest Körperkraft der deutlichere Parameter, oder?
Habe eher den Eindruck, dass Männer mit Körperkraft 4 oder 5 meistens nicht besonders attraktiv sind (es sei denn, sie können das in Status ummünzen). Beliebt sind eher gemäßigte, sichtbare Muskeln.

Zitat von: Teylen
Ich halte dort deine Grundannahme zur Definition der Attraktivität allein durch Gesundheit, Fruchtbarkeit sowie Status für im Fundament falsch.
Das ist allerdings gar nicht meine Annahme. Aber sowas wird auch bei GURPS oft missverstanden. Dort wird das Endergebnis ja auch maßgeblich von Vor- und Nachteilen bestimmt. Ignoriert man sie, wird das Ganze seltsam.

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Ich glaube ein Missverständnis liegt darin: Eine Änderung der Konstitution ergibt meiner Meinung nach eine Änderung der körperlichen Attraktivität (bezogen auf Partnerwahl?). Eine Änderung der körperlichen Attraktivität bewirkt aber KEINE Änderung der Konstitution.

Wenn jemand durch einen Hirnschaden geistige Fähigkeiten verliert, so wirkt sich dies auf alle entsprechenden Würfe aus. Wenn er durch eine partielle Amnesie seine Medizin-Kenntnisse vergisst, dann wirkt sich das ja auch nicht auf die geistigen Attribute aus.

Zitat von: Teylen
Mir geht es weniger um die Bewertung der drei sozialen Attribute sondern um die Vermischung von Attraktivität und Widerstandsfähigkeit. Wenn die Attraktivität nun nämlich nicht mehr primär an dem Aussehen hängt sondern an der Kompatibilität wird die Verbindung der äußerlichen Attraktivität und der Widerstandsfähigkeit m.E. nämlich unsinniger.
Die Kompatibilität geht nicht in Charakterwerte ein.

Zitat von: Teylen
Mir ging es eher um den Jäger der ein Wildschwein oder ein Kaninchen erlegen will und gegebenfalls noch von einem dieser beiden angegriffen will. Wenn du es plastischer haben möchtest kannst du dort auch ein Tzimisce in Zulo Gestalt, ein Vhodz und ein Szlachta einsetzten.
Ein Kaninchen mit besonders guten Genen hat dann halt eine Konstitution von 0,4 (Maximum für Kaninchen) und eines mit schlechten Genen eine Konstitution von 0,2 (Minimum für Kaninchen). Für den Wurf, ob ein Kaninchen ein anderes Kaninchen attraktiv findet, werden diese Werte normiert: 0,2 entspricht 1 Würfel, je 0,05 mehr gibt einen Würfel mehr, so dass das Maximum für Kaninchen ebenfalls bei 5 Würfel liegt.

Zitat von: Teylen
Ich würde annehmen das DeKrit darauf abziehlt das Boxerinnen, Ringerinnen und bruchikose Frauen [Walter aus Hinter Gittern] tendentiell eine hohe Widerstandsfähigkeit haben, das heißt recht viel einstecken können, jedoch von der Gesellschaft oftmals als nicht als attraktiv betrachtet werden.
Ja, das ist auch bis jetzt eines der trifftigsten Gegenargumente, weshalb ich darauf bisher noch nicht eingehen konnte. Kann es denn auch Frauen mit Körperkraft, Widerstandskraft und Erscheinungsbild jeweils auf 4 geben? Wie sehen diese aus?
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Bad Horse am 13.07.2012 | 19:02
Zusammenlegen von verwandten Attributen ist eine tolle Sache, wenn sie ein System vereinfacht, ohne es übermäßig zu simplifizieren oder die Wahl des Charakterkonzepts einzuschränken.

Hier:
Eindruck auf den ersten BLICK = Gesundheit (Attribut) + XYZ (Fertigkeit) + Schlanksein in westlicher Kultur (+3 Würfel Bonus) + Fruchtbarkeit in größerem Maße als vorhanden vortäuschender Körperbau + Zärtlichkeit andeutendes Aussehen – Narbe +/- Statusmodifikator (Reichtum, Ansehen)
...sehe ich aber überhaupt keine Vereinfachung.  :) Wenn du Gesundheit + Schlanksein + Körperbau + Aussehen - Narbe rechnen willst, fein, aber warum fasst du all das nicht zu einem Attribut namens "Aussehen" zusammen?

Außerdem verhindert die Zusammenlegung, dass ich mir einen feinsinnigen, ätherisch-schönen, schwächlichen Emo-Knaben baue!  :o Okay, der ist überspitzt, aber ein zierliche junge Frau mit großen Rehaugen wird oft als attraktiver als eine kräftig-robuste Sportlerin empfunden. Wobei letztere vermutlich ein gutes Stück gesünder und athletischer sein dürfte.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Teylen am 13.07.2012 | 20:04
Habe eher den Eindruck, dass Männer mit Körperkraft 4 oder 5 meistens nicht besonders attraktiv sind (es sei denn, sie können das in Status ummünzen). Beliebt sind eher gemäßigte, sichtbare Muskeln.
Also rein subjektiv, als die Figur Alcide in der letzten True Blood Folge ihr T-Shirt auszog, offensichtlich Paarungsbereit, der sieht so aus:
(http://www.thecelebrityworkout.com/wp-content/uploads/2010/09/joe-manganiello-true-blood-regular.jpg)
Dachte ich.
Uhm, eigentlich dachte ich da gerade nicht so viel :D

Wobei ich bei Eric und Bill wenn die sich mal gerade halbnackt hinstellen auch nicht unbedingt "Nein wie häßlich" rufe, obwohl die im Vergleich zu Alcide bleiche Häppchen sind.


Nun ansonsten, auch im europäischen Mittelalter gab es Zeitalter in denen das Bild der idealen Frauen eher dünner war, sowie welche wo es eher dicker war. Wenn man Bilder betrachtet findet man welche auf denen die Frauen eher dünn sind (http://www.die-maskera.de/files/diemaskerade/mittelalter-fresko.jpg), welche auf denen die Frauen eher sportlich sind (http://www.mlahanas.de/Greeks/Arts/VenusMilo2.jpg), welche mit dünner Taille / Korsetts (http://rlv.zcache.de/viktorianische_frauen_mode_poster-rfd64fb7b97e24c7dbacd280ddbf7c41a_gvl_400.jpg) und auch, imho eher seltener, Frauen nach dem Rubensbildern (http://www.deutschlands-dicke-seiten.de/web_images/rubens.jpg).
Ich meine mich auch zu erinnern das die Venus von Willensdorf nur bedingt repräsentativ für das Ideal Bild der Frau in Afrika ist.

Zitat
Ja, das ist auch bis jetzt eines der trifftigsten Gegenargumente, weshalb ich darauf bisher noch nicht eingehen konnte. Kann es denn auch Frauen mit Körperkraft, Widerstandskraft und Erscheinungsbild jeweils auf 4 geben? Wie sehen diese aus?
Vielleicht wie
Regina Halmich, Boxweltmeisterin
(http://www.imagensa.com/images/r/mixed-r/regina-halmich/regina-halmich-09.jpg)
Nun oder wie
Yanna Schneider, Taekwondo Weltmeisterin
(http://img.fotowelt.chip.de/imgserver/communityimages/922900/922940/original_C711634E149A6426EB7BAF8699726D86.jpg)
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Gummibär am 14.07.2012 | 01:47
Zitat von: Bad Horse
aber warum fasst du all das nicht zu einem Attribut namens "Aussehen" zusammen?
Es geht darum, dass das Attribut Erscheinungsbild und Widerstandskraft zusammengelegt werden zu Konstitution. Ein Attribut Erscheinungsbild kann kulturspezifische Merkmale nicht abbilden und auch die Fruchtbarkeit wird nicht im Attribut Erscheinungsbild enthalten sein, wenn dieses allgemein verwendet wird. Auch beim Attribut „Aussehen“ oder „Erscheinungsbild“ kommen entsprechende Vorzüge und Schwächen dazu! Es findet in diesen Punkten also keine Verkomplizierung statt.
Und übrigens war Vereinfachung auch kein Grund für den Vorschlag.

Ein Attribut „Aussehen“ kommt für mich überhaupt nicht in Frage, da das Konzept „Aussehen“ sich nicht für ein Attribut eignet. Es wurde ja schon erwähnt, dass Aussehen heutzutage normalerweise als Vorzug umgesetzt wird, nicht als Attribut. Wobei dann teilweise auch bereits die Korrelation beachtet wird, aber durch Sonderregeln und nicht durch die Kernregeln.

Zitat von: Bad Horse
Außerdem verhindert die Zusammenlegung, dass ich mir einen feinsinnigen, ätherisch-schönen, schwächlichen Emo-Knaben baue!   Okay, der ist überspitzt, aber ein zierliche junge Frau mit großen Rehaugen wird oft als attraktiver als eine kräftig-robuste Sportlerin empfunden. Wobei letztere vermutlich ein gutes Stück gesünder und athletischer sein dürfte.
Ein Vampir kann nun mal nicht Erscheinungsbild 3+ besitzen, wenn dieser Wert konstant sein soll, und gleichzeitig schwächlich sein, das ist auch bereits bei VdM so, schließlich überlebt ein Vampir Zeiten und Kulturen. Spiel das Spiel mal mit passenden Afrikanern, die werden dir schon erklären, dass ein schwächlicher Emo-Knabe einfach kein Erscheinungsbild größer 2 haben kann.


@ Teylen

Regina Halmich und/oder Yanna Schneider wären dann also Beispiele dafür, dass hohe Körperkraft und hohe Widerstandsfähigkeit nicht negativ ins Erscheinungsbild eingehen müssen.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Teylen am 14.07.2012 | 02:29
Es geht darum, dass das Attribut Erscheinungsbild und Widerstandskraft zusammengelegt werden zu Konstitution.
Was ich nach wie vor für keine gute Idee halte.
Unter anderem weil es keine Verbindung zwischen dem Erscheinungsbild [wie es in V:tM beschrieben ist] sowie der Widerstandskraft gibt.
Menschen werden nicht schneller krank weil sie hässlich sind und sie werden nicht schöner weil sie robust sind. Imho passt das schlichtweg nicht.

Zumal, wenn du den V:tM Bezug nimmst, du nach den bisherigen Beschreibungen, Charisma wie Manipulation direkt mit eindampfst.
Die Idee mit den Schwächen sowie Vorzügen ist zwar nett, aber wenn man V:tM heranzieht imho in der Form nicht praktikabel da bei der Masse an kontext bezogenen Vorzügen wie Schwächen das Attribut, das im normalen menschlichen Rahmen liegt, in der Tendenz doch die Bedeutung verliert.

Zitat
Ein Attribut Erscheinungsbild kann kulturspezifische Merkmale nicht abbilden und auch die Fruchtbarkeit wird nicht im Attribut Erscheinungsbild enthalten sein, wenn dieses allgemein verwendet wird.
Ich wage zu behaupten das die Fruchtbarkeit als solche, um die es dir zu gehen scheint da du sie recht häufig erwähnst, weder an der Konstitution, der Widerstandsfähigkeit oder dem Erscheinungsbild hängt.
Ich zweifele ernsthaft daran das Personen auf dem Model Geschäft unbedingt besser im Kinder kriegen sind als Personen abseits des Model Geschäft, ebenso wie ich daran zweifele das Regina Halmich oder Yanna Schneider nun fruchtbarer sind als unsportlichere Frauen die schlechter aussehen.

Zitat
Auch beim Attribut „Aussehen“ oder „Erscheinungsbild“ kommen entsprechende Vorzüge und Schwächen dazu! Es findet in diesen Punkten also keine Verkomplizierung statt.
Naja man kann sich ein Attribut sparen, muß damit leben das Konstitution teilweise nicht intuitiv verwendet wird und muss dann noch eine ganze Reihen neuen an Vorzügen und Schwächen berücksichtigen. Das macht es imho eher komplizierter.

Ich mein davor war:
Eindruck auf den ersten BLICK = Erscheinungsbild   [Wahlweise Charisma]
Jetzt wäre:
Eindruck auf den ersten BLICK = Gesundheit + XYZ (Fertigkeit)
Was schonmal eine zusätzliche Tiefe ist [alt. könnte man Erscheinungsbild + Etikette werfen], dann:
+ Schlanksein in westlicher Kultur (+3 Würfel Bonus) 
+ Fruchtbarkeit in größerem Maße als vorhanden vortäuschender Körperbau
+ Zärtlichkeit andeutendes Aussehen
– Narbe
+/- Statusmodifikator (Reichtum, Ansehen)
+/- Statusmodifikator (Reichtum, Ansehen)

Das heißt es kommen 6 Modifikatoren drauf von denen alle sechs auch noch Situationsabhängig sind.
Das heißt man muss sich vor jedem Wurf Gedanken machen aus welchen Kulturkreis der Gegenüber stammt ob er auf Schlanke steht und in welchen Maß, ob er (un)bewusst an einer Paarung interessiert ist respektive ob er auf Frauen steht, ob er Sex lieber Vanille hat oder lieber hart, ob ihn eine Narbe als Verletzung abstößt oder Interesse weckt weil die Person Robustheit bewies, ob er vom Reichtum positiv oder negativ angetan ist und ob ihn das Ansehen der Person positiv oder negativ auffällt.

UAH

Zitat
Ein Attribut „Aussehen“ kommt für mich überhaupt nicht in Frage, da das Konzept „Aussehen“ sich nicht für ein Attribut eignet. Es wurde ja schon erwähnt, dass Aussehen heutzutage normalerweise als Vorzug umgesetzt wird, nicht als Attribut. Wobei dann teilweise auch bereits die Korrelation beachtet wird, aber durch Sonderregeln und nicht durch die Kernregeln.
Wie man den Basis Begriff nennt ist letztlich relativ wumpe.
Man kann es Aussehen nennen, Erscheinungsbild, Fundament, Charisma, Ausstrahlung.

