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Pen & Paper - Spielsysteme => D&D - Dungeons & Dragons => Thema gestartet von: Der Oger (Im Exil) am 11.11.2015 | 15:15
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Ich versuche, seit geraumen Tagen ein passendes deutsches Wort für den Begriff "Mörderhobo"zu finden.
Gemeint ist damit jemand, der keinen festen Wohnsitz hat, und davon lebt, dass er Söldneraufträge verarmter Adeliger, verzweifelter Bauern, oder halbseidener Alter Männer in schmierigen Tavernen annimmt, sich vielleicht auch mit Betteln und Stehlen über Wasser hält, und sich nicht zu schade ist, sich in einem Verließ mit ein paar räudigen Goblins um ein paar Münzen zu kloppen.
Bisher sind mir eingefallen:
Mordstreicher
Blutstreicher
Wanderschwert
Schwertbettler
... aber vielleicht habt Ihr ja noch Ideen.
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Also, wörtlich übersetzt wäre es wohl "Mord(s)penner".
Edit: "Penner" ist aber vermutlich sozial geächteter als "hobo". Wie wäre es mit dem euphemistischen "Schwertvagabund"?
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Mordbrenner
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Wie wärs mit Mordgeselle.
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Wie wärs mit Mordgeselle.
...der mit seinem Mordmeister durch die Lande zieht, Sith-Style.
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Mördawan >;D
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Du könntest auch Begriffe wie Heckenritter verwenden die einen eigentlich "noblen" oder positiv besetzten Begriff durch Zusammenführung mit wenig Nobilität verkleinern. Entweder über die Tätigkeit (Betteln, Stehlen, Kaufen lassen) oder über die Darstellung der Armut (Ernährung durch billige Grütze, Abfälle und dergleichen, schmutzig)
Das ist ein Bettelritter, ein dreckgerüsteter lumpenfreier Hafersöldner!
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Jepp, "Heckenritter" finde ich da auch passend. Bevor ich das von Arldwulf las, lag mir spontan das Wort "Gassenritter" oder "Gossenritter" auf der Zunge.
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Schwertbettler
Angelehnt daran fiele mir Schwertstreuner ein.
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Ja, es darf ruhig abwertend sein. Die normalen NSC - Bürger sehen sie als Gesindel und Lumpenpack an, nur einen Schritt vom Galgen entfernt.
Gossenritter, Heckenritter sind nicht schlecht, Lumpenritter kam mir auch noch in den Sinn.
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Wie wäre es mit "Landstörzer" oder "Krippenreiter"?
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Mietschwert
Mordbube
Söldling / Söldner
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Ein Neologismus müßte es wohl schon sein, allein wegen des ironischen Untertons, und der Aspekt des wurzellosen Umherziehens müße auch deutlich werden. Also jemand, der umherstromert und dann wahllos Leute totschlägt … hmmm … Totschlagsstromer? ;D
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Reisiger (https://de.wikipedia.org/wiki/Reisiger) (gern auch in Kombination, zB reisiger Bluthund, etc.)
Reisläufer (https://de.wikipedia.org/wiki/Reisl%C3%A4ufer)
Mordbrenner hatten wir ja schon
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Bei Licht betrachtet sind ja "Söldner" und "Abenteurer" historisch eh schon nicht unbedingt als Komplimente gemeint. Da kann man sicher noch ein paar nette klassische Schimpfworte dazupacken -- Strolche, Strauchdiebe, herumlungerndes Pack zweifelhafter Herkunft (schließlich ist diese Art von Figuren ein bißchen dafür berüchtigt, gerne Vollwaisen aus von Orks abgefackelten Dörfern oder dergleichen zu sein)... ;)
Obwohl ich auch nicht unbedingt ein Problem damit hätte, den Original-"murderhobo", wie ohnehin schon eingangs geboten, schlicht zum praktisch gleichklingenden "Mörderhobo" einzudenglischen -- dann weiß jemand, der den englischen Originalbegriff schon kennt, wenigstens auch schon gleich, von welchem Konzept in etwa die Rede ist.
