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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: Slayn am 28.07.2013 | 16:03

Titel: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Slayn am 28.07.2013 | 16:03
Bei Vampire : The Masquerade wurde ja schon angedeutet das man den begrenzenden Mechanismus ignorieren kann. Bei Cthulhu ist der begrenzende Faktor umstritten und muss auch nicht bei jedem Abenteuer ins Spiel kommen.

Kann man machen, dann spielt man aber auch ein unterschiedliches Spiel und dann sollte man auch die Regeln hinterfragen, die man benutzt. Vampire ist mit dem Ende ein Erfahrung, ohne dem Ende nur Superheroes with Fangs. Man sollte sich selbst dann mal im klaren sein dass Ende nicht gleich Verlieren bedeutet.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Teylen am 28.07.2013 | 16:19
Vampire : The Masquerade:
 - Verlust der Menschlichkeit, wenn auch in vielen Spielrunden kaum Zentrales Thema, so doch "im Sinne des Erfinders"
Sehe ich anders.
Schließlich kann man Menschlichkeit nicht nur gewinnen sondern auch wieder erwerben.
Das heißt meines Erachtend hat V:tM kein festes Endziel. Weder im Verlust der Charaktere noch im erreichen von Gehenna.

Auch bei DRYH kann man weitestgehend gut rauskommen?
(So nachdem lesen der einen Regeln)
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Slayn am 28.07.2013 | 16:26
@Teylen:

Es geht, nach meinem Verständnis, nicht darum das potentielle Endziel zu vermeiden sondern zu erleben.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: trollslayer am 28.07.2013 | 16:38
Mir geht es um die Intention des Erfinders. Ich kann auch Cthulhu spielen bis die Charaktere Superhelden sind, aber im Sinne des Erfinders wird das wohl eher nicht sein.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Arkam am 28.07.2013 | 16:56
Hallo zusammen,

als Cthulhu Sammler der sich auch im offiziellen Forum herum treibt kenne ich da inzwischen zwei Hauptpositionen.
Die erste sieht das reine spielen des fiktiven Charakters als Ziel an. Man versucht also den Charakter zu simulieren und akzeptiert auch das Scheitern in Form von Charakter Tod oder einem nicht gelösten Abenteuer.
Die andere sieht Cthulhu als extrem hartes System bei dem das Ziel ist trotz der vielen Widrigkeiten erfolgreich ein Abenteuer zu lösen.

Eine wirkliche Aussage des Regel Autors ist mir allerdings nicht bekannt. Allerdings auch kein wütender Protest oder ein text darüber wie Cthulhu richtig zu spielen sei.

Gruß Jochen
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Zarkov am 28.07.2013 | 17:05
Es geht doch um Sieg-, End- oder Abbruchbedingungen, die regeltechnisch festgelegt sind. Cthulhu, Vampire und ähnliche Spiele können enden, ohne daß jemand wahnsinnig wird, stirbt, oder sich seinem inneren Monster ergibt. Man kann die Charaktere dann einfach in das nächste Abenteuer übernehmen.

Andersrum können Charaktere auch wahnsinnig werden oder sterben, ohne daß das Spiel beendet ist. Man kann sogar einfach Ersatzcharaktere einführen und weiterspielen. Das sind beides keine Endbedingungen.

Wenn hingegen eine Sieg- oder Endbedingung erreicht wird – Phase 4 von 4 durchgespielt, Gewinnzähler hat 0 erreicht, festgelegte Bedingung X ist erfüllt – dann endet das Spiel, weil der Strukturmechanismus greift. Darauf kommt es der Themenerstellerin doch an.

Zitat aus dem Eröffnungsbeitrag – worum es nicht geht:
Level X bei D&D oder 'alle Punkte voll' bei V:tM.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Pyromancer am 28.07.2013 | 17:06
Die Frage ist halt: Was macht man, wenn die "Endbedingung" erreicht ist? Bei "The Mountain Witch" hört man auf zu spielen. Bei CoC baut man sich einen neuen Charakter und spielt weiter. (Das war zumindest bei uns so.)
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Arkam am 28.07.2013 | 17:30
Hallo zusammen,

verändert ein solches fixes Endziel die Art wie gespielt wird?

Gruß Jochen
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Slayn am 28.07.2013 | 17:39
verändert ein solches fixes Endziel die Art wie gespielt wird?

Sehr. Was man wie und warum macht hat dann eine völlig andere Qualität. Welche Handlungen man unternimmt hat auch eine andere Qualität. Das ergibt dann auch eine andere Fiktion, teils viel größer und breiter angelegt.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Bad Horse am 28.07.2013 | 17:56
verändert ein solches fixes Endziel die Art wie gespielt wird?

Ich finde schon. Wenn man weiß, wo die Reise endet, spielt man schon anders, als wie wenn man einfach nur vor sich hineiert (falls sich jemand an dem Wort "herumeiern" stört - ich eiere mit Begeisterung herum und meine den Begriff nicht abfällig). 
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Boba Fett am 28.07.2013 | 18:04
verändert ein solches fixes Endziel die Art wie gespielt wird?

Ich finde schon. Wenn man weiß, wo die Reise endet, spielt man schon anders, als wie wenn man einfach nur vor sich hineiert...

finde ich auch...

Man stelle sich vor, beim Herrn der Ringe in Imladris, in der geheimen Sitzung des Rates von Elron wäre nicht klar gewesen, wo der Ring gedumpt werden müsste.
"Also vielleicht verhandeln, oder Gondor stärken, nein, Rohan ist das neue Volk!
Oder gehen wir alle unter Tage zu den Zwergen und harren aus? Quatsch, die Elbenwälder! Auf nach Westen!
Wir können uns auch ergeben! ...per Einschreiben!"
...
Klasse Idee für einen Spielleiter insbesondere, wenn die Runde in entscheident schwierigen Situationen plötzlich die Meinung wechselt,
was denn vielleicht doch als Alternative drin wäre...
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Bad Horse am 28.07.2013 | 18:12
Klasse Idee für einen Spielleiter insbesondere, wenn die Runde in entscheident schwierigen Situationen plötzlich die Meinung wechselt,
was denn vielleicht doch als Alternative drin wäre...

Das passiert bei Spielen wie Fiasko oder Montsegur 1244 aber eigentlich gar nicht - das liegt aber nicht nur an dem klaren Endziel, sondern auch an der klaren Struktur. Es gibt halt nur eine beschränkte Anzahl von Szenen, und dann kommt das Ende und es wird geschaut, wie der Ausgang ist.

Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Benjamin am 28.07.2013 | 18:54
Die erste sieht das reine spielen des fiktiven Charakters als Ziel an. (...) Die andere sieht Cthulhu als extrem hartes System bei dem das Ziel ist trotz der vielen Widrigkeiten erfolgreich ein Abenteuer zu lösen.

