GURPS Transhuman Space | Was ich sehr schön fand, aber hinterher einfach so gar nicht wusste was die Spieler darin spielen sollen. | |
Eclipse Phase | Hier habe ich weniger Probleme damit was die Spieler machen sollen, allerdings kann es auch daran liegen, dass ich einige Konzepte (im Hinblick auf die Anwendbarkeit am Spieltisch) noch nicht "zu Ende" gedacht habe. | |
Nova Praxis | Da habe ich bisher nur einen Blick reingeworfen, kann ich also nicht viel zu sagen. |
What I am missing is a game where the transhumanists are the enemy. A game where the pcs are the humanist resistance, the unaugmented underground, bombing mankind back to baseline – one enhancement clinic at a time.
Wäre aber was ganz anderes, oder?
mit den Settingfragen auseinandersetzen
mfG
jdw
Inwiefern das noch den Grundgedanken des Transhumanismus bedient, darf man durchaus fragen, aber das ist hier nicht das Thema. ;)
Star Trek. Die Föderation lehnt - das wird vor allem in DS9 deutlich - ganz radikal human enhancement ab, und zwar als kulturelle Reaktion auf sachen wie die Eugenischen Kriege und später auch die Borg.
Auf so einer Basis kann ich mich als Mitspieler sogar ganz hervorragend mit den Settingfragen auseinandersetzenZiemlich sicher sogar - wobei da natürlich viel an den Settingdetails liegt und daran, wie Transhumanismus generell dargestellt wird. In einem Setting, indem "Der Transhumanismus" die Form megalomanischer Supercomputer alá Skynet annimmt und die Umwandlung zum Transhuman praktisch sowas ist wie die Versklavung als Borgdrohne, brauche ich mir keine übermäßig tiefgehenden Gedanken über die moralischen Grundlagen meiner Rebellion zu machen.
Ideen zusammentragen wie ein transhumanistisches Setting zugänglich und spielbar gemacht werden kann, so dass die Spieler sich mit den Settingfragen auseinandersetzen können (müssen).Als Zugang fand ich die Personel Files Abenteuer für THS einen guten Ansatz, man bekommt ein Abenteuer, das in dem Setting sinnvoll und glaubwürdig ist, eine Gruppe von Pregens, die sowohl miteinander verknüpft sind und Verbindungen und Reibungspunkte mit dem Setting ansich aufweisen.
Ideen zusammentragen wie ein transhumanistisches Setting zugänglich und spielbar gemacht werden kann, so dass die Spieler sich mit den Settingfragen auseinandersetzen können (müssen).
Wie integriert man
- Forking
- Uplifting
- AI
- Überwachung von oben (Surveillance (http://en.wikipedia.org/wiki/Surveillance))
- Überwachung von unten (Sousveillance (http://en.wikipedia.org/wiki/Sousveillance))
- Genetische Modifikationen
- Generell die technische Verbesserung des menschlichen Körpers (Cyborg (http://de.wikipedia.org/wiki/Cyborg))
- Kommunikation und Vernetzung auf planetarer Ebene (was bedeutet es für den Spieltisch wenn Google und Kontakte praktisch immer und sofort verfügbar sind)
Überwachung von unten (Sousveillance)
Hier wird's kompliziert, weil das Thema nicht nur an sich neu ist, sondern auch ein geändertes gesellschaftliches Grundverständnis als Grundlage braucht. Sousveillance setzt ja ein viel aktiveres demokratisches Verständnis und einen viel partizipativeren Staat voraus, als wir das sagen wir mal grade in Deutschland haben.
Post-Knappheit
Ein super-dickes Ding. Als ich mich das letzte Mal mit meiner Mutter darüber unterhielt (sie mag SciFi~), meinte sie, dannn hätten die Menschen ja kaum noch Grund zur Zusammenarbeit - die meisten Kompromisse würden heutzutage ja aus Knappheitsgründen geschlossen.
