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Pen & Paper - Spielsysteme => DSA - Das schwarze Auge => DSA4 und früher => Thema gestartet von: Blutschrei am 13.08.2012 | 01:44

Titel: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Blutschrei am 13.08.2012 | 01:44
Hey liebe DSA-Ecke,
Mich hats nach langem mal wieder hierher gezogen. Ich werde wohl noch diese Woche mit dem Leiten einer DSA-Runde beginnen.

Aber ein Problem steht mir noch im Weg: Die Steigerungkurve gefällt mir nicht.

1. Ich möchte meine Spieler beim Steigern nicht mit Handgewedel limitieren (also in der Art von: Nein, du darfst Hiebwaffen erst wieder steigern, wenn ich deinen Erfahrungchatz für angemessen halte) <- Habe ich bei einem pielleiter übrigen ziemlich lang so erlebt.
2. Ich möchte zwar zu einem gewien Grad Spezialisten, aber ich will nicht nach 2 Spielrunden Talentwerte von 18, was aber rein AP-bedingt ziemlich leicht möglich ist, wenn man sich auf ein Talent konzentriert (oder 2-3 bei den niedrigeren Steigerungspalten).

Wie wirke ich dem am gechickteten entgegen?
Meine Ideen waren bisher:
-Die benötigten AP ab einem gewissen TaW zu erhöhen (Faktor 2? Ab TaW 10? Müsste/Sollte ich dann auch die Professionen umrechnen/neu bauen?)
-Ein "Stufen"-System einführen: Ab 400 AP darf man über 12 steigern, ab 800 über 16 etc...
-Ein tatsächlich "Erfahrungsbasiertes" System einbauen (ich glaube Cthuluh hat sowas?) bei dem sich die Chance auf eine Steigerung mit Anwendung erhöht.

Was ist eure Meinung dazu? Hatte jemand bisher das gleiche Problem und eine Lösung gefunden? Habt ihr weitere Vorschläge, die mir noch garnicht in den Sinn kamen?
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Gummibär am 13.08.2012 | 04:54
Zuerstmal ist TaW 18 bei DSA 4 nicht gleich TaW 18 bei DSA 3. Bei DSA 3 war TaW 18 das Maximum, was man haben konnte und sehr selten. Schließlich brauchte man mit TaW 17 durchschnittlich 216 Würfe, (Edit) wobei man für ein Talent je nach Kategorie 3, 6 oder 9 Würfe aufwenden durfte, also 72, 36 oder 24 Stufenaufstiege, um ein bestimmtes Talent auf 18 zu bringen. Wenn man 4 Talente auf 17 hatte, dann benötigte man durchschnittlich gut 7 Stufenaufstiege, um eines davon auf 18 zu bringen, indem man alle seine Steigerungsversuche dafür aufwandte.

Eine um 20 erschwerte Talentprobe war bei DSA 3 auf hohen Stufen gut zu schaffen, bei DSA 4 wird jedoch jede Einzelprobe um den Wert erschwert, den die Erschwernis über dem TaW liegt, außerdem sind die Eigenschaften auf hohen Stufen niedriger.

TaW 18 bei DSA 4 ist längst nicht das Ende der Fahnenstange. Für die TaW ist das Maximum eine größere Beschränkung als die AP-Kosten. Mit Vorteil Veteran wird ein TaW 15 bei Spielbeginn z.B. in Zusammenhang mit dem Vorteil Akademische Ausbildung verbilligt und damit empfohlen.
Für TaW 18 benötigt man eine Eigenschaft auf 15, das können viele Rassen bei Spielbeginn schon haben. Mit Vorteil Begabung für Einzeltalent kommt man schon auf TaW 20. Danach wird es dann teuer, weil man für jeden TaP auch die entsprechende Eigenschaft erhöhen muss.



Eine mögliche Regelung wäre, dass bei Spielstart das Maximum für TaW bei 10 liegt und je Abenteuer um 1 angehoben wird, unabhängig von den AP (auch neu erstellter Helden). Das sorgt dafür, dass TaW 18 erst nach 8 Abenteuern erreicht werden kann.

Man beachte aber auch, dass viele Sonderfertigkeiten nur mit hohem TaW überhaupt Sinn machen.
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Samael am 13.08.2012 | 07:02
Schließlich brauchte man mit TaW 17 durchschnittlich 216 Würfe, also 72 Stufenaufstiege um ein bestimmtes Talent auf 18 zu bringen

Nein, das stimmt so nicht ganz.

a) Es reicht eine 17 zu würfeln, um von 17 auf 18 zu steigern. Die Chance bei einem Wurf ist also 1:108.
b) Dann durfte man die Talente je nach Kategorie bis zu 3x pro Stufe steigern, und hatte je möglicher Steigerung drei Würfe - also bis zu neun Versuche / Stufe ein Talent von 17 auf 18 zu bringen - imerhin ungefähr eine 8% Chance.

Deine Grundaussage bleibt aber natürlich richtig - TaW 18 bei DSA 3 ist viel seltener und wertvoller als bei DSA 4.
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 13.08.2012 | 08:10


Was ist eure Meinung dazu?
Lass es!
Unter Taw 15 ist mit Kampf SFs nichts anzufangen -Korrektur es ist Suizidversuch sie anzuwenden.

du müsstest um nur annähernd Balance herzustellen Nichtkampffertigkeiten/Zauber noch erheblich stärker einschränken
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Dimmel am 13.08.2012 | 08:12
-Die benötigten AP ab einem gewissen TaW zu erhöhen (Faktor 2? Ab TaW 10? Müsste/Sollte ich dann auch die Professionen umrechnen/neu bauen?)
-Ein "Stufen"-System einführen: Ab 400 AP darf man über 12 steigern, ab 800 über 16 etc...
-Ein tatsächlich "Erfahrungsbasiertes" System einbauen (ich glaube Cthuluh hat sowas?) bei dem sich die Chance auf eine Steigerung mit Anwendung erhöht.