Zitat
Ein Vampir kann nun mal nicht Erscheinungsbild 3+ besitzen, wenn dieser Wert konstant sein soll, und gleichzeitig schwächlich sein, das ist auch bereits bei VdM so, schließlich überlebt ein Vampir Zeiten und Kulturen. Spiel das Spiel mal mit passenden Afrikanern, die werden dir schon erklären, dass ein schwächlicher Emo-Knabe einfach kein Erscheinungsbild größer 2 haben kann.
Ohne weitere Belege klingt das eher nach einem argen Vorurteil in Bezug auf Afrikaner als wie ein Beleg für irgendwas.
Besonders wenn man bedenkt das es dann mal kurz auf Männer übertragen wird ^^;

Ansonsten überleben bei VdM Clans welche die körperlichen Attribute in aller Regel als drittrangig haben und damit im Schnitt auf zwei, ggf. eher Widerstand noch auf 1 um Geschick auf 3 zu kriegen, (Beispiel Toreador) dennoch. ^^
Zitat
Regina Halmich und/oder Yanna Schneider wären dann also Beispiele dafür, dass hohe Körperkraft und hohe Widerstandsfähigkeit nicht negativ ins Erscheinungsbild eingehen müssen
Du wolltest doch Beispiele für Bilder von Frauen mit ggf. allen drei Attributen hoch?
Soll ich nun auch noch nach Bildern von Frauen suchen die Kampfsport etc. machen aber weniger attraktiv sind?
Zumal iirc schon einige solche gepostet und/oder erwähnt wurden.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Gummibär am 14.07.2012 | 03:46
@ Teylen
Es geht mir vorwiegend um für die Zukunft signalisierte Gesundheit, Fruchtbarkeit ist nachrangig.
Zitat von: Teylen
Zumal, wenn du den V:tM Bezug nimmst, du nach den bisherigen Beschreibungen, Charisma wie Manipulation direkt mit eindampfst.
Na das wurde doch bei VtR bereits gemacht.
Charisma und Manipulation sind nicht trennungsscharf. (Dooferweise ist VtR in diesem Punkt nicht besser.)
Zitat von: Teylen
Das heißt es kommen 6 Modifikatoren drauf von denen alle sechs auch noch Situationsabhängig sind.
Nein, es sind nicht 6 Modifikatoren mehr als vorher. Wenn ich meinen fetten Vampir aus dem Mittelalter bis in die Moderne spiele, dann kommt auf sein Erscheinungsbild 4 nunmal auch der Modifikator -3 für Fettsein in westlicher Kultur. Und ja, das muss jedesmal berücksichtigt werden und zwar schon nach VdM-Regeln. (Allerdings wäre mein Vorschlag, die Kultur des Landes heranzuziehen und die Frage, wie weit ein Individuum dieser entspricht, den Würfeln zu überlassen.)
Und der Statusmodifikator wird auch in der WoD berücksichtigt, wenn jemand eine Beziehung sucht und man so einen wichtigen Faktor nicht einfach weglässt (und solchen Unrealismus würdest du ja kritisieren, zumindest tust du das bei mir).
Nur weil ich das explizit mache, heißt das nicht, dass es sich um etwas Neues handelt.
Zitat von: Teylen
Ohne weitere Belege klingt das eher nach einem argen Vorurteil in Bezug auf Afrikaner als wie ein Beleg für irgendwas.
Ich kenne mich mit den afrikanischen Kulturen leider nicht gut genug aus, um spezifizieren zu können, für welche davon genau das Beschriebene gilt. Außerdem schrieb ich gerade hier von „passenden“ Afrikanern und nicht von „irgendwelchen“ Afrikanern.
Zitat von: Teylen
Besonders wenn man bedenkt das es dann mal kurz auf Männer übertragen wird ^^;

Ansonsten überleben bei VdM Clans welche die körperlichen Attribute in aller Regel als drittrangig haben und damit im Schnitt auf zwei, ggf. eher Widerstand noch auf 1 um Geschick auf 3 zu kriegen, (Beispiel Toreador) dennoch. ^^
Das verstehe ich nicht.
Zitat von: Teylen
Du wolltest doch Beispiele für Bilder von Frauen mit ggf. allen drei Attributen hoch?
Ja. Solche Bilder hast du gezeigt, womit also klar ist, dass widerstandsfähige und kräftige Frauen nicht hässlich sein müssen. Wo ist jetzt das Problem?
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Beral am 14.07.2012 | 10:07
Die maßgebliche Maxime bei der Bestimmung der Attribute sollte sein, ob damit die im Spiel intendierten Charaktere darstellbar sind. Und ein attraktiver Charakter mit geringer körperlicher Leistungsfähigkeit ist denkbar. Bei direkter Kopplung von Konsti und Erscheinungsbild würde in diesem System dieses Charakterkonzept verhindert werden.
Diese Maxime wird nie erfüllt. Denkbar ist nämlich auch ein ausgezeichneter Kämpfer ohne große Körperkraft. Dieses Konzept wird ebenso verhindert.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Maarzan am 14.07.2012 | 11:17
Diese Maxime wird nie erfüllt. Denkbar ist nämlich auch ein ausgezeichneter Kämpfer ohne große Körperkraft. Dieses Konzept wird ebenso verhindert.
Tatsächlich?
Und wenn, ist das eine Frage der Attributsregeln oder der Kampfregeln?
Oder ist es einfach eine Ansichtssache des Spielers, der ein unpassendes/extremes Konzept hat?

Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Teylen am 14.07.2012 | 11:36
@ Teylen
Es geht mir vorwiegend um für die Zukunft signalisierte Gesundheit, Fruchtbarkeit ist nachrangig.Na das wurde doch bei VtR bereits gemacht.
Charisma und Manipulation sind nicht trennungsscharf. (Dooferweise ist VtR in diesem Punkt nicht besser.)
Imho könnte man bei V:tM in jeder Attributspalte ein Attribut in ein anderes drücken. Das heißt konkret:
Körperlich
Konstitution [Vereint Körperkraft + Widerstand]
Geschick
Sozial
Präsenz [Vereint Charisma + Erscheinungsbild]
Manipulation
Geistig
Verstand [Vereint Intelligenz + Wahrnehmung]
Geistesschärfe

Das Requiem Charisma sowie Erscheinungsbild zusammenfasst halte ich für löblich.
Hinsichtlich des Verweis auf die Toreador ist es bei V:tM so das man die Attribute primär, sekundär und tertiär mit 7, 4 und 3 Punkten belegt.
Der Angabe des Grundregelwerk nach nehmen die Toreador Childer auf welche Sozial primär, Geistig sekundär und Körperlich tertiär haben.
Das heißt einerseits das so ein Standard-Toreador kaum über um ein Erscheinungsbild von 3 herum kommt, wenn er nicht gleich zwei vierer Attribute haben möchte. Andererseits heißt es das er in der Regel eine Widerstandskraft von 2 hat, angesichts dessen das er für seine Kunst Geschick benötigt wird es naheliegend das er 3 Punkte auf Geschick setzt und bei der Widerstandskraft eher spart.
Weshalb ich behaupten würde das Toreador normalerweise eine geringe Widerstandsfähigkeit respektive Konstitution haben.

Zitat
Nein, es sind nicht 6 Modifikatoren mehr als vorher. Wenn ich meinen fetten Vampir aus dem Mittelalter bis in die Moderne spiele, dann kommt auf sein Erscheinungsbild 4 nunmal auch der Modifikator -3 für Fettsein in westlicher Kultur. Und ja, das muss jedesmal berücksichtigt werden und zwar schon nach VdM-Regeln.
Es sind sehr wohl 6 Modifikatoren mehr als nach den gewöhnlichen VdM Regeln.
Nach diesen kommen doch auf den Wurf lediglich die Schwächen und Vorzüge die ein Spieler wählte.
Wobei diese recht eindeutig formuliert sind, das heißt nicht unbedingt vom Kontext des Betrachters abhängig sondern von der eigenen Handlung.
Der Spielleiter ist zwar angehalten die Schwierigkeit anhand der Situation zu bemessen, allerdings braucht der Charakter dafür in der Regel doch einen Rattenschwanz an Traits nachzuhalten.
Das heißt imho ist V:tM dort weniger feingranular bzw. verregelt.

Zumal es in deinem Vorschlag, nach meinem Eindruck, dazu dient das imho eher kaputte neue Attributs Konstrukt zu reparieren.

Zitat
Und der Statusmodifikator wird auch in der WoD berücksichtigt, wenn jemand eine Beziehung sucht und man so einen wichtigen Faktor nicht einfach weglässt (und solchen Unrealismus würdest du ja kritisieren, zumindest tust du das bei mir).
Es ging doch um "Eindruck auf den ersten BLICK" oder?

Wenn man Beziehungen sucht, neue Kontakte, wäre die zu betrachtenen Würfelwerte doch andere.
Respektive wäre das nicht mit einem Wurf getan. In dem man dann unvermittelt noch den Ressourcen respektive Status und Ruhm Hintergrundwert verwurstelt.

Zitat
Ja. Solche Bilder hast du gezeigt, womit also klar ist, dass widerstandsfähige und kräftige Frauen nicht hässlich sein müssen. Wo ist jetzt das Problem?
Das ich nach wie vor der Ansicht bin das schöne Frauen nicht zwangsläufig widerstandsfähig und kräftig sind.
Respektive das ich nicht der Ansicht bin das häßliche Frauen zwangsläufig anfällig und schwach sind.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Skele-Surtur am 16.07.2012 | 00:43
Imho könnte man bei V:tM in jeder Attributspalte ein Attribut in ein anderes drücken. Das heißt konkret:
Körperlich
Konstitution [Vereint Körperkraft + Widerstand]
Geschick
Sozial
Präsenz [Vereint Charisma + Erscheinungsbild]
Manipulation
Geistig
Verstand [Vereint Intelligenz + Wahrnehmung]
Geistesschärfe
Ich würde sogar noch weiter gehen: Man kann, wenn man das will, fast jedes Attribut mit einem anderen zusammenfassen.
Es ist nur einfach nicht besonders zweckdienlich.

@ Surtur
Bei dir klingt es ein bisschen so, als würden kranke Menschen beim Attraktivitätswurf durchfallen, während alle anderen gleichwertig bestehen.
Ich habe mir meinen Post gerade nochmal durchgelesen und kann deine Aussage nicht nachvollziehen. Gesundheit ist ein Aspekt. Einer unter vielen.

Im Tierreich ist es so, dass schönere Tiere (aus Sicht ihrer Spezies) mehr und gesündere Nachkommen haben und auch selbst bessere Gene haben. Insofern kann ich nicht nachvollziehen, wieso meine Ausgangsthese falsch sein soll.
Weil deine Ausgangsthese diesen Punkt zu hoch bewertet. Das habe ich doch exakt so geschrieben. Die (Sichtbare) Gesundheit spielt eine so untergeordnete Rolle, dass es aus simulationistischer Perspektive einfach nicht sinnvoll ist, das Erscheinungsbild an die Konstitution zu koppeln. Vor allem erschließt sich mir nicht, warum du das Erscheinungsbild erst an Konstitution koppeln willst und danach durch einen Berg Zusatzmodifikatoren diesen Effekt wieder auszudünnen.

Genau dafür gibt es doch das Attribut Erscheinungsbild: All diese Modifikatoren im Bezug auf das Setting auf einen Posten hin abstrahieren. Da wäre es übersichtlicher und einfacher, zwei oder drei Kulturspezifische Erscheinungsbild-Attribute zu benutzen.

Selbst dann gibt es zudem noch eine art "Universelles (Speziesbezügliches) gutes Aussehen" bei Menschen, das so gut wie garnicht mit der körperlichen Belastbarkeit korreliert. Z.B. Gesichtssymetrie fällt hier rein.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Tudor the Traveller am 16.07.2012 | 01:09
Ein Attribut „Aussehen“ kommt für mich überhaupt nicht in Frage, da das Konzept „Aussehen“ sich nicht für ein Attribut eignet. Es wurde ja schon erwähnt, dass Aussehen heutzutage normalerweise als Vorzug umgesetzt wird, nicht als Attribut.

Was verstehst du unter einem Attribut? Ein "Vorzug" ist auch nichts anderes als ein Attribut. Typischerweise wird bei Attributen eine Eigenschaft graduell gemessen, während ein Vorzug nichts anders ist, als der obere Skalenbereich eines Attributes. Wobei dann die betrachtete Eigenschaft ohne Vorzug per default auf "Durchschnitt" gesetzt wird. Insofern ist die zitierte Aussage für mich völlig unverständlich.

Man kann jede Eigenschaft als Attribut oder Vor- / Nachteil umsetzen. Die Eigenschaft kann grob oder speziell sein, das ist alles eine willkürliche Festlegung seites des Designers. Ich kann ein Attribut "Körper" graduell beschreiben oder in einem "Dreiklang" (schwach ausgeprägt, durchschnittlich, stark ausgeprägt). Ich kann auch 10 verschiedene Facetten von Körperlichkeit derart erfassen.

Beispielsweise kann ich für das typische Attribut "Stärke / Körperkraft" auch einfach statt einesr Skala (z.B. 1-3 = schwach, 4-7 = durchschnitt 8-10 = sehr stark) mit Vorzügen und Nachteilen arbeiten. Solange man nicht den Nachteil "schwach" oder den Vorteil "stark" hat, ist die Stärke halt durchschnittlich. Alles eine Frage der Vorlieben.

