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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Pen & Paper - Umfragen => Thema gestartet von: Teylen am 30.12.2013 | 16:05
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Als kleine Ergänzung zu dem Thema Wie kann man Rollenspiel verbreiten? (http://www.tanelorn.net/index.php/topic,87780.msg1791633/topicseen.html#new) und meiner Neugierde wegen.
Gerne auch mit Erfahrungsberichten, Anekdoten.
Um einen kleinen Anfang zu machen.
Bisher waren alle Reaktionen wenn ich Rollenspiel nicht Rollenspielern nahegebracht habe positiv. Sie haben zwar nicht unbedingt mit Rollenspiel angefangen, aber sie hielten mich nicht für einen Freak oder bewerteten Rollenspiel negativ.
Bisher hatte ich noch davor eine wenig die Erwartung das es negativ ausgeht. Das man mich für einen spinnerten Nerd, ein Kind hält und das Hobby für Satanisten Kram. Erfreulicherweise habe ich damit weitestgehend falsch gelegen. Außer ggf. a bissel bei meiner Verwandschaft.
Hinsichtlich der Verbreitung würde ich mich, unteranderem als Konsequenz aus den Erwartungen und meiner allgmeinen Schüchternheit, eher als "reaktiv" beschreiben. Das heißt ich erkläre Personen Rollenspiele erst wenn ich gefragt werde oder denke es wäre eine gute Idee.
Ich persönlich finde es wichtig das Rollenspiel und unterschiedliche Spiele verbreitet werden. Damit es irgendwann auch da wo ich wohne Spieler gibt.
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Wichtigste Erfahrung:
Rollenspiel ist bekannter als erwartet. Im Studium hatte ich ruckzuck Anschluss gefunden. Ich hatte sogar bei meinem Job eine reine Kollegenrunde. Allerdings hatte da WoW zugeschlagen. Da waren gemeinsame Runden halt wesentlich einfacher zu organisieren. Aber der Bekanntheitsgrad ist höher als ich erwartet habe. Viele Leute, die ich kenne, wissen was mit dem Begriff anzufangen oder haben selber aktiv gespielt oder spielen selber aktiv.
Ich verbreite mittlerweile nur noch reaktiv, weil ich mich selber nicht mehr als Rollenspieler ansehe. Bei Gesellschaftsspielen sieht das wiederum anders aus.
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Jo, die Erfahrung mit der großen Verbreitung habe ich auch gemacht. Welcome-Day in meiner Firma, eine Gruppe von ca. 50 Leuten, davon vielleicht ein viertel männlich, mit vieren unterhalten und der vierte war Rollenspieler (Branche: Pharma).
Viele dennen ich Rollenspiel zum ersten mal gezeigt habe haben damit angefangen und sind mittlerweile in unserem Verein, die die es nicht hobbymäßig betreiben machen es zumindest ab und zu mal oder machen es nicht, aber finden es zumindest gut, dass andere Spaß dran haben.
Gerade gestern hab ich meinem Cousin (13) die Star Wars Einsteigerbox geschenkt, der war erst sehr skeptisch, nach einer halben Stunde spielen war er aber total begeistert. Obwohl ich eigentlich davon ausgegangen bin, dass seine Interessen eher in andere Richtungen gehen...
ALLERDINGS: Hab ich auch schon Leute überzeugt die durch die Überzeugungsversuche von anderen Rollenspielern abgeschreckt waren und bei denen war das deutlich schwieriger...
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Meiner Erfahrung nach reagieren Leute ohne Rollenspiel-Erfahrung sehr offen und interessiert auf das Thema. Weil es halt eine ganz andere Welt ist von der sie vorher nur vage Gerüchte gehört haben - und die sie sich anders vorgestellt haben ("Ach, da gibt es auch Regeln und Zahlen?"). Selber ausprobieren wollen sie es am Ende dann aber doch eher nicht.
Ich bin da auch eher reaktiv - das heißt wenn es gerade zum Thema passt erwähne ich es - aber ich versuche nicht aktiv, Leute zu rekrutieren.
Die Angst für einen Nerd gehalten zu werden halte ich für übertrieben. Mir ist das noch nicht passiert.
Kommt möglicherweise auch auf die eigene Einstellung an: wenn man sich selbst davor schämt und beim Erzählen schon halb für sein Hobby entschuldigt, dann ist die Wahrscheinlichkeit für einen Nerd gehalten zu werden größer, als wenn man offen und selbstbewusst darüber redet.