Das Regelwerk biete meines Erachtens 2 Konstrukte:
1. Die optionale regel, nach der die Kosten entsprechend der Trainingszeit gesteigert werden.
2. Die Lernkurve wird durch die Ingame-Bremse Verbreitung gemassregelt. sonderfertigkeiten haben alle Verbeitungen, aber die wirklich coolen sind sehr selten. In Kombination mit obiger Regel benötigt man ebenfalls einen Lehrmeister für hohe TAW und die sind selten und haben eine niedrige Verbreitung.

Beide halte ich aber für umständlich und könnten als "Meister-Willkür" ausgelegt werden.

Besser finde ich, wenn du Anreize für die Spieler schaffst, eben andere Fertigkeiten auch zu steigern und nicht nur ihre Spezialtalente. Das kannst du über spezielle Erfahrungen machen. Wenn du viele davon verteilst, ist das sicherlich ein Anreiz für deine Spieler, nicht zum Spezialisten zu mutieren, sonder eben auch diese anderen Fertigkeiten zu steigern.

Gruß Dimmel
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: ErikErikson am 13.08.2012 | 08:33
Benutze die Lehrmeister. Wir spielen nur mit den Lehrmeisterregeln, und haben da sehr gute Erfahrungen gemacht. Da man ja nur ca. 5 AP pro Spielabend bekommt, sind die Spieler sehr motiviert, entsprechend lehrmeister zu finden, was auch zu einem eigenen Abenteuer werden kann und sollte. Ich erinnere mich da gern an 5 Spielabende, die wir damit verbracht haben, im andergastschen Wald einen Lehrmeister für Köhlerei zu finden. Da das Auftreten von Lehrmeistern nirgends geregelt ist, kannst du die nach Belieben auftreten lassen. Soll ein Talent nicht höher, fehlt einfach der Lehrmeister. Wird trotzdem gesteigert, ist das ein Zeichen dafür, das du schlicht zu viel AP vergibst, dann musst du das eben beim nächsten Mal runterfahren. Lehrmeister sorgen im übrigen auch gut dafür, das der Reichtum der Spieler nicht überhandnimmt. Also zwei Fliegen mit einer Klappe. Die Lehrmeister sind oft so teuer, das die Spieler sich den Spaß überhaupt nicht leisten können. Ich gebe dann oft die lehrmeister als Questbelohnung, was den Vorteil hat, das ich dann auch kontrollieren kann, was gesteigert wird. So sind zumindest bei uns viel rundere und ausgereiftere Chars entstanden, Sven (ein Spieler von mir) hätte z.B. niemals von sich aus Töpfern auf 6 gesteigert.   
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Samael am 13.08.2012 | 09:09
Benutze die Lehrmeister. Wir spielen nur mit den Lehrmeisterregeln, und haben da sehr gute Erfahrungen gemacht. Da man ja nur ca. 5 AP pro Spielabend bekommt, sind die Spieler sehr motiviert, entsprechend lehrmeister zu finden, was auch zu einem eigenen Abenteuer werden kann und sollte. Ich erinnere mich da gern an 5 Spielabende, die wir damit verbracht haben, im andergastschen Wald einen Lehrmeister für Köhlerei zu finden. Da das Auftreten von Lehrmeistern nirgends geregelt ist, kannst du die nach Belieben auftreten lassen. Soll ein Talent nicht höher, fehlt einfach der Lehrmeister. Wird trotzdem gesteigert, ist das ein Zeichen dafür, das du schlicht zu viel AP vergibst, dann musst du das eben beim nächsten Mal runterfahren. Lehrmeister sorgen im übrigen auch gut dafür, das der Reichtum der Spieler nicht überhandnimmt. Also zwei Fliegen mit einer Klappe. Die Lehrmeister sind oft so teuer, das die Spieler sich den Spaß überhaupt nicht leisten können. Ich gebe dann oft die lehrmeister als Questbelohnung, was den Vorteil hat, das ich dann auch kontrollieren kann, was gesteigert wird. So sind zumindest bei uns viel rundere und ausgereiftere Chars entstanden, Sven (ein Spieler von mir) hätte z.B. niemals von sich aus Töpfern auf 6 gesteigert.   

Ist das jetzt Satire oder nicht? Realsatire vielleicht?
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 13.08.2012 | 09:11
Zitat
Lass es!
Unter Taw 15 ist mit Kampf SFs nichts anzufangen -Korrektur es ist Suizidversuch sie anzuwenden.
Jupp auf Grund der unterschiedlichen Probenmechanismen kann man Kampftalente nicht einfach so mit Normalen in einen Topf werfen. In Kampftalenten braucht man deutlich höhere Werte um wirklich gut zu sein.

Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Graf Hardimund am 13.08.2012 | 09:43
2. Ich möchte zwar zu einem gewien Grad Spezialisten, aber ich will nicht nach 2 Spielrunden Talentwerte von 18, was aber rein AP-bedingt ziemlich leicht möglich ist, wenn man sich auf ein Talent konzentriert (oder 2-3 bei den niedrigeren Steigerungspalten).
Warum denn eigentlich nicht?

Zitat
Wie wirke ich dem am gechickteten entgegen?
Ich weiß jetzt nicht, ob ich dir hiermit die Lösung vorschlage oder nur das Problem benenne, das du umgehen willst.
Aber im Spiel gibt es doch einige Talente, die immer wieder abgefragt werden können und die es sich zu steigern lohnt. Und die meisten davon sind körperliche, also Spalte D.
Wenn das denn Spielern nicht vorher klar ist, dann sag es ihnen.

Zitat
-Ein tatsächlich "Erfahrungsbasiertes" System einbauen (ich glaube Cthuluh hat sowas?) bei dem sich die Chance auf eine Steigerung mit Anwendung erhöht.

