Tanelorn.net
Pen & Paper - Spielsysteme => Systemübergreifende Themen => Thema gestartet von: Blutschrei am 8.10.2014 | 17:11
-
Hey allerseits,
ich bin mal wieder auf Settingsuche! Und zwar suche ich ein realitätsnahes Sci-Fi-Setting mit faszinierenden, unbekannten Dingen, aber OHNE typische Fantasyelemente.
In erster Linie solls um Exploration und/oder interstellare Politik gehen (können).
Ich hab mir Traveller vor kurzem zugelegt und es ist mir einfach zu viel Fäntel-Fiction.
Also falls da wer ne Empfehlung hätte wär super!
-
Ich nehme mal an, du meinst "Realitätsnah...abgesehen von einem Antrieb der interstellare Reisen möglich macht." ~;D
Ich bin sehr angetan von "Core Command" (Silhuette System), welches zwar kein rein interstellares Setting ist (die dort verfügbaren Antriebe ermöglichen so schnelle Reisen, dass direkt zwischen drei GALAXIEN hin- und hergeflogen wird) abgesehen davon aber eine interessante und plausible interstellare/intergalaktische Gesellschaft aufbaut (im wesentlichen wie die Föderation aus Star Trek, wenn die Möglichkeiten der entsprechenden Technologie logisch zuende gedacht würden).
-
Ich hab mir Traveller vor kurzem zugelegt und es ist mir einfach zu viel Fäntel-Fiction.
Welche "Fäntel-Fiction"-Elemente an Traveller stören dich denn?
Vielleicht ist ja "Orbital" etwas für dich, das ist ein alternatives Traveller-Setting: Kein FTL, keine Psionik, keine Aliens (aber Alien-Artefakte), dafür Kolonien auf Mond, Mars, diversen Jupiter- bzw. Saturnmonden und im Asteroidengürtel.
-
Ich vermute mal er meint die Adligen und das interstellare Lehenssysten (welche bei Trav wirklich nicht soooo viel ausmacht und leicht ignoriert werden kann).
-
Wie waere es mit Diaspora? Man bastelt sein Setting zwar selbst, aber die Grundlage ist Hard-SF vom Feinsten.
-
Diaspora +1
-
Ich würde mir das Battlestar Galactica Rollenspiel von Weis nehmen und mir ein eigenes Setting (ohne Zylonen) ausdenken.
-
An Traveller stört mich einerseits der Aufbau der Zivilisation, auf der anderen Seite aber auch die typisch mythologischen Rassen etc.
Ich suche übrigens explizit nach einem Setting, das ich mir nicht selbst bauen muss, System ist das kleinere Problem.
-
Ich suche übrigens explizit nach einem Setting, das ich mir nicht selbst bauen muss, System ist das kleinere Problem.
Was ist denn mit Eclipse Phase? Da kann man ja auch interstellare Aspekte reinbringen, über die Pandora Gates, und es ist ziemlich Hard-SF (keine Hunde-Aliens oder Pseudovulkanier) und als Setting sehr ausgearbeitet. Hat halt den Fokus mehr auf das Sonnensystem ...
Oder Mindjammer, wobei ich das immer noch nicht richtig gelesen habe und es sich wohl schon mehr um einen mit den FATE-Regeln verschraubten Settingbaukasten handelt.
-
Ein paar mehr Informationen dazu, was du eigentlich suchst, wären wirklich hilfreich.
Realitätsnah ist: "die Menschheit hat das mit der bemannten Raumfahrt mangels wirtschaftlicher Attraktivität aufgegeben, schießt noch hier und da einen Roboter zu Forschungszwecken ins All, und begnügt sich ansonsten mit Satelliten verschiedener Art. Die eigentliche Sause findet auf der Erde statt, aber auch da gibt es immer noch keine Fliegenden Autos."
Das wird wohl nicht ganz das sein, was dir vorschwebt?
Prinzipiell redet der geneigte SF-Freund gerne von "Hardness", um die Spezifika eines SF-Universums zu beschreiben. Ganz grob könnte man das einteilen in "Soft, Hardish und Hard SF". Soft SF ist sowas was üblicherweise auf Fernsehschirm und Leinwand flimmert, style over substance und so. Hard SF bedeutet in Reinform, dass sich alles an die Naturgesetze hält und quasi nichts vorkommt, wofür ein Physikprofessor nicht seinen guten Namen hergeben würde. "Hardish" ist im Wesentlichen Hard mit mindestens einem Ausreißer, typischerweise FTL.