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Aus dem bayrisch/österreichischen Wortschatz...
Strawanzen (http://www.duden.de/rechtschreibung/strawanzen)der Mordbub
Mordstrawanzer (http://www.duden.de/rechtschreibung/Strawanzer) (Todesstrawanzer, Klingenstrawanzer, mörderischer Strawanzer etc.)
Zieht umher und bringt Leute um...
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Wanderklinge
Bettelmörder
Betteltöter
Todstreicher
Mordstreicher
Lumpenmörder
Mörderlump
Gossenmörder
Gossentöter
Gossenklinge
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Klassisch:
Halsabschneider
Galgenvogel
Ich mag den Klang von Mietmörder.
Wenn das Obdachlose essentiell ist, wie wäre es mit Schandvagant?
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Murderhobo bezieht sich ziemlich stark auf den relativ modernen Ausdruck Hobo innerhalb der USA. Die Verbindung zur Lebenswelt der Spieler würde ich erhalten.
Auf Deutschland bezogen wäre das der Hartz4ler oder unter Umständen der Assi (Asoziale, nicht Asylant).
Mordhartzer
Schwertassi
Heckenritter gefällt mir in dem Zusammenhang überhaupt nicht. Der Begriff kombiniert die (relative) Armut mit dem (allgemein positiven) Ehrverständnis des Ritters und verkehrt damit die Drecksack-/Schwerstkriminell-/Soziopath-Assoziation des Murderhobos ins Gegenteil.
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Murderhobo bezieht sich ziemlich stark auf den relativ modernen Ausdruck Hobo innerhalb der USA. Die Verbindung zur Lebenswelt der Spieler würde ich erhalten.
Auf Deutschland bezogen wäre das der Hartz4ler oder unter Umständen der Assi (Asoziale, nicht Asylant).
Mordhartzer
Schwertassi
Heckenritter gefällt mir in dem Zusammenhang überhaupt nicht. Der Begriff kombiniert die (relative) Armut mit dem (allgemein positiven) Ehrverständnis des Ritters und verkehrt damit die Drecksack-/Schwerstkriminell-/Soziopath-Assoziation des Murderhobos ins Gegenteil.
In welcher Realität lebst du denn? :/ Hartz 4 - Bezieher sind Obdachlose und Obdachlose sind Asoziale, mein lieber Herr Gesangsverein...
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In der politisch nicht sonderlich korrekten Welt der realen Anwendung dieser Begriffe. Der Hartzer oder Hartz4ler ist in dieser übrigens nicht jemand, der (temporär) Hartz4 bezieht, sondern jemand der sich bequem darin eingerichtet hat und gar kein Verlangen nach Arbeit hat, mit großen Überschneidungen zum Sozialbetrüger.
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In der politisch nicht sonderlich korrekten Welt der realen Anwendung dieser Begriffe. Der Hartzer oder Hartz4ler ist in dieser übrigens nicht jemand, der (temporär) Hartz4 bezieht, sondern jemand der sich bequem darin eingerichtet hat und gar kein Verlangen nach Arbeit hat, mit großen Überschneidungen zum Sozialbetrüger.
Das hat mit "politisch korrekt" nichts zu tun. Und ok, wenn du das Wort "Hartz4ler" in diesem Sinn verwendest (was aus dem Wort nicht recht ersichtlich ist), dann verstehe ich die Assoziation mit "Asoziale". Der Bezug zum Obdachlosen fehlt da erstmal immer noch. Aber damit kommen wir weit vom Thema ab und helfen dem Threadersteller nicht. Ich schlage also eine Fortsetzung per PN vor.
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Heckenritter gefällt mir in dem Zusammenhang überhaupt nicht. Der Begriff kombiniert die (relative) Armut mit dem (allgemein positiven) Ehrverständnis des Ritters und verkehrt damit die Drecksack-/Schwerstkriminell-/Soziopath-Assoziation des Murderhobos ins Gegenteil.
