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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Rollenspiel- & Weltenbau => Thema gestartet von: Achamanian am 16.07.2015 | 16:38
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Die Frage klingt vielleicht erst mal banal, aber je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr komme ich ins Schwimmen:
Ließe sich eine technisch etwa auf unserem Stand befindliche Fantasy-Welt entwickeln (also Computer, Handys, Flugzeuge), die in keinem direkten Bezug zu unserer Welt steht, sondern eine typische Sekundär-Welt (wie Aventurien, die Forgotten Realms usw.) ist?
Ausschließen würde ich:
Settings, die unsere Welt (evtl. in die Zukunft oder Vergangenheit verlegt) +Fantasy-Elemente sind (WoD, Dresden Files, Shadowrun ...).
Settings, die in Alternativwelten angesiedelt sind, bei denen es sich um unsere Welt mit einigen "Twists" handelt (ich glaube, Amethyst ist so was in der Art, kenne ich aber nicht; Es gab da auch ein GURPS-Setting; und natürlich der ganze Superhelden-Kram).
Ich kenne sowas bisher nicht. Vielleicht ließe es sich am einfachsten vorstellen, indem man ein klassiches Mittelalalter-Setting entsprechend weit in die Zukunft weiterspinnt - wahrscheinlich sollte es low magic sein, damit es einen Anreiz für technische Entwicklung gibt.
Knackpunkt: Die Fantasy-Elemente (Magie/Monster) sollten organische Settingbestandteile sein und dem "Modernen" nicht irgendwie als sein Anderes gegenüberstehen. Beispielsweise dachte ich eben: Wie würde man in einer Welt, in der es Schadenszauber gibt, auf Flugzeugen für Sicherheit sorgen? Der Gedanke wäre aber zu sehr von unserer Welt her gedacht, man müsste eigentlich fragen: Wie hätte sich das Flugreisen in so einer Welt entwickelt? Wahrscheinlich hätten die Leute gar nicht so ein Konzept von Flugsicherheit, wie wir es haben ...
Ist verständlich, worum es mir geht?
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Meinst du sowas (https://rpggeek.com/rpgitem/53299/magitech)?
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Meinst du sowas (https://rpggeek.com/rpgitem/53299/magitech)?
Nein, siehe mein Ausschlusskriterium:
Settings, die in Alternativwelten angesiedelt sind, bei denen es sich um unsere Welt mit einigen "Twists" handelt
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Shadowrun wäre mein erster Gedanke gewesen, das hast du ja ausgeschlossen.
Dann könnte man über eine alternative Technologiebasis nachdenken, was für mich den Bereich Steampunk inkludieren würde.
Dann gibt es ein paar Settings mit Magotech, wo also Magie z.B. die Elektrizität ersetzt, Eberon hat meines Wissens Magie betriebene Züge.
In Myranor gibt es magomechanische Flugapparate und "Fließbandfabriken"
Allgemein würde ich sagen, dass ein Setting mit tatsächlich funktionierender Magie sich technologisch weitaus langsamer entwickeln wird als unsere Welt, weil die Notwendigkeit nicht da ist. Warum sollte man Roboter entwickeln, wenn es Golems oder beschworene Elementare genauso gut tun?
Selbst wenn sich eine magische Welt auf einen vergleichbaren Technologiestand entwickelt, müsste man abklären, wodurch sich diese Technologie von unserer unterscheidet (damit sie noch interessant ist). Wenn Magie nur eine neutrale und begrenzte Energiequelle ist, wird die Welt ziemlich gleich sein, nur dass Elektrizität halt anders heißt.
Interessant wird es, wenn Magie anderen Regeln unterliegt. z.B. nur von Lebewesen erzeugt wird, auf Emotionen reagiert, ist unbegrenzt verfügbar o.Ä.
Dann müsste man sich Anforderungen überlegen (z.B.: Personen müssen schnell von a nach b kommen), dann die wahrscheinlichste Lösung überlegen (beschworene Wesen, Teleportation, magotechnische Flugzeuge,...) die eben von der Wirkungsweise von Magie abhängen und dann die Implikationen dieser Technik.
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Ich sehe das Problem nicht.
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Shadowrun wäre mein erster Gedanke gewesen, das hast du ja ausgeschlossen.
Dann könnte man über eine alternative Technologiebasis nachdenken, was für mich den Bereich Steampunk inkludieren würde.
Dann gibt es ein paar Settings mit Magotech, wo also Magie z.B. die Elektrizität ersetzt, Eberon hat meines Wissens Magie betriebene Züge.
In Myranor gibt es magomechanische Flugapparate und "Fließbandfabriken"
Shadowrun mit der aufgepfropften Magie ist tatsächlich ziemlich genau das Gegenteil von dem, was ich meine.
Myranor und Eberron sind eher Steampunk-mäßig, oder? Computer und Autos sind da zumindest nicht in Sicht.
Deine restlichen Überlegungen gehen genau in die Richtung, um die ich mir auch Gedanken mache - wie würde sich die Technologie bei einem vergleichbaren Stand von unserer unterscheiden? Und das ganze dann bitte noch nicht als Alternativwelt, sondern als "echte" Sekundärwelt.
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Die Gedanken hatte TSR schon 1993: https://rpggeek.com/rpgitem/53299/magitech
From the back cover:
"The world of the Magitech Game is Earth in the 1990s -- with a few twists. Magic has long been recognized and studied, so that normal technology is stunted, and magical items are commonplace modern conveniences. Other intelligent species evolved with humankind, and now elves run a powerful Central American nation, minotaurs govern the nation of Texas, and intelligent reptiles control Southeast Asia. European colonization was halted by native magic, and nations of Africans and Native Americans were etablished long ago, and remain powerful today.
While most people lead normal lives, going to work and school, others choose a life of adventure, exploring the ruins of a Europe devastated at the end of World War II, searching for treasure in the jungle temples of a Venus colonized more than a millennium ago, or facing the adventure of modern, magical civilization.
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Ich sehe das Problem nicht.
Ich will ja gerade rausfinden, was das Problem ist, und warum es so etwas nicht gibt ...
Eine Pseudomittelalter- oder Steampunk-Sekundärwelt, die der unseren ähnelt, aber in keinem zeitlichen/alternativweltlichen Bezug zu ihr steht, kann ich mir irgendwie bestens vorstellen. Aber sobald zeitgenössische Technologie ins Spiel kommt, fällt es mir schwer, mir so eine Welt auszumalen, ohne sie dabei sofort zu einer Alternativ- oder Urban-Fantasy-Welt zu machen.
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Die Gedanken hatte TSR schon 1993: https://rpggeek.com/rpgitem/53299/magitech
Wie gesagt, das ist genau nicht das, was ich meine - Magitech ist offensichtlich ein Alternativweltszenario, da gab's ja sogar den 2. WK.
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Die Kernfrage dürfte sein welchen Regeln Magie und magische Wesen selbst unterliegen und wie der Einstieg erfolgt ist (was ggf stark von der Existenz und Psychologie von Geistern und Göttern abhängt).
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Wie gesagt, das ist genau nicht das, was ich meine - Magitech ist offensichtlich ein Alternativweltszenario, da gab's ja sogar den 2. WK.
Dann vergiss doch einfach, dass sie sich an der "echten" Erde orientieren (angesichts der Treffsicherheit mit der amerikanische Produktionen nicht-amerikanisches sehen ist das eh' schon fast reine Erfindung ;D )
Aber zumindest die grundlegenden Ueberlegungen (manche Technik wird einfach nicht entwickelt, da Magie den Kram einfacher/billiger/... machen kann) kann man ja von dort mal uebernehmen.
Die Kernfrage dürfte sein welchen Regeln Magie und magische Wesen selbst unterliegen und wie der Einstieg erfolgt ist (was ggf stark von der Existenz und Psychologie von Geistern und Göttern abhängt).
... ob es Geister und Goetter ueberhaupt gibt...
Aber zur Kernfrage... waere sowas nicht ein gutes "Setting" fuer Microscope? Vielleicht einfach mal 1-3 Leute mit denen du weisst, dass du auf aehnlicher Wellenlinie stehst (oder settinginteressierte Spieler der darauf geplanten Runde) schnappen und mal selbst werkeln ;D
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Dann vergiss doch einfach, dass sie sich an der "echten" Erde orientieren (angesichts der Treffsicherheit mit der amerikanische Produktionen nicht-amerikanisches sehen ist das eh' schon fast reine Erfindung ;D )
ich nehme an, das wäre schwer, da ja scheinbar auch irdische Mythologie geplündert wird (Minotauren und so ...)
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Ich will ja gerade rausfinden, was das Problem ist, und warum es so etwas nicht gibt ...
Eine Pseudomittelalter- oder Steampunk-Sekundärwelt, die der unseren ähnelt, aber in keinem zeitlichen/alternativweltlichen Bezug zu ihr steht, kann ich mir irgendwie bestens vorstellen. Aber sobald zeitgenössische Technologie ins Spiel kommt, fällt es mir schwer, mir so eine Welt auszumalen, ohne sie dabei sofort zu einer Alternativ- oder Urban-Fantasy-Welt zu machen.
Die Scheibenwelt würde doch passen, oder?
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Die Scheibenwelt würde doch passen, oder?
Stimmt, die ist zum Ende hin sehr nah dran! Keine Alternativwelt, eine halbwegs konsistente magisch-technische Co-Entwicklung ...
Und das jetzt ohne die parodistischen Elemente!
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Soweit wie ich dich gerade verstehe wäre jenseits der Ausschluskriterien wohl eine Sache sehr zentral, nämlich deine Kriterien für Fantasy.
Was sind deiner Meinung nach Elemente, die unbedingt beachtet werden müssten, um etwas noch als Fantasy geltend zu machen. Letzten Endes gibt es ja viele Möglichkeiten, was einfach gestrichen werden müsste, um eine Welt wie die unsere letzten Endes neu zu denken.
Ansonsten viele mir gerade eben nur die lose als Reihe zu verstehenden "BasLag"-Romane von China Mieville ein, die eine Fantasy Welt auf einem Entwicklungsgrad beschreiben, der ungefähr mit unserer industriellen Revolution zu vergleichen ist.
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Ich will ja gerade rausfinden, was das Problem ist, und warum es so etwas nicht gibt ...
Eine Pseudomittelalter- oder Steampunk-Sekundärwelt, die der unseren ähnelt, aber in keinem zeitlichen/alternativweltlichen Bezug zu ihr steht, kann ich mir irgendwie bestens vorstellen. Aber sobald zeitgenössische Technologie ins Spiel kommt, fällt es mir schwer, mir so eine Welt auszumalen, ohne sie dabei sofort zu einer Alternativ- oder Urban-Fantasy-Welt zu machen.
Also so etwas wie die Iron Kingdoms/Warmachine/Hordes Welt, aber mit etwa 200-400 Jahren zusätzlicher technologischer Entwicklung?
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Man könnte auch einmal eine Welt mit ihren Startmagie-, Götter- und Monsterleitlinien in kultureller Morgenröte entwerfen ´(dann vermutlich meist mit Elfen?) und versuchen nach bestmöglicher Logik das zu verfolgen. Ich schätze, man muss dann mehrmals anfangen, bevor da überhaupt Menschen bis zu ihren Hochkulturen überleben.
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Man könnte auch einmal eine Welt mit ihren Startmagie-, Götter- und Monsterleitlinien in kultureller Morgenröte entwerfen ´(dann vermutlich meist mit Elfen?) und versuchen nach bestmöglicher Logik das zu verfolgen. Ich schätze, man muss dann mehrmals anfangen, bevor da überhaupt Menschen bis zu ihren Hochkulturen überleben.
Das wäre wahrscheinlich ein guter Ansatz ... wobei es ja gar nicht unbedingt EDO sein müsste. Aber irgendwelche Vorläuferspezies sind natürlich immer geeignet, um historische Tiefe zu erzeugen.
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Eberron ist 100% kein Steampunk und macht viele der Sachen die im OP angesprochen wurden. Die Küstenmagier behaupten zwar gerne es wäre das Setting welches speziell für die 3rd Edition von D&D entworfen wurde, das ist aber etwas hochgegriffen (es geht in die Richtung, aber nicht weit genug). Trotzdem ist Eberron mehr als "Fäntelalter mit Bauern und Beschwörern", weil das Vorhandensein von Zaubern und magischen Effekten in einer Magitechnologie resultiert ist. Es gibt magische Eisenbahnen und Luftschiffe, ein Bankensystem dass mit extradimensionalen Räumen arbeitet, sowie eine Menge sehr modern wirkender Infrastruktur. Die sog "Drachenmalshäuser", die das meiste davon erzeugen und verkaufen, sind nicht einfach nur doofe Adelsfamilien sondern konkurrierende Konglomerate die eher an Shadowrun als an mittelalterliche Gilden erinnern. Durch den kürzlich beendeten 100-jährigen Krieg auf dem Kontinent gab es auch viel neue Rüstungstechnologie innerhalb kurzer Zeit die dann in den Erweiterungsbänden oder Abenteuern hier und da auftaucht (z.B. magische U-Boote).
Natürlich gibt es immer noch sehr viele D&Dismen und andere Sachen die man evtl. unschön findet, aber Eberron versucht schon die Realitäten des gespielten D&D 3rd Edition irgendwie auch in der Welt zu reflektieren, zumindest ein bißchen.
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Die Frage klingt vielleicht erst mal banal, aber je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr komme ich ins Schwimmen:
Ich wüsste nicht, warum es nicht gehen sollte! Du?
Welche Magie?
Würde die Welt Lord Dárcy zählen?
oder eine weiter entwickelte?
Eine in der Riesenvögel die Rolle von Flugzeugen und Magie das Mobile ersetzt?
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Eine in der Riesenvögel die Rolle von Flugzeugen und Magie das Mobile ersetzt?
Nee, wieder mal: Gerade nicht. Ich fürchte, ich kann es noch nicht auf den Punkt bringen. Ich sag mal ein paar Eckpunkte:
Tendenziell low magic, ABER Magie soll bekannt sein (also kein Geheimnis, von dem nur Eingeweihte wissen).
Die Welt soll technologisch etwa auf unserem Stand sein (Flugzeuge, Computer usw.) - tendenziell denke ich dabei nicht an magische "Ersatztechnologien" (also Riesenvögel statt Flugzeuge), sondern stattdessen Technologie, der mit unserer vergleichbar ist. Deshalb auch Low-Magic - sonst würde das keinen Sinn ergeben.
Denk mal an klassische Mittelalter-Fantasy: Da wird die Mühle am Fluss auch nicht unbedingt mit Magie betrieben und nicht jedes Schwert ist ein Zauberschwert. Genauso würde ich es mit den Flugzeugen und Computern sehen: das sollen keine Mago-Varianten sein, sondern erst mal Flugzeuge und Computer, die mit Kerosin und Strom laufen. Der Strom kommt vielleicht sogar aus AKWs.
Trotzdem gibt es Magie, die eben nicht so mächtig und/oder verbreitet sein darf, dass sie Technologie ersetzt - die aber gleichzeitig während der Entwicklung der Technologie die ganze Zeit präsent war und hier und da auch eingebunden worden sein dürfte.
Vielleicht geht es mir auch um etwas Widersprüchliches: eine Welt, die sich auf den ersten Blick (etwa, wenn ich einen in ihr angesiedelten Roman lesen würde) wie unsere anfühlt. Nur, dass ich beim lesen merke, das irgendwie alle Namen etwas fremd klingen, ich keines der erwähnten Länder kenne und seltsame, eventuell monströse Wesen auftauchen, deren Existenz für die Protagonisten aber nichts Ungewöhnliches zu sein scheint (wenn auch vielleicht durchaus etwas Bedrohliches). Und dann können auch noch manche Leute beispielsweise mit Gedankenkraft den Aggregatzustand kleiner Materiemengen ändern oder Trugbilder erschaffen - was eine besondere Gabe ist, als solche aber auch von niemandem angezweifelt oder in Frage gestellt wird.
Darüber hinaus gibt es viele kleine Unterschiede: Autokarosserien sind alle aus lackiertem Holz; Flugreisen gelten als gefährlich und werden nur von den Regierungen organisiert; tragbare Telefone gibt es schon ewig, die waren aber lange an Kommunikationsmagie und damit an einige wenige fehleranfällige Zauberer gebunden, die als Relais fungieren müssen - erst in jüngster Zeit macht eine Funk-Version ihnen Konkurrenz; es gibt einen Staat, dessen Macht sich auf eine Computertechnologie stützt, die Rituale simuliert, mit deren Hilfe "Götter" ernährt werden, wofür diese im Gegenzug besondere Kräfte verleihen; unter einigen Bergen liegen bekanntermaßen riesige Urwesen im Schlummer.
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Secret of Zir'An
http://www.rpg.net/reviews/archive/11/11310.phtml
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du willst also unsere Welt mit anderer Seriennummer mit aufgepropfter Magie, die eigentlich auf Gesellschaft, Technologie etc. keinen Einfluss hat?
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Kennst Du Brandon Sanderson?
Seine Mistborn-Reihe soll auch noch einen Zukunftsableger bekommen, das wäre dann so etwas. Alloy of Law ist schon ein Schritt in die Richtung, es spielt etwa in einer Zeit, die ich dem Ende des 19. Jh. zuordnen würde.
Magie beeinflusst die Welt wesentlich, auch technisch, politisch und ökonomisch.
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Warum nur war mein aller erster Gedanke bei der Frage das alte Computerspiel Arcanum?
Aber mal konkret zu deiner Frage:
Die Knackpunkte an so einem Setting sind meiner Meinung nach, die Magie und das Göttliche. Da stellen sich mir gleich ein Riesenhaufen an Fragen die alle das letztendliche Bild so einer Welt massiv verändern.
- Wie mächtig ist die Magie? Wo liegen die Grenzen dessen was durch magische Effekte bewirkt werden kann?
- Wie verbreitet und allgemein zugänglich ist die Magie?
- Gibt es eine magische Ressource, und wenn ja wie verfügbar ist Sie?
- Gibt es Götter? Oder nur einen Gott oder evtl gar keine göttlichen Mächte?
- Wie aktiv nehmen göttliche Mächte Einfluss auf die Welt? Wie präsent sind Sie?
- ......
Wenn man wirklich eine klassische D&D-artige Fantasywelt als Basis her nimmt hat man, wie ja schon von jemand anderem erwähnt, eigentlich Eberron. Da gibts von magischen Zügen und Luftschiffen über magische Alltagsgegenständen (wie z.Bsp. Lampen und Kleidung) bis hin zu Lufttaxis und Müllheizkraftwerken ja schon fast alles.
Gruß Aurean
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du willst also unsere Welt mit anderer Seriennummer mit aufgepropfter Magie, die eigentlich auf Gesellschaft, Technologie etc. keinen Einfluss hat?
Das mit der anderen Seriennummer trifft es - soweit zumindest, wie Fantasy-Welten oft unser Mittelalter in romantisiert und mit abgefeilter Seriennummer sind.
Die Magie soll aber gerade nicht aufgepfropft (Marke Shadowrun) sein, sondern dem Setting inhärent.
Sieh's mal so: In der Wirklichkeit gibt es Dampfkraft. Die eignet sich aber irgendwie nicht dazu, Flugzeuge anzutreiben, also fliegen Flugzeuge mit Kerosin. Magie könnte so was sein wie Dampfkraft: für manche Zwecke umfassend geeignet (und da würde sie dann halt evtl. dazu führen, dass bestimmte Technologien sich nie entwickelt haben), für andere überhaupt nicht.
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Secret of Zir'An
http://www.rpg.net/reviews/archive/11/11310.phtml
Auch interessant.
Immerhin habe ich von dem Tipps hier schon den Eindruck, dass es einiges mehr in die grobe Richtung, die ich meine, gibt, als ich dachte - wenn auch nicht genau das. Von Eberron hatte ich auch ein etwas anderes Bild, habe aber immer noch den Eindruck, dass es eher nichts mit dem zu tun hat, wofür ich mich interessiere.
Und Brandon Sanderson ist mir schon aus beruflichen Gründen ein Begriff, habe aber bis jetzt noch nichts von ihm gelesen. Mal sehen, irgendwann, werde ich mir wohl mal die Mistborn-Dinger reinziehen ...
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Die Mistborn Reihe ist sehr interessant, wenn man eine Welt sucht, in der Magie und Technik sauber ineinander greifen. Sprachlich hats mich nicht so umgehauen, aber das ist natürlich auch Geschmackssache.
Ergänzung:
Brandon Sanderson hat eine ganze Menge "Handwerkszeug", also wie er Welten und Magiesysteme baut, veröffentlicht. Auf seiner Website und auf youtube findet man Unmengen. Ich kenne das nur zum kleinen Teil, nehme aber an, dass man da einiges finden kann, was zu OP interessant wäre.
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Die Mistborn Reihe ist sehr interessant, wenn man eine Welt sucht, in der Magie und Technik sauber ineinander greifen. Sprachlich hats mich nicht so umgehauen, aber das ist natürlich auch Geschmackssache.
Ergänzung:
Brandon Sanderson hat eine ganze Menge "Handwerkszeug", also wie er Welten und Magiesysteme baut, veröffentlicht. Auf seiner Website und auf youtube findet man Unmengen. Ich kenne das nur zum kleinen Teil, nehme aber an, dass man da einiges finden kann, was zu OP interessant wäre.
Gibt ja auch das hier:
http://www.sphaerenmeisters-spiele.de/epages/15455106.sf/de_DE/?ObjectID=116044823
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Ja, davon gibts ein paar Seiten online als Teaser (inklusive Archetypen: Charaktere aus den Büchern). Sieht interessant, aber komplex aus. Und in Europa schwer zu bekommen.
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Mir würde als Beispiel die Trickfilmserie "Avatar - The Last Airbender" einfallen. Das Setting ist eine asiatische angehauchte Fantasy-Welt mit Elementarzauberern. Das Spin-Off der Serie "Legend of Korra" spielt ein paar Jahrzehnte in der Zukunft und dort hat die Industrialisierung eingesetzt in Kombination mit technologischem Fortschritt. Es gibt Autos, Flugzeuge, elektisches Licht und später sogar Filmkameras.
Es ist zwar eine Kinderserie, aber ich empfand die Einflüsse der Technologie auf die magische Welt interessant und recht glaubhaft dargestellt.
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Also Magie ist präsent und bekannt, löst aber normale Technologie nicht ab?
Sorry, aber dann NIMM Shadowrun und feil dort die Seriennnummer ab.
Da hast du doch genau was du willst, Magie die sich in eine moderne Welt inkludiert ohne die Technik zu ersetzen.
Da gibts Schutzgeister in Laboren, Kampfmagie neben Drohnen, ein Ghul- und zwei Elfenkönigreiche, Drachen im Konzernvorstand,Sperrgebiete mit durchgeknallten Geistern und Fantasy-Monstern,....
Kappe einfach die paar verbliebenen Verbindungen zu unserer Welt (Die UCAS haben sich dann halt nicht aus den USA entwickelt sondern aus irgendeinem Fantasy-Reich,...) und ändere die Landkarte wenn es sich stört. Du könntest für diese Welt sogar mit Microscope eine neue Hintergrundgeschichte schaffen.
Sollte ein gutes Ergebnis liefern und ist viel weniger Aufwand als ein mittelalterliches Fantasy-Reich weiterzuentwickeln.
Vor allem da ich nicht glaube, dass letzteres zu deinem Wunschergebnis führt. Eine Welt, die Jahrhunderte mit starker Magie lebt, wird eben keine Co-Entwicklung zu unserer durchlaufen. Und wenn Magie schwach ist, wird sie neben der Technik zu einer Belanglosigkeit verkommen, also "aufgepropft" erscheinen.
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Ich will ja gerade rausfinden, was das Problem ist, und warum es so etwas nicht gibt ...
