Eventuell das bei Rollenspiele solche bevorzugt werden wo die Charaktere in einer hirachischen Struktur eingebunden sind und innerhalb des Settings eher unten als oben stehen. Gerne auch scheiternd.
Das heißt Rollenspiele wie SCION kommen mitunter schlecht an weil die Charaktere zu kompetent wirken.
Bei V:tM wird schonmal negativ angemerkt wenn man in den Verdacht gerät "Superheroes with Fangs" zu spielen.
Bei Cthulhu wird schonmal sorgsam betrachtet das die Charaktere auf einmal erfolgreich(er) sein könnten.
Nun und DSA hat wohl so etwas wie Zuckerbäcker als Profession.
So etwas wie OSR geht wohl ohne Super-Phobie, allerdings wird dann natürlich betont wie dreckig und wie tödlich das Setting ist.
Bei SR wird gemeckert wenn die SCs nicht aus der Gosse heraus agieren.
mein tüppisch doitsch:Ich ergänze mal um
- Skeptik
- Pessimismus
- schlecht reden
- Intoleranz gegenüber anders denkende/spielende
Ich denke ein typisch Deutsch gibt es im Rollenspiel nicht. Es gibt lediglich eine durch die starke DSA übermacht, langezeit geprägte Selbst- und Fremndbild.
Genauso wie es natürlich quatsch ist, das die auf der anderen Seite des Teichs alle nur so D&D Hack&Slay spielen.
Die Unterschiede die behauptet werden, hängen glaube ich stark damit zusammen, das bei Rollenspiel etwas ist, was hauptsächlich Akademiker (und solche die es mal werden) betreiben, und die deutsche gebildeten Schicht trennt sich gerne von "den Amerikanern" ab.
D&D ist bis zur vierten Edition immer vergleichsweise ähnlich "wargamig" gewesen wie DSA, wenn man nur die Regeln betrachtet, und in Deutschland wurde es meines Wissens auch nie groß mit Miniaturen vermarktet. Ich schiebe das Naserümpfen weiterhin auf das Großer-Bruder-Dasein und die Unterschiede zum Platzhirsch, was die Fantasy-Herangehensweise angeht.
Typisch deutsch finde ich den Bezug zu derjenigen "Hotzenplotzigkeit", welche gerade DSA und die großartigen, deutschen Cthulhu-Publikationen auszeichnet.von der Grossartigkeit mal abgesehen(aus Kleine Völker tropfte geradezu Oberlehrerhaftes Besserspielen und SC sind zu dumm zum Leben Statisten heraus) dürftest du teilweise recht haben.
von der Grossartigkeit mal abgesehen(aus Kleine Völker tropfte geradezu Oberlehrerhaftes Besserspielen und SC sind zu dumm zum Leben Statisten heraus) dürftest du teilweise recht haben.
btw das deutsche RPG verdankt seine Wurzeln den Freiheitskriegen und dem grossen Generalstab und seinen Sandkastenspielen.Da würde ich widersprechen, wenn Du damit auf das preußische Kriegsspiel (http://de.wikipedia.org/wiki/Kriegsspiel_%28Planspiel%29) hinweisen möchtest. Das stand ja lustiger Weise eher als eine Art Großvater für D&D Pate und eben nicht für deutsche Spiele. Siehe die Diskussion über Romantik etc. weiter oben.
Dass die aktuelle Ausgabe der Anduin #106 mit dem Schwerpunktthema "Deutschsprachige Rollenspiele" (http://www.anduin-fanzine.de/blog/anduin-nr.-106-wurde-ver%C3%B6ffentlicht.html) gerade erschienen ist, ist bekannt? Darin stehen auch ein paar Gedanken (vor allem von Niniane und Glgnfz) zum (typisch) deutschen Rollenspiel.Nein, war mir nicht bekannt. Danke für den Hinweis!
Zu DSA hab ich mal die Meinung eines Nicht-Deutschen gehört, dass einfach die Größe des Systems im Sinne der Anzahl an Publikationen (und auch Übersetzungen) sowie die Marktmacht im deutschsprachigen Raum imponierend sind. Ich will nicht das Thema sprengen, aber wenn es im Sinne des Threaderstellers ist, fände ich es interessant, auch "ausländische" Ansichten auf deutsches Rollenspiel zu werfen.
Da würde ich widersprechen, wenn Du damit auf das preußische Kriegsspiel (http://de.wikipedia.org/wiki/Kriegsspiel_%28Planspiel%29) hinweisen möchtest.und was stand für DSAPate?
Typisch deutsch? Die Art wie hier mit Vorurteilen bzgl "typisch deutsch" umeinander geworfen wird. Gerne auch mit anderen Nationen.
4. Deutsche Rollenspiele weisen, vor allem bedingt durch den Einfluss von DSA und Midgard, eine andere Sozialisation auf als amerikanische Rollenspieler.Ich würde noch FOLLOW mit der dazugehörigen Welt Magira mit aufnehmen. Du hast es zwar schon indirekt mit Midgard schon drin. Ich denke aber, dass Du damit quasi die deutsche Wargames-Schiene mit ARMAGEDDON gleich mit "erschlagen" hast. Ich denke es wäre mal sehr interessant das mit der Wargames-Szene in den USA zu vergleichen.
Man könnte sich auch überlegen ob für eine Betrachtung aus dem Ausland deutsches Rollenspiel mit den german-style boardgames (http://en.wikipedia.org/wiki/German-style_board_game) verwandt sein könnte.Das fände ich auch sehr interessant zumal die Amerikaner erst relativ spät selber erfolgreich Eurogames entwickelt haben. Ich selber habe aber Probleme eine Verwandschaft zwischen DSA und Midgard auf der einen Seite und z.B. die Siedler und Puerto Rico auf der anderen Seite zu sehen.
Nein, war mir nicht bekannt. Danke für den Hinweis!
Das fände ich auch sehr interessant zumal die Amerikaner erst relativ spät selber erfolgreich Eurogames entwickelt haben. Ich selber habe aber Probleme eine Verwandschaft zwischen DSA und Midgard auf der einen Seite und z.B. die Siedler und Puerto Rico auf der anderen Seite zu sehen.Da sehe ich auf die Schnelle aber diverse Gemeinsamkeiten: bei den Euro-Games werden für gewöhnlich keine Spieler rausgeschmissen (Würfeldrehen, goldene Regel!), der Ereignisraum wird eingeschränkt (Railroading), das Abstrakte tritt hinter die idealisierte Darstellung eines "Themas" zurück (Story!), der pädagogische Zeigefinger ist ausgeprägter (Spieler-Kleinhalten). Die Pendants in Klammern klingen ein bisschen negativer als es insgesamt gemeint ist. Hm. Müsste man vielleicht mal systematisieren, um etwas Fassbares herauszuarbeiten. Womöglich macht sich jemand die Mühe.
Tststs! Wenn du mal regelmäßiger die Seifenkiste frequentieren würdest... http://glgnfz.blogspot.de/2013/05/was-gibt-es-halbwegs-neuem-auf-der-rpc.htmlIch verstehe den Zusammenhang leider nicht. Sorry. Aber ich frage mal diesen komischen Typen am Stand von Mantikore. Der soll zwar auch mit fast 50 noch keinen Führerschein haben - dafür aber ne Menge Kenne von Rollenspielen.
