Tanelorn.net
Medien & Phantastik => Sehen, Lesen, Hören => Lesen => Thema gestartet von: bibabutzelmann am 17.12.2012 | 17:54
-
DSA-Romane stinken!
-
DSA-Romane stinken!
Einige, vielleicht sogar die Mehrzahl. Es gibt aber ein paar ganz gute, wenn man die Maßstäbe von Fantasy-Belletristik anlegt.
-
Da musst du aber hart relativieren, merkste, wa? ~;D
-
Nö, eigentlich nicht. Es sei denn du findest Fantasy-Literatur als Ganzes minderwertig, was ich ja nicht weiß.
-
90% crap, kein pulp, einfach crap...
-
Einige, vielleicht sogar die Mehrzahl. Es gibt aber ein paar ganz gute, wenn man die Maßstäbe von Fantasy-Belletristik anlegt.
Naja in der Fantasy-Belletristik ist schon eine ganze Menge Bullshit drin. Das zieht den Durchschnitt schon gewaltig nach unten. Vor allem nach der letzten Vampirschwemme.
Und den "Namen von Fantasykreatur einfüg" Büchern.
-
90% crap, kein pulp, einfach crap...
Also 10% gutes Zeug - ja, die Quote schafft DSA auch locker.
-
90% von allem, was es gibt, ist crap! (Sturgeons Offenbarung!)
-
90% von allem, was es gibt, ist crap! (Sturgeons Offenbarung!)
Wie Lemmy sagte: 9 von 10 Typen sind Arschlöcher. An miesen Tagen 10 von 10. ;)
-
Naja, der Umkehrschluss hinkt. Dass 10% kein crap sind heißt ja nicht, dass die shcon gut sind. Da ist dann noch ein Haufen Mittelmaß und vielleicht 2-3% lesenswertes. Und wenn man da Pratchett und Tolkien rausstreicht läufts doch fast nur noch hinter dem Komma.
-
Tolkien wird überschätzt... ;)
Und Pratchett ist Genre-Parodie, so richtig zählt das wohl nicht.
Aber das führt jetzt wohl weg von DSA.
-
Tolkien wird überschätzt... ;)
Na, pauschalisieren würde ich aber nicht. Tolkien wird nicht überschätzt, man legt nur falsche Maßstäbe an ihn an. :)
Und in der Tat bin ich auch der Ansicht, dass Fantasyliteratur zum großen Teil Crap ist... da ist DSA nicht ausgeschlossen. Und nach Sturgeon ist die Frage ja nicht, wieviel Prozent Crap sind, sondern was für wen in diesen 90% enthalten ist und was nicht.
-
Naja in der Fantasy-Belletristik ist schon eine ganze Menge Bullshit drin. Das zieht den Durchschnitt schon gewaltig nach unten. Vor allem nach der letzten Vampirschwemme.
Und den "Namen von Fantasykreatur einfüg" Büchern.
Es gibt auch verdammt gute Fantasy-Literatur.
Nur leider findet man die verdammt schwierig, weil immer weniger Verlage es kaum wagen irgend etwas jenseits ausgelutschter Pfade zu machen.
(More same, more same!!!!)
Ansonsten empfehle ich mal ganz uneigennützig den Link in meinem Account... :)
-
Naja, der Umkehrschluss hinkt. Dass 10% kein crap sind heißt ja nicht, dass die shcon gut sind. Da ist dann noch ein Haufen Mittelmaß und vielleicht 2-3% lesenswertes. Und wenn man da Pratchett und Tolkien rausstreicht läufts doch fast nur noch hinter dem Komma.
Blödsinn, es gibt sicher genug gute Autoren. Martin, Sanderson, Jordan bevor er starb,
-
Blödsinn, es gibt sicher genug gute Autoren. Martin, Sanderson, Jordan bevor er starb,
Oh wow...
Könnten wir das Thema auslagern?
Martin ("Schorschi-ich-ess-mal-noch-ne-Pizza-und-schreib-dann-vielleicht-in-einem-Monat-weiter-oder-nächstes-Jahr") und Robert ("Ich beschreibe mal jede Falte jedes Kleides über Seiten hinweg") Jordan sind nun wirklich keine Autoren die ich sonderlich innovativ nennen würde.
Sanderson schreibt zumindest interessant - auch wenn der sich ebenso oftmals viel zu lange in Details aufhält.
Aber das gehört wirklich in ein anderes Thema.
-
Es gibt auch verdammt gute Fantasy-Literatur.
Nur leider findet man die verdammt schwierig, weil immer weniger Verlage es kaum wagen irgend etwas jenseits ausgelutschter Pfade zu machen.
(More same, more same!!!!)