Eine Pseudomittelalter- oder Steampunk-Sekundärwelt, die der unseren ähnelt, aber in keinem zeitlichen/alternativweltlichen Bezug zu ihr steht, kann ich mir irgendwie bestens vorstellen. Aber sobald zeitgenössische Technologie ins Spiel kommt, fällt es mir schwer, mir so eine Welt auszumalen, ohne sie dabei sofort zu einer Alternativ- oder Urban-Fantasy-Welt zu machen.
Mit Future Tech funktioniert es wieder? Star Wars z.B.?
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Und wenn Magie schwach ist, wird sie neben der Technik zu einer Belanglosigkeit verkommen, also "aufgepropft" erscheinen.
Da habe ich eine andere Dimension von aufgepfropft - für mich ist das, wenn sich ein Bestandteil (egal, wie klein oder groß es ist) nicht organisch einfügt, sondern eben einfach nur zum Rest dazugepackt wird. Und genau so empfinde ich bei Shadowrun die Magie - da gibt es halt auch im Kleinen praktisch kein nenneswertes Zusammenwirken magischer und technischer Effekte, das Ganze wird eher immer zum großen Gegensatz stilisiert. Ist in dem Setting ja auch logisch, da sie erst seit ein paar Jahrzehnten zurückgekehrt ist, ist aber eben nicht das, worum es mir geht.
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Mit Future Tech funktioniert es wieder? Star Wars z.B.?
Ja, ich denke schon.
Ich denke nach wie vor, dass es schwierig ist, sich eine Welt, die unserer modernen ähnelt, aber über Magie verfügt und eindeutig nicht einfach eine Alternativwelt ist, vorzustellen. Sobald das Ganze in die Vergangenheit oder Zukunft projiziert wird (Steampunk, Star Wars), funktioniert es ganz gut. Ich vermute auch, dass da eine Art Genre-Regel hintersteckt, die das Fantastische in der Gegenwart tendenziell nur in Form einer Modifikation unserer wirklichen Welt erlaubt und nicht als umfassenden Sekundärwelt-Entwurf. Krieg's aber nicht zu fassen.
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Das Problem dabei ist natürlich auch dass man als Benutzer sofort Vergleiche zieht und Parallelen findet, besonders wenn es ein modernes Setting ist. Wir können ja eh nur aus unserer irdischen Perspektive extrapolieren und ein 100% neuartiges Setting dass absolut keine Analogien in irgendeiner Art zur irdischen Geschichte hat halte ich für unmöglich. Irgendwo muss man da Kompromisse eingehen.
Auch wenn es eine Art paralleles 19. Jahrhundert ist, das Setting des Videospiels Dishonored (https://en.wikipedia.org/wiki/Dishonored) hat mir hinsichtlich der Integration von Magie und Technologue extrem gut gefallen. Nicht weil die magischen Aspekte durchgehend in der Welt zu finden sind, das ist eher auf den Sonderstatus des Spielers orientiert, sondern weil sie wirklich mysteriös und absonderlich rüberkommt (auch wenn sie als freischaltbarer Spielinhalt natürlich quantifiziert werden kann). Vor allem, wenn dann die Gegner kommen die den Scheißt ebenfalls beherrschen ;)
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Deine Definitionen sind mir irgendwie zu wage.
Damit man da irgendwas Brauchbares zusammenbringt, muss man einschränken:
Wie funktioniert Magie in dieser Welt? Wie interagiert Magie mit Technik?
Bei Shadowrun ist z.B. Magie mit dem Leben verbunden und Technik ist leblos. Daher kann man z.B. auch Technik dort so schwer mit Magie beeinflussen. Bei Dresden Files entspringt Magie aus Emotionen und starke Magie bringt Technik durcheinander. Bei Myranor ist Magie eine neutrale Kraft (die sogar in einigen nicht-lebendigen Materialien vorkommt) und die Antriebskraft für Technik (indem z.B. Maschinenteile durch Telekinese bewegt werden)
Wie verbreitet ist Magie und welche Grenzen hat sie genau? Wie groß ist der Aufwand sie zu wirken?
Das zeigt dir dann nämlich genau auf, wann man Magie benutzen wird, wann Technik und wann eine Kombination aus beiden.
In den Alltag integrierte D&D Magie würde einfach eine völlig andere Welt ergeben als in den Alltag integrierte Cthulhu-Magie (=> Cthulhu-Tech)
Wenn Heilungsmagie toll funktioniert und verbreitet ist, wird sich die Medizin kaum entwickeln. Wenn Magie nur zerstörerisch ist schon, dafür wird evtl. die Waffentechnik zurückbleiben (oder mit der Magie kombiniert werden).
Wenn Heilungsmagie "intelligent" ist (also einfach mal allgemein jedes Gebrechen heilt) wird das andere Auswirkungen haben, als wenn sie anatomische Kenntnisse erfordert.
etc. etc.
Sind die Bewohner dieser Welt überhaupt annähernd menschlich? Wenn die Magie von Anfang an bei der Evolution herumgepfuscht hat, könnten ihre Möglichkeiten und Anforderungen völlig anders sein als unsere.
Setz mal ein paar Parameter und dann können wir weiter spekulieren.
Wie definierst du eigentlich "Unsere Gegenwart" wenn es keine Parallelwelt/-technologie sein soll?
An den Optionen die wir haben? Also wir können Personen auf den Mond schicken, aber (noch) nicht auf den nächsten Planeten, wir haben den Himmel erobert aber können das Wetter noch nicht kontrollieren, etc...?
Jede Welt, die nicht in überschaubarer Vergangenheit von unserer "abgespalten" ist wird sich wahrscheinlich völlig anders entwickeln. Gewisse Optionen werden sie auch erreichen, vielleicht sogar in einigen Bereichen deutlich mehr als wir und andere gar nicht. (P.S: Das ist ein Problem, das ich auch irgendwie mit den Traveller-Techlevel habe, die Annahme einer "vergleichbaren parallelen Entwicklung" ist imho Unsinn)
Also was ist für dich überhaupt eine vergleichbare Welt?
Sobald das Ganze in die Vergangenheit oder Zukunft projiziert wird (Steampunk, Star Wars), funktioniert es ganz gut. Ich vermute auch, dass da eine Art Genre-Regel hintersteckt, die das Fantastische in der Gegenwart tendenziell nur in Form einer Modifikation unserer wirklichen Welt erlaubt und nicht als umfassenden Sekundärwelt-Entwurf.
Ich denke dass hat eher damit zu tun, dass wir von der Vergangenheit und Zukunft nur eine grobe Vorstellung haben, von unserer Zeit aber viele Details kennen, die wir automatisch einbeziehen wollen.
Wenn ein Experte für das 19. Jahrhundert dort ein Fantasy-Setting platzieren will, hat er wahrscheinlich das selbe Problem. Ebenso bei Hard-SciFi und Magie.
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Schau dir mal das Buch "Piratenmond" von Chris Wooding an.
Es wird zwar recht wenig über die Geschichte dieser Welt geschrieben, und (schwarze) Magie ist recht düster/geächtet, aber ich denke das geht in die Richtung die du dir vorstellst.
Aus der Erinnerung heraus hat es:
Dieselpunk-Welt mit Luftschiffen, Flugzeugen, Revolver, Automatikgeschützen und Luftpiraten ohne Bezug zu unserer Welt
Schwarze dämonische Magie (Eine Art Golem in dem die Seele eines kleinen Mädchen gefangen wurde als Folge eines Kritischen Fehlwurfs?)
Untote Horde ähnlich dem Borg-kollektiv am Nordpol (wurde nur als Hintergrund eines Charakters erwähnt!)
Ich fand die Geschichte recht cool, aber es gab wenig "Brauchbares" zur Welt und die Magie war mehr Dämonen beschwören, aber als Inspiration vielleicht ganz brauchbar.
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Ich kenne kein Szenario, was alle geforderten Kriterien erfüllt. Wenn man sich an Shadowrun orientieren will, ist es mE am einfachsten, die entscheidende Grundidee zu übernehmen: Die Magie war lange, lange Zeit weg. Alternativ könnten die entscheidenden technologischen Innovationen von magieabholden Völkern stammen, was aber auch nur funzt, wenn die nicht vollständig von den Magieanwendern dominiert werden. Zwerge voran? ;)
Ich hatte ja vor langer Zeit mal den Plan, eine Fantasy-Welt (mit recht wenig Magie) von der Stein-/Bronzezeit bis zur Frühindustrialisierung zu kreieren. Ist aber mangels Anwendungsmöglichkeiten nie über ein paar Ideen, va zur Frühphase (Bronzeit, erste Hochkulturen), hinausgekommen.
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Wenn Heilungsmagie toll funktioniert und verbreitet ist, wird sich die Medizin kaum entwickeln. Wenn Magie nur zerstörerisch ist schon, dafür wird evtl. die Waffentechnik zurückbleiben (oder mit der Magie kombiniert werden).
Schwarzpulver in einem Setting mit Feuerball, Jet oder Blitzen hätte sich womöglich nicht entwickelt...
Die Phalanx?
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Ich denke ein wichtiger Faktor bei der "parallel" bzw. Ersatz Entwicklung von Magie und Technologie ist die Verfügbarkeit der Ressourcen.
Ist jeder magiebegabt bzw. kann zaubern? Oder ist Magie eine begrenzte Ressource, z.B. nur 1% der Weltbevölkerung befähigt diese Magie zu nutzen?
Dann kommt für mich erst die Frage wie groß sind die Opfer die man bringen muss. Das soll heißen, Spruchmagie wie in D&D-Welten üblich (ich vermische hier ein wenig Setting und System) also Ex und Hopp, kaum ein Risiko für die Anwender oder eher so wie in Warhammer Fantasy Chaosmagie? Aventurien, total ungefährlich (mal von Patzern ab gesehen) nur die "Energie" ist begrenzt oder abgeleitet von Earthdawn, die Magie ist korrumpiert und muss durch Hilfsmittel gewirkt werden oder wie in Shadowrun, eine reine Übungs und Willenssache oder Magie wird durch Pakte mit anderen Mächten ermöglicht?
Magie wie in Mage (cWoD und nWoD) schließe ich mal aus, weil Paradox und ähnliches, weil der Realität zu wieder laufend nicht passt.
Jetzt endlich kommt, was kann Magie bewirken.
Wenn jeder, teleportieren kann und das Risiko (insb. subjektiv) kleiner oder gleich ist, als das Risiko moderner Flüge, warum sollte sich das Fliegen entwickeln, außer zu vielleicht Lastentransportzwecken, weil man selber nur eine sehr geringes Gewicht teleportieren kann. Teleportieren ist selbstverständlich auch durch fliegen zu ersetzen. Wobei dann natürlich der Komfort mit reinspielt, Regen, Wind, Kälte.
Ohne Logikbrüche und stillschweigenden Annahmen (wie in den meisten Settings) wird das wohl nicht möglich sein. Erinnert mich ein bisschen an einige Welten aus dem Buch "Der goldene Kompass".
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Warum muss ich an das Setting von Final Fantasy 7 denken? Das vermischt Magie und Technik ziemlich gut oder nicht?
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Ich denke das Problem ist weniger die Machbarkeit als die Sinnhaftigkeit.
Machbar ist es auf jeden Fall. Du nimmst einfach die Dresden Files, WoD, oder whatever und malst ein paar neue Landkarten, benennst Städte um u.s.w. und das Setting steht und erfüllt alle Deine Kriterien.
Aber die Frage ist doch eigentlich ob es gute Gründe gibt aus denen man diesen Mehraufwand in Kauf nehmen sollte oder Vorteile bietet genau das nicht zu tun.
In dem Moment in dem man sich auf die real existierende Welt bezieht spart man sich halt jede Menge Arbeit und macht dem Leser/Zuhörer/Zuschauer/Spieler die Immersion sehr viel leichter. Man muss nicht jedes kleine Detail des täglichen Lebens neu entwickeln, weil die Spieler das alles schon kennen. Wenn man sieht was für ein Monster die DSA-Weltbeschreibung ist um eine Welt zu erschaffen die sich signifikant von unserer unterscheidet und irgendwie halbwegs konsistent ist, und wie viele Parallelen und Entlehnungen aus der Realität es bei DSA trotzdem noch (teilweise stillschweigend) gibt, dann sollte einem klar werden, dass es die ganze Sache extrem vereinfacht, wenn man schreibt "alles wie gehabt, außer..."
Wann immer man sich auf die reale Welt bezieht hat halt jeder Spieler schon ein vorgefertigstes Bild mit dem er arbeiten kann. Das kann man dann nach Belieben modellieren und verändern. Aber es ist viel leichter als alles von scratch neu zu erschaffen und bietet einen immensen Einstiegsvorteil.
Wie viele hundert Seiten zusätzlicher Erklärungen hätten die Dresden Files Romane verunziert, wenn der gute Jim Butcher eine komplett neu erschaffene Fantasy-Welt statt der unseren gewählt hätte? Wie viel mehr hätte er erklären und beschreiben müssen um das selbe Maß an Imersion und Hintergrundwissen hervorzurufen?
Daher denke ich, dass der Mangel an solchen Settings eher auf die (oft!) mangelnde Sinnhaftigkeit als auf großartige Schwierigkeiten bei der Umsetzung zurückzuführen ist.
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Also was ich schon häufiger mal gemacht habe, ist ein bekanntes Fantasysetting herzunehmen und den Technologiestand zu ändern. Das aber ohne mir da ellenlange Gedanken zu machen, was sich jetzt wie wo entwickelt haben könnte. Einmal hab ich eine Eigenbau-Fantasywelt dann zu einem Dieselpunk-Setting gemacht.
Ein anderes Projekt war, dem Setting von Exalted moderne Technologie zu verpassen. Das haben tatsächlich schon ein Haufen Leute in unterschiedlichen Varianten gemacht, bei mir gabs dann gleich mal Cyberpunk als Technologiestufe und damit spiele ich auch häufiger mal. Ich hab da auch schon mehrere Kampagnen abgeschlossen.
Ich finde sowas geht eigentlich recht leicht und es verändert auch sehr stark, wie sich so ein Setting dann spielt.
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Machbar ist es auf jeden Fall. Du nimmst einfach die Dresden Files, WoD, oder whatever und malst ein paar neue Landkarten, benennst Städte um u.s.w. und das Setting steht und erfüllt alle Deine Kriterien.
Nein, weil in WoD das Übernatürliche ein mehr oder weniger geheimer Gegenpol zur mundanen Welt ist. Der Knackpunkt ist, dass gerade das nicht der Fall sein soll - dass ich mir aber gleichzeitig keine High-Fantasy-Magotech-Welt vorstelle.
Im Endeffekt geht es mir auch gar nicht darum, dass ich unbedingt so ein Setting haben will - ich frage mich mehr, warum es so etwas nicht so richtig gibt. Was natürlich gute Gründe haben kann.
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Was natürlich gute Gründe haben kann.
Ich denke einen davon findest Du in dem Teil meines Posts auf den Du nicht eingegangen bist:
Warum die Welt neu erfinden, sich und den Spielern all die Mühe machen eine Welt von scratch neu zu erschaffen (bzw. sie lernen zu müssen) wenn man eine gut funktionierende Beispielwelt zur Hand hat die jeder kennt und die man letztendlich nur ein bisschen "twisten" muss?
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Wann hätte die Magie in die Öffentlichkeit treten dürfen, das diese Welt unserer ähnelt?
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Ich verstehe ehrlich gesagt nimmer noch nicht auf was du hinauswillst und habe langsam auch den Eindruck, du weißt es selber nicht wirklich. Vor allem, da du auch nicht auf meine Rückmeldungen/Fragen eingehst.
De Fakto hast du drei Optionen
- Magie ist bekannt und mächtig => Technologie wie wir sie kennen wird sich aufgrund mangelnder Notwendigkeit nicht entwickeln => klassisch mittelalterliches Fantasy-Setting.
- Magie ist extrem eingeschränkt oder wird geheimgehalten=> Die technologische Entwicklung wird von der Magie praktisch nicht beeinflusst, sie existieren parallel => WoD, Dresden, viele Psi-Settings,....
- Magie ist bekannt, aber eingeschränkt => Je nachdem was Magie kann, werden sich gewisse Technologien entwickeln und andere nicht => Wie schon geschrieben abhängig von der Funktionsweise und den Grenzen der Magie.
1 und 2 haben wir zu hauf, bleibt also 3.
Da kannst du jetzt die Regeln definieren, dann überlegen was das für Konsequenzen hätte und dann fragen "Warum gibt es das noch nicht?" (Falls es das wirklich noch nicht gibt)
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Ich denke einen davon findest Du in dem Teil meines Posts auf den Du nicht eingegangen bist:
Warum die Welt neu erfinden, sich und den Spielern all die Mühe machen eine Welt von scratch neu zu erschaffen (bzw. sie lernen zu müssen) wenn man eine gut funktionierende Beispielwelt zur Hand hat die jeder kennt und die man letztendlich nur ein bisschen "twisten" muss?
Ja, das ist einleuchtend.
Für mich haben nur "echte" Sekundärwelten noch mal einen eigenen Reiz, der sich für mich von denen eines Twists unterscheidet. Eine "getwistete" Welt hat für mich immer etwas von Gedankenspiel und Spekulation, ich kann das kaum jenseits der Meta-Ebene betrachten - deshalb finde ich mich in solche Settings oft schwer rein. Viele WoD-Sachen mögen vom Konzept her beispielsweise interessant sein, ich kann mir aber beispielsweise einfach nicht vorstellen, einen Vampir in unserer Welt zu spielen, in der es eigentlich gleichzeitig Vampir-Filme und -Romane und -Rollenspiele geben müsste (was auch einer der Gründe ist, warum mich die Aufmachung des Dresden-Files-Rollenspiel als Buch, dass es in der Spielwelt wirklich gibt, abschreckt).
Deshalb halt die Frage: Ist es irgendwie möglich, einen Großteil der Inhalte unserer gegenwärtigen Welt - den technischen Stand, politische Systeme usw. - auf eine reine Sekundärwelt hinüberzuretten, die keinen Bezug zu unserer Welt hat, und da dann noch plausibel magische Elemente einzuflechten? Wenn es da beispielsweise so was wie Vampire gibt, wären die Bestandteil der Wirklichkeit, und ein Vampirfilm wäre vielleicht eher so was wie bei uns ein Gangsterfilm ... könnte natürlich wiederum auch auf einer klassischen Alternativwelt zu sein, aber die bewegt sich für mich schon wieder zu weit in den Bereich des expliziten Gedankenspiels, des Zitathaften.
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Deshalb halt die Frage: Ist es irgendwie möglich, einen Großteil der Inhalte unserer gegenwärtigen Welt - den technischen Stand, politische Systeme usw. - auf eine reine Sekundärwelt hinüberzuretten, die keinen Bezug zu unserer Welt hat
Kurz: Nein. Weil unser technologischer Stand, unsere politischen Systeme etc. ein Bezug auf unsere Welt SIND. Sie haben sich historisch bedingt entwickelt. Je mehr du davon in die andere Welt überträgst, umso mehr wird sie unserer eigenen ähneln. Wenn du fast alles davon überträgst, wird sie nicht von einer Parallelwelt unterscheidbar sein und davon gibt es ja genug.
Deswegen ja auch die ganzen (gefühlten) Fantelalter-Settings. Wenn eine Gesellschaft wie unser Mittelalter funktioniert, werden wir automatisch einen Bezug und gewisse Implikationen herstellen.
Es gibt völlig exotische Settings, aber eine Welt kann sich nicht gleichzeitig wie unsere Welt anfühlen und keinen Bezug zu ihr haben.
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Magie ist bekannt, aber eingeschränkt => Je nachdem was Magie kann, werden sich gewisse Technologien entwickeln und andere nicht => Wie schon geschrieben abhängig von der Funktionsweise und den Grenzen der Magie.
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Da kannst du jetzt die Regeln definieren, dann überlegen was das für Konsequenzen hätte und dann fragen "Warum gibt es das noch nicht?" (Falls es das wirklich noch nicht gibt)
Genau um diese Option 3 geht es mir.
Im Endeffekt komme ich auch mehr von einer Idee der Atmosphäre her: Eine Welt, die sich weitgehend wie unsere anfühlt, aber eine andere ist und aufgrund von magischen/phantastischen Elementen in zahlreichen Details von ihr abweicht.
Vielleicht ginge das am Ende auch mehr in Richtung eines Surrealismus-Settings ...
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Ein Spiel fällt mir noch ein: SLA.
SLA Industries ist ein Konzern, der die Welt beherrscht, der Monopolist der Monopolisten. Die Spieler sind Operatives (ähnlich wie Shadowrun, aber vom Konzern bezahlt). Die Welt ist eine andere als unsere (Gespielt wird auf dem Hauptstadtplaneten Mort). Techniklevel ist etwa 1980er + Cyberpunk. Magie ist für bestimmte Alienrassen vorbehalten (aber das ließe sich wohl ändern, wenn man andere Regeln nimmt sowieso). Magieanwendung macht allerdings psychisch labil und kann zu einer Verwandlung in ein Monster führen... Das Setting hat ein sehr eigenes Gefühl, sehr düster, mit viel Horror unter einer dünnen Schicht grellem Glamor.
Die Welt hat allerdings keine Geschichte (bzw. die Vergangenheit ist mehr oder weniger ingame geheim), insofern kann man da wenig über Parrallelentwicklung von Magie und Technik sagen. Logiklöcher werden kurzerhand mit Geschäftsgeheimnissen begründet (was sehr gut funktioniert...).
Guns kill, but so does the Truth.
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Deswegen ja auch die ganzen (gefühlten) Fantelalter-Settings. Wenn eine Gesellschaft wie unser Mittelalter funktioniert, werden wir automatisch einen Bezug und gewisse Implikationen herstellen.
Es gibt völlig exotische Settings, aber eine Welt kann sich nicht gleichzeitig wie unsere Welt anfühlen und keinen Bezug zu ihr haben.
Ich sage auch nicht "keinen Bezug" - es geht mir hier um die Analogie zur Fäntelalter-Welt, die wir ja trotz zahlreicher Bezüge zu unserer Wirklichkeit als eine "ganz andere" Welt, die völlig von unserer abgeschlossen ist, akzeptieren. Beispiel Aventurien, Forgotten Realms, endlos viele andere ...
Mit "modernen" Settings scheint das nicht so leicht zu sein.
Da haben wir halt normalerweise Alternativwelten, die explizit unsere Welt mit einem Twist sind (Die Magie ist zurückgekehrt; Vampire gibt es wirklich, und sie treten im Fernsehen auf; die Atombombe hat einen Riss in der Wirklichkeit aufgetan, aus dem Dämonen quellen); oder wir haben - als Variante davon - Welten des Unheimlichen (Vampire schleichen durch die Schatten; Magier wirken im Verborgenen; Cthulhu schläft im Pazifik), die nur scheinbar genau unserer entsprechen, in denen im Verborgenen aber andere Kräfte wirken.
Was mir sehr selten unterkommt, sind wie gesagt "echte" magische Sekundärwelten - also Welten, die natürlich zwangsläufig einen thematischen Bezug zu unserer haben, aber keinerlei raumzeitliche Kontinuität (unsere Welt auf einem anderen Zeitstrang) zu ihr herstellen.
Solche Welten interessieren mich deshalb, weil ich neugierig wäre, ob sie sich so gestalten lassen, dass man sie ähnlich wie eine Fäntelalter-Welt einfach als ein ganz eigenes Universum hinnimmt, oder ob sich zwangsläufig die Zitathaftigkeit, der direkte Bezug zu unserer Wirklichkeit, in den Vordergrund drängt.
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Im Endeffekt komme ich auch mehr von einer Idee der Atmosphäre her: Eine Welt, die sich weitgehend wie unsere anfühlt, aber eine andere ist und aufgrund von magischen/phantastischen Elementen in zahlreichen Details von ihr abweicht.
Dann definiere wie gesagt bitte diese magischen Elemente, dann können wir gerne überlegen, wie so eine Gesellschaft sich entwickelt haben könnte bzw. funktioniert.
Aber einfach "Magie" oder "Fantasy" ist unbefähr so wie zu sagen: "Wie könnte eine Gesellschaft im Jahr 32.000 funktionieren?". Die Varianten sind einfach grenzenlos.