Habe ich in meinem Setting (Biotech) so gelöst: Menschen wurden in der Vergangenheit ein wenig verbessert (im Schnitt intelligenter, robuster, kräftiger, heilen schneller, werden älter), aber nichts wirklich weltbewegendes. Modifikationen am eigenen Körper sind in der aktuellen Zeit verpönt (in vielen Gebieten sogar verboten, es gibt natürlich ein paar Verrückte die es trotzdem machen) und auch garnicht nötig. Sämtliche Technologie des Settings ist organisch/pseudo-organisch, und Verbesserungen sind so beschaffen, dass man sie einfach auf den Körper aufsetzt. Will man UV sehen setzt man sich einfach eine Linse/Optik auf die UV verarbeitet - dasselbe gilt für Anzüge (von denen sowieso jeder Mensch ein Grundmodell hat und auch praktisch nie ablegt/ablegen muss, das Ding ist wie eine zweite Haut, die u.a. das "verstöpseln" mit Geräten erst möglich macht) und Rüstungen. Theoretisch kann man auf die Art sogar ein komplettes Raumschiff steuern (was teilweise auch gemacht wird) - man kann sogar sein ganzes Leben "als Raumschiff" verbringen.
- Genetische Modifikationen
- Generell die technische Verbesserung des menschlichen Körpers (Cyborg (http://de.wikipedia.org/wiki/Cyborg))
Post-Knappheit
Ein super-dickes Ding. Als ich mich das letzte Mal mit meiner Mutter darüber unterhielt (sie mag SciFi~), meinte sie, dannn hätten die Menschen ja kaum noch Grund zur Zusammenarbeit - die meisten Kompromisse würden heutzutage ja aus Knappheitsgründen geschlossen. Mal ganz davon abgesehen wirft das natürlich den Kapitalismus zu einem großen Teil über den Haufen, etwas das die meisten von uns implizit als natürliche Ordnung der Dinge begreifen. Die Implikationen der Post-Knappheit sind für mich einer der größten Brocken bei EP gewesen.
Der vermeintliche "Fehler" an dieser Denkweise gestaltet sich so: So lange es kein Mana vom Himmel regnet, wird man immer eine Ressource anzapfen müssen um an eine andere Ressource zu kommen.Wasserstoff + verbesserter Fusionsreaktor. Damit kann man schonmal jedes Element bis runter zu Eisen ausbrüten (und bekommt dabei als Abfallprodukt noch jede Menge Energie). Gibt man dann noch einen hochentwickelten Teilchenbeschleuniger dazu (nahezu unbegrenzte Energie hat man ja schon, wenn man das im Orbit eines Gasriesen aufstellt, außerdem kann man noch die Abfallenergie nutzen die beim Fusionsprozess sowieso anfällt) kann man auch Elemente jenseits von Eisen herstellen.
Wasserstoff + verbesserter Fusionsreaktor. Damit kann man schonmal jedes Element bis runter zu Eisen ausbrüten (und bekommt dabei als Abfallprodukt noch jede Menge Energie). Gibt man dann noch einen hochentwickelten Teilchenbeschleuniger dazu (nahezu unbegrenzte Energie hat man ja schon, wenn man das im Orbit eines Gasriesen aufstellt, außerdem kann man noch die Abfallenergie nutzen die beim Fusionsprozess sowieso anfällt) kann man auch Elemente jenseits von Eisen herstellen.
Wasserstoff + verbesserter Fusionsreaktor. Damit kann man schonmal jedes Element bis runter zu Eisen ausbrüten (und bekommt dabei als Abfallprodukt noch jede Menge Energie).
Komplexe Abläufe werden durch eine Technologiestufe X möglich. Sie werden nicht durch X+Y trivial.
das unser althergebrachtes Staatsverständnis sich in nichts auflösen könnte, ist problemlos denkbar.
Also, wer tritt an diese Stelle?
Wie integriert man
Forking
Uplifting
AI
Überwachung von oben (Surveillance)
Überwachung von unten (Sousveillance)
Genetische Modifikationen
Generell die technische Verbesserung des menschlichen Körpers (Cyborg)
Kommunikation und Vernetzung auf planetarer Ebene (was bedeutet es für den Spieltisch wenn Google und Kontakte praktisch immer und sofort verfügbar sind)
Was ich sehr schön fand, aber hinterher einfach so gar nicht wusste was die Spieler darin spielen sollen.
Wäre nebenbei echt nett, wenn jemand meinem Autismus einen Gefallen tun könnte und das "transhumasistisch" im Titel korrigiert. Ich weiß, es ist eigentlich egal, aber hnnng.