Eine wirkliche Aussage des Regel Autors ist mir allerdings nicht bekannt.
Wer hat's erfunden ... (http://en.wikipedia.org/wiki/Development_of_Doom) ;D
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Teylen am 28.07.2013 | 19:02
@Teylen:
Es geht, nach meinem Verständnis, nicht darum das potentielle Endziel zu vermeiden sondern zu erleben.
Ein Endziel erlebt man weniger als das man es erreicht und danach abschließt.
Das heißt das erleben der geringen Menschlichkeit bzw. der Entfremdung setzt bei V:tM nicht erst gegen Ende sondern bereits schon zu beginn an.
Angesichts der Darstellung in der ersten Edition sowie der meschanichen Umsetzung bis hin zu der Ausformulierung Golcondas, als auch den Angebot hinsichtlich Pfaden und dergleichen, halte ich die Aussage das es bei V:tM darum ginge einen anhaltenden Verlust der Menschlichkeit des Charakters nachzuvollziehen für falsch. Auch habe ich nicht den Eindruck das es von den Machern gefordert ist, die einerseits in den Regelwerken explizit die Gestaltungsräume einräumen und wo man sich andererseits auf YouTube ansehen kann wie MRH V:tM spielt.

Es geht doch um Sieg-, End- oder Abbruchbedingungen, die regeltechnisch festgelegt sind. Cthulhu, Vampire und ähnliche Spiele können enden, ohne daß jemand wahnsinnig wird, stirbt, oder sich seinem inneren Monster ergibt. Man kann die Charaktere dann einfach in das nächste Abenteuer übernehmen.
+1
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: trollslayer am 28.07.2013 | 19:24
Fordern und einplanen sind zwei Paar Schuhe
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Teylen am 28.07.2013 | 19:30
Eingeplant ist auch das die Spieler Diszis bis 5/9 haben ^^;
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Zarkov am 28.07.2013 | 20:07
Nochmals kurz zurück zu Arkams Frage:
verändert ein solches fixes Endziel die Art wie gespielt wird?

Besonders bemerkbar macht sich sowas, wenn konfliktorientiert gespielt wird und ein Zähler oder ähnliches verwendet wird. Wenn es dann nämlich sichtbar auf das Ende zugeht, ist das noch einmal ein starker Ansporn, alle verbliebenen Kräfte zusammenzunehmen und nochmal alle Register zu ziehen. Crescendo und Paukenschlag! Besonders bei antagonistischen Spielen.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Bad Horse am 28.07.2013 | 20:14
Klar, wenn du schon weißt, dass das Spiel demnächst zu Ende ist, dann gibt es wirklich keinen Grund mehr, dich irgendwie zurückzuhalten.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: trollslayer am 28.07.2013 | 22:28
Nein. Laut Grudnregelwerk erster Edition, zumindest bei der alten Welt bin ich mir da mehr als sicher, gehen die Disziplinen bis Stufe 5, weil einseitige Charaktere durchaus zum Start eine Disziplin auf Stufe 4 haben können und die Möglichkeit haben sollen noch einmal zu steigern. Disziplinen der Stufe 6 waren anfangs für Ahnen-NSC vorbehalten und nur grob umrissen. Dass Regeln für die Disziplin der Baali angeführt werden hieß auch nicht, dass man solche spielen sollte.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Bad Horse am 28.07.2013 | 22:42
Spielt hier aber eigentlich keine Rolle. Vampire hatte nie ein fest vorgegebenes, klares Ziel mit einer klaren Struktur, wie man den Weg zu diesem Ziel erreichen kann.

Wäre als Indie allerdings sicherlich mal interessant, ein Vampirspiel mit genau diesem Fokus zu bauen.

@Fairy Tale: PtC ist Promethean: The Created?
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Mr. Ohnesorge am 28.07.2013 | 22:50
Richtig.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Praion am 28.07.2013 | 23:10
Und wofür Regeln für etwas das man nicht spielen sollte? In dem Moment in dem Autoren Regeln für etwas raus bringen, sagen sie damit offiziell "das sollt Ihr spielen".

Back to Topic: Bei PtC ist das Ziel erreicht, wenn die Charaktere zu echten Menschen werden.

Das ist quasi direct und 100% falsch.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Mr. Ohnesorge am 28.07.2013 | 23:17
Welche der beiden Aussagen meinst du?
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Arkam am 29.07.2013 | 06:23
Hallo Grinder,

ich nehme an die Aussage "Mit Regeln zu einem Thema geben die Autoren dies zum Spielen frei." ist gemeint. Denn schließlich müssen auch ein paar Regeln für Gegner vorhanden sein. In den meisten Systemen kann ich aber diese Gegner nicht spielen sondern eben im Abenteuer Regel gemäß benutzen.
Ich sehe hier allerdings tatsächlich einen Fall den man diskutieren kann. Denn es geht ja um mächtige Vampire in einem Spiel indem man Vampire spielt. Ich habe mich in die ältere Generation im Rahmen von Gehenna etwas eingelesen. Von da aus sehe ich besonders mächtige Vampire allerdings auch eher als Gegner.
Ich denke weitere Diskussionen sollte man in einen entsprechenden Thread auslagern.

Gruß Jochen
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Teylen am 29.07.2013 | 07:42
Spielt hier aber eigentlich keine Rolle. Vampire hatte nie ein fest vorgegebenes, klares Ziel mit einer klaren Struktur, wie man den Weg zu diesem Ziel erreichen kann.
Genau das.

Zitat
Dass Regeln für die Disziplin der Baali angeführt werden hieß auch nicht, dass man solche spielen sollte.
Ansonsten,..
das Grundregelwerk der ersten Edition von Vampire: The Masquerade zeigt einen Comic in dem ein frisch gemachter Vampir sein menschliches Dasein zurück erlangt und happily ever after (bis zu seinen natürlichen Tod) mit seiner Frau zusammenlebt. Soweit dann zu der Theorie das es nur darum ginge den Verlust der Menschlichkeit zu erspielen und alles andere falsch sei,..
Abgesehen davon gibt das Spiel iirc bereits mit der zweiten Edition, die kaum ein Jahr nach der ersten erschien sowohl Regeln zum spielen von Ahnen, mit entsprechenden detaillierten Beschreibungen der Disziplinen jenseits der Stufe 5 - nicht das man davor nicht auch ordentlich rocken könnte - wie auch detaillierte Regeln und Hintergründe für so etwas wie das Spielen von Sabbat Charakteren. Abgesehen davon kann man einen Charakter mit einer 5er Disziplin anfangen lassen, iirc (mit den Grundpunkten ohne weiteres möglich).
Diablerie Mexico erschien (http://whitewolf.wikia.com/wiki/Vampire:_The_Masquerade_books) auch noch für die erste Edition? Bzw. 1992, Diablerie Britain kam dann 1993 nach.