Kennst du Microscope? Was hier fehlt sind das initiale Thema und die Yes und Nos.
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Ein Spiel fällt mir noch ein: SLA.
Klingt interessant und sehr nach dem, worum es mir geht. Wobei ich dieses Konzernherrschaft-Motiv so enorm abgeschmackt finde (deshalb auch meine Shadowrun-Abneigung), dass ich es mir wohl nicht näher ansehen werde ... aber das ist nur eine spezifische inhaltliche Abneigung von mir gegen ein Element.
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Dann definiere wie gesagt bitte diese magischen Elemente, dann können wir gerne überlegen, wie so eine Gesellschaft sich entwickelt haben könnte bzw. funktioniert.
Aber einfach "Magie" oder "Fantasy" ist unbefähr so wie zu sagen: "Wie könnte eine Gesellschaft im Jahr 32.000 funktionieren?". Die Varianten sind einfach grenzenlos.
Kennst du Microscope? Was hier fehlt sind das initiale Thema und die Yes und Nos.
Vielleicht ist das missverständlich: Ich will hier kein Setting entwickeln oder entwickelt kriegen; es geht mir nur um die Frage, warum so eine Art von Setting meiner Einschätzung nach schwierig zu entwickeln ist.
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Vielleicht ist das missverständlich: Ich will hier kein Setting entwickeln oder entwickelt kriegen; es geht mir nur um die Frage, warum so eine Art von Setting meiner Einschätzung nach schwierig zu entwickeln ist.
Weil wir uns hier schon nicht einig sind.. ~;D
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Hm, zum Problem, warum es das noch nicht gibt (wenn dem denn so ist, gerade bei den Animes, die ich gesehen habe, wäre ich mir jetzt alles andere als sicher):
- Hat Chiungalla schon genannt: Es ist einfacher, die reale Welt zu nehmen und Magie aufzupropfen. Oft ist - habe ich das Gefühl, ich beziehe mich wieder zu großen Teilen auf Animes - der Bezug zur realen Welt aber gar nicht so wichtig. Man verlegt das Setting einfach nach "Magic City" oder "Academy City" und dass da außenrum noch die reale Welt ist, ist zwar praktisch, weil man einfach Referenzen einbauen kann, aber eigentlich ziemlich Wurst.
- Warum denn? Klar, deine Begründung hast du schon geliefert: Man hat nicht so sehr den "Gedankenspiel"-Charakter. Aber ich glaube, wenn man "reale" Verhältnisse mit einem neuen Element verflechtet, ist die Motivation zum Gedankenspiel einfach der Standard. Auch hat es oft einen Reiz, irgendwelche Anspielungen machen zu können, und später in der Geschichte zu entdecken, dass diese unsere Welt in 4000 Jahren oder ein anderer Planet sein soll ist eben auch so ein typisches Plotelement.
Will man tatsächlich etwas bewusst anderes machen, dann fehlt eben öfters das "Handys und Autos"-Element, da das eben wieder zu sehr an die reale Welt erinnert als gewünscht - dann nimmt man gleich eine bewusst fremdartige Welt (Mechanical Dream anyone). - Um irgendeine Form von Aufpropferei kommt man einfach nicht so wirklich herum. Auch Fantasywelten sind ja meistens die Kombination irgendeines realweltlichen Elements mit "dem Fantastischen", und Bezug zu irdischen Mythen ist - würde ich wagen zu behaupten - in den meisten Fantasysettings drin. Und wenn man schon "kombiniert" dann liegt es eben nahe, dass direkt mit der realen Welt zu tun, und nicht mit einer, die einfach andere Namen hat.
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Weil wir uns hier schon nicht einig sind.. ~;D
Oder alternativ: Warum sie anscheinend nicht besonders häufig entwickelt werden/auf keine große Nachfrage stoßen.
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Na ja, Suro hat meine Frage zumindest verstanden! :)
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Wenn ich das jetzt richtig verstanden hab, ist das was du möchtest eine Welt, die technologisch, sozial und kulturell auf unserem Stand ist, nur daß es noch Magie und Fantasyelemente gibt. Magie jedoch Technik nicht ersetzt?
Hab ich mich ehrlich gesagt auch schon gefragt. Ich habe den Verdacht, daß es einfach zu wenig interessierte dafür gibt. die meisten Fantasyspieler stören sich an den modernen elementen und die meisten Spieler, welche moderne Settings spielen, stören sich an den offenen Fantasyelementen. Mich würde ein soclhes Setting durchaus interessieren und ich glaube, genau wie es einer meiner Vorposter gesagt hatte sollte man sich mal die Final Fantasy Spiele (speziell den 7. Teil) als Inspiration anschauen...
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Mich würde ein soclhes Setting durchaus interessieren und ich glaube, genau wie es einer meiner Vorposter gesagt hatte sollte man sich mal die Final Fantasy Spiele (speziell den 7. Teil) als Inspiration anschauen...
Muss ich wohl echt mal machen ... da ich keine Computerspiele spiele, kenne ich halt nur diese Verfilmung, die wohl sehr wenig mit den Spielen zu tun haben soll.
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Naja, Final Fantasy ist ja auch schon eher SciFantasy. Das ist an unserer Welt auch nicht wirklich näher dran als z.B. Numenera
Ich denke immer noch:
Weil unser technologischer Stand, unsere politischen Systeme etc. ein Bezug auf unsere Welt SIND. Sie haben sich historisch bedingt entwickelt. Je mehr du davon in die andere Welt überträgst, umso mehr wird sie unserer eigenen ähneln. Wenn du fast alles davon überträgst, wird sie nicht von einer Parallelwelt unterscheidbar sein
Wenn FF deine Vorstellung erfüllt, super :) Hätte ich nur nicht so verstanden.
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Muss ich wohl echt mal machen ... da ich keine Computerspiele spiele, kenne ich halt nur diese Verfilmung, die wohl sehr wenig mit den Spielen zu tun haben soll.
Es gibt da mindestens zwei Filme, wobei einer in der Welt von FF 7 spielt (Advent Children)
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Wann kam die Magie in die Welt?
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Muss ich wohl echt mal machen ... da ich keine Computerspiele spiele, kenne ich halt nur diese Verfilmung, die wohl sehr wenig mit den Spielen zu tun haben soll.
Bei Final Fantasy läuft natürlich viel nach der Rule of Cool - warum braucht man noch Riesenschwerter, wenn es auch Gewehre gibt? Aber wenn es mehr um die Atmosphäre geht, passt das sicher. (Und ich glaube, Advent Children ist ohne FF7-Kenntnisse größtenteils unverständlich.)
Im Anime/JRPG-Bereich gibt es sicher noch mehr, wobei ich nicht erwarten würde, dass da die gesellschaftliche Entwicklung unter Beeinflussung von Magie strikt durchexerziert wurde ;)
Trails in the Sky habe ich zum Beispiel gerade gespielt (es gibt auch einen Film dazu, aber null Ahnung, ob der was taugt). Da gibt es so eine Art Magietechnologie, die Luftschiffe, Beleuchtung, Lastautos und Fabriken ermöglicht, aber das Ganze vor einer Renaissance-Kulisse und plus Monster, Schwerter und was man sonst noch so von Fantasy erwartet.
Tatsächlich wird an einem Punkt ein Verbrennungsmotor benötigt - der wurde nämlich erfunden, aber nicht weiterentwickelt, weil die Magietechnik eben sauberer und effizienter ist.
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Die Frage ist, was das Fantastische an der Welt sein soll, die der unseren ähnelt? Hier einige kurze Überlegungen statt Antworten:
Andere Rassen (oder doch nur Völker)?
Wie haben die sich alle parallel halten können (Evolution)? Warum haben die Menschen (sofern es welche gibt) diese nicht ausgerottet (denn das machen Menschen numal ganz gerne schon mit sich selbst und sicher mit Orks oder anderem Gezücht)? Wer hat was zur Welttechnologie beigetragen? Was unterscheidet die anderen Rassen/Völker von den Menschen? Oder sind es alle Menschen, die nur verschieden aussehen und nur aufgrund von Rassismus als verschieden angenommen werden (Fantasy ist ja oft unverhohlen rassistisch)?
Sind die Rassen/Völker grundverschieden, aber sind räumlich getrennt und haben sich noch nicht gefunden? Könnte man vielleicht die Entsprechung der "Entdeckung Amerikas" in die Jetztzeit verlegen? Wie könnte man das erklären bei Schiffen, Flugzeugen, Satelliten? Hier müsste man wohl eher die "Und plötzlich wurde es magisch/fantastisch"-Naturkatastrophen-Karte spielen, die es ja schon in Settings gibt.
Haben sie keine wirklich verschiedenen Eigenschaften und geht es um Rassismus als Thema? Sklaverei-und Kolonialgeschichte mit anderen Namen und körperlichen Attributen? Die Anerkennung des Orks als Mensch oder des Menschen als Elf?
Magie vs. Wissenschaft/Technologie
Unsere Welt bietet zum Beispiel Religion und fortgeschrittene Wissenschaft gleichzeitig. Religion bietet ja einen Haufen Fantastisches, existiert aber deswegen parallel, weil sie Wissenschaft/Technologie nicht ersetzen kann. Gäbe es kontrollierte Wunder und ständig spürbare Einmischungen des Göttlichen, die auch wissenschaftliche Geister als solche erkennen würden, dann wäre die Wissenschaft in ihrem Grundansatz gescheitert. Wenn nun Magie aber etwas wäre, an das viele glauben, die es aber für wissenschaftliche Geister nicht gibt (wie das Geglaubte in unseren Religionen), weil sie nicht reproduzierbar/präsentierbar ist, dann wäre das ja nur die Esoterik unserer Welt.
Fantasy als Eskapismus
Das ist einfach oft der Hauptcharme von Fantasy. Wir entfliehen der komplexen Gegenwart. Hier muss nicht alles erklärt werden, denn es gilt das "Ist-so-Gesetz". Hier dürfen Orks ermordet werden und die Welt funktioniert moralisch, politisch und sozial gaaaaanz einfach. Es gibt echte Helden, die es eben nur geben kann, wenn man den Großteil der komplexen Welt ausblendet (siehe Marveluniversum). Daher wird ein gegenwärtiges Setting eher durch Komplexitätsreduktion gebrochen und in es hinein pflanzt man das Fantastische (die Winkelgasse, Hogwarts).
Das Fantastische als Kontrast
Das Fantastische funktioniert für den Leser ja vor allem als Kontrast zu dem Erwarteten. Irgendwas funktioniert ganz anders und in gewisser Weise unerklärlich. Je mehr man Magie erklärt und sagt, dass, wenn man Pulver x mit Gewürz y und Kraft z verbindet, immer Resultat R entsteht, desto weniger ist es fantastisch. Bzw. ist es dann vielleicht so fantastisch wie für mich Teilchenphysik.
Wie wäre es, wenn man die Alchemie wiederbelebt und geheimes altes Wissen auftaucht, das einfach durch Zerstörung/Vergessen keinen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Welt genommen hat. Dann könnte es eine Art Breaking Bad mit Alchemisten geben, nur dass das Meth etwas ist, das die Welt nach und nach fantastisch macht (als echter Transformationseffekt, nicht als Drogeneinbildung).
Die Erde heißt jetzt Horst?
Ich sehe auch nicht, welchen Sinn es hat, eine Erde zu bauen, die es aber nicht ist und sie Horst zu nennen. Da müsste man jeden Scheiß, der eigentlich so ist wie hier, einfach umbenennen. Das finde ich wirklich das Nervigste an Fantasy. Es ist ein "Gr'blokrr". Was ist das? Ein großes Schwert. Mäh! Ein "Ringding" wäre dann das Smartphone ~;D? Sehe ich also so wie andere. Wofür den Aufwand, wenn man ständig sagen muss: Heißt anders und ist statt weiß rot, ansonsten ist es aber wie ein Stabmixer (sind rote Stabmixer schon ein Zeichen für den Einbruch des Fantastischen :ctlu:?).
Ein Autor oder eine Autorin muss also einen wirklichen guten Grund haben, eine der unseren sehr ähnliche Welt von Grund auf neu zu bauen. Die dramaturgische Ökonomie muss stimmen. Was erreiche ich beim Leser/Spieler mit diesem Riesenaufwand außer Langeweile aufgrund der vielen Erklärungen? Das wäre wahrscheinlich der Fantasyroman mit den meisten Fußnoten ;).
Letztlich geht es vor dem Weltenbau ja immer um die Frage: Welche Geschichten wollen wir erzählen? Welche Welt brauchen wir dafür? In einer "anderen" Gegenwart auf "Horst" lassen sich welche Geschichten erzählen, die ich auf der guten alten Erde nicht erzählen kann?
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Abgesehen von der Technik - wie dieser Punkt behandelt war, daran kann ich mich nicht mehr so recht erinnern -- macht Gesa Helm das in ihren beiden Büchern schon sehr beeindruckend: Eine Low Magic Welt, die dem Leser mehr oder weniger in zwei historischen Epochen präsentiert wird, einer Art Mittelalter und der gedachten, modernen Jetzt-Zeit.
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Abgesehen von der Technik - wie dieser Punkt behandelt war, daran kann ich mich nicht mehr so recht erinnern -- macht Gesa Helm das in ihren beiden Büchern schon sehr beeindruckend: Eine Low Magic Welt, die dem Leser mehr oder weniger in zwei historischen Epochen präsentiert wird, einer Art Mittelalter und der gedachten, modernen Jetzt-Zeit.
Echt, ist "die Spur des Seketi" in der Quasi-Gegenwart? dann muss ich das echt mal lesen!
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Abo!
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Schau mal hier rein: GURPS Technomancer. (http://www.sjgames.com/gurps/books/technomancer/) Das ist grundsätzlich eine alternative Erde, aber das ist ja nur ein sekundäres Problem. Wenn ich mich recht erinnere, war das ein Quellenbuch in gewohnt guter SJG-Qualität und weit über sein System selbst hinaus brauchbar. Es gibt dann auch so Sachen wie industrialisierte Herstellung magischer Gegenstände, wo diese halt leichter zu erstellen bzw. zu entwickeln sind / waren als technische Entsprechungen. Geburtshilfezauber. Und noch viel mehr.
(Mein Favorit bleibt aber das Pinguin Hive Mind).
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Schau mal hier rein: GURPS Technomancer. (http://www.sjgames.com/gurps/books/technomancer/) Das ist grundsätzlich eine alternative Erde, aber das ist ja nur ein sekundäres Problem.
Das hatte ich sogar mal und wollte schon reinschauen ... musste aber feststellen, dass es verschwunden ist.
Soweit ich mich erinnere war das schon cool, aber vom Grundansatz halt auch wieder Shadowrun: Irgendwann bricht die Magie in unsere Welt ein. Weiß nicht, warum, aber irgendwie reizt mich dieses Motiv nicht ...
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Echt, ist "die Spur des Seketi" in der Quasi-Gegenwart? dann muss ich das echt mal lesen!
Da geht es um eine Professorin/Dozentin an einer Uni, die Geschichte unterrichtet/forscht und über die magischen Fähigkeiten verfügt, die man schon aus dem Spiegel von Kajx kennt. Und aufgrund dieser Fähigkeiten findet sie sich immer wieder in eine historische Person versetzt, erlebt mit, was diese erlebt hat, und die Person lebt(e) natürlich genau in der Zeit, über die die Wissenschaftlerin forscht (und in der auch der Spiegel spielt). Leider habe ich den Seketi ja auch nie zu Ende gelesen mangels Apfelmuse.
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@korknadel:
Muss ich dann wohl mal ran ...
Abgesehen davon mal ein Entwurf, basierend auf einem klassischen Fäntelalter-Setting, an dem ich immer mal wieder rumwerkele:
Wir befinden uns in einer Welt, in der Rituale - also vielfach in gleicher Weise wiederholte komplexe Handlungen - auf Dauer eine Art Geisterbewusstsein erzeugen, das magische Effekte hervorbringen oder Menschen mit magischen Fähigkeiten ausstatten kann. Einmal entstanden, sind diese Geister-Götter geradezu süchtig nach den entsprechenden Ritualen.
Die Möglichkeit, durch Rituale vermittels dieser Geister-Götter Magie zu erzeugen, ist lange bekannt und inzwischen auch ansatzweise erforscht - wobei sie sich den bekannten wissenschaftlichen Methoden entzieht und es deshalb eigentlich nur Erfahrungswissen gibt. Jedenfalls ist diese Magie bisher nicht besonders mächtig und auch nicht besonders gut berechenbar gewesen (man weiß nicht, aus was für Ritualen was für Götter-Persona entstehen). Jetzt hat sich aber inzwischen herausgestellt, dass Rituale nicht von Menschen vollzogen werden müssen - es können auch Maschinen sein. Durch die Entwicklung von Computertechnologie entstehen nun psychedelische Rechenzentren-Tempel, in denen Götterkräfte nutzbar gemacht werden sollen ...
Das mal so als ein denkbarer Ansatz; hier wäre es so, dass die Welt bis vor kurzem eher Low-Magic war, aber evtl. dabei ist, durch eine Wechselwirkung mit Technologie High-Magic zu werden.
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@Rumpel:
Es geht mir auch weniger um das Setting an sich. Die Magie ist sehr viel stärker in die Lebenswelt eingebunden, nicht drangeflanscht und auf's Abenteurerleben geschränkt beschrieben wie in SR. Eine brauchbare Fundgrube.
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Bei Secret of Zir'An war das doch der Ansatz: Eine mittelalterliche Fantasywelt, die sich bis ins (frühe) 20. Jh. weiterentwickelt hat. Magie ist entweder mächtig, gefährlich und selten oder zuverlässig, schwach und kann von jedem gelernt werden. In den zivilisierten Nationen bilden Magierakademien hunderte von magischen Ingenieuren und zehntausende von magischen Facharbeitern aus. Feuerbälle sind selten, aber beim Automotor eine Zündrune austauschen kann jeder Dorfmagietechniker. Auf jeder Lebensmittelverpackung ist eine Frischhalterune. Und wenn man in einem Flugzeug sitzt, dessen Tragflächen mit Stoff bespannt sind, der durch Magie die Eigenschaften von Leichtmetall bekommen hat, ist es ziemlich doof, wenn die Rebellen mit einem magischen Geschoss die Rune zerschießen und das Flugzeug in einen mit Leinen umwickelten Stoffrahmen verwandeln.
Der Techlevel der modernsten Zivilisationen ist etwa auf dem Level des 2. Weltkriegs, wobei die Medizin dank Magie sehr viel weiter ist als wir und Informationstechnik dafür nicht so richtig funktioniert.
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Einen weiß ich noch: The Red Star
Da gibt's auch einen D20-Quellenband dazu.
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Auch wenn es schon genannt wurde möchte Avatar: Legend of Korra noch Mal ins Spiel bringen. Die Technik ist etwa auf dem Stand der 30er Jahre und Magie spielt auch im Alltag eine große Rolle. Magnetschwebebahnen werden von Metallbändigern betrieben, Erdbändiger helfen beim Häuserbau etc.
Es gibt auch große Spannungen zwischen den Bändigern (Magiern) und der normalen Bevölkerung. Zum einen besteht die Regierung oft aus Bändigern oder Bändiger spielen eine überproportionale Bedeutung. Daher hat es auch schon Terroranschläge gegeben. Durch die Verbindung mit der Geisterwelt wurde das Ganze auch nicht leichter. Daher gibt es da auch viel Potential für vielschichtige Konflikte für das Rollenspiel.
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Bei Secret of Zir'An war das doch der Ansatz:..
Evidenzpartikel wie "doch" sind da ganz fehl am Platz. Das Buch ist so grausig aufgebaut, da ist jeder Satz, der beim Leser ankommt, ein wahres Wunder.
Aber spannend zu lesen. Danke.
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Was nochmal in eine ganz andere Richtung geht ist der Roman Grunts! von Mary Gentle. Der beginn mit einer extrem stereotypen Fantasywelt, wo gerade die Mächte des Lichts gegen die Horden der Finsternis aufmarschieren. Und dann findet ein Trupp Orks (die geistig schon darauf eingestellt sind, dass die maßlos überlegene Armee des Bösen in letzter Sekunde doch noch von einem göttlichen Wunder oder dem wahren König oder sowas vernichtet wird, weil das immer so läuft) im Hort eines dimensionsreisenden Drachen mit Sammlertick eine komplette moderne Kriegsausrüstung (der 90er, als das Buch geschrieben wurde) finden: Panzer, Apache-Helikopter, M-16, das ganze Paket.
Und ab da nimmt die Handlung plötzlich ganz andere Wendungen, als moderne Technik, Kapitalismus und Globalisierung das Märchenland umkrempeln wie eine Bananenrepublik, die sich plötzlich dem Westen öffnet. Eher klamaukig, aber es hat böse Hobbits. ;D
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Ich habe hier nicht alle Beiträge gelesen, aber wenn wir hier schon bei den Literaturhinweisen sind, möchte ich auch "Incarnations of Immortality" von Piers Anthony (https://en.wikipedia.org/wiki/Incarnations_of_Immortality) erwähnen.
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Das hatte ich sogar mal und wollte schon reinschauen
Wann soll Magie in die Welt gekommen sein?
Was gibt es an Magie?
Wie wird das die Entwicklung beeinflussen können?
Feuerball & Co., was ist mit Schwarzpulver?
Kommunikationsmagie, wie hätte sich das auf den US Bürgerkrieg ausgewirkt, das die Führungsmittel es erlaubt hätten auf Napoleonische Formationen zu verzichten?
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Nicht, das jetzt ausgerechnet ich irgendjemandem diese Spiele ausreden wollen würde, aber trotzdem:
Ein Spiel fällt mir noch ein: SLA.
Bei SLA Industries fallen viele der "modernen" Elemente allerdings unter Science Fiction und viele der fantastischen Elemente unter Horror (steht ja sogar als Selbstbeschreibung auf dem Grundbuch "futuristic urban horror"). Noch dazu sind nur einzelne dieser Elemente bekannte/akzeptierte Tatsachen für die Bewohner der Welt, während andere eben auch im Geheimen existieren.
Auf den Topos der Konzernherrschaft wiederum würde ich gar nicht einmal so stark abheben - in Abwesenheit eines Staates (der ja sonst gerne als Kontrast herhalten muss) bricht da die Unterscheidung potentiell zusammen.
Einen weiß ich noch: The Red Star
Fällt ganz klar in die Parallelweltkategorie. Zwar mit schön in eine moderne Welt integrierten fantastischen Elementen, aber diese Welt ist eben unsere mit ein paar verfälschten Namen (aber sogar den gleichen Karten).
Darüberhinaus ist auch hier ein Teil des Übernatürlichen explizit verborgen, auch wenn anderes offen liegt.
mfG
jdw
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Eine interessante Diskussion hier! Es sei hier auf ein paar ältere, ähnliche Diskussionen hier im :T: verwiesen, die für diesen Themenkomplex sicher von Interesse sind:
[Suche] EDO-Fantasy-Gegenwartssetting (http://www.tanelorn.net/index.php/topic,74582.0.html)
EDO modern (http://www.tanelorn.net/index.php/topic,74589.0.html)
Magie in einem High-Tech-Setting (http://www.tanelorn.net/index.php/topic,84129.0.html)
Ich selbst habe ein Modern-Fantasy-Projekt in meinem virtuellen Bastelkeller, das aber auf Eis liegt. Es heißt Rosæ Crux, ist eine Alternativwelt mit EDO-Völkern und Magie, und soll irgendwann mit GURPS Lite und einem selbstgebastelten Magiesystem (http://www.tanelorn.net/index.php/topic,93501.0.html) bespielt werden (wenn es denn irgendwann mal so weit entwickelt ist, dass man da spielen kann, und ich Spieler dafür finde ...).
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Also mir fiele noch Finsterland (http://www.finsterland.net/) ein.
"Abenteuer in einer Welt der Magie und des Fortschritts" kommt doch ziemlich genau hin, oder?