Ideen zusammentragen wie ein transhumanistisches Setting zugänglich und spielbar gemacht werden kann, so dass die Spieler sich mit den Settingfragen auseinandersetzen können (müssen).
Slayn: Gib doch mal ein Beispiel für ein Szenario, das für dich mehr als nur die Trappings beinhaltet.
Ich hatte nur in einem der Ursprungs-Fäden für diese Diskussion mal herausgestellt das es einen Unterschied gibt ob man die "Trappings" benutzt oder sich auf die vollen Implikationen einlässt. Das was du da beschreibst ziehlt so weit man es als Außenstehender ersehen kann nur auf die "Trappings" ab und das war es erst mal.
Puh! Wenn man das Thema richtig aufgreifen will, also mal "Persönlichkeit, Selbst und Andere" wirklich thematisieren will, dann wird es außerhalb der reinen Reaktion wirklich schwer da einen Plot zu planen.
Ich denke hierbei, das "was", also der Plot, ist nicht ganz so entscheidend wie das "wie", also die transhumanistischen Elemente.
Ein paar spontane Einfälle/Beispiele dazu:
- Jan X hat einen Hass auf "Y". Er lässt sich wieder und wieder "reinkarnieren" und greift "Y" an, so lange bis ihm das Geld ausgeht. Es ist egal das "Y" schon lange nicht mehr existiert, Hauptsache Jan X hält seinen vermeintlichen Gegner dafür
- "Agent Jan X, lassen sie mich ihnen Ihre Partner vorstellen... Das ist Agent Jan X und dort steht Agent Jan X.... machen Sie ihre Sache gut!"
- "Agent Jan X, glauben Sie wirklich ich bin 800 Jahre alt, ein Überlebender von Hiroshima und kann mich durch Raum und Zeit Projizieren? Natürlich bin ich nur ein Avatar der hiesigen KI und werde direkt über ihr Neuralinterface in ihre Wahrnehmung projiziert, aber etwas mehr gesunden Menschenverstand hätte ich schon von Ihnen erwartet...."
@Ucalegon:
Ich denke, du kannst die volle Implikation nicht verstehen wenn du ein "geistig gesunder" Mensch bist, das wird nicht hinhauen. Du musst sowohl nen "Schaden" haben als auch dich in Therapie befinden um die vollen Implikationen im Ansatz verstehen zu können.
Es fällt mir schwer das in Worte zu fassen, aber man muss den Unterschied dieser Realitäten kennen um mit ihnen weiter etwas anfangen zu können.
Hm. Danke für die Antwort. Wir haben wohl tatsächlich unterschiedliche Vorstellungen davon, was Fiktion leisten kann und soll. Deinen Anspruch an die "volle" Umsetzung eines transhumanistischen Settings kann ich nicht nachvollziehen, weil aus meiner Sicht jedes beliebige Setting unterschiedslos an einem solchen Anspruch scheitern muss. Mein mittelalterlicher, gottesfürchtiger Mönch aus dem anderen Thread ist dann genauso unspielbar.
Der entscheidende Punkt ist doch der: Du hast mit deinem mittelalterlichen Mönch vieles, wenn nicht gar das wesentliche, gemeinsam. Deswegen kannst du diese Rolle spielen.
*Lacht*
Der entscheidende Punkt ist doch der: Du hast mit deinem mittelalterlichen Mönch vieles, wenn nicht gar das wesentliche, gemeinsam. Deswegen kannst du diese Rolle spielen.
Du bist z.B. nicht der Meinung eines deiner Körperteile wäre dein Feind und müsste entfernt werden, keine deiner Süchte diktiert dein Handeln und du bist dir nicht darüber bewusst in wie weit dein Unterbewusstsein dein Handeln bestimmt.
Kurzum: Ich bin der Meinung du missachtest die meisten Dingen die mit dem Thema wirklich zu tun haben und dann kommt nur 08/15 Scheißdreck bei raus. Jetzt kann man natürlich sagen ich lege zu hohe Standards an, aber - so what?