Siehe auch hier: Jargon File: Genres (http://www.tanelorn.net/index.php/topic,90455.msg1868321.html#msg1868321)
Ich selber war auch nicht zufrieden mit dem Gebotenen, darum habe ich selber ein Hardish-SF Setting namens Redshift entwickelt -- existiert allerdings bisher vor allem in Form diverser Threads hier im Forum, ein paar Spreadsheets und in meinem Kopf.
Eckpunkte: Erde ist in ca 2-300 Jahren immer noch balkanisiert, d.h. es gibt verschiedene Machtblöcke / Staaten, diese haben allerdings begonnen, interstellar zu expandieren. Derzeit beträgt die Ausdehnung etwa 50 Lichtjahre im Radius (das sind schon etwa 1000 Sterne). Es gibt diverse Welten mit teils einheimischen Lebensformen, aber bisher wurden keine Intelligenten Aliens entdeckt.
Für mich war halt vor allem die technologische Stringenz und Plausibilität wichtig. Als Konzession an Tempo und Spielbarkeit habe ich mir einen FTL-Antrieb ausgedacht, der bestimmten Einschränkungen unterworfen ist um nicht in Schwulitäten mit der Kausalität zu kommen und die Action weitgehend im interplanetaren Maßstab zu halten. Ansonsten ist aber alles schön brav nach Newton und Einstein ausgerichtet. Eine Reise von der Erde zum Saturn z.B. würde iirc ca 2-3 Monate dauern (müsst ich jetzt nachschauen).
Also je nachdem, wie stark ausgearbeitet du es haben willst, könnte das vielleicht was für dich sein. ;)
-
Traveller hast Du ja schon. Wenn Dir die Regeln zusagen, dann schau Dir doch mal 2300AD an. Das nutzt die Regeln von Traveller.
-
Traveller hast Du ja schon. Wenn Dir die Regeln zusagen, dann schau Dir doch mal 2300AD an. Das nutzt die Regeln von Traveller.
Die Mongoose-Version zumal.
Denn man merke auf: Es gibt mehr als ein Traveller. Auch aktuell.
-
Blue Planet... wobei das "interstellar" sich da auf zwei Sterne beschränkt...
Aber in Sachen Exploration (planetar, nicht stellar) und Politik meiner Meinung nach top.
mfG
jdw
-
Hey allerseits,
ich bin mal wieder auf Settingsuche! Und zwar suche ich ein realitätsnahes Sci-Fi-Setting mit faszinierenden, unbekannten Dingen, aber OHNE typische Fantasyelemente.
In erster Linie solls um Exploration und/oder interstellare Politik gehen (können).
Ich hab mir Traveller vor kurzem zugelegt und es ist mir einfach zu viel Fäntel-Fiction.
Also falls da wer ne Empfehlung hätte wär super!
Wir haben lange Battletech/Mechwarrior dafür genommen.
Die Raumfahrt ist recht nah an der Physik, Aliens gibt es keine, Diplomatie und Co. können, müssen aber nicht sein. An Mystik gibt es natürlich in der Randzone eine Menge unerforschter Welten und Planeten mit Alien-Leben (aber keinen Zivilisationen ) sowie verschiedene pseudomystische Orden (ComStar/Blakes Wort). Das System sit zwar auf den Krieg der Nationen ausgelegt, aber problemlos in einer Explorer Setting wandelbar (Quellenband Explorer Corps)
Wir haben immer viel Spaß an diesem Military Fantasy und dem Krieg der Nachfolgestaaten und der Clans sowie der Erkundung der Randwelten gehabt
-
Wir haben lange Battletech/Mechwarrior dafür genommen.
Ach ja, lang ist es her. "In Erinnerung schwelg"
-
Soft SF ist sowas was üblicherweise auf Fernsehschirm und Leinwand flimmert, style over substance und so.
Vorsicht! Soft SF kann sich auch darauf beziehen, dass als Eckpfeiler Sozialwissenschaften (mindestens etwas) wichtiger sind als Naturwissenschaften. (Klassischer sog. Soft SF - Roman: Ursula LeGuin - Die linke Hand der Dunkelheit.)