Spielt halt auch eher so 1910er bis 1920er, aber in einer komplett neuen Welt, die doch an Europa nach dem ersten Weltkrieg angelegt ist.
Spielbare Rasse sind aber so weit ich mich erinnere, nur Menschen.
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Also mir fiele noch Finsterland (http://www.finsterland.net/) ein.
"Abenteuer in einer Welt der Magie und des Fortschritts" kommt doch ziemlich genau hin, oder?
Spielt halt auch eher so 1910er bis 1920er, aber in einer komplett neuen Welt, die doch an Europa nach dem ersten Weltkrieg angelegt ist.
Spielbare Rasse sind aber so weit ich mich erinnere, nur Menschen.
Stimmt, das habe ich sogar.
Von der Richtung her auch sehr interessant für meine Frage - das müsste jetzt nur noch 100 Jahre weiter in die Zukunft gedacht sein.
Bringt mich aber drauf, dass ich das seit Ewigkeiten schon mal lesen und wenigsten einen One-Shot leiten wollte ...
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Von der Richtung her auch sehr interessant für meine Frage - das müsste jetzt nur noch 100 Jahre weiter in die Zukunft gedacht sein.
Wäre ja eigentlich interessant das Team um Finsterland persönlich zu fragen, ob sie sich darüber schon mal Gedanken gemacht haben.
Habe mal auf der Finsterland-Facebook-Page (https://www.facebook.com/finsterland) nachgefragt.
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Also das habe ich vom Finsterland als Antwort bekommen:
Es gibt zumindest ein paar Ideen für ein Finsterland in den 80ern.
- Es gab einen zweiten größeren Krieg, bei dem auch Thaumoniumbomben eingesetzt wurden. Magie ist stärker mit Technologie verknüpft, obwohl die Magischen Universitäten nach wie vor dagegen sind.
- Alexanderstadt wurde in drei Zonen geteilt. Eine gehört den Leoniden, eine dem Feuertal, eine dem Kaiser. Alle drei Fraktionen versuchen, sich zu schützen und gleichzeitig die anderen zu behindern.
- Es gibt "Colloditi", Automaten mit Persönlichkeit.
- Die tarasische Immigration brachte belebte Steine als Speichermedium.
- Es gibt "Inhumani", totale Machinatoren, die nur noch Maschinen sind.
- Durch die Verwendung des luftversteinernden Metagorgonits ist es nötig geworden, im Krieg nur noch Panzerläufer und Automatenrüstungen zu verwenden, weil Panzer nicht mehr einsetzbar sind.
- Es gibt eine Athanatanische Kolonie im Eisenfeld. Diese ist allerdings gefährlich und für Menschen normalerweise unzugänglich.
- Die Eisenmeister sind bekannt und leben an der Oberfläche. Sie leben in Enklaven und sind untereinander zerstritten. Menschen verwenden teilweise ihre Technologie.
- Trolle hausen in Slums und verrichten niedrige Arbeiten. Durch die Abholzung, um Feuerampferfelder anzulegen, sind die Wälder zurückgedrängt worden.
- Die Urbanisierung ist fortgeschritten. Es gibt einige sehr große Städte, die gerade mühselig so umgebaut werden, dass die Menschenmassen darin Platz finden.
- Es gibt Telephone, die man einfach dadurch betreibt, dass man eine Art Drahtschlinge an die Telephonleitung hängt. So kann man im Gehen telephonieren.
- Automobile werden von Automaten gelenkt, wenn man nicht selber fahren will.
Das ist alles höchst inoffiziell, aber vielleicht gefällt es.
Und dann noch das hier:
(https://scontent-vie1-1.xx.fbcdn.net/hphotos-xpt1/v/t1.0-9/11083917_782139855203689_309595887538666104_n.jpg?oh=97b492e68265b999a755ea6498ffe904&oe=5612215C)
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Soll das heißen: Shadowrun in cool?
Yeah! :headbang:
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Ja. Faszinierend. An SR sind eher die 80er cool als die Zukunft.
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(https://scontent-vie1-1.xx.fbcdn.net/hphotos-xpt1/v/t1.0-9/11083917_782139855203689_309595887538666104_n.jpg?oh=97b492e68265b999a755ea6498ffe904&oe=5612215C)
Irgendwie hoffe ich ja jetzt sehr stark, dass das nicht inoffiziell bleibt, sondern tatsächlich mal geschrieben wird...
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So. Weil in der letzten Zeit immer wieder Anfragen wegen 80er-Finsterland kamen, habe ich mal ein erstes Kapitel des Settings zusammengestellt.
Das Layout ist noch provisorisch, am Wochenende kommt der Designer vorbei und hübscht das auf, aber ich hoffe, ich habe schon jetzt einen gewissen Mut zur Hässlichkeit bewiesen.
Damit man sich auskennt: Finsterland 80er wird als "finsterland" geführt. Ich werde schauen, dass ich nach und nach das ganze Setting zusammenschreibe und wir machen dann vielleicht ein Buch draus.
Bis dahin freue ich mich über Kommentare, Meinungen und Feedback. Lasst was hören!
http://www.mediafire.com/download/22cg943hf9g6o9j/f01-Finsterland80-Gesellschaft.pdf
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Sehr cool!
Wo ich mir allerdings unischer bin: wie soll ich mir den Mediensektor vorstellen? Gibt es ein Äquivalent zum Fernsehen? Ist der Rundfunk so wie in Österreich in den 80igern?
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Ich bin noch ein bisschen am Überlegen, wie das aussehen kann.
Eine der Grundannahmen des Finsterlandes ist, dass es keine drahtlose Übertragung gibt. Daher laufen Fernsehen und Radio über die Telegraph/Telephondrähte. Man kann aber so alles anschauen, das man entschlüsseln kann, solange man genug Bandbreite hat. Die meisten Leute haben also nur öffentlichen Rundfunk, aber man kann seinen Fernseher oder sein Radio hacken.
Im klassischen Finsterland funktionieren Rechenmaschinen mit Lochstreifen und Nagelbrettern.
Ich hätte mir gedacht, dass es vielleicht programmierbare Drahtgeflechte gibt, die sich wie die Bilder, die man zeigen möchte, anordnen können (so wie echt frühe Vektorgraphik). Für die Filmübertragung könnte man das langsamere System von Lochfiltern mit winzigen Poren vor einem Strahler machen. (Blabla Pseudotechnologie)
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Im klassischen Finsterland funktionieren Rechenmaschinen mit Lochstreifen und Nagelbrettern.
Spricht denn finsterlandtechnisch irgendwas richtig Heftiges gegen Magnetbänder? (Ich bin, was Finsterland angeht, noch nicht so "settingfest", daher die eventuell etwas doofe Frage). In vielen Teilen wird die Technologie ja nicht mehr "Steampunk" sein. Videokassetten, MCs und Floppydiscs sind so "80er", dass es sie eigentlich geben müsste. Ich kann ich mir auch recht gut vorstellen, dass es in Puncto "Differenzmaschine" auch sowas wie Bildschirmtext und Minitel gibt. Die Einschränkung, dass es keine drahtlosen Übertragungswege gibt, ist für ein 80er-Setting unter Umständen natürlich "problematisch". Ist es möglich, dass man das Problem in der Zeit von der Finsterland-Gegenwart bis in die "80er" gelöst haben könnte - und sei es mit einem Pseudotechnik-Bla, das zwar kein Funk ist, sich aber so verhält? (Putzig wäre natürlich, wenn das Ganze irgendwie "magiebasiert" wäre, und nebenher auch gleich noch eine Art "Cyberspace" in tronmäßigen Neonfarben ermöglicht - obwohl die eigentliche Computertechnik grade irgendwo beim C64 ist....)
Schlussendlich muss gesagt werden, dass der vollständige Übergang von Kohlekraftwerken auf Feuerampferextraktmotoren
und Thaumoniumreaktoren sonderbare Veränderungen in der Umwelt verursacht.
Bis jetzt wird behauptet, all das sei harmlos.
Hierzu würde ich mal offene Türen einrennen und vorschlagen: Natürlich behaupten das nur Konzerne und Regierungen. NGOs und Umweltschützer protestieren natürlich trotzdem schon lauthals in Massen. ;D
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Mir fällt sicher noch etwas passendes zum Thema ein. Keine Angst, Bandspulen müssen sein. Technische Magier sind ja ein Ding, die haben sicher ein paar nette Ideen. Neon wird es auf jeden Fall geben.
Die Computertechnik ist auf eine komische Art eigentlich weiter, da es KI und komplexe Programmierung gibt, aber gleichzeitig ist alles durch die mechanischen Komponenten unendlich klobig. Es ist ein bisschen so, als hätte sich der Transistor einfach nicht ergeben.
Aber vergessen wir nicht: Tarasische Importeure schicken mit Kahesterpaste behandelte Steine, die eine dienende Halbintelligenz haben und sich Sachen gut merken können. Furchtbare östliche Firmen mit ihren Miniaturmaschinen!
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Mir fällt sicher noch etwas passendes zum Thema ein. Keine Angst, Bandspulen müssen sein
Wie wäre es denn, wenn man Kunststoffstreifen mit Kahester-Paste und Mineralpartikeln beschichten könnte?
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Und zum Thema: Screenshots dubioser Filme und Serien, die vielleicht ganz gut passen könnten :D:
(http://vignette4.wikia.nocookie.net/tvdatabase/images/d/df/Automan_-_The_Complete_Series.jpg/revision/latest?cb=20130716194015)
(http://4.bp.blogspot.com/_X6hjqcC5DCQ/R7iSleT8m_I/AAAAAAAADhs/6BVtnbd0sGo/s400/automan-lamborghini09.jpg)
(http://www.critic.de/images/media-title-White-20.jpg)
(http://www.erratik-institut.de/7.1.1_archaeopalaeofot/Bild_7__.jpg)
(http://media.liveauctiongroup.net/i/8736/10038463_1.jpg?v=8CD5D7A2072DDA0)
(http://i.ytimg.com/vi/0k66_nY35nI/hqdefault.jpg)
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Wie wäre es denn, wenn man Kunststoffstreifen mit Kahester-Paste und Mineralpartikeln beschichten könnte?
Ich denke, das ist eine schicke Idee. Darf ich die verwenden?
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Aber sicher doch! :) Freut mich, wenn es passt und verwendbar ist.
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Ein weiterer Gedanke zu den "Magnetbändern":
Es wird wahrscheinlich Fernseher geben (was wären die 80er ohne MTV?), drahtlose Übertragung ist aber ein Problem (sofern das so bleibt) und Piratensender alá "Piratensender Powerplay" daher eher unwahrscheinlich. In dem Zusammenhang könnte ich mir ein recht großes Videothekswesen vorstellen. Der Durchschnitts-Finsterländer ist nicht nur ein großer Freund davon, TV-Sendungen aufzuzeichnen. Es werden auch noch so ziemlich alle Filmerzeugnisse auf Videokassette verkauft oder verliehen und eine ganze Reihe kleiner B-Movie-Klitschen (machmal legal, manchmal illegal) hängt direkt am Videomarkt. Natürlich deckt die Bandbreite der verfügbaren Filme so ziemlich alles von der Verfilmung intellektueller Literatur bis hin zu billigen Splatterfilmen und Pornofilmchen ab. Videotheken sind im Finsterland der 80er also ziemlich wichtig. Interessant wird es natürlich dadurch, dass das Videowesen durchaus seine Grau- und Schattenzonen hat. Das man in der Videothek auch Filme bekommt, die die großen Fernsehanstalten aus guten Gründen nicht zeigen, ist normal - aber es gibt auch illegale "Schatten-Videotheken", in denen man direkt richtig übles, verbotenes Zeug bekommt!
Mindestens ebenso wichtig wie Videotheken könnten im 80er-Jahre-Finsterland Spielhallen sein. Videospielkonsolen für zuhause durften, wenn überhaupt erhältlich, das Budget der meisten Kids sprengen. Aber glücklicherweise gibt es ja Spielhallen, in denen man die neuesten Videospiele für kleines Taschengeld zocken kann. Möglicherweise erlaubt die "technomagische" Computertechnik sogar Attraktionen, die es in den realen 80ern nicht gegeben hat (vernünftige VR zum Beispiel). Spielhallen könnten also einer DER Treffpunkte der Jugend sein. Da man Videospiele in den allermeisten Fällen nicht allein im Keller spielen kann, sind "Gamer" auch nicht unbedingt als Eigenbrödler verschrien. Einige besonders gute Videospielexperten haben sogar eigene Fangemeinden und "Videospielduelle" ziehen auch schonmal Publikum an.
Die Vielzahl von etwas älteren Videospielen wird auf Band gespeichert und in Standartautomaten eingesetzt. Neue Videospiele werden von den Videospielfirmen Finsterlands jedoch meist zusammen mit speziell auf sie zugeschnittenen Automaten verkauft. Wer der Firma "Neurospiel" also vor Veröffentlichung das neue Videospiel "Mondgleiter III - Die Rache der Xorxlons" klauen will um es der Konkurenz zu verscherbeln, muss nicht nur Softwarebänder mitgehen lassen, sondern auch einen zwei Tonnen schweren Automaten entwenden....
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Da sind ein Haufen guter Ideen.
Wegen des Protointernets ist es allerdings auch möglich, dass manchmal ins normale Fernsehen ein Piratensender reinplatzt. Die armen Pensionisten, die Musikantenstadl schauen wollten!
Die Videotheken finde ich nett. Ich bin noch am Überlegen, wie das sein muss, damit es ins Setting passt, aber das muss schon sein.
Bei den Automatenspielen ist vielleicht sogar schon mehr möglich, immerhin gab es im Finsterland schon vor fünfzig Jahren "Fresso".
Und dann gibt es natürlich auch ein "Polybius"-Analogon.
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Wegen des Protointernets ist es allerdings auch möglich, dass manchmal ins normale Fernsehen ein Piratensender reinplatzt. Die armen Pensionisten, die Musikantenstadl schauen wollten!
Uh Yeah - DAS gefällt mir wirklich! Sozusagen Fernsehterrorismus. Das ergibt unter Umständen sehr verhasste Piratensender! :)
Wie ist das Proto-Internet eigentlich aufgebaut? Wenn der eigentliche Rechner der mechanischen Komponenten wegen eher schrankgroß ist, wird ja nicht jeder so ein Teil zuhause stehen haben. Gibt es dann "Blockrechner" und man hat zuhause eigentlich nur einen Zugangsterminal stehen? (So ein wenig wie beim französischen Minitel - da konnte der Minitel-Terminal allein ja auch vergleichsweise wenig).
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Ein weiterer Gedanke zu den "Magnetbändern":
Es wird wahrscheinlich Fernseher geben (was wären die 80er ohne MTV?), drahtlose Übertragung ist aber ein Problem (sofern das so bleibt) und Piratensender alá "Piratensender Powerplay" daher eher unwahrscheinlich. In dem Zusammenhang könnte ich mir ein recht großes Videothekswesen vorstellen.
Videotheken sind natürlich super. Vor allem, wenn sie noch mehr was von Bibliotheken haben: endlose Gänge voll mit verstaubten Riesenkassetten. Gerne auch mit okkulten Bändern, die vielleicht schon 50 Jahre auf dem Buckel haben. Die Abspielgeräte sollten evtl. auch ältere Formate bedienen können.
Aber Kabelfernsehen war natürlich in den 80igern auch interessant und wichtig. Kabelfernsehen arbeitet auch den Unterschied zwischen Stadt und Land schön raus. Damit die Provinz auch wirklich hinterwälderisch bleibt.
Piraten könnten ja Signale ins Kabelnetz einspeisen.
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Das Differenzmaschinen-System aus dem ursprünglichen Finsterland ist hier beschrieben:
http://www.mediafire.com/download/xq1e7kd5tjwx3kk/S23-Was+man+mit+Differenzmaschinen+machen+kann.pdf
Da werde ich einfach extrapolieren. Eine gewisse Miniaturisierung ist auf jeden Fall möglich. Man könnte sich auch vorstellen, dass die besseren Häuser einfach auch eine leistungsstarke Gemeinschaftsdifferenzmaschine im Keller haben und man dann mit einem Terminal in der Wohnung arbeitet. (Das ist dann sehr Minitel und 80er-Technik.)
Zu den Abspielgeräten: Oder eben auch keine Abwärtskompatibilität. So sind "Suche nach einem geeigneten Apparat aus grauer Vorzeit"-Stories möglich. ("Wir haben alles auf Betamax.")
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"Hmmm....das ist eine zehn Jahre alte Beta-X-Kassette mit dreifacher Umlenkspule. War nur ein knappes Jahr am Markt. Dann ging der Hersteller pleite. Hat sich mit drei Kilogramm Gewicht damals nicht durchsetzen können. Ich kenne eigentlich nur noch einen, der einen entsprechenden Recorder besitzt...."
Doch, ich finde das hat was. :). Und danke für den Link! Das ist echt erhellend. Insbesondere das hier:
Die Ingenieure und Ingenieurinnen spielen mit dem Gedanken, Differenzmaschinen entweder in andere Sphären zu versetzen oder diese überhaupt dort aus den vorhandenen Materialien zu bauen.
bietet ja schon Potential. Nicht nur, dass man eine echte "Cyber-Space-Sphäre" haben könnte....
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Sollte man den Finsterland-Teil nicht langsam abtrennen und in einen eigenen Thread packen? Ist doch schade, dass der hier so versteckt mitläuft ...
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"Hmmm....das ist eine zehn Jahre alte Beta-X-Kassette mit dreifacher Umlenkspule. War nur ein knappes Jahr am Markt. Dann ging der Hersteller pleite. Hat sich mit drei Kilogramm Gewicht damals nicht durchsetzen können. Ich kenne eigentlich nur noch einen, der einen entsprechenden Recorder besitzt...."
Doch, ich finde das hat was. :). Und danke für den Link! Das ist echt erhellend. Insbesondere das hier:bietet ja schon Potential. Nicht nur, dass man eine echte "Cyber-Space-Sphäre" haben könnte....
Wo der Begriff "Mailer Daemon" eine völlig neue Bedeutung hat ...
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Muahaha....dazu würde ich aber sagen: It´s not a bug, it´s a feature! Da hat man doch gleich eine schöne Erklärung für Dinge wie "Black Ice" und so. Außerdem wäre es IMHO nicht so uninteressant, wenn einige Bugs auch aus dem Rechner herauskommen könnten, um den User zu beißen...
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Man würde die Rechner je nach Aufgabe in verschiedenen Sphären unterbringen:
- Genaue Berechnungen: Ordnende Sphäre
- Sichere Berechnungen: Himmlische Sphäre
- Zufallsbasierende Berechnungen: Höllische Sphäre
- Gründliche Löschung: Ruhende Sphäre
Mit entsprechenden Gefahren.
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Finsterland 80er geht weiter: Lebensweise.
Ich hoffe, es inspiriert. Ich freue mich über Feedback, Meinungen und Kommentare!
http://www.mediafire.com/…/f02-Finsterland80-Lebensweise.pdf
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Bin schon gespannt und würde gerne feedbacken, allerdings führt der Link leider nur auf die Hauptseite von Mediafire...
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Das alte Finsterland hat mich nie interessiert, aber was hier zum Thema 80er-Jahre-Finsterland läuft ist großartig! :d
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Schas.
Hier ist der richtige Link:
http://www.mediafire.com/download/g3w6p9v29z7j43a/f02-Finsterland80-Lebensweise.pdf
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Das alte Finsterland hat mich nie interessiert, aber was hier zum Thema 80er-Jahre-Finsterland läuft ist großartig! :d
Das freut mich. Ich hoffe, es enttäuscht nicht!
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Warum muss ich an das Setting von Final Fantasy 7 denken? Das vermischt Magie und Technik ziemlich gut oder nicht?
Fast alle "Final Fantasies" tun das. Tatsächlich entspricht die Materia in 7 aber dem, was Rumpel meint: Magie, die verbreitet und zugänglich ist, aber die Technologie nicht ersetzt. Das könnte man aber noch stärker rausarbeiten. Final Fantasy 8 ist in der Richtung noch stärker auf unserem Technologielevel, ebenso Final Fantasy 10 oder 13. Bei 10 finde ich das Sin-Settingelement gut. Man stelle sich vor alle 100 Jahre wacht ein großes Monster auf, das die Welt zerstören will und wieder schlafen gelegt werden muss. Wie entwickelt sich eine solche Welt?
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Ach ja, nochwas: Dieses 80s Finsterland ist mit die coolste Settingidee, die ich seit langem gesehen habe.
Entwickle ich das jetzt noch 20 bis 30 Jahre in die Vergangenheit und ich habe mein Rockabilly-Setting. :)
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Entwickle ich das jetzt noch 20 bis 30 Jahre in die Vergangenheit und ich habe mein Rockabilly-Setting. :)
Okay, dieser Roman spielt zwar in den späten 60iger Jahren, ist allerdings das coolste europäische Endzeit-Settings, das ich kenne. Irgendwie musste ich daran denken. Wirklich empfehlenswert!
Modern Fantasy, irgendwie, aber ohne Magie.
Morbus Kitahara (https://de.wikipedia.org/wiki/Morbus_Kitahara_(Roman))
Aber vorsicht: keine Genre-Literatur!
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Entwickle ich das jetzt noch 20 bis 30 Jahre in die Vergangenheit und ich habe mein Rockabilly-Setting.
Muss vielleicht gar nicht mal - in den 80ern gab es ja auch so eine gewisse "Rockabilly-Retrowelle", so dass man da durchaus einen Stilmix einbauen kann. Als Beispiel dafür sei hier z.b. "Straßen in Flammen" genannt: https://de.wikipedia.org/wiki/Stra%C3%9Fen_in_Flammen. Und auch die Comics von Daniel Torres mischen gerne mal schrille 80er-Stilelemente mit den 50ern und 60ern. Gänzlich "unüblich" wär sowas also nicht.
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Muss vielleicht gar nicht mal - in den 80ern gab es ja auch so eine gewisse "Rockabilly-Retrowelle"
Aus dem Grund habe ich mir auch letztens Dark Conspiracy besorgt.
(http://www.farfuture.net/CDROM%20Wrap%20Dark%20Conspiracy%201.jpg)
Allerdings war ich dann doch eher enttäuscht, dass so Standardmonster wie Vampire darin vorkommen.
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So einen ähnlichen Stilmix könnte ich mir bei finsterland auch sehr, sehr gut vorstellen. Zumal die Technologie in Teilen ja doch "kruder" zu sein scheint als die in den realen 80ern.
Was natürlich für Neon, Nightlife und 80er nicht unwichtig ist: Wie wird es mit Subkulturen aussehen? Gibt es Punks und Popper? Motorrad-Clubs? Stereotyp für "Fantasy-80er" wäre natürlich auch eine hohe Kriminalitätsrate mit Bandenkriminalität.
Edit:
Und weil Bilder schön sind:
(http://gadgethim.walyou.netdna-cdn.com/wp-content/uploads/2009/10/ge-performance-tv.jpg)
(http://img.gawkerassets.com/img/18k6kkjyy4k2ljpg/original.jpg)
(http://orig00.deviantart.net/f6d2/f/2009/256/0/f/cyberpunk_city_by_blue_samurai.jpg)
(http://orig00.deviantart.net/86ab/f/2013/338/7/7/773b2066bae66f325f2048940d00cbcc-d6wr8pz.jpg)
(http://thedudedesigns.com/wp-content/uploads/2013/05/Savage_AW.jpg)
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Sehr hübsch!
Subkulturen sind in Vorbereitung.
- Schlacke: Das, was überbleibt, wenn das Feuer heruntergebrannt ist. Junge Leute, die nicht an die Verheißungen der Feuerbrüder und ihrer Revolutionen glauben und sich von der Zukunft nichts mehr erwarten. Sie kleiden sich nach andaspischer Art, mit gestreiften Hosen, stacheligen Haaren und Messern, die auch Revolver und Schlagringe sind.
- Neothanatisten ("Thanas"): Leute, die die Kunst der Thanatisten, einer todessehnsüchtigen Romantikergruppe der Vergangenheit vergöttern. Sie tragen nach tarasischer Trauerart weiß und sind sehr auf Eleganz und feine Manieren.