Das fände ich auch sehr interessant zumal die Amerikaner erst relativ spät selber erfolgreich Eurogames entwickelt haben. Ich selber habe aber Probleme eine Verwandschaft zwischen DSA und Midgard auf der einen Seite und z.B. die Siedler und Puerto Rico auf der anderen Seite zu sehen.Die Gemeinsamkeit zwischen RPGs und Eurogames ist: In beiden existiert ein SIS (Shared Imagination Space).
Die Existenz eines SIS ist das, was das German-Boardgame vom normalen Brettspiel unterscheidet.
Die Gemeinsamkeit zwischen RPGs und Eurogames ist: In beiden existiert ein SIS (Shared Imagination Space).Nee.
Die Existenz eines SIS ist das, was das German-Boardgame vom normalen Brettspiel unterscheidet.
Da sehe ich auf die Schnelle aber diverse Gemeinsamkeiten: bei den Euro-Games werden für gewöhnlich keine Spieler rausgeschmissen (Würfeldrehen, goldene Regel!), der Ereignisraum wird eingeschränkt (Railroading), das Abstrakte tritt hinter die idealisierte Darstellung eines "Themas" zurück (Story!), der pädagogische Zeigefinger ist ausgeprägter (Spieler-Kleinhalten). Die Pendants in Klammern klingen ein bisschen negativer als es insgesamt gemeint ist. Hm. Müsste man vielleicht mal systematisieren, um etwas Fassbares herauszuarbeiten. Womöglich macht sich jemand die Mühe.Da könnte was dran sein.
@TaschenschieberAdvanced Squad Leader.
Könntest du noch ausschreiben, was du mit ASL meinst?
Wikipedia spuckt mir nur das hier (http://de.wikipedia.org/wiki/ASL) aus.
@6Oder alle Ameritrash-Spiele. Oder fast alle alten Avalon Hills Spiele (bei denen ne Menge NichtCo-Sims und Wargames dabei waren. Z.B. 1830 oder AH-Civilization oder Merchant of Venus, oder Dune oder History of the World oder Magic Realms oder oder oder).
Wargames sind ja ebenfalls keine normalen Brettspiele. Es gibt Mühle, Schach, Halma, Go etc. Diese Spiele zeichnen sich durch das Fehlen eines SIS aus.
Und dann gibt es andere Brettspiele, die sich davon abgrenzen. Zum Beispiel die Co-Sims oder Wargames. Oder halt die German-Style-Boardgames.
Oder fast alle alten Avalon Hills Spiele (bei denen ne Menge NichtCo-Sims und Wargames dabei waren. Z.B. 1830 oder AH-Civilization oder Merchant of Venus, oder Dune oder History of the World oder Magic Realms oder oder oder).Wobei viele Spiele von Avalon Hills in meinen Augen durchaus ein German-Style Boardgame ist.-
Fazit: SIS ist keine Besonderheit der Eurogames.Habe ich auch nicht gesagt. Ich sagte, dass es das ist, was die Eurogames von normalen Spielen unterscheidet.
Und es macht imho schon Sinn, Spiele mit den Spielen zu vergleichen, die von 99% der Menschen gekannt werden und nicht mit irgendwelchen Brettspielen, die genau so wie RPG ein Nischendasein fristen.
Und ich verbitte mir die Unterstellung, ich würde "spammen" oder "klugscheißen".Die verbittet sich bestimmt auch Eulenspiegel. Die Realität ist bisweilen kein Wunschkonzert ;)
Wobei viele Spiele von Avalon Hills in meinen Augen durchaus ein German-Style Boardgame ist.-Okay. Eine Runde Karousell: Nein sind sie nicht. Wenn Du eine Erklärung für einzelne Spiele willst, dann mach einen neuen Thread auf.
Habe ich auch nicht gesagt. Ich sagte, dass es das ist, was die Eurogames von normalen Spielen unterscheidet.Normale Spiele sind z.B. Risiko und Monopoly. Die haben beide einen SIS und beides sind etablierte Ameritrash-Spiele und dürften 99% der Deutschen bekannt sein.
Die verbittet sich bestimmt auch Eulenspiegel. Die Realität ist bisweilen kein Wunschkonzert ;)Man kann auch einen Splitwunsch (dem ich übrigens zustimme) einigermaßen höflich ausdrücken.
Was mich bei amerikanischen Rollenspielen (grade D&D) ab und an mal verwundert hat gucken lasssen, war die Erwähnung eines "Party Leaders", der den Konsens der Gruppe an den GM weiterträgt. Sehr... militärisch, könnte ich mir bei einer deutschen Gruppe nicht vorstellen (nicht mal bei Engel, die ja einen Party Leader quasi eingebaut haben, aber das ist ein Party Leader auf der Spielebene, nicht auf der Metaebene).Hatte ich bei der Hunter: the Vigil riesen Gruppe, also da gab es mehrere Leaders und so in der Praxis wirkte das nicht militärisch .. eher organisatorisch sinnvoll ^^;
Wie groß war die Gruppe denn?13 Leute plus SL, wenn ich mich richtig erinnere. (Gruppenbild (http://sphotos-f.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-ash3/600396_321776941238033_681972631_n.jpg) ^^)
(...) Wenn man vier Dinge weiß (....)
1. Deutsche sprechen negative Punkte besonders direkt an und nutzen weniger Kontextinformationen zur Informationsvermittlung.
2. Deutsche weisen im Vergleich zu den in diesem Fall relevanten Amerikanern eine höhere Unsicherheitsvermeidung auf.
3. Deutsche orientieren sich tendentiell an Defiziten, weniger an Stärken.
4. Deutsche Rollenspiele weisen, vor allem bedingt durch den Einfluss von DSA und Midgard, eine andere Sozialisation auf als amerikanische Rollenspieler.
Du hast da was fünftes vergessen, was "man weiß" (allein diese Formulierung ::)): Carrot nibblers with long ears cause earthquakes. Beleg den Scheiß, den Du absonderst, erst mal. Ich hoffe, es stört Dich nicht, daß ich mich tonal angleiche.Sorry, aber muss das sein?
Was mir aufgefallen ist:DSA: Spieler und Meister fallen aus allen Wolken, wenn man für die Wüste Führer anheuern will und Meister reagieren allergisch wenn man die georderte Ausrüstung überprüfen will.
deutsches Cthulhu: Die SCs unternehmen selber etwas.
Du hast da was fünftes vergessen, was "man weiß" (allein diese Formulierung ::)): Carrot nibblers with long ears cause earthquakes. Beleg den Scheiß, den Du absonderst, erst mal. Ich hoffe, es stört Dich nicht, daß ich mich tonal angleiche.
Soweit zu den vier Punkten. Für mich sind die eindeutig.
Die Frage wäre auch weiterhin, ob das Rollenspiel von Gruppen betrieben wird, die im Rahmen ihrer Entäußerungsgewohnheiten dem Mainstream überhaupt angehören. Auch da wäre ich skeptisch.Na, das ist doch schon was anderes und darüber kann man doch wunderbar spekulieren. Spekulieren muss man zwar wohl auch mangels harter Daten, aber das macht ja nix.
Die Unterschiede die behauptet werden, hängen glaube ich stark damit zusammen, das bei Rollenspiel etwas ist, was hauptsächlich Akademiker (und solche die es mal werden) betreiben, und die deutsche gebildeten Schicht trennt sich gerne von "den Amerikanern" ab.
Das kann ich so gar nicht bestätigen. Ich kenne reichlich Nichtakademiker, die Rollenspiel betreiben.