Ich fasste das so auf, dass es um die Suche nach einem stimmungsvollen, eventuell neckischen Begriff für eine gewisse Charakterklasse geht. Diese klar an einem schlechten Verhalten zu titulieren, ist gerade in Grauzonen der Gesellschaft eher unüblich. Prostituierte nennen ihre Kunden romantisch verklärt "Freier", ihre Dienstherren werden verharmlosend "Zuhälter" oder "Mädchenhirt" genannt. Die italienische Mafia nennt sich "Ehrenmänner", die russische Mafia tituliert sich "Wor" (Diebe im Gesetz). Ich finde die Verkehrung von etwas Ordinären mit dem Ritterbegriff recht stimmungsvoll.
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Erinnert mich wiederum an den Planescape-Slangbegriff "Knight of the Post" (was je nach Quelle mit "Postenritter" oder "Pfostenritter" übersetzt wird. ;D)
Ich würde mal sagen: welt_intern_ wäre "Heckenritter" etc sicher gängig. Aber z.B. in den FR ist ja auch "Abenteurer" eine valide Berufsangabe -- und je nach Gegend rümpft da die örtliche Bevölkerung die Nase, weil Abenteurer für sie gleichbedeutend mit "Störenfried" ist.
Aber es geht ja hier, soweit ich das verstanden habe, um eine externe Bezeichnung für das, was die Spieler da fabrizieren; also das was im englischen Sprachgebrauch "Murder Hobos" genannt wird.
Irgendwas mit "Hartzer" würde ich eher aus semantischen Gründen ablehnen, schließlich sind die Abenteurer keine Sozialfälle (sondern machen eher andere Wesen zu welchen).
"Mordstreicher" gefällt mir eigentlich ganz gut. ;D
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Der Schwertassi ist mein Favorit!
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*facepalm*
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Mörderstreicher
(Brigant, Schnapphahn)
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Ich fasste das so auf, dass es um die Suche nach einem stimmungsvollen, eventuell neckischen Begriff für eine gewisse Charakterklasse geht. Diese klar an einem schlechten Verhalten zu titulieren, ist gerade in Grauzonen der Gesellschaft eher unüblich. Prostituierte nennen ihre Kunden romantisch verklärt "Freier", ihre Dienstherren werden verharmlosend "Zuhälter" oder "Mädchenhirt" genannt. Die italienische Mafia nennt sich "Ehrenmänner", die russische Mafia tituliert sich "Wor" (Diebe im Gesetz). Ich finde die Verkehrung von etwas Ordinären mit dem Ritterbegriff recht stimmungsvoll.
Murderhobo ist nicht neckisch oder verharmlosend sondern bezieht sich eindeutig auf Mord und reibt einem dieses Kapitalverbrechen kritisierend unter die Nase. Serienmorde, um genau zu sein.
Genausowenig ist die Hecke ordinär.
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Treber-Hool.
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Der Schwertassi ist mein Favorit!
Das wäre dann also der "Schwertassistent", d.h. der Kollege von Speerträger und Fackelhalter?
(Nur, um mal zu verdeutlichen, wie neckische Abkürzungen auch schnell mal anders als beabsichtigt verstanden werden können. ;))
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"Treber-Hool". Was ist denn ein "Treber"? (Das mit dem Hool krieg ich noch hin.)
Meine Favoriten sind soweit:
In-game-Bezeichnung: Heckenritter
Schnorrige Übertragung des Originalbegriffs: Schwertasi. (Man denke an das stimmhafte "Bienchen-S", damit er nicht mit dem
Assistenten verwechselt wird, dessen "s" stimmlos ist...)
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Assis sind ja auch meistens Asis. xD
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Desperado?
Pechritter (Höhnischer Gegenbegriff zum Glücksritter)
Lumpensoldat (Meist für ehemalige Söldner oder Soldaten gebraucht, die nach dem ausscheiden aus der Armee als zerlumpte Gestalten herumstrobern)
Hungerkrieger (Jemand, der zwar bewaffnet ist, sich aber kaum ernähren kann)
Pfennigsöldner (der sich für einen Hungerlohn verdingen muss)
Schwerthund (Hier wird der vagabundierende Schwertkämpfer mit einem streunenden Hund verglichen)
Galgenläufer (Herumtreiber, der "sicher irgendwann am Galgen endet")
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Wie Quaint schon geschrieben hat kannst Du einfach "Söldner" verwenden.