Das heißt imho funktioniert das "Man muss es so oder so spielen" beziehungsweise das festlegen eines "Endgültigen Spielweise [mit festen Ziel]" gerade bei Vampire nicht.
Ich wäre geneigt es eher Spielen der OSR, DSA oder D&D zu unterstellen, sehe aber davon ab.
Einerseits weil die regelmechanische Endbedingung, der Rahmen, fehlt.
Andererseits weil man auch die spielen kann wie einem die Schnute gewachsen ist.

Bei anderen - passenderen - Spielen, wie Annalise oder Our Last Best Hope, müßte man so massiv in die Regeln und die Struktur eingreifen das das Endresultat mechanisch nichts mehr mit dem im Buch zu tun hat, um die Endbedingung bzw. das Ziel zu entfernen.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: oliof am 29.07.2013 | 07:53
Klassisches D&D hat als Endziel die Kontrolle über einen eigenen Landstrich; insbesondere die nichtmenschlichen SC-Varianten haben ihr Wachstum irgendwo zwischen Stufe neun und 12 erreicht. Bei BECMI-D&D ist das Endziel, 'Unsterblich'/gottgleich zu werden. Häufig scheint es dazu aber nicht zu kommen, weil viele den "sweet spot" zwischen Stufe 4 und 8 nicht verlassen wollen, in dem die Charaktere nicht gleich tot umfallen wenn sie mal unvorsichtig sind, aber auch noch nicht die mechanischen Möglichkeiten haben sich das Abenteuer zu suchen, anstatt dass das Abenteuer sie sucht (-: [Leute die gleich was anderes spielen wollen mal aussen vorgelassen]
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: trollslayer am 29.07.2013 | 11:40
Ich bekomme doch langsam das Gefühl, dass sich da jemand bezüglich Vampire regelrecht angegriffen fühlt. Es gäbe zwar eine Lösungsmöglichkeit für diese Diskussion, aber ich denke man sollte das nicht weiter verfolgen.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Mr. Ohnesorge am 29.07.2013 | 11:44
Ansonsten,..
das Grundregelwerk der ersten Edition von Vampire: The Masquerade zeigt einen Comic in dem ein frisch gemachter Vampir sein menschliches Dasein zurück erlangt und happily ever after (bis zu seinen natürlichen Tod) mit seiner Frau zusammenlebt. Soweit dann zu der Theorie das es nur darum ginge den Verlust der Menschlichkeit zu erspielen und alles andere falsch sei,..

Vielleicht, nur ganz vielleicht, ergibt sich daraus im Sinne des Threads ja auch eine feste Endbedingung: die Zurückerlangung der Menschlichkeit. Alternativ ist das Spiel ja auch zu Ende, wenn die Humanity eines Vampir-SC auf 0 sinkt.

Ich bekomme doch langsam das Gefühl, dass sich da jemand bezüglich Vampire regelrecht angegriffen fühlt.

Wie kommst du denn darauf?  >;D

(https://static.3dsupply.de/temp/tile_images/256_1659_24_1370520729.0_False_False_None_0.8_800_600.png)
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Pyromancer am 29.07.2013 | 11:49
Klassisches D&D hat als Endziel die Kontrolle über einen eigenen Landstrich; insbesondere die nichtmenschlichen SC-Varianten haben ihr Wachstum irgendwo zwischen Stufe neun und 12 erreicht.

Aber dann hört das Spiel doch nicht auf, sondern man spielt einfach weiter, nämlich als Herrscher über den Landstrich. Oder?
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Arldwulf am 29.07.2013 | 12:13
D&D 4E hat mit den Epischen Schicksalen ein paar sehr konkrete Endbedingungen. Abhängig vom Charakter gibt es ein zu erreichendes Ende, eine "ich ziehe mich aus dieser Welt zurück" Bedingung.

Sei es "der Magier wird zu einem Teil der Magie", Gottstatus oder ähnliches. Theoretisch ist danach auch noch nicht zwingend Schluß mit dem Charakter, aber es ist eben ein zumindest vorgesehenes Ende des Spiels.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: gunware am 29.07.2013 | 12:24
Theoretisch ist danach auch noch nicht zwingend Schluß mit dem Charakter, aber es ist eben ein zumindest vorgesehenes Ende des Spiels.
Für mich ist diese zitierte Aussage ein Widerspruch. So lange nur ein Chara existiert, der irgendwann im Spiel auftauchte, so lange ist noch kein Ende des Spiels.
(Deswegen habe ich im Nachbarthread auch Schwierigkeiten auf ein Konsens mit den mitdiskutierenden zu kommen. Sie sehen Ende da, wo ich nur eine Zwischenstation sehe.)
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Arldwulf am 29.07.2013 | 12:34
Ja, es ist in gewisser Weise auch ein Widerspruch. Dieser entsteht weil zwar die Abenteurerzeit zu Ende geht, der Abenteurer aber noch da ist.

Es ist im weitesten Sinne also nur ein "und dann lebten sie bis ans Ende ihrer Tage" - das Ende der Geschichte, auch wenn die dort Handelnden noch da sind.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Teylen am 29.07.2013 | 12:37
Vielleicht, nur ganz vielleicht, ergibt sich daraus im Sinne des Threads ja auch eine feste Endbedingung: die Zurückerlangung der Menschlichkeit. Alternativ ist das Spiel ja auch zu Ende, wenn die Humanity eines Vampir-SC auf 0 sinkt.
Da ich den Thread erstellt habe kann ich recht souverän behaupten:
Nein, es ergibt sich keine feste Endbedingung im Sinne dieses Threads.

Das Charaktere sterben oder ausscheiden können bedeutet nicht das ein Spiel eine feste Endbedingung beziehungsweise ein Ziel hat wie ich es im Eingangspost beschrieb.
Andernfalls wäre jedes Rollenspiel in dem ein Charakter sterben oder ausscheiden kann ein Spiel das passen würde und dann wäre der ganze Thread überflüssig. V:tM würde auch nicht wegen der Humanity reinfallen sondern allein schon aufgrund der Hitpoints.

Insofern bitte ich darum sich den Eingangspost (http://tanelorn.net/index.php/topic,85040.msg1727451.html#msg1727451) durchzulesen und solche mutwilligen Spam-Beiträge bzw. Diskusssions Derail-Versuche zu unterlassen. (Anfeindungen / Spitzen bitte ebenfalls)
Danke.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: gunware am 29.07.2013 | 12:45
Es ist im weitesten Sinne also nur ein "und dann lebten sie bis ans Ende ihrer Tage" - das Ende der Geschichte, auch wenn die dort Handelnden noch da sind.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Wenn die Geschichte weiter gehen kann, dann ist das Ende setzen nur eine Entscheidung der Spielenden. Das ist keine Regel.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Mr. Ohnesorge am 29.07.2013 | 12:47
Das Charaktere sterben oder ausscheiden können bedeutet nicht das ein Spiel eine feste Endbedingung beziehungsweise ein Ziel hat wie ich es im Eingangspost beschrieb.