Bullshit, diese arrogante Unterscheidung habe ich schon bei Midgardianern zwischen Studies die ach so fordernden Magier und Bildungsfernen Prekariaranern mit Haudraufundschlusses erlebt
Die Unterschiede die behauptet werden, hängen glaube ich stark damit zusammen, das bei Rollenspiel etwas ist, was hauptsächlich Akademiker (und solche die es mal werden) betreiben,
Das kann ich so gar nicht bestätigen. Ich kenne reichlich Nichtakademiker, die Rollenspiel betreiben.Guck mal in die Umfrage hier im Forum zu dem Thema... und wenn man sich sonst so in der deutschen Forenszene rumtreibt, stimmt die Aussage auch.
Bullshit, diese arrogante Unterscheidung habe ich schon bei Midgardianern zwischen Studies die ach so fordernden Magier und Bildungsfernen Prekariaranern mit Haudraufundschlusses erlebtWie belieben? Mir geht es darum das etwas als "typisch deutsch" behauptet wird, das ich ÜBERHAUPTNICHT als typisch deutsch erkenne, sondern als gewünschte Abgrenzung einer bestimmten (deutschen) Gruppe, gegenüber einer anderen Gruppe.
Oh eben überlesenWie belieben? Mir geht es darum das etwas als "typisch deutsch" behauptet wird, das ich ÜBERHAUPTNICHT als typisch deutsch erkenne, sondern als gewünschte Abgrenzung einer bestimmten (deutschen) Gruppe, gegenüber einer anderen Gruppe.Entschuldigung, das habe ich irgendwie total miss und falsch gelesen.
Das kann ich so gar nicht bestätigen. Ich kenne reichlich Nichtakademiker, die Rollenspiel betreiben.Man muß kein Akademiker sein um sich von "Dem Amerikaner" in bessertuerischer Art abzutrennen. ^^;
Nicht alle Studierten sind Akademiker und alle Studenten ebenso.Doch! Alle Studierten sind Akademiker.
Ich sehe lediglich, dass das Gros an Rollenspielern einen höheren Schulabschluss hat. Was keinerlei Rückschlüsse auf irgendetwas zuließe...Es lässt einen Schluss auf den Schulabschluss zu. Und es lässt einen Schluss auf alles zu, was mit den Schulabschluss korreliert.
Man muß kein Akademiker sein um sich von "Dem Amerikaner" in bessertuerischer Art abzutrennen. ^^;Hauptstadt von Missouri und Rajputana ?
Dafür reicht schon x Minuten Dumm-Dumm TV anschalten und sich die Vorurteile zu den fetten, dummen, waffenstarrenden, kaugummkauenden, umweltverpestenden, kriegstreibenden, kulturlosen, oberflächlichen Amis anzuschauen.
)
Hauptstadt von Missouri und Rajputana ?Ich glaube, Teylen meint ihren Post genau andersrum als du ihn womöglich verstanden hast. :D
Ohne Nachzusehen
Btw: Rajputana finde ich nun wirklich extrem weit hergeholt. Wie wärs mit der Hauptstadt von Thüringen. Ohne Nachschauen. ;D
Ich glaube, Teylen meint ihren Post genau andersrum als du ihn womöglich verstanden hast. :Dder klassische Beweis das Amis ungebildet sind, das sie nicht alle europäische Hauptstädte kennen.
@WeepingElf
Ist DSA ein Rollenspiel?
Ich habe in einem amerikanischen RPG Band mehr Bildung vorgefunden, als in allen DSA Werken zusammengenommen, die ich kenne.
Tatsächlich kann ich rein auf das Rollenspiel bezogen auch kaum Unterschiede finden. Ich kenn mich ja jetzt vor allem im Bereich D&D/Pathfinder aus, und da ist mir jedenfalls aufgefallen, dass auf beiden Seiten des Teichs genau die gleichen Diskussionen geführt werden und genau die gleichen Fronten bestehen, wenn es beispielsweise um Editionsfragen geht. Und was die Spielstile angeht, gibt es da auch wenig Unterschiede.
Hauptstadt von Missouri und Rajputana ?Das sind die Vorurteile die ich öfters in Bezug auf Amis zu hören kriege.
Ohne Nachzusehen
Ich glaube, Teylen meint ihren Post genau andersrum als du ihn womöglich verstanden hast. :D+1
Das sind die Vorurteile die ich öfters in Bezug auf Amis zu hören kriege.ich hatte das etwas underhanded gemeint, bezogen auf jene die das mit der Unkenntnis der europäischen Hauptstädte begründen.
Nicht welche die ich in Bezug auf Amis habe. oO;
Keine Ahnung, hab erst letzte Woche Köln in's Rheinland verlegt ^^; (also nach RLP ^^; )
Was ist "typisch deutsch" im Punkte Rollenspiel?
Sorry, aber muss das sein?
Ich habe mir zwar den Thread hier teilweise durchgelesen, auch wenn wirklich rekordverdächtig wenig beim Thema geblieben wurde, aber nichts, was als "typisch deutsch" bezeichnet wurde, hat mich so recht überzeugen können.Hattest du denn schonmal in nicht-deutschen Rollenspielgruppen gespielt? Oder ist es nur ein Bauchgefühl von dir, dass die "typisch deutschen" Sachen auch woanders in der Form auftreten?
Nicht alle Studierten sind Akademiker und alle Studenten ebenso. Ich sehe lediglich, dass das Gros an Rollenspielern einen höheren Schulabschluss hat. Was keinerlei Rückschlüsse auf irgendetwas zuließe... Und ja, wenn Akademiker von ihresgleichen reden, dann reden sie über Eliten. Bildungseliten. Das ist Fakt und an sich solange nicht negativ konnotiert, bis man sich dessen rühmt oder sich versucht dadurch abzuheben. Gratwanderung.Du hast offensichtlich eine andere Definition als Tante Wiki und ich. Und ja das erreichen eines Hochschulabschlusses macht einen zum Mitglied der Bildungs"elite"*.
Typisch deutsch ist: "Das darf man nicht spielen", "So darf man nicht spielen", "Das ist schlechtes Rollenspiel".
Hattest du denn schonmal in nicht-deutschen Rollenspielgruppen gespielt? Oder ist es nur ein Bauchgefühl von dir, dass die "typisch deutschen" Sachen auch woanders in der Form auftreten?Selbst gespielt habe ich noch nicht mit ND-RPGlern, aber ich habe mir schon ein paar Spielrunden auf Youtube angesehen und lese natürlich auch gelegentlich mal ein Nicht-Deutsches Rollenspielsystem. Ich hatte ja darauf hingewiesen, dass ich die Eingangsfrage auch dahingehend interpretiere, was deutsche Publikationen da von ND-Publikationen unterscheidet. Der Rest ist tatsächlich Bauchgefühl.
Auch das findet man alles in den Köpfen nichtdeutscher Rollenspieler, vor allem, wenn sie sich in Foren rumtreibenn (vielleicht ist auch das ein Vorurteil, aber von Spielern, die ihre Zeit nicht in RPG-Foren verbringen, kenn ich das eigentlich nicht).Komisch, meine Erfahrungen sind gegenteilig, gerade den "Nicht-Foren-Lesern" fehlt gefühlt der Blick über den Tellerrand.
Fazit:
In Verteidigungsstellung wird nur gegangen, wenn der Foren-User vorher in Angriffsstellung geht und seinen eigenen Spielstil als überlegen deklariert.
