@Luxferre:
Ich würde diese beiden Dinge nicht zwingen in Beziehung zueinander setzen.
Helden: luxferre hat schon recht im Sinne von Held kann nur der haben der kein Übermensch ist denn ohne Angst kein Mut
Aber andererseits ist Held Gesinnung
Es ist vor allem eine Motivation. Wenn ich mal selbst Spieler bin, dann möchte ich ausziehen und Abenteuer erleben, dabei Heldentaten vollbringen. Ich will mir erst gar nicht so Fragen stellen wie "Würde mein Charakter das machen? Was wäre denn meine Motivation dazu?". Bewirf mich mit Plot Hooks, Railroade mich, wenn es sein muss, aber lass mich ein Held sein, dabei glänzen und ggf. auch versagen.
Ziemlich perfekt definiert, was ich nicht spielen will. Gib mir Entscheidungen, moralische Zwickmühlen, ja nicht nur den einen offensichtlich richtigen Weg! Lass mich meine Plothooks selber finden, railroade mich ja nicht, lass mich ein normaler Mensch sein und wenn ich einen Fehler mache, dann hau die Konsequenzen rein.
(Vollzitat da schon einige Tage alt) vom hier ersten zitierten Posting
Ja, ich stimme dem komplett zu. Genau das ist sie Art und Weise, wie ich Rollenspiel betreibe. Nicht mit der Begründng. aber vor allem der zweite Absatz trifft meine Motivation ziemlich gut.
Schon wieder Realismusargumente.
Realistische Abenteueranbahnung:
"Kommt schnell, der Nachbar schlägt sein Kind!" - "Och nöö... ich habe gerade gegessen, und überhaupt, gibts dafür nicht die Polizei?"
oder
"Seht nur, ein schurkischer Dieb bricht gerade den Zigarettenautomaten auf!" - "Oh ja, komm, lass uns schnell abhauen, der hat sicher ein Messer dabei..."
Ach komm, jetzt übertreibst du. Nur weil jemand lieber low-power spielt und auch bei der Konfrontation mit Dieben oder brutalen Nachbaren nicht klar überlegen sein will, muss das nicht heißen, dass er dieser Konfrontation auch aus dem Weg gehen will.
Nein, das bezieht sich nicht auf low power. Ich habe nur den Realismus konsequent zu Ende gedacht.
Hoffentlich kommt DSA 5 endlich mit einer Probe auf "Zivilcourage" daher...
Bei dieser Art von Realismus geht es doch nicht darum, besonders realistische Stimmungsbilder hervorzurufen, sondern einen engeren Bezug zur Figur herzustellen.
Das ist eher ein "Was wäre, wenn jemand, der so ähnlich ist wie ich, mit einer Situation konfrontiert wird, in der der fiesgroße Nachbar sein Kind schlägt?" als ein "Was wäre, wenn jemand, der so ähnlich ist wie der YY oder Chuck Norris, mit einer Situation konfrontiert wird, in der der große Nachbar sein Kind schlägt?"
Die Antwort "Hach, interessiert mich nicht" ist doch in beiden Fällen gleich langweilig.
Ich habe übrigens das Wort Realismus nicht gemeint, zumindest nicht so, wie es sonst für Regeldesign genutzt wird.
Ich will halt einfach nicht nur der Superheld sein, der die Welt rettet, sondern betrachte meinen Charakter auch immer als normalen Bewohner der Welt und ich möchte die Welt insgesamt erleben und nicht nur die Abenteuer.
Und es kommt immer auf den Blickwinkel an. Schon ein ausgebildetet Krieger,Ritter etc. ist im Kampf sicher besser als ein Kaufmann oder Bauer, ohne deshalb gleich ein Superheld ala DnD zu sein.
Da hat der Dolge recht. Ich würd auch rennen. und zwar weg-rennen. Die idee, das ich mich mit einem Low-Power Held mehr indentifiziere als mit einem High-Power held ist fraglich. Denn so oder so bin ich-und 90% der Restrollenspieler-kein held.
Und wenn ich eines nicht spielen will, dann ist es eine Kopie miener selbst mit mehr Mumm, Mukkies und kaum Selbsterhaltungstrieb.
insert einiges Papperlapapp
Xemides will halt schlicht keine mächtigen Chars, ausser es ist ein Superheldenspiel. Darauf läufts wohl hinaus, und mehr is auch nicht.