Gibt es: "Spezielle Erfahrungen" senken Steigerungskosten um eine Spalte.
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Bananendrache am 13.08.2012 | 10:08
Bei meiner alten Runde durften Nicht-Kämpfer nur bei Nachfrage steigern. Ab TaW 10 war dann erstmal schluss, dann brauchte man einen Lehrmeister, spezielle Erfahrungen ( erst nach Erlaubnis ) oder wirklich abgefahrene Szenen mit gutem Rollenspiel(tm). Im Prinzip durfte ich mit meinem Norbardenhändler kaum etwas steigern ( während sich der Spielleiter seinem Drakonia-Elementaristen die Kante gab ). Ingame ist es dann interessant, nach Alternativen ausschau zu halten und sich zu verbessern. Trotzdem nicht so dufte.

Ansonsten kannst du selbst mit TaW 10-15 schonmal abstinken wenn deine Attribute zu niedrig sind.

Orientiere dich doch einfach an der TaW-Erklärung in den Regelbüchern. Ich glaube TaW 5 waren gute Grundkenntisse und Vorraussetzung um es beruflich einzusetzen, 7-10 beruflich zu gebrauchen bis sehr kompetent, 12 war sowas wie Geselle und 15 Fachmann/Meister, TaW 18 Experte und 21-23 oder dergleichen ein Genie oder Vollendet.

Lass deine Spieler bis zu einer bestimmten Stufe steigern, dann brauchen sie einen Lehrmeister, oder eine spezielle Erfahrung. Das kann alle 5 TaW Punkte sein, oder so.
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 13.08.2012 | 10:16



Orientiere dich doch einfach an der TaW-Erklärung in den Regelbüchern.
du meinst die  von Mr really inkompetent Inkomptent .

Die war doch von DSA3 CPed und aufgebohrt worden.
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Der_Namenlose am 13.08.2012 | 10:17
Tach!

Ist das jetzt Satire oder nicht? Realsatire vielleicht?

 :d *

Mit "namenlosem" Gruss,

 8)

*= Aber eigentlich ist es nur traurig ...  :'(
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Bananendrache am 13.08.2012 | 13:47
du meinst die  von Mr really inkompetent Inkomptent .

Die war doch von DSA3 CPed und aufgebohrt worden.

Ich habe es versucht zu entziffern, aber leider war mein TaW Kryptographie zu niedrig ...
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: ErikErikson am 13.08.2012 | 13:54
Ist das jetzt Satire oder nicht? Realsatire vielleicht?

Das war eine einmalige Hommage aufgrund einer Bitte. Wird nicht wieder vorkommen.
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: McCoy am 13.08.2012 | 13:55
Das war eine einmalige Hommage aufgrund einer Bitte. Wird nicht wieder vorkommen.
Das glaubst du doch selbst nicht ;D
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Sphärenwanderer am 13.08.2012 | 13:55
Ich habe es versucht zu entziffern, aber leider war mein TaW Kryptographie zu niedrig ...
Die Tabelle beschreibt Luschen: Die Talentwerte drücken nicht ansatzweise die Kompetenzstufen aus, die sie darstellen sollen und wurden einfach von DSA 3 ohne zu überlegen, übernommen, obwohl die TaW dort deutlich niedriger waren.
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 13.08.2012 | 13:58
Taw 15 bei Nichtkampffertigkeiten/Zaubern sind gut, bei Kampffertigtkeiten = kann SFs anwenden - gerade so
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: ErikErikson am 13.08.2012 | 14:00
@McCoy:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Blutschrei am 13.08.2012 | 18:09
Was mein Problem mit Talentwerten von 18 ist:

Meiner Wahrnehmung nach, passt es rein spielmechanisch besser ins System, mit kleinen Zahlen zu hantieren. Außerdem ist ein Paradewert von 22 nicht spaßfördernd. Mehr später, grad etwas in Eile.
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Edvard Elch am 13.08.2012 | 18:49
Was mein Problem mit Talentwerten von 18 ist:

Meiner Wahrnehmung nach, passt es rein spielmechanisch besser ins System, mit kleinen Zahlen zu hantieren. Außerdem ist ein Paradewert von 22 nicht spaßfördernd. Mehr später, grad etwas in Eile.

Vielleicht, wenn ihr DSA 3 spielt.

Im Kampf braucht man recht hohe Werte auf AT und PA (>15), weil man sonst die Sonderfertigkeiten nicht sinnvoll einsetzen kann. Hat man die nicht, läuft der Kampf aufs runterkloppen von LeP raus.
Eine PA von 22 (die durch diverse Beschränkungen eher unwahrschienlich ist) lässt sich durch Finten und andere Sonderfertigkeiten auch definitiv knacken.
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Auribiel am 13.08.2012 | 19:53
Nein, das stimmt so nicht ganz.

a) Es reicht eine 17 zu würfeln, um von 17 auf 18 zu steigern. Die Chance bei einem Wurf ist also 1:108.
b) Dann durfte man die Talente je nach Kategorie bis zu 3x pro Stufe steigern, und hatte je möglicher Steigerung drei Würfe - also bis zu neun Versuche / Stufe ein Talent von 17 auf 18 zu bringen - imerhin ungefähr eine 8% Chance.

Deine Grundaussage bleibt aber natürlich richtig - TaW 18 bei DSA 3 ist viel seltener und wertvoller als bei DSA 4.