Zählt der Foren-User jedoch alternative Spielformen als vollkommen gleichwertig auf, erntet er entweder Desinteresse oder Interesse. Auf keinen Fall sieht sich hier jedoch der Nicht-Foren-User gezwungen, in Verteidigungsstellung zu gehen.
Vielleicht versteh ich den Auszug aus dem Interview auch gerade falsch, aber ich glaube nicht das Exalted hier in Deutschland so erfolglos war wegen seinen Aufbau, Setting oder Regeln, sondern das der Name der deutschen Übersetzung Kacke gewählt war. Niemand wollte die Hoden spielen ^^
Mal abgesehen davon, dass der Name der Übersetzung vielleicht wirklich nicht das Gelbe vom Ei war, glaube ich bei Exalted schon, dass da ein "typisch deutsches Rollenspielphänomen" dazu beigetragen hat, dass sich das Spiel nicht gut verkaufen konnte: Die von Teylen bereits angesprochene Abneigung gegen starke Charaktere bzw. Superhelden.
Diese Abneigung verträgt sich gut mit der ebenfalls bereits erwähnten Neigung zur "Hotzenplotzigkeit" deutscher Rollenspielwelten. Weder spielt man über-überlebensgroße Gestalten, noch wirft man im Spiel eine sorgsam aufgebaute, ordentliche Welt durcheinander. Sowas tut man einfach nicht. Sowas darf bestenfalls der Verlag machen.
Davon dann allerdings eine Generalaussage über "typisch deutsche Rollenspieler" zu tätigen halte ich bestenfalls für naiv. Typisch Ami eben ~;DDie Frage kam doch gar nicht durch den Ami auf sondern wurde erst im Forum gestellt? ~;D
Ansonsten habe ich in amerikanischen Foren noch nicht erlebt das man auf die Idee kam irgendwelche Begriffe, die eigentlich irgendwo logisch sein sollten, wieder und immer wieder versucht zu diskutieren und definieren. ^^;
Ich denke allerdings nicht, dass dies eine typisch-deutsche Sache ist sondern vielmehr von Spielertypen und deren Erfahrungsschatz abhängt. Ich kenne eine ganze Menge Spieler, die in keinem einzigen RPG-Forum unterwegs sind und auch auf keine Rollenspiel-Messen gehen. Darunter sind langjährige DSA-, Vampire-, Shadowrun- und auch Midgardspieler die insgesamt eine eher konservative Einstellung zur Spielwelt und Spielweise haben und keine Lust auf große Veränderungen.
Ich finde, dass man mindestens die Hälfte der Tugenden auf mindestens die Hälfte aller mir bekannten deutschen Rollenspieler anwenden kann.
Der andere Ansatz ist natürlich, dass die Urvariante auch suggerierte, man spiele einen Runner, der ganz am Boden der Gesellschaft um sein Überleben kämpft - also quasi Bauergaming trotz des für deutsche Verhältnisse etwas überdrehten Hintergrundes der Spielwelt. (Ich wundere mich immer ein wenig darüber, dass die weit verbreitete Superhelden(settings)-Abneigung in der Deutschen Spielerszene sich nicht an Shadowrun entzündet, obwohl das ein äußerst grelles Setting ist, das an Abgedrehtheit locker mit einer "normalen" 4-Colours-Spielwelt mithalten kann.)Was ist mit meinem Shadowrun passiert? (http://tanelorn.net/index.php/topic,83996.0.html)
Dito. Und ich auch auf ausländische Rollenspieler die ich kenne, darunter drei US-Bürger, ein Sowjetkind...Und wieviele von denen spielen ein hotzenplotziges Setting?
Und wieviele von denen spielen ein hotzenplotziges Setting?
Pünktlichkeit ist eine Tugend deutscher Rollenspieler? Hm. Da bin ich nach diversen Berichten und Erfahrungen etwas skeptisch. ;)
Keiner von uns. Dabei sind die Gruppen zu 80% deutsch. Tja. Wir sind schlechte Deutsche... ;)
Du kennst keinen einzigen, der ein hotzenplotziges Setting spielt? Keinen einzigen?
Wow, dass muss wirklich eine sehr besondere Ecke sein, wo du wohnst.
Oh, ich kenne welche, die das spielen, aber nicht so gut, daß ich bewerten könnte, ob sie über die genannten "deutschen Tugenden" verfügen.Um die deutschen Tugenden ging es mir auch nicht.
Ein Teil ca. 20% sind Ausländer, und auf die Gesamtheit dieser mir bekannten Spieler treffen die gelisteten "deutschen Tugenden" in ungefähr gleichem Maße zu, ungeachtet ihrer Nationalität.Nochmal: Es ging mir nicht um "deutsche Tugenden". Es ging mir um "Hotzenplotzigkeit" und inwiefern diese typisch deutsch ist.
War das jetzt ausreichend klar noch einmal zusammengefaßt?Ja, war es.
Du kennst keinen einzigen, der ein hotzenplotziges Setting spielt? Keinen einzigen?
Wow, dass muss wirklich eine sehr besondere Ecke sein, wo du wohnst.
Deswegen meine nicht-repräsentative Umfrage: Was ist für Euch "typisch deutsch" im Punkte Rollenspiel?
@Hotzenplotzigkeit als "typisch Deutsch"
Woher nehmen wir die Information, dass
a) so außerhalb von Deutschland meistens nicht gespielt wird und
b) es der in Deutschland dominante Spielstil ist?
Beides wäre nämlich notwendig, um als "typisch" für Deutschland gelten zu können.
Angenommen, auch außerhalb von D wird oft so gespielt, dann ist es keine deutsche Eigenheit mehr und damit nicht mehr typisch für D, sondern für das Rollenspiel allgemein.
Angenommen, auch in D spielt nur eine Minderheit so, dann ist es nicht mehr bezeichnend für D und damit nicht mehr typisch, sondern sogar generell untypisch.
Mir fehlen für beide Annahmen überzeugende Indikatoren.
- Viel sinnloser Hintergrund, den eh' kein Mensch liest/braucht (leider auch in Indie-Produktionen wie Opus Anima und Degenesis)
- Alles möglichst "darque" (ohne zu merken, dass das 21. Jahrhundert inzwischen begonnen hat, und die Welt am 31.12.1999 nicht untergegangen ist. Fin de Sièclé ist sowas von gestern).
@Hotzenplotzigkeit als "typisch Deutsch"
Woher nehmen wir die Information, dass
a) so außerhalb von Deutschland meistens nicht gespielt wird und
b) es der in Deutschland dominante Spielstil ist?
Beides wäre nämlich notwendig, um als "typisch" für Deutschland gelten zu können.
Angenommen, auch außerhalb von D wird oft so gespielt, dann ist es keine deutsche Eigenheit mehr und damit nicht mehr typisch für D, sondern für das Rollenspiel allgemein.
Angenommen, auch in D spielt nur eine Minderheit so, dann ist es nicht mehr bezeichnend für D und damit nicht mehr typisch, sondern sogar generell untypisch.
Mir fehlen für beide Annahmen überzeugende Indikatoren.
Woher nehmen wir die Information, dassDeswegen habe ich ja gefragt.
a) so außerhalb von Deutschland meistens nicht gespielt wird und
b) es der in Deutschland dominante Spielstil ist?
Ist Changeling eigentlich hotzenplotzig?Einem Einwurf im Thread nebenan zufolge ist es zumindest zutiefst romantisch und sollte daher den deutschen Sonderweg ad absurdum führen.