- Kosakensöhne: Wilde Menschen, unabhängig und stolz. Sie haben ihre Pferde gegen Motorräder getauscht und ihre in den kleineren Kriegen gelernten Tricks für die Kriminalität umgemünzt. Große Hüte, schicke Jacken!
- Outrageux ("Uts"): Sehr gut gekleidete Leute mit affektierter Sprache, hohem Drogenkonsum und grellen Automobilen. Machinae mit Clarsinium-Strahlern. Wenn die Welt schon untergehen soll, dann im Exzess!
- Nicker: Als Messerstecher gefürchtete Leute, für ihre Hosenträger, ihre Rauflust und ihr politisches Desinteresse bekannt. Ein anderes Erkennungszeichen ist der rote Streifen um den Hals.
So mal zum Anstoßen.
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Gibt es Punks und Popper?
Sind doch beide eindeutig am finsterland-1980-Bild zu sehen:
(https://scontent-vie1-1.xx.fbcdn.net/hphotos-xpt1/v/t1.0-9/11083917_782139855203689_309595887538666104_n.jpg?oh=97b492e68265b999a755ea6498ffe904&oe=5612215C)
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Und weiter. Mehr Finsterland 80er, diesmal mit Subkulturen, Sport, Kunst und was man sonst noch so für einen erfüllten Tag braucht.
Ich hoffe, es gefällt und geht in die richtige Richtung für Euch. Bitte lasst es mich wissen!
http://www.mediafire.com/download/ll3zstx9lwzhl76/f03-Finsterland80-Kultur.pdf
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Die Frage klingt vielleicht erst mal banal, aber je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr komme ich ins Schwimmen:
Ließe sich eine technisch etwa auf unserem Stand befindliche Fantasy-Welt entwickeln (also Computer, Handys, Flugzeuge), die in keinem direkten Bezug zu unserer Welt steht, sondern eine typische Sekundär-Welt (wie Aventurien, die Forgotten Realms usw.) ist?
Ausschließen würde ich:
Settings, die unsere Welt (evtl. in die Zukunft oder Vergangenheit verlegt) +Fantasy-Elemente sind (WoD, Dresden Files, Shadowrun ...).
Settings, die in Alternativwelten angesiedelt sind, bei denen es sich um unsere Welt mit einigen "Twists" handelt (ich glaube, Amethyst ist so was in der Art, kenne ich aber nicht; Es gab da auch ein GURPS-Setting; und natürlich der ganze Superhelden-Kram).
Ich kenne sowas bisher nicht. Vielleicht ließe es sich am einfachsten vorstellen, indem man ein klassiches Mittelalalter-Setting entsprechend weit in die Zukunft weiterspinnt - wahrscheinlich sollte es low magic sein, damit es einen Anreiz für technische Entwicklung gibt.
Knackpunkt: Die Fantasy-Elemente (Magie/Monster) sollten organische Settingbestandteile sein und dem "Modernen" nicht irgendwie als sein Anderes gegenüberstehen. Beispielsweise dachte ich eben: Wie würde man in einer Welt, in der es Schadenszauber gibt, auf Flugzeugen für Sicherheit sorgen? Der Gedanke wäre aber zu sehr von unserer Welt her gedacht, man müsste eigentlich fragen: Wie hätte sich das Flugreisen in so einer Welt entwickelt? Wahrscheinlich hätten die Leute gar nicht so ein Konzept von Flugsicherheit, wie wir es haben ...
Ist verständlich, worum es mir geht?
Umm. Wieso sollte sich die Welt wie unsere entwickeln wenn es Magie gibt?
Weil, wenn es Magie gibt und sie ist im wesentlichen wie unsere dann kannst Du:
Vampire/Mage/Werewolf/Dresden-Files nehmen. Da ist Magie da, aber im Verborgenen.
Oder so Welten wie aus Shadowrun/Technomancer/Deadlands/Warzone wo die Magie "plötzlich" und unvermittelt auftaucht und ab diesem Moment ein "Fork" unserer Welt entsteht, mit den neuen Elementen.
Eine interessante Parallelwelt ist GURPS Banestorm (https://en.wikipedia.org/wiki/GURPS_Banestorm). Eine Fantasywelt wo es immer wieder Leute von der Erde hin verschlägt und wo die Magiergilde zusammen mit den Kirchen schon mehrmals die Erfindung von Schwarzpulver unterdrückt haben. D.H. du hast eine EDO Welt, und ab und an einen Colt oder ein Maschinengewehr. Aber auch Reverse Missiles als Abwehr dazu....
Da wäre jetzt auch 2015, und wenn ein Dorf vom IS ausgelöscht wurde, vielleicht wurden dabei einige durch, unbeabsichtigte, Blutmagie durch den Banestorm nach Yrth geschickt?
Dort könnte auch Elvis leben oder Leute die im Bermudadreieck verschwinden dort auftauchen.
Die eine oder andere Karavane ist in einem Sandsturm deutlich vom Weg abgekommen...
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Umm. Wieso sollte sich die Welt wie unsere entwickeln wenn es Magie gibt?
Weil, wenn es Magie gibt und sie ist im wesentlichen wie unsere dann kannst Du:
Vampire/Mage/Werewolf/Dresden-Files nehmen. Da ist Magie da, aber im Verborgenen.
Oder so Welten wie aus Shadowrun/Technomancer/Deadlands/Warzone wo die Magie "plötzlich" und unvermittelt auftaucht und ab diesem Moment ein "Fork" unserer Welt entsteht, mit den neuen Elementen.
Ich will das jetzt ehrlich gesagt nicht noch mal aufrollen, weil all die Nachfragen schon kamen und ich sie in dem Thread beantwortet habe ...
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Genau um diese Option 3 geht es mir.
Im Endeffekt komme ich auch mehr von einer Idee der Atmosphäre her: Eine Welt, die sich weitgehend wie unsere anfühlt, aber eine andere ist und aufgrund von magischen/phantastischen Elementen in zahlreichen Details von ihr abweicht.
Vielleicht ginge das am Ende auch mehr in Richtung eines Surrealismus-Settings ...
Gleich aber anders, das geht nicht.
Entweder ist es ANDERS, aber dann sagst Du halt "Bäh, mag ich nicht", oder es ist gleich und dann sagst Du "Bäh, ist zu ähnlich"
Leider mußt Du Dir dann dein Mary Sue Setting selber ausdenken...
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Was mir sehr selten unterkommt, sind wie gesagt "echte" magische Sekundärwelten - also Welten, die natürlich zwangsläufig einen thematischen Bezug zu unserer haben, aber keinerlei raumzeitliche Kontinuität (unsere Welt auf einem anderen Zeitstrang) zu ihr herstellen.
Solche Welten interessieren mich deshalb, weil ich neugierig wäre, ob sie sich so gestalten lassen, dass man sie ähnlich wie eine Fäntelalter-Welt einfach als ein ganz eigenes Universum hinnimmt, oder ob sich zwangsläufig die Zitathaftigkeit, der direkte Bezug zu unserer Wirklichkeit, in den Vordergrund drängt.
Hmm. Nicht als Setting aber als Buch Der Übungseffekt (http://www.amazon.de/Der-%C3%9Cbungseffekt-David-Brin/dp/3426058340)
Ist erst mal ein Fantasy Setting....
Oder nimmst gleich Numenera.
Weiterhin Darkover (http://www.amazon.de/Die-Darkover-Romane-Landung-auf-Darkover/dp/B001C665ZK/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1441472346&sr=1-1&keywords=darkover), Drachenreiter (http://www.amazon.de/White-Dragon-Dragonriders-Pern-ebook/dp/B008FY4R5M/ref=sr_1_3?s=books&ie=UTF8&qid=1441472416&sr=1-3&keywords=dragonriders+of+pern), Horseclans (https://en.wikipedia.org/wiki/GURPS_Horseclans), uvm.
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Gleich aber anders, das geht nicht.
Entweder ist es ANDERS, aber dann sagst Du halt "Bäh, mag ich nicht", oder es ist gleich und dann sagst Du "Bäh, ist zu ähnlich"
Leider mußt Du Dir dann dein Mary Sue Setting selber ausdenken...
Also ich hatte den Eindruck, dass wir im Verlauf des Threads doch gemeinsam den Sweet Spot entdeckt haben. Finsterland80 kam da irgendwie hin.
Warum ein solches Setting "Mary Sue" sein sollte, verstehe ich auch nicht. Habe den Begriff noch nie in Bezug auf ein Setting erlebt. Wie meinst du denn das genau?
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Also ich hatte den Eindruck, dass wir im Verlauf des Threads doch gemeinsam den Sweet Spot entdeckt haben. Finsterland80 kam da irgendwie hin.
Warum ein solches Setting "Mary Sue" sein sollte, verstehe ich auch nicht. Habe den Begriff noch nie in Bezug auf ein Setting erlebt. Wie meinst du denn das genau?
Naja, es soll ähnlich sein und dann doch nicht ähnlich. Hatte nicht den Eindruck die Vorschläge der anderen Poster würden sehr gewürdigt...
Mary Sue wie halt der Pet-NSC, der GENAU so ist wie sich der SL das vorstellt.
Dabei hatte ich schon den Eindruck das der Geschmack recht eingeengt ist, wenn man die lange Liste gelesen hat was es NICHT sein sollte.
Bereiche in denen es keinen Grund gegeben hätte Technologien zu entwickeln:
Heilkunde, der Heiler zaubert es weg.
Forensik, der Wissenszauberer findet es heraus
Zumindest wenn Magie häufig ist.
Ist Magie selten, na gut, dann mag mundane Hilfe nützlich und willkommen sein.
Andere Bereiche in denen sich die Welt SEHR von unserer unterscheiden würde:
Theologie und Philosophie
Hinzu kommt ggf. noch die Frage nach Göttern und Dämonen, gibt es diese wirklich (Man kann sie dann zwar sicher einfach zu Aliens umdefinieren, aber bestimmte gesellschaftliche Entwicklungen wären anders verlaufen).
Und, je nachdem wie Magie funktioniert, gäbe es ggf. auch neue moralische Aspekte die es zu betrachten gilt.
Mein Fazit ist das die Welt sich SEHR unterscheiden würde falls Magie und Magier häufig sind.
Könnte es so aussehen wie z.B. im Goldenen Kompass? Klar.
Aber halt nicht so wie bei uns
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Gleich aber anders, das geht nicht.
Entweder ist es ANDERS, aber dann sagst Du halt "Bäh, mag ich nicht", oder es ist gleich und dann sagst Du "Bäh, ist zu ähnlich"
Leider mußt Du Dir dann dein Mary Sue Setting selber ausdenken...
Ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, warum du verärgert bist - wie gesagt, wir sind hier im Thread schon ziemlich nahe an das rangekommen, was mir durch den Kopf ging, und ich durfte ja auch erfahren, dass es durchaus so einiges in die Richtung gibt.
Ansonsten zu deinem Einwand: "Die Welt WÄRE eben eine völlig andere mit Magie" - stimmt. Dass dem so ist, hindert aber niemand daran, pseudomittelaltersettings mit allgegenwärtiger Magie zu akzeptieren, obwohl viele davon sich angesichts der magischen Möglichkeiten auch eigentlich deutlich stärker von dem Fantasy-typischen Mittelalterbild unterscheiden müssten.
Gerade, weil es mir dabei nicht um die Entwicklungslogik eines solchen Settings geht, habe ich ja auch den Surrealismus-Punkt eingebracht - denn dieses "es ist eigentlich unsere Welt, aber die Namen und Begriffe stimmen irgendwie nicht, und ein paar Sachen sind völlig anders, werden aber von allen für selbstverständlich genommen" verbinde ich am ehesten mit Surrealismus. He, mir fallen bei näherem Nachdenken sogar zwei Romane ein, die die Atmosphäre, um die es mir geht, ganz gut treffen, wenn auch ganz ohne Magie und Fantasy- Kram: "The Childhood of Jesus" und "Waiting for the Barbarians", beide von J.M. Coetzee. Beide spielen eigentlich "in unserer Welt" aber die Länder, in denen sie spielen, und die politischen Ereignisse, um die es geht, lassen sich mit nichts auf unserer Welt identifizieren, sperren sich sogar gegen eine solche Identifizierung.
Mit ging es mit meiner Frage also gar nicht unbedingt um eine folgerichtig entwickelte Fantasy-Welt auf (post-)modernem technischen Niveau, sondern eben um die Frage, warum es viele RSP-Welten gibt, die sich irgendwie mach Mittelalter anfühlen, dennoch aber nicht unsere Welt sind und Magie haben, aber scheinbar kaum welche, die sich nach unserer Gegenwart anfühlen, dennoch nicht unsere Welt sind und Magie haben.
Es geht mir übrigens auch gar nicht drum, dass wer mir ein Setting bauen oder nennen soll - ich weiß gar nicht, ob ich das unbedingt würde spielen wollen, die Frage interessiert mich einfach nur.
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Ansonsten zu deinem Einwand: "Die Welt WÄRE eben eine völlig andere mit Magie" - stimmt. Dass dem so ist, hindert aber niemand daran, pseudomittelaltersettings mit allgegenwärtiger Magie zu akzeptieren, obwohl viele davon sich angesichts der magischen Möglichkeiten auch eigentlich deutlich stärker von dem Fantasy-typischen Mittelalterbild unterscheiden müssten.
Wenn die Magie selten ist, dann kann das schon dem Mittelalter ähneln.
Dann ist der Aberglauben halt nicht falsch, sondern real, fundiert halt.
Ist "wirkungsvolle" Magie dagegen häufig und allgemeingut, dann würde es sich unterscheiden.
Gerade, weil es mir dabei nicht um die Entwicklungslogik eines solchen Settings geht, habe ich ja auch den Surrealismus-Punkt eingebracht - denn dieses "es ist eigentlich unsere Welt, aber die Namen und Begriffe stimmen irgendwie nicht, und ein paar Sachen sind völlig anders, werden aber von allen für selbstverständlich genommen" verbinde ich am ehesten mit Surrealismus. He, mir fallen bei näherem Nachdenken sogar zwei Romane ein, die die Atmosphäre, um die es mir geht, ganz gut treffen, wenn auch ganz ohne Magie und Fantasy- Kram: "The Childhood of Jesus" und "Waiting for the Barbarians", beide von J.M. Coetzee. Beide spielen eigentlich "in unserer Welt" aber die Länder, in denen sie spielen, und die politischen Ereignisse, um die es geht, lassen sich mit nichts auf unserer Welt identifizieren, sperren sich sogar gegen eine solche Identifizierung.
Ok, fair enough.
Mit ging es mit meiner Frage also gar nicht unbedingt um eine folgerichtig entwickelte Fantasy-Welt auf (post-)modernem technischen Niveau, sondern eben um die Frage, warum es viele RSP-Welten gibt, die sich irgendwie mach Mittelalter anfühlen, dennoch aber nicht unsere Welt sind und Magie haben,
Weil man es dann immer mit realem Wissen auffüllen würde?
Es ist auch viel einfacher eine "Was wäre, wenn ...?" Frage auf einer leeren Leinwand aufzumalen als die irdische Geschichte an vielen Stellen umzuschreiben. Deswegen scheuen das die Autoren.
Und, im Fantasybereich zumindest, wäre den Autoren die Leinwand historich zu voll. Da wird ja häufig Wild West im Fäntelalter gespielt, mit den Orcs als den Indianern....
aber scheinbar kaum welche, die sich nach unserer Gegenwart anfühlen, dennoch nicht unsere Welt sind und Magie haben.
Umm. Ich denke mal weil viele Autoren merken das die interne Logik flöten geht wenn es Gegenwart und lange vorhandene Magie gibt. Dann müßte es DEUTLICH anders gewesen sein.
Und deswegen sind das dann:
Ausserweltliche Settings (PSI-SciFi-Magie, Darkover, Pern, Terranauten, Perry Rhodan, Star Wars), postapokalyptische Settings (Horseclans, Akira), oder halt Settings wo Magie NEU ist (shadowrun, Deadlands, Warzone), oder versteckt.
Oder es ist so subtil, das es sonst nicht auffällt. (John Sinclair Horror, Illuminati, Akte-X, WoD)
Es geht mir übrigens auch gar nicht drum, dass wer mir ein Setting bauen oder nennen soll - ich weiß gar nicht, ob ich das unbedingt würde spielen wollen, die Frage interessiert mich einfach nur.
Wenn man offen genug ist, gibt es viele.
Aber halt nicht viele die wirkmächtige Magie lange in gesellschaftlicher Benutzung haben und dann noch wie eine erkannbare parallele Gegenwart aussieht.
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Gibt es eigentlich Settings, die das 20./21. Jahrhundert auf einer anderen Erde, mit anderen Ländern und Kontinenten darstellen, ohne Magie reinzubringen?
Auf die Schnelle fällt mir nur die Ace-Combat-Videospielreihe ein. Das Setting nennt sich wohl Strangereal (http://acecombat.wikia.com/wiki/Strangereal) und könnte eigentlich relativ einfach mit Magie angereichert werden.
In der entsprechenden Wiki, die ich oben verlinkt habe, gibt es mehr Infos.
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Gibt es eigentlich Settings, die das 20./21. Jahrhundert auf einer anderen Erde, mit anderen Ländern und Kontinenten darstellen, ohne Magie reinzubringen?
Bei GURPS Alternate Earths und Alternate Earths 2 hast Du jeweils 6 (also insgesamt 12) Alternativerden.
Wie fast immer bei GURPS Supplements Systemunabhängig verwendbar.
Einige der anderen Supplements behandeln auch Alternativwelten (http://www.sjgames.com/gurps/books/alternate.html).
Die Who's Who könnten auch interessant sein, da werden historische Persönlichkeiten auch im Hinblick auf Alternative Erden behandelt. Sind aber nur Plot Hooks, nichts durchdekliniertes.
Genau was man als SL als Ideenlieferant braucht.
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Bei GURPS Alternate Earths und Alternate Earths 2 hast Du jeweils 6 (also insgesamt 12) Alternativerden.
Danke! Aber ich meinte, mehr so Rumpels Ansatz: nicht umgestaltete Realhistorie, sondern 100% fiktive Länder und Kontinente. Trotzdem: sowas wie 7th Sea in der Gegenwart würde ich noch gelten lassen, obwohl die Länder an irdische Vorlagen angelehnt sind.
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Umm. Wieso sollte sich die Welt wie unsere entwickeln wenn es Magie gibt?
Weil, wenn es Magie gibt und sie ist im wesentlichen wie unsere dann kannst Du:
Vampire/Mage/Werewolf/Dresden-Files nehmen. Da ist Magie da, aber im Verborgenen.
Oder so Welten wie aus Shadowrun/Technomancer/Deadlands/Warzone wo die Magie "plötzlich" und unvermittelt auftaucht und ab diesem Moment ein "Fork" unserer Welt entsteht, mit den neuen Elementen.
Das kommt alles auf die Magie an - wie stark sie ist, wie selten sie ist, welche Grenzen sie hat usw. Zumal wir in Wahrheit gar nicht so genau wissen, ob es in unserer Welt wirklich keine Magie gibt! Phänomene, die die Schulwissenschaft nicht erklären kann, werden ja immer wieder gemeldet - und von der Schulwissenschaft totgeschwiegen, wenn sie keine Erklärung findet. Es gibt ja z. B. Sheldrakes (als "Pseudowissenschaft" abgetane) Theorie der "morphischen Felder", die im Prinzip eine Quantenfeldtheorie makroskopischer Objekte ist und Wirkungsweisen zulässt, die wir als "magisch" bezeichen würden.
Nehmen wir zum Beispiel mein Projekt Rosæ Crux, um das es in diesem alten Thread (http://www.tanelorn.net/index.php/topic,84129.0.html) geht (und zum Magiesystem siehe hier (http://www.tanelorn.net/index.php/topic,93501.0.html)). Da gab es Magie immer schon, aber sie hat enge Grenzen, und ist "hier" weitestgehend in Vergessenheit geraten, wurde "dort" aber weiter gepflegt und weiterentwickelt. Das führte aber weder zu einem "Abwürgen" der Technikentwicklung, noch zu "magischer Technik"/"industrieller Magie", sondern zu einer normalen Technikentwicklung, weil Magie einfach zu rar und zu unverlässlich ist, um sie im "industriellen Maßstab" zu praktizieren, und weil sie wegen ihren informationellen Natur nicht dazu geeignet ist, damit beispielsweise Maschinen anzutreiben. Es gibt zum Beispiel keinen Zauber, mit dem man einen Dampfkessel beheizen könnte.
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Das kommt alles auf die Magie an - wie stark sie ist, wie selten sie ist, welche Grenzen sie hat usw. Zumal wir in Wahrheit gar nicht so genau wissen, ob es in unserer Welt wirklich keine Magie gibt! Phänomene, die die Schulwissenschaft nicht erklären kann, werden ja immer wieder gemeldet - und von der Schulwissenschaft totgeschwiegen, wenn sie keine Erklärung findet.
Nein. Wenn jemand ein Phänomen findet, für das es keine schulwissenschaftliche[1] Erklärung gibt, dann schweigt er das nicht tot, sondern publiziert wie verrückt. Das "überlichtschnelle Neutrino" und der EmDrive seien nur mal als zwei halbwegs aktuelle, populärwissenschaftlich bekannte Beispiele genannt.
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[1] Es sei denn, du meinst mit "schulwissenschaftlich" wirklich das, was in der Schule gelehrt wird. Das Zeug ist tatsächlich oft 100 Jahre alt und kann viele Phänomene, mit denen die aktuelle Wissenschaft überhaupt keine Probleme hat, nicht erklären. So bald du an Universitäten gehst, legt sich das aber.
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Nein. Wenn jemand ein Phänomen findet, für das es keine schulwissenschaftliche[1] Erklärung gibt, dann schweigt er das nicht tot, sondern publiziert wie verrückt. Das "überlichtschnelle Neutrino" und der EmDrive seien nur mal als zwei halbwegs aktuelle, populärwissenschaftlich bekannte Beispiele genannt.
Schon klar. Nicht alles wird totgeschwiegen, nicht von allen. Aber wir kommen hier vom Thema ab.
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Hier ist mal wieder ein Stück F80-Material.
http://www.mediafire.com/download/kh69hl67xzp67ui/f04-Finsterland80-Organisationen.pdf
Beim grafischen Design sind wir ein bisschen angestoßen, vielleicht fällt jemandem hier etwas ein. Die Schwäche ist, dass fast alles sofort wie Shadowrun oder Cyberpunk aussieht. So einen echten Finsterland-Stil rüberzubringen, ist irgendwie schwer. Irgendwie hebt sich Europa da stilmäßig nicht mehr ab (damn you, Globalisierung).
Meine Frage wäre:
Wie kann F80 aussehen, dass es nicht wie ein Abklatsch wirkt?
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Mehr Retro, weniger Punk. Ich finde, das Cover mit dem Popper hat schon was eigenes. Das sieht man sonst so gut wie nie.
Wenn man den New-Romantics-Style (https://www.google.ie/search?q=new+romance&rlz=1CASMAE_enIE525IE526&es_sm=93&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0CAcQ_AUoAWoVChMI2L771_P5xwIVkCnbCh24WgAe&biw=1517&bih=652&dpr=0.9#tbm=isch&q=new+romantics) stärker einbaut, passt das ja auch gut zu Finsterland. Gothic mit viel Farbe. Okay, es ist nicht so finster. ;)
Was mir sonst noch einfällt: ich würde nicht so sehr auf Großstadtschluchten setzen, sondern gerne mal die Cyperpunks in Gründerzeitbauten und Jugendstil, und dann in der Natur: auf der Alm oder im Elektroboot am See. Und überall klobige Gerätschaft: klobige Autos, klobige Computer, usw.
