Ich erinnere mich nicht mehr so gut an das Buch, aber ich weiss noch, dass der Hammer am Ende war, dass
die ganzen Gefechte, von denen die Schüler dachte, sie wären simuliert, in Wahrheit irgendwe per Drohnen real ausgefochten wurden und damit die Aliens komplett vernichtet wurden. Das gab dem Ganze einen tollen bitteren Beigeschmack.
Kam das im Film ähnlich rüber? Und auch erst ganz zum Schluss? Hab mich schon beim Trailer ordentlich aufgeregt, dass einer der ersten Sätze, die da eingeblendet wurden war
Mehr Spoiler geht doch irgendwie nicht, oder?
Sooo... jetzt hab ich den Film auch endlich gesehen und fand den richtig ordentlich. Es wäre ziemlich einfach gewesen, das Ding komplett zu versemmeln, aber was dabei herumgekommen ist, ist ein unterhaltsamer Film, dessen Fokus angenehmerweise nicht auf der Action liegt, sondern auf den Momenten dazwischen.
Hat mir gut gefallen.
Das einzige, was ich nicht ganz verstanden habe ist folgendes:
Die Regierung stellt ja diesen Mazer Rackham als das Super-Militärgenie dar, nach dessen Beispiel die Kinder ausgebildet werden sollen und nach dessen Ideal sich alles ausrichtet. Der Öffentlichkeit wird also dieses tolle Independence-Day-Promo-Video präsentiert, damit alle denken "Boah, was für ene Held, der Rackham." Ein Flugzeug in das Mutterschiff der Aliens zu fliegen, zufällig irgendwas wichtiges zu treffen, so dass alles explodiert und all die schönen Jäger vom Himmel fallen ist zwar heldenhaft, aber so Super-Genie-genial fand ich das jetzt irgendwie nicht. Das konnte sogar der abgehalfterte Trinker mit der Propellermaschine aus Independence Day.
Ja klar, später im Film erklären sie einem, was sich der Rackham dabei gedacht hat und das war dann ja wirklich ganz clever, aber die Öffentlichkeit weiss davon ja nix. Für den normalen Durchschnittsbürger ist Rackham doch im Grunde nur ein Kamikazepilot mit viel Glück. Und zu einer Schule, die nach dessen Beispiel Kinder ausbildet, würde ich meinen Nachwuchs nicht schicken. ;)
Ich verpacke die Antwort sicherheitshalber auch in spoiler.
Das geniale war mWn nicht der Kamikaze-Flug von Rackham, sondern, dass er bei dem ganzen ihn umgebenden Chaos ein Muster erkannt hat und schnell/entschlossen handelte und so eine drohende Niederlage in eines Sieg verwandeln konnte. Es geht ja im film (wie im Buch) doch auch um die kognitiven Fähigkeiten und das hervorragende Urteilsvermögen der Kommandanten.
Ich freue mich schon wie doof, denFilm demnächst nochmal auf DVD zu schauen. Der Film ist bislang für mich der einzige, der mit einer guten Buchvorlage auf Augenhöhe mithalten kann.
p^^
Das geniale war mWn nicht der Kamikaze-Flug von Rackham, sondern, dass er bei dem ganzen ihn umgebenden Chaos ein Muster erkannt hat und schnell/entschlossen handelte und so eine drohende Niederlage in eines Sieg verwandeln konnte. Es geht ja im film (wie im Buch) doch auch um die kognitiven Fähigkeiten und das hervorragende Urteilsvermögen der Kommandanten.
Und nochmal Spoiler
Ja, aber die ganze Sache mit dem Muster erklärt Rackham selbst Ender ja erst, als dieser ihm Auge in Auge gegenüber steht. Hab das so verstanden, als wäre das der Öffentlichkeit vollkommen unbekannt.
Aber seis drum... Werd mir den Film auch auf BluRay besorgen (war der eigentlich 3D?) und hoffe dezent drauf, dass sie vielleicht eine Fortsetzung drehen. Das Enderverse gibt ja genug Material her...
Ich hab den Film jetzt auch gesehen und fand ihn ordentlich. Jedenfalls keine vertane Zeit. :) Allerdings hab ich eine Sache nicht so ganz gerafft:
Beim Null-G-Training hat Ender mit seinem Team gegen 2 Teams gewonnen, weil sie sich um einen Mitspieler wie eine Kugel gelegt haben und diesen so "unverletzt" durch das gegnerische Tor bringen konnten. Was ich mich frage: Warum sind nicht die gegnerischen Teams diese Kugel einfach angesprungen und haben sie so aus der Bahn gebracht? Die "Schild"-Leute von Enders Team hätten sich nicht dagegen wehren können, da sie Aufgrund des Beschusses alle schon immobilisiert waren. Gibt es dazu im Buch vielleicht eine Erklärung?