Berechnest du das jetzt mit 3w6 oder mit 1w20? o.O
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: LordBorsti am 14.08.2012 | 00:25
Ich hab früher mit folgenden Hausregeln gespielt:

1. Verzichten auf Spaltenverschiebungen für Lehrmeister, Selbststudium und co. Viel zu komliziert. Gesteigert wird nach der angegebenen Spalte.
2. Gesteigert werden darf immer zwischen zwei Spielabenden.
3. Maximal eine Eigenschaft (MU,KL, etc.) zwischen zwei Spielabenden steigern
4. LeP, AuP, MR, AsP beliebig zukaufen
5. Talente die für das Abenteuer relevant waren dürfen zweimal gesteigert werden
6. Talente die nix mit dem Abenteuer zu tun hatten nur einmal
7. Wenn zwischen zwei Abenteuern ein längerer ingame Zeitabschnitt liegt, darf auch mehrfach in Absprache mit dem SL gesteigert werden.
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Darius der Duellant am 14.08.2012 | 01:48
DSA 4.1 ist ein Kaufsystem.
Jeder AP den deine Spieler in ein Talent stecken, fehlt ihnen dementsprechend in einem anderen.

Es gibt also eigentlich (insbesondere bei profanen Talenten) absolut keinen Grund da künstliche schranken hochzuziehen.
Frag einfach ein breiteres spektrum an Talenten ab, dann regelt sich das schon von selbst.
Wenn der TaW 19 Krieger nicht klettern kann aber öfters in selbige Verlegenheit kommt, denken sich die Spieler entweder kreative Lösungen aus, oder steigern breiter gestreut.
Beides gute Lösungen.



Was mein Problem mit Talentwerten von 18 ist:

Meiner Wahrnehmung nach, passt es rein spielmechanisch besser ins System, mit kleinen Zahlen zu hantieren. Außerdem ist ein Paradewert von 22 nicht spaßfördernd. Mehr später, grad etwas in Eile.


Rein Spielmechanisch braucht es in einem nicht-Kampftalent einen TaW von 7-10 um eine UNMODIFIZIERTE Probe halbwegs sicher zu schaffen.
Sofern der SL also nicht bewusst mit den häufig übersehenen negativen Probenmodifikatoren spielen, funktioniert das System erst mit zweistelligen Talentwerten halbwegs vernünftig.
Kleine Zahlen produzieren allenfalls Slapstick, insbesondere wenn man bei einer Probe das Ergebnis von den erreichten TaP* abhängt.

Was den 22er Paradewert anbelangt:
Der gute kämpft wahrscheinlich mit Parierwaffen.
Sie dir die zu erwartende Erschwerniss für das Standardmanöver "gezielter Stich" bei einem normalen Gegner in deiner Runde an, wirf einen Blick auf den AT-Wert des von dir gemeinten Kämpfers an und dir dürfte wahrscheinlich (wenn das nicht ein sehr sehr merkwürdig aufgebauter Charakter ist) auffallen dass ein derartig hoher Paradwert eine Grundvoraussetzung ist, um vermittels der Meisterparade/Binden überhaupt an die entsprechenden Punkte zu kommen um die AT zu schaffen.

Was den Spielspaß angeht:
Verdirbt es dir als SL den Spaß, wenn spieler im Kampf auch mal was reissen?
Falls ja:
Ich glaube es wäre sinnvoll die Prioritäten anders zu setzen und die Spieler nicht als Gegner zu sehen die man wegmoschen soll.
Das kann man nämlich als SL in quasi jedem System ohne Probleme und ohne sich anzustrengen.
Falls nein: Wo ist das Problem?


Verdirbt es den anderen Spielern den Spaß, weil "der ja voll viel besser ist und alles pariert und so"?
a) erwachsen werden
b) Kampfregeln lernen
c) Verstehen was ein Kaufsystem bedeutet. Gesetzt den Fall alle Figuren haben ähnliche AP-Niveaus, dürften die anderen Spieler sich ja ebenfalls tollen kram gekauf haben.
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Gummibär am 14.08.2012 | 02:07
Nein, das stimmt so nicht ganz.

a) Es reicht eine 17 zu würfeln, um von 17 auf 18 zu steigern. Die Chance bei einem Wurf ist also 1:108.
b) Dann durfte man die Talente je nach Kategorie bis zu 3x pro Stufe steigern, und hatte je möglicher Steigerung drei Würfe - also bis zu neun Versuche / Stufe ein Talent von 17 auf 18 zu bringen - imerhin ungefähr eine 8% Chance.

Deine Grundaussage bleibt aber natürlich richtig - TaW 18 bei DSA 3 ist viel seltener und wertvoller als bei DSA 4.

a) Ne, man muss den TaW übertreffen.
b) Stimmt für bestimmte Talente. Habe ich oben editiert.
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Samael am 14.08.2012 | 06:50
a) Ne, man muss den TaW übertreffen.

Was soll ich sagen, ich habe eben in DSA 2 BS, DSA 3 BS und MMSUZ nachgesehen und du hast Recht. Wir haben das dann damals wohl jahrelang falsch gespielt - oder ich hatte es falsch in Erinnerung. Zu meiner Verteidigung: Ist mindestens 13 Jahre her....
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 14.08.2012 | 12:41

Meiner Wahrnehmung nach,
Deiner!

Auch die deiner Mitspieler, deren Chars künstlich klein Kofferträgern redigiert werden
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: RIOT64 am 14.08.2012 | 14:24
Tach Leute,

ich hab mir viel in dieser Diskussion durch gelesen aber auch nicht alles, also vergebt mir bitte, wenn ich etwas sage was schon gesagt wurde.

Ich kenne das Problem was hier angesprochen wird, also hohe Talentwerte, Lehrmeister etc, sehr gut und habe mir mit meinen Gruppen auch schon viele Gedanken zu diesem Thema gemacht.

Man kann, vor allem als Spieler, sehr viel Spaß an hohen Talentwerten haben, aber eben nicht am Anfang sondern am Ende des Heldenlebens. Wir haben ein paar Richtlinien gesetzt, die mittlerweile eigentlich auch alle (in meiner Gruppe) kennen und die auch im allgemeinen Kontext mit den Regeln stehen. Nicht das uns das interessieren würde aber es ist schön zu wissen.