Das war alles andere als ein "angesehener Berufsstand". Söldner hatten oftmals einen sehr schlechten Ruf und die Trennlinie zwischen Söldner und Räuber war nicht sehr groß. Ich zitiere mal von der Wiki-Seite:
Den Söldnern, vor allem denen des Dreißigjährigen Krieges, haftet seit jeher ein äußerst negativer Ruf an. Oft werden sie als gescheiterte Existenzen angesehen, die für Geld töteten und den Bauern ihre Existenzgrundlage nahmen. Auch in der Geschichtswissenschaft wurden die Söldnerhaufen immer wieder als Sammelbecken für Kriminelle, fahrendes Gesindel und Ausgestoßene beschrieben. Erst in der letzten Zeit wird versucht, diese wichtige soziale Gruppe wertneutral zu betrachten und ihre Herkunft, ihre Lebensweise und ihre Motivation, Söldner zu werden, zu ergründen. Auch die simple Zuschreibung der Täterrolle ist zu hinterfragen, da sie in vielen Fällen selber von den Kriegsunternehmern oder ihren Offizieren ausgenutzt wurden.
Der Absatz wird gegen Ende ein wenig milder, aber für den Bauern dem der Söldner gerade Vieh und Tochter stielt ist es egal ob der arme Söldner vorher von den "Kriegsunternehmern oder Offizieren" in die Armut gestürzt wurde. Der wird die Söldner hassen.
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"Treber-Hool". Was ist denn ein "Treber"? (Das mit dem Hool krieg ich noch hin.)
Meine Favoriten sind soweit:
In-game-Bezeichnung: Heckenritter
Schnorrige Übertragung des Originalbegriffs: Schwertasi. (Man denke an das stimmhafte "Bienchen-S", damit er nicht mit dem
Assistenten verwechselt wird, dessen "s" stimmlos ist...)
Also, Treber (auch:Trester) bezeichnet Malzreste aus der Bierherstellung oder ausgepresste Weintrauben bei der Traubensaftgewinnung, im weiteren Sinne auch andere ausgepresste Fruchtrückstände....äh ja, kein Ahnung was ein Treber-Hool sein soll. Irgendwas mit Bier vermutlich.
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"Treber-Hool". Was ist denn ein "Treber"? (Das mit dem Hool krieg ich noch hin.)
Nach Wikipedia:
einen sich herumtreibenden oder obdachlosen Jugendlichen (Trebegänger) oder auch Landstreicher (siehe Soziale Randgruppe)
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Nach Wikipedia:
Also unter "Treber" steht das nicht, und Treber-Hool kennt Wikipedia nicht (erster Google-Treffer sind wir hier).
"Trebegänger" kommt offensichtlich aus dem gleichen Umfeld.
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Im Bairischen gibt es noch den schönen Begriff Grattler (Gratler, Gradler, Graddler, Gradla, Kratler, Krattler oder Kraddler), etwa sinngleich mit "Penner, Landstreicher".
https://www.youtube.com/watch?v=PNm1c8TteJQ
--> Mordsgrattler oder so. ^^
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Also unter "Treber" steht das nicht, und Treber-Hool kennt Wikipedia nicht (erster Google-Treffer sind wir hier).
"Trebegänger" kommt offensichtlich aus dem gleichen Umfeld.
Guckst du. (https://de.wikipedia.org/wiki/Treber_(Begriffskl%C3%A4rung))
Und -Hool ist natürlich eine Neuschöpfung, um den (eher friedlichen Landstreicher) mit der Gewalttätigkeit aufzuladen, die das "Murder" impliziert.
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Söldner ist das. Von Tagelöhner als eher Hilfskraft abgeleitet, vielleicht Schwertlöhner.
Krimineller: Meuchler.