Der Verlust aller Humanity-Punkte oder die Menschwerdung eines Vampires fallen für mich schon sehr unter das im Eingangspost geschriebene:

Zitat
eine feste Endbedingung haben beziehungsweise ein Ziel nach dessen Erreichung man fertig ist

Ist natürlich die Frage, wie explizit im Regelwerk eine Endbedingung oder ein Ziel genannt werden muss....
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Teylen am 29.07.2013 | 13:05
Da steht auch "ein beziehungsweise Ziel".
Auch ist die Sprache von einer "festen Endbedingung" das ein Charakter aus dem Spiel genommen wird weil seine Lebenspunkte auf 0 fallen, er verrückt werden kann, er entarten kann ist keine feste Endbedingung im den Sinn wie es gemeint gewesen ist. Es ist eine Möglichkeit von vielen.

Der Eingangssatz:
Zitat
In zwei unterschiedlichen Threads kam die Frage nach Rollenspielen auf die eine feste Endbedingung haben beziehungsweise ein Ziel nach dessen Erreichung man fertig ist.
Was wohl gerade angesichts des oft propagierten "Rollenspiele haben kein Spielziel" als bemerkenswert war genommen wurde.
Sollte es doch klar stellen. Das mit der Endbedingung nicht jedes (normale) ausscheiden von Chars gemeint ist. Spätesdens ab dem zweiten Satz.


Natürlich kann man sich jetzt etwas sehr doof stellen und versuchen den Begriff Endbedingung kaputt zu definieren oder sich an irgendwelchen Formulierungen die einem vielleicht zweideutig erscheinen mögen aufhängen,.. allerdings bitte in einem anderen Thread.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Mr. Ohnesorge am 29.07.2013 | 13:10
Ich sehe es als großen Unterschied an, ob ein SC stirbt und dann aus dem Spiel genommen wird/ werden muss oder ob ein Thema wie der Konflikt Menschlichkeit vs. Tier entschieden wird (indem der SC vollständig zu einem von beidem wird).
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Slayn am 29.07.2013 | 13:14
Thema wie der Konflikt Menschlichkeit vs. Tier entschieden wird (indem der SC vollständig zu einem von beidem wird).

Das empfand ich bisher eigentlich als den Kern der WoD und es qualifiziert das Ganze für mich als Sieges-/End-Bedingung und als abgeschlossene Geschichte.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Teylen am 29.07.2013 | 13:18
Ich im Hinsicht auf die Endbedingung nicht.
In beiden Fällen ist eine Punkteleiste zu neige (Menschlichkeit, Leben etc.).
Es gibt auch fälle wo die Punkteleisten voll werden (Wahnsinn, Schaden etc.).

Wobei das nicht Thread-Topic ist.
Respektive keine Endbedingung im Sinn des Themas darstellt.

Insbesondere da es, unabhängig von der persönlichen Sichtweise der WoD, keine allgemeingültige Endbedingung für die WoD oder auch nur Vampire ist. Das heißt man mann Vampire spielen und ein Abenteuer bzw. eine Geschichte ohne das sich der Menschlichkeitswert auch nur bewegt. (Nicht herausgefordert, Proben bestanden etc. pp.)

Man kann aber nicht FIASCO oder Our Last Best Hope spielen und die Endbedingung des Ergebniswürfeln vermeiden. Man kann Annalise nicht spielen ohne als Endbedingung zum Epilog-Schritt zu gelangen.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Slayn am 29.07.2013 | 13:34
@Teylen:

Ich verstehe hier deine Abgrenzung nicht, bzw. sie erscheint mir recht willkürlich.

Ich hatte ja Dark Crusade genannt, ein Spiel das eine sehr geradlinige Entbedingung hat, nämlich 100 Infamy vor 100 Corruption/Insanity zu erreichen.
Faktisch jede Handlung die man macht, bringt Corruption und/oder Insanity ein. Mit beidem steigt die persönliche Macht an. Auf dem Weg zu den 100 Infamy Punkten wird man also einiges an sowohl Corruption als auch Insanity anhäufen, anders kann man gar nicht an genug Infamy kommen.

Der Kern von V:tM, also nur das Grundbuch, scheint die Gegenfrage zu stellen: Wie weit kommt man bis die Menschlichkeit verbraucht ist? Das ist für mich ein klares Ziel und auch Ende.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Arldwulf am 29.07.2013 | 13:38
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Wenn die Geschichte weiter gehen kann, dann ist das Ende setzen nur eine Entscheidung der Spielenden. Das ist keine Regel.

Ich denke das ist der Punkt, denn die Geschichte kann nicht weitergehen, nur eine neue entstehen. Die Geschichte über Max den Abenteurer ist zuende. Die Geschichte über Max der Teil der Magie selbst geworden ist, ist nicht mehr die gleiche.

Es ist insofern schon recht deutlich ein zurückziehen aus der Welt.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Pyromancer am 29.07.2013 | 13:44
Ich verstehe hier deine Abgrenzung nicht, bzw. sie erscheint mir recht willkürlich.

Ein grundlegender Punkt:
Im einen Falle (CoC, VtM, Dark Crusade, ...) gilt die Endbedingung nur für den betreffenden Charakter, im anderen Falle (Fiasco, The Mountain Witch, Gray Ranks, ...) für die gesamte Gruppe.

Teylen will (mMn) nur über die zweite Gruppe reden.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Slayn am 29.07.2013 | 13:48
Ein grundlegender Punkt:
Im einen Falle (CoC, VtM, Dark Crusade, ...) gilt die Endbedingung nur für den betreffenden Charakter, im anderen Falle (Fiasco, The Mountain Witch, Gray Ranks, ...) für die gesamte Gruppe.

Teylen will (mMn) nur über die zweite Gruppe reden.

Das liefert dann aber ein sehr verzerrtes Ergebnis ab.
So gesehen gäbe es dann nur Indie-Spiele mit festen Endbedingungen/Zielen, nicht aber Mainstream-Spiele, dies nur dadurch bedingt dass man Gruppe von Spieler trennt.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Teylen am 29.07.2013 | 13:55
Ein grundlegender Punkt:
Im einen Falle (CoC, VtM, Dark Crusade, ...) gilt die Endbedingung nur für den betreffenden Charakter, im anderen Falle (Fiasco, The Mountain Witch, Gray Ranks, ...) für die gesamte Gruppe.

Teylen will (mMn) nur über die zweite Gruppe reden.
Genau das. ^_^
Einfach weil mir der zweite Fall in Hinsicht auf ein (klassisches Rollenspiel-)Verständnis heraus bemerkenswerter erscheint.