Start Chars können nur mit Veteran oder BgB über einen Talentwert von 10 hinaus kommen, ich weiß das ist wenig aber auf Stufe 1 steht man ja auch nicht gleich Borbi gegenüber sondern eher dem Raubritter Ser xy von uvw.

Sagen wir mal ab 7000 AP ist dann die Grenze für TaW 14-15 erreicht und die Chars können immer noch besser werden sind aber auch schon gut.

Ab 12000 AP sind wir bei TaW 18-20 angekommen und die Chars sind weit gerühmte Helden und ANDERE kommen zu ihnen und betteln um Aufnahme zur Ausbildung, da wird auch langsam schwer nen Lehrmeister zu finden.

Alles über einem TaW von 20 ist legendär und extrem schwer zu erreichen, weil man ja schon so saugut ist und über einen AP-Vorrat von mehr als 16000 AP verfügt.

Die Sprünge die ich tätige sind wie euch vielleicht aufgefallen ist immer so zwischen 3000-4000 AP. Was macht man mit dem Rest? Denn die wenigen Talente die man auf einer entsprechenden Stufe hat, sind ja, hoffentlich, rar gesät.

Wir spielen mit Gummipunkten. Hört sich komisch an ist aber extrem hilfreich. Am Ende jedes abends verteile ich zwischen 2-10 Gummipunkten je nach dem was passiert ist und selten mehr als 2 auf ein und das selbe Talent. Hat man zwei GP angehäuft, so kann man ohne Zeiteinheiten zu normalen Kosten steigern. Bei 3 GP zählen diese als SE und es kostet eine Spalte weniger. Man kann natürlich auch ein Selbststudium machen (ohne Gummipunkte zu haben) aber dann zu erhöhten Kosten (eine Spalte teurer) und mit Zeiteinheiten.

Dieses System hat sich als sehr gut erwiesen, da der Meister steuern kann wann und wie viel ein Char steigert. Die Meisterwillkür, die ich sehr wichtig finde, ist hier natürlich etwas erhöht aber nicht so sehr wie es vielleicht anmuten mag. Dadurch dass man kontinuierlich GPs bekommt kann man auch immer etwas steigern und sich selber aussuchen, ob man noch auf den dritten Punkt wartet um die SE voll zumachen, oder ob man lieber eine höheren TaW hat aber dafür mehr zahlt.

So verhindert man, dass Spieler einfach drauflos steigern und Punkte in Talkente stopfen die sie im AB garnicht genutzt haben, sondern die Dinge steigern die sie durch letzte Abenteuer gebracht haben.

Wenn einmal eine Zeitspanne der Ruhe auf dem Plan steht kann man natürlich alles steigern was man will und was sich aus der Situation ergeben hat.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Zocken, egal mit was für Regeln,

Riot
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: LordBorsti am 14.08.2012 | 14:56
Hmm ich würde meinen Spielern nicht so stark reinreden wollen was sie zu steigern haben. Die Spieler haben ihre Charakter und sollten da ihre Freiheiten haben, ich als SL habe die Spielwelt und da habe ich meine Freiheiten. Ich finde das einen (fast  >;D) fairen Deal.

Wenn alle Spieler natürlich eine "realistische Steigerung" nach den im Abenteuer erlebten Ereignissen haben wollen, ist so ein System in Ordnung. Wenn aber mindestens einer dagegen ist, sollte mein so ein System eher nicht benutzen.
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 14.08.2012 | 15:25



Man kann, vor allem als Spieler, sehr viel Spaß an hohen Talentwerten haben, aber eben nicht am Anfang sondern am Ende des Heldenlebens.
Wirklich? Agone, GURPS Lensman,... erzählen mir was anderes.


Zitat
Start Chars können nur mit Veteran oder BgB über einen Talentwert von 10 hinaus kommen,
steht wo in welchen Regeln?
Ein Kämpfer mit Taw 10 ist gekniffen.

Zitat
ich weiß das ist wenig aber auf Stufe 1 steht man ja auch nicht gleich Borbi gegenüber sondern eher dem Raubritter Ser xy von uvw.
Ser XY von uvw verteilt Taw 10er in den 7 Kingdoms a dime a dozen

Zitat
Sagen wir mal ab 7000 AP ist dann die Grenze für TaW 14-15
ganz toll, sie erfüllen die Minimalanforderungen für Kompetente Kämpfer



Zitat
Alles über einem TaW von 20 ist legendär
20 ist nicht legendär das ist sehr sehr gut aber Lance, Musashi, Arjuna, Dietrich von Bern, Glorfindel, Galadriel... spielen in einer ganz anderen Liga.

Zitat
Wir spielen mit Gummipunkten.
Nein mit PPs

Zitat
Dieses System hat sich als sehr gut erwiesen, da der Meister steuern kann wann und wie viel ein Char steigert.
Regel 0 Ich spiel nicht mit Meistern!


Zitat
Ich wünsche euch viel Spaß beim Zocken, egal mit was für Regeln,
Danke!

Bestimmt nicht mit deinen.

Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Samael am 14.08.2012 | 16:20
Tja, der Gegenwind war vorprogrammiert... ;)
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Darius der Duellant am 14.08.2012 | 16:23

Man kann, vor allem als Spieler, sehr viel Spaß an hohen Talentwerten haben, aber eben nicht am Anfang sondern am Ende des Heldenlebens.

Schliess doch bitte nicht von dir oder deiner Gruppe auf die allgemeinheit.



Zitat
Dieses System hat sich als sehr gut erwiesen, da der Meister steuern kann wann und wie viel ein Char steigert.

Wäre ja auch eine Katastrophe wenn Spieler selbst entscheiden was sie mit ihren AP anfangen.