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Eben zufällig als Vertipper von Gestaltwandler entstanden:
Gewaltsandler
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Gewaltsandler
Seems legit >;D
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Gewaltsandler
Großartig! :d
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We have a winner.
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Eben zufällig als Vertipper von Gestaltwandler entstanden:
Gewaltsandler
Musste kurz googeln (in unserer Gegend ist Sandler eher ungebräuchlich), aber ja, passt ! :d
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Ich nominiere hiermit den Gewaltsandler für das :T:-Wort des Jahres 2015.
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Sehr schön!
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Bloeder Name......
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Ich nominiere hiermit den Gewaltsandler für das :T:-Wort des Jahres 2015.
+1
Wo kann ich abstimmen? ;D
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Ich weiß gar nicht, was ein "Sandler" ist. Ich hab das Wort noch nie in dem Zusammenhang gehört. wtf?
...gut, Googlen hilft. Der Duden behauptet allerdings, das wäre österreichisch, was meine Unkenntnis erklärt.
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Ich habe den Thread hier gerade durch einen Zufall entdeckt.
Die im Eingangs-Posting genannten deutschen Wörter sind ja alle recht schön und wohlklingend und klingen dabei für mich sehr stark nach dem hierzulande verbreiteten Aventurien-DSA-Deutsch und dem Pathfinder-Übersetzerdeutsch, was grundsätzlich nicht abwertend gemeint ist und auch nichts Schlechtes sein muss.
Allerdings sind alle möglichen Variationen von "Wanderklinge" oder "Kampfstreicher" und so weiter eher Versuche, ein Wort zu kreieren, das nach In-Game-Jargon klingt, nach einem Phänomen aus der Spielwelt, das durch eine poetisch-archaisierende Wortwahl noch nachträglich geadelt oder geschönt werden soll.
Wie schon angesprochen wurde, ist aber der "murder hobo" gerade KEIN In-Game-Begriff (er existiert in dieser Form nicht für die Charaktere in der Fantasiewelt) und muss auch nicht nach Fantasy und Mittelalter klingen. Es ist ein Out-of-Game-Begriff, einer, den Rollenspieler scherzhaft auf einer Metaebene verwenden, wenn sie sich spaßhaft über Rollenspielklischees usw. unterhalten.
Mit "murder hobo" ist letztlich ein Killer-Landstreicher gemeint. Die Wortverbindungen mit "-Penner" funktionieren auch, aber daran ist schwierig, dass es "Penner" auch als generelles Schimpfwort gibt und dazu noch in der Bedeutung "Landstreicher" oder "Obdachloser".
Ich mag die Lösung "Gewaltsandler", die sich hier bereits herauskristallisiert zu haben scheint.
Ich hätte dagegen noch vorgeschlagen:
Herumstreifender Killer
Obdachloser Killer
Obdachloser Söldner
Kämpfender Landstreicher
Mehr fällt mir auch nicht ein.
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Einige Begriffe find eich ziemlich klasse.
Ich würde gerne wissen, in welchem Zusammenhang der "murder hobo" auftaucht, denn nach der Ursprungsbedeutung waren Hobos (in den 1920-40er in den USA) eher obdachlose Wanderarbeiter und keine Penner, Bettler oder arbeitsscheu. Die "Hobo-Ehre" verlanget es geradezu, keine Almosen anzunehmen und auch nicht zu stehlen.
Natürlich waren die Grenzen zur Kleinkriminalität fließend, aber der "Hobo mit Anstand" erschlich sich zwar (aus Geldmangel UND Prinzip) die Zugfahrt (auf oder unter dem Wagon), arbeitete aber für seinen Lebensunterhalt.
Da passt das Deutsche "Penner" nicht so recht.
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Einige Begriffe find eich ziemlich klasse.
Ich würde gerne wissen, in welchem Zusammenhang der "murder hobo" auftaucht, denn nach der Ursprungsbedeutung waren Hobos (in den 1920-40er in den USA) eher obdachlose Wanderarbeiter und keine Penner, Bettler oder arbeitsscheu. Die "Hobo-Ehre" verlanget es geradezu, keine Almosen anzunehmen und auch nicht zu stehlen.