Das liefert dann aber ein sehr verzerrtes Ergebnis ab.
Wieso ist die gezielte Betrachtung verzerrt sein?
Schließlich fallen damit auch verschiedene Indies heraus - wie imho z.B. DRYH, wenn ich die Regeln richtig in Erinnerung habe.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: gunware am 29.07.2013 | 13:55
Ich denke das ist der Punkt, denn die Geschichte kann nicht weitergehen, nur eine neue entstehen.
Ganz klar Einsichtsache.
Wenn man in RealLife™ heiratet, geht die Geschichte dann weiter oder entsteht eine neue?  ~;D

Der Kern von V:tM, also nur das Grundbuch, scheint die Gegenfrage zu stellen: Wie weit kommt man bis die Menschlichkeit verbraucht ist? Das ist für mich ein klares Ziel und auch Ende.
Hier sieht man deutlicher, wie sich unser Verständnis von Rollenspielen unterscheidet. Das was für Dich jetzt klares Ziel und Ende ist, ist für mich nur ein roter Faden und Ideen-Lieferant.
(Wobei ich zugeben muss, dass ich die genaue Formulierung nicht kenne, da muss Theylen aushelfen, aber wenn ich es richtig verstanden habe, dann scheinen mir ihre Beiträge eher zu meinem Verständnis zu passen.)

EDIT, weil Ihr wieder mal schneller seid als ich.
gäbe es dann nur Indie-Spiele mit festen Endbedingungen/Zielen, nicht aber Mainstream-Spiele
Das sage ich doch die ganze Zeit.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Slayn am 29.07.2013 | 14:05
Wieso ist die gezielte Betrachtung verzerrt sein?

Weil das nur eine Gruppenspiel-Betrachtung ist und den Individuellen Gewinn oder Verlust herausnimmt. Das macht folglich nur Sinn wenn man als Gruppe gewinnen oder verlieren kann, als Einzelperson aber nicht.

Hier sieht man deutlicher, wie sich unser Verständnis von Rollenspielen unterscheidet. Das was für Dich jetzt klares Ziel und Ende ist, ist für mich nur ein roter Faden und Ideen-Lieferant.
(Wobei ich zugeben muss, dass ich die genaue Formulierung nicht kenne, da muss Theylen aushelfen, aber wenn ich es richtig verstanden habe, dann scheinen mir ihre Beiträge eher zu meinem Verständnis zu passen.)

Der Sinn hier besteht darin dass Menschlichkeit ein Wert ist, der geprüft werden kann. Verluste bei der Probe senken deinen Wert. Die Prüfungen sind mit moralisch-ethischen Aktionen verbunden, die dann auch den beschreibenden Schwellenwert für die Prüfung darstellen. Je länger man also spielt und umso mehr Macht man anhäuft, umso öfters muss man gegen Menschlichkeit prüfen, welche dann sinkt. Hat man einen Wert von 0 erreicht, hat das Tier in einem die Kontrolle übernommen und dein Charakter ist jetzt ganz Vampir, ohne Funken deiner alten Persönlichkeit. Der Witz besteht darin die Balance zu hallten zwischen schierer Macht und Menschlichkeit.
Man kann, durch geschicktes legen der Punkte, den Mechanismus umgehen. Wenn man seinen Charakter "richtig" baut, dann schafft man seine Menschlichkeitsproben, dies ist aber recht unabhängig vond er Fiktion und stellt nur ein Regelkonstrukt dar, siehe Powergaming.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Teylen am 29.07.2013 | 14:11
Ich finde die Betrachtung des Aspekt des Gruppenspiel allerdings durchaus interessant.
Es scheint auch dieser Aspekt zu sein der mitunter an anderer Stelle Irritation, Überraschung bis Neugier auslöste.

Die Betrachtung von individuellen, Charakter oder rein Spielerbezogene, Ziel oder Endbedingungen wäre eine andere. Eine die ein, meiner Ansicht nach, eher gewöhnliches Phänom erfasst. Man könnte dahingehend vielleicht in einem Thread fragen ob es Spiele gibt die ohne Ziel oder Endbedingungen auskommen.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Arldwulf am 29.07.2013 | 14:27
Ganz klar Einsichtsache.
Wenn man in RealLife™ heiratet, geht die Geschichte dann weiter oder entsteht eine neue?  ~;D

Kommt darauf an was die Geschichte war. ;-)

Aber ganz generell muss man sehen das Geschichten Enden können, auch dann wenn die Protagonisten darin weiter existieren.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: gunware am 29.07.2013 | 14:32
Aber ganz generell muss man sehen das Geschichten Enden können
Das stelle ich ja nicht in Abrede, ich sage nur, dass "wir" den Geschichten ein Ende geben. Was für jemanden ein Anfang, kann für den anderen das Ende sein - oder nur ein kleines Intermezzo.

Das meinte ich auch mit:
So lange nur ein Chara existiert, der irgendwann im Spiel auftauchte, so lange ist noch kein Ende des Spiels.
(kursiv in Zitat von mir.) Auch wenn ein Chara erst später ins Spiel einsteigt und die Charas, die das Spiel angefangen haben, längst tot sind, ist es immer noch das gleiche Spiel, denn die Geschichte (der Welt) wird fortgeschrieben.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Arldwulf am 29.07.2013 | 14:39
"wir" ist aber ein weiter Begriff.

Dazu zähle ja auch ich, wenn ich einen Charakter spiele der irgendwann mal vielleicht im Lied der Schöpfung aufgeht, zu den Sternen aufsteigt oder sonstwelche "jetzt isser weg" Enden erlebt.

Es ist ja auch nicht so dass es sich hierbei um eine zufällig erwürfelte Eigenschaft handelt, es ist ein selbstgewähltes, selbst angestrebtes Schicksal. Natürlich kann ich sagen: Der taucht in einer anderen Geschichte mal wieder auf!

Aber das endet nichts daran dass seine Geschichte geendet ist.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: gunware am 29.07.2013 | 14:48
"wir" ist aber ein weiter Begriff.

Dazu zähle ja auch ich, wenn ich einen Charakter spiele der irgendwann mal vielleicht im Lied der Schöpfung aufgeht,
Ja, genau. Dazu zählst auch Du. Du vergibst dem Chara an der Stelle das Ende der Geschichte. (Für den Chara selbst ist es ja kein Ende.) Ich würde dem Chara an der Stelle kein Ende geben. Die anderen würden dem Chara (vielleicht) an einer anderen Stelle das Ende der Geschichte geben. Deswegen das "wir", weil jeder an einer bestimmten Stelle entscheiden kann, wann das Ende der Geschichte ist.
Das heißt "wir" entscheiden, wann eine Geschichte endet und eine neue anfängt. Denn wir sind von "außerhalb" deren Welt. (Deswegen auch der spaßige Vergleich mit der Heirat: wenn man das Heiraten als Ende einer Geschichte und Anfang einer neuen betrachtet, dann findet die Betrachtung so, als ob sie von "außen" gemacht worden wäre. Während des Durchlebens des Moments ist da kein Grenzpunkt, der ein Ende signalisiert. Es ist nur angedichtet.)
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Arldwulf am 29.07.2013 | 14:58
Ja, genau. Dazu zählst auch Du. Du vergibst dem Chara an der Stelle das Ende der Geschichte. (Für den Chara selbst ist es ja kein Ende.) Ich würde dem Chara an der Stelle kein Ende geben. Die anderen würden dem Chara (vielleicht) an einer anderen Stelle das Ende der Geschichte geben. Deswegen das "wir", weil jeder an einer bestimmten Stelle entscheiden kann, wann das Ende der Geschichte ist.