PS: außerdem korreliert die Attraktivität eines Menschen bekanntermaßen auch mit dem Alkoholpegel... wie willst du das dann erfassen?  ;)
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: OldSam am 16.07.2012 | 02:46
Also Dinge, die ich unter Konstitution einordnen würde. Es besteht damit also eine Korrelation zwischen Konstitution und körperlicher Attraktivität, die man auch in einem Regelsystem ausdrücken kann (sollte?).
...
Aus SIM-Sicht wird die in der realen Welt existierende Korrelation nun auch im System ausgedrückt.

Grundsätzlich besteht dieser Zusammenhang auf jeden Fall!
Die SIM-Perspektive bestätigt Deine Überlegung, z.B. GURPS macht das im Grundregelwerk auch genau auf diese Art, Sex Appeal bzw. Verführung basiert auf dem Konstitutionswert (Health), der auch gleichzeitig die körperliche Widerstandsfähigkeit/Fitness/Gesundheit repräsentiert. (Das ist übrigens schon seit der deutschen 3. Ed. so, von der es sogar ein Original-Quellenbuch zu Vampire the Masquerade gibt).

Generell ist es allerdings so, dass es bei einem vielschichtigen Konzept wie Attraktivität, sehr schwierig zu sagen ist was welchen Anteil hat, das ist individuell relativ verschieden. Die Präferenzen sind da doch sehr unterschiedlich und v.a. spielen soziale Faktoren sehr stark mit rein, zudem natürlich auch Mode-Aspekte usw., es ist also bei weitem nicht nur die Biologie maßgeblich.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Gummibär am 16.07.2012 | 06:00
@ Teylen

Die Variante Körperkraft und Widerstandskraft als ein Attribut zusammenfassen, erwäge ich auch. Sieht im Moment so aus, als wäre das die Variante, die ich nehmen muss.

Bei den geistigen Attributen würde ich eher auf Geistesschärfe verzichten.


Die Generierungsregeln von VdM sind nicht SIM. Sie sagen nichts über die Spielwelt aus, sondern nur über Spielercharaktere.

Und die Generierungsregeln sind so unbalanciert, dass ich die schon lange verworfen habe.


Bei VdM, genau wie bei meinem Vorschlag, werde Vorzüge und Schwäche eingerechnet, sowie Situationsmodifikatoren, das schreibst du doch selbst... Es gibt in der WoD mehrere Beispiele dafür, wo Sozialwürfe modifiziert werden (in der Schwierigkeit) und sonstige Modifikatoren soll der SL auch berücksichtigen.

Der Wurf in der WoD sieht doch auch so aus:

Manipulation + Ausflüchte + Aalglatt + Ähnlichkeit mit einem Heiligen + Edles Gebären + Edles Geblüt + Geborener Politiker + Guter Lügner + Guter Ruf + Unschuldslamm – Schlechte Hygiene – Schlechter Geschmack – Schlechter Lügner – Ungehobelt – Schwärzester Humor – Niedere Erscheinung – Sprachfehler – Eunuch – Bürger zweiter Klasse +/- Modifikatoren durch den SL

Zitat von: Teylen
Es ging doch um "Eindruck auf den ersten BLICK" oder?

Wenn man Beziehungen sucht, neue Kontakte, wäre die zu betrachtenen Würfelwerte doch andere.
Respektive wäre das nicht mit einem Wurf getan. In dem man dann unvermittelt noch den Ressourcen respektive Status und Ruhm Hintergrundwert verwurstelt.
Okay, da wär jetzt die Frage, an welcher Stelle man das einfließen lässt. Ressourcen könnten über Kleidung und Schmuck einfließen, oder aber wenn man einfach Bescheid weiß, um wen es sich handelt bzw. informiert wird. Der Eindruck kann dadurch verbessert werden, auch ohne dass man mit demjenigen redet.
Vllt. wäre hier „Eindruck“ als neuer Wert zu verstehen, der durch verschiedene Möglichkeiten beeinflusst werden kann, eine wäre das Erscheinungsbild, eine andere Ressourcen, eine dritte ein Gespräch.

Zitat von: Teylen
Das ich nach wie vor der Ansicht bin das schöne Frauen nicht zwangsläufig widerstandsfähig und kräftig sind.
Respektive das ich nicht der Ansicht bin das häßliche Frauen zwangsläufig anfällig und schwach sind.
Fein- und Grobmotorik können sich unterscheiden. Damit wäre die offizielle Geschicklichkeit, sowohl in oWoD als auch in nWoD auch nicht besser.



@ Tudor the Traveller

Attribut ist in der Rollenspielszene ein fester Begriff. Damit wird nicht ein beliebiges Merkmal bezeichnet, sondern der Begriff Attribut wird nur in bestimmten Fällen verwendet. Merkmale können z.B. auch als Fertigkeiten, Vorteile oder Nachteile beschrieben werden. Ein Rollenspiel muss keine Attribute beinhalten, die meisten tun dies aber. So muss ein Rollenspiel auch keine Würfel beinhalten, die meisten tun es aber. Ein Attribut beschreibt grundlegende Eigenschaften eines Charakters auf einer Skala, deren Bereichen jeweils eine Zahl zugeordnet werden kann, anhand derer man verschiedene Charaktere in eine Rangfolge einordnen kann.
Qualitätsmerkmale (für Attribute, aber auch für Fertigkeiten) sind z.B.:

a)   Verschiedene Attribute sollten regeltechnisch gleichartig und –wertig geregelt sein
b)   Sie sollten gleich wichtig sein, da sonst gleiche Kosten nicht gerechtfertigt sind
c)   Die Gesamtheit der Attribute sollte alle möglichen Würfe abdecken
d)   Anwendungsbereiche der Attribute dürfen sich nicht überschneiden

Und durch diese Qualitätsmerkmale fällt „Aussehen“ durch.

Zitat von: Tudor the Traveller
PS: außerdem korreliert die Attraktivität eines Menschen bekanntermaßen auch mit dem Alkoholpegel... wie willst du das dann erfassen?
Das wird bereits in vielen Rollenspielen berücksichtigt. Als durch den SL vergebenen Situationsmodifikator. ;) Sozialwürfe (das Lustige ist ja, dass Konstitution körperliches Attribut bliebe, aber als Basis für einen Sozialwurf dienen würde) gegen Betrunkene sind erleichtert.

Zitat von: OldSam
Grundsätzlich besteht dieser Zusammenhang auf jeden Fall!
Die SIM-Perspektive bestätigt Deine Überlegung, z.B. GURPS macht das im Grundregelwerk auch genau auf diese Art, Sex Appeal bzw. Verführung basiert auf dem Konstitutionswert (Health), der auch gleichzeitig die körperliche Widerstandsfähigkeit/Fitness/Gesundheit repräsentiert. (Das ist übrigens schon seit der deutschen 3. Ed. so, von der es sogar ein Original-Quellenbuch zu Vampire the Masquerade gibt).
Hm, hab wohl was erfunden, was bereits erfunden wurde. oO :D GURPS kenne ich leider nur ziemlich grob.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: blut_und_glas am 16.07.2012 | 07:45
Edles Gebären

 :o

Darf ich mir das mitnehmen? :)

mfG
jdw
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Tudor the Traveller am 16.07.2012 | 10:28
Also ich kenne mindestens ein Rollenspiel (übrigens auch sehr simulationistisch angelegt), das Stimme und Attraktivität als Attribute drin hat.

Abgesehen davon halte ich den Terminus Attribut auch im RPG-Kontext nicht für so fest, wie du es beschreibst.

Deine Auflistung von Qualitätsmerkmalen wird afaik von einer ganzen Reihe von Systemen an mindestens einer Stelle gebrochen.

a) AD&D, außergewöhnliche Stärke, Attributsmodifikatoren sind für alle Attribute anders geregelt
b) die Wichtigkeit richtet sich nach der Abfragefrequenz und die ist von Kampagne zu Kampagne und Charakterkonzept zu Charakterkonzept sehr verschieden. Stichwort Dumpstat.
c) eine Reihe von Fertigkeitssystemen nimmt nur wenig Bezug zu den Attributen, weil alles über Fertigkeiten läuft. (altes) Shadow Run z.B., da werden Attributswerte nur für sehr bestimmte Würfe angewendet. Und es gibt afaik keinen Zusammenhang zwischen Attribut- und Fertigkeitswert.
d) das wird von sehr vielen Systemen gebrochen. Angemerkt seien hier auch solche Systeme, die explizit sagen, dass man einer Fertigkeit zugrunde liegende Attribute nach Situation auch austauschen soll.

Und dann passen deine Definitionspunkte a) und d) imo auch nicht zu einem simulationistischen System. Die Natur schei... nämlich auf Balancing, was irgendwelche Eigenschaften angeht.

Ich sehe auch nicht, wieso Aussehen da durch fällt.

a) Frage des Systemdesigns, check
b) alle sozialen Aktivitäten (...Charisma), check
d) Frage des Systemdesigns, check
c) Frage des Systemdesigns, check

Also entweder ist deine Prämisse, so nah an der uns bekannten Natur zu bleiben, was ja deiner Ausgangsthese entspricht, ODER du achtest auf eine sorgfälltige Balance im Design.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Teylen am 16.07.2012 | 11:32
Ich würde sogar noch weiter gehen: Man kann, wenn man das will, fast jedes Attribut mit einem anderen zusammenfassen.
Es ist nur einfach nicht besonders zweckdienlich.
Das mag durchaus sein.
Die Zusammenfassung war jedoch durchaus konkret darauf bezogen was imho Vampire The Masquerade durchaus gut tun koennte.
Die Ueberlegungen hierbei waren das in der Koerperlichen Spalte Geschwindigkeit recht stark praesent ist wohingegen Widerstand und Koerperkraft tendentiell untergehen. Fasst man die beiden Zusammen entwickeln sie zumindest etwas ein groesseres Gegengewicht.
In der sozialen Spalte wird Erscheinungsbild selten gewuerfelt und ist allgemein gegenueber Charisma schlecht abgegrenzt. Wohingegen Manipulation imho relativ deutlich umrissen ist. Weshalb ich es nuetzlich finde das Erscheinungsbild mit dem Charisma zu vereinen. Zumal beides einen sehr naheliegenden Bereich umschreibt.
Bei den geistigen Attributen hat Intelligenz ein aehnliches Problem wie Erscheinungsbild. Das heisst man benutzt es recht selten. Wenn man es benutzt ist es meist der sehr trockene Bereich der Informationsabfrage ueber Kenntnisse. Das heisst es macht relativ wenig Spass ein Intelligenten Charakter zu haben. Vor dem Hintergrund das man einerseits ggf. jemand intelligenten spielen will, der nicht schlagfertig ist, aber wohl selten einen Intelligenten der Informationen nicht aufnehmen kann, dachte ich das es sinnvoller sei Geistesschaerfe stehen zu lassen. Zumal es allein gestellt, mit eher eingeschraenkten Wuerfelbereich, ein kleines Gegengewicht zu der noch sehr praesenten Geschick stellen. Ansonsten wuerde ich eher dazu neigen Intelligenz einfach raus zu streichen und Wissenswuerfe ueber Geistestschaerfe oder Wahrnehmung zu machen.


Die Variante Körperkraft und Widerstandskraft als ein Attribut zusammenfassen, erwäge ich auch. Sieht im Moment so aus, als wäre das die Variante, die ich nehmen muss.
Bei den geistigen Attributen würde ich eher auf Geistesschärfe verzichten.
Ich denke einmal das ist Geschmackssache.
Nun und das einzige das ich nicht nachvollziehbar halte ist die Zusammenlegung eines koerperlichen mit einem sozialen Attribut.
Das heisst ich finde es durchaus gut, und einer plausiblen Weltgestaltung foerderlich, das V:tM Fundamente im physischen, sozialen und intellektuellen Bereich legt.

Hinsichtlich der Generierungsregeln muesste man sie so oder so anpassen wenn man Attribute zusammenlegt.

Zitat
Bei VdM, genau wie bei meinem Vorschlag, werde Vorzüge und Schwäche eingerechnet, sowie Situationsmodifikatoren, das schreibst du doch selbst... Es gibt in der WoD mehrere Beispiele dafür, wo Sozialwürfe modifiziert werden (in der Schwierigkeit) und sonstige Modifikatoren soll der SL auch berücksichtigen.
Der Vorschlag hat m.E. wesentlich freingranulaerere Vorzuege und Schwaechen aufgefuehrt als dies bei V:tM der Fall ist.
Ebenso waren doe Vorzuege und Schwaechen imho wesentlich weniger eindeutig formuliert.
Situationsmodifikatoren werden iirc selten konkret erwaehnt und fliessen eher in die +/- Modifikator des SLs ein.