Natürlich waren die Grenzen zur Kleinkriminalität fließend, aber der "Hobo mit Anstand" erschlich sich zwar (aus Geldmangel UND Prinzip) die Zugfahrt (auf oder unter dem Wagon), arbeitete aber für seinen Lebensunterhalt.
Da passt das Deutsche "Penner" nicht so recht.
Es geht mehr um eine Sichtweise von Abenteurern auf den niedrigen Stufen bei D&D: Umherziehende Personen ohne festen Wohnsitz oder soziale Bindung, die keiner regelmäßigen Arbeit nachgehen (wie etwa 99% der "normalen" Bevölkerung") und daher außerhalb der Gesellschaftsordnung stehen.
Um zu überleben, müssen sie ihr Glück als Grabräuber, Söldner und Handlanger örtlicher Machthaber versuchen, und Dinge tun, die ein "normaler" Mensch oder Zwerg oder was auch immer verabscheut und/oder sich nicht traut, die (vor allem in den älteren Varianten) zum Tod des Betreffenden führen können - oder ihnen Erfahrungen und Fähigkeiten verleihen, die sie zu Eroberern und/oder Helden machen können.
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Gewaltsandler klingt wie gesagt gradezu Bloed.
Gewalt ist ein neutrales sehr allgemeines unspezifisches Sachwort. Und Sandler nur östereichischer Dialekt. Beides wird niemand zusammen verwenden den das waere weder ein Sachwort noch Jargon ,also komisch.
Und nach einem innerweltlichen Jargonwort wurde doch sehr wohl gesucht.
Bettler sind eher nicht gewalttätig und ein Söldner ist kein Bettler. Ein Tageloehner betont die Arbeit in wechselnder Anstellung. + Berufsbezug zum Schwert = Schwertloehner, ganz einfach.
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Ich versuche, seit geraumen Tagen ein passendes deutsches Wort für den Begriff "Mörderhobo"zu finden.
Gemeint ist damit jemand, der keinen festen Wohnsitz hat, und davon lebt, dass er Söldneraufträge verarmter Adeliger, verzweifelter Bauern, oder halbseidener Alter Männer in schmierigen Tavernen annimmt, sich vielleicht auch mit Betteln und Stehlen über Wasser hält, und sich nicht zu schade ist, sich in einem Verließ mit ein paar räudigen Goblins um ein paar Münzen zu kloppen.
Nur damit ich diese Frage verstanden habe:
Wozu suchst du denn dieses Wort? In welchem Zusammenhang suchst du es und wo soll es stehen? Im Metatext, in Kolumnen und Blogs?
Kurz gesagt: Ist es in-game oder out-of-game?
Davon hinge auch meine Antwort ab.
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Nur damit ich diese Frage verstanden habe:
Wozu suchst du denn dieses Wort? In welchem Zusammenhang suchst du es und wo soll es stehen? Im Metatext, in Kolumnen und Blogs?
Kurz gesagt: Ist es in-game oder out-of-game?
Davon hinge auch meine Antwort ab.
Eigentlich beides: Sowohl als Terminus für einen Background bei 5E, als auch als ingame-Bezeichnung von Bauern und Bürgern für solche Leute.
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Streicher
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Streicher
Also erstens steht das schon im OP im Kombination mit drin, und zweitens basteln wir uns hier kein Orchester ;)
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Du könntest auch das ganze an einem typischem Kleidungsstück festmachen, so ließe sich der Name besser in eine Beschreibung einbinden.
Z.B. Blutschärper (tragen eine Rote Schärpe mit eingestickten Münzen und signalisieren damit Käuflichkeit)
Oder Stiefelstähler (tragen meist eine Form von Stahlkappen - der Begriff hätte sich dann als Synonym für eine unehrenhafte, trickreiche Kampfweise auf Söldner übertragen)
Oder Schwertsäckler (tragen den Namensgebenden Waffensack überm Rücken, evtl. ehemalige Soldaten)