Mhh....nein, das trifft es nicht.

Sowohl für mich, als auch für den Charakter als auch für andere aussenstehende wäre das ganze ein Ende. Eben das Ende dieser Geschichte. Eventuell durchaus inklusive dem Anfang einer neuen Geschichte, aber eben trotzdem ein auch aus Charaktersicht als solches empfundenes Ende. Das Spiel endet für den Charakter an dieser Stelle, und das ist auch ganz bewußt so gewählt.

Fühlt sich auch im Spiel so an, und ich bin dabei schon jemand der meist sehr mit seinen Charakteren mitfühlt.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: gunware am 29.07.2013 | 15:06
und das ist auch ganz bewußt so gewählt.
(Fettmarkierung in Zitat von mir.) Ich habe doch das gleiche gesagt, oder? Das Ende der Geschichte ist etwas, was man von Außerhalb (oder im Nachhinein so, als ob man von Außerhalb schauen würde) wählt.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Bad Horse am 29.07.2013 | 15:15
Leute, ihr diskutiert gerade völlig am Topic vorbei. Hier ging es ursprünglich mal um eine Sammlung mit festen Endbedinungen bzw. Zielen.

Es geht nicht darum, ob die Geschichten, die man mit dem System erzählt, ein Ende haben können, sondern ob das System selbst ganz klar sagt: Wenn Bedingung X eintritt, ist das Spiel zu Ende. Für alle Mitspieler.

Ersteres - dass die Geschichte eines einzelnen Chars zu Ende ist - hat man sowieso in jedem System, in dem der Char sterben kann. Um diese Art von Endbedingung geht es aber definitiv nicht.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Arldwulf am 29.07.2013 | 15:22
Leute, ihr diskutiert gerade völlig am Topic vorbei. Hier ging es ursprünglich mal um eine Sammlung mit festen Endbedinungen bzw. Zielen.

Es geht nicht darum, ob die Geschichten, die man mit dem System erzählt, ein Ende haben können, sondern ob das System selbst ganz klar sagt: Wenn Bedingung X eintritt, ist das Spiel zu Ende. Für alle Mitspieler.

Ersteres - dass die Geschichte eines einzelnen Chars zu Ende ist - hat man sowieso in jedem System, in dem der Char sterben kann. Um diese Art von Endbedingung geht es aber definitiv nicht.

^^ wir diskutieren aber ja gerade um die fixe Endbedingung eines Systems. Um ein Regelelement also. Und ob dieses unter die oben genannte Kategorie fällt.

@gunware: In dem Fall ist es aber etwas das der Charakter wählt, der eine epische Bestimmung für sich findet. Also nichts das von außerhalb kommt.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Teylen am 29.07.2013 | 15:23
Bad Horse hat dennoch Recht. ^.^
Die Diskussion um das Ende von Geschichten wäre eher ein eigenes Thema? ^.^;
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Arldwulf am 29.07.2013 | 15:26
Mhh....bedeutet dass dann das (um ein Beispiel zu nennen) wenn ein Spiel vorsieht dass der Charakter am Ende z.B. zu den Sternen aufsteigt und zu einem Sternbild wird dies im Sinne dieses Threads keine Endbedingung für dich wäre?
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Mr. Ohnesorge am 29.07.2013 | 15:28
Käme drauf an, ob das Spiel dann für die gesamte Gruppe zu Ende wäre.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Red White Dragon am 29.07.2013 | 15:34
Also als einziges Spiel mit einer fixen Endbedinung fällt mir Necessary Evil ein: Vertreibe die ausseririschen Invasoren.

Alles andere wie Verlust von Lebenspunkten, Menschlichkeit, Verstand, etc bedeutet letzendlich nur das Ende eines Characters und man macht sich nen Neuen.Das gilt auch für Aufstieg zu den Sternen. Ein Character ist weg und man macht nen Neuen.
Eine andere Möglichkeit einer fixen Endbedinung ist das Ende des Metaplots. Siehe Gehenna bei Vampire und die anderen Weltuntergangszenarien der oWod. Das Ende ist gekommen, alles ist weg und das wars.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Teylen am 29.07.2013 | 15:38
Mhh....bedeutet dass dann das (um ein Beispiel zu nennen) wenn ein Spiel vorsieht dass der Charakter am Ende z.B. zu den Sternen aufsteigt und zu einem Sternbild wird dies im Sinne dieses Threads keine Endbedingung für dich wäre?
Zumindest wenn das nicht das Gruppenspiel abschließt wäre das für mich keine Endbedingung im Sinne des Themas.
Als Beispiel kann man versuchen bei V:tM Golconda zu erreichen, bei D&D 80+ / göttlich zu werden oder als Wraith eine positive Loslösung vom Dasein zu erfahren. Obwohl in allen Fällen das Spiel vermutlich beendet ist würde ich es nicht als Beispiel für das was im Thread hier gesucht wird empfinden.

Was das Metaplot-Ende der WoD betrifft so wurde es, imho positiver weise, zurück genommen.
Womit es imho weniger ein festes Ende ist sondern eine Abenteuer Option.
Ansonsten muss ich zugeben die Optionen nicht genügend vertieft zu haben um zu beurteilen ob bei den Metaplot-Enden - gerade bei V:tM gab es ja mehrere Szenarios - nicht eins dabei war nachdem man weiter spielen konnte. Halt ohne (extrern-vorgegebenen) Metaplot.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Red White Dragon am 29.07.2013 | 15:42
@teylen

Ja, man kann nach Gehanna weitermachen. Nicht bei jedem Ende bei jedem Zenario, aber es ginge. Allerdings hat das Ende so gewaltige Auswirkungen, dass quasi ein neues Spiel enstanden ist und man nicht mehr wirklich ein Vampir ist.
Bei V:tM ist diese Apokalypse Teil der Stimmung der Welt. Nicht der Hauptteil, aber einer. Wenn man diesen Metaplot weglässt, macht man natürlich weiter. Aber das Thema ist integriert.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: gunware am 29.07.2013 | 15:43
Wenn Bedingung X eintritt, ist das Spiel zu Ende. Für alle Mitspieler.
So ganz am Topic vorbei ist es nicht (siehe mein Beitrag 14:32 Uhr, in dem ich mich selbst zitiere.)
Auch wenn es für einzelne Charas vorbei sein kann, ist das Spiel nicht vorbei. Und das ist eigentlich inhärent in den "gewöhnlichen" (sprich verbreiteteren) Rollenspielen drin.