Zitat
Fein- und Grobmotorik können sich unterscheiden. Damit wäre die offizielle Geschicklichkeit, sowohl in oWoD als auch in nWoD auch nicht besser.
Ich kanne die nWoD nicht gut genug.
Allerdings ist in der cWoD das Attribut Geschick von einem etwaigen Aussehen losgeloest.
Das einzige Attribut wo man ggf. ein entsprechendes Aussehen suggeriert bekommt waere Koerperkraft.
Wobei man es frei Regeln kann in wie weit man einem Charakter seine Kraft ansieht.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Gummibär am 17.07.2012 | 04:19
@ Tudor the Traveller
Zitat
a) AD&D, außergewöhnliche Stärke, Attributsmodifikatoren sind für alle Attribute anders geregelt
Das war schlechte Qualität, deshalb machen das D&D 4 und Pathfinder ja auch einheitlich.
Zitat
b) die Wichtigkeit richtet sich nach der Abfragefrequenz und die ist von Kampagne zu Kampagne und Charakterkonzept zu Charakterkonzept sehr verschieden. Stichwort Dumpstat.
Ja, trotzdem kann man Attribute nach Wichtigkeit vergleichen.
Zitat
c) eine Reihe von Fertigkeitssystemen nimmt nur wenig Bezug zu den Attributen, weil alles über Fertigkeiten läuft. (altes) Shadow Run z.B., da werden Attributswerte nur für sehr bestimmte Würfe angewendet. Und es gibt afaik keinen Zusammenhang zwischen Attribut- und Fertigkeitswert.
Da kenne ich mich jetzt nicht aus, aber wenn das beim ALTEN Shadowrun so war, dann war da ja vllt auch eine schlechte Qualität, die inzwischen vllt sogar schon behoben wurde.
Zitat
d) das wird von sehr vielen Systemen gebrochen. Angemerkt seien hier auch solche Systeme, die explizit sagen, dass man einer Fertigkeit zugrunde liegende Attribute nach Situation auch austauschen soll.
Das wurde vermutlich missverstanden. Es ist völlig okay, wenn Manipulation + Ausflüchte beim Lügen gewürfelt wird und Wahrnehmung + Ausflüchte beim Erkennen von Lügen. Es muss allerdings eindeutig sein, ob man zum Erkennen von Lügen nun Wahrnehmung + Ausflüchte oder Wahrnehmung + Empathie würfelt. D.h. Ausflüchte und Empathie dürfen nicht beide für diesen Anwendungsbereich gelten, das wäre eine Überlappung.
Zitat
Und dann passen deine Definitionspunkte a) und d) imo auch nicht zu einem simulationistischen System. Die Natur schei... nämlich auf Balancing, was irgendwelche Eigenschaften angeht.
Ich hatte vermutet, dass du dich auf Punkt b) beziehst, der ist nämlich nicht SIM. Da klassische EP nicht vereinbar mit SIM sind, stellt sich bei SIM natürlich auch nicht die Frage nach gleichen oder verschiedenen Kosten: Es gibt keine EP-Kosten in SIM-Spielen. Werte steigen an, wenn die Simulation dies nahe legt – und sicherlich nicht, wenn man die Spieler belohnen will.

d) ist die oben erwähnte Frage, welche Fertigkeit (ist ja austauschbar mit Attribut) ich nun für einen bestimmten Wurf verwende und das muss doch auch bei SIM geklärt sein?

Zitat
Ich sehe auch nicht, wieso Aussehen da durch fällt.

a) Frage des Systemdesigns, check
b) alle sozialen Aktivitäten (...Charisma), check
d) Frage des Systemdesigns, check
c) Frage des Systemdesigns, check
Kannst ja in nem neuen Thread ein entsprechendes Systemdesign vorschlagen. Systeme wie SW und DSA 4 betrachten Aussehen zu Recht als Vorzüge/Schwächen und alle klassischen Systeme, die ich kenne, sollten sich daran orientieren, wenn sie Aussehen regeln wollen.
Zitat
Also entweder ist deine Prämisse, so nah an der uns bekannten Natur zu bleiben, was ja deiner Ausgangsthese entspricht, ODER du achtest auf eine sorgfälltige Balance im Design.
Inwiefern wäre eine Einteilung der Attribute in Stärke, Geschick, Charisma, Willenskraft, Intelligenz und Wahrnehmung weit weg von der uns bekannten Natur?

@ Teylen
Schlagfertigkeit sehe ich als einen sozialen Skill, nicht als einen geistigen, deshalb würde ich sowas eh gerne bei den sozialen Attributen sehen und nicht bei Geistesschärfe.
Zitat
Nun und das einzige das ich nicht nachvollziehbar halte ist die Zusammenlegung eines koerperlichen mit einem sozialen Attribut.
Zitat
Das einzige Attribut wo man ggf. ein entsprech]endes Aussehen suggeriert bekommt waere Koerperkraft.
Wobei man es frei Regeln kann in wie weit man einem Charakter seine Kraft ansieht.
Körperliche Attraktivität ist eben schon etwas Körperliches. Ich hatte auch schon den Fall, wo ein SC sich auf Basis der Körperkraft eines anderen Charakters entschieden hat, diesen Charakter attraktiv zu finden, obwohl es in dem System auch ein soziales Attribut sowie Aussehen als Vor- und Nachteile gab.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Tudor the Traveller am 17.07.2012 | 08:17
Gummibär, nimm es mir nicht übel, aber das klingt alles, als hättest du die Weisheit mit goldenen Löffeln gegessen...

1. woher nimmst du die Sicherheit, zu sagen dieses und jenes System sei von schlechter Qualität? Du offenbarst eher eine sehr eingeschränkte Sichtweise auf Systemdesign (erkennbar daran, dass du Attribute und Fertigkeiten immer nach derselben Art (WoD) anwendest), da kann man doch nicht alles, was abseits dessen liegt als schlecht bezeichnen...

2. es ist mir schleierhaft, warum sich Fertigkeiten in der Anwendung nicht überlappen dürfen. Genau das ist doch in der Realität der Fall. Kochen und Backen sind sicherlich zwei verschiedene Fertigkeiten, aber es gibt Überschneidungen. Fällt das Erzeugen von Gratins z.B. unter Kochen oder Backen? Kochen und Scherenschleifen sind auch zwei verschiedene Fertigkeiten. Trotzdem können beide ein Messer schleifen. Oder der klassische Fall der sozialen Fertigeiten wie Lügen und Überzeugen: was, wenn ich jemanden versuche, von etwas zu überzeugen, dabei aber eine kleine Lüge benutze? Was wiegt dann schwerer? Wenn ich jemanden mit einer Lüge einzuschüchtern versuche?
usw. Immer dann, wenn man sich einer Tätigkeit aus mehreren Richtungen nähern kann, wirst du keinen scharfen Trennstrich ziehen können. In der Realität sind viele Dinge eben nicht eindeutig. Ein gutes SIM-System müsste das abbilden können.

3. Die Natur macht keine Einteilung. Wenn du Sport machst, trainierst du verschiedene Dinge zugleich. Wer will sagen, wann welches postulierte Attribut primär zum Einsatz kommt? Schnelligkeit, Reflexe, Kraft, Kondition, Antizipation, Willenskraft, Geschicklichkeit, Koordination, Genauigkeit, uvm. fließen in eine einzige Tätigkeit hinein... Wenn ein Fußballer auf das Tor schießt, welches "Attribut" wird dann herangezogen? Krfat für die Beschleunigung des Balls? Koordination für den Bewegungsablauf? Genauigkeit für das Treffen des anvisierten Ziels? Geschicklichkeit zum wahren der Balance? Willlenskraft zur Konzentration? Schnelligkeit für das Abpassen des richtigen Moments? Antizipation zum Erahnen der Reaktion des Torwarts?

Das lässt sich auch analog für eine geistige oder soziale Tätigkeit so ähnlich ausführen.

4. Derart postulierte Attribute werden von der Natur auch nicht gleichbehandelt (darum mein Verweis auf Punkt a) und nicht b)!) Deine Kraft oder Beweglichkeit wird sich relativ schnell und viel verändern. Jeder Sportler, der zu ein paar Wochen Pause gezwungen ist, kann das bestätigen. Deine Intelligenz oder Willenskraft wird sich imo nicht so schnell verändern; das ist ein schleichender Prozess. Dennoch wird sich auch da im Laufe der Zeit einiges tun. Nur eben nicht immer überall nach gleichen Maßstäben. Und zuletzt werden derartige "Attribute" (genau wie sonstige Fähigkeiten) bei Vernachlässigung auch z.T. sehr schnell wieder abgebaut. Sowas muss eine SIM auch abbilden. D.h. du brauchst ein "reaktives" dynamisches System, das die Spielwerte dem Umwelteinfluss anpasst, und zwar je nach Anfälligkeit. Da wird es kein Balancing zwischen Spielwerten geben können.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: LöwenHerz am 17.07.2012 | 08:31
Mal ein paar Gegenbeispiele:

MMA Kämpfer
(http://texasfighting.com/wp-content/uploads/2009/08/billy-buch-texas1.png)

Prachtweib
(http://1.bp.blogspot.com/_IWeDtOd7wHA/SjoJAtnyv4I/AAAAAAAAAL8/c8iNcJCIFTY/s320/chriscyborg.jpg)

noch leckerer
(http://img1.ranker.com/list_img/363796/540699/full/top-female-mma-fighters.jpg%3Fversion%3D1340535584000)

Yeehaaaa, gibs mir
(http://mmavalor.com/wp-content/uploads/2011/02/strikeforce-shamrock-vs-diaz-00008.jpg)



Mixed Martial Arts Kämpfer sind, da sind wir uns wohl einig, die härtesten Viecher überhaupt. Die dürften von der Konstitution ziemlich hoch angesiedelt sein. Was an denen, von mir geposteten, jetzt ästhetisch sein soll, erschließt sich mir nicht.
Zumal ein ästhetisch-athletischer Körperbau im Training (Krafttraining mit ärztlicher Anabolikaverabreichung wie B. Pitt für Troja), jetzt nicht gerade für eine gesunde Konstitution spricht, sondern für die richtige Dosierung und 'nen passablen Personaltrainer.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Wyrδ am 17.07.2012 | 09:49
Sorry, dass ich nachfrage, aber als Gegenbeispiel für was genau waren die Bilder gedacht?
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: LöwenHerz am 17.07.2012 | 09:54
Sorry, dass ich nachfrage, aber als Gegenbeispiel für was genau waren die Bilder gedacht?

Dafür, dass eine hohe Konstitution nicht mit erhöhtem Charisma oder Aussehen einhergehen müssen. Es kann, aber muss nicht, weswegen ich da keinen Zwang sehe ;)
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Wyrδ am 17.07.2012 | 10:07
Okay. Dazu möchte ich noch anmerken, dass Schönheit bekanntlich im Auge des Betrachters liegt und Charisma ebenfalls eine "Nachricht" ist, die einen Empfänger braucht. Ist also alles sehr subjektiv, weshalb man nur von Normen ausgehen kann, wenn man dies in grobe Regeln pressen will. Ich möchte das jetzt nicht zu weit ausufern lassen, aber GURPS ist ein mir bekanntes System, das diesbezüglich differenziertere Ansätze liefert, um sowohl das Sender-Empfänger Verhältnis widerzugeben als auch individuelle Vorlieben abbilden zu können. Das würde ich jedoch ebenfalls nicht über ein Konstitutions-Attribut abwickeln.

Da du schon auf Beispiele wie B. Pitt und Anabolika anspielst, dann möchte ich noch zufügen, dass "aufgepumpte" Muskeln im Bodybuilder-Stil je nach Geschmack vielleicht toll aussehen, aber nur bedingt für die Konstitution taugen. Diese Muskelpakete brauchen extrem viel Sauerstoff und ermüden dementsprechend schnell. Versteht man unter Konstitution also auch "Ausdauer" sind dicke Muskeln u. U. sogar kontraproduktiv.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Tudor the Traveller am 17.07.2012 | 10:44
Dazu möchte ich noch anmerken, dass Schönheit bekanntlich im Auge des Betrachters liegt

Aber genau das soll ja mit dem hier vorgelegten Ansatz widerlegt werden. Die These ist ja, dass die Attraktivität primär von der Gesundheit / Fruchtbarkeit / ... = Konstitution abhängt. Dieser Ansatz macht Attraktivität explizit nicht zur Geschmacksfrage, sondernbasiert auf dem körperlichen Zustand.

(wobei natürlich Attraktivität und Schönheit auch nicht das gleiche sind... man kann schließlich auch von "unschönen" Dingen angezogen werden)
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: LöwenHerz am 17.07.2012 | 10:55
Aber genau das soll ja mit dem hier vorgelegten Ansatz widerlegt werden. Die These ist ja, dass die Attraktivität primär von der Gesundheit / Fruchtbarkeit / ... = Konstitution abhängt. Dieser Ansatz macht Attraktivität explizit nicht zur Geschmacksfrage, sondernbasiert auf dem körperlichen Zustand.

Und genau das widerlegen meine Bilder doch recht eindringlich, oder? Attraktivität ist eben nicht grundsätzlich von der physischen Verfassung abhängig, vielmehr ist ein gesunder Mensch tendenziell attraktiver.

Diese Dame ist extrem trainiert, isst viel (ausgewähltes Zeugs) und fällt eben nicht unter mager, sondern trainiert. "
healthy is not skinny"

(http://chelciesfoodfiles.files.wordpress.com/2012/01/photo.jpg)

HIer würde die Ausgangsthese wohl bestätigt werden. Ist aber auch ein Extrembeispiel.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Skele-Surtur am 17.07.2012 | 11:04
Also bei Luxferes Beispielbildern oben meine ich, dass die Körper durchaus attraktiv sind. Hier sind es primär die Gesichter, dem entgegenstehen, z.T. auch, weil die gerade fiese Grimassen schneiden... egal.

Ich kann mich jetzt noch dreiunddrölfzig mal wiederholen, aber ich sehe den Sinn nicht. Gummibär will ums erbrechen Konsti und Aussehen zusammenfassen, wenn er das will, soll er das tun. Wenn er Spieler findet, die so ein System gerne spielen wollen, dann freu ich mich für ihn. Ich fände das nicht spielenswert und die Gründe habe ich meiner Meinung nach auch ausreichend dargelegt. End of story.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Wyrδ am 17.07.2012 | 11:27
@ Tudor

Den Ansatz verstehe ich, er ist aber in meinen Augen weltfremd, da er eine Allgemeingültigkeit für das, was als schön oder attraktiv gilt unterstellt, was aber nicht der Realität entspricht. Natürlich gibt es ein Schönheitsideal, doch das weicht schon zwischen verschiedenen Kulturkreisen ab und darüber hinaus kommen noch persönliche Vorlieben zum Tragen. Von mir aus kann man mit einer guten Konstitution einen Bonus auf Aussehen oder Charme vergeben, aber Konstitution mit Attraktivität oder Schönheit gleichzustellen, ist viel zu vereinfacht.

