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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: Ludovico am 30.01.2004 | 12:52
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Da ich demnächst nun doch mit Conspiracy X wohl anfangen werde, wobei es sich wieder um ein Kaufsystem handelt, stellt sich mir folgendes altbekanntes Problem:
Da ich schon seit längerem 7te See leite und dies auch mit viel Spaß, assistiere ich den Spielern bei der Charaktererstellung.
Um ewiges Herumstreichen auf einem Blatt und erst recht auf einem Charakterblatt zu vermeiden (Wer kennt nicht die Problematik: "Nun hab ich zuviel ausgegeben und deswegen muß das weg. Aber den Vorteil will ich noch haben, also nehm ich das noch raus und den Nachteil rein..."), habe ich bisher stark auf Excel gesetzt und fast alles von Hand mit einigen simplen Rechenformeln eingegeben.
Das vermeidet zwar Blattverschwendung, ist aber auch recht aufwendig.
Nun würde ich recht gerne wissen, welche Verfahren ihr so habt, um Herumstreichen und dergleichen zu vermeiden.
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Meine Methode bei Kaufsystemen (z.B. HERO System) ist folgende:
Ich baue Charaktere so gut wie nie auf Charakterboegen sondern NUR auf Schmierblaettern die dann (wenn der Charakter fertig ist) auf den Charakterbogen uebertragen werden.
Zuallererst ein Konzept ueberlegen, denn wenn man sich selbst noch kein klares Bild gemacht hat dann kauft man ohne Ende Faehigkeiten ein...
DANN das absolute MINIMUM, also DIE Dinge, die der Charakter AUF ALLE FAELLE braucht kaufen.
Wenn man dann schon feststellt dass man zu viel ausgegeben hat dann nochmal zurueck zum Konzept und anderes (oder "schwaecheres") Konzept suchen.
Dann sieht man ja schon wie viel man noch "frei" hat und kann sich um den Rest der Punkte kuemmern.
Wenn moeglich hebe ich mir noch ein paar Punkte (in Absprache mit dem Spielleiter) auf, um diese erst in den ersten 1-2 Sitzungen zu verteilen, da man dann erst mitkriegt in welche Richtung der Charakter sich entwickelt...
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Ich würde ein Char eher nach dem aufbauen, was deinem Fantasybild dieses Chars entspricht. Wenn du glaubst, er könne dies oder das, dann kauf's dir. Da kommen zwar fast nie "effiziente" Chars raus, aber fast immer welche, mit denen man sehr gut Rollenspielen kann.
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Ich habe den Thread auch so verstanden effizient Charaktere zu bauen und nicht, effiziente Charaktere zu bauen, da man das nicht unabhaengig vom System machen kann...
BTW: Noch den Tipp zum Auswaehlen der Faehigkeiten...
Ruhig die GANZE Liste durchgehen und ALLE Faehigkeiten aufschreiben die man (irgendwann oder wenn's geht) haben will.
DANN die Liste nach "Dringlichkeit" sortieren und von "wichtig" bis "unwichtig" abarbeiten solange man noch "Punkte" hat...
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@Selganor
So war es auch gemeint.
Mir geht es nicht um effiziente Charaktere, sondern um Zeit-, Arbeits- und Papierersparnis.
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Ok, ignoriert mich doch einfach. ;)
Ich mach das auch immer so. Punkte verteilen, also gäb's unendlich viel davon. Da stellen sich dann schon mal Prioritäten raus. Und dann die Punkte entsprechend dem Verhältnis nochmal so veteilen, das Sie aufgehen. Ist im Prinzip das gleiche wie Selganor.
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Ich weiß schon, warum Charaktere in meinen Lieblingsspielen nur 3-15 Skills haben.... Das spart Zeit.
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Wer Lust an der Optimierung des Charakters hat, dem wird die Mehrarbeit doch nicht querliegen, da der Aufwand den Gewinn (optimaler Charakter) ja rechtfertigt.
Und Papier... Nimm doch Konzeptpapier, also die Rückseiten irgendwelcher Fehldrucke (lagen bei uns früher tonnenweise auf dem Spieltisch rum).