Mit Style over substance hat das dann gar nix, aber auch überhaupt nix zu tun.
-
Wenn der Name Ursula K. LeGuin schon fällt, dann sei auch noch " The Dispossessed. An Ambiguous Utopia" erwähnt. Einer der spannendsten SF-Romane, die ich gelesen habe (unter dem deutschen Titel "Planet der Habenichtse", später gab es wohl eine Neuausgabe unter dem Titel "Die Enteigneten"). Eckpfeiler Sozialwissenschaften stimmt wohl auch.
Wow! Wenn das jemand als Rollenspiel verwurstet, würde ich wirklich gern informiert werden, wie es läuft. Der Roman genießt bei mir und einigen Bekannten durchaus Legendenstatus.
Mythologische Rassen gibts bei LeGuin nicht, der "Aufbau der Zivilisation" ist auch eher nebensächlich.
Chiarina
-
"Planet der Habenichtse" ist meiner Erinnerung nach schon ziemlich "hard SF", und der "Aufbau der Zivilisation" ist da nicht nebensächlich, sondern Kernthema.
-
@ Topic
GURPS Regelwerk dazu einen der Bände
GURPS Mars
GURPS Transhuman Space
GURPS Terradyne
weiter weg sind da noch
GURPS War against the Chtorr (ist aber nicht im Weltraum)
GURPS Uplift (mit Alienrassen)
-
Wo wir schon bei GURPS sind, "mittelhart", ohne mythologische Alien-Rassen, und auch auf interstellare Politik ausgelegt:
GURPS Vorkosigan
-
Space 1889 ist wohl zu ,,abgehoben,, ?
-
Space 1889 ist wohl zu ,,abgehoben,, ?
Vor allem ist es keinesfalls realitätsnah... ;)
-
das meinte ich mit wahrscheinlich zu abgehoben.
-
Ich empfehle ebenfalls Battletech/Machwarrior. Das ist keinesfalls nur auf Mechs und Krieg beschränkt sondern bietet eine riesige Fülle an Material. Da ist einfach alles drin.:
- Hard-SF: Es gibt Überlichtsprungantriebe, aber keine Star Trek / Star Wars Fantasy Technik. Raumschiffe sind groß. Klar gibt es auch Einmannjäger, aber die fliegen nicht in andere Systeme.
- Exploration: Alles geht. Dazu gibt es Quellenbücher und auch einen Sternenatlas, der nur einige Systeme/Welten definiert, so dass mehr als genug Platz bleibt um Kampagnen zu füllen. Auf einigen Planeten gibt es Alientiere. Und die Peripherie hat auch einiges zu bieten.
- Politik: Holla, die Waldfee! Battletech/Machwarrior war schon immer voll von Politik. Neben allerlei Spielmaterial gibt es auch eine sehr gute Romanserie die das immer wieder beleuchtet.
- Vehikel und Spielsachen: Es gibt zahlreiche Raumschiffe, Fahrzeuge, Kampfroboter (Mechs), Schiffe, Flugzeuge, Helis, Ausrüstung, usw. in Hülle und Fülle. Alles auch mit Spielwerten, wenn man sie denn so benutzen will. Da gibt es ganze Kataloge, die auf Hardware Handbücher / Technical Readouts heißen.
Verfügbarkeit: Immer noch gut! Über Drivethru (http://rpg.drivethrustuff.com/browse.php?filters=0_0_10132_0_40050&term=Battle&page=1) kann man das ganze Material recht günstig bekommen.
-
Cold & Dark.
Horroraspekt weglassen und ein schönes mittelcrunchiges Poolsystem bekommen.
Das Setting kennt nur Menschen als Spielerrasse, relativ "Low-Tech" auch wenn es kein Hard Sci-Fi ist. Exploration wird durch viele beschriebene Planeten und Systeme gewährleistet. Special Gimmick des Settings: (Space)Suits sind sher wichtig und multifunktionale Werkzeuge die man sich selber konfigurieren kann.
-
Als setting vielleicht Perry Rhodan. Das System aber bitte nicht.
-
Ich würde auch meinen Hut für Eclipse Phase oder alternativ etwas weniger "abgefahren" Nova Praxis in den Raum werfen.