Er ist vermutlich auch nicht der Meinung, seine körperlichen Bedürfnisse wären des Teufels und müssten unterdrückt werden, sein Glaube diktiert nicht sein Handeln und er ist sich nicht darüber bewusst, in wie weit das göttliche Wirken sein Handeln bestimmt.
Da sind wir aber dann schon wieder bei der "du kannst nur spielen, was du selbst kennst"-Thematik. Und da finde ich, dass du dir mit deinen hohen Standards viel zu viele Optionen verbaust.
Da gilt halt, was das Setting sagt, und die Settings sollten immer klar sagen: diese und jene Abläufe sind trivial und andere eben nicht.
Problematisch wirds wohl eher, wenn einer der Spieler oder mehrere von den anderen bequatscht wurden, transhumanistisch zu spielen und dann gar nicht durchblicken, weils sies nicht genug interessiert.
Ich glaube am sinnvollsten ist es, wenn man sich eine Idee heraussucht und dann thematisiert, d.h. aus verschiedenen Blickwinkeln bespielt. Mehere extrem seltsame Sachen gleichzeitig überfordert wohl fast jeden. Spielt man länger, kann man ja dann immer mehr reinbringen.
Destruktiver geht immer, das wäre jetzt nicht das Problem ;)
Ich hatte nur in einem der Ursprungs-Fäden für diese Diskussion mal herausgestellt das es einen Unterschied gibt ob man die "Trappings" benutzt oder sich auf die vollen Implikationen einlässt. Das was du da beschreibst ziehlt so weit man es als Außenstehender ersehen kann nur auf die "Trappings" ab und das war es erst mal.
Ich kenne da zwei Webcomics, die sich - unter verschiedenen Prämissen - mit Transhumanismus beschäftigen.
- Outrim Queen: Raumschiffe werden mit Uplifts von Mäusen, Ratten und anderem Kroppzeug bemannt, weil die weniger Lebenserhaltung brauchen. Sie ticken allerdings genau wie Menschen.
- Wie integriert man
- Forking
- Uplifting
- AI
- Überwachung von oben (Surveillance (http://en.wikipedia.org/wiki/Surveillance))
- Überwachung von unten (Sousveillance (http://en.wikipedia.org/wiki/Sousveillance))
- Genetische Modifikationen
- Generell die technische Verbesserung des menschlichen Körpers (Cyborg (http://de.wikipedia.org/wiki/Cyborg))
- Kommunikation und Vernetzung auf planetarer Ebene (was bedeutet es für den Spieltisch wenn Google und Kontakte praktisch immer und sofort verfügbar sind)
- ...
Die Erkenntnis, dass man bei seiner "Rebellenkampagne" im Prinzip eine Sci-Fi-Mischung aus Roten Khmer und dem bereits erwähnten Boko Haram spielt und sich moralisch auf dem selben Parkett bewegt, dürfte etlichen Spielern den Spaß an der Sache versauen
Wenn jeder Ansatz ausgeschlossen wird, der nicht "massentauglich" ist, dann bleibt schnell gar nichts übrig, erst recht nichts, das wirklich einen Fokus auf die Auseinandersetzung mit den präsentierten Konzepten legt.
Wenn man ein Butterbrot haben will, wird auf keiner Technologiestufe das Nutzen eines Fusionsreaktors zur Elementsynthetisierung aus Wasserstoff jemals eine einfache oder naheliegende Variante sein.
Und wenn es die einzig verfügbare Variante ist, hat man ein ernstes Problem.
Willst du was dazu sagen, wie die Thematisierung/Auseinandersetzung mit Transhumanismus bei Shock funktioniert. Ich habs bisher nur überflogen und unter "zu kompliziert/wenn ich mal mehr Zeit habe" abgelegt.
Ich denke das wäre relevant für die Frage nach der konkreten Umsetzung im Spiel - die ja gerade im Indie Sinn immer auch eine mechanische sein sollte, denke ich mal.
Aus meinem kurzen Posting zu schließen wir würden die volle Implikation ausklammern.....ist gewagt. Aber gut wohl Foren Kommunikation bedingt und daher typisch.