Ich kann immer nur verwundert den Kopf schütteln wenn dieses "aber dann kann man sich ja nicht mehr entwickeln" angeführt wird.
In DSA gibt es mehrere dutzend Talente, um sich weiterzuentwickeln ist also noch massig raum vorhanden.
Von den über 10.000 AP die man allein in profane SF stecken kann mal ganz abgesehen...

Mein aktuell gespielter Hauptcharakter hat den 18er TaW im Waffentalent auch mit ca 3000 AP geknackt. Seit damals ist einige Zeit (in wie outgame) und viele AP ins Land geflossen und trotzdem bin ich noch Welten davon entfernt, von einem Ende der Steigerungsmöglichkeiten sprechen zu können.

Zitat
Ich wünsche euch viel Spaß beim Zocken, egal mit was für Regeln,
Danke, ebenso.
Für mich wären eure Regeln nichts und auch wenn sie bei euch vielleicht funktionieren mögen:
Sind sie denn überhaupt notwendig?
Wo läge denn das Problem wenn die Spieler eigenverantwortlich darüber entscheiden, wie sich ihre Figur entwickeln soll?
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: LordBorsti am 14.08.2012 | 16:26
@Schwerttänzer: Warum so ausfällig?

RIOT64 hat seine Hausregeln vorgestellt und ist damit auf die Bitte des Threaderstellers eingegangen. Man kann natürlich Kritik üben oder andere Vorschläge machen, aber ein bisschen Freundlichkeit sollte doch dabei bleiben. (Ist ja nicht der Blubberlästerrunde   >;D)
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 14.08.2012 | 17:05
@Schwerttänzer: Warum so ausfällig?

Warum so  mono type festlegend was im Spiel Spass macht?

Zitat
RIOT64 hat seine Hausregeln vorgestellt
und uns suggeriert, das wären teilweise offizielle Regeln.

7000 AP entspricht IIRC den Norm Mitgliedern von Eliteinheiten wie der Rabengarde, Sonnenlegion u.ä., die besten davon wie die Leibkohorte des BdL, seiner Leiblanze u.ä. sind noch ein ganz anderes Kaliber
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: LordBorsti am 14.08.2012 | 17:53
Wenn man den Startwert von Talenten begrenzen will, würde ich einen maximalen TaW von 15 nehmen. Das ist der maximale TaW bis zu dem noch die Vorteile Akademische Ausbildung (Krieger, Magier usw) Steigerungserleichterungen bieten, wenn man diese Vorteile in Kombination mit Veteran und Breitgefächerter Bildung nimmt.
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Graf Hardimund am 14.08.2012 | 18:03
Zur Orientierung, wie toll man eigentlich mit welchen Talentwerten ist, empfehle ich das Studium dieses Beitrags im Vinsalt-Forum und der angehängten Grafik.
http://vinsalt.regioconnect.net/wbb2/thread.php?threadid=9371#post347042

Außerdem ist allhier ein Programm verlinkt, wo man sich die Wahrscheinlichkeit von Erfolgen für alle Attribut- und TaW-Kombos ausrechnen lassen kann.
http://vinsalt.regioconnect.net/wbb2/thread.php?threadid=9371
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Gummibär am 14.08.2012 | 19:15
Ja, was soviel heißt wie, wenn ich TaW unter 7 habe, dann vermeide ich alle Situationen, in denen das Talent vorkommen könnte.

Und als Spielleiter verlange ich standardmäßig Proben, die um 3 erleichtert sind.
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: McCoy am 15.08.2012 | 08:20
Die Talentwerte können gar nicht hoch genug sein. Bei meinem letzten SL kamen ständig Probenerschwernisse um 10 zustande, so das selbst jemand mit Taw 18 oft genug komplett versagt hat. Gut, das waren jetzt hausgemachte Probleme (und einer der Gründe warum ich gegangen bin)


Trotzdem würde ich pauschal sagen, das alles unter Taw 10 als Anfänger oder nicht sehr sicher im Beruf zählt, da die Chance auf Versagen doch stark gegeben ist.
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Terrorbeagle am 15.08.2012 | 08:37
Ab 15.000 bis 20.000 AP findet allerdings tatsächlich ein gewisser Sättigungseffekt statt, wenn die paar Kerntalente des Charaktes den Punkt erreicht haben, dass sie nur noch nach einhergehenden Eigenschaftssteigerungen weiter angehoben werden können und die wünschenswerten SFs erworben wurden. Von da ab gehen viele Charaktere Kompetenztechnisch deutlich in die Breite, was teilweise dazu führt, dass ursprünglich mal klar abgegrenzte Kompetenzbereiche an den Rändern etwas schwammig werden. irgendwann hat dann jeder Charakter einen recht hohen Wert in den Fertigkeiten, die üblicherweise mit SEs abgedeckelt werden, vor allem magiekunde ist da ein Talent, bei dem ich noch nie im späteren Spielverlauf gesehen hätte, dass nicht jeder in dem Bereich recht gut belesen war).

 
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Edvard Elch am 15.08.2012 | 11:14
Naja, zwischen 15.000 und 20.000 ist auch der AP-Bereich, in dem die Kampagne in etwa zu Ende sein dürfte und man eine neue anfängt...
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Auribiel am 15.08.2012 | 12:40
Oder man in ganz andere Bereiche (damals Tharun) vordringt und mit ganz neuen (noch schwereren) Problemen konfrontiert wird...
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 15.08.2012 | 17:24
Naja, zwischen 15.000 und 20.000 ist auch der AP-Bereich, in dem die Kampagne in etwa zu Ende sein dürfte und man eine neue anfängt...
maybe, maybe not.

Vielleicht mit denselben Chars.
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Bananendrache am 15.08.2012 | 18:53
Oder man in ganz andere Bereiche (damals Tharun) vordringt und mit ganz neuen (noch schwereren) Problemen konfrontiert wird...