Einem Einwurf im Thread nebenan zufolge ist es zumindest zutiefst romantisch und sollte daher den deutschen Sonderweg ad absurdum führen.Wie kommst du auf deutschen Sonderweg? wtf?
Deswegen habe ich ja gefragt.Nö. Du hast eine ganz klare Aussage gemacht. Proof?
Du könntest also sehr dazu beisteuern, deine Fragen zu beantworten, indem du meine Fragen beantwortest, wieviele ausländische Spieler du kennst, die hotzenplotzig spielen, und wieivele deutsche Spieler du kennst, die hotzenplotzig spielen.
Das ist zumindest in meiner Realität keine Frage.
Mir ging es um den Threadtitel, was typisch deutsch ist. Und das ist nunmal das hotzenplotzige Spiel.
Du hast erfolgreich mein Haar gespalten. Glückwunsch dazu.
Btw, damit etwas "typisch X" ist, muss es X nicht dominieren. Es reicht aus, wenn es stark mit X korreliert.
Tschechien ist in meiner (Klischee-)Vorstellung aber definitiv auch ein hotzenplotziges Land, allein schon wegen alten Ostblock-Märchen und Karel Zeman und sowas. ;)
Das ist zumindest in meiner Realität keine Frage.Das liegt vielleicht daran, dass du die falsche Aussage zitiert hast. Proof?
Und wieviele von denen spielen ein hotzenplotziges Setting?Das ist zumindest in meiner Realität eine Frage.
Du hast erfolgreich mein Haar gespalten. Glückwunsch dazu.Das hat nichts mit Haarspalterei zu tun, sondern ist ein essentieller Unterschied, um zu klären, was "typisch deutsch" ist.
Sich Publikationen aus unterschiedlichen Ländern vergleichend anzusehen, halte ich da für deutlich vielversprechender.Das kann man natürlich auch machen. Allerdings muss man hier beachten, dass ein Publikation nicht unbedingt dort gespielt werden muss, wo sie publiziert wurde.
Aber selbst, wenn wir über Publikationen gehen, stellt man fest, dass die hotzenplotzigsten Spiele DSA und Midgard sind. Beide sind deutsche Publikationen.
Ah, ja. Wie kann ich es wagen nicht die Aussagen zu zitieren, die dir genehm sind. Das war freilich nicht richtig von mir. ::)Du darfst gerne jede Aussage von mir zitieren.
Agone. Ich hab vorhin schon überlegt, ob ich Esteren da einordnen würde. Denn trotz allen Versuchen, irgendwie dark und gritty und realistisch zu sein, lese ich da viel Romantik zwischen Setting und Illustrationen. Daher kann sich Frankreich wohl auch zu der "deutschen Hotzenplotzfront" gesinnen.Agone wollte ich auch schon nennen, hab mich aber nicht getraut, weil ich mich nicht gut genug damit auskenne und befürchtet habe, dass mir da ein Stück Hintergrundinfo fehlt, die diese Einordnung ad absurdum führen würde.
Changeling fällt auf. Dann alles, was sich direkt auf solche Genres bezieht, also bspw. Mouseguard, Blue Rose oder Grimm. Das durchschnittliche Swashbuckler-Spiel hat auch eine entsprechende Atmosphäre, in meiner Interpretation.
Allerdings alles keine Setting, die das "unbewusst" tun, wie DSA. Die Zeit, in der das möglich gewesen wäre, ist wohl vorbei. Einige Leute würden bestimmt die frühen Realms (gerade Moonsheas udn sowas) in die Richtung einordnen.
Agone. Ich hab vorhin schon überlegt, ob ich Esteren da einordnen würde. Denn trotz allen Versuchen, irgendwie dark und gritty und realistisch zu sein, lese ich da viel Romantik zwischen Setting und Illustrationen. Daher kann sich Frankreich wohl auch zu der "deutschen Hotzenplotzfront" gesinnen. ;D
Mouse Guard ist nicht hotzenplotzig. Das ist ziemlich Dark&Gritty auf seine Weise.
Nach ersten Eindrücken zählt auch Lorakis zur deutschen Plotzenfront. (http://tagschatten.blogspot.de/2013/06/es-ist-sehr-blau.html)
Mouse Guard ist nicht hotzenplotzig. Das ist ziemlich Dark&Gritty auf seine Weise.Ich habe Mouse Guard noch nicht als Dark&Gritty wahrgenommen, kenne es aber auch nur vom Hören.
Dann schließt sich das in meinen Augen nicht aus (siehe auch Esteren, oder Changeling the Lost).Wenn Dark&Gritty und Hotzenplotzig sich nicht ausschließen, was macht dann Hotzenplotzig eigentlich aus? Irgendwie finde ich den Begriff immernoch wahnsinnig diffus.
Ich habe Mouse Guard noch nicht als Dark&Gritty wahrgenommen, kenne es aber auch nur vom Hören.
Wenn Dark&Gritty und Hotzenplotzig sich nicht ausschließen, was macht dann Hotzenplotzig eigentlich aus? Irgendwie finde ich den Begriff immernoch wahnsinnig diffus.
Hotzenplotzig ist m. E.: Niedriges Powerlevel der SCs, verhältnismäßig kleine Herausforderungen auf höchst lokaler Ebene, geringer "Impact" der Handlungen der SCs.Also die Debatte gabs schon, Eulenspiegel hatte die ja verlinkt, nur kam da für mich nichts wirklich griffiges raus. Sicher, eine grobe Vorstellung hatte ich durch die Threads schon, aber es blieb eben diffus. Das was du beschreibst ist ja schonmal eine Arbeitsdefinition, mit der man wirklich was anfangen kann, also Danke schonmal dafür.
(Neuer Thread? Oder hatten wir die Debatte eh schon zwanzigmal?)
Also, ich stelle fest, dass nach wie vor die Behauptung im Raum steht, hotzenplotziges Rollenspiel wäre typisch deutsch. Und ich will wissen, worauf diese Aussage gründet.Ich sehe nicht in wie weit es kompliziert ist.
Damit will ich die Art zu spielen bezeichnen, in der man sich geschwollen auf "pseudomittelalterdeutsch" unterhält, ganz wie es von den Schaustellern auf dem Mittelatermarkt getan wird. Und außerdem soll die Nostalgiekomponente damit umschrieben werden, die dieser Art zu spielen zu eigen ist, halt ähnlich wie Hotzenplotz und Kaschperl oder auch die Augsburger Puppenkiste.
Hat mit "Ponyhof" nichts zu tun.
Und ist vor allem natürlich auch ein stark überzeichnetes Cliche'. Soll eigentlich auch nicht gar abwertend sein, aber eben klar stellen, dass sehr viele damit eben nichts anfangen können, weil sie das nicht nachempfinden können. Genauso, wie ich, der ich sehr gern und sehr viel Hörbücher und Hörspiele höre nicht nachempfinden kann, warum manche Erwachsene immer noch gern die ??? oder TKKG oder sowas hören. Auch das ist nicht Nostalgie (für mich), die ich erfassen, aber eben nicht nachvollziehen kann.
Kurz gesagt ist es ein Gefühl märchenhaft verklärten Mittelalters aus Sicht des Teils der Romantik (https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Romantik), den ich "Ruinenlyrik und -prosa" nenne. Das vorliegende Produkt von Nackter Stahl reichert das sehnsuchtsvoll Verklärende zusätzlich an mit unheimlichen und brutalen Elementen, mehr noch als DSA, und ist so eine Art "dunkler Hotzenplotz" (oder Schwarze Romantik).
