Danke für die rasche Antwort. Leider habe ich mich wohl unklar ausgedrückt. Ich versuche es nochmal, ehe sich noch jemand die Mühe macht.
Die Steigerung (inkl. Kostenregelung) habe ich auch so verstanden: Machbar ist, was in den Listen erscheint, für alles andere braucht es das Okay - leider in diesem Fall von mir :( Sozusagen ist mir die mechanische Seite klar.
Sobald alles beisammen ist, was die Listen hergeben, kann man den nächsten Rang auf der "Karriereleiter" abhaken.
Jetzt das Aber. Mir ist völlig unklar, wie sich das innerhalb dieser Welt begründen lässt, also mehr die Frage: Wie erklärt man das Spielern, ohne es bei der mechanischen Seite zu belassen?
Beispiel aus dem wahren Leben:
Als Gehilfe in einer Bäckerei kann man dort vllt irgendwann eine Ausbildung anfangen. Vorausgesetzt man ist regelmäßig da, macht seinen Job u.s.w. Später ist dann vllt auch ein Meister im Fach möglich. Aber man muss am Ball bleiben.
Der Bäckergehilfe wird nicht deshalb zum Meister des Backens, weil er ein paar Jahre lang all seine Zeit mit Taekwondo verbrachte und dort auch einige Pokale sammelte. Damit wird er höchsten Taekwondo-Trainer.
In DH läuft es dann so: Man fängt beispielsweise als Dreg (Scum) an, dann tritt die Inquisition ins Leben eines SC, was bedeutet, er wird aus seinen Zusammenhängen gerissen, sieht einige Leute lange nicht, kann seine Verbindungen nicht pflegen und auch nicht von "seinesgleichen" lernen. Stattdessen zieht er für irgendwelche Aufträge umher, trainiert auch das eine oder andere... Und nach dieser Erfahrung und einiger Zeit (erste Kampagne o.ä.) kehrt er - nun im Status eines Betrügers o.ä. - zurück? Wo es so viel einfacher gewesen wäre, statt das Fälschen (von wem?) etwas über Technik zu lernen, weil das etwas ist, was die Leute können, mit denen der SC herumzieht? Wer sollte den Rang eines Gang Lords bei einem SC akzeptieren, der die Hälfte der Zeit nicht anwesend ist? u.s.w.
Nochmal allgemeiner: Nehmen nicht die Möglichkeiten ab, sich innerhalb des "eigenen" Pfades weiterzubilden, wenn man für die Inquisition tätig ist?
Edit: Würde ein eigener Acoluten-Pfad das Spielgeschehen nicht am ehesten widerspiegeln?
Mir ist klar, dass man das alles anpassen kann. Mir geht es aber erst einmal darum, den Grundgedanken des Spielsystems zu verstehen, ehe ich dran herumpfusche ;)
Wir haben bei uns die Pfade gestrichen und verwenden das hier:
• Characteristics:
Dark Heresy 100, 250, 500, 750
Ascension 1000, 2000
Rogue Trader 250, 500, 750, 1000
Deathwatch 500, 750, 1000, 2000
• Skills:
Trained 100
+10 200
+20 300
• Talents:
All 300
Bisher gab es von Seiten der Spieler keine Probleme, im Gegenteil das Ganze kam gut an.
Danke für die Antworten, das hilft meinem Verständnis für das System weiter (und beruhigt so ganz nebenbei meine Meinung über meine Lesefähigkeit :)).
Klar kann er dann auch während seiner Arbeit in der Ganghirarchie aufsteigen.
Meiner Vorstellung nach nur, wenn er immer *vor Ort* ist.Wie in einem feudalen System (dem, wie ich es mir vorstelle): Man hat zwar ein paar "Punkte" gut, wenn man als Angehöriger der eigenen Schicht irgendwo austaucht, ist andererseits aber erst mal ein Niemand, dem man nicht alles glauben muss.
Aber ich lese mich ja noch ins System ein und das kann man durchaus verschieden betrachten.
In meinem Verständis der Warhammer Welt, ist es auch eher unüblich, dass die Akoluthen (selbst hochstufige) ihren Heimatplaneten oft und/oder lange verlassen.
So ergibt das Ganze auch am Ehesten Sinn.
Beißt sich aber etwas mit der offiziellen Linie, wenn man sich die Abenteuer usw. anschaut.
Für die eigene Gruppe muss man sich da mMn schon gezielt auf eine Variante festlegen.
Ansonsten muss ich in Sachen lokale Bekanntheit gerade an eine Szene aus einem der alten Watson-Bücher denken:
Da erzählt einer aus der Gruppe den anderen, er wäre zuhause vor zig Jahren mit einer Dichterin verheiratet gewesen und verneint die Frage, ob sie denn berühmt und erfolgreich gewesen wäre.
Das fällt dem Inquisitor deswegen auf, weil er denen auch die Geschichte vom Pferd hätte erzählen können, wie toll die gewesen sei.
Schließlich gibt es Hunderttausende von Welten, und auf einer einzigen dicht bevölkerten gibt es Millionen von Dichtern - wer sollte da auch nur ansatzweise die erfolgreicheren kennen?
Wenn man in 40K einmal am Reisen ist, ist man nach wenigen Jahren jeder Planetenbevölkerung völlig entfremdet, weil es so unüberschaubar viele gibt. Und durch die Warpverwerfungen kann man mit ein bisschen Pech schon nach wenigen Reisen auch nicht mehr wirklich heim - genau wie in der Hard SF sind bis zur Rückkehr alle, die man kannte, längst tot.
Man verliert sich im Welten- und Menschenmeer - da kann nur noch eine echte Legende über Jahre hinweg bekannt bleiben. Im Zweifelsfall also der Inquisitor selbst, und auch das wohl nur in verzerrten Geschichten und fragmentarischen Erzählungen.