Ich hatte ja gehofft, dass inzwischen mal durchgedrungen wäre, dass Laws Spielertypenansatz Ebenen mischt und sie sich damit nicht für eine irgendwie geartete Einordnung eignen, da sie eben Nebeneinander stehen können.
Sie beantworten eine Frage, nämlich: "Woraus ziehen Spieler ihren Spielspaß?"Das tun sie nichmal ansatzweise. IMHO sind sie für diesen Zweck vollkommen und absolut ungeeignet.
Hm.. der Ansatz, dass die Spielertypen Beobachtungen von Laws was am Spieltisch an Verhalten auftaucht waren, welches er dann versuchte für sich zu erklären, gefällt mir sehr gut. So hab ich das noch nicht betrachtet; klingt sehr treffend; klingt sogar wie etwas was jeder mal für sich machen sollte :).... hab ich immer so verstanden. Die Begriffe, die Laws eingeführt hat, hat unserer Earthdawn-Runde, die damals an tendenziell inkompatiblen Spielstilen zu zerbrechen drohte, geholfen für unser Spielverhalten und damit verbundene Präferenzen überhaupt ein gemeinsames Vokabular zu finden.
Wenn wir nicht von Laws ausgehen, sollten wir selbst eine Grundlage von Spielmotivationen benennen, sonst können wir diesen keine Spiele zuordnen. Ich denke, man kann das eine oder das andere machen. Aber bitte, lasst uns das jetzt zügig entscheiden.Hab für eine eigene Sammlung mal ein eigenes Thema (http://tanelorn.net/index.php/topic,84300.0.html) aufgemacht.
Ich denke, da man ein System auf verschiedene Arten interpretieren und umsetzen kann, wird die Beantwortung der Frage, ob ein System eine Art zu spielen eher unterstützt als ein anderes, ziemlich schwer werden. Ich würde sogar behaupten, dass die Art, wie eine Rollenspielrunde (ein System) zu spielen pflegt, weitaus entscheidender ist, als das System an sich.Das stimmt. Ich kann auch Vampire als Quasi-Brettspiel oder DungeonCrawl spielen. Trotzdem gibt es Tatsachen, wie diese, dass schwammige Regeln taktisches Vorgehen erschweren. Oder, dass der Aufbau von Abenteuern in Episoden und Akten, wie das WFRP 3 macht, schwer mit Antiklimax zusammen geht. Und außerdem, dass Metagaming aus der Immersion reißt/reißen kann.
Das tun sie nichmal ansatzweise. IMHO sind sie für diesen Zweck vollkommen und absolut ungeeignet.
Das Problem ist doch, dass es mir im Grunde überhaupt nichts nützt, zu wissen, was für Spielstile ein System angeblich unterstützt, wenn die Gruppe, mit der ich das spielen will, es ganz anders versteht und umsetzt. Schlimmstenfalls führt sowas dazu, dass mal wieder irgendwer jemand anderem erzählen will, er würde System XY nicht "richtig" spielen.Jein. Wenn ich weiß, welches Spiel welche Präferenzen, Motivationen, Spielstile unterstützt, kann ich bei der Systemwahl darauf achtgeben. Wenn ich nur auf die Gruppe schaue, kann es sein, dass ich die Vorzüge eines Systems gar nicht richtig nutzen kann (Geländewagen im Stadtverkehr) oder systemische Probleme in der Gruppe nicht identifizieren kann.