Was nun das Verb "hotzenplotzen" angeht: Das geschwollen-altertümelnde des Settings spiegelt sich in geschwollen-altertümelnder Stilistik der jeweiligen Autoren wieder. Da "raunt" und "munkelt" es aller Orten, des Genitivs Platz ist plötzlich der Satzanfang und "Haupt" wird "Haupte" etc.
Ist nach Bobas definition sowas wie das Quasi LARPen das bei DragonLance gefordert wird dann nicht auch irgendwie ziemlich hotzenplotzig?
Ich sehe nicht in wie weit es kompliziert ist.Woran machst du das fest?
Wenn man sich die großen Systeme (D&D, PFRPG, Traveller) im amerikanischen Ausland ansieht kann man feststellen das die eher nicht hotzenplotzig sind. Schaut man sich das große System in Deutschland an (DSA) kommt es schon eher hin von wegen hotzenplotzig.
Zumal DSA ein anderes hotzenplotzig ist als es nun Changeling wäre. Allein schon weil die drüben den Hotzenplotz nicht haben. Dementsprechend wäre es imho schon ein Merkmal für deutsches Rollenspiel.Imho nicht. Es geht doch um eine bestimmte Art, Rollenspiel zu betreiben. Irgendwie ist dafür der nach wie vor diffuse Begriff der Hotzenplotzigkeit, wohl eher als Verlegenheitslösung in Ermangelung eines treffenden Begriffes aufgekommen. Ob die da drüben den Räuber mit den vielen Säbeln und Pistolen kennen, erscheint mir nicht als sinnhaftes Kriterium.
Ich weiss nicht so recht wie ich das mit deutschen Rollenspiel verknüpfen sollte, aber eigentlich gibt es doch einen Begriff, der sehr gerne im Ausland als "typisch Deutsch" angesehen wird: Die "German Angst".
Kann man da nicht etwas in Richtung Rollenspiel zusammenklüppeln?
Vampire kann auch ziemlich hotzenplotzig sein (zumindest, wenn man erste und zweite Edition ohne den ganzen powercreep anguckt). ;)
Die SCs sind kleine Lichter, die allenfalls im lokalen Rahmen was bewegen können? *check*
Es wird Atmosphäre aufgebaut, und Stimmungsszenen sind wichtig? *check*
...der Unterschied ist vielleicht, dass das ganze mit deutlich "erwachseneren" Themen wie Machtverlust, Identität und Ethik daherkommt, als das eher nostalgische "Böse verhauen" und "Maiden retten". :)
Zur Hotzenplotzigkeit gehört eben auch dazu, dass die Grundstimmung positiv ist und das Gute gewinnt.
Dann wär ja D&D auch ganz schön hotzenplotzig.
Dann wär ja D&D auch ganz schön hotzenplotzig.
Bei D&D kriegt die Gruppe auf's Maul, bis hin zum TPK, wenn sie sich blöd anstellt oder schlecht würfelt. Bei DSA dreht der "Meister" hinter dem Schirm die Würfel.Habe ich auch bei D&D erlebt und finde ich ganz furchtbar dämlich. Gerüchten zufolge haben aber auch schon DSA-"Meister" ihre Gruppen geschlossen auf den Boronsacker geschickt. I am not convinced.
Man kann D&D ganz sicher hotzenplotzig spielen, und viele Runden machen das wohl auch. Dennoch kommen mir die meisten D&D-Settings nicht sonderlich hotzenplotzig vor. (...)
Natürlich spielt der Deutsche D&D hotzenplotzig. Wie könnte er auch anders? >;D
Ich habe Mouse Guard noch nicht als Dark&Gritty wahrgenommen, kenne es aber auch nur vom Hören.
Ansonsten habe ich da so meine Bedenken. Das Setting ist eher düster-romantisch und läuft viel stärker auf einer Gothic-Schiene als auf klassischem Fäntelalter.
Das wäre dann ja eine sehr bewusst vom klassischen Gut-Böse-Schema abweichende, unhotzenplotzige Sichtweise, die dann eben die deutsche Aufklärung widerspiegelt. Verzeiht mir, wenn ich völligen Quatsch rede :)Das ist meines Erachtens sogar eine extrem hotzenplotzige Sache.
Wenn man Hotzenplotzigkeit auf romantische Verklärung von Mittelalter und Barock runter brechen will, fällt Agone da sicher drunter. Ansonsten habe ich da so meine Bedenken. Das Setting ist eher düster-romantisch und läuft viel stärker auf einer Gothic-Schiene als auf klassischem Fäntelalter. Die Wahrscheinlichkeit für ein Happy End ist auch nicht gerade groß, die Charaktere haben gute Chancen, entweder den Löffel abzugeben oder von der dunklen Seite korrumpiert zu werden.Zum einen dieses und zum anderen sollte erwähnt werden, dass eines der Grundprinzipien bei Agone ist, dass die SC von Anfang an Macht haben und einflussreiche, z.T. sogar international berühmte Persönlichkeiten sind, die auch echt was reißen können.
1) Die Vergangenheit wird verklärt/romantisiert dargestellt.
2) Der Glaube an das Gute im Menschen. Auch der größte Feind ist in Wirklichkeit nicht so böse, wie es zu Beginn den Anschein hat.
3) Aufruf zur Zivilcourage. Es benötigt keine Helden. Auch Otto-Normalbürger ohne Superkräfte kann was bewirken, wenn er es versucht.
Wobei mir ein Grund auffällt, warum dieser Punkt in den USA nicht so richtig funktioniert: Die USA haben bis auf den Wilden Westen keine so lange Vergangenheit wie Europa, die man verklären könnte.Richtig. Das könnte durchaus ein Grund für den unterschiedlichen Spielstil sein.
Punkt 2: Borbarad, Jahr des Feuers. Die Orks sind für den gemeinen Aventurier immer noch böse.Verständnis für die gibt es da nicht.Borbarad ist nicht böse. Er möchte die Menschen von der Knechtschaft der Götter befreien. Er irrt sich und das ist seine Tragik. Aber er ist nicht böse.
Und wer fordert ständig bei allen möglichen Rollenspielen, es soll doch alles spielbar sein ?
Und wie war das noch mit spielbaren Rassen in anderen Rollenspielen ?Ich verstehe den Punkt nicht. Was hat das mit meinen Punkten zu tun?
Punkt 3: Runequest geht auch davon aus, das man einen normalen Beruf erlernt hat.Auch das Powerlevel würde ich als eher bodenständig bezeichnen. Oder Traveller mit seinen Karrieren.Wie gesagt: Es geht nicht darum, ob man einen normalen Beruf gelernt hat. Es geht darum, ob man ein Held sein muss, um gutes zu bewirken, oder ob auch ein ganz normaler Mensch, wie du und ich, etwas gutes bewirken können.
[...]
Im Original ist der Räuber Hotzenplotz im 1. Teil ja auch der Bösewicht. Im 2. Teil ist Hotzenplotz dann aber (dank Gefängnisstrafe) rehabilitiert und ist einer von den Guten.-
[...]