Zitat
man kann schließlich auch von "unschönen" Dingen angezogen werden

Genau darum geht es: Wenn ich mir schon derart differenziert Gedanken um Begriffe wie Attraktivität und Schönheit im Rollenspiel mache, dann muss auch Platz für die individuellen Geschmäcker sein und diesbezüglich gibt es Vorlieben weit ab jeglicher Norm, auf die ich jetzt nicht im einzelnen eingehen will.  ;) Ein allgemeingültiges "gesund/fit = attraktiv" zieht dann einfach nicht.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Tudor the Traveller am 17.07.2012 | 11:37
@Luxferre und Lordwächter: ja, ganz meine Rede. Ich wollte nur nochmal darauf hinweisen, worum es in diesem Faden geht. Dass ich die Ausgangsthese ebenfalls für unhaltbar erachte, habe ich bereits mehrfach geschrieben.  ;)

PS: bisher dachte ich ja, dass ich Six-Packs bei Frauen unattraktiv finde. Aber so...

PPS: zumindest jeder Mann dürfte auch die Situation kennen, wo man(n) denkt "echt geiler Body, aber das Gesicht..." oder auch "von hinten hui, von vorne pfui". Das Gesicht spielt meiner Erfahrung nach eine extrem wichtige Rolle bei der Attraktivität. Es zeigt sicherlich auch Zeichen einer allgemeinen Gesundheit. Aber ich bezweifle, dass diese Zeichen die Attraktivität eines Gesichtes ausschlaggebend beinflussen (außer bei Extremfällen). Immerhin gibt es auch die Gegenbeispiele: tolles Gesicht, unattraktiver Körper.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: LöwenHerz am 17.07.2012 | 12:13
Genau darum geht es: Wenn ich mir schon derart differenziert Gedanken um Begriffe wie Attraktivität und Schönheit im Rollenspiel mache, dann muss auch Platz für die individuellen Geschmäcker sein und diesbezüglich gibt es Vorlieben weit ab jeglicher Norm, auf die ich jetzt nicht im einzelnen eingehen will.  ;) Ein allgemeingültiges "gesund/fit = attraktiv" zieht dann einfach nicht.

Viele Rollenspielsysteme sagen ja explizit, dass das Charisma/Aussehen des SC im Vergleich zu seinem Volksangehörigen anzusehen ist. Dann verstehe ich oftmals aber nicht, dass sie dann nen Bonus auf CHA / COM(eliness) bekommen ;)

Ich denke, dass man auch Konstitution auf verschiedene Weisen betrachten kann. Ist es Gesundheit? Die geht nicht immer mit einem stabilen Körperbau einher. Ist es ausdauerndes Vermögen? Sind Ausdauersportler gesünder? Werlche Rolle spielt dann die Ernährung? Und wie soll ein SC jemals vernünftig auf Langstreckenläufe trainieren? Hat der gepolsterte und angepasste Laufschuhe? ;)
Oder bei Stärke: Kraftausdauer und Maximalkraft. Beides auszutrainieren geht nicht. Sollte man da trennen? Macht Kraftausdauer nicht eigentlich auch gesund und attraktiv? Und ein Schöngeist (der Name sagt es), bezirzt seine angebetete doch mit schönen Worten...

Ergo erachte ich diese Diskussion als interessant, aber man wird keinen allgemeingültigen Lösungsansatz finden.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Beral am 17.07.2012 | 13:10
Das ist aber nicht die feine Art, sich eine gesellschaftliche Randgruppe rauszupicken als Gegenargument für einen allgemeinen Grundzusammenhang. Profiboxerinen und MMA-Kämpfer machen nur einen Promillebereich aller Menschen aus und entkräften deshalb in keinster Weise den Zusammenhang von Gesundheit und sexueller Attraktivität. Von Anfang an wird hier mit Extrembeispielen gegen die Grundidee argumentiert.

So fair sollte man schon sein in der Diskussion, dass man sich nicht auf solch faule Tricks beruft.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: LöwenHerz am 17.07.2012 | 13:15
Faule Tricks? Ich glaube Du überdramatisierst gerade ein wenig ;)

Ich hätte Kampfsportler jeder Couleur nehmen können. Die sind nicht schöner, als andere, gesunde Menschen. Und natürlich bebildert man deutlich, damit die Aussage auch verstanden wird.

Charisma ist eine Ausstrahlung und Einstellung, die man nach außen trägt. Da können auch unsportliche (im hier geforderten Sinne!) Menschen:

(http://off-the-record.de/wp-content/uploads/dove_cc.jpg)

(die zweite von links, oder die Farbige daneben, bidde?)

total sexy aussehen. Oder?  8] :d
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Teylen am 17.07.2012 | 13:16
Wenn ich mir meine Kollegen anschauen und anfange sie in Attraktiv sowie weniger Attraktiv zu bewerten kann ich keine Korrelation zu ihrer Konstitution / Gesundheit feststellen. Ebenso wurde abgesehen von den visuellen Beispielen auch auf abweichende Ergebnisse hinsichtlich der Forschung verwiesen. Die, soweit mir bekannt, keinen derart praegnanten Zusammenhang zwischen Konstitution sowie Attraktivitaet herstellt.


@ Teylen
Schlagfertigkeit sehe ich als einen sozialen Skill, nicht als einen geistigen, deshalb würde ich sowas eh gerne bei den sozialen Attributen sehen und nicht bei Geistesschärfe.
Ich persoenlich sehe die Schlagfertigkeit, das heisst die Faehigkeit aus einer Vorlage geistesgegenwaertig eine Retorte zu entwickeln durchaus bei den geistigen Attributen. Wohingegen die sozialen Attribute bestimmen wie weit man in der Lage ist die Schlagfertigkeit charmant einzusetzen.

Zitat
Körperliche Attraktivität ist eben schon etwas Körperliches. Ich hatte auch schon den Fall, wo ein SC sich auf Basis der Körperkraft eines anderen Charakters entschieden hat, diesen Charakter attraktiv zu finden, obwohl es in dem System auch ein soziales Attribut sowie Aussehen als Vor- und Nachteile gab.
Ich hatte schon Spieler die geringe koerperliche Attribute als Indikator fuer eine allgemein hoehere Attraktivitaet sahen.
Gerade wenn es sich um weibliche Charaktere handelt kam da eher ein "Die kann keine Koerperkraft jenseits der zwei haben und weiblich wirken".
Abgesehen davon das es sich um sehr Personen bezogene Wertungen handelt denke ist ist die Einschaetzung hinsichtlich einer Kopplung ungeeignet.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Skele-Surtur am 17.07.2012 | 13:47

(die zweite von links, oder die Farbige daneben, bidde?)

Die ganz links oder die ganz rechts, aber nur, wenn sie unter 1,70m groß sind.

Im übrigen möchte ich an der Stelle darauf hinweisen, dass ich in keinster Weise mit Extremen argumentiert habe, sondern auf abstraktem niveau.

Dabei ist gerade das eigentlich falsch, denn es geht ja um extremwerte. Alles innerhalb der Norm lässt sich ja problemlos abbilden, es wird doch erst bei extrem hohen und extrem niedrigen Werten interessant. Die Frage wäre: Kann jemand mit extrem geringer Ausdauer/Konstitution gleichzeitig extrem schön sein? Und meiner Erfahrung nach ist das so.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: DonJohnny am 17.07.2012 | 14:19
Konstitution mit Attraktivität zu verbinden macht so viel Sinn wie Konstitution mit einem x-beliebigen Attribut zu verbinden. Ganz ehrlich. Und die genannten Beispiele warum das so ist fand ich sehr einleuchtend.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: AcevanAcer am 17.07.2012 | 14:20
Ist doch cool, Männer sind demzufolge im Schnitt hübscher als Frauen :D.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Beral am 17.07.2012 | 15:07
Faule Tricks? Ich glaube Du überdramatisierst gerade ein wenig ;)
Nicht im geringsten. Selbst wenn du alle Kampfsportler nimmst, bist du immer noch im Promille- oder niedrigen Prozentbereich. Das ist kein vernünftiger Maßstab für ein biologisches oder soziologisches Modell, wie sie bei der Abbildung von Charaktereigenschaften verwendet werden. Mit diesem Maßstab hat man die Unsinnigkeit jedes Regelkonzeptes bewiesen, wenn man nur ein Beispiel gefunden hat, das sich von der Regel nicht gut abbilden lässt.

Ich kenne eine Frau, die größer ist als ein Mann. Deswegen ist es völlig sinnlos und unrealistisch, wenn etwa eine Regel festlegt, dass Männer bei der Körpergröße einen Bonus bekommen. ::)

Nein, schlechter kann man wirklich nicht argumentieren.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: LöwenHerz am 17.07.2012 | 15:18
Ich weiß nicht, was ich Dir getan habe, dass Du so aggressiv argumentierst. Das Augenrollen kannst Du Dir außerdem sparen!

Und jetzt zum Kern Deiner Aussage:

natürlich bilde ich konstitutive Menschen ab, die sich aus der Masse abheben. Meinst Du etwa, dass ein Normalbürger eine hohe Konsti hat? Weit gefehlt! Sportler hätten wertetechnisch eine erhöhte Konstitution und Leistungssportler mit Nehmerqualitäten eine sehr hohe. Müsstest Du als Kollege aus der Sportwissenschaft eigentlich wissen...

Wenn Du das anders definierst, dann sei es drum. Du hast recht und ich meine Ruhe.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Skele-Surtur am 17.07.2012 | 15:38

natürlich bilde ich konstitutive Menschen ab, die sich aus der Masse abheben. Meinst Du etwa, dass ein Normalbürger eine hohe Konsti hat? Weit gefehlt! Sportler hätten wertetechnisch eine erhöhte Konstitution und Leistungssportler mit Nehmerqualitäten eine sehr hohe.

Und genau darum geht es. Denn wenn das Attribut Aussehen mit dem Attribut Konstitution zusammengelegt würde, dann würde das implizieren, dass Hohe Konsti = Gutes aussehen.

Es gibt Gegenbeispiele in beide Richtungen und damit halte ich die Grundthese für hinreichend angekratzt.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: LöwenHerz am 17.07.2012 | 15:42
Es gibt Gegenbeispiele in beide Richtungen und damit halte ich die Grundthese für hinreichend angekratzt.

Ich ja auch. Habe sogar für beide Argumente Beispiele genannt, wurde vielleicht übersehen... Aber mein werter Herr Kollege Sportwissenschaftler, der mit dem linken Fuß aufgestanden zu sein scheint, sieht das wohl anders. Warum auch immer.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: DonJohnny am 17.07.2012 | 15:48
Nicht im geringsten. Selbst wenn du alle Kampfsportler nimmst, bist du immer noch im Promille- oder niedrigen Prozentbereich. Das ist kein vernünftiger Maßstab für ein biologisches oder soziologisches Modell, wie sie bei der Abbildung von Charaktereigenschaften verwendet werden.

Das ist Quatsch. Es ist nicht so dass das von dir vorgeschlagene System bei extremen Fällen versagt, es ist nur so, dass die von dir behauptete aber nicht existierende Korrelation von Attraktivität und Konstitution beim Durchschnittsmenschen genau so wenig vorhanden ist wie bei extremen Beispielen, nur bei letzteren wird sie sehr viel augenscheinlicher.

Was noch dazu kommt ist die Tatsache dass man bei Rollenspielen sehr oft (in diesem Sinne) extreme Personen spielt.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: OldSam am 17.07.2012 | 15:58
Konstitution mit Attraktivität zu verbinden macht so viel Sinn wie Konstitution mit einem x-beliebigen Attribut zu verbinden. Ganz ehrlich. Und die genannten Beispiele warum das so ist fand ich sehr einleuchtend.

Natürlich ist es völlig richtig, dass kein einziges Attribut alleine Attraktivität bestimmen kann, ebensowenig wie es allein auf Aussehen, soziale Faktoren oder irgendwelche besonderen Merkmale zurückgeht! Generell ist Attraktivität höchst subjektiv, so dass die "statistisch allgemein richtige Aussage" auch nicht unbedingt von einem selbst nachvollzogen werden kann.
Zudem sollte man beachten, dass solche konkreten Bildbeispiele wie hier sehr unwissenschaftlich sind, da sie keinerlei Repräsentativität beinhalten, sondern hier lediglich durch ein paar einzelne Präferenzen beurteilt werden, was statistisch kaum relevant ist ;)

Was Konsti angeht: Doch! Es ist aus wissenschaftlicher Sicht definitiv ein wichtiger Zusammenhang zwischen Attraktivität und Gesundheit/Fitness/Körperbau=>Konstitution gegeben, das geht schlicht aus der Evolutionsbiologie hervor, da gibt es eigentlich nicht viel zu diskutieren ;)
Der Punkt ist allerdings, dass man sich trefflich (und zu recht) darüber streiten kann wie groß der Anteil von Konsti am Gesamtkonzept Attraktivität ist, das bleibt offen.
Im Verhältnis dazu ist jedenfalls klar anzunehmen, dass andere Attribute wie Geschicklichkeit, Intelligenz und Stärke kulturübergreifend und in der Gesamtstatistik definitiv eine geringere Rolle spielen! Aussehen z.B. ist dagegen schon viel wichtiger, irgendeine Form von "Charisma" (was schwer zu quantifizieren ist), sozialem Status/Prestige etc. ebenfalls.


Und genau darum geht es. Denn wenn das Attribut Aussehen mit dem Attribut Konstitution zusammengelegt würde, dann würde das implizieren, dass Hohe Konsti = Gutes aussehen.

Das wäre in der Tat falsch, aber so ist der Zusammenhang auch nicht.
Es gilt vielmehr: Höhere Konsti = (etwas*) höhere Wahrscheinlichkeit für höhere Attraktivität!
(*: Quantifizierung schwer bestimmbar)

Ausserdem machst Du einen wichtigen Fehler: Attraktiv != gutes Aussehen. Attraktivität ist ein Gesamtkonzept mit vielen Faktoren, wovon gutes Aussehen nur ein (mehr o. weniger großer) Teil ist. Speziell für die weibliche Wahrnehmung gilt das umso mehr als bei uns Männern.

Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: DonJohnny am 17.07.2012 | 16:11
Es gilt vielmehr: Höhere Konsti = (etwas*) höhere Wahrscheinlichkeit für höhere Attraktivität!
(*: Quantifizierung schwer bestimmbar)

Und diese höhere Wahrscheinlichkeit ist (wie aus den Beispielen ersichtlich ist) nicht annährend so groß, dass ich die beiden Attribute zusammenlegen würde.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: OldSam am 17.07.2012 | 16:13
Und diese höhere Wahrscheinlichkeit ist (wie aus den Beispielen ersichtlich ist) nicht annährend so groß, dass ich die beiden Attribute zusammenlegen würde.

Jopp. Ohne enorm wichtige Zusätze wie Boni/Mali durch Aussehen, soziales Geschick im Umgang mit dem anderen Geschlecht etc. einfach ein und dasselbe daraus zu machen würde ich definitiv auch nicht empfehlen, wenn man es halbwegs realistisch haben möchte. Aber von den typischen RPG-Attributen stellt dieses die beste "Basis" dar (so setzt es z.B. auch GURPS um, als Ausgangsbasis aber nicht als Gleichsetzung).
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: LöwenHerz am 17.07.2012 | 16:18
Prominentes, phantastisches Gegenbeispiel: Raistlin Majere. Ein gebrochener und kränklicher Magier, der trotz sein er körperlichen Defizite eine enorme Ausstrahlung hat. Finde ich jetzt persönlich nicht sonderlich abwegig.
(alternativ könnte man den Imperator nennen oder auch gern Cyrano de Bergerac, wenn man es handfester braucht)

Warum nicht einfach auf die Spieler vertrauen und diese bitten, auch einen gesunden Charismaten zu spielen, wenn man als SL sonst mangelnde Konsistenz fürchtet?
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Maarzan am 17.07.2012 | 16:24
Vor allem dürfte die Beziehung Aussehen-Konstitution nicht linear sein.

Klar sind Sachen, welche im weitesten Sinne "krank" aussehen für die meisten Leute wenig attraktiv. Aber ab einem gewissen Level flacht das ab und es kommt persönlicher Geschmack zum tragen - bis zu viel körperliche Präsenz (z.B. die Bodybuildermassen) dann wieder unnatürlich zu wirken beginnt (oder er Angst hat sie könnte stärker/besser sein als er  >;D)

Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: OldSam am 17.07.2012 | 16:25
Prominentes, phantastisches Gegenbeispiel: Raistlin Majere. Ein gebrochener und kränklicher Magier, der trotz sein er körperlichen Defizite eine enorme Ausstrahlung hat. Finde ich jetzt persönlich nicht sonderlich abwegig.

Absolut nicht, es gibt ja definitiv viele kränkliche Leute, die eine starke Ausstrahlung aufweisen und/oder als sehr attraktiv gelten, aber das ändert nichts am statistischen Grundzusammenhang ;)
Übrigens gilt die Geschichte mit der Konsti nicht für "Ausstrahlung" im Allgemeinen, der Imperator hat also keinen Verlust an "einschüchternder Wirkung" zu befürchten oder so :p  ...der Zusammenhang zur "Attraktivität" kommt ja aufgrund der gesuchten Fortpflanzungsmerkmale (also gute Gene => Kinder überleben etc.)
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Skele-Surtur am 17.07.2012 | 16:25
Ausserdem machst Du einen wichtigen Fehler: Attraktiv != gutes Aussehen. Attraktivität ist ein Gesamtkonzept mit vielen Faktoren, wovon gutes Aussehen nur ein (mehr o. weniger großer) Teil ist. Speziell für die weibliche Wahrnehmung gilt das umso mehr als bei uns Männern.
Okay, ich habe hier einen Begriff unsauber benutzt, aber ich sehe nicht, inwiefern dieser Fehler hier "wichtig" ist. Es geht dem Threadstarter ja explizit um die Zusammenfassung zweier körperlicher Attribute: Aussehen und Körperliche Gesundheit zu Konstitution. Ob ich jetzt aussehen fälschlicherweise als Attraktivität bezeichne ist eigentlich egal.

Es geht einfach nur darum, dass es keine guten Gründe gibt, die beiden größen in einem Attribut zusammenzufassen.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: OldSam am 17.07.2012 | 16:29
Es geht einfach nur darum, dass es keine guten Gründe gibt, die beiden größen in einem Attribut zusammenzufassen.

Wenn es nur darum geht, stimme ich zu. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass es von den Attributen die sinnvollste Ausgangsbasis darstellt, aber eine Gleichsetzung wäre in der Tat zuviel des Guten...
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: LöwenHerz am 17.07.2012 | 16:33
Absolut nicht, es gibt ja definitiv viele kränkliche Leute, die eine starke Ausstrahlung aufweisen und/oder als sehr attraktiv gelten, aber das ändert nichts am statistischen Grundzusammenhang ;)

Der Grundzusammenhang, welcher Konstitution nennenswert das Charisma beeinflussen lässt? Den sehe ich halt nicht.

Ich sehe vielmehr ein völlig kaputtes Sozialbild von Idealmenschen, welche anorektisch veranlagt sind, metrosexuell und an gesundheitsgefährdendem niedrigen Körperfettgehalt leiden. Nix gesund-konstitutiv. Das ist eingebildet gesund und nicht wissenschaftlich! Betrachte nochmal das Bild der Sportlerin von mir. Die ist gesund-schlank. Und wiegt deutlich zuviel, als dass sie je einen Laufsteg betreten dürfte.
Aber ich schweife ab ;D
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: OldSam am 17.07.2012 | 16:40
Betrachte nochmal das Bild der Sportlerin von mir. Die ist gesund-schlank. Und wiegt deutlich zuviel, als dass sie je einen Laufsteg betreten dürfte.
Aber ich schweife ab ;D

Das ist mal ein hochinteressanter Punkt finde ich! :)
Gilt "max. Attraktivität = heutiges Modelmaß mit Dürrefaktor"?
Ich votiere klar für nein und AFAIK ist das auch der Stand der Wissenschaft, speziell v.a. bei kulturübergreifender Betrachtung.
Es gibt sehr viele Leute denen das nicht gefällt und das liegt u.a. auch daran, dass es ja  in der Tat nicht gesund ist (siehe interne Widerstände dagegen in der Modebranche selbst). Die Gründe warum nun ausgerechnet solche dürren Püppchen heute die Laufstege bestimmen sind IMHO relativ komplex und das ist nicht einfach als Maßstab für die allgemeine Attraktivitätswahrnehmung geeignet.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: LöwenHerz am 17.07.2012 | 16:42
[Rant]
Wo wir schon Attribute in Korrelation setzen....

Ein tüchtiger Nahkämpfer schöpft sein Schadenspotential aus seiner Schnelligkeit und nicht aus seiner maximalen Körperkraft.
Ich finde, dass man Stärke und Schnelligkeit zusammenlegen sollte. Schnellkraft ist ein schönes Wort.

[/Rant]
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Maarzan am 17.07.2012 | 16:47
Der Grundzusammenhang, welcher Konstitution nennenswert das Charisma beeinflussen lässt? Den sehe ich halt nicht.

Ich sehe vielmehr ein völlig kaputtes Sozialbild von Idealmenschen, welche anorektisch veranlagt sind, metrosexuell und an gesundheitsgefährdendem niedrigen Körperfettgehalt leiden. Nix gesund-konstitutiv. Das ist eingebildet gesund und nicht wissenschaftlich! Betrachte nochmal das Bild der Sportlerin von mir. Die ist gesund-schlank. Und wiegt deutlich zuviel, als dass sie je einen Laufsteg betreten dürfte.

Miss Antwort #45? Niedlich, aber würde ich auch nahe an der Unterernährung wittern.
Und Laufstege sind eine reine Kunstwelt. Ohne Glamour und extra Aufmachung würden die vermutlich draußen auf freier Wildbahn zu einem guten Teil auch solo verkümmern.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: LöwenHerz am 17.07.2012 | 16:48
Gilt "max. Attraktivität = heutiges Modelmaß mit Dürrefaktor"?
Ich votiere klar für nein und AFAIK ist das auch der Stand der Wissenschaft, speziell v.a. bei kulturübergreifender Betrachtung.
Es gibt sehr viele Leute denen das nicht gefällt und das liegt u.a. auch daran, dass es ja  in der Tat nicht gesund ist (siehe interne Widerstände dagegen in der Modebranche selbst). Die Gründe warum nun ausgerechnet solche dürren Püppchen heute die Laufstege bestimmen sind IMHO relativ komplex und das ist nicht einfach als Maßstab für die allgemeine Attraktivitätswahrnehmung geeignet.

Wir entfernen uns vom Thema und ich habe ehrlich gesagt wenig Lust, mich jetzt rein wissenschaftlich über Magerwahn, Models und deren ungesundes Leben zu unterhalten ;)

In Kürze:
Das Problem hier ist nur, dass es -wie immer- Tendenzen gibt, aber eben keine gesicherten, wissenschaftlichen Erkenntnisse. Models leben ungesund und sind nicht konstitutiv (weiß ich, hatte viele Kundinnen aus der Branche). Aber das dürfen sie auch nicht sein, weil eine grundlegende Konstitution auch ein gewisses Gewicht mit sich bringt. Sie gelten aber trotzdem gemeinhin als schön (siehe diese spacken Sendungen, Models hier, Superstars da). Es ist ein sehr komplexes Thema, auch dazu hatte ich schon ein anschauliches Bild gepostet (Dove Werbung).

Ich denke, dass wir nicht wirklich weiter kommen. Wenigstens hat sich der Ton normalisiert ;)
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Grey am 17.07.2012 | 16:50
Auf die Gefahr hin, jetzt mein Eigenbau-Regelwerk in Mißkredit zu bringen... ::)

Die Überlegung, Konstitution und Aussehen in Beziehung zueinander zu stellen, habe ich auch schon angestellt. Einen entsprechenden Mechanismus gibt es in meinem Regelwerk tatsächlich.

Allerdings halte ich es für zu kurz gegriffen, einfach beides zu demselben Attribut zu erklären. Gegenbeispiele sind hier schon zur Genüge genannt worden. Ein Mensch kann super fit sein, zugleich aber vollkommen unattraktiv.

Bei mir gibt es zwei getrennte Attribute "Erscheinung" und "Ausdauer". Entscheidend für soziale Interaktion, einen positiven/einschüchternden/beeindruckenden Eindruck bei anderen Menschen etc. ist immer die Erscheinung.

Der Spezialfall davon, der generell als "körperliche Schönheit" wahrgenommen wird, ergibt sich durch Multiplikation:
Schönheit = Erscheinung x Ausdauer.

Ich habe das an diversen Beispielcharakteren getestet und bin noch in kein Beispiel gelaufen, wo das nicht funktioniert hätte.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: LöwenHerz am 17.07.2012 | 16:51
Miss Antwort #45?

Verstehe ich nicht  wtf?

Zitat
Niedlich, aber würde ich auch nahe an der Unterernährung wittern.

Du meinst die Sportlerin?
Die wiegt bei 1,65 locker 52-55kg. Muskeln sind halt verdammt schwer. Ein 1,78m großes Model darf in Madrid jedoch absolut maximal 56 kg wiegen. Offiziell ist dies das Mindestgewicht. Inoffiziell versuchen die unter 55 zu kommen.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Beral am 17.07.2012 | 16:56
Ich weiß nicht, was ich Dir getan habe, dass Du so aggressiv argumentierst.
Weil du ebenfalls aggressiv argumentierst. Mit einem Extrembeispiel eine Grundregel nichtig erklären ist totaler Kokolores und die Inbrunst, mit der du das vertrittst, stimmt einen nicht gerade sanft.

Du hast recht und ich meine Ruhe.
Perfekt.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Maarzan am 17.07.2012 | 17:12
Verstehe ich nicht  wtf?

Du meinst die Sportlerin?
Die wiegt bei 1,65 locker 52-55kg. Muskeln sind halt verdammt schwer. Ein 1,78m großes Model darf in Madrid jedoch absolut maximal 56 kg wiegen. Offiziell ist dies das Mindestgewicht. Inoffiziell versuchen die unter 55 zu kommen.

Du hattest mehrere Bilder gepostet und die Antworten sind hier durchnummeriert. Damit wollte ich klar machen, auf was ich mich beziehe.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Tudor the Traveller am 17.07.2012 | 17:37
Um nochmal auf bereits gefallene, aber wichtige Punkte zu kommen:

Imo nachweislich wichtig für die körperliche Attraktivität sind Symmetrie und Proportionen von Gesicht und Körper. Soll das dann auch unter Konsti erfasst sein?
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Skele-Surtur am 17.07.2012 | 18:33

Der Spezialfall davon, der generell als "körperliche Schönheit" wahrgenommen wird, ergibt sich durch Multiplikation:
Schönheit = Erscheinung x Ausdauer.
D.h. "körperliche Schönheit" wäre ein recht hoher Wert, oder? Wird der dann nochmal runterskalliert, oder wie machst du das?
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Heinzelgaenger am 17.07.2012 | 18:52
Können wir mal "Konstitution" mechanisch aufdröseln?

Das "Attribut" ist nämlich bereits ein Amalgam verschiedenster Fähigkeiten.