Übergewichtige Schwertmeister?
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: RIOT64 am 17.08.2012 | 11:18
Hallo,

erst mal herzlichen Dank für die Kritik. Ohne gehts nicht. Das versteht man aber erst wenn man über 15 Jahre alt ist.

@Darius
Ich schreibe meinen Spieler nicht vor was sie zu steigern haben, sondern was sie im AB benutzt haben können sie steigern. Nach einem Wildnisabenteuer erst mal schön Gassenwissen steigern finde ich irgendwie unlogisch. Deswegen gebe ich "Richtlinien" vor an die man sich halten kann oder eben nicht.

Ich kann sehr gut nachvollziehen wenn man mit 3000 AP schon die 18 geknack hat das man sich da gut fühlt, aber was kannst du noch? Wie viel Zeit musste dein Char dafür aufwenden, lass mich raten ihr spielt ohne Zeiteinheiten, oder? Ist nicht schlimm, aber für mich wäre das nichts weil ich meinen Char nicht mehr weiter verbessern kann. Irgendwie langweilig.  :-\

@ Schwertänzer
Ich respektiere deine Meinung auch wenn ich sie nicht teile und ich deinen Spielstil für plump halte. Sorry, aber das was man zwischen den Zeilen liest ist doch sehr PG lastig und dröge 08/15 mäßig.

Bedenkt die Fallhöhe die eure Chars machen, je höher diese ist, desto mehr Spaß habt ihr am Spieltisch. Werte sind sch*** egal leider braucht man sie manchmal.

Nochmals allen viel Spaß mit EUREN Systemen, das ist das wichtigste, auch wenn man es nicht sagen darf ... jedem das seine

RIOT
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Darius der Duellant am 17.08.2012 | 11:51
Zitat von: RIOT64
aber für mich wäre das nichts weil ich meinen Char nicht mehr weiter verbessern kann. Irgendwie langweilig.  :-\

Habt ihr alle SF gestrichen und gesteht jedem Charakter noch genau 1 Talent auf dem Bogen zu?
Falls nein, wie kommst du dann auf die Idee, aus einem hohen Talentwert eine Unmöglichkeit zur weiteren Verbesserung herzuleiten?

Was die Zeiteinheiten angeht: Wir spielen zwar ohne dieses ?Dysfunktionale System, allerdings wäre die Steigerung auch mit ihm problemlos möglich gewesen, da zwischen den Abenteuern teilweise sehr lange off-Zeiten lagen. Da wäre sogar deutlich mehr drinnen gewesen.

Gut fühlen kommt eher von einem gewissen Verständniss dafür, nicht in einer Slapstick-Welt zu spielen in der ausgebildete Kampfprofis mit langjähriger Erfahrung immer noch nichts können.

Ich hatte dich oben mal gebeten, dir mal die Wahrscheinlichkeit des Gelingens eines gezielten Stichs (ein extrem verbreitetes Manöver) bei dem von dir beklagten Helden anzuschaun.
Was kam denn dabei raus?
Und, bist du mit dem Ergebnis zufrieden?
Klar kann jeder spielen wie er mag, man sollte aber auch einfach mal Slapstick (der neu generierte Elf der nichtmal sicher nen Baum hochkommt, der Soldat der an nem unbeweglichen Ziel vorbeihaut) ablehnen können ohne dass gleich die "hohe Werte klaun mir meine Schaffnermütze"-Fraktion hereinschneit.


Was die Fallhöhe und den Spielspaß angeht:
Spielspaß entsteht für mich durch halbwegs logische und spannende Plots in einer kohärenten Spielwelt, nicht durch anderreihungen von Würfelwürfen die einen deutlich negativen Erwartungswert bezüglich des Probenschaffens haben und am Ende eh unnötig sind, da der SL fleissig an ihnen drehen muss um die Bahnfahrer trotzdem zur nächsten Haltestelle zu bekommen.
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Mr. Ohnesorge am 17.08.2012 | 12:22
@Darius
Ich schreibe meinen Spieler nicht vor was sie zu steigern haben, sondern was sie im AB benutzt haben können sie steigern. Nach einem Wildnisabenteuer erst mal schön Gassenwissen steigern finde ich irgendwie unlogisch. Deswegen gebe ich "Richtlinien" vor an die man sich halten kann oder eben nicht.

Ich kann sehr gut nachvollziehen wenn man mit 3000 AP schon die 18 geknack hat das man sich da gut fühlt, aber was kannst du noch? Wie viel Zeit musste dein Char dafür aufwenden, lass mich raten ihr spielt ohne Zeiteinheiten, oder? Ist nicht schlimm, aber für mich wäre das nichts weil ich meinen Char nicht mehr weiter verbessern kann. Irgendwie langweilig.  :-\

@ Schwertänzer
Ich respektiere deine Meinung auch wenn ich sie nicht teile und ich deinen Spielstil für plump halte. Sorry, aber das was man zwischen den Zeilen liest ist doch sehr PG lastig und dröge 08/15 mäßig.

Bedenkt die Fallhöhe die eure Chars machen, je höher diese ist, desto mehr Spaß habt ihr am Spieltisch. Werte sind sch*** egal leider braucht man sie manchmal.