Lese dir einfach mal die Kasperle-Bücher um Räuber Hotzenplotz durch oder die Original-Märchen der Brüder Grimm. Sie alle zeichnen sich dadurch aus, dass man keinen Helden braucht. (Klar, hin und wieder gibt es einen tollen Prinzen. Aber bei sehr vielen ihrer Märchen ist die Hauptperson ein Normalo.)Und? Sind die spannend? Für kleine Kinder vielleicht. Für mich sind die nicht mal mehr amüsant.
Und? Sind die spannend? Für kleine Kinder vielleicht. Für mich sind die nicht mal mehr amüsant.
Da halte ich es lieber mit Dietrich von Bern, Siegfried, Hagen und wie sie alle hießen. Komischerweise fallen diese recht blutigen deutschen Sagen meiner Wahrnehmung nach in DSA ziemlich unter den Tisch.
Und? Sind die spannend? Für kleine Kinder vielleicht. Für mich sind die nicht mal mehr amüsant.Habe ich behauptet, dass die Bücher spannend sind? Geht es in diesem Thread darum, was spannend ist?
Da halte ich es lieber mit Dietrich von Bern, Siegfried, Hagen und wie sie alle hießen. Komischerweise fallen diese recht blutigen deutschen Sagen meiner Wahrnehmung nach in DSA ziemlich unter den Tisch.Richtig. Weil diese deutschen Sagen nicht hotzenplotzisch sind und DSA hotzenplotzisch ist.
Aber zu fragen, ob es spannend ist oder nicht, führt total am Thread-Thema vorbei.Den find ich gut. Weil er von dir kommt. ;D
Aber ich verstehe nicht, wo da die Beziehung zu meinen Post, den du zitiert hast, liegt.Bei näherer Betrachtung im Nachhinein gibts auch keinen tieferen Sinn.
Was immer noch so eine Theorie ist. Ich würd mich ja tendenziell auch den Leuten anschließen, die im DSA-Fokus eine historische Entwicklung sehen. Und so klein, wie die Rollenspielszene ist, könnten die Wurzeln für diese in meinen Augen sogar bei fucking einzelnen Personen und Vorlieben liegen.
@ Weeping Elf
Du verdrehst hier Ursache und Wirkung:
DSA ist nicht hotzenplotzig, weil hotzenplotzig typisch deutsch ist.
Hotzenplotzig ist typisch deutsch, weil DSA hotzenplotzig ist.
Sage ich doch! Hast Du meinen letzten Beitrag überhaupt gelesen?Du behauptest, dass die Hotzenplotzigkeit von DSA gar nichts mit typisch deutsch zu tun hat. Und das ist falsch.
Hotzenplotziges Rollenspiel ist typisch deutsch, weil mit DSA ein hotzenplotziges Rollenspiel Marktführer ist. Und zwar ist es nicht deshalb Marktführer, weil es hotzenplotzig ist, sondern weil es von einem Mainstream-Spieleverlag herausgebracht wurde und daher als einziges Rollenspiel problemlos in jedem gewöhnlichen Spielwarenladen erhältlich war. Die Marktführerschaft von DSA hat mit seiner Hotzenplotzigkeit gar nichts zu tun, hat aber dazu geführt, dass die meisten deutschen Rollenspieler mit einem hotzenplotzigen Setting angefangen und viele davon etwas von der Hotzenplotzigkeit von DSA in andere, eigentlich gar nicht hotzenplotzige Spiele hineingetragen haben.Richtig.
Wie gesagt: Es geht nicht darum, ob man einen normalen Beruf gelernt hat. Es geht darum, ob man ein Held sein muss, um gutes zu bewirken, oder ob auch ein ganz normaler Mensch, wie du und ich, etwas gutes bewirken können.
Lese dir einfach mal die Kasperle-Bücher um Räuber Hotzenplotz durch oder die Original-Märchen der Brüder Grimm. Sie alle zeichnen sich dadurch aus, dass man keinen Helden braucht. (Klar, hin und wieder gibt es einen tollen Prinzen. Aber bei sehr vielen ihrer Märchen ist die Hauptperson ein Normalo.)
Und genau so etwas wird in DSA oder Midgard widergespiegelt. - Das hat nichts damit zu tun, welche Berufe man regeltechnisch erlernen kann.
DSA ist nicht hotzenplotzig, weil hotzenplotzig typisch deutsch ist.
Hotzenplotzig ist typisch deutsch, weil DSA hotzenplotzig ist.
Das Bedürfnis nach diesem Spielstil war aber sehr wahrscheinlich in der Käuferschicht schon vorhanden, sonst hätte DSA sich (trotz aller günstigen Vorbedingungen) nicht so dominant und in dieser Form auf dem deutschen Markt durchsetzen können.
Das wird unter anderem hier (http://tanelorn.net/index.php/topic,56343.msg1554892.html#msg1554892) und hier (http://tanelorn.net/index.php/topic,69956.msg1400521.html#msg1400521) besprochen.Da wird genau gar nichts "besprochen". Da wird auch nur zwei mal das Wort erwähnt und dass DSA "hotzenplotzig" ist.
Ja. Vielleicht hat die Hotzenplotzigkeit von DSA gar nichts mit "typisch deutsch" zu tun. Es war halt so, dass die Erfinder von DSA damals aus irgendwelchen Gründen ein hotzenplotziges Setting gebastelt haben (vielleicht, weil sie meinten, damit könne man bei deutschen Jugendlichen einen guten Stich machen)
Ja, aber genau hat Runequest IMHO auch. Und ich finde auch nichts schlimmes daran, das man kein Held sein muss, um ein Held zu sein.Ich finde auch nichts Schlimmes daran. Ich habe nur wertneutral festgestellt, dass ich es außerhalb deutscher Settings kaum in einem RPG so wiederfinde.
Und um mal wo anders hin zu schauen, große Teile der Hollywoodfilme erzählen doch genau eine solche Geschichte, von normalen Menschen, die zu Helden werden.In Filmen begegne ich so etwas auch extrem häufig außerhalb Deutschlands. In RPGs finde ich das aber hauptsächlich in deutschen Settings.
Eigentlich ist das eine Wechselwirkung.
DSA hat einen bestimmten Spielstil geschaffen. Oder, wenn nicht geschaffen, so doch verstärkt und popularisiert. Das Bedürfnis nach diesem Spielstil war aber sehr wahrscheinlich in der Käuferschicht schon vorhanden, sonst hätte DSA sich (trotz aller günstigen Vorbedingungen) nicht so dominant und in dieser Form auf dem deutschen Markt durchsetzen können.
Schwerter & Dämonen (das ja fleißig im TV beworben wurde - ich kann mich noch an die Spots erinnern!
Das glaube ich nicht. Die Käuferschicht hat diesen Spielstil übernommen weil in den Büchern stand: "So sollst du spielen" bzw. weil die Käuferschicht gar keinen anderen Spielstil kannte.
Also zumindest D&D ist in Deutschland kein großes Problem eine Gruppe zu finden, kommt halt drauf an, welche Edition. Ich bin im wahrsten Sinne des Wortes spielend an DSA vorbeigekommen.Dito.
Das glaube ich nicht. Die Käuferschicht hat diesen Spielstil übernommen weil in den Büchern stand: "So sollst du spielen" bzw. weil die Käuferschicht gar keinen anderen Spielstil kannte.
Das wäre so einer der Punkte, der schwer zu prüfen ist. In den 80ern (als ich angefangen habe), war D&D als Alternative bekannt und im normalen Spielwarenladen auf Deutsch erhältlich.