Was mich viel mehr stören würde wäre die Tatsache, dass ein Kaufsystem dazu verleitet, zu optimieren. Dass also nicht mehr die Rolle im Vordergrund der Charaktererschaffung steht, sondern die Effizienz.
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Man kann auch das Charblatt in eine Klahrsichthülle packen und dann außen drauf schreiben. Klappt sehr gut.
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Oder Bleistift und Radiergummi nehmen.
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Dann geht das Papier aber schon wieder so schnell innen Arsch.
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dann nimmt man eben 90g Papier und drückt nicht so dolle auf.
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Zuerst überlegen, wass der Charakter können soll.
Dann die Atribute auf das Minimum steigern, welches für die gewünschten Fertigkeiten benötigt wird.
Nun Fertigkeiten lernen und Steigern.
Falls noch etwas übrig bleibt können neue fertigkeiten dazugelernt oder Atribute gesteigert werden.
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Ich mach es inzwischen so:
Schreib mir in 50 Worten auf, wie der Charakter sein soll.
Dann mach ich ein grobes Konzept (handschriftlich) was die Werte angeht.
Der Spieler guckt sich das an, wir reden noch mal drüber und dann stehen die Werte fest.
Der Spieler bekommt das, was er spielen will, kommt nicht in Minmax Versuchung und ich habe keine übertriebenen Charaktere und kann das Powerniveau auch so legen, wie ich es mir vorstelle...
Okay, ist von Herowars abgeguckt, aber es ist echt gut.
Für die relevanten Systeme habe ich dann sogar meist eine Liste, wie hoch die Skills für nen neuen Charakter sein müssten...
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@Boba: In dem Beispiel bist du SL oder? Warum schreibst du dann in 50 Worten auf wie der Char sein soll und nicht der Spieler?
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Bei fähigen Spielern ganz einfach: Ungefähr das Power Niveau festellen und die Spieler das Blattt ausfüllen lassen. Danach grob überschlagen. Fertig.
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"Schreib mir..." war als Aufforderung zu sehen... 8)
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Wenn den Spielern das System neu ist, dann würde ich ihnen nicht das Regelbuch zeigen, sonder sie wirklich erst nach dem Konzept fragen. - Was willst du den spielen? - Was soll der Charakter den können? etc. wenn das Konzept dann steht und noch Punkte übrig sind, kannst du als SL den Spieler ja noch beraten ("Diese oder Jene Fähigkeit würde noch passen, was hälst du davon?"). Zeitfresser: Hier ist das Regelwerk, da sind eine Menge Optionen drin, z.B. A, B, C,.... Z (Schnarch!).
Das kann bei D&D mit den Feats schnell ätzend werden. PHB reicht nicht, hier in diesen Splatbooks stehen noch 120, und da, und da... Die Auswahl kann dann mal locker 2 Stunden fressen.
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Ok Boba habs geschnallt!
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Danke für die vielen Tips!
Interessant finde ich, daß die wenigsten hier, Computer zur Unterstützung heranziehen.
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Aus Zeitmangel.. (bei mir)
Abgesehen davon dürften auch viele gar nicht auf Effizienz orientiert sein.
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Tatsaechlich habe ich meine "Character-Boegen" in OpenOffice gesetzt - dann kann ich naemlich drauf rum malen, den Tettel verknicken, andere koennen Getraenke drueber schuetten usw. und ich kann meinem SL ein Exemplar ueberlassen.
Aber zurueck zum Thread: fuer das Erstellen neuer "Helden" suche ich mir
1: die Grundzuege, wie ich ihn/sie spielen moechte (Stichworte, Schmierpapier)
2: die allgemeinen Faehigkeiten, die ich haben moechte (Schmierpapier, mit Nummern sortiert nach Wichtigkeit)
3: die Kampffaehigkeiten (dito)
4: dann kaemen wohl die Zauberspueche (aber Magier/Zauberer spiele ich nicht (mehr))
Und fuer das "Wachsen" (oder Weiterentwickeln) der "alten" Figuren fuehre ich tatsaechlich Tabellen mit den Faehigkeiten, die ich fuer sie haben oder verbessern moechte (in den Tabellen stehen die "Preise")
Geht recht flott, weil es dann spaeter auf "in Tabelle nachssehen" beschraenkt ist...
Ja, laestert nur - ich spiele halt gerne Midgard ;D