Europa hat da schon eine eigene Note. Einfach nicht zu slick und windschlüpfrig machen. Lieber mehr das 19. Jahrhundert drin behalten. So wie es halt bei uns wirklich war. Und dann auch noch gerne Versatzstücke aus den 60igern und 70igern. Das wird ja auch gerne ausgeblendet, dass in den 80igern meiner Kindheit überall noch Möbel aus den Jahrzehnten davor rumstanden.
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Wenn ich darüber nachdenke: Rock me Amadeus (https://www.youtube.com/watch?v=cVikZ8Oe_XA) hat es irgendwie überzeichnet ;D
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Das sind extrem tolle Ideen. Ich werde das mit den Künstlern besprechen.
Ich denke, da kommen wir hin.
Vielen Dank!
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Das Technologiekapitel für F80 wird stückchenweise veröffentlicht. Ich bin derzeit ziemlich eingespannt, darum gibt es jetzt einfach jede Woche einen Teil. Sorry.
http://www.mediafire.com/download/5uil00pk8asigfc/f05a-Finsterland80-Transport.pdf
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Und noch mehr!
Diese "Magic as Technology"-Sache ist ja ziemlich cool.
http://www.mediafire.com/download/l906glnx7f7k9pw/f05b-Finsterland80-Medizin+und+Material.pdf
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Und damit haben wir das Technologie-Kapitel für F80 fertig.
Das Ganze hat jetzt übrigens schon 29 Seiten. Vielleicht wird das gleich ein fertiges Quellenbuch.
http://www.mediafire.com/download/tx6y85mhx2m14k8/f05c-Finsterland80-Industrie+und+Kommunikation.pdf
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Gebäude aus magisch versteinertem Holz, das hat was, darauf muss man erst mal kommen ;)
Ich bin ja allgemein eher der Meinung, dass "Magie als Technik" seine Probleme hat, aber es kann auch gut gehen und witzig sein. Ich habe ja, wie schon mal gesagt, in meinem Modern-Fantasy-Projekt Rosæ Crux einen ganz anderen Ansatz, da ist Magie Magie und Technik Technik.
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"Magie als Technologie" ist immer eine Gratwanderung. Es kann Magie schnell ruinieren, aber ehrlichgesagt gibt es auch in der rationalen Wissenschaft noch einen Haufen Bereiche, wo man nur weiß, dass es funktioniert, nicht wie oder warum.
Bei Magie kann man das ähnlich handhaben.
Kann man von dem Projekt schon was lesen?
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"Magie als Technologie" ist immer eine Gratwanderung. Es kann Magie schnell ruinieren, aber ehrlichgesagt gibt es auch in der rationalen Wissenschaft noch einen Haufen Bereiche, wo man nur weiß, dass es funktioniert, nicht wie oder warum.
Bei Magie kann man das ähnlich handhaben.
Ja, "Magie als Technologie" kann Magie so ziemlich ruinieren. Es nimmt mMn der Magie doch einen großen Teil ihres Zaubers, wenn sie alltäglich wird und in Massenprodukten drinsteckt. Deshalb mache ich das in Rosæ Crux eben radikal anders.
Kann man von dem Projekt schon was lesen?
Bislang noch kaum was. Ein paar skizzenhafte Gedanken auf Englisch gibt es hier (http://www.frathwiki.com/Rosæ_Crux), eine kurze Erläuterung der Magie und ihres Verhältnisses zur Technik hier (http://www.frathwiki.com/Magic_%28Ros%C3%A6_Crux%29). Ansonsten noch ein paar Threads hier im :T: : dieser (http://www.tanelorn.net/index.php/topic,74589.0.html), dieser (http://www.tanelorn.net/index.php/topic,84129.0.html) und dieser (http://www.tanelorn.net/index.php/topic,93501.0.html).
Ich komme aber schon seit einiger Zeit kaum mehr zum Weltenbasteln, und das Projekt liegt derzeit auf Eis.
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Schade. Ich werde es mir mal ein bisschen durchschauen.
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Gebäude aus magisch versteinertem Holz, das hat was, darauf muss man erst mal kommen ;)
Ich bin ja allgemein eher der Meinung, dass "Magie als Technik" seine Probleme hat, aber es kann auch gut gehen und witzig sein. Ich habe ja, wie schon mal gesagt, in meinem Modern-Fantasy-Projekt Rosæ Crux einen ganz anderen Ansatz, da ist Magie Magie und Technik Technik.
Das ist ja völllig an mir vorbeigegangen ... klingt nach einer tollen Idee, vor allem der Ansatz zur Magie aus deiner Wiki ... hat dich da zufällig "Among Others" von Jo Walton inspiriert? Wenn nicht, würde ich dir raten, da unbedingt mal reinzuschauen, großartiger Roman, in dem Magie ziemlich genau so funktioniert.
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Schade. Ich werde es mir mal ein bisschen durchschauen.
Wie gesagt, es liegt auf Eis, weil ich mich derzeit auf andere Projekte (vor allem eine Band, die ich gründen will) konzentriere. Danke aber, dass es Dich interessiert.
Die Welt sieht im Großen und Ganzen nicht so viel anders aus als unsere. Es gibt zwar Elben und Zwerge, das sind aber "nur" Menschenvölker mit den entsprechenden Kulturen. Also: die Elben sind im Durchschnitt etwas größer und schlanker als andere Menschen, wählen Grün, versuchen so gut es geht in Einklang mit der Natur zu leben, arbeiten vor allem in Kreativberufen und hören Progressive Rock. Die Zwerge sind eher klein und stämmig, befassen sich vor allem mit der Gewinnung und Verarbeitung von Metallen, fahren Harley-Davidson und hören Heavy Metal. Gut, das sind alles Klischees, aber ich hoffe mal, da kann man sich etwas drunter vorstellen.
Es gibt Magie, die auf der Manipulation von morphischen Feldern basiert, und nicht industrialisierbar ist. Es gibt keine vorgefertigten Zaubersprüche, jeder Zauber muss individuell gewoben werden, und kann nur bewirken, was sonst unwahrscheinlich, aber nicht, was sonst unmöglich wäre. Es gibt z. B. keine Feuerbälle und auch keinen Zauber, der organische Materie in Stein verwandelt (noch weniger einen, der sich im industriellen Maßstab anwenden ließe, wie bei den Gebäuden aus "gorgonisiertem" Holz in Finsterland 80). Magische Gegenstände sind stets handgefertigt, selten und teuer. Technische Geräte sind genauso unmagisch wie hier, zumindest die industriell massenproduzierten. Im Prinzip kann jeder zaubern, aber es ist schwierig und gefährlich (man kann leicht den Verstand verlieren) und nicht jeder hat die gleiche Begabung dafür. Da Magie eine sehr kreative Sache ist und der Unterschied zwischen Kunst und Magie eigentlich ein gradueller, korrelieren künstlerische und magische Begabung, und werden regeltechnisch mit einem Vorteil "Morphische Resonanz" abgehandelt.
Weil ich aber den Eindruck hatte, dass dieser Thread hier de facto ein Finsterland-80-Thread sei, habe ich mich bislang mit Posts zu meinem Projekt zurückgehalten, auch mit Kritik an dem "Magie als Technik"-Konzept. Ich wollte einfach weder den Plonkster noch den ostentativen Eigenproduktanpreiser spielen. Aber wenn Euch mein Projekt interessiert, kann ich gern dazu noch was sagen. Aber es steht eben noch in einem sehr frühen Konzeptionsstadium.
Das ist ja völllig an mir vorbeigegangen ... klingt nach einer tollen Idee, vor allem der Ansatz zur Magie aus deiner Wiki ... hat dich da zufällig "Among Others" von Jo Walton inspiriert? Wenn nicht, würde ich dir raten, da unbedingt mal reinzuschauen, großartiger Roman, in dem Magie ziemlich genau so funktioniert.
Von "Among Others" habe ich noch nie gehört. Danke, dass Dir mein Magiemodell gefällt.
Mir gefiel die Standard-Fantasy-Magie einfach nicht, die pfuscht mir zu viel mit den Naturgesetzen herum und ist nicht kreativ genug. Und weil ich selbst ein Anhänger der Theorie der morphischen Felder bin, dachte ich mir, das ist genau das Richtige dafür. Das System ist offen, es gibt wie oben gesagt keine vorgefertigten Zaubersprüche. Regeltechnisch wird auf die einschlägige Wissensfertigkeit und auf Zauber weben geprobt. Nur wenn beide Proben gelingen, funktioniert der Zauber.
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Das klingt sehr strukturiert und schlüssig aufgebaut, vermeidet aber gleichzeitig den "Magic as Technology"-Bereich völlig. Eine vertretbare Lösung.
Ich gebe zu, dass ich diesen Artikel gehijacked habe, aber das kann man ja wieder ausgleichen. Von mir aus lese ich gerne über andere Ideen, ich denke mir, der Austausch ist fruchtbar.
Was für 'ne Band, übrigens?
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Also: die Elben sind im Durchschnitt etwas größer und schlanker als andere Menschen, wählen Grün, versuchen so gut es geht in Einklang mit der Natur zu leben, arbeiten vor allem in Kreativberufen und hören Progressive Rock. Die Zwerge sind eher klein und stämmig, befassen sich vor allem mit der Gewinnung und Verarbeitung von Metallen, fahren Harley-Davidson und hören Heavy Metal.
Da fehlen mir aber noch 1000de Musikrichtungen: wer hört Punk Rock, wer hört elektronisch Musik, wer Indie-Rock, wer Mainstream, wer Twee?
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Das klingt sehr strukturiert und schlüssig aufgebaut, vermeidet aber gleichzeitig den "Magic as Technology"-Bereich völlig. Eine vertretbare Lösung.
Ich gebe zu, dass ich diesen Artikel gehijacked habe, aber das kann man ja wieder ausgleichen. Von mir aus lese ich gerne über andere Ideen, ich denke mir, der Austausch ist fruchtbar.
Das denke ich auch. Unsere Ansätze sind sehr verschieden, aber das ist auch gut so. Im Übrigen war das Rosæ Crux der 80er Jahre unseren 80er Jahren ziemlich ähnlich, mit Ghettoblastern, Walkmans, Videocassetten, Poppern und allem was so dazugehört. Aber eben auch mit Elben, Zwergen und Magie.
Was für 'ne Band, übrigens?
Eine Progressive-Rock-Band.
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Noch ein paar Sätze über Rosæ Crux.
Die Weltgeschichte ist noch nicht in feste Formen gegossen, aber es gibt schon ein paar Konturen. Der "Divergenzpunkt" (d. h., der Punkt, ab dem die Geschichte sichtbar anders verläuft als bei uns) liegt in der Zeit von König Artus. Und zwar widerstand in Rosæ Crux Artus dem Drängen der katholischen Kirche, gegen die Elben von Avalon vorzugehen, die in den Augen der Kirche ein Volk von Ketzern und Zauberern waren. Dadurch überlebten die Elben und ihre Religion, das rosenkreuzerische Christentum, das auf Joseph von Arimathea zurückgeht, der das Evangelium zu den Elben gebracht hatte. Diese Veränderung beginnt in den folgenden Jahrhunderten, immer mehr Einfluss auf den Lauf der Geschichte zu nehmen. Anders als bei uns hat Artus einen Nachfolger und begründet eine Dynastie, weshalb England kleiner und Wales größer ist als bei uns. Im Lauf der Jahrhunderte gelang es dem Haus Pendragon, neben der Krone von Wales auch die Kronen von Irland, Schottland und England zu erben. Das Ergebnis ist das "Vereinigte Königreich der Westlande". Das Haus Pendragon war zunächst katholisch, bis der Papst einen König der Westlande exkommunizierte, weil er eine königliche Magierakademie ins Leben gerufen hatte, und dieser König darauf reagierte, indem er zum Rosenkreuzertum übertrat. Auch die Hanse (s. u.), Skandinavien und einige andere Länder im Norden Europeas sowie Nordamerika sind überwiegend rosenkreuzerisch.
Der genaue Ablauf der Weltgeschichte ist noch nicht ausgearbeitet. Die politische Geographie der Gegenwart weist ein paar Unterschiede auf:
- Nordamerika (USA+Kanada) ist ein Staat, politisch-kulturell eher ein großes Kanada als eine große USA, mit vorwiegend rosenkreuzerischer Religion. Den Indianern erging es besser als bei uns, was mit Magie zu tun zu haben scheint. So existieren einige indianische Bundesstaaten im Commonwealth von Nordamerika. Die Sklaverei wurde schon 1837 abgeschafft, was zu einem Aufstand der Sklavenhalter und -händler führte, aber zu keinem richtigen Bürgerkrieg.
- In Norddeutschland entstand aus der Hanse eine Republik, die heute ein eigenständiger Nationalstaat ist, mit Plattdeutsch als Amtssprache und dem Rosenkreuzertum als vorherrschender Religion.
- Skandinavien ist als "Vereinigtes Königreich der Nordlande" vereinigt.
- Die Union der Sozialistischen Räterepubliken war trotzkistisch statt stalinistisch (siehe unten zu den beiden Großen Kriegen), und dem Äquivanlent Gorbatschows gelang es, sie zu demokratisieren, ohne dass das Chaos ausbrach (wenngleich ein paar Repuliken im Westen verloren gingen). Sie ist heute die Union der Souveränen Demokratischen Republiken.
Zu den Großen Kriegen: Es gab im 20. Jh. zwei Große Kriege, die in etwa unseren Weltkriegen entsprachen, aber in Details abwichen. Der 1. GK war unsrem 1. WK sehr ähnlich, aber die Hanse war mit den Westlanden, den Nordlanden und Frankreich verbündet. Die Westmächte waren Sieger, das Habsburgerreich zerfiel, und aus dem Dritten Römischen Reich (Russland) wurde die USRR.
Der 2. GK unterschied sich deutlicher vom 2. WK. Es gab Faschismus (im Deutschen Reich, Italien und einigen anderen Ländern), aber keinen Hitler und keinen Holocaust. Die USRR war trotzkistisch. Es gelang den liberalen Mächten im Bündnis mit der USRR den Faschismus zu besiegen. Es folgte ein Kalter Krieg, der Ende der 80er Jahre zu Ende ging.
Die Atombombe wurde erfunden, aber nie eingesetzt.
Kurzum ist Rosæ Crux ein etwas netterer Platz als unsere Welt.
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Kurzum ist Rosæ Crux ein etwas netterer Platz als unsere Welt.
Kannst du ein paar Beispiel Abenteuerideen nennen? Aus welchem Land stammen denn die Helden zumeist? Bzw. wo sind Heldengruppen in der Regel beheimatet?
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Kannst du ein paar Beispiel Abenteuerideen nennen? Aus welchem Land stammen denn die Helden zumeist? Bzw. wo sind Heldengruppen in der Regel beheimatet?
Abenteuerideen ... so weit bin ich noch gar nicht. Als Land, wo die Abenteuer spielen könnten, habe ich in erster Linie an die Westlande (Britische Inseln) gedacht. Aber das liegt noch nicht fest.
EDIT: Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, ob es jemals zu einem Rosæ-Crux-Rollenspiel kommen wird, oder ob sich die Welt überhaupt dafür eignet. Ich habe das Hobby Rollenspiel eigentlich schon aufgegeben, weil ich dafür keine geeigneten Leute finde (die Leute wollen, zumindet hier in der Gegend, irgendwie alle nur noch Dungeonslayers spielen). Da ich aber auch keine andere "Verwendung" für das Projekt habe, ergibt es eigentlich wenig Sinn, daran überhaupt noch weiterzubasteln ;) Und wie gesagt, ich habe noch andere Projekte, die mehr Sinn ergeben als diese komische Welt.
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Nachtrag: Es gibt zu Rosæ Crux noch diesen Thread (http://www.weltenbastler.net/forum3/index.php?page=Thread&threadID=10840) im Weltenbastler-Forum.
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Auf jeden Fall:
Magie in F80. Die Details folgen dann mit den Spezialmanövern.
http://www.mediafire.com/download/4901rh7x6wxmuiw/f06-Finsterland80-Magie.pdf
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Was genau ist denn am Rosenkreuzertum anders als am katholischen Christentum? Die Kirche als böser Antagonist finde ich recht doof, das ist ausgelutscht.
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Ich frage mich, ob Synnibarr als Setting evtl. auch als Modern Fantasy gelten könnte. Es gibt Magie und Technologie, die Kontinente sind auch andere. Allerdings ist die Welt zum Großteil unbesiedelte Wildnis. Und es gibt auch vereinzelt Sciencefiction-Technik auf Space-Opera-Level. Und Drachen. Und Vampire. Und überhaupt alles.
Allerdings ist Synnibarr die Planet Mars, der zehntausende Jahre vor der Spielgegenwart in ein planetengroßes Hohlwelt-Generationenschiff verwandelt wurde. Also irgendwie gibt es doch leichten Bezug zu unserer Erde, auch wenn das die Spielercharakter höchstwahrscheinlich nicht wissen.
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Was genau ist denn am Rosenkreuzertum anders als am katholischen Christentum? Die Kirche als böser Antagonist finde ich recht doof, das ist ausgelutscht.
Das Rosenkreuzertum ist eher pantheistisch (Gott ist in allem immanent), und Jesus ist kein Sohn Gottes im katholischen Sinne, sondern "nur" ein Prophet, also ein weiser, von Gott inspirierter Mann, aber ein normaler sterblicher Mensch mit einem normalen sterblichen Vater. Die Rosenkreuzerkirche ist auch in vielen Punkten liberaler als die katholische, und hatte nie Probleme mit Naturwissenschaft und Magie. Ein zentraler Glaubensgrundsatz ist, dass der Mensch einen Daseinszweck hat, nämlich die Welt zu bewahren und durch Erschaffen schöner Dinge zu bereichern, und dass er, um diesen Zweck zu erfüllen, die Gabe des freien Willens hat.
Ich gebe zu, dass das mit der römisch-katholischen Kirche als bösem Antagonisten ziemlich ausgelutscht it, das muss ich noch differenzierter darstellen, aber die Kirche hat nun mal für eine ziemlich lange Zeit Andersgläubige und Zauberer brutal verfolgt. Aber das ist Mittelalter, und im 21. Jh. ist die katholische Kirche nicht korrupter und nicht repressiver als bei uns.
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Und weil Religion gerade ein Thema war: Finsterland 80er-Religion.
http://www.mediafire.com/download/ig2vpoz3vba6yh6/f07-Finsterland80-Religion.pdf
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Nice. Das gefällt mir: Sphärenreise in die göttliche Sphäre, wo man nichts findet.
Wo gibt es denn mehr Infos zu Sphärenreisen allgemein?
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Hier ist zumindest Grundsätzliches zum Thema.
Wenn Du weitere Fragen hast, bitte stellen.
http://www.mediafire.com/download/5uil00pk8asigfc/f05a-Finsterland80-Transport.pdf
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Diese Woche gibt es die Colloditigemeinschaften als Organisation. Mit ihnen kann man einen Maschinenmenschen spielen. Die gibt es zwar eigentlich erst in F80, aber was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.
Also: Viel Spaß!
http://www.mediafire.com/download/sbs8u2dh9o9uhsr/U70-Colloditigemeinschaften.pdf
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Man kann über die Sinnhaftigkeit des Ganzen diskutieren, aber hej: Das Rechtssystem zu F80.
http://www.mediafire.com/download/zku7o9za7e5pz5r/f08-Finsterland80-Recht+und+Gesetz.pdf
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Nächstes F80-Thema: Das Militär. Keine erfreuliche Angelegenheit, aber es gehört zum Setting dazu.
http://www.mediafire.com/download/2iyt0al9hzp77l7/f09-Finsterland80-Milit%C3%A4r.pdf
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In Rosæ Crux spielen in modernen Kriegen magische Waffen kaum eine Rolle (viel zu teuer weil keine Massenproduktion möglich), wohl aber magische Aufklärungsmethoden (beispielsweise mit Familiaren, insbesondere Vögeln). Dort sehen Kriege also nicht viel anders aus als bei uns, wenigstens auf dem ersten Blick; erst auf dem zweiten Blick wird erkenntlich, dass bei der Beschaffung strategischer und taktischer Informationen zum Teil Magie im Spiel ist.
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In Rosæ Crux spielen in modernen Kriegen magische Waffen kaum eine Rolle (viel zu teuer weil keine Massenproduktion möglich)
Die wären dann ja ein guter Grund, dass Heldengruppen einen Unterschied machen könnten. Kann es magische Knarren geben?
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Magische Atom Bomben .
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Magische Atom Bomben .
Für Kurzkampagnen. :P
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wer dadurch stierbt allso die strahlung wierd zum Zombie.
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Die wären dann ja ein guter Grund, dass Heldengruppen einen Unterschied machen könnten. Kann es magische Knarren geben?
Im Prinzip könnte man schon beispielsweise die Treffgenauigkeit eines Gewehrs mit Magie verbessern. Der Haken daran sind aber die Kosten - magische Gegenstände lassen sich nicht am Fließband fertigen, das ist langwierige Handarbeit, und wenn dann ein einzelnes Gewehr so teuer wie ein komfortables Einfamilienhaus ist, sucht man besser nach anderen Wegen, die Waffen zu verbessern. Und so sind die über dem Schlachtfeld kreisenden Aufklärungs-Vogel-Familiare so ziemlich das einzige auf einem Schlachtfeld in Rosæ Crux, was magisch ist.
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Magische Atom Bomben .
Auch das. (http://d6ideas.com/?p=5678)
Nachdem wir jetzt bei Military Modern Fantasy angekommen zu sein scheinen, ist The Red Star auch plötzlich doch sehr passend geworden. :P
mfG
jdw
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und wenn dann ein einzelnes Gewehr so teuer wie ein komfortables Einfamilienhaus ist,
drückt man das Simo Häyhä, Carlos Hathcock, Craig Harrison etc. in die HandNächstes F80-Thema: Das Militär. Keine erfreuliche Angelegenheit, aber es gehört zum Setting dazu.
http://www.mediafire.com/download/2iyt0al9hzp77l7/f09-Finsterland80-Milit%C3%A4r.pdf
Nein, wirklich keine erfreuliche Angelegenheit
Etwas Überlegung und weniger Vorurteile hätten dem Artikel sehr gut getan
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Etwas Überlegung und weniger Vorurteile hätten dem Artikel sehr gut getan
Okay, da brauch' ich jetzt eine Erklärung. Welche konkreten Probleme sind da?
Ich will das gerne überarbeiten, aber ich würde mich über Details freuen.
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Die Britische Armee kam ganz gut mit dem Ämterkauf zurecht, Arthur Wellesly.
Bei der Menschenverachtung moderner Kriegsführung, Really auf Sir John Monash verweisend, Fieldmarshall Viscount William Slim...
Einer der Charaktere wird aus heiterem Himmel darauf hingewiesen, dass ihn ein entfernter Ver-
wandter als „Stellvertreter“ für seinen Militärdienst ernannt hat. Die Figur muss jetzt eine heikle
Sondermission durchführen
. really, ist das Militär so extrem dämlich nichtmal zu prüfen ob der Vertreter zustimmt und geeignet ist?
Sie sind unter Um-
ständen bereit, für großzügige Zuwendungen die Seiten zu wechseln
Wie vertrauenserweckend
Die Söldnertruppen sind oft sehr gut ausgerüstet und die größeren Unternehmen haben modernste Waffen
zur Verfügung
wie werden sie finanziert und versorgt
Informationen über Strukturen etc. fehlen ganz
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drückt man das Simo Häyhä, Carlos Hathcock, Craig Harrison etc.
Ich finde dein ganzes Name Dropping zwar irgendwie eindrucksvoll, nur weiß ich nicht im geringsten was es mit diesen Leuten auf sich hat. Wäre sinnvoll, dass du ihre Funktion/Rolle beschreibst, damit wir wissen, worauf du hinauswillst.