Du scheinst in deiner Formulierung schon davon auszugehen, dass ein transhumanistisches Setting "spielbar" gemacht werden muss. Ist das einfach nur eine andere Formulierung für die Frage "Was sollen SL und Spieler(innen) in meinem Setting machen?", also eine die ich bei jedem Setting (SciFi, generische Fantasy) zu beantworten habe - mit Charaktervorschlägen, Plot- und Kampagnenhooks, Spielbeispielen etc. - oder steckt da noch mehr dahinter?Ja, ich gehe davon aus, dass ein transhumanistisches Setting "spielbar" gemacht werden muss. Wie jeder andere Hintergrund auch, mir fällt es bei diesem nur deutlich schwerer.
Heißt das jetzt, du suchst quasi nach Plot- und Kampagnenideen etc. für die oben genannten Settings (EP, THS) oder für ein nicht näher definiertes Setting, das man transhumanistisch nennen könnte?Nein, eher nicht.
Zusätzliche Bedingung: Diese Spielinhalte sollen gleichzeitig Anknüpfungsmöglichkeiten bieten oder sogar den Zwang darstellen, sich mit philosophischen, technologischen etc. Fragen des Transhumanismus zu befassen? Es gibt ja nun noch viele andere Arten, ein solches Setting zu bespielen (sense of wonder, Drama, Herausforderung etc.), wie bei jedem beliebigen anderen Setting auch.Ich würde es bei einem solchen Setting begrüßen und fördern, dass sich die Spieler mit philosophischen, technologischen etc. Fragen des Transhumanismus zu befassen. Ja zu Anknüpfungsmöglichkeiten, nein zu Zwang. Ich kann sehr gut nachvollziehen das sich Leute damit nicht beschäftigen wollen. Es sind nicht unbedingt Fragestellungen die in die Wohlfühlkategorie fallen.
Mein Eindruck ist, dass für eine intensive Behandlung transhumanistischer Fragen ein Storygame sehr geeignet wäre.Meiner auch. Weniger "schaffst Du das?" als "was bist Du bereit dafür zu bezahlen" + "play to find out" wäre mein Wunsch.
Dieser ganze Bewußtseins- und Persönlichkeitskram ist sicher eine der zentralen Spielwiesen und Alleinstellungsmerkmale von Transhumanismus. Wie weit man dann mit so einem Thema gehen will, und wie exklusiv man es thematisieren will, muss jeder selbst wissen. Weniger kann ja durchaus mehr sein - bloß weil mein Fantasysetting Dämonen hat, gibt's ja auch nicht alle 5 Minuten eine schwarze Messe, weil es ansonsten übertrieben und stumpf wirkt.Richtig, das wäre für mich auch die zweite Ebene von "play to find out", herausfinden wo die Komfortzone der Gruppe liegt. Die Gewichtung der einzelnen Elemente liegt - wie immer - bei der Gruppe. Nur gehört für mich eben diese Themen zum Hintergrund wie Kaperfahrten zu einem Piratensetting. Allerdings verursachen die Themen mehr Unbehagen als die Kaperfahrten.
- Kann man es Spielen?
- Kann man Immersion erfahren?
Oder sind das "High Concepts" bei denen man nur (abseits des eigentlichen Spiels) diskutieren und fabulieren kann und mehr nicht?
Hm, Uplifts gibt es doch Kleintieren in keinem SF-Setting, oder irre ich mich da? Wieso überhaupt auf Nagetier zurückgreifen, wenn man doch auch Synthmorphs nutzen und sich somit die Lebenserhaltungssysteme okmplett sparen könnte?
Ja, ich gehe davon aus, dass ein transhumanistisches Setting "spielbar" gemacht werden muss. Wie jeder andere Hintergrund auch, mir fällt es bei diesem nur deutlich schwerer.
Ich würde es bei einem solchen Setting begrüßen und fördern, dass sich die Spieler mit philosophischen, technologischen etc. Fragen des Transhumanismus zu befassen. Ja zu Anknüpfungsmöglichkeiten, nein zu Zwang.
Ich kann sehr gut nachvollziehen das sich Leute damit nicht beschäftigen wollen. Es sind nicht unbedingt Fragestellungen die in die Wohlfühlkategorie fallen.
Es geht mir aber gerade darum den Hintergrund nicht in den Hintergrund treten zu lassen. Das macht Spaß, keine Frage, aber dafür hätte ich den Faden nicht eröffnet.