Nochmals allen viel Spaß mit EUREN Systemen, das ist das wichtigste, auch wenn man es nicht sagen darf ... jedem das seine

Das liest sich alles sehr nach "gutes" Rollenspiel vs. der böse Rest.  ::)
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Samael am 17.08.2012 | 12:33
Das liest sich alles sehr nach "gutes" Rollenspiel vs. der böse Rest.  ::)

Ja. Diese Einstellung ist - zumindest in der Forenlandschaft - zum Glück seit fast einem Jahrzehnt überwunden & geächtet.
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Mr. Ohnesorge am 17.08.2012 | 12:35
Nur manchmal trifft man noch auf Exemplare, die die letzten 10 Jahre unter ihrem Fels verbracht haben  >;D
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 17.08.2012 | 12:50


Ich respektiere deine Meinung auch wenn ich sie nicht teile und ich deinen Spielstil für plump halte.  
du bist der erste, der GURPS plump nennt, 08/15 und dröge(und das bei der inkompetenten Kopie für Klischeeklone).
BTW einer meiner  üblichen Kritikpunkten an DSA Romanen, wer ist denn so dumm und folgt einem so hirnrissigen Storyverlauf wie 7G, JdF, ....


btw was ist an fähigen, kompetenten, mächtigen Chars PG(und was ist daran in einem Munchkin Spiel falsch?)

 
Zitat
lass mich raten ihr spielt ohne Zeiteinheiten, oder?
tut das nicht jeder?
Ich wüsste nur einen, DSA Ex Autoren und Ex Redakteure eingeschlossen, der dafür ne Lanze gebrochen hätte btw keiner der Ex Autoren und Redakteure

Zitat
Bedenkt die Fallhöhe die eure Chars machen, je höher diese ist, desto mehr Spaß habt ihr am Spieltisch.
Fallhöhe?
Was meinst du damit? Nur inkompetente , schwache Wiener Schule Klischeeklone können Spass machen?

Nebenbei ich war weit über 15 so ca 10 Jahre als ich mit DSA anfing, 2 Jahre später mit RPG nämlich AD&D IInd
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Mr. Ohnesorge am 17.08.2012 | 13:01
Nebenbei ich war weit über 15 so ca 10 Jahre als ich mit DSA anfing, 2 Jahre später mit RPG nämlich AD&D IInd

Du bist doch nicht echt.  :gaga:
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: gunware am 17.08.2012 | 13:08
tut das nicht jeder?
Wir tun es. Und wenn wir es nicht getan hätten, dann hätte ich es (mindestens für mich, zu meinem Barbiespiel) getan. Ich mache mir sogar bei den RPG (wo es so etwas gar nicht gibt) Gedanken, wie man es "anpflanzen" könnte, damit es schön zu den Steigerungen passt, die ich an meinem Chara vornehme.
(OK, ich bin auch wahrscheinlich die Ausnahme, die die Regel bestätigt.)
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Samael am 17.08.2012 | 13:10
Ja, komm mal runter Schwerttänzer und lass die Kraftausdrücke. RIOT ist auch höflich geblieben.
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Mr. Qual am 17.08.2012 | 13:25
Hmm, Riot hat sich einfach das härteste Subforum ausgesucht zum Start...

Thema hohe Talentwerte: Ich verstehe die ganze aufregung nicht, wenn man als SL nicht dauern Erleichterungen gibt, welche vom System eig. vorgesehen sind, dann zwingt man seine Spieler ja quasi zu hohen TaWs, weil sie sonst besoffen die Treppe runterfallen und Tod sind. Das ist leider so im aktuellen DSA. Ich kenne es aber auch aus einigen online Runden das dort max. Taws wie von Riot beschrieben gesetzt werden, nur nicht so extrem (der SL hat schlicht die Lehrmeister-Regeln eingeführt, dass macht sowas AP intensiv, ohne Lehrmeister/Geld).
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 17.08.2012 | 13:31
Wir tun es.
Bei DSA4 , mit den von DSA4 vorgesehenen Zeiteinheiten, im JdF, 7G....

@Samael

es war weder meine Absicht, noch wüsste ich wo ich unhöflich gewesen wäre
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Praion am 17.08.2012 | 13:35
Ich persöhnlich finde ja das dauernde Suchen nach neuen Lehrmesitern für jede Steigerung recht unheldenhaft. Also geben klassische Heldengeschichten so nicht her meistens.

Randfrage: Kann eigentlich Held A Lehrmeister für Held B sein?
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Samael am 17.08.2012 | 13:36
Randfrage: Kann eigentlich Held A Lehrmeister für Held B sein?

Na klar, warum um alles in der Welt denn nicht?
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Praion am 17.08.2012 | 13:36
Na klar, warum um alles in der Welt denn nicht?

Gibt's da irgendwelche Regeln für? (Gibt's nen Lehren Skill in DSA?)
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: gunware am 17.08.2012 | 13:38
mit den von DSA4 vorgesehenen Zeiteinheiten, im JdF, 7G...
Nö, nur bei den Abenteuern, die wir spielen.
Ich schätze, wenn ich mein Charabogen rausgeholt hätte, würden viele schreiend weglaufen, weil sie sich gar nicht vorstellen könnten (oder überhaupt wollten), dass man auch so spielen kann.  >;D Tja, sogar in unserer Gruppe meinen viele, dass ich es übertreibe...
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Samael am 17.08.2012 | 13:39
Gibt's da irgendwelche Regeln für? (Gibt's nen Lehren Skill in DSA?)

Ja, m. W. ist das en detail geregelt. Und ja, es gibt "Lehren" als Talent.
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 17.08.2012 | 13:41
Gibt's da irgendwelche Regeln für? (Gibt's nen Lehren Skill in DSA?)
Ja und Ja.

 
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: Zwart am 17.08.2012 | 13:45
Zu finden WdS 167. :)
Titel: Re: Von Steigerung und zu hohen Talentwerten
Beitrag von: LordBorsti am 18.08.2012 | 13:16
Wenn ich mich richtig erinnere kann jeder Charakter mit einem Lehren TaW von mind. 7 als Lehrmeister Talente vermitteln. Ab einem Lehren TaW von 15 gibts glaub ich noch ne Spaltenverschiebung.

Naja letzteendlich hatten alle Charaktere in meiner Gruppe einen Lehren TaW von 7 und haben sich alles mögliche Gegenseitig beigebracht.  8]