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Wikipedia und Google
https://en.wikipedia.org/wiki/Simo_H%C3%A4yh%C3%A4
https://en.wikipedia.org/wiki/Craig_Harrison_%28sniper%29
https://en.wikipedia.org/wiki/Carlos_Hathcock#Early_life_and_education
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Achtung: Das Finsterland ist nicht Großbritannien. Es ist Mitteleuropa um 1800 (zumindest von der politischen Grundstruktur). Es gibt de facto keinen Zentralstaat und vor allem winzige Fürstentümer, die mehr der Privatbesitz einer Familie als ein Staat sind. Im Finsterland 80-Setting bleiben drei größere Blöcke, die viele kleinere Gebiete als Stellvertreter nutzen.
Ämterkauf habe ich im Text nicht drin. Es geht um ererbte Ränge, und obwohl es da gute Leute gab und gibt, ist die Abstammung nicht das ideale Kriterium, um Führungskräfte auszuwählen.
John Monash (von dem weiß ich, William Slim ist mir neu, aber ich lese mich gerne ein) war definitiv ein hervorragender Offizier, aber wohl auch eine Ausnahme. Darum ist er auch bekannt und berühmt.
Der Zweite Große Krieg im Finsterland entspricht dann unserem Zweiten Weltkrieg, und da war es dann mit der Achtung von Zivilisten und Gefangenen endgültig vorbei.
Zum Stellvertreter: Es ist ein bochener 80er Jahre-Filmplot. Man darf das nicht überbewerten. (Ja, es ist dämlich. Du hast völlig recht. Vielleicht sollte man es durch was anderes ersetzen. Hättest Du einen Vorschlag?)
Zum Vertrauen: Genau. Wer kein eigenes Militär hat, ist diesen Leuten eigentlich ausgeliefert. Gerade durch die Zersplitterung des Landes sind diese Truppen allerdings wesentlich verbreiteter als bei uns.
Zur Versorgung der Söldner: Ich werde das ergänzen. Sie werden einerseits von der "Kundschaft" bezahlt, andererseits sind sie eine Investitionsmöglichkeit für Geschäftsleute oder finanzieren sich über Schutzgelder und Plünderungen.
Zu den Strukturen: Finsterland 80 setzt sich auf Finsterland drauf. Das bedeutet, dass ich bereits vorhandene Texte nicht doppeln wollte. Die militärischen Ränge und die Gliederung von Truppen finden sich im Grundbuch auf S. 93. Ich kann diese Informationen gerne separat hochladen, wenn es für Dich interessant ist.
Ich hoffe, diese Antworten waren aufschlussreich.
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Achtung: Das Finsterland ist nicht Großbritannien. .
es war ein Beispiel, aber anscheinend folgt es eher dem alten russischen Modell, das der Adlige den Rang seines Vaters erbt
und obwohl es da gute Leute gab und gibt
das fehlt im Text, da kommt es so rüber als wäre das Offizierskorps Regel 0
Zum Vertrauen, wer für Gold seine Kontrakte bricht, den wirbt man nur ungern an und es ist etwas schwer nachvollziehbar warum Freie Söldner soviel besser ausgerüstet, geschult etc. sein können wie andere Streitkräfte.
Unwahrscheinlich und Unglaubwürdig, das sich von Finsterland von dem anachronistischen 18 Jh(ich hätte es auf 19 Jh geschätzt) die gleichen Strukturen in WWII behält
Ich hoffe, diese Antworten waren aufschlussreich.
Ja danke
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"es war ein Beispiel, aber anscheinend folgt es eher dem alten russischen Modell, das der Adlige den Rang seines Vaters erbt"
Ja.
"das fehlt im Text, da kommt es so rüber als wäre das Offizierskorps Regel 0"
Kann man anpassen.
"Zum Vertrauen, wer für Gold seine Kontrakte bricht, den wirbt man nur ungern an und es ist etwas schwer nachvollziehbar warum Freie Söldner soviel besser ausgerüstet, geschult etc. sein können wie andere Streitkräfte."
Beggars can't be chosers.
Bei der Qualität der Ausrüstung: Vielleicht sollte man es so umformulieren:
Manche Söldnertruppen sind sehr gut ausgerüstet und verfügen über modernste Infanteriewaffen, die speziell für ihre Aufgabe angepasst wurden. Im Gegensatz dazu müssen sich die fürstlichen Militärs oft mit den Produkten des Billigstbieters zufrieden geben. Andererseits haben nur die größten und erfolgreichsten Söldnerverbände die schweren Waffen der professionellen Heere zur Hand.
"Unwahrscheinlich und Unglaubwürdig, das sich von Finsterland von dem anachronistischen 18 Jh(ich hätte es auf 19 Jh geschätzt) die gleichen Strukturen in WWII behält"
Finsterland ist da ziemlich durchmischt. Der entscheidende Punkt ist, dass sich der Nationalismus nicht als Idee entwickelt hat. Die beiden Großen Kriege sind aus der "historischen" Perspektive auch eigentlich ein großer, durchgehender Konflikt mit einer ruhigeren Phase in der Mitte.
Ich wollte kein eins-zu-eins Setting haben, weil man da ja gleich das Original hätte nehmen können.
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Ich habe das jetzt mal alles angepasst!
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Bei der Qualität der Ausrüstung: Vielleicht sollte man es so umformulieren:
Manche Söldnertruppen sind sehr gut ausgerüstet und verfügen über modernste Infanteriewaffen, die speziell für ihre Aufgabe angepasst wurden. Im Gegensatz dazu müssen sich die fürstlichen Militärs oft mit den Produkten des Billigstbieters zufrieden geben. Andererseits haben nur die größten und erfolgreichsten Söldnerverbände die schweren Waffen der professionellen Heere zur Hand.
Infantriewaffen und schwere Waffen überschneiden sich und ich glaube nicht das Preis der Grund war, warum die französischen Gewehre zu Beginn des WWI so bescheiden waren.
Die beiden Großen Kriege sind aus der "historischen" Perspektive auch eigentlich ein großer, durchgehender Konflikt mit einer ruhigeren Phase in der Mitte.
Marschall Foch Das ist ein Waffenstillstand für 20 Jahre
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Infantriewaffen und schwere Waffen überschneiden sich und ich glaube nicht das Preis der Grund war, warum die französischen Gewehre zu Beginn des WWI so bescheiden waren.
Mit schweren Waffen meine ich hier Panzer, Panzerläufer, Artillerie und ähnliches schweres Gerät.
Soll ich die Korruption im Zusammenhang mit militärischen Beschaffungsprogrammen wirklich noch explizit erwähnen? Wasser ist naß.
Marschall Foch Das ist ein Waffenstillstand für 20 Jahre
Genau.
Eine Frage hätte ich dann doch: Zu keinem anderen Bereich hat irgendjemand so intensiv reagiert. Dabei waren da schon wesentlich komplexere und sensiblere Themen im Gespräch. Bist Du Berufssoldat oder bei der Miliz?
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Es ist nämlich gut, einen Experten dazu zu haben.
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Soll ich die Korruption im Zusammenhang mit militärischen Beschaffungsprogrammen wirklich noch explizit erwähnen?
Die zivile Verwaltung in Finsterland besteht aus Tugendhaften, Reinen Engeln?
Zu keinem anderen Bereich hat irgendjemand so intensiv reagiert.
Weder noch(es gibt in Deutschland keine Miliz)
Mich stört und nervt es nur immer wieder, wenn Vorurteile bzw. Simple polemische Setzungen eine Gruppierung verdummen, verdammen zum Sündenbock - Dummbock usw. und dabei noch seinen Titel ignoriert
Gibt es in Finsterland keinen von der Marwitz?
Der Hauptverantwortliche für die in deinen Texten dem Militär ALLEINE zu diktierten Verbrechen ist die Staatsführung, hätte die nicht gewollt das diese begangen werden, hätte das Militär sie kaum begehen können.
btw Kriegsführung ist auch psychologisch eines der komplexesten Unternehmungen der Menschheit.
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Die zivile Verwaltung in Finsterland besteht aus Tugendhaften, Reinen Engeln?
Absolut. Korruption ist undenkbar und jeder noch so kleine Bestechungsversuch wird striktest geahndet. Darum gibt es auch nie irgendwelche Probleme. Mit irgendwas.
(Albernheiten beiseite: Das Finsterland hat in heutigen Verhältnissen in etwa die politische Stabilität und Kultur des Westbalkans.)
Weder noch(es gibt in Deutschland keine Miliz)
Mich stört und nervt es nur immer wieder, wenn Vorurteile bzw. Simple polemische Setzungen eine Gruppierung verdummen, verdammen zum Sündenbock - Dummbock usw. und dabei noch seinen Titel ignoriert
Das wusste ich nicht. Wehrdienst hast Du gemacht?
Bei uns (in Österreich) spielt die Miliz eine große Rolle. Das ist gerade am Land ziemlich wichtig.
Ich glaube, man muss das differenziert sehen. Das heutige Militär ist im Verhältnis zu dem des Finsterlandes geradezu demokratisch und liebevoll. Man darf nicht vergessen, dass es sich an einem 100 bis 200 Jahre alten Modell orientiert, wo körperliche Züchtigung, sinnloser Drill, veraltete Techniken gegen moderne Waffen, Standesdünkel, Zwangsrekrutierung, Kadavergehorsam und die gesamte Gesellschaft durchsetzender Militarismus das Leben aller junger Männer und Frauen prägen.
Das mit dem "Titel" verstehe ich jetzt nicht.
Der Hauptverantwortliche für die in deinen Texten dem Militär ALLEINE zu diktierten Verbrechen ist die Staatsführung, hätte die nicht gewollt das diese begangen werden, hätte das Militär sie kaum begehen können.
Es gibt de facto keine Trennung zwischen Politik und Militär. Das ist Clausewitz in Reinform. Gerade im klassischen Finsterland sind sämtliche Gegenden entweder Militärdiktaturen oder Monarchien, die mit ihren Militärapparaten verschmolzen sind. (Es ist zwar nicht bei allen so, wie man früher einmal über Preussen sagte, aber doch bei einigen.)
Es gibt eigentlich nur drei Ausnahmen: Das Feuertal, das eine Art Demokratie ist, in der allerdings die Militärs sehr viel Gewicht haben, das Gebiet des Hauses Thome, das von einer Gruppe von Industriellen quasi als Technokratie geführt wird und Tarimgrad, das eigentlich gar keine Regierung hat, sondern eine Art ultraliberales Metropolis-Utopia ist.
btw Kriegsführung ist auch psychologisch eines der komplexesten Unternehmungen der Menschheit.
Definitiv.
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Welchen von der Marwitz meinst Du?
Es gibt ziemlich viele.
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Das wusste ich nicht. Wehrdienst hast Du gemacht?
Ja,
Man darf nicht vergessen, dass es sich an einem 100 bis 200 Jahre alten Modell orientiert, wo körperliche Züchtigung
, wurde vor ca 200 Jahren übrigens in Europa mehr oder weniger abgeschafft.
Angeblich mußten Gneisenau/Scharnhorst das Stein sogar abringen.
Blücher soll dies in seinem Befehlsbereich nie gemacht haben
sinnloser Drill,veraltete Techniken gegen moderne Waffen,
WWI also
Zwangsrekrutierung,
Wehrpflicht zählt dazu nicht mal heute
Das mit dem "Titel" verstehe ich jetzt nicht.
man erhält kaum Infos zur Kriegsführung
Das ist Clausewitz in Reinform.
Krieg ist ein Mittel der Politik nach Clausewitz, nicht das einzige Mittel.
Moltke der Ältere der Bismarcks Führung folgte?
Es ist zwar nicht bei allen so, wie man früher einmal über Preussen sagte,
Ein Offizier hat jedem Befehl zu gehorchen, außer er geht gegen seine Ehre.(Soldatenkönig)
Dafür hat seine Majestät sie zum Stabsoffizier gemacht, das sie wissen wann sie nicht zu gehorchen haben.
Ein preußischer Prinz und General
„es würde sich allenfalls für den Offizier eines Freibataillons schicken, nicht aber für einen Kommandeur Seiner Majestät Gensdarmes
Johann Friedrich Adolf von der Marwitz
Wählte Ungnade, wo Gehorsam nicht Ehre brachte
https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Friedrich_Adolf_von_der_Marwitz
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, wurde vor ca 200 Jahren übrigens in Europa mehr oder weniger abgeschafft.
Angeblich mußten Gneisenau/Scharnhorst das Stein sogar abringen.
Blücher soll dies in seinem Befehlsbereich nie gemacht haben
Bei uns erst 1867, wurde in der Praxis laut meinem Großvater bis in den Ersten Weltkrieg anders gehandhabt.
WWI alsoWehrpflicht zählt dazu nicht mal heute
Es ist eine andere Welt.
man erhält kaum Infos zur Kriegsführung
Die Frage ist, wie relevant das in diesem Kontext ist und wie sehr man ins Detail gehen soll. Finsterland 80 richtet sich an ein allgemeines Publikum, im Handbuch der Technologie (S. 105-107) gibt es eine ganze Reihe von Ideen und Elementen, die man bei militärischen Situationen verwenden kann.
Beispiele zur Kriegsführung sind:
- Bombardements von Luftschiffen aus
- Einsatz schwerer Artillerie
- Kavallerieangriffe mit Panzerläufern
- Partisanentaktiken
- Einfach verwendbare automatische Waffen für Infanterie
- Sinkende Bedeutung der Eisenbahn durch Metagorgonitverwendung
- Verlegung der Kriegsführung in die Städte
- Theoretischer Einsatz von Thaumoniumbomben inklusive Erstschlagsmöglichkeit durch ein Sphärenportal (also über eine andere Dimension)
Krieg ist ein Mittel der Politik nach Clausewitz, nicht das einzige Mittel.
Moltke der Ältere der Bismarcks Führung folgte?
Nach Clausewitz wäre das "Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.". Die politische Arbeit verläuft im Sand und die Falken schieben an, wo sie können. (Für diese Woche ist übrigens das Geschichtskapitel geplant. Da kann man dann den Übergang hoffentlich nachvollziehen.)
Ein Offizier hat jedem Befehl zu gehorchen, außer er geht gegen seine Ehre.(Soldatenkönig)
Dafür hat seine Majestät sie zum Stabsoffizier gemacht, das sie wissen wann sie nicht zu gehorchen haben.
Ein preußischer Prinz und General
„es würde sich allenfalls für den Offizier eines Freibataillons schicken, nicht aber für einen Kommandeur Seiner Majestät Gensdarmes
Johann Friedrich Adolf von der Marwitz
Wählte Ungnade, wo Gehorsam nicht Ehre brachte
https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Friedrich_Adolf_von_der_Marwitz
Ich meinte eher „Die preußische Monarchie bleibt immer – nicht ein Land, das eine Armee, sondern eine Armee, die ein Land hat, in welchem sie gleichsam nur einquartiert steht.“ (Berenhorst)
Eine Figur wie der Genannte ist im offiziellen Finsterland-Material noch nicht vorgekommen, allerdings gibt es allgemein wenige offizielle NSCs.
Wenn Dir danach ist, kannst Du eine entsprechende Figur in der Wiki eintragen, es würde mich sehr freuen.
http://finsterland.wikia.com/wiki/Finsterland_Wiki (http://finsterland.wikia.com/wiki/Finsterland_Wiki)
Hier noch zum Abschluss für heute eine kleine militärgeschichtliche Kuriosität aus dem schönen Österreich-Ungarn und warum unsereins ein sehr gespaltenes Verhältnis zum eigenen Heer hat:
https://de.wikipedia.org/wiki/Milit%C3%A4r-Maria-Theresien-Orden (https://de.wikipedia.org/wiki/Milit%C3%A4r-Maria-Theresien-Orden)
Vielleicht gefällt es ja.
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Ehrlich gesagt, würde ich die stimmige Ästhetik von Finsterland mir hier von Schwertänzer nicht kaputt reden lassen.
Finsterland will ja meiner Ansicht nicht im geringsten das sein, was Schwerttänzer will. Wir haben hier ein charmantes and romantisches Setting, das Element der Geschichte des 20. Jahrhunderts reinbringt, aber der Schwerttänzer wünscht sich eher ein Landserroman-Setting. Das würde mir die Stimmung zerstören. Noch ein Dysterdark-80ies-Setting muss genausowenig sein.
Im Moment hat Finsterland(80) irgendwie eine spezielle Nische. Die wäre es ja echt nicht sinnvoll, die aufzugeben, um irgendwelche Forumposter zufrieden zu stellen.
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Ich denke, das schöne an Finsterland ist, dass man es für sich so einstellen kann, wie man will.
Ich möchte jedem Spieler und jeder Spielerin die Möglichkeit geben, das so anzulegen, wie er oder sie will.
Daher beantworte ich gerne Fragen, wie es dann umgesetzt wird, entzieht sich ohnehin meiner Kontrolle (keine Rollenspielpolizei).
Aber danke für das Lob. Ich finde das total nett!
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Würdest du bitte die Unterstellungen unterlassen?
Nichts von dem was du mir unterschiebst ist wahr
Dysterdark ist das Setting sowieso, aber nicht mal 40k macht den Fehler jede Person mit Macht als komplett Regel0er darzustellen.
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Würdest du bitte die Unterstellungen unterlassen?
Nichts von dem was du mir unterschiebst ist wahr
Dysterdark ist das Setting sowieso, aber nicht mal 40k macht den Fehler jede Person mit Macht als komplett Regel0er darzustellen.
Sorry. Ich will nichts unterstellen, aber orte doch ästhetische Differenzen. Jedenfalls denke ich schon, dass du eine Fundamentalkritik des Settings an irgendwelchen Details aufhängst.
Was du in dem Kontext mit Regel 0 meinst, verstehe ich allerdings nicht.
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Ich mache jetzt mal weiter. Ich hoffe, es gefällt trotzdem.
Erster Teil des Geschichtskapitels für F80.
Zwischenkriegszeit und Zweiter Großer Krieg. Der Rest folgt nächste Woche:
http://www.mediafire.com/download/z753cv5umndai5q/f10a-Finsterland80-Geschichte.pdf
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Sorry. Ich will nichts unterstellen, aber orte doch ästhetische Differenzen. Jedenfalls denke ich schon, dass du eine Fundamentalkritik des Settings an irgendwelchen Details aufhängst.
Wenn Schwerttänzer Finsterland 80 nicht gefällt, braucht er es nicht zu spielen. Mir gefällt es auch nicht so recht, obwohl ich durchaus interessant finde, wie da das Thema "Modern Fantasy" angegangen wird, und deshalb lese ich die Entwürfe mit Interesse. Doch statt herumzukritteln, kontrastiere ich es lieber mit den Gedanken, die ich für mein Rosæ-Crux-Projekt habe.
Was du in dem Kontext mit Regel 0 meinst, verstehe ich allerdings nicht.
Ich auch nicht.
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Ich mache jetzt mal weiter. Ich hoffe, es gefällt trotzdem.
Erster Teil des Geschichtskapitels für F80.
Zwischenkriegszeit und Zweiter Großer Krieg. Der Rest folgt nächste Woche:
http://www.mediafire.com/download/z753cv5umndai5q/f10a-Finsterland80-Geschichte.pdf
Interessant.
In Rosæ Crux hat es auch zwei Große Kriege gegeben, von denen der Zweite mehr oder weniger eine Fortsetzung des Ersten war. Insgesamt sind die Ereignisse denen der beiden Weltkriege bei uns ähnlich (und noch nicht allzu genau ausgearbeitet).
Im Ersten Großen Krieg kamen diverse Konflikte zusammen. Die Auseinandersetzungen zwischen dem Osmanischen Reich, dem Dritten Römischen Reich (Russland), der Entsprechung der Habsburgermonarchie und den neu entstandenen Nationalstaaten auf der Balkanhalbinsel; das Streben des Deutschen Reiches nach einem Zugang zum Meer (nicht vergessen: Norddeutschland ist als "Hansischer Bund" ein eigener Nationalstaat); der Konflikt zwischen liberalen (Frankreich, Hanse, Westlande, Nordlande) und monarchisch-autoritären Mächten, wobei aber das Dritte Römische Reich trotz autokratischer Staatsform mit den liberalen Mächten verbündet ist. Der Krieg endet mit einem Sieg der liberalen Mächte, aber in Russland gibt es eine kommunistische Revolution. In der resultierenden Union der Sozialistischen Räterepubliken setzt sich der Trotzkismus durch.
In der Zwischenkriegszeit kommt in vielen Ländern eine Art Faschismus, der sogenannte "Integralismus" auf, und der macht Ärger, was zum 2. Großen Krieg führt. Der Integralismus wird besiegt, und es gibt eine Teilung Europas in ein demokratisches Westeuropa und ein kommunistisches Osteuropa. Also so ähnlich wie bei uns auch.
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Es ist immer spannend, wie nah man an der Wirklichkeit bleibt (und dadurch Vertrautheit schafft) und wie weit man davon weggeht (um es exotisch zu lassen).
Ich habe versucht, es schon gut erkennbar sein zu lassen, aber ich denke, ich bin schon weiter von der Wirklichkeit weg als Rosæ Crux. Das mag aber auch daran liegen, dass ich bei Finsterland mit meinen Kollegen schon eine recht komplexe und vor allem interagierende Welt habe, die gewissermaßen selbst nahelegt, wie es weitergehen soll.
Hast Du prinzipiell vor, Rosæ Crux zu veröffentlichen?
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Es ist immer spannend, wie nah man an der Wirklichkeit bleibt (und dadurch Vertrautheit schafft) und wie weit man davon weggeht (um es exotisch zu lassen).
Ich habe versucht, es schon gut erkennbar sein zu lassen, aber ich denke, ich bin schon weiter von der Wirklichkeit weg als Rosæ Crux. Das mag aber auch daran liegen, dass ich bei Finsterland mit meinen Kollegen schon eine recht komplexe und vor allem interagierende Welt habe, die gewissermaßen selbst nahelegt, wie es weitergehen soll.
Zweifellos ist Rosæ Crux viel näher an der Wirklichkeit als Finsterland. Ich verwende ja nicht nur die "Original"-Geographie, sondern ziehe das Ganze über weite Strecken parallel zur Realität auf, so dass Kulturen mit einem hohen Wiedererkennungswert herauskommen. Es ist halt alles fast so, wie man es kennt, nur dass ein paar Elben, Zwerge und Magier darin herumlaufen ;)
Hast Du prinzipiell vor, Rosæ Crux zu veröffentlichen?
Prinzipiell ja, aber das Projekt steht auf meiner Prioritätenliste ziemlich weit unten,
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Hier wäre das zweite Stückerl des Geschichtskapitels, womit ich im Endspurt von F80 angelangt wäre: Es kommen noch die Geographie, die wichtigsten Städte und die wichtigen Personen.
http://www.mediafire.com/download/dq6ja6fsarab60a/f10b-Finsterland80-Geschichte.pdf
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Die Geographie des Finsterlandes für F80. Weniger trocken und belanglos als erwartet.
http://www.mediafire.com/download/0a39ajm3c1bxh9n/f11-Finsterland80-Geographie.pdf
Was jetzt noch geplant ist:
- Die wichtigsten Städte
- Die wichtigsten Personen
- Der Hintergrund der Nicht-Menschen
Wenn's war ist, ist das dann ein vollständiges Setting. Nicht schlecht, häh?
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Was ich mich frage ist, warum in F80 trotz aller politischen und sonstigen kulturellen Entwicklungen immer noch von "Fürstentümern" die Rede ist. Na gut, bei uns gibt es noch die parlamentarischen Monarchien, wo ein König als zeremonielles Oberhaupt einer Demokratie fungiert, aber viele Staaten (wie z. B. Deutschland, Frankreich, Italien) haben diesen Popanz ganz abgeschafft. Ist Finsterland in dieser Hinsicht konservativer?
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Ich tue mir selbst schwer damit.
Eine der Prämissen des Finsterlandes ist, dass sich kein Nationalismus im modernen Sinn ergeben hat. Die Bewohner sehen sich als Finsterländer. Es gibt viele Dialekte und sogar verschiedene Sprachfamilien, aber man versteht, was die anderen sagen.
Ich brauche also ein Wort, dass Regierungseinheiten beschreibt, die einerseits unabhängig sind, andererseits aber Teil des Ganzen sind. Provinzen und Bundesländer funktionieren da nicht, Staaten sind es auch nicht, also bin ich bei den Fürstentümern geblieben. Es ist irgendwie blöd.