EDIT: auch wenn mein Beitrag jetzt mit Verspätung kommt, weil in der Zwischenzeit, bevor ich es beenden konnte, weiter diskutiert wurde, schicke ich es trotzdem ab.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Slayn am 29.07.2013 | 15:46
So ganz am Topic vorbei ist es nicht (siehe mein Beitrag 14:32 Uhr, in dem ich mich selbst zitiere.)
Auch wenn es für einzelne Charas vorbei sein kann, ist das Spiel nicht vorbei. Und das ist eigentlich inhärent in den "gewöhnlichen" (sprich verbreiteteren) Rollenspielen drin.

EDIT: auch wenn mein Beitrag jetzt mit Verspätung kommt, weil in der Zwischenzeit, bevor ich es beenden konnte, weiter diskutiert wurde, schicke ich es trotzdem ab.

Dein ganze Einwände machen nur einen Sinn wenn man von einer Konsistenten Kampagnenwelt ausgeht, mit der Welt als eigenständigen Charakter der quasi "immer spielt".
Davon redet aber niemand hier und die andauernde Bespielung einer Kampagnenwelt ist dann auch so ziemlich egal als Beispiel, da die Endbedingung hier ist: Die Kampagnenwelt wird beendet.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: gunware am 29.07.2013 | 15:48
nur einen Sinn wenn man von einer Konsistenten Kampagnenwelt ausgeht,
  :o Was für Sinn macht es in einer Nicht-Konsistenten Welt zu spielen?
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Praion am 29.07.2013 | 15:51
  :o Was für Sinn macht es in einer Nicht-Konsistenten Welt zu spielen?

Ich denke er meint eher eine Welt mit Kontinuität.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Cagliostro am 29.07.2013 | 15:52
Mal abseits von V:TM ;)

CoC ist kein RPG mit Endziel. Das einzige Ziel ist ja ironischerweise, dass nie ein Endziel zu erlangen möglich ist  ~;D
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: gunware am 29.07.2013 | 15:53
eine Welt mit Kontinuität.
Ah, OK. Das heißt nur so episodenhaft, wo es eigentlich egal ist, welche Episode man zuerst und welche später spielt, weil sie sich nicht tangieren?
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Praion am 29.07.2013 | 15:54
Ah, OK. Das heißt nur so episodenhaft, wo es eigentlich egal ist, welche Episode man zuerst und welche später spielt, weil sie sich nicht tangieren?

Oder weil man diese Welt nur eine Session nutzt und danach nie wieder sieht.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: gunware am 29.07.2013 | 15:58
diese Welt nur eine Session
Das wäre dann One-Shot - und ich weiß es nicht, ob One-Shots-Überlegungen unbedingt zu Topic gehören. Denn One-Shot hat ja bereits als Endziel das Ende des Abenteuers. Aber ich glaube nicht, dass es das ist, was Teylen im Sinne hatte. Deswegen habe ich One-Shot bei der Betrachtung des Problems bereits ausgeblendet.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Praion am 29.07.2013 | 16:00
Das wäre dann One-Shot - und ich weiß es nicht, ob One-Shots-Überlegungen unbedingt zu Topic gehören. Denn One-Shot hat ja bereits als Endziel das Ende des Abenteuers. Aber ich glaube nicht, dass es das ist, was Teylen im Sinne hatte. Deswegen habe ich One-Shot bei der Betrachtung des Problems bereits ausgeblendet.

Fiasko etc. sind per Definition One-Shots. Der Zusammenhang ist ja nun kein zufälliger.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Teylen am 29.07.2013 | 16:00
Zu Abenteuern und Kampagnen äußerte ich mich bereits davor (http://tanelorn.net/index.php/topic,85040.msg1727475.html#msg1727475).
Ansonsten meine ich mit Endbedingungen bzw. (End)Zielen schon solche die im Grundregelwerk festgelegt werden und elementarer Bestandteil des Spiel-Design sind. Weniger der Umstand das die meisten Abenteuer oder Kampagnen ein Ende kennen. ^^;;;

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Slayn am 29.07.2013 | 16:03
Das wäre dann One-Shot - und ich weiß es nicht, ob One-Shots-Überlegungen unbedingt zu Topic gehören. Denn One-Shot hat ja bereits als Endziel das Ende des Abenteuers. Aber ich glaube nicht, dass es das ist, was Teylen im Sinne hatte. Deswegen habe ich One-Shot bei der Betrachtung des Problems bereits ausgeblendet.

Weil weder eine konsistente noch eine Welt mit Kontinuität die Voraussetzung für Rollenspiel sind, auch wenn das Spielern einer gewissen Altersklasse durch ihre Sozialisierung so erscheinen mag.
Ein Spiel "Niedergang des Hauses Usher in 5 Akten" wäre komplett in sich geschlossen und beendet, wenn der 5te Akt um ist. Da benötigte man weder eine Pseudo-Simulation noch sonst eine Spielwelt abseits dem Material das für die Visualisierung der 5 Akte notwendig ist.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Teylen am 29.07.2013 | 16:04
Das wäre dann One-Shot - und ich weiß es nicht, ob One-Shots-Überlegungen unbedingt zu Topic gehören. Denn One-Shot hat ja bereits als Endziel das Ende des Abenteuers. Aber ich glaube nicht, dass es das ist, was Teylen im Sinne hatte. Deswegen habe ich One-Shot bei der Betrachtung des Problems bereits ausgeblendet.
Wenn es im Spiel-Design vorgesehen ist, als solches Gesetzt, dann gehört das jeweilige Spiel dazu.
Das heißt man kann Fiasco, Our Last Best Hope und Annalise auch als Oneshot spielen.
Die Spiele lassen sich mitunter nur über eine bestimmte Anzahl von Sitzungen erfolgreich strecken.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: 6 am 29.07.2013 | 16:08
Es gibt Systeme mit fest verregelten Endbedingungen und sogar Systeme mit fest verregelten Spielzielen.
Allerdings frage ich mich wirklich, was diese Diskussion darüber, ob das Ende einer Settingwelt einer fest verregelte Endbedingung gleicht, hier soll. Dabei läuft es doch darauf hinaus, dass eine Runde auf dieses Settingende hinarbeiten will und eine andere Runde eben nicht, während die Systeme, die Teylen hier aufgelistet sehen möchte, klare Endbedingungen haben, die jede Runde, die die aufgelisteten Systeme spielen, erreichen werden.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: gunware am 29.07.2013 | 16:15
Ein Spiel "Niedergang des Hauses Usher in 5 Akten" wäre komplett in sich geschlossen und beendet, wenn der 5te Akt um ist.
Das wäre zum Beispiel etwas, was ich als valide Antwort auf Teylens Frage sehen würde.
Nur sehe ich so was bei den Spielen wie DSA, SR, VtM, usw. nicht.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Teylen am 29.07.2013 | 16:23
Das wäre zum Beispiel etwas, was ich als valide Antwort auf Teylens Frage sehen würde.
Nur sehe ich so was bei den Spielen wie DSA, SR, VtM, usw. nicht.
Das Verständnis Problem ist wohl das Slayn die erklärt das man mit V:tM zum Beispiel eine Kampange "Der Niedergang des Haus von Usher in 5 Akten" die in fünf Phasen auf geteilt is spielen kann.

