"Was anderes ist der Ozean, als eine Ansammlung einzelner Tropfen?"
Gleich drei Regisseure ziehen alle Register und verwickeln diverse Plotlines zu einem karmischen Reinkarnationskino. Wenn so ein romantischer Idealist wie Tykwer mitmischt ist klar, dass die Protagonisten dabei auf die Liebe als Motivator zurückgreifen. So tragen letztlich - trotz Rückschlägen - auch die humanistischen Hauptfiguren wider die Sozialdarwinisten den Sieg davon.
Ein rührendes, schönes (und langes, aber nicht überlanges) Stück Film mit einer Prise Action und sehr wandlungsfähigen Darstellern. Ich war skeptisch beim Gang ins Kino, bin aber bereit Abbitte zu leisten...ein wirklich sehenswerter Film, bei dem es definitiv die Mischung macht.
Hugo Weaving entlockte mir ein Grinsen, da er in jeder Inkarnation den Fiesling geben durfte - und dabei wohl Spaß hatte als sei er Agent Smith... ;D
PS: Film lief bei mir (in Mannheim) ohne Pause.
PPS: Schön, endlich mal wieder einen Film zu sehen, der nicht auf eine Fortsetzung spekuliert... :)
Mochte ihn nach anfänglicher Skepsis noch im Film am Ende auch sehr :).
Dass die Wachowskis keine 1:1 Verfilmungen bringen und bestimmte Themen haben dürfte inzwischen ja bekannt sein; dennoch waren V und Cloud Atlas gute Filme; da bin ich ja froh die Vorlage nicht zu kennen und die Filme für sich selbst betrachten zu können ;).
Aber der Film ist was die tiefere Aussage dahinter betrifft doch sehr in your face und sehr Wachowskis:
- Wir gehören uns nicht alleine, wir sind alle von der Güte und der Hilfe anderer Menschen abhängig und müssen genauso Verantwortung für andere übernehmen.
- Wir dürfen uns nicht von aufoktruierten Glaubenssetzen leiten lassen sondern müssen uns von ihnen lösen um die Wahrheit zu sehen; oft sind die Dinge anders als sie scheinen und das was heute noch als wahr gilt, kann sich in späteren Zeiten als falsch herausstellen.
- Wir überleben in dem was wir anderen hinterlassen und prägen darüber die Zukunft selbst wenn wir es nicht mehr erleben.
- Davon abgesehen natürlich noch die ganze Karma und man begegnet sich immer zweimal Geschichte und dass man für das was man für richtig hält kämpfen muss selbst wenn es einem keinen Vorteil oder gar Nachteile bringt; egal ob gegen sich selbst oder gegen den Rest der Welt
Insofern kann ich nicht verstehen, wie man den Film nicht allerwengisten schön und gut finden kann, selbst wenn man ihn als überaufgeklärter Mensch als keine große Sache mehr wahrnimmt ;). Mit 16 wäre er auf jeden Fall spontan einer meine Lieblingsfilme gewesen, da bin ich sicher :).