Da muss ich heftig widersprechen. "Früher war alles besser" ist im Bereich der Fantasy-Lit sicher Augenwischerei. Die Bücher, die mich im Fantasybereich zuletzt richtig umgehauen haben, kamen alle aus den 90ern und 00ern:
GRR Martin
Steven Erikson
Joe Abercrombie
Neil Gaiman
etc.
-
Martin ("Schorschi-ich-ess-mal-noch-ne-Pizza-und-schreib-dann-vielleicht-in-einem-Monat-weiter-oder-nächstes-Jahr") und Robert ("Ich beschreibe mal jede Falte jedes Kleides über Seiten hinweg") Jordan sind nun wirklich keine Autoren die ich sonderlich innovativ nennen würde.
In deiner Verachtung von Mr. Jordans Werk bin ich ganz bei dir.
Aber Martin? Wo hast du denn vorher Vergleichbares im Fantasysektor gelesen?
-
Jordans Werke gewinnen ja auch erst durch Sanderson >;D
Martin ist ein Spinner. Der schafft den gleichen Clou, wie Jordan seinerzeit und macht rechtzeitig die Biege. Selbst die Verfilmung wird ihn nicht genügend unter Druck setzen, seinen feisten Arsch zu bewegen und seinen Job zu machen. Ich hasse soetwas. Würde ich so arbeiten, könnte ich meine Firma an den Nagel hängen...
-
Wow, das sind ja harte Worte. Was angetan hat er dir aber persönlich nicht, oder?
Außerdem ändert die Veröffentlichungsfrequenz nichts an der Qualität der Bücher.
-
Ja, ich weiß. Das ist nur die pure Enttäuschung. Frust sozusagen. Sicherlich unangemessen, aber es entspricht meiner Gefühlslage.
Ich projiziere das mal auf nen Normalsterblichen. Wenn jemand in seiner Firma ein Projekt anfängt, das richtig gut ins Laufen kommt und ohne Ende Erfolge verbuchen kann, dann muss man das doch fortsetzen. Die erste Pause von Martin waren (meine ich) 8 Jahre. Warum zur Hölle? Und was geleistet (in Form von Veröffentlichungen oder geschweige denn überhaupt mal etwas für seine Fans) hat er in dieser Zeit eher nicht. Sogar ein anderes Projekt angefangen...
In der freien Wirtschaft ist man mit diesem Verhalten normalerweise weg vom Fenster. Niemand verzeiht einem diese Bewegungslosigkeit.
Nur wir treuen Fantasyfans, treue Seelen und Gutmenschen, die wir sind... wir warten fleißig ab und hoffen auf Neues.
Das ist für mich wirklich frustrierend. Für Dich nicht?
-
Natürlich hätte ich es lieber, wenn die Bücher schneller erschienen. Aber das ist eben keine Fließbandarbeit, und wenn er die kreative Pause braucht, dann soll er sie haben. Die längste Pause waren übrigens 6 Jahre (2005 - 2011).
Und in der Zeit ist durchaus einiges von ihm erschienen. Er hat nämlich an die 10 Anthologien herausgegeben (als Editor), einige davon mit eigenen Beiträgen (z. T. sogar mit Ice & Fire Bezug!). Mehrere Ice & Fire Comics sind glaube ich auch veröffentlich worden.
-
In der freien Wirtschaft ist man mit diesem Verhalten normalerweise weg vom Fenster. Niemand verzeiht einem diese Bewegungslosigkeit.
Sein Projekt ist doch selbst dann zufriedenstellend gelaufen, als er nichts gemacht hat?
Und rein wirtschaftlich dürfte für ihn der Deal mit HBO deutlich mehr gebracht haben, als alle Bücher, die er in der Zeit hätte schreiben können.
Nur wir treuen Fantasyfans, treue Seelen und Gutmenschen, die wir sind... wir warten fleißig ab und hoffen auf Neues.
Angeblich hat er ja schon ein paar Kapitelchen vom nächsten Buch ...
-
Wenn die Wartezeiten so bleiben, dann kommt der vorletzte Band 2017 und der Letzte dann 2025 >;D
-
Mal sehen: 3 - 1 - 5 - 6 - ? -?
Wie kommst du auf 6 - 8 ?
-
Und wer sagt, dass es bei sieben Büchern bleibt?
-
ich meinte 7 und 8... sorry....
3 , 1 , 5 , 6 , 7 , 8 ;)
-
Turgon,
Martin. Und diesbezüglich glaube ich ihm auch.
-
3 , 1, 5 , 6 , 7 , 8 ;)
Wollen wirs nicht hoffen. Martin hat ja selbst die starke Hoffnung ausgedrückt, dass er nicht mehr so lange braucht. Ich persönlich setze auf 2014-2015 für WoW (Winds of Winter ;) ).