A - wie lange kann ein Charakter physisch anstrengende Tätigkeiten verrichten [nenn ich mal Ausdauer]
B - wie gut ein C. Faustschläge, Axthiebe, Drachenbisse oder Stürze verkraftet [Zähigkeit]
C - wie resistent ein C. ggü Krankheiten und Erregern ist [Gesundheit]
D - darüberhinaus oft eine Art Reservoir für verschiedenste körperliche Talente wie "Luftanhalten" oder "Alkohol wegstecken"
E - bei Poolsystemen manchmal Basis für Berufe mit körperlichem Anspruch

C & D weisen klar eine Korrelation zu grösserem Körpergewicht auf, bei B besteht ein klarer kausaler Zusammenhang.
Bei A das Gegenteil der Fall, kleinere & leichtere C. sollten hier eigentlich einen Vorteil geniessen (bzw klare Nachteile bei B)
E ist stark abstrahiert.

Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: LöwenHerz am 17.07.2012 | 18:56
Du hattest mehrere Bilder gepostet und die Antworten sind hier durchnummeriert. Damit wollte ich klar machen, auf was ich mich beziehe.

Ah, okay. Ich lese nicht nach der Nummerierung ;)

Imo nachweislich wichtig für die körperliche Attraktivität sind Symmetrie und Proportionen von Gesicht und Körper. Soll das dann auch unter Konsti erfasst sein?

Nunja, dass ein gesunder Mensch besser aussieht, als ein kettenrauchender Alki, ist doch klar. Ich denke dieser (radikalen) Art war der Grundgedanke des Threaderöffners.
Dass er es etwas zu weit denkt und in zu direkte Abhängigkeit setzt, schätze ich ist ihm weniger bewusst gewesen. Mich würde nach all dem hin-und-her so langsam mal ein Statement von ihm interessieren ;)

Weil du ebenfalls aggressiv argumentierst. Mit einem Extrembeispiel eine Grundregel nichtig erklären ist totaler Kokolores und die Inbrunst, mit der du das vertrittst, stimmt einen nicht gerade sanft.

Lieber Beral,
ich versteh beim besten Willen nicht, warum Du meine Argumentation als aggressiv empfindest. Ich habe für beide Seiten nachvollziehbare und ausdrucksstarke Argumente und Bilder aufgefahren und reagierte erst pissig auf Deine völlig unnötig harschen Worte. Wenn ich solche Töne in 'ner Diskussion brauche, gehe ich ins Gate oder woandershin. Mir jetzt die Schuld für Deine Ausdrucksweise zurückzuschieben ist einfach völlig unangebracht.
Ich bin hier, um mich konstruktiv mit Leuten auszutauschen, neuen Gedanken und Ideen nachzugehen und um meinem Hobby zu frönen, wenn ich Zertreuung suche oder 'ne Handvoll netter Leute.
Nach mehrmaligem Lesen meiner Posts fällt mir kein hartes oder aggressives Wort auf, geschweige denn Inbrunst oder Extrembeispiele.

Nochmal deutlich: ich spreche niemandem seine freie Entscheidung ab, zu denken und zu posten was er für richtig hält. Aber ich nehme mir das Recht heraus weiterhin konstruktiv an Diskussionen teilzunehmen, auch wenn meine Meinung nicht Deiner entspricht. :)
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: La Cipolla am 17.07.2012 | 19:17
Okay, ignorieren wir mal für einen Moment, dass dieser Thread inhaltlich schon nach der ersten Seite komplett abgeschlossen und unnütz war. Hier der Versuch eines möglichst simplen Systems, das alle Aspekte mit einbezieht, die für Charisma ähnlich wichtig sind wie die Konstitution. Mit "Zielobjekt" ist dabei immer die Person gemeint, auf die unser Charakter wirken soll.


Soziale Signale
-> Kleidung, Symbolik, Hygiene
-> sozialer Stand, Ansehen durch andere allgemein
-> Sprachverwendung, Dialekt, Bewegung, Gestik, Mimik
-> kulturelle Attraktivitätstandards
-> kulturelle Beziehungsstandards
-> Situationsmodifikatoren, etwa das Stockholm-Syndrom u.ä.

Erfahrung & persönlicher Geschmack
-> bisheriger Eindruck des Zielobjekts vom Charakter
-> gute und schlechte Erfahrungen mit ähnlichen und gegensätzlichen Personen, Assoziationen allgemein
-> freudianische Einflüsse
-> Sozialisierung auf bestimmte Typen hin, oder von ihnen weg
-> eventuelle Traumata und andere Trigger, die das Ziel auslöst

Hormonelle Signale
-> Geschlecht, Fortpflanzungsfähigkeit, aktuelle Krankheiten, psychischer Zustand & Co.
-> Genpool, also angeborene körperliche Attraktivität, Symetrie usw.
-> Fitness (Bonus der körperlichen Attribute, die über dem Durchschnitt, aber nicht weit über dem Durchschnitt liegen)
-> Kompatibilität zum Zielobjekt (puh, in diesem Detail verlässt mich mein Wissen -- ich weiß, dass das eine große Rolle spielt, aber nicht wie genau)


Und ich habe mit SICHERHEIT so einiges vergessen. Die interessante Frage ist also: Warum sollte man sich von diesem riesigen Pool an wirklich interessanten Aspekten gerade DEN EINEN ASPEKT herauspicken, der nicht nur total unintuitiv, sondern auch von zweifelhafter individueller Relevanz ist, um den Charisma-Wert zu großen Teilen darauf zu basieren?
Im Ernst, die Rollenspiele, die das getan haben, sind durchaus schon einen annehmbaren Mittelweg gegangen: Boni in individuellen (!) Fällen, etwa durch Talente, Merits und Co. Alles andere ist imho den Aufwand nicht wert.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Heinzelgaenger am 17.07.2012 | 19:19
Luxferre, einige Bilderpostings waren praktisch abstrus und die habe ich ehrlich gesagt als Trollen aufgefasst.

Da du darauf bestehst, dass dem nicht so war werde ich mir später am Abend den Thread nochmal durchlesen. Die Bilder der MMA Kämpfer warn in jedem Fall völlig sinnfrei herangezogen.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Grey am 17.07.2012 | 20:59
D.h. "körperliche Schönheit" wäre ein recht hoher Wert, oder? Wird der dann nochmal runterskalliert, oder wie machst du das?
Jein. Dieser multiplizierte "Schönheitswert", wie ich ihn hier beschrieben habe, stellt nur die halbe Wahrheit dar. Er gibt schon mal eine grobe Vorstellung von der äußerlichen Attraktivität des Charakters.

In Situationen, in denen es auf Vergleichbarkeit mit anderen Attributen ankommt, nutze ich einen Würfelmechanismus, der im selben Maße skaliert wie die normalen Fertigkeitswürfe. Um das hier zu erklären, müßte ich allerdings erst mal die Grundlagen meines Systems zusammenfassen, und ich möchte nicht für diesen Zweck den Thread kidnappen. Dafür müßten wir mal kurz rausgehen. ;)
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Gummibär am 18.07.2012 | 02:44
Ich möchte hiermit darum bitten, dass Aussagen genau gelesen werden. Ggfs. bitte auch darüber informieren, was eine Korrelation ist und dass dies nicht dasgleiche ist wie Gleichheit. Und zuletzt sind Beral und ich zwei verschiedene Leute, da sollte man nicht vermischen, was der eine und was der andere geschrieben hat (@ DonJohnny).

Meine Ausgangsthese leitet sich nicht von persönlicher Beobachtung ab, auch nicht von Extremwerten, sondern von wissenschaftlichen Theorien, die hier (http://tanelorn.net/index.php/topic,75713.msg1556288.html#msg1556288) bestätigt werden. Darum hatte ich ja auch gebeten, da es sich nicht um meinen Fachbereich handeln. Es geht um die Attraktivitätsforschung. Deren Erkenntnisse wollte ich gerne umsetzen, um damit Vorteile für SIM und GAM zu erreichen.


@ Tudor the Traveller

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Zitat von: Tudor the Traveller
Die These ist ja, dass die Attraktivität primär von der Gesundheit / Fruchtbarkeit / ... = Konstitution abhängt.
Nein. Nicht primär abhängig. Sondern dass sie damit korreliert. Dazu habe ich aber auch schon das Beispiel gegeben, dass ein einzelner Vorzug den Wert massiv verändern kann.

Zitat von: Tudor the Traveller
Imo nachweislich wichtig für die körperliche Attraktivität sind Symmetrie und Proportionen von Gesicht und Körper. Soll das dann auch unter Konsti erfasst sein?
Das würde ich jetzt eher in einem 2. Thread diskutieren. Wie man mit der Designentscheidung, Attraktivität auf Konstitution basieren zu lassen, die Regeln konzeptionell am besten gestalten kann. Im Gegensatz dazu widmet sich dieser Thread ja der Frage, ob dies überhaupt sinn macht.


@Luxferre
Zitat
Und genau das widerlegen meine Bilder doch recht eindringlich, oder? Attraktivität ist eben nicht grundsätzlich von der physischen Verfassung abhängig, vielmehr ist ein gesunder Mensch tendenziell attraktiver.
Es besteht also eine Korrelation und keine Gleichheit, genau wie ich schrieb?
Zitat von: Luxferre
[Rant]
Wo wir schon Attribute in Korrelation setzen....

Ein tüchtiger Nahkämpfer schöpft sein Schadenspotential aus seiner Schnelligkeit und nicht aus seiner maximalen Körperkraft.
Ich finde, dass man Stärke und Schnelligkeit zusammenlegen sollte. Schnellkraft ist ein schönes Wort.

[/Rant]
D&D 4E lässt bei Athletik immer auf Stärke würfeln. Wieso also Rant?


@ Lordwächter
Zitat
Dazu möchte ich noch anmerken, dass Schönheit bekanntlich im Auge des Betrachters liegt
Ja, wie ich schon schrieb, gibt es subjektive und objektive Attraktivität. Die subjektive Attraktivität würde ich über die Würfel abstrahieren. Jemand der attraktiver ist, hat dementsprechend nicht automatisch Erfolg, aber er braucht etwas weniger subjektive Attraktivität (als einen niedrigeren Wurf), um Erfolg zu haben.
Wissenschaftlich gesehen hängt das individuelle Schönheitsideal zu 50% vom kulturellen Schönheitsideal ab, d.h. Menschen werden von der Kultur beeinflusst, die kulturell attraktiven Menschen auch individuell attraktiv zu finden.
Zitat
Von mir aus kann man mit einer guten Konstitution einen Bonus auf Aussehen oder Charme vergeben, aber Konstitution mit Attraktivität oder Schönheit gleichzustellen, ist viel zu vereinfacht.
Und da würde ich gerne einfach jeden Punkt Konstitution zählen und nicht nur einen Schwellenwert.
Zitat
Genau darum geht es: Wenn ich mir schon derart differenziert Gedanken um Begriffe wie Attraktivität und Schönheit im Rollenspiel mache, dann muss auch Platz für die individuellen Geschmäcker sein und diesbezüglich gibt es Vorlieben weit ab jeglicher Norm, auf die ich jetzt nicht im einzelnen eingehen will.
Wenn ein NSC von jemandem mit niedrigem Attribut leichter betört werden kann als von jemandem mit hohem Attribut, würde aber etwas falsch laufen, oder?
Man könnte die Attraktivität natürlich auch ohne Attribut regeln. Dann wäre jede Attraktivität subjektiv und jeder NSC wäre gleich attraktiv.


@ Surtur

Zitat von: Surtur
Es gibt Gegenbeispiele in beide Richtungen und damit halte ich die Grundthese für hinreichend angekratzt.
Einzelbeispiele zählen wissenschaftlich nicht.
Zitat
Ich kann mich jetzt noch dreiunddrölfzig mal wiederholen, aber ich sehe den Sinn nicht. Gummibär will ums erbrechen Konsti und Aussehen zusammenfassen, wenn er das will, soll er das tun.
Deshalb schrieb ich vermutlich:
Die Variante Körperkraft und Widerstandskraft als ein Attribut zusammenfassen, erwäge ich auch. Sieht im Moment so aus, als wäre das die Variante, die ich nehmen muss.


@ Teylen
Zitat von: Teylen
Ich persoenlich sehe die Schlagfertigkeit, das heisst die Faehigkeit aus einer Vorlage geistesgegenwaertig eine Retorte zu entwickeln durchaus bei den geistigen Attributen. Wohingegen die sozialen Attribute bestimmen wie weit man in der Lage ist die Schlagfertigkeit charmant einzusetzen.
Ja, das Problem ist, dass eine Rede zu formulieren, auch eine geistige Aufgabe ist, dies aber meistens als soziale Herausforderung gesehen wird.


@ La Cipolla
Soll deine  http://tanelorn.net/index.php/topic,75713.msg1556288.html#msg1556288 (http://Auflistung) sich auf Charisma beziehen oder auf die von mir beabsichtigte Attraktivität? Charisma gibt es in meinem System nämlich sowieso, auch dann, wenn die körperliche Attraktivität auf Konstitution basiert, Charisma ist bei mir also ein komplett unterschiedlicher Wert.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: LöwenHerz am 18.07.2012 | 07:14
@LuxferreEs besteht also eine Korrelation und keine Gleichheit, genau wie ich schrieb?

Ja, richtig. Dass es eine gewisse Abhängigkeit gibt, habe ich doch sogar selbst geschrieben und anschaulich bebildert. Aber ich sehe halt keinen Sinn darin, die Attribute zusammenzulegen. Dafür reicht es mEn nicht aus.
Das hab ich jetzt aber schon so oft geschrieben, dass es allen klar ist und ich mich wiederhole...
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Tudor the Traveller am 18.07.2012 | 08:20
Ich will nur kurz darauf eingehen:

Attribute und Fertigkeiten wende ich nicht immer nach derselben Art an, denn die Regeln in DSA 4 sind z.B. andere und wenn ich dieses Spiel spiele, dann wende ich die Attribute und Fertigkeiten natürlich so an, wie es in diesem Spiel vorgesehen ist. Trotzdem ist das Gewurschtel von Eigenschaften, Basiswerten, Talenten und Metatalenten nicht besonders überzeugend und das darf man auch offen sagen.