Beim Null-G-Training hat Ender mit seinem Team gegen 2 Teams gewonnen, weil sie sich um einen Mitspieler wie eine Kugel gelegt haben und diesen so "unverletzt" durch das gegnerische Tor bringen konnten. Was ich mich frage: Warum sind nicht die gegnerischen Teams diese Kugel einfach angesprungen und haben sie so aus der Bahn gebracht? Die "Schild"-Leute von Enders Team hätten sich nicht dagegen wehren können, da sie Aufgrund des Beschusses alle schon immobilisiert waren. Gibt es dazu im Buch vielleicht eine Erklärung?
ich glaube, dabei gings nur darum, zu zeigen, dass Ender eben relativ schnell spezielle Strategien für jede Situation improvisieren kann. Die gegnerischen Teams waren einfach zu überrascht über diese unkonventionelle Taktik, als dass sie hätten handeln können.
Aber klar... Viel hätte es da theoretisch nicht gebraucht, um den Sieg zu verhindern. Aber so ist das eben manchmal in Filmen. Das Imperium hat ja auch kein Gitter über den Lüftungsschacht des Todessterns gebaut. ;)
Beim Null-G-Training hat Ender mit seinem Team gegen 2 Teams gewonnen, weil sie sich um einen Mitspieler wie eine Kugel gelegt haben und diesen so "unverletzt" durch das gegnerische Tor bringen konnten. Was ich mich frage: Warum sind nicht die gegnerischen Teams diese Kugel einfach angesprungen und haben sie so aus der Bahn gebracht? Die "Schild"-Leute von Enders Team hätten sich nicht dagegen wehren können, da sie Aufgrund des Beschusses alle schon immobilisiert waren. Gibt es dazu im Buch vielleicht eine Erklärung?
Im Buch sind die Kämpfe meines Empfindens wesentlich schneller und komplexer. Soweit ich mich erinnere gibt es da auch ein zusätzliches Ablenkungs-Gefecht, so dass das Treffen des Ziels komplett verschleiert wurde. Im Film hatte das ja die Funktion die Taktik des Endkampfes visuell vorzubereiten. Die Kleiner Doktor-Kanone existiert im Buch ja so nicht. Stattdessen haben alle kleinen Schiffe diese Kanone an Bord. Da aber diese Schiffe die ältesten der gesamten Flotte sind, weil Sie ja am weitesten reisen mussten hatte die Dr-Kanone eine sehr kleine Reichweite und sie mussten sehr nah an den Planeten heranfliegen um die Waffe gegen den Planeten anwenden zu können. Dadurch ergibt sich für den Endkampf eine andere Strategie als im Film: Die Schiffe bilden dort zwar auch Schilde um gewisse Schiffe weiterzubringen. Statt dies aber um eine Hauptkanone zu bilden werden die Schiffe im Buch jedoch immer weiter ausgedünnt und bilden letztendlich ein Schild um einen einzigen Jäger, der dann den kleinen Doktor aktiviert. Außerdem gab es meines Wissens auch keine Drohnen im Endkampf. Das waren alles bemannte Schiffe, was die massive Aufregung Enders, weil er so viele Leute auf dem Gewissen hat, noch größer werden lässt.
Das Buch hatte sowieso eine ganz andere Dynamik. Da im Buch nicht klar ist, dass der Kampf ein Angriffskrieg gegen die Aliens ist, ist die Überraschung am Ende um so grösser. Außerdem wurde im Buch die Darstellung des Alien-Angriffs als Propaganda dargestellt und man wusste so lange Zeit nicht, ob diese Bedrohung in dieser Form überhaupt real ist, oder ob das Militär der eigentliche Feind ist.
Ich fand des Film trotzdem klasse, auch wenn das Buch um einiges besser ist. Interessanterweise habe ich das Buch mit Harrison Fords Stimme im Kopf gelesen und war nachher von seiner Figur enttäuscht als ich den Film geschaut habe. Aber seine Rolle im Buch ist ja auch größer.
Für den normalen Durchschnittsbürger ist Rackham doch im Grunde nur ein Kamikazepilot mit viel Glück. Und zu einer Schule, die nach dessen Beispiel Kinder ausbildet, würde ich meinen Nachwuchs nicht schicken. ;)
Die Kinder werden ja nur dahingeschickt, weil es drittgeborene sind, die mit erhöhten Steuern und anderen Staatlichen Schikanen belastet werden und so den Eltern das leben schwer machen. Ender ist ja auch ein "Third". Wenn man einen Drittgeborenen quasi dem Staat schenkt, dann entfallen diese Belastungen. Deswegen sagt Ender ja auch, dass er dafür geboren wurde.