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Pen & Paper - Spielsysteme => Weitere Pen & Paper Systeme => Thema gestartet von: Ludovico am 28.08.2014 | 12:55
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Moinsen!
Ich hab schon seit einiger Zeit Cold City im Schrank stehen und mir mittlerweile auch die PDF von Hot War besorgt. Persönlich mag ich das System und das Setting (vor allem von Cold City), hatte aber recht wenig Gelegenheit zu spielen.
Nun meinte ein Freund von mir, der selber langjähriger Rollenspieler und auch interessiert an Indies ist, dass man für dieses Spielkonzept einfach keine Spieler findet.
Zur Info:
Bei diesen Spielen gehören die Spieler verschiedenen Nationen und Fraktionen an, die unterschiedliche Agendas haben, die auch gegeneinander laufen. Dazu kommen noch persönliche Agendas.
Das Spiel forciert, dass die Agendas der einzelnen Spielercharaktere in Konflikt mit den Agendas der anderen Spielercharaktere stehen.
Beispiel: In Cold City arbeiten die Charaktere für eine Organisation, die den übernatürlichen Schmu der Nazis wegräumen sollen. Die Organisation besteht aus allen am WK2 teilnehmenden Staaten inklusive der Deutschen und die Teams sind gleichmäßig durchmischt. Nun steht der Kalte Krieg vor der Tür. Der sowjetische KGB-Agent soll zwar offiziell übernatürliche Maschinen und Monstren vernichten oder wegsperren, aber der KGB will die Sachen für Mütterchen Russland. Der amerikanische CIA-Agent hat das gleiche Ziel (bloß halt für die USA).
Nun gibt es das Attribut Trust, dass man in einem engen Rahmen frei festlegen kann. Ein Charakter, dem seine Teamkameraden vertrauen, kann sich deren Trust-Werte als Boni nutzbar machen, wenn er sie u.a. hintergeht.
Ich find diese Idee gut, bin mir aber mittlerweile nicht sicher, wie das bei anderen Spielern aussieht.
Was ist daran eventuell abschreckend für andere Spieler und wie könnte man da gegen argumentieren.
Bzw. welches System lässt sich auch für diese Spiele sehr gut nutzen (denn das Setting find ich saugeil)?
http://rpg.drivethrustuff.com/product/57279/The-Cold-War-Bundle-BUNDLE?filters=0_0_0_0_40050
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Hab beide Games und find beide super.
Wenn du ein anderes System benutzen möchtest, würde ich spontan zu GUMSHOE raten. Zeitlich passend die Trail of Cthulhu Version, die neueste technische Ausprägung findest du aber in Night's Black Agents oder Esoterrorists 2.0.
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Ich mag das System auch, aber scheinbar kommy das Kpnzept bei einigen Spielern nicht an.
Was sagten denn Deine Spieler?
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Gemischt.
Ich selber bin sehr von GUMSHOE begeistert, u.a. weil es halt auch unglaublich bequem für mich als SL ist.
Bei meinen Spielern reichten die Meinungen von "Genau so" bis hin zu "Das mit dem Punkte ausgeben find ich doof, ich will lieber würfeln und das nicht nur mit einem d6, das fühlt sich nicht gut an."
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Das hängt wohl einfach von den Interessen der Spielern und SLs ab. In meinem Umfeld gibt es einen Cold City SL.
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Ich mag das System auch, aber scheinbar kommy das Kpnzept bei einigen Spielern nicht an.
Was sagten denn Deine Spieler?
Ähnlich wie mit Mountain Witch. Gutes Konzept, gut umgesetzt, gutes Futter für einen One Shot aber man braucht Spieler welche diese Art von Drama mögen und ganz explizit _nicht_ angepisst sind wenn sie den Dolch in den Rücken gerammt bekommen. Also nicht für die Mehrheit der Leute.
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... nur so als (blöde) Idee: Fiasko als "training ground" hernehmen?
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@Lushwoods
Und was meinten die Spieler zu Cold City? Da würfelt man ja reichlich Würfel.
@Slayn
Wie könnte man Spieler von so einem Konzept überzeugen?
@Strohmann
Interessante Idee, aber persönlich bin ich kein Freund davon, ein System als Vorbereitung für ein komplett anderes System zu nutzen. Da ziehen viele der mir bekannten Spieler nicht mit (was ich auch verstehen kann).
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Ach du meintest gar nicht GUMSHOE, sorry :)
Ich hab die beiden Games leider nie gespielt, nur gelesen.
Ich glaube aber für eine längere Kampagne eignet sich zumindest Cold City nicht. Hier ist der Konflikt in der Gruppe ja noch stärker hervorgehoben als bei Hot War. Aber für einen One Shot oder eine kuerze Kampagne könnte ich mir das schon gut vorstellen. Wäre mal was anderes.