Dann schau nochmal an, was du für Beispiele gegeben hast. Diese sind immer Schema: Attribut + Fertigkeitswert. Man muss aber die Abhängigkeit von Attribut und Fertigkeitswert nicht so gestalten. Das macht DSA z.B. gar nicht so. DSA legt auch grundsätzlich drei Attribute zugrunde...
Deshalb schrieb ich, dass deine Betrachtung immer, quasi systematisch, eingeschränkt ist bzw. es mir so scheint.

Um mal andere Design-Beispiele zu nennen:

Man kann den Attributwert als oberen Grenzwert einer Fertigkeit definieren.

Man kann Attribut und Fertigkeit verschiedene Funktionen zuweisen, die gleichzeitig in den Wurf einfließen, z.B. Anzahl der Würfel und Würfeltyp.

Man kann auch basierend auf dem Attributswert die Steigerungskosten der Fertigkeiten variieren.

Daneben wollte ich noch anmerken, dass eine Korrelation ein schwacher und vager ZUsammenhang zwischen zwei Beobachtungen ist. Der Zusammenhang muss nicht mal proportional sein. Trotzdem steckt da eine gewisse Abhängigkeit drin, weil der eine Wert nicht steigen kann, wenn der andere nicht auch steigt; anderenfalls wäre da ja keine Korrelation  ;)

Edit: doch eines noch: wegen Steigerungen und doppelt bezahlen und so: ich dachte, du wolltest kein abstraktes Steigerungssystem, genau aus dem Grund? Und was spricht dagegen, bei einer konkreten Tätigkeit aus mehereren in Frage kommenden Fertigkeiten wählen zu dürfen?

Mal angenommen wir haben hier zwei Fertigkeiten A und B, die jeweils einen Kernbereich an Tätigkeiten haben. Und jetzt soll eine Tätigkeit im Grenzbereich ausgeführt werden, der zwischen A und B liegt... dann hilft mir doch die Erfahrung, die ich jeweils in A und B habe, die Tätigkeit auszuführen. Dann kann ich entweder einen Mittelwert bilden oder ich nehme den Vorteilhaften Wert, von mir aus mit einer Erschwernis für die "Kernferne".
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Gummibär am 19.07.2012 | 01:37
@ Tudor the Traveller
Zitat
Dann schau nochmal an, was du für Beispiele gegeben hast. Diese sind immer Schema: Attribut + Fertigkeitswert.
Wenn du ein anderes gutes Beispiel kennst, bring es doch. DSA 4 ist jedenfalls keines.
Zitat
Man kann den Attributwert als oberen Grenzwert einer Fertigkeit definieren.

Man kann Attribut und Fertigkeit verschiedene Funktionen zuweisen, die gleichzeitig in den Wurf einfließen, z.B. Anzahl der Würfel und Würfeltyp.

Man kann auch basierend auf dem Attributswert die Steigerungskosten der Fertigkeiten variieren.
Zu 1.: Damit gehen die Attribute gar nicht in eine Probe ein und müssen daher überhaupt nicht betrachtet werden. Es ist dann genauso, als hätte das System keine Attribute.
Zu 2.: Welches System setzt das gut um?
Zu 3.: Siehe 1.

Zitat
Edit: doch eines noch: wegen Steigerungen und doppelt bezahlen und so: ich dachte, du wolltest kein abstraktes Steigerungssystem, genau aus dem Grund? Und was spricht dagegen, bei einer konkreten Tätigkeit aus mehereren in Frage kommenden Fertigkeiten wählen zu dürfen?

Mal angenommen wir haben hier zwei Fertigkeiten A und B, die jeweils einen Kernbereich an Tätigkeiten haben. Und jetzt soll eine Tätigkeit im Grenzbereich ausgeführt werden, der zwischen A und B liegt... dann hilft mir doch die Erfahrung, die ich jeweils in A und B habe, die Tätigkeit auszuführen. Dann kann ich entweder einen Mittelwert bilden oder ich nehme den Vorteilhaften Wert, von mir aus mit einer Erschwernis für die "Kernferne".
Ich will ein klassisches EP-System entsprechend GAM. Doppelt bezahlt wird da nix wegen der Überschneidungsfreiheit.

Den Mittelwert bilden wäre ok. Führt aber zu Problemen, wenn sich jemand genau auf diesen Bereich spezialisieren will. Weil er dann nämlich zwei Fertigkeiten dafür braucht.

Kernferne führt auch zu Problemen, wenn sich jemand auf den Bereich spezialisieren will.

Den vorteilhaften Wert nehmen ist murks, weil eben die Erfahrung aus A und B hilft (SIM) und man, wenn man beide Fertigkeiten steigert, für den Überlappungsbereich doppelt bezahlt (GAM).
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Skele-Surtur am 19.07.2012 | 04:16
Zitat
Einzelbeispiele zählen wissenschaftlich nicht.
Erstens schrieb ich nicht von Einzelbeispielen, sondern von Beispielen (Mehrzahl). Ein Beispiel wird dann herangezogen, wenn es darum geht, etwas zu bebildern, darzustellen, greifbar zu machen. Es gibt eine Reihe von Beispielen, die greifbar machen, dass es schöne Menschen gibt, die keine bemerkenswerte Ausdauer haben. Es gibt eine Reihe von Beispielen, die greifbar machen, dass es ausdauernde Menschen gibt, die nicht im mindesten schön sind. Es gibt diese Menschen und es gibt Rollenspieler, die mit ihren Charakteren solche Leute darstellen wollen. Auf diese letzte Gruppe sollte der Fokus beim Design liegen.

In der Wissenschaft gelten Einzelbelege (anecdotal evidence) nicht. Einzelbeispiele, die eine prinzipielle Sache verbildlichen sollen, gelten selbstverständlich schon.

Zweitens: Was hat Wissenschaft damit zu tun? Das ist ein Rollenspielforum und kein Wissenschaftsjournal. Und niemand hier, auch du nicht, argumentiert hier nach streng wissenschaftlichen Kriterien. Das wäre hier ja auch völlig kontraproduktiv, es geht ja nicht zuletzt um Wahrnehmungen, Meinungen und auch Geschmack.

Aber ich habe das Gefühl, meine Beteiligung in diesem Thread ist dir eher lästig. Daher werde ich dich in dieser Sache von nun an in Ruhe lassen.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: pharyon am 19.07.2012 | 13:32
Zu 1.: Damit gehen die Attribute gar nicht in eine Probe ein und müssen daher überhaupt nicht betrachtet werden. Es ist dann genauso, als hätte das System keine Attribute.
Zu 2.: Welches System setzt das gut um?
Zu 3.: Siehe 1.
Ich will ein klassisches EP-System entsprechend GAM. Doppelt bezahlt wird da nix wegen der Überschneidungsfreiheit.
Zu 1.+3.: Für die Probe ist es zwar genauso wie du es beschreibst, für das Spiel kann es aber wohl einen Unterschied machen.
Zu 2.: Es gibt ein mWn freies Spiel namens Aera, das macht z.B. so etwas. Ob das dir jetzt als gutes Beispiel erscheint, kann ich nicht sagen.

Wenn du wegen der EP dran zweifelst, dann gönne doch dem Spieler, wenn er Fertigkeit A auf Stufe x hat, dass er für Fertigkeit B solange nur die Hälfte der EP "zahlen" muss, bis er dort auch auf Stufe x ist.

Zitat
Den vorteilhaften Wert nehmen ist murks, weil eben die Erfahrung aus A und B hilft (SIM) und man, wenn man beide Fertigkeiten steigert, für den Überlappungsbereich doppelt bezahlt (GAM).
Verstehe ich richtig, dass du vor allem nach GAM-Gesichtspunkten gehen willst und darüber hinaus, wo möglich, auch SIM-Gesichtspunkte einbeziehst?

p^^
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Tudor the Traveller am 19.07.2012 | 15:29
Zu 1.: Damit gehen die Attribute gar nicht in eine Probe ein und müssen daher überhaupt nicht betrachtet werden. Es ist dann genauso, als hätte das System keine Attribute.

Damit klinke ich mich jetzt wirklich aus. Du hast anscheinend deine ganz eigene, verquere Sichtweise, und darauf habe ich keine Lust mehr.

(es ist überhaupt nicht so, als hätte das System dann keine Attribute, und das sieht imo jeder, der 2+2 zusammen zählen kann. Ich versteh dein Problem nicht.)
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Gummibär am 19.07.2012 | 18:29
@ Surturus Rex
Die Frage danach, ob es eine Korrelation zwischen zwei Größen gibt, ist eine statistische Frage, die mittels repräsentativer Studien erforscht werden kann, Beispiele sind da nicht zulässig. (Und 10 Einzelbeispiele sind immer noch 10 EINZELbeispiele und keine Studien-Beispiele. 10 Kuchenstücke verschiedener Kuchensorten ergeben ja auch keinen Kuchen, sondern lediglich eine Ansammlung von Kuchenstücken.)
Und natürlich ist das eine wissenschaftliche Frage. Deshalb sprach ich im ersten Absatz dieses Threads ja auch von (wissenschaftlichen) Forschern.

Bei der Frage, was ein Rollenspielsystem darstellen können soll, gelten Beispiele natürlich schon. Und zwar wissenschaftlich völlig zulässig, nur geht es da ja nicht mehr um die Frage nach der Existenz der Korrelation, sondern nach der Umsetzung.
Wenn die Korrelation in der Realität vorhanden ist und es trotzdem entsprechende Beispiele gibt, dann hat die Realität offenbar einen Weg gefunden, trotz VORHANDENER Korrelation entsprechende Charaktere darzustellen. Und das kann man im Rollenspielsystem ja dann genauso handhaben.
Und da muss man dann zu Recht(!) fragen, wie und ob(!) man dies darstellen kann – auch in Anbetracht dessen, wie man den Rest des Systems gestalten möchte. Und die Antwort kann da durchaus lauten: Ja, es gibt die Korrelation und es wäre schön, wenn dies in Systemen umgesetzt würde, aber für dieses System hier macht das aus dem und dem Grund keinen Sinn.
Bei dieser zweiten Frage geht es dann auch um Wahrnehmungen, Meinungen und Geschmack. Die erste Frage aber ist eine wissenschaftliche Frage.


@ pharyon
Zitat
Zu 2.: Es gibt ein mWn freies Spiel namens Aera, das macht z.B. so etwas. Ob das dir jetzt als gutes Beispiel erscheint, kann ich nicht sagen.
Freies Spiel klingt nicht so, als ob das was mit Spielbalance zu tun hätte?
Zitat
Wenn du wegen der EP dran zweifelst, dann gönne doch dem Spieler, wenn er Fertigkeit A auf Stufe x hat, dass er für Fertigkeit B solange nur die Hälfte der EP "zahlen" muss, bis er dort auch auf Stufe x ist.
Das wäre dann eine gute Lösung, wenn die Überlappung auch 50% ausmacht. Könnten aber auch 10% sein. Und bei ner anderen Überlappung anderer Fertigkeiten könnte es wieder ein anderer Wert sein.
Und: Ein gutes System müsste sowas natürlich von sich aus vorsehen.
Zitat
Verstehe ich richtig, dass du vor allem nach GAM-Gesichtspunkten gehen willst und darüber hinaus, wo möglich, auch SIM-Gesichtspunkte einbeziehst?
Exakt.


@ Tudor the Traveller
Zitat
Damit klinke ich mich jetzt wirklich aus. Du hast anscheinend deine ganz eigene, verquere Sichtweise, und darauf habe ich keine Lust mehr.

(es ist überhaupt nicht so, als hätte das System dann keine Attribute, und das sieht imo jeder, der 2+2 zusammen zählen kann. Ich versteh dein Problem nicht.)
Natürlich hat das System Attribute. Bloß interessiert das in diesem Thread nicht.
D&D 4E hat Skillchallenges, aber wenn ich die Kampfsysteme von D&D 4E und 3.5 vergleiche, würde das System kein bisschen anders behandelt, als hätte es keine. Im Kampfsystem-Thread über Skillchallenges zu reden, ist einfach offtopic. Um ontopic zu bleiben, betrachtet man nur die relevanten Teile, ob das System Skillchallenges hat oder nicht, davon abstrahiert man.
Genauso abstrahiert man in einem Thread, in dem Steigerung irrelevant ist, von Attributen, falls diese nur für die Steigerung relevant sind.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Edvard Elch am 19.07.2012 | 18:48
@ pharyonFreies Spiel klingt nicht so, als ob das was mit Spielbalance zu tun hätte?

Nur kurz hierzu: "Freies Spiel" heißt in dem Fall einfach, dass es irgendwo frei verfügbar im Netz rumgeistert (nämlich da: http://aera-rpg.de/downloads/AERA-Pre-Web.zip (http://aera-rpg.de/downloads/AERA-Pre-Web.zip)). Das System bestimmt den Würfelpool über die Attribute und verwendet die Fertigkeiten als Erfolgsschwellen Modifikator, alles auf W12-Basis ("Du hast ne Stärke von 5 und nen Klettern-Wert von 3? Hm, die Steinwand ist normal schwierig zu erklettern, also Standarderfolgsschwelle 9. Nimm also fünf Würfel und Würfel gegen 9 - Klettern(3) = 6").
Ob und wie sinnvoll das ist, fragst du am besten 1of3, der hatte da mal nen tieferen Einblick^^
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: Gummibär am 19.07.2012 | 19:46
Okay, danke, ich dachte gerade an Freeform.
Titel: Re: Konstitution mal anders
Beitrag von: pharyon am 20.07.2012 | 08:17
Ups, sorry für die unklare Ausdrucksweise.

Ich meinte in der Tat damit ein "frei erhältliches" Spiel.

Grüße, p^^