Wobei ich nicht nach Kampagnen, Abenteuern oder Vorschlägen suche sondern so etwas wie das Rollenspielsystem A Tragedy in five Acts (http://www.kickstarter.com/projects/playattentiongames/a-tragedy-in-five-acts), wo man halt nur Dramen/Tragödien in fünf Akten spielt (*) suche.

(*) Annahme, kam noch nicht zum lesen.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: 6 am 29.07.2013 | 16:26
Das wäre zum Beispiel etwas, was ich als valide Antwort auf Teylens Frage sehen würde.
Nur sehe ich so was bei den Spielen wie DSA, SR, VtM, usw. nicht.
Kommt auf die Runde an. Und genau das ist die Crux hier an der Diskussion. Natürlich kann eine Gruppe bei einem Spiel mit x-beliebigen System eine selbst gewählte Endbedingung mit einbauen. Dieses Spiel "Niedergang des Hauses Usher in 5 Akten" spiel ich Dir sowohl in DSA als auch in SR als auch in VtM. Aber was hat das hier im Thread über Systeme mit festgeschriebenen Endbedingungen zu suchen?
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: gunware am 29.07.2013 | 16:28
Aber was hat das hier im Thread über Systeme mit festgeschriebenen Endbedingungen zu suchen?
Keine Ahnung, ich dachte Slayn spricht über ein System - nicht über ein Abenteuer/Kampagne.
Titel: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Arldwulf am 29.07.2013 | 16:28
Zumindest wenn das nicht das Gruppenspiel abschließt wäre das für mich keine Endbedingung im Sinne des Themas.

Mhh...meist würde es dies wohl tun, im Sinne von "Am Ende ihrer Abenteuer hat jeder der Helden seine epische Bestimmung gefunden", Max der Barbar ist zu den Sternen aufgefahren und Paul der Barde ein Teil des Lieds der Schöpfung geworden...usw.

Aber es wäre kein Muss, theoretisch könnte auch innerhalb der selben Gruppe ja ein großer Unterschied sein im Erfahrungslevel.

Würdest du so etwas also ausschließen, Spiele bei denen die Charaktere ihr Ziel zu verschiedenen Zeitpunkten finden können?
Titel: Re: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Slayn am 29.07.2013 | 17:34
Jetzt wo der Faden hier entkoppelt ist, bin ich mal gespannt...
Wo seht ihr denn hier die Unterschiede:
Konzept-System vs Konzept-Kampagne
Und
System mit Gruppenendziel und System mit persönlichen Endziel.
Titel: Re: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Dr.Boomslang am 29.07.2013 | 17:37
Und was ist mit Rollenspielen für den Endsieg?
Titel: Re: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Slayn am 29.07.2013 | 17:41
Und was ist mit Rollenspielen für den Endsieg?

Das modert wohl immer noch im Führerbunker rum, wobei es Gerüchte gibt das Joe S. auch daran gefallen fand und es gerne spielte.
Titel: Re: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: Teylen am 29.07.2013 | 19:16
Mhh...meist würde es dies wohl tun, im Sinne von "Am Ende ihrer Abenteuer hat jeder der Helden seine epische Bestimmung gefunden", Max der Barbar ist zu den Sternen aufgefahren und Paul der Barde ein Teil des Lieds der Schöpfung geworden...usw.

Aber es wäre kein Muss, theoretisch könnte auch innerhalb der selben Gruppe ja ein großer Unterschied sein im Erfahrungslevel.

Würdest du so etwas also ausschließen, Spiele bei denen die Charaktere ihr Ziel zu verschiedenen Zeitpunkten finden können?
Ja, in Bezug auf den Thread würde ich das auch ausschließen.

Einerseits weil es kein muss ist.
Das heißt in dem Thread geht es nicht um Rollenspielen die ein optionales, freies Ziel oder eine Endbedingung vorgeben, sondern die derart gestaltet sind das ein definiertes Ziel und eine feste Endbedingung besteht. Hinsichtlich der Endbedingung eine die im Spielverlauf zwingend abgefragt beziehungsweise erfüllt wird.

Allgemeine Endbedingungen, wie das der Held seine epische Bestimmung erfüllt, aber auch Endbedingungen wie das der Protagonist vom inneren Konflikt aufgefressen wird, die nicht seitens des System fest vorgegeben sind erfüllen die Anforderung an das was ich dort betrachten mag nicht.

Schlicht weil sie in ziemlich jedem Rollenspiel vorhanden sind und nicht den Anspruch des "Wow, derlei Rollenspiele gibt es auch?" erfüllen.
Zwar sind Rollenspiele die im Grunde ein in sich geschlossenes und fokussiertes Spiel forcieren jetzt auch nicht das ungewöhnlichste, wie die Anzahl der angeführten Beispiele zeigt, aber sie sind bemerkenswert wenn man von der Prämisse aus geht "Rollenspiele haben kein Ziel" beziehungsweise "Rollenspiele sind in ihrer Natur offen [dahingehend das die Wahl der Endbedingung abhängig von der Gruppe ist]".

Ein Rollenspiel wo ich mir nochmal die Regeln durchlesen würde, das in einem Grenzbereich liegt, wäre curse the darkness.
Da das eintreten die Endbedingung variabel ist, jedoch im Vorfeld vom Spielleiter bzw. der Gruppe festgelegt wird.
Hinsichtlich der Struktur ist es iirc so das man festlegt wie weit die "Kerze" auf brennen kann bevor sich der Spieler entscheiden muß entweder eine Kerze anzuzünden oder die Dunkelheit zu verfluchen, ist der Punkt erreicht endet iirc das Spiel.
(Das RPG selbst liegt in einem meiner Umzugskartons)
Titel: Re: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: blut_und_glas am 29.07.2013 | 19:30
Und was ist mit Rollenspielen für den Endsieg?

Das funktioniert ganz prächtig, zumal es ja das Ziel der Spieler mit dem der Charaktere synchronisiert.

Spiel gewonnen wenn Krieg gewonnen.

Standard sozusagen.

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

mfG
jdw
Titel: Re: RE: Diskussion zu Rollenspiel mit festen Endbedingungen, Zielen
Beitrag von: oliof am 29.07.2013 | 23:59
Aber dann hört das Spiel doch nicht auf, sondern man spielt einfach weiter, nämlich als Herrscher über den Landstrich. Oder?

Ah ich habe "End Game" mit "Game End" verwechselt. Oder?