Es soll also nicht um "herumreisende Händler vor einem transhumanistischen Hintergrund" gehen, als um einen "transhumanistischen Hintergrund in dem man auch herumreisen Händler spielen kann".
Damit erübrigt sich aber auch die Diskussion in einem Forum. Dann muss das die Gruppe des TEs selber auskaspern und fertig.
Man darf halt keinen Schiss vor Diskussion (IC und OOC) über die Themen haben, die sich durch Uplifting, Forking etc. ergeben - aber die sind anders als Diskussionen (IC und OOC) über Dämonenbeschwörungen, Heilmagie etc. in EDO-Fantasy.
"Replikator, ein Butterbrot!" wäre bei Star Trek die naheliegendste Variante, um ein Butterbrot zu bekommen.
Echt?
Als Spieler stelle ich da doch die gleichen Fragen:
Wie funktioniert das konkret, was hat das alles mit mir zu tun und gefällt mir das oder finde ich es aus irgendwelchen Gründen bescheuert?
Da du THS ganz schön fandest und ich auch nur dazu was sagen kann, was hast du denn genau von dem THS Material gelesen ?Grundbuch. Und ich würde Eclipse Phase nehmen, einfach weil ich davon mehr Material habe.
Was spielst du sonst mit deiner Gruppe ?Im Moment sehr unregelmäßige, pulpige und spaßige One-Shots.
Sag ich doch - so groß ist der Unterschied nicht.Vielleicht ist ja das mein "Problem". Bei EDO bin ich noch nie auf die Idee gekommen nach "Setting Fragen" zu suchen. Bei Star Trek kümmert mich wie die Technologie funktioniert kein Stück, Hauptsache ich kann mit einem modifizierten Tachionen-Impuls aus meinem Tricorder den Tag retten. Und bei Star Wars ... klar Gut & Böse und so, aber hey... overpowered Akrobaten-Telekineten + im dunkeln leuchtende Schwerter!
Man hat es eben nur nicht schon hundert Mal gesehen und zumindest meinem Eindruck nach sind die meisten transhumanistischen Settings etwas konsequenter, was das Weiterdenken bestimmter Setzungen angeht.
Da drücken sich einige EDO-Settings ja mehr oder weniger elegant drum herum.
Aber es soll nicht um Regeln und Systeme gehen, sondern die Frage wie man die Themen im Hintergrund anbieten, aufbereiten und verpacken kann damit sie am Spieltisch präsent bleiben und möglichst nicht den Spaß verderben. Spielbar.
Jo, und mir geht es da auch viel um die alltäglichen Begleiterscheinungen, im Positiven wie im Negativen. In einer Anarcho-Social Media-Adhokratie wird man halt ständig mit irgendwelchen demokratischen Abstimmungen belästigt und muss sich damit auseinandersetzen, dass der eine NSC sauer ist, weil man sein Katzenbild nicht geliked hat, oder nicht auf seiner Geburtstagsfeier war weil man grade die Welt retten musste.
Andererseits lösen sich manche Probleme vielleicht fast von selbst, weil bei einer Klopperei in 30 Sekunden ein Flashmob deiner Freunde anwesend ist...
Und genau so merkt man vielleicht ganz schnell, wie viele bzw. wenige richtige Freunde man hat, wenn die sehen, mit wem man sich da gerade kloppt.
Elektronische Basisdemokratie, Crowdsourcing, totale Vernetzung - alles gut und schön.
Aber wenn es mal wirklich darum geht, die Karten auf den Tisch zu legen, ist so mancher für jeden Scheiß stets Erreichbare auf einmal doch nicht abkömmlich...aber hinterher auf jeden Fall in der Lage, seine Abwesenheit wortreich zu erklären und dafür noch ein paar Likes abzugreifen. Weil er ja eigentlich auf jeden Fall da gewesen wäre. Bei nächsten Mal - 100%. Doppelschwör.
Und selbst wenn man so was doch drin haben will, muss man auch mal über den dann entstehenden Markt für zeitnahe Gegenmaßnahmen nachdenken - und was etablierte Anbieter mit einer gewissen Reputation für Auswirkungen auf den Verlauf haben, indem sie sich einfach nur auch ankündigen...