Ich meine mich sogar zu erinnern eine D&D-Broschüre für die rote Box aus einem lokalen Obletter (ein Spielwarenladen) anno 1983 oder 84 gehabt zu haben. Ich habe aber als Kind null kapiert um was es in dem Spiel gehen soll, weil der für mich typische Part des Spielbretts und der Spielfiguren gefehlt hat in der Broschüre.Bei uns gab es um die Zeit 83/84 sogar schon eine wohlwollende Rezension zu D&D in der Morgenzeitungsbeilage fürs Fernsehen.
Dort gab es aber nicht nur DSA. Zumindest die detuschen DnD Sachen und Midgard konnte man auch kaufen.
Also zumindest D&D ist in Deutschland kein großes Problem eine Gruppe zu finden, kommt halt drauf an, welche Edition. Ich bin im wahrsten Sinne des Wortes spielend an DSA vorbeigekommen.
Ich glaub Midgard habe ich nicht mal später in den richtigen Rollenspielläden stehen sehen. ;D Das ist für mich das große Mysterium des deutschen Rollenspielsektors, dieses Midgard.
Also bei uns stand es immer in den Rollenspielläden im Regal.
Die deutschen Systeme stehen da eigentlich alle herum. Englische Systeme muss man ziemlich suchen, weil die sich im FLGS nicht mehr verkaufen.
Im Ernst: für Midgard bekommst Du derzeit noch nicht mal Grundregeln
Das ist die wahre Tragödie. In einer globalisierten Welt wird Englisch immer wichtiger, aber im Rollenspielsektor verkümmern die Sprachkenntnisse.
Insofern scheint es mir aus meiner begrenzten Erfahrung heraus ersichtlich, dass das Angebot maßgeblich die hiesigen Vorlieben bestimmt, und wir auf diffuse Termini komplett verzichten könnten, wollte man nicht mal wieder verzweifelt nach dem "typisch Deutschen" fahnden.Was meinst du mit "diffusen Termini"? Meinst du damit "Hotzenplotzerei"? Wenn ja, wie willst du dann die Art von Setting nennen, die in DSA und Räuber Hotzenplotz vorkommt?
Ich könnte als nächstes DSA anbieten ~;DOh, yeah. Do it. I dare you.
Was meinst du mit "diffusen Termini"? Meinst du damit "Hotzenplotzerei"? Wenn ja, wie willst du dann die Art von Setting nennen, die in DSA und Räuber Hotzenplotz vorkommt?
Und "DSA ist hotzenplotzig." kling imho wesentlich sinnvoller und fairer, als zu sagen: "Räuber Hotzenplotz ist DSA-ig geschrieben." - Schon alleine wegen dem Umstand, dass Räuber Hotzenplotz lange vor DSA existierte.
Und last but not least: Was hat der Sachverhalt, ob das Angebot hiesige Vorlieben bestimmt, damit zu tun, ob man auf diffuse Termini verzichten kann oder nicht? Das sind doch zwei vollkommen unabhängige Sachen, die nichts miteinander zu tun haben.
Ist der Merkmalskomplex von Aventurien, der hier mehr oder weniger unscharf als "hotzenplotzig" bezeichnet wird, "typisch deutsch" und war das schon vor dem Debut von DSA oder spielen nur deshalb so viele deutsche Rollenspieler "hotzenplotzig", weil die mit DSA angefangen haben?Vor DSA wurde hier in Deutschland nicht wesentlich Rollenspiel gespielt. Daher kann es vor DSA auch kein "typisch deutsch" im Punkte Rollenspiel gegeben haben.
1. Deutsche Mythenschöpfer können auch extrem unhotzenplotzig. Das Nibelungenlied und die Opern Richard Wagners sind so hotzenplotzig wie die Sonne kalt und dunkel ist; die sind extrem pathetisch, episch und tragisch, also das genaue Gegenteil von hotzenplotzig.Richtig. Allerdings haben es die deutschen Mythen nie groß ins Rollenspiel geschafft. Zumindest nicht hier in Deutschland. Deswegen würde ich die deutschen Mythen nicht als typisch deutsche Rollenspielart ansehen.
2. Die meisten deutschen Rollenspieler haben mit DSA angefangen, insofern ist es kaum verwunderlich, dass so viele deutsche Rollenspieler hotzenplotzig spielen, denn so was prägt ganz einfach.Richtig. Das ist auch der Grund, warum hotzenlotzig typisch deutsch ist.
3. Dass die meisten deutschen Rollenspieler mit DSA angefangen haben, liegt nicht zuletzt daran, dass dieses Rollenspiel die größte Durchdringung im Mainstream-Spielwarenhandel verzeichnen konnte (dank eines großen Mainstream-Spieleverlags, bei dem es erschienen war); in einer Vedes- oder Karstadt-Filiale in einer typischen deutschen Kreisstadt war es oft das einzige Rollenspiel im Sortiment.Würde ich zwar als Unterpunkt von 2 ansehen, aber auch hier Zustimmung meinerseits.
4. Es gibt unhotzenplotzige Rollenspiele, die auch in Deutschland sehr populär sind oder waren. In den späten 90ern wurden die Rollenspiel-Conventions von Gothics heimgesucht, die leidenschaftlich Vampire: Die Maskerade spielten, ein extrem unhotzenplotziges weil pathetisches und tragisches Spiel. An Engel ist auch gar nichts hotzenplotzig, wie überhaupt an der ganzen Endzeitmode der Nullerjahre. (Es ist auch sattsam bekannt, dass viele Rollenspieler Metalfans sind, und das ist doch eine ziemlich unhotzenplotzige Musikrichtung.)Richtig. Allerdings korrelieren diese Spiele nicht mit dem deutsch sein. Sprich, es gibt in den USA beispielsweise vergleichbar viele "Tragyk-Vampyr"-Rollenspieler wie hier in Deutschland. Aber die Menge an hotzenplotzigen Spielern findest du außerhalb Deutschlands nicht. Die Gründe dafür hast du ja in Punkt 2-3 vorgebracht.
Vor DSA wurde hier in Deutschland nicht wesentlich Rollenspiel gespielt. Daher kann es vor DSA auch kein "typisch deutsch" im Punkte Rollenspiel gegeben haben.
Vor DSA gab es auch kaum was.
Es gab DnD einige Monate vorher, Midgard 1 seit 1981, Abenteuer in Magira war nur einigen eingeweihten bekannt, und seit 1983 auch Schwerter und Dämonen.
Alles andere kam meines Wissens nach erst später.
Vor DSA gab es auch kaum was.Richtig.
Durch die neue stimmungs- und bildauslösende Funktion von Harmonik und Klangfarben wurden bereits im Freischütz (vor allem in der Wolfsschluchtszene) jene Sphären und Vorstellungen vermittelt, die seitdem untrennbar mit dem Romantikbegriff verbunden sind: die Evokation des blinden Waltens oder Seins von unergründlichen Natur- und Schicksalskräften, das Übernatürliche, der mythische Sagengrund und die märchenhafte Vergangenheit, die zum Symbol eines utopisch-ursprünglichen Zustands wird. Hinzu kamen ein volkstümlich-nationaler liedhafter Ton und der Gestus des ritterlichen Aufschwungs.
Es gab DnD einige Monate vorher, Midgard 1 seit 1981, Abenteuer in Magira war nur einigen eingeweihten bekannt, und seit 1983 auch Schwerter und Dämonen.Kleine, wenig relevante Randnotiz: Abenteuer in Magira kam erst 1987 raus. Magira hast Du in Midgard 1 bespielt.