Hast Du einen Vorschlag?
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Warum sind es "keine Staaten"? Nationalstaaten sind es anscheinend nicht, aber ein Staat muss nicht unbedingt ein Nationalstaat sein. "Fürstentum" impliziert, dass ein Fürst an der Spitze steht, und sei es als rein zeremonielles Oberhaupt.
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Vor den (National-)Staaten waren "Reiche" gängig. Als personenneutralen Begriff für eine Verwaltungs-Untereinheit könnte man "Gau" verwenden.
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Vieleicht eher Department, Distrikt, Zone, Bezirk oder Teritorium.
Gau klingt ein wenig nach Autobahn und Führer :o :)
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@Pyromancer: Ein "Reich" ist eher was Großes, in dem viele verschiedene Völker leben.
@Ethelborn: Gau klingt in der Tat nach ... ihr wisst schon.
Meines Erachtens ist "Staat" hier der richtige Begriff: Staaten sind's, wenn auch keine Nationalstaaten.
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- "Reich" ist zu groß. Damit sind diese ganzen Zwergstaaten nicht zu rechtfertigen.
- "Gau" ist zu Nazi, selbst wenn das in Österreich immer noch verwendet wird. Blöde Konnotation, danke Adolf.
- "Department" ist wie "Provinz". Es ist der Teil von Etwas, das direkt die Kontrolle darüber ausübt. Das passt nicht zum HRR-mäßigen Chaos des Finsterlandes.
- "Distrikt" und "Bezirk" haben dasselbe Problem.
- "Zone" habe ich schon für was anderes. Da muss man aufpassen, sonst wird es unübersichtlich.
- "Territorium" verwende ich schon als "Gebiet". Ist eine Alternative.
Was haltet Ihr von "Teilstaat"?
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Rollenspielen ist, glaube ich, die einzige Tätigkeit, bei der solche Diskussionen vorkommen, nicht?
Ich liebe es von ganzem Herzen.
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Ich brauche also ein Wort, dass Regierungseinheiten beschreibt, die einerseits unabhängig sind, andererseits aber Teil des Ganzen sind. Provinzen und Bundesländer funktionieren da nicht, Staaten sind es auch nicht, also bin ich bei den Fürstentümern geblieben. Es ist irgendwie blöd.
Welchen Namen hat den das Ganze (von dem die Regierungseinheiten Teile sind)? Wenn die Teile "Bundesstaaten" sind und das Ganze "Vereinigte Staa..." irgend was mit "Staatenbund"? "Bundestaaten" und "Der Finsterländer Staatenbund"?
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Welchen Namen hat den das Ganze (von dem die Regierungseinheiten Teile sind)? Wenn die Teile "Bundesstaaten" sind und das Ganze "Vereinigte Staa..." irgend was mit "Staatenbund"? "Bundestaaten" und "Der Finsterländer Staatenbund"?
Als Ganzes ist es das Finsterländer Kaiserreich.
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Kantone?
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Länder. >;D
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Als Ganzes ist es das Finsterländer Kaiserreich.
Kommen unter dem Kaiser nicht die Könige? Königreiche / Fürstentümer / Baronien / ...
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Das kommt aufs Kaiserreich an
da könnten auch Patrizier, Senatoren, Konsule, Prokonsule, (Prätorianer)prefekt
Vizekönige, Generalgoverneure
Heermeister/Magister Militium
etc. pp. sein
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Kommen unter dem Kaiser nicht die Könige? Königreiche / Fürstentümer / Baronien / ...
Beim Finsterland ist das (wie immer) verwurschtelt.
Es gibt die sieben Kurfürsten, den Marschall als obersten Militär und dann eine Vielzahl von Fürsten mit allen möglichen Titeln. Es hat sich so ergeben, dass es nur die Kleinen Könige von ebensolchen beherrscht werden.
http://finsterland.wikia.com/wiki/Die_Kleinen_K%C3%B6nige
Das Lehenssystem ist von Region zu Region verschieden. Im Bracher Land ist es sehr hierarchisch, mit unzähligen Unterteilungen. Darum ist das Territorium sehr zersplittert (so wie Thüringen vor 1933, wenn man möchte). Im Feuertal gibt es nur eine grobe Einteilung mit viel Macht beim Kurfürsten, die dann auf die Republik überging.
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Ist das Lehenssystem in F80 noch aktuell? Irgendwie passen Feudalsystem und 80er-Feeling meiner Meinung nach nicht so recht zusammen.
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Ist das Lehenssystem in F80 noch aktuell? Irgendwie passen Feudalsystem und 80er-Feeling meiner Meinung nach nicht so recht zusammen.
Ich denke auch, dass es bis auf die absoluten Randgebiete verschwunden sein sollte, zumindest in Bezug auf die Leibeigenschaft. Wie sich die Adelsfamilien ihre Hierarchien untereinander ausmachen, kann man offenlassen. Ich denke, auch da gibt es Traditionalisten und Leute, die damit nichts mehr am Hut haben.
Es ist auf jeden Fall nicht mehr verpflichtend.
Andererseits, hier ein Einzelfall aus den 2000ern:
http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/420829/Steiermark_Bauer-soll-Knecht-wie-Sklaven-gehalten-haben
Natürlich ist das Argument da, dass das überhaupt nicht legal war.
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Und weiter geht's!
Die ersten vier wichtigen Städte des Finsterlandes (F80), alphabetisch geordnet. Zum Lesen und in eigene Geschichten einbasteln.
http://www.mediafire.com/download/gclvxzp5bo6z095/f12a-Finsterland80-Wichtige+St%C3%A4dte.pdf
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Diese Woche bin ich superschnell. Und weil morgen wieder mal viel los ist, gibt es den Montagstext schon am Sonntag.
Teil zwei der wichtigen Städte für F80.
http://www.mediafire.com/download/2f21roa4ninmu9r/f12b-Finsterland80-Wichtige+St%C3%A4dte.pdf
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Das dritte Städte-Dokument. Eines kommt noch.
http://www.mediafire.com/download/9zf39amhxxxdzxt/f12c-Finsterland80-Wichtige+St%C3%A4dte.pdf
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Und hier das letzte Städte-Dokument für F80. Jetzt fehlen noch die wichtigen Personen, dann haben wir das Setting einmal fertig.
http://www.mediafire.com/download/uhcc878clptm8lb/f12d-Finsterland80-Wichtige+St%C3%A4dte.pdf
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Interessante Städte. Im Vergleich dazu wirkt in Rosæ Crux selbst die Elbenhauptstadt Glathmar ziemlich normal ;)
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Ich habe mir gedacht, ich baue alle Standards der Zeit (sowohl real als auch fiktiv) ein.
Es ist immer ein bisschen schwierig, weil ja der Fokus auf Mitteleuropa liegt. Damit kann ich viele Sachen aus amerikanischen oder japanischen Medien nicht gut verwenden. Ich mache es dann trotzdem, aber es ist irgendwie schwach.
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Ich habe mir gedacht, ich baue alle Standards der Zeit (sowohl real als auch fiktiv) ein.
Es ist immer ein bisschen schwierig, weil ja der Fokus auf Mitteleuropa liegt. Damit kann ich viele Sachen aus amerikanischen oder japanischen Medien nicht gut verwenden. Ich mache es dann trotzdem, aber es ist irgendwie schwach.
Dabei kann man aber ziemlich schnell in der Küchenspüle landen. Was ja auch D&D und diversen seiner Welten vorgeworfen wurde. Weniger ist oft einfach mehr. Ich habe jedenfalls bei Rosæ Crux nur zwei "ungewöhnliche" Städte - die vorhin erwähnte Elbenstadt Glathmar und eine Zwergenstadt, deren Namen ich noch nicht herausgefunden habe - und die sind auch wieder nicht sooooo ungewöhnlich, weil die Elben und Zwerge bei mir "nur" Menschenvölker sind, die in kultureller Hinsicht (und leicht von der Tendenz her im Körperbau) den gleichnamigen Fantasy-Rassen ähneln. Es gibt bei mir ja auch keine Thaumoniumbomben, kein Cavorit und auch kein Gorgonium, insofern fallen da ein paar Varianten schon mal weg.
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Ich denke, man wird das Setting dann auch mal in einer vollen Kampagne testen müssen. Bis jetzt ist es ja noch ein Gehirnfurz und ein außer Kontrolle geratener Aprilscherz.
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Aprilscherz? Das verstehe ich mal gerade nicht.
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Aprilscherz? Das verstehe ich mal gerade nicht.
Ursprünglich war F80 ein Aprilscherz. Wir bringen jedes Jahr zum 1. April irgendeinen Blödsinn raus.
Das ergibt dann solche Dinge:
Stangenwaffen im Finsterland
https://www.mediafire.com/?1e2gt43r84e2bn5
Regeln, um Katzen zu spielen
http://www.mediafire.com/download/qw96hio6sxwcc9i/Katzen.pdf
Angriff vom Mars
http://www.mediafire.com/download/afij1ti5c7w9i43/E04-DieInvasionDerAthanataner.pdf
Albernheiten halt, aber oft inspirierend.
(https://fbcdn-sphotos-b-a.akamaihd.net/hphotos-ak-xfp1/v/t1.0-9/10156175_599024036848606_173610711_n.jpg?oh=8bb5c68373d7734c4bbd0dcb412538b0&oe=5729F6D5&__gda__=1463014522_5a23ad3a33f055d674fc2eef5f0f3e5c)
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Wichtige Personen. Es wird zwei Dokumente geben, das ist mal das erste.
http://www.mediafire.com/download/1dgnufsvonfhkpk/f13a-Finsterland80-Wichtige+Personen.pdf
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Ich kann ur nicht zeichnen, aber ich habe mal ein paar Charakterkonzepte für F80 gebastelt.
Vielleicht wird sie der Stefan noch einmal gescheit zeichnen oder sogar bessere machen.
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Hey, Finsterland für Katzen finde ich super.
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Ich auch. Es gibt ja ein paar Erweiterungsmaterialien, wenn gewünscht.
Ansonsten:
Damit wären wir am Ende des F80-Settings angelangt. Ich werde dann mal nach und nach das Gegner-Kapitel angehen, da stehen dann auch die Eisenmeister und verschiedene andere drin. Aber an sich sollte man es so spielen können.
Was man jetzt allerdings noch braucht, sind die vier Magiespezialmanöver und auch sonst noch verschiedener Klump.
Kommt. Keine Sorge.
http://finsterland.net/images/files/f13b-Finsterland80-Wichtige%20Personen.pdf
(Ich komme bei Mediafire gerade nicht rein, also bitte direkt von der Finsterland-Seite herunterladen.)
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Yeah, Hosting ohne Mediafire! :D Ist mir viel lieber.
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An sich kann man alles auch auf der Finsterland-Seite (http://www.finsterland.net) im Download-Bereich finden.
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Das entwickelt sich ja ganz gut. Dagegen liegt Rosæ Crux erst mal auf Eis. Ich bin derzeit anderweitig beschäftigt, und ich frage mich, woher ich Spieler für meine Rollenspielprojekte nehmen soll, wo alle hier in der Gegend anscheinend nur noch Dungeonslayers spielen wollen. Da hat man wenig Motivation, an Rollenspielen und Settings zu basteln.
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Das entwickelt sich ja ganz gut. Dagegen liegt Rosæ Crux erst mal auf Eis. Ich bin derzeit anderweitig beschäftigt, und ich frage mich, woher ich Spieler für meine Rollenspielprojekte nehmen soll, wo alle hier in der Gegend anscheinend nur noch Dungeonslayers spielen wollen. Da hat man wenig Motivation, an Rollenspielen und Settings zu basteln.
Aus eigener Erfahrung: Das Publikum findet sich spätestens auf Messen und Conventions. Ich muss allerdings auch zugeben, dass ein Rollenspiel vor allem über das Design und die Illustrationen verkauft wird.
Ich kann Dich an meine Zeichnerin und meinen Layouter weiterleiten, wenn Du willst. (Plus, ich lektoriere Dir Deine Arbeit gerne.)
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nur noch Dungeonslayers spielen wollen. Da hat man wenig Motivation, an Rollenspielen und Settings zu basteln.
RosæSlayer >;D
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Definitv nicht. DS reduziert das Rollenspiel auf genau die Elemente, von denen ich gerade weg will.
Aber ganz habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Mein nächstes Rollenspielprojekt ist das Grundregelwerk OURS (Offenes Universal-RollenSpiel), und weil ich vier Welten im Bastelstadium habe, kommen dann auch vier Settings für OURS, von denen Rosæ Crux eins ist.
Aber das ist alles noch Zukunftsmusik. Die Band, die ich kürzlich gegründet habe, hat in meiner Freizeit Vorrang vor allen anderen Projekten, und sie ist ein ziemlicher Zeitfresser.
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Der Stefan hat skizziert, das ist mal dabei rausgekommen.
(http://thumbnails105.imagebam.com/46623/fd6603466220641.jpg) (http://www.imagebam.com/image/fd6603466220641) (http://thumbnails113.imagebam.com/46623/b864a9466220672.jpg) (http://www.imagebam.com/image/b864a9466220672) (http://thumbnails113.imagebam.com/46623/0e2b07466220694.jpg) (http://www.imagebam.com/image/0e2b07466220694) (http://thumbnails113.imagebam.com/46623/c860b3466220720.jpg) (http://www.imagebam.com/image/c860b3466220720)
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Ich weiß nicht, ob das noch jemanden interessiert, aber es gibt F80-Neuigkeiten. Ab nächster Woche bastle ich das Gegner-Kapitel, darum gibt es jetzt mal ein paar Previews:
Hier mal ein paar Konzepte für Trolle.
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v.l.n.r.
Trollvandalen
Trolldiener
Riesentroll
Trollstraßenkämpfer
Trollschamane mit Trägern
Trollkönig
Trollgeisterbeschwörer
Trolle allgemein
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Und hier Eisenmeisterliches:
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Hat der Stefan nach Vorlage gemacht.
(v.l.n.r.)
Denkmorcheln, Pilzling, Arbeitsmaschine, Schwebling, Eisenmeister mit Zwergenolm, Sechsfüßler, Eisenmeister-Kämpfer
Ein paar selbstgezeichnete Ideen:
(v.l.n.r., Zeile für Zeile)
Eisenmeisteranzüge, männlich und weiblich; Eisenmeistersymbol; Riesenolm; Haushaltsgerät
Kopfbedeckung; Nahkampfwaffe
Sechsfüßler; Zwei Kopfbedeckungen; schwere Nahkampfwaffe; Rüstung... See More
Oberflächensiedlung der Eisenmeister in einer Menschenstadt
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Mich interessiert f80 weiterhin! (nur, weil gefragt wurde ...)
Ich lese gerade wieder Finsterland - das "Original", weil ich eigentlich nach wie vor den Eindruck habe, dass es genau die Sorte Fantasy-Setting wäre, die ich mir wünsche ... zugegebenermaßen bleibe ich dauernd an dem für mich sehr schwer verständlichen Aufbau hängen (warum kommen erst die Charaktermodelle, dann noch ein Abschnitt, in dem die Charaktermodelle nach Typen sortiert sind und in dem man ihre Spezialmanöver erfährt, und viel später im Buch kommen irgendwann die Organisationen, die den Modellen anscheinend fest zugeordnet sind - zumindest gibt es für jeden Typen ein passendes Modell - aber das steht nirgendwo eindeutig; warum gibt es einen Eigenschaftswert, der aus einer Tabelle abgelesen wird und dann einen "effektiven Eigenschaftswert", der eigentlich der einzige ist, den man braucht? Warum steht nicht gleich der effektive Eigenschaftswert in der Tabelle?). Darüber bin ich beim ersten Lektüreversuch nicht weggekommen. Aber jedes Mal, wenn ich es durchblättere, denke ich wieder: "Das Setting mit den Salamandern und Boschmonstern, das will ich spielen!"
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Mich interessiert f80 weiterhin! (nur, weil gefragt wurde ...)
Ich lese gerade wieder Finsterland - das "Original", weil ich eigentlich nach wie vor den Eindruck habe, dass es genau die Sorte Fantasy-Setting wäre, die ich mir wünsche ... zugegebenermaßen bleibe ich dauernd an dem für mich sehr schwer verständlichen Aufbau hängen (warum kommen erst die Charaktermodelle, dann noch ein Abschnitt, in dem die Charaktermodelle nach Typen sortiert sind und in dem man ihre Spezialmanöver erfährt, und viel später im Buch kommen irgendwann die Organisationen, die den Modellen anscheinend fest zugeordnet sind - zumindest gibt es für jeden Typen ein passendes Modell - aber das steht nirgendwo eindeutig; warum gibt es einen Eigenschaftswert, der aus einer Tabelle abgelesen wird und dann einen "effektiven Eigenschaftswert", der eigentlich der einzige ist, den man braucht? Warum steht nicht gleich der effektive Eigenschaftswert in der Tabelle?). Darüber bin ich beim ersten Lektüreversuch nicht weggekommen. Aber jedes Mal, wenn ich es durchblättere, denke ich wieder: "Das Setting mit den Salamandern und Boschmonstern, das will ich spielen!"
Die Kritikpunkte sind berechtigt.
Das diffus in Entwicklung befindliche Finsterland 2-System wird mit all dem Unsinn aufräumen. Jawohl!
Bis dahin:
Dass die Charaktergenerierung so komisch aufgebaut ist, kommt daher, dass wir zuerst supermodular sein wollten: Du willst einen Zauberer spielen, der bei einem Ritterorden ist? Kein Problem. Du willst einen Ingenieur und Society-Löwen spielen? Aber sicher doch! Du möchtest eine Brutalfrau spielen, die esoterische Meditationstechniken verwendet? Bitte!
Es hat sich herausgestellt, dass das nett ist, aber doch nicht zu leicht verständlich.
Und das mit dem effektiven Eigenschaftswert ist ein unnötiger Legacy Issue von anno dazumal.
Wie gesagt: Kommt alles weg!
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Super - dann bin ich ja jetzt meinen kleinen Frustanteil in sehr ergiebiger Weise losgeworden und kann mich ganz auf das schöne Setting konzentrieren!
Mir ist jetzt nämlich wirklich aufgefallen, dass das in vieler Hinsicht schon sehr dicht an dem ist, wonach ich im Eingangspost gefragt habe - zwar nicht die Gegenwart als Fantasy-Welt, aber eine Fantasy-Welt nach einer industriellen Revolution, die explizit nicht unsere ist. Und nach dazu ganz EDO-frei!
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Super - dann bin ich ja jetzt meinen kleinen Frustanteil in sehr ergiebiger Weise losgeworden und kann mich ganz auf das schöne Setting konzentrieren!
Mir ist jetzt nämlich wirklich aufgefallen, dass das in vieler Hinsicht schon sehr dicht an dem ist, wonach ich im Eingangspost gefragt habe - zwar nicht die Gegenwart als Fantasy-Welt, aber eine Fantasy-Welt nach einer industriellen Revolution, die explizit nicht unsere ist. Und nach dazu ganz EDO-frei!
Ich oute mich jetzt als Ahnungsloser, aber was ist EDO?
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Ich oute mich jetzt als Ahnungsloser, aber was ist EDO?
Elfen-Zwerge-Orks (bzw. Elves-Dwarves-Orcs)
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Elfen-Zwerge-Orks (bzw. Elves-Dwarves-Orcs)
Alles klar. Na ja, es gibt schon Elfen und Zwerge und wenn man möchte auch noch sowas wie Orks.
Aber es ist schon verschieden genug, hoffe ich.
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Rosæ Crux ist auch nicht EDO-frei. Es gibt Elben und Zwerge, die aber "nur" Menschenvölker sind, und auch Orks, die aber "nur" Neandertaler (und auch nicht von Natur aus böse!) sind.
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Rosæ Crux ist auch nicht EDO-frei. Es gibt Elben und Zwerge, die aber "nur" Menschenvölker sind, und auch Orks, die aber "nur" Neandertaler (und auch nicht von Natur aus böse!) sind.
Macht es dann Sinn diese Namen zu verwenden? Du begibst dich dadurch ja schon in ein Klischeekarussell.
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Für diese Woche gibt es dann doch noch einen Artikel. Ich mache jetzt die F80-Gegner, allerdings hat sich zumindest bei den Trollen schon herausgestellt, dass sie wohl keine Gegner im klassischen Sinn. Sie sind eher Gegner wie Menschen Gegner sein können.
Schau ma mal.
http://www.mediafire.com/download/kpb6gdw9s1n1c6d/f14a-Finsterland80-Gegner.pdf
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Macht es dann Sinn diese Namen zu verwenden? Du begibst dich dadurch ja schon in ein Klischeekarussell.
Gute Frage. Sie sind schon ein bisschen wie die gleichnamigen Wesen bei Tolkien, und meine Idee ist es, dass diese Völker den historischen Kern der Mythen bilden, auf denen Tolkiens Wesen basieren.
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Zum Thema Magie und Technologie: In welchem Maße sind in F80 Geräte magisch? Nehmen wir beispielsweise den Ghettoblaster, der auf dem Titelbild zu sehen ist. Sind da irgendwelche magischen Kristalle mit eingravierten Runen oder ähnlichs Zeug drin? In Rosæ Crux ist das jedenfalls nicht der Fall. Wenn man da einen Ghettoblaster aufschraubt, sieht es darin genauso aus wie in einem von hier - die gleichen elektronischen Bauelemente, da ist nix magisch, weil Magie eine Kunst ist und magische Gegenstände nicht in Serie produziert werden können.
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Zum Thema Magie und Technologie: In welchem Maße sind in F80 Geräte magisch? Nehmen wir beispielsweise den Ghettoblaster, der auf dem Titelbild zu sehen ist. Sind da irgendwelche magischen Kristalle mit eingravierten Runen oder ähnlichs Zeug drin? In Rosæ Crux ist das jedenfalls nicht der Fall. Wenn man da einen Ghettoblaster aufschraubt, sieht es darin genauso aus wie in einem von hier - die gleichen elektronischen Bauelemente, da ist nix magisch, weil Magie eine Kunst ist und magische Gegenstände nicht in Serie produziert werden können.
Es gibt im Finsterland ein magisches Material: Thaumonium. Es ist eine Art Trägersubstanz, die in allen Dingen und Wesen in minimalem Umfang vorhanden ist. Man kann das Thaumonium extrahieren (auch industriell) und als Energiequelle verwenden. Das wird auch gemacht. Im Ghettoblaster ist wahrscheinlich ein kleiner Generator drin, der von mit Thaumonium beschichteten Zahnrädern angetrieben wird.
Eine höhere Thaumoniumkonzentration macht Dinge und Wesen leichter bezauberbar.
Schließlich ist es auch möglich, Thaumonium zu spalten. Das macht dann Löcher in der Wirklichkeit, die in andere Sphären führen. Einerseits ist das praktisch, andererseits ist es tödlich. Hm.
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Dann verstehe ich das also so, dass der Ghettoblaster wie bei uns funktioniert, nur dass er statt Batterien einen Thaumoniumgenerator hat, der den Strom liefert. Korrekt?
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Dann verstehe ich das also so, dass der Ghettoblaster wie bei uns funktioniert, nur dass er statt Batterien einen Thaumoniumgenerator hat, der den Strom liefert. Korrekt?
Exakt. Komplexere magische Anwendungen sind denkbar, aber der Widerstand der Universitäten und Behörden ist recht stark. Man will gewaltige, weltenverändernde Mächte nicht in die Hände von irgendwelchen Leuten geben.
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Heute gibt's mal wieder was zu F80. Ein weiterer Teil des Gegner-Abschnitts. Hier ein paar Troll-Konzepte.
http://www.mediafire.com/download/a686csa2u4ysdsa/f14b-Finsterland80-Gegner.pdf
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Noch mehr F80-Trollzeug. Einmal noch, dann ist das mal fertig.
http://www.mediafire.com/download/bry4p8bwbxmbpdv/f14c-Finsterland80-Gegner.pdf