Muses are a specific type of AI designed to functionS. 244
as a personal aide and companion. Most people in
Eclipse Phase have grown up with a muse at their
virtual side. Muses tend to have a bit more personality
and psychological programming than standard AIs
and over time they build up an extensive database
of their user’s preferences, likes and dislikes, and
personality quirks so that they may more effectively
be of service and anticipate needs. Muses generally
have names and reside within the character’s mesh
inserts or ecto, where they can manage the character’s
personal area network, communications, data queries,
and so on.
Depending on the user’s stance towards sentient programs, muses can be viewed as intelligent toys, followers,S.264
servants, slaves, friends, or pets, which should somehow be reflected in game play
Wenn man erstmal so weit ist, dass man die Entscheidung über Krieg und Frieden, Asyl oder Verbannung, Leben oder Tod seinem "perfekten Sekretär" überlässt, ist man innerhalb so eines politischen Systems unmündig geworden.
Trotzdem hast du natürlich nicht ganz unrecht, dass man das im Detail oft nicht sehr gut nachvollziehen kann, und der Extremfall, also ein Habitat, in dem die Musen alleine die Politik machen, während ihre Besitzer alle in die Isolation und/oder Dekadenz abgedriftet sind, ist sicher ein Abenteuer wert!
Nee, die verwenden bestimmt nicht mehr Energie auf eine Muse als auf ein Handy.Ein Handyvertrag läuft aber alle paar Jahre mal aus, eine Muse...naja, wenn du in EP unter 70 bist, hast du die wahrscheinlich von deinen Eltern bekommen, damit sie dich den Rest deines Lebens begleitet.
So reizvoll die Idee einer korrumpierten Muse im Speziellen ist, würde ich das in meinem Spiel trotzdem nur als besonderes Ereignis einführen, denn wenn es dauernd passiert, habe ich Angst, dass die spannende symbiotische Beziehung zwischen Charakter und Muse aus berechtigter Angst vor der Verletzlichkeit über die Muse von den Charakteren auf ein Abstellgleis gefahren wird.
Richtig.
Musen dürften so ein Fall sein, wo man sehr genau darauf achtet, ein bestätigt sauberes Backup zu haben und wenn das Ding anfängt, Mucken zu machen, kreist direkt der Hammer.
Richtig.
Musen dürften so ein Fall sein, wo man sehr genau darauf achtet, ein bestätigt sauberes Backup zu haben und wenn das Ding anfängt, Mucken zu machen, kreist direkt der Hammer.
Sicher. Das sollte doch auch für den Rechner gelten, auf dem man heutzutage seine Banksachen macht, private Fotos verwaltet usw... aber mal Hand aufs Herz, wer hat noch nie eine Update weggeklickt, weil es gerade nicht gepasst hat?Einerseits stimmt das natürlich bis zu einem gewissen Grad. Andererseits soll die Muse ja wie gesagt eine künstliche Intelligenz sein, zu der du im Laufe deines Lebens eine symbiotische Beziehung aufbaust, und deren Verlust ein echtes Trauma für jeden Menschen darstellt. Ganz so als würdest du gleichzeitig deine Browserhistorie, dein Telefonbuch, deinen Sekretär und einen deiner engsten Freunde verlieren. Der Mensch wird dadurch nachgrade in seiner Entwicklung zurückgeworfen, weil er zusammen mit der Muse über Jahre oder Dekaden sein persönliches Netzwerk aus Wissen, Kontakten, Adressen, Kontonummern und so weiter angelegt hat, und nun fehlt ihm die Hälfte des Netzwerks, was schlimmstenfalls auch die andere Hälfte gleich mit unbrauchbar macht.
Nachvollziehbar. Ich finde allerdings den umgekehrten Gedankengang auch reizvoll. Soll heißen, eine Muse entwickelt über die Jahre bestimmte Bugs und Glitches, die ihr den besonderen, persönlichen Touch geben. Selbst wenn man die loswerden wollte, würde sich der durchschnittliche transhuman wohl zweimal überlegen ob er an seiner Muse rumschrauben lässt oder einfach damit lebt, dass sie eine Vorliebe für Mercedes hat :)Das klingt eigentlich auch ganz interessant.