-
Ich finde ja eher den Trend zum Geblubber und der der Schwafelei der Autoren zum Kotzen. Warum muss es immer gleich eine 10-bändige Reihe mit 1000 Seiten pro Band sein? Warum werden Nachfolgeromane meist länger? Ich gebe ja den Textverarbeitungsprogrammen daran die Schuld.
-
Ich finde ja eher den Trend zum Geblubber und der der Schwafelei der Autoren zum Kotzen. Warum muss es immer gleich eine 10-bändige Reihe mit 1000 Seiten pro Band sein? Warum werden Nachfolgeromane meist länger? Ich gebe ja den Textverarbeitungsprogrammen daran die Schuld.
Es gibt aber weiterhin aber sehr fokussierte & flotte Fantasy (Abercrombie etwa!).
-
Und wer sagt, dass es bei sieben Büchern bleibt?
Martin. Und diesbezüglich glaube ich ihm auch.
Ich befürchte, er wird sich da revidieren müssen, wie zuvor schon bei vielen anderen Dingen.
Und ehrlich gesagt ist mir das auch lieber, bevor es zu einem hingeschluderten Ende kommt. Bei den vielen offenen Handlungssträngen und der Tatsache, dass eine wichtige Storyline noch gar nicht richtig angefangen hat, sehe ich nicht, wie GRRM in zwei Büchern fertig werden soll.
Es gibt aber weiterhin aber sehr fokussierte & flotte Fantasy (Abercrombie etwa!).
Jaaa!
Auch wenn mich "Red Country" ein wenig enttäuscht hat.
"The Heroes" war für mich der beste Fantasy-Roman 2011.
-
Warum muss es immer gleich eine 10-bändige Reihe mit 1000 Seiten pro Band sein? Warum werden Nachfolgeromane meist länger?
Oh ja, das sind Sachen, die ich auch hasse.
Früher, zu Moorcocks Zeiten war nach 1000 Seiten Schluss mit der gesamten Reihe :korvin:
Und heute fängt nach 1000 Seiten erst die Serie an, deren Ende oft nicht absehbar ist. Viele Fantasybücher will ich einfach nicht mehr anfangen, wenn auf so einer dicken Schwarte steht Teil 1 der Saga von Blablub...
-
Bei den vielen offenen Handlungssträngen und der Tatsache, dass eine wichtige Storyline noch gar nicht richtig angefangen hat, sehe ich nicht, wie GRRM in zwei Büchern fertig werden soll.
Möglich wäre das schon. Es muss dann halt in jedem Kapitel was passieren (A Dance with Dragons, I am looking at you!!!!).
-
Ein grundlegendes Problem der Fantasy ist, dass gute und unkonventionelle Fantasy-Literatur des Öfteren anderen Stilen zugeordnet wird. Von Moorcock z.B. findet man einiges unter Science Fiction. Genauso sieht es bei der Bas-Lag-Trilogie von Miéville aus. Pratchett ist Humorist, Moers, Krappweis und Pullman schreiben Jugendbücher, bei MoYan nennt man das Ganze "Phantastischer Realismus". Unter den Übriggebliebenen befinden sich fast ausschließlich stereotype Sword&Sorcery- und Epic Fantasy-Romane. Autoren wie Martin, Zelazny
Auf der anderen Seite wird diverser Schund, inbesondere Vampire Romance, in ein eigenes (Sub)Genre ausgelagert. Zwischen Fantasy, Gothic Novel und Horror sind die Grenzen allerdings fließend, wie auch zwischen Fantasy und SciFi, siehe Star Wars.
-
Bei den vielen offenen Handlungssträngen und der Tatsache, dass eine wichtige Storyline noch gar nicht richtig angefangen hat, sehe ich nicht, wie GRRM in zwei Büchern fertig werden soll.
Möglich wäre das schon. Es muss dann halt in jedem Kapitel was passieren (A Dance with Dragons, I am looking at you!!!!).
Dann muss sich Martin aber arg ranhalten und selbst beschränken. Den Willen dazu sehe ich aber im Augenblick nicht bei ihm. Wäre schön, wenn er's schaffen würde.
Ein grundlegendes Problem der Fantasy ist, dass gute und unkonventionelle Fantasy-Literatur des Öfteren anderen Stilen zugeordnet wird.
Das ist eine Auswirkung des Problems in Deutschland, dass Fantasy als ein minderwertiges Genre gesehen wird. Deswegen versuchen die Verlage, ihre Bücher aus der "Schmuddelecke" zu holen und ordnen es in ein anderes, weniger belastetes Genre ein.
Unter den Übriggebliebenen befinden sich fast ausschließlich stereotype Sword&Sorcery- und Epic Fantasy-Romane. Autoren wie Martin, Zelazny
Aber auch da bastelt man sich eigen Genres. Martin läuft zB unter der Kategorie "All Age", weil ja Fantasy ein Jugenbuchgenre ist ...